Montag, 3. August M2 Bisher 19,5 Millionen BNT. versenkt Rastlose Verfolgung in Richtung auf den Kuban e r, 1. August vernichtete ein Panzerkorps itn Raum nordwestlich Kalatsch 482 zum größten Teil schwere und schwerste Panzer. Rördtich Rschew griffen die Sowjets auch am gestrigen Tage wiederholt an. Sie wurden in erbitterten Kämpfen zum Teil im Gegenstoß unter blutigen Verlusten zurückgewiesen. Im Finnischen Meerbusen beschädigten Kampf- flugzeuge zwei sowjetische Frachtschiffe durch Bombentreffer. 3n der Zeit vom 21. bis 31. Juli verlor die Sowjetluftwaffe 815 Flugzeuge, davon wur- den 641 in Luftkämpfen, 66 durch Flakartillerie und 11 durch Verbände des Heeres ^vernichtet, die übrigen am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gingen an der Ostfront 61 eigene Flugzeuge verloren. • In Aegypten griffe« deutsche Kampfflugzeuge in der Rächt zum 1. August den Flugplatz Heliopolis bei Kairo an. Mehrere Flugzeughallen wurden in Brand gesetzt und siebe» Flugzeuge am Boden vernichtet, 2. Aug. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Süden der Ostfront stießen Schnelle Verbände und Infanteriedivisionen dem Feind in rastloser Verfolgung in Richtung auf den Kuban nach und brachen stellenweise noch zähen Widerstand seiner Rachhuten. Zahlreiche eingeschlos- ene Gruppen wurden vernichtet. Verbände der Luftwaffe unterstützten den Vorstoß des Heeres und richteten außerdem rollende Angriffe gegen die rückwärtigen Verbindungen der Sowjets. Im großen Donbogen nahmen deutsche und italienische Truppen einen sowjetischen Brückenkopf. Starke Rohkampffliegerkräfte griffen in diese Kämpfe mit gutem Erfolg ein. Bei Rachtangriffen auf den Schiffs- und Fährverkehr wurden fünf Wolga- ch j f f e durch Bombentreffer versenkt, fünf weitere und eine Fähre beschädigt, von 23. Juli bis die Werkstätten können mehr durch Bomben getroffen werden. Bisweilen tun mir die englischen Flieger leid, wenn sie ihren Sprengstoff auf diese gewaltigen Beton-Dickhäuter in großen Einsätzen vergeblich herunterregnen lassen. Das besondere strategische Ziel der deutschen U- Boot-Operationen ist die Störung der angelsächsischen Seeverbindungen. Wie sich der Krieg im Atlantik auch entwickeln mag, wir werden uns zur Erreichung dieses- Zieles der jeweils wechselnden Lage immer anzupassen vermögen. Die Taktik des U-Boot-Krieges ändert sich häufig. Das große Ziel bleibt dasselbe: Mehr feindlichen Schiffsraum zu vernichten, als alle unsere Feinde zuscnmnen nach bauen können! Es wird der Tag kommen, an dem der Mangel an Schiffsraum bei unseren Gegnern so deutlich wird, daß sie nicht mehr die Freiheit über chre strategischen Entschlüsse besitzen." lichen Rückzugsbewegungen. Bei anhaltenden fchwe- ren Kämpfen im großen Donbogen wurden gestern wieder, zum Teil unter Mitwirkung von Flakbatterien, 48 feindliche Panzer vernichtet. Fliegerverbände griffen bei Tage und bei Rächt Truppenausladungen und Transporte auf Bahnen, Straßen und Wasserwegen an. Auf der Wolga wurden ein Tanker und sieben Frachter versenkt, 16 weitere Frachter beschädigt. Rördlich von Rschew scheiterten erneute, mehrfach wiederholte Angriffe der Sowjets in harten Kämpfen. Infanterie brachte hierbei vier feindliche Flugzeuge zum Absturz. An der Dolchow- front wies die spanische Blaue Division einen feindlichen Angriff blutig ab. Angriffe des Feindes gegen einen Brückenkopf brachen zum Teil im Rah- kampf zusammen. Im Seegebiet nordwestlich Tripolis versenkten deutsche Kampfflugzeuge am 30. Juli ein feindliches Unterseeboot. Rach einigen Störflügen am 31. Juli flog der Feind in der vergangenen Rächt in das rheinisch- westfälische Industriegebiet ein. Er griff mit Schwerpunkt Düsseldorf an, wo in Wohnvierteln, il a. in zwei Krankenhäusern, Brände und Sachschäden entstanden. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste. Durch Rachtjäger und Flakartillerie wurden 26 der angreifenden Flugzeuge abgeschossen. Bei Angriffsverfuchen eines gemischten Bomber- und Iagdverbandes auf das Gebiet der Sommemündung schossen deutsche Jäger am gestrigen Tage im Verlauf einer halben Stunde 16 feindliche Flugzeuge bei einem eigene« Verlust ab. Ein weiteres britisches Flugzeug wurde bei Cherbourg zum Absturz gebracht. Im Kampf gegen Großbritannien belegten deutsche Kampffliegerverbände in der Rächt zum 1. August kriegswichtige Hafen- und Industrieanlagen von hüll mit Sprengbomben schweren und schwersten Kalibers. Alle eingesetzten Flugzeuge kehrten zu ihren Einsahhäfeu zurück. Im Kampf gegen die amerikanische und britische Schiffahrt wurden durch die Kriegsmarine im Monat Juli 98 feindliche Handelsschiffe mit 632 000 BRT. versenkt, davon 92 Handelsschiffe mit 613400 BRT. durch Unterseeboote, sechs mit 19000 BRT. durch Schnellboote. Sechs weitere wurden durch Torpedotreffer schwer beschädigt.-Ferner versenkten Einheiten der deutschen Kriegsmarine vier Unterseeboote, sieben Schnellboote und drei Bewacher und beschädigten zwei Zerstörer und mehrere Schnellboote. Durch die Luftwaffe würden im gleichen Zeitraum 30 Handelsschiffe mit 183 500 BRT. versenkt und weitere 17 Handelsschiffe beschädigt. Damit verloren Großbritannien und die USA. insgesamt 8 15900 BRT. des für ihre Kriegführung lebenswichtigen Schiffsraumes. Oer Wehrmachtbericht vom Sonntag. DRB. Aus dem Führerhauptquarti Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8VaUbr desVormittags Anzeig en-Vreise für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite: 7Rvt. für Familienan- -eigen und private Gelegenbeitsanzeigen 14Rps. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzeigen Plahoorschrift (vorherige 'Vereinbarung) 25% mehr AdmiralÄöliitz über Wesen undZiel desdeulschenll-Vootkrieges „Mehr feindlichen Schiffsraum vernichten, als alle unsere Feinde nachbauen können!" ' Mit dem jetzt vorliegenden Ergebnis des Monats Juli in Höhe von 813*900 BRT. erhöht sich das Gesamtergebnis auf rund 19,5 Milliönen Bruttoregistertonnen. Der Einsatz der deutschen U-Boote hat sich auf ein gewaltige Operationsgebiet von mehr als 5200 Seemeilen oder nahezu 10 000 Kilometer erstreckt. Nach den letzten Meldungen wurden z. D. die neuesten Erfolge im östlichen Mittelmeer, vor der Westküste Afrikas, im Mittelatlantik und vor der nordamerikanischen Attantikküsts errungen. Es ist bezeichnend, daß außer der Vernichtung von 24 Handelsschiffen und zehn Frachtenseglern auch die Versenkung eines Bewachers und die Beschädigung zweier Zerstörer gemeldet wird. Jede Schädigung der Geleitfahrzeuge beeinträchtigt den Gesamtsicherungsdienst der Engländer und Amerikaner, da die für diesen Zweck vorhandenen Kriegssahrzeuge auf einen großen Raum verteilt werden müssen. In der vergangenen Woche ist außerdem wieder der seltene Fall eingetreten, daß ein deutsches U-Boot ein feindliches F lu g z e u g abschießen konnte, und zwar diesmal im Nördlichen Eismeer. Bei der Sicherung und Kontrolle des Kanalgeb ietes kam es in der vergangenen Woche zweimal zu einem harten Kampf deutscher V o r - postenboote mit britischen Zerstörern und Kanonenbooten. Dabei gelang es den deutschen See- streitkräften in einem dieser Gerechte, die Hälfte der anareifenden britischen Kanonen-Schnellboote außer Gefecht zu setzen, worauf der Gegner seiner-' sells den Kamps abbrach. Die deutsche Kriegsmarine bat sich also auch in der Verteidigungsfront im Westen 1 als aufmerksamer und waffenwirksamer Gegner erwiesen. An der Kanalküste und in der Deutschen Bucht wurden durch Marineeinheiten und Marineartillerie in der vergangenen Woche alleih 38 feindliche Flugzeuge abgeschossen. Die Verteidigungsbereitschaft der deutschen Westfront und des Heimatgebietes erhärtet sich auch aus der beträchtlichen Gesamtzahl von 166 Abschüssen britischer Flugzeugen. Gleichzeitig hat die deutsche Luftwaffe erneut wirksame Schläge gegen die britische Insel selbst unternommen und dabei vor allem kriegswichtige Anlagen und Rüstungsbetriebe angegriffen. In drei hintereinander folgenden Nächten wurden das Industriegebiet von Birmingham, außerdem an der Ostküste die Häfen von Middlesborough und Hüll mit Bomben belegt. Oer Wehrmachiberichi vom Samstag. DRV. Aus dem Füh^rerhauptquarlier, 1. Aug. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Osten ist in der Verfolgung des geschlagenen Feindes die Eisenbahnlinie krasnador— Stalingrad nunmehr in breiter Front Übertritten. Sowjetische Kräfte wurden eingeschlossen und gehen ihrer Vernichtung entgegen. Der Eisenbahnknotenpunkt S a l z k wurde genommen. Die Luftwaffe bekämpfte mit starken Kräften die feind- Vom Oon zum Kuban. Die raschen Fortschritte der deutschen Truppe» und ihrer Verbündeten, sowohl der vorprellende» Schnellen Verbände wie der in breiter Front nachrückenden und sichernden Infanterie — sind südlich bes Don so beträchllich, daß der Wehrmachtbericht in den letzten Tagen einige Ortsangaben machen konnte. Das reine Steppenland südlich vonn Don- Unterlauf ist durchschritten, und unsere Truppen sind in ein welligeres Hügelgelände eingerückt, das nördlich des Kuban auftritt und südlich des Kuban in ein ausgesprochenes Mittelgebirge üb ergeht, um dann rasch zu den 5000 m hohen Gebirgswällen des KaukHns emporzuwachsen. ' Man darf mit Sicherheit annehmen, daß die sowjetische Armeeführung über sehr viele Einzelheiten ihrer eigenen Verbände nicht unterrichtet ist, dis teilweise eingekesselt, teilweise überholt, teilweisa ohne Flankenfühlung isoliert sind. Durch die Besetzung der Bahnlinie Krasnodar—Stalingrad ist die Verbindung zwischen den Sowjetarmeen des Südabschnitts zerrissen, und zwar auf breiter zusammenhängender Front. Trotzdem ist es auf keinen- Fall Aufgabe des deutschen Wehrmachtberichtes, dis sowjetische Heeresleitung zu informieren. Das ifÜ auch einer der Gründe, warum die deuffche Presse gelegentlich auf Auslaudsstimmen zurückgreift, obwohl wir zu den aktuellen Themen bes* Tages mehr! Zu sagen haben als London, Washington unb Moskau zusammengenommen. Eine gewisse Schweigsamkeit kann sehr nützlich werden. Wir haben diese Erfahrung im Vorjahr gemacht, als nach der Eroberung von Smolensk eine Nachrichtenpause ein» trat, die dann, abgelöst wurde von den großen Vernichtungsschlachten Wjasma — Brjansk. In diesem Jahr — und zwar erst in den allerletzten Wochen — ist diese Schweigetaktik an zwei hervorragenden Beispielen illustriert worden: als die deutschen Stoßrichtungen erst mit Woronesch und dann mit Stalingrad für alle Welt sichtbar schienen, die tatsächlichen Entwicklungen aber in beiden Fällen n»ch dem Süden gingen. Die Aufrollung der schwer befestigten Donezstel- lungen, die rasche Erzwingung des schwierigen Don- überganges, jetzt die schlagartige Zerreißung des sowjetischen Südabschnittes sind Lohn, der reichlich lohnet! Wir wollen nicht vergessen, daß erst am 24./25. Juli Rostow genommen war, daß mit der Eroberung von Bataisk am 26. Juli der Donüber- gang gesichert wurde, daß am 27. Juli Infanterie und motorisierte Verbände den Don in breiter Front überschritten. Wenn jetzt — sechs bis neu» Tage später — die Kämpfe 200 bis 250 km südlicher im unmittelbaren Kubangebiet stattfinden, so war das ein klassisch guter Wochenabschluß. Dr. Ho. Berlin, 3.Aug. (DNB. Funkspruch.) Admiral Dönitz, der Befehlshaber der U-Boote, beantwortete dem Kriegsberichter Gerhart Weise einige Fragen, die im Hinblick auf die Atlantikschlacht in der. letzten Zeit von ausländischen Zeitungen erörtert wurden. Der Admiral erklärte: „Die angelsächsische Kriegführung bewegt sich entsprechend ihrem altmodischen Staatsgefüge auch militärisch auf alten Bahnen. Es lag infolgedessen nahe, daß sie zum Schutz ihrer Schiffahrt das alte Rezept des Keleitzugsystems aus der Schublade zog, wie sie es am Ende des Jahres 1918 hineiugelegt batte. Dieses System ist der Eckpfeiler der englischen Abwehr geblieben. Wir sind selbstverständlich nicht untätig ' gewesen, um durch unsere Ausbildung, unsere Ueberlegungen und technischen Entwicklung ilgon dieses System wirkungslos zu machen. Ich kann unsere Maßnahmen nicht näher darlegen. Ich erwähne nur ein Schlagwort: die „Rudeltakti k". Es ist Tatsache, daß unsere „Wölfe" sich in sehr vielen Fällen über die Konvois geradezu gefreut ■fjabcn’ einfach, weil mit einem Konvoi den U-Booten eine ganze Speisekarte von Schiffen geboten wird, die sie sich sonst erst mühsam hätten zusammensuchen -müssen. Auf die Frage nach der - Bedeutung der These unserer Feinde, daß die Verlagerung der wichtigsten Kampfzonen an die amerikanische Küste, in das Mittel- und Nordmeer eine Art „Flucht" der deutschen U-Boote in leere, weite Räume bedeute, antwortete Admiral Dönitz: ! „Unsere U-Boote kämpfen in absoluter Landnähe unter der USA.-Küste, so daß dort die Badegäste und bisweilen ganze Küstenstädte figeuge jenes Kriegsschauspieles sind, dessen optische Höhepunkte die roten Gloriolen hochlohender Tanker bilden. Diese Kämpfe zwischen dem Hafengebiet von Norfolk und der Karibischen See ober die Kämpfe jm Mittelmeer können gewiß nicht als Flucht in oeite Räume bezeichnet werden? Wir haben verschiedene bisherige Schauplätze unserer Wirksamkeit perlassen, um den Stier an anderen Stellen bei den Hörnern zu packen. Die Verlagerung eines Teils imferet Streitkräfte in das Mittelmeer er» olgte aus seestrategischen Gründen im Zuge des Kampfes um die Freiheit der Seeverbindungen zwi- chen Italien und Nordafrika. Die Welt kennt den (Erfolg. Die Achsenverbindung über das Mittelmeer ist vdrhanden und entwickelt sich. Der Ost-West-Ver- tchr der Engländer ist, wie die letzten Ereignisse bewiesen haben, faktisch unmöglich geworden. Der Kampf zwischen der Nord-Süd-Verbindung gegen die Ost-West-Verbindung ist im Mittelmeer u Gunsten der Nord-Süd-Richtung entschieden. Aus ihnlichsn geographischen Momenten entwickelte sich die Lage im Atlantik. Die Verlegung des Versenkungsgebietes nach Westen, also unter die amerikanische Küste, wurde vorgenommen, um die Gegner durch rasche, harte Schläge empfindlich zu treffen. Wie unsere Feinde am besten wissen, ist uns dies in einer einzigartigen Versenkungsschlacht gebückt." Ich freue mich, so fuhr der Admiral fort, daß unsere Gegner sich anscheinend in dem Glauben befunden haben, unsere U-Boote könnten nicht bis zur amerikanischen Küste vorstoßen. Bereits im Frieden habe ich mich ost darüber amüsiert, daß man unsere 500-Tonnen-Boote als „Küstenboote" bezeichnete. Aus diesen Darstellungen ging hervor, daß der Gegner den Aktionsradius dieser Boote unterschätzte. Wir haben beim Bau unserer U-Boote auf jeden Luxus der Unterkunft Und auf alle Bequemlichkeit verzichtet und haben dadurch die Kampfkraft der Boote im Vergleich mit ihrer Größe in einem früher für unmöglich gehaltenen Maß verstärkt. Es ist deshalb lächerlich, wenn bkhauptet wird, wir hätten Basen auf neutralem (Bebiet oder wir arbeiteten mit phantastischen Benzininseln, die irgendwo im Atlantik schwimmen. Unsre ,Küstenboote" haben die Eigenschaft, quer überden Atlantikbis andieKüste des Gegners zu laufen.Jn diesem Sinne sind sie tatsächlich ,Mistenboote" geblieben. . Im Gegensatz zu einem allgemein verbreiteten Tauben möchte ich betonen, daß der Kampf m den amerikanischen Gewässern durchaus keine einfache Sache ist. Die Amerikaner haben es durchaus verstanden, sehr schnell eine Respekt abnotigerabe Abwehr aufzuziehen. Ich neige nicht dazu, unsere Gegner zu unterschätzen. Es ist klar, daß es unser Streben war, diesen Methoden und diesem kampsen- fchen Geist immer neue Wellen von U-Booten und kn höheren Angriffswillen der deutschen Besatzun- gen entgegenzustellen. Wie dieses Duell augenblick- ch steht, das- zeigen die letzten großen Schiffsver- /ZUtverstänÄlich hat der Ausbau der mo = Itrnen Luftwaffe auch den U-Bootkneg be- niftlußt. Aber das Flugzeug ist für das U-Boot sc hl ein Gegner, der das U-Boot stören, der es nbzr nie ausschalten kann, — wie auch eine Krähe üc einen Maulwurf bekämpfen kann, so lange der l'ebe Gott beiden verschiedene Medien zugewiesen II far. Keiner kann den anderen bis zur Vernichtung Wkämpfen. Das U-Boot kann nicht in die Luft | “e gen, und das. Flugzeug kann nicht unter dem II Mferfpiegel kämpfen. Im gegenseitigen Kamps H foben beide Waffen etwa die gleichen I kiren und die gleiche Treffergenauigkeit. Es hat sich || tihrbinqs gezeigt, daß die Treffer der Flugabwehr || U-Bootes für das Flugzeug ge f ahr- l^lher find als die Fliegerbomben für das unter l| Ziffer befindliche U-Boot. Das U-Boot ri9' BW) feine Besatzung sieht infolgedessen die Welt aus »irr Froschperspektive. Die Sicht ist gering. Deshalb ■ (t bie Ehe zwischen dem U-Boot und dem F/ugZ5si8' B tyfen hervorragende Eigenschaft die weite Sicht | '(> im gemeinsamen Angriff eine außerordentlich Mckliche. Wir sind diese Ehe öfters eingegangen, | ihre Frucht war die Versenkung zahlreicher U Dlö- wichtigste Frage in dieser wie in Mer Ehe ist die. Frage der Harmonie. Diese Frage der Zusammenarbeit der Wehrmacht teile, die besonders in England ein großes Problem zu sein scheint, muß geklärt sein, damit man zu der klaren Antwort kommt: Man kann bas ungleiche Gespann U-Boot - Flugzeug sehr wohl und sehr erfolgreich koppeln, und die Erfolge werden immer größer sein als die Bedrohung des U-Bootes durch feindliche Flugzeuge. Das hat die deutsche Wehrmacht bewiesen." Die Frage, ob der deutschen U-Boot-Waffe durch die britischen Bombardements gegen Küste n st ä d t e spürbare Schäden zugefüA worden seien, verneinte Admiral Dönitz. „Ich gebe zu", so sagte er, „daß uns 1940 starke Bombardements noch hätten unangenehm werdesi können: jetzt wünschte ich mir, daß Churchill einmal sehen könnte, wie dick der Beton schütz ist, unter dem sich alle Einrichtungen der U-Boot-Waffe an Land befinden! Weder die Liegestätte der Boote, noch die Mannschaften, noch Eine Anzahl britischer Flugzeuge führte im Laufe des gestrigen Rachmlttags in großer Höhe Stör* flöge im westdeutschen Gebiet durch. Durch Born-* benabwurf auf Wohnviertel, einiger Städte entstanden Verluste unter der Zivilbevölkerung und Gebäudeschäden. Zwei Flugzeuge wurden in Luftkämpfen zum Absturz gebracht. Im Kampf gegen Großbritannien belegte die Luftwaffe in der vergangenen Rächt ohne eigene Verluste,kriegswichtige Anlagen von Rorwich mit Spreng- und Brandbomben. In der Rächt zum -1. August wurden.« ö r d l i ch Zeebrügge bei einem Gefecht zwischen deutschen Vorpostenbooten und englischen Schnellbooten ein englisches Schnellboot versenkt, ein weiteres in Brand geschossen. In der Rächt zum 2. August kam es vor der französischen Küste zu einem Gefecht deutscher Vorpostenboote mit englischen , Schnellbooten und Kanonenbooten, hierbei wurden zwei englische Schnellboote wahrscheinlich vernichtet, auf weiteren Booten wurden Treffer beobachtet. Die eigenen Streitkräfe blieben unbeschädigt. 3« harten Orts- und Waldgefechten. B e r l i n, 2. Aug. (DNB.) Die^eutschen und verbündeten Truppen gewannen bei der Verfolgung des geschlagenen Feindes in Richtung auf den Kubanfluß sowohl südlich K u t s ch e w s k a j a als auch an der Bahn Krasnodar — Stalingrad weiter an Boden. Widerstand feindlicher Nachhuten wurde gebrochen. Zahlreiche durch dis überholende Verfolgung eingeschlossene bolsche- wfftische Kräftegruppen wurden vernichtet. Dabei mußten Truppen einer Infanterie-Division e i n tarf mit Minen verseuchtes Gelände überwinden und den Widerstand restlicher Einheiten des Feindes in harten Wald- und Ortsgefechten brechen. Bei der Abwehr eines feindlichen Gegenstoßes blieben 800 gefangene Bolschewisten in deutscher Hand. Nach der Einnahme von Proletarskaja hatte sich ein harten Kampf um den südlich der Stadt gelegenen Manytsch-Staudamm entwickelt. Der auf einen Kilometer Breite aufgestaute Fluß war von den Bolschewisten auf seinem Südufer durch tarke Feld- und Artilleriestellungen befestigt worden. Zur Ueberwindung dieses Hindernisses wurds um Mitternacht ein Schützenbataillon auf Sturmbooten über den Fluß gesetzt das sich in zähem Flankenangriff den südlichen Zugang zu dem Staudamm erkämpfte. Gleichzeitig griffen Pioniers über den 700 Meter langen, schnurgeradem Stau? dämm frontal an. Die feindliche Besatzung des südlichen Brückenkopfes wurde überwältigt und dis Vereinigung mit dem übergesetzten Schützenbataillon erzwungen. Nach Beseitigung dieses Hindernisses konnten die deutschen Truppen und Panzer die Verfolgung des Feindes ungehindert fortsetzen. Im weiteren Vordringen nach Süden haben sich auch rumänische Truppen erneut bewährt. Die Luftwaffe zerstörte im Zusammenwirken mit deutschen Panzereinheiten zahlreiche feindliche Widerstandsnester und trieb die Bolschewisten auü ihren befestigten Stellungen heraus. Fliehend- tnt>» 192. Jahrgang Nr. M Ä , Gletzener Anzeiger infolge höherer Gewalt BBffiSS General-Aimiaer für Oberbetten lorificrie Kolonnen des Feindes wurden durch Luftangriffe zersprengt. Kampf- und Sturzkampfflugzeuge belegten die Eisenbahnknotenpunkte des Kubangebietes wirksam mit Bomben. Durch Treffer gingen mehrere Tanklager sowie abgestellte Züge und Flugzeuge tn Flammen auf. Im großen Don bogen griffen deutsche und italienische Truppen einen Brückenkopf der Bolschewisten an und warfen den Feind, der sich hartnäckig verteidigte, über den Fluß zurück. In diesen dreitägigen Kämpfen vernichtete ein Infanterie- Regiment mit seinen Panzerabwehrwaffen allein 24 Panzer. Nordwestlich Kalatsch warfen deutsche Truppen eine starke-feindliche Kampfgruppe im Angriff zurück und schossen dabei mehrere Panzerkampfwagen ab. Bei der Säuberung eines neu gewonnenen Geländes hatte der Feind hohe Verluste an Menschen und Material. Zahlreiche Gefangene wurden eingebracht. Die Luftwaffe belegte nordwestlich Kalatsch feindliche Kolonnen und Widerstandsnester mit Bomben. Stutzkampfflugzeuge vom Master „Ju 87" beschädigten mehrere Brücken über den. an dieser Stelle zwei Kilometer breiten Don, wodurch den Bolschewisten die Heranführung von Verstärkungen erheblich erschwert wurde. Am nördlichen Teil des Donbogens wiesen ungarische Truppen einen Uebersetzversuch des Feindes verlustreich für die Bolschewisten ab. Nordwestlich Woronesch scheiterten zwei schwächere Vorstöße des Feindes, wobei drei Panzerkampfwagen vernichtet wurden. In zahlreichen Luftkämpfen schossen Jäger über den verschiedenen Kampfräumen des Südabschnitts 29 bolschewistische Flugzeuge ab. Oie Kämpfe im mittleren und Nordabschnitt Im mittleren Frontabschnitt erneuerte der Feind im Raum von Rschew seine mit starken Kräften geführten Angriffe. Die Vorstöße der Bolschewisten richteten sich besonders gegen einige Stützpunkte, von denen einer 15 mal vergeblich angegriffen wurde. Nach harten Abwehrkämpfen, die auch durch anhaltende Regenfälle erschwert wurden, gingen die deutschen Truppen zum Gegenangriff über und warfen den Feind auf seine Ausgangsstellungen zurück. Dabei wurden von deutscher Infanterie und Artillerie 18 Panzer und vier Flugzeuge der Bolschewisten abgeschossen. Kampf- und Sturzkampfflugzeuge griffen feindliche Truppenansammlungen in den dicht hinter den Kämpfstellungen liegenden Ortschaften an. Der Feind hatte schwere Verluste. Vereinzelte bolschewistische Flugzeuge wurden noch vor Erreichen ihrer Angriffsziele von deutschen Jagdflugzeugen zum Kampf gestellt und vier abgeschossen, weitere fünf durch Flakartillerie zum Absturz gebracht. Am Wolchow-Brückenkopf scheiterte ein feindlicher Vorstoß im zusammengefaßten Feuer der deutschen Truppen unter Abschuß von neun Panzerkampfwagen. Bolschewistische Bataillone, die sich erneut zum Angriff bereitstellten, wurden durch Artilleriefeuer zersprengt. An der E i n s ch l i e ß u n g s - front von Leningrad scheiterten erneute Uebersetzungsoersuche der Bolschewisten über die Newa. Dabei wgrden wiederum einige Boote durch Artilleriefeuer versenkt. Bei bewaffneter Aufklärung belegten deutsche Kampfflugzeuge stark befestigte Feldstellungen der Bolschewisten im Raum von Leningrad mit Bomben. Trotz heftiger Bodenabwehr griffen die Kampfflieger die befohlenen Ziele an und brachten den Bolschewisten hohe Verluste bei. Im Finnischen Meerbusen richteten sich Luftangriffe gegen feindliche Stützpunkte auf der Insel Seis- r a n r i sowie gegen Schiffsziele. Ein großer bolschewistischer Minenleger wurde von mehreren Bomben schwer getroffen, so daß er unter starker Rauchentwicklung gestoppt siegen blieb. Oie Säuberungsaktion in Serbien. Ber'lin, 1.Ang. (DNB.) Die Kämpfe mit serbischen Banden und Straßenräubern verliefen weiter erfolgreich. Einzelne örtliche Ueberfülle in entlegenen Gebirgsgegenden führten zur Vernichtung von Banden, die Erntevorhaben zu stören und Erntemaschinen zu beschädigten versuchten. Mit dem Auftreten deutscher Truppen ist Ruhe eingetreten, die Erntearbeiten gehen ungestört weiter. Eine größere Bande, die bei Risch einen Ueberfall auf einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt plante, routbe vernichtet, «südlich und westlich von Sarajewo wurde ebenfalls eine Säuberungsaktion eingeleitet, um die aus Bosnien abgedrängten Banden in ihren entlegenen Schlupfwinkeln und Felsenhöhlen in den Gebirgen zu fassen. Versuche britischer Unterseeboote, an der Adriatischen Küste mit Banden die Verbindung auszunehmen, wurden rechtzeitig erkannt und vereitelt. Auch im Donau- Save-Bogen und im Raum der Fruska - Gora schreiten die Säuberungsaktionen weiterhin erfolgreich fort. Dom 9. bis 23. Juli verloren die Banden über 2000 Tote und 9000 Gefangene. Die deutschen und kroatischen Verbände wurden wiederum von der ungarischen Donau-Flottille unterstützt. Marshall soll Befehlshaber für die zweite Front werden. Stockholm, 2.Aug. (Europapreß.) Wie sagens Nyheter" meldet, erwartet man in London in allernächster Zeit die Ernennung des nord amerikanischen Generalstabschefs Marshall zum Oberbefehlshaber der für die Schaffung der zweiten Front einzusetzenden englischen und nord amerikanischen Truppen. Wenn sich diese Erwartung bestätigen sollte, so schreibt das schwedische Blatt weiter, dann würde Marshall vorerst sein Hauptquartier in England aufschlagen, um es nach den erhofften Erfolgen der militärischen Operationen dann später nach dem Kontinent zu verlegen. Die Entwicklung hänge zu einem gewissen Grade v o n d e n Ereignissen i n der Sowjetunion a b, und es fehle nicht an militärischen Sachverständigen, die die Auffassung vertreten, daß die Voraussetzungen für die Schaffung einer zweiten Front im nächsten Jahre fast aussichtslos werden dürften. In diesem Zusammenhang weist der Korrespondent von „Dagens Nyheter" auf die ungeheuren Verluste der Sowjetunion auf militärischem und wirtschaftlichem Gebiet hin. Auch mache sich in London die Erkenntnis'bemerkbar, daß das russische Menschenmaterial keineswegs unerschöpflich sei. Aus dieser düsteren Lage der Bolschewisten, so schließt der schwedische Korrespondent, ergebe sich nach Auffassung verantwortlicher Londoner Kreise die zwingende Notwendigkeit einer engeren Zusammenfassung der Pläne zur schnellstmöglichen Errichtung einer zweiten Front, deren Schaffung man mit der Ernennung Marshalls näher zu kommen hoffe. 0er Ausbau des europäischen Küstenwatts. Berlin, 1. Aug. (DNB.) An der norwegischen Küste, dem nördlichen Abschnitt des europäischen Küstenwalls, der von Biarritz bis Kirkenes errichtet wurde, ist jetzt im Rahmen der gewaltigen Befestigungswerke der millionste Kubikmeter umbauten Raumes fertiggestellt worden. Neben den starke Verteidigungsanlagen des Heeres handelt es sich ebenso wie an der Atlantik- und Kanalküste um die technisch auf das vollkommenste Stützpunkte der Kriegsmarine. Gesichert von weitreichenden Geschütze nhat die deut- menste ausgestatteten Stützpunkte der Kriegsmari ne. Gesichert von weitreichenden Geschützen hat die deutsche Kriegsmarine auch dort eine Basis für die Schläge, die von den deutschen U-Booten der britischen und amerikanischen Schiffahrt auf allen Meereck, im Atlantik wie im Eismeer, täglich zugefügt werden. (Sin neuer USA -Stützpunkt am Panama-Kanal. Buenos Aires, 2. Aug. ,(DNB.) Die Verteidigung des Panama-Kanals ist weiterhin die Hauptsorge der Vereinigten Staaten in Mittelamerika. Auf der dem Kanal ^im Pazifik unmittelbar vorgelagerten Insel Taboga wurde ein neuer USA.- Stützpunkt errichtet. Die Insel soll hauptsächlich als Basis für Torpedoschnellboote dienen, die mit der USA.-Lustwaffe Zusammenarbeiten. Die Bauten des neuen Stützpunktes stehen unter der Leitung des Konteradmirals Vanhood. Burmas Zusammenarbeit mit Japan. Tokio, 2. Aua. (Europapreß.) Eine enge Zusammenarbeit zwischen Burma und Japan kündigte der frühere Ministerpräsident von Burma, Dr. B a Mo h, der zum Leiter der burmanischen Zentralverwaltung ernannt wurde, an. Ziel dieser Zusammenarbeit werde die Ausmerzung des britisch-nordamerikanischen Einflusses in Ostasien sein, denn nur auf diese Weise- könne der Krieg siegreich beendet werden. Ferner habe Japan die Absicht, den industriellen Aufbau in Burma finanziell zu unterstützen. Burma werde ebenso wie Japan den Befreiungskampf des indischen Volkes nach Kräften unterstützen. Genau wie Burma müsse Indien jetzt die englischen Fesseln abschütteln. Oie Probe. Von Emil Merker. Einen Blumenstock am Fenster zu haben, den man pflegen und warten, den man gießen, dem man die Läuse ab klaub en muß, das ist fchon etwas, fragt nur ein alleinstehendes älteres Fräulein. Mehr ist eine Katze, die den Kopf schnurrend in deine Hand schmiegt; sie ist Haus- und Herdaeist. Wer sie nicht um sich haben kann, weil er zur Miete wohnt, ist arm wie der, der nichts von einem flackernden Herd feuer weiß, weil er Zentralheizung hat und mit Elektrizität kocht. Ein Hund ist noch viel mehr. Sagt dir die Katze, was „daheim" bedeutet, so sagt dir der Hund, was ein Freund ist. Gut ja, alles recht! Aber was ist ein Blumenstock und Hund und Katze verglichen mit einem Kind? Nichts, gar nichts! Ein bitterarmer Ersatz, nichts weiter. So ähnlich dachten auch die beiden Kinderlosen, der Herr und die Frau Rat Hartmann, dachten es von Jahr zu Jahr schmerzlicher, als sich erwies, daß ihre Ehe ungefegnet bleiben würde. „Zwar Kinder machen auch Sorgen, und oft keine kleinen", seufzte die Frau Rat. „Allein das ist es eben!" zitierte der Herr Rat lächelnd feinen Christian Morgenstern. Und man schwieg, beschlief sich die Sache noch ein paarmal und faßte dann den Entschluß und setzte ihn mit viel Vorsicht und Umsicht ins Werk. So kam Helmut, das Ziehkind, ins Haus, zuerst nur auf Probe. Wie er war? Ein Wunder war er, o du mein Gott, wie Hund und Katze und Blumenstock und alles Lebendige, nur ein noch größeres. Er war schon ein Schuljunge, man hatte mit Bedacht nicht unter diesem Alter gewählt, damit man doch sehen könne, was für ein Pflänzchen sich da entfalten wolle. Dies war der unnachgiebige Grundsatz des Herrn Rctt gewesen, entgegen der Meinung der Frau, die sich dadurch um die ersten, besonders köstlichen Jahre leiblicher Betreuung betrogen sah. Aber es war auch jetzt nach genug' nn diesem Helmut. Sie faltete oft unter dem Tischtuchs bestürmt von Andacht, die Hände, wenn sie ihm beim Essen Zusatz. Sah, wie es ihm schmeckte. Wie er mit Bedacht und Aufmerksamkeit aß, Löffel um Löffel, Bissen um Bissen, und voll Achtung das Semmelspitzel, das er schon in den Mund gesteckt hatte, wieder heraus- -oohm, um erst zu antworten, wenn sie ihn etwas fragte. So gute Erziehung brachte er bereits mit... Der Herr Rat erklärte ihm Naturdinge, zeigte ihm seltsames Getier und wies ihm dessen Lebensklugheit und Lebensnot. Und den Jungen riß die Begeisterung fort, daß er das eine Bein Hochziehen und mit dem Zeigefinger schwenken mußte, daß es laut knackte: „Au, fein!" War er ein Waisenkind, das sich nicht bis drei zu zählen traute? Anfangs vielleicht, bald wurde es anders und er blühte auf und die Augen strahlten, und in ihrem Strahlen erkannte man mehr und mehr etwas Besonderes, etwas unsagbar Herrliches: Liebe. Noch getraute er sich nicht aus eigenem Antrieb die Arme um den Nacken der Frau Rat zu schlingen, dafür tat er einmal unter dem Tisch etwas anderes. Die Frau Rat faß ihm gegenüber, eine Näharbeit in den Händen, da glitt ihr der Fingerhut vom^Finger. Helmut verschwand von seinem Stuhl wie in einer Versenkung, ergrapschte den Verlorenen auf dem Teppich, aber er taucht nicht gleich wieder auf. Warum? Die Frau Rat atmete schwer: unter dem Tisch umfingen Hände ihren Fuß, ein Gesicht preßte sich dagegen, ein Mund drückte einen Kuß darauf. Am Geburtstag flimmerten ,um die mit dem Namenszug aeschmückte Torte zehn Lichter. Bücher lagen da. Aber was bedeuteten sie gegenüber dem von dem Herrn Rat Gespendeten, einem Aquarium? Am Nachmittag wurde ein Felsen hineingebaut, des Herrn Rat Steine und Muscheln, gesammelt in dessen eigenen Kindertagen, mußten ihre schönsten Stücke dafür hergeben. Dann wurde es mit Wasser gefüllt, und dann ging Helmut und brachte Wasserpflanzen und Fischlein, die er selbst im Bach gefangen: winzige, durchsichtig-blasse Wesen, die neugierig und erstaunt in ihrem Glaspalast und Felsenlabyrinth hin- und widerschwebten, mitunter dumm durch die Glaswand in die Menschenwelt hereinglotzten, während die Kinderaugen, benommen von soviel Herrlichkeit, in ihr Zauberreich hineinstaunten. Es war ein Tag, wirr vor Glück. Helmut holte aus der Nachbarschaft zusammen, wessen er habhaft werden konnte, damit alle sähen und bewunderten: Hausmeistersleute, den Schofför, das Mädchen aus der Küche. Aber am dritten Tag wurde ein großer Jammer laut. Nur noch zwei Fischchen waren da. „Wo ist mein drittes Fischlein?" Aber niemand wußte Bescheid. Helmut aß zu Mittag nichts; kaum daß man sich vom Tisch erhoben hatte, stand er wieder vor Aus dem Reich. Abschied von ^-Obergruppenführer Scharfe. In München-Starnberg, vor dem Kriegerdenkmal des ersten Weltkrieges, sind die sterblichen lieber» reste des Chefs des Hauptamtes ---Gericht, ^-Obergruppenführer und General der Waffen--- Paul Scharfe aufgebahrt. Ein Ehrenbataillon der Waffen-^ ist angetreten. Gauletter Gießeler legt den Kranz des Führers am Sarg nieder. Vertreter des Staates, der Wehrmacht und der Partei erweisen dem Verstorbenen die letzte Ehre. ---Obergruppenführer Heißmeyer würdigt die Verdienste des Verstorbenen. Er bildete einen Kreis von geschulten ---Richtern heran, die ihre vornehmste Haltung darin sehen, aus dem Zwang des toten Buchstabens herauszuwachsen und aus dem lebendigen natürlichen Rechtsempfinden heraus selbst verantwortlich zu urteilen. Don ihm stammt die erste Disziplinar- Beschwerde-Ordnung der --. 1939 konnte er dem Reichsführer--- die Fertigstellung der Strafgerichtsbarkeit der -- und Polizei melden. Am 10. Ium d.J. erfolgte die Rechtsfestsetzung des Gnadenerlasses der -- und Polizei. Sein Lebenswerk wurde aber gefrönt, als er schließlich kurz vor seinem Tode die Vorbereitungen für das neue Strafrecht der -- und Polizei abschließen konnte. Ein tückisches Herzleiden, zu dem eine doppelte Lungenentzündung hinzutrat, hat den nimmermüden Stretter für das lebendige deutsche Recht mitten aus feiner Arbeit gerissen. Durch die Straßen Starnbergs geht dann die Trauerparade. Im Auftrag des Reichsführers--- legt Oberst-Gruppenführer und Generaloberst der Polizei Daluege am Grabe einen Kranz nieder. Dann dröhnen Ehrensalven über das offene Grab. Das sozialistische Leistungswerk der Arbeitsfront. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley sprach vor den Gauschulungswaltern der Deutschen Arbeitsfront, den Kommandanten und Leitern der Reichsschulen, den Gaubeauftragten für Werkscharen und den Schulungswaltern der Aemter und Fachämter der Deutschen Arbeitsfront über die weiteren Kriegsaufgaben der Schulung in den Betrieben. „Alle Betreuungsmaßnahmen, die die Deutsche Arbeitsfront den Werktätigen zuteil welken läßt", so erklärte er, „müssen als ein allgemeines umfassendes Leistungswerk aufgefaßt werden. Die Arbeitsleistung ist die sozialistische Grundlage des deutschen Arbeitslebens, denn der deutsche Sozialist erwartet kein Geschenk, sondern er hat auf ein würdiges Leben in der Volksgemeinschaft einen Rechtsanspruch auf Grund seiner Leistung. So kann allein derjenige Betrieb als fozialistisck gelten, der durch beste Arbeitsplätze, modernstes Arbeitsgerät und die vernünftigste Betriebsordnung die beste Leistung feiner Gesolgschaftsmitglieder ermöglicht." — Der Leiter des Schulungsamtes der Deutschen Arbeitsfront und des Reichsamtes „Deutsches Volksbil- oungswerk", Leutloff, hob hervor, daß die Schulungsarbeit der Ausrichtung, der Betriebsobmänner und der Werkscharen (bienen wird, die die Verantwortung für das Gelingen des Leistungswerkes und die Erhaltung des Arbeitsfriedens zu tragen haben. Das Schulungsamt wird sich also mit den Aufgaben der Menschenführung beschäftigen, die sich aus den- Erfordernissen der Produktion für die Kriegsführung ergeben. Hitler-Jugend im Ernteeinsatz. Die Erntezeit bestimmt in diesen Wochen den Kriegseinsatz der HI. in der Heimat. Für den örtlichen Einsatz stehen auf> Anforderung der Hoheitsträger die Einheiten der Jugend zur Verfügung. Darüber hinaus sind bereits 200 000 Jungen und Mädel zum mehrwöchigen auswärtigen Hilfsdienst in der Landwirtschaft eingesetzt. Während die Jungen bei allen Feldarbeiten helfen, übernehmen die Mädel neben der Kinderbetreuung in Erntekindergärten die Haushalts- und Küchenarbeit, um die Bäuerinnen für die wichtige Arbeit auf dem Felde zu entlasten. Ferner stehen' die Landdienst- und KLV.-Lager im Dienst. Auch die Großstadtjugend hat sich bereits die Anerkennung auf den Bauernhöfen ihrer Einsatzgebiete erworben. In einem Aufruf des Reichsjugendführers heißt es: „Das Ausmaß unserer Pflichten ergibt sich aus der Größe und Härte dieses Krieges. Mit dem Kampfruf „Freiheit und Brot" trat einst die nationalsozialistische Bewegung an. Freiheit und Brot sind heute auch die Ziele dieses Krieges. Während der Soldat Unvsr. Reichliches für die Freiheit leistet, wird die Jugend helfen, das Brot zu gewinnen. Seid tüchttge und frohe Helfer am deutschen Boden." ©er studentische Osteinsah. Der studentische Osteinfatz wurde mit einer Kund, qebung in der Reichsuniversität Posen durch Reichsstudentenführer Dr. Scheel eröffnet Der Einsatz führt während der <5ommerferten 3000 akademische Nachwuchskräfte in die Gaue Warthel and, Danzig-Westpreußen und die neuen Gebiete Ostpreußens und Oberschlesiens. Der Rnchsstudenten- sichrer unterstrich die Aufgabe der Gegenwart, alle Lebensströme des deutschen Volkes nach dem Dften zu lenken, nachdem der deutsche Soldat dieses Land wieder befreit habe. Aus der studentischen Bewäh. rung werde später die berufliche Verankerung eines Teiles der studentischen Jugend im Osten erwachsen, zu der die Einsätze eine Vorstufe bildeten. 0ie Gesundheit - Schlüssel zum Glück. In Würzburg sprach Reichsgesundheitsführer Dr. Conti..Jeder einzelne habe die Verpflichtung und die Möglichkeit, durch seine Leistung für das Volksganze und durch die Kinder den ewigen Strom des Lebens weiterzutragen. Die (Befund heitsfrage bleibe bei der biologischen (Situation des deutschen Volkes im erbbiologischen Raum und in der Welt weiter dringlich, denn im Leben der Völker gebe cs keinen Stillstand, sondern nur Aufstieg oder Niedergang. „Wir können aber nicht genug Kinder haben!", rief Dr. Conti. Die Gesundheit sei ein Schlüssel zum Glück, den jeder selbst bei sich trage. Das Volk» das seine bio- logische Kraft auf jenen fünf Millionen Ueberleben-- den nach dem Dreißigjährigen Kriege aufgebaut habe, sei nichts anderes als eine große Familie, eine erweiterte große Sippengemeinschaft. Das Gefühl der Zusammengehörigkeit, in vielen Jahrhunderten mühsam errungen, sei die stärkste Kraft, alle Am forderungen, die der Krieg an den einzelnen stelle, zu erfüllen. Kleine politische Nachrichten. Bei den heftigen Luftkämpfen im mittleren Abschnitt der Ostfront schoß das Ja gd g eschwader M ö l d e r s trotz ungünstiger Wetterbedingungen 25 sowjetische Flugzeuge ab. Hierbei errang Mtterkreuz. träger Oberfeldwebel Beerenbrock mit neun Abschüssen seinen 94. bis 102. Luftsieg. * An der Donez-Front starb am 21. Juli der Ritterkreuzträger Leutnant Alfons Schmalz, Mug- zeugführer in einem Sturzkampfgeschwader, den Fliegertod, als er in Not befindliche Kameraden retten wollte. Während der schweren Winterkämpfe hatte er für hervorragende Leistungen das Ritterkreuz erhalten. * Am Todestag des verewigten Reichspräsidenten, des 'Generalfeldmarschalls von Hindenburg, legte im Auftrage des Führers der Befehlshaber im Wehrkreis VII General der Artillerie Weyer einen Kranz in der Gruft des Reichsehrenmals Tannen- berg nieder. Die Ehrenwache am Denkmal war als Offizierswache verstärkt worden. Ferner ließ Staats- Minister Dr. Meißner im Namen der Präsidialkanzlei und ihrer Gefolgschaft am Sarge Hindenburgs einen Kranz niederlegen. * Der neuernannte türkische Botschafter in Berlin, Saffet Arikan, ist in der Reichshauptstadt eingetrof« fen. Er hat am Weltkrieg wie am türkischen Unab. hängigkeitskrieg als Stabschef an der Front teilgenommen. Dann wurde er Militärattache in Moskau und kehrte als Generalsekretär der türkischen Voltspartei nach Ankara zurück. In der Folge war er Unterrichts- und später Landesverteidigungsminister. Kunst und Wissenschaft. Anekdoten von Wilhelm Schäfer. Wilhelm Schäfer hat den Plan vollendet, den er vor 40 Jahren am Anfang seines literarischen Schaffens gefaßt hat: Unter dem Titel „Spät- lese alter und neuer Anekdoten" (bei Albert Langen / Georg Müller, München) schließt er das Unternehmen in hundert knappen epischen Darstellungen den ganzen Umkreis des Lebens ab« zuwandeln. Anekdoten nennt Schäfer diese Erzählungen, weil jede von einer „zufälligen Seite aus in irgendein Stück der Historie hineinleuchtet". dem gläsernen Behältnis, mit brennenden Augen, ob nicht doch der-Vermißte auftauchte, das kleinste, zarteste, zierlichste. Und dann beginnt er mit behutsamen Fingern den Felsen auseinanderzunehmen. Da schaut aus dem Innern des Schneckengehäuses ein Schwänzchen, und die Bubenfinger zichen den Toten, der sich ausweglos in ihrem Jrrgang verfangen hat, heraus. Ja, und? In das vergrämte Kindergesicht kommt ein harter und entschlossener Zug. Die zwei verbliebenen Fischlein werden in das Einsiedeglas, in dem sie gebracht wurden, zurückgetan, dann geht einer wortlos mit ihnen ab. Und das Opfer der Brüderlichkett von Kreatur zu Kreatur wird gebracht: Sie werden ihrer spielenden Freiheit in- dem Wiesenwässerlein zurückgegeben. Im Bett haben der Herr und die Frau Rat vor dem Einschlafen noch ein kurzes Gespräch miteinander. „Er hat ein gütiges Herz", sagt die Frau Rat. „Und er wird ein Charakter werden", fügt der Herr Rat nachdenklich, hinzu. Und nach einigem Zögern: „Ich glaube, wir können die Probezeit abschließen." „Ich denke auch", nickt die Frau Rat, und ihrer beider Hände tasten zueinander und finden sich in einem besiegelnden Druck. Oer gute Lafontaine. Von Peter Scher. Gegen Ende des 18. und zu Anfang des 19. Jahrhunderts gab es in Deutschland einen Romandichter, der damals ebenso berühmt — und besonders von Frauen — gern gelesen wurde wie später die Mar- litt. Er hieß Lafontaine und stammte — wie der große deutsche Dichter Chamisso — von den Hugenotten ab. Die literarische Fruchtbarkeit dieses Lafontaine war beängstigend groß. Weniger schwärmerffche Zeitgenossen, vielleicht auch literarische Neidhämmel, sagten von ihm, er könne sich nicht auf einen Stuhl fegen, ohne daß seine rechte Hand sogleich ein Ro- mankapttel in Angriff nähme. Allerdings hatte er autf) die Sitzfläche danach. Sie war so beschaffen, daß ihr Inhaber heutzutage in der Trambahn ständig Zwei Plätze bezahlen müßte — vorausgesetzt, daß sein ungeheurer Bauch ihm das Eindringen in ein solches Verkehrsmittel überhaupt ermöglicht hatte. Der dichtende Koloß verfaßte Romane, die m ihrer Art nicht weniger dick waren und Titel wie die folgenden trugen: „Die Familienpapiere oder die Gefahren des Umgangs", „Der Hausvater oder das liebt sich! Und warum?" Alle Welt verschlang diese Wälzer mit Wonne, und der dicke Dichter machte so gute Geschäfte, daß er zeitlebens nicht mehr an die (Erinnerung einer schlanken Taille denken konnte; dazu schmeckte es ihm obendrein viel zu gut. Er wohnte in Halle an der Saale, wo damals noch andere kuriose Literaten ihr gemütliches Auskommen hatten, und überschwemmte von da aus ganz Deutschland mit feinen vielbändigen Romanen. Zur selben Zeit lebte ein Journalist namens Gar- lieb Merkel, der aus, Kurland stammte und nad) Absolvierung seiner Studien in Deutschland überall herumschnüffelte, um die persönlichen Verhältnisse der gerade berühmten Dichter und Künsller auszu- forschen und Sensatiönchen daraus zu machen. Merkel besuchte auch unseren dicken Lafontaine in Halle und „interviewte" ihn mit großer Geschicklichkeit. Der gute Lafontaine biß treuherzig auf den Koder an. Er antwortete: „Das Schreiben macht mir keine Mühe. 'Den Plan zu einem Roman ersinn' ich in einer Viertelstunde, und wenn ich mich ans Pull setze, sind ein paar Druckbogen geschrieben, ehe ich äufstehe." „Aber die Feile?" warf der wißbegierige Merkel pfiffig ^in und sagt in seinem Bericht über die Unterredung weiter: „Nach einigem Stocken gestand er mir, daß er selten zu übe riefen pflege, was er geschrieben. Er verlasse sich wegen der Richtigkeit auf seinen Freund Sander in Berlin. In der Tat gehört diesem das Verdienst des reinen Stils, vielleicht sogar oft des Zusammenhangs mancher Lafontaineschen Romane. Ich machte ihm mein Kompliment über die Zartheit und Tieft des Gefühls in seinen Schriften. Seine Frau versicherte mir lächelnd,, er meine selbst oft herzlich beim Schreiben. Sie' habe ihren Gatten einmal, da sie ihn in Tränen gefunden, mitleidig um die llrfadje derselben gefragt. Er schilderte ihr die rührende Lage, in welche er soeben seinen liebenden Helden versetzt habe. Auch sie wird erweicht, auch sie bricht in Tränen aus und fleht ihn an: ,Gib sie ihm dochsi ,Ack/, antwortet er schluchzend, chas geht i n icht an, ich bin ja noch beftn ersten Bandes" I „Wß I 5», r» s>-°° Ml« • W i/ljor Dr.' Messor D i Hl ein F Profess' Der Goet Jahre ruhn, t)i I ckE werden. 2ie Meister 1 Goethe- -ju. I 5m W Mlierte: sgit Pros- 'in, holibti tz Philosoi Zternahm. nesens in d .Wien und sphie und! Uraordinai hvember 1 M entbun! Hend mit rotion über Sissenschaste Hüsten ihr Mcklungs qstems gal .'<5 jungen ch mit der 'tantreich i Men Leb Ä Friedri Zum 60 3n diesen msitätsauge Mm Gr xrvierte 190 cjt auf Rei Lzt und gi iildung nach irrsitätsaugk Marburg, tu mde er 0 jpmer. 1921 ■ihn ordent Msitäts-Aug Atzte in eim Mastlichen 1 [hm ferne Art. 3n fahr Migebnissen, Mengen 'n lrlenOphtha cvmenhang Srad)om) b «ine neuarti Wie einen ■ ckorf ergan rcng es ihm, arn Blinden W frohe' Wem au< eitet Am 4 Aug «n Repräsei ® ‘fonwbie, Mrn am Kittes <8 t des Qu J«- 1907 d IMters über Rod 'Neta, idente S1 ich-», Nil es der tzn .TWidy w°Ü ih “ft 4'n }i< Ä&f) ->dö, M»! '»be. S,ba nb. irth her tnh vsl- len. alle An ^nb •tits )fen, iii. Av tunq bcs nrnfc. i der b ir leben nur nnen M Sriegseinfah deutscher Geisteswissenschafk. Sm Rahmen des „Kriegseinsatzes der deutschen Geisteswissenschaft" veranstaltete die Wissen- jchaftliche Gesellschaft. Magdeburg- a 2(1 bis 31. Juli in Magdeburg eine ,Mlssenschaftlrche Woche, in der, in insgesamt zehn Dortragen führender deutscher Wissenschaftler, das Thema „Das Reich und Europa" zur Be- handluna kamen. Es sprachen: Professor Dr Ritterbusch (Berlin) über „Das Reich und Europa"; Professor Dr. Theodor Mayer, Rektor der Universi! tat Marburg, über Das Reich und die Ordnung Europas^ Mittelalter"; Professor Dr. Lintzel (Halle) über „Europa und der Westfälische Friede" - Professor Dr Platzhoff, Rektor ' der Unchersität Frankfurt, über: „Die Stellung Englands zum Kon ment und einer kontinentalen Ordnung Euro- p°? r Dr...Scharff (Kiel) über „Prinz Eugen als Kampfer für das Reich und Europa"; Dr Griewank (Berlin) über „Der Wiener Kongreß und die Neuordnung Europas"; Professor Dr.Otto Becker (Kiel) über „Bismarck und die europäische Ordnung"- Professor Dr. Jahrreiß (Köln) über „Europa und das Ordnungsexperiment von Versailles und Genf"- Professor Dr. Höhn (Berlin) über „Reich und Groß- raum", und Professor Dr. Bilfinger (Heidelberg) über ein staatsrechtliches Thema! w Professor Kuhn Träger des Goethepreises. Der Goethe-Preis der Stadt Frankfurt ist in diesem Jahre dem Chemiker Professor Dr. Richard Kuhn, Direktor des Kaiser-Wilhelm-Jnstituts für medizinische Forschung in Heidelberg, verliehen worden. Die Uebergabe des Preises wird Oberbürgermeister Dr. Krebs am 28. August, dem Geburtstag Goethes, im Frankfurter Goethehaus vornehmen. !«♦ i Ab. ider en 25 kreuz, neun littest tN , den raben impfe Mi. den bio. eben- ebaut . eine iesühl 'eiten An. stelle, Prof. Dr. kabitz gestorben. Im Atter von 66 Jahren starb in Münster der emeritierte Ordinarius für Philosophie und Pädagogik Prof. Willy Kabitz. Er war in Berlin geboten, habilitierte sich 1905 an der TH. Hannover für Philosophie, siedelte 1908 nach Breslau über, unternahm 1910 eine Reise zum Studium des Schulwesens in den Vereinigten Staaten, in Japan und Indien und wurde 1915 a. o. Professor für Philo- , sophie und Pädagogik in Münster. 1934 wurde sein Mxtraordinariat in ein Ordinariat umgewandelt. Im November 1941 wurde er von seinen Verpflichtungen entbunden. Kabitz befaßte sich besonders eingehend mit Leibniz. Bereits kurz nach seiner Promotion übertrug ihm die Preußische Akademie 6er Wissenschaften die Bearbeitung der philosophischen lschriften ihrer Leibniz-Gesamtausgabe. Eine exakte -entwicklungsgeschichtliche Darstellung derLeibnizschen Systems gab er in seinem Buch „Die Philosophie des jungen Leibniz". Andere Arbeiten beschäftigten sich mit der Philosophie der Aufklärung in England, Frankreich und Deutschland und mit'dem philoso- Lphischen Lebenswerk seiner Lehrer Wilhelm Dilthey und Friedrich Paulsen. Zum 60. Geburtstag von Professor Grüter. In diesen Tagen vollendete der Direktor der Uni- ben «r mW enten, urg, ier bn einen mnen- ar ab -taats. illanz. iburgs Berlin, getros. Unab. teilge- ioskau Volks- oar er inister. persitätsauaenklinik in Marburg, Professor Dr. Wilhelm Grüter, sein 60. Lebensjahr. Grüter promovierte 1906 in Marburg, betätigte sich als Schifss- arzt auf Reisen nach Südamerika, wurde praktischer llrzt und ginn dann zur augenärztlichen Fachaus- nldung nach Stuttgart, wurde Assistent an der Universitätsaugenklinik in Greifswald und später in Marburg, wo er 1911 sich habilitierte. Bald darauf vurde er Oberarzt in Bonn unter seinem Lehrer Römer. 1921 wurde er a. o. Professor in Marburg, kann ordentlicher Professor und Direktor der Uni- ersitäts-Augenklinik. Er reorganisierte die Klinik und etzte in einem von ihm nach großzügigen wissenschaftlichen Gesichtspunkten ausgebaulen Laboratorium feine Forschungen über das „Herpesvirus" fort. In jahrzehntelangen Untersuchungen kam er zu Ergebnissen, über die er auf den ophthalmologischen Lagungen in Heidelberg und vor der Internationalen Ophthalmologischen Gesellschaft in Kairo in Zusammenhang mit oer Aegyptischen Augenkrankheit Trachom) berichtet. Zum erstenmal gab er hier seine neuartigen Zellstudien bekannt. Der Gelehrte lehnte einen an ihn 1939 von der Akademie in Düsseldorf ergangenen Ruf ab. Im jetzigen Kriege ge- bng es ihm, durch eigene operative Methode einzelnen Blinden das Augenlicht miederzugeben. )pat' i- (bei schließt -pW ns ob' ErH aus in die i» fei mit :t oder er ober Vierzig Jahre Schauspieler. Am 4. August 1942 feiert einer der hervorragend- slen Repräsentanten der klassischen Bauerntragödie md -komödie, der Leiter der Ludwig-Thoma-Bühne in Egern am Tegernsee, Bertl Schultes, sein llljähriges Bühnenjubiläum. Es ist das große Verdienst des Jubilars, der vom Münchner Volkstheater kam, 1907 die Direktion des Tegernseer Bauerntheaters übernahm, wenn heute die Namen Thoma, Aanghofer und Anzengruber weit über die Grenzen des Reiches hinaus einen guten Klang haben. Isn- zahlige frohe Stunden hat Schultes Bertl mit seinen Künstlern auch unseren Soldaten an der Front bereitet. Aus der Giadi Gießen. Amtsgerichtsrat Gros 20 Jahre alt. Der lanajährige Grundbuch-, Vormundschaftsund Jugendrichter sowie stellvertretende aufsichtführende Richter beim Amtsgericht Gießen, Amtsgerichtsrat Franz Gros, kann am morgigen Dienstag, 4. August, in bester Gesundheit und unermüdlicher Schaffenskraft seinen 70. Geburtstag begehen. Am 30. September 1937 in den Ruhestand getreten, hat der Krieg auch Franz Gros erneut zum Einsatz seiner Kraft im Dienst für unsere Volksgemeinschaft veranlaßt, so daß er den Eintritt in das achte Jahrzehnt seines. Lebens da erlebt, wo er sich immer am wohlsten gefühlt hat: in der Pflicht, im Kreise der Arbeit. Durch seine oberhessische Abstammung — er wurde am 4. August 1872 zu Hof Kolnhausen bei Lich geboren — und sein vielseitiges Wirken ist der Jubilar weit über Gießen hinaus bekannt und populär geworden. Von 1892 bis 1895 studierte er in Gießen und Berlin Jura, 1896 bis 1899 war er hier Handelskammersekretär, 1899 bis 1901 Gerichtsassessor am Landgericht in Mainz, 1901 bis 1904 Gerichtsassessor, Amtsanwalt und stellvertretender Amtsrichter in Fürth im Odenwald und in Alsfeld, 1905 bis 1913 Amtsrichter in Lorsch an der Bergstraße, seit 1. Oktober 1913 bis zu seinem Usbertritt in den Ruhestand am 30. September 1937 ununterbrochen beim Amtsgericht Gießen als Grundbuch-, Vormundschafts-, Jugend- und stellv. Anerben- und Erbgesundheitsrichter, dazu einige Jahre vor seinem Ruhestand auch als Stellvertreter des Amtsgerichtsdirektors; nach seinem Wiedereintritt in den Dienst am 16. November 1939 hat er das Vormundschafts- und Jugendgericht sowie die Stellvertretung des Amtsgerichtsdirektors wieder übernommen. Sein Wirken als Richter war allezeit gekennzeichnet durch vorbildliches soziales Empfinden und gütig-menschliches Verstehen der bei ihm Rat ünd Hilfe suchenden Personen, durch unbeirrbare Gerechtigkeit bei der Beratung und Beurteilung der Menschen und der Dinge, durch freundliches Entgegenkommen, aber auch, wenn es nicht anders ging, durch unnachsichtliche Strenge, beispielgebenden Gemeinschaftsgeist, größte Pflichttreue und höchstes Verantwortungsbewußtsein sowohl als deutscher Richter wie auch als Förderer und tatfroher Mitstreiter für alle nationalen Aufgaben und neuen Entwicklungen, denen im Interesse unseres Volkes und seines Wiederaufstieges zur Größe und Machtstellung in der Welt zu dienen war. Dabei sah er für sich eine ganz besondere Verpflichtung in dem Wirken zum Besten unserer deutschen Jugend als der künftigen Gestalterin des deutschen Lebens und der deuischen Zukunft, als der Trägerin und Bewahrerin des kostbaren Gutes, das der Führer unserem Volke gegeben hat. Während des ersten Weltkrieges wirkte Franz Gros lange Zeit ehrenamtlich als Vorsitzender der Kreisverteilungsstelle des Kommunalverbandes, der Kriegskinderfürsorge und verschiedener anderer Stellen, außerdem war er Mitglied des Kreisausschusses für Ernährungsfragen. Für die großen Verdienste, die er sich bei diesem Dienst für unsere Volksgemeinschaft erwarb, wurden ihm die Hessische Silberne Kriegsoerdienstmedaille und das Preußische Kriegsoerdienstkreuz verliehen. Seit vielen Jahren ist er durch seine rege Mitarbeit im Aufsichtsrat der Handels- und Gewerbebank Betreuer und Förderer des Gießener Mittelstandes und insbesondere der Handwerker und Gewerbetreibenden geworden; seit 1927 war er stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, seit 1934 ist er Vorsitzer des Aufsichtsrates der Handels- und Gewerbebank. Für seine rege Mitarbeit im Vorstand der Gesellschaft Liebig- Museum in Gießen wurde er durch die Verleihung der Goldenen Liebig-Medaille ausgezeichnet. Lange Jahre gehörte er auch dem Vorstand des Gesellschaftsvereins und als Mitarbeiter dem Gießener Obst- und Gartenbau-Verein an. Das in Friedenszeiten in unserer Stadt immer gern gehörte Mai en - blasen. war seiner Initiative und oft auch persönlichen Opferbereitschaft zu verdanken. Trotz seiner starken dienstlichen und ehrenamtlichen Inanspruchnahme fand Amtsgerichtsrat Gros immer noch Zeit, sich der heimatverbundenen Schrift- stellerei zu widmen. Aus seiner Liebe zur vberhes- sischen Heimat und ihren Menschen entstanden zahlreiche mit feinem Humor gewürzte Erzählungen, Plaudereien und Schnurren, deren Motive oder Personen ihm irgendwie und irgendwo auf seinem Lebensweg begegnet waren und von ihm mit feiner Beobachtungsgabe und liebevoller schriftstellerischer Gestaltung für die Gegenwart und Nachwelt fest- gehalten wurden. In seinen 1927 im „Hessewind" erschienenen Geschichten hat er eine köstliche Samm- Ausweise zur Llrlaubsfahrt. Was man beim Antritt der Reise nicht vergessen darf. Es entstehen jetzt ärgerliche Zwischenfälle dadurch, daß viele Urlauber in die Erholungsorte kommen, ohne die notwendigen Ausweise in der Hand zu haben. Das gilt in erster Linie von einer ordnungsgemäßen Urlaubsbescheinigung, ohne die die Hotels und Pensionen die Urlauber vielfach nicht bevorzugt annehmen oder auch überhaupt nicht aufnehmen. Es empfiehlt sich, vor Antritt der Reise auf der Urlaubsbescheinigung vom Betriebsführer bestätigen zu lassen, daß der Urlauber Gefolgschaftsmitglied eines wehrwirtschaftlich wichtigen Betriebes ist. In Zweifelsfällen empfiehlt es sich, von der Jndustrie- und Handelskammer bzw. Handwerkskammer dies bestätigen zu lassen. Das trifft z. B. zu für den Lebensmitteleinzelhandel, der anerkanntermaßen zu dem wehrwirtschaftlich wichtigen Sektor gehört, was jedoch die wenigsten Hotelbesitzer wissen, so daß sie vielfach eine bevorzugte Aufnahme eines solchen Urlaubers ablehnen. Der zweite wichtige Ausweis für die Urlaubsreife ist die Dritte Reichskleiderkarte, ohne deren Vorlage es den Beherbergungsgebern bei Strafe verboten ist, Gäste zu beherbergen. Die Vorlage der Dritten Reichskleiderkarte ist auch bei ärztlich verordneten Heilkuren notwendig. Kann die Dritte Re'chskleider- karte nicht vorgelegt werden, dann muß der Gast zurückgewiesen werden. Das Vergessen der Kleiderkarte kann also im Einzelfall den ganzen^Urlaub illusorisch machen, wenn der Urlauber seine Wohnungsschlüssel in der Tasche hat und niemand in seine Wohnung hereinkann, um notfalls die Dritte Reichskleiderkarte nachschicken zu können. Die dritte Art notwendiger Ausweise sind unsere Lebensmittelkarten. Auch hier werden am laufenden Band Fehler beim Umtausch der Marken von Urlaubern gemacht. Man denkt gemeinhin nur an den Umtausch der Fettkarten, vergißt aber in der Regel, auch an die Marmeladenkarte zu denken, die man zwar nicht umzutauschen braucht, aber mitnehmen muß, wenn man zum Frühstück Marmelade essen will. Allerdings, wenn die Marmeladenkarte schon für den entsprechenden Zeitraum verwertet worden ist und z. B., was in vielen Fällen zutrifft, statt der Marmelade Einmachezucker bezogen wurde, so nutzt das Mitnehmen der Marmeladenkarte auch nichts. Man muß also auch rechtzeitig bei den Einkäufen im Hinblick auf die Reise disponieren. Das gilt auch für die Nährmittelkarte, die man nicht gleich zu Beginn des Monats restlos abkaufen darf, wenn man in der Mitte des Monats' verreist und dann im Hotel Pudding essen will, für den die Abgabe von Nährmittelmarken verlangt wird. Auch hinsichtlich der Kindermilchkarten wird sehr oft oer. gessen, diese für die Reise als Reisekarte umstempeln zu lassen. Schließlich sollte man niemals vergessen, sich seinen Reisepaß ober die Kennkarte einzustecken, die man unterwegs sehr oft benötigt, sei es zum Ausweis gegenüber der Post oder Kreditinstituten, bei denen man Geld abheben will. Sch—t. Sammelwichtige Heilkräuter im Kreise Wetterau Die Heilkräutersammlung in unserem Kreise soll auch kvährend der Ferien keine Unterbrechung ersah- ren. Allenthalben haben die Schulen einen besonderen Ferieneinsatz angeordnet. Wie der Kreissachbearbeiter der RfH. (Reichsarbeitsgemeinschaft für Heilpflanzenkunde unh Heilpflanzenbeschaffung) mit« teilt, ist das Augenmerk der Sammelarbeit jetzt insbesondere auf die wich tilgen Teekräuter zu richten, an denen größter Bedarf besteht. Vor allem sind jetzt Walderdbeerblätter einzubringen, die mit den Stielen gepflückt werden. Die Sammlung von Blättern der Walderdbeere ist in allen vergangenen Jahren immer unzulänglich gewesen. In diesem Jahre sollten alle Sammeleinhei- ten hier Versäumtes nachholen. Die Blätter der Gartenerdbeere sind ohne Stiel zu sammeln. Wichtig ist, daß Wald- und Gartenerdbeerblätter getrennt gehalten worden. Don der Himbeere werden die Blätter mit Stielen ohne Zweige geerntet. Außer der Wald- kommt auch die Gartenhimbeere für die «Sammlung in Betracht. Hier braucht das Sammelgut nicht getrennt zu werden. Das gleiche gilt für die Ernte der Brvm- beerblätter, die man auch bis nach der Fruchtreife zurückstellen sollte. Da Brombeerblätter bis spät in den Herbst hinein (bis Eintritt des Frostes) gepflückt werden können, bleibt noch ausreichend Zeit für die Deckung des allerdings recht hohen Bedarfs. Besonders sammelwichtig sind zur Zeit auch die folgenden Drogen, die in vergangenen Jahren nicht in ausreichenden Mengen aufgebracht worden sind: Spier stau de oder Mädesüß: Die ganzen Trugdolden unmittelbar unter dem untersten Blü- tenästchen abschneiden und in Körbe sammeln; keine abgeblühten oder bereits fruchtenden Blütenstände. Rainfarnblätter (nur die Blätter ohne Stengel); Rainfarnblüten (Blütendoldenahne Stengel oder stielfreie Blütenköpfe); Rainfarnkraut wird im Kreise Wetterau n i ch t gesammelt; Klatschmohnblüten (nur Blumenblätter); Feldthymian oder Quendel (oberirdische Teile des blühenden Krautes); Holunder blätter (mit Stielen); Feldstiefmütterchen (blühendes Kraut, gelb und blau getrennt sammeln und abliefern); Odermennig (blühendes Kraut); Steinklee ober Honigklee (Melilotus officina- lis), im Volksmund auch Motten kraut genannt; ge« sammelt wjrd das blühende Kraut; einer neuerlichen Anweisung des Gausachbearbeilers zufolge wird auch der weißblühende «Steinklee (Melilotus albus) von einigen Firmen in großen Mengen abgenommen. Selbstverständlich nrüffen die gelb- und die weiß- blühende Art getrennt verpackt und ab geliefert werden. In großen.Mengen werden Brennesselblät- ter gebraucht. Nicht gesammelt werden in diesem Jahre Eichenblätter und Taubnesselblüten. Sollte von diesen Drogen aber Sammelgut bei einigen Schulen vorliegen, wird es von den Bezirkssammel« stellen abgenommen. hing seiner schriftstellerischen Muse vereinigt, die weithin freundlich auf genommen wurde und ihm vielfache dankbare Anerkennung brachte. Im „Gießener Anzeiger" hat Franz Gros ebenfalls oft mit feinen reizvollen Erzählungen oberheffischer Heimatgeschichten erfreut. Außerdem hat er sich auch als juristischer Schriftsteller eifrig betätigt; besonders ist hier sein Wirken als Mitbegründer und Herausgeber der Gesetzsammlung für das Land Hessen her- vvrzuheben. Sein edler Charakter und feine großzügige, von warmer Herzlichkeit erfüllte Haltung im dienstlichen Wirken wie auch als Privatmann, dazu seine allezeit für jedermann bekundete Tatbereitschaft im Raten und Helfen sowie sein feiner Humor und seine tiefe Volksverbundenheit haben ihm in allen Schichten der Bevölkerung in Stadt und Land große Wertschätzung und aufrichtige Sympathie gebracht. Daher werden an seinem morgigen 70. Geburtstage viele Volksgenossen frohen Anteil nehmen. Auch wix grüßen den oft bewährten Freund und Diener der oberhessischen Heimat, unseren geschätzten Mitarbeiter an diesem Tage mit herzlichem Gedenken und besten Wünschen zum Eintritt in fein achtes Jahrzehnt und für feinen Lebensabend. Verdunkelungszelt: 3. August von 22.12 bis 5.15 Uhr. Für unsere Verwundeten. Die NSG. „Kraft durch Freude" führte im Laufe der vergangenen Woche im Auftrage des Oberkommandos der Wehrmacht und in Zusammenarbeit mit dem Sonderreferat „Truppenbetreuung" im Reichs- Ministerium für DolksaUfkläruna und Propaganda folgende Veranstaltungen in hiesigen Lazaretten durch: In zwei Lazaretten wurden die Filme „D. III. 88" und „Pat und Patachon auf Seereise" gezeigt und fanden großen Beifall. — Der Gesang- verein „Sängerlust" aus Daubringen veranstaltete in einem Lazarett ein gutes Konzert. Unter Leitung von Chormeister Lehrer Dietrich brachte die Dor- tragsfolge Chöre und Volkslieder von Abt, Schubert, Silchner, Mießner und H. Dietrich, welche die Verwundeten sehr erfreuten. — Für die Verwundeten in unseren Lazaretten hätte die Kreisamtslei- turg der NSV. Liebesgaben zur Verfügung gestellt. Gebäck, Süßigkeiten und Zigaretten wurden von den Betreuerinnen der NS.-Frauenschaft und dem Lazarettbeauftragten der NSKOV. in reichlicher Menge verteilt. — Durch Vermittlung der Kreisfrauenschaftsleiterin Wrede hatten die Ortsfrauen - schäften Burkhardsfelden, Lauter, Oberhörgern und Weitershain eine große Zahl Kuchen für die Lazarette gespendet, die dankbar angenommen wurden. — Eine große Zahl Verwundete machte Ausflüge ©onitf' fte,datz eckte 6 n5 ehe'ü Miei iS w -F *5 davB da dusttieobligationen hatten durchweg stilles Geschäft. G. A-Sport. ^Großer GtraHenpreis von Gießen.^ Das Rad-Rundstreckenrennen um den „Großen Sttaßenpreis von Gießen" gestaltete sich zu einem neuen Erfolg für den deutschen Altmeister Kar! Kittsteiner (LSV. Mainz), der nach einer Fahr« zeit von 3:06 Stunden vor dem Moselländer Meyers; und dem für den Frankfurter RV. 83 startenden Flamen Beeks siegreich blieb. Kittsteiner und Beeks überrundeten zuerst das insgesamt 24 Mann starke Feld, später stieß auch noch Rüdiger Meyers zu den Führenden und sicherte sich zum Schluß noch den zweiten Platz. Bester Jugendfahrer der Klaffe A mar der Wiesbadener Späth vor dem Frankfurter Scherer, während in der B-Klasse ber Hildesheimer Rudi Theißen siegreich blieb. Die Ergebnisse. Das gestrige Radrennen um den „Großen Stra- ßenpreis von Gießen" brachte folgende Ergebnisse: Aktive: Aus der engeren Heimat. Schwememarkt in Hungen. * Hungen, 3. August. Auf" dem heutigen Schweinemarkt waren 289 Ferkel aufgetrieben. Es kosteten bis zu 6 Wochen alte Tiere 18 RM., 6 bis 9 Wochen alte 19 bis 26 RM., 12 bis 13 Wochen alte bis zu 32 RM. Der Handel war schleppend, es verblieb Ueberstand. Schweinemarkt in Alsfeld. * Alsfeld, 3. August. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 118 Ferkel aufgetrieben. Es kosteten 6 bis 9 Wochen alte Tiere 15 bis 24 RM. Der Handel verlief schleppend, es verblieb großer Ueberstand. Mord an der Ehefrau. LpD. Frankfurt a. M., l.Aug. Am Freitag- nachmittaq wurde die Ehefrau Anna Lang, Schnurgaffe 71, in ihrer Wohnung töt im Bette liegend aufgefunden. Die Frau war schon seit Tagen nicht mehr gesehen worden, was Veranlassung gab, der Polizei Mitteilung zu machen, die die Wohnung öffnen ließ. Die am Tatort erschienene Mordkommission stellte fest, daß die Frau ermordet worden ist. Nach den Feststellungen erfolgte die Tat Kurze Sporinoiize«. Das deutsche Meisterschaftsrudernj ii) Berlin-Grün au ergab folgende Meister: Einer- Berliner Rv. 76 (Edler); Zweier 0. St.: Mannheä« mer Rv. Amicitia; Doppelzweier: Viktoria Berlin; Vierer m. St.: Straßburg; Vierer 0. St.: Ber? liner RE.; Achter: RG. Allianz Berlin; Leicht« geiwichts-Einer: RG. Roßlau(Starke); Leichtgewichts* Vierer: RG. Roßlau/Deffauer Rv.; Frauen-CinerZ Hannoverscher FrRC. (Müller); Doppelvierer (Frauen): Germania Berlin-Tegel; Doppelzweier (Fraui en): Reichspost Stettin.______________________________ Hauptschriftfetter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptschriftleiters: Ernst Blumschetn. Verantwortlich für Politik und .Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für dar Feuilleton: Dr. Hans Thyrtotj für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschetn. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckeret R. Lange K. V. Berlagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann: Bnzeigenleiter: HanL Beck. Anzeigenpreisltste Nr. 6. 1. Kittsteiner, Nürnberg, 47 Punkte, 1 Rde. Vorspr. 2. Meyers, Luxemburg 39 3. Beeks, Belgien 34 Klaus Dieter Die glückliche Geburt eines Stammhalters Zeigen in dankbarer Freude an Elisabeth Rauch,geb. König Willi Rauch t. Z. Obergefreiter der Luftwaffe im Osten Gießen, den 31. Juli 1942 s 03733/ | Kaufgesuche | MWM (Format 6x6— 4,5 x6)zu kaufen gesucht. Schrift!. Angeb. unter 03724 an den Gieß. Anz. Heute Montag Erstaufführung) Täglich 3.00, 5.15, 8.00 Uhr Sonntags 2.30, 5.00,800 Uhr Jugendliche über 14 Jahre haben Zutritt! Die Voratellung heute abend 8 Uhr fällt aus! (K.d.F.-Veranstaltungi.)