Mittwoch, 4. Wruar 1942 sm» C3 ,UU|™6ll ^luigaoen in .....' < Cm - < nidßn ist. Seine überaltete Hegemonial- und Bund llnh ivu 1 v tfi •____ mit foinö tnirF: Reichsmarschall Göring in Italien raue Färbuiy des Generalstabes Cavallero zu einer Be «> sm (Fnbß 1941 In- l rung des deutschen Gebiets, den erhöhten ^Geld- NM. Enoe • 2>n tung arbeitenden drei Millio« Der Vortrag des Ministers fand in der stark be- __nnr rvblreicken -oer» iiotL liefert ber itr Uebergang zur „k o n st i t u t i on e l l e n Dik- atur", wie man das derzeitige System genannt hat, ohne heftige Reaktionen hingenommen Mehr lfl|6 ein anderes Volk verträgt das französische iahe Temperaturstürze, wenn man nicht an ferne Le= _____»librt llnih hnrnn bat iid) einst- bedars der in Deutschland arbeitenden drei Millionen ausländischer Arbeiter und der von der Kon- umgüterindustrie in die höher zählende Rustungs« industrie übergegangenen deutschen Arbeiter sowie die Unterstützungszahlungen für die Familien von Einberufenen berücksichtigt. Die deutsche Kriegsfinanzierung, so schloß der Minister, hat bereits den klaren Beweis erbracht, daß alle Hoffnüngen der Gegner auf einen finanziellen Zusammenbruch des Reiches eine bloße Illusion sind und sein werden. In der Geschichte habe es sich gezeigt, daß nicht der Reichtum es ist, der den Sieg davonträgt, sondern der Wille, der Geist und der Opfer- sinn; und diese Eigenschaften befinden sich aus Seiten der Achsenmächte. # 3n den g Silber a ™ und Lei . Llellvmkel« w ich für PM rt ift Glumjtfeein: ri: >ei Provnn, Ei» rel 8. L-mgk fi.l (leitet: Hm- 8* ■t Simmel $IM uDd^ns* •e, ßiuinen- 1 Geschenk6 ■er silbernen hinauf nserenberz* "nneryndf^ traße31* M/ ^4« ÄS ^•8 “? »bet . QUihv Silber» sm' "" für. ■ unb 31 Ließen t? L9etDö[ Hubertu$. albgeraichch wirklichen Volksbewußtsein verwurzelt war, wird und langet, «1 Raumes über Null u ch die Söur S0?p^e; >«-0’ itH6 »fi tl« a‘ Frankreich auf der Schwelle Von unserem Kh.-Korrespondenten. Oie deutsche Finanzpolitik im Kriege. Litte Hoffnungen der Gegner auf einen finanziellen Zusammenbruch des Reiches sind Illusionen". Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 81/, Ubr desVormittags Anzeigen-Preise: Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbrerte, Tertteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbrerte Nachlässe: Wiederholung MalstaffeH AbschlüsseMengenstaffel B Platzvorschrist (vorherige Vereinbarung) 25"/. mehr norwegische Zeitenwende. „Dieser Tag ist zu einem entscheidenden histori. chen Wendepunkt geworden!" Dieser Satz Vid» tun Quislings aus feiner Rede bei dem Staatsakt in Oslo sagt nicht zuviel von der Bedeutung, die der 1. Februar 1942 für Norwegen hat. Staat und Partei, d. h. die Nasjonal Sämling, sind nunmehr verschmolzen, und demonstriert wird diese eintreten zu lassen. Der Minister ging dann auf die Leistungen der deutschen Finanzpolitik im Kriege ein. Dank ber völligen Lenkung Der gesamten deutschen Wirtschaft war eine grundsätzliche Aenderung der Methoden der Finanzierung bei Ausbruch des Krieges n ch notwendig. Die Finanz- und Kreditpolitik hat sich niemals auf ein Dogma festgelegt, fonderndic! günstigste Gelegenheit des Augenblicks ausgeschopft und das für die Kriegführung notwendige Geld dort genommen, wo es vorhanden war. Auf die Sterge- runa des Steueraufkommens und eine wirkungsvolle Abschöpfung der freien Kaufkraft wurde größter Wert gelegt, so daß es im Gegensatz zum Weltkrieg gelungen ist, die deutschen Kriegsausaab en statt wie damals nur zu 13 v. S). u 50 v. H. durch Steuern zu decken, so daß nur die andere Hälfte über Kredite gedeckt werden braucht. Diese Mittellinie zu. halten, ist, wie der Minister ausdrücklich betonte, keinem der anderen kriegführenden Staaten gelungen, lnsbeson- dere auch England nicht, obwohl es teilweise eme enorme Besteuerung eingeführt hat Dvtz Steueraufkommen des Reiches yi von 68 Milliarden im Jahre 1933 auf 17,7 TM* Karben in 1938 und auf 3 2 Milliarden RM. im ^abre 1941 gestiegen. Die Spargelder erhöhten sich von 11,4 Milliarden im Jahre 1932 I auf 19,8 Milliarden zu Beginn dieses Krieges und Machtkampf des Bürgertums, und alle folgenden haben nur der Erhaltung dieser Macht gedient. Ihr System, der liberale Kapitalismus, ist heute auch in Frankreich zum Untergang verurteilt. Wenn auch die Oberfläche noch keine Veränderungen zeigt — in den, Tiefen bereitet sich schon etwas Neues vor, und in den Gefangenenlagern, in denen viele hunderttausend junge Franzosen über ihr Schicksal und die Zukunft ihres Landes nachzudenken Muße haben, bildet sich ein Sauerteig. Die Einflüge der britischen Lustwaffe geringer geworden. Berlin, 3. Febr. (DNB.) Die Einflugtätig k e i t d e r b r i t i s ch e n Luftwaffe auf deutsches Reichsgebiet ist in den letzten Wochen nicht nur absolut, sondern auch relativ geringer geworden. So unternahmen britische Bomber irti Dezember 1941 zehn, im Januar 1942 sogar nur Vtdrun Quisling — (Scherl-Bilderdlenss.) Einheit am sichtbarsten in der Person Quislings, der als Chef der N. S. auch die Führung der Re- aieruna Norwegens als Ministerpräsident übernommen hat. Die N.S. hat diesen Tag in einer Weise gefeiert, die uns an den 30. Januar 19öö denken läßt. Hier und dort haftet einem solchen Datum das Zukunftssrohe an, das eine Bewegung ausstrahlt, die ihren Weg durch unzählige Opfer und Mühsale hindurch folgerichtig gegangen ist. Allerdings sind bei dieser Machtübernahme durch die N. S. Quislings gegenüber dem Nationalsozialismus die Prämissen verschieden, und zwar in innerer wie auch in äußerer Beziehung. So kannte Nor- wegen nicht jene Zeit des Niederbruchs, von der der Nationalsozialismus in Deutschland nach dem Weltkrieg seinen Ausgang nahm. Aeußerlich: Die Machtübernahme der N. S. geschieht in einem Augenblick, da im Land Besatzungstruppen stchen. Hier ist aber sogleich festzustellen: Aus der Tatsache, daß Norwegen — formal gesehen — diese Macht- Übernahme nicht in hundertprozentiger äußerer Freiheit begeht, eine Art moralische Wertmmde- rung herleiten zu wollen, hieße an dem Kern der Dinge vorbeigehen. Und diesen Fehler begeht die Londoner Agitation, im übrigen sehr zu ihrem sieben militärisch völlig bedeutungslose Angriffe auf das Reichsgebiet. Diesen 17 Angriffen stehen für die beiden gleichen Monate der Jahreswende 1940/41 34 Einflüge gegenüber. In noch stärkerem Maße als die britischen Angriffe an Zahl weniger geworden sind, ist eine Steigerung der Wirksamkeit der deut- s ch e n A b w e h r feststellbar. Während im Dezember 1940 und Januar 1941 insgesamt 17 feindliche Bomber abgeschossen wurden, brachten Flak, Nachtjäger und Marineartillerie in den zwei gleichen Mo- naten 1941 bzw. 1942 bei nur der Hälfte von britischen Einflügen etwa viermal soviel Flugzeuge, nämlich 67 Bomber, zum Absturz. Em ebenso eindrucksvolles Ergebnis ergibt em Vergleich des Zeitraumes vom 1. 7. bis 31.12.1940 nut den Monaten Juli bis Dezember 1941. Im zweiten Halchahr von 1940 wurden bei der Abwehr von 155 britischen Nachteinflüaen in das Reichsgebiet 221 Bomber ab- qeschossen. In den letzten sechs Monaten des Jahres 1941 flogen die Briten nur 105mal em, verloren dabei doppelt so viel Flugzeuge nämlich 470 Dem Absinken der britischen Angrifsskraft steht also eine beachtliche Steigerung der deutschen Abwehrkraft gegenüber. Abgesehen davon, daß der Krieg im Atlantik weitergeht und auch an der norwegischen Küste die Aufrechterhaltung militärischer Sicherung verlangt, verläuft die Entwicklungsbahn der N. S. im Grunde außerhalb der kriegerischen Momente. Die Nasional Sämling hat jetzt neun Jahre schweren mnerpoli. tischen Kampfes hinter sich. Als sie Vidkun Qms- ling im Jahre 1933 gründete, war er bereits eme weltanschaulich und politisch ausgereifte Persönlich- feit, dem alle jene Ziele fest vor Augen standen, die er dieser Bewegung steckte. Man sieht, die N.S. hat sich unabhängig von der N^-DAP entwickelt. Selbstverständlich weist das Ideengut beider Bewegungen den gleichen Grundgedanken auf. nam- *ticf) den der totalen Erneuerung und der Rückkehr auf 3 6 Milliarden l---- - - - nerhalb von zwei Kriegsjahren wurde also zweimal oviel gespart wie in den vorangegangenen sechs Friedensjahren. Das Volkseinkommen stieg von 46 Milliarden im Jahre des Umschwungs aus 80 Milliarden im Jahre 1938, und es kann für 1941 auf 110 bis 115 Milliarden RM. geschätzt werden. Demgegenüber weist die von 37,2 Milliarden zu Anfang des Krieges auf 79,4 im Jahre 1940 und 128,5 Milliarden RM. Ende 1941 gestiegene öffentliche Verschuldung absolut tragbare Formen auf. Auf den Kopf gerechnet beträgt die Verschuldung Englands das Drer- fache der deutschen. Außerdem ist es bekanntlich gelungen, die Verzinsung von 7 auf 3,5 v. H. zu senken und die Laufzeit der Schatzscheine von 4 auf 20 Jahre zu erhöhen. Nur 10 v. H. der ordentlichen Einnahmen sind daher heute für den Schul- . ' . . r «TV.,, Oimnhmi) hoa HP Olim: $p8hnrrsV^8 - BgÄ icher geworden. Mer'^es^fcheint, daß sich der Franzose leichter mit den verschiedenen Mangelerscheinungen 'ch ist sehr viel dürftiger und armlick""- nomnrhpn Sie diese M. "" " Ihre Dam, (PK.-Knegsbenchter Eitel Lange. — IScy.j) ro w O «„hntnr (DNBt Reicksmarschall Gö- des Generalstabes Cavallero zu einer w . J ? ^phrnar von Sizilien kommend, sprechung über militärische Fragen. Am Nachmittag schließend empfing der Reichsmarschall den Ches Aussprache. __ IqU, y Vichy. Februar 1942. I Dor den ungeheuren Perspektiven dieses Krieges M sich das Schicksal Frankreichs wie ein Prv- zweiten Ranges °usnehmen. Die reoalutw- lm*5*a9l:! mte Verwandlung unserer Welt zeigt sich >a nicht Lht darin, daß dieses Land, latzrhundertelang ’ A $ath Iwohnt, im europäischen Konzert die erste Geige 'Wjeljity (nieten und tonangebend in Fragen des Lebens- >'n Its w fein, heute, gemäß seiner geographischen i°e, an den Rand des Kontinents geruckt und werhalb einer neuen Ordnung auf seine besonüe- m Aufgaben in seinem afrikanischen Reich ver- V »n thf Lpolitit die feinen Bezug mehr auf feine wirk- - Renten Ue Dolkskraft und die gestaltenden Ideen der ’e Ntelltü Gegenwart hatte, ist als unfruchtbar verworfen, vk Immerhin: das Verhältnis zu Frankreich hat zu lköfchule ly caae unsere geschichilichen und politischen Vor- Wyctx ö lelhmgen beherrscht, als daß Deutschland gegen? ber den Entwicklungen, die sich in Frankreich an- cknen, völlig gleichgültig bleiben konnte. Nach außen scheint sich das Leben m Frankreich flicht wesentlich verändert zu haben. Da das „ancien Kttime" der Dritten Republik nicht allzu tief im P «... < ■ m . f i. - r. . t. 4 f nn Hnrrntlftall m-fll* Hl f h deutlich, besonders wenn man die starke Dergröße- Lieber 15 Millionen BUT. feindlichen Handelsschiffsraum versenkt. durch Bomben- und Torpedotreffer für eme Benutzung in nächster Zeit ausgeschaltet worden Die Reparaturen sind jetzt um so schwienzxr durchführbar, als durch ständige Steigerung der Zahl der Beschädigungen an Schiffen die Wersten voll- kommen überlastet sind. Während bisher britische chandelsschifse ihre Reparaturen in verschiedcnen W-rsten der USA. ausführen ließen stehen d,e,e Anlagen den Briten nun mcht mehr zur Ber- süqung, da die Vereinigten Staaten von Nordamerika ihre Wexften selbst benötigen. NGietzMrAn;eiger bss. , Keneral-AnieiaerfürOberbeffen “Ässr Ul,icheckil6«sÄankf°M vrLhlscheUnlverfitSUdntckerel8.£mtgt .. ■ ; diesem geschlossenen und relativ engen Becken, ge- genommen werden, kann. Eine der unmittelbaren hört, wie es IV2 Jahre Krieg bereits bewiesen Folgen dieser Ueberlegenheit ist der kraftvolle und Sch« Alle Angriffe -er Sowjets gescheitert A I einem Any jmimmboc! r he der Mari E von Singa Bit Oer Wehrmachtbericht. DRV. Ausdem Iührerhauptquarkler. 3. Febr. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3n verschiedenen Abschnitten der Ostfront, besonders nordostwärts Taganrog, wurden sowjetische Angriffe unter hohen Verlusten für den Gegner abgewiesen. An anderen Stetten brachten eigene Angriffe gegenüber zähem feindlichen widerstand trotz schwieriger Schneeverhültnisse örtliche Erfolge. Die sowjetischen Luftstreitkräfte büßten in Luftkämpfen und durch Angriffe auf Flugplätze 23 Flugzeuge ein, ohne dah eigene Verluste eintraten. fcor der britischen Südostküste versenkten Kampfflugzeuge aus gesicherten Geleitzügen heraus drei Frachtschiffe mit zusammen 1OOOO BRT. und ein Bewachungsfahrzeug. Lin weiteres größeres Handelsschiff wurde schwer getroffen. 3m Zuge bewaffneter Aufklärung bombardierte die Luftwaffe am Tage mit guter Wirkung eine 3ndustrieanlage an der schottischen Ostküsle. 3n der Eyrenaika wurde der weichende Feind Die Luftstreitkräfte der Achse haben heute im Mit« telmeer eine Ueberlegenheit, die ihnen schwerlich ab« erneut zum Kampf gestellt. Er erlitt Verluste an Menschen und Material. Bei Angriffen deutscher Kampffliegerkräfte auf Flugplätze, Hafenanlagen und andere militärische Ziele der 3nsel Malta wurden Bombentreffer schweren Kalibers auch in einer Munitions- und Torpedowerkstatt erzielt. An der Küste der besetzten Westgebiete schossen deutsche Jäger am gestrigen Tage drei britische Flugzeuge ab. Der Kampf gegen die feindliche Versorgungsschiffahrt wurde lm 3anuar in verschiedenen Meeren mit gutem Erfolg fortgeführl. Kriegsmarine und Luftwaffe versenkten 63 Handelsschiffe mit zusammen 400600 BRT., davon vernichtete die llnterseebootwaffe allein 56 Schiffe mit 367 000 BRT. Die britische Kriegsmarine verlor lm gleichen Zeitraum im Kampf mit Einheiten der deutschen Kriegsmarine drei Z e r st ö r e r, ein Unterseeboot und ein Schnellboot. Außerdem wurden ein Kreuzer, vier Zerstörer, ein Uytersee- boot, ein Minensuchboot und ein Bewachungsfahrzeug sowie 28 Handelsschiffe durch Bomben oder Torpedotreffer beschädigt. Die Verluste der Sowjets sind in diesen Zahlen nicht enthalten. M aber an 'lagen de leuchtete ' zwei Kreuzer sowie ein Zerstörer schwer beschädigt. Die Vorherrschaft im Mittelmeer, ZmIanuarüber400000BRTversenkt Neue örtliche Erfolge an verschiedenen Abschnitten der Ostfront. — 23 Sowjetflugzeuge abgeschoffen. - Der weichende Feind in der Eyrenaika erneut geworfen. JflSefio, 3. Fe Ifcfl zu hören, ifffl gegen de Art ein ftrtr »drücke von i G auf Tin l Ion dem N", fo hch 1 furchtba lftangriss L, aber einzi t das beid ’HUerie i lgapur aus Himmel ® absuchten, t Mer Lom xeuhzeitig se unbeirrbar Oie Kampftage an der Mittelmeerfront. Englands „großeOffensive" im Sande verlaufen. - Oie Lage zugunsten der Achse verändert schlechten Landverbindungen ein Teil des Materials und Personals über See an der Küste entlang nach, geschoben. Angesichts dieser Lage entschloß sich die deutsche Seekriegführung daher, eine Anzahl Unter« seeboote in das Mittelmeer zu entsenden, um die strateaiscke Lage der Achsenmächte zu verb-estern. Aus oieser Entsendung erklärt sich auch zum Teil das Nachlassen der Dersenkunaserfolge im Handels» krieg. Im Mittelmeer stehen oie deutscken U-Boote vor ganz anderen Ausgaben als im Atlantik, hier heißt es nicht Handelskrieg, sondern Kampf gegen die feindlichen Seestreitkräfte oder die militärischen Geleitzüge. Die Erfolge zeigten sich bald. Am 13.1L 1941 versenkte das Unterseeboot des Kapitänleut» , .(i)t® den zerstört und eine größere Anzahl weiterer Flugzeuge schwer beschädigt. Bon den zur Abwehr des deutschen Angriffs au'fgestiegenen sowjetischen Flugzeugen wurden drei in Luftkämpfen abgeschossen, ohne daß dabei ein deutsches Flugzeug verloren ging. Ein erfolgreicher deutscher Gegenangriff brachte am Morgen des 1. Februar im Südteil der Ostfront eine Ortschaft unfeinen Bahnhof wieder in deutschen Besitz, die in der voraufgegangenen Nacht vor einem Angriff zahlenmäßig weit überlegener bolschewistischer Kräfte hatten geräumt werden müssen. Im Schutze der Dunkelheit und des dichten Schneetreibens war es den Bolschewisten gelungen, durch einen Angriff von zwei Seiten her in die Ortschaft einzudringen, die. von den deutschen Truppen infolge der unübersichtlichen Lage und zur Vermeidung unnötiger Verluste geräumt wurde. Nach mehrstündigem hartem Kampf mit den Bolschewisten, die den Ort und Bahnhof zäh verteidigten, warfen die deutschen Soldaten den Feind und fügten ihm hohe blutige Verluste zu.- Außerdem wurden 60 Gefangene gemacht. An der Einschließungsfront von Sewastopol setzten am 1.2. Artillerie des deutschen Heeres und andere schwere Waffen die wirkungsvolle Bekämpfung bolschewistischer Stellungen, Unterkünfte und Truppenansammlungen fort. Der Feind erlitt durch das deutsche Artilleriefeüer erneute Verluste und Iber § M Ifer r Lieb' haben, nicht der Flotte, sondern ist abhängig von unaufhörliche Einsatz gegen Malta, der sich im ? MpoiE' der Leistungsfähigkeit der Luftstreitkräfte. mittleren Mittelmeer auswirken.wird. • jliiff- !Sa el=»k TR!NE1 Die deutsche« Aterfeeboote im Mittelmeer Von Wulf Siewert. B e r l i n, 3. Febr. (DNB.) JmNordteilder Ostfront schlugen deutsche Truppen im Laufe des 1.2. mehrere örtlich begrenzte Angriffe der Bolschewisten zurück. Der Schwerpunkt dieser Angriffe lag aus zwei Ortschaften, gegen die die Bolschewisten immer erneut starke Kräfte ansetzten. Diese Angriffe, die bereits in den frühen Morgen- stunden begannen, und die Bolschewisten am Nachmittag wiederholten, wurden unter hohen feindlichen Verlusten zurückgeschlagen. Ein starker Verband deutscher Kampfflugzeuge griff am 2. 2. im Norden der Ostfront besonders erfolgreich zur Unterstützung des Heeres in die Erdkämpfe ein. Mit Bomben und Bordwaffen bekämpften die Flieger Truppenansammlungen, zersprengten bolschewistische Kolonnen und fügten dem Feind hohe blutige Verluste zu. Umfangreiche Mengen an Kriegsmaterial wurden zerstört. 130 motorisierte und bespannte Fahrzeuge fielen den deutschen Bomben zum Opfer. Mehrere Panzerkampfwagen und zahlreiche Geschütze wurden außer Gefecht gesetzt oder schwer beschädigt. Starke Verbände deutscher Kampf- und Sturzkampfflugzeuge bekämpften am Montag im Mitte l a b s ch n i t t der Ostfront den Kolonnenoerkehr der Bolschewisten und fügten dem Feind durch Bombenwurf und Bordwaffenbeschuß große Verluste an Menschen und Material zu. Besonders erfolgreich waren die Angriffe der deutschen Luftwaffe auf zwei Flugplätze der Bolschewisten. In kühnen Tiefflügen wurden 18 Flugzeuge des Gegners am Bo- R 0 m, 3. Febr. (DNB.) In italienischen mili- tärischen Kreisen wurde am Montag folgende Ueber- sicht über die Kampflage an der Mittelmeerfront gegeben: Die nach langer und gründlicher Vorbereitung gestartete große britische Offensive, die die Stellungen der Achsenmächte in Nordafrika eindrücken sollte, ist ebenso wenig über die Syrte hinausgekommen, wie diejenige des Vorjahres und ist in den ersten Januartagen wiederum im Gebiet von El Agheila im Sande verlaufen. Dieser programmwidrige Stillstand wurde verursacht durch die schweren Verluste, durch den Verschleiß an Mann und Material und durch die mißglückte Flottenaktion, die gleichzeitig zur Unterstützung der zu Lande kämpfenden Einheiten organisiert wurde. Am 21. Januar brachen die italienisch-deutschen motorisierten und Panzerstreitkräfte zum Gegenangriff aus dem Gebiet von E l A g h e i l a vor. Sie überwanden den ersten Widerstand, setzten sich in den Besitz der am weitesten vorgeschobenen Lager und rückten längs der Dia Balbia gegen Agedabia und aus Wüstenpfaden gegen El haseiat vor. Ziemlich starke britische Einheiten, dabei auch Panzer, stellten sich ihrem Vormarsch entgegen. Sie wurden jedoch schnell überwältigt und nahezu ver» nichtet. Der Vormarsch ging nach Norden und nach Osten vorwärts. Antelat wurde besetzt, Sol- l u ch und Msus wurden erreicht. Schließlich besetzten nach nur zehn Tagen Kampf die Streitkräfte der Achse Bengasi und gingen darüber hinaus vor. Weiter im Innern gingen sie im Dschebel der Cyre- naita in Richtung auf El Mechili vor. Wenn auch die Ziele des Vorgehens bisher noch nicht genau bezeichnet werden können, können die Angreifer jedoch jetzt schon die Vernichtung vieler feindlicherVerbände, große Bente an Waffen und Material und einen tiefen Einbruch in den feindlichen Aufmarsch zu ihren Gunsten buchen. Ganz besondere Bedeutung kommt im Rahmen der gesamten Lage der Eroberung von Bengasi und seiner Umgebung zu, da der Hafen Bengasis sowie die besetzten- militärischen Anlagen und Luftstützpunkte, von denen aus das Land und die See in weitem Umkreis beherrscht werden können, großen Wert für den Nachschub besitzen. Gleichzeitig mit diesen Ereignissen zu Lande begann zur See, wie hervorzuheben ist, die Krise für den Gegner sich immer deutlicher abzuzeichnen. Im Mittelmeer kann eine Reträchtliche Einschränkung der britischen Tätigkeit verzeichnet werden, die durch dann und wann unternommene Operationen von leichten Seestreitkräften oder U-Booten nicht ausgeglichen wird. Die „Varham" liegt auf dem Grunde des Meeres, wie schließlich, die britische Admiralität hat zugeben müssen. Die Schlachtschiffe „Dalian t" und „Queen Elizabeth" liegen schwer beschädigt im Hafen von Alexandria, und es besteht wenig Hoffnung, daß sie bald wieder hergestellt sein werden. Feindliche F l 0 t t e n v e r b ä n d e, die in den letzten Tagen längs der Cyrenaikaküste einzugreifen versuchten, um den Gegenangriff der Achse zu parieren, wurden von unserer Luf,twaffe angegriffen. Im - Verlaufe einer einzigen Woche wurde ein Kreuzer versenkt und zumindest verlor durch Volltreffer zahlreiche ausgebaute Stellungen. Deutsche Truppen schlugen im-Ostteil der Krim am 1. 2. erfolgreich die Angriffe von zwei bolschewistischen Kompanien zurück. Ein weiterer Angriff, den der Feind in einem benachbarten Abschnitt in Batalllonsstärke durchführte, wurde durch die deutsche Artillerie zum Stehen gebracht. Die deutschen Geschütze legten ein so dichtes Sperrfeuer vor die deutschen Linien, daß der Feind infolge seiner hohen Verluste feinen Angriff einstellen und die Reste seiner Einheiten zurückziehen mußte. Am Dienstag 11 Sowjetflugzeuge in Luflkömpfen abgeschoffen. Berlin, 3. Febr. (DNB.) Im Verlauf von Luftkämpfen, die sich heute im Nordabschnitt der Ostfront über den sowjetischen Linien entwickelten, schossem Jäger nach bis jetzt vorliegenden Meldungen 17 feindliche Flugzeuge ohne eigene Verluste ab. Oer Wollzug ist -a! Von Kriegsberichter Falke Klewe. DNB. 3. Febr. (PK.) Wenige Tage, nachdem der letzte Termin für die Abgabe von Wollsachen in der Heimat vorüber war, liefen in einem Bahnhof der Ostfront, der sich nur wenige Kilometer hinter den vordersten Linien befindet, die ersten Wagen Wollsammlung ein. Zwischen den langen Reihen der Güterwagen, die den Nachschub, die Verpflegung für die Soldaten der Division, die gepreßten Heuballen für 'die Pferde und Munition herangeführt hatten, stehen einige Wagen, angefüllt mit den Wollspenden aus der Heimat. Auch an diesem kalten Januartage entwickelt sich das gleiche Bild, das immer wieder bei der Ankunft der endlosen Nachschubzüge entsteht: Die Zahlmeister der betreffenden Abteilungen erscheinen, prüfen die Plomben, Schlitten und LKW.s fahren heran, und viele fleißige Hände beginnen mit dem Ausladen, denn auch auf dem letzten Bahnhof vor der Front wird jeder Waggon so schnell wie möglich ausgeladen, um den Laderaum sofort wieder frei zu machen. In der Mitte des langen Zuges stehen an diesem Tage jedoch einige Waggons, die bald die Aufmerk, samkeit auf sich lenken, tragen sie doch in Kreide- buchstaben die einfache Aufschrift „Wollspende d e s d e u t s ch e n Volkes". Die mit ihren Schlitten und LKW.s heute auf diesem Bahnhof sind, erzählen es sich, daß der Wollzug da ist. Und als die Türen des Wollzuges geöffnet werden und die großen LKW.s vorgefahren find, um die Spenden aufzunehmen, kommt jeder, der irgendwie einen Augenblick abkommen kann, einmal schnell vorbei! Jeder wollte doch einmal sehen, was gespendet mordest war, denn vor wenigen Tagen erst waren die Zeitungen eingetroffen, die von der Opferbereitschaft der Heimat berichteten. „Komm, wollen eins kieken", sagte der Gefreite Hein zu seinem Kameraden. Sie sind mit ihrer Arbeit fertig und steuern auf den Waggon mit der Wollspende zu. Der erste Eindruck, den sie haben, sind Pelze, Pelze und nochmals Pelze. Sie trauen ihren Augen nicht und kommen langsam näher, um zu sehen, öb die Sachen tatsächlich gut sind. Nun kommen sie aus dem Staunen nicht mehr heraus. So hätten sie sich dar doch nicht vmrgeiM. zu den echten Quellen völkischen Lebens. Die Stammoerwandtfchaft zwischen Deutschland und Norwegen tat ein übriges für diese Parallelität. Anderseits ist es klar, daß für Quisling und seine Bewegung der Anschauungsunterricht des nationalsozialistischen Deutschland ungeheuer wertvoll war. Zu jener Zeit, da Quisling von 1933 ab die Grundlagen seiner Bewegung schuf, zeigte ihm, wie auch * der ganzen Welt, die nationalsozialistische Bewegung Deutschlands das gigantische Schauspiel einer totalen Revolution, und zwar einer Revolution des Friedens. Quisling konnte bei größten Opfern und allen Anstrengungen es zunächst nicht erreichen, daß feine Bewegung den Rahmen einer sehr kleinen Minderheit sprengte. Man muh da zunächst die von Natur aus konservative Art des Norwegers berücksichtigen, mehr noch die Tatsache, daß dieser Konservatismus getragen wqr von einem unleugbaren Wohlstand. Daß dieser Wohlstand eine Art Lohn war für jene verhängnisvolle Verflechtung mit der britischen Plutokratie, konnte nur Männern wie Qussling unerträglich sein, der mit bewundernswertem politischen Instinkt die Gefahren voraussah, die für Norwegen eines Tages aus dieser Abhängigkeit entstehen würden. Quisling war es klar, daß Norwegen für England im Falle eines Krieges mit Deutschland die Rolle eines wirtschaftlichen wie auch eines militärischey Sekundanten spielen sollte. Zweitens hatte er, der durch jahrelangen Aufenthalt in der Sowjetunion das weltrevolutionäre Wesen des Bolschewismus erfaßt hatte, auch die Bedrohung seines Landes vom Osten her erkannt. Die „Gespensterflieger", die eine Zeit lang über dem norwegischen Norden gesehen wurden und die Sensation der Welt waren, waren eben kein Spuk, sondern sollten die Vorboten einer bolschewistischen Intervention fein. Quisling forderte also sowohl die britische Demokratie, als auch den Bolschewismus zum Kampf heraus, und beide Gegner bedienten sich des herrschenden Systems, um diesen fürchtlosen und einsamen Kämpfer mundtot AU machen, Dieser ungeheure Druck, der die Entfaltung der N. S. behinderte, fiel zwangsläufig weg, als die deutsche Wehrmacht am 9. April 1940 England auch hier vom Kontinent vertrieb. Nun kam für die N. S. eine Zeit störungsfreier ideeller und organisatorischer Sammlung. Während Reichskommissar Terboven zunächst in die mehr als ein Jahr dauernde Ueber- gangsregierung zehn führende N.-S.-Männer berief, hielt sich Quisling als Führer der N. S. frei von jeder staatlichen Funktion. Er sah seine Ausgabe zunächst darin, seine Bewegung zu straffen und zu erweitern. Er kann einen großen Erfolg verbuchen: Heute ist die N. S. macht- und zahlenmäßig die stärkste Partei, die Norwegen je gekannt hat. Reichskommissar Terboven hat in einer Rede bei dem Festakt bargelegt, daß die norwegischen Minister Quisling unter Zugrundelegung eines zustimmenden Gutachtens des Höchsten Gerichtes gebeten haben, die Ministerpräsidentschaft zu übernehmen und daß daraufhin der Reichskommissar „zu diesem Schritt selbstverständlich und gern seine Zustimmung erklärt und den angebotenen Rücktritt der bisherigen Minister angenommen hat". Diese Formulierung des Reichskommissars zeigt deutlich das große Maß vyn innenpolitischer Aktionsfreiheit, das Deutfch^nd Norwegen bei allen militärischen Notwendigsten läßt. Wenn das Erscheinen der deutschen Wehrmacht in Norwegen auch die Ausschaltung der Faktoren des alten Systems zur Folge hatte, so hat Deutschland doch immer sorgsam darauf geachtet, das Ausreisen der Erneuerunasbe- wegung Quislings nicht zu beeinflussen. Sf. Willfährige Werkzeuge Roosevests. Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit Deutschland, Italien und Japan. Berlin, 3. Febr. (DNB.) Auf Grund der Beschlüsse der Konferenz von Rio haben unter dem Druck der nordämerikanischen Regierung die Regierungen von Brasilien, Uruguay, Paraguay, Bolivien, Ecuador und Peru die diplomatischen Beziehungen mit Deutschland, Italien und Japan abgebrochen. * Obwohl es sich hierbei um eine völlig leere Geste handelt, die für die Kriegführung selbstverständlich nicht die geringste Bedeutung hat? werden sich zu gegebener Zeit Deutschland, Italien und Japan der Willfährigkeit der südamerikanischen Regierungen erinnern und die notwendigen politischen und wirt- , schaftlichen Konsequenzen ziehen. Dis Kabinettskrise in Aegypten. Ankara, 3. Febr. (Europapreß.) Wie aus Kairo gemeldet wird, hat König Faruk den Senatspräsidenten Mahmoud KhalilBey mit der Bildung der neuen ägyptischen Regierung beauftragt. Zur ägyptischen Regierungskrise stellt „Popolo di Roma" fest, daß die öffentliche Meinung ganz auf Seiten des volkstümlichen Königs Faruk steht. Aegypten fei sich vollkommen klar über die Schwierigkeiten, mit denen die Krone feit Ausbruch des Krieges zu kämpfen habe. Das ägyptische Volk ver- folge mit großer Aufmerksamkeit' die britischen Niederlagen in Libyen und in O st - a s i e n. „Messaggero" schreibt, die Aegypter sehen heute, daß die englische Herrschaft nicht einmal mehr durch ihre angebliche Macht gerechtfertigt sei, da sich Englands Vorherrschaft immer nur auf der ,Schwäche und der Furcht der anderen aufbaute. Wenn heute London, wie man aus neutraler Quelle erfahre, über die Wendung der Dinge in Aegypten verstimmt sei und dem englischen Gesandten Lampson mangelnde Geschicklichkeit vorwerfe, so könne man darauf antworten, daß die mangelnde Geschicklichkeit ausschließlich auf Seiten des Generals A u ch i n l e ck liege, der die Streitkräfte der Achsenmächte in der Eyrenaika vernichten sollte. Meine politische Nachrichten. Die in Wien gezeigte Ausstellung „Das Sowfet- parabies" wurde am 1. Februar geschlossen. Sie wurde an 50 Ausstellungstagen von insgesamt 481 673 Personen besucht. Diese Ziffer stellt einen bisher unerreichten Höchststand im Besuch einer politischen Ausstellung in Wien dar. Die Ausstellung wird auch in einer Reihe anderer Städte des Reiches gezeigt werden. Der Iustizminifter der USA. gibt bekannt, daß bisher nicht internierte Staatsbürger Japans und der Achsenmächte ihre Wohnsitze in gewissen Gebieten von San Franzisko und Los Angeles bis zum 24. Februar verlassen müssen. Es sollen weitere 27 Gebiete bekanntgegeben werden, aus denen Staatsangehörige der Dreierpaktmächte wegziehen müssen. nants Guggenberaer bekanntlich den britischen Flugzeugträger „Ark Royal" im weltlichen Mittelmeer, während das Schlachtschiff „Malaya^ beschädigt und für längere Zeit außer Gefecht gesetzt wurde. Spa» , ter wurden noch der britische Kreuzer. „Galathea", ein Kreuzer der „Leander"-Klasse, mehrere Zerstörer und Bewacher und über zehn Transporter versenkt, während ein weiteres Schlachtschiff, drei Zerstörer und andere Kriegsschiffe beschädigt wurden. Diess Erfolge, die innerhalb weniger Wochen erhielt wurden, schädigten den Feind derart, batz er zn beträchtlichen Einschränkungen der Geleitzüge gezwungen mürbe, die nun wieder ihren Weg vornehmlich um Südafrika herum nehmen müssen. Die Aktionen der U-Boote gegen die britischen Kriegsschiffe und ihrs Seeverbindungen brachten den deutsch-italienischen Afrikatruppen eine mittelbare und unmittelbare Erleichterung im Kampf. Die englischen Seestreitkräfte konnten sich im mittleren Mittelmeer nicht mehr mit Sicherheit bewegen und zogen sich mehr und mehr nach dem östlichen Mittelmeer zurück. Dadurch wurde die italienische Marine entlastet und gleichzeitig der Gegner von Aktionen gegen die eigenen Verbindungslinien abgehalten. Gleichzeitig mit den deutschen U-Booten erfolgte der Einsatz größerer deutscher Luftwaffenverbände gegen die Insel Malta, die in massierten Angriffen so zerstört wurde, daß sie als Aufenthalt für feindliche Kriegsschiffe in hohem Maße ausgeschaltet ist. Immerhin war Malta vorher ein störender Fak-' tor gewesen, da von dort aus die Operationen der italienischen Flotte beobachtet und gestört werden konnten. Das ist nunmehr außerordentlich einge. schränkt worden. Der Einsatz deutscher U-Boote im Verein mit der Luftwaffe hat das mitttere Mittel- meer also zum großen Teil der englischen Kontrolle entzogen und für feindliche Geleitzüge fast unpassierbar gemacht. Das ist für den weiteren Kriegsverlauf in Nordafrika von entscheidendem Einfluß. Wohl auf keinem Kriegsschauplatz ist ein derartig enges Jneinanbergreifen von Land-, See- und Luftkriegführung zu beobachten wie im Afittelmeer. Das ergibt sich aus der eigenartigen geographischen Gestaltung dieses Raumes,, der in seiner Geschichte bereits oft kombinierte Land- und Seeunterneh- mungen gesehen hat. Durch den Hinzutritt der Luftwaffe hat man Die Kriegführung im Mittelmeer weiter kompliziert, weil der Kampf um vorteilhafte Stützpunkte für die Luftstreitkräfte wiederum von tiefem Einfluß auf die übrige Kriegführung ist. Der Kampf um die Küsten erhalt damit eine neue Note. Wer jedoch, über das Mittelmeer hinweg fahren, wer in Norbafrika Krieg führen will, muß nach wie vor den Seeweg offenhalten und schützen. Das ist die notwendige Voraussetzung für die afrikanische Kriegführung. Damit wird der Kampf um die Seewege und um die Seeherrfchaft zum leitenden Gedanken der Kriegführung im Mittelmeer. Für beide Gegner gilt es also, die eigenen Seewege zu sichern und die des Gegners zu unterbinden. Erfolg ober Mißerfolg auf diesem Gebiet hat daher entscheidenden Einfluß auf die strategische Lage in Norbafrika. Der Nachschub für bie dort stehenden Truppen muß über das Mittelmeer hinweg geführt werden. Die Engländer hatten zwar unter dem Druck der Achsenstrettkräfte ihren Sckiffsverkehr zum größten Teil aus dem Mittelmeer yerausgenommen und auf die viermal längere Kap-Route gelegt, was für die Versorgung der in Aegnpten stehenden Truppen sehr nachteilia ist. Nur besonders wichtige und eilige Geleitzüge schickte man noch durch das Mittelmeer, allerdings nur unter dem Schutz starker und schwerer Uebermafferftreitträfte^ Denn die itqlienische Kriegsmarine konnte aus der Flanke die britischen Geleitzüge bedrohen. Es hoben verschiedene erfolgreiche Angriffe italienischer See- und Luftstreitkräfte gegen derartige Geleitzüge stattgefunden, so daß die Briten zu größerer Zurückhaltung veranlaßt wurden. Dann aber schickten die Engländer mehrere Schlachtschiffe der „Queen-Elizabeth"-Klasse und Flugzeugträger in bas Mittelmeer, so daß sich- das Kräfteverhältnis erheblich änderte. Die italienische Kriegsmarine sah sich einer großen zahlenmäßigen Ueberlegenheit gegenüber, daß sie zum vorsichtigen Einsatz ihrer ei gen en. Kräfte gezwungen war. Bei dem englischen Großangriff auf Libyen zeigte sich wieder der enge Zusammenhang von Land-, See- und Luftkriegsührung. Unter anoerem unterstützten britische Seestreitkräfte durch Beschießung der deutsch-italienischen Küstenstellungen den Angriff zu Lande. Auch wurde wegen der '1 ~ sie iu fe s Iplojione 11 ueuerfäulei | fWtöQber । ' i!llrVoomb ^.gskverk 7 Mu-smirl man W E- - , 'A' ->>z L - r ’WA lul v E */W: ;■» Vf» | - **.ä* -■■ ■ I ■ ■•-' ': •.£•%' 14 rr\ c» ' i t anns Mit regenweichem Wasser waschen! Nur darin wird das Waschpulver restlos ausgenutzt. Regenweiches Wasser erhalten Sie auf einfachste Weise durch den Seifensparer /'jf/ffenko kA85z» footeZ» / Men§r3\\ ED Japan« Zwei'Mann'kk-Vovi ibautt W Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der BrühPschen Druckerei ebracht. Die > Spettfeuei ■einb infolge Instellen und mußte. ugzeuze ffen. Verlaus von abschnitt en entwickel, «enden Mel. uge ohne Der gewaltige Erfolg, den die japanische Kriegs- marine bereits in den ersten Kriegstagen in Pearl Harbour erzielen konnte, hat in der ganzen Welt Aufsehen erregt und wurde von der feindlichen Presse sofort mit dem Einsatz der neuen japanischen Waffe, dem Zwei-Mann-U-Boot, in Verbindung gebracht. Wir zeigen nun eine Darstellung dieses U-Bootes aus einer Londoner Zeitschrift. An der Spitze des Bootes sieht man die Ausstoßrohre für zwei Torpedos, in der Mitte den Beobachtungsturm und weiter hinten den Motorenraum und die Steuerungsanlagen. Die Besatzung besteht aus einem Offizier und einem Maschinisten. Die kleine Abbildung in der rechten Ecke zeigfein U-Boot-Mutterschiff, das die kleinen U-Boote, die natürlich einen beschränkten Aktionsradius haben, in die Nähe des Feindes heranbringt. — (Scherl-Bilderdienst-M.) ZeiftcfiriftenL-^irma sucht zum nebenberuflich. 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Verantwortlich für den Inhalt Der Anzeigen: Theodor Kümmel B> Nr.6, Knox ist Pessimist Kritische Lage in beiden Ozeanen." - „Mängel und Schwierigkeiten in der ttSA.-Aufrüstung." Wir suchen für Entwicklungsarbeiten und Reparaturen (467V weitert zeimLmm in ausbaufähige Stellungen. Verlangt wird gutes handwerkliches Können. Erwünscht sind Kenntnisse in Elektrofeinmechanik. Angeb. an LG* FarbenindustrieAG* LeverkufenJ«G>Werki$oi« Abt* ? tabe J tiy W ’J® litt te L'Ä "^alathea*: ^-Zerstöre! ^versenkt. ,c'3crfc ^en. Dies, ’ betracht, ' 5e3®unflen AE'ch um Aktionen bet ’fj wb ihr, sä ^estreittraft, cht mehr mit )t und mehr Doburch ! unb gleich, die eigenen rten erfolgte sfemelbön^ m Angriffen >lt für feind, ousgescholkt orenber K>s. rativnen ber fort werden itlich ringe. U-Voote Im tlere Mittelen Kontrolle ist unpajlier« stlegsverlaus >«*# ’M Ein pommersches Schaf gab sein Fell für Dich - »um Muff. Nun werden Deine Hände schön warm sein, wenn Du auf Wache ziehst gegen den Feind. Die Heimat grüßt Dich herzlich." xrr Gefreite Hein freut sich sehr darüber, denn c stammt, wie fast alle seine Kameraden dieser Vision, aus Pommern. Bald hat es sich herum- gisrochen, daß hier Pommern für Pommern ge- Cinelt haben, denn daß diese pommersche Wollet Wintersachenspende gerade in eine pommersche hjrifion gelangt ist, war ein Zufall. | Mr bekommt nun eigentlich die Sachen?" fragt L Gefreite Hein den Oberzahlmeister, der das ffn-Laden überwacht. Denn nun ist sein Interesse im faxten Maße erweckt. Er will alles gctnz genau denn wenn er zur Kompanie zurückkommt U vom Eintreffen der Wollspende berichtet, muß er doch erzählen. Und er bekommt hier auf alle seine Fragen Auskunft. Die Pelz- und Wollsachen werden nach einem genauenDerteilungsschlüsselheraus- gegeben. Die Kompanien, die in gefährdeten Stellen liegen und mehr draußen sein müssen, bekommen natürlich die besten und wärmsten Sachen. Wo die Bunkerheizung nicht gut funktioniert oder Fahrer lange unterwegs sein müssen, werden wahrscheinlich die Fußsäcke ausgegeben. Und noch etwas wollte der Gefreite Hein wissen: Wem gehören eigentlich die Wollsachen und Pelze? Darf man die nun behalten? Auch darauf gab der Oberzahlmeister Antwort: „Sie gehören nicht dem Soldaten, der sie empfängt, sondern sie sind Eigentum der Wehrmacht." Schon am nächsten Tage mußte der Gefreite Hein wieder zum Bekleidungsamt der Division fahren, um die Wollspende, die seiner Kompanie zugeteilt worden war, abzuholen. Als er dann von der Hauptstraße abbog, auf der die Schlittenkufen ihre knirschende Spur im Schnee gezogen hatten, und so ganz versonnen auf den dicken Reif blickte, der sich in der grimmigen Kälte überall auf dem Pferderücken bildete, zog er doch einmal so ganz probeweise einen von den gespendeten Fußsäcken nach vorn. Und als seine Stiefel in dem wärmenden Fell verschwunden waren, fühlte er sich beinahe wie zu Hause. in! ?lewe. nackMder lachen In der Pahnhos der rjN« Ä Wagen Kr erwägen, die [,n für die *■ft( s rfpenöe« »atW Ä ;'S# »$«• „.«Ä SÄ lA* ihren SW- *' "ft“186« s*s chbarten Ab- affe auf S in g apur in würbe durch ~ mL * k &“'f Wie der Kriegskorrespondent von „Asahi Schim- bun" Dienstagfrüh meldet, steht Singapur an mehreren Stellen in Flammen. Erkundungsflieger beobachteten, daß die Brückenftrahe zwischen Johur Bharu und Singapur immer stärkere Zerstörungen aufweist. Die vom Feind gesprengten Stellen, die ursprünglich nur 20 Meter breite Trichter aufwiesen, haben sich durch nachfolgende Explosionen bis jetzt auf etwa 40 Meter erweitert. Australien stellt Lustpostverkehr ein. Schanghai, 3. Febr. (Europapreß.) Wie aus Sydney gemeldet wird, hat der australische Post- minister die vorübergehende E i n st e l l u n g des gesamten australischen Luftpostverkehrs bekanntgegeben. Die Gründe für diesen Entschluß werden in der australischen Mitteilung nicht erwähnt. $ofl ganz Borneo in japanisc? e- Hand. Tokio, 3. Febr. (DNB.) Wie der Sender Tokio berichtete, ist fast die ganze Insel Borneo nunmehr in j a p a n i s ch e r H a n d. Alle Flugplätze befindet sich bereits unter japanischer Kontrolle. Borneo ist mit einer Gesamtfläche von 731500 qkm die drittgrößte Insel der Welt, die jedoch^ mit rund Berlin, 3. Febr. (DNB.) Der USA.-Marine- minister Knox, von seinen Landsleuten ,.der Säbelrassler" genannt, machte am Montag vor einem Ausschuß des Kongresses über die Kriegslage und die Rüstungsmöglichkeiten eine bemerkenswert pessimistische Aussage. Er sah fich, wie Reuter meldet, bei der Begründung seiner Marinevorlage, in der über 26 Milliarden Dollar gefordert werden, zu dem Eingeständnis gezwungen, die m i l i t ä - ( rische Lage sei „in beiden Ozeanen , kritisch". Die Welt ist seit einem Jahre einen ganz anderen , Ton von diesem kriegslüsternen Maulhelden ge- I wohnt. „Wir werden die deutschen Piraten vom Nordatlantik wegfegen", schrieb er noch am 1. Okto- , der 1941 an eine Rechtsanwaltsoereinigung. „Wir werden Japan in 90 Tagen vernichten", ließ er Admiral Stirling ausrufen. „Die USA. und England werden gemeinsam die sieben Weltmeere beherrschen", meinte er siegestrunken 14 Tage vor der Katastrophe auf Hawai. Jetzt will er von seinen Prophezeiungen nichts mehr hören und sucht nach Gründen für die heutige kritische Lage in beiden Ozeanen. So besaß er die Stirn, vor dem Kongreß- ausfchuß zu erklären: „Bis jetzt haben wir versucht, einen Krieg in zwei Ozeanen mit einer Marine zu führen, die nur für einen Ozean geplant war". Das ist das genaue Gegenteil von dem, was der nach dem Krieg schreiende Knox bisher den. Amerikanern' erzählt hat. Schon am 16. Mai des vorigen Jahres sprach er stolz von der „Zwei- Ozean-Flotte" der USA., die erhalten werden müsse. „Die Kriegsmaterialproduktion", so jammerte der Hetzer vor dem Ausschuß weiter, „wird durch den Mangel an Werkzeugmaschinen behindert. Die ärgsten Mißstände bestehen bei der Herstellung von Flugzeugmotoren, da man weit mehr Flugzeugrümpfe als Motoren herstellt, und da man die größten Schwierigkeiten hat, Personal für b i e Nachtschichten bereitzustellen. Die Marine kann nur schwer geeignete Arbeitskräfte finden, um die Maschinen laufend zu besetzen. W i r werden Zeit brauchen, um Stärke zu gewinnen. Wir dürfen nicht mit schnellen Ergebnissen rechnen. Unser Problem ist: Aushalten!" Auch hiervon hat Knox nie etwas verstanden, obwohl er noch vor drei Wochen in die Welt posaunte:. „Die Produktionskapazität der USA. ist die größte Bedrohung für Hitler." Sein Herr und Meister, Roosevelt, der ihm. beim Angeben nicht nachsteht, sekundierte eifrig und phantasierte in einer Rede über seine Aufrüstung gleich von Hunderttausenden von Flugzeugen und Panzerwagen. Was von dieser Prahlerei zu halten ist, hat Knox jetzt selbst gesagt: Mangel, Mißstände, Schwierigkeiten ... _____________________ Wir kaufen u. verkaufen gebrauchte, guterhaltene KRAFTWAGEN all.Fabrik.,bereift u.un bereift OPEL, Oleflia, Huf 2847 « 3316 D Wie die „Barham" , versenkt wurde. Schilderung eines amerikanischen Augenzeugen. Rom, 2. Februar. (DNB.) Der Bericht eines amerikanischen Journalisten, der von Bord des Admiralsschiffes der britischen Mittelmeerflotte „Queen Elizabeth" aus als Augenzeuge der am 25. Novern- • ber 1941 erfolgten Versenkung des britischen Schlachtschiffes „B a r ha m" beiwohnte, wird von der römischen Presse in großer Aufmachung veröffentlicht. Der Schilderung des Amerikaners ist zu entnehmen: Der von Zerstörern geschützte Flottenverband, in dem in Kiellinie auf das Admiralschiff „Queen Eliza- beth" die „Barham" und das Schlachtschiff „Va- liant" folgten, war gegen Geleitzüge der Achsenmächte eingesetzt. Am 25. November gegen 16.25 Uhr gelang es einem U-Boot, den Zerstörerschleier zu. durchbrechen und aus rund 600 Meter Entfernung einen Torpedo gegen das Admiralfchiff abzuschießen, dem jedoch dieses durch geschicktes Manövrieren auszuweichen vermochte. Vier in kurzen Abständen aufeinanderfolgende Torpedos des U-Bootes trafen dann die ungefähr 500 Meter hinter dem Admiralschiff fahrende „Barham" an Backbord vorn. Das 28000-t-Schiff erhielt sofort schwere Schlagseite. Die Offiziere gaben Befehl zum Verlassen des Schiffes. Hunderte von Männern sprangen ins Wasser und klammerten sich an die ins Meer geworfenen Gummiflöße. Wenige^ Minuten nach der Torpedierung (um 16.30 Uhr) explodierte die „Barham", da die Torpedos wahrscheinlich die Munitionskammern getroffen hatten. Trümmer ber Panzerung, ganze Schiffsteile, das schwere Landungsboot usw. wurden Hunderte von Metern in die Luft geschleudert und fielen in bedrohlicher Nähe der anderen Schiffe des Verbandes ins Meer. Von der 1400 Mann zählenden Besatzung der „Barham" wurden — wie Agenzia Stefani ergän- zend meldet — 500 gerettet, darunter Vizeadmiral Wippe! mit seinem Sekretär, sowie 12 weitere Offiziere. 2,7 Millionen Einwohnern nur sehr bilnn bevölkert ist. Der Hauptteil der Insel (535 638 qkm mit 1,8 Millionen Einwohnern) gehörte * zum niederländischen Kolonialbesitz, während der Rest unter englischer Herrschaft stand. Wir suchen zu baldigst. Eintritt JEabonantin für interessante Arbeiten in einem pysikal,Versuchslabor. Schriftliche oder persönliche Bewerbungen mit Zeugnisabschriften erbeten an 466d Personal-Abteilung Arthur Pfeiffer, Wetzlar Hindenburgring 31. Kontoristinnen für verschiedene Verwaltungs- Abteilungen zum baldmöglichst. Antritt gesucht. Persönliche oder schriftliche Bewerbungen erbeten an die Personal-Abteilung der 8i3d) unbeirrbar steuerten die lapanischen Maschinen ire Ziele an. Fast im gleichen Augenblick ereig- ftten sich aus verschiedenen Teilen der Insel, vor Allem aber an den langgestreckten Kai - nlagen des Kriegshafens, schwere x p l 0 s i 0 n e n. An fünf Stellen konnte man rie- Ifhe Feuersäulen beobachten. Kaum war das Bom- kstgeschwader über die, Insel hinweg geb raust, als Eturzbomber erschienen und das Vernich- t^ngswerk fort setzten. I Die Auswirkungen dieses Angriffes waren so ftarf, daß man die Erschütterunaen bis weit in die Hrovinz Johur verspürte. Allenthalben über Singa- jjr leuchtete heller Feuerschein gegen den nacht- schwarzen Himmel. Auf dem Flugplatz Seletar waren Tanks in Brand geraten, die bis zum nächsten Vormittag nicht gelöscht werden konnten. Die Auswirkungen dieses nächtlichen Bombenangriffes auf Singapur, müssen furchtbar gewesen sein. Das 50 000-Ionnen-Dod in Singapur versenkt. ei einem Angriff der japanischen Heeresluftwaffe am 1. Februar 1942 wurde das große brstlsche hwimmdock von 50 000 Tonnen Tragfähigkeit schwer getroffen und versenkt. Spatere Aufklarungs- üqe der Marineluftwaffe haben diese Versenkung bestätigt. — Unser Bild zeigt das riesige Schwlmm- f von Singapur, dessen gewaltige Ausmaße durch den im Dock befindlichen Kreuzer noch)heroor- gehoben werden. — (Atlantic. |Sch.|) Miifinb nagelneue, pelzgefütterte Joppen, Stiefel, iXiVige Uederschuhe, .Fußsäcke, Pulswärmer, dicke gefütterte oder gestrickte Unterhosen Wahllose Decken, Pelze und Muffe. Eineder- reichhaltige Spende hätten sie nie Hat möglich gehalten. . Ser Gefreite Hein erlebt noch eure zweite Ueder- Luwng. An einem der Muffs hängt eine Karte Keinem silbernen Bändchen. Und da der Muff U ber Karte ziemlich am Ende des LKW.s lag, d! er schnell einmal, was darauf steht. I „Lieber unbekannter Soldat! lofio, 3. Febr. (DNB.) „Schwere Explosionen wen zu hören, während gleichzeitig riesige Feuer- cilen gegen den nächtlichen Himmel loderten", so yildert ein Frontberichter der Agentur Domei seine mdrücke von dem Angriff der japanischen Luft- ttffe auf Singapur in der Nacht zum Diens- kz. „Ddn dem Hügel in der Nähe von Johur Rchru", so h^iht es in dem Bericht, „konnte man I? furchtbaren Auswirkungen des HAUSNEUERBURG 456 D Bj 455 D k 0418 öitigt. e K zu kauf, gesucht. Schriftl. Angeb. PILSNER ______II ■ j n rj i ijj ■SSENamöswaldsgaiiten ttwms/u. 291 A V. fllQlabon das rassig> herbe Ede!biet ! Wäsche Trocknen das in Zustande schwerere Mündlich können (Sie e§tiur wenigen sagen, schriftlich mehreren, durch eine Kleinanzeige sagen Sie es Allen 414PFG OVER STOLZ ml, so M out unb trä beim ge- nassem viel 4PFG GÜLDEN RING Fräulein kathol. Kinderschwester, 22 I., wünscht Briefwechsel mit katb. charaktervollem Herrn zw. spät. Heirat. Zuschriften unt. 0419 an d. G. A. Vermählungs-Anzeigen liefert Brühl'sche Druckerei Schadhafte Klammern muß man glätten oder ausmerzen — aber nicht auf Mehr Freude an der Natur durch Bermühler-Bücher! Die Vereinfachung des Geschäftsablaufs und die Einschränkung des Botendienstes lassen die fernmündliche Annahme von kleineren Anzeigen aller Art nicht mehr zu. - Es wird darum gebeten, Anzeigen frühzeitig gegen Kasse in. der Geschäftsstelle während der Geschäftsstunden von 8—12/2 und 14/2—18 Uhr aufzugeben Verlag des Gießener Anzeigers wenn Sie Wäschedrähte zum Aufhängen benützen. Die Dräjite können rosten, und Rost zerfrißt die Wäsche. Auch die Wäscheklammern verdienen Ihre Aufmerksamkeit. frtfl bm er kjleischstückche Schonung der Wäsche beitragen. Jene Hausfrauen, die mit ihrer Wascbpnlvennenge nicht auskommen, weichen die Wäsche meist nicht richtig ein. Mindestens 12 Stunden lang soll das Einweichen dauern, und stets soll man dazu ein gutes Einweichmittel nehmen. So löst man viel Schmutz ohne Seife aus der Wäsche und schont die Wäsche, weil man sie nachher nicht so viel zu reiben braucht. Selbstverständlich müssen Sie auch das Waschwasser gründlich enthärten. Vergessen Sie nie, daß in vielen Gegenden Deutschlands das Wasser bart ist, d. h» Kalk enthält, der sich mit dem Waschmittel zu Kalkseife verbindet und so viel Seife vernichtet. Diese Kalkseife verbraucht aber nicht nur unser wertvolles Waschpulver, sondern setzt sich auch in den Poren der Wäsche fest, macht die Wäsche hart und brüchig und gibt ihr einen unangenehmen Geruch. Wenn also de> nächste Waschtag kommt, dann beherzigen Sie, bitte, was Sie hier gelesen haben, und befolgen Sie die Waschanleitung auf den Waschmittel-. Paketen! So erfüllen auch Sie die Forde-, rang unserer Zeit: SEIFE SPARER Gröhe 43/44 “ ' lucht. Nämlich der Topfdeckelhalter „Tropf Nie“. Er ist ein unschätzbarer Helfer für die Hausfrau am Kochherd. Man hebt mit ihm den Deckel vom Topf und stellt ihn ganz einfach auf den Topfrand. Sie brauchen also nicht rnenr unnötig nach dem Topflappen suchen oder Angst haben, daß das Kondenswasser in der Küche umhertropft. Ein kleiner Griff und „Tropf Nie“ nimmt Ihnen diese Sorge ab und hält den Deckel fest. Sehen Sie sich einmal den „Tropf Nie“ an bei Die erk. Person, die a. Sonntag, 1. Febr., abends zw.8u.9Uhr,ind. Wirtsch. Rebstock in Grob^-Linden irrtümlich einen braunen Dam.- Mantel an sich nahm,w. ersucht, denselben sofort in der Wirtschaft Rebstock zurück- zugeb., änderns. Anzeige erfolgt. Im festen Glauben an Deutschland starb am 28. Dezember 1941 infolge einer schweren Verwundung, in einem Kriegslazärett im Osten mein lieber Mann, unser guter, treusorgender Vater, mein lieber Sohn, der Hauptmann und Kompanieführer in einer Panzerjägerkompanie Karl Ludwig Ebel Ober-Scharführer im Reitersturm 1/147 Grete Ebel, geb. Götz \ und Kinder Elisabeth Ebel, geb. Rohde Schlitz, Gießen, im Januar 1942. 1 Es ist beabsichtigt, für Grünberg und die benachbarten Gemeinden einen SlI»Ii>WMMS-AlWS in erster Hilfeleistung bei Unglücksfällen durchzuführen für männliche und weibliche Personen vom 18. Lebensjahre ab, die sich zur Dienstleistung im Deutschen Roten Kreuz verpflichten. Anmeldungen können erfolgen bis zum 15. Februar 1942 bei der DRK.-Haupthelferin und Zugführerin Bücher in Grünberg, Kirchenplatz 8, täglich von 10 bis 12 u. von 15 bis 17 Uhr. JeuMs Hofes Kreuz • Kreisslelle Wen. 474 D Wer erteilt priv. Unterricht in Stenographie und kanfm. Rechnen? Schr. Ang. unt. 0427 a. d. G. A. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, die uns bei dem so schweren schmerzlichen Verlust meiner lieben unvergeßlichen Frau, unserer lieben Mutter, Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin und Tante Emilie Bepler, geb. Gilbert in so überaus zahlreicher Weise entgegengebracht wurden, sowie , für die zahlreichen Kranzspenden sagen wir hiermit unseren innigsten Dank. Besonderen Dank Herrn Pfarrer Weisel für seine liebevollen und trostreichen Worte, dem Turnverein, den Kameraden und Schulkameraden für die ehrenden Nachrufe und Kranzniederlegungen. Im Namen aller Angehörigen: Karl Otto Bepler. Heuchelheim, den 2. Februar 1942. Viele Stunden lang muß die Wäsche oft auf der Leine hängen, bis sie trocken ist. Finden Sie nicht, daß es da der Mühe wert istz euch dem Wäscheaufhängen ein wenig mehr Sorgfalt zu widmen, als dies mitunter zu geschehen pflegt? Tatsächlich gibt es Hausfrauen, die sich zwar große Mühe mit dem Waschen geben, deren Geduld aber mit dem Auswringen der Wäsche ihr Ende zu finden scheint. Rasch — rasch, heißt es dann, rauf mit der Wäsche auf die Leine — wie, ist ja ganz egal. Nun - in Wirklichkeit ist es übrigens sehr kalt ist und die Möglichkeit besteht, daß die Vutzivau für täglich 1—:Vli Stunden sofort 0434] gesucht. Vorzustellen Gießen, Friedrichstraße 18. webe nicht verzieht.—Und noch etwas: achten Sie darauf, daß die Wäscheleinen immer gut gesäubert werden. Viel Mühe — und Seife! — kann sonst umsonst gewesen sein! Besondere sorgfältig müssen Sje yorge^en, ist sie auch in „kritischen Sagen*, mell sie ihre Kopfschmerzen und die übrigen Störungen des Allgemeinbefindens mit Melabon bekämpft. Auch gegen Zahnschmerzen und neuralgische Beschweroen hat sich Melabon gut bewahrt. Verwenden Sie es auch bei starken Schmerzen sparsam, meist genügt schon eine Kapsel. Packung 72 Pfennig in Apotheken.^ friert und steif wird, dann seien Sie besonders vorsichtig. Gefrorene Wäsche bricht wie Glas! Am besten: beugen Sie vor und geben Sie — wenn es sehr kalt ist — etwas Kochsalz ins letzte Spülwassers dann kann die Wäsche niemals gefrieren. Und da wir heute seifesparend und wäscheschonend waschen wollen, sei hier nochmals erwähnt, was Sie ja sicher schon wissen und auch befolgen: Auch durch richtiges Ein- weichen könen Sie viel Seife hre 9°n "9^2 Aus dem Reiche -er Frau >ie PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MO DE ZEICHNERS SEiDEN RESTEN Anzeigen w Drucke EZcn sparsam, ft eine Kapsel. i/»NpothÄo.^ Kohlrüben. Von M.A. v. Lütgendorff. Aber Vitamin C ist hitzeempfindlich und wird bei ! langem Kochen leicht zerstört; das darf man i)t vergessen. Allerdings hat sich gezeigt, daß es fren Kohlrüben — wie auch in den Erbsen — i Hitze viel besser standhält als in den anderen sinüsen, wie z. B. im Kohl. .Trotzdem sollte man hi einer zu langen Kochdauer absehen und wo es -cht, auch die Zubereitung in der Kochkiste veröden. Ebenso kommt es beim Lagern der Kohlen — im Gegensatz zu den übrigen Rüben — [einem auffällig geringen Verlust an Vitamin C; scheint so gar, als ob der Vitamin gehalt der Kohler durch eine gewisse Lagerzeit noch gesteigert rben kann, da sich zur Herstellung des antiskor- Nchen Saftes am besten solche Kohlrüben eignen, schon zwei Monate gelagert worden sind, weil nach dieser Zeit den reichsten Gehalt an Vitali C aufweisen. Um den etwas scharfpikanten Geschmack der Kohlten zu mildern, legen manche Hausfrauen die rchnittenen, rohen Rüben von dem Kochen stun- klcmg in kaltes Wasser oder brühen sie gar erst \ Dadurch werden diesen aber nur wertvolle khrstoffe entzogen, während sich weder_ ihr. Ge- Inort noch ihre Bekömmlichkeit erhöht. Der bchmack wird viel zweckmäßiger gemildert, hm man den Kohlrüben kurz vor dem Weichem in Scheiben geschnittene rohe Kartoffeln ifflqtr denen sie sich gut anpassen, und die Üfchung dann erst einbrennt. Kocht man nun noch p Fleischstückchen mit und würzt das Ganze mit fcnunel, so gibt es ein Eintopfgericht, das nicht L out und kräftig schmeckt, sondern auch nährt h sättigt. veißkohl hat mehr Vitamine als Aepfel Vas Obst schätzen wir im allgemeinen — abge- ben von sonstigen geschmacklichen und gesundheit- «N Werten — besonders als wertvollen Vitamin- träger. Dabei ist den meisten nicht klar, daß das Imüfe, was den Vitamin-OGehalt angeht, mit Obst durchaus konkurrieren kann. Abgesehen h der Hagebutte, die auch die Zitronen und Apfel- vm um das Sieben- bis Achtfache darin Über- jiffen, ist zum Beispiel der Weißkohl den Aepfeln Iirchaus überlegen, besonders, wenn der Kohl rost, k als Frischkostsalat, gegessen wird. Aber auch Minstet (mit Verwendung des Kochwassers) ist der ktamin-E-Gehalt noch höher als bei der gleichen l?nge von Aepfeln. Das ist gewiß etwas über- Wchend und reizt dazu, auch andere Vergleiche an- rtfOen. „ Me unsere Kohlsorten, wie Weißkohl, Wirsing- Ihl, Rotkohl, Kohlrüben, sind sehr gute. Vitamin- Wger. Der Grünkohl marschiert dabei an der Me. Auch der Rettich soll nicht vergessen werden. betimmt!" ., - „3a" sagte sie rasch; sie dachte: .Absagen kann ich I" mer... Jetzt ist nur wichtig, Fehr zu spreche^,. tt lei Dank, daß er gehtk TZau/ief T'Oettet • iaite F Niveä-Creme schützt] die Haut vor dem Auf-’ springen.Sorgfältig verreiben, denn Nivea ist knapp; was es gibt, sollvielen zugute kommen. Sei sparsam da mitt Aus folgender Tabelle kann man ersehen, wie sich I der Vitarnin-C-Gehalt von Gemüse uib Obst zueinander verhält. Durch verschiedenen Anbau, andere Sorte und Lagerung bedingt, können die Werte etwas differieren. Der Unterschied fällt nicht wesentlich ins Gewicht. So enthalten: 100 g Weißkohl ssbensoviel Vitamin C wie eine Zitrone, 100 g Rettich ebensoviel Vitamin C wie 800 g Weintrauben, 100 g Kohlrüben ebensoviel Vitamin C wie 450 g Aepfel, 100 g Fenchel ebensoviel Vitamin C wie 500 g Aepfel. Hieraus ist ersichtlich, daß Gemüse oft ein noch größerer Vitaminspender als Obst ist und dieses- besonders bei knapper Obstlieferung durchaus ersetzen und in seiner Vitamin-C-Wirkung auf den Körper sogar übertreffen kann. Natürlich ist im rohen Gemüse, das man als Frischkostsalat anmacht, der Vitamin-C-Gehalt am größten. Er wird etwas geringer beim Dünsten, verringert sich noch mehr beim Kochen und verliert schließlich 70 v. H., wenn üscheu Sogen*, Mrjmunüiic öcs Allgemein- labon bekämpft, merken uni neu- m hat sich Mela- erwenLenLiees war alles noch gut und glücklich! Aber Sie müssen wohl die guten Geister des Glücks mit sich genoin- men haben in Ihre Rübezahlberge! Denn bald nach Ihrer Abreif^ fing der letzte Akt an. „Der letzte Akt?" Er bat sie, ihm ausführlich zu erzählen, was ihr Brief nur kurz angedeutet. „Es ist nicht viel zu erzählen, Baron. Der Ron» Hüt ist eben eines Tages ausgebrochen, der schon von Anfang an im Geheimen schlich. Bertelsen haßt mich — Bertelsen, müssen Sie wissen, ist der Regisseur, der allmächtige Mann am Theater! Er hat mich immer miserabel beschäftigt, weit unter dem, was ich erwarten durfte — ich habe den Leuten doch wirklich volle Häuser gebracht, das haben W felbft gesehen, wie?" , .. . Fehr bestätigte mit einem Kopfnicken: „Wundervoll waren Sie!" ifS „Und wissen Sie, wer eigentlich an allem Idjuto ist? Ohne es zu ahnen, versteht sich? Ihr Fontana! Von dem Sie mir so reizend schrieben..„ich have in all' den Aufregungen ganz vergessen, Ihnen zu danken, seien Sie mir nicht böse, imHerzen habe ich's alle Tage getan.. .1 Die Sache war so: Ber- telsen wollte mir die Hauptrolle m der neuen Fontana-Operette nicht geben, er wollte sie partout der Nachbauer, hier aus Berlin, zuschanzen — die M nämlich ein- Freundin von ihm Und ei^ redete pch immer darauf hinaus, daß Fontana selbst dieseBe- seßuna dringend fordere. Aber ine Heine Norton ist i/auch nicht aus Dummsdorf! Als Ihr Brief kam, hab' ich mich einfach hingefetzt Und hab an ihn geschrieben - Lappersdorf Schlesien, Jagdhaus' Baron Fehr - und hab ge ragt, ob bas stimmt... Natürlich stimmte es nicht! "Jawohl! — Und mit dem Brief von Santana bin ich dann zu Bertelsen gegangen. Und hab ihm gesagt, was er ist: Ein ganz gemeiner Schwindler! Und daß ich darauf verzichte, mich anlugen zu lassen! - Und was glauben Sie? Er hat mich aus dem Büro hinausgeworfen — buchstäblich! „Ist ja unerhört!" (Fortsetzung folgte Aus weißem Taft und weißer Spitze ist die vorne mit Seidenknöpfchen geschlos- ene Bluse links gearbeitet, aus f chw arz er, stumpfer Seide und schwarzer Spitze die Jacke rechts mit dem Schalkragen und dem mittellangen Schoß. Die Jacke hat schmale Ser- denaufschläge an den halblangenAer- mein, eine eingelegte Spitzenweste und große S t o f f k n ö p f e. gab: „Zu lieb von Ihnen, daß Sie mich nicht verlassen ..., daß Sie noch einmal anrufen ...! Fehr stand in der engen Telephon.zelle, den Hut auf dem Kopf, er hatte sich nicht einmal Zeit genommen, auf fein Zimmer zu fahren, als man ihm Marions Anruf meldete. Er vernahm ihre Stimme, fein Herz- schlug ganz schnell; aber in rhm sagte eine andere Stimme eindringlich: Wappne dich. Sieh dich vor...! Fest hatte er sich auf der Ruck- ahrt vorgesetzt, von sich aus nichts zu tun und hben= crlls eine Ausrede zu gebrauchen, wenn sie wirklich anläuten sollte, wovon er nicht durchaus überzeugt gewesen war; aber nun braute er s doch nicht fertig-, alle alten Wunsche und Hoffnungen standen übermächtig in ihm auf, er sagte nur: haben zu befehlen." f . ., Und eine Viertelstunde spater saß er bei ihr. Der Wintertag sank schon. Draußen brannten die Laternen, die Lichtkreise der Bogenlampen fielen auf den Schneematsch, hinter der turmer eichen Silhouette der Kirche stammte rot die Leuchtschrift des Kinopalastes. Marion hatte die Standlampe eingeschaltet und an den Tisch gerückt. Ihr mattes Licht ftng sie beide ein. Es bedurfte nicht vieler Worte. Seit Fehr sie wieder allein sah und ihre Stimme horte deren warmer Mezzo-Sopran ihm von allem Anfang an so wohlgetan, und sich im schimmernden Licht ihrer Augen wärmte, war nur der eine Wunsch leidenschaftlich in ihm lebendig: ihr zu glauben, chr zu vertrauen. Sie hätte ihm gar nicht den auf dem Tisch liegengebliebenen Brief der Theaterkanzlei und das Formular des Meldeamtes zu weisen brauchen, aus dessen Datum klar hervorgmg, daß Abbeg sich erst heute nach ihrer Adresse erkundigt, daß er sie also vorher nicht gesehen hatte. Und er zweifelte nicht, als sie auf seine vorsichtige Frage versicherte, sie habe seit jener zufälligen Begegnung in München nichts, absolut nichts von Abbeg gehört. „Ach, München...!" sagte sie, und eme heitere Melancholie jchwebte um chreg Mundi »Damals fermen»6 zumeist \ Stunden and stet» eicknütrel nuB ietfä* iisien di« mW» •A Sei»® 'oreo dej bsrtE )18eDte|, ejO Aus Spitzen und aus Seid en re st en sind das Kleid für junge Mädchen, die weiße Bluse und die Jacke für ältere Damen gearbeitet. Das Material für das Kleid mit dem weit an den Sattel g e l e s e n e n R o ck ist d u n k e l b l a u e T ü l l f P i tz e und d u n k e l b l a u e , glänzende Seide. Aus letzterer ist auch der zur großen Schleife gebundene Gürtel und die breite Blende am Rocksaum. Das Kleid wird im Rücken mit kleinen Seidenknöpfen beschlossen^ Sie verabredeten ein Restaurant im neuen Westen um neun Uhr — vorher war Abbeg nicht üerfügbar. Lernen Sie inzwischen von Ihren alten freunden besser denken, Kind", sagte er, als er- sich verabschiedete. ~ , Marion stürzte sofort an den Fernsprecher, ver-, band sich mit Fehrs Hotel. Der Herr Baron sei nicht irn Hause, lautete die Kohlrüben sind unseren feinsten Gemüsen idt, dem Blumenkohl und den Teltower Rüb- p; denn sie gehören zu den Stammformen der in Spielarten des Kohls. Sie werden aber als iMngsmittel eigentlich nur recht wenig ge- M obwohl sie mehr gute Eigenschaften besitzen jmanche bevorzugte und teuer bezahlte Grünkost. i den übrigen Kohl- oder Steckrüben unterscheiden ]ftch einmal durch ihren Wohlgeschmack und dang h durch ihre Form und Farbe. Sie sind groß, und apfelförmig, geldfleischig und auch äußer- |oon gelber oder rotgelblicher Forbe und eignen im Gegensatz zu den anderen weißen und bläu- oeihen Kohlrüben ganz vortrefflich zum Kochen In muß dabei aber, wenn bas Gericht nicht nur [ schmecken, sondern auch richtig nahrhaft sein j, einiges berücksichtigen. ßiräereitet werden die Kohlrüben wie die ande- I Rüben auch; zuerst werden sie gewaschen, ge- M und zerkleinert, dann in leicht gesalzenem l ser weichgekocht und hernach in einer gut fetten [brenne fertig gedämpft. Nun enthalten die MÜben aber besonders reichlich das antiskorbu- V Vitamin C, das nicht nur die Leistungs- ljgkeit des Körpers steigert, sondern ihn zugleich Lgegen Krankheiten widerstandsfähig macht und [ Frühjahrsmüdigkeit vorbeugt. Der Bedarf dieses Lmins, von dem der Menfch am Tag nur 30 Lfenbftel Gramm braucht, kann also durch ein [ 1rübengerid)t gut gedeckt werden. Der Saft k rohen Kohlrüben ist sogar so reich an Dita- C, daß man neuerdings daraus ein gegen Lröuterfranfungen sehr wirksames Präparat Herdas Kochwasser, in das^die Vitamine ja'übergehen, nicht mitverwendet wird. Rezepte. Graupenauslauf: 200 g mittelfeine Graupen läßt man mit etwas Zitronenschale recht langsam in 1 Liter Milch ausquellen, rührt 1 Ei oder Eiaustauschmittel mit etwas Milch und Zucker glatt und gibt es unter die Graupen. In die gefettete Form gißt man zunächst eine Lage Graupen, bann Kompott, dann wieder Graupen. Man streut Weckmehl, Zucker und einige Fettflöckchen darüber. Backzeit 25 bis 30 Minuten. Pfälzischer Eintopf: 1% kg Kartoffeln, VA kg Kohlrüben, Zwiebel oder Lauch, Gewürze, etwas saure Milch, Essig, 30 g Fett, 100 g frische Blutwurst, Salz. Die in Würfel geschnittenen Kartoffeln werden mit den in Streifen geschnittenen Kohlrüben und den Gewürzen und Essig gargekocht. Zum Schluß gibt man die' saure Milch und die klein- geschnittene Blutwurst bqrunter und schmeckt mit Salz ab. s Der feurige Ofen Roman von Hans von hülfeq k. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Nun sagen Sie mal, kleine Marion", rief ihr Weg entgegen, als sie ins Zimmer »Lch bin ja vollkommen perplex, daß Sie sich den tzlashüttenbaron sofort angebändigt 'haben! «ie frfc doch mit mehr Wassern gewaschen als ich »chte!" „Was gibt Ihnen ein Recht, meinen Vormund 41 spielen, Abbeg?" erwiderte sie gereizt: „In mei= i?r Lage ist es' wohl nur natürlich, daß man sich , ms ein t am * nte man bar inte nanM I nur HM bezug aus ° Millionen i irten ff 000 bereits ■ »gehe M*IlS »twortung oasu (5 Landes über ir Heimat des kleinasiatisc Mer entjpre raische Zug t es,: Mh > e^Merer fern Verständnis für die Kinderseele, und in oll diesen frischen Erzählungen, die in gleicher Weise das schlichte Kind aus dem Dorfe wie das sehr viel anspruchsvollere Großstadtkind ins Märchenreüh führen, verbindet sich das erzieherische Moment absichtslos mit dem Erlebnisbereich einer glücflidjen, I unbeschwerten Jugend. Solche Bücher konnte nw’^™1 ein Mensch schaffen, der die eigene Jugend auf de«, Lande verlebte und der die Segnungen einer kost, baren ungebundenen Kindheit genoß, in der Phan, tafie und Wirklichkeit noch beglückende Einheit waren. Und so war es wohl auch. Ern st Eimer wurde am 14. Juli 1881 als Bauernsohn in Groß-Eichen geboren und per. brachte in seinem Heimatort eine glückliche Kind, heit. Der Wunsch, Maler zu werden, regte sich schon frühzeitig, und so kam es, daß er schließlich mit zwanzig Jahren, trotz vielseitiger Widerstände vom väterlichen Hof Abschied nahm und auf die Wan. allem hat । nid gemir Jahren hier nter herrsch n Istanbul si verkörperte den der nischnee die ein an ihnei anderer an anbsche anbul kein mal Wa te formen liche de- i verände em and« leuer Gei männliche er mehr lein Kismei gnis der E n auffalleni iers, dem r nde ansieht, lulung. Sie ich das Blii des Staat uen zu die en- wie । >ß. er, daß fühlt sich Q aft darein, sten Naturh Unrat zi berten aus . wenn es ht, daß no enlofen § ? h »Gesui 'chnete-, sie lew. Pube darüb Mritt sich W nur in 5 sondern ?D vor Qn( Mreten, /ivas unc die we fcjMttei der H dem N «lesd i te s'5": St '^en. Wir traten in das große, breitfenstrige Atelier mit dem Blick auf die herbe Landschaft des Vogelsbergs, in die friedliche Abgeschiedenheit des kleinen Dörfchens, dem Geburtsort des Malers. E r n ft Eimer ist nicht der Mann, der große Worte macht, um die Verdienste seiner Person in den Vordergrund zu schieben. Und so sagten denn die zahlreichen Bilder an den Wänden und auf den Staffeleien mehr aus über die Wesensart des Künstlers als es dürre Worte zu tun vermöchten. Die o b e r - hessische Heimat ist es, die den Künstler formte und die in seinen Werken Gestalt wurde: Landschaften, gesehen mit dem weiten Blick des Malers, farbenfroh leuchtend, idyllische Winkel, durchflutet vom Sonnenlicht. Auch in seinem Ver- Vandtenhause des Brauers Fränk in Laubach sind viele seiner charakteristischen Gemälde entstanden. Dazu kommen die zahlreichen Genrebildes, Typen aus dem Volksleben, skatspielende Bauern, eine Frau am Spinyrad, zwei Walzbrüder, Hirtenjungen, Männer und Frauen bei der Feldarbeit — alles Gestalten, wie das Leben sie schuf, ohne Beschönigung, ohne Abstraktion. Aus allen diesen Bildern spricht die unmittelbare Zusammengehörigkeit der Menschen zur Landschaft; sie sind nicht herausgehoben, nicht gewaltsam dahingesetzt, sie sind ein Bestandteil ihrer Umgebung. Soweit der Male. Versammlung verein? L-----, ~, Georg Wilhelm Jäger statt. Von dem Rechner Albert Peter wurde der Geschäftsbericht für das vergangene Jahr vorgelegt, in dem die Mitglieder für ihre Verluste voll entschädigt werden konnten, nachdem die erste Halbjahresprämie IV» vH. und die zweite 2 v. H. betrug. Für das Geschäftsjahr 1942 wurde als erste Halbjahresprämie IV* v. H. festgesetzt. Es erfolgte durch Zuruf die Neuwahl des Vorstandes, der sich wie bisher aus Gg. Wilh. Jager (1. Vorsitzender), Carl Franz (2. Vorsitzender) und dem Rechner Albert P e ter zusam- mensetzt Als Schätzer sind der derzeitige Ortsbauernführer Franz G ä b i s ch, Wilhelm Frank und Heinrich August Günther bestimmt. )—( Ruppertsburg, 1. Februar. Unser Männergesangverein hielt dieser Tage seine 60. ordentliche Hauptversammlung ab. Der- einsführer Wilhelm P a r r 6. verlas den Jahres- bericht, der langjährige Kassenwalter Wilhelm Lehr 2. erstattete die Rechnungsablage, die ein recht gutes Ergebnis hatte. In Treue gedachten die Anwesenden des Führers und seiner tapferen Wehr macht, insbesondere der Sajrgcsbrüder, die für uns an der Front kämpfen. — Zur Förderung der Schädlingsbekämpfung hat unsere meinde auch im abgelaufenen Jahre Fang- und Schußprämien bezahlt. Es' wurden abgeliefert 139 Stück Wühlmäuse, 460 Maulwürfe, 285 Sperlinge, 12 Sperber und 7 Eichelhäher. Oberbürgermeister ©r. Scheller gefallen. Lpd. Marburg, 3. Febr. Der Oberbürger- meister der Universitätsstadt Marburg, Dr. Ernst Scheller, ist als Hauptmann im Stabe einer Armee bei einem freiwilligen Einsatz gefallen. Dr Scheller stammte aus Ostfriesland. Mit 17 fahren trat er als Kriegsfreiwilliger in das 1. Schlesische Pionierbataillon 6 ein und wurde bald zum aktiven Offizier befördert. Beim Brückenbau über den Ta- güamento wurde er schwer - verwundet. Nach dem Weltkrieg studierte Dr. Scheller Geschichte und Nationalökonomie und kam schon früh zur NSDAP. 1925 wurde er politischer Schriftleiter bei der „Oberhessischen Zeitung" in Marburg, und im April 1934 zum Oberbürgermeister der Stadt Marburg ernannt. Den gegenwärtigen Krieg machte etf vom ersten Tage ammit Tischtennismeisterschasten des Fliegerhorstes Gießen, Am 29./30. Januar fanden die Tischtennismeifte^ schäften im Einzel und Doppel des Fliegerhorstes Gießen statt. . Von den 46 Teilnehmern im Einzel waren spannende Kämpfe zu sehen. Oblt. Wagler schlug im Endspiel nach hartem Kampf mit 3:2 Sätzen Dgl Obergefreiten Däublerund wurde dadurch Horst- meister 1942. Jrn Kampf um den 3. und 4. Platz schlug der Hauptgefreite Sonnabend den Flieger B r ü ck mit 3:2 Sätzen. An den Meisterschaften im Doppel waren 16 Mannschaften beteiligt. Auch hier siegte m über- legener Form Horstmeister Oblt. Wag! er mit feinem Partner Obergefreiter Däubler »die im Endspiel die Mannschaft Sonnabend-Ecknev glatt mit 3:0 Sätzen schlugen. Ergebnisse: ^Einzel: 1- und Horstmeister Oblt. Wagler; 2« Dberqefreiter Däubler: 3. Hauptgefreiter Sonnabend; 4. Flieger Drück. DvMpe l: 1. und Horstmeister Oblt. Wagler-Ober- gefreiter Däubler;. 2. Hauptgefr. Sonnabend-Obergefreiter Eckner; 3. Stabsfeldwebel Arnemann-Ober- feldwebel Fischer; 4. Utffz. Stamnitz-Obergefreitev Heins. Dnefkaffen der 'Refraffton. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) A. F. in W.-St. Sie können gegen den Ihnen zugegangenen Bürgersteuerbescheid Einspruch erbeben, da das von Ihnen genannte Einkommen den bürgersteuerfreien Betrag nicht überschreitet. Kür Tapferkeit vor öem Keinöe. Dem Gefreiten Edmund Bauer, Gießen, Riegelpfad 76, wurde wegen Tapferkeit vor dem Feinde das Eiserne Kr e u z II. Klasse und das Jnfan- terie-Sturmabzeichen verliehen. Der Unteroffizier Wilhelm Becker, Rödgen, wurde für hervorragende Tapferkeit im Osten mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse ausgezeichnet. Im Westen erhielt er bereits das E. K. II. Klaffe. Gießener Schlachtviehmarkt. Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtvieh-Verteilungsmarkt) in - der Viehversteigerungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 40,5 bis 45,5 Rpf., Bullen 39 bis 49,5, Kühe 18 bis 43,5, Färsen 37,5 bis 48,5, Kälber 15 bis 57 je kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,20 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,20, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,18, c (1OO bis 119,5 kg) 1,14, d (80 bis 99,5 kg) 1,08, e bis f (unter 80 kg) 1,04, gl (fette Specksauen) 1,20, i (Altschneider) 1,18, g2 (andere Sauen) 1,08. Marktverkauf: alles zu- geteilt. Landkreis Gießen. * Mainzlar, 2. Febr. Der Landwirt Wilhelm B i n g e l von hier wurde kürzlich bei voller Rüstigkeit 8 3 Jahre alt. Wir gratulieren. Soweit es in feinen Kräften steht, macht er sich noch immer in feinem Betriebe nützlich. * Mainzlar, 4. Febr. Die hiesige Krieger- kameradfchaft hielt bet Kamerad Gastwirt Heinrich Vogel IV. ihren Jahreshaupt, appell ab. Kameradfchaftsführer ß e m m e r eröffnete den Abend. Es folgte die Totenehrung. Schriftführer Dingel erstattete den interessanten Jahresbericht. Hieran schloß sich die Rechnungsablage durch den Rechner G r ö l z. Die Rechnungs- Prüfer, Ludw. Vogel VII. und Wilhelm Klin- g e l h ö f e r , erteilten Entlastung. Der gesamte Vorstand blieb im Amte. Schießmeister Spaar gab folgendes bekannt: Am Landeswettschleßen beteiligten sich 16 Kameraden. Die Schießübung lau- tete auf je 5 Schuß liegend 'freihändig; erreichte Ringzahl: 627. Beim Ehrennadelschießen schoß Ludwig Fuchs die Silberne und Friedrich Becker die Bronzene Nadel. In Kürze ist ein NSV.- Opferschießen vorgesehen. Der Appell wurde vom Kameradschaftsführer auf die übliche Weife ge- schlossen. ' * Gröningen, 4. Februar. Frau Margarethe S ch w i n d t Wwe., geb. Pfeffer, feiert am heutigen 4. Februar in voller körperlicher und geistiger Frische ihren 8 0. Geburtstag. Wir gratulieren ft# 3 & h.n>t treten wurden, tauschen, um ein gleichmäßiges Ab- treten der gesamten Fläche zu erreichen. Füße von Sesseln, Tischen und Stühlen dürfen nicht rauh und hart sein. Man unterklebt sie zum Schutz mit Filzstreifen oder schlägt runde, eigens dazu bestimmte Teppichnägel ein. Bei schweren Möbelstücken ist es gut, wenn man die Füße mitteln eines Brettchens oder größeren starken Glasuntersatzes unterlegt, so daß das Gewicht durch die Vergrößerung der Fläche sich besser verteilt und nicht immer auf eine kleine Stelle des Teppiches drückt. Auch unsere Schuhe untersuchen wir von Zeit zu Zeit, denn hervorge- tretene Nägel, scharfe Käpten usw. wetzen das kostbare Gewebe ab Dünne Stellen des Teppiches werden am besten mit einem Stück derber Sackleinwand unterlegt. Mit Wollresten und einer starken Stopfnadel kann man manche lichtgewordene Stelle im Teppich genau so stopfen, wie wir es mit Strümpfen machen. H. v. L. Hausmittel — aber mit Vorsicht. In jedem Haushalt werden sowohl bei leichten Erkrankungen als auch zu Reinigungs- ufw.-Zwecken kleine Hausmittel angewendet, gegen deren Gebrauch nichts zu sagen ist — solange sie in richtiger Weise benutzt werden. In den meisten Fällen ist nur ihre günstige Wirkungsweise bekannt, aber nicht auch ihre Gefährlichkeit bei unrichtiger Dosierung ober falscher'Anwendung. Da ist schon das beliebte Hausmittel, die essigsaure Tonerde, zu erwähnen. So nutzbringend ihr Gebrauch bei angemessener Verdünnung fein kann, so gefährlich wirkt sie bei unverdünnter Benutzung. So wurde von Schularbeiten. Heinerle ist neun Jahre alt, er studiert schon, er kann schon rechnen bis tausend und muß Sätze mit „Vom" und „Zum" und „Beim" bilden. Das erfordert angestrengte Geistesarbeit. Demgemäß 'sieht er auch aus, angestrengt und geistig. Wohingegen Brigittchen erst sechs Jahre alt ist und erst nächstens 3ur Schule muß. Sie rechnet rascher als Heinz und sagt, sieben weniger neun sind vier, ohne jedoch darum zu streiten, denn ebensogut kann es (von ihr aus) drei sein, auch fünf, ober sonstwie, ganz nach Belieben. Und Sätze bilden ist überhaupt ihre Stärke. Ich war Zeuge davon. Das Heinerle 1 sitzt angestrengt und unruhig und läßt den Geist arbeiten, Sätze bildend, die er beileibe noch nicht niederzuschreiben wagt. Es ist furchtbar schwer. Brigittchen dagegen macht frischweg und ohne zu zögern die kühnsten Sätze, z. B. einen einzigen Satz vom Tisch herunter bis pautz auf die Couch. Danach machte sie Sätze von der Couch bis in Heinerles Nacken. Und nun muß Heinerle zweierlei tun, es muß seine Sätze zu VU.„UW... -------------- derschaft ging, um sein zukünftiges „Handwerk" jjtiel^ f zu lernen. Die Kunstschulen in Frankfurt, Karlsruhe .tzich da- Während ich am frühen Morgen von Weickartshain über Lardenbach, Klein-Eichen dem Vogelsbergdörfchen Groß-Eichen zuschritt, wuchs meine Freude, wieder einmal einen Künstler besuchen zu dürfen, und die in solchen Fällen naheliegenden Gedanken, was werde ich vorfinden, wie werde ich empfangen werden, drängten sich mir auf. Ich habe schon viele Künstler und Gelehrte besucht und dies als besonders reizvolle Aufgabe meines Berufes empfunden. Meist bin ich sehr freundlich aufgenommen worden, vor allem waren die Künstler und Schriftsteller'stets offenherzig und zugänglich. Auch diesmal sollte sich diese Erfahrung bestätigen. In einer knappen Stunde war mein Ziel erreicht, und am Dorfeingang erkundigte ich mich nach dem Hause des Malers Ernst Eimer. Es stellte sich heraus, daß ich nur wenige Schritte zurückgeben mußte, und schon stand ich vor dem Künstler, der mich herzlich willkommen hieß. Polizei aus Anlaß dieses neuen Einsatzes für das Kriegs-WHW. wird in den nächsten Tagen noch zu berichten sein. LchtspielhaM: »Menschen im ©türm.* In diesem lyflm — Drehbuch von Georg Z o ch nach einer Idee von Karl Anton und Felix von E ck a r b t — herrscht eine ähnliche Atmosphäre wie in „Heimkehr", es ist auch ungefähr die gleiche Situation und die gleiche Zeit kurz vor Ausbruch des Krieges, im ehemals deutsch-jugoslawischen Grenzgebiet, Frühjahr 1941. Die politische Spannung verschärft sich von Tag zu Tag, die militärischen Vorbereitungen der Serben, zielen auf den Angriff. Die Lage der Volksdeutschen wird immer bedrohlicher. Nur noch schnelle und heimliche Flucht auf nächtlichen Schleichwegen über die nahe Grenze kann sie vor den Nachstellungen des brutalen Gegners retten, dessen Soldateska und politische Agenten sich mit'Gewalttat, Plünderung, Verhaftung und Verschleppung an den nahezu wehrlosen Volksdeutschen austoben. Im Brennpunkt des mit politischem Zündstoff geladenen Gebietes liegt der Gutshof eines Slowenen, der mit einer Deutschen verheiratet ist; während der Mann sich ziemlich unbeteiligt von den Ereignissen treiben läßt, erwachen in seiner Frau und seiner jungen Tochter angesichts der für die Deutschen immer bedenklicher werdenden Lage das nationale Gefühl und der leidenschaftliche Wunsch, den bedrängten Landsleuten zu helfen. Die erregende Dramatik und. die knisternde Spannung eines mit allen Mitteln geführten heimlichen Kleinkrieges bestimmen die entscheidenden Szenen auf dem Gutshof, wo serbische Offiziere einquartiert sind, welche die Nachricht von der Generalmodilmachuna in ihrer Verblendung als den Beginn des Marsches nach Wien und Graz begrüßen. Für die Deutschen handelt es sich darum, die hilflosen Kinder, deren Eltern von den Serben verschleppt wurden, in zwölfter Stunde über die Grenze nach Deutschland zu retten. Die Gutsherrin nutzt die blinde Verliebtheit eines ferbi- ichen Hauptmanns aus, um in dem Wagen, der sie durch die feindliche Absperrung angeblich zu einem nächtlichen Stelldichein führen soll, die Kleinen in Sicherheit zu' bringen, muh aber die mutige Tat mit ihrem Leben bezahlen. Der Spielleiter Dr. Fritz Peter Buch, früher Schauspielregisseur in Frankfurt, als Dramatiker auch in Gießen nicht unbekannt, bat dem Film eine aktuelle politische Farbe, intensive Stimmung und eine gegen den Schluß hin immer heftiger werdende Spannung mitgeteilt. Olga Tschechowa spielt mit einer wachen Konzentration die entschlossen handelnde Gutsherrin Vera Oswatic. Franz Schaf- beitlin erscheint in der mit unheimlicher Schärfe belichteten Gestalt des raffiniert und heimtückisch, auf die Deutschen Jagd machenden Kommissars. Sieg- frieb Breuer und Kurt Meise! geben charakte- ristisch umriffene Typen serbischer Offiziere. Joses Sieber, Rudolf Blümner, Heinz Wetzel, Gustav D i e ß 1 und Hannelore S ch r o t h sind vom übrigen Ensemlbe hervorzuheben. —- (Tobis.) Im Beiprogramm sieht man die Wochenschau, einen recht schwachen Tobis-Trichter und wunder- schöne Städtebilder in dem Kulturfilm „Das deutsche Elsaß". Hans Thyriot. Punkte für bic Umarbeitung von Hüten Der ReichsbeauUragte für Kleidung und verwandte Gebiete hat klärend zur Frage der Punktbewertung des Spinnstoffmaterials für die Umarbeitung von Damenhüten Stellung genommen. Bei Ausführung von Reparaturen an Spinnstoffwaren werden dem Verbraucher soviel Punkte berechnet, wie der benötigten Sto'fmenge entsprechen. Die gleiche Bestimmung gilt für die Reparatur von Pelzwaren. In demselben Sinne ist auch bei der Vornahme von Umarbeitungen an Damenhüten zu verfahren. Dabei gelten für die Punktbewertung folgende Richtlinien: Umarbeitung von Hüten aus Filz oder aus anderem Material in Verbindung mit Filz erfordern für einen neuen Kopf einen, für einen neuen Filzrand zwei Punkte. Bei der Umarbeitung von Hüten aus Meterware gilt für die Verwendung von Spinnstoffwaren als Richtlinie, daß mindestens ein, höchstens zwei Punkte in Betracht kommen. Gießener Wochen Marktpreise. * Gießen, 4. Febr. Aus dem heutigen Wochen- markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM, Matte 30 Rpf.. Käse, das Stück 8 bis 9, Wirsing, % kg 8 bis 12, Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 10 bis 15, gelbe Rüben 8 bis 12, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 8 bis 10, Lauch 17, Sellerie 15, Rettich, das Stück 10 bis 15 Rpf. tannt ist, werden bei diesem Konzertabend ihre sucher im Stadttheater mit besonderer Aufmerksamkeit des Gastgebers empfangen. Es wird ihnen eine Freude sein, auch bei dieser Gelegenheit wieder zu bekunden, daß sich unsere Polizei als Diener der Volksgemeinschaft betrachtet, diese Verbundenheit aber nicht nur in den dienstlichen Beziehungen, sondern auch bei diesen kameradschaftlich en Stunden eines künstlerischen Erlebnisses im Dienste einer großen und - guten Sache zum Ausdruck bringen will, lieber die weiteren Pläne unserer Gießener Ernst Eimer. Daß Eimer auch als Schriftsteller, besonders aber als Jugendschriftsteller, Bedeutung gewann, geht mir mit einem Male auf, als der Künstler mir reichlich ein halbes Dutzend, meist f elb ft illüft r i e r t e Jugendbücher vorlegt. Habe ich selbst nicht schon oft gedankenlos in diesen weitverbreiteten Büchern geblättert? „Christian der Dorf- junge", „Jacobs Abenteuer", „Konrads Ferientage" und „Hermanns Wille und Weg", die Selbstbiographie des Künstlers, erschienen mir auf bilden suchen und Brigittes Sätze zu unterdrücken suchen. Brigitte aber, von keiner Schule angezapst und dleichaezehrt, 'sondern überaus kraftvoll, vom besten Hafer gestochen, sie läßt sich nicht unterdrücken, sie läßt sich nicht einmal unter das Sofa drücken, oder hinter den Ofen oder sonstwohin, sondern sie zieht ihn, und daraus —etwas verlegen, da er doch ein Mann ist und groß, während sie bloß ein Kind ist und klein — so geht das nun. Und das bedeutet, daß es so eben nicht geht, und daher kommt es, daß Brigittchen nachmittags drei Uhr strafweise ins Bett gelegt wird, und jetzt gedeihen auch Heinerles Sätze, und endlich steht es in steiler ernster Schrift da: „Beim Arbeiten brauchen wir Ruhe! Vom Arbeiten wird man oft abgelenkt! Zum Arbeitet? gehört Sammlung!" Hoffentlich merkt der Lehrer nicht meine Hand in der Mache dieser Sätze, aber ich habe die Hand dargeliehen, denn der Knabe Heinz hat ohne Verschulden viel Zeit verloren, er hat im Leben mehr zu tun, ich habe ihm geholfen, damit er früher hinauskommen konnte. Die aber, die an allem schuld ist, der fleischgewordene Rucketeufel, das Brigittchen, da liegt es, soll schlafen, strafweise, und schläft nicht, sondern ist nur mucksstill und blinzelt aus einem wütenden und einem empörten Auge. Sie ist vollkommen unschuldig. Denn in aller Unschuld hat sie das gemacht. — Deswegen wird sie nun auch wieder herausgelasien und darf wieder. Ihre Rechnung von sieben und neun, die zwei und drei finb, ist yerz- bezwingend, und Sätze machen will sie gewiß nicht wieder, hat sie fest versprochen. Sie sitzt nun und spielt mit der Puppenstube, und nur für geübte Kenner ist zu erkennen, was sie eigentlich will, nämlich den Heinerle von hinten ziehen. Der aber, das merke ich von hinten an seinen Ohren, möchte sich herzlich gern ziehen lassen. Dann würde es luftiger werden, und er brauchte nicht auf mich zu schauen, der ich ihm erläutere, warum manche Wörter groß geschrieben werden urTb manche klein. Das ist weiter nichts als Haarspalterei. Und ich. da ich mich langsam zu schämen beginne, beend- den Unterricht. Felix Riemkasten. WHW -Konzert am ,Taa der deutschen pclvei*. Wie überall im Reich, so trifft auch in Gießen Oie Polizei urn'angrelche Vorbereitungen zu dem am 1 4. u n d 1 5. F e b r u a r stattfindenden „T a g der deutschen Polize i", bei d?rn unsere Polizeibeamten wieder mit aller Einsatz^reudigkeit für das Kriegs-Winterhilfswerk selbst opfern und sammeln wollen Als besonderes Ereignis wird aus diesem Anlaß ein großes Konzert im Stadttheater zugunsten des Kriegs-Wii,terhilfswerkes am 12 Februar abends iiattftnden, daK der Gießener Bevölkerung einen erlesenen musikalischen Genuß bereiten wird. Das städtische Orchester unter Leitung von Kapell- inei'ter Otto Soll ne r wirb an diesem Abend eine Vortragsfolge zu Gehör bringen, die auch den anspruchsvollsten Musikfreund zufriedenstellen wird. Das Konzert soll alle Besucher, ganz gleich ob sie hervorragende Musikkenner ober Volksgenossen mit schlichtem musikalischem Sinn sind, in gleicher Weise erfreuen, da es Kompositionen bringen wirb, die jedem Hörer eine köstliche Gabe sein werden. Der Kartenvoroerkauf findet vom morgigen 5. bis zum 9. Februar im Musikhaus Challier, Neuenweg, statt. Es darf wohl erwartet werden, daß unsere Volksgenossen dieser Veranstaltung der Gießener Polizei alles Interesse zuwenden, damit neben dem unbezweifelbaren künstlerischen Erfolg auch das sinan- sielle Ergebnis zum Besten des Kriegs-WHW. in gleicher Weife bestehen kann. Unsere Gießener Polizeibeamten, deren enge Verbundenheit mit der Bevölkerung ja zur Genüge be- res vier Fälle eingeliefert wurden, bei denen es durch den Gebrauch von unverdünnter essigsaurer Tonerde in Form von Umschlägen zu einem Absterben der Fingerspitzen gekommen war. Ein an» deres, gern gebrauchtes Hausmittel, das Wasser- toffsuperoxyd, darf ebenfalls nur mit Vorletzt und in geringen Mengen z. B. zum' Mund- pülen verwendet werben, außkrbem muß man alle Gewebe vor der Berührung mit der Flüssigkeit sorgfältig hüten. Denn der aus ihr frei werdende Sauerstoff verbindet sich mit der Zellulose der Gewebe und zerstört sie. Die Flasche, in der Wasserstoffsuperoxyd aufbewahrt wirb, soll nicht mit einem Kork-, sondern mit einem Glasstöpsel verschlossen werden. Auch Salmiakgeist, der alle Fette löst und darum gern zur Reinigung von Türen usw. benutzt wird, darf nur in sehr verdünntem Zustand zur Anwendung kommen, da er auch stark farbelosend wirkt, also den Anstrich angreift. Seine Dämpfe sind übrigens den Atmungsorganen schädlich, es ist darum durchaus nicht angebracht, bei Schnupfen an der Salmiakflasche zu riechen, um Luft zu bekommen. Sehr gefährlich kann auch Salzsäure werden. In guter Verdünnung reinigt sie zwar besonders gut Emaille und entfernt Kesselstein. Aber die sich dabei entwickelnden Dämpfe sind den Metallgefäßen in der Küche gefährlich. Bei der Anwendung von Salzsäure find unbedingt Handschuhe anzuziehen, da sie ohne diesen Schutz die Haut zerstört. Unter keinen Umständen darf mit Salzsäure gearbeitet werben, wenn man auch die kleinste Wunde an den Händen hat. vermindern unsere Leistungskraft. Wir haben deshalb die Pflicht, die Zähne morgens und erst recht abends gründlich zu pflegen.