<92. Jahrgang Nr. 5< Ersckeinl täglich,, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener,>amilienblätter Heimat imBild Die^vcholle Bezugspreis: Monatlich .... .RM.1.80 Zustellgebühr... „ y-25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Ferufvrechansckluß 2231 Drahtanschrift: „Anzeiger" Postscheck 11686 Frantf.M. Gietzener Anzeiger vrühI!cheUnioersitälkdn> Forst (Werner), Eberbacy, Recknagel, Greiner; zum Generalarzt den Oberstarzt Dr. Genz (Paul); zum Generalveterinär den Oberstveterinär Dr. Sedlmayr. Außerdem wurden im Heer befördert: 249 Oberstgemacht werden. Das Ergebnis jener relativ kurzen Zeit des Aufbaues ist Allgemeingut jedes einzelnen Volksgenossen unseres Gaues geworden. Es ist letztlich das Fundament unserer nunmehr im Kampf um unser Lebensrecht entwickelten und eingesetzten ideellen wie physischen Kräfte. Um so mehr wird es sonlichkeit zu umreißen, deren kämpferischer Impuls und dynamische Willenskraft den Gau Hessen- Nassau in der Kampfzeit ebenso wie in der Zeit des Aufbaues und gegenwärtig eine hervorragende Stellung in der Gefolgschaft Adolf Hillers einnehmen lasten. Der Nationalsozialist Jakob Sprenger ist ein Bauernsohn und bringt damit sozusagen von Haus aus jene Voraussetzungen mit, die vom Nationalsozialismus besonders deutlich angesprochen werden. Ein gerades, aufrechtes, oft als knorrig empfundenes Wesen, in einer robusten Gesundheit fest begründet, und eine tiefe Liebe zur Heimat, ein empfindsames, immer aufnahmebereites Gemüt für alle kraftspendenden Faktoren wie ein fest im Alltag fundierter nüchterner Realismus gleichermaßen wurden ihm die geeigneten Grundlagen feiner nationalsozialistischen Haltung. Seine Gradheit verpflichtete ihn ebenso für die nationale Freiheit und Ehre unseres Volkes einzutreten, wie sein nüchterner Tatsachensinn die sozialen Forderungen als Selbst- Verständlichkeit, ja als gleichbedeutend mit den ideellen nationalen Werten erkannte. Fern von jedem starren Schematismus und Gegner jeder unnotwendigen Organisation lenkt er seine Aufgabengebiete mit einer ungewöhnlichen Festigkeit und Sicherheit des Urteils. Glücklich empfinden feine Mitarbeiter immer wieder die Unkompliziertheit seines Handelns. Wie oft wendet ein Wort von ihm eine verfahrene, kaum entwirrbare Angelegenheit mit einer geradezu frappierenden Leichtigkeit zu einer gerecht entschiedenen, geordneten Klarheit. Charaktere verlangt er um sich. Ihnen aber bleibt er auch bei unterlaufenen Fehlern in großzügigem Verstehen mit Rat und Hilfe in einer einzigartigen Führerkameradschast verbunden. Schweinehunde fliegen raus. Schweinehunde aber müssen sich vor ihm hüten. Mit treffsicherem Blick erkennt er sie ebenso, wie er sie dann mit einer aus der Kampfzeit beibehaltenen Derbheit unweigerlich zu Fall bringt. Als unbedingt notwendig, aber auch nicht als mehr, sieht er derartige Prozeduren an. Eine Befriedigung gewähren sie ihm nur insoweit, als er damit über die Reinheit der Bewegung wachen kann. Viel lieber aber läßt er die andere Saite feines Wesens anklingen. Sie ist am besten erläutert, wenn man erwähnen darf, daß sein Lieblingslied jene heimatliebevolle Weise vom schönsten Wiesengrunde ist. Peinlich darauf bedacht, sein Herz nicht nach außen zu kehren, zieht sich durch sein entschiedenes und bestimmtes Handeln doch immer wieder ein gefühlsbetontes, die Kameradschaft zu seinen Mitarbeitern ebenso wie das Verhältnis zu der Be- leutnante zu Obersten, 35 Oberfeldärzte zu Oberst« ärzten, zwei Oberfeldveterinäre zu Oberstveterinären. 2. In der Kriegsmarine: Mit Wirkung vom 1. März 1942: Zu Admiralen: Die Vizeadmirale Mewis, von Schrader; zu Vizeadmiralen: die Konteradmirale Kurze, Schenk, Lohmann; zu Konteradmiralen: die Kapitäne z. S. Schirlitz, v. Götze, litte; zu Kapitänen zur See: die Fregattenkapitäne Löwisch (Wolf), Engelhardt, Neumann, Stapenhorst, Schaitler, Koch (Henry), Mecke; zum Kapitän zur See (Ina.): den Fregattenkapitän (Ing.) Dornr zum Flottenarzt: den Geschwaderarzt Dr. Treu. — 'Mit Wirkung vom 1. Januar 1942: Zu Flottenärzten: die Geschwaderärzte Doz. Dr. Heim, Dr. Würfel, Dr. Paul. 3. In der Luftwaffe: Mit Wirkung vom 1. März 1942: Zum Generaloberst: den General der Flieger Freiherr von Richthofen; zum General der Flieger: den Generalleutnant Waber; zum Generalleutnant: den Generalmajor Hoffmann von Waldau. — Mit Wirkung vom 1. Februar 1942: Zu Obersten: die Oberstleutnante Fleischer, Keller, Heilmann, Maaß. — Mit Wirkung vom 1. März 1942: Zu Obersten: den Oberstleutnant Evers, die Oberstleutnants i. G. Weygoldt, Korte, Giese; die Oberstleutnante Zencominierski, Schlack, Löbisch, Parrisius, v. Veltheim, Huber, Auge, Knoke, Sief, Wilke, v. Alten, Menge, Klitzsch, Stahel, Dip.-Ing. Hummel, Wolf, Löwe, Herrmann, Forster, Alber, Munske, Drautz, Dip.-Ing. Rechholtz, Arlt, Löhr, Bachmann, van Koolwojk, Mann, Dr. Stein, Dr.« Ing. Gade, Dr. Frhr. v. Wrede, Vollbracht, v. Seyd» litz-Kurzbach, Büdingen, Stürmer, Frhr. v. Pech- mann. o. Böhm-Bezing, Bendix, Kopte, Metzler, von Wedel, Averdam; zu Oberstärzten: die Oberfeldärzte Dr. Bleibtreu, Dr. Rüter, Dr. Grönning, Dr. Seckendorf. — Mit Wirkung vom 1. Januar 1942t Zum Generalingenieur: der Oberstingenieur Hertel; zum Oberstkriegsgerichtsrat: der Obertriegsgerichts- rat Dr. Bischoff. Das Eichenlaub für Feldwebel Köppen Berlin, 28. Febr. (DNB.) Der Führer hat dem Feldwebel K ö p p e n, Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader, das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen und ihm nachstehendes Schreiben übermittelt: „In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen anläßlich Ihres 69. bis 72. Luftsieges als 79. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Wolf Hitler." und ist das Programm des Führers. Das allerdings habe ich vorbehaltlos und hundertprozentig getan; ich habe stets mit meiner ganzen Person dafür eingestanden." Das ist das Bild des Kämpfers schlechthin: Bedingungslose Hingabe an die Idee des selbftgewähl- ten Führers und voller Einsatz dafür mit der eigenen Person! Nachdem Gaulsiter Sprenger schon einige Jahre unter den schwierigsten Verhältnissen in Frankfurt am Main diese in Worten so einfache, aber in der damaligen Zeit so ungeheuer schwer in die Tat umzusetzende Erkenntnis immer und immer wieder unter Beweis gestellt hatte, übertrug ihm der Führer das Amt eines Gauleiters der NSDAP, im Gau Hessen -Nassau -Sich, der damals im wesentlichen das Gebiet des Regierungsbezirkes Wiesbaden der Provinz Hessen-Nassau umfaßte. Die zum Regierungsbezirk Kassel gehörenden Kreise Hanau, Gelnhausen und Schlüchtern wurden ebenfalls dem Gau Hessen-Nassau-«Süd zugeteilt. Die Verhältnisse, die Parteigenosse Sprenger in seinem Gau vorfand, waren nicht die erfreulichsten. Unstimmigkeiten — z. T. schwerer Natur — in den eigenen Reihen, fast auf den Nullpunkt gesunkener moralischer Kredit der Bewegung vor allem in der Gauhauptstadt selbst, verursacht durch das Verhalten einiger Parteiangehöriger, für das aber die Partei als solche in der Oeffeutlichkeit verantwortlich gemacht wurde, und völlig zerrüttete finanzielle Verhältnisse in der Parteikasse, das war die Erbschaft, die Gauleiter Sprenger vorfand, als er auf Anordnung des Führers vom 25.2.1927 mit Wirkung vom 1. März des gleichen Jahres das Amt übernahm. r Nur eine Kämpfernatur mit unbeugsamer Tai- und Willenskraft war in der Lage, in kurzer Zeit sowohl der widerspenstigen Dinge, als auch der Personen Herr zu werden, die glaubten, sich nicht in den Rahmen einer geordneten Führung einstigen zu können. Ganz würdigen können nur diejenigen die Leistungen des Kämpfers Sprenger, die schon damals Gelegenheit hatten, einen Blick in die geistige Werkstatt dieses Mannes zu werfen, und die nun heute rückblickend nochmals die ungeheure Fülle der damals geleisteten Arbeit anhand des vorliegenden Materials überschauen können. Dieser 25. Februar 1927 ist nicht nur ein Markstein in dem Leben dieser Kämpfergestalt, sondern auch in dem Werden der nationalsozialistischen Bewegung im Gau Hessen-Nassau. Dem Kämpfer Sprenger wurde durch die Berufung Gelegenheit gegeben, seine Persönlichkeit im Dienste der von ihm als richtig erkannten Idee voll zu entfalten, und die Bewegung als solche erhielt hierdurch in den rhein-mainischen Landen die Ausrichtung, die für alle Zeiten mit dem Namen des Gauleiters Sprenger verbunden fein wird. An diesem Tage, an dem der Alte Kämpfer Parteigenosse Sprenger auf eine 15jährige Tätigkeit als Gauleiter in den Landen um den Rhein und Main zurückblickt, grüßen ihn Partei- und Volksgenossen aus Stadt und Land in Hessen und Nassau, und von den Bergen und Hügeln des Odenwaldes, des Taunus und des Westerwaldes soll es widerhallen: Dem Gauleiter und Alten Kämpfer Sprenger ein dreifaches Sieg-Heil! Berlin. 28. Februar. (DRB.) Der Reichsmarschall und Oberbefehlshaber der Luftwaffe erließ folgenden Tagesbefehl zum 1. März 1942. Kameraden der Luftwaffe! An unserem Ehrentage grüße ich Luch, meine von unerschütterlichem Kampfgeist beseelten Männer, mit Stolz und Dankbarkeit. In knappen sieben Jahren hat sich unsere junge Waffe eine Geschichte geschrieben, die den kühnsten Heldenliedern aller Zeiten gleichkommt. Aus den gewaltigen Siegen dieses Schicksalskampfes werden Luch immer neue Kräfte zufließen. Bald ist der harte Winter durchgestanden. Mil leigender Sonne wird Deutschlands Luftwaffe in vielfacher Wucht den Gegner treffen. Wir gedenken am heutigen Tage in Ehrfurcht und Liebe unserer toten Kameraden. Sie werden unter uns sein, auch bei jenem Einsatz, der dem letzten Feind die Waffe aus der Hand schlagen und die ewige Größe und Freiheit des Reiches Adolf Hitlers bekrönen wird. Heil dem Führer! Göring. Reichsmarschall des Großdeutschen Reiches und Oberbefehlshaber der Luftwaffe. 1. März 1942. Glückwunsch Görings an Richthofen. Hauptquartier, 1. März. (DNB.) Reichsmarschall Göring richtete an Generaloberst von Richthofen folgendes Glückwunschtelegramm: „Zu Ihrer Beförderung zum Generaloberst übermittle ich Ihnen, lieber Richthofen, in dankbarer Anerkennung meine aufrichtigsten Glückwünsche. Ich freue mich und bin stolz, daß der Führer durch diese hohe Auszeichnung Ihre außerordentlichen Verdienste und den Heldenmut Ihrer Verbände in solch besonderer Weise gewürdigt hat. Feldwebel Gerhard Köppen wurde am 17. Mai 1918 in Holpendorf geboren. Im Kampf gegen dis sowjetische Luftwaffe hat er sich als ein ausgezeichneter Jagdflieger erwiesen. Nachdem er in schweren Luftkämpfen gegen einen oft zahlenmäßig überlegenen Gegner 40 Luftsiege errungen hatte, wurde ihm am 18. Dezember 1941 das Ritterkreuz ver- liehen. Durch kühne Tiefangriffe auf feindliche Flugplätze, Kolonnen und Panzer hat er dem Gegner chweren Schaden Zugefügt, u. a. hat er ein sow- etisches Kanonenboot auf dem Dnjepr in Brand ge« chossen. Im OKW.-Bericht vom 25. Februar 1942 wurden fein Name anerkennend genannt OaS Ritterkreuz. Berlin, 28. Febr. (DNB.) Der Führer ver. lieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, das R i t t e r • kreuz des Cisemen Kreuzes an Oberfeldwebel Schulz, Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader. Oberfeldwebel Otto Schulz ist ein in zahlreichen Luftkämpfen hervorragend bewährter Jagdflieger. An der nordafrikanischen Front ist es ihm gelungen, an einem Tage gegen zahlenmäßig überlegenen bri« tischen Gegner, feinen 40., 41. und 42. Luststeg zu erringen. völkerung des Gaues besonders eng und herzlich gestaltendes Wesen. Bei allen ihn notwendigerweise zuvorderst in Anspruch nehmenden großen Führungsaufgaben nimmt sich der Gauleiter dennoch die Zeit, um sich auch um Kleinigkeiten zu kümmern. „Wir sind vom einzelnen zur Ganzheit gekommen", so pflegt er hierbei zu jagen. „Auch die heutigen größeren Perspektiven geben uns nicht das Recht, das einzelne Schicksal zu vernachlässigen, sondern verpflichten uns im Gegenteil, ihm nach wie vor unser besonderes Augenmerk zuzuwenden, da allein die gerechte Ordnung seiner Verhältnisse die sichere und unentbehrliche Grundlage der Planungen aus einer größeren Perspektive ist." So verfolgt der Gauleiter z. B. sehr genau die weitere Bearbeitung der an ihn heran- getragenen Gesuche einzelner Volksgenossen. Und so manch einer seiner Mitarbeiter mußte sich dabei schon von einem messerscharfen Gedächtnis überraschen lassen, wenn er Wochen später urplötzlich aus heiterem Himmel nach Bearbeitung und Lösung des Vorganges befragt wurde. Tradition schaffen ist besser. „Tradition besitzen ist gut, Tradition schaffen aber ist besser", sagte einmal ein Großer unseres Volkes. Große Ideen aber schaffen sich ihre Tradition, nicht allein kraft der ihnen innewohnenden Dynamik ihres geistigen Inhalts, sondern vor allem durch das Handeln und Wirken ihrer Träger. Je stärker deren Perfönlichkeitswert ist, desto lebendiger wird sich eine Tradition heranbilden. Der Gau Hessen- Nassau darf am heutigen Tage stolz und froh daran denken, daß das Vorbild unseres Gauleiters jene Tradition entwickelte, die er in seinem Telegramm an den Führer auf der Festung Landsberg im Jahr 1923 zum erstenmal zum Ausdruck brachte: „Der Gefolgsmann Adolf Hitlers hat feine Treue täglich aufs neue durch die Tat zu beweisen!" Es ist das Gluck unseres Volkes, daß es in feinem gegenwärtigen Freiheitskampf die Männer der ersten Stunde an feiner Spitze weiß, die der Führer in feiner letzten Rede unter Ablehnung einer nachträglich vorgenommenen Zweiteilung von Partei und Soldatentum als die eigentlichen und besten Soldaten bezeichnete. Sie geben heute die Garantie dafür, daß sich ein zweiter November 1918 niemals mehr wiederholen wird. Der Stolz unseres Gaues aber ist es, daß unser Gauleiter zu diesen Männern zählt. Unser Dank und Gruß an seinem heutigen Ehrentage sei daher die von uns freudig aufgenommene Verpflichtung, die von ihm erkämpfte Tradition der Treue zu Führer und Reich durch unser Handeln in jeder Situation lebendig zu halten. U. den seine ersten Erfolge gesammelt. Lauter unbekannte Namen von Männern, deren Einsatz selber wieder fortzeugend wirkte. Die Verwaltungsarbeit war damals wie heute sekundär, ein notwendiges, leider nicht zu umgehendes Hebel Wenn sie hier besonders beachtet wird, so nur deshalb, weil ihre Entwicklung sinnfälliger Ausdruck vom Werden und Wachsen des begonnenen Werkes ist. Zwischen dem damaligen bescheidenen Notizbuch und dem heutigen Adolf-Hitler-Haus liegt jener Weg des Kampfes und des Erfolges, ausgefüllt mit ben fiegoerbürgen« den Erfordernissen des Opfers, des Mutes und der Treue, wie sie sich in der Persönlichkeit unseres Gauleiters hervorragend verkörperten. Rach der Kritik der Aufbau. Der rastlose, keine Mühe und Gefahr scheuende Einsatz des Gauleiters in der Kampfzeit ist bekannt. Ebenko bekannt, weil von allen miterlebt, find die großen Aufbauerfolge des Gaues Hessen- Nassau. Es ist das besondere Glück, das der Gauleiter noch immer in jeder seiner Handlungen empfand, daß er nach seiner in der Stadtverordnetenversammlung und im Provinziallandtag anklagenden und vernichtenden Kritik am Versagen des Systems mit führender und tätiger Hand den nationalsozialistischen Aufbau leiten durfte. Mit den über die Grenzen des Gaues bekannten Erfolgen auf dem wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Sektor erfuhr die nationalsozialistische Opposition der Kampfzeit ihre hervorragende Rechtfertigung. Es brauchen heute auch hierüber nicht viel Worte Bemerkenswerte Daten in der Entwicklung einer Persönlichkeit sowohl als auch einer die Gesamtheit betreffenden Sache regen immer zu einem Rückblick an. Man läßt dann gleichsam den Film noch einmal, aber in umgekehrter Richtung, vor dem geistigen Auge ablausen, hält ihn hie und da an und verweilt sinnend bei den besonders gut gelungenen Bildern beschaulicher Innerlichkeit oder dramatischer Höhepunkte der Handlung. Ganz abwegig wäre es, unter dem Eindruck des gewaltigen Geschehens von heute, das Kontinente und Weltmeere in seinen Bann gezogen hat, zu folgern, daß Betrachtungen und Studien über Vergangenes unzeitgemäß oder gar völlig überflüssig seien. Damit würde ja letzten Endes jeder Geschichtsforschung und -beutung bas Todesurteil gesprochen. Im Gegenteil: die Versenkung in abgelaufene Zeitepochen, die Verfolgung des Lebensweges großer Persönlichkeiten, ist nicht allein für ben sich damit Beschäftigenden eine Quelle stärksten Erlebens, sondern auch, in die richtige, Form gebracht, ein unvergleichliches Mittel zur Belehrung der Mit- und Nachwelt. Ganz abgesehen davon, daß vielfach erst die Deutung der Vergangenheit das volle Verständnis für das Heute arbt. Für das Verstehen des heutigen politischen Geschehens in Deutschland und der damit verbundenen ungeheuren Kräfteausstrahlungen des Reiches der europäischen Mitte gilt das jedenfalls uneingeschränkt. Wer wollte behaupten, das Werden und Wachsen der nationalsozialistischen Bewegung und ihre praktischen Auswirkungen im rhein-mainischen Gebiet zu verstehen und zu begreifen, ohne ben Werbegang Des ersten Gefolgsmanns bes Führers in diesen Landen, Gauleiter und Reichsstatthalter Spren- ver, verfolgt und erkannt zu haben? Hier spielt sich vor unseren Augen ein kämpferisches Leben ab, wie es klarer, aufrechter und zielsicherer nicht gedacht werden kann. In Verfolg einer die Geschichte der NSDAP, im Gau Hessen-Nassau betreffenden Arbeit hatte ich mich eingehend mit der Frühzeit der Bewegung im Gau zu befassen und war mit meiner Arbeit bei den Ereignissen der Jahre 1921/24 angelangt, in denen im völkischen Lager der Gauhauptstadt Schwarmgeister „in Politik machten", die es ohne Zweifel verstanden hatten, mit schillernden Theorien und mystischen Redewendungen auf ihren nicht gerade sehr kritisch eingestellten Anhängerkreis nachhaltig einzuwirken. Diese Propheten mögen wohl im guten Glauben gehandelt haben, aber den Boden der realen Politik hatten sie jedenfalls unter sich verloren. Ich bat ben Gauleiter, ber bamals auch schon bem völkischen Lager angehörte, als Kenner dieser Zeit um Auskunft über ben unb jenen Mann aus dem damaligen Führerkreis. Im Zusammenhang mit ber treffenben Schilberung einiger bieser „beutschvölkischen Wanberscholaren" äußerte sich ber Gauleiter in seiner schlichten unb doch so klaren Ausbrucksweise: „Ich für meine Person wollte ja auch keine neuen Programme aufstellen, mit keinen äußerlich bestehenben Theorien, schillernben Seifenblasen gleich, jonglieren. Ich bin von Anfang an nur für bas Programm eines anberen, eines Größeren, eingetreten und habe mich bemüht, mitzuhelfen, dieses Programm in der Praxis zu verwirklichen, und dieses Programm war Ms vor fünfzehn Jahren der Nationalsozialist Jakob Sprenger vom Führer mit der Führung seiner Gefolgschaft im Gebiet um Rhein und Main beauftragt wurde, hatte er bereits ein halbes Jahrzehnt des härtesten Kampfes für die Idee eines damals nur geahnten nationalen und sozialen Deutschlands erfolgreich bestanden. Als verwundeter Frontsoldat nach seiner Rückkehr aus dem Weltkrieg in den Straßen Münchens gegen die Mächte des Chaos, der Ehrlosigkeit und Feigheit predigend, konnte sein Weg nur zu jenem Manne führen, der in der Zeit des Verfalls und ber Ohnmacht Deutsch- lanbs mit verwegener Kühnheit ein Programm ber Wiebererrichtung bes Reiches, ber Wiedergewinnung feiner Freiheit unb Ehre zu erstellen wagte. An Mut unb Treue erging ber Appell, unb es war nun selbstverständlich, baß er bei bem Frontsolbaten Sprenger, ber biese Tugenben, wie seine Auszeichnungen es beweisen, im Schützengraben bes Weltkrieges sein eigen nannte, die entsprechende Resonanz sand. Oie Parteiorganisation im Notizbuch. Seit bem Jahre 1922 finben wir ihn daher als fanatischen Mitkämpfer Adolf Hitlers. Es war ein schweres unb hartes Ringen, aber bennoch ein Weg steter Erfolge. Heute erinnert ber Gauleiter gern baran, wie er seinerzeit bie gesamte Parteiorganisation bes Gaues in einem Notizbuch, bas er stets bei sich zu tragen pflegte, verwaltete. Damals lag in bieser Perspektive von bem mehr als bescheibenen Anfang zu ber zu erringenben notroenbigen Position burch bie Uebernahme ber Macht, bas ganze Uebermaß von Anforberungen an Glauben unb Opferbereitschaft. Man vergegenwärtige sich bies noch einmal: Ein Mann zieht in einer völligen Verzweiflung bes vollkommenen Nieberbruchs ber Nation im ßanbe umher unb spricht selbst als Unbekannter von einem anberen Unbekannten, ber das Japanische Truppenlandungen auf Lava. Tokio. 2.März. (DNB.-Aunkspruch.) Japa- Nische Truppen sind, wie amtlich mitgeteilt wird, am Sonntag an verschiedenen Stellen auf der Insel Java gelandet. Weitere Einzelheiten über die erfolgreichen Landungen sind in absehbarer Zeil zu erwarten. Das Kaiserliche Hauptquartier gab am Montag um 12.20 Uhr japanischer Zeit eine amtliche Mitteilung über die erfolgreichen Landungen auf der Insel Java bekannt, die folgenden Wortlaut hat: „Unter Deckung einer großen Alottenabteitung haben starke Einheiten japanischer Streitkräfte Landungen im ö st l l ch e n. mittleren und westlichen Teil Javas gegen hartnäckigen Widerstand des Feindes zur See, in der Luft und auf dem Lande, erzwungen. Die japanischen Streitkräfte dehnen den Umfang ihrer Operationen.ständig aus. Die von den japanischen Streitkräften erlittenen Verluste, die bis jetzt festgestellt wurden, umfassen einen Transporter, der versenkt wurde, und drei weitere, die strandeten. Der Verlust an Truppen ist jedoch praktisch gleich Null, da diese Schiffe nach der Landung verloren gingen.“ * Java, das Mittelstück des Sundabogens, zwischen dem Indischen Ozean und der Javasee gelegen, ist mit 126 000 qkm zwar die kleinste der großen Sunda-Juseln, aber mit 40 Millionen Einwohnern die volkreichste und dank seiner außerordentlichen Fruchtbarkeit der wertvollste Teil des niederländischen Kolonialbesitzes. Daher haben die Feinde auch den Versuch gemacht, die Insel mit Seestreitkräften zu verteidigen, die jedoch von den japanischen Flotteneinheiten zum großen Teil versenkt oder außer Gefecht gesetzt wurden. Die langaestreckte Insel ist von vulkanischen Gebirgsketten durchzogen, die bis über 3000 Meter ansteigen. An der Nordküste, wo die Japaner an verschiedenen Stellen gelandet sind, sind dem Gebirge breitere Tieflanüebenen vorgelagert. Die Hauptmasse der Bevölkerung besteht aus Malayen. Ausfuhrprodukte der Insel, die hauptsächlich über die an der Nordküste gelegenen Häfen Batavia, Soerabaja und Semarang ausgeführt werden, sind Zucker, Gummi, Kaffee, Tee, Tabak und Gewürze. Reis, das Hauptanbauprodukt, reicht kaum für den Jnlandbedarf. Die Häfen Semarang und Rem-ban- liegen den im Innern der Insel befindlichen Erdölquellen am nächsten. Große Geesiege der Japaner Fünf feindliche Kreuzer und sechs Zerstörer versenkt. Tokio, 1. März. (Europapreß.) In den Gewässern vor Java ist, wie das japanische Hauptquartier am Sonntagnachmittag bekanntgibt, eine neue Seeschlacht geschlagen worden, in deren Verlauf die japanischen Marinestreitkräfte große Erfolge erzielen konnten. Da» Kaiserliche Hauptquartier gab am Sonntag einen Ueberblick über die bisher erzielten Erfolge der Seeschlacht bei Java. Nach dieser amtlichen Darstellung versenkte ein japanisches Geschwader, das im Gebiet von Soerabaja operierte, am 27. und 28. Februar insgesamt drei Kreuzer und sechs Zerstörer. Bier feindliche Kreuzer wurden schwer beschädigt. Das Treffen der japanischen und feindlichen Seestreitkräfte wird in Zukunft die Bezeichnung „Seeschlacht von Soerabafa" führen. Ein anderes japanisches Geschwader versenkte, wie es in der amtlichen Mitteilung weiter heißt, im Seegebiet um Batavia in den frühen Morgenstunden des 1. März einen großen USA. - Kreuzer und einen australischen Kreuzer. Dieser Kampf wird in Zukunft als die „Seeschlacht von Batavia" in der japanischen Kriegsgeschichte bezeichnet werden. Einen bedeutenden Anteil am Erfolg der Seeschlacht von Java hatten Flugzeuge der japanischen Heeresluftwaffe, die Volltreffer auf zwei Kreuzern und einem Zerstörer erzielten. Weitere drei Schiffe der gegnerischen Seestreitkräfte wurden schwer beschädigt und ein Kriegsschiff von etwa 3000 Tonnen durch Bombentreffer in Brand gesetzt. Mit diesen jüngsten Erfolgen hat die in den holländisch-indischen Gewässern operierende japanische Flotte die Hauptkraft der feindlichen Seestreitkräfte im südwestlichen Pazifik vernichtet. Ein in den Kämpfen leicht beschädigter japanischer Zerstörer nimmt an den weiteren Operationen gegen die feindlichen Kriegsschiffe, die sich auf der Flucht befinden, teil. Domei meldet von einem Luftstützpunkt: Japanische Marineflugzeuge trafen am 27. Februar in den Gewässern um Batavia auf einen britischen Flottenverband, wobei sie zwei Bombenvolltreffer auf einem Kreuzer der „Exe -- t e r"° Klasse erzielten. Das Schiff wurde in Brand gesetzt und blieb manövrierunfähig liegen. Verfolgung bis zur endgültigen Vernichtung. Tokio, 2. März. (DNB. Funkspruch.) Zu der See-sch lacht, die seit dem 27. Februar in der Java-See im Gange ist, wird laut Domei von unterrichteter Seite betont, daß die feindliche Flotte ihrer völligen Vernichtung entgegengeht. Dieser Verlust sei für den Feind um so größer, als es sich um schnellste Flotteneinheiten handele, nämlich Kreuzer und Zerstörer. Dadurch werde der Gegner außerstande sein, seinen See-Guerillakrieg weiter durchzuführen. Besonders wird auch hervorgehoben, daß damit erstmalig gegnerische Hauptstreitkräfte in direkten Kampf mit der japanischen Marine traten. Die unbestreitbare Ueberlegenheit Japans zur See, die sich bereits in der Schlacht bei Java vom 4. Februar, in der der Schwere USA.-Kreuzer „Houston" versenkt wurde, und am 20. Februar, wo sieben Kriegsschiffe bei Bali durch zwei japanische Zerstörer erledigt wurden, gezeigt habe, sei in der jetzigen Seeschlacht erneut bewiesen worden. Abschließend wird fest- gestellt, daß der Gegner keine Möglichkeit mehr habe, ohne weitere Verluste zu entkommen, und daß die japanische Marine die Reste des Feindes b i s zur endgültigen Vernichtung verfolgen werde. „Viel Gorge und Kummer." Holländisch-Jndien fühlt sich von den USA. verraten. G e n f, 1. März. (DNB.) Wie die „Daily Mail" vom 25. Februar berichtet, hat der stellvertretende Gouverneur von Holländisch-Jndien, van M o o k, in einer Unterredung die Feststellung gemacht, daß alle Lieferungen, auf die Java zur Zeit aus den USA. warte, schon im voraus bezahlt worden seien. Trotzdem träfe dieses versprochene und von den Amerikanern bereits verkaufte Kriegsmaterial nicht ein. Es sei ein Verbrechen, so meint van Mook, daß die USA. dem zur Zeit von den Japanern hart bedrängten N i ederländi s ch - Indien ihre Unterstützung versagen. Niederländisch-Jnien wolle doch nichts anderes als das, was es gekauft und bezahlt yabe. Wenn Java erst einmal in die Hände der Japaner falle, dann seien die Japaner später auch in der Lage, aus dieser Insel eine uneinnehmbare Festung zu machen. Einige Menschen schienen aber zu glauben, daß man nur Java aufzugeben brauche, um Burma besser verteidigen zu können. Das sei Unsinn, denn man könne einen Krieg nicht durch dauernde Rückzüge gewinnen. Auch eine ausschließlich defensive Kriegführung verspreche keinen Erfolg. Abschließend hob van Mook noch hervor, daß die von den USA. eingenommene Haltung in Niederländisch-Jndien sehr viel Sorge und Kummer mache, insbesondere was die versprochenen Kriegsmateriallieferungen angehe. Man habe ihm in den USA. ganz bestimmte Zusagen in dieser Hinsicht gelegentlich seines Besuches gemacht, und nun erwarte Nieder- ländisch-Jniden, daß die Versicherungen auch ein- gehalten würden. Amerikanische Schlappe vor Wake. Tokio, 28. Febr. (DNB.) Die japanische Besatzung auf der Insel Wake schlug am 24.2. einen amerikanischen Angriff unter schweren Verlusten für den Gegner a b. Hierzu meldet das kaiserliche Hauptquartier, daß javanische Artilleriebeobachter auf Wake in der Dämmerung einen feindlichen Flugzeugträger, zwei Kreuzer und sechs Zerstörer entdeckten, auf die sofort das Feuer eröffnet wurde. Ein feindlicher Kreuzer wurde in Brand geschossen und am Heck eines Zerstörers Treffer erzielt. Weiter erzielten japanische Marineflieger am Heck eines großen feindlichen Kreuzers mehrere direkte Treffer. Sie schossen ferner fünf feindliche Flugzeuge ab. Die feindlichen ^Kriegsschiffe ergriffen die Flucht. An den militärischen Einrichtungen auf der zu stand verkündet worden. Glelchzeittg wird be- Indien flüchtenden Burmesen die Be- nach Kalkutta führt. Schanghai, 1. März. (Europapreß.) Nach Meldungen aus Neu-Delhi ist in den ö st l i ch e n Provinzen von Indien der Ausnahme- (Assam) an der indischen Grenze, die zweite von Prome nach Akayab, von wo aus die Landstraße Insel Wake wurde nur geringer Schaden angerich-.zustand verkündet worden. Glelchzeittg wird betet. Es waren einige Tote und Verwundete zu bfr-1 könnt, daß die Regierung von Burma für die nach klagen. Indien flüchtenden Burmesen die Be- im »fflich.» 3ni>ien, Kix SÄ’ L.A Freiheit für Indien! „Oie Stunde der Erlösung ist für Indien gekommen * Berlin, 1. März. (DNB.) Subhas Chandra Bose, einer der hervorragendsten Führer des indischen Nationalismus, der im Vorjahr ans einem britischen Gefängnis entkam, hat sich mit einem Freiheitsaufruf an das indis-che Volk gewandt. Das Manifest, das erstmalig am Freitag über einen ungenannten Sender gehört werden konnte, hat folgenden Wortlaut: „Etwa ein Jahr lang habe ich schweigend und geduldig den ßauf der Ereignisse abgewartet. Nun, da die Stunde geschlagen hat, trete ich hervor und spreche. Der Fall Singapurs bedeutet den Zusammenbruch des britischen Reiches, das Ende des Regimes der Ungerechtigkeit, dessen Symbol es war, und das Heraufdämmern einer neuen Aera der indischen -Geschichte. Das indische Volk hat lange unter der Demütigung eines fremden Joches gelitten. Es ist geistig, kulturell, politisch und wirtschaftlich ruiniert worden, so lange es unter britischer Herrschaft stand. Jetzt muß es dem Allmächtigen in Demut danken für das glückliche Ereignis, das Indien Leben und Freiheit verheißt. Der britische Imperialismus ist in der modernen Geschichte der teuflischste Feind der Freiheit, das furchtbarste Hindernis des Fortschritts gewesen. Seinetwegen hat ein sehr großer Teil der Menschheit in Sklaverei gelebt. In Indien allein ist etwa ein Fünftel des Menschengeschlechts rücksichtslos unterdrückt und verfolgt worden. Für andere Rationen mag der britische Imperialismus der Feind von heute fein — für Indien ist er der e w i g e F e i n d. Zwischen beiden ist weder Frieden möglich, noch ein Kompromiß. Und die Feinde des britischem Imperialismus sind die natürlichen Verbündeten Indiens, genau so wie die Verbündeten des britischen .Imperialismus heute unsere natürlichen Feinde sind. Die Außenwelt vernimmt von Zeit zu Zeit Stimmen, die aus Indien kommen und den Anspruch erheben, entweder im'Namen des Indischen Nationalkongresses, oder in dem des indischen Volkes zu sprechen. Diese Stimmen gehen aber durch die Kanäle der britischen Propaganda hindurch, und es sollte niemand den verhängnisvollen Fehler begehen, sie als charakteristisch für das freie Indien anzusehen. Wie es in einem Lande, das unter Fremdherrschaft steht, natürlich ist, haben die britischen Unterdrücker sich bemüht, im indischen Volk Spaltungen hervorzurufen. Infolgedessen gibt es in Indien Menschen, die den britischen Imperialismus offen unterstützen, und andere, die, fei es absichtlich oder unabsichtlich, der britischen Sache helfen, ihre wahren Beweggründe aber oft dadurch verschleiern, daß sie von Zusammenarbeit mit Tschungking-China, Sowjetrußland und anderen Verbündeten Englands sprechen. Diesen gegenüber steht aber die ungeheure Mehrheit des indischen Volkes, die keinen Kompromiß mit dem britischen Imperialist mu s will, sondern weiterkämpfen wird, bis die volle Unabhängigkeit erreicht ist. Wegen der Kriegsverhältnisse in Indien kann die Stimme dieser freiheitsliebenden Inder nicht über die Landesarenzen hinausdringen; wir aber, die wir mehr als zwei Jahrzehnte um unsere nationale Emanzipation gekämpft haben, wissen genau, was die ungeheure Mehrheit unserer Landsleute heute denkt und empfindet. An diesem Kreuzweg der Weltgeschichte, an dem wir stehen, erkläre ich feierlich im Namen aller freiheitsliebenden Inder in Indien wie im Ausland, daß wir weiter gegen den britischen Imperialismus kämpfen werden, dis Indien wieder selbst Herr über seine Geschicke ist. In diesem Kampf und in der Zeit des Wiederaufbaues, die darauf folgen wird, werden wir von ganzem Herzen mitalldenen Zusammenarbeiten, die uns helfen, den gemeinsamen Feind niederzuringen. Ich bin überzeugt, daß in diesem heiligen Kampf die ungeheure Mehrheit des indischen Volkes mit uns gehen wird. Keinerlei Machenschaften, Intrigen ober Verschwörungen der Agenten des anglo-arneri- konischen Imperialismus, an welch hervorragendem Platz sie auch stehen und welcher Nationalität sie auch angehören mögen, können dem indischen Volke Sand in die Augen streuen oder es vom Wege der patriotischen Pflicht abbringen. Die Stunde der Erlösung ist für Indien gekommen. Jetzt wird Indien aufstehen und die ketten der Knechtschaft zerbrechen, die es so lange gefesselt hielten. Und durch die Befreiung Indiens werden auch Asien und die ganze Welt fortschreiten auf dem Wege zum größeren Ziel der Emanzipation der Menschheit." Der Rundfunk Hilst den Krieg gewinnen. Zur Neugestaltung des Rundfunkprogramms. Reichsminister Dr. Goebbels veröffentlicht einen Aufsatz unter dem Titel „Der treue Helfer", der erläutert, warum die Soldaten leichte Musik haben wollen und die Gestaltung des Programms in erster Linie ihren Wünschen und denen der in den Kriegsbetrieben schaffenden Arbeiter gerecht werden müssen. Er verkündet u. a., daß nunmehr wieder zwei Sendefolgen ausgestrahlt werden. Die Gestaltung des Rundfunkprogramms ist feit einigen Monaten ein das deutsche Volk immer wieder interessierendes Diskussionsthema. Reichsminister Dr. Goebbels hat jetzt grundsätzlich zu allen damit zusammenhängenden Fragen Stellung genommen. Wir müssen daran denken, daß, wie der Minister ausführte, heute für die Abwicklung eines vielseitigen und sich an alle wendenden Programms der Deutsche Rundfunk nicht mehr 14 oder 15 Sender zur Verfügung hat, die den einzelnen Wünschen eher Rechnuna tragen könnten, sondern daß alle Reichssender zusammengeschlossen sind und in einem einzigen Darbietungsoblauf folglich nur noch einem Teil des deutschen Volkes in seinen Wünschen entgegenkommen können. Sonderwünsche werden demnach nur bann berücksichtigt werben, wenn sie so gehalten sind, baß wirklich ber Mehrzahl aller Deutschen Freube unb Entspannung geboten werben kann. Es ist zum Beispiel ungerecht, wenn jemand sich heute darüber beschwert, daß er in den Abendstunden keine belehrenden Vorträge ober Symphonien hören kann; ungerecht gegenüber dem schwer- schaffenden Volksgenossen, der nach einem mit Arbeit überladenen Tag gar nicht mehr die Konzentrationsfähigkeit besitzt, sich von Beethoven ober einem noch so interessanten literarischen ober wissenschaftlichen Thema ansprechen zu lassen. Wenn es trotzbem nach vielen Vorbereitungen gelungen ist, in ben Hauvtsendestunden wieder zwei P r o g r a m m f o I g e n au senden, dem Deutschlandsender also künftighin die Aufgabe zu stellen, die ernste, gehobene, klassische M u s i k zu pflegen, so ist das eine Leistung, die gerade diejenigen anerkennen sollten, die mit bisherigen Rundfunksendungen nicht zufrieden waren. Denn nach wie vor bleibt es die Aufgabe des Rundfunks im allgemeinen, seine Hörer zu entspannen, ihnen ein Gegengewicht zu schäften gegen die harten Anforderungen des Alltags. Allen kann es ber deutsche Rundfunk nicht recht machen. Daß er es aber recht vielen recht machen wird, dafür garantiert die einheitliche Leitung bes gesamten deutschen Rundfunkwesens. Durch die Konzentration roitb Leerlauf vermieden und eine von höchster Verantwortung getragene Ausgewogenheit aller Wünsche gewährleistet. (Nachdruck verboten.) 28. Fortsetzung. ihn ihbebingt in ber Gutsbezirkskommission haben wolle — unbebingt! Frau Gräf erfunbigte sich nach Doktor Wulflam, den sie hier zu treffen gehofft — er hatte sie einmal, in Vertretung ihres eigenen Arztes, behanbelt, unb feitbem war sie, was man auf allen Gütern bespöttelte, bis über die Ohren verliebt in ihn. Fontana unb Marion unterhielten sich über bie neue Operette, unb er versprach ihr leise, nachher etwas baraus zu spielen, um bas neue Musikzimmer einzuweihen. Man speiste Ochsenschwanzsuppe, Forelle, gefüllte Mastgans, Eisbombe, Butter unb Käse und trank dazu Schwarzen Herrgott und Beaujolais in Gläsern aus ber Sophienau. — „Das nächste Mal bekommen Sie ben Rotwein aus einer Retorte", sagte Marion neckenb zu Abbeg, ber ihr schräg gegenüber .saß unb sich mit Frau Demblin mäßig unterhielt. 'Er hob sein Glas und schaute lächelnb zu ihr hinüber. Sie manbte sich roieber Fontana zu unb fragte, ob er etwa ben Filmregisseur Grelling kenne ... Nach Tisch würbe Kaffee unb Kognak im Gartensalon gereicht. Fehr lotste bie „Schlote", wie er sich ausbrückte, ins Herrenzimmer hinüber, wo Zigarren unb Zigaretten zu haben waren. Forstmeister Koch nahm ihn einen Augenblick beiseite, um zu fragen, ob er Anzeige gegen ben jungen Glumm erstatten solle — einer ber Jäger hatte ihn heute auf frischer Tat beim Wilbern ertappt ... „Der auch?" fragte Christian Fehr. „Feine Familie — biese Mischung aus Verrücktheit unb Wilb- bieberei ...! Denken Sie, ich reite neulich burch ben Walb — wer steht plötzlich vor mir? Vater Glumm, eine Flinte in ber Hanb — Gott weiß, wo er bie her hat! — und auf bem Buckel einen Rucksack, in bem ganz unverkennbar ein Hase steckt ...! Der Gute hatte sofort ein morbsschlechtes Gewißen unb fing darum gleich an, mir seine Vorträge über bas Jüngste Gericht zu halten, bie Sie ja zur Genüge kennen. Ich sage: Na, Glumm, wie wirb's benn beim Jüngsten Gericht ben Wildbieben gehn? Aber er hört gar nicht barauf, sondern beginnt zu prebigen, baß es zu allererst bie Reichen treffen wird, bie arme Teufel auf bie Straße setzen — was glauben Sie, er rebete direkt drohend und fuchtelte Der feurige Ofen Boman von Hans von Hülsen Markusplatzes gekauft. Und um ihren Hals hing der alte Schmuck aus böhmischen Granaten, ben schon Generationen von Baroninnen Fehr getragen. Als Fehr sie verliebten 2Iuges unter ben Agrarierfrauen sah, kam sie ihm wirklich so vor, wie er sich's gewünscht hatte: ein bunter frember Vogel, ben ber Winb hierher in bie schlesischen Berge geweht ... Man saß ein Weilchen bei Cherry in ben Sesseln des weiten, von zwei kristallenen Lüstern erhellten Raumes, ben ber große Ofen mit ben grünen Doppelablerkacheln aus Schlesiens vorfriberiziani- scher Zeit wohlig burchwärmte; und als Direktor Abbeg als letzter gekommen war, erschien ber alte Fabian — schwarze Livree, mit weißen Wollhanb- schuhen in ber Tür und melbete, baß angerichtet sei. Festliches Dämmerlicht strahlte von ben pompe- janischroten Wänden bes Speisezimmers nieber. Auf bem runben Tisch brannten bie Kerzen. Fehr führte bie ßanbrätin, Marion hatte ben Landrat zu ihrer Linken unb Arnolb Fontana zur Rechten. Abbeg war — ein wenig stiefmütterlich — mit Frau Demblin bebacht worben. Unter all ben Herren im Smoking machte nur Forstmeister Koch mit seiner grünen Uniform eine Ausnahme. Rittmeister Demblin hatte bas Eiserne Kreuz angelegt. Die Unterhaltung würbe rasch sehr lebhaft: ber fürchterlich schneereiche Winter und sein Gegensatz, ber sonnige ©üben, aus bem Baron unb Baronin Fehr, bie Glücklichen, tarnen; natürlich bie neuesten Verlobungsgeschichten von ben Gütern im Kreise, unb allerlei Sachliches über bie bevorstehenbe Aufhebung ber Gutsbezirke, das ßanbrat Ollenbahl beisteuerte: bie Umstellung auf ber Sophienau — wobei Abbeg Gelegenheit bekam, seine Rationalisierungsthese vorzutragen. Fontanas einsames Leben auf der Jagdhütte, das bie Damen begeisterte — Frau Manzel, im ganzen Kreis als strenge Pietistin bekannt, musterte ben Komponisten mit einem unverhohlenen kritischen Blick, ber alsbann ungemitbert zu Marion hinüberglitt; Holzpreise unb Getreibepreise; unb roieber ber ungewöhnlich schneereiche Winter, der im Walb mit Winb unb Schneebruch so viel Verwüstungen angerichtet hatte. Ollenbahl rief Fehr über den Tisch zu, daß er Fehr war zart unb rücksichtsvoll, nicht rote bie anderen Männer, bie sich je und je einmal für kurze Zeit in bem magnetischen Kreis ihrer Schönheit verfangen. Hatte sie ihn nicht bamals im Gespräch mit Abbeg einen „guten Menschen" genannt? Sie bachte oft baran, ja, bas war er — ein Mensch voller Güte unb Rücksicht, einer, ber bie Frau nicht als Beute betrachtete, sonbern als ein Stück seiner selbst. Nie bisher hatte sie einen solchen Mann kennengelernt, unb barum tat ihr sein Wesen so wohl: an ben gleichmäßig lichten unb gut temperierten Tagen, wie in ben Stunben ber Selben- schäft, ba er sich hemmungslos an sie verlor. Unb nicht zuletzt waren es bie in jeher Weise behaglichen Verhältnisse auf Schloß ßappersborf, bie sie so glücklich machten. Sechs Jahre hatte sie wie eine Zigeunerin gelebt, in möblierten Zimmern vieler Stäbte, und immer aus der Hand in ben Munb: alles, was sie jetzt umgab, erinnerte sie an ihre Kinbheit in Düsseldorf, als bas Hcrus des Bankiers von Brakel noch wirklich gefestigt unb sicher bageftanben hatte, als das reiche elegante Elternhaus noch nicht zur mühsam aufrechterhaltenen Kulisse geworben war, hinter ber sich ber Verfall unb die Grimasse bes Enbes verbargen. Zum ersten- mal seit ihrer Kinbheit hatte sie roieber alles, wonach ihr Herz begehrte: Geld, schone Kleider, Schmuck, Pferde unb Wagen, einen reich bestellten Tisch, kurz, ben Rahmen zu ihrem Bilbe. Unb sie träumte davon, dies neue Leben immer reicher unb bunter zu machen. An ber Seite Fehrs, ber in seinem Smoking sehr schmal wirkte, empfing Marion im Gartensalon ihre Gäste. Sie trug ein langes, in ber Taille ganz eng anliegenbes Kleid aus teerofenbarbener Spitze, bas ihr Gatte für sie auf ber Rückreise in Venebig in einem der Luxusläden unter den Arkaden des habet immerfort mit bem Schießprügel herum, baß mir beinahe bie Gebuld riß! Ich habe ihm gesagt: Glumm, wenn ich Sie noch einmal so treffe, mach ich kurzen Prozeß — Sie wissen genau, was auf Wilbdieberei steht! Und bann ritt ich weiter — aber glauben Sie mir, ich hatte lange bas ekelhafte Gefühl, ob ber bir nicht von hinten ein paar Lot Blei zwischen bie Rippen pfeffert." „Man sollte wirklich einmal ein kräftiges Exempel statuieren, Herr Baron!" „Sollte man, lieber Forstmeister. Jedoch auf der andern Seite — es sind allzumal arme Teufel, sie sind ja gewissermaßen durch mich brotlos geworden, da bin ich denn geneigt, ein Auge zuzubrücken. Aber natürlich hat alles feine Grenzen. Unb wenn Sie bie eble Kumpanei roieber einmal auf bem Kriegs- pfabe treffen, bann fragen Sie mich nicht erst, sonbern veranlassen Sie bas Nötige .. Er brach ab, denn im Musikzimmer klang bei* Flügel auf. Er ließ bie Agrarier, die sich's mit einer Zigarre in ben Klubsesseln bequem gemacht hatten, ruhig sitzen und fachsimpeln, empfahl ihnen die Kognakflasche und ging hinüber in ben roeißgolbenen Raum, wo nur an ben Wänden die messingnen Blaker im Kerzenlicht funkelten. Am Flügel saß Arnold Fontana, die Hande auf den Tasten, ben Kops mit bem zurückgebürsteten Haar und der schwarzen Hornbrille in ben Nacken geworfen. Sein auffaüenb kleiner Fuß im Lackschuh bebiente bas Pebal. Was spielte er? Fehr wußte es nicht, aber Frau Ollenbahl wußte es: es war ein Foxtrott aus ber „Donaunixe", sie erkannte ihn gleich wieder. Sie hatte bie Operette in Breslau gehört, unb1 es ging ihr jetzt erst auf, baß sie heute die persönliche Bekanntschaft des berühmten Komponisten machte. Direktor Abbeg machte sie flüsternd darauf aufmerksam — er saß neben ihr im kleinen Empiresofa zwischen den beiden hohen Fenstern der Schmalseite. Und bann klatschte sie ein wenig übertrieben in bie Hänbe, allgemeinen Beifall ent« feffelnb, unb rief burch bie Weite bes Zimmers zum Flügel hinüber: „Fortsetzung folgt!" (Fortsetzung folgt.) Aus der Stadt Gießen. Kür Tapferkeit vor dem Keinöe. Major Sander, Bataillonskommandeur in einem Infanterie-Regiment im Osten, wurde für besondere Tavferkeit vor dem Feinde mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse ausgezeichnet. Unteroffizier Heinrich Döring aus Burkhardsfelden erhielt für Tapferkeit vor dem Feinde im Osten das Eiserne Kreuz II. Klasse. Neuer Gauw rtschastsberater. NSG. Der Gauwirtschaftsberater, Gauamtsleiter Karl E ck a r d t, hat den Gauleiter gebeten, ihn von seinem Parteiamt zu entbinden, da er durch seine hauptberufliche Tätigkeit sich nicht mehr in der Lage sah, das bedeutsame Aufgabengebiet des Gauwirtschaftsberaters nebenamtlich zu leiten. Der Gauleiter hat diesem Wunsche entsprochen. Das Amt wurde dem seitherigen Leiter des Amtes des Sonderbeauftragten für Wirtschaftsführung und Wirt- fchaftseinsatz, Gauamtsleiter A v i e n y, übertragen. Für unsere Verwundeten. Das Oberkommando der Wehrmacht brachte durch die RS.-Gemeinschaft „Kraft- durch Freude" im Laufe der letzten Woche folgende Veranstaltungen: In zwei Lazaretten brachte eine Vortragsfolge unter dem Motto „Mit Liedern dem Frühling entgegen" Lieder von Schumann, Schubert, Beethoven, Brahms und Hugo Wolf. Hanna P e u k e r t (Sopran) und Theo Hannapvel (Baß-Dariton) brachten die Lieder sehr gut zu Gehör. Otto Braun spielte zwei Stücke von Chopin und eigne Komposition und begleitete die Künstler in bester Form. In einem Lazarett gestaltete Alwin R ü s f e r eine Vortragsfolge „Der Liebe Lust und Leid". In sinnvoller Zusammenstellung wechselten Rezitationen von Alwin Rüster mit Gesängen von Henny Schmitt, Sopran. Das Wiesbadener Streichquartett ergänzte mit Musikstücken von Mozart, Dvorak und Haydn. Beide Veranstaltungen fanden starken Beifall. Ein Weilburger Kindergarten besuchte ein hiesiges Lazarett. Die fröhliche Kinderschar brachte unter der Leitung ihrer Führerin H i r t h Gedichte und Gesänge zum Vortrag. Durch eine kleine Verlosung wurde jeder Verwundete mit einem selbstgebastelten Geschenk überrascht. Die gemeinsame Freude war der schönste Dank. Die Stadtverwaltung hatte eine Anzahl Verwundeter zu einem „Wilyelm-Busch-Abend" des Vortragsmeisters Emil Kühne eingeladen. Die Verwundeten erlebten zwei Stunden echt deutschen Humors. Durch Vermittlung der Kreisfrauenschaftsleiterin Wrede spendeten die Ortssrauenschaften in Reiskirchen und Rödgen eine große Zahl schöner Kuchen Arbeitsämtern erhältlich sind, zu ersehen. Meldepflicht bei der Neuvermietung von Wohnungen. Um ungerechtfertigten Mietpreissteigerungen vorzubeugen, hat der Oberbürgermeister der Stadt Gießen durch eine Anordnung vom 14.2.1942 die Meldepflicht bei der Neuvermietung von Wohnungen im Stadtkreis Gießen eingeführt. Hiernach ist der Vermieter verpflichtet, bei jeder Neuvermietung dem Oberbürgermeister der Stadt Gießen binnen einer Woche auf einem Formblatt (in den Papiergeschäften erhältlich) mitzuteilen, welcher Mietpreis im bisherigen und im neuen Mietvertrag vereinbart wurde. Der seitherige und der neue Mieter müssen das Formblatt mitunterzeichnen. Die am 19. Februar veröffentlichte Anordnung ist am gestrigen 1. März in Kraft getreten, woraus hiermit nochmals hingewiesen wird. Es wird besonders daran erinnert, daß bei Zuwiderhandlungen Ordnungsstrafen bis zu 500 RM. verhängt werden können. Berufsabze-'chen für medizinisch-technische Mitarbeiterinnen. Der Reichsminister des Innern hat für medizinisch-technische Gehilfinnen und medizinisch-technische Assistentinnen das von der Deutschen Arbeitsfront, Fachamt Freie Berufe, im Entwurf vorgelegte Berufsabzeichen genehmigt. Es genießt gesetzlichen Schutz und darf daher nur von den genannten Personen getragen werden. * ** Deutsches Frauenwerk, Orts° gruppe Gietzen-Mitte. Der Gemeinschaftsabend findet am heutigen Montag, 2. März, 20 Uhr, im U C. in der Plockstraße (nicht im „Burghof") statt. * * Eine Achtzigjährige. Frau Bernhar- dine E n g e l b a ch, geb. Deichmann, Weserstraße 27, beging in voller Rüstigkeit am 1. März ihren 8 0. Geburtstag. Nachträglich unseren herzlichen Glückwunsch! * * Silberne Hochzeit. Die Eheleute Ludwig Schmidt und Frau, geb.Theiler, Ebelstraße 39, begehen am morgigen Dienstag, 3. März, das Fest der silbernen Hochzeit. * * Stadtbücherei Gießen. Im Monat Februar wurden 2163 Bände verliehen. Davon kommen auf Romane 1243, Jugendschriften 468, Lebensbeschreibungen und Gefchichte 90, Technik 49, Kriegsgeschichte 132, Reisebeschreibungen 129, Politik 29, Philosophie 5, Kunst 9, Sport 9 Bände. Landkreis Gießen. * Krofdorf, 2. März. Der Küfermeister Wilh. Bender in Krofdorf wird am heutigen Montag, 2. März, in aller Frische 80 Jahre alt. Der Ju- bilar ist trotz seines hohen Alters täglich noch unermüdlich in seiner Werkstatt tätig, um mit seinem Handwerk der Bevölkerung unseres Ortes und der Nachbarschaft zu dienen. Auch wir bringen dem alten Herrn unsere herzlichen Glückwünsche zu seinem heutigen Geburtstage und für einen weiteren schönen Lebensabend dar. G. A.-Sport. Schwimm-Städtekämpfe in Marburg. Im Marburger Hallenbad würbe am Sonntag eine große Schwimmsportveranstaltung abgewickelt, an der Hd) Schwimmer und Schwimmerinnen aus Kassel, Marburg und Gießen beteiligten. Aus- getragen wurde ein Städtekampf zwischen Marburg und Gießen sowie ein Dannver- gleichskampf des BDM. zwischen Marburg und Kassel. In beiden Wettbewerben siegten die einheimischen Schwimmer und Schwimmerinnen, beim NSRL. über Gießen mit 19:16 und bei den Mädel über Kassel mit 20:15 Punkten. Im abschließenden Wasserballspiel siegte Marburg über Gießen mit 6:3 Toren. Ergebnisse: Männer: 400-Meter-Lagenftaffel: 1. Gießen 5:56,8; 2. Marburg 6:01,4; 3 X 100-Meter-Brust: 1 Marburg 4:31,4; 2. Gießen 4:41,4; 3X100-Meter- Brust HI.: 1. Gießen 4:23,8; 2. Marburg 5:01,1; 3X 100-Meter-Kraul: 1. Marburg 3:48,4; 2. Gießen 4:02,4. Frauen: 3X 100-Meter-Brust: 1. Marburg 5:069; 2. Gießen 5:15,9; 100-Meter-Kraul BDM.: 1. Siedler (Kassel) 1:27,4; 2. Henn (Marburg) 1:27,8; 100-Meter-Kraul BDM.-Werk: 1. Schu- macher (Mprburg) 1:29,9; 2. Lotze (Marburg) 1:30,9; 100-Meter-Rücken BDM.-Werk: 1. Schumacher (Marburg) 1:38,9; 2. Rossi (Kassel); 400- Meter-Lagenstasfel Frauen: 1. Marburg 6:48 9, 2. Kassel 7:02,5; 100-Meter-Brust BDM.: 1. Runk (Gießen) 1:35,4, 2. Etzdorf (Marburg) 1:45; 3X100- Meter-Kraul Frauen: 1. Marburg 4:29,9, 2. Gießen 4:55,8. Rune Sportnotizen. Beim Frankfurter Hallensport fe st gab es eine Reihe vorzüglicher Leistungen. Köster (Frankfurt) siegte im Sprinterkampf, Rapp (Frankfurt) war im Weitsprung mit 6,80 Meter erfolgreich, und Dr. Luh (Gießen) stieß die Kugel 14,83 Meter. Bei den Frauen wurde Frl. Staudk (Limburg) dreifache Siegerin. Das einzige Fuhball-Punktespiel in Hessen-Nassau führte in Hanau die Kickers Offenbach mit dem FC. Hanau 93 zusammen. Die Kickers siegten sicher mit 4:2 (4:1) Toren. Don der Börse. Frankfurt a. M., 27. Febr. An den Aktienmärkten kam es in der Berichtszeit zunächst zu neuen Steigerungen in einigen wenigen Sonderwerten, die auch zu einer festen Haltung in den übrigen Papieren Anregung gab-n. Besonders erhöht waren u. a. Siemens, die bis 369,5 anz.ehen konnten, ferner RWE. mit einer mehrprozentigen Steigerung, Hoefch, Mannesmann, Rheinstahl, BMW., Metallgesellschaft, Conti Gummi und andere. Diese Erhöhungen veranlaßten jedoch zu neuen Ueberlegungen über die Berechtigung und zu neuen Warnungen, so daß im Verlause ein starker Rückschlag eintrat und die in den Vortagen erzielten Kursgewinne fast durchweg wieder verloren gingen. Im Gesamtdurchschnitt dürste das vorwöchige Durchschnittsniveau wieder erreicht, eher aber unterschritten fein. Don der Abschwächung wurden auch die in letzter Zeit wenn auch weniger auffällig ge- Derdunkelungszeit: 2. März von 20.02 bis 7.36 Uhr ftiegenen Bankaktien berührt, wo Reichsbankanteile wieder bis 141,25 zurückg.ngen. Am Kalfamarkt, wo an sich die Umsätze angesichts der bestehenden Materialknappheit nur gering sind, blieb der Rückschlag auch nicht ohne Einwirkungen, doch gingen die Abschläge kaum über 1 bis 2 v. H. hinaus. Zu erwähnen ist, daß in der Berichtszeit bei Daimler das Bezugsrecht mit 21 v. H. abging. Am Rentenmarkt stand der enormen Nachfrage nach Pfandbriefen weiterhin ein nahezu leerer Markt entgegen. Das kommt z. B. bei der neuzuge- Iciffenen Pfandbriefemission eines westdeutschen Bodenkreditinstituts zum Ausdruck, wo die Em'ssion 30 Mill. RM. betrug, der in Berlin eine Nachfrage von 33 Mill. RM. gegenüberstand, während nur 120 000 RM. Pfandbriefe zur Verfügung gestellt werden konnten. Man erörterte stark die Anweisung an die Banken, keine Pfandbriefgeschäfte mehr zu dulden, denen nicht der amtliche Richtkurs zugrundeliegt. Die Reichsaltbesitzanleihe zog bis 163,25 an, Steuergutfcheine I schwankten zwischen 104,30 und 104,40. Jndustrieobligationen schwankend innerhalb Prozentbruchteilen bei kleinen Umsätzen. Stadtanleihen sind teilweise im Kurse erhöht. Hauvtschristleiter: Tr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftlciters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange (beurlaubt), i. V. Ernst Blumschein; für das Feullleton: Dr. Hans Thuriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brüblsche Universitätsdruckerei R. Lange K.G. Berlagsleiter: Dr.-Fng. Erich Hamann; Anzeigenleiter: Hans Beck. Anzeigenpreisliste Nr. 6. ILIOHTSIPIDEILIHAWS Heute Montag Erstaufführung t^le'Tocltet del kouaien Ein MANENTI-Film im DIFU-Verleih NEUESTE WOCHENSCHAU y«2tz 721 D Statt Karten! Danksagung. 0837 738P- i, Bru- 3828 lee?V Ziffer 593b erbeten an Gerhard Fieseier Werke G.m.b.H., Kassel Setzung der Urne erfolgt in Weimar. 739 D 0836 ö Am 24. Februar 1942 starb nach schwerer Krankheit mein über alles geliebter herzensguter Mann, der liebevolle Vater seines Söhn- Nach langer, mit großer Geduld ertragener, schwerer Krankheit ist am 1. März 1942 meine innigstgeliebte Frau, meine gute,unvergeßliche, treusorgende Mutter, unsere liebe Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin, Gote u. Tante Frau Luise Schlag, geb.Müller im Alter von 34 Jahren für immer von uns gegangen. Für die trauernden Hinterbliebenen: Karl Schlag und Tochter. chens, mein lieber Sohn, Schwiegersohn, der und Schwager Landwirtschaftsinspektor Friedrich Stein im 36. Lebensjahre. Helene Stein, geb. Bötel, Rittergut Uetz, Uber Tangerhütte Familie Lehrer a.D. Stein, Lieh 'Oberhessen Oberverw.-lnspektor a. D. Bötel und Frau Helene, geb. Bauch. Halberstadt, Hohen zollernst raße 68. Die Trauerfeier zur Einäscherung findet Dienstag, 3. März um 14 Uhr in der Hauptkapelle des Westfriedhofes in Magdeburg statt. Die Bei- Allen, die uns bei dem Heldentode meines lieben Mannes, Vater seines ungesehenen Kindes Helga, unseres lieben Sohnes Otto Kipper, Unteroffizier in einem Infanterie-Regiment, ihre herzliche Teilnahme erwiesen haben, sagen wir auf diesem Wege unseren aufrichtigen Dank. Im Namen aller Angehörigen: Frau Emma Kipper und Kind Helga Familie Christian Kipper, Eltern. im März 1942. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlichster Teilnahme an dem schweren Verlust, den wir durch den Heldentod unseres lieben, braven Jungen, Bruders, Schwagers, Paten und Neffen Wilhelm Wicke, Gefeiter in einem Inf.- Regiment, erlitten haben, sagen wir allen auf diesem Wege unseren tiefempfundenen Dank. Martin Wicke und Frau Anna, geb. Schäfer und Kinder. Gießen -Wieseck, im Februar 1942. Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, die uns bei dem Heldentode unseres lieben Sohnes Gustav Alexander, Unteroffizier in einem Infanterie-Regiment, entgegengebracht wurden, sagen wir unseren Dank Im Namen der Trauernden: Georg Alexander Gießen, den 2. März 1942 Hausen (Kreis Gießen), 2. März 1942. Beerdigung: Dienstag, den 3. März, 15 Uhr. 0838 Heute wurde uns unser geliebter Junge Horst Edmund Wetter in seinem 14. Lebensjahr durch den Tod genommen. Dr. med. Edmund Wetter, Stabsarzt Frau Emmy Wetter, geb. Ringel Frau Ruth Heinrichs, geb. Wetter Willi Heinrichs, Assistenzarzt, z. Z. bei der Wehrmacht Bad Salzschlirf, am 28. Februar 1942 Die Beerdigung findet am Dienstag, 3. März, vomTrauerhause, Hindenburgstr. 108, aus statt 73TD Unerwartet verschied am 26. Februar meine liebe Mutter, unsere liebe Großmutter und Schwiegermutter Katharina Elisabetha Artz geb. Metzger im 78. Lebensjahr In tiefer Trauer: Otto Wilhelm Artz und Frau Bertha, geb. Will Otto Artz, Gefr., z. Z. im Felde Willi Artz Artur Alwin Artz Margaretha Artz Lang-Göns, Gießen und im Felde, 26. Febr. 1942 74oP. Am Freitag, 27. Februar, verstarb im 65. Lebensjahre unsere liebe, treusorgende Mutter, Großmutter, Schwiegermutter, Schwester und Tante Frau Hedwig Braun, geb. Jughard Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Eduard Braun, Apotheker z. Z. in Gießen, Marburger Straße 34 I Die Trauerfeierlichkeit findet am Dienstag, dem 3. März, um 2 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, am am Freitagabend meine innigstgeliebte Frau, unsere herzensgute, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Margarete Engelhardt geb. Schuler im Alter von 66 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit in die Ewigkeit abzurufen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Engelhardt Gießen (Alicenstraße 35), den 28. Febr. 1942. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 4. März, 14.45 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir absehen zu w ollen. 0834 Wir erhielten die tieferschütternde Nachricht, daß nun auch unser zweiter lieber, guter Sohn, Bruder, Neffe und Vetter Karl Walldorf Soldat in einem Infanterie-Regiment Inhaber des Westwall-Ehrenzeichens im fast vollendeten 22. Lebensjahre im Osten fürs Vaterland gefallen ist. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. In tiefer Trauer: Ernst Walldorf II. und Frau Elisabeth, geb. Steller nebst Kindern Heinz Walldorf, z. Z. im Felde und alle Angehörigen. Gießen (Kläranlage), den 28. Februar 1942. 0835 Nach langem schweren Leiden entschlief am 25. Februar meine liebe Frau, meine unvergeßliche Mutter, unsere gute Kusine, Schwägerin und Tante Frau Anna Elise Bertram geb. Kröcker im 55. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Max Bertram und Tochter Margarete. Gießen (Landmannstr. 8), im März 1942. Die Einäscherung fand in aller Stille statt. — Für erwiesene Teilnahme herzlichen Dank. 0840 WWilieii- 1)005 in oder Nähe Gießen zu kaufen gesucht. Tckir. Ang. unt 0830 a. d. G. A. Danksagung. Statt Kartenl Herzlichen und innigen Dank allen, ffcÄgtf die uns in liebevoller undtieferTeilnah- me überden schmerzlichen und schwe- ren Verlust unseres tapferen und guten Jungen, des Gefreiten Kurt Fuchs, Trost spendeten. Nur wer ihn gekannt, weiß, welch großes Opfer wir bringen mußten. In tiefem Schmerz I Otto Fuchs und Frau, geb. Ilgner Gießen im Februa r 1942. Samstag nachmittag verschied nach langem, mit großer Geduld ertragertem Leiden unsere liebe, unvergeßliche, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, unsere gute Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante, meine liebe, gute Omi Frau Regina Jung Wwe. geb. Schäfer im 47. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Familie Eugen Jäger Willi Jung Familie Karl Schäfer -- Familie Karl Walter Famile Otto Schäfer Familie Willi Schäfer Gießen (Wiesecker Weg 44), 28. Febr. 1942. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 4. März, um 8% Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. fiinöet- WllWkH lauien gesucht. Haaedc ck, (188X Beetliovenstr. 8. Geburtsanzeigen mi Brühl. Gießen Stellenangebote] Putzfrau 1 mal wöchent' lich für 2 kleine Zimmer gefucht Wetzstein-oss^ straße 14 I. r. Putzfrau für 3 mal in der Woche gesucht Salon 0839 G. S. Meißner, Bahnbositr. 27. | Kaufgesuche | WMW u. klein. Rollschrank f. eine Zweigst, d. Nass. Landesbank und Nebenstelle der DAF. gesucht. Schriftl. 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