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Jahrgang Nr. 232 Umctieim lagtich, anher Sonntags und feiertags Beilaa en: Gteßener tVamilietiblätter Heimat imBild-DieScholle Bezugspreis r Monatlich .... .RM.1.80 Lustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge boberer Gewalt vrühlsche UniverfitLtr-rmlerei H. ränge General-Anzeiger fürGberhessen Fernsvrechanschlnh 2251 Drahtanschrift • Anzeiger" PoBcheckllÄe RFranff. /M §rettag, 2. Oktober (9^2 Annahme von Anzeigen für bte Mittaasnummer bis 8V,Uhr desBormittagS Anzeigen-Preife für die Millimeter-Zeile von 22 Mllimeter Breite: 7Rvf. für Samiltenan- -eigen und private GelegenbeitSanzeigen 14Rpf. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzeigen Matzvorschritt (vorherige Vereinbarung) 25°/»mehr 161 Schiffe mit über einer Million ART versenkt. Oer Wehrmachtbericht. DRV. Aus dem Führerhauptquartier. 1. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Kaukasusgebiet dauern die erbitterten Kämpfe um stark befestigte Höhenstellungen an. 3n Stalingrad drangen die Angriffstruppen, unterstützt durch Verbände der Luftwaffe, in mehreren Stoßkeilen in den Aordteil der Stadt vn. Gegen die nördliche Riegelstellung angreifende starke feindliche Infanterie- und Panzerkräfte wurden unter schweren blutigen Verlusten im Gegenangriff zurückgeworfen und 98 Panzer, meist englischer und amerikanischer Herkunft, vernichtet. Bei diesen Kämpfen hat sich von neuem ein Panzerkorps durch ungewöhnlich tapfere Haltung ausgezeichnet. Dieses Korps hat schon in den letzten Augustlagen durch schnellen Vorstoß vom Don bis zur Wolga den Verkehr auf dem Fluß unterbunden, die Verbindungen von Stalingrad uach R 0 rden westlich der Wolga unterbrochen und so die Voraussetzungen für den Angriff auf Stalingrad selbst geschaffen, in wochenlangen schweren Abwehrkämpfen fyat es diese wichtige Riegelstellung gegen weit überlegene feindliche Kräfte gehalten. Die rückwärtigen Bahnlinien des Gegners im Gebiet der unteren und mittleren Wolga sowie im Raum um Moskau wurden von der Luftwaffe bei lag und Rächt angegriffen. Rordwesilich von Woronesch verlor der Feind bei vergeblichen Angriffen im Abschnitt einer Division 25 Panzer. Bei Rschew führten eigene Angriffshandlungen trotz zähen feindlichen Widerstandes zu örtlichen Stellungsverbesserungen. Ansammlungen des Feindes wurden durch Artllleriefeuer und Luftangriffe zerschlagen, so daß es gar nicht zu den beabsichtigten Angriffen kam. 3n unwegsamen Waldgelände, rückwärts des mittleren Frontabschnitts wurden durch deutsche und ungarische Verbände starke Banden zvsammengetrieben und vernichtet. Bei geringen eigenen Verlusten verlor der Feind 10 2 6 Zote, 1218 Gefangene sowie eine größere Anzahl schwerer und leichter Waffen. 3m nördlichen Frontabschnitt wurden starke feindliche Kräfte eingeschlossen und Gegenangriffe zu deren Entsatz abgewiesen. 3n Aegypten schlugen Truppen der deutsch-italienischen Panzerarmee einen nach heftiger Artillerievorbereitung einsehenden britischen Angriff zurück, schossen eine Anzahl Panzer ab und brachten 200 Gefangene ein. 3m G 0 lf von Suez beschädigten Kampfflugzeuge ein großes Handelsschiff schwer. Bei Tagesvorstößen einzelner britischer Bomber zur Kanalküste und nächtlichen Störflügen im Bereich der Rordsee wurden vier feindliche Flugzeuge zum Absturz gebracht. Deutsche Flugzeuge bombardierten am Tage Bahnanlagen und Werke der Rüstungsindustrie sowie militärische Ziele an mehreren Orten in Süd - vnd Südoftengland. Vor der Mündung des O r i n 0 c 0 , im Seegebiet vor Freetown, vor Reufundland und im mittleren Rordatlantik versenkten deutsche Unterseeboote zwölf feindliche Handelsschiffe mit zusammen 54 000 BRT. Damit haben unsere Unterseeboote im Monat September 12 6 Schiffe m i t 769 200 BRT. versenkt und das im Mai 1942 erzielte bisherige Höchstergebnis eines Monats übertroffen. Weitere 14 Handelsschiffe wurden durch Tor- pedotrefter beschädigt. 3m Kampf gegen die feindliche Kriegsmarine wurden durch Heber- und Unterwafserstreitkräfte 6 Zerstörer,2 Hilfskreuzer, 3 Schnellboote versenkt, 3 Zerstörer und zahlreiche Schnellboote beschädigt. Lin Schnellboot wurde eingebracht. 3m gleichen Zeitraum vernichtete die deutsche Luftwaffe 35 Handelsschiffe mit 242 500 BRT. und beschädigte weitere 8 Handelsschiffe. An feindlichen Kriegsfahrzeugen versenkte die Luftwaffe 1 Kreuzer uhb unter Mitwirkung von Küstenbatterien 5 Zerstörer, mehrere Bewacher, ein vorpostenboot und eine größere Anzahl von Molortorpedobooten, sowie Landungsfahrzeuge aller Art. Damit hat die bri- tisch-amerikanffche Schiffahrt im September allein durch deutsche Kampfhandlungen 161 Schiffe mit zusammen 1 011 700 BRT. verloren. Weitere 22 Handelsschiffe wurden beschädigt. Hauptmann Hans Joachim Marseille, Träger der höchsten deutschen Tapferkeitsauszeichnung, fand unbesiegt vom Feinde auf dem nordaftikqnifchen Kriegsschauplatz den Fliegertod. Erfüllt von unbändigem Angriffsgeist hat dieser junge Offizier in Luftkämpfen 158 britische Gegner bezwungen. Die Wehrmacht betrauert den Verlust eines wahrhaft heldenhaften Kämpfers. Was bedeute« 1OOOOO BRT.? Oie Fracht von 9400 Eisenbahnwaggons oder 46666 Lastwagen! Seit Beginn des Seekrieges und der steigenden Versenkungen durch unsere U-Boote operieren wir mit dem Begriff der Brutto/Register- Tonne, der Meßeinheit für die internationale Handelsschiffahrt. Wir müssen dabei das Wort Handelsschiffahrt unterstreichen, denn bei bert Kriegsflotten geht die Vermessung nicht nach dem Raumgehalt der Ladung, sondern nach dem Deplacement oder zu deutsch dem Gewicht der von dem Schiff verdrängten Wassermenge, wobei eine sog. metrische Tonne dem Gewicht von 1000 kg entspricht. Bleiben wir bei der Handelsschiffahrt, die für unsere Betrachtung allein in Frage kommt, hier umfaßt die Brutto- Register-Tonne (BRT.) den gesamten Schiffsraum, also nicht nur die Laderäume, sondern auch die für Fahrgäste und Besaßungsangebörige, für die Maschinen und den Treibstoff, die Kessel-, Proviant- und Ballasträume. Der in Netto- Register-Tonne (NRT.) ausgedrückte Nettoraumgehalt umfaßt demgegenüber allein die Ladungsmöglichkeit. Ueblich ist die erstgenannte Ziffer, da alle internationalen Berechnungen, insbesondere auch die Abgaben, die Hafen-, Kanal- und Dockgebühren sowie die Zölle, auf ihr basieren. Mathematisch gerechnet ist eine Brutto-Register-Tonne ein Hohlwürfel, der 141,5 Zentimeter lang, breit und hoch ist und einen Raumgehalt von 2,8316 Kubikmeter hat. Fahren wir in unserer Betrachtung fort, so müssen wir davon ausgehen, daß ein Schiffsraum von 100 000 BRT. laduiigsmäßig rund 140 000 Gewichtstonnen entspricht. In vielen Fällen geht aber sogar noch mehr Ladung verloren, z. B. kann bei Zucker, Getreide, Kaffee u. a. eine Brutto-Register- Tonne Schiffsraum fast die doppelte Ge° wichtsmenge aufnehmen. Von Reis — um ein Beispiel herauszugreifen — können 200 000 t geladen werden, so daß der Verlust von 100 000 BRT. Schiffsraum mit Reis eine Menge der feindlichen Versorgung entzieht, die der Gesamtbevölkerung von Schweden für die Dauer von vier Monaten täglich eine Ration von einem halben Pfund zusichern würde. An Treibstoff können 150 000 t geladen werden, eine Menge, welche 75 000 Panzern mittlerer Größe die Fahrt von Königsberg nach Moskau gewährleisten könnte, also für eine Entfernung von 1200 km. Das übersteigt sogar die Breite des Altreiches von der niederländischen bis zur ehemals sowjetischen Grenze, die 1155 km weit auseinander liegen. Eine Warenmenge von 140 000 t, die wir als Durchschnitt angenommen haben, bedarf zu - ihrer Weiterbeförderung auf dem Lande einer Menge von 156 Güterzügen von je 60 Waggons, im ganzen also von 9400 Wagen, oder von 46 666 Lastwagen, wenn wir diese zu einer Ladefähigkeit von je 4 t veranschlagen, haben wir also unlängst erfahren, daß in der Geleitzugschlacht im Nordmeer insgesamt 270 000 BRT. versenkt wurden, so haben 25 380 Eisenbahnwaggons oder fast 126 000 Lastkraftwagen die Warenmenge herbeischleppen müssen, die in einem Zeitraum von wenigen Tagen unseren Bombern und U-Booten zum Opfer gefallen sind. hätten rund ein Drittel dieser Schiffe — wir bleiben bei dem leichtfaßlichen Beispiel von 100 000 BRT.! — Munition geladen gehabt, so hätte man aus der versenkten Metallmenge dreimal die Brücke über den weltbekannten schottischen Firth of Forth erbauen können, hätte ein weiteres Drittel sogenannte gemisch.te Ladung an Bombern und Treibstoff mitgeführt, so hätte es sich hierbei um 12 Bomber mittlerer Größe aehandelt — ein -britischer -Flugzeugträger vom Typ „Glorious" führt 52 Flugzeuge an Bord! —, die mit dem ebenfalls versenkten Treibstoff die Strecke Königsberg—Moskau oder Berlin—Rom nicht weniger als zweihundertfünfzigmal hätten hin- und zurückfliegen können. Diese Beispiele ließen sich vervielfachen? Darum abschließend nur noch ein Vergleich aus dem Gebiet der Versorgung. Zahlreiche Sondermeldungen aus dem Kriege zur See bewegen sich um eine Versenkungsziffer von 120 000 BRT. herum. Gemessen an dem oben ausgeführten Rechenexempel stellen wir fest, daß hierbei ein Verlust von Ladung eintritt, der auf 11 600 Güterwagen herangeführt und abgerollt werden muß. Diese Menge entspricht in Getreide der Jahresversorgung der Stadt Hamburg bei ihrer gegenwärtigen Einwohnerzahl von rund 1,7 Mill. Einwohner. Zweifellos unermeßliche Werte, die dem menschlichen Dasein durch wenige Torpeboschüsse entzogen werden. J. Das Weliecho her Führerrede. Öer Septemberrekord. Am Mittwoch erinnerte der Führer an das geflügelte Churchill- Wort aus dem Jahre 1939, „daß die U-Boot-Gefahr nunmehr als endgültig beseitigt gelten kann". Der stellvertretende Vorsitzende des USA.-Kriegsproduktionsamts, W. Locke, war anderer Meinung, als er im August d. I. erklärte: „Wir haben uns an den Gedanken gewöhnt, daß wir den Feind blockieren. Der Feind jedoch hat jetzt einen Punkt erreicht, wo er stattdessen uns blockiert." Der Amerikaner sieht also die Lage wirklichkeitsnah. Auch Herr Churchill wird wahrscheinlich seine Meinung inzwischen berichtigt haben, noch bevor die Mitteilung des Deutschen Oberkommandos über die Versenkungsziffer im Monat September bekanntgegeben wurde. Diese Ziffer ist ein Triumph der deutschen U-Boot- und Luftwaffe im Kampf gegen die feindliche handelston'nage. Nicht weniger als 1011700 BRT. sind durch das Zusammenarbeiten der beiden Waffen von den Meeren verschwunden. Damit ist die Ziffer der von deutschen See- und Luftstreitkräften versenkten feindlichen Handelstonnage auf rund 21,5 Millionen angestiegen. Vor etwa acht Tagen teilte die britische Admiralität mit, daß vor den Küsten Großbritanniens, mehr magnetische, akustische und verankerte Minen zerstört wurden, als erforderlich gewesen waren, um die gesamte britische Handelsmarine 3u versenken". Er bat sich darüber ausgeschwiegen, wieviel feindliche Minen dadurch unschädlich wurden, daß sie mit britischen oder im Dienste Englands fahrenden Schiffen zusammenstießen. Man kann aber aus dieser Mitteilung der britischen Admiralität schließen, daß die Wirkung des deutschen Minenkrieges gegen die feindliche handelsschiffahrt außerordentlich hoch gewesen ift Diese 21,5 Mill, vernichteter feindlicher Handelstonnage berücksichtigt ferner nicht die Verfenkungsziffern der verbündeten italienischen und japanischen See- nud Luftstreitkräfte. Herr Roosevelt gibt sich zwar die erdenklichste Mühe, fein Volk und das Ausland glauben zu machen, daß diese Verffnkungszcchlen für die Alliierten gar nichts bedeuteten, weil die Neubauten längst die Tonnagezahl der versenkten Schiffe überfliegen. Diese Behauptungen decken sich aber keineswegs mit den Klagen der Bolschewisten, Australiens und anderer Mitläufer der Plutokraten, daß infolge der immer mehr abnehmenden Schiffstonnage die Kriegslieferungen Englands und Amerikas immer geringer- werden oder bereits ganz a.ufgehört haben. Noch vor wenigen Tagen schrieb auch der „Daily Telegraph" im Zusammenhang mit den Kämpfen um Stalingrad, „daß in allen Teilen der Welt übergroße Anforderungen an die Hilfsquellen Englands und Amerikas gefteTlt würden, aber durch die Schiffsraumnot nicht befriedigt werden könnten." In Readers Digest hat der USA.-Journalist Allan Michie ausgerechnet, zur Invasion Frankreichs müßten mindestens 2,5 Millionen Mann bereit stehen, von denen England etwa 700 000 liefern könnte, während der Rest aus den USA. kommen müsse. Um nur 45 Divisionen nach Frankreich zu bringen, seien aber rund sechs Millionen Tonnen Schiffsraum erforderlich, den die Alliierten für diese Zwecke nicht verfügbar hätten, woher wollten sie aber den 'für weitere 105 Divisionen nehmen, wobei die Frage des Pachschubs noch gar nicht berücksichtigt wäre. Wenn USA.-Admiräle und besorgte englische Fachleute behaupten, die Schiffahrtslage entscheide über den Sieg und die U-Boote stießen in die Achillesferse, bann haben sie recht. Trotz des immer knapper werdenden Schiffsraumes bewegen sich die Versenkungsziffern auf einer höhe, die alle Hoffnungen unserer Gegner zerschmettert. Im Januar jourben 260 000, im Februar 525 400, im März 646 900, im April 285000, im Mai 924 400, im Juni 886 000, im Juli 815 900 und im August 808 000 BRT. versenkt. Im September aber hat diese Ziffer gar 1 011 700 BRT. erreicht! Und dabei hat der englische Schiffahrtssachverständige Lord Winster -behauptet, die Verluste seien eigenlich noch höher, denn mehr als die Hälfte würde überhaupt nicht zugegeben? zitiert aus den Ausfüh-1 Sie fei beherrscht gewesen von einem unbeugsamen Schluß, daß die Ueber-1 Glauben an den Triumph der besten Waffen,^ ein „Popolo bi Roma" < rungen des Führers den , legenheit Deutschlands, Italiens und Japans im Kampf gegen die alte Welt klar hervorgeht. Das Blatt erinnert an die Rede Churchills vor dem erschütternder Ausdruck der Bewunderung angesichts des Heldentums, das der deutsche Soldat entfalte. Starker Widerhall der Führerrede in der presse aller Länder als ein überzeugendes „Dokument des Glaubens und der Siegesgewißheit". kilometer vergegenwärtigen kann, wird das, was Deutschlands Organisationstalent an. Aufbauarbeit geschaffen hat, mit tiefer Ehrfurcht und Bewunderung zur Kenntnis nehmen müssen. Die ganze Rede war durchdrungen von der Gewißheit dessen, daß die Heldentaten und Erfolge dem deutschen Volke auch den Endsieg sichern werden. Diese felsenfeste Zuversicht beseelt das ganje deutsche Volk. Ein jeder, der es am Werke sieht, wird es bestätigen können, aber auch bestätigen müssen: die Worte Adolf Hitlers, seine packende Rede, haben dieser Zuversicht beredten und überzeugten Ausdruck verliehen." Schweden. Stockholm, l.Okt. (Europapreß.) In Schweden haben die Feststellungen des Führers, daß bas Schwerste bereits hinter Deuffchland liege, daß kein bürgerlicher Staat diesen Krieg überleben, sowie baß Stalingrad fallen werde, und dann keine Macht der Welt mehr die deutschen Truppen aus diesem wich- tigen Punkt vertreiben könne, besonderen Eindruck gemacht. „Dagsposten" sagt, die von der Sowjet» union abgetrennten Gebiete würden nach den Worten des Führers nie wieder unter Moskaus Herrschaft zurückkehren, sie würden Europa dienen. „Aftontldningen" weist darauf hin, daß es auffallend sei, wie selbstsicher Adolf hrüer diesmal feine Gegner und deren militärische Fähigkeiten ironisiert habe. „Helsingborg Dagblad" meint, wenn Adolf Hitler versichert habe, daß Deutschland niemals kapitulieren werde, so sei das sicher richttg. Deuffchlanbs Kraft sei jetzt weit größer als im vorigen Krieg. Spanien. Madrid, l.Okt. (Euröpapreß.) Die Rede des Führers ist von der spanischen Oeffentlichkeit mit außerordentlichem Interesse zur Kenntnis genommen worden. „ABC" sagt, des Führers Rede erwecke feine falschen Illusionen, vermittle aber bte Sicherheit des Sieges in diesen harten und glor» „Wir finden in der Rede des Führers", so schreibt das Blatt, „dasselbe frische Ungestüm, denselben kämpferischen Schwung, denselben erfrischenden Optimismus, der in dieser dramatischen Schicksalsstunde auf den Schlachtfeldern herrscht." Lu Finnland. Helsinki, 2. Oft. (DNB. Funkspruch.) „Kaup- palehti" unterstreicht die vom Führer betonten wirtschaftlichen Ziele im Osten und charakterisiert dazu die Unfähigkeit der Bolschewisten, diese gewaltigen Reichtümer voll auszunutzen. Das beste Beispiel für die Unfähigkeit sei die Tatsache, daß die Ernteerträge in jenen von der Natur besonders begünstigten Gebieten sehr viel geringer seien als in dem kargen Finnland. Eine verständige Auswertung der reichen Naturschätze, die dort vorlägen, werde dem Lebensmittelmangel Europas ein Ende bereiten. Die Bolschewisten würden sehen müssen, wie ihre Getreide-, Del» und sonstigen Rohstoffgebiete in deutschen Händen wesentlich mehr erzeugen würden als unter ihrer Herrschaft. Zn Ungarn. Unterhaus. Churchill habe nur Niederlagen aufzählen können, die er auf schlechte Weise rechtfertigen konnte. Ueber allen Enttäuschungen, bie durch die sichtlichen Meinungsverschiedenheiten zwischen den „Alliierten" über die Kriegführung und durch die Vorwürfe Stalins gegen 'bie Untätigkeit seiner Komplicen verschärft werden, erheblich, so sagt „Tri- buna", die unzerstörbare Einheit der deutschen Nation, die sich auch bei dem Winterhilfswerk dieses Jahres in einer Kundgebung der gegenseitigen Hilfsbereitschaft bezeugen werde. — Die Führerrede, so betont die Turiner „Stampa", ist ein Dokument des Glaubens und der Siegesgewißheit. Deuffchland und seine Verbündeten konnten gewaltige Gebiete erobern, deren Organisierung mit Riesenschritten vorwärts schreite und deren Ertrag sich von Jahr zu Jahr steigere. Dies sei die sichere Siegesgarantie, solange der Krieg auch dauern möge. Die Zeit sei heute ein Faktor, der zum Vorteil Deuffchlanbs und seiner Verbündeten arbeite. Rumänien. Bukarest, 1. Oft. (Europapreß.) „Universal" sagt, Adolf Hitlers Worte seien ein Programm. Durch dieses Programm werde Europa eine unbesiegbare und unabhängige Bastion werden. All dies habe der Führer als Vertreter aller verbündeten Soldaten, die an der Ostfront fämpften, gesagt. Er habe eine klare, soldatische Sprache geführt. — „Po- runca Vremii" schreibt, diese Rede sei vor allem ein einziges Dokument entschlossenen Siegeswillens. B e r \ i n, 2. Oft (DRV. Funkfpruch.) Die Rede des Führers im Sportpalast hat in ganz Europa rin gewaltiges Echo gefunden und beherrscht als ein machtvolles Dokument des Glaubens und her Siegesgewißheit das Bild der preffe aller euro- päifchen Länder. Das Echo in Lapan. Tokio, 1. Ott. (Europapreß.) In der japanischen Presse wird besonders heroorgehoben, baß bie "Verbindungslinien zwischen Norden und Süden in der Sowjetunion bereits jetzt durchschnitten sind unb daß die deutschen Truppen aus Stalingrad nicht wieder herausgedrängt werden können. An i zweiter Stelle ist die japanische Oeffentlichkeit stark beeindruckt durch bie Ausführungen bes Führers : über den Wieberaufbau der besetzten Gebiete, wodurch das Ernährungsproblem Deutschlands völlig Hdöft undt die Stabilisierung Europas durchgefuyrt mürben könne. Tieferen Eindruck als alles andere ater macht die aus der Rede sprechende unbedingte Entschlossenheit, den Krieg bis zum Aege sortzu- sichren, und die Zuversicht/ daß der Sieg Deutschland und seinen Verbündeten gehöre. Ln Italien. Rom, 1. Oft. (Guropaprek.) Die ReLe des Fuh- rers hat in Italien den Eindruck eines äußerst ruyi- gtn und zuversichtlichen Augenblicks in militärischer, jütischer, wirtschaftlicher, besonders auch ernay- ningswirffchaftlicher Hinsicht gemacht und ist mit Der größten Aufmerksamkeit und Befriedigung ausge- nemmen worden. „Mols Hitler hat sich an die Tatschen und die errungenen Resultate 3mß augenblicklichen Ostoffensive gehalten ^und keine Vor- erssagen gemacht", so stellt die römische Presse fest. B u d a p e st, 1. Ott. (DNB.) Der „Pester Lloyd" unterstreicht die Klarheit und Nüchternheit, mit der ebenso geistreich wie überzeugend in der Rede des Führers die ungeheuren tatsächlichen Leistungen der deuffchen Staats- und heeresfuhrung den ttäglichen Mißerfolgen der Gegenseite gegenübergestellt wurden und schreibt bann: „Ein jeher, der sich die Größe des vom bolschewisttschen Riesenreich bereits , , abgetrennten Gebietes von 1,6 Millionen Quadrat-1 reichen Kämpfen. Der Rechenschaftsbericht des Kriegs-WHW. Gewaltige Zahlen bekunden den deutschen Sozialismus der Tat. Berlin., 30. Sept. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels legte in der Kundgebung der NSDAP, im Berliner Sportpalast vor der Ankunft des Führers in seinem Rechenschaftsbericht über das Winterhilfswerk 1941/42 u. a. folgendes dar: Ich möchte mit einem kurzen Rückblick auf den Winter des Jahres 1932/33 beginnen, weil er uns in vielem eine besondere Lehre erteilen kann für die harten Monate des deutschen Schicksalskampfes, die wir gegenwärtig durchleben. Damals unternahmen die Gegner der nationalsozialistischen Bewegung einen letzten verzweifelten Versuch, die Bewegung von innen zu zersetzen und ihre Gefolgschaft durch die Ausstreuung lächerlichster und absurdester Gerüchte zu entzweien. Diese zweifelhaften politischen Existenzen, die damals im Reich in der Endphase des Kampfes um die Macht gegen uns standen, stehen heute wieder gegen dssn nationalsaziali- strschen Staat, um vom Ausland her zu versuchen, ihm in der entscheidenden Phase des Kampfes um die deutsche Freiheit doch noch im letzten Augenblick den Sieg zu entreißen. Auch heute wieder wie damals wollen sie durch Ausstreuung dummer und alberner Gerüchte Unruhe in die deutsche Volksgemeinschaft hineintraaen und den Glauben unseres Volkes an den Endsieg schwächen und zersetzen. Ich würde mir lächerlich vorkommen, wenn ich dementieren wollte, daß innerhalb der nationalsozialistischen Führerschaft eine Palastrevolution ausgebrochen sei. Keiner liegt todkrank in einem Sanatorium, keiner ist erschossen, keiner verwundet und keiner verhaftet tvorden. Weder hat die ff die Absicht, eine eigene Luftwaffe, noch die Luftwaffe die Absicht, eine eigene Polizei aufzubauen. Diese Ammenmärchen sind zu dumm, als daß sie irgendeiner Widerlegung bedürften. Es kann kein Zweifel darüber bestehen, daß die fortlaufende Kette unserer geschichtlichen Erfolge am Ende auch zumg roßen Endsieg führen wird. Die englische Behauptung, wir siegten uns damit zu Tode, widerlegt sich leibst. Noch niemals in der Geschichte ist aus fortdauernden Siegen eine Niederlage und ebensowenig aus fortdauernden Niederlagen ein Sieg geworden. Die deutsche Wehrmacht beherrscht heute mit den verbündeten Armeen praktisch den ganzen europäischen Kontinent. Das Potential unserer Rüstungen hat einen Umfang angenommen, von dem sich unsere Feinde nur eine schwache Vorstellung machen können. Am Beginn des vierten Kriegsjahres steht das Deutsche Reich mit seinen Verbündeten sowohl roh- ftoff- wie ernährungsmäßig und sowohl politisch wie militärisch völlig intaktundunerschüt- t e r l i ch da. Die größten Schwierigkeiten unserer Kriegführung haben wir überwunden. Wir können mit den stolzesten Hoffnungen der kommenden Entwicklung entgegenschauen. Ich will nicht bestreiten, daß die drei vergangenen Jahre uns vor sehrharte Belastungsproben gestellt haben. Ein Volk, das wie das deutsche um sein Leben kämpft, muß auch bereit sein, seine nationale Existenz in die Waagschale der Entscheidung hineinzuwerfen. Das haben wir getan, und wir können heute mit tiefer Befriedigung feststellen, daß der große Einsatz sich auch immer gelohnt hat. Der Krieg, der im Verlaufe dieser drei Jahre eine nie geahnte Ausweitung erfahren hat, ist zu einem zweiten Weltkrieg geworden. Dementsprechend muß aber auch der weitere Einsatz der Kräfte sein, die wir iw gesamten nationalen Leben mobilisieren können. Je härter und rücksichtsloser wir uns kämpfend und arbeitend für den Krieg einsetzen, um so früher werden wir den Sieg erringen, können. Die totalste Kriegführung ist auch immer die erfolgreich st e. Wir kämpfen für unsere Freiheit und für unser Selbstbestimmungsrecht in einem ausgeweiteten Lebeosraum, der es uns gestattet, dle elementarsten Fragen unseres nationalen Schicksals auf sozialem, wirtschaftlichem, materiellen und kulturellem Gebiet zu lösen. Die Beengtheit unserer national- unb raumpolitischen Lage vor dem Kriege trug den Keim zu einer schweren Explosion in sich. Der Führer hat alles versucht, eine solche Explosion zu vermeiden. Unsere Gegner haben es nicht gewollt. Sie haben Deutschland zur Entscheidung durch den Krieg gezwungen; wir sind bereit, fußend aus dem festen Boden unserer Weltanschauung, alle Kräfte unseres nationalen Lebens zum Ansatz zu bringen, um die Bedrohung unserer Feinde gegen unser Leben zunichte zu machen. Als der Führer am 30. Januar 1933 die Macht im Reich übernahm, wußten wir alle, daß er fest entschlossen sei, im Gegensatz zu den uns umgebenden kapitalistisch-demokratischen Staaten in Deutschland einen sozialen Volks st a a t erster Ordnung zu errichten. Wenn wir vor dem Kriege in der Durchführung ganz^ großzügiger sozialer Maßnahmen nur bescheidene Erfolge zu verzeichnen hatten, so ist das nicht auf den Mangel an gutem Willen ober an organisatorischem Können zuchck- mführen; es lag das ausschließlich an unserer wirtschaftlichen und raumpolitischen Beengtheit, die uns nur in einem gewissen Umfange gestattete, soziale Reformen in dem Stil durchzuführen, wie er in unseren Absichten und Plänen gelegen war. Unsere sozialen Leistungen vom Jahre 1933 bis zum Jahre 1939 waren gewissermaßen nur ein Vorspiel dessen, was wir eigentlich vorhaUen. Sie sollten aber zeigen, in welchem Umfange wir bereit und entschlossen waren, einen sozialen Volksstaat reinster Prägung aufzubauen und mit jenem Geist zu erfüllen, auf dem die Festigkeit der Völker und Systeme beruht. Aber das auch schon genügte, um unsere pluto- kratischen Feinde auf den Plan zu rufen. Sie sahen im nationalsozialistischen Deutschland in seinem auf andere Völker so außerordentlich werbenden Beispiel eine unmittelbare Gefahr für die plutokratische Welt. Je fleißiger und verantwortungsvoller wir uns unseren inner-wirtschafts- und sozialpolitischen Problemen widmeten, um so infernalischer wurde der Haß, mit dem unsere Feinde dieses grandiose Werk eines nationalen und sozialen Aufbaues verfolgten, und um so fester wurde ihre Entschlossenheit, es bei erster bester Gelegenheit, gewaltsam zum Scheitern zu bringen. Die plutokratische Welt hat im bisherigen Verlauf dieses Krieges keine ihrer großen Bewährungsproben bestanden. Zwar lebt sie noch aus ihrer Substanz heraus. Aber wenn sie heute noch gewisse Reserven einzusetzen hat, um dem Ansturm der jungen europäischen Völker standzuhalten, so darf man anderseits doch nicht übersehen, daß diese auch begrenzt sind und eines Tages zu Ende gehen werden. Wie bedrängt sie sich durch uns fühlt, mag man an der Unsicherheit erkennen, die sie in ihrer eigenen geistigen und politischen Haltung zeigt. Was haben denn die plutokratischen Wortführer uns heute anderes entgegenzuhalten als Phrasen und unausgegorene Redensarten? Sie, die nach dem ersten Weltkrieg keinen Weg aus den europäischen Schwierigkeiten fanden, bieten sich heute als neue Weltbeglücker an. Sie, die nicht eine einzige aufbauende Idee zum Leben und zur Entwicklung unseres Kontinents zuzusteuern in der Lage waren, proklamieren stützt wieder wie während des ersten Weltkrieges die großen sozialen Segnungen und Errungenschaften, mit denen sie die Welt erneuern wollen. Wir sind in der glücklichen Lage, chren leeren Reden Tatsachen gegenüberstellen zu können. Wenn wir heute vor der ganzen deutschen Nation Rechenschaft abstatten über das dritte Kriegswinterhitfswerk 1941/42, so ist das eine stolze Bilanz, die alle plutokratischen Redensarten mit einem Schlage widerlegt. Etwas Gleichartiges ist in den plutokratischen Ländern wie England und USA. überhaupt nicht denkbar. Und doch ist die Lösung dieses Rätsels höchst einfach: Sie liegt in der sich ständig erneuernden deutschen Volksgemeinschaft, die der Nationalsozialismus nicht, wie feine Feinde behaupten, durch Reden, sondern durch Tatsachen geschaffen hat. Die Parole vom Sgzialismus der Tat, wie wir im Jahre 1933 ausgaben, hat vom ersten Tage an gezündet. So ist aus bescheidensten Anfängen im Lause von mehr als zehn Jahren ein soziales Hilfswerk entstanden, das in der ganzen Welt einzig dasteht und auf das wir alle, diee wir es durch unsere Taten und Spenden mitgeschaffen haben, stolz fein können. Immer noch ist der Beginn eines neuen Abschnittes des Winterhilfswerkes Anlaß gewesen, dem deutschen Volke als dem Spender und Träger dieser sozialen Großtat eine Uebersicht über die Ergebnisse des obgelaufenen Winterhilfswerkes und über ihre Verwendung zu geben. Wenn wir heule in dem großen Hauptbuch des Kriegswinterhilfswerkes blättern, in das unser Volk seine sozialen Leistungen eingetragen hak, so erfüllt uns jede dieser gif- Vom Feinde unbesiegt. Hauptmann Marseille, der 22jährige Flieger von Afrika, ist, wie der Bericht des Oberkommarwos der Wehrmacht mitteilt, im Anschluß an einen Feind-- flug durch ein tragisches Geschick tödlich verunglückt. Dieser bescheidene, aber im Kampf entschlossene und unwiderstehliche Jagdflieger gehörte zu den eHolg- I reichsten Offizieren der deutschen Luftwaffe. Als er im Frühjahr 1941 als Oberfähnrich nach Aftika kam, ahnte wohl niemand, welch Feuer, welch heldenhafter Mut und welch kühner Jagdeifer in diesem damals gerade 20 Jahre alt gewordenen jungen Menschen steckte. Aber sehr bald entwickelte er sich zu dem erfolgreichsten Flieger über der nordafri- kanifchen Wüste. Wo immer er einen Gegner, und war er in noch so großer Ueberzghl, antraf, griff er ihn an und ließ nicht locker, bis er einen Abschuß verbuchen konnte. Er mar kein Rekordjäger, sondern ein zielbewußter, kühler Taktiker und ein hervorragender Flieger. Ihm konnte kein Gegner widerstehen. Seine Erfolgserie nahm gerabe in der letzten Zeit ein geradezu sprunghaftes Tempo an. Am 22. Februar d. I. belohnte der Führer den jungen Leutnant nach feinem 46. Luftsieg mit der Der- leihmig des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes. Bald wurde er Oberleutnant und Staffelkapitän. Schon am 6. Juni wurde ihm nach feinem 75. Abschuß das Eichenlaub zum Ritterkreuz vom Führer verliehen. Aber schon elf Tage später hatte er weitere 26 Flugzeuge abgeschossen und damit die Zahl ferner Luftsiege auf 104. erhöhte Mit seiner Beförderung zum Oberleutnant und mit der Verleihung des Eichenlaubs mit Schwertern zum Ritterkreuz stieg er die Stufenleiter feines Erfolges immer höher hinauf. Er übertraf sich selbst, als er am 2. September an der ägyptischen Front an einem Tage nicht weniger als sechzehn brittsche Gegner zur Strecke brachte und damit seinen 125. Luftsieg erreichte. Der Führer zeichnete ihn für diese kämpferische Tat durch Verleihung der Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub und Schwertern aus. Zum letzten Mal wurde der erfolgreiche Flieger in dem Wehrmachtbericht vom 16. September nach dem Abschuß seines 145. bis 151. Luftsieges erwähnt. Seine Beförderung zum Hauptmann war eine verdiente Anerkennung hierführ. Nun hat ihn ein tragisches Geschick von uns genommen. Sein Tod reißt eine fühlbare Lücke in die Front der erfolgreichsten deutschen Jagdstieger. Besonders schmerzlich wird sein Tod, der nicht durch Feindeinwirkung erfolgte, bei feinen Kameraden an der Nordafrikafront empfunden, wo er der Liebling in den Kreisen der Kameraden und aller Soldaten war. „Lieber ♦. " Von Willi Fehse. 3n diesen Tagen machte eine Mutter einen kleinen Fund, der sie seltsam bewegte und innerlich auf« richtete. Sie härmte sich nämlich um ihren Sohn an der Front und gedachte ihm in ihrer Sorge zu schreiben. Dabei zeigte es sich aber, daß ihr das Briefpapier ausgegangen war, und als sie nun in einer Lade danach suchte, entdeckte sie unter alten Schriftstücken einen von jenen grauen, randgelochten Feldpostbriefen, die sie in der Zeit des ersten Weltkrieges verwandt hatte. Das Blatt war fast unbeschrieben. Nur oben in der rechten Ecke trug es ein verblaßtes Datum aus dem Jahre 1917, und einige Zeilen darunter stand als Anfang einer Anrede das Wörtchen „Lieber ..." Der Brief hatte ihrem Manne gegolten, der später vor dem Feinde im Osten geblieben war. Sie erinnerte sich indes nicht mehr, warum das Schreiben nicht vollendet wurde. Da aber in ihm wie in einer Muschel, in der ewig das Meer saust, dem sie entstammt, gleichsam noch die Vergangenheit sprach, überkam die Mutter bei seinem Anblick der Schmerz um den verlorenen Mann aufs neue. Dieser Schmerz brannte jedoch nicht. Er klärte, was sich getrübt hatte, löste und wurde von allerlei Ahnungen und Gedanken durchströmt, die sich zugleich mit ihm vom Grunde des Herzens erhoben und wie funkelnde Schaumperlen in einer frei gewordenen Flüssigkeit enworftiegen. Ihr Blick ging in die Ferne, und ihre Lippen bewegten sich stumm, als hielte sie heimliche Zwiesprache mit dem Toten, den die frembe Erde deckte, und an dessen Stelle jetzt ihr Sohn stand und kämpfte. Wenn ihr Herz aber anfangs voller Hader und Bitterkeit gewesen war, so läuterte es sich nun allmählich und wurde in seinem Schmerz still und gettost. Sie griff nach dem Federhalter, strich bas alte Datum und setzte dafür das des Tages, und dabei wollte es sie bedünken, als lösche sie mit diesem Federstrich mehr aus als irgendein verblaßtes Datum. Nachdenklich ergänzte sie die Anrede mit dem Namen ihres Jungen und vollendete dann den Brief wie die draußen vollendeten, was eine andere Zeit begonnen und was vier Jahre barauf nur ein vermeintliches Enbe gefunden hatte. Sie wußte nicht mehr, was sie ihrem Mann damals schreiben wollte. Aber sie wußte plötzlich sehr genau, was sie ihrem Sohn jetzt schreiben mußte. Mochten ihre Schriftzüge heute auch schwankender fein als jene, die den Brief einleiteten: ihr Herz war tapfer und fest; denn es ahnte in dieser Stunde, daß in die Sorge einer Mutter nicht nur das Leben des Sohnes, sondern auch bas kommenber Zeiten und Geschlechter befohlen sein muß. Oer deutsche Farbfilm. Von A. M. Schmidt, Berlin. In großer Zett höchster Anspannung des Krieges um unser Lebensrecht ist ein weiteres deutsches Kul- turwerk zur praktischen Reife gediehen: Die Gewinnung der Farbe durch Erscheinen der ersten farbigen Spiel- und Kulturfilme nach dem in feiner Art vielleicht elegantesten Verfahren des Agfacvlor- Negativ-Positiv-Systems, dessen weitere Vervollkommnung die kommenden Filme zeigen werden. Mehr und mehr tritt der Färb film in den Lichtspieltheatern in Erscheinung. Die Uraufführung des ersten Farben-Spielfilms „Frauen find doch bessere Diplom ate n" im Oktober 1941 gibt eines jener Daten, die in der Geschichte der Kinematographie als Markstein eingehen werden. Es ist der Beweis für die Vollwertigkeit des deutschen Agfacolor-Negativ-Positiv-Dersahrens. Die rm Agfacolor-Verfahren hergestellten Farbenfilme können ohne weiteres in jedem Lichtspieltheater der ganzen Welt oorgeführt werden! Pionier des Farbfllms war der Kulturfilm, der zuvor schon eine ganze Reihe von farbigen Filmen geschaffen hatte, die bereits die tatsächliche Erreichung einer Leistungshöhe bewiesen, die dem Farbfllm unter Umständen feinen Platz sicherte. Durch die von den deutschen Wissenschaftlern erzielten erheblichen Verbesserungen des photographischen Farbverfahrens war und ist gerade dem Kulturfilm ein neues wertvolles Mittel in die Hand gegeben, um die Erkenntnisse, wie sie der deutsche Kulturfilm dem Beschauer oermittett, noch mehr zu vertiefen. Mit Hilfe des Farbfilms sind die deutschen Kultursilm schaffenden in der Lage, auch die letzten Ansprüche, die an die dokumentarische Bedeutung eines Kultursilms gestellt werden können, zu erfüllen. Dr. Ulrich T.K. Schulz, selbst ein Pionier des Kulturfilmschaffens, hat immer'wieder den Farbfilm geradezu gefordert, natürlich soweit es sich um die Erfindung eines wirklich brauchbaren und vyr allem gut kopierfähigen deutschen Farbfilmverfcch- rens handeln würde. Als diese Erfindung vorgelegt wurde, begann er sofort damit, sie praktisch auszu- probieren, und er konnte außerordentlich befriedigende Resultate feststellen. Als das Ergebnis einer nun schon zehnjährigen Farbsilmpraxis ließen auf der Reichswoche für den deutschen Kulturfilm im September 1941 in München zahlreiche Filmbeispiele den Vortrag von Dr. Nicholas Kaufmann (Leiter der Ufa-Kulturfilme) augenuberzeugend werden. Filmbeffpiele des Zwei- farben-Bipack-Verfahrens (1931/37) zeigten seine Grenzen, aber auch sehr beachtliche Leistungen, wenn man sich auf eine Auswahl von Objekten be- schränkte, denen das System gerecht zu werden vermochte. Einen Fortschritt bedeutete das Pantychrom- system. Ader erst seither Praxisreife des Agfacolor- Verfahrens hatte man das Mittel in der Hand, um das Aufgabengebiet wünschenswert zu erweitern. Der farbige Kulturfilm „Friedliche Jagd mit der Farbkamera", der schon in Venedig mit einer Medaille ausgezeichnet worden War, wurde auf der Reichswoche als der beste Farb-Kulturfilm des Jahres anertannt. Dr. Ulrich K. T. Schulz, Produktionsleiter der Biologischen Herstellungsgruppe der Ufa, berichtete von den Schwierigkeiten, die beim Farbfilm gegenüber dem in jeder Weise hochgezüchteten Schwarz-Weiß-Film zu bestehen waren. Nach I7jcihriger Kameraarbeit in der freien Natur mußte er nun eigentlich wieder von. vorn anfangen, da der Farbfilm ja zwei- bis dreimal so lichtarm war wie der Schwarz-Weiß-Film und das Fernobjekt nun wieder für den Farbfilm noch zu lichtarm. Man mußte also wieder zu Beginn mit dem 16-cm-Ob- lektiv vom gut verkleideten Hochsitz oder besonders dicht errichteten Schirm aus bei vollster Sonne in Zeit von 9 Uhr früh bis 17 Uhr nachmittags Jagd auf Wildbilder machen. Ein leichter Schleier, der meistens frühmorgens oder gegen Wend auf der Sonne liegt, genügte, Farbaufnahmen zu verhindern. Der Lichtmesser, ohne den es beim Farb- fum noch nicht ging, zeigte nicht die erforderliche Menge ,Lux , wie es in der Farbsprache der Filmleute heißt. - r T stellt woi Wenn mi fern mit freudiger Dankbarkeit. Das gilt gleichermaßen für den. der spendete, wie für den, der aus diesem gewaltigen hilfswerk beschenkt wurde. Diese Zahlen sind ein einzigartiges soziales Abstimmungsergebnis unseres Volkes, das darin, seinen festen Willen zur Gemeinschaft zum Ausdruck bringt. So wie der deutsche Soldat an allen Fronten eine Phalanx der Schwerter gebildet hat, so schuf sich das deutsche Volk in der Heimat eine Phalanx der helfenden Hände. 3m dritten ttriegswinler sind vom deutschen Volke 1208 Millionen RM. gespendet worben. Damit ist Generalfeldmarschall Rommel nahm — wie schon gemeldet — als Ehrengast an der großen Führer- Kundgebung im Berliner Sportpalast teil. Unser Bild zeigt den Oberbefehlshaber der Panzerarrnee Afrika neben dem Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generalfeldmarschall Keitel, auf der Ehrentribüne. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Mahme 'ichszentrc d weitere! Bs Land । Wöhne «reut. Nel t WB. rine und Hoerk, ; »w» Lkeö 22 indhe.lt «irden ftn z Vorjahr llnb was D §te nicht innig vor Len > Al- \«*u v* fööitnert --"U Mtw v Sn der ? die Le! ß Mwn ^rrichtl s-llionen kMione 'M w gestern- kür den das vorhergehende zweite kriegswinterhilfswerk Iksamtu Utes nu tragen ho das soll, äeit berei dtockho !inl »en iinb M, Ü? sh fr Vor Bo fc»: ib mit seinen 916 Millionen wiederum weit übertroffen worben, unb zwar um 32%. Die Opfer an Lohn und Gehalt betrugen 236 Mil« Honen RM. Das waren 57 Millionen mehr als im waren bas Hilfswerk besDeutschenRote« Kreuzes mit 861 Millionen und die 31 S V.- Mitglieder mit Beiträgen von insgesamt 409 Millionen neben den 2.8 Milliarden des Winterhilfswerkes beteiligt. Diese vier Mil- ^argai i Lill macht erbrachte gleich wie der Tag der Polizei 57 Millionen. Diese Summe von insgesamt 302 Müden braut ti einer 5 'sie erpre ibem Ge biten Sol Waffen b chren. In ns. um be der lebhc Zungen b Munt« "Mes mi Her auf Allein das Auskommen der Kriegswinterhilfswerke betrug 2805 Millionen. Das ist z. V. mehr als der Wert bet Lin- und Ausfuhr fast eines Dutzends sübamerikanischer Lander. Die gesamte Opferteistung in diesem Kriege erreichte damit 4076 Millionen. Darin Wicht fall re i n> t n: in der Gattung Unierrichtsfllme, in der ein erster Preis nicht zur Verteilung gelangte. Mit dem Erscheinen des ersten großen farbigen Spielfilms „Frauen find doch bessere Diplomaten" war eine weitere Pioniertat für die Farbe im Film vollbracht. Eine neue Periode künstlerischer Gestaltung ist eingeleitet. Schritt um Schritt werden weitere folgen. bfÄen fr b! ui.^3 lNe6m J» als 39 Millionen erhöhte und damit fast verdoppelte. In jeder dieser Ziffern spiegelt sich die soziale Tat- und Kampfgemeinschaft des deutschen Volkes auf das beglückendste wider. (Bei diesen Feststellungen wurde der Minister immer wieder von lebhaftem begeistertem Beifall unterbrochen, der auch bei seinen weiteren Ausführungen anhält.) hr tus bet daß nicht nur das Deutsche Reich, sondern auch das deutsche Volk seit 1933, von 1918 gar nicht zu reden, eine unvorstellbare Wandlung durchgemacht hat? Den Rekord schlugen die Gau st raßen- lerer Fel sammlungen, deren Ergebnis sich von 22 auf ijen- öaß 39 Millionen erhöhte und damit fast verdovvelte. un Die Aufgabe des Farbfilms ist die Sichtbarmachung dessen, was Bewegung und Ton, die Elemente also des schwarzweißen Films, gar nicht oder nur fe^r schwer zu deuten oder zu sagen vermochten. In „Frauen sind doch bessere Diplomaten" sind bereits schöne Ansätze der „Dramaturgie der Farbe" vorhanden. Von dieser Seite aus ist künftig der Farb-Spielfilm zu behandeln, wenn er nicht einfach die Kolorierung des schwarzweißen Films bedeuten will, sondern — noch ein Element! Einstimmig wird das Hinzu kommen der Farbe im F'lm als „Revolution des Filmbildes" bezeichnet. In der Revolution des Filmbildes, in der Dramaturgie der Farbe liegen Aufgaben und Ziel für die künstlerische Fortentwicklung des deutschen Farbfilms. Und man kann sicher sein, daß sie die deut- .. M scheu Filmschaffenden mit jener Gründlichkeit und Klarheit meistern werden, die der Führungsstellung nu des deutschen Films im neuen Guropa sutsprecheL vergangenen Jahr. Die Spenden von Firmen und Organisationen beliefen sich auf 270 Millionen. Die Opsersonntage brachten mit 237 Millionen fast die Hälfte mehr als im Winter 1940/41. Das Ergebnis der Reichsstraßensammlungen stteg um 37 Prozent auf insgesamt 188 Millionen. Der Tag der Wehr- i helfen x Welt di •jigen Zak •5 Millio 1 zweite :!b biefes d biefes qelegentie fiten Zahl lierkennun Ki im Den i tagen) an bas B lionen übertrifft den Ertrag der beiden erfolgreichsten Sammlungen des ersten Weltkrieges, und zwar her Ludendorff-Spende 1918 und der Nationalen Stiftung für die Hinterbliebenen des Weltkrieges, die acht Jahre lief, um ein beträchtliches. Wo wäre ein schlagenderer Beweis für die Tatsache zu finden. tfaroTiim „unter Seeadlern und Kranichen" von Eduard Ahlborn (Hildesheim) den zweiten Preis . j ö.„ n^e — x- ----------i...... LJJWg ii I pM Wd)fe: 5 Aanti ■ Spree Wn. ■ Die auf der Reichswoche zur Vorführung gelangten, auf Agfacolor aufgenommenen Farbfilme wurden in der Reihenfolge ihrer Entstehung gezeigt, wodurch die fortschreitende Farbfilmtechnik besonders eindrucksvoll veranschaulicht wurde. Sie stammen aus den Jahren 1939 und 1940 und wiesen noch Mängel auf, die mit den neuesten Emulsionen der Rohfilme des Jahres 1941 bereits behoben worben find. Die Entwicklung geht unablässig weiter schon im September 1941 war eine Empfindlichkeit er- reicht, die der des JsopanMaterials entsprach. Auch die Frage des Rot konnte erheblich gefördert werden, desgleichen wurden Fortschritte bei den Hilfs- Mitteln der Farbaufnahme, z.B. den Lichtquellen, gemacht. LZ.?3 Aus dem Internationalen Amateurfilmwettbewerb n9 in Stockholm (November 1941) erhielt der deutsche Farbfilm „Glück auf Schienen" von Walther Be- v e r - Mohr (Schwelm, Westfalen) den ersten Preis m der Gattung der Spielfilme und der deutsche Farbfilm „Unter Seeadlern und Kranichen" Lorenz-' bwiater« ist 1-5. fuhr fast er. Die liefern n. Daria Roten ASD.' isgefamf eben der er » Ergebiwi 1 Prozent )er Wehl- Polizei 5i 302 M erfolgreich' und zm Nationalen ielttrieges, Wo WÜT* zu finden, dem auch r nicht zu lchgemachi :raßen- on 22 auf erdoppelk iziale Tat- älkes öut tstellungen lÄhastm auch bei yuupicitll. -VU3 --- - eiomes wurde in einer Tiefe von rund zehn Kuo- «tier auf das ftrengste verdunkelt, um liht von der Stelle. Meine Gedanken liefen IM Ms. Die Nebel, in denen ich tappte, wurden nur 1». fo zäher und undurchdringlicher, ze langer icy darin bewegte." _ . r. örgaffa liefe die Arme sinken. Karen ftarr^ stumm fu Loden. Etwas von der schweren Bitternis stvand aus chrem Herzen. Ähr Vater war nrcht |iii von der Schuld, Maltes Sache schlecht geführt e stamme oiesen noch lsionen orl >en wo^ »eiter, W Mkeit» prach. Tuch ardert vf' den W Muellen ier deuM Mer Je' Ai« ier beut# ritten t ein ersrv enfarbA Ä toter ite SÄ K b-r^ A Ein Mann rechnet ab Roman von Horst Biemath 13.Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) I Und als dann ungefähr ein Jahr nach -JM^es Lourtellung die Gelbfieberepidemie .ausbrach der euch Margareta zum Opfer fiel — mein Gott, wun- bert es dich, daß ich über diesem Schmerz Malte ID VTft a 6 0 Jch°Lill mich nicht entschuldigen und ich will Wich nicht bester machen, als ich bm. Spater tauchte sil Tedanke an Malt- und fein furchtbares Schr-lsal ofl genug in mir auf; ich faßte auch immer von («an den Vorsatz, seine Sache weiter zu cer= Men und mich für ihn -inzusetzen, aber 'ch bunte beim besten Willen nichts Entscheidendes itn aller Krieaswinter voll erfüllt zu haben. das soll zugleich aber auch ein Ansporn für los n.eue K r i e g s - W i n t e r h i l f s w e r k fein. Vir wollen uns wieder einmal alle überbieten in viferer Gebefreudigkeit und vor allem der Front leiden, daß die Heimat in diesem Kampf um die Mtenz unseres Volkes auch stets ihren Teil zu feisten bereit ist. Besonders bemerkenswert aber ist ^Beteiligung unserer Front an den Dpfern für das Kriegs-Winterhilfswerk. Unsere Sollten draußen haben daran und an seinen Ovfern nit einer Begeisterung teilgenommen, die auf das ieffte erareift. Können wir nicht alle glücklich fein in dem Gedanken, einem so tapferen und opfer- | Breiten Volke anzugebören? An der Front steht es f in Waffen bereit, den Ansturm unserer Feinde abzu-- Loebren. In der Heimat steht es vereint im SoiiaUs- i ms, um der Front den Rücken zu stärken. (Anhal- > lenber lebhafter Beifall hat auch die letzten Ausführungen des Ministers begleitet) Busua Esperanza geriet Maltes Geschichte in krzessenheit. Gonzales verschwand für immer aus meinem Gesichtskreis. Unsere Tätigkeitsfelder be» «ühiten sich nirgend. Ich habe ihn nie wieder ge- »tfchen. Von der Perano hörte ich zuweilen, wenn *« jungen Leute sich von ihren Abenteuern ,m El erzählten. Ich war einmal dort. 2lmerifa- Mlihe Vergnügungsreisende erfüllten das Lokal mit Hein betrunkenen Lärm. Die Perano trat nicht auf. I ®o waren noch Spuren, denen ich hattenach- teen können? Wie sollte mir nach Jahresfrist d°; gelingen, was mir nicht gelungen war, als ich icf) mit frischen Kräften und Gedanken an Ine &itng des Rätsels heranging? Ich kam einfach l 236 M.I Gewicht fallenden Zahl erkennbar, welche gewaltige hralsm 'Leiwillige Leistung die unzähligen Helfer rmen ntiil,jn& Helferinnen dieser größten Sozialorganisation onen Dkl M Welt vollbrachten. Sie rekrutieren sich aus der n Wf bk riefigen Zahl der NSV.-Mitglieder, die heute schon ~ - 16,5 Millionen beträgt. Das bedeutet, daß fast ebt zweite Erwerbsperfon im Reich aktives Mit- qlitb dieses aroßartigen Hilfswerkes ist. Der Führer not dieses Werk einmal als eine stolze Herzens- ^elegenheit für uns bezeichnet. Die heute mitge- :eiÜen Zahlen zeigen, daß die Heimat sich dieser Anerkennung des Führers würdig erwiesen und nick) im vergangenen Jahr seinen Ruf in einem noch lüft dagewesenen Ausmaß Folge geleistet hat. Sie !onn das Bewußtsein haben, ihre Pflicht im schwer- iatben hätten beispielsweise zwei Jahreszah- . langen des Voungplanes entsprochen, den uns unsere Feinde anfoktroyieren wollten. Statt Reparationszahlungen zu leisten, haben wir ein loyales Hitfswerk von monumentalen Ausmaßen aufgebaut. Von unseren Spenden leben letzt nicht mehr amerikanische jüdische Vankiers, fonbern unser eigenes Volk. Das gesamte Auf- fommen unserer Winterhilfswerke seit 1933 hat in diesem Jahre die fünfte Milliarde «eit überschritten und beträgt 5296 Millionen. (Lebhafter anhaltender Beifall.) Fast zwei Drittel des Gesamtaufkommens im Lb-Aen Kriegswinter, und zwar 751 Mill. RM., i sind dem Hilfswerk der NSV. zugeflossen, davon allein der Organisation „Mutter und Kind" 7'31 Millionen. Von diesen kamen 210 Millionen fur die Beschaffung von Heimen zur Verwendung, 148 Millionen für Kindergärten, 100 Millionen für ;(hie Errichtung neuer sozialer Einrichtungen, neun Mionen für die Unterhaltung von Hilfsstellen, WW 27 Millionen für die Heilfürsorge der Kinder, achtzehn Millionen für die Mütter- und Kindererholungs- pliege, 25 Millionen für Gemeindepflegestationen und 21 Millionen für den NS.-Reichsbund deutscher * Schwestern. Für den allgemeinen Volksgesund- ■. Fuhr«, heitsdienst, insbesondere für das Tuberkulose- Uns,: hilfswerk, die Jugendzahnpflege, Rachitisbekämp- finig, die Röntgen-Reihenuntersuchungen wurden nu05 btr$|ati6 dem Aufkommen des dritten Kriegswinterhilfs- . auf V wertes 22 Millionen bereitgestellt. Für den G e - M.) sundheitsdienst der Hitler-Jugend wurden fünf Millionen, das sind 82 v. H. mehr als ... — im Vorjahre, überwiesen. . Skt« Und was ist alles mit diesem Geld geschaffen M fiit worden? Die Kindertagesstätten der NSV. haben ert be- heute nicht weniger als 1108 375 Plätze zur Be- einilfl. v rreuung von Kindern zur Verfügung. In den Hilfs- kgeb- Men „Mutter und Kind" wurden feit der Macht- । tp,, übernähme 37 Millionen Besucher gezählt. Die t’- 7 Meichszentrale „Stadtkinder aufs Land" konnte, um ein weiteres Beispiel zu nennen, 5 800 000 Kinder jtonlcu t jüufs Land verschicken. 2 347 000 werdende Mütter hat, fo ! und Wöhnerinnen hat die NSV. darüber hinaus lat eins Aetreut. Neben der % Milliarde für die Hilfswerke drillen ?■' der NSV. sind 268 Millionen Reichsmark Wert- !e 1208 Achrine und Sachspenden an bebürftige Volksgenossen imii iff ' »erteilt worden. ... Wenn man sich bann vor Augen hält, daß die leiten Desamtunkosten dieses Kriegs-Winterhilfs- rocÜ itwsrkes nur rund 4 v. H. der Gesamtleistungen n 32V«. I getragen haben, so wird einem an dieser kaum ins Är-unkelung am St.-Loren,-Strom. ^Stockholm, 2. Okt. (DNB. Funkspruch.) Plötz- Nch getroffene neue Sicherungsmahnahmen a m St-Lorenz-Strom haben der amerikanischen Öffentlichkeit gezeigt, daß die U-Boo^Gefahr aus )m Atlantik und an der amerikanischen Ostkuste - - . # i • r i aw* r A * N längst nicht gebannt ist, wie einige amerika- J nfche Sprecher in den letzten vierzehn Tagen be- *5 Äeten. Da- gesamt- SWufer de- St.-Lar x befonteri einfahrenden feindlichen U-Booten keine Orientte- । rungsmöglichkeit zu geben. Der kanadische Marine- i Minister erklärte, man dürfe die Lage auf dem I Ozean nicht optimistisch betrachten. Die U-Boot- । Gefahr, besonders in den nöiÄlichen Gebieten des I Atlantik, fei nicht kleiner, sondern in allerletzter Zeit 1 größer geworden. । Die norbamerifanifdje Durchdringung des Nahen Ostens. Rom, 1.DEL (Europapreß.) Die ständig sich wie- 1 verholenden nordamerikanischen Verluste, auf Kosten : der Engländer und der Gaullisten im Nahen Osten ; Fuß zu fassen, werden von Rom aus mit größter Aufmerksamkeit verfolgt. Einen neuen Höhepunkt , dieser Versuche sieht man in der Bestellung eines eigenen nordamerikanischen Gesandten'im Irak, der am 30. September dem Regenten Abdul Jllah sein Beglaubigungsschreiben überreicht hat. Fast zur gleichen Zeit, in der Thomas Wilson vom Regenten des Irak empfangen wurde, hat auch Emir Abdullah von Transjordanien in Aman den nord- amerikanischen Generalkonsul Pinckerton empfangen. In Syrien versuchen vorläufig die Angelsachsen die Gaullisten auszuschalten. In Rom rechnet man damit, daß über kurz ober lang auch in Syrien die Engländer notgedrungen von dem auf Kosten der Franzosen gewonnenen Boden den Hauptteil an die Nordamerikaner abtreten müssen. Die indische Widerstandsbewegung. Tokio, 1. Okt. (Europapreß.) Die indische Widerstandsbewegung nimmt von Tag zu Tag mehr den Charakter einer wirklichen Rev olution an. Das ist der Tenor der zahlreichen Berichte, die die japanische Zeitung „$omiuri Hotschi" aus Indien über Bangkok erreichten. Besonders beunruhigend für die britischen Behörden ist in erster Linie die zunehmende Verwendung geheim hergestellter Bomben durch die indischen Freiheitskämpfer, was auf eine planmäßige Mobilisierung der technisch geschulten Kräfte und chre Zusammenarbeit mit den Studenten hinweist. Durch die Bewaffnung der Inder mit Gewehren, Pistolen und Bomben nehmen die Demonstrationen- nunmehr täglich mehr den Charakter blutiger Straßenschlachten an. Weiter sind die britischen Behörden stark beunruhigt durch die gerade in den letzten Tagen immer mehr’ in Erscheinung tretende Gärung unter b em Mohammedanern, die bislang das Hauptreservoir der Verstärkung des indischen Heeres bildeten. Die Mißstimmung gerade dieses Teiles der Bevölkerung gefährdet nicht nur die Verstärkung des Heeres durch Neurekrutierungen, sondern droht auch die Loyalität der Truppen zu untergraben. Ehemaliger ägyptischer Generalstabschef verschwunden. Ankara, 1. Okt. (Europapreß.) Der ehemalige ägyptische Generalstabschef Aziz el Masri Pascha ist seit einigen Tagen in Kairo verschwunden. Aziz el Masri Pascha wgr vor mehr als Jahresfrist bei einem Versuch, aus Aegypten zu fliehen, im Auftrage des damaligen ägypttfchen Ministerpräsidenten Hussein Sirry Pascha verhaftet und vor ein Kriegsgericht gestellt worden. Er war dann aber durch Nahas Pascha wieder auf freien Futz gesetzt worden. In Kairo nimmt man an, daß Aziz el Masri Pascha, der als ausgesprochener Gegner Großbritanniens und des britischen Machtanspruchs in Aegypten gilt, verschleppt worden ist und- sich irgendwo in britischer Gewalt befindet. Die Bemühungen der ägyptischen Polizei, den Verschwundenen aufju- finden, waren bisher ergebnislos. Kleine poliüsche Nachrichten. Die von dem verewigten Reichspräsidenten von Hindenburg anläßlich seines 80. Geburtstages errichtete Stiftung „Hindenburg-Spende schüttete am 2. Oktober, dem Geburtstag Hindenburgs, in gewohnter Weise wiederum 418 500 RM. zugunsten von Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen des ersten Weltkrieges aus. Die Beträge wurden durchweg in Zuwendungen von je 150 RM. gegeben. ♦ Der Führer hat dem spanischen Staatschef Generalissimus Franco zum „Tag des Caudillo" mit einem in herzlichen Worten gehaltenen Telegramm feine Glückwünsche übermittelt In Madrid wurde ein feierliches Tedeum in der Kirche von San Francisco el Grande abgehalten. Der Staatschef hat im Nationalpalast die Spitzen von Staat und Partei mit dem Diplomatischen Korps empfangen. * Der „Spanische Staatsanzeiger" veröffentlicht ein Dekret, durch das Divisionsgeneral Rafael Garcia L a l i no zum Generalstabschef des Heeres ernannt wird. Der heute 43jährige General zeichnete sich besonders bei der Eroberung Der Provinzen Bis- caya, Santander, Asturien sowie bei der Durchbrechung des „Eisernen Gürtels" von Bilbao und bei der Durchbruchsschlacht südwestlich des Ebro aus. ♦ Auf dem gemeinsamen deutsch-finnischen Helden- friedhof in Salla wurden die Gräber der vor Salla Gefallenen eingesegnet. Der Befehlshaber der deutschen Truppen in Finnland, Generaloberst Dietl, legte einen Shrand nieder und hielt eine kurze eindrucksvolle Ansprache an die finnischen Soldaten. Dberpräfihent Hililae brachte den Dank Finnlands für die Rückeroberung Sallas durch die deutschen Truppen zum Ausdruck. Präsident Roosevelt ist nach einer zweiwöchigen Inspektionsreise wieder nach Washington zurückge- kehrt. Die Reise hat den Präsidenten durch den Mittleren Westen nach der Pazifikküste und zurück durch die Südstaaten geführt, wobei er Standorte der Wehrmacht und kriegswichtige ^Betriebe besuchte. * Einer der bekanntesten Flieger Englands, Oberst- leutant Stainforth, ist im Nahen Orient als Chef einer Nachtjägerdioision gefallen. Mit 43 Jahren war er der älteste Pilot der englischen Luftwaffe in Aegypten. 1931 stellte Stainforth einen neuen Weltrekord auf, als er 455 Kilometer in der Stunde flog und den Schneider-Pokal gewann. Das Jtirterfreui für Admiral Fricke. Berlin, 1. Okt. (DNB.) Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine dem Chef des Stabes der Seekriegsleitung, Admiral Fricke, in Anerkennung seiner großen Verdienste um die deutsche Seekriegführung das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Admiral Fricke wurde 1889 in Berlin geboren und trat 1910 in die Kriegsmarine ein. Charakteristisch für seine Laufbahn ist neben verschiedenartigen Stellen in Stäben in erster Linie seine jahrelange Verwendung auf Torpedvbvvtverbänden, zuletzt als Führer der Torpedoboote. Seit 1936 war er Chef der Operationsabteilung, feit 7. Juni 1941 Chef des Stabes der Seekriegsleitung. Er gibt nach den Weisungen des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine die operativen Richtlinien und Befehle für die Führung des Seekrieges. Zugleich ist er verantwortlicher Berater für alle Fragen des Einsatzes der Sep- ftreitfräfte sowie der Verwendung aller Seekampfmittel. Er zeigt die jeweiligen Schwerpunkte der Seekriegführung, wie sie sich aus der Kriegslage, den politischen, den wirtschaftlichen und gesamt- militärischen Erfordernissen des Krieges ergeben. Admiral Fricke hat somit an den großen Erfolgen der deutschen Seekriegfiihrung in hohem Maße Anteil. Das Ritterkreuz für einen Oberheffen. Berlin, 1. Okt. (DNB.) Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Wachtmeister Sauer, Zugführer in einer Sturmgeschütz- abteilung. Konrad Sauer, am 29.1.1915 als Sohn eines Kaufmanns in Roth (Krei's Marburg an der Lahn) geboren, schoß mit seinem Sturmgeschütz wahrend der schweren Kämpfe bei Rschew innerhalb von drei Wochen 30 Panzerkampfwagen ab und trug dadurch wesentlich zur Abwehr der bolschewistischen Angriffe bei. Seit März 1933 gehört Wachtmeister Sauer der. HI- an. Er war zuletzt als Fähnleinführer der Führer des Jungbanns 45 in Insterburg. Kunst und Wisienfchast. Professor Dr. Theodor Fahr 65 Jahre alt. Der Ordinarius für Pathologie und pathologische Anatomie und Direktor des Pathologischen Instituts der Hansischen Universität Hamburg, Professor Dr. Theodor Fahr, vollendet am 3. Oktober sein 65. Lebensjahr. 1877 in Pirmasens geboren, studierte er in München, Gießen, Berlin und Kiel und promovierte in-Gießen. Er war dann Assistent an verschiedenen Instituten in Gießen und Hamburg: von 1906 bis 1909 war er Prosektor am Hafenkrankenhaus in Hamburg, kam dann an die Städtischen Krankenanstalten in Mannheim und ging 1913 als Prosektor und Oberarzt an das Allgemeine Krankenhaus in Hamburg-Barmbeck. 1924 wurde er Ordinarius für Pathologie an der Universität Hamburg. Fahrs besonderes Interesse galt den Nierenerkrankungen. Auch die Kenntnis der Herz- und Gefäßpathologie, namentlich in Wechselbeziehung zu den Nierenerkrankungen, hat durch Fahrs Arbeiten vielfache Bereicherung erfahren. Ferner seien seine Arbeiten über den Gelenkrheumatismus, den Scharlach, den chronischen Alkoholis- mus, die Gehirnblutungen und Gehirnerweichungen erwähnt. _______________________ Aus der Giadi Gießen. Besuch im Betrieb. Der Musterbetrieb muß noch erfunden werden, dessen Angehörige nicht auch zuweilen darüber schimpfen. Kleine Verärgerungen und Meinungsverschiedenheiten kommen ja bekanntlich selbst m den besten und friedfertigsten Familien vor — wie sollte es da im Betrieb oder Geschäft anders sein! Auch der netteste Chef kann hin und wieder unangenehm werden, schließlich ist er auch nur ein Mensch, und daß der Prokurist plötzlich wie ein Donnerwetter über die Stifte herfegt, mag zwar die gute Laune der jungen Leute vorübergehend beeinträchtigen, vielleicht hat er in diesem besonderen Fall nicht einmal Recht, doch das läßt sich bei der Plötzlichkeit solcher Wetterstürze erstens nicht ifhmer genau nachkontrollieren und zweitens ist es dem Prokuristen, als er selbst noch Stift war, auch nicht anders ergangen. Kurzum: in jedem Betrieb ober Werk — sie mögen groß ober klein sein, das spielt dabei keine Rolle — gibt es mancherlei Reibungsflächen: das liegt an den Menschen ebensosehr wie an den Dingen, mit denen sie zu tun haben. Aber, so fragen mir gleich hinterher, hat bas etwas mit unserer Liebe zu schaffen? O nein, da möchten wir boch sehr wibersprechen! Oder kennt Ihr vielleicht einen Soldaten auf Urlaub, der, wenn er sich daheim erst wieder einmal richtig ausgeschlafen und an Häuslichkeit und Familie gewöhnt hat, nicht schnurstracks in feinem Betrieb zieht, um die alten Kameraden und Kameradinnen zu begrüßen? Da^ ist ein Händeschütteln ohne Ende, ein Fragen und Antworten voller Herzlichkeit, und ein jeder ist des anderen Freund. Das Büro oder die Werkstatt (die „muffige Bude", über die man früher an schlechten Tagen die Nase rümpfte) blickt den Urlauber vertraut an, und er erinnert sich nur mit Vergnügen jener Zeiten — fein Gedanke, daß man je darüber gemeckert haben sollte, i wo! Und „der Betrieb" — das sind alle die Millionen derer, die in der Heimat schaffen —, freut sich jedesmal wieder, wenn Besuch von der Front hereinschaut und spürt, daß auch hier alles in bester Ordnung ist. A. E. Kür Tapferkeit vor öem Keinöe. Der Obergefreite Heinrich Schmidt aus Harbach (Kreis Gießen) wurde für Tapferkeit vor dem Feinde bei den Kämpfen im Osten mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet. Keine Beflaggung zum Erntedanttag. Der Reichsrninlster des Innern und der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda geben bekannt: Die am Erntedanktag übliche allgemeine Beflaggung und Ausschmückung der Gebäude unterbleibt in diesem Jahre. Vorsicht vor feindlichen Ballonen. Der Feind läßt in letzter Zeit kugelförmige Gummvbaklone in das Reichsgebiet einfliegen. Die Ballone haben einen Durchmesser von etwa zwei bis drei Meter. An diesen Ballonen hängen in manchen fällen Drähte. Andere Ballone tragen ©las» flaschen mit Brandflüssigkeiten etwa in der Größe einer Selterswasserflasche, die nach einer bestimmten Flugzeit selbsttätig abgeworfen werden und bei ihrem Aufschlag Ernte-, Wald- und Hausbrände erzeugen können. In neuester Zeit hängen an den Ballonen auch Säcke mit Holzwolle, die durch eine elektrische Vorrichtung entzündet werden, sobald der Ballon gegen einen Baum ober ein Gebäude treibt. Der Ballon selbst verbrennt dabei mit explosionsartiger Stichflamme. Die Bevölkerung wird gewarnt, solche Ballone zu berühren. Es ist jedoch eine selbstverständliche Pflicht jedes Volksgenossen, sobald er einen solchen Ballon treibend sichtet, die Polizeioder Wehrmachtdienststelle zu benachrichtigen, damit der Ballon durch Fachkräfte unschädlich gemacht werden kann. Von gelandeten Ballonen sind bis zum Eintreffen der Polizei Unbefugte fernzuhalten. Gießener Vortraas-Programm 1942/43. Der Goethe-Bund Gießen-Kulturelle Vereinigung Gießen im Reichswerk Buch und Volk veranstalten in Zusammenarbeit mit der Volksbildungsstätte Gießen der NSG. „Kraft durch Freude" als Gießener Vortragsring im Winter 1942/43 folgende Vortragsabende: 5. Oktober: Dichterlesung Hans Watzlik: 13. Oktober: Dichterlesung Agnes Miegel: Ende Oktober 1942 oder Anfang Februar 1943: Lichtbilder- oortrag Professor Dr. Georg von Wendt, Finnland: „Finnland im Winter und im Sommer"; 20. Novern- her: Lichtbildervortrag Bengt Berg „Meine Freundschaft mit wilden Tieren" (Sonderveranstaltung); 3. Dezember: Dichterlesung Richard Billinger; zu haben. Aber für Vorwürfe war es zu spät, und sie wollte ihm auch keine Vorwürfe machen. Sie glaubte daran, daß er die besten Vorsätze gefaßt hatte, um Maltes Schuldlosigkeit zu beweisen. Wenn er gescheitert war, so lag es daran, daß ihn der Tod ihrer Mutter, seine Krankheit und das Klima vor- zeittg alt und müde gemacht hatten. Und um gerecht zu sein, mußte sie auch zugeben, daß die Aufgabe, vor der er gestanden hatte, ungewöhnlich schwierig gewesen war. _ n Nur — er hätte nicht nachlassen dürfen? — Nicht das war seine Schuld, daß er das Rätsel nicht gelöst hatte ... Aber'wie hatte er es über sich bringen können, untätig dazusitzen und die Hände träge ruhen zu lassen, während sein Gewissen ihn doch unauföörlichbaran erinnert haben mußte, daß hier an einem Menschen, feinem Freund, ein himmelschreiendes Unrecht begangen worden war! „Und was wird nun geschehen?" fragte sie schließlich. „Will Malte jetzt noch versuchen, die beiden Schuldigen zu überführen und sich zu rechtfertigen?" Orgassa zuckte mit den Schultern: ,Zch fürchte, daß ihm nichts mehr daran liegt, seine Schuldlosigkeit zu beweisen und die alten Dinge noch einmal aufzurollen. Ich glaube vielmehr, daß er nur noch den einzigen Wunsch hat, sich an Gonzales und der Perano für das zu rächen, was sie ihm angetan haben. Wenn ich chn recht verstanden habe, will er morgen früh das Haus verlassen, um nach Vera- kruz zu gehen. — Ich habe versucht, ihn aufzuhalten. Aber genau so könnte man versuchen, einem rollenden Stein gut zuzureden, er möge stehen- bleiben. — Malte ist mir fremd geworden. Ich kann ihn nicht mehr verstehen, und ich kann mich mit ihm auch nicht mehr verständigen." Eine Welle standen sie sich schweigend gegenüber. Orgassa schien auf etwas zu warten. Karen rührte sich nicht. „Gute Nacht ...", sagte er müde. Aber tn dem Augenblick, in dem er sich zögernd und enttäuscht anschickte, das Zimmer zu oerlaffen, eilte sie auf ihn 3u und küßte wie allabendlich seine Wange: „Gute Nacht, Vater, schlaf gut... und mach' dir nicht allzu viele Gedanken darüber ..." Orgassa hielt sie sekundenlang in den Armen. „Ach, Mirür, flüsterte er bewegt, „ich habe schon gedacht, du konntest es mir nicht verzeihen, daß id) ..." • „Still, Jens", unterbrach sie ihn, ehe er weitersprechen konnte, „wir wollen nicht mehr darüber reden, was gewesen ist. Ader wir wollen versuchen, in Zukunft an Malte gutzumachen, was wir in der Vergangenheit versäumt haben. Laß mich jetzt allein. Ich lösche nachher das Licht und schließe die Türen. Die Geschichte ist zu frisch in mir, ich bin damit noch nicht fertig. Gute Nacht ..." Er verließ das Zimmer. Nach kurzer Zeit wurde es still im Haus. Karen knipste das Licht aus und trat auf die Veranda hinaus. Ein schwarzer Kater, der zusammengerollt in einem Liegestuhl geschlafen hatte, reckte sich gähnend, wetzte die Krallen und sprang lautlos von seinem Platz, um sich schnurrend an Karens Beine zu drücken. Der Mond war weiter nach Westen gewandert. Er schwamm wie ein goldenes Boot über den blauen Kämmen des Gebirges. Das.Gekrächze der Lautsprecher und Grammophone in den Nachbarhäusern war verstummt. . Der Golf verlor sich in der samtenen Schwärze der Nacht. Das Schiff, das vorher funkelnd feinen Kurs zu unbekannten Häfen genommen hatte, war längst hinter dem Horizont verschwunden. Landeinwärts stieg der kahle Höhenzug an, von dessen Kuppe man die endlosen Kolonnen der Bohrtürme in den Himmel ragen sah. Die Nacht war heiß wie alle Nächte. Sie war nicht erstickender als die vorhergehenden. Das Meer war wie sonst, und die Luft war wie sonst. Alles war, wie es immer gewesen war. Aber Karen hatte die Empfindung, als spüre sie vieles von dem, was ihr zu vertraut war, als daß sie sich je darüber Gedanken gemacht hätte, zum erstenmal mit voller Deutlichkeit. Den Gestank der Oelquellen, die Schwüle des Luftmeeres, die starre Regungslosigkeit der Palmen, die lähmende Kraft, die von dieser Küste ausging. Plötzlich fürchtete sie sich vor dem kommenden Tag, vor dem Sonnenaufgang und der erbarmungslosen glühenden Mittagshitze, vor der man sich halbbetäubt in abgedunkelten Räumen verbarg. Sie war nie in Europa gewesen. Sie hatte auch nie allzu große Sehnsucht verspürt, die Heimat ihrer Eltern kennenzulernen. Ader auf einmal, in dieser Stunde, erschien ihr der Gedanke wunderbar, daß es dort, weit hinter dem Meer, Länder gab, in denen die Jahreszeiten bunt wechselten, in denen dem klirrenden Winter ein milder Frühling, ein heißer Sommer und ein bunter Herbst folgte, und sie ahnte sehnsüchtig, wie kästtich es sein müsse, dort in fieberfreier Luft zu atmen. Sie hatte oft genug erlebt, wie frisch und lebendig die Menschen aus Europa herüberkarnen und wie rasch sie hier matt wurden und erschlafften, gleichsam, als sögen sie mit der Luft dieser Küste ein heimtückisches lähmendes Gift ein. Sie verdarben hier, sie wurden träge, schwach, nachlässig, lasterhaft und feige. Es war, als fänden alle ihre schlechten Treibe, die in der europäischen Erde nicht hochgekommen waren, hier einen üppigen Nährboden. Stand dieses Los auch ihr bevor? Hatte vielleicht nur der Umstand, daß sie hier geboren und aufgewachsen war, es bewirkt, daß sie dem schleichenden Gift ein wenig länger Widerstand leistete? Don einer jähen Furcht überfallen, empfand sie plötzlich einen tiefen Haß auf dieses Land. Es hatte auch ihren Vater vergiftet, es hatte ihn mürbe und müde gemacht, es hatte fein Herz abgestumpft und fein Gewißen eingeschläfert. Nur so konnte es geschehen, daß in Maltes Sache sein Eifer nachgelassen hatte, daß er anstatt zu handeln nur gute Vorsätze gefaßt und sich mit Halbheiten zufrieden gegeben hatte, nicht böswillig, aber eben nach dem hier herrschenden Grundsatz, der alles erstickte und erstarren ließ, nie das heute zu tun, was man auf morgen verschieben konnte. (Fortsetzung folgt) Die neue Wochenschau Oie Wanderung am Sonntag SSW Gießen, den 1. Oktober 1942. 04848 04600/ :n von lüproz 251-300 8-9 Der Verbrauch an Ißackpuluer KleineAmeigen im Gießener Anzeiger werden von Tausend« beachtet und gelesen. 9-10 301-350 10-11 351-400 Stadt Scblachthof an diegenauen Vorschriften halten und„^urbicherheit mehr nehmen, pas ist falsch !j)r Oetker Backpuloer,, Bockmistgenau Mehr Freude an der Natur durch Äermühler.Bücher! Mädchen oder Frau wöchentlich dreimal 2 Stunden, evtl, nachmittags gesucht. Frl.Schreiber, Asterweg 40II Gießen, den 2. Oktober 1942 Bruchstr afie 9 Netertowka. In tiefem Schmerz: Paul Ganz u. Frau Dr. Artur Haeberlin und Frau Dr. Phil. Helfert und Frau. Gießen (Alicenstraße 32), Zürich, Wetzlar, im September 1942. Arbeiter(innen) für leichte mech. Arbeiten ges. A. Dölling, Wetzlar, Pariser Gasse 2 Telefon 2795 _____________________________2938 D diesem Schiff transportierten Eisenbahnwagen und ihre Lokomotive werden durch eine Reihe neuester technischer Anlagep in wenigen Stunden einsatzbereit gemacht, so daß wir mit dem Auge der Kamera die erste Fahrt eines deutschen Güterzuges nach dem Osten auf afrikanischem Festlande erleben können. Eindrucksvoll sind die Aufnahmen von einem nächtlichen Angriff auf die Britenfestung Alexandria, die, wahrend die deutschen Flugzeuge über ihr kreisen, von über hundert Brandherden übersät ist. Von den Kämpfen um Stalingrad bringt die Wochenschau in der Hauptsache Panzergefechte. Dom kaukasischen Kriegsschauplatz werden die Leistungen der Gebirgsjäger deutlich gemacht, die —um nur ein Beispiel zu nennen — ein Geschütz in viertausend Meter Höhe in Stellung bringen. Bemerkenswert ist die Tatsache, daß sich der Bildberichter Zeit gelassen hat, neben dem sachlichen Bericht auch einen Eindruck zu geben von der Schönheit dieser Bergwelt, die mit ihren Gipfeln weit über die Höhe der Alpen hinausragt. H. H. G. Allen denen, die uns zum Heldentode unsres lieben Sohnes Wolfgang Schone- bohm, Leutnant und Zugführer in einem Infanterie-Regiment, ihr Mitgefühl und ihre Anteilnahme zum Ausdruck brachten, sagen wir herzlichen Dank. Für die Angehörigen: Studienrat Walther Schonebohm und Frau Elisabeth, geb. Lehmann. ■bergen lichtbare toirb guti .Vor ei »05 Win chaft. Wald prächtiger Blick auf die Burgruine. Nach Besichtigung der Burg und Erholung aussichtsreicher Abstieg nach Edingen, von wo wir heimfahren. Dauer der Wanderung höchstens 4 Stunden. Gießen — Annerod — Albach — Münster — Laubach. Diese nur für rüstige Wanderer empfehlenswerte Wanderftrecke beginnt am Alten Friedhof (gelber Strich), geht ein Stück die Licher Straße, hieraus die Wannschneise entlang über die Hohe Warte durch Annerod, verfolgt hinter dem Ort einen Feldweg zum Fernewald, wo wir die blaue Punktmarkierung kreuzen. Auf schönen Waldwegen erreichen wir alsbald Albach, wo wir rasten. Bald hinter dem Orte gelangen wir in stattlichen Buchenhochwald, die sog. Meilbach, einen einsamen Walddistrikt, durch hübsche Schneisen und verborgene Fußpfädchen, an murmelnden Waldbächen vorüber. Beim Austritt aus dem Wald bietet sich eine überraschende Rundsicht aus die Höhen des Vogelsberges dar, denen sich links das hochliegende Grünberg wirkungsvoll anschließt. Durch Münster und Wetterfeld erreichen wir nach etwa sechsstündigem Marsche ustser Endziel, das freundliche Städtchen Laubach, das mit seinem alterhrwürdigen Schloß mit Parkanlage eine Besichtigung lohnt. Heimfahrt je nach Anschluß über Hungen oder Mücke. Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der Brühl'schen Druckerei Wandervorschlag des DHL.» Iweig Gießen. Abmarsch: Bibliochek. Blauer Punkt (Markierung des VHC.) Durchs „Nizza" zur Sttaße Gießen—Steinbach, überschreiten die Straße oberhalb des Forft- haules Hochwart, weiter durch den Fernewald zur Ganseburg über den Oehleberg zum Endziel Gro- Hen-Buseck. Gesamtwanderzeit 3% Stunden. kahenfurk — Illmbachkal — Beilsiein — Greifenstein — Edingen. Wir benutzen den Frühzug nach Katzenfurt, gehen durch Greifental, vorbei an dem anmutig am Waldrande gelegenen Forsthaus Langengrund nach dem lieblichen Ulmbachtal, das bei Holzhausen erreicht wird. Aeußerst lohnend ist die Wanderung an dem Bächlein aufwärts mit reizvollen Ausblicken in die Seitentäler, auf romantische Felspartien und die nahen Wefterwälder Berge. In Beilstein, das umgeben von bewaldeten Höhen mit seiner auf mächtigem Basaltfelsen liegenden Burgruine einen hübschen Anblick gewährt, ist eine Ruhepause am Platze. Dicht bei der Ruine gute Gastwirtschaft. Der Weit^rmarsch mit schönem Rück- und Ausblick füfjrt über die Beilsteiner Ley, einem im Walde gelegenen Basaltsteinbruch, dem leider durch Abtragung der Untergang droht, durch hübsche Waldungen nach Greifenstein. Beim Austritt aus benf der Universitätsstadt Gießen Freitag, den 2. Oktober 19 bis 21.30 Uhr 4. Freitagmiete u. Halbmiete B Liebesbriefe.^ Freibank Am 3.10. 1942: Statt Karten! Wir wurden ferngetraut Dr. med. August Budoli Schwing Oberarzt, z. Z. im Felde Margot Schwing, geb. Kähler Putzfrau Mittwoch und Samstag nachmittag für zwei Stunden gesucht. Dr. (Sortier, Seltersweg 75. Suchet. 6-8 Tage Aufenthalt in N- oder Wochenend-Haus Schr. Ang. unt. 04866 a.d.G.A. leesfflid MtmdiÄie rtir jede Haut, die Seife schlecht vertragt. Aber nie zu trocken anwenden? Unser lieber, braver, um uns stets treubesorgter, einziger, unvergeßlicher Sohn und Neffe Paul Ganz Obergefreiter beim Stabe ein. Kradsch.-Batls. Inhaber mehrerer Auszeichnungen kehrt nie wieder zu uns heim. Er gab sein Tieferschüttert erhielten wir die unfaßbare Nachricht, daß mein über alles geliebter Mann, Waldemars treusorgender Vati, unser lieber, stets hilfsbereiter, einziger, lieber Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Erwin Volk Obergefreiter in einer Gebirgsjäger-Division am 5. September im blühenden Alter von 30 Jah ren bei den schweren Kämpfen im Osten seinem gefallenen Bruder in treuer Pflichterfüllung für unser liebes Vaterland folgte. In tiefer Trauer: Frau Anna Volk, gab. Theis, und Sohn Waldemar Erwin; Familie Friedrich Volk; Familie Julius Theis und alle Angehörigen. Gießen (Frankfurter Straße 134). Heuchelheim und im Felde, im Oktober 1942. 04861 [Stellenangebote Kellner ob. Serviererin zur Aushilfe sof. gesucht. [04876 Hotel Schütz, Gießen. willig, als daß Sperrstunden eingelegt werden, die uns dann in rigoroser Weise in unserem Verbrauch beschränken. Wir müssen sparen, um der Rüstungsindustrie den notwendigen Strom zur Verfügung stellen zu können-, deshalb sollten wir sparen. Deutsche Sparwoche 1942. Der Deutsche Spartag wird in diesem Jahre als Deutsche Sparwocho in der Zeit vom 26. bis 31. Oktober durchgeführt. Der Reichserzieyungsminister hat die -Unterrichtsverwaltungen aufgefordert, auch in diesem Jahre in den Schulen aitf die Bedeutung der Veranstaltung Hinweisen zu lassen. Mit Zustimmung des Ministers werden bestimmte Krodit- unternehmungen in den Schulen für das Sparen werben. Statt Karten. Danksagung. - Samstag,3.Okt., 20.30 Ubr, Aamerad- schaftsabend im „Hessischen Hof". [2945D Artilleristert- kameradschaft. Mollent jnb Wei Durfte Olganisai ^^^derreiBen Hexenschuß, Rheuma o«w. «ABLMaster W Es wärmt kräftig und bewirkt gestei- ferte Durchblutung der erkrankten teile. Die Stoffe, die den Schmerz verursachen, werden fortgeschwemmt. Schon bald treten Linderung und Befreiung ein. Saubere Anwendung. Keine Störung während der Arbeit. Beutel tu RM 1.31 in Apotheken erhältlich. junges Leben im blühenden Alter von 21 Jahren bei den schweren Abwehrkämpfen bei Rschew für sein geliebtes Vaterland, nachdem er schon im Juni 1940 im Feldzug gegen Frankreich eine schwere Verwundung davongetrager hatte. Er ruht auf dem Heldenfriedhof vo Giehener Vortragsring Goethe-Bund / Kulturelle Vereinigung / Volksbildungsstätte Gießen der NSG. „Kraft durch Freude“ Montag, den 5. Oktober 1942, abends 7 Uhr Neue Aula der Universität JCans Watzlift liest aus eigenen Werken Die Mitglieder des Goethe-Bundes, der Kulturellen Vereinigung u. der Volksbildungsstätte Gießen haben gegen Mitgliedsausweis freien Eintritt (G.B.-Kontr.-Abscnn. Nr. 1, K.V.Kontr.-Abschn. Nr. 1). Die Mitglieder der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde erhalten gegen Kontr.-Abschn. Nr. 1 ermäßigte Eintrittskarten zum Preise von RM. 0.50, die Mitglieder der NS.-Franen- schaft, des Landschaftsbnndes Volkstum u. Heimat zum Preise von RM. 0.75 auf Sammelbestellung, Nichtmitglieder zum Preise von RM. 1.25 bei Challier, Neuenweg. Die Angehörigen des Veranstaltnngsringes der HJ. erhalten Eintrittskarten zum Preise von RM. 0.30, Studenten und Militär zu RM. 0.40. [2918° " eit jj, Jll" di “Wen , Rollet J Itttic öur JMett Ä «on P» Ti g,unb«>e te. Bekanntmachung. Betr.: Reichssportabzeichen; hier: Leichtathletik, Radfahren u. Schwimmen. Am Sonntag, dem 4. Oktober 1942, um 10 Uhr, können die vorgeschriebenen Hebungen m, Leichtathletik auf dem MTV.-Platz am Schttfenberger Weg abgelegt werden. Am Montag, dem 5. Oktober 1942, kann bte Prüfung im Radfahren abgelegt werden. Start und Ziel: Gasthaus Feldschlötzchen an der Straße nach Heuchelheim. Abfahrt 18 Uhr. , Prüfung im Schwimmen im Volksbad nach Verabredung mit den Prüfern. [2934D Gießen, den 30. September 1942. Der Landrat des Landkreises Gießen, zugleich f. d. Oberbürgermeister der Stadt Gieße«. Dr. Lotz. * N Als die Nachricht von dem großen strategischen Ereignis kam, daß japanische U-Boote mit der deutschen Kriegsmarine im Atlanük Fühlung ausgenommen hätten, erlebte das deutsche Volk die Verbundenheit mit Japan besonders stark. Jetzt bringt uns die Wochenschau Bilder bom Aufenthalt der japanischen U-Boot-Mannschast an einem deutschen Stützpunkt an der Atlantikküste. Plötzlich spüren wir, daß diese deutsch-japanische Zusammenarbeit nicht nur eine strategische Tatsache ist, sondern daß die Matrosen aus Nippon Männer sind, die nach der Begrüßung durch Großadmiral R a e d e r, Admiral Dönitz und den japanischen Marineattache auf ihrem Unterwasserkreuzer mit ihren deutschen Kameraden in Stunden der Ruhe, sich beim Kampfspiel messend, miteinander anfreunden. Die Aufnahmen aus Afrika bilden einen geschlossenen Komplex. Vom italienischen Hafen aus begleiten wir ein Nachschubschiff bei seiner Ueber- fahrt im Geleit, von der spannende Bilder der Abwehr englischer Bomber zu sehen sind. Die mit Vormittagsarbeiten ein Vorrat da ist. Das gleiche gilt für elektrische Kühlschränke. Auch hier kann ohne Schaden der Strom in den besagten Stunden ausgeschaltet werden, ja, der Kühlschrank kann in den Wintermonaten überhaupt leergemacht und außer Betrieb gesetzt werden, es sei denn, daß die Wohnung keine Speisekammer besitzt, in der die Speisen und Vorräte kühl abgestellt werden können. Es ist auch nicht notwendig, ausgerechnet ftüh- morgens zu bügeln. Man sieht also, daß es eine ganze Reihe Möglichkeiten für die Hausfrau gibt, in den Vormittagsstunden Strom einzusparen, wenn nur mit einiger Ueberlegung an die Arbeit gegangen wird und sich jeder Angehörige des Haushalts die notwendige Mühe dazu gibt. Es ist besser, wir tun dies frei- Wir geben unsere Vermählung bekannt Dr. med. Wilh. Wolf Hannele Wolf geb. Reuter Gießen, den 3. Oktober 1942 Seltersweg 61 (Keine Karten) -__________4______________04852/ Verkäufe | Gut erhaltener Kinderwagen zu verkaufen. Preis 40,- RM. WaNtorstr. 24, bei Dietz. 104887 Gut erhaltener Stauen roagen 10 Mk., zu verk. Meyer, Gießen, Tannenweg 421 Schwarzes Kostüm Gr. 42, RM. 40,- Höhensonne, Gleichstrom, RM. 60,- z. verkaufen. [04871 Gartemtr. 10. E Miatl mid) P; sg Sehr gut möbl., sonniges Zimmer mit Bad u. Tel.- Benutz., nur an Dauermieter, zu vermieten. Schr. Ang. unt. 04885 a.d.G.A. [ Mietgesuche | Alleinstehende, ältere Dame sucht 2-Zmerwohniiiig mit Küche. Schr. Ang. unt. 04884 a.d.G.A. 18. Dezember: Vortrag des Konteradmirals Lützow „Zur Seekriegslage"; 11. Januar: Volksliederabend mit Oskar Besemfelder (Lieder zur Laute) „Deutsche Volkslieder aus sieben Jahrhunderten"; 22.Januar: Dichterlesung Hermann Eris Busse; 26. Februar: Dichterlesung Walter von Molo; 4. März: Lichtbildervortrag von Kurt Hielscher „Bei den Deutschen in Rumänien"; 15. März: Lichtbildervortrag von Robert Henseling „Von Sonnen und Atomen"; Termin wird noch festgelegt: Vortrag von Giselher Wirsing „Amerika, der maßlose Kontinent"; Termin wird noch festgelegt: Dichterlesung John Knittel, Schweiz; Termin wird noch festgelegt: Vortragsabend des Staatsschauspielers Erich Ponto (Sonderveranstaltung). Den Abschluß der Veranstaltungsfolge bildet im Frühjahr 1943 die Woche für Kunst und Literatur 1943 der Universitätsstadt Gießen „Neues Europa". Hindenburg-GtistungderGtadtSießen Wie erinnerlich, hat der Stadtrat der Stadt Gießen durch Beschluß vom 30. September 1927 aus Anlaß des 80. Geburtstages des Herrn Reichspräsidenten von Hindenburg eine Stiftung von jährlich 500 RM. errichtet. Die Vergebung dieser Stiftung für das Jahr 1942 ist jetzt wieder an die durch den Beirat für" Kriegerfürsorge vorgeschlagenen Personen erfolgt. Es wurden 10 Kriegsbeschädigte und Kriegerhinterbliebene mit je einer Gabe von 50 RM. beacht. Don T 6fe 10 Ähr vormittags. Die Spitzenbelastung unserer Elektrizitätswerke liegt in den Vormittagsstunden zwischen 7 und 10 Uhr, und nicht, wie der Laie meint, in den Abendstunden. Die Hausfrau beginnt frühmorgens mit dem Tagewerk, wenn der Mann zur Arbeit gegangen ist, frühmorgens laufen auch sämtliche Werkstätten an, neben den Mehrschichtbetrieben auch alle, die nur eine Schicht arbeiten. In den Morgenstunden haben auch die Straßenbahnen und die landwirtschaftlichen Betriebe den größten Stromverbrauch. Deshalb kommt es gerade darauf an, in den Stunden von 7 bis 10' Uhr vormittags im Haushalt die größte Sparsamkeit hinsichtlich des Strom- und Gasverbrauches walten zu lassen. Daß dies möglich ist, ist nicht zu bestreiten, es gehört nur ein klein wenig Ueberlegung und eme gewisse Planung dazu. In erster Linie kommt es darauf an, die Gedankenlosigkeit zu bekämpfen und den Strom dort einzusparen, wo er wirklich überflüssig ist und nur deshalb eingeschaltet bleibt, weil man dies eben bisher so gewohnt war und weil es „nicht darauf ankam". Da ist in erster Linie zu erinnern an die F l u r b e l e u ch t u n g e n, die m den meisten Haushaltungen finnloserweise viele Stunden des Tages brennen, das gleiche gilt für die Beleuchtung im Badezimmer. Badezimmerfenster find vielfach unbequem zu erreichen, insbesondere, wenn das Badezimmer nur Oberbeleuchtung hat. Man hat deshalb in solchen Fällen meist eine feste Verdunkelung, die man nicht hochziehen kann, so daß bet jedem Betreten des Raumes die Einschaltung des Lichtes notwendig ist. Hier muß man sich eben daran gewöhnen, das Licht auszuschalten, wenn man das Badezimmer verläßt. In den kommenden Monaten wird es auch nicht angängig fein, frühmorgens mit dem S t a u b f a u - g e n zu beginnen. Das muß nach 10 Uhr geschehen. Wer einen Heißwasserspeicher besitzt, der soll ihn morgens, wenn er aufsteht, ausschalten und erst gegen Mittag wieder einschalten, lieber Nacht ist ja das Wasser heiß geworden, so daß für die falber 6 oDtrö- uk' |onbiö*r * lein, wen Hie W für un ei Macht" Aroßbetr hing den ter bei w lind klei tzetrie und weis stellt. W' .ahlemno lassen, so dabei nu blutige x ersetzbar, lohn. Trotz wieder ei lassen kai Landfrau verlassen Maschine baß auf her Leitu her Be in unsere der in 1 stehen jei Familien zur Seit jeugungs Stcstbesta über den triebe zu gaben zu Das e nichts ge vor die l irabe sch 3n hes treibe laß aus, ien. Der mit meld Helder r vufbring baut wu lurchgefi her Som satte der lie den ! und die mzugeb morhene Form de großer 3 tag erse unbau v Pntzlrau für einige Stunden vormittags gesucht. _ [04883 Plockstrafte 9 ll Putzfrau Wöchentlich einmal gesucht. [04888 Hindenbnrg- wall 22 11. | Kaufgesuche"] SA!eM elektr. Lanrve (Deckenbeleuchtung), Tisch, Schrank, Kommode, Matratze und Kovfkeil, Blumentisch, gebraucht, zu kaufen gesucht. Schrift!. Angeb. unter 04870 an den Gieß. Anz. trieb geq Auf' de oem der IM lmmarsc Schönes, möbl. Zimmer von jung. Dame zu sofort ob. zum 15. Oktober zu mieten gesucht. Schr. Ang. unt 04877 a.d.G.A. jwohnungstauschj Wohnungstausch. Alleinsteh. Frau möchte m. zwei Zimm. u. klein, ^üche tauschen gegen gleichgr. Wohnung. Schr. Ang. unt. 04868 a. d.G.A. *♦ B erufsjubiläum. Am gestrigen l.Okto- der konnte der Ofensetzermeister Philipp Hof, Großer Steinweg 14 wohnhaft, fein 40jähriges Juki, läum als Ofensetzer begehen. ** Reichssportabzeiche«. Eme Bekanntmachung des Landratsamtes betrifft Reibungen und Prüfungen für das Reichssportabzeichen am kommenden Sonntag uK Montag. Apotheker Scriba, Schotten, 60 Jahre alt. △ Schotten, 1. Okt. Der weithin bekannte Apotheker Theodor S c r i b a in Schotten konnte am 1. Oktober in körperlicher und geistiger Frische seinen 6 0. Geburtstag begehen. Der alten Sippe Scriba entstammend, die dem deutschen Volke schon viele bedeutende und verdienstvolle Männer in allen Berufen geschentt hat, ist der Altersjubilar neben feinem beruflichen Wirken als Inhaber der hiesigen Apotheke auf vielen Gebieten für die All^ gemeinheit tätig, vor allem als tatkräftiger Leiter des Zweiges Schotten des Vogelsberger Höhen- clubs, als ausgezeichneter Wanderführer, als stell- oertretenber Vorsitzer des Gesamt-VHC. und früher auch lange Jahre bei der alten „Hassia" als Vorsitzender des Bezirks Schotten. Ausgestattet mit reichen naturwissenschaftlichen Kenntnissen ist er ein vorzüglicher Kenner der Vogelsberger Pflanzenwelt. Tief verwurzelt im Heimatboden und erfüllt mit großer Liebe zu seiner Vaterstadt Schotten ist er auch Forscher auf dem reichen Gebiet der Heimatgeschichte und hat schon viele und beachtenswerte Vorträge über Schottens und Oberhessens Geschichte gehalten. Möge es ihm vergönnt sein, noch lange am Werke zu stehen und der Heimat zu dienen. Feuer in Alsfeld. <£ Alsfeld, 2. Oktober. Heute morgen gegen %4 Uhr wurde in unserer Stadt Feueralarm gegeben. Es brannte in der Holzwarenfabrik C. Krause & Sohn. Die Freiwillige Feuerwehr Alsfeld ging sofort mit allen verfügbaren Löschgeräten an die Bekämpfung des Brandes. Dabei arbeiteten die zur Hilfe herbeigeeilten motorisierten Feuerwehren von Gießen, Lich und Grünberg tatkräftig mit, während die gleichfalls an den Brandort geeilte Motorspritze von Lollar nicht mehr in Tätigkeit zu treten brauchte. Nach 2)4stündiger angestrengter Arbeit gelang es, die Flammen auf ihren Herd zu beschränken. Da es gelungen ist, das Maschinen- und Kesselhaus zu retten, kann der Betrieb fortgeführt werden. Die Brandurfache ist bis jetzt noch unbekannt, die Ermittlungen wurden heute früh sofort aufgenommen. Landkreis Gießen. * Harbach, 2. Okt. Der Polizeidiener i. R. Joh. Hartmann kann am morgigen öamstag, 3.Okt., in körperlicher und geistiger Rüstigkeit feinen 7 4. Geburtstag begehen. Der alte Herr hilft immer noch fleißig bei der Feldarbeit mit. Dem Jubilar gelten unsere herzlichen Wünsche zum Geburtstage und für eine» weiteren schönen Lebensabend. Verdunkelungszeit: 2. Oktober von 19.59 bis 6.55 Uhr. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter de» Hauptjchriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyrtot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Emst Blumschein. Druck und Verlag: Brühljche Univerjüätsvruckeret R. Lange K. G. Verlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck« Anzeigenpreisliste Nr. 6. MergeW für 100 bis 200 Bücher z. kaufen gesucht. Schrift!« Angeb. unter 04880 an den Meß. Anz. SttiWe für Herrn zu kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 04886 an den Gieß. Anz. ] Verschiedenes | Brillenetui MkNMiile am 16. 9. 1942 in Gießen [04359 vevlorerr. Der Finder wird gebeten, dieselbe auf d. Fundbüro abzugeben. LICHTSPIEL-THEATER Gloria-Palast, Seltersweg: Die heimliche Gräfin 2616^ Lichtspielhaus, Bahnholstraße: Straßenmusik Till. 2.30,4.45,7.30; So. 2.00,4.30.7.30 UM L