EDU MZH, M Dienstag, 3. Februar 1942 Beilagen: Druck und Verlag: Ankara, Ende Januar 1942. ullitt spielt die Reichsmarschall Göring in Italien iRärte •mkc/Nt. 'Ghtfnir. .■*" CYRENA1KA - p p, Buch iechowa 5CHROTH BREUER D1ESSL gab sich der Reichsmarschall von Rom nach Süd- Italien und besuchte auf Sizilien vom 30. Januar bis 1. Februar seine dort liegenden Luftwafsen- verbände. um sich von deren Einsatzbereitschaft und Schlagkraft zu überzeugen. Reichsmarschall Göring kehrte am 2.Februar zu weiteren Besprechungen nach Rom zurück. Zchrlftleitung und Geschäftsstelle: Gießen. Schulstratze 7-9 - .Stellvertreter lm ich kür Pvllkis uit ist Llumjcheill: fk ien, Provin.;, Lia j tei R. Lange S.«. ileilet: Han; Bet rSümmel MlL das, was sein wird, ausgenommen. Wenn der Führer betonte, der politische, militä- rische und moralische Charakter dieses Krieges sei eindeutig und richte sich gegen die zersetzenden Ge- walten, die unter Führung All-Judas die Roosevelt und Churchill und Stalin gegen Europa insgesamt und nicht erst seit heute, sondern schon im ersten Weltkrieg angesetzt haben, dann weiß heute jeder Europäer, daß die Worte des Führers den Kern trafen. Denn diese letzten Jahre haben das Denken und die Vorstellungswelt nicht nur der , Deutschen, sondern aller Europäer geradezu revolutioniert. Zum ersten Male ist die Empfindung allgemein geworden, daß Europa zusammengehört und daß die Plutokratien und ihre Ableger, die bolschewistischen Bluttheorien, die peripheren Erzfeinde eines europäischen Zusammenschlusses sind und auf die Ohnmacht jedes einzelnen europäischen Teiles, auf dessen Unterdrückung und Ausbeutung hinzielen. Was ehedem fast unmöglich schien, ist heute Tat- z fache geworden: der Führer und der Duce haben die Mission übernommen, mit Japan zusammen diese jüdischen Erzfeinde des Menschengeschlechts nicht nur aus Europa und Asien zu entfernen, sondern mit ihren Roosevelt und Churchill auszurotten. Immer klarer entwickelt sich das Ziel des Riefen» kampses. Die Fronten sind abgesteckt, die Entscheidungskämpfe haben mit harten Schlägen begonnen, und diese Schläge sind auf die Churchill und Roosevelt so niederqehagelt, daß Churchill in seinem letzten pessimistischen Spec stöhnte, seit zweieinhalb Jahren hielte England nur den Kops' über Wasser. Wir wollen gegenüber den Prognosen, die in Churchill-Art die jüdisch-demokratische Presse zu stellen wagt, abwarten, was das Frühjahr, der Sommer und der Herbst an neuen Erfolgen den Mächten des Dreierpaktes bringen werden. Roch jedes Jahr dieses Kampfes hat uns die Siege und den Gegnern furchtbare Niederlagen eingebracht. Wenn dieser europäische Winter zu Ende geht, dann wirb auch Stalin sein Ende finden. Der Führer kündigte das an, und er weiß, daß er sich auf die größte und bestbewaffnete Armee der Welt und auf ein Volk stützen kann, das in geradezu friderizianischem Willen entschlossen ist, jetzt Schluß zu machen mit den ständigen Bedrohungen der europäischen Friedensarbeit. Die englische Presse hatte noch genug an Churchills Pessimismus zu verdauen, um auf diese kraftvolle Führerrede überhaupt einiges zusammen, zustammeln. Immerhin wimmert der „Daily Telegraph", der Führer habe zugegeben, daß er — die Initiative in der Kriegführung verloren habe! Die Schreiberlinge des „Daily Telegraph" mit .ihrer Borniertheit können einem ebenso leid tun, wie die des „Manchester Guardian", die versichern, Hitler habe defensiv geredet, was eigentlich England ermutigen könne. Wir möchten die Blätter auffordern, auch nur einen Satz oder eine Bemerkung zu zitie- ren, die den Führer als defensiv hinstellt? Das Gegenteil fft der Fall! Wir wissen genau, daß die europäische Idee auf dem Vormarsch und nicht zu Berlin, 2.Febr. (DNB.) Der Reichsmarschall des Großdeulschen Reiches befindet sich seit dem 27. Januar in Italien. Am 28. Januar hatte der Reichsmarschall eine mehrstündige Unterredung mit dem Duce. Seine Majestät der König und Kaiser empfing am 29.Januar Reichsmarschall ©Öring. 21m Abend des 29.Januar be- In engem Zusammenhang mit diesen Operationen stieß im gleichen Abschnitt ein Verband der Waffen- gegen eine andere Ortschaft vor und brachte sie nach kurzem erbittertem Gefecht in seinen Besitz. Von hier aus griff der ^-Verband mit Unterstut>ng durch Panzerkampfwagen erneut den Feind in einer weiteren Ortschaft an, die gleichfalls genommen wurde. Auch im benachbarten Abschnitt gestaltete sich der Angriff der hier eingesetzten Panzertruppen erfolgreich. Gegen die sich erbittert zur Wehr setzenden Bolschewisten nahmen die Truppen einer Panzerdivision vier Ortschaften, wobei ihnen Verbände der Luftwaffe durch rollenden Einsatz wirksame Unterstützung gaben. . . In erbitterten Kämpfen behaupteten deutsche Truppen am 31.1. an der Donez-Front eine ^scheint täglich, außer Sonntags und feiertags eder- und enschuB, rankhei- hmerzen. 20 Tabletten Apotheken, irfahrungenl EN J 27/547 Oer Wehrmachtberichi. DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 2. Febr. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Süd ab schnitt der Ostfront kam es trotz heftiger Schneestürme wiederum zu starker *anntd)aii die Stich Berlin, 2. Februar. (DNB.) Unter schwierigsten Wetterverhältnissen setzten deutsche Truppen am 31 1. in der M i t t e d e r O st f r o n t einen Angriff fort den sie am 30.1. begonnen hatten und der zu einem tiefen Einbruch in die bolschewistischen Limen ueführt hatte. Durch meterhohen Schnee und in Grimmiger Kälte kämpften sich die Infanteristen gegen eine von den Bolschewisten besetzte Ortschaft vor. Obwohl die deutschen Soldaten zahlenmäßig schwacher waren, entrissen sie nach schwerem Kampf dem Feind die Ortschaft und behaupteten sie gegen neue bolschewistische Vorstöße. Durch die Einnahme dieses Ortes schuien die Infanteristen die Voraussetzung für die Abschnürung einer bolschewistischen Kampfgruppe, in deren offene tftanfe sie vorgestoßen waren. Der Kampf dauert noch an. Annahme von Anzeigen für die Mitlagsnummer bis8' .UbrdesBormittags AnAetgen-Preile: Anzeigenteil 7Rvt. ie mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Nvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: WiederholungMalstasiell A«chlüneMengenstaffelV Plavvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25ü o mehr Sampfläligkeit. 3m mittleren und nördlichen Frontabschnitt wurden zahlreiche Angriffe des Feindes zurückgeschlagen. Artillerie des Heeres nahm kriegswichtige Jnduftriewerke in Leningrad unter wirksames Feuer. Vor der englischen Südostküste erzielten deutsche Kampsslugzeuge Bombentreffer auf drei größeren Handelsschiffen, darunter einem Tanker. 3n der Lyrenaika besetzten Verbände der Panzerarmee Afrika Barce und El Abiar. Kampfverbände der Luftwaffe unterstützten die Verfolgungskämpfe und warfen Materiallager des Feindes bei Marfa Matruk in Brand. Deutsche Unterseeboote versenkten vor der Küste Kanadas einen Zerstörer, westlich (Sibral- t a r eine Korvette, an der Küste derLyrenaika und vor Murmansk je ein Bewachungssahrzeug. 3n der Zeit vom 24. bis 30. Januar verlor die sowjetische Luftwaffe 164 Flugzeuge, davon wurden 94 in Luftkämpfen und 13 durch Flakartillerie abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gingen an der Ostfront 33 eigene zu werden. _ ’ Durch das bolschewistisch-englische Gewaltregime tn Iran, durch die Knebelung Iraks, Syriens und Aegyptens ist der Freiheitswille der arabischen Volker, der kurdischen Stämme wie der Aegypter und Syrer nur noch größer und unbeugsamer geworden, r. Es will schon etwas heißen, wenn Bullitt beispiels- f weise in Teheran die iranische Regierung unter ! Druck setzen muß, um sie zu veranlassen, endlich den Vertrag mit England und der Sowjetunion zu ■ unterzeichnen, wogegen sie sich trotz schärfster Drohungen und aller erdenklichen Schikanen bisher er- i folgreich gewehrt hat. Das spricht ebenso wenig für eine „Stärkung der britischen Stellung wie die । Tatsache, daß auf englisches Betreiben der frühere L irakische Ministerpräsident und bedeutende Nationa- I list Raschid Ali el Kailani von der jetzigen irakischen I Regierung zum Tode durch den Strang verurteilt I wurde, während der jetzige Ministerpräsident von Großbritanniens Gnaden, Nuri Said, sich so wenig 1 seines Lebens sicher fühlt, daß er die irakische Geheimpolizei auflöst, während er gleichzeitig den In- telligence Service bittet, ein Auge auf seine kost- des Stabes eines Armeekorps; Hauptmann Hugo Schimmel, Bataillonskommandeur in einem Infanterie-Regiment. * Oberst i. G. Eberhard von Kurowski erhielt bereits im Polenfeldzug die Spangen zum E. K. II. und I. Klaffe. Auch im Westfeldzug und im Einsatz gegen Jugoslawien und Griechenland hat sich Ober t von Kurowski als ein ganz besonders tapferer Flugzeuge verloren. Neue Ritterkreuzträger. Berlin, 2. Febr. (DNB.) Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberst i. G. Eberhard von Kurowski, Chef chlagen ist. e w „ Die Zusammenfassung der jungen Nationen zu einem weltweiten Block- in dem nicht der Dollar oder das Pfund, sondern die Tüchtigkeit und der Wetteifer maßgebend sind, in dem nicht der Eigennutz weniger alle Schätze an sich reißt und die Volker verderben läßt, sondern jedes Bedürfnis nach Möglichkeit befriedigt wird, das ist das Ziel. Cs ist antiimperialistisch, denn Imperialismus heißt die Tendenz weniger Plutokraten und bolschewistischen Juden, die Massen ihrer Völker auf die Schlacht- bank zu bringen, damit die Säckel der Besitzenden noch schneller gefüllt werden. Wir kämpfen jetzt dafür, daß diese Politik aufhört, daß diese Nach» ähren eines Dschingiskhan, die über die Länder dahinfuhren und nichts als Knechtschaft und Elend brachten, ausgemerzt werden. Was sie uns angetan, das ist ihnen ebenso unvergessen wie das, was sie den Indern und Buren und sonstigen Völkern angetan haben. Das Weltgericht dieser Schlachtengewitter entscheidet darüber. Und es wird für uns sprechen, für alle jene Nationen, die jetzt von den blutbefleckten Churchills Rechenschaft heischen, nach dem Worte: Aug um Auge, Zahn und Zahn. E. S. Oie Abwehrschlacht im Osten tteberall vergebliches Anrennen der Sowjets. GietzenerAnzeiger brühllcht UnioetfUtoDnilerei H. Lang« Gemral-AnzeigWGWeffen Barce und El Abiar beseht. Andauernde Kämpfe an der Ostfront. - Sowjets verloren 164 Flugzeuge tzs „w ^6 Europas La! Von unserer Berliner Schriftleitung. Der Führer hat seine Rede in deutscher Sprache gehalten, aber ganz Europa hat sie verstanden und ist einia darin, unter seiner Führung die Schlachten dieser Weltenwende siegreich zu ourchkämpfen, damit eine neue und bessere Welt geboren werde. Die Siegesgewißheit des Führers ist zutiefst in Front und Heimat begründet, in der deutschen , Volksgemeinschaft, die Vorbild und Ziel einer europäischen Völkergemeinschaft sein wird. In diesem Sinne haben die berufenen Organe aller europäi- chen Völker die Rechenschaftsdarlegung des Führers über das, was war, über das, was ist, und über Verschärfte Spannungen imAahenOsten Von unserem ek.-Berichterstatter. glkonatlick .. . RM.I.80 Zustellgebühr .. -.25 euch bei Nichterscheinen ron einzelnen Nummern Infolge höherer Gewalt mlvrechanschluß 2251 Ortschaft, gegen die die Bolschewisten bereits seit mehreren Tagen starke Kräfte ohne Erfolg eingesetzt hatten. Obwohl der Feind auch an diesem Tage wieder mit zahlenmäßig starken Kräften angriff und die Ortschaft zeitweilig von drei Seiten einge- schlossen war, scheiterten dank der umsichtigen Führung der deutschen Abwehrkräfte.alle Angriffe an der eisernen Abwehr des hier kämpfenden brandenburgischen Infanterie-Bataillons. Einzelne bolschewistische Gruppen, denen es im Zuge des umfassen- den Angriffs gelungen war, vorübergehend in die Ortschaft einzudringen und sich hier festzusetzen, wurden in Gegenstößen sofort wieder geworfen oder vernichtet. Die Ortschaft blieb fest in der Hand des brandenburgischen Bataillons. Deutsche Truppen, deren Stellung im Sud - abschnitt im Raum ostwärts von Arte- mowsk verläuft, schlugen gestern einen bolschewistischen Angriff ab. Obwohl der Feind mehrere Panzer eingesetzt hatte, mußte er unter der Wirkung des deutschen Abwehrfeuers seinen Angriff einstellen. ~ , Im Nordteil der Ostfront schlugen unsere Truppen am 30. und 31. Januar vereinzelte örtliche ÜGot [X-- Giarabub 1 bare Person zu haben. Weist schon die politische Seite der britischen Stellung im Nahen Osten bedenkliche Schwächemomente auf, so ist es um die wirtschaftliche noch viel schlimmer bestellt. Es ist nicht übertrieben daß weite Gebiete, die heute unter der englischen Knute seufzen, buchstäblich Hunger leiden, da die Briten rücksichtslos das Getreide für ihre australischen und indischen Truppenmassen eintreiben. Sie machten im Vorjahr Versprechungen, daß Australien größere Mengen Getreide für die Bevölkerung liefern wurde Diese Versprechungen sind nie gehalten und jetzt auch offiziell zurückgezogen worden. So wurde in Bagdad bekanntgegeben, daß die Bevölkerung nut den „vorhandenen Getreidemengen" auszukommen habe, da durch die „veränderten Verhältnisse" auf australische Lieferungen nicht zu rechnen sei. In Iran treibt man die Erbitterung gegen die britische und sowjetische Gewaltpolitik bis zur Siedehitze. Was die Iraner von den Sowjets zu erwarten haben, ist inzwischen bekannt geworden: Mord, Verschleppung und Kerker. Und im I r a k sind die Briten jetzt dazu übergegangen, die militärischm Ausstattungsgegenstände und die Waffen der «irakischen Armee an die indischen und australischen Trup. pen auszuhändigen. v _ ... Und in Aegypten stehen drohende Gewitter- wölken am Horizont. Ganz abgesehen von den Uebergrrffen gegen die französische Kokdnie, von der Bestechung des französischen Vorsitzenden der Suez- Kanal-Gelellfchaft, durch die die französische Aktienmehrheit in englische Hände gespielt werden soll, wird hier vor allem die Frage der Neuwahlen akut, die vor allem von der starken englandfeindlichen Wafd-Partei betrieben wird. Auch in Aegypten sind die Ernährungsschwierigkeiten durch die rücksichtslosen britischen Eintreibungen außerordentlich groß. Zwar könnte Syrien-Libanon als reiches Getreideland diesem Notstand abhelfen, aber dort haben die Briten eine Gesellschaft, die Unco, gegründet, die zunächst in den Südoststaaten Getreide aufkaufte, um Deutschlands Versorgung zu stören. Heute denkt die Unco selbstverständlich nicht daran, aus ihren Vorräten den hungernden Völkern des Nahen Ostens Getreide zu liefern, im Gegenteil, die Briten verlangen von Aegnpten und Syrien noch mehr Getreide für ihre Truppen. Diese Zustände haben der Wafd gewaltigen Auftrieb gegeben.- Als im November des Vorjahres bei einer Nachwahl der Wafd-Kandidat die Mehrheit erhielt, sahen die Engländer, wie die Dinge laufen würden, wenn verfassungsmäßig in diesem Jahr Neuwahlen ausgeschrieben würden, was die Wafd-Partei ver- «uolrei# .fiHteno Muona «—•Kioxjr Generalmajor Vreilh. Der Führer hat dem Generalmajor B r e i t h, Kommandeur einer Panzerdivision, am 31. Januar 1942 das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. (Scherl-Bilderdienft. — OKW.) langt, die Briten aber unter allen Umständen verhindern wollen. Die britischen Zwingherren haben ohne Umschweife zu verstehen gegeben, daß sie eine Wafd-Regierung nicht dulden würden. Die Lage hat sich schon derart zugespitzt, daß es dem Ministerpräsidenten Siri Pascha noch nicht gelungen ist, einen Ersatz für den zuruckgetretenen Finanzminister Abd el Hamit zu finden, so daß er schließlich das Finanzministerium selbst übernehmen mußte. Alle diese Schwierigkeiten zusammen mit dem steigenden Einfluß Washingtons im Nahen Osten zeigen, wie die Dinge in Wirklichkeit stehen. Englund befindet sich auch hier trotz einiger militärischer Scheinerfolge in der doppelten Defensive. Es muß den Yankees Zugeständnisse über Zugeständnisse machen, während die Erbitterung der national gesinnten arabischen Kreise immer größer wird. Rücktritt der ägyptischen Regierung. Stockholm, 2. Febrnar. (Eurovapreß.) Der Rücktritt der ägyptischen Regierung wird Montagnachmittag aus Kairo gemeldet. Die bisherige Regierung unter dem Vorsitz von Hussein Sirry Pascha hatte ihre Amtszeit im Juli 1941 begonnen. Reuter meldet ergänzend, daß die Regierung Hussein Sirry Pascha als Folge gegen die Regierung gerichteter Studentenkundgebungen zurücktrat. n großes Bidets" einehe'5 n einer Z« ahr bl« zur runfl idiflt (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Me schwach die Stellung der Engländer im stahen Osten ist, geht allein schon aus den Umtrie- den Bullitts hervor, der zur Zeit eine Rundreise im Mittleren Orient macht. B Stolle eines ausgesprochenen Unruhestifters, darüber ; hinaus ist er der Liquidator der britischen Erbmasse. Die Pläne Washingtons gehen anscheinend lehr weit, und Roosevelt hat es nicht mehr notig, Ü geringsten Rücksichten auf den „Bundesgenossen" walten zu lassen. Wenn beispielsweise jetzt Me ägyptische Regierung angeordnet hat, daß in oroßen Teilen des Landes anstatt Baumwolle nur noch Getreide angebaut werden soll, so spürt man hier bereits die Hand des USA.-Kapitalisten, der jich die unbequeme Baumwollkonkurrenz Aegyp- rfSk ens vom Halse schaffen will. Die Meldungen, daß. Eritrea am Roten Meer in Zukunft i>a9 Ge- S* «i biet für einen gewaltigen UEA.-Stützpunkt ab- 'r-®ur!*lneben soll, bah weiter in Port Sudan und im , S‘ ijebiet von Hadramaut in Südarabien den ”™!M| Nordamerikanern neben den englischen militärischen , Einrichtungen auch noch andere Anlagen zur $er. s dm itotiil fügung gestellt werden sollen, zeigen weiter, wie Hs «ZI lonsequent die USA. ihr Ziel versolgen, wirtschaft- Strati lliitl, politisch und militärisch immer größeren Em. Wagen $ IM 'M Nahen Osten zu erhalten. Zu diesen Se= rten Spitheil ftrebungen gehört selbstverständlich auch die ein- heutige Bevorzugung der jüdischen Kreise durch nnn . den Kriegshetzer Bullitt, der alles tut, um die wirt- Seotod schaftlichy Stellung der Juden zu festigen. Nicht üS lfal mnsonst erklärte der Zioniftensuhrer Chaim Weitz- Md Äl mann, daß er sich von der Tätigkeit Bullttts sehr n0 Diel verspreche. Was dabei für die Araber heraus- ___I kommt, ist leicht zu erraten. Bullitt scheint den Auftrag zu haben, die jüdische Kolonisierung rem arabischer Länder unter der Flagge und dem Protektorat der USA. so stark wie möglich zu foroern. Damit haben wir die imperialistischen Ziele Roosevelts in diesem Sektor abgesteckt. Wie steht es ! um den Wert der britischen Stellungen selbst? Die I- britische Agitation hat alle Anstrengungen gemacht, • bie Welt glauben zu machen, daß Englands Position im Nahen Osten im vergangenen Jahr wesent- lich gestärkt worden sei, was der Wirklichkeit aller- bings ins Gesicht schlägt. Es ist kein Zwestel mehr Möglich, daß zwar durch den brutalen Uederfall «ui S 0 r i e n, durch die Vergewaltigung des Irak und Irans zunächst mögliche Widerstände gegen ' die britische Gewaltpolitik ausgeschaltet wurden daß gleichzeitig aber damit die zu haltende Stellung derart ausgeweitet wurde, daß nur durch ständigen Zustrom sehr großer Menschen- und Materialmassen die Aufgaben zu erfüllen und die gesteckten Ziele zu erreichen siind. Die britische Nahostfront erstreckte sich ursprünglich auf die westlichen und östlichen Gebiete des Suezkanals, also in einer Lime von Aegypten nach Palästina, während heute ein Raum beherrscht und geleitet werden muß, der sich m einem gewaltigen Bogen über die libysche Wüste bis nach Teheran hinzieht. Ganz abgesehen davon, ‘ daß die Problematik dieser scheinbaren Nahost-Erfolge der Briten in dem Augenblick offenbar wurde, . als der Krieg in Ostasien ausbrach und das gefährliche Vakuum im malaiischen Gebiet und von Jnsu- i linde bis nach Australien aufdeckte, zeigte sich auch, ' daß die politischen Spannungen im Nahen Osten » eher noch zugenommen haben anstatt ausgeglichener Offizier erwiesen. Im Ostfeldzug hat er sich durch durch seinen persönlichen Einsatz wiederholt in hervorragender Weise ausgezeichnet. Hauptmann Schimmel erhielt während des Polenfeldzuges das E. K. II. und während des Westeinsatzes das E. K. I. Auch im Feldzug gegen die Sowjets hat er sich durch hervorragende persönliche Tapferkeit und äußerst tatkräftige Führung feines Bataillons ausgezeichnet. U. a. hat er Mitte Januar auf Grund eines eigenen Entschlusses fein tapferes Bataillon so angesetzt, daß die völlige Vernichtung einer feindlichen Kampfgruppe gelang. Diese Tat ist unter Angabe der beträchtlichen Beute in dem Wehrmachtsbericht vom 16. Januar 1942 erwähnt worden. xstiuT' Tilitnun - vfe -ZK, "8 für |L I |92. Jahrgang Ur. 28 Qyf.,, ____________ ii Siebener ^amilienblättet D-Aimat imBtld Die Lckolle Bezugspreis^ MS VMM n studentenführung Hessen-Nassau. Na< i- Betätigung auf diesem Gebiet ersoM! t, gleichen Jahres seine ehrenvolle Be eauftragung als macht. Verfügung und übernahm bas Amt NS.-Altherren- -arri. kann auch Kinder-Kegel-Klub heißen, denn in jedem Künstler steckt ein Kind, das spielen will." Da wandte sich der Sportkegler voll Entsetzen; er verstand die Welt nicht mehr. vereiste Stellen zu bringen. (PK.-Aufnahme: Kriegsberichter Grunwald. jSch-ü Meter hinter sich haben, stehen gegen frische Reser, ven der Sowjets. Wer wird Sieger bleiben? Da kommt plötzlich von oben, vom Himmel ein merkwürdiges Heulen, der ganze weite Raum ist erfüllt davon. Sollten das — ja, es sind einige un. serer Stukas. Sie lassen uns heute nicht im Stich trotz der Kälte. Sie kreisen drüben über der Stadt, suchen ihr Ziel und dann ^beginnt ihr töd- licher Reigen. Eine nach der anderen kippt ab, stürzt, stößt im rasenden Sturz der Erde entgegen. Weiter, die Sowjets müssen drüben raus, um jeden b,$n 5» bis M Weiten tofcr mhrsch I« Truppen nun < ir. 3n den filo 6 Tausende r toflten, um ai Wierrftbol 'totlo, pnl konnte t ^herrsch Ren Bomben PO feindli, f Darunter l letzten W Masrvnt eir pnbe an der Pjngfin^ m Wung. lich pfeift und zwitschert es über die ebene Fläch-, s Maschinengewehrgarben hacken und hämmern, tau» endfaches Echo werfend. Die ersten Kameraden fallen. Scharfschützen schie- ßen drüben, sitzen hinter dem aufgesetzten Zielfern- rohr wie auf dem Anstand. Die hartgefrorene Erde der Hänge bietet keine Deckung. In kurzen Sprün« gen geht es weiter, stolpernd über die gefrorenen Furchen, vom Schnee überweht. Dauernd ^gleitet der Fuß ab, tritt unversehens in ein -p Borwärtskommen allein ist schwierig, dazu kommt j dieses teuflische Feuer, das immer stärker wird. Der ! Himmel ist aufgerissen. Ein Stück Blau lugt zwi- . schen treibenden Wolkenfetzen. Der Wind ist eisig wie am frühen Morgen. Die Gewehrläufe schwitzen ; und überziehen sich mit ein°r Eishaut. imbenanflr । WenesteM n Tchweiyen zu !m Samstegno i der japanisck iletar auf t 113 fein-bli' eilen Anorisf ! -ei der Gegner jo.Waschin ischine ist dur Telbstoernü das 20 Kilon ^eneWassr el in iapc Helligkeit der tzländem nid Mir vor ihre spanische A i von &ngc vite feit, bu Harter Kampf in eisiger Nacht Von Unteroffizier Karlheinz Ullrich. Kradfahrer in einem Kampfabschnitt im Donezgebiet. Schneefälle und Vereisung erschweren das Voi> wärtskommen der motorisierten Truppen gewaltig und bringen manche Strapazen mit sich. In schwie- rigen Situationen bewährt sich jedoch immer bie Kameradschaft aller Waffengattungen. Hier haben kräftige Hände zugefaßt, um einen Kradmelder über der, Rom .Mt $ar B* M ba P ’9 entfefe l'^chhen g L--W) auch.* । "«berg ?°l)ne ffJMen f Sie P« anrufe Kn Freund R ^^en t™ ^er es B ®eben i= I ®'l" „Nachschub durch die Lust." Von Kriegsberichter Hermann Kohler. Sefio, 8$?' । japanische ten em«? J , ter wfi ■ IUM mit etn! WgWM «u 1* ■itib aus Pi fc,r reae[red)tcn die Engländer blichen Teil Su [ .^flefror feto Srt Die ■ w*' .. - aut V trügliches Ohr aus wachem Erkennen stammen. Aber . er spricht darüber nicht viel, und seine Musiker verstehen ihn doch. Darin erweist er sich durchaus als Magrer. Ein paar knappe Worte, die das Wesentliche enthalten, ohne es eigentlich auszusprechen, und schließlich nur die Mahnung „Schöner, meine Herren!" und „Bitte, achten Sie hier auf mich!" ob$r „Nachlassen!", das ermöglicht zauberhafte Wir. kungen. So wird aus unzähligen Mosaiksteinen die Aufführung zusammengesetzt. Bei all dem ist im wesentlichen Planung am Werk, wenn sie sich in Wahrheit auch nicht nur, wie es scheinen könnte, auf die Einzelheiten bezieht, sondern nicht minder auch die großen Linien in jedem Augenblicke mitbedenkt. Dieses Zusammenschließen der Werteinzelhetten in planvoller Arbeit ist ein hinreißendes Schauspiel.. Leider dürfen es nur wenige miterleben. Das Dr- cbester genießt diese Proben als Feststunden. Es ist kein Geheimnis, daß unsere Orchestermusiker wahre Teufel sein können, wenn es gilt, einen ver- haßten Kapellmeister zu verdrießen. Der Schatz ihrer Schliche und Ränke, wie man ihn zum Weißbluten- bringen kann, ist unerschöpflich. Dagegen muß man sie nun bei Wilhelm Furtwängler in den Proben sehen. Beethovens siebente Symphonie, die sie jedes Jahr mehrere Male unter ihm spielen und daher noch öfter proben, wird auch das nächste Mal wieder 2 bis 3 Stunden lang durchgearbeitet. Wohlgemertt: nicht etwa nur wiederholt, sondern im Grunde völlig neu einstudiert. Denn wieder schürft Wilhelm Furtwängler nach neuen Schönheiten. Er arbeitet rhythmische, klangliche, melodische und andere Beziehungen heraus, die ihnen allen bisher verborgen geblieben sind. Natürlich handelt es sich dabei stets nur um allerfeinste Schwe. bungen, um ein letztes Ausklügeln und Auswägen von zartesten Abschattungen. Aber selbst die aller, bekanntesten Symphonien wirken dadurch völlig neu. Darum sind seine Musiker jetzt alles andere als Teufel, sondern sitzen wie große Jungen da und hängen voller Erwartungen an seinen Augen. Mag er in einem Satz hundertmal unterbrechen, so bleibt ihre Phantasie doch stets im Fluß, sodaß Aufmerksamkeit und Musizierwillen nie nachlassen. Das größte Geheimnis dieser Probenarbeit ist nämlich, daß sie an einem gewissen Punkt stehenbleibt: dort, wo die Planung in die Eingebung, in die Jmpro- visation übergeht. Die gehört dem Abend, weil sie Gnade des großen Augenblicks ist. Ebene. Noch schweigen die feindlichen Batterien, sollte die Ueberraschung drüben allgemein fein? Die Schützen gehen weiter vor, eine kleine Stadt ist das Ziel des Gegenstoßes. Da heult es auf, ein berstendes Krachen mitten unter uns, Erdbrocken, Splitter fetzen durch die Luft, die Sowjets antworten. Plötz- bensjahres auch in bie NSDAP, eingetreten. Sein Eintritt in die SA. erfolgte im Herbst des gleichen Jahres. Im Jahre 1934 wurde er als Sturmbannreferent für weltanschauliche Schulung eingesetzt, später in den Stab der Gruppe Hessen übernommen und zum SA.-Hauptsturmführer ernannt. Im Frühjahr 1937 stellte sich der im nationalsozialistischen Kampf um die Hochschule bewährte alte NSDStB.- Kamerad abermals der studentischen Arbeit zur Gaustudentenführer. Im Braunhemd und feldgrauen Rock hat Gaustudentenführer Kugelmann getreu seine Pflicht erfüllt bis zum letzten Einsatz. Seit Kriegsbeginn stand er in den Reihen der Wehr- Angriffe des Feindes erfolgreich zurück. Ein Angriff starker bolschewistischer Kräfte richtete sich dabei gegen ein/* von deutschen Truppen besetzte Ortschaft, die die Bolschewisten durch den schonungslosen Em- satz aller ihrer Kräfte zu erobern versuchten. Der Angriff wurde jcbod) schon vor den deutschen Limen durch das zusammengesahte Abwehrfeuer der deutschen Infanterie und Artillerie zerschlagen. Die deutsche Luftwaffe griff an der s üb 11 cf> e n Ostfront trotz teilweise schwerer Behinderung durch schlechtes Wetter feindliche Truppen- und Fahrzeugkolonnen erfolgreich an und unterstützte die Angriffe der Erdtruppen^ Der Haupteinsatz erfolgte im m i 111 e r e n Kampfabschnitt, wo feindlichen Kolonnen und Truppenansammlungen schwere Verluste zugefugt wurden. Im nördlichen Abschnitt zerstörten Kampf- und Jagdflugzeuge mehr als 70 Fahrzeuge und Schlitten und setzten eine Batterie außer Ge- ftm karelischen Kampfraum wurden Bahnhöfe angegriffen und Gleisstrecken der Murmanbahn mehrmals unterbrochen. In der Nacht zum 2. Feb- ruar griffen Kampfflugzeuge im mittleren Kampf- abschnitt Fahrzeugkolonnen und einen Flugplatz mit Erfolg an. Mehrere Flugzeuge wurden am Boden zerstört. Norden kommt. - Auf einem kleinen Feldflughafen setzen die Maschinen auf. Schon sind sie umringt von den Mann- scyaften des Horstes; die Kraftwagen rollen herbei. Selbstverständlich hilft jeder mit, und im Handum- drehen sind die Kanister mit dem wertvollen Kraft- stoff umgeladen. Die Flugzeuge nehmen die bereit- gestellten leeren Gefäße auf. Gleichzeitig melden sich auch Verwundete bei uns, um mitgenommen zu werden zur Weiterfahrt nach Deutschland. In unserer Maschine nimmt ein Feldwebel Platz, besten Stirn eine kleine Narbe zeigt: „Direkt vor den Kühler meines PKW." sagt er, „hat mir der Tommy eine Granate hin gesetzt, mein Wagen flog in tausend Stücke, aber ich kam mit dieser Schramme da. von; nur eine Gehirnerschütterung blieb übrig, die ich in meiner Heimat ausheilen muß." Wenige Minuten nach der Landung heben sich die Maschinen schon wieder in die Luft. Ein kurzer Abschiedsgruß zu den winkenden Kameraden und schnell ist das offene Meer wieder erreicht. Mit derselben Ruhe, mit der sie gekommen sind, ziehen die Maschinen ihren Kurs nach Hause. Bei sinkender Abendsonne erreichen sie ohne Zwischenfall ihren Einsatzhafen, wo die Ladungen für den morgiaen Tag schon wieder bereitgestellt sind. Unbeirrbar funktioniert auch hier im Süden die deutsche Dr- Der Tag ist zu kurz, die Nacht muß herhalten. Wir stehlen ihr di-e Stunden, die wir für unseren Gegenangriff brauchen, um die Sowjets, die gestern den ganzen Tag über gegen unsere Stellungen anrannten, wieder zu werfen. Es ist vier Uhr. Es ist noch völlig dunkel, tief hängen die Wolken, kein Stern ist zu sehen, die richtige Zeit zum Angreifen! Die Schützen sind schon angetreten, fast lautlos bewegen sich die dunklen Gestalten über das Ge» fände, über die hartgefrorenen Erdbrocken der Felder zum nächsten Dorf hin, in dem die Sowjets fitzen. Nickte rührt sich dort, sollte der Gegenstoß für oen Feind überraschend kommen? Sollte er überrumpelt werden können? Kein Wort wird bei den Schützen gesprochen, weit holen sie aus, um von der Flanke her das Dorf zu erreichen, schon tauchen die Umrisse der ersten Häuser aus dem Nachtdunkel — und noch immer kein Schuß, kein Laut da vorn. Ein kurzes Atemholen, und bann im Sprung vor zum Dorfrand. Da fällt der erste Schuß, jetzt erst hat einer der Sicherungsposten der Sowjets die Deutschen bemerkt, in der allerschlechtesten Bedeutung dieses Wortes, mit Ungerechtigkeit, Haß und Ehrabschneidung. Da spielen z. B. vier brabe Männer als Partei A gegen vier brave Männer der Partei B, und obwohl alle acht braven Männer sonst innig befreupbet sind, hebt nun der gewissenloseste Parteikampf an. Partei A läßt kein gutes Haar an Partei B, und» umgekehrt. Wenn einem von A ein guter Wurf gelingt, )ann hohnlacht ganz B: .Zufallstreffer", und wenn einer von B gerade zum Wurf ansetzt, wird ganz A wie wahnsinnig und versucht auf den „Kegelpraxi- teles", der im Zivilberuf Vildhauer ist, oder auf den „Kegeldürer, der ansonsten malt, „akustisch" einzuwirken. Früher war sogar die Herbeiführung einer Schrecksekunde gestattet; ba wurde im Augenblick, wo der feindliche Kegler soeben schieben wollte, dicht neben ihm ein Tablett au Boden geschmettert, doch wird neuerdings diese Art von Beeinflussung als unsportlich abgelehnt, und auch das Berühren des Spielers selbst ist nicht mehr erlaubt. Man sieht, das psychologische Kegeln ist schwer und wie man es von Künstlern ja auch erwarten bars, geradezu eine Kunst. Sogar das Anschreiben der erzielten Würfe vollzieht sich hier unter schwierigsten Umständen, weil je nach der Parteizugehörigkeit der Schreiber die Zahlen fälscht und beim Addieren die hanebüchensten Fehler macht, sofern sie nur der eigenen Partei zugute kommen. Einmal aber geschah es, daß durch seinen Unstern ein „richtiger" Kegler in diese Bahn geriet. Das Rollen der Kugeln, das Poltern der Kegel zog ihn an mit zauberischer Kraft, er trat in eine dicke Wolke von Zigaretten-, Pfeifen- und Zigarrenqualm und fragte, ob er „ein bissel" zugucken dürfe. Natürlich durfte er. Nach zwei Minuten schon quollen ihm die Augen hervor, er blickte verstört von Mann zu Mann, lauschte verzerrten Angesichtes in die Geheimsprache dieser Kegler, und ihm verging buchstäblich Hören und Sehen. „Was is denn das, hä?" lallte er auf gut Breslauisch, und einer antwortete: „Das is Murmelspiel, Herr Nachbar"; aber ba auch er die Breslauer Mundart beherrschte, sagte er: „Mirmelspiel" statt „Murmelspiel". Ein anderer wies mit hoheitsvoller Gebärde an die Tafel und tippte wortlos auf die drei rätselhaften Kreidebuchstaben, die ba standen: K K K, und ein Dritter erbarmte sich schließlich des völlig Entgeisterten und 1 deutete ihm die geheimnisvolle Inschrift: „Das ■ heißt nämlich Künstter-Kegel-Klub, mein Herr» es Preis! Wieder beginnt das zähe Ringen um jeden Meter hartgefrorene (Erbe. Aber e s geht vorwärts. Man spürt bie Stunden nicht, die dahingehen. Der Mittag ist längst vorbei. Hinter Wolken versteckt 1 senkt sich die Sonne bereits wieder. Die brennen- J den Häuser leuchten heller in das Dämmerlicht des 1 grauen Tages. Die Stabt ist erreicht, aber um jedes 3 Haus muh gerungen werden, von den Höhen jen- J jette jagen die Leuchtspurgeschosse der Sowjets her- 1 über. Als die Nacht hereinbricht, sitzen die Sow- A jets nur noch in den, Randgehöften. Die frischen Reserven aus Sibirien müßten den kampsgehärte» ten deutschen Soldaten weichen. Der Tag ist vorbei, aber der Kamps geht weiter.. ! Jetzt kommen sie wieder, die Sowjets. In überlegener Stärke greifen sie an, ihre Kommissare werden | schnauben vor Wut, daß sie die Stadt lassen muß- < ten. Wir« haben uns In die hartgefrorene Erde ge- I wühlt, mit Hacke und Spaten mühsam ein flaches | Loch gebildet, das etwas Schutz gibt gegen die j berstenden Granaten. Der eisige Steppenwind 1 pfeift immer noch über die Ebene. Die Nacht bringt neue Kälte. Durch alle schützen- j Von Arnold Mitz. Zwischen dem Kegeln und den bildenden Künsten muß ein geheimnisvoller Zusammenhang bestehen; in Berlin, in München kommen Künstler kegelnd zusammen. Der Maler Max Unold hat sogar ein Buch geschrieben „Zwischen Atelier und Kegelbahn", .und auch in Breslau lassen ein paar Maler, Bildhauer, Graphiker und Architekten allwöchentlich einmal die Kugeln und, wenn sie Glück haben, auch die Kegel donnern. Es läßt sich denken, daß ihre Kegelweise sich von der üblichen, anerkannten ein wenig unterscheidet, es ist nämlich das „psychologische" Kegeln, d.h. diesen Spielern kommt es nicht einfach darauf an, möglichst viele Kegel umzulegen, sondern auf bie Erreichung dieses Zieles unter den seelisch allerungün- ftigften Verhältnissen. Diese ungünstigen Verhältnisse werden durch das sogenannte Störungssystem heroorgebracht: Man versucht den Kegler beim Wurf auf jede Weise zu beeinflussen, lächerlich zu machen, zu erschrecken, durch Erzählung des neuesten Witzes abzulenken und ihn also seelisch und geistig dermaßen zu erschüttern, bah er ein wahrer Kegel- Olympionike sein müßte, wenn seine Kugel mcht einen Seitensprung, eine „Ratze" machte. Hat er die Ratze geschoben, bie ihm zum Schluß obenbrein eine Strafezahlung einbringt, dann wird ihm durch teuflischen Hohn gelohnt, man nennt ihn ein erbärmliches Nervenbündel ober eine lebensuntaugliche Mimose. Ist ihm aber nüber Erwarten ber Wurf trotz aller Störung geglückt, bann ist er ein durch nichts zu erschütternber, gefühlloser Barbar, dem auch in seiner Künstlerlaufbahn kein Silber- streifen am Horizonte schimmern wirb. Als Ausgleich für biese Erschwernisse gibt es allerbings auch einige Erleichterungen; beispiels- weise ist es gestattet, bie Kugel mit beiben Hcmdey zu schieben, was unter echten Sportkeglern als ehrenrührig gilt, unb auch bas streng verbotene Betreten der eigentlichen Wurfbahn, der Bohle, ist erlaubt; es darf nur nicht dahin ausarten, daß einer die Kugel einfach bis zu den Kegeln trägt. Daß diese „Zweihänder" und „Holzaufsetzer", „obwohl man sie nicht geradezu ausstößt, mit Spott überschüttet werden, versteht sich von selbst. Uebriqens ist diese Kegelbahn die einzige Stelle in Deutschland, wo es noch Parteien gibt, unb zwar Beförderungen in der Wehrmacht. Berlin, 2. Februar. (DNB.) Der Führer hat beförbert: 1. JrnHeer : Mit Wirkung vorn 1. Februar 1942: Zu Generalleutnanten bie Generalmajore Pilz, Wcmger, Prager, Neumann (Friedrich-Wilhelm), Stoewer, Bielefeld, Feldt; zu Generalmajoren die Obersten Hiepe, Gümbel, von Beeren, Strack, Böhringer, Bühler, von Block, Hoffmann (Kurt), Kam» mel, Deinbl, Mierzinsky, Hederich, Rittweger, Pe- tersen (Mathias), von Kurnatowsk; zum General- arzt den Oberstarzt Dr. Lenz; zum Generalveterinär den Oberstveterinär Dr. Ott. In ber Heeresverwaltung: Mit Wirkung vom 1. Dezember 1941: Zum Oberstintendanten den Dberintenbanturrat ßaumann. 2. In der Krieasmarine: Mit Wirkung vom 1. Februar 1942: Zu Vizeadmiralen bie Konteradmirale Krause von ber Marwitz, Hanke; zum Vizeadmiral (3ng.) den Konteradmiral (Jng.) Thaeter; zu Konteradmiralen die Kapitäne zur See Haeker (Erich), Rasmus, Kopp (Wilhelm), Lindenau; zum Konteradmiral (Jng.) den Kapitän zur See (Jng.) Dipl.-Jng. Grube; zu Kapitänen zur See die Fregattenkapitäne Schulz-Carstensen, von Schönermark; zum Kapitän zur See (Jng.) den Fregattenkapitän (Jng.) Marlow. > 3. In ber Luftwaffe: Mit Wirkung vom 1. Februar 1942: Zu Generalen ber Flieger die Generalleutnante Ritter von Pohl, Pstugbeil; zu Generalmajoren die Obersten Kreßmann, Luczny, Hänschke, Schilffarkh, Lohmann, Drechsel, Hckntel- mann; zu Obersten die Oberstleutnante Ziechen, Schlabach, Trost, Weitkus, Gattersleben, Gerick, Benz, Dr. HerzMeptow, Seibt, Brusiatis, Dauselt, Nette, Bauer (Erich), Harttg (Gustav), Höhn, Ho- henberger, Chop, Hempel, Bühling, Hunzinger, Dröge, Kaapcke, von Linsingen, Schröder-Richter, Aschoff, Vahle; zu Oberstärzten die Oberfeldärzte Weleit, Dr. Volckmcmn, Dr. Hepp; Zum Oberst (W.) den Oberstleutnant (W.) Burghause; zu Generalingenieuren die Oberstingenieure Eisenlohr, Rau; zu Obersttngenieuren die Flieger-Oberstabsingenleure Kemvf, Dr. Noack, Sellschopp, Haase-Berton; zum Ministerialrat den Oberreqierungsrat Dr. Plow; zum Oberstintendanten Den Oberregierungsrat Schneppeö; zum Direktor im Reichswetterdienst den Oberregterungsrat Professor Dr. Robitzsch. Gaustudentenführer Kugelmann gefallen. NSG. Gaustudentenführer Hessen-Nasiau, Gauhauptstellenleiter Karlheinz Kugelmann. Ist am 31.12.1941 in einem Feldlazarett im Osten einer schweren, als Leutnant in einem Pionier- Bataillon erlittenen Verwundung erlegen. Kugel- mann war Träger des Ehrenzeichens des NSD.- Studentenbundes und des E. K. II. Die politische Führerschaft des Gaues Hessen-Nassau erleidet mit dem Heldentod dieses vorbildlichen Nattonalsozia- listen abermals einen schweren Verlust. Schon im Sommerhalbjahr 1930, seinem ersten Studiensemester, war KarlhÄnz Kugelmann in die damals verbotene Hochschulgruppe Frankfurt a. M. des NSDStB. und nach Vollendung des 18. Le- DNB. (PK.) Wohl an keiner Front tritt die Bedeutung des Nachschubes so eindringlich in Erscheinung wie in Norbafrika. Der alte Satz, bah der Krieg den Krieg ernährt, bah also die Versorgung der Truppe, wenn auch nicht vollständig, so wenigstens stückweise, aus dem Boden des Kriegsgebietes entnommen werden kann, ist hier völlig aufgehoben. Hier bewegen sich die motorisierten Veäände auf dem riesigen Raum der Wüste und ihres schmalen Küstengürtels. Je größer ihre Ab- stände von der eigenen Versorgungsbasis werden, um so entscheidender wird zugleich das gesicherte Funktionieren des Nachschubs. Ueberdie weite Fläche des Mittelmeeres hinweg teilen sich Marine und Luftwaffe in diese Auf- gäbe. Sie heißt: die kämpfende Truppe mit Munition, Kraft st off undVerpflegung so- wie mit all den tausend Dingen des modernen Kriegsbedarfs zu versorgen. lieber die weite Fläche des Mittelmeeres rollt ein Verband deutscher Maschinen. In ihren gedrungenen Rümpfen stehen bie gefüllten Kanister aufgestapelt. Mit bumpfem Dröhnen ziehen sie^südlichen Kurs. Die Flugzeugführer halten bie Maschinen nur wenige Meter über bem Meeresspiegel; zuweilen glaubt man, daß wir die Schaumkronen des Wassers streifen. Es verlangt unermüdliche Ausdauer vom Flugzeugführer, drei ober vier Stunden lang bie Maschine so dicht über dem Meer au halten. Als wir auf ber Höhe von Malta sind, beutet er mit ber Hand hinüber in die Richtung, in der die englische Zwingburg in diesen Stunden im Bombenhagel der deutschen Kampf- maschinen liegt, unb er murmelt vor sich hin, daß er als alter Kampfflieger jetzt lieber über Malta seine Einsätze fliegen möchte; aber er lächelt zu- «in dem Bewußtsein, daß auch dieser scheinbar ure Dienst stete die volle Kampfbereitschaft fordert. Die Besatzungen sind wachsam auf ihren Posten, denn jederzeit kann sich ein Gegner in ber Luft ober auf dem Wasser zeigen. Doch nichts stört den Flug über bie unendlich erscheinende Weite des Meeres, das in leichten tiefblauen Wellen das milde Licht der Januar-Sonne widerspiegelt. Eine Möwe kommt uns entgegen, ruhig unb unbekümmert sehen wir —v v....... sie nordwärts an uns vorüberziehen. Die Männer tzanisation des Nachschubs, in ber Kanzel sehen sich an, da erscheint bie KüsteI ---- Furtwängler auf der Probe. Von Friedrich Herzfeld. Den folgenden Abschnitt entnehmen wir bem kürzlich erschienenen Buche „Wilhelm Furtwängler — Weg und Wesen" von Friedrich Herzfeld (Wilhelm Gokbmann Verlag, Leipzig.) Mll man erkennen, wie Planung und Jmpro- visatton bei Wilhelm Furtwängler am Werke sind, so muß man ihn auf den Proben beobachten. Es ist bekannt, daß er ungemein genau und ausführlich probt. Unter drei Proben kommt es selten zu einem Konzert, oft sind es aber fünf, unb das nicht nur bei neuen Werken, sondern auch bei viel- gesplelten Stanbsymphonien von Beethoven, Bruck- ner und Brahms. Bei keinem Dirigenten sind Proben und Aufführungen etwas so Verschiedenes wie bei ihm. Nie verlangt er in der Probe bas gleiche wie in der Aufführung. Allenfalls bei neuen Werken wird ein Satz im Zusammenhang durchgespielt. Sonst gilt die Arbeit den kleinsten Einzelheiten. Hier muß die Oboe hinter den «zweiten Geigen zu- rücktteten, dort sollen sich Jnstrumentengruppen bes. [er ablösen, dieses Pianissimo ist noch nicht oer- schwebend genug, jener Rhythmus wird nicht genau erfaßt, in dieser Figur fehlt es an Wärme bei den Streichern, und in jenem Bläserakkord muß mehr Schwere liegen. Selten kommt bas Orchester dazu, mehr als acht Takte zu spielen. Dann unterbricht Furtwängler unb meldet seine Wünsche an. Er gleicht bei dieser Arbeit einem bosselnden Gold« schmiedemeister, ber immer unb immer wieder eine Rundung ausschleift oder dem Schwung einer Linie nachtastet. Sein Umgang mit dem Orchester ist übrigens einzigartig. Die Orchestermusiker pflegen die Dingen- ten zu unterscheiden, je nachdem, ob sie bei den Proben viel ober wenig reden. Die viel reden, sind ihnen verhaßt, und Wilhelm Furtwängler nennen sie darum einen „Gott" im Probieren, denn er redet so wenig wie möglich. Zwar hat er bestimmte, stets klug begründete Wünsche, dte über fetn un- bunb (NS.-Studentenkampfhilfe) fn ber Gaustudentenführung Hessen-Nassau. Nach erfolgreicher ’ ' ~ ' te am 3.12. bes Nordafrikas und versetzt uns schlagartig in die Zone des Wüstenkrieaes. Nichts von dem romantischen Schimmer ist zu sehen, in dem in friedlichen Zeiten dem Reisenden die Schönheiten einzelner Küstenorte gezeigt werden. Keine Palme, kein Strauch, kein Grashalm deckt die steinige rötliche Ebene, nur einzelne Büschel von dornigem Gestrüpp sind wie Mooshäufchen über die Erde verstreut. Wir fliegen über den schmalen Küstenstreifen hin- weg ein Stück ins Innere bes Landes. Immer wieder tauchen Kolonnen von Fahrzeugen und Gruppen vonZelten unter uns auf; einmal überfliegen wir auch ein mit dicken roten Kreu- zen markiertes Lazarett. UeberaU treten bie deutschen Soldaten heraus unb winken uns freudig zu. Sie wissen, daß diese Transporter ihnen das bringen, was sie zur Fortführung des Kampfes brauchen, und sie freuen sich auf dem heißen unb harten Boden Afrikas über alles, was aus dem ji U'K i W* Men. K * ’r« fern h-rm-, K 141 n,it ü Km« iE w tzz, JSn ,s, ! 4 Ü«n kh x S w rnerno gleitet oer 1 " L . Loch. Schon das j । rin hrtiit Pnmm* .Js,hrt1 hell y Iplrf tJl* Jie 6 Sibirische Truppen sind unsere Gegner, . r die in aller Hast herangeschafft wurden. Es wirb M? ^chen ein erbittertes Ringen. Deutsche Soldaten, in fünf .j Monaten des Feldzuges hart geworden, aber auch Wi“L in mit Lücken zwischen den Reihen ber Kameraden, p1Ä mit Fahrzeugen, aus denen alles herausgeholt wen Mcht, die den mußte, mit Panzern, die viele tausend Kilo« ; V n Wrn\ aber nun ist es zu spät. Im Sturm geht es hinein ins Dorf, die Sicherungen sind schnell überrannt, dann kommen die Sowjets aus den Häusern, ver- chlafen, aufgeschreckt, — ehe sie die Lage übersehen, ind sie entwaffnet. Nur am Ende des Dorfes haben ich einige Bolschewiken in einem Haus verharrt- kodiert, schießen aus allen Fenstern. Ein paar Schüsse jagen in das Strohdach und schon brennt es lichterloh; nun müssen sie heraus, wenn sie nicht lebendig braten wollen — und das wollen sie nicht. Fahle Dämmerung kündet den Tag. In diesem dunklen Grau leuchtet der Rauhreif auf, es scheint, als käme das Licht von der Erbe. Auf bem ganzen Abschnitt rollt jetzt ber Anariff. Dumpf hallen die Abschüsse der eigenen Artillerie über bie weite p’w Aus der Stadt Gießen Freude im Alltag. bei (Nachdruck verboten.) 5. Fortsetzung. Es stens verdunkelungszeit: 3. Februar von 19.09 bis 8.30 Uhr. ijtürmen. Wer den Ort bekommt der Gegner nicht wieder, fc der Tag graut, muß er auch aus den letzten Mrn heraus, trotz erbittertster Gegenwehr. Im In oie jcymerzenoen tyuge au, vie «june mivc, n etwas warm zu werden. Don Nacht zu Nacht Inert nun das Ringen.- Auch der morgige Tag ild keine Ruhe bringen. Die Sowjets drüben sind tienmäßig überlegen, sie werden immer wieder im Geiste wieder: seinen schmalen Langschadel, meergraue Augen unter fast weihen Brauen, Helles, schon mit viel Weiß durchmischtes Haar, das ihm etwas unordentlich um den Kops hing, seine baumlange Gestalt... Wovon hatten sie gesprochen? Don Arnold Fontana zuerst, dem Komponisten der „Donauni^ , der — hochmerkwürdiges Zusammentreffen — für den Winter ein dem Baron gehöriges Jagdhaus gemietet hatte, hoch droben im Walde. — Fehr hatte einen Brief hervorgeholt und auf dem Tisch ausgebreitet: „Meine Tochter Ulla schreibt gerade heute: ,Fontana hat das Jagdhaus bezogen und einen großen Flügel aus Berlin kommen lassen. „Drollig, Baron! Ich kenne Fontana ein wenig, er war zur Premiere hier, ich denke, ich habe ihm gefallen..." , ,, , , „ „Werde ihn übermorgen gleich mal fragen. „Ach, Sie fahren so bald? Ja, fragen Sie ihn! Und schreiben Sie mir ganz aufrichtig, was er sagt — aber ganz aufrichtig, ja? Es wäre mir^unend- lich wichtig, wenn er sich für mich einsetzte. Und dann hatten sie von dem Fehrschen Gut gesprochen, von Lappersdorf. Ob er es selber bewirt- w HM u ft- luqt Der feurige Ofen Roman von Hans von Hülfen ^etaä ss Bereitschaft im winterlichen Wald. Während die Schützen vielfach in Erdlöchern versteckt aus den Feind warten, ist hier Pak an einer Waldlichtung aufgefahren, um evtl, angreifende Panzer mit „Feuerarüßen" empfangen zu können. (PK.-Ausnahme: Kriegsberichter Cusian. jSch » „War Ihre Leidenschaft zum Theater so groß, daß Sie plötzlich auf und davon gehen mußten? ,Zch gestehe offen; sie war nicht der einzige Antrieb. Ünb auch nicht der stärkste. Es überrascht Sie gewiß, aber ich hänge gar nicht so sehr am Theater. Nicht so, wie man mühte, um auf die Dauer Erfolg zu haben. Gott weiß, ob ich überhaupt dabei bleibe. Die Bühne war eigentlich nur meine Rettungsinsel in dem allgemeinen Schiffbruch, den ich mit achtzehn Jahren erlebte. Oder mir wenigstens einbildete ... Ach, was! Seien Su lustig mit mir, Baron!" „Traurige Dinge? Haben Sie noch immer Mach! ^Bis^ gestern? glaubte ich's selber nicht.' Ich habe in den ganzen sechs Jahren selten einen Gedanken an die Vergangenheit gewendet. Höchstens, wenn; Schwierigkeiten hagelte ... ja, daran fehlt s bein Theater nicht, nie, bis heute nicht! ... dann hab ich mich manchmal zurückgesehnt. Aber das, ginx immer rasch vorbei. ,Wolken, die vorüberziehn, sag! meine kluge Freundin Fips. Und jedenfalls hattn die Geister des Einst niemals Macht über mich Aber gestern. Sie brach ab, kniff die Lippen zusammen. _ a Er wollte seine Hanü tröstend, auf die ihre legen, doch sie griff danach und hielt sie fest: „Als ich gestern nach Hause kam, von unferm famosen Abend, der so lange gedauert hatte... M mar mein Vater plötzlich da. Was sagen Sie dazu? Er saß in meinem Zimmer - ich bekam einen furchtbaren Schreck! Er hatte mich endlich aufgestöbert. Nach sechs Jahren sah ich ihu zum ersten Mal. Es war schrecklich, es hat mich sehr ange- Griffen, ich bade geglaubt ich muß beute absagen Aber nun Schluß, Schluß, Schluß!" rief sie plötzlich mit veränderter Stimme: „Schluß^ mit diesen trüben Geschichten! Seien wir verqnnqt ' D es- Augenblick ist schön... es tut nur so wohl, lieber Baron, endlich wieder einmal eineni Menschen aus der Sphäre zu begegnen, der ich entstamme... unv die icb nur schwer verlassen habe .. Gemeßen wir bcn Augenblick!... Ah, ich glaubender Burgunder “fpJWASä' M.™. »°- m. nrs sfää a»mefen. Ach, die Erinnerung daran tat so wohll (Fortsetzung folgt.) ist ein Gesundheitsgesetz des Lebens, wenig- einmal am Tag lächeln zu dürfen, wenigstens eine Diertelstunde lang von den oierundzwanzig Stunden eines mühseligen Arbeitstages eine stille Freude genießen zu können. Menschen, die tage- oder gar wochenlang die kleinste. Freude entbehren müssen, können dies Leben nur ertragen, indem sie mit ihrer schlechtgewordenen Laune auch die gute ßaune jener verderben, denen es nach ihrer Meinung besser geht, weil sie noch lachen und lächeln Ichlachtfetten nur bet dem Metzger zulässig ist, d-r die Karte abgestempelt hat. Die Beachtung dieser Bestimmungen ist notwendig, weil nach Aushebung d-r Bestellscheinpslicht für Schweineschiachtsette nur auf diese Weise die reibungslose Abgabe dieser Er. Zeugnisse sichergestellt ist. Erfasiungsappette der Hitler-Zugend. können. Gewiß kommen für jeden Menschen einmal Tage, an denen jedes Lachen verstummt und der geringste Versuch zu lächeln sich in ein Weinen verwandelt. Doch diese Tage sind selten. Der Tod, die erschütterndste Not, die härteste Qual vrägen sie. Wer aber die Kraft besaß, solche Tage furchtbarster Last zu NSG. Zur Zeit finden in allen Bannen der Hitler-Jugend Erfassungs-Appelle statt. Bet diesen Appellen werden die Stammrollen angelegt uno zur Erfüllung der Jugenddienstpflicht für alle Jugendlichen angelegt. Sie haben nichts mit einer Einberufung zur Wehrmacht oder zum Reichsarbeitsdienst zu tun. Rückfragen von Betrieben an Dienststellen der Partei oder der Wirtschaft erübrigen sich daher. Es ist noch darauf hinzuweisen, daß etwa aus- fallende Arbeitszeit von dem Betriebsführer zu zahlen ist. Lehrer i. 5t. Wilhelm Michel achtzig Zahre alt. Am 5. Februar begeht der Lehrer i. R. Wilhelm Michel, ein Oberhesse, seinen 8 0. Geburtstag. In Muschenheim geboren, wirkte er „ von 1881 bis 1885 als Lehrer an den Schulen in Holzheim und Garbenteich und von 1886 bis zum Ruhestand (1924) an der hiesigen Stadtschule An seinem Geburtstage werden seine ehemaligen Schüler und Schülerinnen, denen er ein guter und gerechter Lehrer war, seiner, dankbar gedenken. In Turnerkreisen ist er ebenfalls eine bekannte und geschätzte Persönlichkeit. Noch bis zum 74. Lebensjahre leitete er die Altersriege des Männerturnvereins Gießen, dem er seit 1886 ununterbrochen angehörte. Der Männerturnverein ernannte ihn wegen seiner Treue und seiner Verdienste um die deutsche Turnsache zum Ehrenmitglied. Der Turnkreis 9 (Mittelrhein) der ehemaligen Deutschen Tumerschast verlieh ihm den Ehrenbrief, die Deutsche Turner- schäft zeichnete ihn besonders aus. Der Jubilar war auch ein guter Schwimmer und eifriger Wanderer. Er ist langjähriges treues Mitglied des. Männerbadevereins Gießen. Im Weltkrieg verlor er den einzigen Sohn und in diesem Kriege einen Enkel. Möge dem Jubilar, dem die besten Wunsche zu seinem 80. Geburtstage gelten, noch ein fonniaer Lebensabend beschieden sein. Gloria-palast: ; »Tanz mit dem Kaiser.-' Nacht, fuhr er mit feinem Kübel zu den Ge- disständen. Die Sowjets dürfen um keinen Preis Jen Ort wiederhaben. Wie Riesenfackeln leuchten bkennen-den Häuser in der Nacht. In ihrem Dein tauchen da vorn immer wieder dunkle Ge- 2ten auf. Dann peitschen die Maschinengewehre jta Garben in das Dunkel, bellen die Gewehre w bis alles wieder ruhig wird. So geht das die -py Nacht, die Schützen klettern von Zeit zu Zeit ihren Löchern, Wagen mit den Armen, ttam- die schmerzenden Füße auf die harte Erde, In dieser Woche sind die Bestellscheine der Le- bensmittelkarten für die 33. Zuteilungsperiode bei den Verteilern abzugeben. Schon feit der vorigen Zuteilungsperiode enthalten die Reichsfetttarten für jeden Bestellschein ein freies Feld auf der Vorder, eite der Karte, in welches der Verteiler seinen Fn> menstempel zu setzen hat. Zur Beseitigung von Zweifeln wird aüsdrücklich festgestellt, daß durch diese Regelung die Bestimmung unberührt bleibt, nach der 'die-Metzger die Rückseite des Stammab- schnitts, -der^Fettkarten mit ihrem Firmenstempel zu oeriehen haben und der Bezug von Schweme- Da muß erst eine schöne Frau kommen und einem das sagen: ein Wahnwitz!" 1 „Manches müssen euch Männer überhaupt erst die Frauen sagen ..." , , ,Ha, ja. Mir bat’s keine gesagt. Weil ich keine angesehen habe. Vielleicht war's ein Irrtum..." „Einer, den Sie ganz gewiß noch einmal forrl- gieren werden..." £ „Wenn ich mein Leben noch einmal anfange , hatte Christian Fehr gesagt: „Und wahrhaftig, jetzt püre ich fast Lust dazu! ... dann steht mir der Sinn nach etwas ganz und gar Ausgefallenem. So ausgefallen, wie die schönen Gläser, die aus dem Schmelzofen meiner .Sophienau' hervorgehen und aus den kunstreichen Händen meiner Blaser und Schleifer! Dann möchf ich eine Frau nach Lappersdorf bringen, die dortzulande wirkt wie ein bunter fremder Vogel! — Schöne Phantasien, ^Phantasien, Baron? Nichts ist so phantastisch wie das Leben. Es brinat die kuriosesten Dinge zustande. Mir war's auch nicht geweissagt, daß ich mal auf einer Münchner Bühne stehen wurde Die Eltern hatten sehr viel bürgerliche Dinge mit mir vor..." .. „Ja? Sie sind also kein Theaterkind? „Hat Ihnen Abbeg das nicht schon erzählt, daß ich eines schönen Tages durchgebrannt und zum Theater gelaufen bin?" „Kein Sterbenswort. Ich habe seit gestern gar nicht den Vorzug gehabt. Woher wüßte er s Übri. gens? Ach so, er scheint ja em alter Bekannter von Ihnen..." . . .... „Alter Bekannter —. Ja, ich kenne ihn eigentlich von klein auf. Er verkehrte viel In meinem Eltern- hause. Geschäftliche Zusammenhänge — ich weiß das nicht im einzelnen..." - .. „Mir schien gestern — es war eine Art Duell zwischen Ihnen?" , , , Duell! Nicht übel! Ja, wir haben uns immer mit dem Florett gegenübergestanden von allem Anfang an. Es liegt in seinem Wesen, daß er immer' Herr und Besitzer sein will. Er hat mir wahnsinnig den Hof gemacht, obwohl er eiskalt von Natur ist, merken Sie das nicht auch? ... als ich noch ein junges Ding und zu Hause war. Und Sie sahen ja, daß er das gestern fortzusetzen versuchte. Sie gingen nach nebenan, um ZU tapzen. Spater i flte Zehn und Aengste zärtlich überbrückt. Wer die Freude im Mtagsgetriebe nicht fand, wem sie nicht von einem lieben Freunde gegeben ward, der rufe sich selbst herbei. Der Mensch ist immer sich selbst sein bester Freund oder sein bösester Feind. Mancher ist so böse auf sich oder so abgeneigt gegen sich, daß er nicht mit sich selbst verkehrt. Und darum verlernt er auch, ein Lächeln in den Tiefen seiner Seele erblühen zu lasten aus einem scheinbar ganz nichtigen Grunde. Nur weil er eine Schwalbe ins Abendrot fliegen sicht. Oder weil ein Kind irgendwo singt. Oder weil ein junges Mädchen an ihm vorübergeht, das schön ist ohne es zu wissen. Oder weil das Brot, in das die Zähne hineinbeißen, so würzig und erbhaft schmeckt. Oder weil eine Erinnerung aus der Kin- derzeil auftaucht. Oder weil die Seele plötzlich so leicht dahinschwebt, daß es vom Leben zum Tod nur noch ein Flügelschwung ist. Das sind die unvergeßlichen, nie zu raubenden Freuden, die feder haben kann und jeder braucht wie das tägliche Brot. A. n. Oer Stempel des Metzgers auf der Fettkarte. ■H Hüllen bringt dieser Hind. Der Kaffsee kn der M>flasche ist gefroren, das Stück Brot im 23rot- iLtel ein Eisklumpen, an warmes Esten ist nicht «L denken, die Feldküche kann nicht nachkommen, in der stockdunklen Nacht würden die Esten- ♦Mer den Weg nicht finden, außerdem ist keine •fal dafür da. Die Zähne bohren sich in das hart- lleforene Brot, der Hunger wühlt, aber schlimmer ft tiefer teuflische Eiswind. Tokio, 3. Febr. (DNB. Funkspruch.) Nachdem lt japanischen Truppen seit Samstag vor den loren Singapurs stehen, sei, wie der Spre- der Armeen Oberstleutnant H o 11 a, betonte, \ i Kürze mit einer Generals sfensive gegen k Jnselfestung zu rechnen. die Beschießung Singapurs von |an b a'u s hält ununterbrochen an und hat zu inet regelrechten Artillerieschlacht geführt, l die Engländer ebenso heftig, besonders vom Üblichen Teil Singapurs aus, das Feuer erwidern. Mnischerseits werden gleichzeitig fortgesetzt Bombenangriffe durchgesührt, die vor allem kn Datteriestellunaen gelten, um das Feindfeuer fcig Schweigen zu bringen. film Samstagnachmittatz griffen starke Formatio- bn her japanischen Luftwaffe den Flugplatz feletar auf Singapur an und schossen hier- fc 13 feindliche Maschinen ab. Bei einem Veiten Angriff kam es zu heftigen Luftkämpfen, lobet der Gegner 19 Hurrikane- und 2 Bus- plo-Maschinen verlor. Eine japanische Maschine ist durch direkten Einsatz auf das Ziel jurd) Selbstvernichtung verlorengegangen. Das 20 Kilometer nordwestlich Johore Bharu Megene Wasserreservoir von Singapur fei in japanische Hand. Angesichts der Schnelligkeit des japanischen Vormarsches ist es den Isländern nicht mehr gelungen, das große Re- Irooir vor ihrer Flucht zu zerstören. IJapanische Aufklärungsflugzeuge stellten im Ha- m von Singapur eine größere Schiffs- [lotte fest, die aus zwei 10 000-Tonnen-Damp- Im zehn 5- bis 6000-Tonnern und zahlreichen klei- Men Einheiten besteht. Diese Schiftsansammlung, Bit der wahrscheinlich der Abttansport der briti- ben Truppen nach Java und Sumatra erfolgen M, .bildet nun ein Hauptziel der japanischen Bom- 4tr. In den kilomerterlangen Dockanlagen drängen |f) Taufende von Menschen, darunter zahlreiche fcolbaten, um auf die Schiff« zu kommen, -lustherrschast der Japaner über Burma Der „Tanz mit dem Kaiser", nach einer Idee von Geza von Bolvary und Friedrich Schrey- d o gl von Georg Jacoby in Szene gesetzt, ist typisch für eine von der Ufa seit Jahren gepflegte, publikumswirksame Gattung von historischen Tanz- und Ausstattungsfilmen. Josef II. von Oesterreich unternimmt, um sich einem ihm nicht willkommenen Heiratsprojekt seiner energischen Mama Maria Theresia zu entziehen, eine Inspektionsreise nach Siebenbürgen. Unterwegs muh sich sein Adjutant, der Rittmeister von Kleber, wegen eines Radbruchs am Wagen bei der hübschen siebenbürgischen Baronin Christine von Alvms einquartieren, die den schmucken Offizier, was unter solchen Umständen nicht unglaubhaft erscheint, für den Kaiser hält. Der Rittmeister, der praktischer- weise auch Josef mit Vornamen heißt, laßt sich diese Verwechslung mit unbedenklich-liebenswürdiger Frechheit gefallen: Christine ist nicht nur ein Tanz, sondern auch die darauf folgende Nacht „mit dem Kaiser" beschieden. Es ist eine große Liebe beiderseits auf den ersten Blick. Da Maria Theresia aber wenig später einen an den Kaiser gerichteten Brief der Baronin in die Hand bekommt, entdecken sie und der Kaiser nach und nach, was sich m Siebenbürgen abgespielt hat; die Baronin wird nach Wien zitiert, und es sieht zunächst so aus, als ob das Reiseabenteuer ein schlimmes höfisches Nachspiel haben sollte, aber die Hersteller des Films wußten genau, was sie ihrem Publikum schuldig waren, und am Ende darf die Baronin mit dem geliebten Josef in ihre Heimat zurückkehren. Diesmal weiß sie, daß es nicht der Kaiser ist (mit dem sie übrigens wirklich einmal hat tanzen dürfen), sondern der Rittmeister, der sogar noch obendrein zum Statt- Hatter von Siebenbürgen befördert wird. Der Spielleiter Georg Jacoby hat aus jahrelanger Filmpraxis die an sich geringfügige Fabel Her japanische Angriff gegen Singapur Artilleriekämpfe. - 34 englische Flugzeuge abgeschoffen. Ich habe eigentlich alles verpachtet, was der alte Herr noch selbst regierte. Manchmal frag ich mich, ob dieser Mangel an Aksivitat.nicht schon ein Zeichen von Dekadenz ist ..." Dekadent? Sie!" Marion lachte ihm ins Gesicht: „Sie sehen aus, als ob Sie jagen, Tennis spielen, Ski laufen!" . Tue ich auch. Mit Ulla, die mir bei alledem ein guter Kamerad ist. Sonst wär's nicht auszuhalten in den schlesischen Wäldern..." , , . Seine Tochter lebe also bei ihm? Nicht bei der ^U^ri?ber —?" Fehr wurde plötzlich ernst: „Ach so,"Sie glauben, ich bin geschieden, wie's zeitgemäß ift Nein liebes Fräulein von Brakei, ich bin nicht der Mann, der sich scheiden ließe. Meine Frau^ist leider früh gestorben, vor zehn Jahren schon .... „Zehn Jahre Witwer — ein Mann, wie Sie? Kaum glaublich, Baron!" .. ^ehn Jahre — ja. Vielleicht haben Sie recht. Ich habe damals nur an mein Kind gedacht, dem Ich nicht Unrecht tun wollte. Und h°b >hm aus diese Weise vielleicht das größere Unrecht getan. Zehn einsame Jahre — eigentlich ein Wahnwitz,! Tokio, 2,Februar. (DNB,) An der Burma- [r o n t konnte die japanische Luftwaffe bereits die iiuf therrs chaft erringen. Im Verlaufe der bisherigen Bombenangriffe und Luftkämpfe seien rund 100 feindliche Maschinen zerstört war- den. Darunter befinden sich Flugzeuge, die erstem len letzten Wochen aus dem Nahen Osten an der punnafront eintrafen. Gegenwärtig ständen dem jeinbe an der Burmafront nur noch Luftkräfte Ischungkings mit amerikanischen Freiwilligen zur Verfügung. ______________________ . überstehen, der weiß wiederum, weshalb an ihnen fein Lächeln mehr gelang: weil statt der Freude der abgrunbtiefe Schmerz neue Seelengründe öffnete, aus denen der Geist innerlichster Läuterung emporstieg. „ , Ebenso selten wie die Tage des großen Glückes. Von diesen Ausnahmetagen, deren ein Menschen- leben gewöhnlich kaum ein Dutzend vom Schicksal zugeteilt erhält, einmal ganz abgesehen, besteht unser Leben aus Alltagen und Sonntagen, die bei näherem Hinschauen für jedermann ziemlich gleich verlaufen: alle haben ihr Päckchen Merger, ihr Päckchen Vergnügen und ihren Packen Arbeit auf dem Buckel. Schön —: der eine mehr, der andere weniger. Die paar aber, die sich vor dieser allgemein üblichen Last drücken, haben statt dessen etwas viel Schlimmeres sich aufgehalst: ein schlechtes Gewissen. „ Dies gilt in ausgleichendem Maße vor allem auch in solchen Zeiten wie jetzt, da jeder doppelt kämpfen und arbeiten muß. Friede und Freude atmet )ie ganze Gott-Natur dort, wo sie gedeiht; Unrast und Kampf tobt in der Natur dort, wo sie vernichtet. Trotzdem ist ein Gewitter heilsam und frucht- dringend; so kann es auch ein Krieg sein. Was aber ist das Schönste nach einem Gewitter? Oer Regenbogen. In den sieben Farben ist das Lachen Gottes über feine schöne Erde angesammelt, im harmonischen Zusammenklang dieser Farben aber atmet erlösender Friede, der alle Schrecken „Lieber Baron —", sagte sie hasttg, beinahe ; füftemb: ,Hch weiß alles, was Sie denken. Ich begreife auch, daß Sie es denken, denken müssen, ob» vohl es entsetzlich für mich ist. Ich hatte ^mir unser Diedersehen ganz anders vorgestellt ..." h „Ich auch." Er gab sich keine Mühe, seine Bitter- leit zu verbergen. [ ‘ „Wo wohnen Sie?" Und, da er den Namen dnes großen Hotels am Anhalter Bahnhof nannte: !Lch bitte Sie inständig, bleiben Sie im Hotel, bis ich Sie anrufe! Baron, ich habe niemals im Leben tlnen Freund so nötig gehabt. Lassen Sie sich durch Lichts täuschen, ich weiß, der Anschein spricht gegen mich, aber es ist alles ganz anders als Sie glauben. Geben Sie mir, ich bitte Sie herzlich, geben Sie mir Gelegenheit, es zu erklären ... jetzt kann ich nicht ... Versprechen Sie mir bas?" Sie ergriff plötzlich seine Hand, hielt sie mit beiden Hän- btn fest. Christian Fehr schwankte sekundenlang. Er tompfte mit sich. Es war alles so sinnlos geworden - so ganz sinnlos. Und doch — konnte er’s ihr ab» schlagen? Da sie ihn so dringend bat, mit Wort und Aick und Händedruck? ,^ch werde warten ..." Marion zögerte, den Drücker ihrer Zimmertür in der Hand. Wohl eine Minute. Und in dieser einzigen Minute drängte sich in ihrer fieberhaft arbeitenden Erinnerung der ganze, reiche Abend Rammen — der eine Abend, den sie mit Christ an Fehr verlebt, mit ihm allein vtzrlebt; der Ibenb, der auf jenes Beisammensein zu viert felgte. Gerade wie vorhin Fehr im Wachtraum, »ährend der Bahnfahrt, erlebte sie noch einmal blitzschnell alle Einzelheiten der Stunden in dem leinen, eleganten, überfüllten Weinrestaurant, in tas der Baron sie geführt, nach dem Theater, nach seinem Besuch in der Garderobe. Sie sah wieder noch erhitzt von den Strapazen der großen Hotte — wie es ihm Spaß machte, die Speise- tarte. dis Wemkaptö mit ihx äU erörtern, Sah ibn Mulmein in japanischer Hand. Tokio, 2. Februar. (Europapreß.) Das kaiserliche Hauptquartier gab am Montag bekannt, daß die japanischen Landstreitkräfte in Burma Mulmein besetzten. Mulmein ist mit seinen rund 65 000 Einwohnern eine der bedeutendsten Hafen- ftäbte Burmas. In unterrichteten Kreisen Tokios wird daraus hingewiesen, daß die Möglichkeit der Benutzung der Burmastraße für den Transport von Kriegsmaterial für Tschungking praktisch ihr Ende erreicht hat, nachdem die japanischen Stteitkräfte Mulmein besetzt haben, das nur 160 Kilometer ostwärts Rangun liegt. Feindlicher Flottenvorstoß gescheitert. Tokio, 2. Febr. (DNB.) Am Morgen des 1. Febr. erschien eine Flotte feindlicher Flugzeugträger, Kreuzer und Zerstörer in den Gewässern der Marschall-Inseln, die sofort von japanischen Flotteneinheiten angegriffen wurde. Die Japaner setzten einen Kreuzer in Brand, schossen elf feindliche Flugzeuge ab und verursachten den übrigen Schiffen beträchtliche Schäden. Die japanischen Streitkräfte erlitten nur leichte Schäden an einem kleinen Hilfsschiff, während die übrigen Schiffe sowie die militärischen Einrichtungen auf den Inseln unbeschädgt blieben. Die japanischen Verluste betragen 28 Tote und Verwundete. (Die Marschall-Inseln gehören zu den östtichen japanischen Besitzungen im Pazifik und liegen von allen japanischen Besitzungen den hawaiischen Inseln am nächsten.) CTleine politische Nachrichten. eisigen GkeppeMvfnV mürbe Reser Weg Im VeM^ stoß errungen, im klirrenden Frost der Nacht die errungene Stellung gehalten. Der Führer hat durch Verordnung vom Ä). Januar 1942 die Satzung des Ehrenzeichens für deut- fche Volkspflege dahin erweitert, daß-für Verdienste unter persönlichem Einsatz bei den besonderen Gefahren des Krieges das Ehrenzeichen und die Me- daille für deutsche Volkspflege auch mit Schwertern auf dem Bande der Auszeichnung verliehen werden können. Der Ritterkreuzträger, Hauptmann Wilhelm Spis.s, Gruppenkommandeur in einem Jagdgeschwader, ist an der Spitze seines Verbandes bei einem Tiefangriff im Ostteldzug den Heldentod gestorben. Am 14. Juni 1941 wurde ihm für seine hervorragenden Waffentaten das Ritterkreuz verliehen. Er erhielt diese hohe Auszeichnung vor allem für die außerordentlich wagemutigen Tiefangriffe, die er, stets an der Spitze feiner Staffel fliegend, im Südostfeldzug durchgeführt hat.________________ das Vop h 'n gewaltig » 3n fchwit» | immer bii i hier haben I melber über I < |6*]) I ifche Reser. I den? I Himmel ein I ! Raum ist I ) einige un» I e nicht im I n über der I nt ihr töt« I i kippt ab, I )e entgegen. I 5, um jeden I jeden Meter ] erwart». 1 geben. Der I m versteckt J a brennen« 1 meriichi des 1 ier um jedes 1 höhen jen« I Sowjets her. I n die Sow- I Die frischen 1 impfgeijärte» I geht weiter. I 3n überlege« fjare werden 1 lassen muß« me Erde ge» 1 i ein flaches | t gegen »je Steppet®™ ckelchW' imtnen. Mer.1 -ine MM sich durch«® die 6m urzchrechen, jöner, meine auf mich! erfinde Meinen 6« dem ifl ® n fie IW 5 einen nidjt m* ,enM * rfeinjelH”1 5 Sch°E en. W £ chest«^ Weiß' "ch W U * wieder DbN" Schön« ihnen nv-Schive- & id aller- " un» Et? t . d-lt, n W gilt f* bett’- jj üusfjalten, auf jeden Fall aushalten! Der rÄMpaniechef ist gefallen und mancher Kamerad er- i timit ihm den Heldentod. Der Leutnant kriecht v i]t »;r: -üI Loch zu Loch, kümmert sich um jeden einzelnen elMlSeT Soldaten. Der General war vorn. Noch tn fuhr or mit feinem Kübel m den Ge- >11 "■in ». / nrnir ^yyjyy< Zei/ftftr^en-Jir?nfl sucht zum nebenberuflich. Aus- tragen von Zeitschriften ebFlichea.cewisseDh.PerseDeD möglichst mit Fahrrad. Bewerbungen unter 434V an den Gießener Anzeiger erbeten. Der echte „Wohldorfer“ NERVEN-tee bei Nervosität, Schlaflosigkeit, Kopfschmerz, usw. O.-Pak. 2.10 KRÄUTERHAUS JUN« Fachgesch. für Heilkräuter nach Kneipp, Künzle u. a. «®D Gießen, in der Mttusburg Die Jagd im Februar. Professor Hoelscher 75 Zähre. Räucherkammer mit Wasser. Wenn Sie diese Rat. frhinnp fnrnfnltm befolaen. durfte Ihre Dauer. 0401 bewährt: 46»P las deulsche Beruiserziehungswerk Schr.Angeb.unt. in Dauerstellung. (Änjäbrige weihe 459D Itghin-Bur ™ * ” ^u kaufen acsncbt. zu kaufen gesucht. Angeb. erbet, an sof. zu verkaufen. Schr. Angeb. u. 0397 a. den G.A. Glaser l 0399 Ludwigstrahe33 Va Die Lehrgänge für Kunschrih W und Maschinenschreiben fallen bis auf weiteres aus Wbl.3iuiMr für 3 Wochentage während Semester in gutem, ruhigem Hause, von Herrn ges. Schr. Ang. unt. 454D a. d. G. A. Professor Hoelscher hat sich auch große Verdienste um den Zeichenunterricht in der Volksschule und um die Ausbildung der hessischen Zeichenlehrer er- Dauerwurst müssen Sie vorsichtig und langsam - auftauen, was Sie am besten in einem Raume mit einer Temperatur von 1 bis 2 Grad über Null er-1 ■ reichen werden. Beim Auftauen muh die Wurst r- feucht gehalten werden. Nach dem Auftauen ist sie ■= ziemlich feucht und warm zu räuchern, wobei die Temperatur des Warmrauchs bis 28 Grad kommen darf und feucht sein muß! Diese Feuchtigkeit erreichen Sie durch Besprengen der Wände der (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) Suche zur Vertretung meiner Frau für sofort oder später tüchtige MlWslem ßöet MW schlage sorgfältig befolgen, dürste Ihre Dauer, wurst, die allerdings eine gewisse graue Färbung behalten wird, gerettet sein. , jl Hauvlschrsstleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. L-tellvertreter oe4 Hauptichriftleit"rs: Ernst Blum schein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange (beurlaubt), i.B. Ernst Blunychem: sLr oa4 Feuilleton: Dr. Hans Tbyriot; ,ür Stadt Gießen. Provinz, Wat- schäft u. Sport: Ernst Blumschein. A J Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange«.«. Bcrlagsleiter: Dr.°Ing. Erich Hamann: Anzeige Heiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel Pl.NrL. ian hätte anss Bescheiden, in 1 Belt um ihn h Midlich hin Kecken ist nach der „Nakurschutzverücknung nur noch bis 15. März gestattet und muß dann mit Rücksicht auf die beginnende Brutzeit eingestM werden. Es wäre eine gute Tat, wenn sich die Ge. meinden der Pflege ihrer natürlichen Hecken etwas annehmen würden. Landwirte, Obstbauer und 3d. ger haben den Rußen davon. Erst recht müssen na. türlich die sogenannten „Vogelschutzgehölze" ge. pflegt, d. h. unter der Schere gehalten werden. Cie haben vielfach nicht wenig Zeit, Geld, und Arbeit Am 28. Januar ist unsere liebe, herzensgute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter u. Tante Frau Luise Lind Wwe. geb. Nehmeyer im Alter von 81 Jahren sanft entschlafen. Wir haben sie in aller Stille beigesetzt. In tiefer Trauer: Georg Lind, z. Z. Bromberg, Talstraße 53 Klara Lind, geb. Bareiss, Heidelberg Helmut Lind, z. Z. im Felde. Gießen, den 3. Februar 1942. Am l.Febr. verschied nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater und Bruder Arnold Handloser Oberlokomotivführer i. R. im 74. Lebensjahr. Die trauernden Hinterbliebenen i Hans Hartleben und Frau Anny, geb. Handloser Johannes Auer und Frau Dora, geb. Handloser Frau Ella Haagen, geb. Handloser Bernhard Sievers und Frau Greta, geb. Handloser Philipp Haagen und Frau Klara, geb. Handloser Karl Klehm und Frau Erna, geb. Handloser Erich Handloser u. Frau Anna, geb. Heibertshausen 19 Enkel und 5 Urenkel. Gießen -Wieseck (Möserstraße 13), Hamburg, Gießen,Hagen-Boele,Daubringen,2.Febr.l942 Die Trauerfeier findet am Mittwoch, 4. Febr., um 15.30 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes in Gießen statt. __449 D worben. Briefkasten der Redaktion. Bruchleidende + Auch in schwersten Fällen bestem ESÄ JungeBeamten- frau sucht schöne geräumige Z-Zimmerwohnung fürsof.od.später. Schr. Ang. unt. 0408 a. d. G. A. n;9 feiten „Ideal“ Bruchbänder. DKP. enM.Itoeil „Speziar Brudibande", cna^m sch E. Steissliager, Spezialbandagen, Stuttgart-W., Beinsbnrgstraße 2, Mein Vertreter ist kostenlos zu sprechen (auch f. Frauen) in Erfaß'" berg, Hotel Dt. Haus, Dienst., 8.Februar, von 8.30—11.30; Nidda, Hotel Krone, Dienstag, 3. Febr.,.von 12.30 bis 17.30; Btldingea, Hotel Stern, Mittwoch, 4. Febr., von 8,30—12,00; Stockhehn, Gasthaus zum Löwen, Mittwoch, 4. Februar, von 12.20-16. Kür Tapferkeit vor öem Kelnöe. Der Obertruppführer im RAD. Ewald Schäfer, Gießen. Riegelpfad 70, erhielt das Eiserne Kreuz II Klasse und das Jnfanterie-Sturmabzorchen und wurde gleichzeitig zum Unteroffizier befördert. geschickt gestreckt und mit allerlei kulturgeschicht- ttchem und volkstümlichem Beiwerk ausgeschmuckt; hierfür stand ihm ein beträchtlicher Aufwand an Personal und Ausstattung zur Verfügung. Ma- rika Rökk erhielt mit der Christine eine Rolle, die wie für sie geschrieben scheint: sie darf in der Bade- - wanne plätschern, tanzen und singen, abwech|elnd verliebt und empört sein, sie besteht das Abenteuer nicht ohne Humor und sieht reizend aus Wolf A l b a ch - R e t t y ist Josef, der Adjutant: fesch und draufgängerisch; Axel von Ambesser ist Josef, der Kaiser: er gewinnt der nicht eben strahlenden Rolle eine gewisse liebenswürdig-melancholische Sympathie ab. Maria E i s spielt mtt Majestät und Menschlichkeit die Maria Theresia. Hilde von Stolz und Hans L e i b e l t als Hofdame und Kämmerer, Lucie Englisch und Rudolf C a r i als das in Operetten übliche zweite Paar, komisch verliebt. Der Kameramann Reimar K u n tz e schuf die klare, effektreiche Photographie. Die hübsch rhythmisierte Begleitmusik stammt von Franz Grothe. * Zm Beiprogramm sieht man die Wochenschau und interessante Tierbilder in dem Ufa-Kulturfilm „Wisente". Hans Thynot. Eine Bitte des Ernährungshilfswerkes NSG. Das Ernährungshilfswerk bittet alle Hausfrauen bei Eintritt von Frost und besonders auch bei Schneefall um ihre Mitarbeit. Wenn die EHW- Eimer längere Zeit im Freien stehen, frieren hie Küchenabfälle fest, was dann bei der Entleerung vielfach zu Beschädigungen des Eimers führt. Es ist deshalb zweckmäßig, daß sich die Bevölkerung selbst mehr um das Herausstellen und Hereinholen der EHW.-Eimer kümmert. Das Ernährungshilfswerk muß heute feinen vielfach noch erweiterten Betrieb fast mit der gleichen Anzahl Leuten wie in der Vorkriegszeit bewältigen. Jeder weiß, von welch großer Bedeutung das Ernährungshilfswerk für die Ernährung unseres Volkes ist. Wir wollen deshalb, feder an feinem Platze, alles daransetzen, daß die Sammelorganisation reibungslos vonstatten geht. Vor Frost geschützte Eimer ersparen uns Schaden, und unsere kleine Mühe, rechtzeitig die Eimer am Sammeltag heraus und vor Einbruch der Dunkelheit wieder an ihren frostsicheren Platz zurückzustellen, bringt dem ernährungswirtschaftlich so wichtigen Hilfswerk bedeutende Erleichterung. Jede Hausfrau hat selbst das größte Interesse daran, daß nicht nur die Sammelaktion der Küchenobfälle uneingeschränkt ihren Fortgang nehmen kann, sondern daß heute erst recht jede, auch die geringste Menge von Küchenabfällen aufgehoben und dem EHW. zugeführt wird. Das Ernährungshilfswerk im Gau Hessen- Nassau mästet jährlich rund 24 000 Schwefne. Diese großzügige Erzeugung von Schweinefleisch ist, wie jedem Volksgenossen verständlich fein wird, ein bedeutender Beitrag zur Ernährung unseres Volkes. Bekanntmachung. Betr.: Maul- und Klauenseuche im Ortsteil Gießen- Klein-Linden. Unter dem Viehbestand des Landwirts Ludwig Jung, Gießen-Klem-Linden, Wetzlarer Straße 28, ist der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche amtstierärztlich festgestellt worden. Der Ortsteil Klein- Linden wird zum Sperrgebiet, die gesamte Gemarkung zum Beobachtungsgebiet erklärt. 453C Die vom Kreisveterinäramt Gießen getroffenen vorläufigen Maßnahmen werden bestätigt. Im übrigen finden auf Sperr- und Beobachtungsgebiet die gesetzlichen und viehseuchenpolizeilichen Vorschriften Anwendung, die an den Anschlagtafeln im Ortsteil Gießen-Klein-Linden öffentlich bekanntgemacht werden. Gießen, den 2. Februar 1942. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. I. V.: Nicolaus._____________ unserer Niederjagden in den letzten Jahren zu be- zeicynen, so ist doch ein Ueoermaß an Füchsen mit einer ertragreichen Niederjagd nicht vereinbar, eben, so wie unliebsame Auswinungen aus die Geslugel- yaltung vermieden werden muyen. Auch Iltis und H e r m e l in tonnen und sollten aus gleichen Gründen nicht mit der Jagd verschont werden, während der Beginn des Februar zugleich den Beginn der Schanzen für unsere beiden Marder, den Edel- und den Steinmarder, bedeutet. Wenn die Bejagung des Raubwckdes zugleich der Hege der Niederjagd dienen soll, dann müssen in diesem Zusammenhang auch die Räuber her Luft erwähnt werden. Soweit diese überhaupt dem Jäger reigegeben sind und nicht wichtigere Gesichtspunkte ihre Bejagung ausschlossen, können der unbedingt jagdschädliche H ü h n e rh a bi cht und der nur sehr bedickgt schädliche Sperber stets geschossen werden. Aber auch der während der Brutzeit ab April geschützte Mäusebussard kann zur Zeit noch mit der Flinte kurzgehalten werden. Davon sollte allerdings nur dann Gebrauch gemacht werden, wenn es notwendig erscheint. Wer sich die geringe Mühe macht, einmal das „Gewölle" eines Bussards zu untersuchen, das sich überall findet, wo ein Bussard z. B. auf einem Erdhaufen, Grenzstein, Einzelbaum, Leitungsmast u. ä. zu verdauen pflegt, der wird erkennen, daß die Mehrzahl der Mauser dem Namen alle Ehre macht und damit eine wichtige Aufgabe in Forst und Flur erfüllt. Daß sich die Wildhege auch mit der Katzen- unh Hundefrage zu befassen hat, darf nie vergessen werden. Selbst jetzt spürte man noch „Mieze" oft weit von Haus und Hof entfernt, und jagende Hunde sind erst recht gefährlich. Der Hornung gehört zu den Monaten, in denen die Fütterung noch nicht eingestellt werden darf. Das Rätselraten über den Niedergang der Jagden geht in der Jagdpresse unentwegt weiter und zeitigt die merkwürdigsten Blüten. Heber eines kann wohl kein Zweifel bestehen: daß die Versteppung unserer Fluren, ihre Nurnutzlandschaft daran einen erheblichen Anteil an Schuld trägt. Daß man mit dem Kampf um jeden Quadratmeter, mit der Rodung der letzten Hecke, der Nutzung der letzten Oedlandinsel, das Kind mit dem Bade ausschüttete, ist von vielen Einsichtigen längst erkannt. Die erneute Anlage von Hecken im Bezirk von Landesbauernschaften ist die praktische Auswirkung davon. Umso mehr sollte -der Jäger, aber auch der Obstbauer, darum bemüht sein, die vorhandenen Hecken so zu erhalten, daß sie ihre Aufgabe erfüllen können. Betrachten wir nur einmal einen großen Teil unserer Hecken, z. B.' der Schwarzdornhecken, so bieten sie unten, wo das Huhn brüten und die Häsin setzen sollten, überhaupt keinen Schutz mehr, weil sie „in den Himmel wuchsen", und Vogelnester sind kaum zu finden, weil die nötigen Bauplätze, die Quirle, fehlen. Anders wird das Bild, wenn solche Hecken unter der Schere gehalten werden. Es wäre so wenig Mühe, jetzt mit Hilfe einer Rosen- oder einer Heckenschere, wenn es sein muß, auch einer Baumsäge, ohne besondere Kosten Hecken zu ver- i bessern, kurz und dicht zu halten. Das ist der rascheste und sicherste Weg, der allerdings rasch Das Jagdjahr neigt sich seinem Ende entgegen, i Damit tritt das Jagm selbst immer mehr zurück, ■ du die „Ernte" vorüber ist und nun das Wild ; wieder Ruhe und Pflege haben, muß, um die Lücken I -u schließen, die das Besagen ihm hinterließ. 1 Wenn wir vom Schwarzwild absehen, das auch im Hornung noch uneingeschränkt besagt wer- < den kann, dann billigt das Gesetz allem Schalen- i wild Schonzeit zu, d. h., daß damit unter unseren i heimischen Verhältnissen die Schußzeit für Rot-, < Dam- und Rehwild abgeschlossen ist*). Gleiches gilt für unsere wichtigsten Federwild- . arten, also neben Auer- und Birkwild vor allem । für Fasan, Rebhuhn und Ente. Eine Aus- । nähme macht die Ringeltaube, aber eine praktische Bedeutung kommt ihrer Freigabe kaum zu, da der Mangel an Mast die Taube in her großen Masse gen Süden ziehen ließ. Und wenn der Frühling in wenigen Wochen wieder winkt, dann schießt der Jäger auch seinen Tauber lieber zur Zeit lenz- licher Minne als vielleicht noch im Zeichen winterlicher Not. Aehnlich steht es mit der Waldschnepfe. Sicherlich werden in manchen Jahren in der zweiten Februarhälfte immer einmal streichende Langschnäbel beobachtet und gelegentlich auch geschossen, vor allem von denen, die unbedingt die „Erste" erlegen wollen. Dabei wissen wir längst, daß es sich dabei um ortstreue Lagerschnepsen fyan* delt, die oft schon auf dem Gelege angetroffen wurden, wenn der eigentliche Schnepfenzug gen Norden noch über unsre Wälder hinwegging. Und diese Zeit sollte der Wai'dmann abwarten und sich darüber freuen, wenn der Vogel mit dem langen Gesicht in seinem Walde brütet. Der Zug der Gänse ihren Brutgebieten zu setzt oft schon Ende Februar ein. Es ist aber mehr Zufall, wenn dabei einem Jäger unter unseren Verhältnissen Waidmannsheil auf einfallende Wildgänse beschieden ist. So fällt praktisch gesehen die Jagd auf Nutzwild eigentlich vollkommen aus. Dafür aber lohnt noch das Rambwild Jagd und Fang mit seinem Balg. Doch auch hierbei macht ein heimlicher Bewohner unserer Wälder eine Ausnahme; denn bei Grimbart, dem Dachs, hat es bereits Familienzuwachs gegeben und nackte, blinde Jungdächse liegen im Kessel des alten Mutterbaues. Da ruht die Jagd. Sein Nachbar, Reineke Fuchs, dagegen lebt noch in den Zeiten der Minne, ha feine Rollzeit erst im Laufe des Februar zu enden pflegt. Drum verspricht die Jagd mit dem Erdhund noch gute Strecke, wenn dieser den Roten oder eine ganze „Hochzeitsgesellschaft" aus dem Bau sprengt. Natürlich können auch alle anderen vielfettigen Jagdarten wie Drückjaad, Lockjagd, Ansitz an Bau und Luder usw. noch Anwendung finden, um den roten Freibeuter auf das Spannbrett zu liefern. Es ist jedenfalls dringend erwünscht, daß von ihnen ausgiebig Gebrauch gemacht wird. Denn wenn es bestimmt nicht richtig * Nach Abschluß der Monatsübersicht wurde bekanntgegeben, daß im Gegensatz zu dem normalen Schonzeitkalender in diesem Jahre die Schußzett für männliches und weibliches Rot- und Damwild auf den ganzen Februar ausgedehnt wurde. 1 ist, den Fuchs als Hauptschuldigen am Niedergang Lpd. Darmstadt, 2. Februar. Der bekannte hessische Maler Professor Richard Hoelscher kann am 5. Februar seinen 7 5. Geburtstag be. gehen. Aus Alsfeld in Oberhessen stammend, war er zunächst Zeichenlehrer in Offenbach und Darm, stadt, widmete sich aber in den letzten Jahrzehnttn ganz seiner künstlerischen Berufung. In den Ge. mäliegalerien vieler Städte hängen Bilder van Richard Hoelscher, der besonders Land und Leute seiner Vogelsberger Heimat im Bilde festgehalten hat. Bekannt sind auch seine großen WandgemäQe in der Augustinerschule zu Friedberg und im ehe» Zum 15. März oder 1. April eine schöne abgelebt 1-2-Zimmer- Wohnung m. Küche gesucht. Schr. Ang. unt. 0406 a. d. G. A. Berufstätige jungeDame sucht mögt z. 1. März ein gut möbliert. Zimmer mit Zentralheiz. abzugeben auf d. Fundbüro. 04oo I MZMnie rot MMkUe ab sofort gesucht. Möglichst Stadtmitte. Schr. Ang. unt. ^k15D a. d. G.A. | Verkäufe | Schweres Meisberger Mb anfangs März kalbend, zu verkaufen 460D Hörnsheim 108. Vogelsberger Rind zugfest, März kalbend, zu verkaufen 0409 Daubringen, Hauptstraße 45 Bekanntmachung. Die Strom- und Gasgelder im Stadt- und lieber« landgebiet sind nach den Lieferungsbedingungen grundsätzlich bei der Ablesung an den Erheber zu zahlen. Geschieht dies nicht, dann können die StroM- unb Gasgelder noch innerhalb her nächsten acht Tage ohne kosten an hie Kasse der Stadtwerke Gießen, Gartenstraße 3, auf Postscheckkonto Frankfurt (Main) Nr. 27707, oder auf die auf den Quit- tungskarten verzeichneten Bankkonten eingezahlt werden. Bei Ueberschreiten des Zahlungstermins müssen die Beitreibungskosten berechnet und entrichtet werden. 461A Vom 16. Februar 1942 ab wird die Strom- und Gaslieferung bei allen Abnehmern gesperrt, die die Strom- und Gasgelder für den Hionaf Dezember 1941 einschließlich kosten noch nicht entrichtet haben. Die Kosten der Strom- und Gassperre gehen zu Lasten der Säumigen. Gießen, den 2. Februar 1942. Stadtwerke Gießen. helfen bei Rheuma, Gicht, Ischias, Glieder- und Gelenkschmerzen, Hexenschuß, Grippe und Erkältungskrankheiten, Nerven- und Kopfschmerzen. Beachten Sie Inhalt und Preis der Packung: 20 Tabletten nur 79 Pfennig 1 Erhältlich in allen Apotheken. Berichten auch Sie uns über Ihre Erfahrungen! 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