Samstag, 5. / Somtfaa, 4. Januar 1942 9 Samstag,3 /Sl GletzenerAnzeiger 192. Jahrgang Nr. 2 Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener ^amilienblättet Heimat imBild Die^vchoUe Bezugspreis: Monatlich . RM. 1.80 £ufteU0ebübT.. n -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Kernsvrechanschlutz 2251 Drabtansäirift: „Anzeigers Postscheck 1168k Arants. M. Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8' »Ubr desBormittags Anzergen-Preise: Anzeigenteil 7Stof, ie mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Nvi. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel 1 AbschlüsseMengenstaffel B Platzvorschrist (vorherige Vereinbarung) 25"/» mehr Vrühlschellniversitätsdruckerel R. Lange General-Anzeiger für Oberhessen Gießen. Zchulftrahe 7-9 Japan im Angriff. Funkspruch unseres Tokioter Korrespondenten Dr. Kurt Abshagen. Tokio, Jahreswende 1941/42. 1941 wird in die Geschichte als ein Jahr eingehen, in dem der Krieg in Europa zum Weltkrieg wurde. Die Drohung eines Weltkonsliktes hatte seit September 1939 über der Menschheit gehangen, aber erst das Ende dieses Jahres brachte die Ausdehnung des Kampfes auf Asien-Amerika. Unter der japanischen Perspektive betrachtet, zeigte das Jahr 1940 eine sich immer schneller steigernde politische Spannung, die auch äußerlich durch eine Reihe von immer kürzer aufeinanderfolgenden Kabinettswechseln angedeutet war. Die politische Lage Japans wurde bestimmt durch das Streben nach Ausbau der natürlichen politischen und wirtschaftlichen Lebenssphäre im ostasiatischen Raum, wosür die erfolgreiche Beendigung des Konfliktes mit China Voraussetzung schien. Die heranreifende Erkenntnis in Japan, daß die Beilegung dieses Konfliktes ausschließlich durch die angelsächsische Unterstützung Tschungking - Chinas verhindert wurde, bedingte auch die Annäherung Japans an die vom gleichen Feind bekämpften Mächte in Europa, eine Annäherung, die bereits beim Abschluß des Dreierpaktes gefordert worden war und nun zur Wirklichkeit geworden ist. Im Frühjahr 1941 unterstrich der damalige japanische Außenminister Matsuoka anläßlich seiner Europareise die enge Freundschaft der Partner des Dreimächtepaktes. Zugleich allerdings war Japans weltpolitische Lage durch den japanisch-sowjetischen Pakt schwierig geworden, wenngleich dieser Pakt in erster Linie unter dem Gesichtspunkt der Rückendeckung für die Durchführung der japanischen Aufgaben im ostasiatischen Raum zu verstehen war. Der Ausbruch des Krieges zwischen Deutschland und der Sowjetunion zeigte erst die volle Schwierigkeit der japanischen Situation im rechten Lichte und brachte die Ablösung des zweiten Kabinetts Konoye, das sowohl den Dreierpakt als auch den Pakt mit Sowjetrußland abgeschlossen hatte. Gleichzeitig traten die angelsächsischen Bestrebungen, die örtliche Isolierung Japans zu einer verstärkten Obstruktion gegen den Aufbau Ostasiens im japanischen Sinne auszunutzen, immer klarer zutage. Während das Dolksempfinden in Japan bereits frühzeitig den unvermeidlichen Konflikt mit den angelsächsischen Mächten voraussah, versuchten die in Tokio dann kurz aufeinanderfolgenden Regierungen nochmals die Verständigung mit ihnen. Hierbei gingen sie bis an die Grenze der äußersten Geduld, um den Krieg im Pazifik noch zu vermeiden. Bereits kurz nach Abschluß des japanisch-sowjetrussischen Abkommens hatte diese Aussprache begonnen, deren Ablauf nach Zusammenbruch dieser Verhandlungen und Ausbruch der Feindseligkeiten durch die von japanischer Seite veröffentlichten Dokumente jetzt im einzelnen aufgezeigt wurde. Manchmal schien es, als ob die Blickrichtung der Vereinigten Staaten auf Europa einen modus vivendi für den Pazifik ermögliche. Schließlich aber spannten die USA., die Lage und Stimmung in Japan kraß verkennend, ihre Forderungen zu hoch, ja sie provozierten in der Schlußphase dieser Verhandlungen schließlich noch die japanische Ehre derart, daß Japan die Geduld reißen mußte. Das volle Maß der Verkennung der wahren Lage Japans durch die USA. erwies sich aber erst, als die unzulänglich vorbereitete Wehrmacht der Vereinigten Staaten sich den vernichtenden Schlägen der japanischen Streitkräfte ausgesetzt sah. Eine Würdigung dieser erstaunlichen Aenderung der strategischen Lage seit dem 8. Dezember 1941 an Hand europäischer Karten wird nur selten möglich sein, weil diese meist nur die eine oder die andere Hälfte des Pazifiks zeigen. Dazu sind japanische Karten nötig. Diese beginnen im Osten bereits mit Kalkutta und umfassen den gesamten Pazifik bis Panama, das heißt sie reichen von 90 Grad östlicher Länge bis 90 Grad westlicher Breite. Ein Blick auf diese Karten zeigt das wahre strategische Problem in seiner ganzen Große auf, das japanische Problem nämlich. Die Lage Japans an der Küste Asiens bringt nämlich in erster Linie eine westlich-südwestliche Blickrichtung Japans, während in östlicher Richtung in Friedenszeiten die 6000 Meilen des Pazifischen Ozeans zwar eine Handelsbrücke darstellen, einer politischen Expansion jedoch eine unüberschreitbare Grenze setzen. Südwestlich von Japan aber liegt eine zwar politisch zerrissene, geographisch jedoch einheitliche, an Rohstoffen unerschöpfliche Zone Tausender von Inseln, nordwestlich begrenzt vom asiatischen Festland, im Süden durch die großen Sunda-Jnseln, östlich von den Philippinen. Dieser Raum, der sich konzentrisch um die Chinesische See gruppiert, bedeutet und bestimmt Japans Zukunft. Die Betrachtung der Karte unter diesem Gesichtspunkt aber enthüllt gleichzeitig die Folgerichtigkeit der japanischen Politik in den letzten Jahren als die Vorbereitung der jetzigen Auseinandersetzung mit den angelsächsischen Mächten und ihren Anhängseln Der Besitz Formosa? stellte bereits den Anspruch eines weiteren Vorstoßes dar. Die Besetzung Hainans im Frubiahr 1939 war der nächste Schritt. Die Durchdringung I n doch i n a s als Folge der Niederlage Frankreichs in Europa war der weitere. Das Bündnis mit Thailand schließlich brachte Japans Soldaten an die Küste Jndochinas, wodurch die nordwestliche Umfassung des Raumes der Chinesischen See vollendet war. Der am 8. Dezember ausgebrochene Krieg bringt nun auch die Umfassung von rechts her. Es ist eine Zange angesetzt, deren eine Backe immer tiefer in die malaiische Halbinsel hineinbeißt, während die andere, an den Nord-Philippinen angesetzt, zum Jahresende bereits das Herz dieser Inselgruppe erreichte. Die Vorbedingung der Durchdringung dieser riesigen Räume war d?e Erringung der Luftherrschaft und die Verhinderung von Seeangriffen von außen her. Beide Ziele können als erreicht angesehen werden, zumindest für den Zeitraum, der zur völligen Umschließung dieses reichsten Rohstoffgebietes der Erde notwendig ist. Der Schlag der geballten Kräfte seiner Flotte und Luftwaffe, den Japan gegen Hawai führte, vernichtete praktisch die UFA.-Flotte im Pazifik. Die japanischen Unternehmungen gegen die im Pazifik errichteten Flotten- und Luftstützpunkte der Vereinigten Staaten zerstörten deren Hoffnungen, die Luftwaffe auf den Philippinen und auf Malaya zu verstärken. Das neue Jahr sieht nun Japan im Begriff, seine seit Jahrzehnten gehegten Pläne der Einigung Tokio, 3. Ian. (DAV. Funkspruch.) Der japanische Nachrichtendienst gab am Freitagnachmittag die vollständige Einnahme Manilas bekannt. Neue bei Baiangas im Südwesten von Luzon gelandete japanische Streitkräfte stoßen in raschem Teinpo längs der am Westrand des Bag- Sees entlangführenden Bahnlinie gegen Manila vor. Ihr Angriffsziel war der USA.-Floltensiüh- punkl Cavite. Die von Norden gegen Manila vorstoßenden japanischen Streitkräfte standen bereits am Mittwoch 10 Kilometer von der Hauptstadt entfernt. Lin Teil der USA.-Slreitkräfte war auf der Batangas-Halbinfel, nordwestlich von Manila, eingeschlossen. Japanische Flugzeuge bombardierten feindliche Streitkräfte, die in der Manila-Bucht auf das Jnselsort Corregidor überzusehen versuchten. * Mit Manila ist einer der wichtigsten Stützpunkte gefallen, die die Vereinigten Staaten für ihre imperialistische Politik in der Südsee im Krieg gegen Spanien 1898 an sich gerafft hatten. Manila zählt heute 650 000 Einwohner. Mehr noch als durch seine Industrien, die in der Hauptsache in Zigarren- und Zigarettenfabriken bestehen, liegt seine Bedeutung als wichtiger Einfuhrhafen für Reis, Maschinen, Automobile, Baumwollwaren, Eisen- und Stahlwaren, Konfektionsartikel, Kohlen und Chemikalien, sowie als Ausfuhrhafen besonders für Rohrzucker, Hanf Tabak, Zigarren, Gewürze, Stickereien, Bau- unb Nutzholz. Er wies im Jahre. 1932 einen Umschlag von nicht weniger als 10 542 Mill. BRT. auf. Tokio, 3. Jan. (DNB. Funkspruch.) In der japanischen Presse wird erklärt, daß durch den japanischen Einmarsch in Manila nicht nur das Schicksal der nordamerikanischen Streitkräfte auf Luzon besiegelt ist, sondern daß damit auch die gesamten Philippinen von Japan militärisch beherrscht werden. Es wird hekvorgehoben, daß die Besetzung Manilas die Kette starker USA.-Stütz- punkte, einschließlich der befestigten Insel Corregidor, des Marinestützpunktes Cavite, der Marinereparaturstation O l o n g a p o und der Flugplätze Nichols F i e l d und Clarke Field wertlos gemacht hat, auf denen das ganze nordamerikanische Verteidigungssystem auf den Philippinen beruhte. Politisch bedeute der Fall Manilas die Ausschaltung eines weiteren Bollwerkes des englisch-nordamerikanischen Imperialismus, während auf wirtschaftlichem Gebiet die Kontrolle über die Philippinen die reichen Hilfsquellen der Inseln an Eisen, Baumwolle, Hanf und Zucker zur Verfügung der Japaner während- der Kriegszeit stelle. Man erinnert in Tokio daran, daß „Times- Magazine" die Manila-Bucht als „Schwerstbefestigtes Gebiet" der Philippinen bezeichnete. „Die Amerikaner sind stolz darauf zu behaupten, daß Corregidor der am stärksten befestigte Punkt der Welt ist." Corregidor sei eine Felseninsel, die bis zu einer Höhe von 215 Meter aus dem Wasser aufsteige und mit drei Verteidigungsgürteln umgeben sei, von denen jeder mit starken Batterien von 15- und 30-cm-Geschützen sowie mit Flakbatterien ausgerüstet sei. Große Tunnels seien durch den Felsen gebohrt. . . Der Grund für den Zusammenbruch der Philip- pinen-Verteidigung wurde gelegt durch die Zerstörung der USA.-Flotte in Pearl Harbour am 8. Dezember, durch die alle nordamerikanischen Pläne für die Verstärkung der Verteidigung der Philippinen im Falle eines Krieges über den Haufen geworfen wurden; durch die Ueberschätzung der Hilfsquellen General MacArthurs; durch die geographischen Schwierigkeiten bei der Verteidigung der Inseln und durch die falsche Einschätzung der Stärke und Entschlossenheit der japanischen Streitkräfte. Der größte Teil der zur Verteidigung der Philippinen bestimmten USA.-Flotte war im Kriegshafen Cavite südlich Manilas innerhalb der Manila-Bucht stationiert. Dieses „Asiengeschwader" unter dem Befehl von Admiral S h a r t setzte sich vor Kriegsbeginn zusammen aus dem schweren Kreuzer „Houston" mit 9050 Tonnen als Flaggschiff (Baujahr 1929), den Kreuzern „Martz l e h e a d", „Cincinnati" und „T r e n t o n von je 7050 Tonnen (Baujahre 1921/23), dem Zerstörer „Paul Jones" und 16 anderen derselben Klasse (1630 Tonnen) sowie zehn neuen U - Boo - t e n und etwa zwölf alten und endlich dem Flug- zeugtender ,^) e r o n" (840 Tonnen) Man nimmt an, daß ein großer Teil dieser Schiffe in Cavite eingeschlössen ist, Ebenfalls ist anzunehmen, daß sich ein großer Teil der auf Luzon und Mm- danao verteilten USA. - Heeres st reitkräfte den japanischen Truppen ergeben mutz. des ost asiatischen Raumes zu vollenden. Es gibt Japan eine nur sehr schwer angreifbare Verteidigungsstellung, besonders bann, wenn die Abdeckung der ^A.-Basen im Nordpazifik, die bei günstiger Wittemng Störungsfaktoren bilden könnten, erfolgreich durchgeführt ist. Defensiv allein kann jedoch dieser Krieg gegen die angelsächsischen Mächte nicht geführt werden, wie Japan sehr wohl weiß.! Nach Erringung der Befestigung der japanischen | Machtposition rund um die Chinesische See, die als Glacis nicht nur in den Pazifischen, sondern auch in den Indischen Ozean hineinragt, ist es Japans Aufgabe, feinen Verbündeten in Europa die Hand zu reichen im gemeinsamen Kampf zur Ueberwin- . düng des Gegners, damit für alle Zukunft die; Grundlage für eine neue Ordnung Europas und Asiens geschaffen werden kann. Bedeutend war Manila auch für die USA. als Flugzeugstützpunkt. Die Vereinigten Staaten haben durch ihre pazifischen Geschwaderflüge oft zu verstehen gegeben, daß sie ihren Stützpunkten, zu denen nicht zuletzt auch Manila gehört, eine hohe strategische Bedeutung zumessen. Diesem imperialistischen Geltungsdrang der USA. gegenüber hat Japan sich keiner Täuschung hingegeben. Mit der Beseitigung dieser USA.-Bastion hat Japan sich selbst einen Stützpunkt geschaffen, der ein wichtiger Pfeiler im Neubau des vom angelsächsischen Imperialismus befreiten Ostasiens fein wird. Großer Eindruck in Spanien. Madrid, 3. Jan. (Europapreß.) Die Nachricht vom Fall der philippinischen Hauptstadt Manila hat in der spanischen Öffentlichkeit um so stärkeren Eindruck gemacht, als noch immer kulturelle, wirtschaftliche und persönliche Bindungen mit der Spanien im Jahre 1898 oerlorengegangenen Inselgruppe bestehen. In spanischen Militärkreisen gibt man der Ueberzeugung Ausdruck, daß auch dieser neue Erfolg die strategische Ueberlegenheit Japans im Kriege mit den Vereinigten Staaten beweise. Der Einnahme Manilas seien nämlich schwierigste militärische Operationen, insbesondere Truppenlandungen vorausgegangen. Obwohl die japanische Absicht seit über einer Woche absolut klar war, hätten die Streitkräfte der USA. an keiner Stelle irgendeine wirksame Gegenaktion durchzusühren vermocht. Die Japaner hätten das Gesetz des Handelns in ihrer Hand und wüßten es wirksam anzuwenden. Oie Bedrohung Singapurs. Tokio, 2. Jan. (DNB.) Die feindlichen Verteidigungslinien in Mittel-Malaya sind bereits durchbrochen, und alle Anzeichen gegeben, daß Singapur bald das Schicksal Hongkongs teilen wird. Nachdem die Japaner die Höhenstellungen bei Jpoh im Sultanat Berat überwunden haben, wurden die aus Indern, Australiern und Engländern zusammengesetzten Verbände in das Sultanat Selangor abgebrängt. Fast zu gleicher Zeit erreichten bie an ber Ostküste vordringenden Japaner im Sultanat Pehang bie wichtige Schlüsselstellung Kuantan, die in den letzten Tagen bereits starken Luftangriffen ausgesetzt war. Zwei Drittel der britischen Streitkräfte in Malaya find bei den Kämpfen um Kuantan aufgerieben worden. Besonders schwer betroffen wurde bie britische 11. Division an der Westküste Malayas. Die 9. Division hat an der Ostküste im Gebiet südlich Jpoh annähernd 3000 Mann einschließlich schottischer Verbände verlyren. Kursstürze au den Börsen Dritisch-Indiens und Australiens. Stockholm, 3. Jan. (DRD. Funkspruch.) Gleich nach dem Kriegsausbruch mit Japan setzte anden Börsen in Kalkutta und Bombay ein hef- tiger Kurssturz ein, so daß sich die Behörden zur Schließung der Börse veranlaßt sahen. Um ein weiteres Fallen der Papiere und die damit verbundenen Rückwirkungen auf das Wirtschaftsleben zu verhindern, planen die zuständigen Stellen, für alle Börsengeschäfte Mindestpreise vorzuschreiben, unter denen keine Abschlüße mehr erfolgen dürfen. Auch auf der Börse von Sidney wurden die Industrie- und vor allem die Zinn- papiere von einer scharfen Baisse betroffen. Zinn- werte fielen von 95,94 am letzten Geschäftstag vor Kriegsausbruch auf 66,18 am 13. Dezember, eine Entwicklung, die zeigt, wie ernst man in Indien und Australien die Lage beurteilt.' Was die Japaner in Hongkong erbeuteten. Rom, 2. Jan. (Europapreß.) In Hongkong ist den Japanern eine große Anzahl von Fabriken und Industrieanlagen saft unversehrt in die Hände gefallen. Der Wert der Werften, Fabriken, Banken und Warenlager beläuft sich auf mehrere Millionen Yen; hierunter befindet sich die I a Euroerft in der Purpurbucht, auf der Schiffe bis zu 10 000 Tonnen gebaut werden können. Auf der Werft fiel den Japanern ein Kreuzer von 5 0 0 0 Tonnen in die Hand, der vor dem Stapellauf steht. In zwei Lagern des Stadtteils West- point wurden Lebensrnittel gefunden, die zur Ernährung von Via Millionen Menschen für mehrere Monate ausreichten. Daneben fiel bie Zuckerfabrik von Taku, die eine jährliche Produkttonskapazität von 24 Millionen Doppelzentnern hat, unversehrt in die Hände der Japaner. Kämpferische Härte. Nur wenigen Generationen in der Geschichte der Völker ist es gegeben, das Weltbild grundlegend und nachhaltig zu beeinflussen. Diese seltenen Fälle aber entscheiden immer über das Wohl und Wehe der Jahrhunderte, die nach ihnen kommen. Das,zift eine alte Lehre der Weltgeschichte. Wenn man einmal die Geschichte des britischen Weltreiches, dieses größten Raubstaates b£r Erde, in Verbindung mit der kapitalistischen Durchdringung der übrigen Welt durch bie, Nordamerikaner betrachtet, so findet man, daß die "Praxis des britischen und nordamerikanischen Imperialismus jeden inneren moralischen Halt vermissen läßt, daß sie nichts anderes als Unterdrückungs- und Ausbeu-- tungspolitik an den versklavten Völkern darstellt. Die vereinten Bemühungen Englands und der USA. um eine kontinentaleuropäische Einkreisungs- front gegen das durch zähen Fleiß feine Fesseln sprengende nationalsozialistische Deutschland finden dabei ihr treffendes Gegenstück in der wirtschaftlichen Erdrosselungspolitik gegen unseren japanischen Verbündeten, die vor etwa hundert Jahren mit der angeblich „friedfertigen", tatsächlich aber damals schon unter Gewaltanwendung erzwungenen Forderung nach der „offenen Tür" in Ostasien ihren Anfang nahm. Wenn man aus der Fülle der Erscheinungen, unter denen im übrigen für die Zukunft auch die Manöver Washingtons gegen die ibero-amerikanische Völkerfamilü einen sich verschärfenden Spannungsfaktor bilden, nur jene beiden Brennpunkte der europäischen und der ost- asiatischen Auseinandersetzung herausgreift, dann zeigt sich an beiden Fronten die geschichtlich erwiesene Intoleranz Großbritanniens roje auch der bereinigten Staaten, das Selbftbestimmmungsrecht dieser Großräume und ihrer Führungsmächte anzuerkennen. Die Zuspitzung und Ueberspitzung der in ihrer Gesamtheit jüdischen Weltherrschaftsgelüste an allen Weltfronten kennzeichnet die politische Gegenwartssituation als Schlüssel zu einer Wende von weltgeschichtlichem Ausmaß. Es mutet nahezu grotesk an, daß der gegenwärtige Kampf auf europäischem Boden aus der Einmischung Englands und der USA. in die rein deutsche Frage Danzigs und Weftpreu» ßens hervorgegangen ist. Die Abwehrkraft des Reiches hat sich inzwischen gegen alle britischen Fest- landsdegen siegreick) bewährt, und nach der Ausschaltung jeder solchen Bedrohung ist der europäische Kontinent zu einer echten Schutz- und Trutzgemeinschaft zusammengewachsen. Es braucht in diesem Zusamenhang nichts mehr über die loyale Haltung der deutschen OlÄnhngsinacht gegenüber den Partnern im gemeinsamen Lebensraum gesagt zu werden, die oft genug von den verantwortlichen Staatsmännern der befreundeten Nationen dankbar anerkannt worden ist. So allein erklärt sich auch die immer enger werdende Verflechtung zwischen den Lebensinteressen aller europäischen Länder und die Bereitwilligkeit ihrer Aktivisten an dem letzten Cnt- scheidungskampf gegen Weltplutokratie und Welt- bolschewismus aktiv teilzunehmen. Die Truppenkontingente unserer europäischen Verbündeten und die Freiwilligenoerbände zahlreicher anderer befreundeter Nationen an der Ostfront sind ein sichtbarer Ausdruck für bie Geschlossenheit der europäischen Front gegen jegliche Wiederkehr raumfremder Zersetzungskräfte. Dieser europäischen Lage, wie sie weitgehend schon das politische Bild des vergangenen Jahres bestimmt hat, ist nun an der Schwelle des neuen Jahres die von den Plutokratien heraufbeschworene Kriegsausweitung auf den ostasiatischen Raum an bie Seite getreten. Wenn auch diese Entwicklung in keiner Weise von uns herbeigeführt worden ist, sondern genau so wie für uns aus dem Lebens- und Selbstbehauptungswillen unseres japanischen Achsenpartners entsprungen ist, so können ihre Auswirkungen doch nur günstig für die gemeinsame Sachs Europas und Ostasiens zur Abwehr der plutokra- tischen Weltbedrohung gewertet werden. Nachdem Roosevelt schon vor Monaten für das Jahr 194-5 seinen durch nichts gerechtfertigten Angriff auf Europa angekündigt hatte, ist die Zwangsläufigkeit des jetzigen Weltkrieges und gleichzeitig feine Schuldfrage bereits von vornherein klargestellt worden. Zur Ueberroinbung tief aufgeworfener sowjetisches Panzergräben haben hier Soldaten in bie hartgefrorenen Wände Löcher eingeschlagen und Holz? pflöcke benutzt, an denen sie hinaufklettern konnten. (PK.-Aufn.: Kriegsberichter Maltry jAtl./Sch.j.) Japan gibt Einnahme Manilas bekannt. Oie Verteidigung der Phil-ppmen zusammengebrochen. Das frömmelnde Theater, das die beiden Erzkriegshetzer Churchill und Roosevelt soeben zu Weihnachten oollführt haben, ist nur ein schwacher und wenig trostreicher Aufguß jener lauten Drohungen, die man vor Beginn der Kämpfe in Ostasien als geeigneten Bluff zur Erhöhung der eigenen Kriegs- ftimmung ansah. Tatsache ist jedenfalls, daß die Spekulanten der City ebenso wie diejenigen von Wallstreet sich plötzlich und unangenehm von der Notwendigkeit überrascht sehen, nicht mehr fremde Hilfsvölker, sondern die eigenen Kräfte einzuspannen, um ihre imperialistischen Machtpositionen in zwei Großräumen zu verteidigen, die sie nicht mehr halten können. Der Zusammenbruch dieser plutokratischen Welt ist hiernach gewiß, mögen die Beteiligten auch noch eine gewisse Zeit in der Lage sein, einander die Kampfmittel und Rüstungskapazitäten, an denen jeder für sich dringenden Mangel leidet, mit großer Geste zu übereignen: getretener Quark wird breit, nicht stark! Wenn aber eine Gewaltherrschaft stürzen soll, die ihre Polypenarme in Jahrhunderten um den ganzen Erdball geschlungen hat, so kann das nicht das Werk einiger schneller Bravoursiege sein, sondern nur der Erfolg eines zähen Ringens, aus dem die neue Ordnung herauswachsen muß. So stehen wir, im vollen Bewußtsein des heldischen Soldatentums, das den bisherigen Einsatz unserei^Wehrmacht und aller befreundeten Truppen kennzeilKet, für die Zukunft vor der Verpflichtung, auch in der Heimat noch kämpferischer, härter, kompromißloser zu werden, um durch eiserne Disziplin und Opferbereitschaft unsere Berechtigung zu erweisens dereinst an der Größe und Weltgeltung Unseres Reiches persönlichen Antell zu haben! H.M. Mii Sem Eichenlaub zum Nitterkreuz ausgezeichnet. DRV. Aus dem Führerhauptqnartier. 2. Januar. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen dem Hauptmann Schulz, Kommandeur einer Panzerabteilung; Major Hoffmann-Schönborn, Kommandeur einer Sturmgefchühableilung; Oberst Eibl, Kommandeur eines Jnsanlerieregiments; Kapitän- leulnant Lehmann-Dillenbrock, Kommandant eines Unterseebootes, und Major Weiß, Kommandeur einer Schlachtgruppe als 52. Soldaten der deutschen Wehrmacht. Ferner verlieh der Führer dem lm Osten gefallenen Major Dr. 6(finger, Va- taillonskommandeur in einem Schühenregiment, als 48. Soldaten der deutschen Wehrmacht nachträglich das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Das Wfferfreft. Berlin, 2. San. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Generalleutnant Hammer, Kommandeur einer Infanterie- Diviston; Oberst Püchler, Kommandeur eines Infanterie-Regiments; Oberst Schünemann, Kommandeur eines Infanterie-Regiments; Oberleutnant W e y e l in einem Infanterie-Regiment, und Obergefreiter G r u e b l in einem Gebirgsjäger-Regiment. Vor den Stellungen zufammengeschoffen. US dem Osten kommen immer wieder Meldungen, daß sowjetische Angriffe auf unsere Winterstellunaen n Feuer unserer Abwehr zusammenbrechen. Diese sowjetischen Panzer wurden unmittelbar vor der deutschen Stellung durch Flaktreffer erledigt. — (PK.-Ausnahme: Kriegsberichter Schalber sSchl) W M - - v.. /> - < ■&'. v,<^; <4 - y Harte Nahkämpfe in Schnee und Eis. Berlin, 2. Ian. DNB.) Heftige nächttiche Kämpfe entbrannten am 2. Januar gegen 1 Uhr um einen von den deutschen Truppen verteidigten Brückenkopf im Süden der O st front. Der Feind versuchte vergeblich, durch seine aus mehreren Richtungen geführten Dorstöße die deutschen Stellungen zu erschüttern. In harten Nahkämpfen wurden die einzelnen Angriffswellen zurückgewiesen. Ein schwerer feindlicher Vorstoß, den die Bolfchewisten nördlich dieses Brückenkopfes unternahmen, wurde ebenfalls im Nahkampf abgeschlagen. Ein feindlicher Panzerzug wurde durch Artillerie erfolgreich bekämpft. Die Entladeanlagen des Hafens Feodolia auf der Halbinsel Krim waren das Ziel heftiger Angriffe deutscher Kampfflugzeuge .Mit starken Kräften wurden Truppenansamlungen und ausgeladene Fahrzeuge auf den Kais mit Bomben belegt und mit Bordwaffen beschossen. In Brennstofflagern und Munitionsstapeln wurden zahlreiche Explosionen und Brände verursacht. Mehrere Angriffswellen richteten sich gegen Kriegs- und Transportschiffe. Dabei fielen den deuffchen Bomben ein Kriegsschiff von etwa 2000 Tonnen, drei Transporter von zusammen 11000 BRT. und ein mittlerer Frachter zum Opfer. Im mittleren Abschnitt der Ostfront brachte eine deutsche Infanterie-Division am 1. Januar einen feindlichen Angriff zum Stehen. U n - geachtet der eisigen Kälte und b er Sch nee stürme, die die Sicht und das Vor- wärtskommen erschwerten, ging die deuffche Infanterie daraus zum Gegenstoß über. Im Verlaus der harten Kämpfe gelang es einem Regiment, eine von starken bolschewistischen Kräften besetzte Ortschaft und mehrere südlich davon gelegene Höhen zu nehmen. Selbst in der Silvesternacht war ohne Unterbrechung und mit Erbitterung gekämpft worden. In wechseloollem Ringen wurden die Angriffe zum Stehen gebracht und an einigen Stellen durch Gegenangriffe erwidert. Die in schweren Kämpfen stehenden Truppen erhielten Unterstützung durch starke Verbände von Kampf, und Sturzkampfflugzeugen. In kühnen Tiefangriffen stießen die deutschen Flieger auf die bolschewisttschen Truppen und Fahrzeugkolonnen herab. Allein in einem Kampfabschnitt wurden 100 Fahrzeuge vernichtet, über 200 Pferde getötet, mehrere Geschütze außer Gefecht gesetzt und eine ganze Munitionskolonne durch Voll- tteffer in die Luft gesprengt. Im Nord ab schnitt der Ostfront säuberten deutsche Truppen das Gelände von feindlicken Teilen, die an mehreren Stellen in die deutschen Linien eingedrungen waren. Die Bolschewisten wurden in hartem Nahkampf geworfen. Eine feindliche Gruppe, die im Dunkel der Nacht versucht hatte, einen Fluß zu überschreiten, wurde zersprengt und zum Teil vernichtet. Mehrere von den Bolschewisten benutzte Eisenbahnlinien erhielten bei Angriffen deutscher Kampfflugzeuge Bombentreffer. Ein Zug mit gefüllten Betriebstoffwaggons wurde zerstört. Südlich des Ladoga-Sees wurden mehrere Kolonnen mit Bomben belegt und mit Bordwaffen beschossen. Dabei wurde umfangreiches Kriegsmaterial vernichtet. Jäger schossen 13 feindliche Maschinen ab. Die militärischen Ziele -es Ostfeldzuges. In einem in der Presse veröffentlichen Auffatz weist der bekannte Militärschriftsteller Oberstteut- nant Georg S o l d a n auf das durch falsche Vorstellungen der tatsächlichen Verhältnisse verursachte, vom deutschen Oberkommando keineswegs geteilte Erstaunen weiter Kreise über die Härte und die lange Dauer des Feldzuges im Osten hin. Er sagt, dabei habe zweierlei mitgesprocken: Im Kriege gegen Finnland 1939/40 haben die Sowjets ihre neuzeitlichen Kampfmittel gegen Finnland nicht eingesetzt, um sie nicht vorzeitig zu enttarnen, und zum anderen haben sie in diesem Feldzug zweifellos nur geringe militärische Fähigkeiten entwickelt. Offenbar hat aber gerade dieser Feldzug in Verbindung mit einer sorgfältigen Beobachtung der auf den vorangeaangenen Kriegsschauplätzen so eindrucksvoll in Erscheinung getretenen deutschen Kampfmethoden den Bolschewisten Anlaß zu einer ungewöhnlich tatkräftig und schnell emporgepeitschten Aufrüstung, Ausbildung und Umorganisation gegeben. Mit allen Mitteln haben sie versucht, Stärke und Schlagkraft ihrer Wehrmacht zu heben. Mit brutaler Rücksichtslosigkeit wurde unbekümmert um den Lebensstandard des Volkes die Aufrüstung betrieben. Ohne Grenzen schöpfte man aus dem gewaltigen, von jeher mili- tärisch vorzüglich veranlagten Menschenreichtum. Die wirtschaftlichen, vor allem die überall weit unterschätzten industriellen Kräfte des Landes verstand man zielsicher auf modernste materielle Kriegs- rüstung abzustellen. Es gibt kein Land außer dem Sowjetstaat auf dieser Erde, das derartige Blutopfer ertragen, Millionen von Gefangenen verlieren, solche Mengen an Kriegsausrüstung, wie geschehen, hätte einbühen können, ohne völlig entkräftet am Boden zu liegen. Die Sowjets zeigen demgegenüber eine den Europäern oft überraschende Unempfindlichkeit und Widerstandskraft, die sie vorläufig immer wieder neue Abwehrfronten hat bilden lassen. Ihre Generale bleiben von den riesigen Verlusten an Menschen und Material so unbeeindruckt, wie im kleinen irgendein niedriger Sowjetführer, der über Hunderte von Leichen seines Verbandes hinweg immer wieder dem sicheren Tod geweihte Reserven in das deutsche Feuer vorführt. Nur wer im Weltkriege einmal Massenstürme der Russen erlebt hat, der kann sich wohl eine bescheidene Vorstellung von dem machen, was sich heute hier im Osten ereignet. Bescheidene! Denn damals bestand eine starke militärische Unterlegenheit des zaristischen Soldaten, während uns heute der bol- schewistische darin auch mindestens gleich, sehr oft sogar noch überlegen war. Die Ausdehnung und Häufigkeit der Minenfelder nimmt nicht ab. Aus Sibirien herangeführte frische Truppen oder Neu- Formationen, in weißer Kleidung der winterlich gewordenen Natur angepaßt, geben dort Rückhalt, wo zehnfach bereits zerschlagene Divisionen nun endgültig zu versagen drohen. Immer wieder haben die Bolschewisten ihre Front geflickt, immer wieder werden Massen in den Kampf geworfen. Für die deutschen Soldaten ist es dabei in der Auswirkung gleichgültig, ob die Bolschewiken durch ihre jüdischen Kommissare oder was sonst in eine eiserne Oie Hauptstadt der Philippinen. -- - .....mm»--- -in - ..... — Die Einfahrt in die Bucht von Manila. Hohe Berge treten an das Ufer heran und fallen gegen die Mitte der Bucht ab. Die Inseln Cor- re g i d o r, Carabao und F r a i l e offenbaren schon die amerikanischen Verteidigungsanlagen. Doch bildet die zur Rechten auf dem Lande gelegene Flottenstation Cavite den Schlüssel zu Manila, zur Hauptinsel Luzon und den Philippinen selbst. Cavite erinnert an den 1. Mai 1898, an dem Admiral Dewey gegen die damals schlecht armierte Feste und die hölzernen spanischen Kriegsschiffe den Angriff eröffnete, der mit der Vernichtung der spanischen Flotte endete. Die Stadt Manila konnte erst am 13. August 1898 eingenommen werden. Admiral Luce bemerkt in seinen Aufzeichnungen: „Eine Niederlage des amerikanischen Geschwaders bei Manila wäre eine Katastrophe gewesen, deren Folgen sich nicht hätten absehen lassen. Ein halber Sieg wäre fast so schlimm gewesen, wie eine ganze Niederlage." Heute droht den Amerikanern in den Philippinen eine Katastrophe. Am Ende der Bucht in einer geräumigen Ebene, die von bläulichen Bergen umschlossen wird, liegt die Stadt Manila, die der ganzen Inselgruppe ihr Gesicht verleiht. Manila wird gewöhnlich als durch und durch amerikanisiert hingestellt. Doch ist das unrichtig. Denn Manila hat sein spanisches Wesen bewahrt. Wohl ist der Verkehr amerikanisiert, sind große quadratische Straßenzüge nach amerikanischem Muster entftanben, doch Aussehen der Stadt, Tracht, Sprache und Wesen der Bevölkerung sind unverfälscht spanisch geblieben. An Sprachen gibt es nicht weniger als vier. Die amtliche ist Englisch. Da aber außer den Behörden kein Mensch englisch spricht, ist das Kastilische ausschlaggebend. Daneben wird noch philippinisch gesprochen. Die vierte Sprache ist das Chine- ische, dessen Bedeutung man erfaßt, wenn man ieht, daß ganze Stadtteile von Chinesen bevölkert ind. Die Philippinos sind eine kräftige, mittelgroße Raste. Die Männer haben ausnahmslos europäische Tracht angenommen; aber die Frauen sind ihrer alten noch aus der Zeit der Christianisierung stammenden Gewandung treu geblieben. Den langen Rock tragen sie an der Seite kokett gerafft, so daß der weiße Spitzenunterrock sichtbar wird. Den Oberkörper verhüllt eine eigenartige Bluse aus durchsichtiger Gaze mit gestreiften, abstehenden Aermelpuffen. Manche der glutäugigen Mestizenfrauen, in deren Adem malaiisches und spanisches Blut kreist, sind von großer Schönheit. Auch die Chinesen haben größtenteils ihre Nationaltracht beibehalten. Polizisten, Schaffner, Kraftwagenfahrer sind ausnahmslos Philippinos, vereinzelt Chinesen, nie Europäer. Neben den Kraftwagen sind Trambahnen vorhanden, sowie zweirädrige Ponywägelchen für zwei Personen, die verhältnismäßig flott und billig fahren. Von dem Pier gelangt man schnell in die Stadt, die sehr sauber ist. Der älteste Teil der Intramotos ober die Walled city ist b i e alte spanische Festung; noch heute von Wall und Graben umgeben, schachbrettartig angelegt mit Wohnsitzen ber hohen Geistlichkeit, zahlreichen katholischen Kirchen und ber Universität. Die eigentliche City, bie Ge- schäftsstabt, liegt am Pasigf 1 uß, einem nicht sehr mächtigen, aber doch recht bedeutsamen Strom ber Insel, ber mit kleinen Dampfern weit hinaus schiffbar ist. Hat man sich glücklich burch bas Fahr- zeugchaos burchgewunben, so kommt man über bie St.-Jones-Brücke zur Plaza Moraga, einem ehrwürdigen edjt spanischen Platz. Von ber Plaza Moraga gelangt man in bie Hauptgeschäftsstraße ber Stabt, bie Esco11 Geschäft reiht sich hier an Geschäft, meist spanischen Bedürfnissen angepaht. Die Escolta ist bie einzige Geschäftsstraße mit modernen Steinbauten, von denen einige sogar kleinen Hochhäusern gleichen. Die weit ausgedehnte N e u ft a b t mit schönen Alleen und Parkanlagen bildet die Wohnstätte der Europäer und Amerikaner; hier liegen auch die meisten Regierungsgebäude. Die bessere Welt wohnt im Dillenvorort Pasay, zu dem breite Autostraßen am Meer entlang führen. Der Baustil ist überwiegend dem der spanischen Alfftadt angepaßt. An öffentlichen Gebäuden ist das Parlamentshaus bemerkenswert, ein freistehender reichgeglieberter Bau mit breiten Marmorfronten, hohen jonischen Säulen und sehr geräumigen Sälen. Auch bie Klubs haben ihre Räume in ben ruhigsten Vierteln; ber deutsche Klub, erst nach dem Weltkriege wieder neu erstanden, enthält neben Restaurationsräumen einige Geschäftssäle und ein gut ausgestattetes Lesezimmer. Der Angriff auf Hawai im Film Der Film über den überraschenden Anariff japa- nischer ßuftftreitfräfte auf Amerikas Pazifikflotte in Pearl Harbour wurde der japanischen Öffentlichkeit übergeben. Die Filmstreifen wurden von japanischen Marineflugzeugen aufgenommen, die sich alle selber aktiv am Anariff beteiligten, sie haben eine Länge von etwa 150 Meter. Zu Beginn sieht man aus großer Höhe zwei japanische Flugzeugträger, die sich durch die stürmische See ihren Weg ostwärts nach Hawai bahnen. Viele Maschinen befinden sich bereits auf Deck. Man scheint sich in der Nähe ber Stelle zu befinden, von wo aus bie Flugzeuge zum Angriff auf Pearl Harbour starten sollen. Das Bilb wechselt, man sieht Maschinen bereits mit Kurs auf Hawai. Der Flugplatz Hickam auf Oahu taucht auf, deutlich erkennt man den Unionjack. Wie bei einer Parabe find reihenweise feindliche Maschinen aufgebaut. Wenige Minuten später, und das ursprüngliche Bild des friedlichen Flugfeldes zeigt allenthalben Bombeneinschläge und Rauchwolken. Hallen und Maschinen, Oeltanks und andere Einrichtungen sind bereits getroffen. Man hort Detonationen ber Bomben. Rauchwolken deh- nen sich über bas gesamte umliegenbe Gelände aus. Noch biefes Bilb riesiger Zerstörung vor Augen, sieht man als nächste Szene frieblich bie Forbinfel inmitten Pearl Harbour liegen, an bereu Kaianlagen Kriegsschiffe aller Klassen liegen. Beson- bers heben sich sechs Schlachtschiffe hervor, bie zwei unb zwei hintereinanber vor Anker liegen. An ber Spitze ein einzelnes Schlachtschiff. Deutlich kann man Sonnensegel erkennen, bie an Bug unb Heck aufgespannt finb, kleine Beiboote schaukeln seitwärts ber Ungetüme. Das Bild muß nur wenige Sekunden vor der zweiten Angriffswelle ausgenommen fein, denn schon die nächste Szene läßt eine hohe Wassersäule erkennen, bie von Lufttorpebos her- rühren bürfte. Das nächste Bilb zeigt bie erste ungeheure Auswirkung bes Angriffs auf Amerikas Pazifikflotte. Die Szene wirb mehrere Minuten lang festgehalten. Der Filmsprecher gibt Erläuterungen über die Schiffstypen unb bie Auswirkungen Der Bomben- bzw. Torpeboangriffe. Das große Schlachtschiff an ber Spitze bes anfernben Geschwabers sinkt bereits, an jedem Schiff und an ben Kaianlagen erkennt man Bomben- unb Torpeboein- schlüge, sieht man immer stärker merbenbe Rauchentwicklung. Der Sprecher weist daraus hin, baß die Schiffe, teils in ber Mitte getroffen, barsten, anbere in weniger als Minutenfrist sanken unb zahlreiche weitere Einheiten schwer beschäbigt würben. Ein großer Hebekran an ben Kaianlagen ist ins Wassessr gestürzt. Man sieht japanische Maschinen über bie Schlachtschiffe hinwegbraufen währenb im Hinter« grunb immer beutlicher bie Auswirkungen ber ^Bombenangriffe auf zahllose Oeltanks erkennbar werben. Es scheint, als ob bie ganze Insel Oahu von Rauchschwaben überzogen ist. Disziplin hineingezwungen werden. Diese Disziplin ist jedenfalls vorhanden, und mit ihr muß gerechnet werden. Im Verlaufe des Feldzuges ist es den Sowjets bisher auch nach den großen Dernich- tungsfchlachten wieder gelungen, sie wiederherzustellen. So erscheint die Kriegführung hier im Osten auch im großen gesehen verständlicher. Oft ist, besonders im Auslande, der Vermutung Ausdruck gegeben worden, daß die bolschewistischen Heere vor ben beutschen ausweichen und sich nicht zur Schlacht stellen würden. In völliger Verkennung der in Kriegen unserer Zeit gegebenen Verhältnisse schwebte dabei die Napoleon gegenüber angewandte Methode vor. Aus erbeuteten Befehlen ergab sich aber immer wieder einwandfrei, daß die Sowjetführung in keiner Phase bes Feldzuges an ein grundsätzliches Ausweichen und gar an eine Schlachtenverweigerung gedacht hat. Immer wieder ist es ihr Streben gewesen, sich an starken Abschnitten, oft in vorbereiteten Stellungen zu setzen, um einem weiteren beutschen Vorbringen Halt zu gebieten, das sich eines Tages unausbleiblich katastrophal auf die Widerstandskraft des Landes auswirken muß. Sehr klar das vorausfehend verlangte sie vielmehr Aus- Harren und Kampf selbst in völlig aussichtslosen Lagen; wie allgemein festzustellen ist, daß wir auf keinem Kriegsschauplatz bisher mit einem Feinde die Waffen zu kreuzen hatten, der so aktiv unb offensiv den Kampf geführt hat. Daraus erwächst die ungeheure Schwere des Ringens. Sie verkleinern zu wollen, bedeutet eine Minderung eines hier im öften gezeigten einzigartigen deutschen Heldentums. Dieses darf aber nicht nur kämpferisch gesehen werden. Zu seiner wahrhaft erhebenden Größe wird es erst durch ein gleichzeitiges Ertragen unvorstellbarer Mühseligkeiten und Entbehrungen emporgetragen. Und wo ist bas Ende? Drei militärische Ziele verfolgt dieser Feldzug: 1. Die Vernichtung der bolschewistischen Streitmacht; 2. Die Zerschlagung ber wichtigsten Rüstungszentren; 3. Die Sicherung derjenigen Gebiete, deren der europäische Kontinent bedarf, um blockabefest zu werben. Im bisherigen Verlauf des Krieges finb biefe Aufgaben zum großen Teil gelöst worden. Ihre restlose Erledigung kann durch die klimatischen Verhältnisse des Kriegsschauplatzes wohl verzögert, aber niemals in Frage gestellt werden. Am Ende wird nicht bie Kapitulation irgendeiner Regierung stehen, sondern bie Vollendung bes deutschen Willens, Europa von jedem ernsthaften bolschewistischen Druck für alle Zukunft zu befreien. Somit handelt es sich nicht um ein weites, beinahe zielloses Vorstoßen in bie uferlose Tiefe des bolschewisttschen Raumes. Der europäische Kontinent hat seine natürlichen Grenzen. Der Wehrmachiberichi. DRV. Aus dem Führerhauptquartier, 2. Januar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Jm Osten setzte der Feind seine Angriffe an zahlreichen Stellen fort Einzelne Einbruchstellen wurden abgeriegclt, andere im Gegenstoß beseitigt. Die Luftwaffe unterstützte den Abwehrkampf des Heeres und führte nachhaltige Zerstörungsangriffe gegen die rückwärtigen Verbindungen des Feindes. Starke Kampf- und Jagdfliegerverbände bekämpften auch gestern die bei J e o d o f i f a auf der Krim gelandeten feindlichen Kräfte sowie die Hafenanlagen. Ein Handelsschiff mittlerer Gröhe und ein kleines Kriegsschiff wurden verfenkt. drei größere Frachter in Vrand geworfen und vier Transporter schwer beschädigt. tfelde müsse. In Wirklichkeit end-ete also der Weltkrieg bt zen des Volkes. Tleujahrswünfche des Führers. tat und die höheren Lehranstalten in allen Städten Auch das letzte paar Skier vrauchl der deutsche Soldat im Winter an der Ostfront. den ge- war, daß die Herrschaft über den Mammon den Besitzer gewechselt hatte, und auch zur See mußte sich auf der Washingtoner Konferenz das stolze Britannien damit einverstanden erklären, daß die USA. eine gleichstarke Flotte bauen dürften, wäh« rend England vor dem Weltkriege die These vertrat, daß es für einen Dreadnought der zweit- stärksten Seemacht zwei überlegene Schiffe bauen Gen den U! Uw aus Der Führer hat dem Senatspräsidenten a. D. Walter von zur Westen in Berlin aus Anlaß der Vollendung seines 70. Lebensjahres in Würdigung seiner Verdienste um die Neubegründungund gung seiner Verdienste um die Neubegründung und Exlibriskunst die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Ein schönes, warmes Kleidungsstück zur IDott- sammlung zu fpenfien, soll Dein kleiner Dank für unsere Soldaten sein. en. An der utlid) kann g und Heck In seitwärts wenige ve« ^genommen : eine hohe pedos hererste unge- nerikas Pa« inufen lang läuterunaen ■hingen oer ße Schlacht' Jeschwaders i den M lorpedoein- nde Nauch' hin, daß die sten, andere nirden. Em ins Wßeffr en über bie im n her W nnbot »«■ l vahu von Mutter und des Marschalls Antonescu die Glückwünsche der Regierung und des diplomatischen Korps. Kleine politische Nachrichten. Die heftigen Kämpfe bei Bardia gehen weiter. Ein feindlicher Schiffsverband hat seine Beschießung gegen Bardia erneuert. Artilleriefeuer im Gebiet von Sollum—Halfaya. « Bei einem Einflug englischer Flugzeuge auf Athen und andere Orte in Griechenland gab es keine Opfer. Die Schoden sind unbeachtlich. Durch Aktionen der finnischen Seestreitkräfte wurde die Insel C o m e r i im östlichen Teil des Finnischen Meerbusens besetzt. Diese Insel wurde von den Sowjets während des Winterkrieges als Ausgangspunkt zum Angriff gegen die südfinnische Küste benutzt. Die Gebäude auf der Insel sind zum größten Teil unversehrt geblieben. Reuter meldet aus Niederländisch-Indien, daß vor einigen Tagen ein U-Boot der niederländischen Marine auf eine Mine lief und sank. Die britische Admiralität gab die Versenkung der beiden britischen Hilfskriegsschiffe „Chadirra" und „Rosabelle" bekannt. * Ein neuer Transport portugiesischer Truppen lief nach den Azoren aus. Die Verschiffung erfolgte auf dem Dampfer „Cavalho Aranjo", der am Diens- tagvormittag aus Lissabon ausgelaufen ist. ♦ Der spanische Transatlantikdampfer „Magalanes" ist in Santander eingetroffen. Das Schiff hatte Neu- york zwei Tage vor dem Ausbruch des Krieges im Pazifik verlassen. Zur Zeit ist der spanische Trans- atlantikverkehr unterbrochen. Zum Jahreswechsel emvfing König Michael von Rumänien im Palais in Anwesenheit der Königin- „Lafayette" als Kriegshilfsschiff i n Dienst der 08^. -Kriegsmarine st e l l t werden. Benzinzuteilung in Indien , um die Hälfte gekürzt. Rom, 3. Ian. (Europapreß.) Infolge der der Provinz Bengalen einschließlich Kalkutta seien nach den Weihnachtsfeiertagen geschlossen worden. Kleiderkarte in Schweden. S t o ck h o l m, 31. Dez. (Europapreß.) In Schweden ist die schon lange erwartete Kleiber-Rationierung eingeführt worden. Sie wird auch.textile Woh- nungseinrichtungen und textile Haushaltsartikel umfassen. In der ersten Rationierungsperiode vom 1. Januar 1942 bis zum 30. Juni 1943 werden den Männern 120 Punkte und den Frauen 110 Punkte auf Kleiderkarte zugeteilt werden. Für gebrauchte Artikel braucht nur die halbe Punktzahl abgegeben zu werden. Mitkämpfer für eine bessere Zukunst. Unsere Ausländskorrespondenten berichten an der Jahreswende aus den befreundeten Nationen. baut) finden im Neuyorker Hafen große Veränderungsarbeiten statt. Wie das Marinedepcrrtement mitteilt, soll die „Normandie" unter dem Namen In Nordafrlka fanden auf der Erde keine größeren Kampfhandlungen statt. Die bei Age- d a b i a zurückgeworfenen B riten wurden von starken deutschen Kampffliegerverbänden angegriffen und erlitten empfindliche Verluste. Die rollenden Luftangriffe gegen Alugplähe auf der Insel TXLaWa wurden erfolgreich fortgesetzt. In der Zeit vom 24. bis 31.Dezember verlor die britische Luftwaffe SSAlugzeuge, davon 33 über dem VNttelmeer und in Nordafrika. Während der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen Großbritannien 18 eigene Flugzeuge verloren. Agedabia. helfen konnte gegen Deutschlands Erfolge, sprang Roosevelt ein. Seine Versicherungen, er täte das aus lauter Großmut, wurden bald entlarvt, denn am 20. August 1940 mußte Ministerpräsident Churchill bekanntgeben, daß England an die USA. Stützpunkte auf Neufundland, den Bermuda- Inseln, den Bahama-Jnseln und den Kleinen Antillen gegen Ueberlasiung von fünfzig veralteten Zerstörern abgetreten hatte. Damit war zum erstenmal offenkundig geworden, wie Roosevelt die Schwäche des Britischen Weltreiches ausnutzte, um immer größere Teile an sich zu bringen. Aber Englands Not wuchs weiter. Das Hilfeflehen und die Bereitstellung der Mittel amerikanischer Steuerzahler durch Roosevelt waren der Anlaß zu weitgehenden geschäftlichen Transaktionen, wobei der Kapitalbesitz Englands in Südamerika zum größten Teil in den Taschen der jüdischen Freunde Roosevelts verschwand. Als Lord L o t h i a n, der bisherige Botschafter in Washington, starb und durch Lord Halifax ersetzt wurde, sagte Churchill am 10. Januar 1941: „Es ist unsere glühende Hoffnung, daß Halifax mit seiner Mission Erfolg hat, die von einer so kapitalen Wichtigkeit ist, wie sie die Monarchie noch niemals einem Engländer anvertraut hat." Damit gab Churchill zu, daß England ohne die Roosevelt-Hilfe nicht mehr existieren könne. Aber Roosevelt ließ sich schw-r dafür bezahlen. In der zweiten Hälfte des April 1941 weilte der kanadische Ministerpräsident MackenzieKingin Washington und zur Ueber- raschung der britischen Inselpresie wurde bekannt, daß zwischen beiden smarten Geschäftsmännern hinter dem Rücken Churchills ein Vertrag abgeschlosien worden war, wonach Kanada mit dem Geld der Vereinigten Staaten aufgerüstet werden solle und den amerikanischen Truppen diekanadische Grenze geöffnet wurde. Neuerdings sind d i e Zollschranken zwischen den USA. und Kanada gefallen. Kanada schaut nach Washington und wend-t sich von London ab. Fast Gleichzeitig kam die Mißstimmung Australiens über die Aufopferung australischer Soldaten auf europäischen Kriegsschauplätzen bezeichnenderweise dadurch zum Ausdruck, daß der australische Ministervräsident in Telegrammen nach London seinem Unwillen über die Politik Englands in Ostasien Ausdruck gab und sich direkt an Roosevelt wandte, der den Schutz Australiens gegen Japan übernehmen solle. Kanada und Australien bilden neben Indien die Hauptzierstücke der englischen Krone in der englischen Vorstellungswelt. Wenn die USA. die bislang britischen Dominions Australien und Kanada sich angliedern, so fragt sich wohl heute mancher Engländer, was bleibt dann von dem britischen Empire? Roosevell hat längst seine Augen auch auf Indien geworfen und Delhi mit einem Sonderbotschafter beglückt, um die Stimmung der Inder zu erforschen. Was das heißen will, weiß man nach dem Beispiel der berüchtigten Tätigkeit anderer Sonderbotschafter. Es ist der Weg trockener Crb- schleicherei. Allerdings hctt die Rechnung Roosevelts einen Fehler. Die Japaner sind in Ostasien draus und dran, Churchill sowohl wie den erbschleichenden Roosevelt aus den Angeln zu heben, wonach^ also Roosevelt in der Rolle eines betrogenen Betrügers da stände! Ungarn kennt seine Feinde Von unserem Graf Schl.-Berichterstatter. n'. Mere, alten $tn ’usMms. ,„n e Guro. *n«or. en für De- und billig Stobt, ManAg, ^fche um. Mtzen der I? .schell die @e, -'nem nicht 'nen Strom wit hinaus das Fahr, 'n über die 0®. einem .der Plaza Mtsstratze sich hier an , angepaßt, ge mit rna« W kleinen nit schönen Watte der । auch die Welt wohnt reite Auto- Baustil ist t angepaßt. Mentshaus gegliederter n jonischen h die Klubs ierteln; der wieder neu onsräumen ittetes Lese« i f, 3. Januar. (Europapreß.) Aus dem von fSA. beschlagnahmten französischen Riesendampfer „Normandie" (83 000 BRD, 1934 ge- rnich'E je* bebarf, ® Verlaus lulation tt* ftoUenW ebe»’ 3^ ertofe " Oer Erbschleicher. Von unserer Berliner Schriftleitung. Als der englische Imperialismus unter Chamberlain dem Aelteren in den achtziger und neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts die Welt mit seinem Geschrei erfüllte, uni) der Burenkrieg zeigte, was dieser Imperialismus wirklich an Unmoralität und Barbarei bedeutete, schrieb einer der britischen Theoretiker des Imperialismus, Sir Charles D i I • kes, die Welt von morgen würde britisch sein. Aber Dilkes hatte dabei eine beklemmende Ahnung. Er sagte: „Durch den Mund Amerikas wird England zur Welt sprechen." Die Unnatürlichkeit der britischen Weltherrschaftscmsprüche ergivt sich schon aus der geographischen - Lage der Briten- insel, die, an der Peripherie Europas gelegen, einen politischen Hegemonieanspruch nur solange aufrecht erhalten konnte, als er ernsthaft nicht, was jetzt der Fall ist, von einem geeinten europäischen Kontinent zurückgewiesen wird. Die Nordamerikaner haben nun diesen Ausspruch Dilkes auf ihre Weise verwendet. Der Weltkrieg zeigte, daß die finanzielle Macht Großbritanniens als Weltbankier gebrochen Machtposition von London nach Washington. Dieser Krieg nun soll nach dem Plane Roosevelts die englische Konkursmasse in den Besitz der Van° kees bringen. Als England sich nicht mehr selbst t$L jtnw8 E 'S* '"jSr (Nachdruck, aucy mit Quellenangabe, verboten!) Budapest, Ende Dezember 1941. Als Ungarn in Vergeltung des feigen Ueberfalls der Sowjetluftwaffe auf die offene Stadt Kaschau und andere nichtmilitärische Ziele am 26. Juni d. I. zu den Waffen griff, um sich als Bündnispartner Deutschlands am Vernichtungsfeldzug gegen die Moskauer Weltbrandstifter zu beteiligen, zog es die unausbleibliche militärische Konsequenz sowohl aus seiner außenpolitischen Achsenorientierung als auch aus seiner traditionellen Kampfstellung gegen den Bolschewismus. Diese Kampfstellung gliedert sich deutlich erkennbar in zwei zeitlich voneinander getrennte Abschnitte, und zwar in die Epoche der Ueberwindung des Bolschewismus als innerer Gefahr nach der Niederwerfung des jüdischen Räteregimes von 1919 und in das Zeitalter der allgemeinen und unbedingten Erkenntnis als einer unmittelbaren außenpolitischen Bedrohung nach der Ratifizierung des wechselseitigen Hilfeleistungsvertrages zwischen der Sowjetunion und der Tschecho-Slowakei am 12. Mai 1935. Der psychologische Druck, den das „Flugzeugmutterschiff der Sowjetunion", wie die Tschecho- Slowakei damals von den Einkreisungspolitikern mit schadenfrohem Stolz genannt wurden, begünstigte das Wiedererwachen des inneren Abwehrwillens gegen eine beinahe schon in Vergessenheit geratene Gefahr, der vielfältige Ausdrucksformen in national-radikalen Verbänden verschiedener Namen und Färbungen suchte. Mag ihre Bedeutung auch für die Gestaltung des innerpolitischen Regimes von untergeordneter und nur mittelbarer Wirkung gewesen sein, so war ihr Entstehen doch symptomatisch für ein gesteigertes Bedürfnis nach Sicherheit, das dann im Beitritt Ungarns als erster Staat nach den Unterzeichnermächten zum Antikominternpakt im Januar 1939 eine gewisse außenpolitische Befriedi- R o m, 2. Ian. (Europapreß.) Den ersten Augenzeugenbericht über die Schlacht bei Agedabia bringt „Tribuna". Danach machte eine englische motorisierte Abteilung den Versuch eines U m f a s s u n g s- Manövers, wurde aber sofort von Panzerkräften der Achse in der Flanke gefaßt, Tag und Nacht von der Luftwaffe behämmert und schließlich geschlagen. Erst am dritten Kampftage sei der englische Umfassungsplan klar zum Ausdruck gekommen. Starke Kräfte auf gepanzerten Kraftwagen, von Panzerkampf wagen und Panzerspähwagen angeführt, hätten die Deckung /für die auf Kraftwagen verladenen Truppen und die von Kraftwagen geschleppten Batterien der Artillerie gebildet. Deutsche und italienische Panzer- kräfte feien, unterstützt von Dutzenden von Sturz- kampfflugzeugen, in rasender Fahrt vorgejagt, um ich unter der Flugbahn der eigenen Artilleriege- chosse hindurch gegen die Flanke des Fein- »es zu werfen. Dieser habe so schnell zurückgemußt, daß er nicht nur seine Toten und Verwundeten, sondern auch zahlreiche Panzer, gepanzerte und ungepanzerte Kraftfahrzeuge, jum Teil noch völlig brauchbar, auf dem Schlachtf"^- zurücklassen mußte. Noch, als sich die Engländer in Sicherheit glaubten, hätte man sie im Nachstoß gefaßt. Die von den Engländern einge- setzten Panzerfahrzeuge seien eben erst in bestem Zustand aus Aegypten eingetroffen und hätten den Kern der englischen Panzerformationen dar- möglichkeit der Heranziehung von Reserven Südasien sind von der indischen Regierung die Benzinzuteilungen um 50 v. H. gekürzt wurden. „Tribuna" berichtet, daß aus Furcht vor Fliegerangriffen ein großer Teil der Bevölkerung von Madras die Stadt verlassen habe. Die Unioerfi- Berlin, 2. Ian. (DNB.) Anläßlich des Jahreswechsels fand zwischen dem Führer und zahlreichen Staatsoberhäuptern und Regierungschefs des Auslandes, insbesondere denjenigen der verbündeten Länder, ein Austausch von Glückwunschtelegrammen statt. Die in Berlin anwesenden Botschafter, Gesandten und Geschäftsträger brachten dem Führer ihre eigenen und die Glückwünsche der von ihnen vertretenen Staatsoberhäupter, Regierungen und Völker durch Eintragung in das in der Präsidialkanzlei des Führers ausgelegte Besuchsbuch zum Ausdruck. Ferner fand gleichzeitig auch ein Telegrammwechsel zwischen S erhielt. Dieses ungarische Sicherheitsbedürfnis um ein Vielfaches gesteigert erneut auf, als im Zuge des Zerfalls des Tschechenstaates und Polens die Sowjetunion Grenznachbar an den Nordostkarpathen wurde und damit die bolschewistische Bedrohung in ihrer imperialistischen Gestalt als unmittelbare Gefahr in den Kreis des politischen Bewußtseins trat. Kein Wunder also, daß der Befehl des Führers, dem bolschewistischen Ueberfall auf Europa zuvorzukommen, auch in Ungarn wie die Befreiung von einem furchtbaren Albdruck wirkte! Wenige Tage später griff die junge unga- rische Honved in treuer Bündnisverpflichtung zu den Waffen und erbrachte den vollen Nachweis ihrer militärischen Einsatzfähigkeit. Während die Truppe draußen.ihre Pflicht erfüllt und am Feldzug Europas teilnimmt, merkt das Hinterland nicht allzuviel vom Krieg. Gewiß, es ist auch in Ungarn vieles knapper geworden; von Entbehrungen zu sprechen, ginge aber doch zu weit. Ein alter Feind, der Jude, regt sich allerdings, fei es als Schieber und Warenhamster, sei es als Hetzer und Stimmungssaboteur. Die überwiegende Mehrheit der ungarischen Nation kennt jedoch diesen inneren Feind und ist auf der Hut! Das ungarische Volk hat sich zum neuen Europa bekannt und wartet mit entschlossener Zuversicht auf den Tag, von dem ihr verstorbener großer Ministerpräsident Julius G ö m b ö s 1935 schon prophetisch gesagt hatte, daß die Welt das große Verdienst des nationalsozialistischen Deutschlands dereinst anerkennen wird, den Bolschewismus ausgeschaltet zu haben. Die auf Stalins Betteiben erfolgte Kriegserklärung Englands an Ungarn hat allen Schichten des Volkes gründlich die Äugen dafür geöffnet, daß der Kampf des nationalsozialistischen Deutschlands der Freiheit und dem sozialen Frieden aller europäischen Nattonen dient! gleichzeitig auch .... „ . dem Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop und den Staatsmännern der mit Deutschland verbündeten Staaten statt. NSG. Der Führer antwortete Gauleiter Sprenger auf seine Neujahrsglückwünsche mit folgendem Telegramm: „Für die mir zu Beginn des neuen Jahres ausgesprochenen Glückwünsche danke ich Ihnen herzlich. Ich erwidere sie aufrichtig. Mit deutschem Gruß! Adolf Hitter." aber auch als Verpflichtung gebraucht man hier das Wort, daß Bulgarien für den Balkan dasselbe be-, _ __ z ... ______ ..... ... ________v deutet, wie Deutschland für Europa. Unter dieser i reite mit einer Verlagerung der angelsächsischen Parole steht daher die bulgarische Politik, angelehnt ----** 1— an Deutschland und an den Führer, dem jedermann tiefe Verehrung entgegenbringt. Kem mazedonisches Dorf, das nicht ein Führerbild in jedem Hause hätte, und der Bulgare weiß: Nicht der „Zarbefreier" verdient das Denkmal des Jahrhunderts; der Führer ist der Befteier, und sein Denkmal steht tief im Her- Bulgariens neue Epoche. Von unserem K. Sch.-Berichterstatter. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Sofia, Ende Dezember 1941. Die große Straße, die vorn Sofioter Schloß ausgeht, und an der das große Hotel aller Fremden „Bulgarie", Kaffeehäuser, Parlament und andere staatliche Gebäude stehen, heißt „Zar Oswaboditel" („Zarbefreier"). Vor dem Parlament erhebt sich das Denkmal dieses Zaren Alexander, Sinnbild für die jahrzehntelange enge Verbindung zwischen Sofia und Moskau. Im Lichte der bulgarischen Geschichte hat dieses Land einen beinahe mystischen Schimmer bekommen. Vergessen wurde, was es für Bulgarien mit sich brachte. Nach dem Weltkriege setzte sich vor die slawische Sentimentalität etwas anderes, zwischen Moskau und Sofia: der Kommunismus. Was am Kommunismus in Wahrheit Panslawismus war und im Panslawismus wieder bolschewistisch, darüber lohnte es einmal zu streiten. Das abgelaufene Jahr 1941 zeichnet sich dadurch aus, daß es den Schlußstrich unter den Streit gezogen hat. In Bulgarien ist eine neue Epoche eingette* ten, und eines Tages werden sich die Bulgaren daran erinnern, daß der „Zarbefreier" eine Epoche ihrer Geschichte bildete, daß die Gegemvart aber schwerere und völlig neue Züge aufweise. Eine (Sofioter Zeitung schrieb unlängst, daß Bulgarien die Pflicht habe, sich an dem Kampf gegen den Kommunismus lebhafter zu beteiligen, schon weil dies die Dankbarkeit gebiete. Die Wachsamkeit und der Spürsinn der Polizei haben allen kommunistt- schen Nestern das Handwerk gelegt. Die sowjetischen Fallschirmspringer wurden festgenommen, wobei sich die Bevölkerung in hervorragender Weise beteiligte, und alle Beobachter stimmen schließlich darin überein, daß das Jahr 19-sl allen bolschewistischen Berechnungen zum Trotz* in denjenigen Teilen des Volkes, die für dieses Gemisch von Kommunismus und Panslawismus noch empfänglich waren, einen grundlegenden Wandel hervorgerufen habe. Die Armee und die Politiker, die feit Jahr und Dag die festen Säulen einer Politik an der Seite der Achse waren, konnten auf die erzielten Erfolge Hinweisen. Sie konnten von einer Volksabstimmung sprechen, als die deutschen Soldaten einmarschierten und vom Mann auf der Straße, vom Bauern jubelnd begrüßt wurden. Wir haben einen handgreiflichen Beweis für die Wichtigkeit des Sieges: Bulgarien hat siä) um zwei Drittel seiner Fläche und fast die Hälfte seiner Bevölkerung vergrößert. Das alles im Frieden, durch den Willen des Führers, mit der vollen Zustimmung des deutschen Volkes, das feine tapferen Waffengefährten aus dem Weltkriege und seine damals gebrachten Blutopfer niemals vergessen hat. An der Jahreswende steht Bulgarien mitten in der friedlichen Arbeit, bereit zum Einsatz, falls es von ihm verlangt würde. Die Eingliederung der neuen Provinzen macht Arbeit, und der neue Wirtschaftsraum muß gestaltet werden. Die bulgarische Wirtschaft leistet das ihre, um die Versorgung der Achsenpartner sicherzustellen. Das Heer wird unablässig geschult und auf der Höhe gehalten. Freilich ist es nicht so, daß sich Bulgarien gegen einen Feind auf die Lauer zu legen hätte, von den besetzten Gebieten abgesehen. Mit Rumänien bestehen korrekte Beziehungen, und man hört auf beiden Seiten Den Wunsch, nunmehr einen Schritt weiterzugehen, denn was sollten das bulgarische und rumänische Volk miteinander haben? Gegenüber der Türkei hat Bulgarien durch seine berufenen Vertreter mehr als einmal seine friedlichen Absichten und seine freundschaftlichsten Gefühle betont Für die allgemeine Lage also ist eine Aufwärtsentwicklung nur günstig. Doch weiß ein Balkanvolk mir zu gut, daß man das Erworbene nun auch besitzen muß. Mit Stolz, gestellt. Oie LlGA. müssen mitbluten. Basel, 31. Dez. (Europapreß.) Die „Basler Nachrichten" schreiben zu den angelsächsischen Bemühungen aus Zusammenfassung aller achsenfeindlichen Kräfte, das Problem sei, ob die natürlichen Egoismen der über die ganze Welt verbreiteten Bunoesgenossenschaft so überwunden werden könnten, daß jeder Teil der Sache des Ganzen Opfer bringe, die Liese! Bender Arthur Pietsch Feldwebel in einem Heeres-Fla.-Bataillon Arzt sucht r-z-MMl- öoönunfl mit Küche evtl, auch möbl. Zuschr.unt. 21D a. d. Gieß. Anz. Gewürzte Beifuttermischung ANIMALIN mit D-VITAMIN für alle HAUSTIERE Wertvolle HiHe bei Fütterung von Nutz- und Mastvieh MODEHAUS Carl Nowack Gietzen-Wiefeck. Rodelbahn a. d. Bergstraße oder auf dem Wege dorthin [isD Rodelschlitten verloren. Abzugeben geg. Belohnung - Marb.Str.2v5p Kirchliche Anzeigen. (G. --Gottesdienst, KG. --Kindergottesdienst, HG. --Hauptgottesdienst, HG.-Abendm. --Hauvt- gottesdienst mit- Beichte und Abendmahl.) Gietzen. Sonntag, 4. Januar. Stadtkirche. 10, Schmidt- 11.15 KG.(Matthäus-Gem.); 16, Becker. Johanneskirche: fallt aus. Kapelle Alter Friedhof. 10, Walther-11.15 KG. Kapelle Wetzlarer Weg. 10, Lrz. Dr. Jost-11.15 KG. n _ Gietzen-Klein-Linden. 10.30 KG.- 13.30 Liz. Dr. Jost. Gietzen-Wiefeck. 10 G.-11 KG. Kirchberg. 10 G.-11 KG. Lollar. 13 KG.-14 G. Sich. 10, Kahn- 14, Naumann. Evang.Stadtrnission, Löberstr. 14. Sonnt., 4. 1., 9 Andacht- 13.30 S.-'Sch.-17 Predigt u. Abendm.- 7.. bis 10.1., 20 Allianzverlammlg. 7-reie evang. Gemeinde Metzen, Zu den Mühlen 2. - Sonnt., 4.1 9.45 Erbannngsstunde -11 Sonnt Schule - 15.30 Gemeindestunde. Ausgabezeileu: von 8 bis 13 und von 15 bis 18 Uhr. Welcher Ausgabetag für die Bezugsberechtigten in Frage kommt, ist aus dem Personalausweis ersichtlich. Die Karten werden nur an Er- . wachsene ausgehändigt. Die Reste der Karten des 30. Versorgungsabschnittes müssen zurückgeliefert werden. II. Sofort bei Entgegennahme sind alle Karlen aus Zahl und Richtigkeit der Altersstufen nachzuprüfen; spätere Beanstandungen sind zwecklos. GEBRaXEWTFÄRBEREI Läden und Annahmestellen überall Mann oder Frau zur Bedienung einer Heizung gesucht 30d Fran Anna Möser • Zu den Mühlen 12 Goldig Silber*. Packerinnen für Dauerbeschäftigung Carl Scblflter, Half eeöroßrösterei Gießen, den 3. Januar 1942. 19C Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Ernährungsamt Abt. 6 und Wirtschaftsamt. */) z .-Zt. beschränkt nur lieferbar doch nach dem-Kriege immer da Spielplan vom 6. bis 11. Januar: Dienstag, den 6. Januar, 19 Uhr IT.Dienstagmiete u.Halbmicte A Hokuspokus. Mittwoch, den 7. Januar, 15 Uhr Dornröschen. 19 Uhr 17. Mittw.-Miete u. H dbmiete B Das Mädchen Till. Freitag, den 9. Januar, 18.30 Uhr 17. Freitagmiete u. Halbmiete B z Risoletto. Samstag, 10. Januar, 18.30 Uhr Wochenend im Theater Der Zarewitsch. Sonntag, 11. Januar. 14.30 Uhr Zum letzten Male! Dornröschen. 18.30 Uhr: Monika. Bekanntmachung Befr.: Ausgabe der Lebensmittelkarten 32. Versorgungsabschnitt. Sonntag, den 4. Januar 14.30—16.30 Uhr Dornröschen Weihnachtsmärchen von Robert Bürkner. Preise von 0.90 bis 1.60 RM. 18.30—21.45 Uhr Der Zarewitsch Operette von Franz Lehär Preise von 1.20 bis 4.10 RM. Zum baldmögl. Eintritt suchen wir für unser cnem.Laboratorium einen ordentlichen Jungen mit leichter Auffassungsgabe als Lobelins Schriftl. Bewerb. unt.Beifüg.von Lebenslauf u. Schul zeugn. erb. an Mannesmannrohren »Werke Abt. Bergverwaltung Gießen, Gutenbergstraße 6. 2?D „Hicoton“ ist altbewährt gegen das Uebel. Preis RM. 2.90. In allen Apoth. u. Neue Apotheke, Gießen. Prosp. gratis vom Alleinhersteller: x „Medika“, München 42. 32V 1. Ausgabetag: Montag, 2. Ausgabetag: Dienstag, 3. Ausgabetag: Mittwoch, 4. Ausgabetag: Donnerstag, 8. Januar 5. Ausgabetag: Freitag, 9. Januar MONDAMIN er halfen <5ie ottf Vie X-Ab schnitte 6 er Reichst vor- .karte für Kinver bfS jo 6 Jahren Architekt,Nordd., gr.vollschl. Erseh. (1,78), viels.int., i.Fried.selbst., jetzt i. gr.Jnd.-Konzern tat., suchtzwecks bald.Ehe ein wirkt, lieb. Mädel od. ig. Wwe. kenn. 3. lern. Tief., warm. Gemüt u. ausr.Ehar. unbed. erford. Dam.,d.e.wirkl.gut.Herzhab.,könn. u.04419 a. d. Gieß. Anz. schr. Anon. Brf. w. nur, w.Bild beiligt,beantw. NIMM in Haushalt für ganze oder halbe Tage ges. [ose Ludwigstr. 27 p. Zuverlässiges Mädchen für Beaufsichtigung ein. 3jahr. Kindes und für leichte Hausarb. tagsüber sofort gesucht. [38D Kriedrich Horn, Neustadt 12. |stellengesuche| SlenolWislin perfekte Kraft, sucht entsprechd. Stellung. Schriftl. Angeb. unter 024 an den Gieß. Anzeiger. Junge Frau sucht LeWsliWg flitniMoss Große Werkstatt Ggs-, Wasser- u. Strom-Anlagen vorhanden, evtl, mit Wohnung zu vermieten. Schr. Anfr. unt. 016 a. d. G. A. Garagen zu vermieten (auch als Lagerraum geeignjois H.-W.-Wall 49. | MLetgesuche | 3-4-äimmet- Vohmg alsbald od. spät, ges. Schr. Ang. u. 025 a. d. G.A. Reiser unentgeltlich abzuholen. [028 Hitlerwall 23 I. Suche aus Privathand 8000 Mk. auf erste Hnvo- thek, Grundbesitz, zu leihen. Schr. Ang. unt. 36 D a. d. G. A. Bezugsscheine verloren zwiscb. Horst-Wess.-Wall u.Kreuzvl.,laut. a. d. N. Biedermann, Wetzlar, Jobanneshof31. Bei Warenabgb. bitte Ausw. verlangen. [25D 2-3-3immer- VVWIIW sof. od. spät, von Beamtenwitwe ges. Schr. Ang. u. 012 a.d. G.A. Alleinstde. ältere Frau sucht eine kleine Wohnung (1- od.2-Zimm.- Wohn.) für alsb. Schr. Ang. unt. 029 a. d. G. A. Ostmärker, verh., mit Kind, sucht sofort in ob. Nähe Gießens leeres od. möbl. SfilQljimmer unö 6Ne od. Küchenbentz. Schr. Ang. unt. 033 a. d. G. A. Möbliertes Zimmer von jung, berufstätig. Herrn ges. Schr. Ang. unt. 023 g. d. G. A. x^uh. «ny. unt. mgtzeitung, den 034 g. d. G. 21.1 SiefienerAnselger Else Sack Albert Hartmann Oberfeldwebel in einer Luftnachrichten-Abt. Heuchelheim Heuchelheim Wilhelmstr. 16 z. Z. im Felde Im Januar 1942 _____________________35 D/ | Kaufgesuche Ein- bis Zweifamilienhaus z. kaufen gesucht. Schr. Angebote erbeten unt. 038 g. d. Gieß. Anz. | Verkäufe | Foxterrier 1 Jahr alt, zu verkaufen. [037 Leimenkauter- _______weg 19. Gebrauchter fifiWetö (Guß) zu verk. [039 Ludwigstr. 10 L turn Höchstpreis K Carl Brück & Juwelier* • SS Giessen KreuzpLS 8 Tel. 3602 G.B.A*C411325 |Stellenangebote Keine Ursprnngi- Zeugnisse, irntbem nur BeuflitU- (tbfdiriften dem de werbungi»>chretben bet> le-rn! - £i»tbüber undBewerbungsuntev lauen müsten zur der Meldung von deriusten aus der «ückieile Namen und Anschrift des vewe» bers nagen! Suche für sofort Putzfrau für Büro. Rechtsanwalt Dr. Wämser, Hindenburg- wall 16 p. fi2D Ehrliche, gründ!. Putzfrau für 1 od. 2 Nachmittage in der Woche bei gutem Lohn gesucht. 3u erfragen i. d. Geschäftsstelle d. Gieß. Anz. soso MW für zwei- b. dreimal wöchentlich gesucht. [035 Neuen Baue 21. Polz-ö-FlickiraD sofort ges. [37D Ludwigstr. 6 p. „Nbeingold". Erfahrenes Hausmädchen nicht unter 20 I., zum 15. San. od. 1. Febr. gesucht. Adolvb Lvncker, Bahnspediteur, Erleng. 7 [24D Wegen Verheir. meiner jetzigen, suche für sofort oder spät, tücht. Hausgehilfin Salon Klenker, Seltersweglü 022 Körperlich Behinderter sucht leichte Beschäftigung. Schr. Ang. unt. 031 a. d. G. A. Kleine Anzeigen richten sich cm die Bevölkerung der engeren Heimgt! Darum: Kleinanzeigen in die Hei- Gießen Kaiserallee 26 __00015/ Gebr. WiselWue und Sonnet z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 026 a. d. G. A. 2 gebrauchte ItolWn m.Matr.z.kf.ges. Schr. Ang. unt. 014 g. d. G. A. Gut erhaltener Kinder« Sportwagen z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 030 a. d. G. A. Gut erhgltene HatlWfel Gr. 41-42, zu kaufen gesucht. Schriftl. Zlngeb. unter 04384 an den Gieß. Anz. | Verschiedenes | Perfekte taschneiderio ges. Schr. Ang. u. 019 a.d. G.A. Landwirt, mit schön. Anwesen, 40MorgenLand, gutenGebäuden, gutem Viehbestand und gutem, reichhaltig. Inventar, sucht auf eÄtstell.Hnvothek 12000 Mark. Pünktliche Zinszahlung wird zugesichert. Schr. Angeb. unt. 41D an d. Gieß. Anz. 6 Atonate aller Oeniffiet MMtiet Hündin, Glatth., mit Stammbm., nur in gute Hde. zu verk. I22D Bahnbofstr.7111 Gebrauchter Küchenherd zu verk. Zu erfr. i. d. Geschaftsst. d. G.A. l032 ^ummwaum 2,50 m, schön gewachsen, z. verk. Gietzen,Tannen- weg 1p. lo27 Gehurt anzeigen (mi Brühl, Gießen 130 m. 2 Zweites Matt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberdeilen) .V4.3anuart942 Aus dem Reich Unsere Soldaten sollen nicht frieren müssen! Gib gern und freudig zur Wollsammlung! Keine Steuererhöhungen 1942. Staatssekretär Reinhardt vom Reichsfinanz- ministerium erklärt in der „Deutschen Allgemeinen Zeitung", die Summe der ordentlichen Reichseinnahmen wird im laufenden Rechnungsjahr 45 Mil« liarden erreichen. Das ist mehr als die Hälfte des gesamten Finanzbedarfs des Reiches, während im Weltkriege nur 13 o. H. des Finanzbedarfs durch ordentliche Einnahmen gedeckt waren. Von den Gesamteinnahmen entfallen mindestens 32 Milliarden auf die Steuern. Für 1942 wird das Steueraufkommen sogar auf 35 Milliarden geschätzt. Der durch Steuern gedeckte Teil des Finanzbcüarfs wird demgemäß von Jahr zu Jahr größer. Der Staatssekretär kündigt an, daß demnächst auch die Einkommensteuertabelle der Veranlag- ten durch Verengung der Stufen neugestaltet wird, um Härten bei der Veranlagung zu beseitigen. Die neue Tabelle wird erstmalig bei der Veranlagung für 1941 angewendet. Der Staatssekretär teilt weiter mit, daß für das Jahr 1942 Steuererhöhungen nicht in Aussicht genommen sind. Jedes Gerede von einer Erhöhung der Vermögenssteuer oder gar von einer allgemeinen Vermögensabgabe fei Unsinn. Ebenso denke niemand an eine Erhöhung der Erbschaftssteuer Mer an eine Beschlagnahme des Erbes von kinderlos Verheirateten. Die Verschuldung des Reiches habe zu Beginn des Krieges 37,2 Milliarden betragen. Sie werde Ende 1941 etwa 130 Milliarden erreichen. Dieser Schuldenstand gewähre, gemessen an der Leistungskraft der deutschen Volkswirtschaft, noch einen sehr erheblichen Spielraum für die Kriegsfi« bei den Herstellern und Verteilern vorhandenen Bestände von einer bestimmten Mindestmenge ab erfaßt. Eine scharfe Zusammenlegung der Erzeugung und eine stark beschränkte Absatzlenkung ist nötig geworden. Insgesamt werden es 700 bis 900 Betriebe sein, denen die weitere Herstellung möglich sein wird. Von den kleineren Betrieben werden vor allem Fach- und Spezialbetriebe aufrechterhalten. Die Lieferungen von Fertigspirituosen werden zeitlich und gebietlich gesteuert. Die zeitliche Lenkung erstreckt sich vor allem auf die Wintermonate. Die gebietliche Lenkung ist vor allem in die Gebiete der Luftgefährdung und der Industrie vorgesehen. Für alle Betriebe entfällt die Aufrechterhaltung der alten Lieferbeziehungen. Die noch möglichen Zuteilungen werden über die Ernährungsämter gelenkt. nanzierung. Die Verschuldung Englands betrage auf den Kopf der Bevölkerung mehr als das Dreifache. Einschränkung der Trinkbranntweinerzeugung. Da der Trinkbranntweinverbrauch noch mehr als bisher hinter dem kriegsbedingten A l k o h o l b e - darf für technische Zwecke zurückstehen muß, sind einschränkende Maßnahmen notwendig geworden. Ab 1. Januar ist die Herstellung von Trinkbranntwein und trinkbranntmeinähnlichen Erzeugnissen genehmigungspflichtig, zugleich werden die Europa und das Reich Von Professor Dr. Paul Ritterbusch, Berlin. worden. Denn die Bildung des Reiches bedeutet zugleich eine Neuordnung Europas und diese wäre ohne die Bildung des Reiches nicht möglich. Darüber hinaus aber ist diese Neuordnung zugleich der Beginn einer neuen Weltordnung, die man als Ordnung der Lebensräume bezeichnen kann, und die bereits überall im Entstehen begriffen ist. Der Leidtragende aber wird die zwischenkontinentale Ordnung des britischen Weltreiches sein. Für den Tieferblickenden ist das britische Weltreich keine in sich selbst ruhende und aus eigener Kraft lebende Einheit mehr. Das englische Mutterland ist nicht mehr die tragende Mitte und Herr des Schicksals seines Weltreiches. Auf sich allein angewiesen kann es, wie der Gang des Krieges bewiesen hat, das Weltreich nicht mehr halten. Dessen Schwergewicht liegt heute schon mehr in Washington als in London. Der nordamerikanische Kontinent aber kann bereits als der Nachfolger des britischen Weltreiches gelten. Die englische Insel ist dabei, ein Außenposten des amerikanischen Kontinents zu werden. England aber steht schon immer gegen Europa, gegen seine wirkliche Ordnung und gegen eine geschichtliche Schicksalsgemeinschaft feiner Völker. In aller Klarheit zeigt es sich als der Feind des europäischen Friedens, der es immer war. Diese gewaltigen Geschehnisse sind Revolutionen unseres Geschichtsbildes und der bestehenden geschichtlichen und politischen Ordnungen von einem noch gar nicht erkennbaren Ausmaße. Sie sind zugleich ein Zusammenbruch der geistigen Ordnungen und der politisch-geschichtlichen Systeme, die sich in den letzten Jahrhunderten gebildet haben. Die Lehren und Gedankensysteme von Jahrhunderten finden ihre Revision, eine der größten geistigen Revolutionen der Weltgeschichte vollzieht sich in unseren Tagen. Hier aber erhebt sich eine der gewaltigsten Aufgaben der deutschen Wissenschaft: Sie ist immer der erkenntnismäßige Ausdruck der Epochen unserer Geschichte gewesen. Sie muß es auch heute sein. Die Wissenschaft ist selbst aber ein wesentlicher Teil der politisch-schöpferischen Gestaltungskraft unserer Zeit. Wissenschaft und politisches Planen und bewußtes Gestalten sind nicht voneinander zu trennen. Bewußte Gestaltung ist der Sinn und die Aufgabe der Politik wie der Wissenschaft. Darin sind sie in einem letzten Grunde eins. Das Reich und die Neuordnung Europas werden nicht sein, wenn sie nicht als geistige Ordnungen von der Wissenschaft mitgestaltet werden. So erwächst gerade der Wissenschaft bei der geistigen Gestaltung des Reiches und Europas ihre besondere geschichtliche Aufgabe. Das geschichtliche Gesetz zu erkennen und den geschichtlichen Irrtum zu bannen, ist die Forderung der Zeit und damit die Aufgabe in erster Linie gerade auch der Wissenschaft. Denn die Wissenschaft ist für jeden geschichtlichen Lebenskampf unentbehrlich. Ein Volk, das nicht zugleich diese Aufgaben seiner Wissenschaft erkennt, kann kein Volk sein, das Weltgeschichte gestaltet und geschichtliche Epochen bestimmt. Ein Volk, das seine Wissenschaft vernachlässigt, würde sich im Kampf der Völker auf die Dauer aller Siegesaussichten berauben. Heute zeigt sich, daß der Krieg nicht nur ein Kampf der rein technisch-materiellen Waffen ist, sondern darüber hinaus ein geistigerKampf, ein Kampf der wissenschaftlichen Leistungsfähigkeit und der Forschungskraft der Völker. Die größte Pflege gerade auch der Geisteswissenschaften ist darum ein einfaches Gesetz der Selbsterhaltung des Volkes, seiner Wehr- und Kampfkraft. Neben dem Soldaten steht so ebenso notwendig der wissenschaftliche Forscher. Soldat und Wissenschaftler sind, wie dieser Krieg. zeigt, in allerengster Weise miteinander verbunden. Neben dem besten Soldaten der Welt muß der beste Wissenschaftler der Welt stehen. Der eine kann den andern im Krieg der Gegenwart nicht entbehren. Aus dieser Erkenntnis heraus hat sich die deutsche Geisteswissenschaft zu einem besonderen Kriegseinsatz zusammengefunden. Die ersten Ergebnisse der Gemeinschaftsarbeit dieses „Kriegseinsatzes der deutschen Geisteswissenschaft" wurden in diesen Tagen anläßlich der ersten wissenschaftlichen „Buch- und Dokumentenschau" der Oeffentlichkeit übergeben. Wie schon das Leitwort dieser Ausstellung besagt, will die deutsche Wissenschaft nichts anderes leisten als einen Beitrag zum „Kampf um Reich und Lebensraum". Mahnend und fordernd und als Ausdruck der Gesinnung der deutschen Wissenschaft steht vor uns ein Dort des großen Philosophen Hegel: Halten wir uns daran, daß der Weltgeist das Kommando zu avancieren gegeben hat. Einem Kommando aber wird pariert! Anläßlich der Buch- und Dokumentenschau „Deutsche Wissenschaft im Kampf um Reich und Lebensraum" m der Technischen Hochschule Berlin bringen wir folgende Ausführungen von Professor Dr. Paul Ritterbusch (Reichserziehungsministerium), dem Leiter des Krieaseinsatzes der deutschen Geistes- wissenschast. Wenn man diesen Krieg in seiner geschichtlichen Bedeutung richtig verstehen will, so darf man ihn nicht nur als-einen Kampf des deutschen Volkes um seine gegenwärtige Existenz betrachten. Man muß ihn vielmehr von der Ganzheit unserer Geschichte her sehen und ihn in den Gesamtstrom unseres geschichtlichen Schicksals einordnen. So gesehen, ist er der Endkampf einer großen Reihe kriegerischer Auseinandersetzungen und geistiger Kämpfe und Bewegungen, die alle den Sinn hatten, diejenige Totalität unseres geschichtlich-politischen Lebens zu verwirklichen, die wir das Reich nennen. Die Verwirklichung des Reiches aber bedeutet die Revision einer geschichtlichen Entwicklung: nämlich die endgültige Ueberwindung des durch den Westfälischen Frieden von 1648 geschaffenen Zustandes einer politischen Pluralisierung und Zersplitterung des deutschen Volkstums. Das bedeutet die Erfüllung der jahrhundertealten Sehnsucht der besten Deutschen. Endlich findet das deutsche Volk und das deutsche Menschentum im Reich die wirkliche Einheit, die politische, geistige, sittliche und seelische Totalität. Dieser Krieg aber hat. nicht nur die Bedeutung des Endkampfes des deutschen Volks- und Menschentums um sich und um seine geschichtlich-post- tische Totalität. Er hat darüber hinaus einen euro- väischen Aspekt. Mit geschichtlicher Notwendigkeit ist er zugleich ein Kampf um Europa und um europäische Ordnung. Kein Volkstum Europas ist mit feinem geschichtlichen Schicksal so eng verknüpft, wie das deutsche. Das geschichtliche und politische Schicksal des deutschen Volkes ist zugleich immer das Schicksal Europas gewesen. Die politische Pluralisierung des deutschen Volkskörpers durch den Westfälischen Frieden und die Aufhebung des Reiches bedeuteten zugleich die Aufhebung einer wirklichen Ordnung Europas und feine Zersplitterung in einen Pluralismus von .Staaten, deren wahrhaftes Gesetz, wie der Engländer Hobbes meinte, nicht das gemeinsame geschichtliche Schicksal, nicht die Idee einer wirklichen geschichtlichen Ordnung, d. h. nicht der Friede, sondern der Krieg war. Die Aufhebung der politischen Einheit des Reiches bedeutete die Au f h e b u n g jener geschichtlichen Ordnung Europas, die die germanisch- deutschen Stämme durch Jahrhunderte gestaltet hatten. Der westeuropäische französische Begriff des souveränen Staates als Grundbegriff des Westfälischen Friedens hob nicht nur die Idee der politischen Einheit des deutschen Volkes im Reich auf, sondern zerschmetterte zugleich die von diesem getragene Ordnung Europas in eine Vielheit gegensätzlicher Elemente. Europa als natürliche und geschichtlich-schicksalhafte Einheit und Ordnung seiner Völker wurde nicht mehr gedacht und nicht mehr gestaltet. Die „Souveränität" aber war nitchs anderes als das Freisein von einer gemeinsamen geschichtlichen Ordnung Europas und die Möglichkeit, gegen sie zu handeln. Europa als Idee und geschichtliche Ordnung galt geradezu als Feind der sogenannten Freiheit und Souveränität der Staaten. Von neuem zeigt sich in unseren Tagen die enge Verbundenheit des deutschen und des europäischen Schicksals, denn in dem Augenblick, in dem das deutsche Volk seine geschichtlich-politische Totalität im Reich wiederfindet, erwächst mit diesem von neuem die Idee einer wirklichen Ordnung und Schicksalsgemeinschaft Europas empor. Nach Jahrhunderten eines ewigen Kriegszustandes der europäischen Völker erhebt sich der Gedanke ihrer geschichtlichen Einheit und damit eines wirklichen Friedens zum Gesetz der europäischen Geschichte. „Europa und das Reich" ist der Kampfruf und der eigentliche Sinn dieses Krieges ge- Aus der Stadt Gießen. Aus der Gesch chte des Kalenders. Nun haben wir den neuen Abreißkalender an die Wand gehängt, und wenn nicht jeden Tag, so doch jede Woche erfreut uns, wenn wir wieder ein Blatt abreißen, ein neues Bild. Viele unter unseren Kalendern stehen auf einer hohen künstlerischen Stufe und zeigen in ihrem Bilderschmuck eine außerordentliche Vollendung. Es ist ein weiter Weg, den der Kalender von seinen bescheidenen Anfängen zurückgelegt hat. Wie einfach waren die mittelalten» lichen Kalendertafeln, die nur über die Zeitpunkte der beweglichen und der stehenden Feste unterrichten wollten und nach denen man die Daten der einzelnen Tage festlegte. Denn nach den Wachen- und Monatstagen zu rechnen, wie wir es tun, hat man erft zu Ende des 15. Jahrhunderts allgemeiner angefangen. Zu den unbehilflichen Monatsbildchen, die sich allmählich in köstliche Werke der gotischen Miniaturkunst wandelten, treten in bunter Mannigfaltigkeit Auskünfte aller Art astrologischer und praktischer Natur, in denen nicht nur aus den Gestirnen die Zukunft geweissagt wird, sondern man sich auch über alle Angelegenheiten des Feld- und Gartenbaues, der Viehzucht, über Heilmittel und Aderlaß unterrichten kann. Die alljährlichen und die „ewigen" Kalender verzeichnen die bekannten Bauernregeln. Mit der Entwicklung der Buchdruckerkunst nahm auch das Kalenderwesen einen großen künstlerischen Aufschwung. In Mainz erschienen in den Jahren 1448—1457 die ersten gedruckten Wandkalender, von denen wir wissen. In Form von Wandtafeln der verschiedensten Größe, die auf einem 'Blatt den ganzen Text vereinigten, sowie von Heften, die mit Bildern geschmückt waren, wurden sie seit der Mitte des 15. Jahrhunderts die verbreitetsten Druckerzeugnisse, die in alle Schichten des Volkes drangen. Aus dem 15. Jahrhundert sind 1600 Kleindrücke bekannt aeworden, und von diesen sind 324 solche fliegenden Kalenderblätter, die zum Aufhängen und Ankleben bestimmt waren. Sie erzählten nicht nur vom Kreislauf des Jahres, sondern auch von allerlei seltsamen Ereignissen, von Krieg und Pestilenz, von Sonnen- und Mondfinsternissen und nahmen in aufgeregten Zeitläuften in Predigt oder Spott Partei für bestimmte Ideen und Persönlichkeiten. So boten sie auch dem Künstler mannigfache Gelegenheit zur Betätigung; Holzschneider und Kupferstecher zierten die Kalender mit würdigen Bildern ober frechen Karikaturen. Kunstwerke höheren Ranges entstanden auf diese Weise, nachdem die prachtvolle Volkskunst der Gotik dahingegangen war, hauptsächlich in Frankreich und in Holland, wo der Kalenderzeichner ein geschmackvolles Publikum fand. In Deutschland wandte man dem Schmuck des Kalenders erst im 18. Jahrhundert allgemeine Aufmerksamkeit zu, als eine einzigartige und nie wieder erreichte Blütezeit des Almanachwesens anbrach. Der Kalender trat nun erst mit der Literatur in enge Beziehung; die Buchform verdrängte die Tafelform völlig, und seit 1720 etwa wird der Almanach ein wichtiger Teil des Schrifttums, ein ebenso vielseitiges wie aktuelles Buch, das besonders den Interessen der Damen durch Aufnahme von Gedichten und Modeberichten entgegenkommt. Welche Bedeutung der Kalender in der Geschichte unserer Literatur und besonders in der Entwicklung unserer klassischen Lyrik spielt, das beweist die Tatsache, daß sich jede neue poetische Richtung von nun an einen eigenen Kalender frfiuf, vom Göttinger Musenalmanach an über den Schiller schen und die romantischen Almanache bis zu den almanachähnlichen Sammlungen der Moderne. * Das Rokoko machte aus dem Kalender ein Buchkunstwerk, das den eigentümlichen Reiz dieses eleganten Stils bewahrt. So wurde der Damen- almanach zu einem Zierftück des Boudoirs, und feinen höchsten Reiz verlieh ihm die Kunst des Kupferstechers, die ihn mit feinen, auf kleinster Wenn Augen versagen Magnus-Brillen fragen! Der Mensch und die Zeit. Von Sigismund von Radecki. Ein ausländischer Professor hat statistisch ermittelt, daß das Jahr für ein Kind etwa die Dauer von achtzehn Monaten besitzt. Dagegen hat dieses selbe Jahr für den Menschen von über fünfzig nur noch die Dauer von zehn Monaten. Und vermutlich (könnte man hinzufetzen) dürfte ein solcher Unterschied im Zeiterleben bei einer Eintagsfliege und einem neunhundertjährigen Krokodil noch stärker ieroortreten. Doch immerhin, woher weiß der Pro- essor, daß es gerade achtzehn, gerade zehn Monate sind? Das ist ein kühner Versuch, die Qualität der Zeit durch die Quantität der Monate zu messen — wie man ja auch in USA. von einem Geizigen sagt: „Für den hät der Dollar den Wert von ungefähr 1 Dollar 75." Leider hat die Feststellung des Professors einen Haken. Qualität und Quantität der Zeit gehen nämlich keineswegs Hand in Hand: je länger mir eine Zeit dauert, um so fader ist sie; doch je kurzweiliger mir eine Zeit oorkommt, um so mehr gewinnt sie an Qualität. Aber auch hier muß man eine Korrektur anbringen. Während ich eine Zeit durchlebe, kommt mir in der Tat die kurzweilige kurz und die langweilige lang vor; nachher aber, in einem Abstand gesehen, schrumpft die langweilige Zeit zusammen, während sich die kurzweilige in derselben Erinnerung immer mehr ausdehnt. Da verdrängt die gute Zeit die schlechte: nachher sind's immer goldene Zeitalter. Wir hatten z. B. als Knaben je neun Monate Schule und drei Monate Ferien, doch diese drei kamen mir nachher unvergleichlich länger vor als die neun Schulmonate. Und heute zähle ich meine damaligen Jahre nach den Sommerferien, nicht nach den Schulwintern. Die Erinnerung hat für den Erlebniswert eine künstliche Länge und für den Erlebnisunwert eine künstliche Kürze eingesetzt: Die Erinnerung setzt (wie jener Professor) eine Ausdehnung als Symbol für die Intensität! Je voller eine Zeit ist, um so kürzer ist sie also während ihres Erlebens — aber was heißt „kurz"? Ich spüre die Zeit nicht, weil meine Aufmerksamkeit in Anspruch genommen wird von dem Vielen, das in ihr passiert. Wenn viel passiert, ist die Zeit „nicht da". Sonderbar jedoch, daß es mit dem Raume genau umgekehrt ist: wenn du eine Wohnung mie« «st, kommen dir die leeren Zimmer stets kleiner vor. Leere Zeit dehnt sich.aus, leerer Raum aber zieht sich zusammen! Stell'jedoch Möbel hinein, hänge Bilder an die Wand, und das Zimmer dehnt sich aus wie ein Ballon an der,Luftpumpe. Je weniger man sich in einem Zimmer bewegen kann, desto größer ist es. „Beschäftige" dich, und die Zeit schrumpft zusammen. Im Rückschauen aber wird die Zeit ver- räumlicht und funktioniert daher wie der Raum: je mehr in ihr passierte (... je mehr Möbel im Zimmer ...), um so länger wird sie. Doch leider muß man auch hier eine Korrektur anbringen. Volle, kurzweilige Zeit muß nämlich keineswegs eine fein, in der viel postiert — fast könnte man sogar das Gegenteil behaupten. In Aufregung, in Spannung gerät man dann, wenn irgendein kommender Moment zum Zielmoment wird: dein Pferd galoppiert, du hast die Stoppuhr in- der Hand und wartest darauf, ob es mit dem Zerreißen des Zielfadens den Weltrekord brechen wird oder nicht. Diese Sekunden können sehr lange dauern, aber sie sind auf ein Ziel gerichtet, sind organisiert und darum erfüllt. Genau so, wie ein Gummiband zwar in die Länge gezogen, doch eben deshalb zum Zerreißen gefpannt ist. Aufregende, also jedenfalls auch „kurzweilige", Zeit ist jene, in der eine lange Leere auf eine Erfüllung hin gerichtet ist, und je länger diese Leere dauert, um so aufregender, mithin kurzweiliger ist sie? Innerhalb dieser Leere passiert nichts, doch zugleich unendlich viel — in der Phantasie. Die Phantasie aber besteht aus Erinnerung und Vorausahnung, und diese beiden Zwillingsschwestern sind es, welche die Zeit lebendig machen. „Die Sekunden dehnen sich zu Ewigkeiten" — fühlt der Mann, der den Startschuß erwartet, da war die Zeit lang, aber gewiß nicht langweilig, sondern aufregend. „Die Sekunden dehnen sich zu Ewigkeiten" — fühlt der lebenslänglich Eingesperrte; da war die Zeit lang und langweilig. Kurz, man bemerkt die Zeit erst in den Extremen des intensivsten wie des unintenfioften Erlebens. Schwimmt mein Boot schneller als der Strom der Zeit —- eile ich mit der Phantasie voraus —so wirft es eine sichtbare Bugwelle; schwimmt es langsamer als der Strom der Zeit, so wirft dieser eine sichtbare Welle am Heck auf: beide Male „sehe" ich die Zeit. Lasse ich mich aber von ihr treiben, so vergesse ich sie. Drei Minuten find vergangen, drei Minuten — was? Todesangst oder Straßenbahn? — Einerlei, drei Minuten, sagt die Uhr. Die Uhr lügt natürlich. Sie kann die Zeit nicht abbilden, sondern nur, was in der Zeit passiert. Und das größte räumliche Ergebnis, das in der Zeit passiert, ist die Erdumdrehung: diese wird von der Uhr konterfeit. Doch die Zeit selber, die kann sie nicht einfangen. Wir aber auch nicht. Wir teilen sie stolz ein in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, als ob das drei gleichartige Dimensionen seien, während doch in Wirklichkeit die Gegenwart überhaupt keine Dimension hat. Versuche einmal, die Gegenwart, das worin du lebst und webst, zu denken: es geht nicht. Dein Leben ist eine Luntenschnur, die zu einem Explosivkörper führt, welcher Tod heißt. Als du wurdest, wurde die Luntenschnur am anderen Ende entzündet. Die Vergangenheit ist Asche, die Zukunft unangebrannt, und die Gegenwart, die ist jenes Flammenpünktchen, das an der Schnur fortfressend entlanghuscht. Du willst es haschen, aber die Zeit ist flüchtig wie ein Traum (ist nur „eine Form unserer Anschauung", wie der philosophische Mythos dichtet). Und doch ist dieses unfaßbare Pünktchen Gegenwart das, worauf es ankommt — ständig das „Noch nicht" in das „Nicht mehr" verwandelnd, ist es der einzige Punkt, von dem aus man die Zukunft, und damit auch die Vergangenheit (zu der ja jede Zukunft wird) gestalten kann. Wie sonderbar — an die Vergangenheit kommt man praktisch nur über die Zukunft heran! Und umgekehrt: an die Zukunft nur über die Vergangenheit! Denn je weiter ich in die Zukunft denke, um so mehr Erfahrung brauche ich — Erfahrung aus der Vergangenheit. Der Jüngling lebt in der Zukunft, der Mann in der Gegenwart, der Greis in der Vergangenheit — so durchläuft derselbe Mensch alle Beziehungen zur Zeit. Dem entsprechen drei Menschentypen, in deren jedem eine dieser Beziehungen zur dominierenden, zur lebenslänglichen wird: Zukunftsmenschen, Gegenwartsmenschen, Vergangenheitsmenschen. Die Zukunftsmenschen sind die ewigen Jünglinge, die Vergangenheitsmenschen die ewigen Greise; die einen leben vom „Noch", die anderen von „Schon". Es gibt Kinder, die sich bereits sehnsüchtig, ihrer Kindheit erinnern, und Greise, die bas Hoffen nicht lassen können. Diesen drei Menschentypen entsprechen drei Religionstypen, welche ein betontes Verhältnis zur Zeit haben: Ahnenreligion, Offenbarungsreligion und Erlösungsreligion. Dagegen ist in den Mythenreligionen die Zeit aufgesogen, z. B. in der griechischen: sie haben die ewigen Götter, die ewigen Ideen. «Im Augenblick ist Ewigkeit", fagt Goethe. Das heißt: die Gegenwart, dieses menschliche, flüchtige, unendlich kleine Epsilon, ist für die Gottheit bestehend, aHcigenroärtig, nicht eingeklemmt zwischen Vergangenheit und Zukunft, sondern mit gewaltigen Armen beide umspannend! Und das vermögen wir zu ahnen — im Augenblick Büchertisch. — Hans Friedrich Blunck: Spuk und Lügen. Glaubhafte und unglaubhafte Geschichten. 57 Seiten. Albert Langen / Georg Müller, München. — Mit guten Wünschen zum Weihnachtsfest und zum neuen Jahre wurde dem Betrachter dieses in der „Kleinen Bücherei" bei Langen und Müller erschienene, vom Dichter signierte Bändchen auf den Schreibtisch gelegt. Es sind darin eine Anzahl jener Schelmenmärchen vereinigt, von denen wir unseren Lesern manche Probe mitgeteilt haben, und in denen sich Bluncks dichterisch-heitere Phantasie auf das Liebenswürdigste offenbart. An den Geschichten vom Specht, vom Storch und den Unterirdischen, vom Däumling in der Rübe, von der Frau Holle und dem verwunschenen Müller, vom Fuchs, vom Uhu und den siebenundvierzig Fledermäusen, von Dod- depott, vom Riesen Grindel und vom Zahnweh, vom Weihnachtsbaum und vom Mädchen, bei der Wasserfrau werden junge und alte Leute ein herzliches Vergnügen finden. Hans Thyriot. — Der Greif. Ein Jahrweiser des guten Buches. Kart. 2,80 RM. Druck und Verlag Poeschel & Trepte, Leipzig. — (112) — Wir haben die im vorigen Jahre erschienene Ausgabe dieses vortrefflichen Jahrweisers sehr begrüßt und sehen mit Vergnügen, daß er uns auch für 1942 beschieden ist. Friedrichs des Großen Wort „Bücher sind kein geringer Teil des Glücks" darf auch für die neue Ausgabe als Devise gelten; mancher mag gerade in Kriegszeiten erst recht an sich erfahren haben, einen wie wesentlichen und wertbeständigen Glücksanteil wir aus dem vertrauten Umgänge mit schönen und guten Büchern zu ziehen vermögen. Den Weg zu ihnen zu zeigen, die Freude am Buch und die Lust am Lesen zu wecken und zu vertiefen, ist das leidenschaftliche Anliegen des nobel und feinfühlig ausgestatteten „Greifen", der aus Neuem und Altem, Vertrautem wie Unbekannten mit vielen tadellos gedruckten Bildern eine Fülle von Anregungen über den Leser ergießt. Ein höchst liebenswerter Almanach für alle Literaturfreunde und solche, die werden wollen. Pans Thyriot, Fläche ein reiches Leben entfaltenden Blättern schmückte. Der Kalender wurde damals das belieb- teste Neujahrsgeschenk. Sein illustrativer Schmuck bestand gewöhnlich in den Monatskupfern, die aber in ihren Themen nicht mehr an den Kreislauf des Jahres antnüpften, sondern völlig freie Stoffe be- handelten. Gießener Konzert-Verein. Vom Konzert-Verein wird uns geschrieben: Für das zweite Solistenkonzert des Jubiläumsjahres des Gießener Konzert-Vereins am 8. Januar wurde die Mezzosopranistin Gertrude P i tz i n g e r aus dem Sudetenlande gewonnen. Durch zwei frühere Veranstaltungen wird die Künstlerin bei den Kon- zertbesuchern noch in bester Erinnerung sein denn Gertrude Pitzinger besitzt jene Eigenschaften, die sie zur großen Künstlerin stempeln. Sle hat eine Stimme von großer Schönheit, warm, sammetweich und sympathisch, mit einem großen Umfang und m Verdunkelungszeit: 3. Januar von 17.18 bis 9.31 Uhr. allen Lagen die gleiche Farbe und den gleichen Schmelz. Die geistige Durchdringung ihrer Vortragskunst ist die natürliche Voraussetzung zur Verwendung ihrer unvergleichlichen Mittel und Gestal- tungsmoglichkeiten. Deshalb bleibt auch die Wirkung immer die gleiche, mag es sich um das einfachste Volkslied oder um das höchstentwickelte Kunstlied handeln. Dornotiren. Theater der Universitätsstadt Gießen. Das Dramaturgische Büro teilt mit: Heute kommt eines der amüsantesten und geistreichsten Lustspiele des bewährten Komödienautors Curt Goetz in der Neuinszenierung von Carl Maria Zeppenfeld zur Aufführung: „Hokuspokus" hat die Spannung der Kriminalkomödie und alle Vorzüge des eleganten Lustspiels. In den Hauptrollen: Renate Frechen, Ines Raßl, Leopold Fischer, August Wilhelm Funke, Eberhard Kratz, Gerd Fritz Ludwig, Hans Sertz, Carl Maria Zeppenfeld. Bühnenbild Karl Löffler. Dichterlesung Waldemar Bonsels. Der Goethe-Bund hat, wie man uns schreibt, im Rahmen des Gießener Vortragsringes zusammen mit der Kulturellen Vereinigung und der Volks- b.ldungsstätte Gießen der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" für kommenden Freitag, 9. Januar (nicht, wie ursprünglich vorgesehen, für Montag, 12. Januar) den auch in unserer Stadt bestens bekannten Dichter Waldemar Bonsels zu einer Lesung aus eigenen Werken verpflichtet. Waldemar Bonsels, der auf feinen bisherigen Vortragsreisen überall starken Beifall gefunden hat, gilt als ausgezeichneter Mittler seiner Werke. Es wird von den Literaturfreunden unserer Stadt begrüßt werden, daß der Dichter im Rahmen der diesjährigen Dichterlesungen auch in Gießen aus seinen Werken lesen wird. Be,irkssparkaffe Gießen. DisBezirkssparkasseStetzen legt einen kurzen Geschäftsbericht für das abgelaufene Jahr 1941 vor, dem u. a. folgendes zu entnehmen ist. Die Bezirkssparkasse verwaltete Ende 1941 52,3 Mill. RM. Spar- und Spargiroeinlagen. Die Spar- einigen sind im Jahre 1941 über 10 Mill. RM. gestiegen und betragen 45,3 Mill. RM. Den Sparern wurden Ende 1941 1,1 Mill. RM. Zinsen gut- geschrieben. Im abgelaufenen Jahre wurden im Durchschnitt täglich 17 neue Sparbücher angelegt. Die Zahl der Sparkonten betrug am Ende, des Jahres rund 56 000; es entfällt somit auf 1,6 Einwohner des Geschäftsbereiches ein Sparkassenbuch. Das Durchschmtt^guthaben auf den Sparkonten beträgt 780,48 RM. Die Spargiroeinlagen {Hegen» auf über 7 Mill RM. bei über 5000 Spargirokonten. Die Zahl der Umsatzposten des Gesamtgeschäftes stieg um 7 o. H. An Krediten und Darlehen wurden 17,5 Mill. RM. gegeben. Die Zahl der verwalteten Wertpapierdepots beträgt 1882. Gießener wochenmarktpreife * Gießen, 3. Jan. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 ItM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Wirsing, kg 8 bis 12, Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 7 bis 10, rote Rüben 10, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 6 bis 10, Rosenkohl 40, Lauch 17, Sellerie 15, Feldsalat, x/io 10, Rettich, das Stuck 10 bis 15 Rpf. ________ Oer Gau Hessen-Nassau . befolgt den Appell des Führers. 35 Waggons mit Wintersachen rollen bereits zur Front. NSG. Als der Appell des Führers zur Sammlung von Wintersachen für die Front erging, war es selbstverständlich, daß der Gau Hessen- Nassau auch bei dieser Aktion voll seine Pflicht tun würde. Die bisher elngetroffenen vorläufigen Ergebnisse übertreffen jedoch jede Erwartung. Bis zum 2. Januar sind aus den Kreisstädten des Gaues insgesamt bereits 35 Waggons mit Winterfachen an die Front abgerollt. Bemerkenswert ist hierbei, daß aus dem Gaugebiet bereits am 28. Dezember 1941, d. h. also einen Tag nach Beginn dir Sammlung, sechs Waggons mit gesammelten Winlerfachen zur Front abgefandt werden konnten. Dieses vorläufige Ergebnis zeigt, in welch vorbildlicher Welse die Bevölkerung unseres Gaues de.m Aufruf zur Sammlung nachgekommen ist. Aus allen Kreisen werden Beispiele besonderer Opfer- bereltschaft gemeldet. So sei vermerkt, daß zum Beispiel die NS.-Frauenschaft des Dorfes Nleder-Saul- heim im Kreis Alzey in den letzten Tagen 60 pelzgefütterte Westen angefertlgt und abgellefert hat. In Biebrich lieferte die Betriebssportgemeinschaft eines großen Werkes die gesamte Skiausrüstung, die der Betrieb für die fchneefchuhsporttrelbenden Arbeitskameraden angefchafst hatte, für unsere Soldaten an der Front ab. Aus allen Ortsgruppen gehen Meldungen ein, die erkennen lasten, daß die Gebefreudigkeit ein ungeahntes Ausmaß auf- weist. Jeder Bolksgenoste hat die Situation verstanden und weih, daß er mit der Ablieferung von Gegenständen, die die Front heute notwendiger braucht als die Heimat, einen bescheidenen Beitrag für die sieghafte Führung unseres Freiheitskampfes leistet. Es wird erwartet, daß sich nunmehr auch d i e l e h t e n I a u d e r e r, die sich aus diesen oder jenen Bedenken der allgemeinen Gebefreudigkeit noch nicht angeschlosten haben, in die Volksgemeinschaft einreihen. Keiner darf abseits stehen, sondern wird sich in diesen Tagen, die an Bedeutung jener geschichtlichen Zeit des Jahres 1813, in welcher durch die Aktion „Gold gab ich für Eisen- die Freiheit unseres Volkes entscheidend gesichert wurde, gleichkommen, seiner Verantwortung gegenüber dem gegenwärtigen Freiheitskampf verpfllchtet wlsten. Oie Gießener Sammelstellen. Die Sammlung erfolgt bis zum 4.Januar 194 2. Die Gegenstände werden von Beauftragten Heute vormittag kurz nach 9 Uhr herrschte m der Sammelstelle in der Turnhalle der Goethe- Schule bereits wieder ein reger Betrieb. Wie wir erfahren, rollen bereits zwei Waggons mit warmen Wintersachen aus Dem Kreise Gießen an die Front nach Osten. Der dritte wird gegenwärtig geladen und dürfte bereits im Laufe des morgigen Tages abgehen. Das Material dazu stapelt sich bereits wieder, wie schon ein flüchtiger Rundblick durch die Turnhalle zeigt, zu ansehnlichen Haufen. Besonders der Eingang an Skiern und Skistiefeln hat sich inzwischen gesteigert. Aber es kann kein Zweifel daran bestehen, daß die bisher dbgelieferten Bestände bei weitem noch nicht dem Bedarf entsprechen. Jeder, der im Besitze von Skiern, Skistöcken, Skistiefeln und dazugehöriger Ausrüstung ist, muß sich klar machen, daß alle diese Dinge heute an der kämpfenden Front dringend gebraucht werden und daß es eine selbstverständliche Pflicht jedes einzelnen ist, alle in seinem Besitz befindlichen Stücke, soweit sie den Anforderungen entsprechen, unverzüglich zur Verfügung zu stellen. Es darf nicht ein einziges Paar brauchbarer Skier in der Heimat bleiben. Morgen ist der letzte Tag!___________________________ der NSDAP, in den Wohnungen gegen Ouillung abgeholt, können aber auch in Gießen an folgenden Sammel st eilen täglich (auch sonntags) von 9 bis 11 und 15 bis 17 Uhr abgegeben werden, und zwar: Ortsgruppe Mitte: Goethefchule, part. Ortsgruppe Nord: Schillerschule, pari. Ortsgruppe O st: Ortswaltung der DAF., Llcher Straße, und der Geschäftsstelle der NSDAP., Saiferallee 6, Ortsgruppe Süd: Liebigbau, I. Stock, Zimmer 5. Unsere Soldaten im Osten brauchen dringend Skier! Bringt daher schnellstens Eure Bretteln an die nächste Sammelstelle bei den Ortsgruppen der NSDAP. Denn jeder deutsche Mann und jede deutsche Fran mühte sich ja schämen, in der Stunde der Bewährung ihre Skier den tapferen Soldaten vorenthalten zu haben. DeherbergungSbetriebe unterstützen die Gkisammelaktion. Staatssekretär für Fremdenverkehr Esser hat in seiner Eigenschaft als Leiter der Reichsgruppe Fremdenverkehr eine Anordnung erlassen, wonach zur Unterstützung der allgemeinen Sammelaktion sämtliche Beherbergungsbetriebe einschließlich der bewirtschafteten Bergunterkünfte und der Privatbeherberger folgende Maßnahmen durchzuführen haben: 1. Sämttiche Leih stier sowie die dazu gehörigen Ausrüstungsgegenstände, die sich im Besitz der Betriebe befinden, sind gegen Bescheinigung der örtlichen Sammelstelle abzuliefern. 2. Abzuliefern sind ferner sämtliche Skier und die dazu gehörigen Ausrüstungsgegenstände, die den Behervergun-gsbetrieben zur Aufbewahrung übergeben worden sind, sofern die Eigentümer nicht bis 8. Januar 1942 über die Gegenstände verfügen, d.h. die Ablieferung selbst vorge- nommen haben. Die festgelegten Ausnahmen werden von dieser Anordnung nicht berührt. Sämtliche Amtsttäger und Mitarbeiter der Wirtschaftsgruppe Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe sind angewiesen, bei der Durchführung dieser Aktton tatkräftig mitzuwirken. Mit Wohlgefallen ruht das Auge des Besuchers auf einem Haufen sogenannter P o ste n st ie f e l, die mit Pelz und Filz verarbeitet sind und in der Hauptsache vorn Lande gespendet wurden. Der Soldat, der sie bekommt, dürste auch im russischen Winter beim Postenstehen keine kalten Füße kriegen. Ein besonders schönes Stück der Sammlung sind ein Paar originaler Lappenschuhe aus Finnland, die aus iRenntierfellen gearbeitet sind und ebenfalls einen hervorragenden Kälteschutz darstellen. Ueberhaupt ist erfreulich viel Pelzwerk zusammen- « worden, besonders in gefütterten Westen, hrmacht hat als Spezialisten für die Verarbeitung einen Kürschner abgestellt, der sich der sachgemäßen Verarbeitung des eingegangenen Materials annimmt. Ein Sonderkommando der Wehrmacht ist eifrig damit beschäftigt, die Spenden au jortteren, zu bündeln und zum Abtransport fertig zu machen. Bedeutende Kontingente an Wäsche, dicken Strümpfen, Schals, Decken und Pelzwerk aller Art harren hier des Versandes an die Front. Aber jeder mache sich klar, wie lang die Front ist, die versorgt werden muß, wieviele unserer Soldaten bei Tag und Nacht im Osten der grimmigen Kälte ausgesetzt sind — dann wird« ihm seine Spende noch gering vorkommen, und er wird bedenken, was er noch geben kann. In allen Näh st üben der N S.-Frauen- schäft auf dem Lande und in der Stadt herrscht seit Beginn der Sammlung Hochbetrieb. Besonders der Einsatz in den Nähstuben der Landfrauenschaft darf vorbildlich genannt werden, zumal die hier tätigen Frauen aus der bäuerlichen Bevölkerung ohnehin eine sehr erhebliche Arbeitslast zu tragen haben. In den Nähstuben der Stadt Gießen sind insgesamt etwa 300 Frauen eingesetzt und von morgens bis abends durchgehend unermüdlich tätig. Selbstverständlich wurde auch an den Feiertagen geschafft, und auch der morgige Sonntag wird ein Werktag wie alle anderen sein. Nachrichtenhelferinnen und die Schneiderinnung haben ebenfalls Hilfskräfte für die Nähstuben zur Verfügung gestellt, deren Einsatz für die große Sache in jeder Hinsicht beispielhaft genannt werden darf. Was nicht an fertigen Stücken zur Sammlung geliefert werden konnte, wird hier durchgesehen, geändert und in- standgesetzt; vor allem Lungenschützer, Schals, Kopfhauben, Muffs und Herrenwesten mit Pelz. Im übrigen wird hier in den Nähstuben nicht nur zuverlässig und sachgemäß, sondern auch schnell gearbeitet, denn die Zeit drängt, der Winter ist hart, und die Soldaten an der Front müssen auf dem schnellsten Wege versorgt werden. Morgen, Sonntag, ist der letzte Tag der Sammlung, der letzte Termin für die noch Zaudernden und die Nachzügler; er muß noch eimal ein gewaltiges Ansteigen aller für die Wintersachensammlung in Betracht kommenden Spenden bringen. Gerade an diesem letzten Tage wird sich die Dankbarkeit und Opferbereitschaft der Heimat und ihre innige Verbundenheit mit der kämpfenden Front in vorbildlicher Weise dokumentteren. »Das wäre was für unsere Soldaten - Hauswirt Meier zog sich seine warme Pelzjacke über und verließ die Wohnung. Er klopfte bei dem Hauswart, um ihn zu fragen, wie es mit dem Koksvorrat für den „Golfstrom", die Zentralheizung, er Hauswart war zufällig nicht da. Seine alte Mutter kramte in der Kommode umher. „Hat Ihr Sohn nicht gesagt, wann er zurück- fommt?" fragte der Hauswirt. „Nanu, Mutter Hoffmann, Sie räumen ja die ganze Kommode aus. Wollen Sie ausziehen?" „Ach nein, Herr Meier", antwortete die alte Frau. „Wo werd' ich denn! So eine schöne warme Wohnung wie bei Ihnen! Ich sehe nur meine Sachen durch! Da hat sich manches verkrümelt, was einem ganz aus dem Gedächtnis gekommen ist. Hier die schonen Pulswärmer oder die Leibbinde .. .** „Wollen Sie die Sachen verkaufen?" „Aber nicht doch, Herr Meier! Das soll für unsere Soldaten an der Front sein, für die große Sammlung! Einen dicken Pelz habe ich zwar nicht, aber ..." — die alte Frau richtete sich auf. Sie sah auf Meiers Pelzjacke — „... tja, Herr Meier, so eine herrliche Felljacke, wie Sie da tragen ... Das wäre was für unsere Soldaten. Die werden Sie doch sicher in die Sammlung geben!" „Diese Jacke hier?" Meier knöpfte die Jacke auf, strich nachdenklich über die Pelzhaare. Er überlegte: Hm, mit diesem Balg bin ich fast verwachsen. Kann ich ja gar nicht weggeben! So was Molliges kriege ich so bald nicht wieder! Dann sah er auf die alte Frau, wie sie ihren gesamten Vorrat umkrempelte Morgen ist der letzte Tag! Zwei Gießener Waggons mit warmen Sachen rollen schon. - Hochbetrieb in den Nähstuben. — Skier an die Front! —--------G-- Explosion in Raum 5 Roman von H. C. Hansen Copyright by Prometheus-Verlag Dr.Eldiadcer, Gröbenzell b. München 27. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Wie ich das gewöhnt bin, suchte ich noch einmal das Zimmer von Herrn Kaspar auf, bevor ich das Haus verließ. Auf dem Schreibtisch lagen die Stifte, die Briefmappe, einige Mappen mit Korrespondenzen sehr unordentlich. Das machte mich von neuem stutzig, weil Herr Kaspar immer sehr ordentlich, beinahe pedantisch ist. Dann stand der Schrank auf, in dem er seine Ueberkleider aufbewahrte, ein Sessel war von feinem Platz gerückt, und das ganze Zimmer machte den Eindruck, als wenn jemand darin herumgesucht hätte, ohne gleich wieder Ordnung zu schaffen. Ich führte das damals auf die Erregung zurück, die Herrn Kaspar offenbar befallen hatte, legte alles an Ort und Stelle, schloß die Schranktür und ging nach Hause. Das muß etwa eine Viertelstunde vor 7 Uhr gewesen fein. Am anderen Morgen kam ich wie üblich, kurz vor 8 Uhr, zur Fabrik zurück und hörte gleich am Eingang, das Laboratorium von Herrn Wand fei explodiert und Herr Wand dabei ums Leben gekommen. Ganz betäubt von dieser Nachricht lief ich die Treppen hinauf und in mein Zimmer. Jeder im Hause sprach von dem Unfall. Herrn Kaspar habe ich an diesem Tage erst ziemlich spät gesehen. Er erzählte mir, daß er durch Vernehmungen und eine Lokalbesichttgung aufgehalten worden sei. Ich war ganz verwundert, daß feine Stimme so natürlich wie immer klang, obwohl er so aufgeregt war, daß er die notwendigen Briefe nur abgehackt diktieren konnte. Mit einem Male kam mir ein Verdacht. Ich fragte ihn ganz unauffällig, wann er die Nachricht von dem Unglück bekommen hätte, und er antwortete mir, daß er zu Hause von •%6 bis Uhr harmlos den Geburtstag feiner Frau gefeiert hätte, dis ihn die Meldung von dem lobe Herrn Wands erreichte. Von diesem Augenblick an war ich sicher, daß der Mann am Abend zuvor, der kurz vor 6 Uhr kam und vielleicht um Vs7 Uhr wieder ging, nicht Herr Kaspar gewesen war." Aenne Barkow sah den Kommissar und hinterher Doktor Ball an, als falle es ihr schwer, die Gesichter zu erkennen. ,Lch hatte ganz schreckliche Angst. Erst kam ein Mensch, der sich so verkleidet hatte, daß man ihn für Herrn Kaspar halten mußte, und kaum eine halbe Stunde nach seinem Weggehen flog das Laboratorium in die Luft, wobei Herr Wand ums Leben kam. Vorher war von dem Fremden Herrn Kaspars Zimmer durchsucht worden. Ich erinnerte mich, daß vor ungefähr zweieinhalb Jahren große Aufregung im Hause war, weil eine Erfindung von Herrn Wand im Ausland von fremder Seite zum Patent angemeldet worden war, bevor mir sie anmelden konnten. Damals gingen die Meinungen darüber auseinander, ob ein Spionagefall ober ein Zufall vorliege. Ich wußte auch, daß Herr Wand wieder einen wichtigen Apparat konstruiert hatte, der bald zum Patent angemeldet werden sollte. Es war nicht schwer, aus diesen Tatsachen einen Schluß zu ziehen. Jemand hatte ausgekundschaftet, daß eine neue Erfindung vorlag. Er verkleidete sich als Herr Kaspar, paßte den Zeitpunkt ab, in dem Herr Kaspar nicht in der Fabrik sein konnte, schlich sich unter der Maske ein, durchsuchte das Zimmer von Herrn Kaspar und hat sicher hinterher irgend etwas im Laboratorium angestellt, was zu der Explosion führte. Ich war feit Jahren Sekretärin in einer Vertrauensstellung und hatte den Verbrecher Hineingelaffen. Ich bekam furchtbare Angst, das würde herauskommen, und habe deshalb niemand etwas davon gesagt. Vor der Gerichtsverhandlung, wo ich als Zeugin aussagen mußte, überlegte ich die ganzen Wochen, was ich nur tun sollte. Sagte ich die Wahrheit, so war mir die Sofortige Kündigung sicher. Deshalb habe ich erklärt, Herr Kaspar sei um Uhr nach Hause gegangen, was ja auch wirklich stimmt." Als sie ihren Bericht geschloffen hatte, herrschte zunächst eine Weile völliges Schweigen in dem Zimmer. Theo Kammin sah seinen Vorgesetzten an und verständigte sich mit ihm durch einen Blick. Er klingelte und ließ das Mädchen von einem Beamten hinausbringen. „Das ist eine Überraschung", preßte der Kvm- miffar hervor. „Teils ja, teils nein." Doktor Ball wiegte überlegend den Kopf. „Eigenttich Neues hat sie uns ja nicht mehr erzählt." „Glauben Sie ihr denn alles?" „Warum nicht? Ich habe selten eine Aussage gehört, die weniger Anlaß zum Zweifel gibt als diese. Die Barkow lebt feit Monaten unter dem Druck ihres Wissens, hat dauernd Angst und ist in dem Moment zusammengebrochen, in dem sie ihr Geheimnis entdeckt wußte. Sämtliche Angaben passen genau zu dem, was wir schon wissen und weiter vermuten. Es flt nur eine Ergänzung der Akten." ,Hch kann auch zu keiner anderen Meinung kommen", gab Kammin zu. „Sie macht weder den Eindruck einer Verbrecherin, noch haben wir den geringsten Anhallspunkt dafür, daß sie die Unwahrheit sagt." „Tja, um so weniger, als sie dies alles erzählte, ohne zu wiffen, wieviel und was uns bekannt war." „Bleibt nur die Frage, ob sie einen Meineid geleistet hat. Sie hat tatsächlich die Wahrheit gesagt aber gegen die Eidesformel gehandelt nichts zu verschweigen." „Hat sie überhaupt geschworen?" „Das läßt sich schnell feststellen." Kammin hob den Hörer seines Telephons und ließ sich mit der Staatsanwaltschaft verbinden. Fünf Minuten später erfuhr er aus den Akten des Prozesses gegen den Werkmeister Möller, daß die Sekretärin Barkow nicht vereidigt worden war, weil das Gericht, der Staatsanwalt und die Verteidigung darauf keinen Wert gelegt hatten. „Also auch kein Meineid" stellte Doktor Ball ruhig fest. „Wir wollen ihre Aussage protokollieren und lassen sie wieder laufen." „Soll ich nicht vorsichtshalber die Haussuchung doch noch vornehmen?" „Wenn Sie es unbedingt für notwendig halten, meinetwegen." , „Ich möchte nichts versäumen, Herr Krimmal- direktor." , Aenne Barkow wurde wieder hereingebracht und diktierte ihren Bericht in die Maschine. Kammin fragte sie zwischendurch stets nach Einzelheiten und suchte ihr geschickt Fallstricke zu legen. Sie ließ sich jedoch nicht im geringsten beirren und blieb haarscharf bei dem, was sie schon einmal ausgesagt hatte. „Ich halte es für richtig, Fräulein Barkow, wenn Sie Herrn Kaspar Vertrauen schenken und ihm die Wahrheit sagen. Den Kopf kann es nicht kosten." Kammin machte ihr ernst und ruhig diesen Vorhalt. „Ja, ich glaube auch, daß es besser ist. Ich hätte es längst tun sollen." „Wenn es Ihnen recht ist, helfe ich Ihnen dabei. Zuerst möchte ich aber gern einmal Ihre Wohnung aufsuchen." „Sie haben mich doch nicht etwa im Verdacht, mit dem Mann unter einer Decke zu sein, der Herrn Kaspar gespielt hat?" „Nein, liebes Fräulein, aber die Polizei darf nichts versäumen." „Kann ich jetzt gehen?" fraate sie schüchtern. „Ja, ich begleite Sie, zuerst zu Ihrer Wohnung und dann zu Herrn Kaspar." Unterwegs sprachen sie nichts miteinander. Sie hatte sich inzwischen ganz gefaßt und schien zufrieden zu fein, daß sie die Last endlich vom Herzen hatte. Kammin durchsuchte das Zimmer schnell und gründlich. Er nahm auch den kleinsten Gegenstand in die Hand, sah alle vorhandenen Papiere nach und stellte im Verlaufe einer Stunde fest, daß nicht mehr vorhanden war, als bei jeder jungen Dame in diesem Alter, die ein geregeltes und anständiges Leben führt. Der über den polizeilichen Besuch ziemlich verdutzten Wirttn versicherte Theo Kammin vor dem Weggehen, es habe sich nur um eine Formalität gehandelt. Gegen Fräulein Barkow liege nicht das geringste vor. Leider habe man ihr nur diese unangenehme Geschichte nicht ersparen können. Als sie zu der Fabrik kamen, erfuhren sie schon beim Pförtner, Herr Kaspar sei nach Hause gefahren. Kurz entschlossen machte der Kommissar kehrt und fuhr zur Wohnung des Febrikanten, den er gerade beim Mittagessen antraf. Er entschuldigte sich für die ©törung und schob Aenne Barkow in den Vordergrund, die mit gesenktem Kopf vor ihrem Chef stand. Erst als Kammin sie nachdrücklich aufforderte, berichtete sie zum drittenmal an diesem Tage genau, was sie erlebt hatte, und sah erfreut auf, als der gefürchtete Herr Kaspar plötzlich laut auflacbte. (Fortsetzung folgt) im Ali M] Jahrei Gieß, Me1 Kalenders wahrend d neues beg< weiter. Zi Schonzeit aber noch WeidMM, 3m fyx lornnhli weben, in War. 2 Mb dies n krn vor al Men, zu i einmal ab; Auch im weibliches Denn der renb Böcke verschonen . Der Fro otm unb Aässe tau: Mich se sw Minnnelm Das Fed Ne für Fasane, nod) bis z, ° ist in di lern getre Dorben ur hr auf de bei de weibliche ( ft wahre W ne, B« im t Wen ohr N der - Mbäm 2« sei Me St««l Mriz- J U W«b teiS Malls knSc Gieße Die E Beilen Nach | 27. De lieber 9> Linen1 ». * (Etiler $ Sp Sdtl Mb" ftW bs J Wüsche ’*ÄJ K ke SS- viel tffa bei M Die neue! berichte so ein Ganzes Einheit ersch Symbol für wacht wirkt. Alle, bis t an der Fror chen, ob er dänische Kus lüste bekam England voi ob er auf Europas ve Osten trotz Kamera. Es ner unserer Flugzeuge Vanillinzucker Ree$e-6esells(haft,Hameln Manverlange beim Einkauf B ü r o m ö bei Seltersweg 44 Gießen Goethestr. 32 Am 2. Januar entschlief nach sehr schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden mein innigstgeliebter, unvergeßlicher Mann, unser lieber Bruder, Schwager, Onkel und Pate Herr Ludwig Lepper Obstbau u.- Handlung im Alter von 89 Jahren. In tiefer Trauert Frau Elisabeth Lepper, geb. Becker nebst allen Angehörigen. Alten-Buseck, Gießen, Großen-Linden, den 2. Januar 1942. Oie Trauerfeier findet am Montag, dem 5. Jan. 1942, nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehause, Hofburgstraße 18, aus statt. 34 D (Ein den und Der Reichssportführer hat angeordnet, daß ab daß alle Oie Wochenschau an allen Ironien Oie Jagd im Januar iie tersweg 40. 1«V Gießen, im Januar 1942. 00017 Skiveran- und der- sofort alle stattfindenden oder geplanten staltungen, also Wettkämpfe, Lehrgänge gleichen, vom Sportplan abzusehen sind. Ich erwarte auf das Bestimmteste, Appell an den Sportgau Hessen-Rassau. RSG. Der stellvertretende Gausportführer, SA.-Obersturmbannführer Rieke, wendet sich mit folgender Aufforderung zur Ablieferung der Skiausrüstung an die Wintersoprtler des Sportgaues Hessen- Rassau: oooFöoTq BebrUderMUIIer-Welt,Stuttgart Zugelassen bei Kassen u. Behörden durchaus notwendig; der Bussard hat noch bis Ende März Schußzeit. Gefährlicher für Hühner und Fasanen im Hoffnung, notleidendes Drum ist es gut, die Fütterungen selbst mit Reisern zu umhegen. Das Federwild kommt doch an das Futter, der Räuber aber ist gehemmt. Solche Wegelagerer abzufchießen ist übrigens möglich und oft deckungsarmen Gelände find natürlich noch die gewandteren Räuber Habicht und Sperber für un. ie große »ar nicht, Sie sah Meier, so ... Das -en Sie »alte auf, -erlegte: :n. Kann les kriege I die alte krempelte Räuber diese Anlage regelrecht belagern in der Wild schlagen zu können. Künstliche Augen fertigen wir für unsere l/zsvl Patienten amDienstag, ■ 13. Januar, in Gießen, I Hotel Prinz Carl, Sel- Danksagung. Für die vielen Beweise liebevoller Teil- nähme beim Heimgange unseres lieben Sohnes und Bruders, Matrose Karl Hamel, sagen wir hierdurch herzlichsten Dank. Heinrich Hamel und Frau Willi und Lore Hamel ofen/ Nfafe bet dem nit dem Heizung, eine alte jederzeit bejagt werden dürfen. Der Jagdschutz muß sich ebenso auf vierbeinige Räuber wie Hunde und Katzen erstrecken und darf auch vor zweibeinigen nicht Haltmachen. Kriegszeiten waren immer Zeiten, in denen gewissen Gestalten der Weizen zu blühen schien. Ist es nicht die manchmal verräterische Schußwaffe, dann zehrt die stille, grausame Schlinge an unseren Wildständen. Drum gilt es auch hier auf der Hut sein, Wechsel und Pässe überwachen, zu unregelmäßigen Zeiten und auf verschiedensten Wegen draußen ankommen und vor allem irgendwie schon vorbelasteten Personen und ihrem Anhang auf die Finger zu sehen. Denn Jagdschutz tut not! Hubertus. Frankfurter Schlachtviehmarkt. * Frankfurt a. M., 3. Jan. (Vorbericht.) Er notierten je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen 42,50 bis 46,50, Bullen 40,50 bis 44,50, Kühe 25 bis 44,50, Färsen 41,50 bis 45,50, Kälber 40 bis 59, Schafe 20 bis 32, Schweine 53 bis 61. Marktverkauf: alles zugeteilt. ow, wem [i ihm W t kosten- i Vorhalt. Ich M len dabei. Wohnung Alle Geiwettkämpfe in Deutschland abgesagt. Der Reichssportführer gibt bekannt: „Der deutsche Sport hat, dem Ruse des Führers folgend, Skier und Skigeräte an die Wehrmacht abgegeben. Infolgedessen sage ich für diesen Winter die angesehten skisportlichen Veranstaltungen, Lehrgänge, Wettkämpfe und Meisterschaften, einschließlich der für Garmisch - Parkenkirchen vorgesehenen Ski - Weltmeisterschaften, ab. Wegen der skisportlichen Veranstaltungen der Hitler-Jugend erfolgen Anweisungen der Reichsjugendführung. von Tschammer, Reichssportsührer." Oer Winter-Sportler tut seine Pflicht. ■le* >er S-rrn lizei Nachhilfeunterricht erteilt in Deutsch, Französisch, Englisch und anderen Fächern E. Petter, Lehrerin Frankfurter Straße 46 ooooe ■ 3urütf. Mutier lobe aus. die alte 6 warme r meine leit, was ist. hier nde..." Ueber Naturschutz und Naturkunde mit den allgemeinverständlichen Büchern de» Hugo Derrnühler Der läge», Serlm» Lichterfelde. Bitte verlangen Sie noch heute von Obrem «iekener VuchhSndl-r de» ausführliche bebilderte Werdeblatt .Freunde der Natur sind Freunde guter Bücher. Oie Heeresunteroffizierschule stellt wieder Freiwillige ein? Die Heeresunterofsizierschulen, die auf eine über 100jährige Tradition zurückblicken können, setzen auch heute trotz des Krieges ihre Arbeit fort: Die Todes-A n zeige. Schmerzerfüllt machen wir die traurige Mitteilung, daß es dem Herrn über Leben und Tod gefallen hat, meinen lieben Mann, unseren guten Schwager und Onkel Herrn Wilhelm Vogt Lokomotivführer i. R. nach langem, schwerem Leiden im Alter von 59 Jahren aus dieser Zeit in die Ewigkeit abzurufen. In tiefer Trauer: Katharine Vogt, geb. Bärthel nebst Angehörigen. Gießen-Klein-Linden, den 1. Januar 1942. Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 4. Jan., nachmittags 8 Uhr, vom Trauerhause, Frankfurter Straße 123, aus statt. HD 'lonbet' Il.enbe|fe. 'Malls 1 Hellt .Ansicht 1 Qn ier. Werben , nb6 'n. 5- Kops. !“i. 9m nut zu. )ie(l Je, ist Hutt, °u! bem ,a8 bet jQubem< mal ein fachen, brin. stch bie mat und npsenden fern. „ Wohnung fehlen i“ gegentan? t°b E len ’ntänb* Besuch h"° ,.ttf eins \ erlpare" • «n S« Ä 'n'^'d Sportler und Sportlerinnen ihre Sportausrüstung der Wehrmacht zur Verfügung stellen. Darüber hinaus werden sie veranlassen, daß ihre Bekannten und Freunde gleichfalls die vorhandenen Skier und Skistiefel für unsere tapfere Wehrmacht abgeben. Schließlich erinnere ich daran, daß auch jene Skier, die evtl, noch in den Skihülten oder in den Spotgeschäften lagern, der Sammlung zugeführt werden. Eintracht Frankfurt gastiert in Gießeu. Noch ist das Spiel gegen Rot-Weiß Frankfurt in bester Erinnerung, steht den Gießenern Sportfreunden am kommenden Sonntag schon wieder ein großes Fußballereignis bevor. Im Mittelpunkt der sportlichen Wettkämpfe im Rahmen der Arbeitstagung findet ein Fußballspiel Gießen-Wetz- lar gegen Eintracht Frankfurt auf dem Unioersi- tätssportplatz statt. Wie bereits angetündigt, tritt Eintracht in zur Zeit stärkster Aufstellung an. Durch die Mitwirkung einiger Spieler von Wetzlar 05 ist die Gießener Mannschaft wesentlich verstärkt, und man hofft, daß sie ihrem großen Gegner einen technisch schönen Kampf liefern wird. Dem bekannten Schiedsrichter Fink (Frankfurt a. M), der auch das Tfchammer-Pokal-Endspiel Schalke 04 gegen DSC. leitete, stehen sich folgende Mannschaften gegenüber: Grimbart, der Dachs, bis zur Monatsmitte noch gegraben werden. Bis jetzt ist der Winter für unser Wild gnädig verlaufen. Es wäre mit Rücksicht auf unsere Niederjagd vor allem zu wünschen, wenn es dabei bliebe. Aber der Jäger muß auch damit rechnen, daß seine Wünsche nicht erfüllt bleiben und er selbst dann einspringen muß, um der Not zu steuern. So tritt neben die Freude am Jagen die Pflicht zum Hegen und Pflegen des Wildes, die nach unserer deutschen Vorstellung erst den Weidmann vollendet. Ihre Erfüllung wird wie so vieles durch die Kriegsverhältnisse erschwert. Gerade dieses zwingt aber den Jäger, sich erst recht vorsorglich Gedanken zu machen, welche Hilfsmittel und Wege ihm offen stehen. Unser Schalenwild nimmt am liebsten natürliche Aesung; besonders das Rehwild ist an Fütterungen oft ein undankbarer Gast. Darum zieht es Weichholz und Knospenäsung oder Heidekraut oft dem schönsten^. Heu oder Grummet vor. Axt und Rechen sollen^deswegen den Jäger auf seinem Reviergang begleiten. Sehr rasch gefunden wurden immer Kuh- und Markstammkohl mit ihrem starken Geruch. Haferstroh wird auch immer verhältnismäßig rasch angenommen, ungedroschener Hafer noch schneller. Kastanien und Eicheln sind wertvollstes Kraftfutter. Die Vorliebe des Hasen für Proßholz von Obst- bäumen ist bekannt. Kohlabfälle, Rüben u. ä. helfen ihm, an Wechseln ausgelegt, über den Winter. Besonders gelitten hat unter den letzten harten Wintern unser Federwild. Drum haben wir in Hecken Futterplätze eingerichtet, dauerhaft oder behelfsmäßig überdacht und mit Kaff beschickt. Sind sie dem Wild bekannt und bereits angenommen, so ist es dann leicht, die Fütterung durch Hingabe von Hinterkorn, Heublumen, Kohlblättern, körnigem Sand usw. so herzurichten, wie sie in Zeiten der Not sein soll. Leider werden diese Futterplätze oft auch dem Wild zum Verderben, wenn sich Räuber ihrer als günstiger Gelegenheit zur Jagd bedienen. So gibt es z. B. Bussarde, die als an sich ungewandte unb in dem wenigen, was sie hatte, nach warmen Sachen fahndete, wie sie nicht fragte, ob dieses oder jenes ihr selber dienen könnte. Und dann.sagte Meier bei sich: Wo ich doch die dicke Hausjoppe habe! Himmel auch, da überlege ich noch? Er hatte etwas ganz anderes antworten wollen. Aber jetzt meinte er: „Ist doch selbstverständlich. Frau Hoss- monn, die Pelzjacke hier kriegt die Front! Und ... Da ist noch unsere große Kleiderkiste! Muß mal hineinsteigen! Sollte doch mit dem Kuckuck zugehen, wenn sich da nicht noch manches sande, was unsere Soldaten jetzt nötiger haben als wir hier in der Heimat." Wer will Offizier werden? to*O-e INWCMTUNGeM Gießen, Bahnhofstraße. Die neue Wochenschau ist in der Lage, ihre Bildberichte so zusammenzustellen, daß das Einzelne ein Ganzes gibt, Front und Heimat als eine große Einheit erscheinen und jeder einzelne Abschnitt als Symbol für die ungeheure Tatkraft unserer Wehrmacht wirkt. Alle, die einem Sohn, Vater, Bruder oder Mann an der Front haben, werden hier direkt angesprochen, ob er die Fjorde Norwegens schützt, die dänische Küste bewacht, den Feind an der Kanalküste bekämpft oder an der Blockadeschlacht um England von der Atlantikküste aus teilnimmt, ob er auf afrikanischem Boden die Grenze Europas verteidigt oder den Winterstürmen i m Osten trotzt, überallhin führt den Beschauer die Kamera. Es ist ein grandioses Bild, wie die Männer unserer Luftwaffe im Osten die verschneiten Flugzeuge von ihrer weihen Last befreien, ihre Kalenderjahr und Jagdjahr decken sich nicht, und während das alte Jahr zu Ende ging und ein neues begann, läuft das Jahr des Jägers noch weiter. Zwar mehren sich wieder die schwarzen, Schonzeit bedeutenden Felder im Jagdkalender, aber noch vielerlei Weidwerk winkt trotzdem dem Weidmanne. Im Hochwildrevter können Rotwild und D amwild in beiden Geschlechtern noch bejagt werden, und auch das Muffelwild ist noch schußbar. Wenn der Hartung Schnee bringen sollte, wird dies nicht nur die Wildjagden erleichtern, sondern vor allem auch das Kreisen auf Sauen gestatten, zu deren erfolgversprechendem Besagen nun einmal ab und zu eine „Neue" gehört. Auch im Rehrevier kann die Büchse noch auf weibliches Rehwild und Kitze geführt werden, wenn der Abschuß noch nicht erfüllt wurde, während Böcke ja schon seit Oktober mit der Jagd zu verschonen sind. Der Frost wird nun auch das Betreten von Feldern und Wiesen gestatten, die seither durch die Nässe kaum betretbar waren. Dadurch wird es möglich sein, auch dort noch die Hasen jagden durchzuführen. Am 15. Januar endigt dann auch Mümmelmanns schwere Zeit wieder. Das Federwild kommt nur noch in beschränktem Maße für die Jagd in Frage. Die Schuhzeit für Fasanen Hennen ging zu Ende. Hähne können noch bis zur Monatsmitte geschossen werden. Ebenso ist in diesem Jahre erstmalig eine nach Geschlechtern getrennte Schußzeit bei Enten eingeführt worden und damit ein alter Vorschlag verwirklicht, der auf dem Ueberwiegen des männlichen Geschlechtes bei den Entenarten fußte. Die Schußzeit für weibliche Enten schloß wie immer am 31. Dezember, während Erpel noch bis zum Ende des Januar bejagt werden können Infolge des Farbenunterschiedes im Gefieder läßt sich dieser unterschiedliche Abschuß bei guter Beleuchtung bei den meisten Enten ohne weiteres durchführen. Anders ist das mit der Jagd auf dem Strich im Morgen- ober Abenddämmern. Hier wird es oft nötig sein, den Finger gerade zu lassen, wenn man sich nicht der Bodengeschütze bei scharfem Frost in Ordnung bringen und dann gegen oen.fteinb starten, den sie nicht zur Ruhe kommen lassen. **' Eine graphische Darstellung läßt jedermann die UÜberzeugung gewinnen, daß die gegenwärtige Latze der Achsenmächte ungleich günstiger ist als die in den besten Monaten der Mittelmächte während der Jahre 1914/18. Eine besondere Ueberraschung bilden Bilder von einer Flottenparade der amerikanischen Pazisikslotte, auf denen die stolzen Schlachtschiffe sich bewundern lassen, die das entschlossene Zupacken unserer javanischen Bundesgenossen auf den Meeresgrund geschickt hat. Die Wochenschau gibt diesmal also einen Ueber- blick über das bisher Erreichte, einen Lagebericht von dokumentarischer Eindringlichkeit unserer stolzen Leistungen. H. H. G. Gefahr aussetzen will, mit dem Gesetz in Widerspruch zu geraten. Wie der zunehmende Frost die Jagdmöglichkeilen auf Enten zu vermehren pflegt, indem er die Breitschnäbel von Norden her gewissermaßen vor sich herdrückt, so stellen dann auch eher einmal W i ld- aänfe sich vei uns ein und geben Gelegenheit zu seltenerem Weidwerk. Neben dem Nutzwild steht zur Zeit das Raubwild vor allem im Interesse hes Jägers. Denn sein Balg hat nun höchsten Nutzwert, und seine Jagd ist vielseitig und interessant. Für unseren wichtigsten Pelzträger, den Fuchs, bringt der Januar die Zeit der Liebe, die Ranzzeit, und damit rückt die Baujagd wieder stärker in den Vordergrund. Wer einen guten Erdhund zur Verfügung hat, wird dann oft mehr als einen Fuchs, oft eine ganze Hochzeitsgesellschaft auf einem Baue antreffen und mit frohem Jagen die Aussicht auf eine lohnende Strecke verbinden. Aber auch der Ansitz am Bau kann schon zum Erfolg führen, da in dieser Zeit vor allem gegen Morgen die Rüden die Baue 3U besuchen pflegen, oft nur zu einer flüchtigen lieber» Prüfung, oft auch zu kurzem Einfahren, wenn keine Fähe im Bau steckt. Auch tagsüber ist der Fuchs mehr auf den Läufen als fJhft, und wenn etwa durch Schnee und Frost der Hunger noch hinzukommt, weil die Mäuse zu tief unter dem Schnee stecken, dann verspricht das Reizen mit Mäusepfiff und Hasenklage, mit Vogelangstruf ober Kitzlaut manchen Balg auf bas Spannbrett. Die Lockjagd in kalter, monbheller Winternacht im. „weißen Zeug" irgendwo am Raube ober in ber fdjneebebedten Flur hat auch ihre Reize. Daß daneben die Drück- jagb mit wenigen Flinten, durch Verwendung von Lappen noch erfolgversprechender gestaltet, weiter ihren Platz behauptet, ist klar. Auch Edel- und Steinmarder, unsere beiden wertvollsten Pelzträger, können während des ganzen Monats noch bejagt werden. Daneben darf der Iltis nicht in Vergessenheit geraten, zumal er auch der Niederjagd manchen Schaden zuzufügen vermag. Dasselbe gilt für das Hermelinwie- s e l in seinem Winterkleid. Schließlich kann auch Ausbildung aktiver Unteroffiziere für das Heer. Zum Ausbildunasjahr 1942 werden wiederum Freiwillige eingestellt. Jeder Jugendliche im wehrpflichtigen Alter, der zwischen dem 1. 7. 1923 und dem 30. 5. 1925 geboren ist, kann sich melden. Freude am Soldatenberuf und körperliche Gesundheit sind die Vorbedingungen hierfür. Der Bewerber muß sich auf zwölf Jahre verpflichten, wird in der Regel nach einem Jahr Gefreiter, nach einem weiteren Jahr an ber Schule Unteroffizier, dann tritt er in die Truppe ein. Die Unteroffizierschulen bilden für alle Waffengattungen des Heeres aus. Vorbildung, Neigung und Bedarf entscheiden, ob ber Bewerber zur Infanterie, Artillerie, zu motorisierten Einheiten (Panzer), Pionieren, Gebirgsjägern usw. kommt. Der Besuch der Unteroffizier- schulen ist kostenfrei. Der Unteroffizierschüler ist für sein ganzes Leben sichertzestellt. Nach dem Ausscheiden aus dem Heeresdienst findet er an bevorzugten Stellen im öffentlichen Leben Verwendung. Bewerbungs^suche um Einstellung sind spätestens bis zum 15. April an die Annahmestelle für Heeresunteroffizierschulen, Berlin W 35, Körnerstr. 25, zu richten. Merkblätter können hier ober vom nächsten Wehrbezirkskommando (Wehrmeldeamt) ange- forbert werden. ♦ ** Silberne Hochzeit. Marine-Hauptgefreiter Fritz Schmidt, zur Zeit auf Urlaub, und Frau Anna, geb. Velten, Looerstraße 26, begehen am 4. Januar das Fest der silbernen Hochzeit. Herzlichen Glückwunsch! ** Die Ausgabe von Lebensmittelkarten für den 32. Versorgungsabschnitt betrifft eine Bekanntmachung des Ernährungsamtes und Wirtschaftsamtes der Stadt Gießen im heutigen Anzeigenteil. Die Ausgabetage und -zeiten sowie alle weiteren Einzelheiten sind aus der Bekanntmachung zu ersehen. Eintracht Frankfurt: Fischer, Heilig, Stubb, Richter, Lehmann, Schädler, Roll, Ganzmann, Kraus, Schmitt, Wiegand. Gießen-Wetzlar: Kersten (Wetzlar), Weiß (Luftwaffe), Goß (1900), Rose (Luftwaffe), Didlapp (Wetzlar), Weniger (1900), Schlitz (VfB.-R ), Pepp- Heimer (Luftwaffe), Meermann (Luftwaffe), Mobs (Wetzlar), Rode (Wetzlar). Betrachten wir uns einmal die Mannschaft ber Eintracht näher. In Tormann Fischer steht ein Mann zwischen ben Pfosten, ber erst kürzlich im Städtesviel Frankfurt — Schweinfurt sein Können unter Beweis stellen konnte. Die Hauptstützen ber Hintermannschaft dilben ber altinternationale Der- teibiger Stubb und ber rechte Läufer Schäbler. Das Glanzstück bleibt bie Fünferreihe mit Roll, Ganz- mann, Kraus, Schmitt, Wiegand; hier dürfte besonders der Aufbauspieler Schmitt genannt werden, der seine Nebenleute geschickt einzusetzen versteht. Alles in allem erwarten wir einen Kampf, der sich würdig dem Spiel von Rot-Weiß Frankfurt anreiht. Handball-Vorschau. Frankfurt — kreis Gießen. Nach dem Fußballspiel Eintracht Frankfurt gegen Gießen-Wetzlar kommt es im Handball zu der Be- aegnung Frankfurt — Kreis Gießen. Die Gäste haben nach einem Uebungsfpiel erst die Mannschaft ermittelt, welche die Farben Frankfurts vertritt. Leider müssen sie auf bie Spieler Schunk und Fischer verzichten, ba diese die Reise ber Handball-Lander- elf nach Schweben mitmachen. Die Mehrzahl ber Spieler stellen SA. unb Polizei. Dadurch ist schon ein einheitliches Mannschaftsgefüge gebildet. Die Spieler Matt, Mahnkopf, Obermark und van Santen sind noch in bester Erinnerung von dem Spiel der Polizei — Luftwaffe. Für den Kreis Gießen stellt die Gießener Luftwaffe die Mehrzahl der Spieler. Diese kennen durch die Punktspiele die Spielweise der Frankfurter. Die Spieler von Grüningen unb Holzheim ergänzen die Gießener Vertretung. Obwohl bie Frankfurter stärker ei nzu sch ätzen sind, rechnen wir mit einem günstigen Abschneiden unserer Vertretung. Die Gäste spielen in rotem Trikot und weißen Hosen, während Gießen im weißem Trikot unb schwarzen Tosen das Treffen bestreitet. Die Aufstellungen lauten: Frankfurt: van Santen (Polizei); Schmidt (SA.), Becker (Polizei); Schmidt Hch. (SA.), Kreiling (Offenbach), Nolte (SA.); Blatt (Polizei), Mahnkopf (Polizei), Vogt (Höchst), Obermark (Polizei), Klein (Offenbach); Ersatz: Hunkcher (FSV. Frankfurt). Gießen: Jsensee (Luftwaffe); Polczus, Straht- mann (beide Luftwaffe); Rebischke (Luftwaffe), Sei- dich (Grüningen), Lieb (Luftwaffe); Wagler, Kraft (beide Luftwaffe), Fey (Grüningen), Sann (Holtheim), Reichert ober Sonnabend (beide Luftwaffe). Schiedsrichter: W. Heil (Hanau). Schüler höherer oder diesen gleichzuachtenden Lehranstalten, die aktive Offiziere des Heeres werden wollen und sich zur Zeit in der 7. Klasse befin- den, können sich bis zum 15. März 1942 bei dem für ihren Wohnsitz zuständigen Wehrbezirkskommando zur vorläufigen Annahme als Bewerber für die Offizierslaufbahn des Heeres melden. Hierbei können Wünsche ' für eine bestimmte Waffengattung ober einen bestimmten Truppenteil vorgebracht werben. Je früher bie Meldung^ erfolgt, desto eher ist eine Berücksichtigung dieser Wünsche möglich. Die Einstellung erfolgt am 1. Juli 1942. Alle weiteren Einzelheiten sind bei den Wehrbezirkskommandos zu erfahren und aus den „Merkblättern für ben Offiziersnachwuchs des Heeres", die bei " Wehrbezirkskommandos, Wehrmeldeämtern Arbeitsämtern erhältlich sind, zu ersehen. Nlehv Svende an dev Natnv dnvch Vevrnühlev-Vütbev l Nach langem, schwerem Leiden verschied am 27. Dezember mein herzensguter Mann, unser lieber Vater und Großvater Hans Zampedri im Alter von 57 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Alma Zampedri und Kinder. Gießen, den 3. Januar 1942. Die Einäscherung fand in aller Stille statt. Beileidsbesuche dankend verbeten. ________________________________________________________00021 rnunfrker chloßbräu f/clßick. fiüM&ck JMqenuß VogT5.\.O dldstöo PUDER 375 A Häute und Felle Wir tun unser Bestes! 9DJ Stoffspezialhaus BERNARD & SOHN Einer So sieht die neue GIESSEN, Blockstraße 14-16 ft Wohn- oder Geschäftshaus Packung aus auf Markenvavieren. 04 £78 wozu braucht der Körper Vitamin Bit Bastelitube j derfEsbltTrok- • Det größte Teil unserer Nahrung befiehl aus Kohlehydra» len (Kartoffeln. Mehl, juchet u. ä ). Kohlehydrate müssen aber, um als knergiestoffr wirksam zu werden, erst um- gewandelt werden. Niese Umwandlung besorgt das Vitamin Bi. Cs erzeugt auch den Nährstoff für unsere Nerven. AachlassteonZbiß 20 v. S. erhalten sie bet wiederholten Auf. nahmen einer Anzeige in ließen zu kaufen gesucht Schriftliche Angebote unter 3857A an den 6ie6ener Anzeiger erbet. J. P. Mono, Vulkanisieranstalt Inh.: Frau MINI MONO / Gießen, Hlndenburgwall 22 Unserer geschätzten Kundschaft zur gefälligen Kenntnis, daß ich unser Geschäft im Sinne meines verstorbenen Mannes weiterführe und bitte, das ihm entgegengebrachte Vertrauen auch auf mich übertragen zu wollen beschränkt nur lieferbar doch nach 4en Kriege immer da Oos meiste Vitamin Bi enthält übrigens die Bierhefe, und mit diesem kostbaren Wirkstoff aus der fjefe ist unser Vilamalz - kinsackbier angereichert. Es ist also wohlsrhmeckendes Genußmittel bekömmlicher Vurstlöscker und Vitaminspender zugleich. Familiendrucksacheri Verlebunosanzelgen Vermählungsanzelgen Geburtsanzeigen bei Brühl, SchulstrJ Streu-Dose 75 pfg. Nachsullbeulel 50 pfg. Jn Apotheken, Drogerien u. Fachgeschäften erhältlich. Küße erhitzt, überangestrengtz brennend? Zu beziehen durch die Brühlsche llniversiiatsdruckerei R. Lange Gieben, Schulstrahe 7, Fernruf 2251 6smD Bel nervösen Störungen,wie Herzklopfen, Herzdruck, Herzsohmerzen, Herzstechen, kann Teledel dem Herzen neue Kräfte zuführen u. ee einer Verschlimmerung verbeugen. Flasche RM 2.10 In Apoth. Aber z Zf. denen lassen, dle's am nötigsten habem Und: nicht schimpfen, wenn Sie’s nicht immer be» kommen. Das wird auch wieder anders. — Alleine Herstellern GlaebsbräMi SeligenstediiHessen» 0 Soweit es meine militärärztliche Tätigkeit zuläßt, übe ich meine Praxis wieder aus. Sprechstunden: Werktäglich 12-13 Uhr, außer Samstag. Dr. Kröck Einlagen Leibbinden lummi- strümpfe 28?? A J. Frohn Marktplatz 19 Lieferant aller Krankenkass. Wir tun unser Bestes! Alles, war grün tst und für unsere Nahrung taugt, enthält reichlich Vitamin Bl — — ein Zeichen, daß die Natur diesem Wirkstoff eine wichtige Aufgabe in unserer Ernährung zu- gedacht hat. Montag, den 5. Januar 1942,19 Uhr im Theater 7. Veranstaltung im 16er Ring Die DenlscbeÄrbeitifroDl 4^ NSG. Kraft durch Freude Kreisdienststelle NyJF Wetterau _______ VCertn Schellfisch auf O dem Tisch steht, soll man nicht Forellen verlangen . . . wem ein brauner Stoff angeboten wird, der sollte auf den erträumten gelben verzichten. Heute ist es nun einmal so, daß das verbraucht werden muß, was vorhanden ist. »Extrawürste, die auch wir frühes mit Vergnügen gebraten haben, können vorübergehend nicht mehr serviert werden. Diejenigen aber, denen auch heute noch so schwer etwas recht zu machen ist, möchten wir bitten: Spart euere Wünsche für später auf, es kommt alles einmal wieder l Nehmt freudig mit dem vorlieb, was jetzt geboten wird! Gemessen an den Umständen ist es viel sehr vielj Und seid versichert: Wir selbst bemühen unli täglich und stündlich um die Erfüllung tausender Wunsche . • • Leibbinden Bruchbänder Einlagen Anfertigung in eig. Werkstätte Kurt Kling vom Hefter Nacht Bandiftistenmelst. Markt#tr.l€ Lieferant der Krankenkassen Damen-Bedienung. Örtliches Fernsprech -Verzeichnis für Gießen Neuausgabe Dezember 1941 soeben erschienen Stückpreis RM.V,60 Hartnäckige Hustenqualen und Bronchitis fehlen. Vieler- • lei macht er ® heiß: Wasser, d Leim, Lötkolb. J usw. KäufL in einschl. Geschäft. Packung 20 Tabl. Auch zum £ • Feldpostversand zugelassen. G • Bezugsquellen-Nachweis durch i G # HERST. ERICH SCHÜMM • STUTTGART-W 109 Roller in verschiedenen Gröben bei [ 4849A Fahrrad-Aßmann Gießen, Neustadt 20. fcr Rata jpPtune »hob yenq Lenzer schwer b Ngenr M an «reujer Ues 3ti wk ( P Qleic e’ belle Peboboot Q S Du Ute de t°M 7/gec nor Itai D GOLD STU Tn £iüdt AKTIENGESELLSCHAFT HANAU-BERLIN SEIT 1826 Vl leinblldDcrgrößcrungcn und fotoliopicn besonders grobe Sammelaufträge für Wehrmachtsangehörige liefert schnellstens in bester Ausführung Kanin-, Hasen-, Rehfelle Füchse, Marder, Iltisse sowie alle anderen Felle kauft zu besten Preisen Heinrich Adorf, Marburg/Lahn K r" «eil»9 Er -KS 46ooD Telefon 2750 Fotomeleter Ph. Pfaff Butzbach (Hessen) Preisliste wird gerne gegen adres- siertes Rück-Kouvert zugesandt. Aistspiel von Metzner Karten in der Verkaufsstelle Seltersweg 60 __________________________170 ßonbt des Kreu, -Kanda rannt Da telmeer a »Dleptu Nie eint öie mar bestückt. $ JUJ eine Wir kaufen u. verkaufen gebrauchte, guterhaltene KRAFTWAGEN all. Fabrik., bereift u. un bereift OPEL, rnelei, 11! 88« U _____________________________3316 D Lia niist allen, dle viel gehen und sieden müsste rasch Efasit» Fußpuder. Er trocknet, befeitigj übermäßige Schweißabsonderung, verhütet Blasen, trennen, Dundlaufen. Hervorragend für Massage! Für die sonstige Fußpflege? Efasit-Fußdad. -Creme u. -lincluq Slhv z