hervorragend rtilleriestellungen oder gefangengenommei Igo wurden mit des Feindes am Offufe chan 13 Transportzüge Ein Oelzug brannte au« ugrn italienische gafpe verlor der waffe zusammen. Auf dc Südosten der Insel, an verschiedenen Or Die Schlacht in Aegypten llche Geleitzüge im einer Gruppe beut- mit zusammen 10 000 senkte zwei Hande «ober 220525 BRT. versenkt Transportflotte v marine im Mo Atlantik aus i n d Indischen Ozea (ober 111 Schiffe T. Dieser Erfolg ist in a s e e s brachen der Wirkung des eigene Kampfflugzeuge Südostwärts de« finden werden. _ r „ r Interessant ist das Eingeständnis Roosevelts, daß er an seinen Zahlenbluff selbst nicht glaubt. Denn was von seinen Phantasieziffern in Wirklichkeit zu halten ist, das hat er am 25. September 1942 in einem Brief dem Leiter der Schiffahrtsbeharde, Admiral Land, nach Donald Nelsons Erklärung, daß die amerikanische Industrie nicht die angestrebten Spitzenleistungen erreicht habe, selbst mitgeteilt, als er ihm schrieb: „Als ich die Anweisung gab, daß zunächst 12 Millionen BRT.. sodann 18 Millionen BRT. und schließlich 22 Millionen BRT. Handelschiffsraum von den amerikanischen Wersten in den Jahren 1942 und 1943 gebaut werden sollten, habe ich damit die Schiffbauindustrie und die Schiffahrts- behörde herausgefordert." Zu der Tatsache, daß nach den eigenen'Angaben unserer Gegner bisher nicht mehr als 30 v. H. der totalen Versenkungen seit Kriegsausbruch durch Neubauten ersetzt werden konnten, kommen die Verluste hinzu, die durch Minen, durch normale Verschleiße der Schiffe, die wegen Ueberalterung nicht mehr gefahren werden können, und die Ausfälle, die durch Havarie und höhere Gewalt verursacht wurden. Diese Verluste von Schiffen, die, wenn nicht ganz, so doch für kurze oder längere Zeit für den Verkehr ausfallen, sind nur in rohen Umrissen zu schätzen. So erfuhr man kürzlich beispielsweise aus London, in bet Nacht zum 31. kanarischen 3 1 i Schlepper durch wurde beschädigt. Tag und Nacht 3m Kampfabschnitt oje gelang der Einbruch in mehrere feirfungen. Gegen- jeschlagen. Vor vier größere für die Versorgung von Leningrad bestimmte Schiffe durch Bombenwurf versenkt und drei Lastkähne beschädigt. Bombenangriffe auf Leningrad riefen Brände hervor. Die Luftangriffe auf Murmansk wurden bei Tag und Nacht fort- gefeht. Die Sowjets v e r l o r en am 29. und 30. Oktober 13 4 Flugzeuge. An den Abfchuß- erfolgen waren rumänische und ungarische 3agd- flieger beteiligt. Acht eigene Flugzeuge kehrten nicht zurück. 3n Aegypten setzte der Feind am gestrigen Tage seine Großangriffe nicht fort. Ein örtlicher britischer Angriff scheiterte. Die deutsche und italienische Luftwaffe bekämpfte motorisierte Kräfte und Nachschubkolonnen des Feindes. Acht britische Flugzeuge wurden abgeschossen. Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, griff eine Gruppe deutscher Unterseeboote im Nordatlantik unter schwersten Wetterverhältnissen einen nach England fahrenden voll beladenen Geleitzug an und versenkte ungeachtet der starken Abwehr in hartnäckigen, wiederholten Tag- und Nachtangriffen neun Schiffe mit zusammen 68 500 BRT. Weitere Schiffe wurden durch drei Torpedotreffer beschädigt. Ferner versenkten unsere Boote auf den Zufuhrwegen nach England und Amerika sechs Schiffe mit *32 425 BRT. Damit verlor die feindliche Versorgungsschiffahrt wiederum 15 Schiffe mit 100 925 BRT. Weitere Geleitzugoperattonen I sind im Gange. stellungen aufrechtzuerhalten, doch biteben auch diese Kämpfe ohne Ergebnis. , , Unter den rund 350 bisher abgeschossenen britischen Panzern befinden sichüber50amer i kant scherBauart. Diese an dem erterartigen Aus- bau des Kommandoturmes und dem seitlich herausragenden Geschütz kenntlichen Kampfwagen mürben trotz ihrer starken Panzerung von den Geschossen unserer Abwehr glatt durchschlagen. Em Geschütz vernichtete von 12 angreisenden Ponzern dieser Bauart innerhalhb weniger Minuten allem sieben. Weitere erhebliche Ausfälle an Panzern hatte der Feind durch unsere Sturzkampfflugzeuge. Das Eichenlaub. Berlin, 31.Oft (DNV.) Der Führer verlieh dem Oberstleutnant Seitz, Kommandeur eines Panzergrenadierregiments als 140. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Der Führer verlieh ferner dem Oberfeldwebel 2Ha$ Stotz, Flugzeugführer in einem 3agdgefchwader, anläßlich feines 100. Lufffieges als 137. Soldaten, dem Hauptmann Heinrich S ch w e i ck h a r d, Flugzeugführer in einem Kampfgeschwader, als 138. Soldaten, dem Hauptmann Wolfgang Schenck, Flugzeugführer in einem Zerstörergeschwader, als 139. Soldaten und dem Oberfeldwebel Iosef Z wem em an n, Flugzeugführer in einem 3agdgeschwader, anläßlich seines 101. Lufffieges als 141. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub des Eisernen Kreuzes, (92. Jahrgang Nr. Ertctieim täglich, auh Sonntags und Feiertag Beilagen: Gießener Familienblätt Heimat imBild-DieScholl Bezugspreis: Monatlich.... .Ä1 Zustellgebühr... ,, -.2^ auch bet Nichterscheinen VRT. und beschädigte ein großes Handelsschiff und ein Schwimmdock. Die englische Kriegsflotte verlor im gleichen Zeitraum einen Zerstörer, zwei Bewacher, sieben Schnellboote und durch Luftangriffe zwölf Landungsboote. Oer Wehrmachtbericht vom Gamstag. DNB.Aus dem Führerhauptquartier, 31. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Bei Naltschik vernichteten deutsche und rumänische Truppen zersprengten Feind und erzwangen einen wichtigen Flußübergang. 3n Stalingrad wurde durch Sloßtruppunternehmungen weiteres Gelände gewonnen. 3nfolge feiner hohen Verluste hat der Feind feinen Angriff füdlich der Stadt eingestellt. Kampffliegerverbände griffen erneut die Bahnlinien nördlich Astrachan an. 3fa- lienifche und ungarische Truppen wiesen am Don llebersehversuche des Feindes ab. An der übrigen Off front ist die Lage unverändert. Eigene Stoßtrupps zerstörten eine größere Anzahl Bunker und Kampfstände der Sowjets und brachten Gefangene ein. Die Lustwaffe bekämpfte im QueUgebiet der Wolga Bereitstellungen, Transportbewegungen, Nachschublager sowie 3nbuffrieantagen weit im Hinterland des Feindes. Auf dem Ladoga-See wurden Feind ein Frachtschiff » Bombentreffer. Ein Sc ' Murmansk wurde 1 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer biS 8'/, Uhr desVormittagS Auzeigen-Preife für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite: 7Rvf. für Familienan- -eigen und private Gelegenheitsanzeigen 14Skvt. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzeigen Platzvorschritt (vorherige Vereinbarung) 25°/o mebt von einzelnen Nummerr infolge höherer Gervais Sernsvrechansckluß wv Druck mtd vertag: zahlenmäßige Ueberlegenhe-it der britischen Luft- waffe änderte nichts an diesem Ergebnis. Schon an den ersten vier Kampftagen verlor sie sechzig Maschinen, am 30.10. acht. Die Deutschen allein erzielten 44 Abschüsse bei 19 eigenen Verlusten. Am 28.10. verlegten die Briten den Schwerpunkt ihrer Vorstöße noch stärker als an den Vortagen auf den n ö r d l i ch e n A b s ch n i t t. Zur Vorbereitung seiner Angriffe zog der Feind starke Kräfte vom südlichen Frontabschnitt ab und warf sie an die Nordfront. Unsere Sturzkampfflugzeuge griffen die marschierenden Panzerkolonnen mehrfach mit starker Wirkung an. In der Nacht zum 29.10. begannen die Briten ihren erneuten Angriff. Die ersten Wellen der auf engem Raum vorstoßenden indischen Kolonialtruppen brachen im Feuer zusammen. Mit Panzern durchsetzte Sturmkolonnen wurden unter schweren Verlusten an der ganzen Angriffsfront abgewiesen. Dem Feind gelang lediglich'ein geringfügiger Einbruch ins Gebiet der Eisenbahnlinie Alexandria—Marsa Matruk. Bei der Mannigfaltigkeit und Tiefe des deutsch-italienischen Siel- lungssystems blieb jedoch dieser Anfangserfolg praktisch bedeutungslos. Um dieses teuer erkaufte Stück- chen Wüstensand zu vergrößern, setzte der Feind massierte Fliegerkräfte ein. Dreimal innerhalb 15 Minuten schlugen die britischen Bomben rings um die im Schwerpunkt des Kampfes liegenden deutschen Stellungen. Als aber die feindliche Infanterie unter starkem Panzerschutz durch die Qualmund Sandwolken weiter vordringen wollte, traf sie auf den erbitterten Widerstand deutscher Grenadiere. Im harten Nahkampf wurden 13 britische Panzer vernichtet. Italienische Panzerverbände brachten durch energische Flankenstöße den britischen Angriff in Verwirrung. Den ganzen Tag über hielten die schweren Kämpfe an, ohne daß sie den hartnäckig angreifenden Briten Erfolge brachten. Am 30.10. versuchten die Briten nur noch in wesentlich schwächeren örtlichen Vorstößen den Druck auf die Nord- Oer Wehr^erichi vom G4- DNV. AusdemFüst>lquarti'er, l.Nov. Das Oberkommapehrmachf gibt bekannt: spitze Gestalt des Felsens, der die 139 Meter höhe Südspitze Afrikas auf einer vorspringenden Landspitze bildet. Daß die deuffchen U-Boote in so entlegenen und von ihren Stützpunkten weit entfernten Seegebieten wochenlange Feindfahrten durchführen können, zeugt für die Güte des Materials und die hervorragende seemännische Schulung der Kommandanten und Besatzungen. Engländer und Amerikaner erzählen Wunderdinge von dem Erfindungsgeist, mit dem deutsche Techniker U-Boote trotz ihrer verhältnismäßigen Kleinheit für weite Reisen ausgerüstet haben. Sicher ist, daß das durchschnittliche deutsche U-Boot in der Wasserverdrängung weit kleiner ist.als die viel beredeten U-Boot-,Kreuzer . Leider können mir die Fülle der englisch-amerikanischen Schilderungen nicht vor dem Leser ausbreiten: Sie sind phantastisch, und eben das legt den Verdacht nahe, daß Engländer und Amerikaner mit diesen Veröffentlichungen das Doppelziel verfolgen, einmal das eigene Versagen in der U- Bootbekämpsung zu entschuldigen und zweitens irgendwelche deutsche Antworten herauszulocken. Sehen mir die ozeanische Kriegführung unserer U-Boote im großen Zusammenhang, so stellt sie einmal eine Fortsetzung der Landfron- t e n auf die hohe See „mit anderen Mitteln", dar; und dann sind die U-Boote im großen strategischen Sinn die überaus wirkungsvollen „Stürmer", die den Feind auf der „äußeren Linie" schwer treffen, auf die ihn fein Hinauswurf aus Europa gezwungen hat. Die hervorragenden Leistungen deutscher U-Boote im Nordatlantik, im südafrikanischen Seegebiet und in den Gewässern des. Indischen Ozeans sind ein neuer Beweis, daß die U-Boote der Achsenmächte taffächlich alle überseeischen Nachschubstraßen des Feindes konttollieren und nachhaltig bedrohen. Im Oktober ist die L u f t w a f fe im ozeanischen Kampf nicht zum Großeinsatz gekommen wie im September, wo sie an der Radikalen Vernichtung eines Großgeleitzugs hervorragend beteiligt war, der auf der Fahrt nach Archangelsk von Flugzeugen und U-Booten geschnappt wurde. Darum ist im Monat Oktober der Anteil der U-Boote mit 698 575 BRT. an dem Gesamtergebnis (720 575 BRT.) sehr hoch. Das Oktoberergebnis ist etwas niedriger als die weit überdurchschnittliche Der- senkungsziffer vom September 1942, aber mehr als dreimal so hoch als das Versenkungsergebnis im Oktober 1941. Unsere U-Boote haben seit dem Kriegseintritt der Vereinigten Staaten „freie Jagd"", wie es in der Fliegersprache heißt. Das zweite charakteristische Merkmal ist die sehr erhebliche Ausweitung des Aktionsbereichs unserer U-Boote, wobei ihre Jagdgründe auch teilweise gewechselt haben. Jetzt sind deuffche U-Boote nicht nur vor Kapstadt, sonderen auch jenseits von Kapstadt in den südlichen Randgewässern des Indischen Ozeans aufgetaucht und haben dort reiche Beute gemacht. Das ist das Gegenstück zu dem Erscheinen japanischer U- Boote in den atlantischen Stützpunkten der deutschen U-Bvotwaffe. Die Sondermeldung, die das Eindringen deutscher U-Dovte in den Indischen Ozean meldet, nennt KapAgulhasdie südlichste Spitze Afrikas. Sett unseren Schulzeiten halten wir gemeinhin das Kap der Guten Hoffnung für den südlichsten Punkt Afrikas so genannt, weil hier die portugiesischen Entdecker des Seewegs nach Ostindien ihre Schiffe gegen Osten wenden konnten, also das südliche Ende Afrikas erreicht hatten. Das haben sie auch getan. Ader das Kap der Guten Hoffnung liegt fast 200 Kilometer weiter nordwestlich vom Kap Agulhas. Kap Agulhas heißt „Nadelkap". Der Name ist zurückzuführen auf die Oie Tonnageschlacht. Von Reichspressechef Dr. Dietrich. Amerika ist ein Mythus, die Ueberlegenheit seines Kriegspotentials ist Legende und das „Arsenal der Demokratie" ein Kinderschreck für ängstliche Europäer. Die Kontinentalfestung Europa in uneinnehmbar, aber der Schiffsraum ist die Stelle, an der die „seebeherrschenden Mächte" sterblich sind. Die Tonnageschlacht ist für sie — nicht für uns — der Kampf um ihr Leben. Seit Beginn des Krieges bis einschließlich September d.J. wurden von der den USA. und England zur Verfügung stehenden Ge- amthandelstonnage von 42 Millionen BRT. insgesamt 24,2 Millionen BRT. von ihren Gegnern auf den Grund des Meeres befördert, davon von Deutschland allein 21,3 Millionen BRT. Im ganzen gleichen Zeitraum gelang es England und USA. nach ihren eigenen Berichten, nur 7,1 Millionen BRT. durch Neubauten zu ersetzen. Das ist bis zum heutigen Tage ein Ersatz von nicht mehr als 30 v. H. der erfolgten Totalversenkungen! Unter Berücksichtigung der weiteren Ausfälle durch Beschädigungen, Minen und normalen Verschleiß wird der Prozent- atz noch geringer. In den bisher abgeschlossenen neun Monaten dieses Jahres haben die Alliierten allein durch Totalversenkungen Deuffchlands, Italiens und Japans 8,9 Millionen BRT. verloren. Nach den amtlichen Angaben, die der Leiter der amerikanischen Schiff-, fahrtsbehörde, Land, machte, beläuft sich demgegenüber der Tonnageneubau Amerikas m den ersten neun Monaten des laufenden Jahres auf maximal 5,5 Millionen Gewichtstonnen, das sind 3,4 Millionen BRT. Dazu kommt eine Million BRT. an Schiffsneubauten, die in diesem Jahre bisher aus England und Kanada gemeldet werden. Das sind nach ihren eigenen Meldungen, die sicherlich die oberste Grenze des Möglichen darstellen, insgesamt 4 4 Millionen BRT., also noch nicht 50 v. H. ihrer im gleichen Zeitraum durch Versenkungen erlittenen Totalverluste, wobei ebenfalls die Verluste durch Minen, Beschädigungen usw. nicht eingerechnet mit insgesamt 720, - erster Linie dem ui chen Einsatz der Unterseeboote zu verdank^ weitere Schiffe wurden durch Torpedotreffesdigt. Die Luftwasff ver- Berlin, l.Nov. (DNB.) Der Großangriff der Briten in Aegypten war der Führung der deutsch- italienischen Truppen nicht überraschend gekommen. Als am 23.10. abends die Artillerievorbereitungen und um 23 Uhr der Jnfanterieangriff begann, stand die deutsch-italienische Abwehr in voller Bereitschaft. Ihre in 50 bis 60 Kilometer Breite zwischen dem Meer und der für größere Bewegungen ungangbaren El-Kattara-Senke eingenommene Stellung konnte nicht umfaßt werden. Die Briten mußten sie daher frontal angreifen und setzten in 14 Kilometer Brette englische Truppen ein, den übrigen, größeren Raum den Kontingenten der Dominien und der Hilssoölker überlassend. Schwerpunktbildung anfangs gegen beide Flügel be- zweckte wohl den Versuch, aus Einbrüchen zur Umfassung zu gelangen. Im weiteren Verlauf des Angriffs faßten die Briten ihre Kraft am Nordflügel zusammen. Zweimal versuchten sie auch eine Landung im Rücken der Verteidiger bei Marsa Matruk. Beide Male, gleich in der ersten Nacht und bann wieder am 29.10., vereitelte die Aufmerksamkeit der Sicherungstruppen diese Versuche, das erstemal bereits auf See durch das Eingreifen von Kampfflugzeugen. Beim zweiten Versuch, der durch Ansatz auf zwei Stellen wirksamer geplant war, wirkte bei der Abwehr auch Flak mit. Die Angriffe zu Lande führten die Briten unter Einsatz starker Artillerie und Panzer und 'Heran- holung von immer wieder frischen Reserven hartnäckig fort. An einzelnen Stellen gelangen ihnen örtliche Einbrüche, die die Deuffchen und Italiener aber immer wieder durch Gegenangriffe bereinigten. Die Kämpfe wogten um wichtige Gelandeteile hin und her. Nirgends vermochten die Briten die Hauptstellung zu erreichen, geschweige denn zu durchbrechen. Sie verloren bis zum 29.10. 3 4 5 Panzer, und, da es den Verbündeten mehrfach gelang, die vordersten Spitzen der Angreifer ab- zuschneiden, mehrere hundert Gefangene. Auch die ^Ueber diese unwiderleglichen Tatsachen können auch alle Zahlenkniffe, die sie ständig durch die bewußte Verwechslung von Ladetonnen und Bruttoregister- tonnen (1,6 Milliynen Ladetonnen = 1 Million Brut- toregiftertonnen) begehen, nicht Hinwegtäuschen. 30 v. H. der bisherigen Gesamtversenkungen des Jahres 1942 vermochten sie bisher neu zu bauen. Wie sind damit die Behauptungen Churchills und Roosevelts in Einklang zu bringen, daß ihre Neubauten die Versenkungen überholt hätten? Wenn sie Zukunftshoffnungen in ihre falschen Rechnungen eingestellt haben, dann müssen sie uns schon erlauben, auch die unseren in der Rechnung zu präsentieren. Und dann kann ihnen verraten werden, daß die Ueberraschungen, die ihnen unsere U-Boote im Jahre 1943 bestimmt bereiten werden, keinesfalls hinter der Größe ihres Programms zu- rückbleiben, nur mit dem Unterschied, daß ihr Marn- mutprogramm auf dem Papier steht, während sie unsere U-Boote auf allen Weltmeeren Deutsche Ll-Boote im Indischen Ozean Von unserer Berliner Schriftleitung. Angriffe des Feindes _ Tuapse wurde ein Hand' Sowjets von 3000 BRT. durch Bombersenkt. westlich des Terek überMere Angriffs- Bomben und Vordwaffe l, nördlich Astra- omben getroffen. Gegenangriffe des Fein Einsatzes von Verbände res und der Luftdarunter in Dover. Wie durch Sondern ekanntgegeben, setzten deutsche Unter sie ttoh anhaltender schwerer Herbststürme ratianen gegen feind- - lk fort. 3m verlauf truppen, durch die V------- unterstützt, die Stellungei'es und warfen vier Tanker, in Brand jder versenkt. Südlich Stalings ddr Feind seine Gegenangriffe ohne jedeßv'eder auf. Ein llebersehversuch über dieftdlich der Stadt in Stärke von mehreren^ntaillonen scheiterte völlig. Eine Anzahpoote wurde versenkt, die Masse der fe Kräfte vernichtet des gestrigen Tages scher Unterseeboote in ft kanarischen 3nsern An der Don-Fr „ Truppen erneut feindlic ^versuche zurück. seebooke den Feind --- delsschiffsraum gesch rd in den letzter sechs Tagen auf weit >ten Operationsg vielen 41 Schiffe mit über Uertelmillion BI '. der aus der Luft angegriffe 3n Aegypten tral d erneut m.t starken Panzer- und 3nfan" 5um ^n9r*ff otL Er wurde nach schweifen durch Gegenangriffe zum Stehen Schlacht dauert an. Deutsche und italsturzkampfflvgzeuge und leichte Kampfflug len den Briten in rücksichtslosem Einsatz lüste zu. 3m Mittelmeer versenkte ein U'l einen Transport- Ungarische 3agbflieger Degleitschuh für vjelslugzeuge ab. fegter. Eine geringe Zahl 1 Flugzeuge fließ im Wolkenschuh bei Tagejesehten Westgebiete, in die Deutsche Bucht nordwestlichen Reichsgrenze vor. Durch 1 *rfe entstanden an einigen Orten Sachschc »en Flugzeuge wurden abgeschossen. 3m : gen Großbritannien führte die Luftwaffe am Tage und in der vergangenen Nacht i' en Wellen Vergeltungsangriffe gegen >t Canterbury. Die zum Teil im Tiefs rfenen Bomben verursachten erhebliche Ze» durch Spreng- und Vrandwirkung. 3agbg des Begleitschuhes schossen drei britische meuge ab. Andere Kampfflugzeuge bomtt militärische Siele an einem von Sübi England gehenden amen. Mil dem Einenglisch-amerikanisch lelsslotte vermch t. 3m Kampf ge< englisch-amerttanische Ue die Kr egs- gesamt 101 000 VRT. • Ferner wurde dur ermeldung bekanntgegeben: Auf der 3ag eindlichen Transportschiffen stießen deutsct eeboote erstmalig vom ndgewässer des und versenkten weit ostwärts des Kap 2 der südlichsten Landspitze Afrikas, sowie ?b:ef vor Kapstadt achl Schiffe mit zusamme BRT. Die Reste des - “'.auf der hohe der - schwer angeschlagenen Geleitzuges waren < erhin das Angriffsziel unserer Unterseeboo ins dem oöltig ja:- sprengten Verband 1 erc Schiffe mit 30131 BRT. herausschossen sich der Gesarnlerfolg an diesem Geleitzu! auf 18 Schiff' mit 131131 BRT. erhöl t haben Unsere Unterere 82 649 VRT Han- • N 9 Montag, 2. November M2 ichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen 7-9 ihn unter Ueberwindungl Fluhläufe weit zurück. Zwei Panzerzüg wrch Heer und Luftwaffe vernichtet. 3m1 Aleer wurden neun größere Transport- ffchfffe, darunter der versenkt. Feindgeleit Fühlung r brnch der Dunkelheit nfere Boote den stark gesicherten Geleitzug isch an und vernichteten bis zum Mor;» 14 mit wertvollen Rohstoffen aus Afriene Schiffe mit ins- schließlich mit Reparaturen beschäftigt sei, und daß seit Kriegsbeginn jedes Schiff der gesamten britischen Flotte mehr als einmal einer gründlichen Ueberholung bedurfte. Wenn man bedenkt, was die Vereinigten Staaten aus den nicht einmal für die laufende Produktion vorhandenen Rohstoffen alles auf einmal und in Massen bauen wollen, dann kann man sich eine Vorstellung machen, welcher Widerstand und welche unübersteigbaren Hindernisse sich der Durchführung ihrer gegenwärtigen Phantasieprogramme, die ohne Rücksicht, ja, ohne Kenntnis voneinander die vorhandenen Rohstoffe und Arbeitskräfte doppelt und dreifach verwenden, in den Weg stellen. So hat sich beispielsweise, ebenfalls nach ihren eigenen Angaben, der Stahl - bedarf für den Schiffsbau, der zunächst mit 14 Millionen Tonnen angegeben war, inzwischen auf 23 Millionen Tonnen erhöht. Wo sollen plötzlich die 23 Millionen Tonnen Stahl Herkommen, die sie für die Durchführung des Schiffsbaues bis Ende 1943 benötigen? Dieser Mehrbedarf ist aus der vorhandenen Stahlproduktion nicht zu decken. Entweder werden die Lieferungen für die Sowjets und all die anderen kriegswicytigen Erfordernisse eingestellt, oder das Schiffsbauprogramm bleibt auf dem Papier. Und deshalb, weil dieser Mehrbedarf einfach nicht befriedigt werden kann, endet jede ihrer großtönenden Zukunftsprognosen für den Schiffsbau mit den Worten „vorausgesetzt, daß die dazu notwendigen Rohstoffe und Stahlmengen beschafft werden können". Wenn man hinzufügt, welche Schwierigkeiten der Bau von Spezialschiffen, Tankern, Kühlschiffen usw. verursacht, wie sehr sich das Fehlen an ausgebildeten Mannschaften, an Kapitänen und Steuerleuten auf Grund der schweren Verluste bemerkbar macht, dann erkennt man nur zu deutlich, wie sehr bei ihren undurchführbaren Schiffsbauprojekten der Wunsch der Vater des Gedankens ist. Ähre verzweifelten Bemühungen, den Wettlauf zwischen Versenkungen und Neubauten zu gewinnen, werden auch in Zukunft ohne Erfolg bleiben! Wie groß ist nün der pnseren Gegnern jetzt noch zur Verfügung stehende Gesamthandelsschiffsraum? Unter Berücksichtigung aller bisher amtlich bekanntgewordenen Angaben stehen ihnen höchstens noch 21,4 Mill. BRT. für ihren gesamten Verkehr zur Verfügung. Dieser Schiffsraum reicht zur Zeit gerade noch aus, um neben ihrem aufs äußerste eingeschränkten nackten Lebensbedarf die bereits bestehenden weitverzweigten Operationsgebiete zu versorgen und aufrechtzuerhalten. Schon jetzt muß die für die Ernährung des englischen Mutterlandes abgestellte Schiffszahl zugunsten reiner Kriegstransporte ständig beschränkt werden. Für neue militärische Großunternehmungen sind bei dieser Schifssroumlage die Voraussetzungen nicht mehr gegeben. Der Chef des Transportwesens für die „amerikanischen Streitkräfte aus dem europäischen Kriegsschauplatz", Oberst Frank Roß, hat kürzlich erklärt, daß nach seiner Berechnung der Transport eines gemischten Heeres von einer Million Mann rund 15 Mill. BRT. erfordern wurde. Daß eine solche Möglichkeit bei einer vorhandenen Restgesamttonnage von 21 Mill. Tonnen unmöglich ist, ist eine Selbstverständlichkeit. Allein der Versuch würde zur Katastrophe führen. So gewaltige Anstrengungen Amerika und England auch immer unternehmen werden, um die Erreichung des Krisenpunktes hinauszuzögern, die effektive Verminderung der Welttonnage wird, ob schneller oder langsamer, anhalten und damit ihre Lage ständig weiter verschlechtern. Angesichts dieser Situation waren ihre verantwortlichen Männer heute nur mühsam ihr Gesicht. Wie es ihnen in Wirklichkeit zumute sein dürfte, dafür sind die Versenkungsziffern aus dem ersten Weltkrieg in Verbindung mit den dramatischen englischen Enthüllungen nach 1918 ein aufschlußreicher Hinweis. England standen zu Beginn des Krieges 1914 an eigener und ihm dienstbarer Tonnage 39 Mill. BRT. zur Verfügung. In den Jahren 1914 bis 1918 wurden von den Alliierten neu gebaut 10 Mill. BRT. Nach amtlichen englischen Än- gaben wurden davon im Weltkriege 1914 bis 1918 12,2 Mill. BRT. versenkt. Nach Lloyds Register waren es 13,2 Mill. BRT.. und auf Grund des „Cmd. Pepers Nr. 9221" gingen 15 Mill. BRT. verloren. (Hierin befinden sich auch Seeunfälle.) Und welche Wirkung übten damals diese die Höhe der heutigen Verluste bei weitem nicht erreichenden Zahlen in England aus? Lloyd George gibt in seinem Buche „Mein Anteil am Weltkrieg", Seite 59, folgende Auskunft: „Es ist ein grauenhafter Gedanke, daß der U-Boot-Krieg nahezu den Untergang der britischen Seemacht herbeigeführt hätte." ... „Als Deutschland im Frühherbst 1916 den U-Boot-Krieg verschärfte und die Zahl der versenkten Schiffe zu wachsen begann, wurden die Aussichten so trübe, daß Handelsminister Runcnnan im Kabinett seine warnende Stimme erhob. In einer Sitzung des Kriegsausschusses am 9. November 1916 teilte er uns mit, Franke, laß das! Von Felix Niemkasten. Ich habe neulich Walter Franke wieder getroffen, den guten alten Franke aus Untertertia und Obertertia. Es war in einer fremden Stadt, auf der Straße, als ich um die Ecke herum wollte. Er kam mir beim ersten Blick schon bekannt vor, aber ich ihm noch mehr. So geht es gewöhnlich. Während ich noch zweifle, ob ich mir ein Urteil erlauben dürfe, sind andere Leute schon fertig. „Mensch", rief er und drückte mir freudig die Hand, aufrichtig freudig. „Mensch, bist d u das? Mensch, was machst du denn hier? Wohnst du hier?" Und so weiter. Es war alles in Ordnung, wir brauchten uns nur zu beschnüffeln. In zwei Minuten hatten wir uns alles gesagt. Also auch verheiratet, auch Kinder, kurz: alles war beim andern auch so. Wir gingen in eine Bierstube. Da saßen wir nun, Franke und ich, und bestellten uns Bier. Der Kellner brachte es, er wedelte sogar das Tischtuch sauber. „Mensch", rief ich im plötzlichen lebendigen Erinnern, „Franke, Mensch, weiß du noch, wie mir damals ...? Da sagte der Ober zu uns: ,Sie sind mir noch zu jung, Sie dürfen noch gar kein Bier trinken!'" „Ja", grinste er, „das ist wahr. Aber das ist lange her." Es ist dreißig Jahre her. Dreißig lange Jahre. Run weiß ich auch, was mich bei dem Wiedersehen so seltsam berührt hatte, was mir so lächerlich vor- kam. Die dreißig Jahre! Denn damals? Wer war Franke? Er war, genau wie ich damals, ein Junge, schlichthin Schuljunge. Wir waren von Ideen, Liebhabereien, Vorstellungen und Schwärmereien be- sessen. Wir hatten mit Feuereifer unsere Indianer- bücher ausgetauscht, ereiferten uns in der oerzeh. Oer japanische Geesieg im Süd-Pazifik Tokio, 1. Nov. (Europapreß.) Die japanischen Blätter veröffentlichen jetzt Einzelheiten über die Seeschlacht im Süd-Pazifik. Im Morgengrauen des 26. Oktober sichteten japanische Aufklärer auf Nordkurs, nördlich der Santa-Cruz-Jnseln, feindliche Kriegsschiffe, zu denen mindestens vier Flugzeugträger und zwei Schlachtschiffe, außer zahlreichen leichten Streitkräften, gehörten. Dieser mächtigen Flotte konnte die japanische Marineleitung gleichfalls starke Verbände mit Flugzeugträgern als Kern entgegenftellen. Entscheidend für den Sieg der japanischen Streitkräfte wurde der sofort gefaßte Entschluß, zum Angriff überzugehen. Wenige Minuten nach der Sichtung des Gegners stiegen japanische Flieger von den Flugzeugträgern auf und richteten trotz schwerer Abwehr ihre Torpedo- und Bombenangriffe gegen die feindlichen Schiffe. Dadurch wurde die Angriffskraft des Gegners bereits im ersten Stadium der Schlacht beträchtlich vermindert. Schwere Lustkämpfe dauerten bis zum nächsten Tag an. „Nichi Nichi" schreibt den japanischen Erfolg dem überlegenen Kampfgeist und der besseren Ausbü- duna der japanischen Verbände zu, betont jedoch, daß auch die Kampfmoral des Gegners nicht zu verachten fei und der Kampf auf beiden ©et = ten mit größter Erbitterung geftchrt werde. „Asahi" deutet an, daß es sich bei den diesmal versenkten USA.-Flugzeugträgern um p e = zialbauten der letzten Zeit gehandelt habe, da die Mehrzahl der früheren Flugzeugträger bereits in den bisherigen Seeschlachten verloren gegangen sei. Der japanische Vizec^miral N a g a m u r a, ein Fachmann für den Bau von Flugzeugträgern, weist darauf hin, daß sich die Verwendung von umgebauten Handelsschiffen zu Flugzeugträgern durch die Nordamerikaner ms 1 ehr wenig erfolgreich/ erwiesen hat. Der Mangel an Geschwindigkeit und Panzerung habe die Schisse zur leichten Beute der japanischen Unterseeboote gemacht. Nagamura ist der Ansicht, daß es sich auch bei den kürzlich im Südpazifik versenkten nordamevkanischen Flugzeugträgern fast ausschließlich um umgebaute Schiffe gehandelt habe. er sei zu der Schlußfolgerung gelangt, daß ,noch vor dem Juni 1917 die Schiffahrt einen völligen Zusammenbruch erleiden werdet" ... „Gleich nach der Vertagung des Ausschusses erklärte er in einem schriftlichen Memorandum," er habe jetzt seine Schätzungen in bezug auf den wahrscheinlichen Termin des Zusammenbruchs geändert, seiner Ansicht nach müsse er weit früher eintreten." Winston Churchill selber schrieb in seinem Buch „Die Weltkrise 1916" (S. 80): „Das U-Boot untergrub nicht nur äußerst rasch das Leben auf den britischen Inseln, sondern auch die Grundlagen der Kräfte aller Alliierten. Die Gefahr eines Zusammenbruchs im Jahre 1918 stand schwarz und drohend am Horizont." Und im „Sunday Pictorial" schrieb derselbe Winston Churchill am 12. Januar 1919: „Darf ich es sagen? Wir sind nur gerade so durchgekommen? Je mehr wir über den Kampf erfahren, um so mehr erkennt man, an welchem kleinen, dünnen und gefährlichen Faden unser Erfolg gehangen hat." ... „Nur ein wenig mehr, und der U-Boot-Krieg hätte uns alle durch Hunger zur llebergabe gezwungen." ... „Es war eine Art Wettrennen bis zum Ende." Wann in diesem Kriege der Krisenpunkt für die angelsächsische Schiffahrt erreicht sein wird, vermag heute niemand zu sagen. Aber unsere Gegner mögen davon überzeugt fein, daß Deutschland diesmal feine Gewehrte nicht fünf Minuten zu früh an die Wand stellt. Auf der Suche nach der »Fünften Kolonne" im Nahen Osten. Sofia, 2. Nov. (Europapreß.) Die Regierungen von Aegypten, Syrien, dem Libanon und Palästina haben auf Wunsch der britischen Behörden eine Spezialpolizei zur Bekämpfung der „Fünften Kolonne" und zur Ueberwachung der Restaurants und Kaffeehäuser gebildet. In Syrien ist diese Polizei schon in Tätigkeit, und in den Kaffeehäusern lauern die Agenten auf politische Äußerungen. In Aegypten stößt die Durchführung auf Schwierigkeiten, weil die Regierung Gegenstand einer starken Kritik verschiedener politischer Persönlichkeiten gewesen ist. Auf den Polizeiämtern, so wird ihr vorgeworfen, beschäftige man sich nicht mehr mit Raubüberfällen, sondern mit dem Inhalt von Straßengesprächen. Täglich würden Dutzende von Personen lediglich deshalb vor den Kadi zitiert, weil sie Radio Berlin gehört oder Rommel gelobt haben. Neue Balkan-Bahnlinie. Rom, 1. Nov. (Europapreß.) - Die neue transbalkanische Bahn, die von V a I o n a (Albanien) ausgeht und über Tirana und Elbassan bei Florina Anschluß an das griechische Eisenbahnnetz findet, wird die Strecke von Rom nach Athen auf die Hälfte verkürzen. Die Bahn soll über Florina hinaus die türkische Grenze erreichen. Der zweigleisige Ausbau der Strecke Rom—Brindisi ist eine wichtige Voraussetzung. Von Brindisi sollen die Züge im Trajektverkehr nach Valona übergesetzt werden Dort erreichen sie die neue Balkanstrecke. Oie Wahlen zur spanischen Lories. Madrid, 2. Nov. (Europapreß.) Die Wahlen zur neuen spanischen Cortes haben am Sonntag stattgefunden. Gewählt haben die Berufskammern der Provinz-Deputationen und die Gewerkschaften. Die neuen spanischen Cortes werden aus ungefähr 400 Mitgliedern bestehen, die Prokuratoren, das heißt, Bevollmächtigte genannt werden. Davon wird der größte Teil nicht gewählt. Von Amts wegen sind Mitglieder der Cortes die Minister, die Nationalräte der Einheitspartei, die Bürgermeister der Provinzhauptstädte, die Präsidenten der Universitäten, Akademien und Syndikalverbände. 50 Mitglieder werden vom Staatschef ernannt. Gewählt werden lediglich Vertreter der Gewerkschaften, der Gemeinden und der Berufskammern. Aus dem Reich. Ministerpräsident Siebert gestorben. Der bayerische Ministerpräsident SA.-Obergrup- penführer Ludwig Siebert ist nach kurzer schwerer Krankheit verschieden. Siebert wurde 1874 in Ludwigshafen a. Rh. geboren. Nach dem Sudium der Rechte trat er in den bayerischen Staatsdienst, wo er 1901 Amtsanwalt in Neustadt (Pfalz) und späten Staatsanwalt in Fürth wurde. 1906 ging er cis Rechtsrat in Lindau in den Kommunaldienst, um dann von 1908 bis 1919 als Bürgermeister der Stadt Rothenburg sich um die Erhaltung der prächtigen Baudenkmäler dieser Stadt große Verdienste zu erwerben. Als Oberbürgermeister der Stadt Lindau (Bodensee) verhalf er nach dem Weltkrieg dieser Gemeinde zu großem wirffchaft- lichem Aufschwung. Schon früh fand Siebert den Anschluß an die nationalsozialistische Bewegung. 1932 wurde er Mitglied der nationalsozialistischen Fraktion im bayerischen Landtag. 1933 wurde er bayerischer Staatsminister der Finanzen, dann Ministerpräsident. Trotz der Größe seiner staats- und finanzpolitischen Aufgaben entwickelte er besonders in der ihm unterstehenden Verwaltung der staatlichen Schlösser eine außerordentlich schöpferische Tätigkeit. Nicht wegzudenken ist seine Arbeit aus der Geschichte der Deutschen Akademie, deren Führung er im März 1 ß39 übernahm. In kürzester Zeit -erlebte dieses bedeutsame Institut, auf vollkommen neue Grundlagen gestellt, einen gewaltigen Aufschwung. Bayern betrauert in ihm den Mann, der die bayerische Landesoerwaltung in wahrhaft nationalsozialistischem Sinne ausgestaltete und damit die Voraussetzung dafür schuf, daß das Land, ehemals Versuchsfeld separatistischer und konfessioneller Eigenbrötler, mitten in das Reich hin ein geführt wurde. Prof. Popitz zehn Jahre preußischer Finanzminister. Reichsmarschall Göring hat Staatsminister Professor Dr. Popitz aus Anlaß seines zehnjährigen Dienstjubiläums als preußischer Finanz- minifter in einem Handschreiben seine herzlichen Glückwünsche übermittelt und ihm feine Anerkennung für die dem preußischen Staate gewidmete schöpferische Arbeit ausgesprochen. Popitz (geboren 1884) stammt aus der preußischen inneren Verwaltung. Als Staatssekretär im Reichsfinanzministerium (1925 'bis 1929) schuf er die Grundlagen für bas in den Grundsätzen noch heute, geltende Reichs- steuersystem. So ist er der Schöpfer her Umsatzsteuer. Sein Ziel, die volle Finanzhoheit des Reiches zu begründen und auch für die den Ländern und Gemeinden verbliebenen Stenern reichseinheitliche Grundsätze zu schaffen, erreich' "r in der Reichssteuerreform von 1925. 1932 erstattete er das Gutachten über den Finanzausgleich zwischen Reich, Ländern und Gemeinden. Seine Grundsätze (starke Finanzaufsicht über die Gemeinden, Festsetzung der Anteile an der Einkommensteuer und Körperschasts- fleuer durch Finanzzuweisungen, Beschränkung des Gemeindesteuersystems auf die Realsteuern, Lastenausgleich zwischen den steuerkräftigen und steuer- schwachen Gemeinden durch Zuweisungen des Staates) sirzm westlichen nach 1933 verwirklicht wöv» den. preufbeni Finanzminister (feit 1.1L 1932) tersteheihm auch die großen industriellen Unxnehmun des preußischen Staates und die Hol)anvervung. So konnte er fein starkes künstlerhes Jnsse an den mannigfaltigen float* liehen ^uten Preußen zur Geltung bringen. Sein ftqC5 Jvsse an der Kunst, insbesondere des Alte^ums, an allen wissenschaftlichen Bestrebung^ tzestc er auch als Ehrenmitglied des „Archäoll^stchenstituts des Deutschen Reiches", als Präsiotziü ».Gesellschaft für antike Kultur^ und als Vorsirt der „Gesellschaft für Theater« geschichte". Freiherr Oreytagh-Loringhoven lestorben. Im 64. 1>Wr starb in Breslau der preußische StaaH d Reichstagsabgeordnete Prof. Dr. Axel Ji^Won Freytagh-Loringhoven. Der Verstorbene jaber der Goethe-Medaille und Mitglied bei .Je für deutsches Recht, seit 1918 hat er sich In|Vi Kampf gegen das Weimarer System betei , ytagh-Loringhoven wurde 1878 in 2Irenbsbu|viDlanb geboren. Seine akademische ßaufbi inn er 1908 an der Universität Petersburg, 0° Professor 1911 nach Dorpat und wurde 19t' ordentlicher Honorarprofessor nach Breslau 1934 wurde er hier orbent= lidjer Professor ölkerrecht und Internationales Recht mit dem alter vom 13. 8. 1920. „Grerr-Regimenter. * Nachdem der > vor kurzem für die S ch üt* zen - Reai m e der Panzerdivisio- n e n die Bezeick „Panzergrenadiere" besohlen hat, erhalten numtliche Infanterie. i n t e r Ausnahme der Jäger- und Gebirgsjäger-Re;er die Bezeichnung „Grenadier-Regimenter" Mannschaftsdienstgrade der Grenadier-Regim erhalten die Bezeichnung „Grenadier" undrgrenadier". Den Regimen- tern, deren Tradauf Füsilier- bzw. Schützen- Regimenter der Armee zurückgeht, kann die Bezeichnung „f i e r - R e g i m e n t" bzw. „S ch ü tz e n - R e> n t" verliehen werden. Die Angehörigen heileren Einheiten, wie Sicherungseinheiten umdesschützeneinheiten, behal« ten wie bisher iZezeichnung „Schütze" und „Oberschutze". StabsinlendmdOberfeldintendant Das Oberkommder Wehrmacht hat geneh. migt, daß Wehrweamte (Heer) künftig fol« genöe Amtsbereich führen: Intendantur, assessor — a.p. Etenbant; Intendanturrat mit bem militärischen je eines Hauptmanns —. Stabsintendant;, J.nturrat mit dem militäri* fefjen Range einesirs — Dberftabsintenbant; Dbermtenbanturrat)erfelbintenbant. Die Wehrmachtbeamten d B.. V. führen die entsprechen, den Dlenstbezelchnu 36. (56mg in Weimar. Die führenden V des Deutschen San« gerbund-s fjattr in Weimar zum 36. San. gertag uepmnmell, eine Arbeitstagung vor. ausging. Sie Arbeiidem Gebiet des Männer, chorgefangs und butschen Liedes war das a.hema der Zusamc. Stellvertretender Bun- desfuhrer Ob-rburgter Memmel (Würz, bürg, gedachte der Kampf für Deutschlands Zukunft selatoen er und erwähnte unter den ^.vtea der beützten Jahre den kürzlich o-rstorb-mn Sangeesführer Albert Mei. ster, der leit 1934.er Spiße des Deutschen Sängerbundes stand.einem Rückblick auf die Arbci der vergang-Jahre wies er au die Fruchte d-r Zuiwnm.it mit dem NS.-Kultur- roc.r/ ^5^^?!^kammer hin. Der kom- mis,arische Amtsleüe Hauptamt Sui. der NSDAP. Oberbann- u m ??"te. daß das national- sozialistische Volkstultk i>er Brückenschlag zur Zusammenarbeit der & mit dem Sängerbund ^nr^rSOh £rc,ferierte dann über dis Kulturbedeutung des ^n Männergesangs. toue deulszeimschulen. 3" ^k"^«?^ervräfidenten Merzen. *r,i Marschler ;r Znfpektor der Ratio- Erz'°hu»a,ten und der Deutschen Heihmeyer/ in (a®ur*l3) unb in Wickers. (2?.Än?enLj"lf’e °°n württembergi. E u"h. thnrmgischeiernatsschulen zu Deut. *X?f'°rd ^e sind vor uuna der Jungen und ^°^'" <-stnnmt. zu Erziehung dos Eltern. Haus nigt ooll m be e ift Bevorzugt auf. renben Glut von Haß, Empörung unb Idealismus für das Wahre, Gute unb vor allem für das Gerechte, unb während ich damals mehr Bücher las, war Franke damals mehr für Fußball gewesen. Er war für Elektrizität und legte in der Wohnung feiner Eltern so viele Drähte und Verbindungen an, bis seine Mutter mit feinem Vater sprach und der Vater ihm bann (mit innerlichem Bedauern) den „Unfug" verbot. Ich machte ihm feine Aufsätze unb er mir meine Mathematik. Er hatte einen schlimmen Feind, das war dieser Otto ... Jetzt habe ich vergessen, was für ein Otto. Dabei war es damals ein überragend wichtiger Otto gewesen, er führte eine schwere Pranke, und als ich einmal zu ihm hingegangen war. um ihn un Namen der Gerechtigkeit unb des Edelmutes auf« zufordern, fortan Franke nicht mehr zu hauen ... Kurz unb gut, ich war sroh, nicht auch noch verhauen zu werden. Und dann diese anderen Erinnerungen. Ich erinnere mich an meine beständige Mahnung: „Du Franke, laß bas!" Er fragte bann stutzig: „Meinst bn?" Da ich es bringend so meinte, ging er oftmals in sich und „ließ das". Seine Eltern luden mich gern zum Kaffee ein. Sie sahen in mir den guten Einfluß auf ihren Sohn. Ich brachte immer schön- gefärbte Lugen über ihn an, so daß er zu Hause ZU Ansehen tarn. Dafür kam er getrost auch zu meinen Eltern und genoß dort seinerseits Ansehen. Wir haben fest und eng unsere Jugend gemeinsam gehabt. Das Indianerliche war schon vorbei, aber wir trieben genug anderes, besonders Ideen, lange Wanderungen und den Streit darüber, wozu eigentlich „Weiber" da seien, dieses unnütze, hinderliche. wunderliche, Überempfindliche Geschlecht, das nichts als Umstände brachte. Wir waren uns einig darin, später nicht zu heiraten unb somit klü- ger zu fein als alle anderen Menschen. Wir wollten uns, statt zu heiraten, gemeinsam ein Segelboot kaufen. Dann verzogen seine Elter«, und er zog mit Seitdem war er verschollen. In der Jugend schließen sich Lücken rasch. Und nun, hier, saß er vor mir und war in der langen Zwischenzeit ein besserer Herr geworden. Er „leitete" sogar. Schon allein seine Aktentasche aus Schweinsleder bewies bas Er war einer von diesen Männern geworden, die Männer sind, ernst zu nehmen und mit Schneide versehen, richtig scharf. Diese Männer machen Anstellungen, Versetzungen, Genehmigungen, sie verweigern sogar die Genehmigung, sie machen die folgenschwersten größten Sachen, sie bereiten oft genug sogar Schicksal. (Und sind nichts weiter als großgewordene Schuljungen!) Aber daran erinnern ste stch nicht. Keiner ist da, der ihnen zuruft: „Du Franke, laß bas!" Slber freilich, so sind wir alle, die wir heut dreißig Jahre hinaus sind über Untertertia und Obertertia. Wir sind erwachsene Männeb geworden und handhaben den Betrieb. Es kommt mir nur so kornisch vor. Ich, zum Beispiel, weiß immer, wer ich bin, unb bas kommt mir oft genug mangelhaft vor, ach Gott! Und ich denke im stillen, wie ich Franke so sitzen sehe: „Das ift doch auch bloß Franke, weiter ist er doch nidjts!" — ich möchte direkt sagen: „Du, Franke, laß bas!" 2lber nein, er würde heut nicht auf mich hören. Da sitzt er, hat einen dicken, starken Kopf bekommen, einen Siegelring, eine goldene Uhrkette, er 'n verheiratet, er leitet einen Betrieb. Er kann sogar Rundschreiben erlassen. Wie er hier Bier gefordert hat, hat es der Ober sofort gebracht. "Np", fragt er mit einem seiner Blicke auf mich „unb was treibst du nun?" 1 Da muß ich mich beinahe schämen. Wenn ich auf diese ijrage antworten wollte, ehrlich, müßte ich erst hrnwegsteigen über Zweifel, Bedenken und manche Erkenntnis meiner Unfertigkeit, beim aus- ernen werbe ich nie, während er, Franke, von joldjer Krankheit nicht ergriffen werden kann. Unten, wo er sitzt, ist alleq breit unb vollgewichtig, auch rin i ?V.. Schultern und im fein er aUfjjnfö^ni)I’^e5 Vorhanden- SranteJag^iasr^ ^en: Diele Mahnung ™n,Q( möglich geme[en, n«nrt fa mit Stofi , Herr Fkan?-"! und schüi. wir uns wiedergesehen 63 6ann- ha6 Aus einem mdenbuch^ vor rvv,h„n. gerier, Ast Äty =ßen Römer chre ÄXtn6VÄ Sreuben der Muße und »em sie dann ML“hus’ sunuttchm mußten. v-^^^mSt-dtleben dem baTbei^Tgreifegu5^61?6“4" entftan‘ T°»--Iich, ° am Arge. °nS 2 zu zahlen hatte. toumme Hans Thyriot. Die Ausstellung wurde am haft und anschaulich verdeutlicht. Morgenfeier im Theater: Neue Tänze am mit Das nung Kazue kannt. wurde Sonntagoormittag einführenden An» Oberhessischer Kunstverein Kollektiv-Ausstellung Hellmuth Mueller-Leutert. Fingerspitze seine Augenbrauen nachzog, eitel wie ein Pfau und ebenso überzeugt von seiner Unwiderstehlichkeit. Er lächelte sich selbst zu. Alles spielte sich in wenigen Sekunden ab. Was in diesem Sekundenbruchteil in mir selbst vorging, kann ich nur sehr schwer und vielleicht nur undeutlich erklären. Am wenigsten war es der Gedanke, daß es ein heimlicher Mord sei, der mich etwa hinderte, die Pistole hochzureißen und Gonzales eine Kugel in den Schädel zu jagen. Vielmehr war es eine grenzenlose Ernüchterung, die sein Anblick in mir bewirkte. Es war, als hätte mich ein blitzartig wirkendes Medikament plötzlich aus einem Fieber — oder Rauschzustand gerissen —" Brackmanns Hände fuhren tastend durch die Luft. Er sah Karen und Forester ein wenig verwirrt an, als zweifle er daran, daß es ihm gelingen werde, die richtigen Bilder und Worte auszufinden. „Er saß da in seinem Wagen vor mir, elegant und, fast möchte ich sagen, aufgedonnert wie eine Dirne. Und dabei hatte ich'das Gefühl, er würde immer kleiner, genau so, als betrachtete ich ihn durch ein umgekehrtes Opernglas. Mein Gott, es ist so schwer zu sagen, aber versteht ihr? Jahrelang hatte ich mich in den Gedanken verstrickt, daß Gonzales kein Mensch, sondern ein Dämon und die Verkörperung des Satanischen in der Welt sei, den man vernichten müsse, so wie früher die Ritter auszogen, um Drachen zu töten. Ohne Maßstab für die Wirklichkeit hatte ich mich in den Jahren der Gefangenschaft in Vorstellungen von dieser Endabrechnung hineingesteigert, tue auch die Gestalten von Gonzales und der Perano ms Uebermenschliche und Gigantische hatten wachsen lassen. Diese verzerrten und überhitzten Bilder platzten in dem Augenblick, in dem ich Gonzales vor mir sah, wie Seifenblasen auseinander. Ich kam mir plötzlich so furchtbar töricht vor, und Gonzales erschien mir in seiner Eitelkeit so unsagbar lächerlich, daß ich das Gefühl hatte, jahrelang in einem Wahnsinnszustand gelebt zu haben. Und in die Wirklichkeit zuvuckgerchen, erkannte ich. Programm gab einen erfreulichen fleißigen Arbeit der Tanzgruppe einige neue Kräfte heraus. Aus Trio von Grieg erwiesen sich die Hellmuth Mueller-Leutert zeigt in deck Räumen des Oberhefsischen Kun st verein s eine Ausstellung neuerer Oelgemälde, Aquarelle, Graphik und Plastik. Das Bild dieser Ausstellung im Ganzen ist Aufriß und Querschnitt zugleich-, es erweist die Breite wie die Tiefe einer künstlerischen Produktion, die zu betrachten der vor wenigen Wochen begangene 50. Geburtstag des Künstlers den willkommenen äußeren Anlaß bot: man erhält hier eine Vorstellung von der Entwicklung, die Mueller-Leutert in den letzten Jahren und Jahrzehnten durchlaufen hat — wovon man sich durch die reizvolle und aufschlußreiche Vergleichung älterer und jüngster Bilder überzeugen kann — wie von der Vielfalt künstlerischer Ausdrucksmitteln und Aussageformen, die ihm zu Gebote stehen. Die Plastik ist in diesem Zusammenhänge zwar nur durch die strenge und großlinig geformte, repräsentative Führerbüste aus der Universität vertreten, aber das Gesamtbild erfährt schon von hier aus einen entschiedenen Akzent und eine kennzeichnende Bereicherung. Die Malerei dominiert und innerhalb der Malerei das Oelbild; was ihre Gegenstände betrifft, so gibt die Ausstellung, mit Geschick und Geschmack ausgewählt und angeordnet, einen Eindruck von den wichtigsten Motivkreisen: Landschaft, Porträt, Stilleben; nur die figürliche Komposition großen Stiles ist hier nicht vertreten. Ueberblickt man das Ganze, so wird man zunächst die ruhige Gegenständlichkeit wahrnehmen, das vorwiegend sachlich empfundene Abbild der Welt, das sich hier in Formen und Farben spiegelt; man wird, darüber hinaus, aber an diesen Bildern — wir nennen als Beispiele etwa „Die Wolke", „Vorfrühling an der Lahn", „Apfelernte", „Stilleben mit blauer Vase" — verfolgen können, was über die schlichte Wiedergabe der Natur hinausweist; was, grundsätzlich gesprochen, das Gemälde von der Photographie unterscheidet: die Phantasie oder, nach einem berühmten Wort, das künstlerische Temperament, dprch das jeweils ein Stück Natur gesehen und dargestellt wurde. ruhiger, neutraler Hintergrund stellungen gewinnen ließe. und stellte auch dem einleitenden „Erdgeister" aus tänzerisch interjapanische Informationsbüro gab die Ernen- des früheren japanischen Finanzministers Aoki zum ersten Großostasienminister be- Der bisherige Vizeaußenminister Pamamoto _____Vizeminister des neuen Ministeriums. Aoki wies darauf hin, daß einer der Gründe zur Bildung des Ministeriums die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen der Regierung und dem Oberkommando der japanischen Wehrmacht gewesen sei. Die dritte Morgenveranstaltung am Sonntagvormittag brachte eine Folge neuer Tänze, einstudiert und choreographisch geleitet von der Ballettmeisterin Inge Berg, am Flügel begleitet von Elfriede Fischer und Carl Willy Hahn. Das Eindruck von der Die dem Gesamtwerke eines einheimischen Künstlers gewidmete Ausstellung mag ein verheißungsvoller Auftakt zu neuer Arbeit sein, mit der der Kunstverein seine schönen Räume ihrer ursprünglichen Bestimmung wieder zuführt. Besonders begrüßenswert wäre es, wenn sich, mit geringen Mitteln, durch Ueberstreichung der Rupfenwände ein ' für künftige Aussehr beachtenswerten Stand des Volkskunstschaffens in allen Kreisen der bekufstätiaen Schichten. Ein kleines Orchester der Luftwaffe leitete die abwechslungsreiche Vortragsfolge stimmungsvoll ein und erfreute im weiteren Verlaufe der beiden Unterhaltungsstunden doch mit einigen musikalischen Darbietungen. Unteroffizier T h u r n i e r wirkte als guter und einfallsreicher Ansager, dessen Späße starke Lachsalven auslösten. Als Sänger erfreute Obergefreiter König mit einigen Liedern, die mit schönen stimmlichen Mitteln geboten wurden. Frl. Nicolaus von der Betriebsgemeinschaft der Bezirkssparkasse und Frl. Vomend aus Friedberg leisteten mit ihren schön gesungenen Liedern ebenfalls erfreuliche Beiträge zu der guten Unterhaltung. Die Tanzgruppe der Didier-Werke, Mainzlar, und die Volkstanzgruppe von Mainzlar brachten Volkstänze und Ballgymnastik, die von fleißiger Lernarbeit Zeugnis ablegten. Aax Büttner von der Betriebsgemeinschaft Druckerei Christ wartete mit einer Reihe unterhaltsamer Zauberkünste auf, die viel Spaß machten. Der kleine Schüler Gerhard L i l l e r aus Gambach erwies sich als ausgezeichneter Lylophonsolist und als Pfeiskünstler, der auf den Fingern virtuos zu pfeifen versteht. Als Akkordeonsolisten erfreuten Unteroffizier Witt und Flieger Baßler mit schönen Darbietungen. Die oberhessische Mundart brachte August Hammel von der Betriebsgemeinschaft Stempel-Kreuter mit einigen hübschen Schnurren zur Geltung. Frl. Schmidt von der Betriebsgemeinschaft Opel, Friedberg, erwies sich als ausgezeichnete Tänzerin. Die Tanzgruppe der Bezirkssparkasse Gießen zeigte in reizenden Gemeinschaftstänzen ebenfalls ihr gutes Können. Sämtliche Darbietungen wurden verdientermaßen mit reichem Betfall aufgenommen und damit den Mitwirkenden sowie der NSG. „Kraft durch Freude" der Dank der vielen Besucher für die beiden schönen Stunden zum Ausdruck gebracht. * ** Ein Siebzigjähriger. Der Sozialversicherungsbeamte i. R. Karl August Spitz, Hamm- straße 19 wohnhaft, vollendet am morgigen Dienstag, 3. November, sein .70. Lebensjahr. Der Jubilar ist durch seine mehr als 40jährige Tätigkeit bei der Ortskrankenkasse Gießen in weiteren Kreisen bekannt aeworden. Auch wir bringen ihm unsere herzlichen Wünsche zum Geburtstäg und für einen schön- nen Lebensabend dar. Verdunkelungszelk: 2. November von 17.52 bis 6.51 Uhr. undzwanzig Jahre älter als Malte war. Er lächelte Karen zu. y2Iber er konnte sie nicht mehr täuschen. e Der winzige Augenblick, in dem er seine Haltung 1 außer acht gelassen hatte, genügte, um Karen er» kennen zu lassen, daß seine Tapferkeit und sein Lächeln Masken waren, hinter denen er tiefste Mutlosigkeit und Enttäuschung verbarg. Er war fertig, und seine Widerstandskraft war gebrochen. „Malte!" Forester wandte sich ab und starrte in den glühenden Tag hinaus. Er wollte es nicht sehen, wie sie sich dem anderen in die Arme warf. Santacilla zögerte sekundenlana, die Tür zu öffnen und die Aufseher hereinzurufen, die Brackmann zurückführen sollten. Brackmann streichelte behutsam Karens Schultern — „Die Geschichte sieht ziemlich böse aus", sagte er leise und führte sie sanft in ihren Stuhl zurück, „aber noch liegt kein Grund vor, den Kopf hängen zu lassen —" „Du sollst den Mut nicht verlieren, Malte, du!" Santacilla räusperte sich scharf und öffnete die Tür. „Senor Brackmann —" Forester trat ins Zimmer zurück. Er streckte Brackmann die Hand hin. „Was in meinen Kräften steht —", murmelte er. Brackmann drückte ihm die Hand: „Ich danke Ihnen, Doktor!" sagte er herzlich und leise fügte er hinzu: „Bringen Sie Karen nach Buena Esperanza zurück, das sind keine Geschichten für eine Frau." Forester nickte, aber er hob gleichzeitig die Schultern, als ob er sich alles andere zutraue als gerade die Erfüllung dieses Wunsches. Brackmann drehte sich kurz um und verließ das Zimmer. Die Aufseher nahmen ihn draußen in Empfang. Santacilla schloß geräuschlos die Tür und kehrte zu seinem Schreibtisch zurück. Er ließ ein paar Minuten verstreichen, die er damit ausfüllte, sich geschäftig Notizen zu machen. Forester und Karen beobachteten ihn schweigend. (Fortsetzung folgt) bei starkem Besuch mit einer , , spräche von Professor Dr. Meyer-Barkhau- s e n eröffnet, der zunächst an den 50. Geburtstag des Künstlers als den eigentlichen Anlaß der Ausstellung erinnerte und darauf hinwies, daß hier im wesentlichen das Werk des Landschafters mit Bildern aus den Jahren 1939 bis 1942 gezeigt werde. Als charakteristische Merkmale von Mueller-Leuterts Landschaftsdarstellung bezeichnete Professor Meyer- Barkhausen eine dem Monumentalen' zustrebende kraftvolle Komposition, ausgeprägtes Raumgefühl und ein höchst differenziertes Farbempfinden; dies wurde in der Erläuterung einzelner Werke beifpiel- daß ich jetzt nie dazu fähig fein würde, die tödliche Abrechnung, die ich mir vorgenommen hatte, tatsächlich zu vollziehen." Brackmann schwieg. „Das ist doch alles so klar wie die Sonne!" ries Forester laut. Karen sah Santacilla an, als wolle sie die geheimsten Gedanken hinter seiner Stirn ergründen, aber sein Gesicht war undurchdringlich. „Was geschah dann weiter?" fragte er kurz. Brackmann befeuchtete fid) die Lippen: „Eigentlich nichts mehr. Der Diener erschien wieder und brachte Gonzales die Taschenlampe. Er gab Gas, stieß rückwärts auf die Straße, wendete kurz und fuhr, ohne daß die Scheinwerfer seines Wagens mich trafen, in der Richtung des Korsos davon. Ich konnte mein Versteck verlassen. Leider benutzte ich bei meiner Rückkehr ins Hotel den Hofeingang, sonst könnte der Padrone bezeugen, daß ich noch vor elf Uhr mein Zimmer aufgesucht habe." Santacilla bog das Nickellineal zusammen und ließ es zurückschnellen. „Ja, das ist wirklich bedauerlich", sagte er mit dünnen Stimme. „Mein Gott, genügt Ihnen Brackmanns Aussage denn nicht?" rief Karen aufspringend. Ihre Augen blitzten zornig. Santacilla hob die Schultern em wenig. __ , ,f „Ich fürchte leider", sagte er mit einem Tonfall, als bäte er Karen, feine Haltung und Meinung als neutral anzusehen, „daß Brackmanns Darstellung nicht überall auf soviel Einsicht stoßen wird wie bei Ihnen, Senorita Orgassa." » Er wandte sich an Brackmann: ,Haben eie Ihren Freunden oder mir sonst noch etwas mitzuteilen. Brackmann schüttelte den Kopf. Dann —", sagte Santacilla und ging langsam zur Tür. Brackmann erhob sich. Er stemmte sich mfc ben Armen hoch, als wäre er nicht mehr elastisch genug, um sich ohne diese Unterstützung auszurichten. Es war die Bewegung eines alten Mannes. So mochte sich vielleicht Jens Orgassa erheben, der fünf« dramatischer Fülle und Leuchtkraft steigert. Don den Bildnissen haben wir das Damenporträt in Blau und Gelb seinerzeit eingehend betrachtet; ihm stehen hier zur Seite das in sparsamen Tonwerten prachtvoll ausgewogene Bildnis der Malerin Lotte Bingmann-Droese und das neue Selbstbildnis mit dem ganzen Zauber der subjektiven Wesensspiege- lang. Die benachbarten „Fischerboote in blauer See", in deren intensiver Farbigkeit ein Aroma von Salzwasser und Meerwind sich mitteilt, mögen stilistisch zu den Aquarellen überleiten; in ihnen empfindet man den hohen improvisatorischen Reiz der Wasserfarbenmalerei, das Lockere, Fließende, Andeutende dieser Technik, am zartesten in der farblichen Delikatesse der Landschaften „Am Knüll und „Im Hafen". Eine von Mueller-Leutert kultivierte graphische Spezialität ist die Rohrfederzeichnung; auch hiervon bringt die Ausstellung Proben. In diesen stilistisch übrigens sehr variablen Blättern korrespondieren lineare Klarheit und kühle Präzision mit überraschend malerischen Wirkungen und einer durch großflächige Aussparung erzielten Plastik und Raumtiefe. Thematisch paraphrasiert die Gruppe ein Hauptmotiv des malerischen Werkes. — Aus -er Stadl Gießen. Stiller November. Wenn der November ins Land zieht, dann ist es endgültig aus mit dem farbigen Spiel, das uns der Sommer zum Abschied bescherte. Nichts bleibt mehr von der Leuchtkraft, die noch der Oktober in den Bäumen zu entfachen wußte, nichts mehr von den letzten zarten Kindern der Flora in den Gärten. Der November tilgt alles, was etwa noch sichtbar war vom Wirken des vergangenen Sommers. In den Straßen und Anlagen tritt der Fuß auf nasse Blätter, düstere Monotonie scheint in dem kahlen Strauchwerk zu wohnen, und auf den Wegen, die noch vor wenigen Wochen von vielen Spaziergängern belebt waren, ist es still und einsam. Man kann nicht sagen, daß sich der November besonderer Sympathie erfreut. Die Begleitumstände seines Regiments sind vielmehr unerfreulich für alle, die die Wärme und den lebenspendenden Sonnenschein lieben. Aber es läU sich nicht von der Hand weisen, daß auch er eine wichtige Mission zu erfüllen hat. Wenn er mit Nebel und Kälte die letzten Erinnerungen an den Sommer auslöscht und mit Sturm und Regengüssen alles Morsche hinwegfegt, bann wirkt er als Vollstrecker eines ehernen Naturgesetzes. Stirb und Werde ist der Sinn dieses Naturgesetzes. Alles, was vergänglich ist, muß in den Staub sinken, wenn es schöner wiedererstehen soll. Darum ist ein Frühling auch nur möglich, wenn ein November und ein Winter vorangegangen sind. Wer daran denkt, verübelt es dem stillen und nebligen Monat nicht, daß er seine Aufgabe ernst nimmt. Ohne schwindendes Tageslicht keine steigende Sonne, ohne melancholisches Hinwelken kein beglückendes Blütenwunder. H. W. Sch. Zwei Stunden Volkskunst. genommen werden Kinder von Gefallenen oder deren Väter als Hoheitsträger der Partei, Beamte oder Wehrmachtangehörige in den neu gewonnenen Gebieten eingesetzt sind oder ihren Wohnsitz öfters wechseln müssen, Kinder, deren Eltern sich im Aus- lanbe aufhalten und Kinder aus Orten, in denen Erziehungseinrichtungen fehlen. Die staatlichen Deutschen Heimschulen wollen durch einheitliche Führung und Ausrichtung ihrer Erziehungsarbeit als neue Stätten der Gemeinschaftserziehung ihren Bei- trag zur Erziehung einer neuen deutschen Jugend leisten. Nähere Auskünfte erteilt die Inspektion der Deutschen Heimschulen, Berlin-Grunewald, Königs- allee 11a. Schulhelfer. Der Reichserziehungsminister gibt bekannt, daß Schulhelfer-Vorbereitungslehrgänge im Herbst und Anfang des nächsten Jahres in Dortmund, Frankfurt a. d. O-, München-Pasing, Würzburg, Bayreuth, Güstrow, Elbing, Darmstadt, Schloß Tandalier und Innsbruck vorgesehen sind. Abschlußlehrgänge finden in Hirschberg, Lauenburg, Bayreuth, München-Pasing und Metz statt. Kleine politische Nachrichten. SA.-Gruppenführer Robert Scharm ann wurde mit der kommissarischen Führung des Amtes für körperliche Erziehung im Reichsministerium für Wissenfchaft, Erziehung und Volksbildung beauftragt. Ähormann trat bereits im Jahre 1922 in die NSDAP, und die SA. ein. Am Aufbau des Wehrsportes und der Leibeserziehung in der SA. bat er entscheidenden Anteil. Schormann steht als Oberleutnant an der Ostfront. ♦ Reichsjugendführer 21 r mann traf in Düsseldorf ein, wo er den bei den Luftangriffen auf die Zivilbevölkerung bewährten Einheiten der Hitler-Jugend einen Befuch abftattete. Einsatzübungen der Feuer- wehr-Hitler-Jugend zeigten den hohen Stand der technischen und körperlichen Leistungsfähigkeit dieser Sondereinheit. Mädel des Gesundheitsdienstes der HI. berichteten über ihre Hilfeleistungen in den Angriffsnächten, während die HJ.-Feldschere aus Düsseldorf Proben ihrer Ausbildung gaben. Der Führer hat innerhalb der Presseabteilung der Reichsregierung im Reichsministerium für Dolksaufklärung und Propaganda^den Ministerialdirigenten Hans Fritzsche zum Ministerialdirektor ernannt. « Der Führer hat dem kartographisch-wissenschaftlichen Leiter der Geographischen Anstalt Justus Perthes in Gotha, Prof. Dr. Hermann Haack, aus Anlaß der Vollendung seines 70. Lebensjahres in Anerkennung seiner Verdienste um die wissenschaftliche deutsche Kartographie die Goethe- Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Die NSG. „Kraft durch Freude" vermittelte gestrigen Sonntagvormittag im Gloria-Palast der zur Kulturwoche der NSDAP. Kreis Wetterau nachgeholten Volkskunstveranstaltung „Schaffende erfreuen Schaffende" den Besuchern zwei schöne unterhaltsame Stunden. Dabei wurde ausschließlich das Laienkünstlertum herausgestellt und hierdurch ein Einblick gegeben in die verschiedenartige schöne Freizeitgestaltung werktätig schaffender Menschen. Das Ergebnis der vielseitigen Darbietungen ist als erfreulich zu bezeichnen, denn es offenbarte einen Man wird überhaupt allen Wesensmerkmalen begegnen, die Mueller-Leuterts künstlerischer Persönlichkeit das Gesicht geben, und die wir kürzlich (Septembernummer unserer „Heimat im Bild") an einer Reihe typischer Beispiele zu verdeutlichen versucht haben; in den Landschaften aus der Bretagne, der Schwarzlach — das Motiv klingt in den „Burgen an der Lahn" wieder an — im Blumenstück und in dem Damenbildnis mit Hut —: der schon erwähnten Sachlichkeit verbindet sich die unpathetisch-männliche, jeder Spekulation auf eine Überrumpelung des Gefühls abholde Haltung und Handschrift; dem sehr eindringlich sich äußernden Raumgefühl (das auf anderer Ebene in der Plastik seine Formung gewinnt) entspricht ein Farbempfinden, das sich im Laufe der Jahre ungemein geläutert und verfeinert hat. Es kommt dabei weniger auf den Reichtum, die breite koloristische Skala der Palette an als auf die Nuancierung, Lockerung und Lichtung der einzelnen Tonwerte an sich und im Zusammenklang des Bildganzen. Wir haben in der „Heimat im Bild" schon zu zeigen versucht, welche beglückende Wirkung vom Erlebnis der französischen Landschaft mit ihrem eigentümlichen Licht, ihren spezifischen Farben und Formen auf die hier vorliegende Entwicklung ausgegangen ist. Davon mögen, neben schon erwähnten und ftüher besprochenen, eine Reihe neuer Bilder zeugen: „Straße in Laval", „Brücke über die Mayenne", „Partie im Park" und „Abend in der Bretagne". Dieser „Abend" scheint uns eines der feinsten und aufschlußreichsten Bilder der ganzen Ausstellung zu sein; man vergleiche damit etwa den viel früheren „Blick vom Balkon" und man mag erkennen, wieviel lockerer und duftiger, wieviel weicher und atmosphärisch reicher Mueller-Leuterts Malerei in den letzten Jahren geworden ist. Das Seestück, ein Lieblingsmotiv, zeigt in mancherlei Beispielen die breite Spanne der Ausdrucksmöglichkeiten — etwa von der großartig vereinfachten, fast stilisierten „Wolke" bis zu den neuen Atlantik- und Kanalküstenbildern, in denen sich eine früher oft verhaltene oder spröde Farbgebung zu Groteske gewendet, tanzten Jolande von Rohden, Hannelore Need und Barbara Stilkerich. Vor einer Spielzeugstadt (Dekorationen: Karl Löffler) entwickelte sich Dvoraks böhmische Volksweise im pantomimisch geführten Sextett zu einer heiteren, lebhaft rhythichsierten Tanzszene. „So tanzt man in Wien", eine Walzerfolqe von Strauß, versammelte zum Schluß noch einmal die Gruppe mit den Damen K r ö ck und Hamburg zu einer anmutigen Biedermeier-Suite. — Elfriede Fischer und C. W. Hahn bewährten sich als verläßlich begleitende Stützen des Ensembles und belebten die Vortragsfolge pianistisch mit Chopins ^-äur-Polo- naife und den „Libellen" von Schubert. — Die große Tanzgemeinde spendete vielen Beifall und 1 Blumensträuße. Hans Thyriot. der „Peer-Gynt"-Suite als das „ . , essanteste Stück; hier versuchte die diszipliniert zu- sammengefaßte Gruppe mit Katja K r ö ck und Leonore H u m b u r g etwas vom flackrig Elementarischen in der Bewegung wiederzugeben, während nach dem gefühlvollen Frühlingsidyll der „Baum" in der dämmrigen Beleuchtung nicht besonders ergiebig wirkte. Inge Berg und Katja Kröck zeigten im „Pas de deux“ (Chopin) ein sauber zusammengehendes, technisch korrekt behandeltes Duett im alten Stil auf Spitze. Jolande von Rohden tanzte locker und grazil den „Kleinen Walzer" von Schumann. Katja Kröck, die zu den talentiertesten und ehrgeizigsten Mitgliedern der Gruppe gehört, bewies tänzerisches Temperament und eine an das Motiv hingeaebene rhythmische Phantasie in der „Illusion". Leonore H u m b ur g brachte einen farbig und volkstümlich akzentuierten italienischen Tanz „Vor der Schenke". Ein luftiges, ein wenig skurriles Scherzo in Rot: der Schubertsche „Puck", mit dem Inge Berg einen augenfälligen Publikumserfolg erzielte. Die beliebte Humoreske von Dvorak, mit einer Kabarettnuance parodistisch ins Ein Mann rechnet ab Roman von Horst Biemath 39. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Ich mache Sie darauf aufmerksam, daß Ihre Aussagen gegen Sie verwandt werden können", murmelte Santacilla. Es war die übliche Formel, und es hörte sich an, als verwünsche Santacilla sie aus tiefstem Herzensgrund. „Ich habe Don Santacilla erzählt, daß ich kurz vor zehn Uhr abends in die Calle Stella embog, um mir das Haus von Gonzales anzusehen. Das Tor war verschlossen; während ich es aufzudrucken versuchte, ging plötzlich im Haus eine lur, unö ich verbarg mich hinter der rechten Sau e. Ich horte die Stimme von Gonzales. Er sprach mit einem Diener. Was er sagte, konnte ich nicht verstehen. Dann blitzten die Scheinwerfer eines Wagens aus, und während der Motor ansprang, lief der Diener auf das Tor zu und öffnete beide Flügel. Ich drückte mich so eng wie möglich in den Schatten. Der Diener, ein Neger übrigens, bemerkte mich nicht. Gonzales fuhr den Wagen rückwärts auf die Straße. Zwischen den Torsäulen hielt er an. ,Jch habe meine Taschenlampe vergessen!, rief er dem Neger zu, der daraufhin ins Haus zuruckeitte. Es dauerte höchstens eine Minute, bis er zuruck- kehrte. In dieser Minute zündete Gonzales sich eine Zigarette an. Ich sah sein Profil ganz deutlich vor mir. Er war keine drei Meter von mir entfernt — Brackmann zögerte sekundenlang: „Ich wußte, daß ich nie eine bessere Gelegenheit finden wurde, meinen Vorsatz auszuführen. Meine Hand tastete nach der Pistole, um sie geräuschlos zu entsichern. In diesem Augenblick beugte sich Gonzales vor und schattete das Deckenlicht ein. Ich wußte im ersten Augenblick nicht, warum er es tat, und dann sah ich, daß er den Rückspiegel zurechtrückte, den Mtttel- fmger mit der Zunge anfeuchtete und mit der nassen Die Proteste der Schweiz und der französischen Regierung gegen die Ueberfliegung schweizerischen bzw. französischen Gebietes durch britische Flugzeuge find bisher unbeantwortet geblieben. Der USA.-Außenminister Hüll empfing nach einer Meldung aus Washington, eine Rabbiner- Delegation, die ihn am 25. Jahrestag der Balfour- Deklaration an die Erfüllung der den Juden damals hinsichtlich Palästinas gemachten Versprechungen erinnerte. Hüll erklärte, er unterstütze das jüdische Verlangen nach einem „Nationalstaat der Juden" in Palästina. * Der nordamerikanische Ratgeber in Tschungking, Owen ßattimore, ist zum Leiter des pazifischen Büros des USA.-Kriegsinformationsdienstes in San Franzisko ernannt worden. Einer der drei Kandidaten für ben Posten des Rektors der Edinburgher Universität, D. C. C. Noung befindet sich im Gefängnis, weil er als Barsche oder der Schottischen Nationalen Partei sich weigerte, für England Heeresdienst zu leisten. In K i schinew fand die Eröffnung der Ausstellung „Befreites Bessarabien" statt, an der König Michael !., Königin-Mutter Helene, Staatsführer Marschall Antonescu, die Regierung, das Diplomatische Korps sowie zahlreiche Journalisten teil- nahmen. ' Haltung. Landkreis Gießen. heranreift. Beethovens Sonate op. 27, 2 moll — „M ondscheinsonate' und zum Verkauf. [3333D Gießen, den 2. November 1942. 05560 Georg Hebstreit, Bierverlag, fließen. 05559 nehmen. In stiller Trauer: 05563/ Iglo Ri r 3329 D/ 3325 d Gießener Baumschulen und Staubens ab. l 3332 V 3327C /PQLQ5T Olga Geyer geb. Kräuliger Dr. Ernst Geyer Noch dem Glanzbürsten Ihrer Schuhe mit weichem Wolltuch auspolieren. Auch dadurch spart man cis- die Bell nd Die glückliche Geburt eines Sohnes zeigen in dankbarer Freude an Gießen, 1. November 1942 Hindenburg wall 12 MehrFreude an der Natur durch Äermühler» Bücher! Iu verkaufen: 2 Kleiderschr., 1 Waschtisch u. 1 Nachttisch, Preis 150 RM. Leimenkauter- Weg 15, t. [055*7 Bestellungen nimmt Herr Abmann entgegen. Gebr. Scherer, Niederdieten Mittwoch, den 4. d§. Monats bringen wir bei Herrn AugustAtzmann,Dutenbofen erstklassige Ferkel gärtneret Eberhard Schwarz Fernruf 4082. Wolfgang Die glückliche Geburt eines kräftigen Jungen zeigen in dankbarer Freude an Käthe Haas geb. Schicker Ludwig Haas Gießen, den 81. Oktob. 1942 Ludwlgstr. 14 Das übervoll besetzte Haus entzündete sich zu höchstem Beifall. Das Band zwischen der Konzertgeberin und den Hörern würbe ständig enger und festigte sich durch immer neue Zugaben. Dr. Hermann Hering. An der nachgeholten Veranstaltung der Kulturwoche der NSDAP, im Gloria-Palast „Schaffende erfreuen Schaffende" nahm eine größere Zahl Verwundeter teil. — Am Sonntag war auf Einladung der Ortsgruppen mit ihren Gliederungen in Nonnen- roth und Watzenborn-Steinberg eine große Zahl Verwundeter dort zu Gast. Die gut verlaufenen Gemeinschaftsfeiern brachten frohe Unter- Lulse Hummel, geb. Winn; Minni Zinsen, geb. Hummel, und Familie; Otto Hummel und Familie; Hugo Hummel und Familie; Mellta Göthe, geb. Hummel, und Familie. Lieh, den 81. Oktober 1942. Die Beerdigung findet heute Montag, den 2. November, nachmittags um 3 Uhr, statt. 3330 D „A p p a s s i o n a t a" wurden zu persönlichen kenntnissen im Lichte letzter pianistischer Kunst äußerster musikalischer Durchdringungskraft. Ein lustiger Toblsfilm mit kräftigem Humor u. voller amüsanter Ueberraschungen. Harald Paulsen, Carla Rust Erika Helmke, Günther LOders Spielleitung: Paul Heidemann Mnsdiaa / Kulturfilm Täglich 2.30, 4.45, 7.30 Uhr Sonntags 2.00, 4.30, 7.30 Uhr Jugend hat keinen Zutritt! DMlM zu kaufen gesucht. Schriftl. Angebote unter 05498 an den Gießen. Anzeig. Briefkasten der Redaktion. £. $f. G. Ihre Anfragen sind nach dem vorgetragenen Sachverhalt nicht zweifelsfrei zu beantworten. In sachlicher Hinsicht ist noch manches zu klären, das für die Beantwortung Ihrer Fragen wesentlich ist. Wir empfehlen Ihnen, sich direkt entweder an das Sozialamt der Stadt Gießen, Gartenstraße 2, oder an das Finanzamt zu wenden. lich ist. Nach einigen weikereü Spielen wtrD Me' Mannschaft wieder ein festes Gefüge haben. Die Rüsselsheimer kämpften mit großem Eifer, und es gelang ihnen, schon nach wenigen Minuten mit vier Toren in Führung zu gehen. Erst nach längerer Zeit warfen die Flieger das erste Tor. Bis kurz vor Halbzeit stellten sie das Ergebnis auf 4:4. R. ging dann wieder in Führung, und bis Halbzeit stand es 5:4. Hinzu kam, daß der linke Verteidiger der Soldaten, Strathmann, gleich zu Beginn des Spieles verletzt wurde und für längere Zeit aussetzen mußte. Dieser Zwischenfall hatte hatte die LSV.-Mannschaft stark aus dem Konzept gebracht. Trotz dieser Schwierigkeiten glichen sie immer wieder aus, und drei Minuten vor Spielende stand es 8:8. Sie waren bemüht, das Ergebnis wenigstens unentschieden zu halten, konnten aber nicht verhindern, daß Rüsselsheim noch zum neunten Tor kam. Damit ist für den LSV. eine günstige Gelegenheit, den Tabellenstand zu verbessern, verlorengegange». Wie bereits erwähnt, bewährte sich die neue Aufstellung noch nicht als Mannschaftseinheit. Mit Sicherheit wird aber bei weiteren Spielen das Zusammenspiel wieder geformt werden und die Mannschaft zu den gewohnten Erfolgen kommen. Handball im Jungvolk. Iungstamm 1 — Iungstamm 2 22:10 (8:5). Iungstamm 2 — Iungstamm 1 5:11 (2:7). Daß der Iungstamm 1 auch im Handball eine führende Stellung einnimmt, hat er mit zwei eindeutigen Siegen bewiesen. Sowohl in Gießen als auch beim Rückspiel in Lich mußte der Jungstamm 2 eine klare Niederlage einstecken. Technisch und taktisch war der Jungstamm 1 weit überlegen. Der wurfkräftige Sturm des Jungstamm 1 sorgte fük die zählbaren Erfolge. Trotz der großen Abfuhr war der Jungstamm 2 stets ein ritterlicher Gegner. Deutsche Knegsvereinsmeisterschasten der Frauen im Sporfgau Hessen-Nassau 1942. Bei den leichtathletischen Deutschen Kriegsmeisterschaften der Frauen im Jahre 1942 nimmt der Männerturnverein Gießen im Sportgau Hessen-Nassau in der Klasse B II die erste Stelle mit 5819,12 Punkten ein, vor Rb.-Sportgemeinschaft Rot-Weiß Frankfurt a. M. mit 5203,34 und Postsportgemeinschaft Frankfurt a. M. mit 5205,36 Punkten. Kurze Sportnotizen. Das 1. Faustball-Reichsturnler der H I. wurde in Frankfurt a. M. abgewickelt. Das Gebiet Schwaben (Tv. Neu-Ulm) siegte im Endspiel mit 35:28 Punkten über das Gebiet Westfalen (Tv. Bocholt). Auf den dritten Rang kam das Gebiet Oberdonau vor Niederschlesien, Hessen-Nassau und Bayreuth. Für unsere Verwundeten. In einem Lazarett musizierte eine kleine Kapelle der Marine-HI. unter Führung von Landgreve und Zutt mit fröhlichen modernen Weisen. — Der Intendant des Theaters der Universitätsstadt Gießen hatte zu allen Vorstellungen in der vorigen Woche einige Verwundete>hiesiger Lazarette eingeladen. — Zeitungsträgerin gesucht Verlaß des Gießener Anzeigers 3311 D ^HPHARMAZr^ des Akkordlichen ebenso ausschwingen, wie sie das polyphone Gewebe der Stimmen (Bvch-Fuge) mit leuchtender Klarheit der individuellen Linie erfüllt. Die „Symphonischen Etüden" von Robert Schumann zeigten so recht, wie in diesen vielfältigen Ausdrucksstudien ein neuer Klavierstil Statt Karten! Für die uns anläßlich unserer Goldenen Hochzeit erwiesenen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten danken wir herzlichst Heinrich Schwarz, Postass.LR. und Frau Anna Maria, geb. Eiffert Gießen, den 2. November 1942 Wetzsteinstr, 14 erster Linie für ernstere Fälle verfügbar sein, wo sie der Arzt ausdruaiidi verordnet. Darum: sei audi Du hier verständnisvoll! Gießener Konzertring Klavierkonzert Professor Elly Ney. Nankenlose Brombeeren eingetroffen. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen treuen, innigstgefiebtenMann, unseren liebevoll sorgenden Vater, Schwiegervater und Großvater Julius Hummel Fürst!. Küchenchef i. R. nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, im Alter von 75 Jahren, zu sich zu Rollschuhlauf. Ab Montag, den 2.Nov., findet unser Rollschuhkurs in der Reichsbahn-Turnhalle am Aulweg statt Kinder üben montags v. 18-19, Erwachs, montags v. 19-20 Uhr Kursusgebühr: 20 Stunden Gebühr RM. 8.-. Leihgebühr f.Roll- schuhe RM. 20 pro Stunde. [3326ö Die Deutsche aA NSG. „Krall Äröeilslront Durch Freude' Kreisdienstst. Wetterau Nidit jedes Heilmittel ist rezeptpflichtig; der Apotheker wird trotzdem heule mitunter eine ärztliche Verschreibung verlangen. Ist das Ungefälligkeit? Keineswegs! Heilmittel — auch unsere bewährten Präparate — müssen jetzt in Putzfrau für die Abendstunden gesucht Siebener Jlnzeiger Schulstraße 7 33I9 D dem deutschen Sturm manches Rätsel auf. Läuferreihe und Sturm waren durch Ersatz etwas geschwächt. Wölff ünd Kokotovic waren noch die besten Einzelspieler. Fußball in Gießen. 1900 -r LSV. Gießen 1:5. Die Blau-Weißen hatten wieder einmal Hoffnungen gehegt. Umsonst, denn die plötzlich eingetretene Versetzung der drei Gastspieler, die ernstliche Erkrankung von Ammonn und Grösch machten eine fast vollkommene Mannschaftsneuaufstellung erforderlich. Welche Schwierigkeiten dies in der heutigen Zeit bedeutet, braucht wohl nicht näher erläutert zu werden. Gegen einen schwächeren Gegner hätte es mit dieser Besetzung, besonders mit der Leistung der Fünferreihe, vielleicht zu dem einen oder anderen mehr gereicht. Gegen den LSD., der gestern wohl auch nicht seine beste Form zeigte, waren die Leistungen jedoch nicht dergestalt, um entscheidenden Einfluß zu haben. 1900 1. Jgd. — Lich 1. 3gb. 6:0. Die Jugend der Blau-Weißen zeigte, daß sie immer noch eine gewisse Spielstärke besitzt. Gegen die körperlich weit überlegenen Gäste aus Lich wurde ein beachtlicher Sieg errungen. Handball-Gauklasse Der LSV. Gießen verliert in Rüsselsheim S;9 (4:5). 2m gestrigen Spiel gegen die Tgm. Rüsselsheim war der LSV. Gießen gezwungen, mit allzu viel Ersatz zu spielen. Zu ersetzen waren der Torwart, der Mittelstürmer und der Mittelläufer. Obwohl die Ersatzleute mit bestem Einsatz kämpften, avar es, das liegt an der blitzartigen Schnelligkeit der Handballspieler, nicht möglich, der Mannschaft die. Einheit zu geben, die zum erfolgreichen Spiel erforder- - - -..... Kietzen, 05479 a.d. G.A. Marb. Str. 65. Fußball-Länderspiel. Deutschland schlägt Kroatien 5:1 (2:0). In Stuttgart, wo Deutschland noch kein Fußballländerspiel verloren hat, wurde am gestrigen Sonntag auch das dritte Ländertreffen gegen Kroatien zu einem eindrucksvollen Sieg gestaltet. Mit 5:1 (2:0) Toren errang die deutsche Vertretung einen in diesem Ausmaß verdienten Sieg, den in der Adolf-Hitler-Kampfbahn 50 000 Fpßballfreunde bejubelten, darunter als Ehrengäste der kroatische Gesandte in Berlin,, Dr. Alajbegovic, Stuttgarts Oberbürgermeister Dr. Strölin und Deuffchlands erfolgreichster Jagdflieger Major Graf. Auf deutscher Seite kam der Hamburger Adam- kiewicz erstmals zu Länderspielehren, während Spielführer Paul Janes nun schon zum siebzigsten Male (!) die deutschen Farben vertrat. Der Düsseldorfer begann übrigens seine Laufbahn als Nationalspieler vor genau zehn Jahren; am 30. Oktober 1932 stand er erstmals gegen Ungarn in der deutschen Länderelf. Die deutsche Elf erreichte zwar nicht ihre Berner Glanzform, aber sie war doch stark genug, um auch diesen Kampf gegen Kroatien sicher zu gewinnen. Dem Spiel fehlten die ganz großen, erlebnisreichen Höhepunkte, und bezwingend schöne Aktionen des deutschen Sturms sah man seltener als in Bern. Sie brachten aber die Tore, während dazwischen viel Leerlauf lag. Einen nachhaltigen Eindruck im deutschen Sturm hinterließ wieder Fritz Walter, und Willimowski bewies erneut 'seine Gefährlichkeit vor dem gegnerischen Tor. Großartig stand die Deckung, voran der unüberwindliche Hamburger Rohde. Auch Adamkiewicz führte sich gut ein. Die Kroaten gaben über eine Stunde lang einen gefährlichen Gegner ab. Glaser, Brozavic und Dubac verteidigten ihr Tor mit viel Erfolg und gaben * Ruttershausen, 31. Okt. Am gestrigen 30. Oktober feierte das Kriegerelternpaar Joh. Phil. Will und Frau, Schulstraße 38, das Fest ihrer goldenen Hochzeit. Der Reichskriegsopfer- führer, SA.-Obergruppenführer Oberlindober hatte mit seinen Glückwün-schen eine Ehrengabe übersandt. Der Gauobmann der NSKOV., SA.-Brigadeführer Dippel, und die Kameradschaft der NSKOV. hatten Glückwünsche übermittelt. Dem Jubelpaar nachträglich auch unseren herzlichen Glückwunsch. Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Darum: Kleinanzeigen in die Heimatzeitung, den RiefienerÄMeiger1 MensUM u. Vertiko, noch gut erhalten, für RM. 70,- und 100,-zu verkauf. Nödgen, Hindenburg- stratze 12. f 0555g Gebe bei der Dreschmaschine am Mittwoch, d. 4. November, einige Wagen Erbsenstm Heute Montag Erstaufführung (Stellenangebote Gebildetes Fräulein für Laden- und Bürohilfe, Ma- schinenschr. erwünscht, gesucht. Krevert LSobn, Plockftratze 7. Sauberer £oufiunge Schüler, f. zwei Stunden täglich gesucht. [05564 Plockftratze 7. Die Beerdigung findet statt Dienstag, 3^ Nov., nachmittags 2.45 Uhr, auf denr^Neuen Friedhof. Mit den Angehörigen trauern auch wir um unser langjähriges Gefolgschaftsmitglied und werden ihm ein dauerndes Andenken bewahren. SZimmer m. Küche für sofort gesucht. - Schriftl. Ang. imt. 05552 an d. Gieß. An,. Berufstätiger (Arbeiter) Dauermieter, sucht einfaches ZmeFOiLKanmr Elly Ney ist wohl die eigenartigste Persönlichkeit unter den zur Zeit konzertierenden Pianistinnen und eine der markantesten Erscheinungen auf dem Konzertpodium. Heber viele Jahrzehnte hinweg läßt sich ihre Tätigkeit verfolgen, und so steht sie jetzt als Sechzigjährige mit ewig jungem Herzen und erfahrungsreicher Reife vor ihren Hörern. Der belebende Urquell chres Wirkens hat sich immer mehr nach der Seite des Rein-Menschlichen hin verlagert, und aus der lebendigen Fülle eines geläuterten Menschentums läßt sie die Werke unserer Großen erstehen. Ja, dieser menschliche Akzent im musikalischen Werk ist für sie von allerstärkster Wichtigkeit geworden, und sie verweist bar auf immer wieder vor dem Vortrag der einzelnen Werke. So vermag sie die Brücke zu schlagen vom vorliegenden Klangbild des ausgezeichneten Musik- stückes hin zu jener Sphäre, die mit chren gesteiaer- ten seelischen Vorgängen tinft bei dem Schaffenden das Werk werden ließ. Ebenso war es sinnvoll, die menschliche Auswirkung des Werkes den Hörenden gerade in Aeußerungen von großen Persönlichkeiten, wie Bismarck, und ganz besonders in Briefen von Frontkämpfern, denen gerade die deutsche Musik heute als ein Kampfeswert erscheint, als stimmungsbedingendes Moment bei den einzelnen Vorträgen voranzuschicken. Denn Elly Ney sieht es als ein besonders erstrebenswertes' Ziel an, zumal denen, die bisher den* Werken unserer großen Tonschöpfer ferner standen und zu ihnen noch kein inneres Verhältnis einzunehmen vermochten, das Eingangs- tor zu öffnen. Ihr ausgereiftes Menschentum weist ihr den Weg, all das, was sich ihr im musikalischen Durchdringen eröffnete, allen Mitmenschen zugänglich zu machen. Der persönliche Akzent wird ihr zum Schlüssel für die Werke, die sie mit größter seelischer Spannung durchlebt und ins allgemein-menschliche Empfinden umsetzt. Wenn man Elly Ney auf dem Podium beobachtet, so gewahrt man, wie stark sich ihr Mitgehen mit der geistigen Haltung des Werkes in Gebärde und Mimik mitteilt ohne daß man nur im geringsten an Podiumspose erinnert würde. Vielleicht ist ihr als Frau eine besonders sensible Einfühlungsfähigkeit eigen, die sich in ihrer Intensität zu seelischen Kraftäußerungen größten Ausmaßes zu weiten vermag. In jenen Momenten der Werke, die über das Formal-Musikalische hihaus- führen in seelische Hintergründe, findet sie die Höhepunkte ihrer Wiedergabe. Das im Werk gebundene menschliche Ringen hat in den einzelnen Zeitaltern eine verschiedentliche Ausprägung erfahren: immer aber weiß Elly Ney, den zuständigen Brennpunkt zu erfassen. So brachte sie Bach in der ihm eigenen Gesetzmäßigkeit den Hörern ebenso nahe wie den inneren Aufschwung des Gefühls bei Schumann oder die Zeugnisse höchster Menschlichkeit bei Beethoven. Daß der mannigfache Wechsel der seelischen Lage im Werk die Künstlerin besonders anzieht, bestätigt sich durch die eindeutige Bevorzugung von Variationswerken von Beethoven als Zugabe. Auf dem Instrument ist ihr nichts unerreichbar. Letzte Ausgeglichenheit in jeder technischen Hinsicht macht es ihr möglich, jeden beabsichtigten Ausdrucks« wert plastisch zu versinnbildlichen. Sie erhebt sich im markanten Akzent des Fortissimo zu überwältigender Klangkraft, vermag aber auch der empfindungsgetragenen Kantilene jene unvergleichliche sammetweiche Tönung zu geben. Sie läßt den Klang Zuverlässige Frau oder Mädchen für leichte Lagerarbeiten gesucht. 105520 Selteroweg 3ß. Mietge^aehe Berufstätiges Fräulein sucht großes, leeres Zimmer m. Heiz., rnögl. b. alleinstehend. Dame. - Sckr. Ang. unt. 05555 an d. Gieß. Anz. Kaufgesuche | Gebrauchte Mistöeettensler z. kaufen gesucht. Sckr. Ang. unt. 05558 a.d.G.A. Ihre Kriegstrauung geben bekannt Willy Schlieper Fig. In einer Techn.-Schule Erika Schlieper geb. Frenzei Hannover Gießen Bahnbofstrahe 39 III Oktober 1942 _________________________05554/ Ungarn schlug die Schweiz am Sonntag in Budapest im Fußballänderspiel mit 3:0 (1:0) Toren. Die Schweizer mußten u. a. ohne ihren guten Torhüter Ballabio und ohne Mittelstürmer/ Monnard spielen. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter de» Hcmptjchriflleilers: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und £an6e' für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot: lür Stadt Gtegen, Provinz, Wirlichaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Unwersitätsdruckerei R. Lange K. G. Verlagsleiter: Dr.-Zng. Erich Hamann: Anzeig-nleiter: Hans Beck. Anzeigenpreisliste 9k. 6. z. Schlafgelegenheit. Wäsche wird geft. Sckr. Ang. Franz Henneken mit Breis unter ' Am Freitag, dem 30. Okt., vormittags* 11 Uhr, entschlief nach langem, schwerem Leiden plötzlich und unerwartet, nach Gottes Willen, in einem Reserve-Lazarett mein innigstgeliebter Mann, der treusorgende Vater seiner beiden Kinder, unser Bruder und Schwager T . Justus Maus Gefreiter in einer Pfcrdetransport-Kolonne im Alter von 40 Jahren. In tiefem Schmerz: Frau Elisabeth Maus, geb. Käs Kinder: Justus und Linl. Wohnungstausch. Wer tauscht nach Dortmund- Derne 4—5=3 immer s Wohnung gegen gleichwert, in Gietzen oder Vororte. Schriftl. Angeb. unter 05553 an den Gieß. Anz. Wir suchen in gutem Hause ein gut möbl. Doppeljimmet oder 2 Einzelzimmer. Nlodehaus Schneberger, Osses Gietzen, Schulstratze4. | Verkäufe | Gute Milch-undFahrkuh trächtig, mittler. 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