<92. Jahrgang Nr. <02 Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener Ramilienblätter Heimat iniBild DieScbolle Bezugspreis: Dionatlich.....RM.1.80 Zustellgebühr... „ -25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Aernsvrechanschluß 2251 Drahtanschrift: ,Llnzeiger" Postschea 11686 Franks./M. Metzener Anzeiger vrühlsche UniversttStrdnttlerri 8. Lange General-Anzeiger für Oberhefsen «irtzrn.^cholstrahk^r-9 Montag. 4. Mal <942 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 81/» Uhr desVormittagS Anzeigen-Preise: Anzeigenteil 7 Rpf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Lextteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel I AbschlüsseMengenstaffelL Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/« mehr Die Zusammenkunft von Salzburg. Salzburg. 1.ZRai. (DRV.) Der Führer und der Duce hatten am 29. und 30. April eine Zusammenkunft in Salzburg. Die Besprechungen zwischen den beiden Regierungschefs waren getragen von dem Geiste der engen Freundschaft und unlösbaren Waffenbrüderschaft der beiden Völker und ihrer Führer. Sie ergaben die völlige Uebereinstimmung der Auffassungen über die durch die überwältigenden Siege der Dreierpaktmächte geschaffene Lage und über die weitere Kriegführung der beiden Rationen auf pollti- ' V TT» /-ML Or "T - Unser Bild zeigt die Ankunft des Duce auf einem Bahnhof in der Nähe Salzburgs, wo er vom Führer herzlichst begrüßt wurde. (Aufnahme: Presse-Hoffmann. sSch.s) fchem und militärischem Gebiet. Die Harle Entschlossenheit Deutschlands, Italiens und ihrer Verbündeten, den endgültigen Lieg mit asten ihnen zur Verfügung stehenden Machtmitteln sicherzustellen, kam dabei erneut zum Ausdruck. An den politischen Besprechungen nahmen der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop und der königlich-italienische Außenminister Graf L i a n o teil. Die beiden Außenminister der Achse hatten hierbei Gelegenheit, die aktuellen außenpolitischen Fragen zu erörtern. An den militärischen Besprechungen nahmen von deutscher Seite der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generalfeldmarschall Keitel, und von italienischer Seite der Lhef des italienischen Wehrmachtgeneralstabes, Generaloberst Graf Lavallero. teil. Der deutsche Botschafter in Rom von Mackensen und der Königlich italienische Botschafter in Berlin Dino A l f i e r i waren ebenfalls anwesend. Die Zusammenkunft zwischen dem Duce und dem Führer fand in der Nähe der Stadt Salzburg in einem Gästehaus der Reichsregierung, statt. Am 29. April vormittags traf der Duce, begleitet von Graf Ciano und General Lavallero, sowie werteren politischen und militärischen Mitarbeitern auf einem kleinen in der Nähe des Besprechunas- ortes gelegenen Bahnhof ein. Der Führer begrüßte den Duce auf dem Bahnhof, wo sich zum Empfang Reichsaußenminister von Ribbentrop, Generalfeldmarschall Reitet, Reichsleiter Bormann und Reichspressechef Dr. Dietrich sowie Gauleiter und Reichsstatthalter Dr. Scheel ein'gefunden hatten. Der Führer geleitete den Duce nach dem Gästehaus, wo der Chef der Präsidialkanzlei, Staatsmi- nister Dr. Meißner, den Duce erwartete. Nach einem gemeinsamen Mittagessen war der Nachmittag politischen Besprechungen gewidmet, an denen auch Reichsaußenminister von Ribbentrop und Außenminister Graf Ciano teilnahmen. Ein Abendessen in kleinstem Kreis beschloß den ersten Tag der Zusammenkunft zwischen Führer und Duce. Am 30. April geleitete der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generalfeldmarschall Keitel, den Duce zum Führer zu militärischen Besprechungen, an denen von italienischer Seite der Chef des Wehrmachtgeneralstabes, Generaloberst Graf Ca° v a l l e r o , der italienische Militärattache in Berlin, Divisionsgeneral M a r r a s und Brigadegeneral Gandin sowie von deutscher Seite Generalfeldmarschall Keitel, Generalfeldmarschall Kesselring, General der Artillerie I o d l und der deutsche Militärattache in Rom, Generalleutnant von R i n t e l e n , teilnahmen. Zur gleichen Zeit trafen sich Reichsaußenminister von Ribbentrop und Außenminister G r a f C i a n o zur Fortsetzung ihrer politischen Besprechungen, bei denen auch der italienische Botschafter in Berlin Dino Alfi e ri und der deutsche Botschafter in Rom von Mackensen anwesend waren. Arn Nachmittag fand die Zusammenkunft zwischen dem Führer und dem Duce mit zusammenfassenden politischen und militärischen Besprechungen ihren Abschluß. * Berlin, 3. Mai. (DNB.) Nach dem Abschluß der Besprechungen in Salzburg hat der Duce beim Ueberschreiten der Reichsgrenze an den Führer nachfolgendes Telegramm gerichtet: „Bei meiner Rückkehr nach Italien möchte ich Ihnen, Führer, zum Ausdruck bringen, wie sehr ich es begrüßt habe, daß Sie mir die Gelegenheit zu einem s o umfassenden Gedankenaustausch über die derzeitigen politischen und miü-x tärischen Fragen gegeben haben. Die völlige Uebereinstimmung unserer Auffassungen, die wir auch bei dieser Zusammenkunft hinsichtlich aller gemeinsam geprüften Fragen feststellen durften, erfüllt mich mit besonderer Genugtuung und ist für mich wiederum ein untrügliches Anzeichen f ü r den Sieg unserer Waffen. Mit nochmaligem herzlichen Dank für Ihre gastliche Aufnahme, die mir unvergeßlich bleiben wird, entbiete ich Ihnen, Führer, meine herzlichsten kameradschaftlichen Grüße." Gleichzeitig übermittelte Außenminister Graf Ciano dem Reichsminister des Auswärtigen v. Ribbentrop ein Danktelegramm. Das Echo in Spanien. Madrid, 4. Mai. (DNB.-Funkspruch.) Zur Zusammenkunft Hillers und Mussolinis schreibt „Info r m a c i o n e s" : Wenn auch schon alle vorangegangenen Besprechungen größte geschichtliche Entscheidungen nach sich zogen, so sind wir doch überzeugt, daß diesmal Beschlüsse von ungeahnten Ausmaßen gefaßt wurden. Der Sommer 1942 wird die Entscheidung im Osten bringen. Dann hat das neue Europa von keiner Seite mehr etwas zu fürchten. Wer sollte wohl dann noch den Kampf mit den Truppen aufnehmen, die die schwerste Belastungsprobe des vergangenen Winters bestanden?" Auch „A B C" schreibt, daß die Besprechung am Vorabend kriegsentscheidender Operationen stattfand. „Arriba" schreibt: ,L)ie Begegnung in Salzburg erfüllt unsere Herzen mit freudiger Hoffnung. Die lange Dauer der Besprechungen, die scharfe Trennung zwischen ihrem politischen und militärischen Teil, der Zeitpunkt des Treffens sind unzweifelhaft Symptome dafür, daß wir am Höhepunktdieses Weltkrieges angelangt find und dieser in seinen entscheidenden Abschnitt eingetreten ist." „Solidaridad National" schreibt: „Wäh- rend unter gewissen Breitegraden geräuschvolle Konfernzen wahre Turniere denwkratischer Geschwätzigkeit entfalten, erobert Japan in Fortsetzung seines siegreichen Feldzuges Mandalay, treffen sich Hiller und Mussolini in ihrem knappen, strengen Stil zu einer Besprechung, die eine wirkliche Handlung darstellt. Höchste Entscheidungen zeichnen sich am kriegerischen und politischen Horizont ab. Wiederum stehen dem Wortschwall der einen die Taten der anderen gegenüber." Oer Rationale Feiertag des deutschen Volkes. B e r H n , 3. Mai. (DNB.) Am Nationalen Feiertag des deutschen Volkes fand im Mosaiksaal der Neuen Reichskanzlei die Tagung der Reichs ar- b e i t s k am m e r statt. 75 Fahnen der nationalsozialistischen Musterbetriebe und 13 Fahnen der neuernannten Kriegsmusterbetriebe hatten an der Stirnwand des Saales und zu beiden Seiten Auf- stellung genommen. Nachdem Reichsorganisationsleiter Dr. Ley den Saal betreten hatte, intonierte die Preußische Staats- kapelle unter Leitung von Staatskapellmeister Johannes ocbüler die Ouvertüre von Richard Wagners „Rienzl". Dann ergriff Oberbefehlsleiter Mar- re n b a ch das Wort, um Öen Telegrammwechsel zwischen Reichsleiter Dr. Ley und dem Führer sowie die Grüße des Reichsmarschalls Göring zu verlesen. Auf das von Dr. Ley an den Führer gesandte Tckegramm, in dem es zum Schluß heißt: „Mein Führer, Sie können sich auf die werktällge Front verlassen, das verspreche ich Ihnen" hat der Führer mit folgender Botschaft geantwortet: „Ich danke Ihnen und allen werktätigen männern und Frauen für die mir übermittelten Treuegrühe und für das Gelöbnis rastloser Arbeit im Dien st e unserer kämpfenden Front und damit für die Erringung des Sieges und Friedens. Die Heimat hat sich durch ihren Fleiß und Opfersinn, sowie durch die vorbildliche Haltung, die sie auch in kritische« Lagen immer wieder bewiesen hat, des Heldentums unserer Soldaten werden, soll deshalb auch ein Sieg erringen der Heimat werden dann ihre Be- Opfersinn inö insbesondere alle ihre arbeitenden und Frauen den Soldaten an der des ganzen deutschen Volkes sein. Das hellmtum unserer Front, der Fleiß und Heimat IHänner Front niemals im Stich lassen werden. Der Krieg, dch wir zu führen gezwungen worden waren, i für unser Volk ein Kampf um Sein o ier Nichtsein. Der Sieg, den wir lohnung st a a t inben in einem wahren volks- c r nationalsozialistischen roütöig erwiesen. Denn früher der 1.Htai für uns alle ein nationaler Feiertag war, an dem da» ganze deutsche Volk sich in machtvollen Deltzonslrationen zu den hohen Werken des Frieden, und des sozialen Fortschrittes bekannte, so ist er heute für unsere Soldaten an der Frcpt und für unsere Werktätigen in der Heimat bin Tag der Besinnung, aber auch b et Entschlossenheit, z u kämpfen und rastlos zu arbeiten, bis die Freiheit!und soziale Zukunft unseres Volkes gesichert sind. Ich weiß, daß dabei die deutsche < i - e M M ' — Unser Bild von dieser Feier zeigt in der ersten Reihe der Ehrengäste von links nach rechts Reichs- Minister Speer, Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, neben ihm die drei neuen Pioniere der Arbeit Reichswirtschastsminifter Funk, Professor Dr. H e i n k e l und Professor Dr. Porsche. Ferner Reichspostminister Dr. O h n e so r g e , der im vorigen Jahr zum Pionier der Arbett ernannt wurde, uni) Oberbefehlsleiter Simon. — (Scherl-Bilderdienst.) Gemeinschaft. Als fanatische Hationalfo- zialislen sind wir in diesen uns aufgezwungenen Krieg hineingegangen. Als fanatischere Rationalsozialisten werden wir aus ihm zurück- kehren. Ich grüße das schaffende deutsche Volk an seinem nationalen Feiertag in der sicheren Gewißheit, daß er einst wieder das Fest des Friedens und der Freude sein wird." Der Beauftragte für den Leistungskampf der deutschen Betriebe, Dr. H u p f a u e r , umriß dann den Begriff des Kriegsmusterbetriebes und unterstrich die Erfahrung, daß die höchste Leistung am ehesten erreicht wird durch eine vorbildliche und gerechte Menschenführung. Am Schluß seiner Rede benannte Dr. Hupsauer namentlich die Musterbetriebe und verkündete die Namen der P i o- niere der Arbeit, den Konsttukteur des in der Kälte des Ostens und in der Hitze Afrikas bewährten Volkswagens, Musterbetriebsführer Pg. Prof. Dr. Ferdinand Porsche, — den Schöpfer b:r cinsohbewahrten Heinkel-Flugzeuge, Musterbetriebsführer Pg. Prof. Dr. Ernst Heinkel, — den für die Gestaltung und Sicherung der Währung und Wirtschastsgrundlage der Deutschen Arbeitsver- antwortliche Reichswirtschaftsminister, Reichsbankpräsident, Musterbetriebsführer Pg. Walther Funk. In herzlichen, persönlich oehaltenen Worten dankte darauf Reichsorganisationsleiter Dr. Ley im Namen des Führers den Pionieren der Arbeit für ihre vorbildliche Leistung und Betriebsführung. Von Mann zu Mann gehend, überreichte danach Dr. Ley den Betriebsführern und Betriebsobmännern die Urkunden für ihre Auszeichnung und sprach ihnen, wie auch Reichswirtschaftsminister Funk und dem Minister für Bewaffnung und Munitton, Speer, Glückwünsche aus. Dr. Ley eröffnete zugleich den Leistungskampf der deutschen Betriebe für das Jahr 1942/43. In den Mittelpunkt seiner Rede stellte er als Beispiel unerreichter Leistung den deutschen Soldaten des Ostfeldzuges, der Uebermenschliches geleistet habe, als höchstes und letztes Vorbild wies er Harte Entschlossenheit. Als Mussolini im Jahre 1937 den Besuch des Führers in Venedig erwiderte, lag zwischen diesen beiden Zusammenkünften der Führer dieser beiden autoritären Staaten eine Zeitspanne von fast drei Jahren. Dieser Zeitraum war aber von den beiden Staatsmännern und ihren Völkern genutzt und eine geistige und politische Annäherung herbeigeführt worden, wie sie systematischer und weitschauender nicht gedacht werden kann. Das zeigte sich damals bei dem Duce-Besuch in Berlin in überzeugender Weise sowohl durch die spontane Herzlichkeit, mit der Mussolini von der deutschen Bevölkerung be- arüßt wurde, wie auch durch die Auswirkung und Auswertung dieses Besuches in der Presse der beiden Länder. Mussolini hat damals auf dem Berliner Mai-Feld das historische Wort gesprochen: „Der Freund wird mit dem Freunde den einmal eingeschlagenen Weg z u Ende marschieren, durch alle Gefahren, bis die endgültige Sicherheit beider Reiche' erkämpft ist." Inzwischen sind fünf Jahre verflossen, Jahre geschichtlicher Entwicklungen für den inneren Aufbau der beiden Staaten und Völker, Jahre von schicksalhafter Auswirkung auf die übrige Welt. In dieser Zeit wurde die Achse Berlin — Rom geschmiedet, der Dreierpakt auf Grund weltanschaulicher Gemeinsamkeiten abgeschlossen und vom plutokratischen und bolschewistischen Judentum der zweite Weltkrieg herbeigeführt. Das europäische Gesicht hat sich seitdem grundlegend gewandelt. Die politische Struktur wurde einer Neuordnung unterworfen und die geistige Haltung der Völker Europas unter den Auswirkungen und Erkenntnissen des Krieges neu geformt. Alle diese gewaltigen, ein neues europäisches Zeitalter ankündigenden Entwicklungen basieren auf der geistigen und politischen Kraft der europäischen Achsenmächte. Die Idee dieser beiden Staatsmänner und die entsprechende Neugestaltung ihrer Staaten und Völker sind in ihrer sozialen unö nationalen Zielsetzung so artverwandt, daß sie sich kaum in grundsätzlichen Fragen irgendwie unterscheiden. Der Führer hat noch in seiner letzten Rede vor dem Reichstag auf diese Tatsache hingewiesen, als er erklärte: „Man wird nicht ohne innere Ergriffenheit den Weg und die Bewegung eines Mannes verfolgen, die f o viel mit uns Gemeinsames haben, daß wir ihren Kampf geradezu als ein Stück des eigenen Schicksals empfinden." Die Schicksale der beiden Völker und der Werdegang dieser beiden Männer scheinen von der Vorsehung geradezu für die gemeinsame Aufgabe der Schaffung eines neuen Völkerideals und der Neuordnung Europas bestimmt zu fein. Sowohl die ideenmäßige Verwandtschaft ihrer Staatsauffassungen wie auch ihr Verantwor- auf den Führer, der als Soldat und Feldherr mit seinem Beispiel, seiner unerschöpflichen Willenskraft das Heer im Osten zu unvorstellbaren Heldentaten beflügelt habe. Dr. Ley rief die Heimat, das werktätige Volk, die Betriebe, alle deutschen Menschen auf, dem Beispiel des Führers nachzueifern, dann werde der Sieg und die Freiheit von den deutschen Waffen errungen werden. — Die Lieder der Nation schlossen die Feierstunde. Dr !ey übergibtKriegsverdienstkreuze. B e r Ii n, 3. Mai. (DNB.) Im Aufttage des Führers zeichnete Reichsorganisationsleiter Dr. L e y um die Kriegsproduktion oder Menschenführung verdiente Rüstungsarbeiter, Betriebsobmann er und Betriebsführer mit dem Kriegsverdienstkreuz aus. Dr. Ley unterstrich dabei, daß diese Auszeichnung ein äußeres Zeichen der Anerkennung sowohl für die ausgezeichneten Persönlichkeiten als für deren Betriebsgemeinichaften fei; denn der Betriebsobmann fei als Beauftragter und Vertreter der Partei im Betrieb Garant dafür, daß alle Arbeitskameraden ein festes Gefühl der Zusammengehörigkeit umspanne, sowie jeder schaffende Volksgenosse seine volle Arbeitskraft und sein ganzes Können für die kriegswichtige Erzeugung einsetze. Dr. Ley ermahnte alle Vettiebsobmänner und Betriebsführer, auch weiterhin den schaffenden Menschen in ihren Betrieben Beispiel zu sein, sie gerecht zu behandeln, ihnen kameradschaftlich zur Seite zu stehen, Rat und Hilfe zuteil werden zu lassen: sie vorbildlich zu betreuen und damit täglich erneut die Voraussetzung für ihre Einisatzfteudigkeit zu schaffen. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley bei der lieber« reichung der Urkunden für Musterbetriebe. dcherl-Bilderdienst.), 4 ImMonatAprNSSSOOOBRTversenkt Die neuen Pioniere -er Arbeit Sowjets verloren an einem Tage S6 Flugzeuge Aufklärungsflugzeug versenkte im Seegebiet der Der japanische Einmarsch in Mandalay »ah iRakokkiÄ^, Akyafl (0 irat .’A-ir FifManq tungsgefühl und nicht Zuletzt ihre gegenseitige Hochachtung und Freundschaft haben sie immer wieder bewogen, bei grundlegenden Entscheidungen ihre Meinungen auszutauschen und anzugleichen. Bis 3um Ausbruch des Krieges sind die beiden Staatsmänner viermal zusammengetroffen, zuletzt im September 1939 auf der Münchener Kon« ferenz, wo sie bestrebt waren, die Grundlagen für eine restlose Befriedung Europas nach den Ge« sichtspunkten der Gerechtigkeit, der Ehre und Freiheit zu schaffen. Es konnte kaum überraschen, daß solche Bestrebungen bei jenen internationalen Machtcliquen Widerstand, Ablehnung und Hatz auslösten, die ihre Macht gerade durch die Zerrissen-Heit, die Uneinigkeit und Unzufriedenheit der Völker aufrichteten und durch Jahrhunderte hindurch ausbreiteten. Der mit der englisch-französifche-n Kriegserklärung vom 3. September 1939 verbxecherisch vom Zaun gebrochene Krieg sollte nach dem Willen und den Vorbereitungen Weser Völkerverderber die Vernichtung Deutschlands und Italiens und der von ihnen ausgehenden Neuformungsidee für die euro- päischen Völker bringen. Sie fragten nicht nach einem vertretbaren Kriegsgrund, sondern handelten gemäß ihrem Kriegsziel. . Daß dieser Krieg eine ganz andere Entwicklung nahm, als die Weisheit ihrer Urheber ihnen prpphe- zeite, beweist einmal die Ueberalterung ihrer politischen Methoden, zum andern aber auch die völlige Verkennung der den autoritären Staaten innewohnenden moralischen, politischen und militärischen Kräfte. Die jüdischen Kriegstreiber haben. diesen Krieg vom ersten Tage nach plutokratisch-jüdischen und bolschewistisch-jüdischen Gesichtspunkten geführt. Der Mensch ist ihnen nichts, die Macht des Kapitals alles. Ihre Völker waren ihnen deshalb gleichgültig. Als sie mit diesen Methoden schon in Polen und Norwegen und dann auf dem westlichen Kriegs- schauplatz einen nicht für möglich gehaltenen Zusam- menbruch erlebten, setzten sie als stärkste Waffe die Lüge und Verleumdung ein. Ihr Bestreben war es, die verbündeten und befreundeten Mächte Deutsch- 3« 10 Tagen 209 Britenflugzeuge. Der Wehrmachtbericht vom Sonntag. DRV. Aus dem Führerhauptquartler, 3.2Uai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der Ostfront waren eigene Angriffsunternehmungen erfolgreich. Mehrere örtliche Angriffe des Feindes wurden abgewlefen. An der 2H u r - manfront scheiterten Angriffe starker feindlicher Kräfte. In Luftkmnpfen des gestrigen Tages wurden 35 feindliche Flugzeuge ohne eigene Verluste abgeschossen. In Rordafrika lebhafte beiderfeitige Auf- klärungs- und Artlllerletätigkeit. vei Angriffen auf britische Kraftfahrzeugansammlungen. Zelt- und Versorgungslager In der Marmarlca erlitt der Feind empfindliche Materialverluste. Die Angriffe auf britische Flugplätze der I n s e l M a l t a wurden bei Tag und Nacht mit guter Wirkung fortgesetzt. Leichte deutsche Kampfflugzeuge versenkten vor der englischen Ostküste zwei im Geleit fahrende h a n d e l s s ch.i f f e von zusammen 3500 VRT. und beschädigten ein weiteres durch vombenttesfer. Liu Regierung unter allen Umständen zu unterstützen. Als besonders bemerkenswertes Symptom wird auf die Wahl von Generalleutnant Schi öden hingewiesen, der ein entschlossener Gegner jüdischer und freimaurerischer Einflüsse in Japan ist. Er konnte von allen Kandidaten im Lande die höchste Stimmenzahl aus sich vereinigen. Außerdem wurden die prominenten Anhänger der Kaiserbewegung Generalleutnant Doshinto T a k a g i .Generalleutnant Ei- pro X.ajima, der frühere Befehlshaber der Festung Shirnonoseki sowie Konteradmiral Katsuji M a's a k i und Konteradmiral Masao H a y s a h i gewählt. Bemerkenswert ist ferner, daß die beiden einzigen Kabinettsmitglieder, die kandidierten, gewählt wurden, nämlich Wirtschaftsminister Kishr und Agrarminister In o. Flugplatz mit Bomben und Bordwaffen neun feindliche Flugzeuge und schossen an der englischen Südküste ein Bewachungsschlff in Brand. 3n Lufl- kämpfen über den Küsten der besetzten westgeblete schossen deutsche Jäger am gestrigen Tage 13 Sp'.t- fires ob. Die Versorgungsschlffahrk Großbritanniens und der Vereinigten Staaten erlitt i m 7N o - nat April einen Gesamtverlust von über 585 000 VRT. Die Kriegsmarine versenkte 81 Handelsschiffe mit 565 000 VRT.. darunter 76 Schiffe mit 538 000 VRT. durch Unterseeboote, und die Luftwaffe sechs feindliche Handelsschiffe mit 19 305 VHT. sowie ein weiteres unbekannter Tonnage. Ferner versenkten deutsche Unterseeboote aus dem britischen Rachschubverkehr im Rlittelmeer 13 Transportsegler und vor einem USA.-Hafen einen aus vier Fahrzeugen bestehenden Schleppzug. Außerdem beschädigte die Luftwaffe weitere 14 Handelsschiffe durch Bombentreffer schwer. Hauptmann prltler errang gestern im Westen seinen 70. Luftsieg. Shetlands einen Tanker von 800 VRT. In der Zeit vom 21.April bis 30.April verlor die britische Luftwaffe 20 9 Flug- zeuge, davon 63 im Wittelmeer und in Rord- afrika. während der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen Großbritannien 45 eigene Flugzeuge ver- loren. Britische Kampfflugzeuge, die in der Rächt zum 3. wai das norddeutsche Küstengeblet anzufliegen versuchten, wurden zum Abdrehen gezwungen. Am gestrigen Tage errang an der Ostfront Leutnant koeppen seinen 80. bis 84. Luftsieg, Leutnant Graf leinen 70. bis 76. und Feldwebel S teinbah feinen 44. bis 49.Luftsieg. Tokio, 3. Mai. (Europapreß.) Das japanische Hauptquartier gab bekannt, daß japanische Truppen am 1. Mai Mandalay besetzt haben. Die alte burmesische Hauptstadt Mandalay war das Kernstück des britisch-tschungking-chinesischen Vertei- digungssysterns in Burma. Nach dem Fall von Rangun setzten die Briten qlles daran, wenigstens Mandalay zu halten. Nach wochenlangen Kämpfen gelang es den Japanern, den hartnäckigen Widerstand der Briten und Chinesen in den Tälern Oie goldene Kahne in zwei neuen rhein-mainischenBririeben Oer Wehrmachtbericht vom Freitag. DRB. AusdemFührerhauptquartier, 1.7Nai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der O st f r o n t führten eigene örtliche Angriffsunternehmen zu weiteren Frontverbefferun- gcn. Von Panzern unterstützte örtliche Angriffe des Feindes waren erfolglos. In Lappland und an der Murmanfk-Front wiesen deutsche und finnische Truppen mehrere Angriffe unter hohen Verlusten für den Feind ab. Kampfflugzeuge griffen am Tage und in der Rächt zum 1. 5. militärische Ziele in Sewastopol, Roworosijsk und Leningrad mit guter Spreng- und Vrandwlrkung an. In L u f t k ä m p f e n des gestrigen Tages verloren die Sowjets 53 Flugzeuge, drei weitere wurden am Boden zerstört. In Rordafrika wurden bei der Abwehr nächtlicher britischer Erkundungsvorstöße eine Anzahl Gefangene gemacht. Die Flugplätze der Jnfel 2N a l t a wurden bei Tage und bei Rächt mit guter Wirkung bombardiert. Kampfstugzeuge griffen in der vergangenen Rächt Hafen- und Werftanlagen an der englischen Ost käste erfolgreich an. Oberleutnant R u e L und Unteroffizier Q u a n t e einer Fernaufklärungsstaffel haben sich bei der erfolgreichen Durchführung wichtiger Lrkundungsauf- träge gegen Großbritannien durch besondere Kühnheit ausgezeichnet. MVjayet \Jprbme 0 \=i*l Der Wehrmachtbericht vom Gamstag. DRB. AusdemFührerhauptquartier, 2. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der Ostfront wurden bei erfolgreichen eigenen örtlichen Angriffen zahlreiche Gefangene gemacht und 31 Geschütze erbeutet. Mehrere feindliche Angriffe scheiterten. Am der Murmanfront wurden stärkere Angriffe des Feindes nach harten Kämpfen unter hohen blutigen Verlusten für den Gegner abgewiesen. In Rordafrika beiderseitige lebhafte Auf- klärungstätigkeit. Die Flugplätze der Insel Malta wurden erfolgreich bombardiert. Kampfflugzeuge griffen in der vorletzten Rächt Hafenanlagen und Versorgungseinrichtungen von Port Said mit starker Spreng- und Brandwirkung an. Lin großes Handelsschiff wurde in Vrand geworfen. Leichte deutsche Kampfflugzeuge zerstörten bei einem Tagesangriff auf einem südenglischen Rbouxi JHÜÄND |Mg -Koss, [Nakonsawan / Ä V=t h Mymgj JA \iP»l»Alzl jlaunagyijx Walther Funk. Walther Funk, heute Reichswirtschaftsminister und Reichsbankpräsident, wurde 1890 in Trakehnen in Ostpreußen geboren. Schon früh zog es ihn zur Presse. Sein Studium der Rechtswissenschaften urtö Volkswirtschaft war auch auf dieses Berufsziel aus- gerichtet. Schon mit 22 Jahren trat er dann schriftstellerisch auf den Gebieten der Wirtschaft und Finanzpolitik hervor. Er war einer der überzeugendsten Kämpfer gegen die verfehlte Wirtschafts-, Sozial- und Steuerpolitik und einer der ersten, der sich zum Primat der Politik als dem Ausgangspunkt jeder wirtschaftlichen Gesundung bekannte. Sein ten. Schon äußerlich macht der Betrieb einen sauberen und ordentlichen Eindruck. Mit Stolz erzählt uns der Betriebsführer, wie er den Betrieb von kleinen Anfängen zu feiner heutigen Größe geführt hat. Sein soziales Verständnis für alle Belange seiner Gefolg chaft und sein Vorbild in Arbeitsleistung und persönlicher Haltung sind der Grund-, daß sich der rüher kleine Betrieb in einem abge' legenen Ort Oberhessens zu einer maßgebenden Baufirma entwickeln konnte, die in ganz Deutschland und im Ausland bereits beachtliche Auftrage ausführen konnte. Bemerkenswert ist, daß dieser Betrieb seit Jahren keine nennenswerten Unfälle zu verzeichnen hat. Für die gesundheitliche Betreuung der Gefolgschaft sorgt ein Betriebsarzt, auf dessen Veranlassung bereits mehrfach eine Versetzung von Gefolgschaftsmitgliedern auf ihrer Gesundheit besser zuträgliche Arbeitsplätze erfolgtest. Die Pläne für eine Betriebssiedlung mit Gartenland und Kindergärten sind fertiggestellt und alle Vorbereitungen getroffen, so daß nach dem Sieg mit der Ausführung sofort begonnen werden kann. Ein schöner Aufenthaltsraum und ein vorbildlicher Gemeinschaftsraum sind vorhanden. Mustergültige Ordnung herrscht an allen Arbeitsplätzen. Die technischen Einrichtungen machen den Betrieb äußerst leistungsfähig. Eine Zementwarenfabrikation wurde dem Betrieb angeschlossen, um die Gefolgschaft bet schlechtem Wettter in trockenen und geheizten Räumen beschäftigen zu können. Für die auswärtigen Baustellen hat der Betrieb Baubuden mit doppelten Wänden und Holzfußböden angefertigt. In ihnen finden mir auch Vorrichtungen zum Trocknen der Arbeitskleider. Dem Betrieb angeschlossen sind ein Basaltsteinbruch und eine Sandgrube. In beiden finden wir stabil gebaute Aufenthaltsräume. Der Betrieb besitzt bereits das Leistungsabzeichen für vorbildliche Förderung von „Kraft durch Freude und das Leistungsabzeichen für vorbildliche Sorge um die Volksgesundheit, Gauleiter Sprenger zeichnete den Betrieb durch Verleihung des Gaudiploms für hervorragende Leistungen aus. Nun hat ihn der Führer zum nationalsozialistischen Musterbettieb erklärt. Name wurde bekannt als Wirtschaftsschriftleiter der Berliner Börsenzeitung und später als deren Hauptschriftleiter. Nach der Machtübernahme wurde Funk Pressechef der Reichsregierung und Staatssekretär im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda. Als Reichswirtschaftsminister wurde Funk 1937 mit der einheitlichen Durchführung aller Maßnahmen für die wirtschaftliche Leistungssteigerung im Rahmen des Vierjahresplanes beauftragt Als Reichsbankpräsident wurde ihm 1939 die Ausgabe gestellt, den Kapitalmarkt im weitesten Umfange 'für den privaten Geldbedarf zu erschließen sowie den Umbau der Reichsbank im Sinne nationalsozialistischer Grundsätze zu verwirklichen. Die te. wl d e s Jrawadi und Sittang zu brechen und die wichtigen O e l f e l d e r von A e n a n g i) a u n g in ihren Besitz zu bringen. Durch eine gleichzeitig einsetzende Umfassungsoperation in Ost-Burma mürbe die ostwärtige Flanke der Tschungking- Trup- Sen in erbitterten Kämpfen zerschlagen. Die Ende tärj begonnenen Operationen dehnten sich in wenigen Wochen über eine Strecke von 800 Kilometer aus. Mit der Einnahme von Mandalay ist die von Tschungking beabsichtigte Verbindung zwischen Indien und Tschungking unterbrochen, die über Mandalay und Kunming führen sollte. Den japanischen Truppen standen außer den englischen Streitkräften Tschung-Truppen gegenüber, deren Stärke auf etwa 60 000 Mann geschätzt wurde. Durch die Eroberung Mandalays ist es unmöglich geworden, in Zukunft über diese Straße Kriegsmaterial nach Tschungking zu liefern. Tschungking ist nun auf sich selbst angewiesen, eine Tatsache, die die Beseitigung des Tschungking- Regimes durch Japan bedeutend beschleunigen wird. Tschcksigking hatte seine besten motorisierten Truppen nach Burma gesandt, welche vernichtende Niederlagen hinnehmen mußten, weil die Engländer es sich auch in Burma zur Regel machten, die Chinesen NSG. In der Sitzung der Reichsarbeitskammer wurden die bisherigen Auszeichnunaen der Ratio- nalsozialistifchen Musterbetriebe des Gaues H e f • sen - Nassau wieder betätigt. Dazu kamen zwei neue rhein-mainische Betriebe, eine Saufirma in Oberhessen und ein Papierwerk in Rheinhessen. „Nichts halb zu tun ist unsere Art", — dieser Wahlspruch in einem der freundlichen Arbeitsräume des jüngsten rheinhessischen NS.-Musterbetriebes ist Ausdruck des Geistes und der Haltung der Bettiebs- führuna und der Gefolgschaft des Betriebes, der nunmehr mit der Goldenen Fahne ausgezeichnet worden ist. 1928 wurde das Werk gegründet. Ein Umbau brachte der Gefolgschaft schöne saubere Arbeitsräume. 1939 erhielt er das Gaudiplom ür vorbildliche Leistungen und ein Jahr später das Leistungsabzeichen für vorbildliche Förderung von .Kraft durch Freude". Die gesundheitliche Ueberwachuna, die großzügige Altersversorgung, die Schulung auf beruflichem und allgemeinem Gebiet und eine vorbildliche Freizeitgestaltung führten zu der Auszeichnung. Auch auf dem Gebiete der Leistungsverbesserung haben Betriebsführung und Gefolgschaft ausgezeichnete Erfolge erzielt. Die normalen Arbeitsmaschinen wurden in vollautomatische Maschinen umgearbeitet, wodurch bei Einsparung von Arbeitskräften eine erhebliche Produktionserhöhung herb ei geführt wurde. Die Männer an diesen Maschinen werden körperlich geschont und brauchen sich nicht mehr so anzustrengen wie früher. Ferner wurde der besondere Arbeitsvorgang des Etikettierens durch den Einbau einer automatischen Etikettierung in die Wickelmaschine aufgehoben. Die Umkonstruktion der Hülsenwickelmaschine und der Einbau eines automatischen Transportbandes hat ebenfalls zur Einsparung von Arbeitskräften und gleichzeitig zur Produktionssteigerung "geführt. Wenn seit Kriegsausbruch trotz der Einstellung von Ersatzkräften die Produktion um ein Drittel gesteigert werden konnte, dann zeigt dies am-besten, daß Be- triebsführung und GesolAchaft ständig bemüht sind, das Werk immer leistungsfähiger zu gestalten. In einem kleinen Städtchen in Oberhessen hat ein Baubetrieb die höchste Auszeichnung erhal- Wi 1 i'Pymmau’i Henzad . H BdsseinjL 1: die Hauptlast des Kampfes tragen zu lassen während sie selbst die Flucht ergriffen, wenn sich die Lage ungünstig für sie entwickelte. Mandalay ist eine Stadt von 160 000 Einwohnern inmitten einer dürren Ebene und war von 1860 bis 1885 die Hauptstadt Burmas. Von hier wurde 1885 der letzte burmesische König von den Briten in die Gefangenschaft geführt. Mandalay ist der bedeutendste Bahnknotenpunkt Burmas. Von hier aus strahlen die Bahnen nach Rangun, Lashio, nach den Oelfeldern und nach Myitkylna aus. Auch in der FlußlchMahrt Man- dalay eine bedeutende Rolle. In wirtschaftlicher Beziehung ist Mandalay nächst Rangun die wichtigste Stadt Burmas. Hier werden Seidenstoffe, kunstvolle Goldschmiedearbeiten und buddhistische Kunstgegenstände hergestellt. Vor der Flucht aus Mandalay haben Die britischen und tschungking-chinesifchen Truppen die Stadt in brutalster Weise in e i n e in zi g e s Trümmerfeld verwandelt. Ein Gefangener sagte aus, daß die feindlichen Truppen schon zehn Tage vor dem japanischen Einmarsch alle Strafgefangenen in Mandalay aus den Gefängissen entlassen und ihnen den Befehl gegeben haben, in allen Teilen der Stadt Brände anzulegen. Gleichzeitig hatte das feindliche Kommando die Stadt Mandalay zur Plünderung frei gegeben. Den Einmarsch der Japaner in Mandalay schildert ein Bericht des Domei-Vertreters. Unter öer brennenden Sonne Burmas marschierten die spanischen Vorhuten auf die Heilige Stadt der Buddhisten Hinterindiens. Die meisten der kühn geschwungenen Stahlbrücken waren von den englischen und tschung- king-chinesischen Soldaten gesprengt worden. Aber unaufhaltsam drangen die Japaner vor. Dom Ufer des Jrawadi erblickte man zuerst die drei Pago d e n , deren goldglänzende Spitzen m das unermeßliche Blau des Himmels hineinragen. Mandalay war erreicht. Der von alten Stadtmauern umgebene Kern, das Fort Du ff er in, um den schachbrettartig die große Stadt mit ihren Verkehrsanlagen, Seidenwebereien und Bazaren angelegt ist, war ein rauchender -l r um m erlaufen. Die malerischen B u d d h a - K l ö st e r mit ihren weltberühmten Schnitzereien waren ein« geäschert. Meilenweit war kein Lebewesen zu erblicken. Man schien in eine Totenstadt einmarschiert zu fein. Ein halbverbrannter alter Palast und ein Teil der verkohlten goldenen Pagode schienen als einzige den Brand überstanden zu haben. Durch die verödeten Straßen Mandalays hallte der Marschtritt der japanischen Kolonnen. Ihnen folgten Tausende geflüchteter Burmanen, Mohammedaner, Hindus, Chinesen, Hpoongys und buddhistische Mönche. Manche japanische Soldaten führten Burmanen-Kinder an der Hand- Japanische Hilfsorganisationen versorgten die helmkehrenden Flüchtlinge, die ihre Häuser nur noch als Ruine» wiederjanden». KAM ^y?JNDO- x£hienfl$en , Öiiengmai.jll fört 4^ jäSBSM® n n ar FuWhW hfa 3y '-z Sicherung -er Währung und die restlose Beseitigung der alten ausländischen Einflüsse auf die Neichs- bank waren Aufgaben, die Funk in kürzester Zeit durchzuführen verstand. Nach Kriegsausbruch hatte er die Voraussetzungen zu schaffen, daß alle wirtschaftlichen Kräfte in den Dienst der Reichsverteidi- guna gestellt werben konnten und das Leben des deutschen Volkes gesichert wurde. Die rasche Umstellung der Produktion auf den Kriegsbedarf und die elastische Kon-sumlenkung waren ebenso $u meistern wie die richtige Steuerung der Kreditwirtschaft und die Abschöpfung des Geld- und Kapitalmarktes für die Kriegsfinanzierung. Es ist sein Verdienst, daß der Hebergang von der Friedens- zur Kriegswirtschaft fast reibungslos vor sich gehen konnte. . Durch Sicherung der Wäbrungs- und Wirtschcrfts- grundlagen der deutschen Arbeit hat Funk entscheidend zu jenen gewaltigen Leistungen der deutschen Kriegswirtschaft beigetragen, die eine der wichtigsten Voraussetzungen für unsere durchgreifenden militärischen Erfolge sind. Ernst Heinkel. Ernst Heinkel ist 54 Jahre alt und stammt aus dem Schwabenland, wo seine Vorfahren rechtschaffene Handwerker gewesen sind. 1907 bezog er die Technische Hochschule Stuttgart, schon ein Jahr darauf begann er — angeregt durch das Zeppelinunglück bei Echterdingen, dessen Zeuge er gewesen ist — sich intensiv mit der Fliegerei zu beschäftigen. Er baute einen Doppeldecker, mit dem er bei einem Flugversuch am 19. Juli 1911 auf dem Cannstädter Wasen bei Stuttgart verunglückte, als die Maschine über den Flügel abrutschte und in Trümmer ging. Aber bald konnte Heinkel interessante Konstruktionsaufgaben bei ' der Luftverkehrsgesellschaft Berlin- Johannisthal übernehmen, denen noch bedeutendere als Chefkonstrukteur der Albatros folgten. Im ersten Weltkrieg belieferte er als Chefkonstrukteur der Hansa- und Brandenburgischen Flugzeugwerke die deutsche und österreichische Luftwaffe mit dreißig verschiedenen Baumustern, hauptsächlich Seemaschinen, die von der Seeslugstation Zeebrügge aus der deutschen Seefliegerei die Oberhand über den zahlenmäßig weit stärkeren Feind erfochten. Trotz Versailles und Feindbundkontrolle baute Heinkel nach dem Weltkrieg als einziger in Deutschland Kriegsflugzeuge und gründete 1922 ein eigenes Flugzeugwerk an der Ostseeküste, das er zu einem führenden Unternehmen ausbaute. Seine Maschinen hatten längst internationale Anerkennung gefunden, als er sein berühmtes Kampfflugzeug, die He 111, schuf. Die Entwicklung des Flugzeugbaues erforderte mehrfach einen Ausbau der Heinkel-Werke. Ihr Schöpfer war ein vorbildlicher Betriebsführer und Sozialpolitiker. Wie er sich selbst aus kleinen Anfängen durch eigene Kraft zu einer überragenden Stel- lung emporgearbeitet hat, so trägt er dafür Sorge, daß das Wort „Freie Bahn dem Tüchtigen" in seinen Werken Geltung besitzt. Ferdinand Porsche. Im Sudetenland steht an der Straße von Mas- fersdorf nach Reichenberg das schlichte Geburtshaus Ferdinand Porsches. In der Klempnerwerk- statt seines Vaters begann seine Arbeit. Porsche hat den elektrischen Radnabenmotor erfunden und ein Elektromobil konstruiert, das auf der Pariser Weltausstellung 1900 Aussehen erregte. In 17jahriger Tätigkeit arbeitete sich Porsche in den Austro-Daim- ler-Werken zum Generaldirektor empor. Im Welt- krieg kamen die „Porsche-Zugmaschinen" bereits vor Lüttich und Namur zum Einsatz. Von 1923 bis 1929 war er bei der Daimler-Benz AG. Sein Mercedes-Kompressor brachte den ersten deutschen Auslandserfolg nach dem Weltkrieg. Der Porfche-Renn- wagen der Auto-Union brachte in allen internatio- namen Rennen Siege. Das find die Stationen eines deutschen Erfinderlebens. Ferdinand Porsche hat Elektromodelle, Flugzeuge, Luftschiffe gebaut, in erster Linie aber entwickelte er sich zu Deutschlands genialem Auto-Konstrukteur. Der Führer erteilte ihm 1934 den Auftrag zur Konstruktion des deutschen Volkswagens. Diesen Auftrag hat Porsche glänzend gelöst und den wirtschaftlichsten, billigsten und leistungsfähigsten Wagen der Welt geschaffen. Der Dank des Führers war die Verleihung des Nationalpreises. Kleine politische Nachrichten. Auch in diesem Jahre haben zahlreiche ausländische Staatsoberhäupter dem Führer in Telegrammen zum Nationalen Feiertag des deutschen Volkes Glückwünsche übermittelt. Die in Berlin beglaubigten Vertreter brachten durch Eintragung m das in der Präsidialkanzlei des Führers ausgelegte Besuchsbuch die Glückwünsche ihrer Staatsoberhäupter, Regierungen und Völker zum Ausdruck. Aus der Stadt Gießen. Oberstudienrat i. % Professor Sckaumann 80 Jahre alt. Am heutigen Montag, 4. Mai, vollendet der Ober- ftubienrat i. R. Professor Theodor Schaumann sein 80. Lebensjahr. Rund 50 Jahre wohnt er in Gießen und damit im Mittelpunkt seiner geliebten oberhessischen Heimat, die er wie kaum ein andern in aller ihrer bekannten und verborgenen Schönheit immer wieder aufsucht; vielleicht liegt hierin das Geheimnis seiner außerordentlichen Frische unelastischen Jugendlichkeit. Theodor Schaumann wurde in Lauterbach als Sohn des dortigen Kreisassessors geboren, besuchte das Gymnasium in Gießen, das er 1881 mit dem Reifezeugnis verließ, um sich dem Studium der klassischen Philologie zu widmen. Nach bestandener Staatsprüfung, bei der er auch die Lehrbefähigung für Deutsch und Französisch erwarb, und Ableistung von Seminar- und Einjährig-Freiwilligen Militärdienstzeit erfolgte seine Verwendung im hessischen Schuldienst. Im Jahre 1892 kam der damalige Lehramtsassessor an das Realgymnasium (jetzt Langemarck-Schule) in Gießen, an dem er bis zum 1. August 1925 wirkte, zusammen mit einer Anzahl von älteren Lehrern, die gleich ihm jahrzehntelang an derselben Anstalt unterrichteten — es seien u. a. die Namen Holtzmann, Collin, Erb, Stork und Weimar genannt, die jedem alten Realgymnasiasten wohloertraut sind — und deren gemeinsame Tätigkeit der Schule den eigenartig geschlossenen, zielstrebigen und klaren Charakter aufprägte, der sich durch alle Wechsel der Zeiten bis auf den heutigen Tag erhalten hat. Was Schaumann über ein Menschenalter hindurch an treuer, hingebender Arbeit geleistet hat, nur unterbrochen durch militärische Hebungen, gehört der Geschichte des Realgymnasiums an und ist in ihren Jahrbüchern verankert, es wirkt aber, wie es an einer Stelle darin wörtlich heißt, auch „als fruchtbringender Samen weiter in einer ganzen Generation von Schülern, die sich seiner stets gleichbleibenden, ruhigen Freundlichkeit erfreuen durften". Den Lehrern war und blieb Schaumann ein guter, lieber Amtsgenosse und Freund, der auch nach seinem Ausscheiden aus dem Lehrkörper den Zusammenhalt weiter pflegt und gerne auch noch an den Veranstaltungen der heutigen Langemarck-Schule persönlich ober im Geiste teilnimmt. Wir wünschen dem verehrten Jubilar, dem in seinem langen Leben menschliches Leid in mancherlei Gestalt nicht erspart blieb, weiterhin Gesundheit, Frische und die alte Freude an der schönen Natur. In multos annos! Oer 2. Mai in Gießen Der Nationalfeiertag am Samstag, 2. Mai, der auch in unserer Stadt in schlichter Weise begangen wurde, nahm einen der Kriegszeit entsprechend würdigen Verlauf. Am Nachmittag und gegen Abend des Freitag, als Vorabend des Feiertages, lenkten der BDM. und die Jungmädel mit dem Mai-An- fingen an zahlreichen Stellen der Stadt noch einmal h;e Gedanken der Volksgenossen auf den Nationalfeiertag der deutschen Arbeit hin. Gegen Mittag des 2. Mai erfreuten der Bauersche Gesangverein unter Leitung von Kreischormelfter Blaß vor dem Theater und auf dem Kreuzplatz, der Gesangverein „Heitert eit" unter Leitung von Chormeister Schüttler auf dem Marktplatz und am Bahnhof die mit großem Interesse lauschenden Volksgenossen mit prächtigen <9efangsDorträgen. Die stimmungsvollen Volkslieder und die Kimstchöre fanden verdientermaßen den starken Beifall der Zuhörer. Der BDM. sang wiederum an verschiedenen Stellen der Stadt und marschierte außerdem mit frischem Gesang seiner Lieder durch die Straßen. Während die Vormittagsstunden stark besuchte Filmaufführungen in den beiden Lichtspieltheatern brachten, die den Gästen frohe Stunden bereiteten, standen d'p Nachmittagsstunden vor alles im Zeichen des Sports, der üielfeitige Darbietunaen aufwies. Geaen Abend erfreuten die Jungmädel noch mit öffentlichem Singen, und mit einer Festvorftel- htng im Theater der Universitätsstadt Gießen, in der „Der Meisterbvrer" gegeben wurde, sand der frohe Feiertag seinen schönen Ausklang. Kür Tapferkeit Var Sem Kemüe. Dem Ober gefreiten Willi Heß aus Gießen, Bergwerk Oberhof, wurde für Tapferkeit vor dem Feinde im Osten das Eiferne Kreuz II. Klaffe verliehen. ♦ ** 75 Jahre alt. Am morgigen Dienstag, 5. Mai, wird Frau Marie A m e n d , Löwengasfe 10 wohnhaft, 75 Jahre alt. Der Jubilarin, die Trägerin des Goldenen Mütterehrenkreuzes ist, bringen auch wir unsere herzlichen Glückwünsche dar. ♦♦ Verteilung von Pralinen. In der Zeit vom 5. bis 12 Mai werden auf die Nährmittelkarte 36 und den roten Haushaltungsausweis Pralinen ausgegeben. Das Ernährungsamt gibt darüber heute Näheres bekannt. ** Keine Jahrestagung d e s V H C. Ober- bürgermeister Ritter, Gießen, als Verbandsführer des Vogelsberger Hühen-Clubs hat mit Rücksicht auf die Anordnung über das Reifen im Kriege und die Verpflegungslage bestimmt, daß die diesjährige Die gestrige Moraenveranstaltuna — Stunde mit Christian Dietrich Grabbe — eröffnete die Woche für Kunst und Literatur 1942 der Universitätsstadt Gießen. Intendant Klein wies in einer Begrüßungsansprache u. a. darauf hin, daß das Theater einen Hauptanteil an der Woche trage und dies als ehrende Aufgabe empfinde; die Morgenfeier fei als Einführung in Wesen und Werk Grabbes gedacht. Die Veranstaltungen der Woche seien beifpielba-t für die hier trotz dem Kriege geleistete kulturell^Anbeit. Nach einem Hinweis auf den von der Stadt vergebenen Kompositionsauftrag, auf die früher gespielten Schauspielmusiken und auf die durch den Krieg bedingten Schwierigkeiten der Theaterarbeit bat der Intendant Oberbürgermeister Ritter, die Festwoche zu eröffnen. Dieser betonte, die Festwoche werde abgehalten mitten im gewaltigsten Ringen unseres Volkes; es gelte, alle Kräfte zur Pflege von Kunst und Kultur einzusetzen. Mit dem Gruß an den Führer und unsere Wehrmacht gedachte die Versammlung dankbar der kämpfenden Front, die unsere Kulturarbeit auch in dieser Zeit erst ermögliche. Der Oberbürgermeister hieß bann den Komponisten Kurt Heuser willkommen und gedachte der neugegründeten Arbeitsgemeinschaft Universität— Theater; sein Dank galt allen, die sich um dieses Werk und um das Kulturleben der Stadt verdient gemacht haben. Die kommende Woche solle den Kulturwillen der Stadt beweisen und ihren Namen in Deutschland rühmlich bekannt machen: in diesem Sinne eröffnete Oberbürgermeister Rit - t e r die Kunstwoche. Die Reihe der Ansprachen setzte OberspieUeiter Mund fort, der in längeren Ausführungen u. a. Grabbe als nordischen und nationalen Dramatiker feierte und an die erste Gießener Ausführung von ’,Don Juan und Faust" (unter Steingoetter, 1923) erinnerte; er wies ferner auf die Größe und Fremdartigkeit der Jnszenierungsausgabe hin, an der sich der Ehrgeiz des Theaters beweisen könne. Die für Turnen und Sport am Nationalen Feiertag. Die Kreisführung des Sportkreises Wetterau- Nord im NSRL. trat am Nationalfeiertag mit einem sehr vielseitigen Wettkampfprogramm vor die Öffentlichkeit. Alle Veranstaltungen nahmen einen schönen Verlauf, und die gut vorbereiteten Wettkämpfe wickelten sich reibungslos ab. Schon am 9 Uhr begannen die Turnerinnen unter Leitung der Kreisfrauenwartin Jdel Hauck die Ortsvergleichswettkämpfe in der Turnhalle der Schillerschule, die als Abschluß der Winterarbeit und Auftakt für die Sommerarbeit galten. Die Hebungen waren so zusammengestellt, daß sie von Angehörigen aller Fachgebiete geturnt werden konnten, und bestanden aus je einem Sprung am Pferd und Bock, einer einfachen Barren- und Reckübung, Weitsprung, Schleuderballwurf und Hindernisstaffel. Der Wettkampf wurde als Mannschaftskampf in zwei Stufen durchgeführt (zu einer Mannschaft gehörten vier Mädel) und batte folgendes Er- aebnis: Frauen: M^v. Gieß-m (Schmidt. Wagner, Seim, Keßler) 439 Punkte; BDM.: 1. Mtv. Gießen (Gebhardt, Kirftein, I. Rolfes, R. Rolfes) 429 P.; 2. Mtv. Gießen (Koldewey, Kratz, Krollpfeifer, Schneider) 402,5 P.: 3. Tv. 1846 Gießen (Dürr. Sehrt, Leutheuser, Schuldt) 39,4 P.; 4. Tv. 1846 Gießen (Govpelt, Schuldt, Kern, Deibel) 385 P.; 5. GRG. Gießen (Kimmel, Vogel, Kahl, Reinstädter) 361 P.; 6. Tv. Heuchelheim (Bücking, Lenz, Hahn, Hofmann) 247,5 P. Zu gleicher Zeit trugen die Turner unter Leitung von Kreismännerturnw"rt Reuter die Kreisae- rätemettfämpfe in der Turnhalle der Alten Pesta- lozzischule ans. Da die aktiven Turner hei der Wehrmacht stehen, wurde in zwei HJ.-Klafsen ge- Haupt- bzw. Vertteterversammlung, die am 31. Mai aus dem Hohervdskvpf ftattfinben sollte, ausfällt. ** D i e Sternwanderung des Ober« hessischen Gebirgsvereins mit feinen Zweigvereinen führt in diesem Jahre Sonntag, 17. Mai, nach der Ruine Blankenstein bei Gladenbach. Die Hauptversammlung des gesamten Ober- hessischen Gebirgsvereins findet am 5. Juli in Gießen statt. „Don Juan und Faust" gewählte Jnszenierungsform wolle das Werk aus dem Geiste der Musik erschließen. Nachdem der Sprecher eine Reihe von Einzel- Problemen der Inszenierung gestreift hatte, sprach der Komponist Kurt Heuser von der Berliner Volksbühne über Wesen und Aufgabe der Schauspielmusik: es sei ihm eine Ehre, sich über dieses Thema zu äußern. Er schilderte die unerfreulichen Einflüsse gewisser Film- und Funkmusiken und ging dann auf die undankbare Aufgabe des „Zwischenaktmusikers" ein; die Bühnenmusik wolle, ähnlich wie das gute Bühnenbild, aufspüren, was zwischen den Zeilen des Textes steht. Der Vortragende gab aus seiner reichen Bühßenpraxis eine Reihe interessanter und einleuchtender Beispiele für die geistigen und technischen Probleme seiner Arbeit. Heber den ihm von der Stadt Gießen gegebenen Auftrag, eine Musik zu „Don Juan und Faust" zu schreiben, sei er hocherfreut: mit dem Versuche einer Deutung der Hauptgestalten und Hauptmotive hoffe er einen kleinen Beitrag zur Kunstwoche geleistet zu, haben. Grabbe selbst kam in der Morgenfeier mit markanten Proben aus zweien seiner bedeutendsten Werke zu Wort: wir hörten aus dem „Napoleon" die große Szene, in der Napoleon nach der Flucht von Elba in Paris zum letzten Entscheidungsschlage ausholt, und aus dem letzten Akt des „Hannidal" die Szene mit dem Bericht von der Zerstörung Karthagos und dem freiwilligen Tode des Helden; als Sprecher zeichneten sich aus: C. M. Zeppenfeld (Napoleon), Luise Prasser (Hortense), L. Fischer (Hannibal), W. M. Mund (Turnu). — Das Streichquartett des Städtischen Orchesters bereicherte die Feierstunde mit dem kultivierten Vortrage des I posthumen Quartettsatzes c-moll von Schubert und des 1. Satzes aus dem F-dur-Quartett (op. 59) von Beethoven. — Allen Darbietungen wurde reicher | Beifall zuteil. Hans Thvriot. e turnt. Der Gerätesechskampf bestand aus je zwei Reck- und Barrenübungen, einem Pferdesprung und einer Bodenübung. Ergebnis: HI.-Klasse A: 1 Ernst Nitschke, Lostar, 109 P.; 2. Heinz Rinderknecht, 1846 Gießen, 104 P.; 3. Ewald Müller, Großen-Linden, 94 P.; 4. Hans Ruckeishausen, Staufenberg, 93 P.; 5. Jakob Klees, Lollar, 91 P.; 6. Armin Hofmann, Lollar. 91 P.; 7. Heinrich Schmidt, Tv. 1846 Gießen, 70 .; 8. Erwin Brandenburger, Großen-Linden, 69 P.; 9.'Hans Becker, Staufenberg, 62 P. — H I- Klaffe B: 1. Reinhold Ruhl, Lollar, HO P. 2. Otto Gilbert, Heuchelheim, 106 P.; 3. Rudi Weinandt, Großen-Linden, 103 P.; 4. K. H. Peter- mann, 1846 Gießen, 95 P.; 5. Erwin Freidhof, 1846 Gießen, 92,6 P.; 6. Hans Langsdorf, Großen- Linden, 91 P.; 6. Werner Ruhl, Lollar, 91 P.; 7. Ludwig Vogel, 1846 Gießen, 87 P.; 8. Willi Rin- ter, Großen-Linden, 82 P.; 9. K. H. Kreuter, Heuchelheim, 75 P. Am Nachmittag zeigten die Leichtathleten auf dem Waldsportplatz des VfB.-Reichsbahn ausgezeichneten Sport. Die vielseitigen Wettkämpfe wickelten sich Gewif) ist es heute schwierig richtige Zahnpflege zu treiben, weil Qualitäts-Zahnpasten, wie Chlorodont, zeitbedingt verknappt und Obst und Gemüse nicht in jeder Menge verfügbar sind. Aber man darf nicht vergessen, daß auch behelfsmäßige Zahnpflege, gründliches Kauen und eine möglichst einmal Im Jahre vorgenommene vorbeugende Zahnuntersuchung durch den Zahnarzt oder Dentisten für die Zahngesundheit sehr wichtig sind. Theater der Universitätsstadt Gießen. Stande mit Christian Dietrich Grabbe. 9JL-3pOTt Warnung aus Stendal Roman von A. Lothar Philipp 20. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Wann ist das gewesen?" sragte Wenig und blätterte in den Akten. Elisabeth überlegte. „Das kann — 1932 gewesen fern — Der Kriminalrat nickte. Ja", (agte er, „am 8. Dezember 1932 wurde Karl Barth old wegen Diebstahls zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Vermutlich waren das die vierhundert Mark, die er damals vom Schreibtisch des Direktors der Truppe weggenommen hat. Nun roe,^onbßanos hörte ich nichts mehr. Er schrieb mir nicht, er antwortete nicht auf meine Briefe, m benen ich ihm meine Flucht erklärte, ich horte Ipater nur, daß er in eine Artistentruppe eingetreten fei, bie er aber auch später wieder verließ. Aber mit Barthold war ich im steten Briefwechsel. Er oer= fudite sich al« Artist, brach aber dann em Bem und war gezwungen, in einem Zirkus Stallmeisterdienste ,u tun^imd kleine Rollen zu spielen. Er hatte wohl auch mit jener Truppe, wo ich zuerst war und bei der ich von Lanos ausgebildet worden war, Sttei- tigfeiten und erhielt bei einer P^nk'nbaul l§a-n in di- Brust, so dah °r 'M Krankenhaus liegen mußte Ich erfuhr das erst spater. Im >wyre iw roar ick ohne Engagement, weil ich erkrankt war. Mir war"in Warschau mein Kosse- und mein ganz - D° 'chn-b A wwd7 °n «°r.dold mid^bM ihm m.r zu helfen. Er chMle mn m Summe zwischen erhielt ch antwortete ich Lcht"meh^2ch nicht. Sch b°tt° Angst vor ihm. Seit einem Jahre habe ich weder etwas von Lanos noch von Barthold gehört, bis ich jetzt nach Berlin kam und von den Willis die Sache hörte. Sie hatten sie in der Zeitung gelesen —" „Willis? Wer sind die Willis?" fragte Wemg. „Die drei Willis, die im Eispalast auftreten. Lanos war früher ihr Kapitän gewesen, deshalb interessierten sie sich besonders für ihn. Er verließ sie dann mit Irene Norvdna, die mit ihm zusammen zu den Willis gekommen war —" „Können Sie sich nun erklären, warum Lanos den Barthold getötet hat?" „Nein —", gab sie zögernd zur Antwort. „Halten Sie es für möglich, daß Lanos von der Hilfe, die Ihnen Barthold bei Ihrer Flucht geleistet hat, erfahren hat und daß er ihn deshalb aus Wut und vielleicht im Jähzorn getötet hat?" „Ich glaube das nicht", sagte sie bestimmt", es ist so eine lange Zeit darüber verflossen —" . „Hm", meinte Wenig, „mir fällt nur auf, daß Lanos gerade in der letzten Zeit Ihnen schrieb, zu ihm zurückzukehren, und daß er dann vielleicht Ihr Schweigen auf den Einfluß Bartholds zumck- sührte und deshalb —" Elisabeth seufzte auf und zuckte die Achseln. ,^Jch weiß es nicht", sagte sie hilflos, „aber ich glaube und hoffe es nicht." „Na schön." Wenig klappte das Attenstuck zu. „Wo wohnen denn die Willis-Leute?" „ „Im Hotel Imperial, wo ich auch wohne. ,Hnd wo erreiche ich sie am sichersten?" „Abends im Eispalast in ihrer Garderobe. Ader Sie dürfen nicht zu spät kommen, da sie um neun Hhr schon fertig sind —" „Hübsches Programm? „Sehr hübsch." „ Gut, ich werde mtr s ansehen. — 6. Als Willis und Welt, von ihrer Nummer kommend, in die Garderobe traten — der kleine Peter- en hatte, wie er sagte, noch zu tun, er wartet an bet Bühne bis Edith, das Nummernmädchen, von seinem Gang mit der großen 3 über die Bühne zu- rückaekommen war — saß da ein freundlicher, wohlgenährter Herr, der auf sie zu warten schien. „Kriminalrat Wenig", stellte er sich vor, „meine Herren, ich wollte Ihnen den Weg ersparen, mich auf dem Polizeipräsidium zu besuchen, deshalb kam ich her." „Willis", verbeugte sich der Kapitän der Truppe, „und das ist mein Kamerad Welt. Sie wollen uns vernehmen, Herr Kriminalrat?" „eben nicht. Ich möchte mich nur einmal mit Ihnen unterhalten, um von Ihnen einige Auskünfte zu erhalten — aber find Sie nicht drei?" „Petersen wird gleich kommen", sagte Welt. „Bitte, nehmen Sie doch Platz", fügte Willis hinzu, „wenn Sie gestatten, daß wir uns dabei abschminken?" „Aber bitte, lassen Sie sich durch mich nicht stören. Ich habe gehört, daß Herr Lanos früher mit Ihnen zusammen war?" .. „Wer hat Ihnen das gesagt?" stellte Willis die Gegenfrage. Wenig lächelte liebenswürdig. „Herr Willis, wir wollen unsere Stellungen nicht verwechseln. Ich kam her, um Ihnen einige Fragen zu stellen, nicht aber, um mich von Ihnen ausfragen zu lassen, nicht wahr?" „Also doch eine Vernehmung , meinte Willis und warf Welt einen Blick zu. „Wir wollen uns nicht um Worte streiten. Was wissen Sie von Herrn Lanos?" „Lanos kam vor etwa drei Jahren zu uns und wurde unser Kapitän. Er zog die Nummer auf, trainierte uns ein, und wir erhielten mit ihm einige gute Engagements. Das ging etwa ein Jahr so. Dann wollte er gern den Vertrag lösen und uns verlassen. Aber ich weigerte mich." „Warum wollte er denn den Vertrag losen? Ist irgend etwas vorgekommen?" Willis zuckte die Achseln. „Vorgekommen ist nichts. Er ist ein unruhiger Geist —" „Ein Zigeuner —" warf Welt ein. „Ja?" fragte Wenig, „ist er Zigeuner?" „Ich glaube, Halbzigeuner", gab Willis zur Antwort, „jedenfalls hielt er es nirgendwo lange aus. Aber Vertrag war Vertrag, und ich bestand darauf, daß er bleiben müsse. Da verschwand er eines Tages mit der Norodna —" „Irene Norodna?" fragte Wenig. Willis war überrascht, daß Wenig den Namen bereits kannte. „Ja, Irene Norodna. Sie war seine Schülerin und Freundin. Mit ihr verschwand er eines Tages —" „lind die Kasse nahm er auch mit —" brummte Welt. Willis wurde ärgerlich. „Er nahm die Kasse mit?" Wenig blickte von Willis zu Welt. „Er hatte noch Ansprüche an uns, denn er hatte vielfach gemeinsame Unfoften aus seiner Tasche bezahlt. Unb da er völlig mittellos war, nahm er die Kasse mit, seine Forderungen an uns waren höher als der Inhalt der Kasse, wir können ihm daraus keinen Vorwurf machen. Das einzige, was wir ihm vorwerfen, ist der Vertragsbruch." „Was war Lanos eigentlich für ein Mensch? Ich meine, wie hoben Sie ihn beurteilt?" Jetzt trat Petersen ein. Als er Wenia sah, trat er zu ihm, schüttelte ihm die Hand und sagte: „Nett, daß Sie kommen, aber ich sage Ihnen gleich: unter 600 pro Mann machen wir es nicht, und für die Norodna brauchen wir natürlich eine Kostümzulage —" „Selbstverständlich", lachte Wenig, „aber für wen halten Sie mich eigentlich?" „Das ist Herr Kriminalrat Wenig, Petersen', beeilte sich Willis zu sagen, „der uns über Lanos vernehmen möchte." Willis war wütend über Petersen, weil der die Norodna erwähnt hatte. Er wollte nach Möglichkeit vermeiden, daß der Kriminalrat auf die Norodna aufmerksam wurde. (Fortsetzung folgt.) unter der umsichtigen Lesung von Sportkrersführer Stein und Kreisfachwart Lieb reibungslos ab. Ergebnisse: Männer, 100-Meter-Lauf: 1. Uffz. Müller, LSV., 11,5 Sek.; 2. Gefr. Auer, LSV., 11,6; 3. Uffz. Krafst, LSV., 11,8. — 4OOMeter-Lauf: 1. Obgefr. Lorenz, LSV., 57,6 Sek.; 2. Uffz. Re- bischke, LSV., 60,0; 3. Obgefr. Lösing, LSV., 61,6; 4. Flg. Hohmann, LSV., 62,9. — 3000-Meter-Lauf: 1. Gefr. Öttersdorf, LSD.. 10:18,7; 2, Fw. Hessel, Kdsch. v. Hutten, 10:19; 3. Gefr. Klingenberg, LSD., 10:19,2; 4. Gefr. Nocky, LSD., 10:19,4; 5. Uffz. Freyters, LSD., 10:36; 6. Gefr. Würrle, LSV., 10:40; 7. Gefr. Krüger, LSD., 10:51. — Männer, Kl. I, 3000-Meter-Lauf: 1. Feldw. Becker, LSV., 9:40,9; 2. Ockstadt, LSV., 9:45,7; 3. Rother, LSV., 9:46,5. — Männer, Weitsprung: 1. Gefr. Dörschel, LSV., 6,07 Meter; 2. Gefr. Kohlrusch, LSV., 6,04; 3. Uffz. Kraft, LSV., 5,60; 4. Gefr. Wolff, LSV., 5.55. — Kugelstoßen: 1. Dr. Luh, DfB.-R., 14,51 Meter; 2. Fw. Ammon, Kdsch. v. Hutten, 10,47; 3. Weimann, LSV., 10,39; 4. Fw. Türk, Kdsch. v. Hutten, 9,61; 5. Uffz. Köhlinger, Kdsch. v. Hutten, 9L5. — HJ.-Klasse A, 100-m-Lauf: 1. Kirstein, Mtv., 12,6 S.; 2. Happel, Gr.-Linden, 13'1. Kugelstoßen (61/» kg): 1. Ketterer, Mtv., 10,94 Meter; 2. Kirstein, Mtv., 10,76; 3. Happel, Gr.-Linden, 9,00. Weitsprung: 1. Kirstein, Mtv., 5,58 Meter; 2. Ketterer, Mtv., 5,23. — Frauen, 100-Meter-Lauf: 1. Reinstädter, Heuchelheim, 14,5 Sek.; 2. E. Vogel, GRG., 15,6; 3. L. Kimmel, GRG., 16,8. Schleuderball: 1. L. Keßler, Mtv., 31,00 Meter; 2. M. Seim, Mtv., 28,40; 3. Reinstädter, Heuchelheim, 27,50. Weitsprung: 1. L. Keßler, Mtv., 4.15 Meter; 2. M. Seim, Mtv., 4,10; 3. Reinstädter, Heuchelheim, 3,90. — B D M. Kl. A, 75-Meter-Lauf: 1. Inge Rolfes, Mtv., 11,0 Set.; 2. R. Rolfes, Mtv., 11,2; 3. S. Gebhardt, Mtv., 11,5. Schleuderball: 1. Anni Deibel, Tv. Wieseck, 29,00 Meter; 2. G. Kirstein, Mtv., 28,00; 3. L. Schuldt, Tv. 1846, 26,00. Weitsprung: 1. R. Rolfes, Mtv., 4,50 Meter; 2. I. Rolfes, Mtv., 4,30; 2. L. Schuldt, Tv. 1846, 4,30; 3. L. Hauck, To. 1846, 4,00. BDM, Klasse B, 75-Meter-Lauf: 1. L. Schuldt. To. 1846, 10,6 Sek.; 2. B. Kreiling, Mtv., 10,9; 3. L. Hauck, To. 1846, 11.5. Für den Abend hatte Sportkreisführer Stein den Kreissührerstab zu einem kameradschaftlichen Beisammensein eingeladen. Bei dieser Gelegenheit hob ,er die gute kameradschaftliche Zusammenarbeit der Fachwarte und Mitarbeiter hervor, durch die es ermöglicht wird, nicht nur die Leibesübungen in unserem Sportkreis immer weiter zu fördern, sondern auch Tage ganz besonderen Einsatzes, wie den vergangenen, durchzuführen. Er überreichte itn Auftrage des Gauführers den Kameraden Kreisfachwart Deibel und Kroismännerturnwart Reuter den Ehrenbrief des RSRL. und würdigte die Verdienste der Geehrten nicht nur als aktive Sportler, die den Namen der Stadt Gießen in Ehren vertraten, sondern auch ags Kameraden, die ihre reiche Erfahrung und ihr Können weiter dem NS.-Reichsbund in ihren Fachgebieten zur Verfügung stellen. Kußball. Gießen — Marburg 5:4 (3:1). Marburg hat schon immer in Gießen schöne Spiele gezeigt, und so auch diesmal. Leider vermißte man den vorzüglichen Wiener Torhüter Pelda, da zudem die Mannschaft nur mit neun Spielern antrat, mußten die Spieler Drösch (LSV.) und Engel (VfB.-R.) auf feiten der Marburger aushelfen. Auf Grund des besseren Stürmerspiels hat Gießen verdient gewonnen. Zu Beginn des Spieles kamen die Gäste sofort gut ins Spiel und konnten gefährliche Angriffe vortragen, die zu mehreren Ecken führten. Allmählich machte sich Gießen wieder frei und konnte durch Dröschet den Führungstreffer erzielen. Kurze Zeit später erhöhte Wolf auf 2:0. Als Schuck im Strafraum zu lange zögerte, schoß der Mittelstürmer der Gäste entschlossen ein. Aber Dörschel konnte durch schönen Schuß die alte Tordifferenz wiederherstellen. Sofort nach dem Wechsel sah man wieder Marburg im Vorteil. Durch Bickel und dem Niederräder Hermann war auch bald der Ausgleich erzielt. Noch einmal raffte sich Gießen zusammen und konnte durch Tore von Dörschel und Wolf auf 5:3 davonziehen, wogegen Marburg nur noch einmal erfolgreich sein konnte. Handball. Luftwaffe Gießen — Bann 116 9:7 (4:2). Das Handballspiel war einer der Höhepunkte der sportlichen Veranstaltungen auf dem Waldsportplatz. Beide Mannschaften zeigten flottes Spiel. Die Luftwaffe trat, mit einer Ausnahme, in der bisherigen Aufstellung an, während die Bannmannschaft für zwei ihrer Vesten Ersatz hatte. Die Soldaten hatten eine kleine Ueberlegenheit und konnten einen knappen Sieg erringen. Trotz der Niederlage konnte die Bannauswahl sehr gefallen und forderte dem Gegner alles spielerische Können ab. Nach Beginn lag die Luftwaffe sofort im Angriff und erzielte zwei Treffer. Nur langsam kam die Bannmannfchaft ins Spiel und konnte ein Tor aufholen. Wiederum legten die Soldaten zwei Tore vor. Ein Fehler ihres Torwarts nutzten die HI.-Spieler aus, um ihren nächsten Treffer anzubringen. In der Pause wechselte der Bann einen Spieler aus und nahm eine Umstellung vor, welche für ihn von Vorteil war. Die Angriffe der Soldaten wurden besser abgewehrt und selbst gefährliche Vorstöße unternommen. Die Erfolge der Flieger wurden immer wieder ausgeglichen. Beim Stande von 6:5 Toren für die Luftwaffe hatte das Spiel seinen Höhepunkt. Beiderseits sah man nun vortreffliche Leistungen. Die Soldaten setzten zum Endspurt an und konnten zwei Treffer erzielen, ehe der Gegner wieder zum Gegentor kam. Gegen Schluß des Spieles waren beide Mannschasten nochmals erfolgreich. Für die Luftwaffe waren: Müller (4), Hauptmann Wagier (3), Kraft (2), für die HI. Stoll (2), Rühl (2), Becker (1), Bentheim (1), Müller (1) die Torschützen. Erster Sieg in Budapest. Fußball Ungarn — Deutschland 3:5 (3:1). Zum ersten Male ist es einer deutschen Mannschaft gelungen, Ungarns Fußballelf im Länderspiel in Budapest zu bezwingen. 33 Jahre sind, gerechnet von der ersten Begegnung am , 4. April 1909 in der ungarischen Hauptstadt, bis zu diesem Ereignis vergangen. Mit 5:3 Toren siegte unsere Elf vor rund 40 000 Zuschauern, nachdem sie bis zur Pause gegen die machtvoll drängenden Ungarn noch klar mit 1:3 Treffern im Nachteil gelegen hatte. Unter brausendem Beifall der 40 000 Zuschauer liefen die beiden, vom italienischen Schiedsrichter Rinaldo Barlassina angeführten Mannschasten aufs Feld. Die Mannschaften: Deutschland: Jahn Jahnes Miller Kitzinger Rohde Sing Dörfel Decker Conen Walter Durek Kincses Zsengeller Tihany Bodola Gyetvai Nagyarofsi Szuesz Dudas Biro Balogh Ungarn: . Toth Etwas überraschend kam die deutsche Mannschaft nach viertelstündiger Spieldauer zur Führung. Unsere Freude war nur von kurzer Dauer. Bereits zwei Minuten später griff Rohde bei einem Vorstoß von Bodola nicht sehr sauber ein. Den daraufhin von Barlassina verhängten Strafstoß vom Elfmeterpunkt schoß Nagyarofsi hart und placiert ein. Ein ungarischer Eckball und ein von Jahn noch im letzten Augenblick verhindertes Tor gegen Bodola waren die nächsten Merkmale des Kampfes. Ein von Dörfel verschuldeter Freistoß gab dem ungedeckten Zsengeller Gelegenheit, das Leder zu erhaschen und in die rechte Torecke einzulenken. Tyhanyi war es, der den Halbzeitstand auf 3:1 stellte. Bald nach Wiederbeginn mußte unsere Abwehr noch eine dritte Ecke über sich ergehen lassen, aber dann häuften sich unsere Vorstöße zu einer kraftvollen Belagerung des ungarischen Tores. In der 14. Minute konnteSzuesz nur unter Zuhilfenahme der Hand sich des vorstürmcnden Conen erwehren. Barlassina gab einen Freistoß wenige Meter vor der 16-Meter-Grenze. Janes fetzte trotz der starken ungarischen Abwehrmauer den unheimlich scharf geschossenen Ball bombensicher zum zweiten deutschen Zähler ins ungarische Tor. Unser Angriff erzwang dann im Kampf gegen Ungarns Abwehr eine Doppelecke, wobei Kitzingers Kopfstoß von Toth abgefangen wurde. Eine wiederum von Kitzinger ausgezeichnet eingefädelte Aktion führte in der 20. Minute nach der Pause zum Gleichstand. Schon zwei Minuten später hatte der Stuttgarter erneut eine großartige Torgelegenheit, doch mit seinem raschen Antritt spielte er den Ball zu weit vor und gab dadurch Ungarns Abwehrspieler die Möglichkeit zur Rettung. Schon in der 25. Minute wurde das deutsche Führungstor erzielt. Dieser Torerfolg spornte die deutsche Mannschaft zu einer noch größeren Leistung an. Die Ungarn kamen lediglich zu weiteren drei ergebnislosen Eckbällen und einem allerdings gefährlichen Freistoß von Gyetvai. Auf der Gegenseite tauchte zum Schluß noch der Läufer Sing vor den Stürmern auf, und knapp vor dem Schlußpfiff, als Walter den Stuttgarter freiaespielt hatte, konnte der Außenläufer sich gegen Balog durchsetzen und mit flachem Schuß das fünfte deutsche Tör schießen. Ausbrecher Merkens verhaftet» Einbrüche in der Grünberger Gegend. — Salervski noch auf der Flucht. + Grünberg, 3. Mai. Die aus der Siche» rungsanftalt in Butzbach vor einigen Tagen aus- gebrochenen Zioilgefangenen Paul Mertens und Alfons S a l e w s k i, auf deren Schuldkonto — wie» von uns bereits gemeldet — auch der Ueberfall auf das Bahnwärterhaus bei Großen-Linden und dis erheblichen Verletzungen des Bahnwärters «peng- ler kommen, waren am Donnerstag in der Nähe von Reiskirchen gefaßt und in diesem Ort in Gewahrsam genommen morden, wobei man der Annahme war, zwei entwichene Kriegsgefangene vor sich zu haben. In der folgenden Nacyt gelang den Verbrechern jedoch die Flucht aus dem Dorfgefängnis, und nun kam auch bald eine Meldung über neue Einbrüche. In Queckborn wurden aus dem Kellergeschoß des Hauses des stellvertretenden Ortsbauernführers Ludwig G ö r n e r t XV. zehn Büchsen mit Wurst, 1 Topf mit Fett, 1 Mütze und 1 Paar Frauenschuhe entwendet und 1 Feldmütze eines französischen Kriegsgefangenen und 1 Paar Frauenschuhe zurückgelassen. Aus dem Hofe des Gastwirts Johannes Sarnes wurden vier einzelne Strümpfe gestohlen, und aus der Waschküche der Witwe D i e tz 1 Messer, 1 Paar Schuhe und 1 Handtuch entwendet. Der Freitag, l.Mai, war daher ausgefüllt mit einer großen Suchaktion, ein starkes Aufgebot Gendarmerie und Landmacht fahndete in der Grünberger Gegend eifrig nach den Tätern, ohne ihrer jedoch habhaft zu werden. Nun erfolgte in der nächsten Nacht wiederum ein Einbruch, diesmal in der etwas abseits von Grünberg gelegenen S t e i n m ü h l e (Besitzer Heinrich Z i m m e r). Der Einbruch war durch ein nur lose angelerntes Fenster in der Küche erfolgt, mehrere Laib Brot und ein Wams waren die Beute des Einbrechers. Bei der weiteren Fahndungsaktion entdeckte man in der unweit der Steinmühle stehenden Feldscheuer des Landwirts Karl Keil, als dieser mit seiner Braut einen Wagen Heu belud, eine verdächtige Bewegung in dem Heu, und alsbald konnte die Gendarmerie den Eindringling herausholen, der sich als der gesuchte Butzbacher Ausbrecher Paul Mertens entpuppte. Mertens hatte in einem Sack noch vier Brote und neun Büchsen Wurst bei sich. Sowohl den Einbruch in Grünberg, als auch den in Queckborn gab er zu, dagegen behauptete er, daß sein mit ihm ausgebrochener Spießgeselle Sale w s k i sich von ihm getrennt habe und nach Westfalen wollte. Der Einbrcher wurde sofort nach Gießen in Polizeigewahrsam gebracht. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptschriftieilers: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckeret R. Lange K. G. Derlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann; Anzetgenleiter: Hans Beck. Anzeigenpreisliste Nr. 6. Kurz nach dem Tode seines Vaters und dwggjM dem Heldentod seines jüngsten Bruders erhielten wir die schmerzliche, unfaßbare Nachricht, daß mein lieber, herzensguter, unvergeßlicher Mann, der treusorgende Vater seines Töchterchens, mein lieber, guter Sohn, unser lieber, Siter Schwiegersohn, Enkel, Bruder, Schwager, nkel und Neffe Karl Soodmann Gefreiter in einer Panzerdivision bei den schweren Kämpfen im Osten für Führer, Volk und Vaterland im 32. Lebensjahre gefallen ist. Wiedersehen war stets seine und unsere Hoffnung. In tiefer Trauer: Frau Pauline Soodmann, geb. Rinker und Töchterchen Helga und alle Angehörigen. Größen-Linden, den 1. Mai 1942. Mit den Angehörigen trauern um ihren lieben Mitarbeiter Betriebsführer und Gefolgschaft der Firma Heyligenstaedt & Comp., Werkzeugmaschinenfabrik G. m. b. H . Giehen. __02038 Statt Karten! Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen geliebten Mann, meinen immer treusorgenden Vater und Schwiegervater, meinen lieben Opa und guten Bruder, Schwager und Onkel Herrn Wilhelm Fleischhauer Reichsbahnobersekretär i. R. heute nach kurzem, schwerem Leiden zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. In tiefer Trauer: Frau Johanna Fleischhauer, geb. Klingelhöfer; Studienassessor Robert Ewald und Frau Herla, geb. Fleischhauer, und Kind; Frau Marie Enders und alle Angehörigen. Gießen (Crednerstraße 10 p.), im Felde, Büßfeld, den 2. Mai 1942. Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 6. Mai, 14 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt. 1463 D Statt Karten! Mein einziges, geliebtes Kind Dörte ist nach kurzer, schwerer Krankheit in Rostock am Sonntag, dem 26. April, eingeschlafen. Ernst Levin Lehrbeauftragter an der Universität. Gießen, im Mai 1942. 1468 D Lieber Frühjahrsmarkt. Meine' und Srömermartt am Mittwoch, dem 6. Mai 1942. Auftriebszeit von 8 bis 8'/r Uhr. Bei Beschickung des Schweinemarktes sind die seuchenvolizeilichen Vorschriften zu beachten. *cD Der Bürgermeister: Geil. Familien-Drucksachen Verlobungeanzelgen Vermählungeanxelgee bei BrQhl.SChUlStraBe7 eeburteanxelgen Gießen Dungelbeck 128 Wir haben uns verlobt II. Die. Verteiler bringen ab 5. Mai 02039/ Gießen. Titttnus-Rondlnl-Fllm Im Verleih der V Ein am am am am am am am 5. Mai 6. Mai 7. Mai 8. Mai 9. Mai 11. Mai 12. Mai 1942 in dem dem dem dem dem dem dem 1942, 1942, 1942, 1942, 1942, 1942, 1942, hinein A—E F—H I—K L—N O-R 8, Sch, St T—Z Stück aufge- 1457V Ford-Eifel Cabriolmousine 34 PS in guten: Zustand mit Bereifung zum'T ax- wert zu verkauf. Schr. Ang. unt. 02041 a.d.G.A. Die buntschillernde Welt der Artisten mit all ihrem bestechenden Glanz aber auch mit all ihren Mühen und Nöten wird hier im Rahmen einer spannenden Kriminalhandlung lebendig. Regie: Camillo Mastrocinque. Neueste Wochenschau! Else Kröck Rolf Heins Obergefreiter der Luftwaffe Es grüßen als Verlobte Lotte Lepper Paul Rohde Wachtmeister in ein. Art.-Regt. 20. Mai 1942 auf Bogen zu 100 klebt einzureichen. Gießen, den 4. Mai 1942. . Der Oberbürgermeister der Stadt Ernährungsamt Abt. B. Junge Frau sucht 1 Zimmer mit Küche gegen Mithilfe im Haushalt oder Geschäft. — Zu erfragen [01982. Telefon Nr. 3189. Bekanntmachung. Pralinenverteilung. I. Die Verbraucher, die im Besitz von blauen oder rosa Nährmittelkarten 36 mit dem Aufdruck Gießen-Sladt sind, erhalten nach nachstehendem Plan in der Zeit vom 5. bis 12. Mai 1942 gegen Vorlage der Nährmittelkarte 36 und des roten haushaltsausweises in den durch Aushang gekennzeichneten Süß- waren-Fachgeschäften und Lebensmittelgeschäften je Person 62,5 Gramm Pralinen, und zwar Verbraucher mit den Anfangsbuchstaben Großen-Linden Gießen im Mai 1942 Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag, Montag, Dienstag, Beute Hontag Erstauilührunt! 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Leib Kirchstr. 2II02042 | Verkäufe Trächtiges Fahrrind Anfang Juli kalbend, zu verk. Holzheim, Mittelstr. 3. 02033 Eine Partie starker Ml abzugeben 1452D Ernst Mandler, Heuchelheim, RodheimerStr.2 Schaufenster einen Aushang mit der Aufschrift „Zugelassen für Pralinensonderzuteilung" an. Sie beginnen mit der Verteilung pünktlich am 5. Mai 1942. Die Auslieferung der Pralinen erfolgt gegen Abtrennung des Abschnittes Nr. 40 der Nährmillelkarle 36 und Eintragung der Abgabe in den roten Haushaltsausweis. Der Eintrag ist in Spalte A (Seite 2) auf der ersten Reihe vorzunehmen. Einzutragen ist Datum und die Abkürzung „Pra.". Es dürfen nur Nährmittelkarten 36 mit dem Aufdruck Gießen-Stadt beliefert werden. Die ausgegebene Warenmenge ist durch die vereinnahmten Abschnitte Nr. 40 nachzuweisen. Die Abschnitte sind dem Ernährungsamt bis zum Für die Erhaltung des Wohlbefindens ist neben der ärztlichen Kunst und Erfahrung die persönliche Kenntnis des gesamten Lebensbildes des Patienten entscheidend. So ist der Hausarzt der Mittelpunkt der gesundheitlichen Betreuung, unentbehrlich in seiner Hilfsbereitschaft und Güte. Hausarzt 1 Ein Wort, in dem ständiges Bereitsein, unermüdliche Fürsorge mitschwingt und so das Gefühl des Geborgenseins auslöst. Bewährte pharmazeutische Präparate werden heute vom Hausarzt des Sohnes ebenso erfolgreich verwandt wie schon einst vom Hausarzt des Vaters. Zu diesen Mitteln gehören Sanatogen, Form am int und Kalzan, die bei Generationen immer wieder ihre Probe bestanden haben. Bauer & Cie. • Johann A.Wülfing Berlin SW 68 Horst Walther Klaus Peter Y 3.6.1942 Die Geburt ihrer zwei Sonntags] ungen geben in dankbarer Freude bekannt Medizinalrat Dr. med. Horst Adler und Frau Grete, geb. Sommeriad Dillenburg, Bismarckstraße 1 1464 D / Ursula Die glückliche Geburt eines gesunden Kindes zeigen in dankbarer Feude an Dr. med. Walter Winkler Marie Winkler, geb. Seim Gießen z.Z. Univ- I.elhgesterner Weg 2 Frauenklinik ___________02046/ Verschiedenes Berufst. Mädel aus sehr gutem Hause, hier fremd wünscht gebild. Herrn zwischen 30—40 Jahren kennen zu lernen, zwecks sv.Hcirat. Zuschritten uner 02043 a.d.G.A. lunger Landwirt 35Z.m.schön einz. geleg. Hof sucht anst gebild.Fräu- lein, auch junge Witwe, die Lust u. Liebe z. Landwirtschaft hat. zw. sp. Heirat kenn. z. lernen.Zuschr.u. 02036 a.d.G.A. Wer hilft mit! Wir suchen für unsere Abtlg. Barackenbau Zimmerer, Schreiner, Wagner sow. Hilfskräfte Es kommen auch für leichte Arbeiten ält. Leute in Frage, soweit sie mit Hammer und Nagel umgehen können, evtl, auch stundenweise. Einstell. erfolgt über das Arbeitsamt. Dampfsägewerk Lollar B. Nuhn A. G., Lollar. 1458 D