Mittwoch, Z.vezemberMr GießenerAnzeiger l-r. Jahrgang Nr. 284 Einnahme von ^meinen für die Mittaasnummer biS 8'/, Ubr desBormittasS Auzeiaen-Preise für die Millimeter-Zeile von 22 Mllimeter Breitet 7Rvt. iür ^amilienan- zeigen und vrivate GelegenbeitSanzeigen 14 Rvt. i. Werbeanzeigen und aeickiäftlicke Geiegenbeitsanzeigen Plabvor'chrift ioorberiae Vereinbarung) 25e/»mebt Erictzemi : agl > ch, außer Sonntags und Feiertag- Beilaaen: Siebener Ranulienblätter Heimat imBild-DieScholle Bezuasvreisr Monatlich .. .RM.1.80 Lm'teslgebüör,.. „ -L8 auch bei Nichterickeinen von einzelnen Nummern infolge böberer Gewalt Sernsbreckanichluk 2251 Drahtanschrift ,Änzeig^ Poft" check 11686 Frankl./M -ä«, General-Anzeiger für Oberhessen ^^»letze«?5ch«lftra?e^ In 1. Trotz schlechten Wetters und schärfster Abwehr r c", „Reina btf Pazifico" und ..Derbyshire", die daß er mit seiner ganzen Ladung untergeht. Wie Hochgebirgskampf im Elbrus-Abschnitt lich' nach p?^E?nzelfahrer entdeckt ' istirmiß 7rst heute Ansehen, weil sie glauben, daß die Rekord' cC-1: sturmaeveitschter See in langem Anfahren eine brecher" mit 25 und mehr Knoten den U-Booten ^nstt^Schußvosittonerrei^ werden, denn der 'entkommen können. Doch die Versenkung der dre S-n^JX muß den feindlicher Dampfer so treffen, großen Truppentransporter^oom Typ ,,Mceroy of mit seiner aanzen Ladung untergeht. Wie JrÄia", „Retina del Pazifico und „Derbyshire , schwierig das ist. an den Feind unbemerkt heranzu- kommen, wenn das Sehrohr ständig in Wellenbergen versinkt oder von Hagel- und Schneeboen wie verklebt aussieht, davon macht man sich au dem Lande kaum eine richtige Vorstellung. Bei den jetzigen Verhältnissen überhaupt einen Dampfer ins Visier zu bekommen, ist schon eine Kunst, bie nur unsere sorgfältig ausgebildeten U-Boot-Männer beherrschen. Und dann den Dampfer auch solange im Visier zu behalten, bis der Torpedo gelöst werden kann, das ist eine noch größere Äunft, die em Höchstmaß an seemännischem Können und härtestem Kampfwillen erfordert. Unsere Unterseeboot- Kommandanten und ihre Besatzungen haben dieses Können und diese Härte im Kampf, das beweisen ihre immer wiederkehrenüen großen Erfolge gegen einen Gegner, der alles aufbietet, um sich der Ge- Ende September unseren U-Booten zum Opfer ielen, hat gezeigt, daß selbst schnelle Schiffe dieser Art vor den Torpedos nicht sicher sind. Unter den in den letzten Novembertagen versenkten und in der Versenkungsziffer der Sondermeldung bereits enthaltenen feindlichen Handelsschiffen befand sich auch der 10 799 BRT. große britische Fahr- gastdampfer „L l a n d a f f C a st l e" der Union Castle Line in London. Das Schiff, das Einrichtungen für 390 Fahrgäste hatte, war im Frieden im Passagierverkehr zwischen London und Südafrika eingesetzt. Ferner fiel das erst im Jahre 1941 gebaute britische Frachtschiff „Empire Cromwell", das in Sunderland beheimatet war, einem Unterseebotangriff zum Opfer. Oer Versenkungsrekord des Novembers Mit 1035 000 BVT. das bisher höchste Monatsergebnis des Krieges. November ihr bisheriges TUoualshöchstergebnis vom September d. 3. um rund 200 000 VRT. übertroffen. 3m Kampf gegen Kriegsschiffe versenkten unsere Unterseeboote im November 3 Kreuzer, 6 Zerstörer, 2 Korvetten und ein Unterseeboot. Sie beschädigten durch Torpedotreffer einen Flugzeugträger, 2 Kreuzer, 3 Zerstörer sowie mehrere Sicherungsfahrzeuge. Die Luftwaffe versenkte ein Unterseeboot und eine kleinere britische Kriegsschiffseinheit. Darüber hinaus wurden ein Schlachtschiff oder Schwerer Kreuzer, 4 Flugzeugträger und 28 Kreuzer, Zerstörer und kleinere Kriegsfahrzeuge zum Teil mehrfach ge- bekanul: Deutsche See- und Luftstreitkräfte haben im Monat November insgesamt 166 Schiffe mit 1 035 200 VRT. versenkt. Die Erfolge des Monats September 1942 wurden um 23 5(0 VRT. übertroffen. Damit ist das bisher höchste E egeb - nis dieses Krieges erzielt worden. Unterseeboote vernichteten davon im Nord- und SLd- atlantik, im Lismer, den Randgewässern des 3ndi schen Ozeans und vor deo Küsten Französisch-Nord- afrikas 149 feindliche Handels- und Transportschiffe mit 955200 VRT. Deutsche Schnellboote ver- senkten in der Nordsee und im Kanal 8 Schiffe mit 20 000 VRT.» Kampfverbände der Luftwaffe 3U gering —, fonoern nur in oer tseiunuum luhB des Masseneinsatzes gesehen werden. Diese Massen- wirkung trifft die Versorgungsstraßen nach der Sowjetunion, in den Vorderen Orient und nach Oie Gondermeldung. DNV. Aus dem Fuhrerhauptquartier, Dez. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt Der Dersenkungsrekord, den die U-Boote im Monat November erzielt haben, ist um so Wx gu bewerten, als vor allem im nördlichen Teil des Atlantik und im Eismeer für die Arbeit der U- Boote besonders erschwerend ins Gew.cht fallt datz hier die Tage nur noch wenige Stunden zahlten, bevor im Winter für diese Breiten die zwei Mo- nate währende Polarnacht anbricht. Zudem herrscht in der nördlichen Hälfte des Atlantik schon seit Wochen eine ausgesprochene Schlechtwetter- periode. die hier jahreszeitlich bedingt ist Stark bewegte See, weit ausgedehnte Nebelbästke, Regen-, Schnee- und Hagelschauer erschweren unseren U- Boot-Männern den Angriff ungemein. Wenn endlich nach tagelangem Suchen, em feindliches Ge- ’ ■ rc:___«Mts»/** iff miife PTlf troffen. 3n den gemeldeten Zahlen sind die schweren Einbußen der sowjetischen Handels- und Trans- portflotte nicht enthalten. Die Luftwaffe versenkte an der Schwarzmeerküste, auf dem Kaspischen Meer, auf der unteren Wolga und auf dem Ladogasee 19 Transportschiffe, Schlepper und andere Fahrzeuge verschiedenster Größe, darunter 2 Tanker. 26 sowjetische Versorgungsfahrzeuge aller Art rour- . « r < --LI ____L miirSmi «in Oie Antwort. Don unserer Berliner Schristleitung. Von Aachen bis Memel Druiloregisterlonnen werden zu Züge«. Schwere Abwehrkämpfe vor Tuapse. Berlin, 1. Dez. , (DNB.) Im westlichen Kaukasus regnet es feit dem 29. 1L in Strömen. Das Tauwetter hat nun auch seinen Einzug in die höheren Gebirgsketten gehalten. Die Schnee- schmelze läßt die Gebirgsbäche rapid anschwellen, so Australien im Kriege Von unserem Abs.-Korrespondenten. wichtsladung 15 000 deutsche Gewichtstonnen ausgemacht hat. .. „k Unser menschliches Vorstellungsoermogen ist beschränkt. Unter einer Million Tonnen Kohle oder Roggen können wir uns nichts mehr „vorstellen". Darum rechnen wir auch die feindlichen Schiffsver- luste in Bahnzüge und Entfernungen um, um einen Annäherungswert für unser Vorstellungsvermögen zu gewinnen. Da eine Registertonne ungefähr 1% Gewichtstonnen entspricht, so hat ein Schiff von 10 000 Registertonnen 15 000 Gewichtstonnen Fracht geladen. Das entspricht 24 Guter- lügen zu je 60 Wagen, von denen ,eder mit 10 Tonnen beladen ist. Diese Güterzuge brauchen ein Geleis von 12 km Länge, um hintereinander an- gestellt zu werden. Jetzt haben wir die Schlüsselzahl gewonnen. Wenn ein Schiff von 10 000 BRT. 24 Gitterzügen zu je 60 Wagen mit einer Gesamtsänge von 12 km entspricht, so kommen 1035 000 BRT. nicht weniger als 2484 Lastzügen gleich, die die erstaunliche Gesamtausdehnung von 1242 km haben! Es gibt nur wenige Punkte Großdeutschlands, die rund 1250 km auseinanderliegen. Das beste Beispiel ist die Entfernung zwischen Aachen und Memel. Polizefftunde füllten sich die öffentlichen Parks von Sydney mit Männern (darunter vielen Soldaten) und Frauen, die unter freiem Himmel mit ihren Schnapsflaschen Orgien feierten. Ueberbürokrattsierung und doktrinär marxistische Einstellung an der Spitze, Gleichgültigkeit der Arbeiterschaft gegenüber dem Gemeinwohl, Kriegs- gewinnlertum oben und unten, allgemeine Demoralisierung und als Folge von dem allen Inflation, ährten doch zu gar nichts. Nun ist es bezeichnend, daß alle nicht gerade zum Churchillschen Krieastabinett gehörenden prominenten Briten im U-Boot-Krieg die größte, d i e entscheidende Gefahr für Engländer- blicken. Wir Deutsche führen mit unseren Verbündeten diesen Krieg so, daß England nach mehr stöhnen wird, wie schnell wir die richtige Antwort für Roosevelt und Churchill gefunden Habern ausschließlich verantwortlich, s Die Einführung des Arbeitszwangs bedeutete aber nun noch keineswegs den vollen Em atz aller Arbeitskräfte des Bergbaus. Im Gegenteil. Mitten im Kriege brachte es der doktrnmre Marxismus des Arbeitsministers fertig, eine Kürzung der Ar beitszeit über Tage vorzubereiten und außerdem die Zwangspensionierung allev über 60 Jahre alten Bergarbeiter anzuordnen. Ern ähnlicher ' machte sich übrigens auch auf anderen Gebiet breit. Weigerte man sich doch, von der alten G wohnheit abzugehen, daß die ^uftrallschen ^eesch Ne alle acht Wochm seweils eine Doche still liegen müssen, weil die Dierundvierzig-Stundenwoche der Seeleute nur so durchführbar ist! Die Streikwelle leckte bis in die BeamtensäM hinauf, in der sich im April Streibewegungen zur Durchsetzung von Gehaltsforderungen zeigten, weil die ständigen Lohnerhöhungen der Arbeiterschaft, die nicht mit entsprechender Besteuerung und D ^s seluna des Luxuskon ums Hand m Hand gingen, na^rqemSh die Pr-il- in di- Hohe trieben Der Preissteiqemnq aber folgte die Wahrnn«siMatt°n mit einer rapiden Vergrößerung des der schon zwei Monate nach dem Smegseinmn MtrSiens3um fast ein Drittel hoher war als em 5 aVTefe Zustände, die - in dem einstigen Led-nsmiit-lexporttand Australien! - J™‘ ehern plötzlich auftretenden Mangel an Kartoffeln Eiern Zwiebeln und anderen Nahrungsmitteln einher gilben, muhten natürlich auf tee-auf)traftWfe Bevölkerung demoralisierend mitten.Sie ei^ vorhandenen Barmittel kamen nicht der Rnstut^ anstrmqung des Landes zugute, fontrnrn mutten m Saufgelagen anqeleat. Ms daraufhin die Schank- famben nerfürit wurden, schaffen Tausende von heimlichen Kneipen aus der Erde, und nach ber Preischaos, Teuerung und ungenügende Rüstungs-^ leiftung — das ist dos Bild, das die australischen Zeitungen der ersten Jahreshälfte vom innereh Zustand Australiens zeichnen. Seither aber scheinen sich die Verhältnisse nicht wesenllich gebessert zu haben. Denn erst dieser Tage kam es in Australien zu neuen ernsten Streitigkeiten über die Arbeitszeit, gleichzeitig mußten sich die Australier von einem Amerikaner sagen lassen, sie täten ihre Pflicht nicht und überließen die Hauptlast des Kampfes im Südwestpazrfik anderen. Sie vermochten darauf nur zu erwidern, der Mann übertreibe. Daß seine Behauptungen „einen Kern Wahrheit" entgelten, konnte niemand bestreiten. Die U-Boote sind nur kleine Schiffe, die im auf- getauchten Zustand etwa vier Meter über die Wasseroberfläche herausragen. Sie stehen imjöer» nichtungskrieg gegen die amerikanischen, englischen und englandhörigen Schiffe vom Eismeer bis m die Randgewässer des Indischen Ozeans, also auf einer Strecke von 16 000 Kilometer. Der einzelne U-Boot- kommandant kann von seinem Turm aber nur einen Halbkreis von vier bis höchstens acht Kilometer Weite übersehen. Der Maßstab für ihren Erfolg kann nicht in örtlicher Begrenzung — dazu sind Gesichtskreis und Schnelligkeit des U-Bootes viel I iU gering —, sondern nur in der Gesamtwirkung Die jetzt in Tokio vorliegenden australischen Zeitungen aus der ersten Hälfte dieses Jahres fassen von allen diesen Behauptungen nichts mehr übrig. Im Gegenteil, die in ihnen enthaltenen 'Berichte über die australische Wirklichkeit sind geradezu eine ununterbrochene Reihe von Dementis jener verlogenen Schönfärbereien. Statt von Kriegsbegeisterung zu schwärmen, sind diese Zeitungen voll von Klagen über mangelnde Kriegsbewuhtheit der australischen Arbeiterschaft, über Streiks, über skrupellose Versuche, die Kriegsverhältnisse innerpotttisch für egoistische Zwecke auszunützen, und über schwere Fehler in der Organisation der Kriegsindustrie. Zum Thema „Kriegsbegeisterung" brachte das Sydneyer „Bulletin" unmittelbar nach Kriegsbegmn einen prachtvollen Kommentar mit der Schilderung, wie in den ersten Kriegslagen Dutzende von Omnibussen mit Rednern und Musikkapellen durch d,e Straßen Adelaides gefahren seien, um Freiwillige für ehe Panzerdivision zu werben: die jungen Industriearbeiter aber hätten die ganze Werde- aftiort nur als ^Kasperletheater aufgefaßt. Ganze hier Freiwillige, darunter einen Buschmann und zwei schon bejahrte Weltkriegsteilnehmer, habe man in langer mühseliger Werbekampagne angeworben. f ,Nur Zwang bringt Australiens Massen m Die Milizuniform" — lautet die Schlußfolgerung des . ^Richt' bester steht es um die Arbeitswilligkeit der Australier. Der Versuch, Ende März die Arbeitskräfte Australiens zu registrieren, ^eiterte am Boykott dieser Aktion durch die meldepflichtigen Arbeitsfähigen. Außerdem aber zieht sich durch die Meldungen der australischen Zeitungen rote em roter Faden eine nicht endenroollende Serie von Streiks, die nicht etwa politische Gründe hatten, sondern nur unternommen wurden, um die Notlage des Staates zur Durchsetzung höherer Löhne und kürzerer Arbeitszeiten auszunutzen. Besonders der Kohlenbergbau in Neusüdwales bereitete tn dieser Hinsicht ständig Sorgen, aber zeitweise streikten gleichzeitig nicht nur die Kohlenbergarbeiter von Neusudwales, sondern auch die Hafenarbeiter Sydneys und Die Arbeiter zahlreicher Rüstungswerke; außerdem drohte noch ein Streik der Transportarbeiter. Dies geschah, während die Japaner schon Neu- guinea bombardierten und damit die tBebrobung Australiens immer ernster wurde. Schließlich muhte die Regierung (Surtin, die monatelang oor Öen Linksradikalen auf den Knien gelegen batte, öifta torische Vollmachten erbitten und im Bergbau den Arbeitszwang einführen. Den Ausschlag hierfür gab die enttäuschende Kohlenförderung von nur 2,6 Ttil Konen Tonnen (statt einer erreichbaren Menge von 3,2 Millionen Tonnen) im ersten.Quartal dieses .Jahres. Streiks und häufiges Wegbletben der^Arbeiter vom Arbeitsplatz waren für diese Ausfälle fahr zu erwehren. Seine Abwehrmaßnahmen wurden von Monat zu Monat stärker, jede nur denkbare Lücke in seinem Ab Vehrsystem sucht er zu schließen. Aber trotz allem jagen unsere Unterseeboote seine Geleitzuge, ganj gleich, wo sie angetrof'-en werden. Die deutschen Ü-Boote kontrollieren heute den Atlanttk übe 120 Breitengrade hinweg, sie stören alle dem Gegner noch verbliebenen Seewege und zwingen ihn zur Fahrt über das Meer mit seinem besten schnell fahrenden Ozeanriesen. Schiffe, deren Bau viele Millionen Pfunde verschlang, die gebaut worden waren, um das „Blaue Band" zu erringen, verwöhnte Reisende in weniger als sechs Tagen Über den Atlanttk zu bringen, müssen die Briten Allein unsere U-Bvote, die grauen Wölfe ber Meere, haben im Monat November fast eine Million BRT., nämlich 975 000 BRT., versenkt. Diese ' stolze Bilanz übertrifft um das Vierfache die des gleichen Monats des Vorjahres, sie bringt aber den Plutokraten geradewegs ins Herz, denn sie beweist eindeutig, daß sie die Hoffnung aufgeben müssen, alle ihre Kriegsschauplätze mit Munition und Menschen zu versorgen, und das Aufgeben dieser Hoffnung ist gleichbedeutend mit einer Zertrümmerung der Rooseveltschen Luftschlösser, die USA. zum „Arsenal der Demokratien" machen zu können, damit alle Welt den USA. verschuldet und hörig werde. Im Speziellen ist dieser riesigste Mo« natsoerlust 'feindlicher Schiffe auch geeignet, di» Nachschubwege nach Französisch-Nord- afrika zu blockieren. Allein in der Zeit vom 7. bis 25. November gingen dort 265 000 BRT. sowie fünf Kreuzer völlia verloren, 398 000 BRT. (9 Schlachtschiffe, 3- Flugzeugträger und andere Kriegsschiffe) wurden teilwejse schwer beschädigt. Das alles, was die Pankees in Nordaftika brauchen, ebenso wie der Bednars der Briten durch Schiffe herangebracht werden muß, hängt von der Sicherung dieser Schiffahrtslinien das Schicksal nicht nur des nordafrikanischen Abepteuers ab. Churchill, der viel redet, um die -Ocmüter seiner Briten aufzumuntern und sie von den Tatsachen abzuzrehen, hat in einer seiner letzten Agitationsreden sich selbst Lügen gestraft, indem er betonte: „Der U-Boot-Krieg wird nicht geringer, sondern nimmt immer größeren Umfang an und wird eher schlimmer werden als leichter. Ms jetzt hatt Churchill für jedes Jahr und für jede britische Niederlage einen besonderen Trost sich zurechtgemacht. Er behauptete, das kommende Jahr werde leichter sein als bas gegenwärtige, und die . neueste Niederlage sei endgülttg die letzte. Wie groß muß in Wirklichkeit seine Verzweiflung fein, daß ’ er gestehen muß: Die U-Boot-Gefahr wird noch - schlimmer! Das Jahr 1943 werde noch furchtbarer! Immer wieder erhebt sich im feindlichen Lager , die Forderung, doch endlich die Wahrheit zu sagen. . So hat nicht nur der britische Admiral Richmond die U-Boot-Gefahr eine tödliche genannt, sondern auch der frühere Privaffekretär des Ersten Lords ' der Admiralität, Lord Winster, hat in einem Schreiben an die „Sunday Times" sich wieder gegen dje bewußte Irreführung des britischen Volkes durch Churchill gewendet. Er hat gefragt: „Wieviel von unserem an die Fronten verschickten Kriegs-- material liegt bereits auf dem Meeresgrund? Er nennt den Schutz der Schiffe gegen die U-Boote den Kernpunkt aller Probleme und wirft Churchill vor, von Anfang an überoptinttsttsche Zahlen veröffentlicht zu haben, bis er diese Veröffentlichung ganz einftellte. Dafür aber veröffentlichte er phantastische Ziffern über angebliche deutsche U-Boot- Verluste, die glattweg erfunden seien. Es 'sei doch eine alte Erfahrung der Seekriegführung, meint Lord Winster, daß man. sich gerade über Angriffe auf U-Boote sehr lekcht täusche. Solche Schätzungen Berlin, 1. Dez. (DNB.) In den Schluchten und Felsen des Elbrus-Abschnittes ruht auck trotz starker Froste, hefttger Schneestürme und erhöhter Lawinengefahr die Kampftätigkeit nicht. Die für den " ‘ [ut ausgestatteten Gebirgsjäger Tokio, November 1942. lieber die Kontroverse zwischen dem amerikanischen Militärkritiker Hanson Baldwin und dem australischen Außenminister E v a 11 über die Äriegsanftrengungen Australiens vermag auf Grund der Lektüre zahlreicher australischer Zeitungen, die in der letzten Zett nach Tokio gelangt sind, unser Tokioter Vertreter im folgenden interessante Aufschlüsse zu geben. / den ersten Monaten des Ostasienkrieges hat nengesahr dre stampftangreu mcyr. z>ie jur uer* Hochgebirgskampf gut ausgestatteten Gebirgsjäger sind in regelmäßig durchgefuhrten Späh- und Stoß, trupps dauernd am Feind. Diese Unternehmen, die mit waghalsigen Kletterpartten verbunden sind, führen immer wieder über Gletscher, Schneefeldei: und vereiste Felsen im Gebirge, die vor unseren Gebirgsjägern kein Soldat betreten hat. Oft kommt es zu Feuergefechten mit bolschewistischen Stoßtrupps. So war in einem der Seitentäler des Elbrus ein bolschewisttscher Stoßtrupp in Stellungen vorgeschobener Gefechtsposten eingedrungen. Wenig» Stunden später wurden die Bolschewisten in den verschneiten Felsspatten von unseren Gebirgsjägern zum Kampf gesteltt. In erbittertem Ringen an vereisten Kaminen, über tief verschneiten Schluch* ten und auf von eisigen Winden durchgefegten Felskuppen wurde der Feind geworfen. sich die australische Propaganda, unterstützt von fleißigen englischen und amerikanischen Feoern, nicht genug tun können mit der Beteuerung, daß die australische Nation in einmütiger Geschlossenheit und voller Begeisterung wohlgerüstet in den Krieg ein« .getreten fei. Man sprach von einer halben Million australischer Männer in Uniform und von Australiens Fähigkeit, Flugzeuge, Panzer, Schiffe und alle möglichen anderen im modernen Krieg benötigten Dinge nicht nur selbst herzustellen, sondern sogar -Neuseeland, Holländisch-Jndien, ja selbst den Briten tbis nach Aegypten und dem Nahen Osten hin zu liefern. Die Bruttoregistertonne ist ursprünglich ein eng» Irsches Raummaß, also im Gegensatz zu unserer Tonne, die 10 Meterzentner oder 20 einfache Zentner wiegt, kein Gewichtsrnaß. Eine Registertonne enffppicht 100 englischen Kubikfuß oder 2,8 cbm. Daß diese Raumbezeichnung noch heute Gültigkeit hat, erklärt sich aus der Schwierigkeit, so viele Rechnungen und Zeichnungen auf eine neue Maßeinheit zu übertragen, schließlich aus der überragenden Bedeutung, die England als Schfffahrts- land bis in unsere Tage hatte. So kommt es, daß die Registertonne ein Raummaß bezeichnet, das nicht einmal auf unserer Meter-Berechnung begründet ist, sondern im Grund den englischen Fuß zur Matzeln- heit hat. Daraus ergibt sich eine neue Schwierigkeit: welchem Gewicht entspricht der Raum der Re- qiftertonne, die 100 englische Kubikfuß oder 2.8 cbm mißt? Die Ladung eines Schiffes kann nach Gewicht und besonders nach Sperrigkeit sehr verschieden sem. Im allgemeinen Durschnitt hat sich bei den Schiffsbeladungen ergeben, daß auf einem Raum von 2 8 cbm ein Gewicht von \V> deutschen Gewichts- tonnen oder 15 Doppelzentnern oder 30 einfachen Zentnern unterzubringen ist. Wenn also em Schiff von 10 000 BRT. als versenkt geleldet wird, so ist im rohen Durchschnitt anzunehmen, daß feine Ge-' 9 Handelsschiffe mit 60000 VRT. Schwer beschädigt, so daß ein erheblicher Teil noch als — _ Tolalverlirst zu rechnen ist, wurden durch deutsche den beschädigt. Durch Luftangriffe wurden ferner ein Unterseeboote 30 Schiffe, durch die Luftwaffe 72 sowjetisches Kanonenboot versenkt, 2 weitere ftano- zchiffe. Unter schwersten Wetter- und Kampfbedln- nenboote, ein Flakschiff und 2 Schnellboote bescha- gungen haben die deutschen Unterseeboote damit im digt. 1024 Sowjetpanzer in zehn Tagen - Der o. icn öe «en. Soren. Ei iirni übei nichlende Angriffe gegen Panzerbereitstellungen, Rlarsch- und Fahrzeugkolonnen des Feindes. 3n der Zelt vom 20. bis 30. November vernichteten Truppen des Heeres an den Brennpunkten der Kämpfe im Osten 1024 Sowjetpanzer. Durch Luftangriffe und Flakartillerie der Luftwaffe wurden weitere 148 Pauzerkampfwagen zerstört. An der Lyrenaikafront fanden nur örtliche Kämpfe statt. Britische Kolonnen und ein Flugstützpunkt wurden durch die Luftwaffe mit Bomben und Bordwaffen bekämpft. Deutsche und italienische Panzertruppen griffen mit starker Unterstützung durch die Luftwaffe vorgehende motorisierte feindliche Verbände in Tunesien an und brachten Gefangene ein. Kampfflieger bombardierten bei Tag und Nacht Hafenanlagen in Vone und Algier, unter anderem wurde ein grohes Transportschiff getroffen. 3m 5 üben Englands griffen 3agdflugzeuge bei Tag verschiedene militärische Anlagen an und schossen über See zwei feindliche Flugzeuge ab. Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt. *• Die durch Sondermeldung bekanntgegeben, haben deutsche See- und Luftstreltkräste im Vlonat November insgesamt 166 Schiffe mit 1035200 BRT. versenkt. Schwer beschädigt wurden 102 Schiffe, von denen ein erheblicher Teil gls Totalver- lust zu rechnen ist. Oer Wehrmachtbericht. DNV. Aus hem Führerhauptquartier, 1. Dez. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Sowjetrussische Angriffe im Raum nordostwärts Tuapse brachen unter hohen Verlusten für den Feind zusammen. Auch am Terekab schnitt wurde der Feind zum Teil im Gegenstoß abgewiesen. Die gestern fortgesetzten Angriffsversuche der Sowjets zwischen Wolga und Don scheiterten unter ungewöhnlich hohen feindlichen Verlusten. Der deuffche Gegenangriff warf sie über ihre Ausgangsstellungen zurück. Zahlreiche Gefangene^ and Beule wurden eingebracht. Oerlliche Angriffe im großen Donbogen scheiterten. Kampf-, Schlacht- und Zerstörergeschwader unterstützten wirksam die Truppen des Heeres. 3agdverbände schossen 43, Flakartillerie der Luftwaffe 8 Sowjetflugzeuge ab. Drei eigene Flugzeuge gingen verloren. Truppenunterkünfte und Bahnanlagen am mittleren Don wurden bei Tag und Nacht bombardiert. Südwestlich K a l i n i n und im Raum um T o r o - p e z dauern die erbitterten Kämpfe an. Kampf- und Sturzkampfflieger führten zum Teil im Tiefflug ver- wurde alles geschehen für die Gesunderhaltung bef deutschen Jugend und damit die Sicherung eines leistungsstarken Nachwuchses. mann der heimischen Scholle treu blieb, erhielt er den Professortitel, wurde zum Ehrendoktor ernannt, und im Schloßgarten zu Köthen steht sein Denkmal. seine senden Sii Las ' »neu Liege bei We hc > P in eir riechen, i ' cate Leis * lieningei ' xren (ai - 'm dran inen hod pr.Oal ich zum1 an|än sine wah im befai [[ rigten ai M dre Aler ui ,4rich u- letett fhabe' s .blieb' , . FlUgZA »oben bei Ier Capt ftatzung er Nähe F hatte, pr drei pesen wa onb geh ei der Achten :s Fortse Sie gel ti1 *he9 K Wes | Arne ■°Mr £lie JMen K ;>tz daß die Flüsse in den Tälern reißendes Hochwasser führen. Größere zusammenhängende Kampfhandlungen fanden infolgedessen nicht statt. Ostwärts der Straße Maikop—Tuapse entwickelten sich überaus harte Abwehrkämpfe. Nach heftiger Artillerievorbereitung begann am 26. November der Angriff, stieß aber auf vernichtendes Infanterie- und Ärtilleriefeuer. Nur einzelnen Gruppen des Feindes gelang es, bis an die Stellungen deutscher Jäger vorzustoßen, wo sie in erbitterten Nahkämpfen vernichtet wurden. Die Kämpfe ebbten bei immer heftiger strömendem Regen und Sturm allmählich ab. Bolschewistische Angriffe gegen eine Brückenkopfstellung brachen vor der teils mora- Zwischen Kalinin und Toropez Von Kriegsberichter Günter Weber. ,/ Men 1 ihr, hat geriegelt werden. Eingeschlossene und von ihrem Nachschub abgeschnittene Kräftegruppen der Bolschewisten gehen ihrer Vernichtung entgegen. Am zweiten und dritten Angriffstage griffen wieder Sturzkampf - und Schlachtflieger in den Erdkampf ein und brachten den im Schnee kämpfenden Grenadieren merkliche Enllastung. Die Gefangenen- und Ueberläuferausfagen ergaben ein eindrucksvolles Bild von der vernichtenden Wirkung unserer Bomben, durch die einzelne Bataillone des Feindes schon bis zur Hälfte aufgerieben, andere von ihrem Derpflegungs- und Munitionsnachschub abgeschnitten wurden. Auf deutscher Seite dagegen trat die gute alte Ju 52 vom ersten Angriffstage an wieder in Aktion, schleppte Munition und Verpflegung bis wenige Kilometer hinter die Hauptkampflinie und brachte die Verwundete» in die nächsten Kriegslazarette. Am Morgen des vierten Angriffstages fegte ein schneidende Schnee st urm über die Kampfstellungen. Bis auf 20 m reichte oft nur die Sicht. Unter dem Schutze dieses natürlichen Nebels versuchten die Bolschewisten immer wieder, ihre Kampfkeile mit Panzern weiter in die deutsche Abwehrfront vorzutreiben. Soweit die Danzer nicht ein Opfer des unwegsamen Geländes oder des noch nicht ganz zugefrorenen Sumpfes wurden, fallen sie vor den Rohren der panzerbrechenden Waffen oder bleiben kampfunfähig in den Minenfeldern liegen. Ein einziges Jägerbataillon, das übrigens das erste Mal im Osten eingesetzt war, vernichtete an den ersten drei Angriffstagen allein 15 Sowjetpanzer und zählte vor seinen Stellungen in der gleichen Zeit über 1000 gefallene Bolschewisten. An die Soldaten aller Waffengattungen, vom Grenadier bis zum Sanitätssoldaten, stellte dieser Tag im wilden Schneesturm ungeheuere Anforderungen. Wenn der Feind in 20 Meter Oas waren einst Bauernbuben Von Hans Brecka. Wenn sich ein Anlaß ergibt, eines Großen des Geisteslebens zu gedenken, fei er nun ein bahnbrechender Entdecker oder Erfinder gewesen, ein Arzt oder Dichter, so ereignet es sich immer wieder, daß von ihm zu melden ist, er habe von bäuerlichen Eltern hergestammt und sei barfüßig in eine Dorfschule getrabt. Unübersehbar reich ist der Anteil des Dorfes an der geistigen Gesamtentwicklung der Menschheit, an der ständigen Mehrung ihres Kulturbesitzes. „Denn wäre nicht der Bauer, so hätten wir kein Brot" sagt ein schönes Gedicht, aber wir hätten auch mancherlei anderes nicht, wären nicht in den Dörfern immer wieder solche, mit Begabungen besonderer Art ausgerüstete Bauern- buben herangewachsen. Der alte Schullehrer des Tiroler Dörfleins Part- schins klagt dem Peter, dem-Sohn des Gemeindetischlers und Bauern Mitterhofer, feiner gichtischen Hand falle das Schreiben schon arg schwer. Da setzt sich der Peter hin und bastelt einen Kasten mit beweglichen Eisenbügeln und Lettern daran, die gewissermaßen von selber schreiben, eine Schreibmaschine also, wie wir heute sagen, und er ahnt nicht, daß anderwärts längst Äehnliches versucht worden ist. Seine Landsleute reden ihm zu, feine Erfindung dem Kaiser zu zeigen und jo wandert er richtig mit seinem Kasten den weiten Weg nach Wien, erhält ein ansehnliches Geldgeschenk, verbessert daraufhin seinen Schreibkasten noch wesentlich, um ihn etliche Jahre später abermals nach Wien ZU tragen, wo man jedoch die ganze Bedeutung dieser Tat des Tiroler Dörflers nicht zu würdigen ihrer Art zu bauen, sich zu kleiden, zu reifen, ihrer Einstellung zu Spiel und Sport, der gesellschaftlich Struktur im Wandel der Zeiten, der Entwicklung des Bildungswesens sowohl wie des materiellen Wohl- standes. Alles findet feinen Platz und wird gesehen aus der Schau der allgemeinen Geschichte, zu der der Zusammenhang nie verlorengeht. Die Angabe von größerem Schrifttum reizt zu weiterer Vertiefung des in diesem verdienstvollen kleinen Büchlein gebotenen Stoffes. Dr. Fr. W. Lange. — In die unter dem Titel „DerZauberspie- g e l" von Alfred G e r z herausgegebene, bei Rütten & Loening in Potsdam erscheinende, an dieser Stelle schon des dftern gewürdigte Sammlung älterer deutscher Romane wurde auch „Die Bernstein- Hexe" von Wilhelm Meinhold (323 Seiten) ausgenommen. Die 1846 erschienene Geschichte der Bernsteinhexe Maria Schmeidler, „ber interessanteste oller bisher bekannten Hexenprozesse, nach einer defekten Handschrift ihres Vaters, des Pfarrers Abraham Schweidler in Coferow auf Usedom, herausgegeben von WUHelm Meinhold", hat den Namen des 1797 auf Usedom geborenen pommerschen Pfarrers bis heute in Literaturaeschichten, Bibliotheken und deutschen Seminaren lebendig erhalten. Den zeitgenössischen Leser werden weniger die Entstehungsgeschichte des Buches — Meinhold berichtet in der Vorrede, wie er das Manuskript des Werkes als schweinsledernen Folianten unter dem Chorgestühl zutage gefördert habe — als der Inhalt des im Stile des 17. Jahrhunderts gehaltenen, „vom Feuer des Himmels wie der Hölle glühenden" Werkes bewegen. Berichtet wird hier im wesentlichen, mte bte Pfarrerstochter Maria Schweidler (den Beinamen erhielt sie wegen ihrer Entdeckung einer „schwarzen Bernsteinader") der Zauberei und des Umgangs mit dem Teufel verdächtigt, eingezogen, verhört, gefoltert, zur Hinrichtung mit dem Schwerte verdammt und schließlich gerettet wird. — Meinhold bat zwar bald nach dem Erscheinen des Werkes erklärt, daß es auf eigener Erfindung beruhe; immer* bin wird die Lektüre des altertümlich-einfältigen, nut niederdeutschen Provinzialismen durchsetzten Berichtes unsere menschliche Anteilnahme und unser kulturhistorisches Interesse wecken; er gibt eine aufschlußreich-eindringliche Vorstellung von *inem der dunkelsten und wahrhaft erregenden Kapitel im Buche deutscher Vergangenheit. Hans Thyriot an und vernichtete es. Es dauerte Jahre, ehe er mit dem Bau eines neuen fertig wurde. Jahr um J^r bestellte er mit eigener Hand die schwere Scholle, und doch hat dieser Bauer dem deutschen Volke eine Reihe der schönsten und wertvollsten Erzählungen und Romane geschenkt. Jetzt sind die Letzten Ausnahmen für den Film beendet worden, in dem Staatsschauspieler Werner Krauß den Paracelsus darstellt. Damit setzt auch die filmische Kunst dem großen deutschen Arzt em Denkmal, wie es die erzählende bereits mit dem ^011 ÄoIbenfjc9ers getan hat. Im vorigen Jahre feierte die gesamte Kulturwelt den 400. Todestag des Paracelsus, der in Salzburg begraben hegt, ausruhend von ruheloser Wanderung. Die Wiege dieses Wundertäters und gewaltigen Tod- bezwingers stand zu Einsiedeln in der SckMeiz und wenngleich sein Vater mehr Arzt als Bauer gewesen sein mag, so wuchs er doch völlig wie ein Bauern- kwd aus. lieber seinen Kinderjahren rauschten ge- n^ltig die heimischen Tannen, und so konnte er von fid) bas seltsame Wort sprechen, er sei „in Tannen- zapfen erwachsen . Man kwinte die Reche der Namen großer Männer, die emst Bcmernbuben waren, noch lange fortführen. Düchertisch. — Wilhelm Treue: Kleine Kultur- gefchichte des deutschen Alltags. Verlag Rutten & Loemng m Potsdam. Preis geb. 5,40 RM. Der Verfasser verwahrt sich mit Recht gegen den möglicherweise sich erhebenden Einwand, daß er hier kleinliche Geschichtsbetrachtung aus der Froschperspektive treibe. Was er hier aus einer Urtfumme von Quellen zusammengetragen hat und woraus ein sehr anschauliches Bild der Art zu leben im Wandel der Jahrhunderte vorn Ausgang der Antike bis zu unserer völkischen Revolution entstanden ist, bas Md unbedingt wesentliche Arabesken zum großen kulturgeschichtlichen Rahmen unseres Werdens als Bolk, Staat und Reich. Die bei aller wissenschaftlichen Gründlichkeit leichte und gefällige Form der Darstellung, die im lebendigen Fluß der Erzählung vor einer zergliedernden Systematik bas Haupt- moment sieht, den Leser zu fesseln, gibt auf beschränk- teftern Raum ein erstaunlich vollständiges Bild der Sitten und Gebräuche unserer Vorfahren, aber auch DNB. ..., 1. Dez. (PK.) Seit Tagen ist die mittlere Ostfront wieder in das> Blickfeld schwerer Ab- wehrkämvfe gerückt. Was den Bolschewisten an der oberen Wolga, am deutschen Brückenkopf Rschew, nicht gelang, das soll nun durch eine weite und aus- holende Bewegung aus den gefrorenen Sümpfen von Toropez heraus erreicht werden, während durch den Angriff aus Richtung Kalinin die eigentliche deutsche Ostfront dieses Abschnittes gebunden werden soll. Nach halbstündiger Artillerievorbereitung begannen die Bolschewisten am Morgen des 25. No- vgpiber mit verschiedenen von Schützen-Panzerverbänden stohartig geführten Angriffen die neue Offensive. Sie kam an feiner Stelle überraschend. Seit Tagen und Wochen hatte die deutsche Luftwaffe die Bahnhöfe von Kalinin, Ostaschkow und Toropez sowie die Nachschub- und Anmarschwege des Feindes wirksam bekämpft. Nun mußten die Waffen der deutschen Grenadiere sprechen. An einzelnen Stellen konnten die Bolschewisten in die deutschen Verteidigungslinien eindringen. Man muß dabei wissen, daß die lange Front, die vom Frühjahr bis zum Herbst wegen der unpassierbaren Sümpfe bedeutend kürzer ist, hier nur durch stützpunktartig ausgebaute Verteidigungsstellungen besetzst.' An' Wen, "ge. ne. richt in- >oin. imal iber- Jung der ab. um inne. ■Ian» rieg, "8- form bei 9ung und >aille larer Wer« Kla- Wen riton alen« d die flüs. Mei» eber« : bei itteln sang« mgs> irung freu* ressen mben iräste dem beter i Er« nk. und Trotz rote- . Die usika- hoher imen- i ihre cherst rstim' emiil' ich in lieber, taats- oien- l, bk lachen ogler- ing. Ipern* 5. Io* lalbur nativ« ihrer pichen igdes Wohl* rsehen u der je von esung n fle* ige- Pi/* lütten Stelle deut' ein' -eiten) te der inteste einer irrere !, W lamen Pfor« thelen Den ’ Ent' richte! Werkes ilt des /foom Men« nM einer ib des iiverle inhold 'es er' nnnel' ilti^ uni? lk «jt m § tet/ riot Aus der Stadi Gießen.IVorsicht schützt vor Schaden und Strafe! Hinweise für Llsenbohnreisende. (Nachdruck verboten.) 15 Fortsetzung. Flugzeuge der amerikanischen Marineluftwaffe graben den bekannten amerikanischen Welttriegsflie- ier Captain Rickenbacker mit neun anderen spesatzungsmitgliedern der seit dem 21. Oktober in fer Nähe von Hawaii verschollenen Maschine a u f iem Meere treibend aufgefunden. Die Flieger hatten sich auf ein Floh gerettet, auf dem sie aber drei Wochen lang ein Spiel der Wellen gewesen waren. Sie wurden in völlig erschöpften Zu- land geborgen. Ein Mitglied der Besatzung hatte lei der durch Motorstörung der Maschine oer- mrsachten Notlandung den Tod gefunden. es beruhigt wunderbar —! so ist es doch nicht nötig, daß du dich dabei erkältest!" „Danke!" sagt Helene leise, wendet sich ab und geht weiter. Zn der beginnenden Dämmerung verschwimmt die schneebedeckte Landschaft in einem feinen grauen Nebelhauch. Helene geht durch diese kalten Wände hindurch und spürt, wie ein Angstgefühl, zwingend, unhemmbar, in ihr aufsteigt. Unaufhaltsam kommt wieder die Erinnerung. Kein Wille, keine Dorsätze können da helfen — Als Helene an diesem Tage nach dem Abendessen, das sie immer sehr zeitig einnehmen, gleich in ihre Räume hinaufgehen will, bittet Bergenroth sie, noch zu bleiben. „Wir können nicht so auseinandergehen, Helene. Haben wir nicht noch miteinander zu reden?" „Muh das heute sein, Richard?" Sie steht mitten im Zimmer. Ihre Augen blicken müde und unlustig. Ihr Mcmy tritt zu ihr, legt seinen Arm in den ihren und führt sie zu der Ecke, wo die bequemen Sessel um den runden Tisch steben. Hi-r- sitzen sie oft abends noch beisammen, lesen oder erzählen. Jetzt drückt sich Helene wortlos in ihren tiefen Sessel hinein und zieht wie frierend die Schultern zusammen. Bergenroth sitzt ihr gegenüber, ein. wenig nach vorn gebeugt, die Hände zwischen den Knien. ..Wir haben uns versprochen, Helene, Nertrauen -i'-inanb-r zu haben und gute Kameradschaft zu hatten. Du sagtest vorhin — es klang wie ein Vorwurf, Helene —! du sagtest, der Name d-ines früheren Verlobten sei mir natürlich gleichgültig. Das stimmt nicht. Ich gestand mir bisher nur nicht bas R-cht zu, dich danach zu fragen. Dachte auch, du würdest vielleicht bei gegebener Gelegenheit, wenn wir uns näher kennen, selbst über diese ver- aanqcne Zeit sprechen. Du weiht, ich batte viele Bedenken gegen unsere Verbindung. Wird es sich schon ietzt erweisen, dah'ich recht hatte? Es würde mir setzt leid tun, Helene —" (Fortsetzung folgt.) x Finger weg von der Ableiltür! Wer im Zug seine Hand zwischen Tür und Rah- men legt, ist selber schuld wenn er beim Zuschlaaen der Tur verletzt wird. Die Gerichte versagen ihm jcdxn Schadenersatzanspruch gegen die Eisenbahn. Wozu sind auch Türklinken und Griffstangen da, an denen man sich ungefährdet festhalten kann! Erst aussleigen, wenn der Zug hält? Schon in Friedenszeiten war das vorzeitige Aus teigen gefährlich, daher verboten und strafbar. Erst -echt gilt das bei Verdunkelung im Kriege. Also aus- passen und erst, wen der Zug ganz zum Halten gekommen ist, die Tür öffnen und aussteigen! Wer das nicht beachtet und dabei Schaden nimmt, hat keinen Ersatzanspruch gegen die Reichsbahn. wenn der Zug einsährt, von der Bahnsteigkante zurücktreten! Wer sich vordrängt, wird leicht vom Zug oder einer vorzeitig geöffneten Wagentür ersaht und hat dann die Folgen selbst zu tragen. Mindestens hindert Helene faltet die Hände über den kühlen Schreib- Maschinentasten. Richard sieht, daß es ein nervöses, krampfiges Verschlingen der Finger ist. Sie blickt zu ihm auf. Seine Augen sehen sie ruhig an. Da reizt sie auf einmal diese scheinbar unerschütterliche Ruhe Berqenroths. Mit einer heftigen Bewegung springt sie auf, läuft durch das kleine Zimmer — bleibt stehen — geht wieder weiter — und spricht dabei in zorniger Heftigkeit: „Richard, du hast mich niemals nach dem Mann gefragt, der mir eine so grausame Enttäuschung zufügte —, der doch eigentlich die Ursache war, daß wir uns zu unterer gemeinsamen Arbeit zusammen- getan hoben. Du hast natürlich nicht gefragt, weil dir der Name ganz unwichtig ist —" „Das ist es also —", sagt Bergenroth überrascht und beginnt zu verstehen. Helene beachtet den Einwurf nicht und spricht weiter: „Ich wollte nichts mehr mit ihm zu tun haben. Und alles schien nun vorüber zu fein. Unser Leben hier begann so gut —" • Sie steht jetzt vor Bergenroth. streicht mit beiden Händen über ihr Haar. Es ist eine nervöse Bewegung. „Du fragst, ob ich Rautenberg kenne. Ja — ich k-nne ihn! Er war mein Verlobter. Es geht nicht, Richard, dah du mit ihm in eine Verbindung kommst?" Sie weizd-t sich zu der Maschine, zieht den ein« gespannten Bogen heraus und zerreibt ihn. Dann, ehe Bergenroth ein Mort erwidern, ehe er sie zu- riirfhaffen kann, läuft sie aus dem Zimmer. Er schüttelt hen Kopf, nimmt Helenens Pelz vom Haken und holt sie drauhen sehr schnell ein. „Helene —! Einen Augenblick — so warte doch, Mäbch-n?"' Sie wendet sich zurück und sieht in Richards Ge- sicht, das tie zu kennen glaubt, und das ihr doch oft so unergründlich erscheint. „Hier ..." Er hält ihr den Pelz hin, daß sie nur bineinruschlüvfen hot. „Wenn du nun schon 1 drauhen herumrennen muht — tue es nur, Helene, Auslüfien im Wimer. Wer klug und weise ist, bleibt im Winter nichc hinter dem Ofen hocken. Alle großen und kleinen Beanspruchungen hindern nicht, einmal im Monat über Feld uno Acker oder in den Wald zu gehen. , Der Mensch zehrt von einem Ausflug im Winter ; viel länger als im Sommer. Eines darf freilich ; nicht vergessen werden: mit „Muttern" freundlich 1 zu sprechen, damit sie zwei Brotschnitten für den Ausflug und zwei für den nächsten Tag als Sonder- ration bereithält. Denn gerade ein Ausflug im Winter schafft rechtschaffenen Appetit. Am besten ist es, schon „mitten in der Nacht", also zwischen sechs und sieben Uhr morgens auf» zubrechen, um alle Stimmungen des Tages vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang einzufangen. Das Wetter ist jetzt wechselvoller als manchmal im April, besonders wenn kräftiger Nordwestwind weht. Er zieht hinter sich die ferneren tiefen Regenwolken; bann fegt er wieder den Himmel von Wolken rein. Das Sonnenlicht ist schwach, aber bei klarem Himmel durchleuchtet es die Landschaft, die durch das Fehlen der Belaubung viel durchsichtiger geworden ist. Da sind es die weihen Birken und dort die grau-schwärzlichen Erlen, die wir in der sommerlichen UeberfüUe gar nicht so recht gesehen haben, die uns jetzt sofort klarmachen, wo noch der trockene Sand und wo schon die feuchte Wiese liegen. Es ist durchaus nicht langweilig, dieselbe Landschaft im Laufe von etwa zwei Jahren zu verschiedenen Jahreszeiten zu durchwandern. Die Bekanntschaft mit ihrem Grundcharakter lenkt den Blick mehr auf die Einzelheiten: zu entdecken gibt es immer etwas Neues. Wie schön aber eine Kartoffelsuppe schmecken kann, weih nur derjenige, der an einem Wintertag bei steifem Nordwest klamme Finger bekommen hat. Klamme Finger zu kriegen, tut immer gut. Es ist noch immer so, dah die meisten Menschen von berufsroegen klamm? Finger bekommen und deshalb auch fest auf der Erde zu stehen wissen. Wenn es nicht gar zu schlimm kommt, ist eine Portion Fingerklammheit für den verwöhnten Städter eine heilsame Lektion: so heilsam, dah er sich ihrer selbst im Nachhinein — dieses Glücksgefühl beginnt schon beim Löffeln der Kartoffelsuppe — gern erinnert. Kommt er aber in e’ne häuslichen vier Wände zurück, so glühen seine Wangen den ganzen langen Abend, wahrscheinlich noch am nächsten Tag, vielleicht auch am übernächsten Tag. Das Auslüften im Winter ist eine Wohltat für Körper und Seele. Beförderungen in der Wehrmacht. Der Führer hat u. a. befördert: im Heer mit Wirkung vom 1. September 1942 den Generalmajor Herrlein zum Generalleutnant; in der Luftwaffe mit Wirkung vom 1. Dezember 1942 den General- - major ßacfner zum Generalleutnant. Beide Ge- i nerale sind aus ihrer früheren Dienstzeit in Gießen in unserer engeren Heimat bekannt geworden. Pakete und Päckchen zu Weihnachten. Wer für Weihnachten bestimmte Pakete und Päckchen nicht in der ersten, spätestens im Laufe der zwetten Dezemberwoche zur Post gibt, kann nicht mit rechtzeitiger Ankunft seiner Sendungen zum Weihnachtsfest rechnen. Haltbare Verpackung und genaue Aufschrift sind Vorbedingungen für richtige Ankunft. In jede Sendung ist ein Doppel der Aufschrift einzulegen. Feldpoftpäckchen werden bis zum 25. Dezember nicht mehr angenommen. Lebensmittelkarte „Führerpaket für Osturlauber". Als Dank des Führers erhalten Urlauber, Verwundete und Kranke aus dem Bereich der gesamten Ostfront an der Reichsgrenze ein ßebensmittelpatet. In manchen Fällen ist es nicht möglich, die Pakete an den Derteilungsftellen auszugeben. So können besonders Verwundete oder Kranke oftmals die Pakete nicht in Empfang nehmen. Damit sie trotzdem in den Genuh der Lebensmittel kommen, wird ihnen jetzt die Möglichkeit verschafft, die ßebensmittel in der Heimat zu beziehen. Für Vernum- bete. Kranke oder Urlauber, die aus besonderen Gründen das ßebettsmittelpaket des Führers nicht erhalten können, ist eine besondere Lebensmittelkarte „Führerpaket für Osturlauber" eingeführt worden. Die Karte besteht aus einem Stammab- schnitt und Einzelabschnitten im Werte von je 500 g über insgesamt 2,5 kg Weizenmehl, 1 kg Zucker, 1,5 kg Nährmittel, 1 kg Butter und 1 kg Fleisch oder Fleischwaren. Die Einzelabschnitte sind bis zum 31. Mai 1943 gültig. Antragsteller wenden sich unmittelbar an die Dienststelle General z. b. D. IV OKH./AHA., Berlin W15, Pariser Straße 1. Sie gehen beide im gleichen, festen Tritt. Helene trägt über dem braunen Rock eine kleine, flotte Pelzjacke und sieht prachtvoll gesund aus. Eben er- widert sie ihrem Mann auf eine Frage — mit lachendem Mund, die schönen, regelmäßigen Zahne leuchten aus dem frischen Gesicht. Als sie zum Kontor kommen, das zu ebener Erde liegt, fragt Helene: „Willst du noch hier arbeiten, Richard, oder drüben?' Drüben — damit find die Wohnräume gemeint. . Bergenroth erwidert, daß er allerdings noch einige Lriefe zu erledigen hat. „UnbJ)ier im Kontor habe ch alles beisammen, weißt du." Helene nickt. „Gut Dann mache ich auch heute noch meine Samenbestellungen." Sie geht über den kleinen Flur in das Kontor hinein, in dem es anaenehm warm ist. Hier erleb - gen sie alle geschäftlichen Treibereien; die Leute kommen zu den Besprechungen und mit ihren per 'önlichen Wünschen hierher, und auch die geschasl ichen Besucher werden meist hier empfangen. Bergenroth sitzt am Schreibtisch und legt Briese zurecht. Aber als er zur Schreibmaschine ^mubergeht, fragt Helene, ob er nicht lieber diktieren mochte^ Mit deinem Zweifingersystem dauert es doch immer rin bißchen sehr lange!" „Du b.st ein ganz boshaftes Mädchen! sagt Bergenroth. Aber wenn Helene schreiben will, so t?t hm das schon sehr recht. ,.:*;«<>• Helene nimmt die Schutzhaube von der Maichme ite seht sich, spannt den Bogen em und schreibt schon 305 Datum. Dann leat sie die Hande wartend m den Schoß. Aber da sie immer wenig Geduld hat, wendet sie sich sehr bald zu Bergenroth um und mahnt: „Nun — ich bin lange bereit — er mit seinem Drängen das rasche Ausfteigen der ankommenden Reisenden und verzögert dadurch sein eigenes Einsteigen! ilbleilfenffer selbst verdunkeln! Jeder Reisende ist verpflichtet, bei Eintritt der Dunkelheit die Vorhänge seines beleuchteten Abtells selbst zuzuziehen und geschlossen zu halten. Er darf also nicht warten, ob vielleicht die Schaffnerin kommt und die Arbeit für ihn tut. Zuwiderhandlungen sind nach bahn- und luftschutzpolizeilichen Bestimmungen strafbar. Die Reichsbahn ist gezwungen .diese Vorschrift streng durchzuführen. Niemand kann sich dabei mst Unkenntnis ausreden, denn die Bestimmungen hängen in jedem Abteil aus. Vorsicht am verdunkelten Bahnübergang! Schrankenbeleuchtungen müssen heute selbstverständlich auch abgebledet oder ganz ausgeschaltet werden. Das erfordert der Luftschutz. Also während der Verdunkelung noch vorsichtiger an Bahnübergänge heranfahren als im Frieden! ;alen Gemüts" und als Menschen von vorbildlich MMÜicher und deutscher Haltung. Man könne Echendorfs nicht verstehen, ohne feine Heimat, die lauschenden Walder Oberschlesiens, zu kennen. Hier- ler habe es ihn, obwohl ihm andere Städte wie Heidelberg, Danzig und vor allem Wien gleichfalls tarfe Eindrücke gaben, immer wieder zurückgezogen. ’ kr blieb, der er war, und er war, der er heute -och ist: ein Stück der Natur, einfältigen Herzens, . icin und lauter wie feine verschlafenen Brunnen ;nb seine rauschenden Walder. $n diesem Gleich- Reibenden feines Wesens liege seine Grenze, aber :uch seine Größe. — Das dichterische Wort Eichen- zorffs brachte dann die Sprechkunst Heinrich Georges einer begeisterten Hörergemeinde nahe. Das Städtische Symphonieorchester unter Leitung >on Dr. Otto W a r t i s ch gab mit romantischer Zymphonik von Weber und Pfitzner den musikali- chrn Rahmen. Vor der Kundgebung hatte Gauleiter Zracht den Reichsleiter von Schirach, ferner heichsbramaturH Dr. Schlösser, Ministerialrat Wil- rib Bade, Präsident Kate, Heinrich George, Dr. Dartisch, die Dichter Alfons Hayduk, Willibald Whler und Felix Lützkendorff, Professor Fritz Lubrich u. a. mit der neugestifteten Eichendck'rff- 31 a t e tt e ausgezeichnet. Wolfgang Pohl. Hochfchulnachrichlen. Der 0. Professor für Acker- und Pflanzenbau an Der Universität Berlin, Dr. K. Opitz, ist 65Jahre alt geworden. 1904 promovierte er in Halle und mirbe im gleichen Jahr Assistent in Breslau. Von 1917 m war er Hilfsarbeiter, später Abteilungsvorsteher and Leiter der Ackerbau- und Saatzuchtabteilung .der Landwirtschaftskammer für die Provinz Schlesien. 1921 erfolgte feine Berufung an d'.e Landwirt- chaftliche Hochschule Berlin. Prof. Opitz hat be- ionbers Fragen bes rationellen Kartoffel- und Ge- ireidebaues, der Hebung der Fruchtbarkeit leichter Böben, sowie der Oekologie unb Kultur der Faserpflanzen bearbeitet. — Der a. o. Professor an ber Inioerfität München, Dr. Hans Heinrich B o r - Herdt, urde auf den Lehrstuhl für Literatur-1 Geschichte der Universität Königsberg berufen. Prof. Borcherdt wirkte über 20 Jahre mit Unterbrechungen, die er als Gastprofessor in Amerika verbrachte, m der Universität München. Er war auch Leiter bes von ihm gegründeten Instituts für Theatergeschichte an ber Universität München. Aus seiner Feber stammt das Werk: „Das europäische Theater im Mittelalter und in der Renaissance". 1877 in Breslau geboren, studierte er in Breslau, München und Rostock imb promovierte 1901 in München. Er war bann Hilfsarbeiter am Goethe- und Schiller- Isirch v in Weimar. 1915 habilitierte er sich in Mün- hen. Don feinen Werken nennen wir noch: „Ge- chichte des Romans und der Novelle in Deutsch- and"; „Schiller, seine geistige und künstlerische Ent- vicklung" und „Luthers Werke in acht Bänden". - Der o. Professor für Physiologie an der Medi- sinischen Akademie in Danzig, Dr. Max Schneider, hat den Ruf an die Universität Köln'- angenommen. Schneider wurde 1904 in Radelsingen geboren. Er habilitierte sich in Gätttngen und kam bann über Berlin nach Danzig. Aus aller Wett. Riedmüller (Augsburg) Sieger im „kdA."-Reichsschachtnrnier. schutzhandspritze — Sprühstrahl) Brandbomben- refte müssen entfernt und ungebranntes Holzwerk beseitigt werden. Cotoafen sprachen zu Arbeitern Aus Veranlassung der Deutschen Arbeitsfront sprachen am Montag in verschiedenen Orten deo Kreises Wetterau Frontkämpfer zu den Betriebsgemeinschaften einer Reihe von Betrieben. Die Soldaten berichteten den Schaffenden in der Heimat von den Kämpfen unserer Front, besonders im Osten, und von dem allezeit tat- und opferbereiten Einsatz unserer Kämpfer für den Schutz der Heimat. Zugleich würdigten sie > die Arbeit der Daheimge- blicbenen zur Stärkung unserer Kampffronten und betonten die starke Gemeinsamkeit der Zielsetzung, die Front und Heimat in treuer Gefolgschaft zum Führer für die Sicherung der deutschen Freiheit und die Schaffung einer glücklichen Zukunft des Großdeutschen Reiches verbindet. Die Vorträge wurden von den Gefolgschaften der Betriebe mit starkem Beifall als Zeichen der herzlichen Dankbarkeit ausgenommen. Stir unsere Verwundeten. Die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" führte im Laufe der vergangenen Woche im Auftrage des Oberkommandos der Wehrmacht und in Zusammenarbeit mit dem Sonderreferat „Trup- penbetrenung" im Rsichsministerium für Volks- aufklärung und Propaganda in hiesigen Lazaretten folgende Veranstaltungen durch: In einem Lazarett brachte die .^Zauberschau Talerno" ein abwechs lnngsreiches Programm. Herr Talerno zeigte seine Zaubereien und erntete reichen Beifall. Marion ©arleen tanzte chinesische Humoreske und Volks- tä-nze. Paul Betz begleitete am Klavier und zeigte sich als Bandoneonkünftler im Vortrag ber verschiedensten Musikstücke. Für Fröhlichkeit und Humor sorgte die vtimmungssängerin Gretel Dreßler. — „Nette Sachen zum Lachen" war der Titel einer Kabarettveranstaltung in einem Lazarett. Die Sopranistin Leonie Nicolai fang Walzerlieder und Operettenmelodien. Die vom Rundfunk bekannte Humoristin Lotte Specht sagte an und gefiel mit ihren luftigen Szenen, besonders als „Blumenmädchen aus der Ackerstraße". Herr vom Scheid erfreute mit Arien aus bekannten Operetten. Ein1 besonders fröhliche Nummer bot der Musikal Humorist Kemp-Arnoldi. Die Künstler ernteten reichen Beifall. — In einem Lazarett veranstaltete Herr Hof (Teiyr) ein Konzert. Li/eder von Schu^ bert, Karl Clennng und Künnecke kamen zu Gehör. Die Begleitung am Klavier hatte Fräulein Körner übernommen. — Die Kreisamtsleitung der NSV. hatte wieder Liebesgaben zur Verfügung gestellt, Zigaretten, Bonbons und Gebäck wurden durch die Betreuerinnen der NS.-Frauenschaft und den Lazarettbetreuer der NSKOV. an die Verwundeten verteilt. --- Die Kreisfrauenschatt stellte für alle Lazarette Adventskränze zur Verfügung, die durch die Betreuerinnen verteilt wurden. — Der Intendant des Theaters der Universitätsstadt Gießen hatte zu verschiedenen Vorstellungen in dieser Woche Verwundete eingeladen. — Die NS.-Kreisfrauen- schast und die Iugendgruppe der NS.-Fraueiilchaft hatten in den Feierraum der Firma Heyligenftaedt 200 Verwundete aus hiesigen Lazaretten zu ein-’m frohen Kaffeenachmittag eingelaben. Nach der Begrüßung der Gäste durch die Kreisfrauenscha^s- leiterin Wrede gestattete die Juaendgruppe un'er Leitung ber . Kreisjugendgruppenführerin Fröhlich „Entschuldige — einen Augenblick noch — zum Donnerwetter, wo habe ich denn nun die Anschrift wieder hingelegt —" „Das kommt davon!" lackt Helene ihn aus. „Wenn ich doch nur einmal auf deinem Schreibtisch so richtig Ordnung machen dürfte!" „Untersteh dich!" Und während er zwischen Büchern unb Papieren und Sammelbehältern herumsucht, erzählt Bergen- roth: „Es handelt sich da um einen Mann, der an- scheinend großes Interesse für eine rationelle Gewinnung pflanzlicher Oele hat. Ich las über Versuche, die er machte, und will mich mit ihm in Verbindung setzen. Marswin kennt chn übrigens und gab mir die Anschrift." Willst du ihm Samen einfenben?" „Nicht gleich. Ick will mal erst die Verbindung Herstellen. Na. endlich — hier ist die Adresse!" Er beugt sich über den Tisch und reicht feiner Frau den kleinen weißen Zettel. Helene stellt ein paar Zeilen höher — schnurr- knack macht die Maschine. Dann will sie schreiben, nimmt den Zettel und liest: ... Ludwig Rautenberg Ihr Herz schlägt plötzlich wild. Und trotzdem lieft sie mechanisch und d^bei doch sehr ordentlich Wort für Wort die ganze Anschrift: Ludwig Rautenberg, in Firma Margarinewerke Gebrüder Rautenberg, Berlin-Tempelhof — Beraenroth, ber wartend unb zum Diktat bereit durch bas Zimmer geht, wirb durch die Stille auf- merklam. Er tritt näher unb fragt: „Was ift, Helene —?" Seine Frau sieht zu ihm auf. Ihr Gesicht erscheint ihm ganz fremd. CFmnöruna, Zorn unb Ahleh- nun« unb — i" ""ck Hilflosigkeit wechseln im Aus- druck dieses Gesichtes. Hnh bann sagt Helene sehr entschreben: ..Nein. Mit R^ntenbera kannst bu nicht in Verbindung treten Richard! Nein — unter keinen Umständen!" Bergenroth lehnt am Fenster, erstaunt zwar, aber ruhig wie immer. Er fragt: „Unb weshalb nitht. fi-fene? Kennst bu benn biefen ßubroig Rautenberg?" Sonderzuteilungen für die Weihnachtsbetreuung der 7IGV. Der Reichsernährungsminister hat dem Hauptamt für TZolkswohlsahrt für die Weihnachtsbetrenung der verwundeten Soldaten in den Lazaretten die erforderlichen Rohstoffe zur Herstellung von Gebäck und Sühwaren unmittelbar zur Verfügung gestellt. Für die erweiterte Kipderlandverschickung, die Kinder in Umsiedlerlagern und für die Kinder der WHW.-Be- treuten wird ferner eine Lebkuchenaktion durchge- führt, für die die nötigen Rohstoffe ebenfalls bereit- gestellt wurden. Der Reichsernährungsminlster weist ausdrücklich darauf hin, daß weitere Sonderzutei- lungen für andere Weihnachtsbetreuungen nicht zur Verfügung gestellt werden können. Verpflick»tung der Semeinschast. NSG. Alle Terrorangriffe des Gegners prallen wirkungslos an uns ab wie an einem Schild, zu dessen Träger wir alle geworden sind. Front und Heimat sind eine verschworene Gemeinschaft, in der jeder bis zum Aeußerften seine Kräfte unb fein Leben einfetzt. Je unerbittlicher unb zäher auf ben Kriegsschauplätzen gekämpft wird, desto stärker ist die Heimat und ihre Opferbereitschaft. Die Spenden für das Winterhilfswerk sind Ausdruck des Dankes an unsere Soldaten. Sie verdeutlichen mit steigenden Ergebnissen unseren unerschütterlichen Glauben an die Sendung des deut scheu Volkes. Darüber hinaus ist der Opfersonntag nicht nur eine Gelegenheit, durch seine Spende den Beweis zum härtesten Kampfeswillen zu erbringen, sondern auch ein Tag ber Besinnung, an dem wir uns der Opfer an der Front besonders erinnern wollen. Das Bekenntnis zum Führbr soll an jedem Opfersonntag bekräftigt werden, nicht mit Worten, sondern durch Taten, die erkennen lassen, dah es für uns nur eine Parole gibt: „Vorwärts bis zum Endsieg!" Bekämpfung der Stabbrandbombe. Erforderlichenfalls unter vollem persönlichen Einsatz. Die Stabbrandbombe 1,7 kg — ein sechskantiger, 54 cm langer Metallstab nut einem Durchmesser von 4 cm durchschlägt bei Häusern meist das Dachgeschoß und kommt im obersten ober auch im zweitobersten Stockwerk zur Entzünbung. Ihre Brennbauer beträgt 12 bis 15 Minuten. Bei ber Stabbrandbombe 1,7 kg mit Zerlegerladung ober mit Sprengkopf erfolgt innerhalb 3 bis 5 Minuten nach Zündung ber Zerkall, wobei vor allen Dingen bei ber Brandbombe mit Sprengkopf Stahlplitter in weitem Umkreis mit erheblicher Wucht weggeschleudert werben. Bei ber Bekämpfung sinb alle vorhanbenen Deckungsmöglichkeiten, wie Mauervor- fprünge, Pfeiler, Schornsteine, Türpfosten usw. geflissentlich auszunutzen, ba eine Bekämpfung der Stobbrandbomben grundsätzlich aus guter Deckung heraus zu erfolgn hat. Ist jedoch beim Einschlag ber Stabbranbbomben mit einer schlagartigen Ausbreitung ber Dränbe unb Vern'chtung wichtiger : Anlagen zu rechnen, so müssen bie Branbbomben, ’ auch wenn keine ausreichende Deckung vorhanden ist, unter vollstem persönlichen Einsatz der Lösch- und Selbstschutzkräfte sofort angegriffen und die ' Umgebung der Brandbomben gleichzeitig durch Was- । fer gesckützt werden. Im übrigen geschieht die Bekäckpfung ber Branb- , bombe selbst unter V-rwenbung von Sanb (Lösch- fanbtüten ober Hanbschaufel) ober Wasser (Luft- Dec große Irrtum. Roman von Meta Vrlk. Das ,MF."-Reichsschachturier, das vom 22. bis 29. November in Weimar ftattfanb, endete mit dem .Siege des Augsburgers Riedmüller. In der letzten Kunde hatte Lamprecht (Posen) das Pech, gegen ihn in einer Gewinnstellung einen groben Fehler zu machen, wodurch Lamprecht, der in dem Turnier gute Leistungen vollbracht hat, um den Sieg kam. Kieninger, Nonnenmacher, v. Zabiensky und Nüsken waren lange Zeit Anwärter auf den ersten Platz. In ben dramatischen Schlußkämpfen machten sich bei hnen doch bie Anstrengungen bes Turniers bemerk- bar. Galia (Wien), der lange Zeit das Feld führte, ließ zum Schluß nach. Umgekehrt war es bei F i n k, ber anfänglich in schlechter Form spielte, später aber | feine wahre Spielstärke zeigte. Die gespielten Par- den befanden sich auf sehr beachtlicher Höhe und leigten ausgeprägtes Kampfschach. Nach dreiwöchigem Umhertreiben auf dem Stillen Ozean geborgen. fltachd lung Challier und an der Saalkasse. 3611D röLORIn DieDeutsche Arbeitsfront Morgen Erstaufführung! I Kaiser Wilhelm IL Werner Hinz T861. 2.30, 4.45,7.30; So. 2.00. 4.30.7.30 M dwiazk ) ondßM "N zur n an: Pianos und Flügel aus Privatbesitz kauft od. nimmt in Zahlung Pianohaus R. Schönau, Gießen, Tel.3268. VITASIN ■' mit Vitamin Bi Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß wurde heute nach längerem Leiden und tapfer ertragenen Schmerzen mein lieber, edler, herzensguter Mann, unser lieber, guter Bruder, Schwager .und Onkel Georg Fritzscb, Stadtmspektor im Alter von 64 Jahren heimgerufen. In tiefem Schmerz: Meta Fritzsch im Namen aller trauernden Hinterbliebenen. Gießen (Am Nahrungsberg 8), 1. Dez. 1942. Trauerfeier: Donnerstag, den 3. Dezember, 14.30 Uhr, in der Kapelle des Alten Friedhofs. Beileidsbesuche dankend verbeten. Täglich 2.30, 4.45, 7.30 Uhr Sonntags 2.00, 4.30, 7.30 Uhr Jugend ab 14 Jahren hat Zutritt! Vorverkauf ab Donnerstag, 13 Uhr. 36536 AM der Universitätsstadt Gießen Mittwoch, den 2. Dezember 19.00 bis 21.30 Uhr 9. Mittwochmiete u. Halbmiete B Die pfiffige Magd. ** 90 Jahre alt Am morgigen Donnerstag, 3. Dezember, kann die Rentnerin Frau Doro» thea Heil, Httlerwall 47 wohnhaft, in guter körperlicher und geistiger Rüstigkeit ihren 90. Geburtstag begehen. Die Jubilarin ist die Witwe des verstorbenen Kaufmanns Daniel Heil. Ihr verstorbener Vater, der Postangestellte Trapp in Ulrichstein, hatte ebenfalls ein Alter von 90 Jahren erreicht. Frau Heil ist mit 90 Jahren die älteste von vier Geschwistern, die zusammen das respektable Alter von 333 .Jahren darstellen, und zwar Frau Heil mit 90, ihre Schwestern Frau S ch-w a l b mit 84 und Frau H u h n mit 82 Jahren und der in Amerika lebende Bruder Trapp mit 77 Jahren. Der Jubilarin bringen auch wir unsere herzlichen Glückwünsche dar. ** Keine V e r tau fsso n nta g e vor Weihnachten. Amtlich wird mitgeteilt, daß auf Grund eines Erlasses des Reichsarbeitsministers vom 18. November 1942 in diesem Jahre von der Freigabe eines Verkaufssonntags vor Weihnachten abgesehen wird. ** Keine zusätzliche Beheizung! Es wird nochmals darauf hingewiesen, daß die Verwendung von Elektrizität und Gas zur zusätzlichen Beheizung von anderweitig beheizten, gewerblich benutzten Räumen (Geschäfts-, Verwaltungs- und Betriebsräume) verboten ist. Zuwiderhandlungen werden bestraft. ** Vortragsabend itn Gießener Vortragsring. Im Rahmen des Gießener Vortragsringes (Dolksbildungsstätte Gießen, Goethe-Bund und Kulturelle Vereinigung) wird am morgigen Donnerstag det Südseeforscher Dr. Karl Helbig einen Lichtbildervortrag „3000 Kilometer durch die Urwaldwildnis von Borneo" halten. ** Sie Weihnachts-Sonderzuteilungen betrifft eine Bekanntmachung in unserem heutigen Anzeigenteil. Biete Burg m. Sold. (10,-), Pferdestall(5,-) u. n..and. Suche ein Paar Ski. Ltto Bremer, Behberg, Untergasse 24. Umstellung von Lastwagen aller Fabrikate AUF HOLZGASBETRIEB OPEL IN GIESSEN Marburg. Str. 145, Rui 2847-48 _______________________2697 D/ Giefeener Vortragsring Volksbildungsstätte Gießen der NS6. „Kraft durch Freude“ Goethe-Bund / Kulturelle Vereinigung Donnerstag, den 3. Dezember 1942, abends 7.30 Uhr , Neue Aula der Universität Lichtbildervortrag von Dr. Karl Helbig: 3000 km durch die Urwaldwildnis von Borneo Kartenverkauf: Kartenverkaufsstelle der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“, Musikalienhand- Ein Tageslelirgang „Beize richtig" beginnt am 5. d. M. Anmeldungen sind sofort beim Berufserziehungswerk der DAF., Schanzenstraße 18, schriftlich oder persönlich vorzunehmen. 364&d PQLQST Giesser? Juristische Henelitoflen - zu erteilen. Schr. Ang. unt. 05437 a.d.G.A. Mit den Angehörigen trauern auch wir um unseren verstorbenen Mitarbeiter. Direktion und Gefolgschaft der Stadtwerke Gießen. ________________________________3655 D Mädel,28Jahre, groß,gesund,ruh. Wesen, tadellose Vergangenheit, wünscht die Bekanntschaft mit nettem Herrn, evtl. Witwer, zwecks späterer Heirat Zuschriften unt. 06214 a. b. G.A. Wucldinty Nachrichten-Helferin der Luftwaffe. 3422 V können tüchtige Mädels u. Frauen, mit guter Allgemeinbildung, vom 17. bis z. 35. Lebensjahr werden. Nach Ausbildung Einsatz im Reichsgebiet, den besetzten Gebieten oder bei befreundet.Nationen. Vergüt.: Tarifordnung A, autzerh. d.Reiches außerdem freie Unterkunft u. Verpflegung u.Barentschädigung. Einstellung v. Angehörigen der Landwirtschaft, Hausangest., Pflegerinnen nicht möglich. Bewerbungen bei allen Luftwaffen-Dienststellen, allen Arbeitsämt. u. beim Luftgau- Kommando XJI/XIII, Verwalt, Wiesbaden, Taunus-Str. 49/53. Siehe' Heima 'i Mal Bf (N® 1 von et inlolae AK Avothekenbetrieb sucht al bald oder zum 1. Januar 1943 eine gesunde, bewegliche Jülfsßraft f. die Uebernabme von Kartei-, Korrespondenzarbeiten und zur Erledigung von Facharbeiten. lLtenographie u. Schreibmasch. noNvend. Vergüt, nach TO. A 8 Schr. Ang. mit neuerem Lichtbild, selbstgeschrieb. Lebenslauf u. evtl. Zeugnissen erbeten unt. 3622D a. d. Gießener Anzeiger. hmmenar !0 Jahre Achill Zwiespalt, impires, rsprochen ns ei Moryeh änölid) 1 ramme öhmrö j uropa ui «i aber -msck u m Krie ir Welt TegenA -'ir wesei 019 berei Wafti ■ü höchst ® aus bi $ längst ?Jri)e, jo iiinmal ü bischer 5 daß feder, der zur Sicherung einer vollen Kartoffelernte im Jahre 1943 neues Pflanzgut benötigt, jetzt schon entsprechende Mengen abnimmt und sorgfältig einlagert. Als Pflanzkartoffeln in den Verkehr gebrachte Kartoffeln dürfen nur für Pflanzzwecke Verwendung finden. Wer Pflanzkartoffeln verfüttert oder leichtsinnig verderben läßt, wird nach den Kriegsgesetzen schwer bestraft. Was soll meine Tochter werden? gfs. Diese Frage kommt jetzt wieder für viele Mütter, wenn an Ostern die Kinder die Schule verlassen. Der schönste und wichtigste Beruf für alle Mädchen ist und bleibt, eine gute Hausfrau und Mutter zu werden. Die hauswirtschaftliche Lehre bietet dazu die beste Gelegenheit. Hier lernt das Mädchen unter der liebevollen Anleitung einer Lehrfrau die praktische Seite des Haushaltes kennen. Die Berufsschule sorgt für die fachliche Ausbildung. In Städten, wo mehrere Haushaltslehrlinge find, wird sogar eine richtige Fach klasse für die Haushaltslehrlinge eingerichtet. So kann jedes Mädchen nach seiner Lehrzeit, die zwei Jahre dauert, die Gehilfinnenprüfung ablegen. Mit dieser Prüfung steht ihr der Weg zu vielen Berufen offen. Genannt seien nur NS.-Schwester, Säuglingspflegerin, Haushaltspflegerin usw. Dom ersten Tag an erhält der Haushaltslehrling ein Taschengeld und selbstverständlich Verpflegung und Wohnung. Die Haushalte, hie einen hauswirtschaftlichen Lehrling bekommen, werden' von der NS.-Frauenschaft geprüft, so daß jede Mutter sicher fein kann, daß ihre Tochter wirklich etwas lernt und gut aufgehoben ist. Neben dem fachlichen Lernen und Selbständigwerden steht das Ersehen einer guten Hausgemeinschaft, das den Wunsch, einmal selbst Hausfrau zu werden, in den jungen Mädchen wecken soll. Gießener Schlachtviehrnartt. Aus dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlächtvieh-Derteilungsmarkt) in der Viehverstei- gerungshalle Rhein-Main kosteten Ochsen 34 bis 42, Bullen 33 bis 50, Kühe 16 bis 43, Färsen 35 bis 50, Kälber 30 bis 57, Schafe 10 bis 36, Hämmel 30 bis 44 Rpf. je % kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden ie kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse (150 kg und mehr) 1,26, bl (135 bis 149,5 kg) 1,26, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,26, c (90 bis 119,5 kg) 1,24, d (80 bis 89,5 kg) 1,46 c (90 bis 119,5 kg) 1,24, d (80 bis 89,5 kg) 1,26, i (Altschneider) 1,26, g2 (andere Sauen) 1,16, h (Eber) 1,16 RM. Marktverlauf: Alles zugeteilt. X Gießener Dochenmarktprelfe. *^i e ßen, 2. Dez. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Wirsing, % kg 10 Rpf., Weißkraut 7, Rotkraut 10, rote Rüben 8, Unterkohlrabi 8, Grünkohl 10, Oberkohlrabi, das Stück 10 Rpf. Verdunkelungszeit: 2. Dezember von 17.12 bis 7.42 Uhr. * ** Ein Tageslehrgang „Heizerichtig" wird vom Berufserziehungswerk der Deutschen Arbeitsfront in Gießen vom 5. Dezember ab durch- geführt. fOffl ^rnehnik Mittet Rinne, Aber U 7e Sei PJonim K sie re E ersch« L Oes h.Mes L l^iU s ra*® p.totöe p $lcr [”»6, (i ENen1 h' b«s kü [Nsnt d° Kn ^Q5 Vn >rd hl8 "C Ml! p,S Geheimrat von Holstein .Werner Krayß Graf Eulenburg..........Otto Graf Spielleitung: Wolfgang Liebeneiner Morgen Donnerstag, 2.30 Uhr nachm. Festaufführung unter Mitwirkung eines Quartetts des Stadt. Orchesters cm abwechslungsreiches Programm. Die schönen Kuchen hatten die Ortsfrauenichasten in Göbelnrod und Holzheim gespendet. — Zum Konzert am Tag der deutschen Hausmusik in der Neuen Universitätsaula hatte die Kreismusikerschast Verwundete eingeladen. Bach-Feier in der Zustus-von-Liebig-Schule. Die Justus-von-Liebig-Schule in Gießen veran« stattete — wie man uns berichtet vor einigen Tagen eine musikalische Feierstunde, um der Jugend zu zeigen, wie man auch mit einfachen Mitteln herzerfreuend musizieren kann. Dazu waren, den behördlichen Bestimmungen entsprechend, Werke von Johann Sebastian Bach gus gewählt worden. Alle an der Liebigschule verfügbaren musikalischen Kräfte hatten sich vereinigt: der Schülerchor, das Schulorchester, einige musikalisch besonders veranlagte Schüler und die musikausübenden Mitglieder des Lehrkörpers. Die Leitung hatte der Musiklehrer der Schule, Herr Dietrich, der auch die Einstudierung der Chöre übernommen hatte. Zwischen die Musikstücke waren Worte eingeschoben, die auf die Bedeutung der Hausmusik und auf die überragende Größe Johann Sebastian Bachs hin- । wiesen. Eröffnet wurde die Feier mit einem Chor mit Orchester: „Lob der Musik" von Joch Rud. Ahle (1625—1673). Die Klavierbegleitung spielte Hans- karl Modus. Das Streichorchester erfreute dann durch den Vortrag des „Menuetto alternativa" von Joh. Seb. Bach. Ein Bachsches Präludium spielte Egon Mehl. Der polyphäne Chor aus der Kantate „Ich will den Namen Gottes loben", von Studienrat Krauß am Flügel begleitet, erklang dann. An ihn reihte sich der 1. Satz aus dem Violinkonzert in a-moll an. Die Violine spielte Georg Kriech bäum, die Klavierbegleitung lag wiederum in den Händen von Studienrat Krauß. Musiklehrer Dietrich erfreute dann mit der Tenorarie „Man halte nur ein wenig stille" aus der Kantate „Wer nur den lieben Gott läßt walten". Daß es auch Schülern möglich ist, zu den schwierigeren Werken Johann Sebastian Bachs vorzudringen, bewies Hanskarl Möbus durch den Vortrag eines Präludiums und einer Fuge aus dem „Wohltemperierten Klavier", in dem der Meister die Kunst der Fuge zu ihrer höchsten Vollendung geführt hat. Eine Musik für drei Soloviolinen und Klavier schloß sich an-. Die Sarabande aus der Cellosonate in D-dur (Cello: Dr. H i ll e n b r a n d) hinterließ einen tiefen Eindruck. Die Feierstunde schloß mit dem vierstimmigen Choral „Wer nur den lieben Gott läßt walten"- aus der Kantate „Wo gehst du hin?". Wenn auch diese musikalische Feierstunde die Schüler nicht zu den tiefen Quellen führen konnte, aus denen Bachs Musik aufdringt, so hat sie ihnen ober doch eine Ahnung von der Größe unb Bedeu-' tung Johann Sebastian Bachs und seiner ^unsterblichen Musik übermittelt. Oer Bezug von pflanzkartoffein. NSG. Zur Zeit werden überall verhältnismäßig viele Pflanzkortoffeln angeboten. Es ist notwendig, §s hat empiret gaben m Auen,. Astem Ass vei M den Zorm zu Mfchr Mrtike A wie hielten Politik »en Lors A Nori luarbe :uf die e aif die os Die Gemeinsame Bekanntmachung der Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach, sowie des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen. Betr.: Weihnachts-Sonderzuteilungen. Wie bereits in der Tagespreise wiederholt bekanntgegeben, werden zu Weihnachten Sonderzuteilungen an Lebensmitteln usw. gewährt. Die auf die einzelnen Verbraucher entfallenden Mengen an Lebensmitteln usw. dürfen als bekannt vorausgesetzt werden. Die Verbraucher sind in einzelne Verbraucherklassen eingeteilt, und zwar erhalten: . a) die Empfänger der rosa und blauen Nähr- mtttelkarten 44 für Normalverbraucher und Selbstversorger über 18 Jahre die Karte WS 1; . b) die Empfänger der rosa und blauen Nähr- mtttelkarten 44 für Kinder und Jugendliche von 3—18 Jahren (3gd. und SV/Jgd.) sowie für Kinder bis zu 3 Jahren (Kist.) die Karte WS 2; . c) die über 18 Jahre alten Enrvfänger der blauen Nährmittelkarten 44 für Selbstversorger mit Getreide die Karte WS 3; d) die noch nicht 18 Jahre alten Empfänger der Nahrmtttelkarten für Selbstversorger mit Getreide unb die Empfänger der rosa Nährmittelkarten 44 für Kinder dieser Selbstversorgergruppe bis zu 3 Jahren die Karte WS 4. » Im einzelnen ist zur Durchführung des Nund- erlasses des Reichsernährungsministers folgendes bestimmt worden: . 1« Die Weihnachtssondertarten dürfen nur bis einschließlich 10. Januar 1943 ausgegeben werden. 2. Um den Einkauf der Weihnachtssonderzutei- lungen an Mebl, Butter und Zucker auf eine längere ?Zeittvanne vor den Feiertagen zu verteilen, wird bestimmt, daß die Weitmachtssonderkarte, die an sich erst vom 14. Dezember ab gültig ist, bereits vom Tage der Ausgabe ab mit den vorgenannten Lebens- Mitteln beliefert werden kann. 3. Ausgabe von Trinkbranntwein und Bohnenkaffee: ,a) Da die Sonderzuteilungen an Trinkbranntwern und Bohnenkaffee in die auf die Weihnachts- Sonderkarte auszugebenden Nahrungs- und Genuh- nnttel ausgenommen wrirden, haben die Inhaber der Sonderkarten einen Anspruch auf Branntwein , ohnenkaffee, auch qhne daß von ihnen hierauf Vorbestellungen gemacht wurden. Da jedoch die rrenf’te“unö dieser Genußmittel im wesentlichen truf Gruno der Vorbestellungen erfolgt ist, dürfen dss zum 22. 12. 1942 einschließlich von den Einzel- banblerrt Branntwein und Bohnenkaffee nur an wiche Personen abgegeben werden, die vorbestellt batten. b) Die Verbraucher, die Trinkbranntwein und Bohnenkaffee beziehen wollen, haben dem Einzelhändler vorzulegen: Die Weihnachts-Sonderkarte sowie die für die Vorbestellung verwendete Einlage zum Haushaltsauswels, oder dort, wo die Vorbestellung auf Grund der Nährmittelkarte erfolgt ist, die Nährmittel- Em Kind tödlich verunglückt. Aus dem Zuge gestürzt. * Nidda, 1. Dez. Bei der Einfahrt des Frühzuges von Gießen in unseren Bahnhof ereignete sich am Samstag gegen 9 Uhr ein Unglücksfall, dem leider ein Kind zum Opfer fiel. Als der Zug sich bereits hinter dem Einfahrtsignal innerhalb des Bahnhofsgeländes befand, stürzte die 6 Jahre alte Margret Mattern aus Oberndor f(Kreis Wetzlar), die sich mit ihrem Vater und ihrer Mutter auf der Fahrt nach Nidda befand, aus einem Abteil des Zuges heraus. Die Kleine wurde nicht überfahren, sie erlitt aber bei dem sehr harten Aufschlagen auif die Erde schwere innere Verletzungen und eine Gehirnerschütterung. Das bedauernswerte Kind wurde sofort vom Bahnhof aus zu einem Arzt gebracht, wo es jedoch noch während der Untersuchung an seinen schweren Verletzungen verstarb. Offensichtlich hat das Kind sich in einem unbewachten Augenblick am Türgriff zu schassen gemacht, so daß sich die Tür öffnete und es hinausfiel. Der Vater der Kleinen ist Soldat und befand sich mit feiner Frau und dem Kinde auf einer Urlaubsfahrt von Oberndorf nach Nidda. LICHTSPIEL-THEATEB Gloria-Palast, Seltersweg > Immer nur ... 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Eine Abtrennung von Abschnitten von der Einlage zum Haushaltsausweis oder der'-Nährmittelkarte oder dem Sonder- Bezugsausweis hat zu unterbleiben. d) Bei der Ausgabe von Branntwein kann der Einzelhändler von den Personen, die noch keine Flasche abgegeben haben, die Abgabe einer leeren Flasche fordern. e) Bei der Abgabe der 5E Gramm Bohnenkaffee smd 50 Gramm netto zu liefern. f) An Personen, die nicht im Besitze der Weihnachts-Sonderkarte sind, dürfen Branntwein und Bohnenkaffee auch dann nicht abgegeben werden, wenn sie eine Vorbestellung hierauf getätigt haben sollten. 4. Ausgabe von Zuckerwarern Da die Zuckerwaren in gleicher Beschaffenheit m sämtlichen Gemeinden bereitgestellt werden, haben die Versorgungsberechtigten diese an ihrem Wohnort zu beziehen. Der Einzelhändler darf die Zuckerwaren nur auf solche Weihnachts-Sonderkarten abgeben, deren Inhaber sich durch'vollständige und leserliche Ausfüllung ihrer Anschrift auf der Karte als am Wohnort der Ausgabe wohnhaft ausweisen. [365