Annahme uun Ameise« für die MittaaSnummer vtS 8'/, Uhr deeGormittag- An-eiaen^reise für die Mll'imeter-Betle von 22 Millimeter Breite: 7Rvt. tür .Xamiliennn» Zeigen und onodte Gelegenbeitsanqergen 14Stof. ♦. Werbeanzeiaen und aesckäftlicke GelegenbeüdanHetgett Pladvoricknft lvorberiae Bereinbaruna) 25*/a m<*bt t^Hüieini iagiiih, anbei Afr f Donnerstag, 3. Dezember (942 Glttzener Anzeiger General-AnzeigerfirOberheffen'^L'LL^ Monaten ist Japan M ei der Welt geworden. Der l wort glauben, an das Ehrenwort des Kommandanten der Flotte von Toulon. Aber bereits kurz hu- Roosevelts doppeltes Spiel. Darlan ernennt sich zum Staatschef in Tlordafrika. versucht, waber den Briten im besten Falle einige Einsprengsel als Reservate Vorbehalten bleiben sollen, Bruchstücke ihres ehemaligen Empires. Was das bedeutet, wird erst klar, wenn man weiß, daß Kanada heute bedenklich dem USA.-Einfluß zuneigt, daß in Indien alles andere als für England erfreuliche Verhältnisse bestehen, daß A u st r a- li en mehrfach bekundet hat, der fünfte Erdteil könne nur von Nordamerika verteidigt werden, und daß Südafrika ganz offensichtlich starken Landhunger hat, der Burenrenegat General Smuts also schon aus diesem Grunde alles vermeidet, was den Yankees ein Aergernis sein könnte. Es ist selbstverständlich, daß solche Vorgänge den Vertretern der alten, traditionellen und sturen Empire-Politik nicht verborgen bleiben, und daß sie nicht gewillt sind, kampflos abzutreten, sondern im Gegenteil so teuer wie möglich verkaufen möchten. Daher bedeutet der Rücktritt von Cripps auch eine Stärkung der alten Empire-Linie, einen Zu- der Welt geworden. Der Lohn für seine glänzenden Tugenden. Bei der Landung der englisch-nordamerikanischem Truppen in Nordafrika handele es sich in Wirklichkeit um eine Tragikomödie, denn die Landung erfolgte mit dem Einverständnis der französischen Militärbehörden, kam auch für die Achse keineswegs überraschend, da genügend Informationen über das Zusammengehen der USA. mit den französischen Militärs vorlagen. Der Führer und ich wollten noch einmal an ein französisches Ehren- R o m, 2. Dezember. (DNB.) In einer Sitzung der gesetzgebenden Ausschüsse der faschistischen korporativen Kammer hielt der Duce eine Ansprache, die auch über den Rundfunk übertragen wurde. Der Duce betonte, daß er, nachdem er 18 Monate" geschwiegen habe, heute einen umfassenden Rechen- schaftsbericht über die Ereignisse der letzten 18 Monate geben wolle. Diese.18 Monate seien durch drei Ereignisse charakterisiert: 1. Krieg gegen die Sowjetunion: 2. Kriegseintritt Japans: 3. Landung der englisch-nordamerikanischen Truppen in Nordafrika. Die militärische Macht der Sowjetunion sei nur hinsichtlich der militärischen Qualität der sowjetischen Wehrmacht eine Ueberraschung gewesen. Seit Jahren habe er gewußt, daß im Osten eine riesige Militärmacht entstanden war, die kein anderes Ziel hatte, als die Revolution mit den Waffen in der Hand über die Welt zu verbreiten. Es war also unbedingt notwendig, daß die Achse sich den Rücken frei hielt. Man hatte nicht einen Augenblick länger zuwarten können. „Der sowjetische Soldat hat sich gut geschlagen, aber besser noch der deutsche Soldat, der den sowjetischen geschlagen hat" Heute habe die Sowjetunion bereits ihre fruchtbarsten Gebiete sowie 80 bis 90 Millionen ihrer Bevölkerung verloren. „Wir können", so fuhr der Duce fort, „mit großer Zuversicht der Zukunft entgegensetzen. Die 'Hilfe Englands für die Sowjets war sehr gering, und es' ist bezeichnend, daß die Sowjets es nie. erlaubt, haben, daß ein englischer oder USA.-Soldat ihren Boden betrat Es kann keinen Zweifel darüber geben, daß m diesem ge- Türkischer General zur militärischen Lage in Afrika ,/Mr Italien gibt es nur eine Aufgabe: Kämpfen!" Mussolinis Antwort an Churchill: Niemals wieder eine Pax Britannica für Italien. Mixing up mit -en LlSA Von unserem nn.-Berichterstatter. nach lagen so ungewöhnlich klare Beweise darüber vor, daß die Vereinigung der französischen mit der englisch-nordamerikanischen Flotte geplant war, daß auch hier vorgegangen werden mußte, da kein Augenblick zu verlieren war. So wurde Toulon besetzt, um die Gefahr zu bannen, die von der englisch-amerikanischen Propaganda 'in die Welt gesetzten Märchen eines glorreichen französischen Widerstandes seien von A bis Z erfunden. In Toulon habe es alles in allem zwei Tote und 17 Verwundete gegeben. Die Entwaffnung des Heeres Und der Marine in Frankreich gehe in vollkommener Ordnung vor sich. Nun kam Mussolini auf die Bombardie. r u n g der italienischen Städte und gab hie genauen Zahlen der Verwüstungen und der Opfer bekannt. Er I>abe das Recht zu fordern, daß kein Italiener auch nur im geringsten diese Zahlen in Zweifel ziehen dürfe. In den 3si ersten Kriegsmonaten habe die italienische Wehrmacht 40 219 Tote verloren, an Gefangenen 230 738, an Vermißten 37 713. 1800 feindliche Flugzeuge wurden abgeschossen, 193 am Boden zerstört. In italienischer Hand befinden sich an englischen Kriegsgefangenen 21 Generale, 2330 Offiziere und 32 747 Ünteroffi« .Ziere und Mannschaften, wozu die noch auf dem Transport befindlichen hinzugezählt werden müssen. Mit den nichtenglischen Kriegsgefangenen zusam« men hat Italien insgesamt in der Hand: 29 Generale, 4003 Offiziere und 69167 Mannschaften. Die Kriegsgefangenen in italienischer Hand würden nach der; Gesetzen der Menschlichkeit behandelt. Leidä Istanbul, 2. Dez. (Europapreß.) Generaloberst Sa bis, ein bekannter türkischer Militärschrift, steller, schreibt zur militärischen Lage in Nordafrika in der „Türkischen Post": „Diele Menschen glaubten, daß die Achse ihre sieben Sachen in aller Eile zusammenpacken und sich aus ganz Nordafrika sofort zurückziehen würde. Die Ereignisse zeigten aber, daß sich diese Leute, welche die Kampfkraft und den Unternehmungsgeist der Achse nicht kennen, schwer getäuscht haben. Es darf nicht außer acht gelassen werden, daß Nordafrika für die Achse nur einen Kriegsschauplatz von zweiter und sogar dritter Ordnung darstellt. Trotz ihrer Vorbereitungen konnten die Angelsachsen die Luftüberlegenheit in Franzö- sisch-Nordaftika nicht erringen, weshalb sie gegen di? Achsenstreitkräfte in Tunis und Biserta auch keine bedeutenden Angriffe einleiten konnten. Anderseits konzentrieren die deutschen und italienischen Italiens Kampfentschlossenheit. „Das italienische Volk ist sich voll der Notwen» digkeit dieses Krieges bewußt, der geradezu als heiliger Krieg bezeichnet werden muß." Diese lapidare Feststellung steht im Mittelpunkt des Rechenschaftsberichtes, den der Duce vor dem italienischen Volke abgelegt hat. Es war nur eine Selbstverständlichkeit, daß der Duce aus dieser Erkenntnis unmißverständlich auch die Folgerung zog, daß es für das italienische Volk nur eine einzige Aufgabe gebe, und die heiße: Kämpfen, und zwar kämpfen Schulter an Schulter mit den Verbündeten, kämpfen zusammen mit Deutschland. Und damit es die ganze Welt höre, unterstrich der Duce ausdrücklich noch die Festigkeit der Haltung des ita- lienischen Volkes, die bewunderungswürdig fei, in» öem es arbeite, diszipliniert sei und sich keine einzige Sabotagehändlung habe zuschulden kommen lassen. Den Einsatz der italienischen Frauen, die das unerschöpfliche Sammelbecken der Lebenskraft der italienischen Nation bildeten, bezeichnete der Duce „geradezu als wunderbar". In diesen Feststellungen lag bereits die unmißverständliche Antwort auf die Spekulation der angloamerikanischen Kriegsverbrecher, die Freundschaft zwischen den Achsenmächten stören und das Bündnis zertrümmern zu können. Der Duce ging aber eigens noch auf diese törichten Theorien em, indem er betonte, daß die Kameradschaft zwi- schen Italien und Deutschland jeden Tag tiefer werde und geradezu sich zu einem gemeinsamen Leben ge« ftalte, in dem Maße, wie das gegenseitige Verständnis zunehme. Voller Stolz konnte der Duce auf die Leistungen der italienischen Soldaten Hinweisen. Dieser- Stolz rechtfertigte auch die Zuversicht Mussolinis, daß in diesem gewaltigen Ringen, aus dem die Grenzen des neuen Europas festgelegt werden, nur öie Waffen der Achsenmächte siegreich hervorgehen werden. Im übrigen stellte der Rechenschaftsbericht des Duce auch eine treffsichere und pointierte Antwort auf eine der letzten Reden Churchills dar, in der sich dieser auch mit Italien befaßt hatte. Es war eine glanzvolle Abrechnung, die von einer souveränen Überlegenheit sprach und das traditionsbewußte Gefühl des Römers gegenüber den Krämerti an der Themse klar zum Ausdruck brachte, so wenn Mussolini davon sprach, daß, wenn man dem Engländer den Smoking ausziehe, der alte Barbar übrigbleibe, dem Cäsar vor Jahrtausenden den Fuß in den Nacken gesetzt habe. Vor allem wies dabei der Duce auf die englischen Luftangriffe auf italienische Städte hm und ließ keinen Zweifel darüber, daß die Ab° sicht mit diesen Bombardements italienischer Wohnviertel und den Terrorangriffen auf die italienische Zivilbevölkerung die Moral des italienischen Volkes zu untergraben, voll und ganz danebengegangen sei, und daß der Beweis erst erbracht werden müsse, daß die Italiener an Härte irgendwie den Engländern oder den Bolschewisten unterlegen seien. Einen Beweis dieser Stärke konnte man auch darin erblicken, daß der Duce genaue Angaben über die Opfer der Bombardierungen italienischer Städte machte. Es konnte nicht anders fein, als daß der Duce an den Schluß dieser stolzen und harten Rede die Versicherung stellte: „Wir werden unerschütterlich ausharren und dieser Beschluß wird uns von unserem Pflichtgefühl, unserer Ehre und unserer Würde vorgeschrieben" und daß er diesen Entschluß noch bekräftigte mit den Worten: „Wir aber müf« en kämpfen für die Lebenden, weil wir für die Zukunft kämpfen und für die Toten, damit die Opfer unserer Toten nicht umsonst waren. Die Toten be- efjlen uns, bis zum Endsieg zu kämpfen. Wir gehorchen." Daß Mussolini in dieser Rede dem Fühlen, Wollen und Handeln des ganzen italienischen Volkes Ausdruck gab, bewies die spontane Antwort der gesetzgebenden Ausschüsse der Faschistischen Korporativen Kammer, die Mussolinis Worte mit der Entschließung unterstrichen: „Die Kammer bekräftigt den entschlossenen Widerstands- und Kampfwillen des italienischem. Volkes, das in unerschütterlicher Gewißheit für den Endsieg zu kämpfen entschlossen ist." wattigen Ringen, aus dem die Grenzen des neuen Europa festgelegt werden, nur d i e Waffen der Achsenmächte siegreich hervorgehen werden. „Wenn es jemand gibt", so betont Mussolini, ..der den Krieg gewollt und auf den Krieg hingearbeitet hat, so war dies der Präsident der Vereinigten Staaten, Roosevelt. Seine Provokationen und feine Agitation, feine Lügen und seine Beteuerungen für das eigene Volk waren nur auf eines gerichtet: den Krieg? Natürlich konnte Japan nicht zusehen und warten, bis die Vereinigten Staaten zuerst schießen würden. Japan hat gut daran getan, in dem entscheidenden Moment einzugreifen. Der Eintritt Japans stellt die unbe- dingte Garantie für den Sieg dar, well Japan unerreichbar und unbesiegbar ist. Alle englischen Positionen im Fernen Osten sind wie ein Kartenhaus zusammen geb rochen. In wenigen einem der reichsten Länoer Lissabon, 2. Dez. (Europapreß.) Admiral Darlan hat die Machtbefugnisse als Staats- ch e f in Französisch-Nordafrika übernommen, und Zwar „als Vertreter von Marschall Petain". Unter Darlan ist in Algier ein Reichsrat geschaffen worden, dem außer Darlan die Generale Nogues, Boifson, Giraud und Bergeret sowie Generalgouverneur Chstel angehören. Die Bildung dieses Reichsrates unter Führung von Darlan hat sowohl in der englischen Oe-ffentlichkeit wie in Kreisen um de Gaulle außerordentlich verstimmt. Man sieht in dieser neuesten Entwicklung, dre ohne Einwilligung der nordamerikanischen Militärbehörden nicht durchzuführen gewesen wäre, einen Beweis dafür, daß Roosevelt ein doppeltes Spiel trieb. Darlan darf nun als Statthalter Roosevelts in Norda-ftika den Einfluß der USA. sichern, de G a u lle, der Schützling Englands, ist heruntergefallen, ein neuer Beweis dafür, daß Roosevelt allem englischen Widerstand zum Trotz auch nicht einen Bruchteil seiner in Afrika errungenen Machtposition aufzugeben gedenkt. Außenminister Eden wird in der Geheimsitzung des Unterhauses keine leichte Stellung haben. Es wird erwartet, daß die scharfen Gegensätze zwischen de Gaulle und Darlan jenseits des Atlantik sich weiter verschärfen werden. In den de Gaulle-Kreisen äußerte man, es handle sich bei der Bildung eines „französififchen Reichsrats" in Nordafrika um eine Maßnahme zur sammenschluß all derjenigen Lolldoner Politiker, die das Mixing up mit den USA. so verstehen möchten, daß die USA. zwar das Geld, die Soldaten, die Macht stellen, England aber nach wie vor im Hintergrund die Fäden zieht. Die „Times" drückt das ja fehr klar aus, indem sie immer wieder auf die „älteren Erfahrungen" in der Kunst imperialistischer Beherrschung hinweist. Aber so, wie die Dinge heute liegen und wie der Fall Darlan de-n Londoner Politikern nachdrücklich vor Augen geführt hat, kann, kein Zweifel darüber fein, daß der Wille zur Zusammenarbeit von Washington nur so verstanden wird, daß der Ton vom Weißen Hause angegeben wird, daß die Yankees sich heute in jeder Beziehung als berechtigte Erben fühlen, während den Briten im besten Falle die Rolle-Feines Juniorpartners zuge- messen wird. England muß heute bereits überall sich der Macht des Stärkeren beugen, England ist vor allem rettungslos an die USA. verschal- d e t. Und diese Schuld wird diesmal nicht — wie im ersten Weltkrieg — in den Schornstein geschrieben, sondern wird Dollar für Dollar gegen die Erweiterung des nordamerikanischen Einflusses im ehemaligen britischen Empire aufgerechnet werden. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Stockholm, Dezember 1942. Es hat sich dieser Tage ein bemerkenswerter Vorgang in England ereignet, bei dem sich die alten „empirebuilder“ wahrscheinlich im Grabe umgedreht haben und der — hätte man ihn hörbar darstellen können,, in der ganzen Welt als ein bedenkliches Knistern und Krachen im Gebälk des britischen Empires vernommen worden wäre. Die „Times" ist vor den Hegemonieanfprüchen der Yankees in aller Form zu Kreuze gekrochen: sie tat das unter der Ueberfchrift „Amerika und das Empire" in zwei Leitartikeln, die in verstehenden, ebenso distanzierenden wie zustimmenden Worten doch nichts anderes enthielten als die Zustimmung zur Weltpolitik der Vereinigten Staaten und den Vorschlag — genauer gejagt: die Bitte —, mit den Nordamerikanern international zusammen- 3üarbeiten, wobei das Blatt im besonderen auf die empirefeindliche Politik der USA. in bezug aus die ostasiatischen Besitzungen Englands anspielte. Die britischen Politiker haben damit im Hinblick auf die gegenseitigen Auseinandersetzungen über Notwendgkeit und Bestand des britischen Empires einen neüen Ton angeschlagen, zu dem die Ausbootung von Cripps aus dem britischen Kriegs- kabinett die hintergründige Begleitmusik bifibet. Gerade diese Liquidierung ist sehr aufschlußreich, denn sie beweist, daß Churchill sich aus der bolschewistischen Umklammerung zu lösen versucht, um gegenüber dem hemdsärmeligen Auftreten des groben Willkie mehr Ellenbogenfreiheit zu haben. Churchill befindet sich ja auf lange Sicht gesehen unstreitbar in einer noch heikleren Situation als die augenblicklichen Nöte der Kriegslage auf dem Atlantik und die in Nordafrika aufgetauchten Probleme bereits verraten. Man braucht nur einmal einen Blick in die britische Zeitschrift „Round Table" zu tun, i)ie ihre liebe Mühe hat, die Sorgen über die „Zu- ammenarbeit" mit den Sowjets auf Grund des auf Jahre eingegangenen Bündnisses zu verbergen. Churchill steht zwischen Scylla und Charybdis, ein Zwiespalt, den das Sprachrohr der Verfechter des tmpires, die „Round Table", mit dem leise aus« lesprochenen Wunsch andeutet, daß die Zukunft ms einer „Union Gleichgesinnter" lervovgehen müsse, womit die Zeitschrift selbstver- tändlich vor allem das britische Commonwealth in Zusammenarbeit mit den Nordamerikanern meint, röhrend sie von den Sowjets zwar von einem „für Europa unerläßlichen Instrument" spricht, im übri- en aber zwischen den Zeilen doch nicht ganz den Kunsch unterdrücken kann, die Bolschewisten nach em Kriege nach Möglichkeit - bei der Verteilung er Welt auszuschalten. Gegenüber den Nordamerikanern liegen die Dinge der wesentlich anders. Hier ist die britische Stel- ing bereits so, daß man die in typischer Ycmkee- ilegelhaftigkeit vörgedrachten Willkieschen Angriffe lit höchst versöhnlichem Ton abzubiegen versucht, m aus der Empiredämmerung, die von den Yan- ees längst als willkommener Ausverkauf begriffen ourde, jo etwas wie das Licht der weisen und eunmal überlegenen Staats-- und Menschenführung ritischer Diplomatenkunst zu machen, das man in sukunft doch nicht ganz entbehren könne. Aber für ieses Mixing up, für dieses Zusammengehen, behelfen die Yankees irf der Praxis nicht den ge- ingften Sinn. Sie haben für derartige Ermahnungen überhaupt kein Organ, sondern gehen nfach zur Tagesordnung über. Nur naive Gemüter innen annehmen, daß die Yankees so kostspielige nb gefährliche Expeditionen nach Nord- und West- rrita sowie den dortigen britischen Territorien nternehmen, lediglich um der Erhaltung des Em- ireL willen. Die Tatsachen-widersprechen kraß dieser nnahme, lassen vielmehr überall daraus schließen, iß der Machthaber des Weißen Hauses auf seine tunbe gewartet hat, und daß er sie jetzt für etommen hält. Und mehr noch: Er ist auch ge- illt, sie restlos auszunutzen! Kein Nordameri- itier erschauert in Ehrfurcht vor dem „Ewigkeits- ert" des dreihundertjährigen Gebildes des briti- >en Empires, die meisten sind jedoch gewillt, inner» Ib dieses Empires neue B e j i tz v e r h ä 11 - t f f s- zu schaffen, wobei der Stärkere — und das ib ohne Zweifel bereits die Vereinigten Staaten? — n Löwenanteil zu beanspruchen hat. Der Plan, nach dem von Washington vorgegan- n wirb, läßt sich bereits ziemlich klar überschauen, n Nahen Osten sitzen bie Yankees auf den Bahrein- lseln, sie haben bas Emirat Koweit geschluckt, sie d im Iran unb im Irak nicht nur durch mitt- rische, sondern vor allem auch durch wirtschaft- ch e Sachverständige vertreten, die systematisch irauf hinarbeiten, den britischen Einfluß auszu- lalten, die britische Wirtschaftsstellung zu unter- ab en unb sich f e I b ft im Namen des Dollar» perialismus an deren Stelle zu setzen. Sehr aus- /ußreich war ja auch die Indiskretion der G a u l« isten, daß gerade diese Gebiete, die Bahrein- Meln, bas Emirat Koweit, Iran und Irak, Syrien- tianon und schließlich Trcmsjordanien nach einem rtisch-norbamerikanischen Geheimabkommen küns- 9 als „Einfluß geb ist" der Nordame- 'kaner anzusehen fei. Nimmt man hinzu, daß -rofeoelt in Algier und Marokko nichts tigeres zu tun hatte, als den Juden Sonderrechte Mräumen, daß er ifjnen' ausdrücklich gestattete, A Palästina einzuwandern, well er bort öem TA.-Jubenturn gegenüber einen weiteren Scheck Mukösen hat, so rundet sich das Bild bereits em» ■Utig ab. Es wird noch klarer durch einen Ausruch Willkies, daß der Krieg „um die Türkei her» -f“ gewonnen ober verloren werbe und durch die eußerung des Vizepräsidenten Wallace, daß durch e Kämpfe im Mittelmeerraum die kürzeste direkte e.'binbung mit der Sowjetunion geschaffen werden l. Der Roosevelt-Imperialismus blickt also de- -reits nach den Meerengen und greift mit 1 ^ypenarmen um den ganzen gewaltigen afrika- 1 Ihen Kontinent, den er sich botmäßig zu machen Festigung der Stellung Daria ns. 5lad> der Erklärung Roosevelts, d>aß die Zusammenarbeit mit Darlan nur vorübergehend fei, liege es in dessen Interesse,' feine Stellung möglichst zu sichern und möglichst lange zu halten. Ob de Gaulle unter diesen Umständen die bereits geplante Reise nach Washington unternehmen wird, ist wieder ziemlich zweifelhaft, zumal Roosevelt mit seiner Anfang der Woche gegebenen Erklärung, wonach er de Gaulle nicht eingeladen habe, diesem Gegenspieler Darlans eine ziemlich deutliche Absage erteilte. Amerikanische Bee-achter kommen nach Spanisch-Marokko. T a n g e r, 3. Dez. (Europapreß.) Die USA. fängt fetzt an, auch in Spanisch-Marokko ein Netz von Konsulaten aufzubauen, nachdem dieses USA.- Spionagesystem sich in Französisch-Marokka so gut bewährt hat. Das erste Konsulat wurde in Ceuta errichtet, wo bisher wegen des Festungscharakters dieser Stadt sich noch niemals irgendein Konsulat niedergelassen hatte. Weiter verlautet, daß das nächste Konsulat in Tetuan eingerichtet werden soll. Spanien erteilte das Exequatur für Ceuta dem neuernannten USA.-Konsul Douglas Flood, der damit die Möglichkeit erhält, seinen Beobachtungsposten zu beziehen. U-Boote ihre Angriffe gegen die englisch-amerikanischen Landungsplätze in Nordafrika und es ist ihnen bisher gelungen, sehr viele Schiffe zu versenken. Auch die 8. englische Armee scheint so gut wie zum Stehen gekommen zu sein. Die Versorgung aus Marsa Matruk, Sollum und Tobruk scheint auf große Schwierigkeiten zu stoßen. Die Luftwaffe der Achse auf Kreta macht die Nachschublinien und Wege für diese Armee unbrauchbar. Es ist jedoch sehr zweifelhaft, ob es den anglo-amerikanischen Armeen gelingen wird, größere Verstärkungen her» anzuholen, um ihrer Lage im Vergleich zur Gegenwart größere Festigkeit zu geben. Angesichts dieser Verlegungen scheint es den Anglo-Amerikanern unmöglich zu fein, die Achsenstreitkräfte aus dem Miftelmeer zu vertreiben unb den Seeverkehr Zwischen Gibraltar und dem östlichen Mittelmeer- decken in gesicherter Form wieder herzustellen. Schulter an Schulter mit Deutschland Wiche Herten ’t in der Schöpferische Träume Ött Aus dem Reich. Dr. Ley vor den Schaffenden Kohlen- und Eisenurbeitern des Ruhrgebietes sein. Die Orte liegen in einem Gebiet, das stärker als andere Gegenden von britischen Terrorangriffen „Das italienische Volk ist sich voll der 3tot- wenLigkeit dieses Krieges bewußt, der geradezu als heiliger Krieg bezeichnet werden muh", rief der Duce aus. „Italien hat die Entscheidung treffen müssen, ob es seine Politik mehr nach seinen Land- oder mehr nach seinen Seegrenzen einrichten wolle, do es nicht ständig im Schwebezustand bleiben konnte. So konnte es dem Riesenkampf nicht fernbleiben." Der Duce erklärte, er verzichte darauf, von Friedenszielen zu sprechen. Territoriale und politische Ziele haben in diesem räumlich erweiterten und zeitlich verlängerten Krieg ihre besondere Bedeutung verloren. Dieser furchtbare Kampf sei nunmehr wirklich zu einem Krieg zweier Welten geworden. Für das italienische Volk gebe es nur eine einzige Aufgabe: Kämpfen, und zwar kämpfen Schulter an Schuller mit den Verbündeten, zusammen mit Deutschland. (Lang anhaltender Beifall.) Die Kameradschaft zwischen Italien und Deutschland werde jeden Tag tiefer. Sie werde geradezu zu einem gemeinsamen Leben in dem Maße, wie das gegenseitige Verständnis zunehme. Der Feind wolle, wenn er vom Kampf gegen den Faschismus spreche, alle die Bewegungen der jungen Völker treffen. Riernand dürfe sich Illusionen 3m Sep Alt et »Jqs Li ® einen Mig un Wits rech Jen \ heiler 2Jjpa [« diffei 'Witer w Mme p natur wmpofitii h die U lib Kant dnzerte W sii teilen al Modisch wir, wie manche sagen, in diesem Jahre nur bis zu ben Knöcheln im Kriege gesteckt haben, so werden wir im kommenden Jahre bis zum Halse darin stecken." London wußte nichts von der Ernennung DarlanS. Stockholm, 3. Dez. (DNB. Funkspruch.) Wie der diplomatische Berichterstatter der „Times" erklärt, hat „die britische Regierung von den Vollmachten und Titeln, die Darlan nunmehr vertritt, nichts gewußt, bevor die Proklamation im Sender Marokko verlesen wurde". dc fterj * eine j der P? du in zusammen und öffnete ihn dann so locker und frei, als sei nicht das mindeste geschehen. Dabei legte er dem armen Menschen ruhig die Hand auf die Schulter. „Nehmen Sie es sich nicht so zu Herzen", sagte er. „Das Ding ist alt genug geworden, um endlich einmal dahinzugehen!" „Das Ding!" sagte er von seiner Vase. Und brachte es sogar fertig, zu lächeln — bloß um einen verzweifelten armen Kerl nicht noch tiefer zu demütigen, als ihm durch das Unglück ohnehin geschehen war. Dann holte er Schaufel und Besen. Es hatte den Anschein, daß es nur darauf antomme, irgendeinen harmlosen Unrat zu beseitigen, um einem geschätzten Besucher darzutun, daß er durch nichts belästigt werden dürfe. Es gelang denn auch, den ganz zerschmetterten Unglückswurm allmählich wieder zu sich selbst zu bringen. Er mußte sogar noch eine Tasse Kaffee trinken, die der Herr selbst bereitete. Dann wurde er freundlich und unauffällig verabschiedet. Er atmete auf und kam erst wieder richtig zu sich, als er — Gottlob und Dank — auf der Straße und vom Schauplatz seiner Untat weit entfernt war. Im Gehen murmelte er vor sich hin: Und der Mann ist so gut zu mir gewesen — eine schöne Geschichte, die ich da angerichtet habe! Jener hingegen, der das geschilderte Beispiel so unwahrscheinlicher Beherrschung gegeben hatte, war auch nachträglich nicht empfindsam geworden. Ihm schien vielmehr, daß die verstorbene Freundin nun auf ihn niederblicke, als ob sie mehr denn je in ihrem Leben mit ihm zufrieden sei. Der L haus ' Autschlai »oppelbet eigentlich Mt, w gingen. L Ljflfflen* W Men. ■ RSG. Im Anschluß an eine Dienstbesprechung besuchte der Leiter des ^-Fürsorge- und Dersor- gungsamtes, Düsseldorf, ^-Sturmbannführer Weigand t, mit den ^-Fürsorgeoffizieren aus Frankfurt a. M., Düsseldorf, Hamburg, Jena, Kassel, Rendsburg, Saarbrücken und Wiesbaden, die im ganzen Reich als beispielhaft anerkannte Einrichtung der Deutschen Arbeitsfront in Frankfurt zur west- und nordwestdeutscher Betriebe. Q1 In dieser Woche hat Reichsorganisationsleiter Dr. SjQrtetffD Ley eine Reise angetreten, die ihn in eine große W ien Stil Zahl von Betrieben Westdeutschlands und beruflichen Betreuung, Ausbildung sowie Ein- und Umschulung der Vermehrten des Krieges. Der bisherige griechische Ministerpräsident General T s o l a k o g l u gibt in einem Aufruf an das griechische Volk seinen aus gesundheitlichen Gründen erfolgten Rücktritt bekannt und sprach die Ueberzew gung aus, daß seine Polittk der engen Zusammen« arbeit mit den Achsenmächten auch von der neuen Regierung weiter verfolgt werde. Ein neues Arbeits- kabinett hat als Ministerpräsident Professor Logo, t h e t o p u k o s gebildet, der gleichzeittg die Leitung der Ministerien für soziale Fürsorge. Kultur und Die Wahlen zur Präsidentschaft, zum Senat und Abgeordnetenhaus in Uruguay haben nichts an der bisherigen Stellung des Staates geändert. Juan Jose Amegaza wirb Präsident, der bisherige Außen-. Minister Guani Vizepräsident. Amegaza erflärte, ■ ö n 4 daß er die bisherige Politik von General Baldomir fortführen und außenpolitisch eine enge Zusammen- arbeit mit den USA. und England verfolgen werde. K1' K Ako S' iNe ; L 31 foj19üi bhIernt Bi’ Nordwestdeutschlands führt. Dr. Ley be« sucht die schaffenden Menschen an ihren Arbeite K"” n, unterrichtet sich über ihre Wünsche und t zu ihnen auf Betriebsappellen. So wellte I Dr. Ley in seinem Heimatgau Köln-Aachen. Die Reise wurde'im Gau Düsseldorf fortgesetzt, | und am Ende dieser Woche wird er unter den M Reichst U unb iimitdlege zu w Irästige ich der ! iMsches tn des i Msser chenführi flbe umf Ägder! jifretär 3 ter Re -jüon zu Liter de- flauen n 3r. Stu valtig ge Serroaltu TialratDr. jrunq c-sprocher »rache G Das Echo -er Ouce-Red^. Englands Verachtung beantwortet Italien mit ebensoviel Hatz. Rom, 2. Dez. (Europapreß.) Die Rede des Duce hat in Italien eine machtvoll aufrüüelnde Wirkung gehabt. Durch die große Ruhe und Selbstsicherheit, mit der Mussolini alle Fragen beantwortet, die heute die Italiener bewegen, haben seine Ausführungen dem Volke Zuversicht und Selbstvertrauen gegeben. So erklärte ein Arzt: „Die Worte des Duce sind Vitamine." , t Die Einfachheit der Rede, die allen rhetorischen Schmuckes bar die Dinge beim Namen nennt, hat eine besondere Anziehungskraft ausgestrahlt. Verblüfft sind viele Hörer auch durch die Offenheit, mit der der Duce Aussprüche Churchills gegen sich selbst zitierte und die Verluste und Schäden des Krieges unumwunden zugab. Schließlich hat diese Rede auch die Wirkung gehabt, die Gerüchte über die Krankheit des Duce zu zerstreuen. Zuhörer, die der Rede in der Kammer beiwohnten, erzählen, daß der Duce einen frischen und rüstigen Eindruck machte. Er stieg mit leichtem, elastischem Schritt die Stufen zur Rednertribüne hinan, und während der ganzen Dauer feiner Rede konnte man keine Müdigkeit feststellen. „Die Antwort' des italienischen Voltes", so schreibt „G i o r n a l e d ' I t a l i a", „auf die eitle Drohung Churchills ist einmütig und fest. Auf die britische Verachtung wird mit ebensoviel Haß ge- antwortet, der sich vor allem gegen die herrschende Klasse und gegen die reichen und unverschämten Führer des britischen Jmpiriums richtet. Auf den Terror Churchills wird mit der ruhigen Behauptung des Willens zum Widerstand und zum Kampf bis zum äußersten geantwortet. Das italienische Volk ist mehr denn je auf Widerstand und Kampf bis zum äußersten eingestellt, weil es verstanden hat, wie verzweifelt sein Schicksal sein würde, wenn es die Waffen strecken und die Pax Britannica annehmen würde, die Churchill ihm vergebens mit seinem Terror aufzwingen will." „Bis zum Halse im Kriege." Knox kündigt neue Atlantik-Verluste an. Stockholm, 3. Dez. ^Europapreß.) Auf weitere nordamerikanische Verluste in der Atlantik- schlacht bereitet Marineminister Knox die USA.' in einer Ansprache in Neuyork vor. Er erklärte, daß der Schiffsbau der Vereinigten Staaten nicht den Erwartung en entsprochen habe. Besonders an Sicherungsfahrzeugen für die Geleitzüge bestehe Mangel. Knox sagte dann: „Eine schwere Zeit steht uns noch im Atlantik bevor. Wir müssen uns alle auf Verluste im Atlantik gefaßt machen. Besonders die nächsten vier bis fünf Monate werden uns schwer zu schaffen machen. Die Operationen in Nordafrika haben ohne Zweifel unsere Aufgabe noch erschwert. Wenn darüber machen, daß ein Sieg unserer Feinde eine Pax Britannica, ein tausendfaches Versailles bedeuten würde. England wolle aus der ganzen Welt ein Indien machen. Ls wolle, daß die ganze Welt für England arbeite. „Wir aber müssen kämpfen", rief Mussolini, „sür die Lebenden, weil wir für die Zukunft kämpfen, und für die Toten, damit die Opfer unserer Toten nicht umsonst waren. Die Toten befehlen uns, bis zum Endsieg zu kämpfen. Wir gehorchen!" Die Rede des Duce wurde immer wieder durch gewalttge Beifallsstürme unterbrochen. Sämtttche Nationalräte erhoben sich zum Gesang der Gio- vinezza. Danach wurde folgende Entschließung Den lesen, die von der faschistischen Kammer durch Akklamatton einstimmig angenommen wurde: „Nach Anhörung der stolzen und festen Worte des Duce antwortet die faschistische Kammer auf die Lügen und Beleidigungen des Feindes, indem sie der heldenhaften Gefallenen an allen Kampffronten ae- denkt und den tapferen italienischen Soldaten sowie der von den feindlichen Angriffen betroffenen Bevölkerung ihren Gruß entbietet. Die Kammer bekräftigt den entschlossenen Widerstands- und Kampf- willen des italienischen Volkes, das in unerschütter- Ilichor Gewißheit für den Endsieg zu kämpfen entschlossen ist." In Hamburg wurde in Anwesenheit des japa- . L. nischen Botschafters General Oshima eine Zweig- . stelle der Deutsch-Japanischen Gesellschaft gegründet. t St,i Mg Hit Mer ' Dtschia s s* w N tiltiiwl 1 icherte 2 uns entc rtr, t>ern Mn er ' tbem Dj «-d-rt Oie matte Vase. Von Peter Scher. Sie war aus schwarzem Ton und ringsum mit figürlichen Darstellungen in Braunrot verziert: mit Frauen, die Diademe trugen "und Blütenzweige in den Händen hielten, wie auch mit einem kühn hinjagenden Streitwagen, dessen Pferde von einem aufrechtstehenden Jüngling gelenkt wurden. Die Väse gehörte einem Mann, der sie vor Jahren von einer Frau zum Geschenk erhalten hatte, die bald darauf gestorben war. Der Wert des Kunstwerks wurde von Bewunderern sowohl aus Höflichkeit wie aus Unkenntnis in der Regel überschätzt, denn es gibt gewiß viel mehr dergleichen Dinge als man glaubt — wenn sich auch freilich die meisten in Museen und Sammlungen befinden. „ Für unfern Mann kam der materielle Wert gegenüber dem, den die Vase aus dem erwähnten Umstand für ihn hatte, gar nicht in Betracht. Er lebte zwar in bescheidenen Verhältnissen, aber ein Verkauf wäre ihm nicht einmal im Falle wirklicher Not denkbar erschienen. Es gibt eben immer wieder Menschen, die ihr Herz so sehr an eine Empfindung hm- geben, daß sie eher sterben würden, als ihr untreu zu werden. Nun gut, der Besitzer der Vase erhielt eines Tages den Besuch eines ihm völlig fremden Mannes, der ihn in einer Notlage um Rat bitten wollte. Schon während des Gespräches hatten die Blicke des Gastes mit einem Ausdruck höchster Bewunderung an dem fremdartigen Gegenstand gehangen, was dessen Besitzer zu seiner stillen Freude nicht verborgen geblieben war. Er empfand jeden Ausdruck von Wertschätzung für seine Kostbarkeit als eine Huldigung an die unvergessene Frau. Die Beratung war zur aufrichttgen Dankbarkeit des Fremden erledigt, und die beiden Männer erhoben sich von den Stühlen. Da der Besucher zwischendurch immer wieder nach der Vase gesehen batte und nun, nach Beendigung des sachlichen Gesprächs, erst recht mit den Augen nicht von ihr lostanL hatte der Hausherr seine besondere Freude daran, dem Mann einige erklärende Bemerkungen zu geben. Die Art, wie die Belehrung ausgenommen wurde, war doppell geeignet, den Besitzer und Hüter des Andenkens zu beglücken. halten, was ich im Traum gedacht und erfaßt habL Der Wachzustand ist meistens nur ein Nachdenken über das im Traum Gedachte. Es genügt, daß ich die Augen schließe — noch ehe ich schlafe, beginne« sich die Horizonte meines Alltags zu erweitern. 6l strömen Welten herzu, die zu schildern keine mensch» liche Feder imstande wäre. Der Zeitbegriff schwirv bet, als wäre die Zeit unbeweglich. Vielleicht ist sie es auch, und wir verwechseln sie nur mit uns, die schwinden und vergehen. Ich besteige im Schlaf ungeahnte Berggipfel und staune, daß wir de« Himalaja für so hoch halten. Ich versenke mich i« jedes Tierwesen, ich s eh e die Pflanzen wachsen uni höre die überirdische Stimme ferner Welten. Dar sind keine Phrasen — schon in meiner Kindheit e? ging es mir so, und dieses Zugehörigkeitsgefühl zum Traumreich hat mich nie verlassen. Ich kenne, die Einwände der Nüchternen unter den Gelehrte«,! denen es nie vergönnt war, einige Zeit bewußt i« Reich des Traumes zu weilen. Aber sagte ich Jhneit nicht, daß mir solches Wissen nur fragmentarisch M sein scheint? Auch bin ich mir bewußt, daß die meisten genialen Erfindungen zuerst im Traum et*] schaut werden. Beispiele dafür könnte man in Mengs! anführen. Was ist Phantasie, wenn nicht bewußt« Versenken ins Traumreich?" „Das ist doch wohl nicht möglich — dreihundert Jahre vor unserer Zeitrechnung?" murmelte der Mann mit einem Ausdruck kindlichen Staunens in einen wasserblauen Augen. Ms der Hausherr feine Angaben ernsthaft betätigte, erhob sich jener, während er andächtig emporblickte und sein Kopf in ein leises Schütteln geriet, vor lauter Ehrfurcht auf die Zehenspitzen. Dies alles ergriff den Besitzer der Vase so unwiderstehlich, daß er wie unter einem höheren Zwang etwas tat, worüber er sich später selbst nicht genug wundern konnte. Er nahm die Vase mit reiben Hänben unenblich vorsichtig herab und übergab ie dem durch diese Ehrung ganz ergriffenen Fremden zu genauer Betrachtung. „Vorsicht!" hatte er gerade nach sagen können. Dä lag das zarte Gebjlde schon, das unter dem Lust- druck der Jahrtausende leicht wie Papier und obendrein rissig geworden war, gleich einem Aschenhäufchen verweht am Boden — so hoffnungslos in unendlich viele Teilchen zerfallen, daß der Gedanke an eine Wiederherstellung gar nicht auftornmen konnte. Was nun geschah, entbehrte so sehr des Alltäglichen, daß es eher als eine Pflicht denn als eine bloße Spielerei erscheinen mag, den Hergang bis zu Ende zu erzählen. Der Pechvogel stand vollkommen vernichtet vor den Resten der Vase. Die unausdenkbarsten Greuel hätten ihn nicht schwerer treffen können als dieses Mißgeschick. Der tieferschrockene Mann hielt die Hände von sich ab — wie ein Kind, das zum erstenmal Handschuhe bekommen hat und sie noch nicht zu gebrauchen versteht. Sein Mund zitterte, doch brachte er kein Wort hervor. Und was tat der Geschädigte? Schrie er auf wie ein im Innersten getroffener Mann von Kraft und Temperament (der er in Wirklichkeit auch war)? Stampfte er mit dem Fuß? Aeußerte er sich — wenn auch nur in jäh vorübergehender Anwandlung — ärgerlich über den unersetzlichen Verlust? Nichts von alledem. Er sah — nachdem er natürlich zuerst erschrocken auf die Scherben niedergeblickt hatte — dem Verstörten mit einem Ausdruck großer Güte in das blaffe Gesicht. Einen Augenblick hatte es geschienen, , daß er ganz schnell den Mund öffnen wolle — aber nur einen Augenblick. Er preßte ihn sogleich wieder aber sei, abgesehen von einigen Fällen, die Behandlung der italienischen Kriegsgefangenen geradezu unmenschlich. Der Duce verlas stellen aus Briefen, in denen Kriegsgefangene über die barbarische Behandlung italienischer Kriegsgefangener durch die Engländer berichten. Als der Duce einen Brief verlas, in dem ein Kriegsgefangener schreibt: „Verflucht seien die Engländer, verfluchter aber noch die Italiener, die die Engländer gut ^handeln!" brach ein nicht endenwollender Beifall 13. Der Duce nahm dann zu einer der letzten Reden Churchills Stellung, die sich in ihrem Hauptteil gegen Italien und Mussolini persönlich richtete. Die in dieser Itebe enthaltenen Drohungen gegen Italien seien durchaus ernst gemeint: denn ziehe man dem Engländer den Smoking aus, so bleibe der alte Barbar übrig, dem Cäsar vor Iahrtaasenden den Fuß in den Racken gesetzt habe. Churchill gehe von folgender Voraussetzung aus:' Wir Engländer sind ein hartes und zähes Volk, werden aber die weichen Italiener die nötige Widerstandskraft haben? Auf diese Frage antworte ich mit 3a! Vis zum gegenteiligen Beweis weigere ich mich, zu glauben, daß die Italiener irgendwie den Engländern ober den Sowjets unterlegen sind. Wenn dem nicht so wäre, so mühten wir unsere Hoffnung aufgeben; ein großes Volk zu .sein. Rom war nach der Schlacht von Cannae siegreich. Wir werden beweisen, daß in unseren Adern, wenn auch nicht das ganze Blut der alten Römer, so doch ein großer Teil dieses Blutes flieht. Wst werden unerschütterlich ausharren, und dieser Veschluh wird uns von unserem Pflichtgefühl, unserer Ehre und unserer Wurde vorgeschrieben. Mussolini verlas darauf einzelne Stellen der Churchill-Rebe und bemerkte bazu, er könne stolz sein, daß er als der persönliche Gegner des englischen Weltreiches angesehen werbe. Als wir m den Krieg eintraten, waren bie französische Alpenarmee, Luftwaffe unb Kriegsmarine, bie in einem Krieg im Mittelmeer eine große Rolle hätten spielen können, noch intakt. Wenn man aber auch annehmen wollte, Italien hätte Frankreich einen Dolchstoh gegeben, so muß man biesen Dolchstoß den Hunderten von Dolchstößen entgegenstellen, bie Frankreich seit der Zeit der Gallier bis zum Abkommen von Mentone Italien versetzte. Churchill entstamme einer herzoglichen Familie, in deren Adern blaues Blut fließe. In meinen Adern, rief Mussolini aus, fließt das gesunde Blut eines Schmiedes. Heute fühle ich mich mehr denn je Churchill überlegen, aus dessen von Tabak und Alkohol stinkendem Munde die übelsten Beleidigungen gegen Italien fließen. Es darf niemand erlaubt sein, den Mut unb das Heldentum des italienischen Soldaten in Zweifel zu ziehen ober herabzusetzen. Die deutschen Kameraden haben spontan anerkannt, daß, wenn der italienische Soldat, gut ausgerüstet und gut geführt ist, er einer der besten Soldaten der Welt ist. Man will einfach dem italienischen Volk bas Recht auf eine Existenz absprechen, und zwar nicht nur dem vom Faschismus geführten Italien, sondern Italien überhaupt. Es ist falsch, daß England dem italienischen. Volk gegenüber freundliche Gefühle hegte. England mar nie der Freund Italiens. Wir müssen uns von falscher Gefühlsduselei frei machen. Ohne Haß kann kein Krieg geführt werden. Der Haß gegen den Feind muß Tag und Nacht gehegt werden. Mit arößter Energie sind alle Tendenzen zu bekämpfen, die daraus hin- zielen, bie Geister schwach zu machen. Die Welt habe von Italien zuweilen noch ein ganz falsches, Bild. Italien sei für die Welt das Land des Pinsels, des Meißels und der Musik geworden. Ich möchte lieber statt Standbilder und Bilder mehr dem Feind entrissene Fahnen sehen", rief der Duce. ;,Die Haltung des italienischen Volkes ist bewunderungswürdig." Man könne vom italienischen Volk keine Dauerbegeisterung fordern. Denn Begeisterung sei ein lyrischer Moment im Leben der Völker wie im Privatleben, so daß diejenigen, die sich in einem ständigen Rausch der Begeisterung befinden, als geistig nicht gesund erklärt werden müßten. Das italienische Volk arbeitet, es ist diszipliniert, es ist keine Einzige Sabotagehandlung von Italienern oorgetommen. Es hat sich keine einzige Demonstration gegen den Krieg in Italien ereignet. Die , italienischen Frauen bildeten das unerschöpfliche Sammelbecken der Lebenskraft der Nation. 3eiffd>riffen. — Die „M o b e n w e l t" (Deutscher Verlag, Berlin) bringt in ihrem Winterheft bie neuesten Modelle für die kalte Jahreszeit: einfache unb elegante Kleibung wirb gezeigt, sporlliche Mobelle, Dormittagskleiber und allerlei für ben Nachmittag. Auch viele interessante modische Kleinigkeiten findet man, außerbem neue Wäsche unb zahlreiche Vor? lagen für Jungen unb Mädchen. Besonders hübsch ist der Handarbeitsteil, in dem reizende Vorschläge gemacht werden, wie man Weihnachtsgeschenke für Kinder unb Erwachsene selbst basteln oder arbeiten tottu Unterricht beibehält. Um den deutschen Warenverkehr mit Griechenland zu pflegen und zu vertiefen, ist von der Reichsgruppe Handel und der Reichsgruppe Industrie die !Deutsch--Griechische Warenausgleichs-Gesellschast in Berlin und Athen gegründet worden. Der nun achtzigjährige Dichter Gerhart Haupt« m a n n hat in Gesprächen, die in der „Neuen Rund« ipa schau" veröffentlicht wurden, tiefe Einblicke in das Wesen seines künstlerischen Schaffens tun lassen. Ec betonte darin die Wichtigkeit der Sinnesempfindun« gen, bie die äußere Erkenntnis der Dinge vermit« teln, aber das Wesentliche für ihn ist nicht diese, fönbern bas innere Wissen. „Die einzigen Stunden, bie ich ungestört für ben Ausbau meiner innere« « Welt verwenden kann", sagte der Dichter, „finlü f’Meij eigentlich bie Stunden meines Schlafes. Es gibt* Menschen, bie sich darüber beklagen, daß zumindest' ein Drittel ihres Lebens im Schlaf vergehe. Solche * Naturen haben von Jynerlichkeit nicht bie geringste $ Ahnuyg und besitzen keine eigene Welt. Für mich ü sind die Stunden des Traumes die wahrhaft fchöpfe-M rischen — bie übrige Zeit, die ich im Wachen mÜ U. der Gestaltung meines Werkes verbringe, ist eigen!« 8 lich nur dazu da, um einen Schatten dessen festzi» ti Der Streit um General be Gaulle ist auch dadurch in eine interessante Phase getreten, daß Mexiko die sogenannte Regierung de Gaulles amtlich anerkennt. Außenminister Padilla erklärte, daß er das Gaullisten-Komitee bereits am 9. November, also nach Abbruch der diplomattschen Beziehungen zu Vichy, verständigt habe. Die Stellungnahme Mexikos dürfte in Washington nicht wenig verstimmen, da erst kürzlich Hüll noch von den „sogenannten" freien Franzosen gesprochen hatte und Roosevelt eben erst betonte, daß er be Gaulle bei seinem Washington-Besuch nur als Privatmann empfangen würbe. Weitere Kabinettsumbilvungspläne Churchills? Genf, 3. Dez. (DNB. Funkspruch.) Der poli- ttsche Korresponbent des „Evening Stanbard" schreibt, Churchill werbe wahrscheinlich noch weitere Aenberungen in seiner Regierung vornehmen, und zwar im Zusammenhang mit der Schaffung eines Planungsmini st eri ums. Weiter rechnet man in London damit, daß bie Ernennung eines Vizekönigs für Indien Veränderungen in der Reaierung mit sich bringen werde. „Star" glaubt, Churchill würde gern Lord (Traub orne zum Dizekönig ernennen. kleine politische Nachrichten. Der Führer empfing in Anwesenheit des Reichsministers des Auswärtigen von ^Ribbentrop ben neuernannten spanischen Botschafter Gines Vidal y Saura zur Uederreichung seines Beglaubigungsschreibens und den bisherigen fpani« cken Botschafter Graf von Mayalde zum Ab- cyiedsbesuch. Der We-rmachibencht. DRV. Aus dem Führerhauptquartier, 2. Dez. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Bei einem Vorstoß deutscher Panzer nördlich des Terek wurde der Feind geworfen und mehrere hundert Gefangene eingebracht» Zwischen w o l g a und D o n führten die Sowjets infolge ihrer hohen Verluste gestern nur schwächere Angriffe. Angriffe im großen Dondogen wurden im Gegenangriff abgewiesen. Gegen stärkere feindliche Truppenbewegungen am mittleren Don waren schnelle italienische und chwere deutsche Kampfflugzeuge eingesetzt. 3m mittleren Frontabschnitt und am 3lmenfee sind weiterhin erbitterte und heftige Kümpfe im Gange. Die Sowjets erlitten bei ihren vergeblichen Angriffen hohe blutige Verluste und verloren wieder 9S Panzerkampfwagen. Die Luftwaffe bekämpfte feindliche 3nfanterie- und Panzerkräfte, Artilleriestellungen und Rachschubstra- ßen. 22 Panzer erhielten Bombentreffer. Deutsche Sturzkampf- und Iagdverbände fügten den britischen Truppen in der west 1 ichen Lyre- naika erhebliche Materialverluste zu. In Tunesien gingen deutsch-italienische Kräfte zum Gegenangriff über und warfen den Feind aus mehreren Ortschaften, Zahlreiche Gefangene wurden eingebracht. Fallschirmtnppen des Feindes wurden zersprengt, neun Panzer vernichtet. Deutsche 3äget schossen ohne eigene Verluste acht britische 3agdflug- zeuge ab. Heber dem Seegebiet von England und im Raum der besetzten Westküste verlor die britische Luftwaffe in den Luftkämpfen des gestrigen Tages sieben Flugzeuge. Alle dentschen Flugzeuge kehrten zurück. ;• unb iflttn )tc. ine- egen, ireren finge« 11«. Söget dslug« ib im r die teigen 1 am unb =>|tts »Ur t Ge. :n bas unten icrjeu’ rnnen-l neuen| rbeits»' ogo. Leitung ir unb 'r. btj leere am fflige ihren unb gen. unb bflro. hErgesucht Ist. Die schaffenden Menschen tragen in- : folgedesen außer ihrer Arbeitsbeanspruchung noch i jene Belastung, die sich aus Luftalarmen und Dom. benabmurfen ergibt, sowohl in seinen Gesprächen als in den Kundgebungen konnte sich Dr. Ley von der vorbildlichen Haltung und der unerschütterlichen Widerstandskraft der arbeitenden Bevölkerung über- zeugen. Dr. Ley dankte den Schaffenden für ihren Einsatz. „Ich bringe Ihnen die Grüße des Führers, der beglückt ist, immer wieder festzu- stellen, daß der deutsche Arbeiter in Leistung und Haltung der beste der Welt ist", sagte Dr Ley „Wir werden in Treue und im Glauben an den Führer weitermarschieren und Weiterarbeiten, bis Deutschland frei ist, frei von Not und Sorgen um Nahrung und Rohstoffe, frei von der Enge des Raumes. Der Kampf wird noch hart fein, aber wir haben die Fesseln der Umklammerung bereits ! gesprengt. Wir werden die Bolschewisten und Eng. land so zu Boden schlagen, daß diese Länder und bas hinter ihnen stehende Judentum sich nicht noch einmal Deutschland auf seinem Marsch in eine ge- I sicherte Zukunft des Wohlstandes und des Sostalis- I mus entgegenstellen können. Dafür bürgt der Füh. I rer, dem die schaffende Nation bedingungslos folgt, Vvhln er uns führt und dessen Befehle wir unter jedem Opfer ausführen, das der Führer im Inter- esse der deutschen Zukunft von uns verlangt." Oie Menschenführung der Rechtswahrer. Reichsminister Dr. Th i e rack hatte Gauobmänner und Amtswalter des NSRB. versammelt, um grundlegende Fragen der Neuausrichtung des Bun- *des zu besprechen. Klare Zielsetzung und eine schlagkräftige Organisation seien die Voraussetzung dafür, daß der NSRB. zu einem einheitlich ausgerichteten I—"tischen Instrument werde, das es nach dem Wil- des Führers sein müsse. Dem NSRB. ah an- Mienen Verband der Partei habe er die Men* aführung der Rechtswahrer anvertraut. Die Auf- r umfasse die fachliche Schulung und die Betreuter Mitglieder, vor allem der Soldaten. Staats- etär Rothenberger erklärte, die Einheit - Rechtsführung, die durch die Personal- in zwischen dem Reichsjustizminister und dem er des NSRB. heraestellt sei, müsse auch in den len restlos durchgeführt werden. Staassekretär S t u ck a r t entwar fein Bild der im Krieg ge. kig gesteigerten Aufgaben der Rechtswahrer der waltung und der Wirtschaft. Nachdem Ministe- catDr. Schneidenbach über die Geschäfts- ■una des Bundes in den letzten drei Jahren rochen hatte, gab eine vertrauensvolle Aus- che Gelegenheit zur Klärung weiterer Fragen. Kunst und Wissenschaft. । Der Komponist Conrad Kölle 60 Jahre all. lenlanb Keichs- -llschast Ein neuer Roman Schaffners. biete« s (Nachdruck verboten.) r Fortsetzung. gestellt, weil beide Berufe sich jederzeit glücklich ergänzen. So führte auch Conrad K ö l l e s Lebensan der . Juan Außen« rfiärtel ilbomit immen« i werde. leisterten Lehrer mit Max Reger in persönliche Berührung. Heute steht Conrad Kölle mit 60 Jahren lls Oberstudiendirektor ah der Spitze einer der irößten Berliner Schulen, während die Zahl der Kompositionen bereits rund 40 Kammermusikwerke, in die 100 Lieder und Balladen, zahlreiche Chöre md Kantaten, sechs Sinfonien, drei Instrumental- mzerte und zwei Opern umfaßt. Kölles Musik htteht sich an die Epoche Brahms an, läßt bis- »eilen aber auch Regersche Einflüsse erkennen. Modisch stark betont, ist sie klar in ihrer Linien- Haus und der Beruf des Lehrers waren in leutschland feit je der Musik eng verbunden, und lacheir »rtgesest iter ko er, m Es g zuVW )e,S K »Melodisch stark betont, ist sie klar in ihrer iSimen- . • d.jlührung und beherrscht in der harmonischen Ent- lNevk.I.pj^ung. Die eigenen praktischen Erfahrungen als Dee große Irrtum Roman von Meta Brie. ien i i{J Ä3 bera eiter"-,U ne 'ä nur "2 U ** btutil ♦ M JJ tlfl rtÄT „Begreife doch ... ich wollte diese Bindung als ^ehr gegen Rautenberg. Das war nicht der ein- lie Grund. Natürlich nicht. Mich interessierten »-ch deine Versuche. Aber es war doch vor allem Me Zuflucht vor Rautenberg. Und jetzt drängt er Ih ... das ist so unheimlich, Richard ...! jetzt hängt er sich zwischen uns. Ich empfand schön ein» Wal eine Ahnung." ,r . | Sie erzählt von jener Zeitschrift, die sie fand, U'd in der Bergenroth den Artikel von Rautenberg ^gekreuzt hatte. , ± -Und du sagtest mir nichts davon?' fragte Der- Wnroth befreWdet. „ „Nein. Weil ich nichts darauf geben wollte. ! ,,Wer ist dieser Rautenberg? Kanntest du ihn Mentlich sehr lange?" ■ .Helene antwortet nicht gleich. In ihr ist noch Dwehr. Aber Bergenroth lächelt ihr ermunternd k mit gütigen Augen. Und da beginnt sie, zu er- Äten ... von Ludwig Rautenberg, wie sie ihn pwenlernte ... und erzählt auch von Käte und dem ^aben Martin. m _,.f. Als sie geendet hat, und es eine kleine Weile still Wschen ihnen blieb, fragte Bergenroth: „Und hat putenberg das Mädchen geheiratet?" i .Nein", erwidert Helene hart. .Nun ... was haft du bann mit deiner verzich- Ptben Liebe erreicht, Helene?" V Bergenroth hat jetzt die gleiche Meinung rote pamaTs die alte Bernhardine. Vielleicht, so sagt er, das Verhältnis zu jenem Mädchen nur ein ZU'zes Aufflammen, und Rautenberg vermag dann mae Garantie für eine dauernde Verbindung zu rjßn. „So ist es ihm nicht zu verdenken, wenn er tQl einer solchen Bindung absieht." - ts. Heiteres und Ernstes klingen )aup> ftohen spannenden Geschehen zusammen. e mA assen, v wW t oernup icht Stunde» -iter Dcl^uartettspieler kommen dem Komponisten zu statten, ie groft»essen Stil sowohl im Streichquartett e-moll (1942) s und!die in dem Klavierquintett a-moll (1935) sich durch Len bz| ine differenzierte Klangwirkung auszeichnet. Als Arbeit! »ynker wie als Balladensänger wahrt Kölle eine untlvornehme Haltung, deren innere Kräfte einem star- 5 meiüllpn naturverbundenen Gefühl entspringen. Lothar Band. i Itoeg ins Schulfach. Als Volksschullehrer wird die '-^,1 staatliche Prüfung für den Musikunterricht an >mnbü.WÖheren Schule» abgelegt. Dae nachgeholte huma- i^^UMtische Reifeprüfung ermöglicht Promotion und t unÖF aa*5eEamcn in 3ena_ unb_ briiigt den musikbe- ibuSie Doppelbegabungen auf diesen Gebieten sind daher -■ • eigentlich nie vor eine schwerwiegende Entscheidung 3m September erschien in der Deutschen Verlagsiete« en|talt Stuttgart ein Roman von Jakob Schaffner M iDas Liebespfand", eine fröhliche Geschichte igrin18 Ilm einen Heimkehrer, der in der weiten Welt sich W jehörig umgetan hat und nun den Weg zum Herzen Ines rechtschaffenen Mädchens und so zu feiner echten Heimat findet. Komisches und Hintergrünbi- , 0h, Heiteres und Ernstes klingen in einem färben- I Pfefferkuchen und Kleingebäck zu Weihnachien Wenn auch nicht so reichlich wie früher gebacken werden kann, wird doch jede Hausfrau irgendein Rezept aus der folgenden kleinen Auswahl Herstellen können, zumal durch die Sonderzuteilungen zu Weihnachten die „Bewegungsfreiheit" erfreulich erweitert wird. Haferflockenplätzchen. 1 Taffe Mehl, 2 Tassen Haferflocken, 1 Tasse Zucker, 1 Ei, 3 Eßlöffel Milch, abgeriebene Zitronenschale, ¥i Backpulver. Das Mehl wird mit dem Backpulver vermischt und gesiebt. Dann vermengt man alle Zutaten gut miteinander und setzt mit dem Teelöffel kleine Häufchen auf ein gefettetes Blech, die man bei guter Hitze bäckt. Zimtsterne. 80 g Mehl, Vi Teelöffel Zimt, 200 g Zucker, 50 g Fett, 200 g gewiegte Haferflocken, 6 Eßlöffel Milch. Die Zutaten werden der Reihe nach auf dem Brett vermischt und gut durchgearbeitet. Dann läßt man den Teig eine Weile ruhen. Man rollt ihn aus, sticht Sterne aus, die man auf ein gefettetes Blech fetzt und bei Mittelhitze bäckt. Mürbe Wiener Honigkuchen. 100 g Kunsthonig, 50 g Zucker, 50 g Fett, Pfefferkuchengewürz, 300 g Mehl, 1 Ei, 1 Backpulver. Man zerläßt den Kunsthonig und gibt Zucker, Fett und das Gewürz hinzu. Das mit dem Backpulver vermischte Mehl wird gesiebt und mit der etwas ab» gekühlten Honigmasse verrührt. Dann fügt man das Ei hinzu unb verknetet alles zu einem glatten Teig, den man ausrollt. Man sticht Formen aus, setzt sie auf ein bemehltes Blech und bäckt sie bei Mittelhitze. Mürbeteigplätzchen. 250 g Mehl, 100 g Zucker, 30 bis 40 g Fett, 20 g Hefe, 2 Eßlöffel Essig, 2 bis 3 Eßlöffel Wasser. Das Mehl wird auf ein Brett gesiebt unb in ber Mitte eine Vertiefung gemacht. In diese aibt man Zucker, die zerbröckelte Hefe, Essig unb Wasser unb verarbeitet alles zu einem geschmeidigen Teig, den man ausrollt. Der Teig braucht nicht zu gehen. Man sticht Formen aus, setzt sie auf ein gefettetes Blech unb bäckt sie bei Mittelhitze. Roggenmehlplätzchen. 150 g Roggen- mehl, 50 g Weizenmehl, 80 g Zucker, 1 Ei, 30 g Fett, 15 g Hefe, Pefferkuchengewürz, etwa 3 Eßlöffel Milch. Roggen- unb Weizenmehl werden miteinander vermischt unb auf ein Brett gesiebt. In eine öerliefuna gibt man die übrigen Zutaten (die Hefe wird zerbröckelt), verknetet alles zu einem glatten Teig unb rollt ihn aus. Der Teig braucht nicht zu gehen. Dann rödelt man Formen aus, bfe man auf ein gefettes Blech fetzt und bei Mittelhitze bäckt. Schuhsohlen. 250 g MehL 30 g Fett, 15 g Hefe, Salz, Pfefferkuchengeroürz, ’/• Liter Wasser, Zucker zum Ausrollen. Das Mehl wird auf ein Brett gesiebt, in der Mitte eine Vertiefung gemacht und da hinein Fett, Hefe, Salz, Pfefferkuchengewürz und Wasser gegeben. Man knetet den Teig gut durch unb formt ihn zu Kugeln, die man in Zucker länglich ausrollt und bei guter Hitze vorsichtig bäckt Der Teig braucht nicht zu gehen. Sand Plätzchen. 125 g Kartoffelmehl, 125 g Mehl, 30 g Fett, 1 Ei ober Eiaustauschmittel, 125 g Zucker, 2 Eßlöffel Milch, Vz Backpulver, Vanillezucker ober abgeriebene Zitronenschale, Prise Salz. Man rührt Fett, Ei unb Zucker schaumig, dann gibt man die übrigen Zutaten hinzu und setzt mit einem Teelöffel kleine Häufchen auf ein gefettetes Blech, die man goldgelb bäckt. Die Jagd im Dezember. Der Abschuß des Hochwildes, ber bereits seit drei Monaten im Gange ist, wirb auch im Dezember verstärkt fortgesetzt. Beide Geschlechter des Rot- und Damwildes haben weiterhin Schußzeit. Zum Einzelabschuß gesellt sich im laublos gewordenen Wald die Drückjagd hinzu. Auch das Muffelwild kann weiter besagt werden. Die Sauen haben ihre hohe Zeit, die Rauschzeit. Wenn ber Winter mit Schnee das Kreisen erlaubt, wird jede Möglichkeit benutzt, um bem Schwarzwild Abbruch zu tun, bas bei ber grünen Jagb so oft aller Bemühungen spottete. Der R ss h b o ck, ber nun meist abgeworfen hat, genießt schon längst den Schutz der Schonzeit; dagegen wird ber Abschuß weiblichen Rehwilbes unb von Kitzen weiterhin durchgeführt. In guten Niederjagdjahren waren die Feldjagden auf Hasen besondere Kennzeichen des Dezembers. Inwieweit sich in diesem Jahre ein Feldtreiben lohnt bzw. ob es mit einer vernünftigen Jagdbewirtschaftung überhaupt vereinbar ist, bedarf sorgsamer Ueberlegung jedes Jagdherrn. Don unserem Federwild hat der Fasan noch Jagdzeit, und zwar für beide Geschsechter. Hoffentlich wird von ber Möglichkeit des Hennenabschusses, der in manchen deutschen Jagdgauen gänzlich verboten wurde, möglichst wenig Gebrauch gemacht. Denn sonst ist dem an sich bereits stark gelichteten Besatz das Todesurteil gesprochen. Wenig schießen, viel füttern und das Raubzeug kurz halten, kann allein den Bestand retten und wieder aufwärts führen. Wo die Ringeltaube über den Bucheckern den Wegzug vergaß, kann sie weiter Hejagt werden. Die Jagd auf Drosseln („Krammetsvögel") ist bis zum 31. Januar verlängert. Auch die Waldschnepfe ist gleich ber Sumpfschnepfe bem 3ärger noch freigegeben. Gelegentlich kommt als seltenes Wilb für unsere Reviere auch bie W i l b • gans vors Rohr, während die Entenjagd am nluß, Bach und Teich schon mehr Erfolgsaussicht bietet. Der Jagdschutz und die Wildhege verlangen gerade jetzt zu Wintersanfang besondere Aufmerksamkeit. Noch kann ber D a d) 5 durch Graben des Baues kurzgehalten werden. Der Balg des Fuchses ist einwandfrei gut. Es ist an dieser Stelle schon wiederholt ausgeführt worden, daß ein starker Fuchsbesatz mit einer guten Niederjagd sich nicht vereinbaren läßt. Wollen wir diese wiederhaben, müssen wir bem Fuchs mit allen erlaubten Mitteln zu Leibe rücken. Unb Wege dazu gibt es sehr viele, die auch jagdliche Freude versprechen. Aber sie müssen wirklich begangen werden. Auch unsere beiden Edelpelzträger, Baum- unb Steinmarder, können im Julmond besagt werden. Desgleichen ist bas weiße Hermelinwie- s e l stets eine willkommene Beute. Wo es noch nicht geschah ist es jetzt die höchste Zeit, die Fütterungen für Huhn unb Fasan in Ordnung zu bringen. Kaff und Heublumensamen gibt es überall und reichlich, wenn man sich darum bemüht. Sie müssen natürlich überdacht (Fichten- reifer, Dachvappe u. ä.) geschützt werden, weil sie sonst der erste richtige Schnee zuschüttet. Bringt auch dieser Winter wieder viel Schnee, so vergesse man nicht, für Schalenwild' unb Hasen frühzeitig Weichholz (Weiden, Aspen u. ä.) zu schlagen und Prehholz 'von Obstbaumen auszulegen. Die Weich- Hölzer sind im Wald meist „Unkraut", für bas Wild aber bekömmlichste Aesung. Hubertus. Aus der (Stabt Gießen. Oer beste Äogelschutz. Wenn mit dem Winter bie kalten Tage kommen, gilt es, aird) ber notleibenben Vogelwelt zu geben» ken. Neben der Schaffung ber Nistgelegenheiten unb ber Ueberwachung der Vogelfeinbe ist bie Winterfütterung die wichtigste Aufgabe des Vogel- schutzes, auch wenn sie heute ihre besonderen Schwierigkeiten hat. Für Sogeiarten, die man nicht an bestimmte Oertlichkeiten gewöhnen will, ist die Fütterung nur bann nötig, wenn ber Boben plötzlich durch starken Schneefall ober burch Rauhreif unb Glatteis verbeckt ist und alle Ritzen unb Fugen ber Baumrinde, bie Hauptoorratskammern unserer Schützlinge, versperrt sinb. Wie furchtbar bann der Tod unter den gefieberten Freunben haust, hat ber Vorkämpfer des Vogelschutzes, Dr. Hans Freiherr von Berlepsch, einmal an einem Neujahrstage beobachtet. Das Wetter war milde gewesen, schlug aber in der Silvesternacht plötzlich um, so daß am Neujahrsmorgen alles mit einer starken Glatteisschicht überzogen war. Berlepsch, der die Gefahr für die Vogelwelt sofort erkannte, beobachtete am Morgen, daß in der Gegend der Futterstelle alles gesund war: im übrigen aber bemerkte er schon gegen 10 Uhr allenthalben aufgeplusterte Vögel, vor allem die verschiedenen Meisenarten, Kleiber, Goldhähnchen unb Baumläufer, unb bis Mittag hatte er acht von ihnen bereits tot aufgefunben. Die Mägen aller dieser Vogel erwiesen sich als völlig leer. Die reiche Vogelwelt Kassels war nach diesem Ereignis stark verringert, und erst nach ber nächsten Brutperiode schien der Verlust einigermaßen wieder ausgeglichen. Gleiche Beobachtungen wurden in den verschiedensten Teilen Deutschlands, besonders in Schlesien, gemacht. Die Meisen- und Spechtarten, überhaupt die regelmäßigen Gäste ber Futterstellen, würden zwei- i fellos sehr viel zahlreicher sein, wenn nicht im Winter so viele verhungerten: deshalb ist die Winterfütterung für diese nützlichen Vögel unbedingt notwendig. Erfolgt die Fütterung aber nicht in sachgemäßer Weise, so ist es schlimmer als wenn gar nichts geschieht, denn die falsche Fütterung 'bringt geradezu bie Vernichtung zahlreicher Vögel mit sich: schlechte Futterapparate sind Mordwertzeuge, vor denen nicht genug gewarnt werden kann. Das wichtigste Erfordernis ist Wettersicherheit, b. h. bie Futterstelle muß auch bei schroffem Witterungswechsel unbedingt und in bester , Beschaffenheit zugänglich bleiben, unb dies wird einzig und allein oadurch erreicht, daß der oberste Rand der Futterstelle auf gleicher Höhe liegt mit bem untersten Rand ber diese Futterstelle schützenden Bedachung. Es gibt zahlreiche Futterapparate, die allen Anforderungen genügen. Die Vögel verweilen bei gutem Wetter bei dem künstlichen Futter nicht länger als bei bem natürlichen in Bäumen und Zweigen: durch diesen kurzen Besuch, der täglich nur zweimal, früh unb nachmittags, stattfindet, darf man sich aber nicht abhalten lassen, denn in kritischen Zeiten ist die künstliche Fütterung die einzige Rettung. C. K. Was die neue Wochenschau bringt. Die neue Wochenschau umspannt wieder die ganze Weite ber europäischen Front. Sie beginnt mit einem interessanten Bericht über die Ausbildung unserer U-Boot-Männer durch fronterfahrene Offiziere. Anschließend sehen wir 2ldmir«rl D o n i tz in einem Stützpunkt an der Atlantikküste bei ber Besichtigung einer erfolgreichen U-Bovt-Flottille. Nach ber Besetzung von Toulon steht jetzt die deuffche Wehrmacht an der ganzen französischen Mittelmeerküfte auf Wacht gegen die Feinde Europas. Wir begegnen einem Grenadier- Bataillon auf dem Marsch durch Südftankreich. Deutsche Jäger starten von einem Flughafen zum Uebenoachungsflug längs ber Küste. In Marseille haben Flakbatterien die Luftsicherung übernommen. Deutsche unb italienische Verbände rücken von Westen und Osten auf breiten Küstenstrahen nach Toulon vor. Ein deutsch-italienischer Geleitzug ist auf bem Wege nach Tunesien. In einem tunesischen Hafen werden die Verbände und der Nachschub für die Achsentruppen entladen. Anschließend erleben wir einen Luftangriff auf die feindliche Transportflotte vor der Mste von Algerien. Auf der Reede von Algier liegt hinter einer dichten Flakfperre die anglo-amerikanische Landungsflotte. Trotzdem stürzen sich unsere Flieger auf den Feind. In rollenden Angriffen schlagen die deutschen unb italienischen Kampfgeschwader zu. Unb bann die große Abwehrschlacht an der O st - front. Im Raum von Leningrad brechen Uebersetzversuche der Sowjets über die Newa im Feuer zusammen. Trotz der schlechten Wetterlage sind unsere Flieger unermüdlich am Feind und unterstützen den Abwehrkamps ber Erdtruppen. Das Unb wie damals wendet sich Helene auch jetzt gegen eine solche Meinung. Ihre Mattigkeit ist ganz vergangen. Kampfbereit funkeln ihre Äugen den Mann an. Natürlich! Bergenroth sieht nicht den tiefsten Grund ihres Bruches mit Rautenberg. „Wenn du Käte Allert kennen würdest .. sie ist ein so lieber Mensch. Unb der Junge ist ein Prachtkerl. Du kannst doch nicht glauben, Richard, daß man über die Rechte einer Mutter, bie wie die Allert ben Vater ihres Kindes vertrauend geliebt unb aus dieser Liebe ben Sohn empfangen hat ... daß man sich über solche Rechte hinwegsetzen kann!" Ja, Helene greift Bergenroth jetzt mit harten Worten an, so, als wäre auch er nun ihr Gegner geworden. Sie spricht auch von jener Zeit, da bas Kinb geboren wurde und sie jeden Tag in die Klinik fuhr, Mutter und Kind zu besuchen, unb jeden Tag darum rang, zu dem richtigen Entschluß zu kommen. Nur davon spricht sie nicht, daß sie selbst die Fürsorge unb bie sämtlichen Kosten übernommen hat. Sie sagt weiter: „Aber es ist eben ganz unmöglich, daß Männer das mitempfinden können Als mir dieses Kind zwischen uns hatten, waren wir Schwestern. Und Rautenberg ... er hat sich in einer Weise ablehnend gezeigt ..." Helene springt auf. Nun ist sie in heller Em- Dörnna. Sie forscht jetzt sehr laut und ist sich dessen vielleicht nicht einmal bewußt. Sie fragt: „Begreifst du denn v'cht. daß es mir unmöollch fein mußte, einen Menschen zu heiraten, den ich in seiner ganzen Handlungsweise nicht verstehen konnte ... fast verachten mußte?" Sie wendet sich von Beraenrotb ab unb geht durch das Zimmer. Ab-r der Mann hat sich nun auch erhoben unb geht mit ihr. Er nimmt sie bei ben Schultern, wie er das bei ernsten Gelnrächen oft tut, unb dreht sie zu sich herum. Sein Gesicht sieht hart unb streng aus. „Du unbeherrschtes Mädel, du! Wenn du hier so herumQhri’ift, bann -rlaube auch mir. energisch mit dir zu reden! Das ist nämlich sehr nötig!" Trichterfeld der Hauptkampflinie des nördlichen Frontabschnittes liegt unter uns. Am Oberlauf des Don wehren italienische unb ungarische Verbände in harten Kämpfen Massen- angriffe ber Sowjets ab. Am mittleren Abschnitt bricht der unter rücksichtslosem Einsatz starker Kräfte geführte Angriff der Bolschewisten überall im Feuer der deutschen Waffen zusammen. U. Gratifikationen und Sozialversicherung Für die sozialversicherungsrechtliche Behandlung der Zuwendungen, die die Betriebsführer ihren Gefolgfchaftsmitgliebern aus Anlaß des Weihnachtsfestes machen, gelten in diesem Jahr die gleichen Grundsätze wie im vergangenen Jahr. Weihnachts- zuwenbungen sind danach Entgelt im Sinne der Sozialversicherung unb sowohl bei der Berechnung der Beiträge, als auch bet ber Feststellung ber Der- ,Laß mich doch los!" schreit Helene ihn unwillig an. „Kein Ausweichen jetzt. Du sagst, du verachtest Rautenberg. Damit lehnst du den Menschen also ab. Dann sei auch so stolz unb mache einen Schlußstrich unter biese Liebe, unter diesen ganzen Abschnitt deines Lebens. Man wird nur frei durch ben eigenen Willen!" „Du schreibst doch Rautenberg vom Uhleühof! Er wird natürlich sofort an Zusammenhänge denken, denn er weiß, daß der Uhlenhof mir gehört." „Unb ...? Was fürchtest du denn? Daß Rauten- berg von deiner Verheiratung erfährt? Vielleicht weiß er das schon längst. Daß eine Begegnung erfolgen könnte? Man kann sie vermeiden. Etwas aber laß uns jetzt gleich klarstellen, Helene ... in allen Fragen, bie meine Forschung betreffen, kann ich keine Rücksicht nehmen auf irgendwelche persönlichen Einschaltungen. Darin bin ich ganz halsstarrig. Und du mußt darum meine Anfrage an Rautenberg als etwas auffassen, das dich nichts angeht. Also: ber Bries wirb übgeschickt. Und reden wir nicht mehr davon. Gute Nacht, liebe Helene. Verzeih, daß ich dich so lange noch festhielt. Aber bas mußte« zwischen uns klar werben." „Ach", sagte Helene, „jetzt bin ich gar nicht mehr so müde, ich will noch etwas lesen." Sie nimmt ein Buch unb geht zu ihrem Sessel zurück. Doch halb läßt sie das Buch wieder sinken, weil vom N"benraum eine leise M"sik aufkl'ngt. E'n Staunen geht über ihr Gesicht. Das ist nicht ber Rundfunk ... Bergenroth spielt auf dem Flügel, den Helene aus Dahlem kommen ließ, aber selbst fast nie benutzt. Bergenroth svielt keine bestimmte Weise ... es ill ein leises Phantasieren ... es tut gut, zuzu- hören. Unter wißenden Händen klingt dort eine tröstende Musik .,. Schweigt bann. Hekene hört, wie Bergenroth das Instrument schließt und in das Wohnzimmer zurückkommt. Er sicherungspflicht und der Festsetzung der Versiche- rungsleiftung zu berücksichtigen. Weihnachtszuwendungen sind nur bei ber Beitragsberechnung insoweit unberücksichtigt zu lasten, als sie eifern gespart werden. Für Angestellte, die wegen eines Jahresarbeitsverdienstes von mehr als 3600 RM. nicht kranken- versicherungspflichtig sind, ist der Angestelltenversicherungsbeitrag von höchstens 600 RM. monatlich festzustellen. Für Angestellte, die krankenkassenversicherungspflichtig sind, ist er nur von höchstens 300 RM. monatlich zu berechnen, wenn das Monatsentgelt mit der Weihnachtszuwendung zusammen 300 RM. übersteigt. Bei der Berechnung des Jahresarbeitsverdienstes zur Feststellung ber Dersicherungspfl'cht in ber Krankenversicherung unb der Angestelltenverstche- rung sind die Weihnachtszuwendungen dem Arbeits- kommt zu ihrem Winkel unb reicht ihr die Hand. „Gute Nacht, Helene." „Sie hält diese kräftige, verläßliche Hand fest und sieht zu Berkenroth auf. „Du hast doch niemals erwähnt, daß du selbst spielst?" ,^)ast du bem Landwirt auch, nicht zugetraut, wie?" „Aber Richard ... Was bist du für ein merkwürdiger Mensch!" wo ... völlig unkompliziert, Helene. Also ... eine gute Nacht! Schlafe recht wohl?" Sie hört seinen festen Schritt über ben Flur gehen, die Treppe hinauf ... Da erhebt sie sich ebenfalls, stellt das Buch auf das Bücherbrett zurück und geht hinauf in ihre Räume. Die ganze Aufregung um Rautenberg scheint vergessen. Ihr Gesicht ist still und nachdenklich, und ihre Gedanken bewegen sich um den Kameraden ihres jetzigen Lebens. ♦ Als Ludwig Rautenberg damals von feiner östlichen Reise zurückkehrte, sand er in einem Fach- blatt Notizen über den Anbau von Oelpflanzen im Femen Osten, Notizen, die ihm nicht ganz zutreffend schienen. So schickte er ber Schriftleitung einen Bericht über bie von ihm in Manbschukuo gemachten Beobachtungen, knüpfte Betrachtungen baran über bie Bebeutung ber Oelsrüchte im Welthandel unb war bann selbst erstaunt, daß seine Ausführungen so starke Beachtung fanden. So wurde er mit Doktor Marswin bekannt. Und Marswin ist es auch, der Rautenberg zur Mitarbeit an ber Eroberung neuer Oelpflanzen aufforbert, zu industriellen Eignungsprüfungen. So ist der Brief, den Bergenroth nach Tempel- Hof schreibt, nur einer von vielen, die Rautenberg im Zusammenhang mit seinen Veröffentlichungen erhält. Und bekommt doch in bem Augenblick besondere Bedeutung, da Ludwig Rautenberg den Herkunftsort dieses Briefes lieft. Da steht: Uhlenhof — und bann die genaue Anschrift: (Fortsetzung folgt.) „Apollo auf großer Fahrt" fehr starken Erfolg bei Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Publikum und Presse. ,r „ , ri_, erzielt: Klasse - (150 kg und mehr) 1,26 RM h (Eber) 1,16 RM. Ergebnisse derMintierausslellung mHeuchelheim bl 135 bis 149,5 kg) 1,26, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,26, c (90 bis 119,5 kg) 1,24, d (80 bis 89,5 kg) 1,16, e—f (unter 80 kg) 1,12, gl (fette Specksauen) 1,26, i (Altschneider) 1,26, g2 (andere Sauen) 1,16, ** D i e Schweinepreise. In unserem gestrigen Bericht über den Gießener Schlachtviehmarkt vom Dienstag ist bei den Schweinepreisen infolge eines Setzfehlers eine Ungenauigkeit eingetreten. Richtig find die Preise wie folgt zu lesen: Für Eise, Lich, g, b. — Leghorn, weiß: Herrn. Jung, Gießen-Klein-Linden, sg E: Herrn. Rau, Gießen- Klein-Linden, sg 1 Z, g. ** Unveränderte Preise für Weih- nachtsbäume. Wie der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — Stelle für Preisbildung bekannt gibt, bleibt die frühere Anordnung über die Festsetzung von Groß- und Kleinhandels- preisen für Weihnachtsbäume im Jahre 1941 auch für das Jahr 1942 in Kraft. ** Konzert des Berliner Frauen- Kammer-Orchesters. Wohl die reinste Jn- strumentalform stellt das Kammerorchester dar. Eines der besten auf diesem Gebiet ist das Berliner Frauen-Kammer-Orchester, das unter Leitung von Gertrude Ilse Tilsen in einem Konzert am 8. Dezember in der Aula eine Reihe schönster Werke zu Gehör bringen wird. Ein auserlesenes Programm, u. a. mit Werken von G. F. Händel, I. S. Bach, A. Vivaldi, D. Respighi und I. A. Hasse wird den Zuhörern geboten werden. Das Berliner Frauen- Kammer-Orchester gastierte im vergangenen Jahr in 132 Städten des In- und Auslandes und hatte auch zuletzt bei einer Wehrmachttournee großen Erfolg. ♦♦ Theaterpersonalien. Opernsängerin Gertrude M e i n e l, ehemals Mitglied des Theaters der Universitätsstadt Gießen, wurde von Generalintendant Peter Hoenselaers für mehrere Jahre an die Städtischen Bühnen nach Dortmund als dramatische und Spiel-Altistin verpflichtet. Gertrude Meine! sang jetzt als Gast mit großem Erfolg die Czipra in ,Ligeunerbaron" am Opernhaus in Essen. — Andreas Volpert, ehemals Mitglied des Theaters der Universitätsstadt Gießen, jetzt Ballettmeister und erster Solotänzer des Apollo-Theaters in Köln, hatte dort mit seiner Einstudierung der Tänze und persönlichen Mitwirkung in der großen Revue verdienst zuzurechnen. Das gilt auch, soweit sie eisern gespart werden. Werden sie jedoch in der Zeit vom 25.11. bis 24.12. gewährt und sind sie weder in einer Tarif-, Betriebs- oder Dienstordnung, noch in einem schriftlichen Vertrage sestgelegt, so bleiben sie bei der Festsetzung der Versicherungspflicht insoweit unberücksichtigt, als sie ein Monatsgehalt oder einen Monatslohn nicht übersteigen. Soweit Weihnachtszuwendungen eisern gespart werden, hat der Betriebsführer für sie an die zuständige Krankenkasse den Sozialoersicherungsausgleichbetrag zu zahlen. Neue Naucherkarien. Mit den neuen Lebensmittelkarten wird in diesen Tagen auch eine neue Raucherkarte verteilt, da die geltende mit dem Dezember abläuft. Die neue Raucherkarte gilt bis Juni 1943. Aus Gründen der Papierersparnis ist das Format bedeutend verkleinert worden. Es ist künftig nicht mehr für jeden Tag ein Einzelabschnitt vorgesehen, sondern es gibt nur noch Doppelabschnitte für jeweils zwei Tage. An den grundsätzlichen Bestimmungen für die Ausgabe der Raucherkarte und für die Bezugsrechte hat sich nichts geändert. Verdunkelungszeit: 3. Dezember von 17.11 bis 7.43 Uhr. ♦ Heuchelheim, 1. Dez. Nachstehend ein Aus- zug aus der Bewertung der Tiere auf der Kaninchen- und erweiterten Geflügelausstellung, die vom Kleintierzüchterverein Heuchelheim durchgeführt wurde, lieber die Ausstellung habtzn wir in der Dienstagnummer bereits berichtet. (Es bedeuten E = Ehrenpreis; Z -- Zuschlagspreis; sg 1, sg 2, sg 3 - sehr gut, 1., 2., und 3. Klassenpreis; sg -- sehr gut; g = gut; b = befriedigend.) Geflügel. Abteilung I und II. Lehrschau und Zuchtstämme. Zwerg-Wyandotten, gestreift: E. W. Römer, Heuchelheim, g. — Puten, weiß: Otto Weiß, Gießen, sg Z. — Emdener <9änfe: Emil Wallendorf, Lützellinden, sg E. — Rouen-Enten: G. Radetzky, Lich, sg. — Hühner: Rhodeländer: Friedr. Bauer, Gießen, sg Z. — Zwerg-Wyandotten, rebhuhnfarbig: Hrch. Meyer, Gießen-Wieseck, sg E. — Zwerg- Italiener, schwarz: Phil. Birkenstock, Gießen, g. Abteilung III. E i n z e l t i e r e: Puten, weiß: Otto Weiß, Gießen-Wieseck, sg Z. — Puten, bronze: Wilh. Schlosser, Gießen-Klein-Linden, g. .— Emdener Gänse: Ludw. Schäfer, Heuchelheim, sg E, sg., g. — Amerikanische Pekingenten: Emil Wallendorf, Lützellinden, sg E, sg. — Hühner: Plymouths-Roks, gestreift: Otto Weiß. Gießen-Wieseck, sg. — Wyan- dotten, weiß: L. Schäfer, Heuchelheim, sg E, sg Z, g. — Wyandotten, goto: Hrch. Meyer, Gießen- Wieseck, sg E, fg, g. — Wyandotten, silber: Alfr. Jung, Großen-Linden, sg E, sg Z, zweimal sg, g. — Örloff, rotbunt: Heinr. Becker, Allendorf (Lahn), sg E, sg Z. zweimal g. — Rhodeländer: Friedr. Bauer, Gießen, viermal sg E, viermal sg Z, dreizehnmal sg, vierzehnmal g; Albert Weber, Großen- Linden, sg E, sg Z, zweimal g, zweimal b; Heinr. Hofmann, Heuchelheim, dreimal g. — Sussex, hell: Erich Volkmann, Heuchelheim, sg E, sg Z, sg; Ludwig Schäfer, Heuchelheim, zweimal sg; Franz Sack, Heuchelheim, sg, viermal g. — Welsumer, rebhuhnfarbig: L. Schäfer, Heuchelheim, sg Z, g, b. — Italiener, schwarz: Rich. Radetzky, Lich, sg E; Theodor Kreiling, Heuchelheim, b. — Italiener, rebhuhn- farbig: Rud. Wenzel, Heuchelheim, dreimal b. — Italiener, goldfarbig: Otto Weiß, Gießen-Wieseck, sg E, sg 1 Z, dreimal g; E. Wallendorf, Lützellinden, sg 2 Z, g, zweimal b. — Italiener, silberfarbig: Phil. Birkenstock, Gießen, zweimal sg E, sg 2 Gustav Radetzky Lich, zweimal sg 1 Z, dreimal g: Reinhold Weigel. Gießen-Klein-Linden, sg 1 Z; Wilh. Schlosser, Gießen-Klein-Linden, b. — Italiener, schwarzgescheckt: Ernst Jünger, Gießen-Klein- Linden, g, zweimal b:_ Wilh. Sommerlad, Großen- Linden, dreimal g; Wilh. Sonneborn, Heuchelheim, zweimal b. — Altsteirer, wildfarbig: Wilhelm Bamberger, Heuchelheim, zweimal g, dreimal b; Karl Zwerghühner. Langschan, schwarz: Alb. Wiedemann, Lich, sg 1 Z, g. — Wyandotten, schwarz: Wilh. Brauer, Gießen, sg E, sg 1 Z, fg i; sg 2, sg 3, g. — Wyandotten, rebhuhnfarbig: Hrch. Meyer, Gießen-Wieseck, sg E, sg 3, g. — Wyandotten, goldfarbig: Gustav Radetzky, Lich, sg E, sg, g. — Wyandotten, silber: Theodor Kreiling, Heuchelheim, sg Z, g. — Wyandotten, gestreift: Georg Lutz, Gießen-Klein-Linden, zweimal sg E, zweimal g; Friedrich Jöckel, Grünberg, sg 1 Z, g. — Wyandotten, gestreift: Hrch. Geiß, Lollar, sg 3, g: Friedr. Bepler, Heuchelheim, sg E, zweimal g, zweimal b; Wilh. Seth, Großen- Linden, sg 1 Z, g; E. W. Römer, Heuchelheim, sg 2, g; Wilh. Röhrsheim, Gießen, g, b. — Italiener, goldfarbig: Reinhold Weigel, Gießen-Klein- Linden, sg E, sg 1 Z, sg 2, g. — Italiener, silberfarbig: Reinh. Weigel, Gießen-Klein-Linden, sg E, sg 1 Z, fünfmal g. — Reichshühner, schwarzweiß: H. Viehmann, Heuchelheim, dreimal g. Abteilung IV: Tauben. Hessische Kröpfer, schwarz: Erich Dolkmann, Heuchelheim, b. — Hessische' Kröpfer, rot: Alb. Wiedemann, Lich, sg 1 Z, sg Z, sg 1, g, b. — Elster- Kröpfer, schwarz: E. H. Volkmann, Heuchelheim, sg 1 Z, zweimal g. — Schautauben, rot mit hellen- Schwingen: W. Sommerlad, Großen-Linden, g, b. — Schautauben, rot: Ludw. Heß, Watzenborn- Steinberg, b; Aug. Geiß, Lollar, g. — Schautauben, blau: W. Sommerlad, Großen-Linden, sg 1 Z, g, b. — Schautauben, gelb: Aug. Geiß, Lollar, sg E, sg 1, zweimal b. — Schautauben, dunkel: Äug. Geiß, Lollar, sg E, sg 1 Z. — Schautauben, blau mit Binden: W. Seth, Großen-Linden, sg 1; Ludw. Schäfer, Heuchelheim, sg 1 Z, sg 1, b. — Schautauben, dunkel-gehämmert: W. Seth, Großen- Linden, b. — Nürnberger Lerchen, gelercht: Hrch. Geiß, Lollar, sg E, sg 1 Z, dreimal sg 1, g. — Eistauben in verschiedenen Farbenschlägen: Ludw. Schäfer, Heuchelheim, sg 1 Z, sg 2; Hrch. Meyer, Gießen-Wieseck. zweimal sg E, sg 1, sg. 2, sg. zweimal g. — Thüringer Flügeltauben, schwarz: Hrch. Meyer, Gießen-Wieseck, sg E, g. — Thüringer Flügeltauben, rot: Hrch. Meyer, Gießen-Wieseck, sg 1 Z, sg 1. — Süddeutsche Schildtauben, rot: Hrch. Größer, Großen-Linden, zweimal sg, g; Aug. Lenz, Gießen-Klein-Linden, sg E, sg 1, g. Kaninchen. Es bedeuten g = gut, br = brauchbar (Jungtiers Die angeführten Züchter ohne Ortsangabe sind alle in Heuchelheim wohnhaft. Angora, weiß: H. Viehmann, zweimal g mit E, 2 Diplome der Kreisfachgruppe Gießen, ferner derselbe dreimal g 1, sechsmal g 3, zweimal g; F. Bepler g E, zweimal g; E. Römer zweimal g; Ludw. Schäfer zweimal g 3, br; H. Reuschling g3, W. Fleck g E. — Deutsche Widder, grau: W. Sonneborn sg E. — Deutsche Widder, weiß: W. Sonne- born q 3, zweimal g; E. Römer g 3; H. Unger a 1; H. Hofmann g 3. — Helle Groß-Silber: R. Keil g 3; Fr. Bepler g E, g; E. Römer g; W. Ernst g und E der Reichsfachgruppe; H. Bücking g und E der Reichsfachgruppe, g E, zweimal g 1, br 2, br 3; H. Viehmann zweimal g 3, br 2, br 3, br, br; W. Fleck g 3; R. Keil g 3, br; W. Neun- kirch, Rodheim, g E, br 1; P. Zehner g 3, dreimal g, br; W. Ernst g E, g 1, g 3; W. Sonneborn br,3. — Groß-Chinchilla: W. Sonneborn g E, g 3; L. Arnold g 1; E. Henkelmann br 2. — Wiener, weiß: H. Viehmann g E, g. I. Bolz sg E, g 1, zweimal q 3; B. Förster br 2, br 3; H. Reuschling g, br; H. Wobker g 1; H. Hofmann g. — Wiener, blau: R. Wenzel g 1, zweimal g 2. — Mein-Chinchilla: F. Hofmann g E, zweimal g 2; H. Böcking g 3,. g; I. Volz g 2; E. Henkelmann dreimal g 2. Ziegen-Slallschau-Bewertung. Es erhielten 1. Preis: Ernst Reichel (1 Ziege, 2 Lämmer) mit 28 Punkten; 2. mit 24 Punkten Karl Reidel (1 Ziege, 1 L.); 2. mit 22 Punkten Otto Tavernaro (1 3 )» 3. mit 18 P. Wilh. Balser (1 L.); 3. mit 15 P. Wilh. Hofmann (1 L ); 3. mit 15 P. Wilh. Zimmer (1 L.). Landkreis Gießen. ♦ Muschenheim, 3. Dez. Am morgigen Freitag, 4. Dezember, begehen der Schreiner und Land wirt Georg Ni er und Frau Marie, geb. Schmidt, das Fest der goldenen Hochzeit. Beide sind noch sehr arbeitsfreudig und erfreuen sich guter Gesundheit. Dem Jubelpaar unsere herzlichen Glückwünsche. Laubach, 2. Dez. Es war eine Ueber- raschung, als das BDM. -Werk „Glaube und Schönheit" unter Leitung von Gundel Koch den Laubachern einen Dorfgemeinschaftsabend vorsetzte mit einer Heimat-Dichtung, die der Laubacher Diplomlandwirt Robert S ch n e i- der für die Laubacher schrieb. Aus den schlichten Reimen und den teils auch klassisch geformten Versen spricht die Liebe zur Heimat und zu den Bauern, deren Fleiß diese Dichtung zugeeignet ist, in zwangloser Folge sind Volkslieder eingestreut, die den Stimmungsgehalt der Verse sinnvoll unterstreichen. Der Wiedergabe der Volkslieder und der Zwischenmusik nahm sich die „Sing- und Spielschar des Jungstammes Laubach" unter, Leitung von F. W. Alban an. In einleitenden Worten sprachen Ortsgruppenleiter Pott und Jungvolkführer Studienassessor Dr. Rink den Ausführenden und dem Dichter den Dank der Ortsgruppe und der Bauern aus. Hauptfchriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter deS Hmiptschriftleiiers: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Thyrtot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtickast und Sport: Emst Blumschein. Dmck und Verlag: Brühlsche Univcrfitätsvmckerei R. Lange K. 2.Dezember 1942. _______________________________________________06265 W Danksagung. Für die vielen Beweise auf- richtiger Teilnahme bei dem schweren und schmerzlichen Verlust durch den Heldentod meines über alles geliebten, unvergeßlichen Mannes, unsres treusorgenden Vaters, unsres ältesten, hoffnungsvollen Sohnes und lieben Bruders, Schwiegersohnes. Schwagers, Onkels und Paten Karl Haas, Gefreiter in einem Infanterie-Regiment, zuteil wurden, danken wir herzlich. Ferner danken wir Herrn Pfarrer Döll und den Gesangvereinen. / In tiefem Schmerz: Frau Anna Haas, geb. Hahn, und Kinder nebst allen Angehörigen. Steinbach, den 29. November 1942 . 3650 D Danksagung. ' Statt Karten! Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen, für die Kranz- und Blumenspenden sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Marg. Hock und alle Angehörigen. GießenXSchottstraÜ^ 18), 2. Dezember 1942. 06268 .Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer geliebten Schwester und Mutter Frau Adele Gisevius, geb. v. Detmering sagt im Namen aller Hinterbliebenen aufrichtigen Dank _ ,, _ Caroline v. Detmering. Gießen, im Dezember 1942. 06275 Kleines Land- oder Einfamiiienhaos in Hessen oder Siegerland n kaufen od. an mieten gesucht, auch möbliert. — Angebote an Runkel, Düsseldorf Kurfürstenstraße 23. Mietgesnche Zimmer v. alleinstehend., berufstätigem Fräulein sofort gesucht. Schr. Ang. unt. 06255 a.d.G.A. (StellenangeboteIMkllUM ■■■■■■■' , 1 oder Kaufladen Für sofort oder 3658 d Freude an der Natur durch Äermühler-Äücher! Schuhcreme einsparen! 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Für die vielen Beweise liebevoller Anteilnahme beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. • Marie Ockel, geh. Köhler und alle Angehörigen, Gießen, im Dezember 1942. Cb em. Fabrik KretoeVLeuffen G.™.b.H. K6b» Statt Karten I Für die erwiesenen Aufmerksamkeiten und Glückwünsche anläßlich unserer Vermählung danken wir herzlichst Lorenz Harbauer Unteroffizier an einer H.-U.-S. Marianne Harbauer, geb. Rtthl Gießen, im Dezember 1942 \ 06247/ Schirm stehen geblieb.! Abzuholen geg. Erstattung der Jnseratkosten in der Goethe- Buchhandlung, Neuen Bäue 3. zu kaufen oder gegen Puvven- wag. m. Puvve, \xi Kinderschuhe (Gr. 28), sowie Ueberschube (Gr. 30), z. tauschen gesucht. Schr. Ang. unt. 06273 a.d.G.A. Dienstag, 8. Dez., 19.30 Uhr, in der Neuen Aula der Universität Berliner Frauen-Kammerorchefter Leitung: Gertrude-IIse Tilsen. Werke von: J. A. Hasse — A. Vivaldi — G. F. Händel O. Respighi und anderen. 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Dunkelbraune Herren- Wildleder- handfehuhe gefunden. Abzuholen [06267 bei Teivel, Markt 16. Für die erwiesenen Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Vermählung danken wir herzlich, auch im Namen unserer Eltern Rudolf Kiesling Anny Kiesling, geb. Heller Gießen, im Dezember 1942 __' 06252✓ Wir freuen uns über die Geburt unseres vierten Kindes, eines strammen Jungen Anneliese Denninghoff geb. Schlüter Karl A. Denninghoff Gießen, den 3. Dezember 1942 z. Z. Univ.-Frauenklinik i ■ 06277/ °3Codonas Ein Tobis-Film mit Rene Deltgen • Lena Normann Annelies Reinhold • E.v. Klipstein Spielleitung: A. M. Rabenalt EinVariettiilm groben Stils erfüllt von Spannungen und Sensationen. Dramatische Ereignisse und die Konflikte der handelnden Personen — internationale Artisten von Weltruf — ziehen jeden in ihren Bann Lichtspielhaus Täglich 2.30, 4.45, 7.30 So. 2.00, 4.30, 7.30 Jugend hat keinen Zutritt 3656C KMllM und Kinderstuhl zu kaufen gesucht. 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