192. Jahrgang Nr. 153 Das Deutsche Afnkakorps Wie Sewastopol erobert wurde Schwarzen Meer. Von zischen Lebenslinien zur dazu, die sich mit Haifas es Meer Jaft Britische Stellungen bei El Alamein durchbrochen 26 319. Vermißten Ct und jonf rsltät !,20Uhr rien ike Der Wehrmachtbericht. DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 2. Jutt. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, haben deutsche und rumänische Truppen unter Führung des Generatfeldmarschalls von Man st ein, hervorragend unterstützt von dem bewährten Nahkampffliegerkorps des Generalobersten Freiherr von Richthofen, nach 25tä- gigem erbittertem Ringen am Mittag des 1. Juli die bisher stärkste Land- und Seefestung Sewa- An der Lismeerfront belegten Kampf- und Sturzkampfflugzeuge Kai- und Vahnhofsanlagen von Murmansk mit Bomben schweren Kalibers. Wehrmacht des Reiches", fo, schreibt das Blatt selbst, „sind die Soldaten des rumänischen Volkes über die vom Blut ihrer Brüder geröteten Felsen in die Festung eingedrungen, die die letzte Zuflucht des heidnischen und gierigen Bolschewismus auf der Krim darstellte. Zwei Welten standen sich in die- dem Kampf geaenüber, aber die Gerechtigkeit, der Glaube und die Kultur haben das Dunkel der Gottlosigkeit und das Untermenschentum besiegt." Der Kampf um Sewastopol — so schreibt der militärische Mitarbeiter des „Timpul" — sei die gewaltigste Erprobung der modernen Waffen gewesen, der Luftwaffe, der Panzer und der Kasematten, Hier habe das glänzende Zusammenwirken aller Waffen der Angreifer seine höchste Bewährung gefunden. In den beiden,letzten Monaten seit dem Wiederbeginn größerer eigener Angriffshandlungen fielen 20 341 Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften, die Zahl der Vermiß- t e n beträgt 6077. Die Schwere der Opfer zeigt die Gröhe der Gefahr, die über Europa schwebte. Alle, die für Deutschland fielen, sind Garanten unseres Sieges, der die Zukunft Deutschlands und damit die Freiheit Europas sichert. In Aegypten haben deutsche und italienische Divisionen, unterstützt durch starke Sturzkampfverbände, nach erbittertem Kampf die El-Alamein-Stellung durchbrochen. Sie verfolgen die geschlagenen britischen Kräfte, die sich auf das Rit-Delta zurückziehen. Im Seegebiet von Port Said versenkte ein deutsches Unterseeboot einen britischen Munitionsdampfer von 1800 VRT. Auf der Insel Malta wurden die Luftangriffe auf britische Flugplätze wirkungsvoll fortgesetzt. Bombentreffer verursachten besonders auf dem Flugplatz Luca zwischen abgestellten Flugzeugen und in den Flugplaheinrichtungen schwere Zer- slörungen und Brände. Im Kampf gegen Großbritannien griffen verbände der Luftwaffe in der letzten Rächt kriegswichtige Anlagen an der e n g l i s ch e n S ü d - u n d Südwestküste an. Im Seegebiet von Sewastopol haben sich die Verbände des italienischen Fregattenkapitäns M i m b e l l i, des rumänischen Kapitäns zur See Vardescu und des deutschen Korvettenkapitäns Birnbaum besonders ausgezeichnet. * Rach einem Jahr harten aber siegreichen Kampfes gegen die Sowjetunion gibt das Oberkommando der Wehrmacht bekannt: In der Zeit vom 22. Juni 1941 bis 21. Juni 1942 sind an der Ostfront 271612 Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaft en der Gesamtwehrmacht in treuer Pflichterfüllung den Heldentod gestorben. Die Zahl der Vermißten beträgt in der gleichen Zeit 65 730. Bei der Härte des Kampfes muß damit gerechnet werden, daß auch von ihnen ein wesentlicher Teil nicht zurückkehrt. Im einzelnen sind in den fünf Monaten siegreicher Angriffsschlachten des Sommers 1941 162 3 14 Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften gefallen, 33334 vermißt. In den fünf Monaten schwerer Abwehr- kämpfe während desWintersäS41/42 beträgt die Zahl der Gefallenen .... 88 977, Betretet bti Eolitt! und i5 Thyrtot; mschein. ange ft. S. Hans Seck. L PK Es war ostwärts von Charkow. Das war der Igel: hinter uns sperrte feindliche Infam tcrie die Straße, die unsere Panzer aufgebrochen hatten. Rechts, vom hohen Ufer eines Flüßchens, choß bolschewistische Artillerie, und vor uns tauchten morgens, mittags, abends und nachts neue Dutzende von Sowjetpanzern auf, die sich, einer nach dem andern, immer wieder den Schädel an dem wehrhaften Kreis einrannten, den die Panzerdivision bildete. Die feindlichen Panzer, deren Zahl sich zunächst so erstaunlich vermehrte, wurden von anderen Teilen der Front herangeschafft; sie kamen, wie wir von den Gefangenen hörten, aus Moskau und anderen Städten und wurden auf einem Bahnhof ien= feite des Flüßchens in guter Deckung ausgeladen. War die Zahl von zwanzig ober dreißig erreicht, so gingen sie aus dem von ihnen noch besetzten Brückenkopf, vor Umfassung durch ein Sumpfgelande geschützt, zu dem Angriff vor, der regelmäßig abgeschlagen wurde. Einmal allerdings erst in den eigenen Reihen. . Vor unseren Panzern und der Pak, die einen mit spärlichen Büschen bestandenen Höhenweg hielten, lagen auf dem Acker einer kilometerweiten Senke öie Wracks der feindlichen Stahlkolosfe. Einzeln,^Hu zwei, zu dritt, ja an einer Stelle zu-fünfen. Der da nridfl s klfjfit- war ausgebrannt und wurde zum Grab einer Besatzung. Jenem war die Hälfte einiger Kettenglieder weqqesck)ossen worden, ohne daß er zum Stehen kam. Erst als ein zweiter Treffer die Raupe zerstörte, stieg die Besatzung aus und kam herüber. In dem drüben hatte der Motor gebrannt, war wieder gelöscht worden, um dann, von neuem Feuer zu fangen. Ein Bolschewik hatte die Klappe geöffnet und war durch die Luke entschlüpft. Auf dem Deck brach er zusammen und blieb liegen. Ein zweiter hatte den Oberkörper gerade aus dem Einstiegloch herausgezwängt, als irgendeine Detonation den schweren Deckel herumwarf und den Mann em« klemmte. Dies Grab ließ feine Opfer nicht los. Der Panzer dort drüben steht, fo wie mir ihn sehen, anscheinend unverletzt. Die Kanone ist drohend auf uns gerichtet. Aber eine handbreit rechts neben ihr hat ein deutsches Geschoß in den mächtigen Stirnpanzer ein Loch gestanzt. Die Rückwand des Turms wurde einfach herausgeschlagen und meterweit fortgetragen. Die Besatzung hatte wohl keine Zeit mehr, sich darüber zu wundern, daß der „unbesiegbare und stärkste Panzer der Welt" mit einem einzigen Schuß im Anstürmen abgestoppt wurde; denn ein gnädiges Geschick ließ sie im Augenblick der Katastrophe' auf ihren Kampfplatzen erstarren. Aber was diese stillen Gestalten nicht mehr spurten, ließ vielleicht andere nachdenklich werden. Dort, 2081* EZ B nksurk Mr Bieter Schaft rtretfe Jener lutfep 'unser t des n und Ober« fons 9ten, mit * di« leitet _Ner« ßifing, len in Pt Es unter ?•. N n diese ekunde MG. 3m Igel deutscher Panzer Von Kriegsberichter Hans Fritzsche. % \ zV*' rechts, wo sich die weite Senke des Feldes zum Fluß hin zu einem umbuschten Tälchen, einer „Balta", neigt, steht ein weiterer Sowjetpanzer. Zunächst sieht es so-aus, als ob er im Schlamm der Balta steckengeblieben wäre. Bei näherem Zusehen ergibt sich, daß er schon durch den Morast hindurchgefahren war, dann hielt und zurucksuhr. Der langsam in der Sonne erhärtende Schlamm zeigt deutlich, wie die Raupen die alte Spur nicht wieder genau trafen. Die Besatzung stieg aus und ergab sich mit dem Bemerken, sie habe ihren Kampswagen rückwärts in den Sumpf gefahren, denn sie sähe ein, daß der Kampf sinnlos sei. Der bolschewistische Oberleutnant, der mit in die Gefangen- (haft kam, berichtete, wie man ihnen erzählt hatte, daß die Deutschen, vom Winter geschwächt und ihrer schweren Waffen beraubt, nur noch auf den Gnadenstoß warteten. Er begehrte, die neue Wunderwaffe der Deutschen zu sehen. Man wies aus mehrere Kanonen hin, aber sein Gesicht blieb unbewegt. Als er hundert Meter weiter einige Rohre bemerkte, wurden seine Augen groß, und er meinte: Ach so! Er hatte das auf dem Schlachtfeld gesehen, was die Deutsche Wochenschau vom Schaffen\ des deutschen Rüstungsarbeiters der Heimat im Film zeigte. Keine Zeit mehr zu diesem Ausruf des Staunens hatte die Besatzung des Panzers geradeaus am Rande des Waldes jenseits der Senke, in dem die bolschewistischen Kampfwagen sich regelmäßig be= reitfteUten zum vergeblichen Ansturm. Fünf M.eter hinter diesem Koloß riß eine Stukabombe ihren Krater in die schwarze Erde. Die Gewalt der Explosion trug den Turm dreißig Schritt weiter, warf das ganze Deck hinterher und zerriß es wie Papier, wohl weil es sich nicht biegen ließ. Es gab Stunden, in denen dieses Trümmerfeld in unheimlicher, trügerischer Ruhe lag. Wer sich ihm näherte, hörte wohl einige Panzerkanonen, deren Abschuß gleichzeitig fast mit dem Einschlag ins Ohr platzte. Doch mußte er schon auspassen, um zu merken, daß er gemeint war. Nachts aber war dies Feld immer voll Leben. Die Bolschewisten moUten von ihrem kostbaren Material bergen, was vielleicht noch wiederherzustellen war. Sie schleppten ab, was sie konnten, bis von unserer Seite abgeschossene, noch nicht ausgebrannte Panzer zur Sicherheit noch einmal gesprengt wurden. Oft riskierten die Bolschewiken zwei heile Panzer für ein Panzerwerk. Uns sollte es recht fein. Wir fanden so Tanks mit immer jüngerem Herstellungsdatum ... Wenn die Bolschewisten am Tage zum Angriff rüsteten, dann donnerten Stukas mit den Geschützen um die Wette. Ging's nachts los, dann schien die wilde Jagd im Halbkreis um unsere Stellungen zu toben. (Schluß folgt) ihren Temperaturschwankungen zwischen bis zu 50 Grad Hitze am Tage und nur wenigen Graden über Null in der Nacht auskennen. Das muß man vorausschicken, um die gewaltigen Leistungen unserer Afrikasoldaten an kämpferischem Einsatz und physischer Selbstüberwindung in der afrikanischen Wüste in ihrer ganzen Größe bewerten zu können. Halten wir uns an die Tatsachen. Die Anwesenheit deutscher Soldaten auf nordafrikanischem Boden erfuhr die Oeffentlichkeit erstmals Aus-gang Februar 1941 durch die Mitteilung im deutschen Wehrmachtbericht vom 25.2., daß „am 24. Februar ein deutscher und ein englischer motorisierter Spähtrupp zusammenstießen, wobei der deutsche Spähtrupp ohne eigene Verluste mehrere feindliche Panzerspähwagen vernichtete und Gefangene einbrachte." Das wiederholte sich in der Folge mehrmals, und zwar am östlichen Ausgang der Großen Syrte im Raum südlich Agedabia. Am 2. April 1941 tauchten im deutschen Wehrmachtbericht zum erstenmal Panzerkräfte des „Deutschen Afrika- ko r p s" auf, die bei einer gewaltsamen Aufklärung in Nordafrika einen vorgeschobenen Stützpunkt und ausgebaute Stellungen des Feindes nahmen. „Der Feind zog sich in Eile auf Agedabia zurück." Der damals sich anschließende Siegeszug der Truppen des Deutschen Afrikakorps ist uns gerade jetzt wieder in guter Erinnerung: In weniger als zwei Monaten stürmten die deutschen Afrikatruppen gemeinsam mit italienischen Verbänden bis Über die iibysch-ägyptische Grenze vor, um erst nach Em- nähme des Halsaya-Passes Halt zu machen. Heute sind uns die deutschen Afrikasoldaten auch in der deutschen Heimat vertraute Erscheinungen. Ihre Tropenuniform, die wüstengelbe Grundfarbe, hebt sie heraus aus dem Feldgrau unserer anderen Frontkämpfer. Der Schnitt ihrer Kleidung, die Ausrüstung weicht ab von jener unserer übrigen Soldaten an den europäischen Fronten, Als wir sie zum erstenmal in dieser schmucken Uniform unter uns sahen, erschienen sie uns wohl fremdartig, weil wir von ihrer Existenz bisher nichts wußten. Heute wissen wir von ihren einzigartigen Taten, von $reifag,5.3itIU942 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8x/i Uhr desBormittags Anzeig en-Vreife für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite: 7Rvf. für Familienanzeigen und private Gelegenheitsanzeigen 14 Stof. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzeigen Platzvorschritt (vorherige Vereinbarung) 25°/»mehr Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat imBild'DieScholle Bezugspreis: Monatlich.....RM.1.80 Zustellgebühr,.. - -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanfchlnß 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" Pofttcheckl1686Frankf./M. Verbündeten. Stolze Freude in Rumänien. Bukarest, 2. Juli. (Europapreß.) Die Nachrichten vom Fall Sewastopols nach 25tagiger Belagerung haben in ganz Rumänien ungeheure Bege^ fterung ausgelöst. Kurz nach 22 Uhr am Mittwoch unterbrach der rumänische Rundfunk seine Nachrichtensendung und gab die Sondermeldung des deutschen Oberkommandos durch, rodtan die Bemerkung geknüpft wurde, daß nach der Bekanntgabe der Nachricht im deutschen Rundfunk auch die. rumänische Königshymne gespielt worden sei. Die Si^ gesfreude über den Fall von Sewastopol ist ourch den berechtigten nationalen Stolz erheblich gesteigert, daß die größte aller Land- und Seefestungen der Welt unter maßgeblicher Mitwirkung der rumänischen Truppen gefallen ist. Man ist hier äußerst befriedigt über die Würdigung, die der Anteil der rumänischen Armee an den Kämpfen um Sewastopol im deutschen OKW.-Bericht findet und vor allem über die Bemerkung, daß über Stadt und ton Flügel Loewe und vernichten konnten. I ab. „ Das gleiche Kampf bild ergab sich auch auf dem schwerste Artillerie des Heeres bekämpfte rtiegs- füdli chen Angriffsftügel, wo nach dem Sturm nichtige Anlagen in Leningrad und Schiffsver- auf die Sapun-Höhen durch deutsche und rumänische f . r mderkronstädterVucht. Starke Brände Truppen am 30.6. der Widerstand am Panzergra- ben ^ic(en wurden beobachtet. rÄoTcm uÄSÄ Durch nächtliche tuffangriffe auf wichllge eisen. Malako w", dessen Fall schon im Krim-Krieg bahnknotenpunkte wurde die große Rachschublime entscheidend war, und gleichzeitig Stadt und Hasen Rostow — Moskau an mehreren Stellen Balaklawa unter Mitwirkung von Landtrup- schwer getroffen. penteilen der Kriegsmarine erstürmt worden waren. Nach einem tiefen Durchbruch im * südlichen tfe-- stungsgelände traten dann nach einem letzten schweren Schlag der Luftwaffe die deutschen und rumänischen Truppen zum siegreichen Sturm an. Die geschlagenen Reste der Sewastopol-Armee wurden in scharfen Nachstößen auf dem Westausläufer der Halbinsel im Gebiet des Kap Chersones weiter zusammengedrängt. Aus dem alten Fort-System, das im Raum der Kamyschewa-Bucht bis zur Sudkuste verläuft, unternahm der Feind einen planlosen Verzweifln ngs vor stoß, der in harten Nahkampfen zerschlagen wurde. , So wurde die 25tägige Schlacht um Sewastopol zu einem der eindrucksvollsten Siege der an stolzen Erfolgen so reichen deutschen Wehrmacht und ihrer vr. a üchin» n Der. ein« .ange. ■trauen -achtem diesem Glichen >r häu- - Milch ib, der i, Dick« Wellt Ntituf iberung Igenben en, kri« Gramm Wffel !nn nö- lon die« ! aujbe« Eßlöffel eicht int chen die kommen, miß die nöglichst Die mit i Alu« bemühst Giesjeim Anzeiger General-Anzeiger siirOberhessen 75, 8.50, jnweg 10 ndkasse. rige . e Preise. 03124 Sewastopol war mit allen Mitteln der Natur und! Festung außer der deutschen auch die rumänW ÄI war für Rumänien das Symbol der «KBSWSß M-W-LLLr UUZMMEWZPW SämS? MML Bä werke. Besonders ausgebaut waren an der Süd front die Sapun-Höhen und der Panzergraben. Zahl- —- — reiche Artilleriewerke mit Batterien aller Kaliber und der Einsatz der bolschewistischen Schwarz-Meer- Flotte verstärkten die Verteidigung. Die Niederkämpfung und Erstürmung dieses Festungssystems mit feinem Durchmesser von zwam I ziq Kilometern bedeutet daher eine Leistung, die sich den besten Waffentaten dieses Krieges würdig anreiht. Die Hauptlast des Kampfes trugen Infanterie und Pioniere, die in unermüdlichen Angriffen gegen erbitterte Gegenwehr und ständiges Feuer der feindlichen Artillerie und Granatwerfer Stück um Stück aus diesem Festungskranz herausbrachen. Die verbündeten rumänischen Truppen taten sich besonders in den Kämpfen um die Sapun-Höhen und am Panzergraben durch Mut und hervorragende Tapferkeit hervor. Artillerie und Sturmgeschütze erwiesen sich als treue Helfer der Infanterie. Die Luftwaffe war ein tapferer und unermüdlicher Wegbereiter der Erdkämpfe, besonders bei der Vernichtung schwerer Geschütze. In her- u n d^ r u mä rüschen E^ütt)ritoi'tof t ete die Kriegsmarine I ff o p o l bezwungen, Clarke Forts, in Fels gehauene einen Beitrag zum Sieg, der in Anbetracht der Ver- Befestigungswerke, unterirdische Kampfanlagen, Behältnisse um Sewastopol hervorgehoben zu werden fon, unfc Erdbunker sowie ungezählte Feldbefesti- üerbient. Schneidige Schnellbootaktionen unterban- gUngen wurden in vorbildlichem Zusammenwirken den den Nachschub zur See in weitestem Umfange. flUer Waffen genommen. Gefangenen- und Beute- Ausgedehnte Operationen führten zur Ausschaltung «och nicht übersehen. Reste der ge- der sowt-ttschen S-estreitkraft- und Abschiebung ’ sewastopol-Armee haben sich aus die Sewastopols von der See. Halbinsel Chersones geslüchtet. Aus engstem " W Kaum zusammengedrangl. gehen sie ihrer Rernich. spielten, die schon in den frühen Morgenstunden hing entgegen. 30 Grad Hitze zeigte, begannen am 7. Juni, nach- $ei ben Kämpfen um Sewastopol haben dem die Luftwaffe die tiefgeglieberten Befestigungen Seeffreitfräffe der deutschen und italienischen mit Bomben aller Kaliber und Arttllerie des Hee- &rjeq5marine in Zusammenarbeit mit der unter TP5 die Panzerwerke, Artilleriebunker und mehrere Kommando des Konteradmirals Georgescu stockwerktiefe Felsenkasematten ^t schwersten Ge- Kapitäns zur See Station stehenden SSWÄ? ÄWÄÄ Ä Marine'den seind.ichen Nachschub un- bottenen usw., traten sodann zum konzentrischen lerbunden. Festung und Hasen durch Sperrunler- Angriff auf die Festung an. Am nördlichen An- nehmen abgeschmtten, den eigenen Rachschub über griffsflügel fiel am 13." 6. als erstes das Fort „<5ta= 5ee durchgeführt und weit überlegenen feindlichen lin", am 17.6. folgten die Werke „Maxim Gorki", $eeHreitfräffen erfolgreiche Kämpfe geliefert. „Molotow", „Tscheka", "GPU-", unnJjI Vor der Südspihe der Krim wurden zehn ik^Läs^ N°rd7°r7gefL E°°n^w7r d7? Zu- kleine, aus Sewastopol s'uch'-nde Schisse darun.er qang zur 800 Meter breiten Sewerna'ja-Bucht ge- zwei Wachboote, durch Luftangnffe versenkt oder öffnet, die in der Nacht zum 29.6. auf Sturmboo- beschädigt. . . ...... ten im Schutz von Nebelwänden nach Süden über- $ie A n g ri ffs o p e ra l, one n itn fudli- f(Dritten wurde. Während Artillerie die Forts zer- Len uni) mittlerenAbschnitt der Ost- schlug und ihre Feuerglocken über flankierende Werke fron( brachten bedeutende Anfangserfolge. F11‘nT‘;r .tsÄ i>ie Angriffswellen der Infanterie den Feind m sei- fige Werke vernichtend getroffen. Vegteitende Jager nen Gräben, Felsstellungen und Bunkern patfen hoffen in Luftkämpfen 52 Sowzetflugzeuge Als deutsche Truppen vor reichlich IV4 Jahren in der Libyschen Wüste erstmals auftauchten, hat man sowohl in der britischen Fachliteratur wie auch in der englischen Tagespresse über die Deutschen in Afrika keine allzu große Meinung gehabt. Es wurde darauf hingewiesen, daß zur Kriegführung in der afrikanischen Wüste mehr gehört als die für den Europakrieg erforderliche Ausbildung und taktische Erfahrung: es gehörten erfahrene Afrikakämpfer '' " ' " der Wüste, ihren Sandstürmen, smaiba Suez usal v Rafah \nh ' ihren bewundernswerten Leistungen, die sie trotz ihrer Unerfahrenheit im Wüstenkrieg zur peinlichen Ueberraschung der Engländer und ihrer Hilfsvölker in ununterbrochener Reihe vollbrachten. Sie gehören zu jener Elite, bie.. unter dem jüngsten Generalseldmarschall zum Schrecken der Briten wurde. Auch Rommel ist kein Afrikaner. Er ist alter Weltkriegskämpfer, dessen „Abteilung Rommel" im Rahmen des damaligen Deutschen Alpenkorps sich besonders an der Jsonzo- und Piavefront hervortat. Für zahlreiche kühne Unternehmungen an der Spitze seiner Gebirgsjäger wurde der damalige Oberleutnant Rommel 1917 mit dem Pour ie msrite ausgezeichnet. Im Frühjahr 1941 ernannte der Führer den Generalleutnant Rommel zum Kommandeur des Deutschen Asrikakorps. Es zeigte sich sehr bald, daß der Führer sich in Rommel nicht getäuscht hatte. Er vereinigte in sich strategische Überlegenheit, taktische Kühnheit, soldatisches Draufgängertum und fort- reißende Führung, Eigenschaften, die sehr bald auch dem einfachen Soldaten zum Bewußtsein kamen. Rommel gehört zu jenen militärischen Führern der deutschen Wehrmacht, die ihren „Gefechtsstand" in der vordersten Front nehmen, um an Ort und Stelle den Ueberblick über den Gang der Operationen zu gewinnen und seine Entscheidungen ohne Weg- und Zeitverlust zu treffen. Das innige Verwachsensein Rommels mit seinen Truppen erklärt einen Teil des Geheimnisses seiner hervorragenden Erfolge. Rommel zeigte sich nicht nur der Wüstenstrategie seiner Gegenspieler turmhoch überlegen, er verstand auch, aus der Truppe das Höchste herauszuholen, weil auch der letzte deutsche Afrikasoldat von der Ueberlegenheit Rommelscher Truppenführuyg überzeugt ist. Marschall Rommel, dem als Oberbefehlshaber der Nordafrika-Armee auch die italienischen Streitkräfte unterstehen, hat sich auch sehr schnell das Vertrauen der italienischen Soldaten erworben, deren Tapferkeit er wiederholt ausdrücklich betont hat. Diese Soldaten Rommels, Deutsche wie Italiener, haben jetzt zum zweitenmal die libysche Wüste von Westen nach Osten durchquert. Am 26. Juni nahmen jie mit stürmender Hand Tobruk, am 29. Juni schon weit auf ägyptischem Boden M a r f a M a - truk, der gestrige Wehrmachtbericht könnte bereits melden, daß deutsche und italienische Divisionen, unterstützt durch starke Sturzkampfoerbände, die letzte britische Stellung vor Alexandria bei E l A l a- m e i n durchbrochen haben und die Briten vor sich Vertreiben dem Nildelta zu. Die Stellung vor El Alamein lag zwischen der flachen Mittelmeerküste und einem Höhenrücken mit Steilabhang, der sich etwa 50 Kilometer weiter südlich hinzieht. Auf diese Enge hatten die Briten ihre letzte Hoffnung gesetzt. Hier sollte der Panzersturm Rommels zum Stehen gebracht werden. Die Hoffnung hat getrogen. Die Reste der bei Tobruk und Marsa Matruk zertrümmerten 8. britischen Armee waren nicht mehr imstande, die Stellung zu halten. Sie sollten Auchin- leck, dem Oberbefehlshaber der britischen Truppen im Nahen Orient, Gelegenheit geben, seine 9. und 10. Armee in dem das Nildelta schützenden Festungsviereck Alexandria—Port Said—Suez—Kairo zu versammeln. Aber Rommels Panzer sind schneller. Die, Heimat verfolgt mit ungehaltenem Atem und dankerfülltem Herzen ihren Siegeszug durch die nordafrikanische Wüste von der Großen Syrte bis zur Nilmündung. Auf ihrem Wege liegen Bengasi, Demo, Tobruk, Bardia, Sollum, Halfaya, Marsa Matruk, El Alamein, auf ihrem Wege aber liegen auch die Trümmer der 8. britischen Armee, der General Ritchie noch Ausgang Mai prophezeite, daß sie die Panzerstreitkräfte der Achse vernichten würde. Ritchies Prophezeiung ist zerplatzt, Rommels Panzer rollen in Afrika vor... Lebensmitielkriappheii in Kairo. Ankara, 3. Juli. (Europapreß.) Durch das gewaltige Anwachsen der Zahl der in Kairo eintreffenden Flüchtlinge sind ernste Schwierigkeiten in der Lebensmittelversorgung der Bevölkerung entstanden. Infolgedessen sehen sich die Behörden gezwungen, für die Bäckereien und sonstigen Betriebe zur Erzeugung lebensnotwendiger Güter, Arbeit in zwei Schichten anzuordnen. Zum Abtransport der aus dem Nil-Delta flüchtenden Personen wurden auf der Strecke Alexandrien— Kairo weitere Züge eingelegt. Die durch den unaufhaltsamen Vormarsch der Achsentruppen heroor- gerufcne Unruhe macht sich auch in einem allgemeinen Andrang auf die Geldinstitute bemerkbar. König Faruk gewährte dem britischen Botschafter in Kairo, Sir Miles Lampson, eine längere Audienz. Der König hatte durch den ägyptischen Churchill -leibt -em Empire erhalten. Stockholm, 2. Juli. (Europapreß.) Der zweite Tag der großen Unterhausdebatte brachte die in England mit Spannung erwartete Erklärung Churchills. Er gab schon zu Beginn seiner Rede zu, daß die britischen Streitkräfte in Aegypten außer einer starken Einbuße an Kriegsmaterial sowie sonstigen Vorräten, über 50 000 Mann verloren haben, die entweder tot oder den Achsen- ftreitfräften in die Hände gefallen seien. In Aegypten fei augenblicklich eine ungeheure, äußerst kritische Schlacht im Gange. Jeden Augenblick könnten Nachrichten von ernster Bedeutung eintreffen. Die militärischen Rückschläge der vergangenen 14 Tage hätten die Lage im gesamten Mittelmeerraum grundlegend verändert. „Wir stehen jetzt", so sagte Churchill, „einen Zusammenbruch unserer Hoffnungen und Aussichten im Mittleren Osten gegenüber, wie er seit dem Zusammenbruch Frankreichs nicht seinesgleichen hat." Der schmerzlichste Zug dieses traurigen Bildes sei jedoch die Plötzlichkeit, mit der alles gekommen fei. Der Fall von Tobruk innerhalb eines einzigen Tages sei für Parlament, Oeffentlichkeit, Kriegskabinett, den britischen Generalstab und das britische Oberkommando im Mittleren Osten vollkommen unerwartet gekommen. Churchill erwähnte dann ein Telegramm Auchinlecks am Abend vor dem Fall Tobruks, die Verteidigungswerke der Festung seien in gutem Zustand und Vorräte für drei Monate aufgestapelt. Aus die Frage, ob der Befehl zur Kapitulation Tobruks von Kairo oder London ausgegangen sei, sagte Churchill, die Entscheidung sei unerwartet von dem Festungskommandanten getroffen worden, er wälzte also die Schuld von sich auf die Generale ab. Nach einem Ueberblick über die Konzentration der britischen Truppen und des britischen Kriegsmaterials, das nach seinen Angaben dem des Gegners überlegen war, betonte der Premierminister, daß der Feind keine den Briten entsprechenden Verluste gehabt habe. „Ich weiß nicht, was vor sich ging. Ich kann nur die Tatsachen wiedergeben", stellte Churchill fest. Zu seinem Besuch in Washington üb er gehend, erschöpfte sich Churchill in einer theatralischen Schilde- rung seiner seelischen Verfassung beim Eintreffen der Katastrophennachrichten aus Nordafrika. Er war jedoch nicht in der Lage, konkrete Angaben über das Ergebnis seiner Besprechungen mit Roosevelt zu machen, sondern verschanzte sich hinter der vagen Erklärung, daß alle Abmachungen mit Roosevelt geheim bleiben müßten. Die Besprechungen hätten fast ausschließlich mit Maßnahmen zu tun gehabt, die ergriffen werden mußten, um die Ver - lüfte auf See zu bekämpfen und um die versenkte Tonnage zu ersetzen, wobei er die üblichen geheimnisvollen Andeutungen über den „Materialstrom" nicht lassen konnte. „Das große Schiffsbauprogramm der USA. unh des Britischen Empire", so meinte er, „dürfte bis Ende des Jahres 1943 zu einem wesentlichen Tonnagegewinn führen." Abschließend erklärte Churchill, daß ein Hauptelement für die Hoffnungen der Alliierten auf den (Sieg der Widerstand Sowjetrußlands sei. England kämpfe um sein Leben. Das Unterhaus habe nur eine Wahl, die Regierung weiter arbeiten zu lassen, oder sie zu wechseln. „Sie können nicht verlangen", so rief er aus, „daß die Regierung dn Risiko eingeht, wenn sie nicht eine loyale und solide Mehrheit hinter sich weiß. Ich lehne die Behauptung ab, daß ich das Haus irreführe. Heber die Zukunft kann ich nichts weiter sagen, als daß ich das Haus und die Nation einladen möchte, dem gegenüberzutreten, was die Zukunft in ihrem Schoß bergen mag." Worauf das Haus mit 475 gegen 25 Stimmen das Risiko ablehnte, den Zerstörer'Ules Empire zu verlieren, und ihm das Vertrauen aussprach. Was darüber von unserer Seite zu sagen ist, nahm der Labour-Abgeordnete Bevan in der der Rede Churchills vorausgegangenen Debatte vorweg, er erklärte: „Churchill gewinnt eine Debatte nach der anderen, aber er verliert eine Schlacht nach der anderen. Die Regierung hat den Krieg von Anfang an falsch aufgefaßt, und niemand hat ihn falscher aufgefaßt als Churchill." — Uns aber kann es nur recht fein, daß dieser Mann den Krieg, den er gewollt hat, nun bis zur endgültigen Vernichtung Englands weiter führen wird. Ministerpräsidenten Nahas Pascha ein Memorandum dem Kommandeur der britischen Streitkräfte in Aegypten, General Stone, überreichen lassen, in dem er sagte, er nehme an, die Kämpfe spielten sich vor dem Hafen von Alexandrien ab und die Stadt selbst würde mit einem Bombardement und Artilleriefeuer belegt werden. Weiter hätte er erfahren, daß die britischen Behörden entschlossen seien, auf ihrem Rückzug große Zerstörungen vorzunehmen. Er wolle dieses Gerücht jedoch nicht glauben, fordere aber Zusicherungen der britischen Regierung, daß die Zivilbevölkerung nicht den Schrecken des Krieges ausgesetzt werde und die britischen Streitkräfte von einer Zerstörung der Brücken und Staudämme absähen. General Stone hat geantwortet, er werde das Memorandum feiner vorgesetzten Stelle weiterleiten. Die britischen Streitkräfte würden Aegypten mit ständig wachsender Macht verteidigen. Nahas Pascha brachte hierauf die Frage zur Sprache, K a i r o zur offenen Stadt zu erklären. Der britische Botschafter erwiderte, das britische Hauptquartier werde die Frage prüfen. Marschall Cavallero. Die italienische Presse feiert die Ernennung des Generalstabschefs in der italienischen Armee, des Grafen Cavallero zum Marschall von Italien. Cavallero ist jetzt 62 Jahre alt. Er stammt aus Piemont: aus einer Landschaft, die seit vielen Jahrhunderten schwere und blutige Feldzüge über sich hinbrausen sah. Er begann als Gebirgsjäger in einem Alpini-Regiment, sah Tripolis bereits bei feiner ersten Eroberung im Jahre 1910 als Hauptmann im Generalstab und wurde noch während des Weltkrieges Chef der Dperationsabteilung, 1918 Generalmajor, war dex damals 38jährige der jüngste Brigadegeneral der italienischen Armee. Als Chef der italienischen Militärdelegation bei den Friedensverhandlungen in Paris 1919 erlebte er ein unwürdiges Intrigenspiel, dessen Opfer sein Land war. Später war er drei Jahre enger Mitarbeiter des Duce bei der Neuordnung der italienischen Wehrmacht. Zum Abschluß dieser Tätigkeit wurde ihm der Graftnrang verliehen. 1938 erfolgte seine Ernennung zum Öberkommandierenden aller Truppen' in Jtalienisch--Ostafrika, später seine Beförderung zum Armeegeneral. Seit dem 6. Dezember 1940 ist Ugo Conte Cavallero Chef des italienischen Arrnee- Generalstabs und seit 1941 Generalstabschef der gesamten italienischen Wehrmacht. Für die gute Zusammenarbeit mit der deutschen Wehrmacht sagt es alles, daß er ckach Zurückweisung der Libyen- Offensive, die die Engländer am 18. November 1941 gestartet hatten, am 17. Februar 1942 mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet wurde. Die Nachricht von feiner Ernennung zum Marschall von Italien erreichte den hervorragenden Offizier in Tripolis, wo er — vor 31 Jahren — die Kugeln zum erstenmal pfeifen hörte. Der Eroberer Sewastopols. X. V,<&vZ. r Generalseldmarschall v. Manstein, der Bezwinger Sewastopols. (Scherl-Bilderdienst-M.) ♦ Fritz Erich von Lewinski wurde 1887 als das zehnte Kind des Generals der Artillerie von Lewinski geboren und später von einem Verwandten, von M a n st e i n , adoptiert. Mit achtzehn Jahren trat er in das 3. Garde-Regiment zu Fuß ein, in dem auch der Generalfeldmarschall von Hindenburg seine militärische Laufbahn begonnen hatte., Den Weltkrieg machte er an der Frönt und in verschiedenen Generalstabsstellungen mit. Im polnischen Feldzug war er Chef des Generalstabes der Heeresgruppe Rundstedt. Im Westfeldzug war er Kommandierender General, ebenso beim Beginn bes/' Feldzuges im Osten. Nachdem der Generaloberst Garanten unseres Sieges. Die vom Oberkommando der Wehrmacht soeben mitgeteilten deutschen Verluste in den Kämpfen an der Ostfront im Ablauf eines Jahres zeigen die Härte des Ringens gegen den Todfeind Europas. Das deutsche Volk denkt in tiefer aber stolzer Trauer jener Gefallenen und Vermißten, die ihr Letztes Vergaben, weil sie von der Heiligkeit ihres Opfers durchdrungen waren. Ohne ihr Opfer, ohne ihr Heldentum und ihren todesmutigen Einsatz gäbe es heute kein Deutschland mehr. Dem deutschen Volk ist vom Schicksal eine harte Prüfung auferlegt worden, durch die es den Beweis erbringen muß, daß es fähig und würdig ist, der Menschheit Freiheit und Frieden, eine neue Grundlage, eine neue Idee zu geben. Daß angesichts der außerordentlichen Schwere der Kämpfe die Verluste sich in diesem Umfang halten konnten — angesichts der ungeheuren Ausdehnung der Front und der Härte der ständig andauernden, gewaltigen Kämpfe darf man das sagen — das ist nur auf die Ueberlegenheit der deutschen Wehrmacht zurückzuführen, der die Güte der deutschen Waffen, die hervorragende Ausbildung und soldatische Haltung des einzelnen Mannes und die geniale Führung zugutekamen. Die meisten Verluste kosteten natürlich die siegreichen Angriffsschlachten im Sommer 1941, während die schweren Abwehrkämpfe des Winters eine Verlustliste von 88 977 Gefallenen auf- weisen, in welcher Zahl auch die in den Lazaretten Verstorbenen einbegriffen sind. Es sind schwere Blutopfer, die das deutsche Volk M diesem Ostkriege bisher hat bringen müssen. Die Größe der Gefahr, die aber dem deutschen Volke und darüber hinaus ganz Europa vom Bolschewismus her drohte und die durch den Heldentod dieser tapferen Soldaten beseitigt worden ist, hätte noch ganz andere Opfer gefordert, wenn diese Helden, die auf den Schlachtfeldern des Ostens ihr Blut vergossen haben, nicht den Preis ihres Lebens für uns eingesetzt hätten. Sie, die stegbewußt und opferbereit vorwärtsstürmten, die im harten Winter unter Einsatz ihres Lebens die anbrandenden Wogen des Bolschewismus zerschlugen und den geplanten Stoß in die deutsche Heimat abwehrten, haben, wie der Führer einst sagte, „diese Prüfung so bestanden, daß keiner berechtigt ist,, daran zu zweifeln, daß, was immer in der Zukunft das Schicksal^auch noch bringen mag, es nur leichter sein kann als das, was hinter uns liegt". Sie haben uns Ueberleben- den die heilige 'Verpflichtung vermacht, das, was sie durch ihren Tod errangen, zu halten und zu festigen. Wenn heute deutsche Soldaten im Osten, in Afrika, auf dem Atlantik weiterkämpfen, um zu vollenden, was unsere toten Helden begannen, dann wissen sie, daß ihr Sieg' vorbereitet wurde von jenen, die ihr Letztes gaben. „Alle, die für Deutschland fielen, sind Garanten unseres Sieges, der die Zukunft Deutschlands und damit die Freiheit Europas sichert." Ritter von Schobert gefallen war, wurde Manstein sein Nachfolger als Oberbefehlshaber einer Armee, mit der er zunächst die Krim erobert, die Halbinsel dann während der schweren Abwehrschlachten des Winters gehalten und jetzt Sewastopol erobert hat. Bereits im März dieses Jahres war er zum Generalobersten befördert worden. Kleine politische Nachrichten. Das Andenken an Luftmarschall Jtalo B a l b o wurde in Libyen in der Nähe der Via Balbia an der Stelle, wo er vor zwei Jahren den Tod fand, durch eine 'schlichte militärische Feier geehrt, an der der Oberbefehlshaber der Streitkräfte in Libyen, General Bastico, teilnahm. In Tripolis wurde ein von der faschistischen Partei gestiftetes Heim für italienische und deutsche Soldaten, das den Namen Jtalo Balbo trägt, seiner Bestimmung^ über» geben. * Zum Nachfolger des englischen Vizekönigs in Indien, Lord Linlithgow, dessen Amtszeit Ende dieses Jahres abläuft, wurde der Gouverneur von Bombay, Sir Roger L u m l e y, ernannt. Er ist 46 Jahre alt, war früher Mitglied der konservativen Partei und ist Gouverneur in Bombay seit 1937. * In Kolumbien sollen die Staatsangehörigen der Achsenmächte jetzt auch aus ihren Arbeitsstätten verdrängt werden. Bereits eine Anzahl von Firmen in Bogota haben Staatsangehörige der Achsenmächte entlassen und durch einheimische Kräfte er» setzt. Die Umsiedlung von Staatsangehörigen der Achsenmächte aus den Küstengebieten ins Innere des Landes wird streng durchgeführt. Ltndine. Von Anton Schnack. Wird nicht mehr eine Abenddämmerung kommen, wo aus dem blauen Munde eines Brunnens Undine steigt und im aufgelösten goldenen Haare den Mondschein flimmern läßt? Wo ein nackter Mädchenleib auf dem sternübersäten Spiegel eines träge dahinziehenden Flusses erscheint und das von Erlen und Weiden bewachsene Ufer erklimmt? Wo uns ein Gesang locken wird, süß und traurig, dem wir lauschen, so lang er ertönt; und wenn wir darauf mgehen, ist vielleicht nichts anderes dort als das Geflüster von ein wenig Wind, der sich in Erlen- wipfeln verfangen hat oder der aus Schlaf und Traum klagende Ruf eines Vogels schlägt im undurchdringlichen Gebüsch an und entfernt sich immer weiter, aufgeschreckt und furchtsam, in die seufzende Nacht. * Wir haben noch das bleierne Schweigen der Lagunen in satten Sommernächten, die einen fürstlichen Mantel um Venedig legen. Wäre es nicht möglich, daß eine aus den Abenteuern der Jahrhunderte zurückgekehrte Undine auf der Spitze einer geschnäbelten Gondel steht, die, von einem unsichtbaren Gondoliere gerudert, geisterhaft vorbeischießt und nur ein klatschendes Wassergeplätscher und ein leises Lachen zurückläßt! Warum läuft nicht mehr aus den gewürzbestaubten Märchen des Orients eine goldene Galeere in eine südliche Hafenstadt ein, an deren Bug eine angebundene Undine sich windet, welche die Matrosen mit einem Netz aus den Wogen bei den oben Liparischen Inseln gefangen haben? Wir haben noch das langsame Dahinfließen kleiner Flüsse durch Waldwinkel und Wiesengclänbe — wohnt Undine nicht mehr auf dem Muschelgrund dieser Gewässer, wo sie in der vergangenen Zeit gespielt hat und geschwommen ist? Hat sie unter den weißen und gelben Rosen verwachsener Teiche nicht mehr ihr Korallenhaus? Liebt Undine nicht mehr die sanften Regenfälle, unter deren (Betröpfel sie einst im Kraut der Pfefferminze und des Huflattichs lief, behängt mit dem Schmuck der Tiefe, mit ausgewaschenen Goldkörnern und abgeschliffenen Bernsteinkugeln? Liebt Undine nicht mehr die alten Mühlen mit den bemoosten Rädern, das einlullende Lied des rauschenden Wassers, das Klappern der Siebe, das Geknirsch der großen Mühlsteine und den mehlbestäubten Knecht des Müllers? Warum taucht nicht mehr aus den schäumenden Wirbeln der Wehre ihr feuchtes Gesicht auf, das vom Schein* des Wassers grünlich und geheimnisvoll ist? * Den in der Flaute treibenden Seglern ist Undine begegnet, wenn das Meer sich anschickte einzuschlafen und die an die Holzplanken schlagenden Wellen nur ein wssnig rasch vergehenden Schaum trugen. In diesem knisternden Schnee der Woge läßt sich Undine schaukeln und tragen und sieht die verträumten Matrosen mit lockendem Blick an, und löst sich auf, wenn die Hand eines von der Wasserreise eingelullten Fischers nach ihrem Alabasterarm ober nach ihrem schwimmenben Haar greift. ♦ Ich habe die Ueberzeugung, daß der beerenbeschmierte Satyr am Ufer der Adria im Gewirr von wilden Lorbeersträuchern und faltigen Klippen einer Undine noch heute begegnet. Es wird eine schwefelige Mittagshitze brüten und der Satyr streift in Bastschuhen umher, um nach den Eiern im Fa- fanengelege zu suchen. Wenn er vorsichtig und scheu die Zweige der Gebüsche auseinanberhält, um burchzuschlüpfen, wird er unter einer verkrüppelten Strandkiefer einen freien und kleinen Platz finden. Im Schatten des Baumes liegt die nackte süße Gestalt der Undine: die langbewimperten Augen sind geschlossen und das goldene Haar liegt wie ein Teppich unter ihr. Die Augen der Schläferin, vielleicht von einer nieberfaüenben Kiefernnabel getroffen ober von einem winzigen Insekt betastet, öffnen sich plötzlich für einen Augenblick unb schauen befrembet auf den Satyr im Gebüsch. Dann schließen sie sich wieder, ohne daß der marmorweiße Körper seine Haltung verändert. Leise läßt der fteßbegierige Schratt die Zweige zusammenschlagen unb entfernt sich gutmütig unb verschmitzt. Er glaubt Unbine begegnet zu sein, bie bem unbewegten azurblauen Meer entstiegen, bie Stunbe des heiligen Mittagsschweigens benutzt, um wie alle Kreaturen um diese Stunde am Gesicht der Erbe zu schlafen unb zu träumen. Wenn später der bekleibete Satyr in den engen Gassen der südlichen Hafenstadt der nun in ein weißes Kleid geschlüpften Schläferin begegnete — er hielt sie taktvoll und unentwegt für bas Meer- mäbchen Unbine, die Gespielin der Delphine und der Muscheln aus tiefem Grund. ♦ Der Name Unbine, französisch Ondine, fühlt .ich feucht und kühl an. Es windet sich darin der schlüpfrige Leib einer ein goldenes Krönchen tragenden Märchenschlange, die eine verzauberte Königin ober Prinzessin ist. Das U ihres Namens öffnet sich wie ein schmatzendes schlürfendes Fischmäulchen; dunkle Brunnen gähnen herauf, einsame Weiher ruhen abgrundtief darin, und der summende, glockenähnliche Unkenton, der über bem fahlen Dunst der Moorerbe liegt, zittert darin. Unbine hat die spurlosen Wege der Matrosen unb Seefahrer begleitet. Sie hat sich mit weißen Hänben an bie Ankergreifer geklammert, wenn sie aus bem Sandgrund an bie Wasseroberfläche gerounben wurden. Auf den armdicken Tauen alter Schiffe lag sie mit grünlich schillerndem Leib. Sie hat den grünlich irisierenden Blick der Katzen. Der Mond übt unwiderstehliche Macht auf sie aus: fein bleiches Licht lockt sie aus der Wassertiefe empor. Die in den Märchen gefangene Unbine hatte Korallen unb Perlenstränge um den Hals, gelbe Bernsteinspangen im Haar unb am ArM Reifen mit edlen Steinen besetzt, bie bläulich, grünlich ober wassermilchig glimmerten. * Unbine, sinnvoller Name für schöne Mäbchen, die ein vagantisches Wesen haben, bie plötzlich auf= tauchen, Verwirrung unb Betörung erregen, um dann wieder ins Unbekannte zu verschwinden! Zurück bleibt das Blut von Duellen, unb eine zerbrochene Waffe, zurück bleiben verstörte Herzen, bleiche kummervolle Gesichter, aber auch auf» flackernbe Sehnsucht unb nagenbes Verlangen, Unbine möge ryieber aus bem Unbekannten auftauchen unb ihre Seelenverzauberung von Neuem beginnen. Die Freundin bes Dichters Mörike, Peregrina, war eine Unbinennatur. „Aber sie zog mit Schweigen Fort in die graue Stille Welt hinaus ... Wußte nimmer, wie mir geschah — Und war seliger, leidender Krankheit voll." Randbemerkungen Friedrichs des Großen. Ein Großgrundbesitzer stellte Schadenersatzansprüche im Siebenjährigen Krieg. Friedrich schrieb: „Am jüngsten Tag krigt ein jeder alles wieder, was er in dießen Leben verlohren hat." * Ein Major von der Recke bat um den königlichen Konsens für feine vierte Ehe. Friedrich antwortete: „Von jetzt an kann sich der von der Recke so oft verheiraten, wie er will." * An den Rand eines Departementberichtes, der sich in militärische Belange mischen wollte, schrieb Friedrich: „Die Herren Ministers bleiben beim Tintfaß und lassen die Nasse aus alle Militaria warum ich Sie allerseits ersuche!" * „Eine Reinigungsaktion im Justizwesen schloß der König mit den«Worten: „Ein Justiciarius wo chi- kaniren thut mus härter als ein Straßenräuber bestraft sein." * Unter einen unklaren Amtsbericht schrieb der König: „Dies verstehe ich gar nicht, ich bitte um Deutlichen bericht, denn in dunkeln Sachen verstehe ich armer Teufel nichts. Deutlich, deutlich!" Dem Preußischen Hofgericht gab der König Be- scheib: „Gnade Gott demjenigen, der nicht redlich und ehrlich in Justizsachen vqrfähret!" Zusammengestellt von PMA. Das Halstuch für den Frontsoldaten. Lieber 113000 Stück brachten Hessen-Nassaus Frauen zum Versand. Außenminister Aranha gab bekannt, daß die gesamte brasilanische Handelsmarine einem „Schifffahrtskontrollamt" unterstellt werden soll, das seine Tätigkeit in der USA.-Botschaft sehr bald crufnehmen werde. * An der Küste der Normandie und der Bretagne besuchte der Reichsorganisationsleiter Ausstellungen in den Lagern der Organisation Todt, unterrichtete sich über die Betreuung der Wehrmacht und der Frontarbeiter durch die NSG. „Kraft durch Freude". Er nahm auch teil an einer "Veranstaltung des Frontarbeitertheaters. Der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz hat den Höchstbetrag oes Trennungszuschlags für Dienstverpflichtete unter Anrechnung aller betrieblichen Leistungen auf wöchentlich 22,40, kalendertäglich 3,20 heraufgesetzt. Für den Fall, daß sich Uebergangshärten ergeben sollten, sind die Arbeitsämter zu Ausgleichszahlungen ermächtigt. Für die außerhalb des Reiches einschließlich des Generalgouvernements eingesetzten Dienstverpflichteten bleibt die bisherige Regelung. * In der inneren Mongolei besetzten die Japaner Wuchen, den Sitz des Hauptquartiers der 101. Tschungking-Division, 18 Kilometer nördlich von Wuyuan westlich von Paotung. Japanische Streitkräfte besetzten in Südchina die Festung Kaotschiao-Hau, nachdem sie die feindlichen Stützpunkte am Pao-Fluß überwunden und niedergekämpft hatten. Aus aller Wett. Verbrecherischer Pole zum Tode verurteilt. Die polnischen Landarbeiter Kwiecinski und Brandt waren freiwillig nach Deutschland gekommen, da sie hier mehr verdienen konnten als in ihrer Heimat. Sie waren bei einem Bauern im Kreise Waldeck beschäftigt, mißbrauchten aber das in sie gesetzte Vertrauen in schnödester Weise. Dem Kwiecinski mußte der Bauer einen erbetenen Heimaturlaub abschlagen, weil Urlaubssperre bestand. Der Pole wollte sich deshalb an dem Bauern rächen. Gemeinschaftlich mit Brandt stieß er einem jungen Zuchtbullen mit einem Besenstiel etwa 30 Zentimeter tief in den After. Das Tier ging nach tagelangen qualvollen Schmerzen ein. Für die schändliche Tat verurteilte das Sondergericht den Kwie- cinffi zum Tode. Brandt, der erst 17 Jahre alt und von K. verführt worden ist, wurde zu 10 Jahren verschärftem Straflager verurteilt. Kinderwagen im Kriegsgewand. Im Interesse der Rohstoffersparung und der Arbeitsvereinfachung während der Kriegszeit erfolgt «ine Einschränkung von Typen der Kinderwagen sowie eine Vereinfachung derAus- st a t t u n g. Vom 1. Juli ab dürfen sämtliche herzu- stellenden Kinderwagen nur in Elfenbein einfarbig ohne jede Abtönung und ohne jede Absetzung her- gestellt werden. Kunst und Wissenschaft. Germall Bestelmeyer gestorben. In Tegernsee ist der bekannte Architekt, Professor an der Technischen Hochschule in München und Präsident der Münchener Akademie der Künste, Dr. German Bestelmeyer im Alter von 68 Jahren gestorben. Bestelmeyer, Reichskultursenator und Mitglied vieler Akademien, war einer der namhaften Vertreter der neueren Baukunst, der die Zusammengehörigkeit der bildenden Künste — Malerei und Bildhauerei — mit der Baukunst erkannte und seine Schöpfungen nach diesem Grundsatz ausbaute. Er begründete seinen Rus durch den Erweiterungsbau der Münchener Universität, der in seiner Haltung von Harmonie und Sachlichkeit eine neue Baugestnnung erkennen lieh. Zu seinen Werken gehören zahlreiche bedeutsame Bauten im In- und Ausland, darunter die Erweiterungsbauten des Germanischen Museums in Nürnberg, das Gebäude der Reichsschuldenoerwaltung in Berlins das Germanische Museum der Harvard-Universität in Boston (USA.), der Bibliotheksbau des Deutschen Museums in München, außerdem eine ganze Reihe von Krankenhäusern und evangelischen Kirchen, die sich auf eine vorbildliche Weise in ihre Umgebung einfügen. In allen diesen Architekturen kommt Bestelmeyers schöpferisches Grundprinzip zum Ausdruck, daß die Architektur nicht nur den Zusammenhang mit den anderen bildenden Künsten zu wahren habe, sondern daß sie auch stets und überall mit der Landschaft und mit dem Volkscharakter in Einklang stehen müsse. Lin nachgelassener Brahms. Im Rahmen der von Dr. K. F. Leucht geleiteten Aschaffenburger Schloßkonzerte wurde das Klaviertrio in A-dur von Johanes Brahms aufgeführt — ein nachgelassenes Werk, dos erst 1938 veröffentlicht worden ist. ______________ Aus der Giadi Gießen. Go geht es! Für den Ablauf des menschlichen Lebens gibt es viele viele gute Sprüche, die gereimt und ungereimt stets eine kleine Lebensweisheit gratis und franko von sich geben. Auch im Kriege sind, sozusagen für den Heimatgebrauch, eine Reihe solcher Sprüche aus den Untergründen dichterischer Schöpfung aufgetaucht und nehmen zu diesen oder jenen Fragen auf ihre besondere Weise Stellung. Straßenbahnen werden in Versen um die allgemeine und besondere Höflichkeit, Hauswirte erinnern in zarten Reimen an die Pflichten der Verdunkelung, viele Städte schützen ihre Anlagen, indem sie das lichte Grün mit Hilfe des wohgefchirrten Pegasus überwachen, und in manchem großen und kleinen Lokal befindet sich ein Spruch, der wohl wert erscheint, hier einmal mitgeteilt zu werden. Wohlan beim: Genieße froh, was dir beschieden, entbehre gern, was du nicht hast! Du bist im Krieg und nicht im Frieden — bedenke das, verehrter Gast! Ein also verehrter Gast kommt kürzlich in ein Lokal, nimmt Platz, liest erst den Spruch, sodann die Speisekarte und bestellt unter Berücksichtigung der oben geschilderten Umstände. Nun ist es ihm aber dabei passiert, daß der Ober ihn trotz ausgeprägten lyrischen Einschlags eben nicht ganz so behandelt, wie es der Gast wohl erwarten möchte. Und deshalb ist diesem Gast jüngst ein anderer Vers eingefallen, den er fortan stets bei sich tragen will. Dieser lautet: Verteil' gerecht, was dir beschieden, und gebe gern, was du noch haft! Das dankt dir später noch im Frieden — der so bedachte treue Gast! Damit wäre für alle Zukunft beiden Teilen geholfen, und jeder hat die Möglichkeit, selbst ungereimte Dinge dem lieben Nächsten in wohlgesetzten und artigen Worten mitzuteilen. Wie gesagt, es kommt nur auf den Standpunkt an. —as— Kür Tapferkeit vor üem Kemüe. Dem Gefreiten Willi H ö n i g aus Gießen, Sandfeld 17, wurde für Tapferkeit vor dem Feinde bei den Kämpfen im Osten das Eiserne Kreuz II. Klasse verliehen. Heinrich Winn t- Vor einigen Tagen ist der frühere Baumeister Heinrich Winn in Gießen im 88. Lebensjahre verstorben und, seinem Wunsche entsprechend, in aller Stille bestattet worden. Damit hat ein Leben seinen Abschluß gefunden, das reich an Arbeit und an Erfolgen gewesen ist. Heinrich Winn stammte aus Lich. Schon in jungen Jahren wurde er als Bauführer seines Vaters mit verantwortungsvollen Baufaufgaben betraut. Später übersiedelte er nach Gießen. Zahlreiche öffentliche und private Gebäude in unserer Stadt und darüber hinaus in allen Teilen Oberhessens sowie der benachbarten preußischen Kreise sind im Laufe der Jahrzehnte von ihm errichtet worden bzw. unter feiner Mitarbeit entstanden. Eine seiner letzten großen Arbeiten war die Mitwirkung bei dem Bau der Gießener Volkshalle im Frühjahr 1925, obwohl er sich damals schon von seinen Geschäften zurückgezogen hatte. Von 1908 bis 1929 gehörte er der früheren Gießener Stadtverordnetenversammlung, dem späteren Stadtrat, an, in dessen Kreis er rege mitarbeitete. Daneben bekleidete er noch eine große eReihe weiterer Ehrenämter in gemeinnützigen Organisationen und wirtschaftlichen Einrichtungen unserer Stadt. UeberaU erfüllte er seine Ausgaben mit großer Tatkraft, wodurch er zu einem wertvollen Mitarbeiter für die Belange der Gießener Bevölkerung wurde. Vor etwa "12 Jahren zog er sich wegen seines hohen Alters, nachdem er schon eine Reihe von Jahren vorher seine geschäftliche Tätigkeit aufgegeben hatte, auch von dem öffentlichen Wirken zurück. In der Lokalgeschichte unserer Stadt hat sich Heinrich Winn durch seine langjährige Mitarbeit eine bleibende Erinnerung gesichert. Notvieh-Absahveranstattung in Gießen Für die am 10. Juli in Gießen stattfindende Zuchtviehabsatzveranstaltung von Bullen, Kühen und tragenden Rindern des deutschen Notviehs sind insgesamt 80 Bullen und 18 weibliche Tiere aus den Landesbauernschaften Hessen-Nassau, Kurhessen und Westfalen gemeldet worden. Außerdem find für die Abnahme von Rotviehbullen in die Ukraine zahlreiche Anmeldungen eingegangen, so daß der Gesamtauftrieb weit über 150 Tiere beträgt. Der Auftrieb erfolgt am Tage vorher mit anschließender Sonderkörung durch das Köramt der Landesbauernschaft Hessen-Nassau. NSG. Im Ostfeldzug des vergangenen Sommers hat mancher Soldat die Erfahrung gemacht, daß ein weiches, seidenes Halstuch in Hitze und Staub sehr angenehm ist, denn es verhindert, daß sich der Hals an der Uniform wund scheuert. Das genügte für Tausende von Frauen, um sich der Sache anzunehmen und dafür zu sorgen, daß unseren Soldaten hier eine Erleichterung verschafft wird. Wer nicht selbst ein Halstuch an seine Angehörigen schicken konnte, der erhielt in den letzten Wochen von spende- frohen Händen eines zur Verfügung gestellt. Soldaten, die von eigenen Angehörigen kein Halstuch erwarten konnten, erhalten es nun im Feldpostpäckchen. Im Gau Hessen-Nassau hat die N«.-Frauenschaft — Deutsches Frauenwerk in ihren Nähstuben 65 270 Halstücher aus passenden Stoffen, die von der Bevölkerung gespendet worden waren, genäht. Insgesamt konnten 113 203 Halstücher gesammelt und verschickt werden. Die ersten Feldpostbriefe, die den Empfang eines solchen Halstuches bestätigen, liefen nunmehr em. Mr lesen: „Was doch alles unsere Frauen be- denken! Kommt da unerwartet so ein Päckchen aus meinem Heimatort. Ich öffne es und halte ein seidenes Tuch in der Hand. Was soll ich damit anfangen? Bald weiß ich es: Dieses feine seidene Tuch soll ein Schutz für den Hals sein. Ich binde es sofort um und spüre seine weiche und gegen das Brennen der Haut lindernde Wirkung. Dankbar empfinde ich diese so feinsinnig ausgedachte Spende, die mich nunmehr gegen das Scheuern des schweißfeuchten Rockkragens schützt. So danke ich auch heute wieder für diese Gabe ebenso herzlich und erfreut wie für all die anderen Gaben, die stets ein Zeugnis von der Spendkefreudigkeit und der Verbundenheit unserer Frauen mit dem Soldaten der Front gaben. Immer ist es etwas Neues, was die Fürsorge der Frau für uns ersinnt." Tobruk und Sewastopol in der Wochenschau. Es gibt keine uneinnehmbaren Festungen mehr. Das ist der Schluß, den der Besucher der neuen Wochenschau ziehen wird. Tobruk und Sewa - st o p o l sind Schauplatz der Handlung. Die Aufnahmen von der afrikanischen Front werden eingeleitet durch sehr gut orientierte graphische Zeichnungen. Es wird dabei besonders deullich, daß der einzelne Volksgenosse — anders als der Soldat an der Front — die Ereignisse des Kriegsgeschehens schon nach wenigen Tagen durch den Film immer vom Standpunkt des Strategen zu sehen bekommt. Es ist ein erfreulicher Augenblick, in deutlichen, vom niedrig fliegenden Flugzeug aus gemachten Ausnahmen die einzelnen Teile der Feste Tobruk vor sich zu sehen und zu wissen, daß sie jetzt in unserer Hand ist. In noch gesteigertem Maße erleben wir das historische Schauspiel einer zerbrechenden Festung vor den Bildern von Sewastopol. Das für den Gegner so günstige Gelände ist deullich als natürliche Verteidigungsstellung zu erkennen. Schluchten, steile Hügel, tiefe Gräben kennzeichnen das Angriffsterrain. Das Feld vor und in dem Fort „Maxim Gorki" ist übersät mit Bruchstücken von sowje- Oie" andemng am Sonntag. gewährt, nach ünferm Endziel Allendorf. Dauer der Wanderung 4V$ Stunden. Unfallschutz bei Wochenendfahrten zur elterlichen Wohnung. NSG. Die Gauwaltung Hessen-Nassau der Deutschen Arbeitsfront macht auf die Entscheidung la 1604/42 des Reichsversicherungsamtes aufmerksam, die sich mit der Frage von Wochenendfahrten zur elterlichen Wohnung befaßt. In dieser Entscheidung heißt es: Bei Wochenendfahrten von unverheirateten Gefolgschaftsmitgliedern kann als Familienwohnung auch die elterliche Wohnung angesehen werden, sofern noch eine starke Verbundenheit des Versicherten mit der elterlichen Wohnung besteht, der Versicherte gewissermaßen die elterliche Wohnung als Familienwohnung beibehalten hat. (Entscheidung des Reichs- Versicherungsamtes vom 14. 2. 1942, Aktenzeichen la 1604/41.) Oie HL. stellt Spielzeug her. Da die Spielzeugindustrie anderweitig beschäftigt ist und unsere Kleinen doch zu Weihnachten nicht auf ihr Spielzeug verzichten sollen, hat die Bann- Werkreserentin des Bannes 116 die einzelnen Werkscharen des Bannes beauftragt, in den Baftelstun- den des BDM. und der IM. Spielzeug herzustsllen. Jede Werkschar muß fünf Baukästen, fünf Autos, drei Dörfer und drei Eisenbahnen Herstellen. Auch die Laubacher Werkschar, die wir in ihrem Heim besuchten, ist eifrig bei be'r Arbeit. Mit Laubsägen, Feilen, Hämmern, Glaspapier, Nägeln, Leim und Buntstiften wird das von den Handwerkern zur Verfügung gestellte Holz bearbeitet. Niedliche kleine Häuschen, Wohnhäuser, Rathaus, Schule und Kirche, ein Dorfbrunnen und kleine Bäume werden sorgfältig ausgesägt, und der Fantasie sind in bezug auf die künstlerische Gestaltung keine Grenzen gesetzt, wobei natürlich großer Wert auf die Haltbarkeit der angefertigten Gegenstände gelegt wird, die Gießen—Krofdorf—Fellingshausen—Dunsberg— Bieber. Der von Besteigern des Dünsbergs am häufiasten begangene Anmarschweg zur höchsten Kuppe unserer Umgegend ist der folgende: Wir gehen aus der Landstraße nach Krofdorf, durchschreiten den Ort und folgen roten Strichen, die uns die Straße aufwärts bis zum Walde bringen. An dieser Stelle haben mir einen schönen Rückblick nach den Burgen, über Gießen bis zum Vogelsberg und Taunus. Nun gehen wir am Waldrand nach links weiter und gelangen nach Fellingshausen. Das Zeichen führt durch den Ort nach den Hängen des Dünsbergs und in langsamem Aufstieg zur Höhe, wobei wir die Ringwälle sorgsam umgehen. Die Plattform des Turmes bietet eine ungemein reizvolle Fernsicht. Zum Abstieg wählen wir entweder den roten Strich, der uns in das Biebertal durch die Reehmühle oder die schwarze Punktmarkierung, die uns direkt nach dem Endziel Bieber bringt. Marschzeit vier Stunden. Gießen—Hangelstein—Climbach—Allendorf. Zu dieser Wanderfahrt benutzen wir blaue Striche, die uns auf der ganzen Strecke das Geleite geben. Wir beginnen unseren Marsch an der Unterführung in der Cderstraße, gehen den Bahnkörper entlang zur Badenburg. Das Zeichen führt uns durch das Badenburger Wäldchen, die Marburger und Daub- ringer Straße überschreitend, zum Hangelstein. Heber die Felsenkanzel, die Schöne Aussicht und die Schutzhütte geht es über den Daubringer Paß mit reizenden Blicken auf das Busecker Tal und die Rabenau mit den anschließenden Höhen. Ein gutes Stück später kommen wir über freies Feld, wo wir auf das Zeichen achten müssen; es befindet sich an einem Grenzstein und weist uns zum Wald nach links. Auf stillen Waldpfaden kommen wir nach geraumer Zeit am Aspenkippel, dem wohlerhaltenen Krater eines basaltischen Vulkans, vorbei, nach dem hochgelegenen Climbach, wo wir rasten können. Von Climbach führt der Weg, der prächtige Aussicht in das Lumdatal, nach Nordeck und Wiynen tischen Kanonenrohren großen Ausmaßes. Wie es möglich war, diese Geschütze und die schweren Betonbunker des Forts aus den Angeln zu heben, und wie es auch zur Zeit dieser Aufnahmen noch in.den Händen des Feindes beftndlichen Teilen der Befestigung gehen wird oder gegangen ist, zeigen die nächsten Streifen. Sie zeigen deutsche Artillerie im Einsatz in einer noch nie gesehenen Steigerung. Mächtige Mörser speien großkalibrige Granaten auf die Höhen der gegnerischen Stellungen. Wir sehen Schwere Artillerie in Stellung gehen und in Aktion treten von einem Ausmaß, wie es bisher nicht bekannt worden ist. Im Innern des Geschützrohres kann ein Mann aufrecht sitzen, die Geschosse können nur mit Hilfe von Schienenanlagen und Kränen befördert werden. Eine solche Waffe ist nur sinnvoll bei einem Einsatz gegen Befestigungen unwahrscheinlicher Stärke; ihre Wirkung wird, das sagt uns nicht nur unser Gefühl, sondern auch die Erfahrung, die das deutsche Volk mit den jeweiligen Neuheiten des deuffchen Kriegsmaschinenbaus bisher machen konnte, auf alle Fälle durchschlagend sein. H. H. G. Briefe in Bareiros Hand Roman von Anna Elisabet Weirauch Rechte durch Carl Duntfer Verlag, Berlin W 35. 23. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Dieser Ausbruch verblüfft Albrecht einigermaßen: „Aber nein! Kein Mensch würde auf den Gedanken kommen, ein solches Ansinnen an Sie zu stellen! Was ich von Ihnen erbitte, ist nur, daß Sie ihn nicht bestärken in seinen ...ich möchte es .Wahnideen' nennen ..." „Was hat er denn für Wahnideen? Davon habe ich noch nie etwas gemerkt." „Nun, was ein Junge in diesem Alter für Wahnideen hat, eine sogenannte große Liebe wahrscheinlich, ich will mit diesem .sogenannte' fein Gefühl nicht herabsetzen und noch weniger den Gegenstand seines Gefühls. Dies Gefühl kann sehr echt, sehr groß, sehr tief fein, auf beiden Seiten, und — von feiner Seite zum mindesten — sehr begreiflich. Aber trotzdem kann es zu nichts führen. Ich weiß nicht, ob einer der Beteiligten sich das einbildet. Dann ist es leider meine Pflicht, ihm die Illusion zu nehmen, daß Gerd imstande ist, nach feinem Willen zu heiraten", fährt Albrecht mit etwas mehr Festigkeit fort. „Das heißt, er kann selbstverständlich heiraten, aber er kann eine Frau nicht ernähren. Oder höchstens, wenn sie gesonnen ist, mit ihm Sorgen und Elend zu teilen. Er bezieht in meiner Firma ein kleines Gehalt; in einer anderen würde es eher noch geringer fein. Er macht vielleicht den Eindruck wie ein Sohn aus reichem Hause. Aber er besitzt durchaus fein eigenes Vermögen. Bei uns im Haufe wird er ziemlich verwöhnt, aber das würde selbstverständlich wegfallen bei einer Eheschließung ohne unsere Zustimmung." „Ja, will er denn heiraten?" Ihr Lachen fhngt ehrlich, verwundert und herzlich. „Dieser dumme Junge!" „Ich nehme es wenigstens an!" Albrechts Haltung wird wieder etwas steifer. „Sie sind Künstlerin, in erster Linie Künstlerin. Gewöhnt an Erfolge, an Huldigungen aller Art, vor allem aber gewöhnt, selbständig zu sein. Aber jede Frau, auch die stärkste, wenn sie sehr lange auf eigenen Füßen steht... dann kommt ein Augenblick in ihrem Leben, wo sie einmal nichts anderes ^fein möchte als das, was sie ihrer eigensten Natur nach ist: Frau. Einmal die Augen zumachen und bei einem Stärkeren Halt suchen, ihm sagen: sorg du für mich, ich bin müde, ich möchte einen festen Punkt in der Welt haben, ein Heim und einen Menschen, bei dem ich bleibe, zu dem ich gehöre, mein Leben lang." „Sagen Sie mal!" In Kattas Stimme zittert Lachen und Entrüstung. „Sind Sie hierhergekommen, um sich als Hellseher zu produzieren? Sie haben alle möglichen Begabungen! Sie sind nicht nur ein ausgezeichneter Gedankenleser! Wünschen Sie vielleicht, daß ich Ihnen ein Engagement beim Variete verschaffe?!" „Das war nun nicht gerade meine Absicht." Albrecht findet sein Lächeln wieder. „Ich bin auch nicht Gedankenleser, ich besitze nur ein wenig Menschenkenntnis. Und weil ich mir embilbe, Menschenkenntnis zu besitzen ..." Es wird ihm nicht schwer, etwas mehr Herzlichkeit in seinen Ton zu legen, „darum stelle ich mir und Ihnen die Frage: was wollen Sie mit diesem dummen Jungen? Lassen Sie ihn laufen!" Plötzlich bricht Katta in ein helles, klingendes Lachen aus. „Ja, reden Sie sich etwa ein... haben, Sie geglaubt... daß ich den Wunsch haben könnte, Gerd Hoffftede zu heiraten?" „Das habe ich allerdings geglaubt." Albrecht ist ein wenig beleidigt durch ihre unbändige Heiterkeit. „Es steht in Ihrem Belieben, mich für sehr dumm zu halten. Ich weiß nicht viel von Ihren Beziehungen zu meinem Schwager. Ich weiß nur, daß Sie eine Kette tragen, die meiner Frau gehört und die meinem Schwager auf eine ... milde gesagt ...' merkwürdige Art in die Hände geraten fein muß." „Ah ... die Kette...!" Katta steht auf und auch Albrecht erhebt sich sofort. Aber sie weist ihm nicht die Tür, wie er angenommen hat. „Nun habe ich wenigstens endlich die Verbindung." Sie zieht an dem Bronzegriff einer schön geschweiften Kommode, nimmt ein Kästchen heraus und legt es mit einer so nachlässigen Geste auf das Tischchen neben ihm, als ob sie es ihm zuwürfe. „Bitte!" Zu feinem Aerger spürt Albrecht, daß ihm das Blut heiß in die Stirn steigt. Er ist zornig, verlegen, und zugleich stellt er wider Willen fest, daß jede ihrer knappen Bewegungen unerreicht ist in Anmut, in Ausdrucksfähigkei't. Er berührt den Kasten nicht, streift ihn nur eben mit einem verächtlichen Blick. „Ich bin nicht gekommen, um von Ihnen das Eigentum meiner Frau zurückzufordern. Ich will Sie nicht im geringsten mit der Verdächtigung beleidigen, daß Sie von der Herkunft des Schmuckes gewußt haben." Sie steht ihm gegenüber, in einiger Enfernung — sehr steil und gerade —, sie ist nicht viel kleiner als er, und ihr Blick trifft stahlblau in den seinen, jedenfalls habe ich nicht angenommen, daß er gestohlen ist. Und ich nehme das auch jetzt nicht an. Im Gegensatz zu Ihnen kann ich mich zwar keiner großen Menschenkenntnis rühmen, aber soviel weiß ich denn doch, daß der kleine Hoffstede kein Dieb ist. Wenn Sie ihn erzogen haben und ihn dann einer solchen Tat verdächtigen, bann tut es mir wirklich leid — für Sie und noch mehr für ihn !" „Sie werden mir .zugeben, daß es ein sonderbares Zusammentreffen ist." Albrecht hat das peinliche Gefühl, sich entschuldigen zu müssen, was seiner Natur durchaus zuwider ist. „Ich lasse für meine Frau ein Schmuckstück anfertigen, mit der ausdrücklichen Bedingung, daß ein gleiches nicht noch einmal her- gestellt werden darf, es verschwindet, geht verloren, kommt abhanden, ich sehe es, ober zum mindesten ein sehr ähnliches, an einer Dame, die mit meinem Schwager bekannt ist." „Und daraus folgern Sie, daß diese Dame krampfhafte Versuche macht, einen unreifen Jungen in ihre Netze zu ziehen und. solange es ihr nicht gelingt, ihn zu einer Heirat zu zwingen, ihn wenigstens zu Raub und Diebstahl verleitet!" „Aber es liegt mir fern..." „Oh nein! Es liegt Ihnen gar nicht fern! Wollen Sie nun vielleicht endlich Ihr Eigentum an sich nehmen?" ,/Aber, mein gnä ..." Sie läßt ihn nicht zu Wort kommen. „Wie Sie nun die sonderbaren Zusammenhänge innerhalb Ihres Familienkreises aufklären, das ist Ihre Sache! Ich will damit nichts zu tun haben! Ganz nebenbei möchte ich nur bemerken, daß ich diese Kette nicht von Ihrem Schwager bekommen habe. Ich hätte von diesem Jungen auch niemals Geschenke angenommen, ich habe sie von ..., ich bin doch wohl nicht verpflichtet, Ihnen darüber Auskunft zu geben, wer mir etwas schenkt, und aus welchen Gründen ich es annehme." „In keiner Weife. Nur können Sie nicht von mir verlangen, daß ich mich an fremdem Eigentum vergreife." „Sie sind doch gekommen, um diese Kette wiederzuholen — also bitte! Sie sicht zu Ihrer Verfügung!" „Ich bin nicht gekommen, um die Kette wiederzuholen! Ich verbitte mir, daß Sie mir derartige Motive unterstellen!" Jetzt herrscht auch er sie an, in dem gleichen scharfen, heftigen Ton, ohne die Stimme zu erheben. „Ich bin gekommen, um eine verwickelte Sachlage aufzuklären, aber nicht um Ihnen Geschenke abzunehmen, ganz gleichgültig, von wem Sie sie nun erhalten haben. Ich hatte auf Ihre Unterstützung gehofft." Sein Ton wird wesentlich ruhiger und wieder fast verbindlich. „Auf die Unterstützung einer klugen und welterfahrenen Frau; es tut mir leid, wenn Sie mich mißverstanden haben." —' (Fortsetzung folgt.) Grüningen — Mtv. Gießen. Dieses Spiel wird in Watzenborn ausgetragen. Das letzte Zusammentreffen in Grünberg endete mit einem 6:2-Siege der Platzmannschaft. Aus verschiedenen Gründen konnte das Treffen jedoch nicht als Punktspiel anerkannt werden und findet nun auf neutralem Boden seine Wiederholung. Grimm- gen führt mit einem Punkt vor Gießen, so daß es für beide Mannschaften noch verschiedene Möglichkeiten in dem Tabellenstand gibt. Beide Mann- schäften haben eine längere Ruhepause hinter sich, wodurch eine Vorhersage schwer fällt. Die heimischen Sieger beim Weidig-Vergsest. Unserem Bericht vom Montag über den Verlauf urld die ersten Sieger beim 6. Weidig-Bergfest in Butzbach lassen wir heute in einem Auszug aus der umfangreichen Siegerlifte noch die Namen der Sieger aus unserem Heimatgebiet folgen. Des Vergleichs halber nennen wir in jeder Wettkampfklasse nochmals den ersten Sieger in den volkstümlichen Dreikämpfen. Männer (40 Bewerber, 17 Sieger): 1. Richard Lind, TSG. Wölfersheim, 59; 6. Adolf Ziegler, VfL. Lollar, 48; 8. Herbert Theuermeister, Tv. 1846 Gießen, 44; 11. Walter Schmidt, To. Klein-Linden, 40 Punkte. Altersklasse I, 31—40 Jahre (33 Bewerber, 17 Sieger): 1. Otto Dietz, VfL. Lollar, H. Müller, Rb.-Tgm. 1837 Hanau, 67; 2. Wilhelm Leidner, Tv. Großen-Linden, 61; 3. Ernst Jung, VfL. Lollar, 59; 7. Walter Bierau, VfL. Lollar, 49; 8. Otto Bender, Tuspo. Rodheim a. d. B., 48; 10 Heinrich Pfannkuchen, Tv. Holzheim, 43; 11. Rudolf Schmidt, Tuspo. Rodheim a. d. B., 41 P. Altersklasse II, 41—50 Jahre (40 Bewerber, 38 Sieger): 1. Fritz Schallet, Tv. Oberstedten, 76; 6. Walter Zerndt, VfB.-R. Gießen, 57; 7. Adolf Müller, Post-Spv. Gießen, 51; 13. Walter Jürgens, To. 1846 Gießen, Rudolf Keller, Tuspo. Rodheim a. d. B., O. W. Velten, Tv. Lang-Göns, 43; 14. Hch. Ruppenthal, Spv. Garbenteich, 42; 15. Wilh. Keßler, Tv. Lang-^Göns, Hch. Hofmann, To. Grünin- gen, 41; 20. Hch. Magnus, Tv. Großen-Linden, 36 Punkte. Altersklasse III, über 50 Jahre (21 Bewerber, 21 Sieger): 1. Ernst Köster, Tv. Homburg- Kirdorf, 70; 7. Philipp Götz, Post-Spg. Gießen, 44; 9. Gustav Pfeiffer, Tv. 18,46 Gießen, 41; 13. Ludwig Petri, Tv. 1846 Gießen, 37; 16. Albert Schmidt, Do. Lang-Göns, 27 Punkte. HI. ° Klasse A (123 Bewerber, 94 Sieger): 1. Hubert Wien, Tv. Burgholzhausen, 97; 2. Helmut Ketterer, Mtv. Gießen, 86; 4. Adolf Menges, Tv. Heuchelheim, 83; 5. Werner Pfann, Mtv. Gießen, 81; 16. Werner Kreiling, Tv. Heuchelheim, 66; 18. Reinhard Rühl, Tv. Lang-Göns, 64; 20. Karl Leicht, Tv. Bieber, 60; 21. Reinhold Köhler, Tv. Lang-Göns, 59; 23. Hugo Ohly, Tv. Lang-Göns, 57; 25. Gert Herzberger, Tv. Heuchelheim, 55; 26. Albert Lenz, Tv. Heuchelheim, 54; 27. Erwin Gilbert, Tv. Grüningen, Karl Frei, VfL. Lollar, 53; 28. Walter Rinn, Tv. Heuchelheim, 52; 29. Erwin Dietz, Tv. Großen-Linden, 51; 30. Otto Stoll, Tv. Lang-Göns, 50; 33. Fritz Bree, Postspv. Gießen, Konrad van Bentheim, Mtv. Gießen, 47; 35. Rudolf Jung, Tv. Holzheim, Ludwig Hubeler, Tv. Grüningen, 44; 39. Emil Reuschling, To. Heuchelheim, Gert Hübner, Mtv. Gießen, Theo Hermann, Spg. Steinbach, Ewald Müller, Tv. Großen-Linden, 40; 40. Hch. Schäfer, Tv. Lich, 39 Punkte. HI. -Klasse B (189 Bewerber, 109 Sieger): 1. Werner Jost, Rb.-SG. Friedberg, 93; 4. Heinz Becker, Mtv. Gießen, 76; 6. Herbert Jung, To. Klein-Linden, 72; 8. Wilhelm Müller, Tv. Lang- Göns, Hans Reuschling, Tv. Heuchelheim, 69. 11, Werner Hofmann, Postspg. Gießen, 66; 13. Robert Schneider, Tv. Holzheim, 64; 14. Walter Müller, To. Holzheim, 62; 16. Hans Stein, To. Klein-Linden, 60; 17. Willi Zimmermann, VfL. Lollar, 59; 21. Erwin Wagner, Postspg. Gießen, 54; 23. Karlheinz Hermann, Spg. Steinbach, 52; 24. Willi Leinweber, VfL. Lollar, Heinz Rau, To. Klein-Linden, 50; 25. Erich Brunner, To. Grüningen, 49; 28. Helmut Stumpf, To. Grüningen, 46; 29. Heinz Eich, Mtv. Gießen, Otto Gilbert, Tv. Heuchelheim, 45; 31. Kurt Röhn, Tv. Großen-Linden, Erich Zeiß, Tv. Holzheim, Helmut Haas, Spg. Steinbach, 43; 32. Erwin Benner, Tv. Heuchelheim, Rudolf Schneider, Postspg. Gießen, 42; 33: Otto Nesseldreher, Tv. Heuchelheim, 41; 34. Ludwig Beppler, To. Heuchelheim, 40; 35. K. H. Mohr, Postspg. Gießen, Ewald Krombach, VfL. Lollar, Erich Volkmann, Tv. Heuchelheim, Hans Becker, Tv. Holzheim, 39; 36. Werner Ziemet, Postspg. Gießen, Hch. Keßler, Spg. Steinbach, Karl Schmandt, Postspg. Gießen, 38; 37. Benno Urberg, VfL. Lollar, Rudolf Brück, Tv. Heuchelheim, 37 Punkte. Frauen (51 Bewerberinnen, 39 Sieger): 1. Lotte Keßler, Mto. Gießen, 68; 6. Margot Seim, Mtv. Gießen, 56; 7. Emmi Reinstädter, Tv. Heuchelheim, 55; 8. Hedwig Elarius, Mtv. Gießen, 53; 13. Anna Schmidt, Tv. Heuchelheim, 46; 14. Christa Dreyep, Mtv. Gießen, 45; 15. Gertrud Hörder, Tv. Klein- Linden, 43; 17. Emmi Kröck, Tv. Heuchelheim, Frieda Euler, Tv. Grüningen, 41; 19. Lieselotte Bankloh, Mto. Gießen, 39 Punkte. BDM. - Klasse A (58 Bewerberinnen, 22 Siegerinnen): 1. Margot Dillemuth, Tv. Schwanheim, 59; 3. Rosi Rolfes, Mtv. Gießen, Inge Rolfes, Mto. Gießen, 52; 5. Lieselotte Meininger, VfB.-R. Gie-, ßen, 47; 6. Elli Borschel, VfL. Lollar, 46; 7. Hilde Frank, VfL. Lollar, 45; 12. Murg. Magel, Spg. Steinbach, 39; 13. Hilde Junker, Tv. Großen-Linden, Emmi Fay, Tv. Grüningen, 37 Punkte. B D M.-Klasse B (118 Bewerberinnen, 63 Siegerinnen): 1. Rosemarie Andres, Tgm. Friedberg, 74; 3. Gerda SchMandt, Tv. Heuchelheim, 69; 4. Gretel Kirstein, Mtv. Gießen, 58; 8. Lieselotte Becker, Mtv. Gießen, Loni Schmelz, Tv. Großen- Linden, 51; 13. Hannelotte Schaaf, Tv. Grüningen, 45; 14. Liefe! Hahn, Tv. Heuchelheim, Erika Simon, Spg. Steinbach, Hedwig Wolf, VfL. Lollar, 44; 16. Hedwig Hofmann, Tv. Grüningen, 42; 18 Hildegard Feulgen, Mtv. Gießen, Erna Förster, To. Heuchelheim, 40; 20. Klärchen Seipp, Tv. Heuchelheim, 38; 22. Hedwig Petri, Tv. Grüningen, 36 P. verduukelungszeil: 3. Juli von 22.47 bis 4.35 Uhr. Hauptlchriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptjchrijvetiers: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Unwersitätsdruckeret R. Lange K. G. Berlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann; Anzeigenleiter: Hans Beck. Anzeigenpreisliste Nr. 6. auf dem Weihnachtsmarkt in Gießen verkauft werden sollen. * ** Grüße aus dem Felde. Der Heimat übermitteln die nachgenannten Soldaten ihre herzlichen Grüße aus dem Felde: Karl Dem aus Grüningen, Erich Pfaff aus Kinzenbach, Erich Stamm aus Atzbach, Erwin Theis aus Hochelheim, Scharf aus Groß-Rechtenbach, Arthur Brück aus Blasbach, Willi Eckhardt aus Bissenberg, ferner die im Fronteinsatz im Osten stehenden Arbeitsmänner Hans Rink aus Gießen, Otto Z a m m e r t, Karl Weiß und Walter Schmidt aus Watzenborn, Hans Wagenbach aus Großen- Buseck und Alfred Schwalb aus Staufenberg. ** Kein Streit im Haufe. Immer noch gibt es in diesem oder jenem Hause zwischen Mietern und Hausbesitzern Streit darüber, wer die Kosten für den Ausbau und die wohnliche Ausstattung der Lustschutzräume zu tragen habe. Der Streit ist müßig, denn in einem Erlaß vorn 26. Juli 1941 hat der Reichsminifter der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe ausführliche Richtlinien über die Verteilung aller bei der Anlage von Luft- schutzräurnen entstehenden Kosten gegeben und vn einem ergänzenden Erlaß vorn 2. April 1942 etwa noch bestehende letzte Zweifelsfragen beantwortet. Jrn neuesten Heft der „Sirene" wird dieser letzte Erlaß veröffentlicht und kommentiert. Wer nicht Bescheid weiß, lese also nach! Daneben bringt die „Sirene", wie immer, interessante Aufsätze und Bilder vom Einsatz der RLB.-Amtsträger und Selbstschutzkräfte für die Sicherheit der deutschen Heimat. Landkreis Gieße«. - Lich, 3. Juli. Am Sonntag, 4. Juli, kann der Landwirt Georg Christian Fischer, Bahnhofstraße 48, in voller körperlicher und geistiger Frische das 8 0. Lebensjahr vollenden. Trotz seines hohen Alters ist der Jubilar noch den ganzen Tag in der Landwirtschaft seines Sohnes, unseres Ortsbauernführers, tätig. — Am gleichen Tage blickt Frau Babette Hild, geb. Weinerth, auf 7 0 Lebensjahre zurück. Ebenfalls feinen 7 0. Geburtstag kann am Dienstag, 7. Juli, der Angestellte des hiesigen Fürstlichen Hyuses Richard Radetzky feiern. Allen Jubilaren unsere herzlichsten Glückwünsche. Oie deutsche Fußballmeisterschaft. Dos sportliche Ereignis des ersten Juli-Sonntags ist das Endspiel um die deutsche Fußballmeisterschaft im Berliner Olympiastadion. Schalke 04 und Vienna Wien find die Gegner. Als Favorit wird wohl allgemein Schalke angesehen, doch sollte der Meister der Donau-Alpengaue in der Lage sein, den „Knappen" einen großen Kampf zu liefern und vielleicht sogar eine Ueberraschung zu bringen. Diesem Endspiel voraus geht am Samstagabend in Berlin der Kampf um den dritten Platz zwischen den Kickers Offenbach und Blauweiß Berlin. Sportappell der Betriebe. NSG. Nachdem der Sportgruppenwettbewerb mit dem Gauentscheid abgeschlossen worden ist, wird das Hauptgewicht der Arbeit des Sportamtes der.NS.- Gemeinfchaft „Kraft durch Freude" auf die Durchführung des „Sportappelles der Betriebe" gelegt. Im Monat Juli wird von den Betrieben der „Som- merfporttag der Betriebe" durchgeführt. Der Som- merfporttag ist der zweite Teil des Sportappelles der Betriebe, der mit dem „Frühjahrslauf" seinen Auftakt fand. Die dabei verlangten Leistungen sind so gehalten, daß jedes Gefolgschaftsmitglied teilnehmen kann. Dieser „Wettbewerb des guten Willens" gliedert sich in fünf Teile: 1. Aufmarsch aller Teilnehmer als Auftakt; 2. Partnerübungen für Männer, Gymnastik für Frauen; 3. Wurf oder Stoß für Männer, Ballwurf für Frauen; 4. Spielvorführungen aller Teilnehmer; 5. 800-Meter-Lauf für Männer, 400- Meter-Lauf für Frauen. Den Abschluß des Sportappelles der Betriebe bildef ein Mannschaftswettbewerb; der im Laufe des Sommers stattfindet und bei dem die Betriebe entsprechend ihrer Größe mit einer bestimmten Anzahl von Mannschaften folgenden 5-Kamps durchführen: Männer: Medizinballstoß und Wurf als Staffel, 8X75-Meter-Pendelstaffel, Weitsprung, Keulenzielwurf, 1000 - Meter - Mannschaftslauf; Frauen: Gymnastik-Tanz, Ballzielwurf, Weitsprung, Medizinballstoß als Staffel, 6X50-Meter-Pendelstaffel. Der Vorjahreserfolg dieser großen sportlichen Lei- stungsvrüfung aller Schaffenden hat gezeigt, daß Betrievsführung und Gefolgschaft den hohen Wert der Leibeserziehung voll erkannt haben. VfB.-Reichsbahn Gießen. Heuchelheim 1. Jgd. — VfB.-R. 2. Jgd. 2:3. Am Sonntag standen sich beide Mannschaften auf dem Platze in Heuchelheim gegenüber. Sie lieferten sich einen spannenden Kampf. Die Mannschaft des VfB.-R. hat den Kampf verdient gewonnen. Handball der HI. Noch Ermittlung des Bannmeisters haben die restlichen Spiele nicht mehr die große Bedeutung. Trotzdem besitzen die sonntäglichen Begegnungen ihren besonderen Reiz, da sie auf die Tabellenge- staltung noch großen Einfluß haben. Grüningen — Lang-Göns. Die Gäste haben bis jetzt den zweiten Tabellenplatz inne. Bei einem Siege der Platzmannschaft kommen beide Mannschaften punktgleich. Im Vorspiel blieb Lang-Göns überlegen mit 11:6 Toren Sieger. Die sonntägliche Begegnung müssen sie mit Ersatz bestreiten, da einige Spieler an den leichtathletischen Gebietsmeisterschaften teilnehmen. Grüningen wird versuchen, diese Schwächung der Gäste auszunutzen, um das Spiel zu feinen Gunsten zu entscheiden. Watzenborn-Steinberg — Holzheim. Die letzte Begegnung, welche als Freundschafts? spiel gewertet werden mußte, endete unentschieden. Holzheim wird diesmal versuchen, den Sieger zu stellen, da man bei einer Niederlage von der Platzmannschaft in der Tabelle überflügelt wird. Bringt man" den Siegeswillen früherer Spiele auf, so sollte dieses Vorhaben gelingen, zumal Watzenborn-Steinberg in den letzten Spielen unterschiedlich kämpfte. Gau Hessen-Nassau 2089D Pg. Bürgermeister Kremmer, Frankfurt/M. 03168 n. unt. 03171 o. Gieß. Anz. 03177/ 03172 Vetzberg, Krofdorf u. im Felde, 8. Juli 1942. GLORIti 2,e Woche and 3 G । essen j Täglich 3.00, 5.15, 8.00 Sonntags 2.30, 5.00, 8.00 An, an Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Ludwig Steinmüller Otto Becker u. Frau; Karl Becker u. Frau. 4 bis 5 Meter Brennholz ganz od. geschn., ebenso ein Hilfsarbeiter z.Holzzerkleinern auf einige Tage gesucht. Näheres [2or8d Frankf.Str.131. MflndeDdeie ftf jede Haut, die Seife schlecht verträgt. Jugend hat keinen Zutritt _____________________20680 Otto Hofmann II. Heuchelheim, den 1. Juli 1942. Statt Karten. Für die vielen Glückwünsche, Blumenspenden und Geschenke zu unserer Verlobung danken wir allen recht herzlich Irmgard Müller Herbert Trittin Unteroffizier der Luftwaffe Gießen, im Juli 1942 Junge Dame, berufstätig, sucht zum 1. August NlU.MM Schriftl. Angeb. unter 03176 an den Gieß. Anz. /■—Der erste s \ deutsche färben-fjroßfibn der<^>mit C~^?~ Am 27. Juni verschied nach kurzem Krankenlager unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter und Tante Frau Marie Hofmann im Alter von 83 Jahren. Die Beerdigung fand in der Stille statt. Gleichzeitig danken wir für alle Beileidsbekundungen und Kranzspenden. Besonderen Dank Herrn Krieger für die liebevolle Pflege der Verstorbenen und Herrn Pfarrer Weisel für die tröstenden Worte am Grabe. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen r Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Anteilnahme beim Heimgange unseres liebenVaters, Großvaters, Bruders, Schwagers und Onkels Herrn Wilhelm Becker sowie für die Blumen- und Kranzspenden auf diesem Wege unseren aufrichtigen Dank. Aelteres, ruhiges Ehepaar sucht 2-3-Zimffler-Wohn. in Gießen oder dessen Vororten für sofort oder später. Schriftl. Bekanntmachung. Das Sammeln von Beeren, Pilzen und Wild- gemüse im Walde ist nach wie vor ohne Erlaubnisschein geitattet. Jedoch ist dabei das Betreten der Heegen, Verjüngungen und Eingatterungcn verboten. 2083 D Gießen, den 1.Juli 1942. Die Korstämter Schiffenberg und Gießen. Kundgebung des WHuitfies der Mißen Beamten Kreis Welterau im Theater der Universitätsstadt Gießen am 5. Juli 1942, 11 Uhr Es spricht: Gauamtsleiter des Amtes für Beamte Ir Morgen, Samstag, 4.Juli, 20.30 Uhr Samecaöfffiofts- llöenö im „Hessischen Hof". [2085Ü Artilleristen- Kameradschaft Gießen 1895. | Mietgesuche| 3-4'3immer- MllW auch in der näh. Umg. v. Gießen, zu mieten gesucht. - Schriftl. Ang. unt. 03178 an o. Gieß. Anz. vrauen . -rktS'-'i 'iriK sind doch bessere \ DIPLOMATEN Gebrauchte Bau- oder (ageröarade zirka 15 x 7 m groß zu kaufen gesucht. Angebote an Frau; Schmitz Lack- u. Farbcngroßhandlung Marburg /Lahn, Postfach 22 2082 D 3 Stühle Mk. 12,-; 1 gr. Wandspiegel, Mk. 10,- zu verk. Gnauthstr. 3011 | Kaufgesuche | Gut erhaltenes Damen- Fahrrad z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 03170 a.d.G.A. allw Wegen-' begleiten uns die Schuhe durch Sonne, Staub und Regen. Wir pflegen sie deshalb besonders sorgfältig, reinigen sie täglich und tragen hauchdünn Schuhcreme aub [Verschiedenes Damen- Armbanduhr verloren von Cafs Wien, Anlagen bis Persrl-Uhr. Gegen Belohn, abzugeb. im Pärn Fundbüro. An alle, die Fußiucken spüren! Viel mehr Menschen, als man annimmt, werden von lästigem Fuß jucken geplagt. Sie wissen nicht, daß sie Fußflechte haben. 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