Giehener Anzeiger Mittwoch, MSr;1y42 Annahme von Anreigen für die Mittagsnummer bis 8'/, Uhr DesVormittags Anzeigen-Vreise: Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Textteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malftaffell ZlbfchlüsfeMengenftaffelS Plabvorfchrift (vorherige Vereinbarung) 25°/ometyc Vriihlsche Universitätsdruckerri R. Lange General-AnzeigersürOberhessen Giehen.^chulstrahe 7-y 192. Zahrgang Nr. 55 Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener «>amilienblätter Heimat imBild DieDcholle Bezugspreis: Monatlich.....RM.1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsprechanschluß 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" Postscheck 1168k Franlf./M. ien ge^ tanen" aus sieht. Die wirklichen Ge^ Oie Bahnlinie Batavia—Bandung von japanischen Truppen besetzt. selbstverständlich zunächst mir an sich dachten und Indien als ein unerschöpfliches Kriegsmaterialreservoir ansahen — lehnt heute eindeutig ab, ein Vasallenstaat zu sein, so daß die Frage des Dole gegen die britische cheidender Weise durch Wie orientiert sich IlorSeuropa? Drei Gruppen sind es im wesentlichen, die seit dem 9. April 1940 Dänemarks Innenpolitik be« einslujsen und damit auch auf die Außenpolitik des Landes einwirken: das konservative Bür- g e r! u m wünscht sich erst nach dem Frieden endgültig zu entscheiden; die hinter der heutigen Regie- rung stehenden Kreise sind zwecks Erhaltung des jetzigen Systems für eine zeitweilige Einordnung; der dänische Nationalsozialismus bejaht das neue Europa unter deutscher Führung. Einig sind sich alle darin, daß das Land sich der zwingenden Gesetzmäßigkeit dessen nicht entziehen kann, was außerhalb seiner Grenzen geschieht; aber Zeitpunkt und Ausmaß der hieraus zu ziehenden Folgerungen find die großen Streitobjekte, fraglos füib die politischen und namentlich wirtschaftlichen Erfahrungen Dänemarks mit England alles andere als ermutigend, aber es ist offenbar dem Beharrungsvermögen des dänischen Volks- Charakters unmöglich, sich fn dem erforderlichen Maße rechtzeitig zu der tiefgehenden geistigen Revolution zu bekennen, die sich gegenwärtig vollzieht. Dabei weih man, daß auch Dänemark künftig nicht auf Europa verzichten kann. Doch die notwendige innere Umstellung, besonders im Ver- hältnis zum Reich, vollzieht sich nur sehr schleppend, obschon die große Mehrzahl der Dänen den 9. April 1949 bereits jetzt die einzige Möglichkeit zur Erhaltung der traditionellen Neutralität nennt, ja, die Voraussetzung zum weiteren Bestand des Staates. Immerhin deutet der unlängst vollzogene Beitritt zumAntikominternpakt Darauf hin, daß auch Kopenhagen die Zeichen der Zeit deuten lernt und gewillt ist, seinen Beitrag zur neuen Ordnung zu leisten. Tokio, 4.März. (DNV.-Funkspnrch.) Aach den neuesten aus Java vorliegenden Meldungen haben die japanischen Truppen die von Batavia nach dem niederländisch-indischen Hauptquartier Bandung führende Bahnlinie beseht und damit die feindlichen Verbindungslinien zur Front im Westteii der Insel a b g e s ch n i t t e n. Die japanischen Truppen hatten am Dienstag Bandung, den bisherigen Sih des alliierten Hauptquartiers nahezu erreicht. Line japanische Vorhut hatte einen Platz erreicht, von dem aus Bandung bereits zu sehen war. Obwohl keine amtliche Verlautbarung über das Vordringen der Japaner auf Java vorliegt, werden rasche Fortschritte gemeldet. In der Hauptsache scheinen die Kämpfe sich um Bandung, südöstlich von Batavia, um Semarang, das nach den jüngsten Berichten bereits beseht sein soll, und 5 u - rabaya zu bewegen. Die wichtigsten Stützpunkte und Verkehrszentren an der Aordküste sind bereits in den Händen der Japaner. DieVahnzwischen Vataviaund Surabaya soll an vielen Punkten erreicht sein. Feindliche Luft- oder Seetätigkeit ist bislang nicht beobachtet worden. Von japanischer zuständiger Seite wird betont, daß die japanischen Operationen auf allen holländisch-indischen Inseln unentwegt fortschreiteu, wie Von unserer Berliner Schriftleitung. Serbien und Griechenland und wenig später auch Kreta verloren. Der Mann, der den Angriff auf die italienischen Truppen in Nordafrika mit der gesammelten Macht des Empire unternahm und in Bengasi stand, wurde dann als Napoleon der Wüste so gründlich von General Rommel geschlagen, daß er von Churchill nach Indien geschickt wurde. Dort sollte er einmal die Verbindung über Iran zu den Sowjets aufnehmen und ferner so etwas wie eine Kaukasusfront vorbereiten. Es wurde nichts daraus. Als der Krieg in Ostasien ausbrach, verlor Wavell als Oberkommandierender eine Position nach der anderen: Hongkong, Malaya, Singapur, dann Borneo, Sumatra, Bali, die Japaner griffen Burma an und stehen jetzt vor Rangun. Und nun zeigt sich die Infamie Churchills in ihrer ganzen Nacktheit. Java ist das letzte Bollwerk vor Australien und Neuseeland. Fällt es, dann steht den Japanern der Weg nach Australien offen. Australien, der menschenleere Erdteil, befindet sich in hoffnungsloser Einsamkeit. Man hätte meinen sollen, daß Churchill und Wavell zunächst versuchen würden, Australien mit allen Mitteln zu helfen, und es gab kein bessere- Mittel, als das Vorfeld Australiens, Java, zu verteidigen. Aber Australien wird von Churchill kaltblütig geopfert. Die Abberufung des Generals Wavell vom Kommando im Südwestpazifik und die Uebergabe des Oberbefehls an den niederländischen General ist der sichtbare Ausdruck der Absichten Churchills, sich um Niederländisch-Jndien, Australien und Neuseeland nicht mehr zu kümmern, um dadurch die Verteidigung der Burma st raße, die ihm für die Rettung der englischen Position in Indien wohl wichtiger ist, zu verstärken. Den Kampf in Niederländisch-Jndien überläßt man den Holländern. Der diplomatische Korrespondent des Reuterbüros leistet sich dazu folgende Bemerkung: „Man kann über- zeuat sein, daß die Holländer den japanischen Angreifern mit dem gleichen Mut und der gleichen Zähigkeit gegenübertreten werden, die sie in ihrem Vaterlande den Nazis gegenüber bewiesen haben. Sie werden von den alliierten Mächten, soweit wie nur irgend möglich, unterstützt." Nun wissen es die Holländer in Niederländisch-Jndien ganz genau, daß sie der hohen Ehre gewürdigt sind, für England zu minienstatuts bereits überholt ist. Diese Tatsache kann man auch nicht-durch bestellte Briefe „einflußreicher indischer Persönlichkeiten" verwischen, wie es Churchill unlängst tat, um alle unangenehmen Fragen wie im Weltkrieg auf die Zeit nach dem Kriege zu vertagen. Der Vormarsch Japans in Burma und in Nie- derländi'sch-Jndien, die steten japanischen Siege an allen pazifischen Fronten haben die seit langem bestehende Bewegung nur noch mehr in Gang gebracht. Das englische Herrenvolk hat durch gründliche Mißgriffe, durch einen brutalen Egoismus und ein raffiniertes kapitalistisches Ausbeutungssystem seit langem die Perle seiner Krone ihres Glanzes beraubt. Indien ist auf dem Wege, wenn auch vorläufig vielfach noch dumpf, unbewußt und ziellos, aber im letzten doch unbeirrbar, diesen Glanz für das eigene Wohl zurückzuholen. Man spürt in Indien, daß die britische Unterdrückungspolitik ihren Boden verliert, daß das Empire bedenkliche Risse zeigt und reagiert darauf mit zahllosen kleinen und kleinsten Maßnahmen und Äußerungen, die zusammen gesehen dem riesigen Strom, der in der Masse noch ziellos ist, eine Richtung zu geben beginnen. Man darf solche Entwicklungen nicht mit europäischen Maßstäben messen, man darf sich auch nicht täuschen, daß das Strombett für Indiens eigenen Weg noch nicht gegraben ist, aber zahllose Quellen und Rinnsale sind am Werk, den britischen Fels in Indien auszuhöhlen. Oer britische Rückzug auf Indien. England überläßt Java seinem Schicksal. - Wavell nach Indien zurückbeordert durch das Vordringen auf Sumatra von Palem- bang nach Nordwesten, durch die Einnahme von Muaretebe und der gemeldeten vollständigen Besetzung Borneos bewiesen worden sei. Hoffnungslose Lage Batavias „Die holländischen Truppen auf Java haben furchtbare Verluste erlitten und können den Kamps nicht mehrmalige fortsetzen, wenn sie keine umfassenden Verstärkungen erhalten", erklärte ein Sprecher des holländischen Kolonialmimsteriums in London am Dienstagmittag. Er teilte gleichzeitig mit, daß die holländisch-indische Regierung Batavia verlassen ynd sich nach Bandung begeben habe. Die niederländisch-indische Agentur meldet eine direkte Bedrohung Batavias, das so gut wie e i n g e - schlossen sei. Die Agentur läßt durchblicken, daß man sich auch mit dem Fall Soerabajas vertraut machen müsse. Die Japaner seien bis auf 70 Kilometer an die Stadt heraugekommen. Obwohl die Holländer m diesem Operationsgebiet über etwa 100 000 Mann, zumeist Javaner, verfügten, breite sich der von den . Japanern geschaffene Brückenkopf wie ein Oelfleck aus. Mit Zügen, Wagen und Flugzeugen würden alle noch verfügbaren Truppen an die Front gebracht, trotzdem verlören die Holländer stets an Boden. Ein Sonderkorrespondent von „Exanche Telegraph" meldet aus Batavia, daß sich eine neue große japanische Transport flotte Java nähere. kam wieder der Absicht der britischen Söldnerbüros entgegen, denn wir sehen es ja heute am bolschewistischen Beispiel, daß die Hungerpeitsche willige Soldaten erzieht, was sich im Falle Indiens allerdings auch als ein Trugschluß herausgestellt hat, denn die Ueberläufer bei den Kämpfen in Malaya zeigen, wie es im Herzen dieser „britischen Unter» In Norwegen sind mit der Schaffung der Regierung Vidkun Quisling und der Einsetzung seiner Nasjonal Sämling zur Trägerin des politischen Lebens die notwendigen Voraussetzungen gegeben, daß das Land den von eigenen Lebens- interesfen gebotenen Kurs steuert. Dieser Mann und seine Bewegung haben seit je die englandhörige und deutschfeindliche Haltung der früher Regierenden als nationales Unheil bezeichnet, und jetzt find sie Indiens Weg zu sich selbst Von unserem B.-Berichterstatter. vor ihre große Bewährungsprobe gestellt. Die Ausgabe ist schwer, aber lösbar, zumal Quisling über wertvolle Mitarbeiter verfügt, die sich ebenso um Norwegen verdient gemacht haben, wie sie durch Einsatz an der Kampffront bewiesen haben, daß es ihnen ernst ist um die neue deutsch-norwegische Gemeinschaft. Diese, die nordischen Lebensgesetze und ein arteigener nationaler Sozialismus sollen und werden die Grundlagen für die Erneuerung Norwegens bilden. In ihm ist kein Platz mehr für die Nachäffung des britischen Parlamentarismus, für Moskauer Marxismus und für liberalen Kapitalismus westlicher Prägung. Beachtliche Teile der norwegischen Jugend kämpfen als Freiwillige an der Ostfront, während das Reich trotz des Kriegs mit umfangreichen Lieferungen aller Art die materiellen Bedingungen für Erhaltung und Umstellung der Wirtschaft Norwegens erfüllt. Der beste Start für die neue Nationalregierung war die Gewißheit, daß Deutschland eindeutig erklärte, es " sehe sein Verhältnis zu Norwegen wesentlich anders als noch vor kurzem England das feine zu den Iren, es respektiere den Wunsch nach Selb- llnter dem Druck der Niederlage von Java hat Churchill beschlossen, den erst vor kurzem geschaf- fenen Oberbefehl des Generals Wavell über sämtliche Truppen im südostasiatischen Raum zu teilen und den Holländern die Alleinverantwortung für die Verteidigung Javas zuzufchanzen. General Wavell ist also nicht mehr Oberkommandierender im Südwest-Pazisik, sondern Oberkommandierender der Streitkräfte Br tisch-Jndiens und Burmas. Der militärifche Mitarbeiter des „Daily Expreß" hängt denn auch der Katze die Schelle um und fagt, als Oberkommandierender habe Wavell nur „die Zeit vergeudet", denn es fei nichts übrig geblieben, was er zu kommandieren hätte, eine Bemerkung, die sich aus der schnellen Eroberung von Singapur, Borneo, Sumatra, Bali usw. eigentlich von selbst ergibt. Wenn dieser militärische Sachverständige hinzusetzt, die Rückkehr Wavells nach Indien lege den Gedanken nahe, daß sich dieses Land in direkter Gefahr befände, dann dürfte er mit seinen „Gedanken" ebenso wenig fehlgehen wie mit der Behauptung, wenn Südburma verloren gehen solle, müsse Wavell alle seine Kräfte aufwenden, um wenigstens das obere Burma zu halten, denn weiterer Nachschub müsse Tschungking erreichen, wenn die Truppen Tschiangkaischeks überhaupt im Gefecht bleiben sollten. Andere englische Blätter, die diese Auslösung des englischen Oberkommandos über die Truppen in ganz Ostasien besprechen, geben ebenfalls offen zu, daß die Entwicklung der Dinge in Burma und die Bedrohung n'cht nur Ranguns einfach dazu gezwungen habe, denn Indien und die Straße nach Tschungking seien wichtig, womit Churchill aus dem Zusammenbruch seiner strategischen Pläne abermals die Konsequenz gezogen hat, einen Verbündeten, diesmal die Niederländer in Jnsulinde, zu opfern. ...... Der Weg Wavells ist der Weg des Churchillschen Bankervtts. Bevor er nach Indien gesandt und dann auf den Posten eines Oberkommandierenden sämtlicher alliierten Streitkräfte in Ostasien gehoben wurde, war Wavell derjenige, dem Churchill das Vertrauen schenkte, seine dilettantenhaften Pläne im Vorderen Orient durchführen zu können. Von Kairo aus besuchte der Oberkommandierende Wavell Athen und Belgrad mit dem Erfolg, daß die Engländer kämpfen und zu sterben, während England leere Versprechen der Hilfsbereitschaft gibt. Wie die englischen Kriegsverbrecher bis jetzt bis zum letzten Polen, Norweger, Franzosen, Belgier, Serben und Griechen gekämpft haben, so kämpfen sie jetzt noch bis zum letzten Bolschewisten und neuerdings bis zum letzten Holländer in Jnsulinde. Schicksalhafte Bedeutung für Neuseeland und Australien Tokio, 3. März. (Europapreß.) In den Betrachtungen über Die militärische Laae auf Java unterstreicht die japanische Presse, datz der bevorstehende Verlust Javas eine schicksalhafte Bedeutung für Australien und Neuseeland haben werde. „Mit dem Verlust Javas werden Die Briten ihre letzte, Indien unD Australien verbindens Linie verlieren", schreibt „Pomiuri Schimbun". England werde daher gezwungen fein, f i ch nach Indien zurückzuziehen. Selbst wenn amerikanische Streitkräfte Australien über die südliche Route erreichen könnten, mühten künftig Großbritannien und die USA. getrennte militärische Operationen führen, was ihre Kampfkraft weiter mindern würde. Das Blatt sagt mit dem Fall Javas auch den bevorstehenden Fall Australiens und Neuseelands voraus. Japan werde keinen Augenblick zögern, sein Schwert gegen Australien zu richten, falls dieses seine feindselige Haltung gegen Japan fortsetze. Der kürzlich ftattgefunDene Angriff auf Port Darwin fei nur ein Vorspiel von Dem, was Australien Dann zu erwarten hätte, sagt „Kokumin Shimbun" und wirft Den Australiern ihre feit Jahren feindselige Haltung vor. Der Beweis seien Die gegen Japan gerichteten australischen Einwanderungsbestimmungen und Exportverbote und der Beitritt Australiens zu Der ABCD-Front. Es sei jetzt für Australien der Zeitpunkt gekommen, seine Einstellung gegenüber Japan nochmals zu überprüfen, andernfalls es damit rechnen müsse, von Japan eine Lehre erteilt zu bekommen. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Bangkok, im Februar 1942. Das englische Rezept für Indien beginnt langsam aber sicher unwirksam zu werden. Es hat immerhin 180 Jahre gebraucht, um sich abzuwirtschaften, aber schon die Tatsache, daß London bereits zu schärfsten und gewagtesten Mitteln greifen muh, um überhaupt den englischen Witten Durchzusetzen, beweist, Dah in diesem riesigen Lande der Gegensätze ein Konsolidierungsprozeß begonnen hat, der Den englischen Bestrebungen zuwiderläuft. Die Briten hatten es sich sehr einfach gemacht, zu einfach, um der „Perle in der Krone des Empires" für alle Zeiten eine sichere Fassung zu geben. Denn sie regierten dieses Land, das nach der letzten Volkszählung 389 Millionen Einwohner aufweist und die größte geschlossene Mohammedanereinheit der Welt darstellt, nach Dem Grundsatz, daß es ein „indisches Volk" nicht gibt, sondern eine Anzahl von rassisch, religiös, sprachlich und kulturell getrennten Stämmen. Nach einem Wort Lord Morleys repräsentieren seine Völkerschaften alle Kulturstufen, die die Menschheit vom 5. bis zum 20. Jahrhundert durchlaufen hat. In diesem Ausspruch liegt bereits die politische Taktik Der Engländer gegenüber Indien begründet. Sie ließ sich von Dem einstmals sicheren Instinkt einer zur Herrschaft begabten Rasse leiten, daß man. diese Gegensätze nur zu übersteigern brauche, daß man Die bestürzende Fülle Der Erscheinungen und Das Nebeneinander Der Religionen unD Kasten, Der Sprachen und Zivilisationsstufen nur brutal und rücksichtslos für die eigenen Zwecke auszunutzen brauche, um ungestört den ungeheuren Reichtum des Landes ausbeuten zu können. Das war ein Trugschluß, Der von der führenden indischen Schicht nicht erst seit diesem Kriege erkannt wurde; denn Die Mängel dieses Systems machten sich bereits kurz nach dem Weltkrieg bemerkbar, wobei Die gebrochenen Versprechungen hier wie im Nahen Osten als Sauerteig in Dem großen Gärprozeß Der asiatischen Welt wirkten. Auch kluge Engländer waren sich zu allen Zeiten Der Schwächen ihres indischen Systems bewußt, sagt Doch Seelen in seinem Werk „The Expansion of England^, daß England sich auf Die Eroberung Indiens nicht allzuviel einbilden solle, Denn am Ende hätte doch Indien nur durch Die JnDer erobert werben können! Das ist freilich auch noch sehr britisch gesprochen, Denn Diese Erkenntnis schließt die heute naheliegende aus, dah England Indien auch wieder durch Die JnDer — verlieren konnte! Was die Engländer nicht sehen wollten und was sich heute auszuwirken beginnt, ist Die Tatsache, Dah beispielsweise Der Maharadscha von Kaschmir Hindu ist. 93 v. H. seiner Untertanen aber Mohammedaner, während Der Nizzam von Haiderabad als Moslem 95 v. H. Hindus als Untertanen zählt. Aehnlich ist es mit allen anderen angeblich „unüberbrückbaren" Gegensätzen auch. Die landläufige englische Agitation zählt 220 Sprachen für Indien auf, in Wirklichkeit gibt es aber nur Deren 12, während alle anderen Dialekte sind. Betrachtet man Die zwölf Sprachen genauer, so bleiben schließlich nur noch fünf übrig, Die in ihren Wortstämmen verschieDen sind. Für rund 140 Millionen Inder ist Hindi Die Muttersprache, Die aber bestimmt noch von weiteren 70 Millionen Indern verstanden wird. Die 80 Millionen Mohammedaner können sich durch ihr Hin- dustani übrigens gleichfalls den Hindus verständlich machen, während in Der Tat Die amtliche Verkehrssprache, eben Das Englische, von höchstens vier Millionen Indern verstanden wird, also von einem Prozent der Bevölkerung! Schwieriger liegen Die Dinge schon auf religiösem Gebiet, aber auch hier sind in Der letzten Zeit bemerkenswerte Einbrüche erfolgt. Bereits im Jahre 1938 schrieb Das Blatt Der nationalistischen burmesischen Moslems „Sher Rangoon", Dah Bestrebungen im Gange seien, Die zwei größten Reliaions- gemeinschaften, die Der HinDus und Der Moslems auf einer gemeinsamen Plattform zu vereinigen. Auch Die am 1. April 1937 in Kraft getretene „Verfassung", Die bewußt Durch Das parlamentarisch- demokratische Regierungssystem die beiden Gruppen auseinandertreiben und gegeneinanDer aus» spielen sollte, hat nur scheinbar Erfolg gehabt: Der Gedanke Der nationalen Einheit beginnt rapide, diese Gegensätze zu überbrücken, wofür es übrigens historische Beispiele gibt, wie der Sepoy-Aufstand Mitte Des ' vorigen Jahrhunderts. England kann heute nicht mehr Darauf bauen, Die 260 Millionen Hindus gegen Die Mohammedaner auszuspielen Es hat selbstverständlich noch andere „Entschil- digungen" bei der Hand, warum es Die so oft versprochene nationale Selbständigkeit Den Indern nicht gegeben hat. Die Durchsichtigste und zugleich aesähr- lichlle ist Diejenige, Dah Indien für eine Selbstverwaltung noch nicht „reif" sei. Gerade dieser so oft von den Briten ins Treffen geführte „Grund" muh jeden gebildeten und nationalbewuhten Inder, vor allem die junge Generation, maßlos erbittern, denn Dieses uralte Kulturvolk ist allein Durch Enolands Schuld zu einem Dasein verurteilt, das eine einzige Anklage gegen die britischen Zwingherren Darstellt. Dieses wirtschaftlich begabte Volk ist ja erst Durch die brutalen englischen Methoden auf jene Zwischen- stu'e herabgedrückt worden, in Der man zum Verhungern zu viel und zuiy Leben zu wenig hat Daraus erklärt sich auch, Daß Das indische Kon- tinaent am britischen Krieg in Ostasien verhältnismäßig sehr groß ist, obgleich sich 85 v. H. aller JnDer. vor diesem Krieg zur Kongreßpartei bekannten, Die Die Parole Der nationalen Selbstregierung vertritt. Die systematische Zugrunderichtung Der hochentwickelten indischen Baumwollindustrie durch das Verbot Der Maschineneinfuhr, Das von Den Briten llark begünstigte unD berüchtigte Pachtsystem Der inDischen Nalmbs, Das Den inDischen Bauern in Hohe von 15 MilliarDen Ruvien verschuldete, sinD nur ?wei Beispiele Dieser mit Absicht herbeigellihrten Versklavung des Inders, Die zur Massenarbeitslosigkeit von 50 Millionen Menschen führte. Das Herrschaft wurden in ..... .. Den Weltkrieg ausaelöst. Die „Reformen", mit Denen England auf Die immer stärker vorgebrachten ForDerungen nach Selbstregierung antwortete, trugen in ihrer Unzulänglichkeit nur Dazu bei, Den Selbstbesinnungsprozeh Des indischen Volkes zu fördern und alle jene Pläne zu zerstören, Die England mit Der „Kound-table^-Konferenz unD Dem Riesenwerk einer neuen Verfassung hegte. Das nationale Indien, Das Durch Den Weltkrieg belehrt wurde, Dah es sehr wohl eine große Industrie führen und ausbauen kann — wobei Die EnglänDer ständigkeit und Freiheit des Landes. Vertrauen und Zusammengehörigkeitsgefühl sind die Grundpfeiler der beiderseitigen Beziehungen geworden. Die autoritäre Regierung ist völlig gesetzmäßig zustande gekommen und verfügt über eine Machtfülle rote keine ihrer Dergängerinnen, wovon sie einen guten Gebrauch zu machen verspricht: man ist am Werk, die wichtigsten Berufe ständisch zusammenzufassen, die gesamte Jugend wird zur Dienstleistung für die Gesamtheit herangezogen, und der norwegische Arbeitsdienst hat nach Deutschem Vorbild bedeutende Erziehungs- und arbeitsmäßige Probleme als Aufgabe erhalten. Allem Anschein nach ist Norwegen eine starke Eigenentwicklung im großen europäischen Rahmen gesichert, wenn sein geistiger und weltanschaulicher Erneuerungsprozeß zu nachhaltiger völkischer Gesundung führt. In weiten Kreisen des schwedischen Nachbarlandes aber ist man nicht geneigt oder nicht imstande einzusehen, daß, wer probritisch denkt und handelt, gegen Europa optiert; hier fehlt großenteils noch die Einsicht in die Folgen einer „Neu- tralitäts"-Politik der entschlußlosen Vereinsamung. Die Tendenzen der englischsprachigen Welt herrschen vor, die maßgebenden Stellen sind weich und unlustig gegenüber jeder Entscheidung. Ein starker sind verantwortungsbewußter Kurs fehlt und wurde auch höchstens als störend empfunden; politische Aktivität, ja, selbst Politik wird rund abgelehnt. Die Regierung ist der Ansicht, es sei die historische Aufgabe des Landes, sich aus dem großen Weltkonflikt herauszuhalten; für jeden Beobachter heißt das, Schweden wünsche sich von der europäischen Einheitsfront gegen den Bolschewismus zu distanzieren, und so verwundert es auch nicht, daß hier trotz aller Enthüllungen über Sabotage und Spionage die Kommunistische Partei nach Kräften 'wühlt. Daß das Reich und seine Verbünde- ten dafür sorgten, daß nicht die Engländer in Norwegen und nicht die Sowjets in Stockholm sitzen, will man nicht sehen, sondern man wünscht in diesem gut bürgerlichen Lande in Ruhe gelassen zu werden. Für ein neues Europa besteht „keine Meinung". , . , . Nicht einmal der Heldenkampf Finnlands hat diese Einstellung wesentlich zu ändern vermocht. Dabei ist Finnland wohl der beste Beweis einmal da- für, was aus Schweden geworden wäre, hätte Deutschland nicht dem Bolschewismus Einhalt geboten, und zum anderen für die Bereitwilligkeit, eine große europäische Aufgabe anzupacken und zu lösen. Die Finnen waren stets die Grenzwächter des Nordostens gegen Asien. Wenn sie heute darangehen, die Spuren der bolschewistischen Schreckensherrschaft im 1940 zeitweilig verlorenen Karelien zu tilgen und O st k a r e l i e n nach Europa zurück- zuführen, so ist das ein Problem, das unser ganzes Festland angeht. Das ostkarelische Wappen zeigt zwei gegeneinander geschwungene Schwerter, ein gerades, europäisches, und ein ge- bogenes, asiatisches; dieser Kampf ist jetzt entschieden worden und gibt dem geprüften Lande eine Mission des Aufbaues, für deren Erfüllung es alle Kräfte einzusetzen gewillt ist. Sie ist mehrfacher Art. Emma! gilt es, die völkische und kulturelle Ein- s ch m e l z u n g der stammverwandten O ft k a r e - li er, zum anderen, die Unterbindung jedes künftigen Versuchs, daß noch.einmal über Weißmeerhafen und Nordskandinavien eine raumfremde Macht nach dem Atlantik strebt, endlich die Erschließung der großen wirtschaftlichen Möglichkeiten dieser weiten Räume. Die Entschlossenheit und die Zuversicht, mit der Finnland die Lösung dieser ihm gestellten Aufgaben mitten im Kampf anpackt, verdient um so höhere Anerkennung, als es mit aller Deutlichkeit jede Verlockung von sich gewiesen hat, für augenblickliche Erleichterungen seiner großen Zielsetzung untreu zu werden. Finnland kämpft und arbeitet trotz aller Note, und es will die Waffen nicht eher niederlegen, als bis ihm nationale Sicherheit, Volkstumsgrenze und Abwehrmöglichkeit gegen jede Gefahr aus dem Osten eindeutig verbürgt sind. So gleichartig im Grunde die Problemstellung für Nordeuropa ist, die sich aus seiner Lage und seinen Gegebenheiten wirtschaftlicher Natur ergibt, so verschieden ist die Einstellung, mit der die einzelnen Länder darauf reagieren. —ow- Deutsche Lustangriffe im Suezkanalgebiet. Berlin, 3. März. (DNB.) Wie da- Oberkom- mando der Wehrmacht mitteilt, griffen deutsche Kampfflugzeuge in der vergangenen Nacht im Rah- men eines größeren Einsatzes militärische Anlagen im Gebiet des Suez-Kanals an. Nach Ablauf der totalen Mondfinsternis erreichten die Flugzeuge die befohlenen Ziele und belegten besonders den Flugplatz El Kab ri t am Südufer des Großen Bittersees mit Bomben stärkerer Kaliber. Die britische Abwehr wurde völlig überrascht. Bei klarem Licht des Vollmondes und wolkenloser Nacht erhielten die großen Flugzeughallen am Westteil des Platzes mehrere Bo mb eu Volltreffer. Starte Explosionen breiteten sich zu weitleuchtenden Bränden aus. Dichte Rauchschwaden legten sich über die Hallen und Rollfelder. An vielen Stellen konnten brennende Flugzeuge festgestellt werden. Auch zwei große Berlin, 3. März. (DNB.) Der Führer ver- lieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Generalmajor Sanne, Kommandeur einer Leichten Division; Hauptmann Mertens, Kompaniechef in einem Infanterieregiment, und Oberfeldwebel Reinhardt, Zugführer in einem Infanterieregiment. General Sanne warf am 26. Januar und an den folgenden Tagen die Sowjets, die mit starken Kräften gegen eine wichtige Bahnlinie vorgingen, zurück, wobei er selbst in vorderster Linie erkundend durch sein Vorbild seine durch unerhörte Be- anspruchung stark mitgenommenen Soldaten immer wieder zu fast übermenschlichen Leistungen hinriß. Generalmajor Werner Sanne wurde am 3. April 1889 als Sohn eines Gutsbesitzers in Berlin geboren. — Hauptmann Mertens verhinderte den Einbruch der Sowjets, die immer wieder mit starken Kräften gegen die Stellungen des Bataillons anrannten. Er war in dieser zähen, verbissenen Abwehr Rückgrat des Kampfes. — Oberfeldwebel Reinhardt hatte als Führer des Gefechtsvorpostens auf einer wichtigen Höhe schon zehn Tage lang mehrere starke nächtliche Angriffe der Sowjets abgewiesen. In den Morgenstunden des 18. Dezember wurde der Gefechtsvorposten von einer verstärkten Kompanie von Norden her angegriffen Materiallager gingen m Flammen auf. Mehrere Benzindepöts explodierten. Der Angriff währte nicht länger als eine halbe Stunde. Rach Mitternacht waren auch die Hafenanlagen von Port, Said mit Bomben belegt worden. Volltreffer in unmittelbarer Nähe des Elekttizitätswerkes von Port Said richteten große Zerstörungen an. Ein Flugplatz i m N i l d e l t a bei Tanta wurde ebenfalls von den Luftangriffen überrascht. Es gelang den deutschen Flugzeugen, sich unbemerkt ihrem Ziel .zu nähern und in den Hallen wie auf der Startbahn Volltreffer zu erzielen. und gleichzeitig von zwei Bataillonen aus nordwestlicher Richtung bedroht. Der deutsche Gefechtsvorposten brachte den Sowjets ungeheure Verluste bei. Im letzten Augenblick gelang es Reinhardt, vor der Uebermacht ohne eigene Verluste auf die Hauptkampflinie auszuweichen. Um die Höhe wieder zu gewinnen, ging er auf die linke Feindtruppe vor und eröffnete' mit nur einem Melder auf etwa 60 Bolschewisten das Feuer, die — völlig überrascht — unter großen Verlusten die Flucht ergriffen. Reinhardt stieß nun mit seinem Zuge gegen zwei Sowjetkompanien vor, die ebenfalls vertrieben wurden. Das ZRiffcrfreuj für eilten schneidigen Jagdflieger. Berlin, 4. März. (DNB.) Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Leutnant Hans-Joachim Marseille, der als Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader sich in harten Luftkämpfen gegen die britische Insel und an der nord- afrikanischen Front als einsatzfreudiger Jagdflieger erwiesen und bisher 46 feindliche Flugzeuge abgeschossen hat. Wo liegen die Grenzen Australiens? Von unserer Berliner Schriftleitung. Wo die „großen" Staatsmänner den Mund vollnahmen, konnte Australien nicht Zurückbleiben. Cle» mcnceau hatte nicht nur den niederträchtigen Grund» satz aufgestellt, es gäbe 20 Millionen Deutsche zu viel, sondern auch den, die Grenzen Frankreichs lägen an der Weichsel, womit das ganze Deutsche Reich zum Machtbereich Frankreichs erklärt wurde. Baldwin verkündete, Englands Grenzen lägen am Rhein. Das hat den ehemaligen australischen Ministerpräsidenten Menzies am 9. Dezember 1939 zu dem 'Ausspruch begeistert: „Australiens wirkliche Grenzen liegen nicht hier, sondern am Rhein und an der Ostküste Englands." In Erfüllung dieser Idee hielt sich Menzies während dieses Krieges auch zumeist in England auf, wo Churchill einen Trompeter seines Ruhmes gebrauchen konnte, und dafür erschien ihm niemand geeigneter als der Ministerpräsident dieses Dominions. Menzies dirigierte die Kabinettsbeschlüsse in Canberra von London aus, er setzte australische Truppen überall dort ein, wo Churchill es befahl, während die Jnselbriten zu Haufe blieben. Hatten die Australier nicht schon im Weltkriege vor Gallipoli die dilettantische Strategie Churchills mit Hekatomben von Blut bezahlen müssen? Dies Opfer wurde jetzt wiederholt. Australische Soldaten kämpften auf dem Balkan und auf Kreta und wurden von deutschen Truppen entweder vernichtet oder können nun als Gefangene Deutschlands darüber Nachdenken, wo die Grenzen Austra- liens liegen. Australische Truppen kämptten m Nordafrika und mußten dort ihren Blutzoll für Churchill und die Jnselbriten abstatten. Australier kämpften in Hongkong und auf Malaya, in Singapur und überall dort, wo es brenzlich für die ßon* leichte Kreuzer ,ch e Ruyter", 6470 Tonnen, der holländische leichte Kreuzer „Java", 6670 Tonnen. Ferner wurde festgestellt, daß der amerikanische Schwere Kreuzer, dessen Versenkung im Seegefecht bei Java früher gemeldet worden mar, der amerikanische Schwere Kreuzer „21 u g u st a" , 9050 Tonnen, war. Der holländische Kreuzer „be Ruyter", dessen Versenkung im Gefecht von Java gemeldet worden war, war in Wirklichkeit der Torpedojäger „T r o m p" , 3450 Tonnen. Oer Aufmarsch gegen Zentralburma. Schanghai, 3. März. (DNB.) Die seit etwa zwei 2Lochen an der burmesischen Front herrschende Waffenruhe wird in japanischen Militärkreisen mit den Vorberettungen zum zweiten Abschnitt der japanischen Offensive gegen Burma erklärt. Dec erste Abschnitt stellte die Besetzung des südlichen, etwa 1000 Kilometer langen Zipfels dar, der das Einfalltor nach Thailand und zur malaiischen Halbinsel bildete. Nach der Beseitigung dieser Gefahr habe der Aufmarsch gegen Zentralburma begonnen. Schonan verändert sich. Schanghai, 4. März. (DNB.-Funkfpruch.) Der Wechsel Schonans (Singapurs) aus einer englischen in die japanische Interessensphäre macht schnelle Fortschritte. Die ersten drei japanischen Handelsdampfer liefen bereits ein, die am Dienstag Waren für Japan zu laden begannen. Vorbereitungen für die Einrichtung eines Flugverkehrs zwischen Schonan und Japan zur Beförderung von Fahrgästen und Post sind im Gange. Inzwischen schreitet die Veränderung des Stadtbildes fort. Auf vielen Häusern weht heute bereits die japanische Flagge. Die Presseabteilung des japanischen Verkehrsministeriums veröffentlichte am Dienstag die erste Ausgabe der japanischen Zeitung „Schonan Schimbun". Aus Furcht vor Aufständen. Bangkok, 4. März. (DNB.-Funtspruch.) Nach Meldungen des burmesischen Rundfunks haben die britischen Behörden die gewaltsame Evakuierung der Inder aus Chittagong, einem Hafen an der Küste der indischen Provinz Bengalen, angeordnet, wo viele Inder, die aus Burma geflohen sind, sich angesammelt haben. Durch diese Maßnahme solt der Möglichkeit von Aufständen der Inder vorgebeugt werden, falls die Japaner Chittagong an greifen sollten. Außerdem wollen die Engländer die militärischen Geheimnisse schützen, da der Hafen jetzt als Marinestützpunkt benutzt wird. Bolschewistische Angriffe auf der Krim und im Donezgebiei in erbitterten Kämpfen abgeschlagen Oer Wehrmachibenchi. DRV. Ausdem Führerhauptquartier, 3. TNärz. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Auf der Krim und im Donezgebiet wurden starke, von Panzern unterstützte Angriffe des Feindes in erbitterten Kämpfen abgeschlagen. Durch unsere Luftangriffe aus die Stadt Kertsch und einen benachbarten Hafen entstanden größere Brände. Auch an den übrigen Abschnitten der O st s r o n t scheiterten zahlreiche feindliche Angriffe. Eigene Angriffsunternehmungen brachten örtliche Erfolge. Oie Schlacht in der Java-See. Schanghai, 3. März. (Europapreß.) Kapitän Kamada, der Sprecher der japanifdkn Kriegsmarine, sprach noch einmal über die Seeschlacht von Java und gab dabei eine Schilderung der Kampfkraft der feindlichen Flotte, die vor allem für ihren schlechten Ausbildungsstand bezeichnend ist-„Es gelang den Japanern, fast die gesamten holländischen, amerikanischen, englischen und australischen Kriegsschiffsverbände, die im Südwestpazifik zusammengezogen waren, zum Kampf zu stellen. Auf 20 Kilometer Entfernung entspann sich das A r - tilleriegef echt, in welchem ine japanischen Kriegsschiffe die artilleristische Ueberlegenheit erzielten, die feindlichen Schiffe stark beschädigten und zum Teil schon außer Gefecht setzten. Nachdem die japanischen Einheiten ihre Feuerüberlegenheit völlig hergestellt hatten, preschten japanische Torpedobootszerstörer mit hoher Fahrt zum Torpedoangriff vor und erzielten Torpedotreffer, die das Schicksal der feindlichen Schiffe endgültig besiegelten. Dank der überlegenen japanischen Schießausbildung gelang dem Gegner nicht einmal ein sachgemäßes Erfassen des Zieles. Kamada erklärte, die feindlichen Schiffe hätten aus allen Rohren ungefähr 30 Salven auf die japanischen Seestreitkräfte 3n Nordafrika führten deutsche Sturzkampf- und leichte Kampfflugzeuge erfolgreiche Angriffe gegen britische Fahrzeugansammlungen und Zeltlager in der Marmarlca durch. Der Hafen La Valetta auf Malka wurde fortgesetzt von deutschen Kampfverbänden mit Bomben belegt. Volltreffer in die Dockanlagen verursachten umfangreiche Zerstörungen und ausgedehnte Brände. Die Flugplätze der Insel wurden bei Tag und Nacht bombardiert. Bei bewaffneter Seeaufklärung wurden im englischen Seegebiet ostwärts Dundee zwei britische Handelsschiffe durch Volltreffer schwer beschädigt. abgegeben, von denen nur ein einziger Schuh getroffen und einen japanischen Zerstörer leicht beschädigt habe. Da der Abstand der beiden kämpfenden Parteien nur 20 Kilometer betragen habe, sei es geradezu unverständlich, daß der Gegner nicht besser getroffen habe. Ein Beweis für die ausgezeichnete Kampfkraft der japanischen Marine sei es auch, daß an dieser Seeschlacht von japanischer Seite nur Torpedoboote, also verhältnismäßig kleine Kampfeinheiten, teilgenommen hätten. Trotzdem sei die Niederlage des Gegners vollständig gewesen. Ein Kommunique des japanischen Hauptquartiers berichtet, daß die feindliche Flotte in Ostindien in den Seegefechten von Soerabaja und Batavia in der Zeit vom 27. Februar bis l.März so gut wie vernichtet wurde. Sechs feindliche Kreuzer, sechs Zerstörer, sieben U-Boote, ein Kanonenboot und ein Minensuchboot sind versenkt worden, zwei Zerstörer gestrandet. Die sechs versenkten Kreuzer sind: der amerikanische Schwere Kreuzer „H o u st o n" , 9050 Tonnen, der britische Schwere Kreuzer „Exeter", 8390 Tonnen, der australische leichte Kreuzer „Perl h", 7040 Tonnen, der australische leichte Kreuzer .Hobart", 6890 Tonnen, der holländische Das Mlerkreuz für tapfere Soldaten her Ostfront Oie alte Llhr. Anekdote von Ltto Anthes. Lund in Schweden ist nicht nur eine Stadt der Jugend, indem sich dort eine weitberühmte Universität befindet, sondern auch eine Stadt der wunderlichen alten Leute. Denn alles, was sich in Schweden zur Ruhe setzt, sich von Amt und Dienst zurückzieht, einen stillen Lebensabend sucht, das zieht nach Lund. Es wimmelt dort von ausgedienten Offizieren, pensionierten Beamten und alleinstehenden alten Damen, die allesamt auf der Welt Gottes nichts anderes mehr zu tun haben, als ihren Liebhabereien und Sonderbarkeiten nachzuhängen. So wohnte dort auch ein betagter Major, der schon früher, als er noch im Dienst mar, eine Leidenschaft für alte, schöne und merkwürdige Uhren gehabt hatte, ihr aber nun, da ihn keine Pflicht mehr ablentte, mit ganzer Seele unterworfen war. Er hatte schon eine stattliche Reihe von schönen und seltsamen Stücken zusammengebracht und war noch immer darauf aus, seine Sammlung zu vergrößern. Da er aber nicht Tag und Nacht zwischen seinen Uhren sitzen konnte, auch seine Leidenschaft selber ihn darauf hinwies, Verkehr zu suchen, so machte er die Bekanntschaft von allerlei Leuten, deren Lebenslage der {einigen ähnlich war, und traf auch mit einet Dame zusammen, die, nur ein paar Jahre jünger als er, Tochter eines längst verstorbenen höheren Offiziers, bescheiden aber behaglich die Zinsen eines kleinen Vermögens verzehrte. Als er zum ersten Male ihre niedliche Altjungfernwohnung betrat, entdeckte er alsbald auf der Kommode eine Uhr, die im Sturm sein ganzes Herz gefangen nahm. Es war ein wunderschön gearbeitetes Stück aus der Rokokozeit, mit Säulchen aus Marmor, einem reizend geschmiedeten Zifferblatt und Zeigern von einer Zierlichkeit, wie er sie bis dahin noch nicht gesehen hatte. Und als er nun gar die geheimeren Künste des Werks kennengelernt hatte, da war sein Entzücken ohne Grenzen. Denn mit dem Uhrwerk war ein sinnreiches Spielwerk verbunden, das um sechs Uhr in der Früh ein soldatisches Wecken und um sechs des Abends einen Zapfenstreich von sich gab, während mittags um zwölf der König Karl b^r Zwölfte aus einem Gehäuse trat und den Hut schwenkte. , Der Major war so angetan von dem wunderbaren Uhrwesen, daß er fast der anerzogenen Höflichkeit und der Dame selber vergaß. Bis das Fräulein sagte: „Die Uhr gefällt Ihnen wohl?" Da kam er zu sich, nahm sich zusammen, um nicht seine ganze Begeisterung zu verraten, und erwiderte mit gemäßigter Anerkennung: „O ja, es ist ein ganz nettes Stück." Und fing auch schon an, in seinem Innern Pläne zu schmieden, wie er in den Besitz des Wunderwerks gelangen könne. Da das Fräulein ein Langes und Breites zu erzählen wußte von der Anhänglichkeit, die sie zu der Uhr empfände, weil sie ein Familienerbstück schon aus der Zeit ihres Urgroßvaters wäre, so wußte der Major aus alter Erfahrung, daß er nicht mit der $ür ins Haus fallen unb nicht etwa verraten dürfte, daß er selbst nach dem Erwerb strebe. Er hatte aber einen alten Trödler an der Hand, der ihm schon öfter bei derartigen Gelegenheiten geholfen hatte. Der wußte sich unter einem Vorwand im Haus der Dame zu schaffen machen, dabei wie von ungefähr die Uhr sehen und sie zu kaufen versuchen. Das Fräulein indes wies den Gedanken eines Verkaufs beinahe mit Entrüstung zurück. Und obgleich der Händler, nach Rücksprache mit dem Major, verschiedentlich wieder kam und sein Gebot erhöhte, blieb sie dabei, daß sie die Uhr bis ans Ende ihres einsamen Lebens oehalten wolle. Während dies hintenherum spielte, besuchte der Major seinerseits ebenfalls das Fräulein, so oft er schicklicherweiie konnte, um den Gegenstand seines heißen Verlangens wenigstens zu sehen. Uyd während seine Gier, die Uhr zu besitzen, schier ins Krankhafte stieg, lieh er es sich zugleich gefallen, daß das Fräulein nach der Art älterer und gut- herziger Weiber ihn ein wenig zu betreuen und mit kleinen Sorglichkeiten zu verwöhnen begann. Aus diesem Nebeneinander von Verlangen und Behütetsein aber erwuchs ihm plötzlich in einer schlaflosen Nacht, da er wieder über die Möglichkeiten brütete, zu (einer Uhr zu kommen, der verzweifelte Entschluß: Ich werde sie heiraten, bann habe ich meine Pflege und krieg die Uhr umsonst dazu. Gesagt, getan. In den nächsten Tagen rückte er dem Fräulein sachte mit aller aus früheren feiten hervorgeholten Ritterlichkeit näher, und da sie sich durchaus nicht ablehnend verhielt, so brachte er eines schönen Tages in der Dämmerung seine Werbung vor, die auch mit verschämtem Entzücken angenommen wurde. Nun betrieb er, was bei einem Manne seines Alters ja auch nicht auffallen konnte, die Vorbereitungen zur Hochzeit mit solchem Eifer, daß sie schon nach kurzer Zeit vor dem Altar standen. Er konnte es kaum erwarten, daß der Pastor sein Amen spräche, und drängte bann auf schleunige Rückkehr in bie Wohnung seiner Frau, wo im kleinsten Kreise — nur bie Zeugen und der Pastor waren geloben — ein trauliches Hochzeitsmahl statt- finben sollte. Aber wer beschreibt seinen Schrecken, als er eintretenb ben wohlbekannten Platz auf ber Kommobe leer fand. „Wo ist benn bie Uhr?" fragte er tonlos. Da lehnte sich seine Frau schämig miber ihn, unb inbem sie ihr Gesicht an feiner Schulter versteckte, flüsterte sie: „Die hab ich dem Händler verkauft, ber sie schon immer haben wollte. Ich wußte nicht, wovon sonst ich meinen Hochzeitsstaat bezahlen sollte, unb mußte mich boch für dich unb diesen Tag so schön wie möglich machen." — Und als er sprachlos blieb, setzte sie hinzu: „Du hast ja auch von solchen alten Stücken so viele, daß es auf eins mehr ober weniger nicht ankommt." Da sah er seine Frau an, unb inbem er daran dachte, baß ber Hänbler bie Uhr ja für ihn selbst gekauft hatte, sagte er, minber boshaft auf sie als auf sich selbst gestimmt: „5a, nun habe ich eigentlich eins zu viel von ben alten Stücken." „Wieso?" fragte sie. Im selben Augenblick aber trat ber Pastor hinter ihnen ein. Er hörte nur, daß ber Major „zu viel" sagte, unb in ber Meinung, baß jener bamit ben Ueberschwang seines Glückes ausbrücken wolle, versetzte er mit feierlichem Nachbruck: „Ja, meine Verehrten. wen der Herr lieb hat, dem gibt er im Uebersluß." So sah Dante aus. „Das Kinn war lang, er hatte eine Ablemase, große Augen, hervorstehenbe Backenknochen, unb dis Unterlippe war vorgeschoben", — so lautet Boccaccios Beschreibung von Dante, die uns eilt Bild des großen Dichters der „Göttlichen Komödie im vorgerückten Alter malt, mit großen, durch vieles Studium müden Augen und eingefallenen Wangem von Leid gezeichnet. Diese Züge trägt ein kürAich in Forli entdecktes Medaillon, das man nach gewissenhafter Prüfung jetzt als Bildnis Dantes bestimmt hat. In einem unterirdischen Gang des alten Palazzo des Geschlechtes der Reggiani in Forli wurde dieses kostbare Medaillon ausgefunden. Die sorgfältige Ausführung verrät die Hand eines bedeutenden Künstlers: Agostino di Duccio, dem Schüler Dona- tellos, hat man die Terracotta-Arbeit zugewiesen, der sie im ersten Viertel des Quattrocento oerfertigte, als der Dante-Kult auch in Forli zahlreiche Verehrer fand. Leider ist das Bildnis nur als Bruchstück auf uns überkommen. In einer gelieferten Umrahmung sehen wir den Kopf des Dichters, mit einem Lorbeerzweig gekrönt. Das Profil erstreckt sich bis zum Kinn; Die untere Hälfte des Medaillons fehlt. Wahrscheinlich diente es als Schmuck über einer Tür, wie auch aus der Größe (37 cm Durchmesser) unb der Behandlung des Grundes, auf plastische Wirkung ^gearbeitet, zu entnehmen ist. Dantes Liebe zur Romagna, ,Ja dolce terra la- tina“, ist bekannt. In seiner Dichtung klingen Namen unb Orte jener Lanbschaft an, ja sogar ber Dialekt von Forli war bem Dichter bekannt. Wie oft unb wie lange Dante sich in Forli aufhielt, ist nicht mit Sicherheit zu bestimmen, zweifellos war jeboch sein Aufenthalt in jener Stabt nicht kurz. Mehrmals weilte er bort als Gast bei Scarpetta beglt Drbe- lasst della Casata, dem Haupt der Ghibellmen, der den großen Florentiner in Ehren aufnahm. Aus bem Jahre 1310 stammt jener berühmte Brief Dantes, den er von Forli aus an den G-angranoc della Scala in Verona richtete, in dem er alle Fürsten' Italiens aufruft, den deutschen Kaiser Heinrich VII. anzuerkennen. M. M doner Plutokraten aussah. Die Grenzen Australiens waren wirklich weit gesteckt. * Aus der Eiadi Gießen. Bann-Gerätemeisterschasten 1942. beschützen. der Das Gommersemester der Universität. (Nachdruck verboten.) 30. Fortsetzung. HansaP1“« aus dem Verdunkelungszeit: 4. März von 20.05 bis 7.31 Uhr. Trotz des Krieges werden auch im kommenden Sommersemester alle deutschen Universitäten, Technischen Hochschulen und sonstigen wissenschaftlichen Hochschulen geöffnet bleiben. Das Sommersemester beginnt am 9. April 1942. Den Studierenden wird empfohlen, sich rechtzeitig vor Beziehen einer Hochschule bei dieser nach den im Sommersemester bestehenden Studienmöglichkeiten zu erkundigen. Kleine 1 1 Jprbundcn Otto Gebühr zum Staatsschauspieler ernannt. Aus dem Dramaturgischen Büro wird uns ge- ' ' """ lelangt. zum Aus dem Reichsheimstättenamt der DAF. wird uns geschrieben: Die Verknappung an Wohnraum hat manchen Volksgenossen, der über die entsprechenden Mittel dazu verfügt, auf den Gedanken ge- bracht, sich ein Haus zu kaufen, um auf diese Weise - im Wege der Mietaufhebungsklage nach § 4 I MSchG, (dringender Eigenbedarf) eine Wohnung heimlichem Bunde mit Ulla! Die hatte alles ge= wuht — alles, was er, der Vater, erst auf lacher- liehen Umwegen erfahren mußte! Und nun ging sie offen zu Ulla über! — Er fühlte plätzlich so etwas wie eine unsichtbare Front, die sich gegen ihn bildete. Und wie würde das erst werden, wenn Ulla in der Lappersdorfer Arztkate wohnte, und alle Unzufriedenen sich um sie sammeln konnten —? „Ja, wie Sie meinen!" sagte er kühl. „Ich hatte freilich Ihre Anhänglichkeit an dies Haus für starker gehalten." . ...... Die alte Mamsell fühlte wohl, wie jah die Temperatur seines Tones gestürzt war. Sie spurte auch, warum, und das erbitterte sie. Nun, Herr Baron. Wenn man einem Hause einmal fünfundzwanzig Jahre so treu gedient hat, dann hat mein, sollt' ich meinen, seine Anhänglichkeit voll bewiesen. Da ist weiter nichts nötig, denk ich. Aber jetzt ist's ja nicht mehr das alte Haus. Jetzt ist ja alles hier verändert. Und da gehören auch neue Menschen her —" „Wie Sie meinen, wie Sie wollen , sagte Fehr— und hatte sich wieder gesetzt, zum Zeichen, daß er die Unterredung als beendet ansehe. Lautlos, wie sie gekommen, ging Riemchen aus dem Zimmer, ohne sich noch einmal umzuschauen. Christian Febr blieb allein. Er versuchte, sich wieder in seine Papiere zu vertiefen, nachzuschlagen, zu rechnen. Doch es wollte nicht gelingen. Er war zerstreut, Groll brodelte in ihm. So schob er bald alles beiseite und ging zu Marton hinauf, um sich bei ihr seinen Aerger von der Seele zu reden. Er fand sie droben in ihrem Wohnzimmer beschäftigt, Rottenbilder in ein großes Album zu kleben, nicht Rottenbilder nur, sondern auch Theaterzettel, Kritiken, Notizen, „Ruhmesheu", wie sie es oft lackend genannt hatte. Er rückte einen Stuhl neben sie und erzählte ihr. „Und das ärgert dich so, Ian?" sagte sie, als er geendet, den Kopf kaum von der Arbeit hebend: „Aergere dich doch nicht! Ich — weißt du, ich muß offen sagen, ich bin eher froh darüber. Die Riem Das Taschenfeuerzeug. Es ist begannt, daß es die Menschen, wenn ihnen durch eine Erfindung etwas Schönes und Praktisches beschert worden ist, immer noch bequemer haben wollen. Ist das Entzünden eines kleinen Hölzchens an einer bestimmten Fläche nicht etwas sehr Bequemes? Und doch ließ es erfindungsreichen Köpfen keine Ruhe, sie plagten sich durch Jahre, um noch etwas Besseres zu konstruieren. Sie brachten eines Tages das Taschenfeuerzeug auf den Markt. Wenn wir uns bei Rauchern umschauen, dann müssen wir gestehen, daß heutzutage fast jeder dritte ein Taschenfeuerzeug benutzt. . Lasen wir nicht einst in unserm Robinson, rote Freitag, sein Gehilfe, zwei trockene Hölzer so lange rieb, bis sie heiß wurden, dann kohlten und schließlich Feuer fingen? Es kam das Feuerzeug aus Stahl und Zunder, das unsere Urgroßväter noch benutzten, dann erschienen die ersten Schwefelhölzchen, die sich an einer rauhen Fläche oder gar am Hosenboden anstreichen ließen. Ehe sie eine Der Unteroffizier Herbert Lindemann Gießen, Iahnstraße 37, wurde im Osten mit Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet. Dornotizen. Erstaufführung „Königskinder". aber ist es klar, daß Churchill Java und Australien kaltblütig opfert, um Indien für die britischen Plutokraten zu retten. Und die Australier können jetzt darüber nachdenken, wo ihre Grenzen liegen und wie die Briten diese australischen Grenzen U Der Führer hat Otto Gebühr, den Träger Titelrolle in dem neuen Tobisfilm „Der große Der feurige Ofen Roman von Hans von Hülsen „Fünfundzwanzig, Herr Baron. Auf den ersten April werden es genau fünfundzwanzig. „Also qar fünfunzwanzig, ein volles Vierteljahrhundert! Das ist ja beinahe ein Menschenleben, wie man so sagt. D.a werden Sie ja nächstens Jubiläum feiern! Ja, was ich vorhin sagen wollte, Riemchen: Sie brauchen mir wahrhaftig nichts zu verbergen. Wenn's irgendeinen Uebelftand gibt, dem ich av- helfen kann, so tue ich's selbstverständlich. Und die Frau Baronin denkt darüber nicht anders, davon können Sie überzeugt sein!" „Herr Baron ist so gut zu mir wie immer. Und es wird mir ja auch ganz gewiß recht schwer, das muß ich sagen. Denn man hat doch mit allem hier gelebt, die lange Zeit, beinahe, als wenn s das Eigne gewesen wär'. Mein Göttchen, wenn ich so zurückdenk', den Tag, wie die selige> Frau Baronin mich engagiert hat, gleich wie die Herr chaften von der Hochzeitsreise gekommen sind ...Und sie war so jung, beinah' noch ein Kind, noch viel junger als auf dem großen Bilde da! - Und wie denn das Ullachen gekommen ist! Und nachher hab ich sie ganz allein bemuttert Diese Erinnerungen stimmten Fehr weich Zugleich ärgerte er sich. Warum sagte sie das? Warum erinnerte sie daran? Niemand sollte daran erinnern. Er zwang sich, freundlich zu sagen: Na sehn Sie, Riemchen! Da sprechen Sie es selber aus. Ganz genau, was ich denke. Lappersdors — dies Haus ist ohne Sie einfach nicht vorstellbar. Weder in der Vergangenheit noch m der 3USo» bod), fierr Baron. Es muB nun fein, wenn's auch schwer ist. Ich hab'- auch Ullachen ver- sprachen —" „ „Versprochen? Was denn „Daß ich. sie nicht allein lass, wenn sie nun hei- rat2Iamil.-Anschluß. Gegend •'pente- Caftrop-Nauxel. Schr. Ang. mit Geb.-Anspr.unt. 731v a. d.G.A. Geburtsanzeigen Mi Brühl, Oießen äfao~ pKufehe'1 ist billig, weil es ausgiebig ist. Die Hauptsache aber ist, daU die Kinder bei „Kufeke" so gut gedeihen und vor Lebensfreude strahlen. Vitalux- Höhensonne (Gleichstrom) neuwertig für 50 NM. zu verk. Schr.Angeb.unt. 0888 an d. G. A. Neuer dunkelblauer lla.enwinteiwlel (Gr. 42) für Nm. 98.- abzugeben. Schr. Anfr. unt. 0885 a. d. G. A. Guterhaltener Kinder- Sportwagen zu kaufen gesucht Konditor.u.Eafs Huber, osts Seltersweg 14. Guterbaltenes Kinüerdreirad und Puppenwagen zu kaufengesucht. Schr. Ang. unt. 0887 a. d. G. A. Verschiedenes | Kaufgesuche I Herren-Svort- oder Straßen- Anzug, auch nur Nock mit Weite, für schlanke große Figur, zu taufen gesucht. Schr. Ang. unt. 0886 a. d. G. A. Stud. sucht möbl. Zimmer. Schr. Ang. unt. 0878 a. d. G. A. 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