Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/, Uhr desVormittags Anzeigen-Preise: Anzeigenteil 7Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel I AbschlüffeMengenftaffelv Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/* mehr (92. Jahrgang Nr.t Erscheint tägkich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener ^amilienblätter Heimat imBild DieScbolle Bezugspreis: Monatlich.....RM.1.80 Zustellgebühr... ,, -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschluh 2251 Drahtanschrift: „Anzeige^ Postscheck 11686 ^rankf./M. M Zreitag,2.Januar 1942 Glchener AnMger vr«ck«ndVerlag: f fit* (MtorfwüiMt r4rlftlett-ng»nd«^ch-st.,.a.: Brasi|4eUnie«|tt8ts»ni«trei8.£ S.p.renger sandle an den Führer in das Haaphvuu> tier folgenden Neujahrsglückwunsch: . s.'rmo „Ich bitte Sie, zum Jahreswechsel mch--p'llu«z. lichsten Glückwünsche entgegennehmen F^unfÄnu Mögen die unerhörten Erfolge unserer iVtzn^acht von 1941 sich im neuen Jahre zu CEtti;ungett ausweiten, die des deutschen VolkeK ^ül^i't absehbar sicherstellen. Dazu möge db ’ rrsthung Ihre Gesundheit erhalten, damit Ste -h? Führer des deutschen Volkes und als der Feldherr feiner Soldaten kraftvoll das begonnene Befreiungswerk zu Ende führen können. Wie unsere Soldaten an der Front, so werden wir auch zu Hause als Ihre Gefolgsmänner unsere Treue täglich aufs neue durch die Tat beweisen. Heil, mein Führer! Sprenger.” Die Glückwünsche des Gauleiters an den Reichsmarschall Göring hatten folgenden Wortlaut: „Meine herzlichsten Glückwünsche zum neuen Jahre. Möge Ihnen Ihre Gesundheit weiter ermatten bleiben, auf daß Sie an der Seite der Führers wie seither wirken können für den Endsieg über unsere Feinde und zur Sicherstellung des gesamten deutschen Volkes.” getreten, um die geheiligte Kultur des Abendlandes zu verteidigen. Mit todesmutiger, nie erlahmender Kampfbereitschaft habt Ihr bei glühender Hitze und eisiger Kälte dem Feind schwerste Schläge versetzt und so gewaltigen Anteil am Siegeszug unseres Heeres gewonnen. Wo immer Ihr auch an der un« geheuren Front' vom Eismeer bis zum Schwarzen Meer im Einsatz steht, Ihr, meine tapferen Flieger, Flakartilleristen und Funker, aber auch Ihr brauen Männer der B a u b a t a i l l o n s , ich drücke jedem von Euch mit Stolz und Bewunderung die Hände. Meinen besonderen Dank und meine Anerkennung spreche ich aber auch den G e s ch w a dem und Batterien im Westen und in der Heimat aus, an deren Mut und Einsatzfreudigkeit jeder Offenstvversuch der britischen Luftwaffe zuschanden wurde. Mein Dank gilt nicht minder jenen bewährten Männern in den Ausbildungsregimentern und Schulen, die ihren harten Dienst an der Luftwaffe still und treu erfüllen und aus jungen Soldaten Kämpfer machen wie die Front sie braucht. Was nützen Euch jedoch, meine Kameraden, alle Kühnheit und aller Opfermut, stünden nicht hinter uns die Arbeiter und Ingenieure der Rüstungsfchmiede. Sie sind es, die Tag und Nacht für uns schaffen, und denen wir die besten Waffen der Welt verdanken. Meine tapferen Kameraden, das Schicksal hat uns ausersehen, unter dem Befehl des geliebten Führers mit der Waffe in der Hand das Tor in eine neue Zeit aufzuschlagen. Wir wünschten den Krieg nicht, der unserem Volk Entbehrungen brachte und viele seiner besten Söhne forderte. Wir aber werden ihn jetzt auskämpfen für Jahrhunderte bis zum strahlendsten aller Siege. Nie werden die Opfer vergessen sein. Diese Helden, die in die Geschichte unseres Volkes' eingegangen sind, werden immer um uns sein. Ähnen gilt der ewige Dank des ewigen Deutschlands. Laßt uns in Ehrfurcht unserer Toten gedenken. Kameraden! In die treuen und starken Hände des deutschen Soldaten ist nicht nur das Schicksal des Reiches, sondern auch die Zukunft eines ganzen Erdteils, gelegt worden. Ihr werdet wie bisher in kühnem Sturm die Feinde zerschlagen und neue Siege an die Fahne unserer jungen ruhmbekränzten Waffe heften. Meine heißen Wünsche begleiten Euch in die Kämpfe des neuen Jahres. Es lebe der Führer! Hgu. d. Ob. d. L., S1.12.1941. Gez. Göring, Reichsmarschall des Großdeutschen Reiches und Oberbefehlshaber der Luftwaffe. Durch Tat und Leistung zum Sieg! Aufruf Reichmarschall Görings zur Jahreswende. Das Straßburger Münster. Von Dr. Karl Brill. Arn 24. Juni 1439 wurde der Schlußstein in die Spitze des Straßburger Münsterturrns eingefügt, mit dem in genau 40 Jahren die deutschen Meister Ulrich von Ensingen und Johann Hültz von Köln den Bau krönten. Den 500. Jahrestag dieses großen Ereignisses in der Geschichte der deutschen Baukunst feierte das । Elsaß wenige Wochen vor dem Ausbruch des jetzi-1 gen Krieges, der das Geschick des Landes nach [ Jahrhunderten wechselvollen Ringens endgültig wenden sollte. Und fast auf den Tag ein Jahr später wehte zum erstenmal von der Spitze des Sraßburger Münsters die Hakenkreuzflagge zum । Zeichen des Endes der großen Auseinandersetzung zwischen der deutschen und der französischen Nation. Als das „achte Weltwunder" hat man einst das Straßburger Münster bezeichnet, nach dessen Doll- enduna die Straßburger Münsterbauhütte als die führende in deutschen Landen anerkannt wurde. Georg D e h i o, der Altmeister der deutschen Kunstgeschichte, hat einmal den Bau des Münster- turms eine „Verbindung von Phantastik und technischer Bravour" genannt und damit die Besonderheit dieses Werkes mit seinen acht Pfeilern und den vier von der Hauptmasse des Turms frei sich abhebenden Treppentürmen, borüber-'ben Helm der 52 Türmchen in siebenfachem Kranze in seinem hohen Werte gekennzeichnet Aber dieser Turm, der dem Bild des Straßburger Münsters seine Einmaligkeit verleiht, ist nicht das einzige Wunder an diesem deutschesten aller Dome, dessen Anfänge auf das Jahr 1015 zurückreichen und dessen Westfassade 1277 begonnen wurde. Auch die „große Rose" in dieser Fassade, errichtet nach den Plänen Erwins von Steinbach, ist ein solches Wunder, auch der steinerne Schleier, der vor diese Hauptfront gelegt ist, der Engelspfeiler oder die Bildwerke und Glasfenster, zum Teil aus dem 11. und 12. Jahrhundert n. Chr. In einer Zeit, da die Lande am Oberrhein noch völlig unbestrittener deuffcher Besitz waren ist das Straßburger Münster als Zeuge deutschen Burger- ltcl>,es und deutscher Handwerksleistung gebaut worden 1285 hatte die Bürgerschaft nach ihrem Siege über den Bischof die Verantwortung für den Münsterbau selbst übernommen und ihn im Laufe von anderthalb Jahrhunderten zu Ende geführt. In keinem anderen Dom sind deutscher Gottglaube und reichsstädtische Kaisertreue eine stärkere Verbindung eingegangen als hier, wo man in den Glasfenstern imd Bildwerken schon im 12. und 13. Jahrhundert den großen deutschen Königen und Kaisern huldigte, ein Bekenntnis zur Deutschheit gegenüber Machtansprüchen vom Westen her, die am Oberrhein am frühesten verspürt wurden. Mehr als. drei Jahrhunderte hindurch haben die oberrheinischen Lande, hat vor allem das Elsaß unter den Kämpfen zu leiden gehabt, die durch das Streben des französischen Nachbarn nach der Rheingrenze verschuldet wurden. Nachdem im Dreißigjährigen Kriege die Franzosen ihrem Ziel zum erstenmal nahegekommen waren, nachdem im Westfälischen Frieden das Oberelsaß in französffche Hand gegeben worden war, mußte sich 1681 auch die Freie Reichsstadt Straßburg der ftemden lieber* macht beugen. Für das deuffche Sehnen nach Einheit und Größe ist das Straßburger Münster ein Sinnbild und eine dauernde Mahnung gewesen. Durch die deutschen Siege 1870/71 kam auch Straßburg ins Bismarcksche Deutsche Reich. Sein Münster wurde wieder mit aller sorgenden Liebe des deutsch"n Volkes umgeben. In diese Zeit fällt das große Werk der Rettung des vom Einsturz bedrohten Baues durch den Dombaumeister K n a u t h, dem mit schnödem Undank gelohnt wurde, als Stadt und Land nach dem deutschen Zusammenbruch von 1918 ein zweites Mal unter französische Herrschaft kamen. Der Trauer um diesen Verlust hat in jenen grauen Tagen ein deutscher Künstler ergreifenden Ausdruck in einem Bilde verliehen, das mehr als zwei Jahrzehnte hindurch in gar manchem deutschen Hause hing. Es zeigte einen verwundeten Krieger, der mit zerbrochenem Speer aus müdem Roß über ein winerliches Feld reitet, während sich am Horizont das Straßburger Münster als Symbol des Verlustes erhebt. Wenige Siegesmeldungen im Verlauf des Westfeldzuges haben stärkeren Widerhall im deutschen Volke gesunden als die Nachricht, daß die Hakenkreuzfahne auf dem Straß- burger Münster gehißt worden sei. In der Ergriffenheit. mit der die Nation diese Kunde aufnahm, und die in den Zeitungen nachklang, zeigte sich die tiefinnerliche Liebe, mit der das deutsche Volk gerade dieses Münster am Oberrhein umfaßt, das heute wieder mitten ht einer Landschaft ausragt. die durch fremde und deutsche Schuld Jahrhunderte hindurch wider Recht und Natur durch eine sinnlose bnatsgrenze aufgespalten war. Fn der Sauna. Reugeburt im finnischen Bade. Du kriegst ein paar derbe Holzpantinen in die Hand gedrückt, das ist das Erste. In einer Kabine hängst du alle städtische Nodelkeit, die du hast, an einen Nagel, Hose, Rock und Hemd, und kommst in nichts als den Holzpantinen herausgeschlurft.. Der Bademeister wartet schon auf dich. In die Sauna geht's. Wenn er die Tür ausmacht, schlägt's dir höllenheiß entgegen, als pustete dir des Teufels Großmutter ihren Atem in die Nasenlöcher, so ist es. Aber es dauert nicht lange, dann bist du es schon gewohnt, die warme feuchte Lust streicht dir um den Leib — in den Vorzimmern der Hölle muß es sich schon leben lassen. Wenn man da bleiben kann und nicht ernstlich in den Brühtopf gesteckt wird. _ Da steht der Ofen, mit Birkenholz gefeuert. In ihm liegen Steine, die glühheiß werden. Der Bademeister schüttet Wasser drauf und nun steigt die feuchte Luft herauf. An der Decke des Raumes, wo es am heißesten ist, da liegst du auf einer Bank und kannst die Decke über dir betrachten. Du bist durch und durch gewärmt, du wirst hier gedämpft sozusagen. Die Poren öffnen sich, und wenn du nun einmal die Knie anziehst, da hörst du es von dir heruntertropfen, es sickert dir rundherum vom Leibe, es rinnt, trieft, läuft, es rieselt dir herunter, und wenn du atmest, bann hast du nun selbst schon den heißen Atem der Hölle in dir, es schmeckt nach Birkenholz und feurigem Ofen. Eigentlich soll man nicht allein ins Sauna-Bad gehen, man soll sich eigentlich zu drei, vier Freunden dazu verabreden und zusammen hingehen^ da könnt ihr oben auf euren Bänken liegen und könnt sokratische Gespräche führen, wenn ihr wollt. In Finnland oben macht man es so. Man geht in Gesellschaft baden, man verabredet sich dazu wie zu Tanz und Kaffeetrinken. Wenn du oben liegst, dann kommt nun der Bademeister mit einem Kübel Wasser in der einen und einem Busch voll Birkenreisern in der anderen i Hand. Jetzt gibt es Hiebe, mein Junge. Aus den nackten Leib gibt er es dir. Und dahin, wo du sie lange nicht mehr kriegtest, du weißt schon, was ich meine. Erinnerst du dich noch, wie es schmeckte, als dir dein Vater den Hosenboden schön rund und stramm zog — du hattest hinterm Haus in einem alten hohen Baumstamm gepasst, daß dir schlecht und schlechter wurde, aber du hattest vergessen, daß so ein Zigarrenrauch nach oben hinausraucht, dein Vater hatte den Baumstamm Zigarre rauchen sehen, und da hatte er dich! Aber fürchte dich nicht, diese Hiebe hier mit den Birkenreisern tun dir gut, du kannst sie auch selber in die Hand nehmen, in den Wasserbottich tauchen und die Exekution mit eigener Hand ausführen. Gib dir, soviel du verdient hast! Zu allerletzt wird es dir hier doch etwas zu warm. Wenn du also denkst, du hast genug — es waren schließlich 70 Grad Hitze da oben — bann steigst bu bie Treppe wieder hinunter. Aus der Sauna in den Brauseraum mit dir! Da gibt es wieder so eine Bank, auf bie legst bu dich. Der Bademeister kommt mit einem Riesenschwamm und wäscht dich herauf und herunter, wie dich deine eigene Mutter noch n-d)t gewaschen bat. Vorne und hinten, auf allen Seiten, die du hast. Geseift und geschrubbt bist du nun. Steh jetzt auf, es geht unter die warme Brause, die Seife rinnt in Bächen von dir herunter, aber dann gibt es, kaum einen Meter weit von dir, noch eine zweite Brause, die eiskalt die Haut erschrickt. So oft es dich gelüftet, läufst du von der warmen unter die kalte Brause, hin und wieder zurück. Sieh, jetzt wirst bu wieder quicklebendig, das Blut springt in den Adern, die Lungen hüpfen in all der nassen Frische. Du hättest jetzt den Mut, mitten ins Nordpol-Loch zu tauchen, wenn es hier wäre. Oben in Finnland gehen sie auf dem Lande vom Sauna-Bad geradewegs ins kälteste Wasser ober tummeln sich im bicksten Winterschnee, es schabet nichts nach so einem Bad, es ist wunderbar erfrischend. Trockne dich nun ab, steig in die Holzpantinen und schlurfe in deine Kabine zurück. Wenn du magft kannst du hier auf einer roetdim Pritsche eine Weile liegen, ehe bu beine Nobelkeit vom Nagel wieder herunternimmst und dich anziehst. Wenn bu auf bie Straße kommst, hast du rote Backen vor purer Gesundheit und Frische, und kommst dir vor, als wolltest Öti nun noch einmal bet deiner Konfirmation wieder Anfängen, “M* Großer Erfolg der Schallplattensammlung. Auch das bisherige Ergebnis der Wollsammlung weit über alle Erwartungen. An -en letzten Sammeltagen nicht Nachlassen! Berlin, 1. Jan. (DNB.) Das jetzt vorliegende Ergebnis der Sammlung von Grammophonapparaten und Schallplatten hat alle daran geknüpften Erwartungen weit übertroffen. Es wurden vom deutschen Volke 47 568 Apparate und 2 253 886 Schallplatten für unsere Soldaten, insbesondere für die Ostfront, gespendet. Reichsminister Dr. Goebbels spricht dafür allen Spendern seinen Dank aus. Die Sammlung war noch nicht abgeschlossen, als der Führer das ganze deutsche Volk erneut zur großen Voll-, Pelz - und Win- tersachen-Sammlung für die Ostfront aufrief. Dieser Appell des Führers hat jetzt bereits in allen Gauen des Grohdeutschen Reiches einen Widerhall gefunden, wie er überzeugender kaum möglich ist. Die Heimat hat mit diesen beiden Sammlungen gezeigt, daß sie bereit ist, fürunfereSotdatenalleszugeben, was ihnen den schweren Kampf, den sie zu führen haben, erleichtern kann. Die bisherigen Ergebnisse auch der Woll-, pelz- und Winter- sachen-Sammlung übertreffen die höchsten Erwartungen. Aber noch ist diese Samm- lungnichtzuLnde. Viel wurde gespendet, mehr noch wird an der Front gebraucht. Die Heimat tue in diesen letzten noch zur Verfügung stehenden Tagen ihre Pflicht. Nutzen wir diese Tage bis zum Abschluß der Sammlung und stellen wir unseren Soldaten wirklich all das -zur Verfügung, was gefordert wird und was sie notwendiger brauchen als wir! Ein Teil des Dankes, den die Heimat der Front schuldig ist, wurde mit dieser Spende abgestattet. Die Heimat tat ihre Pflicht. Aber wie unsere Soldaten draußen in grimmigster Kälte Uebermensch- liches leisten, sollen und werden auch ihre Kameraden hinter der Front über das, was möglich scheint, ein übriges tun. Durch ihre Spende, die nicht nur nach sachlichen Können gemessen werden kann, werden Front und Heimat zeigen, daß sie erfüllt von der Gerechtigkeit ihrer Sache geeint sind in dem Willen zum Siege! Osteinsah und Landdienst. Sie Parole der deutschen Jugend 1942. Berlin, 1. Ian. (DNB.) Wie alljährlich wandte sich Reichsjugendführer A x m a n n am Neujahrsmorgen in einer Rundfunkansprache an die Jugend. Der Reichsjugendführer stellte fest, daß im >,Jahr des Aufbaus der neuen Gebiete" Zehntausende von Jungen und Mädel für das Reich gewonnen worden sind. Arbeit und Sorge der Jugendführung gelte auch in Zukunft der Äugend der Grenzlande. Der Reichsjugendführer grüßte zum ersten Male auch die Jugend der Unter-Steiermark und der Krain, und verkündete die Parole 1942 der deutschen Jugend: Osteinsatz und Land- dienst! Osten ist Deutschlands Schicksal. Von der germanischen Frühzeit bis zum heutigen Tage ist er heiß und bitter umkämpft worden. Adolf Hitler ist zum Vollender der deutschen Sendung im Osten geworden. An unserer östlichen Grenze hat Adolf Hitler den Europa bedrohenden Sturm des Bolsechwismus niedergebrochen. Das deutsche Schwert hat den Osten für immer befreit. Nun folgt der Bauer mit dem Pflug. Wir brauchen Jungen und Mädel, die die Sendung des Ostens mit ihrem ganzen Herzen erfassen. Im Landdienst der Hitler-Jugend wird die Jugend aus Stadt und Land erfaßt und erhält dort die Grundlage für den bäuerlichen Einsatz im Osten. Jeder Junge und jedes Mädel, das diesen Weg zu gehen bereit ist, muß wissen: Bauer werden heißt nicht nur einen Beruf erlernen, sondern eine politische und nationale Aufgabe erfüllen. Aus diesem Krieg entsteht eine starke Bewegung zum Osten, deren Ausmaß noch nicht abzusehen ist. Niemand hat stärker die Erkenntnis als die Männer in den Schützengräben, daß das Bleibende auf dieser Welt der Boden ist, den man bebauen will und die Kinder, die unserem Volk geboren werden. Der Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums und Ehrenführer des Landdienstes der Hitler-Jugend, Reichsführer ff Himmler, erläßt nachfolgenden Appell an die deutsche Jugend: „Die weiten Aecker des Ostens, die der deutsche Soldat mit seinem Blut erkämpft, muß die deutsche Jugend bis in die fernste Zukunft als Wehrbauer in ihren Besitz nehmen und bebauen. Auf diese große Aufgabe aber Euch in Eurem Herzen und Willen und in dem Können Eurer Hände und Fäuste im Landdienst der deutschen Jugend vorzubereiten, das ist Eure heiligste Pflicht, Ihr deutschen Jungen und deutschen Mädel!" An die Kriegsmarine. Berlin, 31. Dez. (DNB.) Großadmiral R a e - der erläßt folgenden Tagesbefehl an die Kriegsmarine: Soldaten der Kriegsmarine? Ein Jahr großer Siege unserer Wehrmacht und stolzer Erfolge der Kriegsmarine geht zu Ende. Ein neues beginnt. Es soll uns härter, entschlossener und siegeszuversichtlicher denn je finden. In unerschütterlicher Gefolgschaftstreue zum Führer, im Vertrauen auf Gott und unsere eigene Kraft werden wir kämpfen bis zum sicheren Endsieg. Berlin, den 31. Dezember 1941. Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine: Gez.: Raed er, Großadmiral. Neujahrsaufruf des Reichsführers ff Berkin, 31.Dez. (DNB.) Der Reichsführer ff und Chef der deutschen Polizei Heinrich Himmler erläßt folgenden Ausruf: „Männer der Waffen-und der Polizei! Das Jahr 1941 hat viel von Euch verlangt, und viel habt Ihr gegeben. 1942 wird im Kampf gegen den Weltfeind noch mehr von Euch fordern, und noch mehr wollen und werden wir leisten. Eisenhart wollen wir sein in diesem eisernen Jahr deutscher Geschichte. Es lebe der Führer und sein großes Reich. H. Himmler Reichsführer ff und Chef der deutschen Polizei. Sine große Zahl der sowjetischen Verlerdigungs- anlagen der Festung Sewastopol genommen. Lustangriffe auf gelandete Gowjetkräste. Der Wehrmachtbericht vom Donnerstag. DRV. AusdemFührerhauptquartier, 1. Januar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die in Feodofija gelandeten sowjetischen Kräfte und ihre Nachschubwege über das Schwarze Meer wurden von starken Verbänden der Luftwaffe angegriffen. Der Feind erlitt erhebliche V e r l u st e an Menschen und Material. 3m mittleren Abschnitt der Ostfront hielten auch gestern die schweren Kämpfe an. Die Luftwaffe setzte die planmäßige Störung der feindlichen Angriffsbewegungen fort. Mehrere Ortschaften wurden in Vrand geworfen, Bahnlinien unterbrochen und rollendes Material vernichtet. Am 3!menfee wurde eine größere Anzahl sowjetischer Flugzeuge durch Bombenangriff am Boden zerstört. 3n Nordafrika nahmen die Kämpfe der deutsch-italienischen Kräfte im Raum um Age- dabla auch in den letzten Tagen einen günstigen Verlauf. Weitere 48 Panzerkampfwagen und zahlreiche Panzerspähwagen wurden vernichtet. 3n Luftkämpfen wurden drei britische Jäger abgeschossen. Auf der Insel Malta wurden Flugplätze des Feindes bei Tag und Nacht von der Luftwaffe angegriffen. Beförderunqen in der Wehrmacht. Berlin, 1. Jan. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat beför- dert: zu Generalen der Infanterie: die Generalleutnante Mattenklott, Bieler, Ott; zu Generalen der Artillerie: die Generalleutnante Behlendorff, Loch; zum General der Panzertruppe den Generalleutnant von Arnim; zu Generalmajoren: die Obersten Schmundt, Heusinger, Grase, Dipl-Jng. Philipps, von Scheele, Jaschke, Schmidt (Otto), Trauch, Hartmann (Walter), Jordan (Hans), Großmann, Gräser; ferner zu Generalen der Infanterie die Generalleutnante Fischer von Weikersthal, von Hanntzchen; zum General der Arttllerie den Generalleutnant Geib; zum General der Panzertruppe den Generalleutnant Cruewell; zu Generalmajoren die Obersten Scultetus (Herbert), Scultetus (Bruno), Moritz, Aschenbrandt, Jacobi, Schneider, Thäter; zu Obersten u. a. die Oberstleutnante Graf von Büdingen, Gebb, Dr. Rausch, Wiese, Bleyer; ferner zu Generalleutnanten die Generalmajore Gilbert, Müller-Gebhard, Haase; zum Generalstabsarzt den Generalarzt Dr. Proehl; zum Generalleutnant den Generalmajor Jng. Linn (Philipp); zu Generalmajoren die Obersten Freiherr von Lützow, Ziegler (Heinz), Edler von Daniels, Dipl.-Jng. Hillert, Woehler, Behrens, von Saucken, Krause (Walter), Schmidt (Otto), Baeßler (Erich), Schuster-Mylo, Hoffmann (Max), von Priem. In der Luftwaffe: zu Generalen der Flieger: die Generalleutnante Coeler, Deßloch, Speidel, von Seidel; zu Generalleutnanten die Generalmajore Deinhardt, Spang, Müller (Ernst), Froehlich; zu Obersten die Oberstleutnante von Gylden- seldt, Krempe, Koester, Doering-Manteuffel, Rauch, Schroeder (Horst), Baur, Melmer. z Das Eichenlaub zum Jodler freu . DNB. Aus dem Führerhauplquartier, 1. Januar. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht Hal dem Kommandeur der Leib- flandarle ff Adolf Hitler, ^Obergruppenführer und General der Waffen-^ Sepp Dietrich als 41. Offizier der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen, ferner dem Oberst Lberbach, Kommandeur einer Panzerbrigade, Oberst Scheidies, Kommandeur eines Infanterie-Regiments, Oberleutnant Vuchterkirch, Kompaniechef in einem Panzerregiment, Kapitän zur See P o g g e, Kom- Mandant eines Hilfskreuzers, und Hauptmann Beltz, Gruppenkomaudeur in einem Kampfgeschwader, als ! 46. Soldaten der deutschen Wehrmacht. — Der Füh- i ter und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht empfing den wiedergenesenen Ritterkreuzträger und Konmmandeur eines Infanterieregiments Oberst Freiherr von Lützow und überreichte ihm ; das vor einiger Zeit verliehene Eichenlaub zum j Ritterkreuz des Eifernen Kreuzes. Manila vor dem Fall. Japanische Kriegsschiffe kreuzen vor der Manila-Bucht. Tokio, 1. Jan. (Europapreß.) Berichte von der Philippinen-Insel Luzon enthalten die Mitteilung, daß der Ring der japanischen Armeen um die philippinische Hauptstadt Manila sich zu schließen beginnt und japanische Kriegsschiffe westlich vor der Manila-Bucht kreuzen. Von diesen seien in den letzten Tagen die Hafen- und Befestigungsanlagen heftig beschossen worden. Die Berichte sprechen jleichzeitig von einem großen Flüchtlingsstrom, der ich nach Süden bewege. Manila ist von der Land- eite völlig isoliert. Der Vormarsch der japanischen Truppen gegen die Stadt geht planmäßig vor sich. Der Widerstand des Feindes wird schwächer. In Manila wurde am Dienstagabend mitgeteilt, daß die japanischen Truppen gegenwärtig 45 Meilen südöstlich und 120 Meilen nördlich von Manila stünden. „Nomiuri Schimbun" berichtet, daß eine japanische Kolonne, die nach einer erfolgreichen Landung bei Batanaas vorstieß, die vollständige Kontrolle über die Cisen bahn nach Manila gewonnen hat und nunmehr den Marinestützpunkt Cavite bedroht. Der Sender von Manila gibt zu, daß die Ausbildung und die Kampfmoral' der Japaner derjenigen der Amerikaner weit überlegen sei und bestätigt die für die USA.-Kommandostellen überraschend gekommene Ueberlegenheit der japanischem Luftwaffe, der die Hauptrolle im Sieg der Japaner beigemessen wird. Das Hilfsversprechen Roosevelts scheint die Bevölkerung der Philippinen-Jns^ nicht beeindruckt zu haben, was man aus einer Rede des Präsidenten Quezon schließt, in der dieser dem philippinischen Volk klar zu machen versucht, daß der Kampf gemeinsam mit den USA. fortgesetzt werden müsse. Washington ist seit Mittwochnachmit« tag ohne Nachrichten von dem Oberkomman« dierenden der Philippinen, Macarthur. Die letzte Meldung über den Abtransport Verwundeter erwähnt nichts von der Lage der Stadt und wie weit die Japaner noch entfernt sind. Auch der letzte offizielle Bericht des USA.-Kriegsministeriums über die Lage auf den Philippinen enthält keine Erklärung über das Schicksal Manilas. .Mit dem Fall der Stadt ist jederzeit zu rechnen. Aus einem von der Tokioter Rundfunkstation an das USA.-Hauptquar- Her der Philippinen ergangenen Aufforderung, sich zu ergeben, schließen japanische Militärkreise, daß die Japaner nach Hongkonger Vorbild ihrem Gegner in dem bereits entschiedenen Kampf eine letzte Gelegenheit geben wollen, zweckloses Blutvergießen zu verhüten. Die Rundfunkstation Manila hat ihre Sendungen am Mittwoch Spätnachmittag unterbrochen und seitdem nicht wieder ausgenommen. Der Bormafch auf Malakka. Auch am letzlenWrestag fthwereKämpfe im Osten forderlichen Gegenmaßnahmen find eingeleifet An mehreren Abschnitten der Ostfront kam es bei strengem Frost zu erbitterten Abwehrkämpfen. Schwere Artillerie des Heeres nahm kriegswichtige Anlagen in Leningrad unter wirksames Feuer. Die Luftwaffe unterstützte vor allem im mittleren Frontabschnitt den Abwehrkamps des Heeres durch wirkungsvolle Tiefangriffe. An verschiedenen Stellen wurde zum Angriff bereitgestellte Infanterie und Kavallerie des Feindes unter hohen Verlusten zerschlagen. In Nordafrika erfolgreiche Gesechtstättgkeit im Raum ostwärts A g e d a b i a. Bombenangriffe gegen Kraflfahrzeugkolonnen, Betriebsstoff- und Zeltlager der Briten in der Eyrenaika und Marmarica riefen starke Brände hervor. Auf der Insel Malta wurden mehrere Flugplätze und andere militärische Einrichtungen erneut von deutschen Kampfflugzeugen angegriffen. Segen eine Höhe vor, die von den Bolschewisten Zähe verteidigt wurde. Obwohl Glatteis die Vorwärtsbewegung hemmte, stürmten die verbündeten Soldaten die Höhe und brachten sie in ihren Besitz. An anderer Stelle der Südttont selten die Bolschewisten ihren Angriff, den sie am Montag in einer Breite von 30 Kilometer begonnen hatten, auch am Dienstag fort Unsere Infanterie verteidigte nicht wirkungsvolles Arttlleriefeuer feiner Abteilung einen weiteren Angriff zum Erliegen Obwohl die Bolschewisten bis auf 50 Meter an seine Beobachtungsstelle herankamen, wurde dieser Vorstoß durch das gutgeleitete Feuer der Abteilung zerschlagen und dabei eine große Anzahl von Sowjetpanzerkampf- wagen vernichtet die Flucht der australischen Truppen zum Stehen zu bringen. Perak mit der Hauptstadt Taiping und dem Hafen Tolek Anson ist durch seinen Zinnreichtum und seine Kautschukplantagen einer der wichtigsten Staaten auf der Halbinsel Malakka. Auch Selanger mit der Hauptstadt Kwala Lumpur und dem Haupthafen Port Swettenham Hot ausgedehnten Bergbau auf Zinn sowie auf Wolfram und Braunkohle und ebenfalls große Kautschuk- und Kokosplantagen. Starke Verbände der japanischen Luftwaffe führten in der Nacht zum Mittwoch trotz ungünstigen Wetters einen neuen Angriff auf militärische Anlagen von Singapur durch. Sämtliche japanischen Flugzeuge sind zu ihren Stützpunkten rurückgekehrt. Nach Berichten der Besamungen wurden in d^n Befestigungsanlagen von Singapur schwere Schäden angerichtet. Oorctvof von den Leiten völlig anfgrgeSen. Tokio, 2. Jan, (DNB, FunkspruM Aus Mel- bourne nrrb gemeldet, daß sich die britischen Streitkräfte in Britisch-Borneo vollkommen aus dem Protektorat Sarawak zurückgezogen haben und nach Niederländisch-Borneo geflohen sind. Die Einnahme von Sarawak durch japanische Landungstruppen hat eines der ergiebig« Oer Wehrmachiberichi. vom Mittwoch. DNB. Aus dem Führerhauptquarkier, 31. Dezember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Anter Zusammenfassung aller auf der Krim verfügbaren deutschen und rumänischen Truppen ist seit dem 17. Dezember der planmäßige Angriff auf die Festung Sewastopol im Gange. Trotz heftigster Gegenwehr wurde eine große Zahl der zum Teil stark gepanzerten sowjetischen Verteidigungsanlagen in schweren Einzelkämpfen genommen und liefe Einbrüche in das feindliche Stel- lnngsfysiern erzielt. Zur Entlastung der Verteidigung von Sewastopol Hal der Gegner in den letzten Tagen auf der Halbinsel Kertsch und bei Feo - dosia wieder stärkere Kräfte gelandet. Die erflen und erforderten von unseren Truppen höchsten körperlichen Einsatz. Im dichten Schneewirbel arbeiteten sich deutsche und italienische Truppen im Süden der Ostfront Tokio, 1. Januar. (Europapreß.) Die Stadt K u a n t a n, an der Ostküste der Malaya-Halbinsel, wurde am 31. Dezember von den Japanern genommen. Mit Kuantan (250 Meilen nördlich von Singapur) ist von den Japanern einer der wichtigsten militärischen Stützpunkte auf der Malaya-Halbinsel erobert worden. Kuantan wurde gleich zu Beginn des Ostasienkrieges durch den Bombenangriff japanischer Flugzeuge auf die englischen Schlachtschiffe „Prince of Wales" und „Repulse" genannt. Die Stadt Kuantan ist durch eine Straße mit dem an der Westküste Malayas gelegenen bedeutenden, vor wenigen Tagen von den Japanern eingenommenen Zinnzentrum I p o h verbunden. Kuantan, das besonders als Hafenstadt Bedeutung hat, kann als Tor nach dem flacheren Süden der Malaysn-Halb- insel bezeichnet werden, denn hier liegen die Ausläufer höherer Gebirgszüge, die natürliche Hindernisse über das in nordöstlicher Richtung erfolgende schnelle Vorgehen der japanischen Truppen bilden. Unmittelbar nach der Einnahme von Kuantan haben die japanischen Streitkräfte einen heftigen Angriff in südlicher Richtung eingeleitet. Poch am Donnerstag überschritten sie die Grenze zwischen den Provinzen Pcrok und Selanger. Die unter dem Kommando des Generals Bennett stehenden australischen sten Petroleumgebiete der Well in japanische Hände gebracht. Panik in Australien. R o m 1. Jan. (EP.) In ganz Australien herrscht kopflose Panik. Fieberhaft werden von der Regierung Schutzmaßnahmen getroffen. Während der WeihnachtsMge wurde mit der Evakuierung von Tausenden von Kranken aus den Küstenstädten in Neu-Süd-Wales begonnen. Aus Sydney wurden 100 000 Kinder in das Landesinnere verschickt. Zu dieser Verschickung hatte man alle Verkehrsmittel, Eisenbahnen, Kraftwagen und sogar Handkarren mobilisiert. Es handelte sich um den bisher größten Kinderauszug nach jenem von London 1940. Er hat sich in unbeschreiblicher Verwirrung abgespielt. Auf . den Eisenbahnlinien waren Verkehrsstockungen eingetreten, die die Verwirrung noch vergrößerten. Krisenstimmung in NnderlSndisch-Zndien Genf, 31. Dez. (Europapreß.) Nach Berichten aus Batavia verschlechtert sich die Lage der Angel« sachsen und ihrer Verbündeten im Raum zwischen Singapur und Manila immer mehr. Die Folge ist eine allgemeine Krisenstimmung a u f Sumatra und Java. Um ihr zu begegnen, hielt der Chef der niederländisch - indischen Truppen, Generalleutnant Terpooten, eine Ansprache an die Bevölkerung, in der er Vertrauen in die Sache Nie« derländisch-Jndiens und die der Angelsachsen forderte. Er mußte aber eingestehen, daß die japanische Ueberlegenheit in der Luft auch für Niederländisch« Indien verhängnisvolj zu werden drohe. — Terpooten verlangte eine sofortige Hilfe, und zwar in der Form von Bombern, Kampfflugzeugen und Flak. Diese Dinge brauche Niederländisch-Jndien, um seine Verteidigung vervollständigen und den ja« panischen Landungsversuchen wirksam begegnen zu können. Dieses Material müsse aber in kürze st er Zeit geliefert werden. Fünf TMunskrn'-Divisionen in b e Flucht geschlagen Tokio, 2. Jan. (DNB. Funkspruch.) In einem neuen Säuberungsfeldzug südlich des Taientang« Flusses in derProvinzTschekiang befinden für javanische Kolonnen in heißer Verfolgung von fünf Tschungking-Divisronen, die sich auf der Flucht Vn südlicher Richtung bef' '^"n. Die japanischen Streitkräfte begannen ihren Marsch gleichzeitig von Shaching, Tungkwen, Shangyu, Puyao, Tsaowuchen und Taoyen aus, und verwickelten die TschungtiNA» Truppen in Gefechte. . Berlin, 1. I-n (DNB,) Trotz str-ng«rInur hartnäckig die eigenen Linien, sondern ging auch Kälte und teilweise heftiger Schnee- gegen die am weitesten vorgegangene Feindgruppe; a ^d ns -ntsanltte Truv- stürm e haben die deutschen und verbündeten ;um Gegenstoß über. Als die Nacht hereinbrach, s ) I truppen auch am letzten Tage des Jahres 1941 an waren die Kämpfe noch im ganzen Abschnitt im! °us Singapur, nach dem Norden und versuchte der Ostfront in schwerem Kampf gestanden.! Gange. Als sich die Bolschewisten in einem anderen ' Wo bolschewisttsche Verbände gegen die ' deutschen , Abscknit der Südfront mit mehreren Panzern den Stellungen vordrangen, wurden sie mit großen Der- deutschen Stellungen zu nähern versuchten, gingen lüften zurückgeschlagen. Das zeigte sich besonders Truppen einer Jnfanteridivision zum Gegen- i n der Mitte der Ostfront im Abschnitt einer angriff über und erreichten vom Feind besetzte Ort- Division, die während der letzten Tage unentwegt! ichaften. Der Gegner wurde aus seinen Stellungen stärlste feindliche Kräfte abgewehrt hat. Allein im und Unterkünften hinausgewor^en und verlor wie- Vorfeld der Stellungen eines Bataillons wurden [ herum Menschen und Material. Auch als der Schnee- nach dem Zusammenbruch aller bolschewistischen all sich noch verstärkte und die Dunkelheit Herein- Angriffe über 800 tote Bolschewisten festgestellt. In 1 brach, wurden die Kampfhandlungen fortgesetzt, einem anderen Abschnitt griff der Femd mehrfach Als im Nord ab schnitt der Ostfront eine bol- aus einer Ortschaft die deutschen Linin an. Er : schewistische motorisierte Kolonne mit Panzerkampf- wurde im Gegenstoß zurückgeworfen und mußte, wagen 'auf die deutschen Stellungen zustteß, zer- zahlreiche Tote zurücklassen. Starter Frost und prengte der Kommandeur einer Artillerie-Abtei- tiefer Schnee beeinträchtigten die Kampfhändlun-! lung, der seinen Gefechtsstand bei den Spähtrupps gen und erforderten von unseren Truppen höchsten ■ der Infanterie in der vordersten Linie eingerichtet hatte, mit dem schnellen, wohlgezielten Feuer seiner Haubitzen alle feindlichen Angriffswellen. Mit den vorgeschobenen Beobachtern seiner Batterien ging er dann als erster über einen Fluß und brachte durch Der Angriff auf Pearl Harbour. Eindrucksvoller Erlebnisbericht Tokio, 2. San. lDNB.-Funkspnich.) Heber den glänzenden Angriff auf Pearl Hardour am 8. Dezember schreibt ein unbekannter Fliegermajor: Sie für den An-rifs ausersehenen Flugzeuge startctem bei ftartem N-m-Nortnmnd um Witter- nacht von chren Ftugzeugttägern, wahrend dichte Wolken den Himmel in einer Hohe van 1500 bis 2000 Meter bebeiften. Al- die O-chwInsei schließlich in Sicht war. war keine einzige Rauchsaule von den seindlichen Kriegsschiffen zu entdecken obwohl die gesamte Pazifik-Flotte dort in einer doppelten Reihe vor Anker lag. Durch den Angris, rouroe der Feind vollkommen überrascht, wahrend der ersten Angrifs-welle, die nur drei bis vier Mi- nuten dauerte, war überha u p t keine 5 qenwirkuna zu verspüren. Die gesamte For- mation stürzte herunter auf die schlafenden Kriegs« schiffe und ließ einen Torpedo nach dem anderen fallen Starke Luftströmungen behinderten das genaue'Zielen, trotzdem gelang es den gut ausge« bildeten Fliegern, ihre Schüsse mit unfehlbarer Sicherheit anzubringen, indem sie ihre Torpedos aus einer Höhe von zwei« bis drei« hundert Metern fallen liehen. eines japanischen Fliegermajors. Später traten die amerikanischen Flakbatterien in Aktion. Die Japaner setzten jedoch ihre Sturzflüge mit unverminderter Intensität fort. Der Fliegermajor wendete sich sodann nach dem Wheeler« Flugplatz, wo er bereits 200 Kampfbomber vorfand, die den Flugplatz, die Hangars und die Flug- zeuge mit ihren Bomben in Stücke warfen. Die feindlichen Flugzeuge auf dem Felde wurden vollkommen vernichtet, da sie infolge der Schnelligkeit des japanischen Angriffs keine Zeit hatten, sich vom Boden zu erheben. Als der Angriff beendet war, konnte der Fliegermajor ein Schlachtschiff sehen, dasinderMitteauseinandergebrochen war, ferner zwei weitere, die rasch im Sinken b e g r i f f en waren und drei, die i n B r a n d standen, sowie auch noch andere Kriegsschiffe, die eines nach dem anderen bei der Ford-Insel zerstört worden waren. Als die erste Gruppe von Flugzeugen wieder zurückkehrte, schien die Sonne über dem zerstörten Pearl Harbour. Bei der Rückkehr des Japanische Ll-Boote'blockieren Hawai. Tokio, l.Ian. (Europapreß.) Das japanische Hauptquartier teilt mit, daß die japanische Untersee- bootwaffe eine Blockade von Hawai Ins Werk gesetzt hat. Die Unterseeboote haben die Aufgabe, die Verbindung zwischen dem amerikanischen Festland und der philippinischen Inselgruppe zu unterbrechen, um dadurch zu verhindern, daß neue Flotteneinhei« ten und neues Material nach Pearl Harbour gesandt werden. LlGA.-Territorial-Garde für Alaska. Lissabon, 1. Ian. (Europapreß.) Die Schaffung einerTerritorial-Garde für Alaska ist durch ein Gesetz vorgesehen, das Roosevelt am Mittwoch unterzeichnete. Die Territorial-Garde wird aus Freiwilligen bestehen und sich in ihrer Uniform von den allgemeinen USA.-Streitkräften unterscheiden. Waffen und Ausrüstung für sie werden durch das USA.-Kriegsdepartement zur Verfügung gestellt. Aufgabe der Territorial-Garde Alaskas soll die Verteidigung von lebenswichtigen Einrichtungen, insbesondere von Industrie-Werken, Brücken, Eisenbahnlinien, Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerken für den Fall feindlicher Angriffe sein. Vor Pressevertretern äußerte sich Präsident Roosevelt auch über die V e r t eilung des Kriegs« Materials auf der Grundlage des Pacht, und Leihgesetzes und nannte in diesem Zusammenhang die Länder und Gebiete, die, wie Roosevelt sagte, „eventuell" s p ä t e r mit amerikanischem Kriegsmaterial beliefert werden konnten. Hierbei erwähnÄ er auch Kamtschatka. Von dieser sibirischen Halbinsel, so erklärte Roosevelt, würde es amerika- nffchen Bombenflugzeugen möglich sein, das j ap a- Nische Mutterland anzugreisen. Kleine politische Nachrichten. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes dem Hauptmann Seiler, Führer einer Jagd« gruppe, der 42 Luftsiege errungen hat. * Nach heftiger ' Artillerievorbereitung griff der Feind mit Unterstützung non Panzern und Luft« waffenverbänden die Front von S o ll u m- B a r« d i a an. Er wurde abgewiesen. Die Kämpfe gehen weiter. — Zwei feindliche Flotteneinheiten, die am Unternehmen gegen Bardia teilnahmen, zogen sich schnell zurück, als sie in das gutliegende Feuer der Landbatterien gerieten. An Bord eines Zerstörers brach ein Brand aus. Hauptickriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptichriftleiters: Dr. Hans Thyriot. Verantwortlich für Politil und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thvriot; für Stadt Gieffen, Provinz, Wirtschaft u. Sport: Ernst Blumschein (beurl.); t.B.: Dr.Hans Thyriot. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckeret R. Lange K. G. Verlagsleiter: Dr.°Fng. Erich Hamann; Anretgenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen:Theodor Kümmel. PI.Nr.6, Was koche ich Mainzlar, Treis, Aliendorf a.d.Lda. 04417 1 Ihr Berater in allen Punktfragen Freitag, den 2. Januar Für Buchfuhrg. i . u.Sckreibmasw- (Stellengesuche Arbeiten 1 ■ ■■ ■■ ■,■■■■■ 5237V 357 A i, Fernruf 2141. Studentenkarten RM. 1.- nur lausvenv. imVorlesuQgsgetaude gegen Ausweis «> Mu!« ScMHw.l i. . H o i-t— Köhler. Bis auf weiteres am Montag- und Donnerstag -Vormittag geschlossen! Rezept au wh neiden und auf bewahren I Sie können es Immer verwenden — auch wenn Sie heute mal keinen Knorr-Würfel bekommen haben. 19—21.15 Uhr Außer Miete! •) z.Zt. beschränkt nur lieferbar doch nach dem Kriege immer da JBraune Soße Den HÄWVL Soßenwürfel fein zerdrücken, glattrühren und mit 1/4 Liter Wasser unter Umrühren 3 Minuten kochen. Diese Soße eig« net sich auch zum Strecken, Verbes* sern und Binden anderer Soßen» Körpert. Behindert. snchtieichteÄrbeit Schr.Ang.u.011 an d. Gieß. Anz. das große Spezial-Haus für gute Herren-und Knaben- Kleidung Zu beziehen durch die Brühlsche llniversitätsdruckerei 1t. Lange Gießen, Schulstraße 7, Fernruf 2251 s-»M TIHIEAYIDER der Universitätsstadt Gießen Hausmachersuppe Gedämpfte gelbe Rüben Pellkartoffeln und braune Soße die für sich selbst spricht Inzwischen J habe Ich e das FrGhsfÖck £ bereitet Esbih D Trocken-Brenn. D Stoff erwärmt G rasch Speis* u. G Trank,Rasierw. G G vsw. Käuflich In einschläg. Ge- • O schaffen. Packung 20 Tabl. 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Kraft durch Freude, Selters- In vorbildlicher Tapferkeit und treuer Pflichterfüllung fiel am 20.11.41 im hohen Norden unser hoffnungsvoller, treuer Sohn, unser lebensfroher Bruder, Enkel, Neffe und Pate Karl Ludwig Wagner Schütze in einer Panzer- Jäger-Kompanie im 22. Lebensjahr für Heimat und Vaterland. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. In tiefer Trauer: Ludwig Wilhelm Wagner und Frau Eugen, Rolf und Gertrud Wagner Seine Großeltern u. alleVerwandten. Zu einer fleischlosen Mahlzeit, wie gedämpfte gelbe Rüben (Mohren), schmeckt eine Knorr-Hausmacher« suppe ganz besonders gut» Die Zubereitung aller Knorr-Suppen ist denkbar einfach. Sie werden nur mit Wasser gekocht - alle anderen Zutaten enthält bereits der Knorr* Suppenwürfel» Aber gerade bei fleischlosen Mahl* Zeiten kommt es auf die Soße an» Wie einfach es aberist—ohne Fleisch und ohne Fett! — eine gute braune Soße zu kochen, sagt Ihnen nach* stehendes Rezept* Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der BrOhl'schen Druckerei Örtliches Fernsprech -Verzeichnis für Gießen Neuausgabe Dezember 1941 soeben erschienen Stückpreis RM. 0,60 Gießener Konzertring 1941142 Arbeltsgemeinsch. Konzertverein,Theater, NSG. Kraft durch Freude Donnerstag, 8. Januar 1942, 19.30 Uhr, Univ.-Aula Viertes Konzert, Gruppe B 2 LIEDER-ABEND Gertrude Pitzinger (Alt) / Am Flügel: HEINZ SCHRÖTER Aeltere Goethelieder — Schumann Frauenliebe und Leben — Lieder von Othmar Schpeck —- Heitere Lieder deutscher Meister 2D Der Konzert-Flügel ist vom Pianohaus Schönau Am 25. Dezember, dem Tage seiner Geburt, starb im Alter von 48 Jahren für Volk, Führer und Vaterland an einer schweren Infektion, die er sich im Dienst zuzog, mein inniggeliebter Mann u. herzensguterVater, der Oberstabsarzt Br.meOennann Knast! Inhaber des E.K.I und II (1914-1018), des Hanseatenkreuzes und anderer Orden. Hermine Knontf, ßeb.Schwarzentraub, Kirin HnaufiL Friebertshausen, Gießen, Dezember 1941. Die Beerdigung findet in aller Stille statt. DerMeisterboxer Schwank von Schwartz und Mathern. Preise von 0.60 bis 8.10 RM. | Verkäufe | Wanderer- LAeferwagen ält.,gebr.8 40 PS 5fach bereift zum Tarvreis von RM. 200. Schr. Anfr. unt. 5D a. d. G. A. Dorf-Gill/Gießen, 1. Jan. 1942 x.Z. Kath. Schwesternhaus/ _______________________013/ Tausende von Packungen der bei Darmträgheit so geschätzten Burchards Blut- und Darmreinlgungs- Perlen verlassen täglich in unveränderter Güte und Wirkung die Erzeugungsstätte. 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Die Trauerfeier findet Samstag, vorm. 11 Uhr, auf dem Neuen Friedhof in Gießen statt. — Von Kranzspenden bitten wir Abstand zu nehmen. 00010 Danksagung. Allen denen, die uns in unsrem großen Schmerz durch den Heldentod meines lieben, unvergeßlichen Mannes, des treusorgenden Vaters seines Kindes, meines einzigen Sohnes, Schwiegersohnes, Bruders, Enkels, Schwagers, Onkels und Paten, Uff. Karl Schmitt, Geschützt, in einer Inf.- Gesch.-Komp., in Wort und Schrift ihre Anteilnahme bekundeten, sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Besonders danken wir Herrn Pfarrer Keusch, Leihgestern, für die trostreichen Worte bei der Gedächtnisfeier, dem Kirchenchor und allen, die an der Feier teilnahmen. In tiefem Schmerz: Emilie Schmitt, geb. Jung Ludwig Jung und Frau und Töchterchen Gisela und alle Angehörigen. Katharine Schmitt Wwe. Watzenborn- Steinberg, im Dezember 1941. Büdo-Luxus Schuhcreme Büdo-Steinbock Lederfett „„...BÜDO verbürgt Qualität Büdo-Werk Wolfgang Schott Chen). Fabrifc&hvrenntngen/N Alfred-Dietrich Unser Hermann hat ein Brüderchen bekommen. In dankbarer Freude Erna Schunck, geb. Hunecke Regierungs-Rat Dr. Karl Werney Schunck Saarbrücken 3, im Dezember 41 Bruchbrunnenstr. 19. Se&urtsanze igon »ei Brühl. Qleßftn | Kaufgesuche | Gut erhaltenes Herroimmer oder Tisch und Bücherschrank, Breite höchstens 1.80m,z.kauf.ges. Schr. Ang. u. 04 an d. Gieß. Anz. w? Nr. l Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Aeliag, 2. Januar 1942 „Da schämt man sich ja..." Gespräch an der Wohnungstür über die Wollsammlung. Wer schämt sich und weshalb schämt man sich'? Die Gründe können verschiedenster Art sein; wer sich aber schämt, der empfindet so etwas wie ein Schuldbewußtsein, er weiß also, daß er etwas Dummes getan oder etwas Gescheites nicht getan hat Das Schämen zeugt also im Grunde von einem guten Kern dessen, der vielleicht etwas hatte verbergen wollen, es aber doch nicht fertig br-achte. Dieser Tage stand ich vor einer Wohnungstür, um nach warmen Sychen für unsere Soldaten nachzufragen. Eine junge Frau öffnete; kaum hatte sie mich erkannt, meinte sie mit rotem Kops — und das stand ihr gar nicht schlecht: ,Hch weiß schon, was Sie wollen, was Warmes für unsere Soldaten. Aber ich kann Ihnen noch nichts geben. Ein Paar Pulswärmer habe ich ja gestrickt; aber diese allein abzuaeben, kriege ich nicht fertig, da schämt man sich jar' „Wieso mühten Sie sich denn schämen", frage ich. Darauf sie sehr bestimmt: „Na, ich weiß doch, wie es unfern Soldaten draußen ergeht, ich habe ja selbst meinen Mann im Often; Pulswärmer sind sehr schön, -ober doch zu wenig; wissen Sie, das ist doch nur eine Zugabe. Sie brauchen vor allem Ohrenschützer, Handschuhe und dann was Warmes ouf den Leid. Pelzgefütterte Handschuhe kann ich leider nicht fertigbringen, dazu fehlt mir der Pelz; aber eine warme Jacke muß noch fertig werden. Ich habe dazu meinen alten Lodenmantel geopfert, der mir bei schlechtem Wetter immer noch gute Dienste leistete. Aber unsere Soldaten brauchen warmes Zeug viel notwendiger. Den Stoff doppelt genommen und Rücken und Brust noch gefüttert, ich glaube, wer diese Jacke bekommt, wird sich freuen. Und ich freue mich mit, jedenfalls möchte ich mich nicht beschämen lassen. Außerdem habe ich noch einige Reste für Fußlappen. Davon hat mir mein Vater, der den Weltkrieg mitmachte, viel geschwärmt. Nicht jeder versteht damit umzugehen, wer sie aber richtig zu legen versteht, bekommt keine kalten Füße. Ja, mein Vater war ein alter Praktiker, der knobelte so allerlei aus. Er trug Fußlappen Sommer wie Winter. Im Winter zog er zunächst wollene Strümpfe an, dann die Fußlappen schön sauber darüber. Als damals in Rußland die bittere Kälte war, legte er zwischen Strümpfe und Fußlappen entweder eine Filz- oder Strohfohle oder auch eine dünne Schicht Heu oder Stroh. An kalten Füßen hat er aber nie gelitten. Deshalb suchte ich noch nach Geeignetem weichem Stoff für Fußlappen. Und alles sollen Sie bis zum 4. Januar haben." Das ist eine deutsche Frau von Millionen- in bescheidenen, aber glücklichen Verhältnissen lebend, weiß sie das Leben zu meistern und die Zeit zu verstehen. Man braucht sich auch nur ihre drei frischen Kinder anzusehen, um zu wissen, daß sie „ihren Mann" auch in der harten Kriegszeit steht. Sie hat auch wirklich keinen Grund, sich zu schämen. Po. Oie Gießener Sammelstellen. Die Sammlung erfolgt bis zum ljanuar 194 2. Die Gegenstände werden von Beauftragten der NSDAP, in den Wohnungen gegen Quittung abgeholt, können aber auch in Gießen an folgenden Sammel stellen täglich (auch fonntags) von 9 bis 11 und 15 bis 17 Uhr abgegeben werden, und zwar: Ortsgruppe Witte: Goetheschule, pari Ortsgruppe Nord: Schillerschule, pari Ortsgruppe 0 st: Orfsroaltung der DAF., Llcher Straße, und der Geschäftsstelle der NSDAP., Kaiserallee 6, Ortsgruppe Süd: Liebigbau, I. Stock, Zimmer 5. Theater der Universitätsstadt Gießen. Otta Schwartz und Carl Mathern: „Oer Meisterboxer". Am Silvesterabend begab sich in drei turbulenten Akten das Familiendrama „Der Meisterbarer" von Schwartz und Mathern. Es ist die Geschichte des Marmeladefabrikanten Friedrich Breitenbach der sich, um dem sportlichen Ehrgeiz und den vegetarischen Prinzipien seiner Gemahlin zu entrinnen, für einen preisgekrönten Boxer ausgibt, um ungestört mit seinen Freunden im „goldenen Engel" männlichen Lastern fröhnen zu können; er türmt um sich und die Seinen ein Lügengebäude von phantastischen Ausmaßen, das in einem wllhäus- lerischen Chaos von Familienkrach, Verwechslung und gehäuften Mißverständnissen zusammenbricht, als der richtige Sportsmann Breitenbach auf der Bildfläche erscheint, der sich inzwischen mit der Tochter des Hauses verlobt hat. Es ist natürlich.unmöglich, auf die grotesk gesteigerten Einzelheiten der Handlung einzugehen (die Geschichte von dem „ins Wasser gegangenen Mann" und seiner wehklagenden „Witwe" scheint uns in heutiger Zeit selbst für Silvesterverhältnisse ziemlich stark) — die Andeutungen mögen genügen, die raffiniert ausgeklügelte Mechanik dieser Schwankdramaturgie und ihre Wirkung auf die Lachlust des willig mit« gebenden Auditoriums zu ermessen. Unter Herrn Vo Icks in derlei familiären Katastrophen geübter Regie erfuhr das Stück eine Wiedergabe, in der jede Pointe aufs Stichwort kam und einschlug. Herr B o s n y machte den Marmelade-Boxer, blind in sein Verhängnis verstrickt, mit wendiger Erfindungsgabe schwindelnd, in höchster Not und im Sportdreß, auf den Ofen fliehend. Die mit Energie geladenen Ehefrauen Hilde Kneip und Hella H e n z k y , Herr Bergmann als unverkennbar sächsischer Pantoffelheld, Anja Rau als Tänzerin Coletta mit südländischen Temperamentsausbrüchen, Herr Schmidt als strammer Sportsmann, die Damen Thomas und Bamberger und die Herren V o l ck und L e n d r i ch vervollständigten das Schwank-Ensemble. — Dazu ein gefälliges Bühnenbild von Herrn Löffler. * Den Auftakt bildete ein kleines Kabarettpro- gramm. Herr Payer brachte als Ansager das Publikum in Stimmung. Apart vorgetragene Chansons der Damen F r e i h e n und Schwind fanden mit Recht allgemeinen Anklang. Herr E c s y sang sehr reizend etwas ganz Wienerisches. Herr Kratz erntete mit einer mehr als zeitgemäßen Alkohol-Arie Applaus; Brigitte Dietz, Edith Stolls Katja Kröck und Andreas V o l p e r t belebten das Programm mit heiter parodistischen Tänzen. Am Flügel: Carl Willi Hahn. — Das vollbesetzte Haus dankte mit großem Beifall. Hans Thyriot. Anrechnung von Fleisch auf die Bedarfsnachweise Die Schlachtviehmarktordnung für das Jahr 1942 bringt für die Anrechnung, von Fleisch und Fleischwaren auf die Bedarfsnachweise einige Neuerungen. In der doppelten Menge werden abgegeben: Schweineköpfe, Eisbein, Kalbshaxen, Kalbsgekröse, ganze Geschlinge, Rinderschwänze, Lungen, Euter, Brägen, Herz, Milz, Knochenausputzfleisch, Schweinemagen und Schwarten, ferner Ochsenmaulsalat, Sülze und Gänseleberwurst, wenn bei der Herstellung bewirtschaftetes Fleisch verwendet worden ist. In der oierfadyen Gewichtsmenge gibt es Rinderköpfe, Kalbsköpfe, Schafköpfe, Spitzbeine, ‘ Ochsenmäuler, Kälberschwänze, Fleck, Schweine- ' schwänze, Schweineohren, Sehnen, Flexen, Fleisch- 1 salat, Schweinekammknochen, Speerknochen, Bauchrippen und Rindermarkknochen. Ohne Anrechnung auf die Bedarfsnachweise können nachgeputzte Knochen mit Ausnahme der Rindermarkknochen abgegeben werden. Ferner wird in der Anordnung Aus der Stadl Gießen. Oer zweite Zanuar. Der zweite Januar ist wichtiger als der erste. Spare alle deine guten Vorsätze, mit denen du ins neue Jahr trittst, für diesen Tag auf, zum mindesten beginne am zweiten Januar mit dem tätigen Wahrmachen dessen, was du in den geruhsameren Stunden zwischen Weihnachten und Neujahr mit dir selbst und zu deinem Besten beschlossen hast.. Ein fröhes neues Jahr, so heißt es gewöhnlich leichthin! Man sagt das so. Sage es aber weniger zu anderen als zu dir. Es ist nicht so wichtig, daß du zur Mitternacht der Jahreswende mit fröhlichem Lachen das Glas schwingst — da kann jeder lachen! — wichtiger ist, daß dein Antlitz am zweiten Januar morgens, wenn du in der Straßenbahn sitzt und wieder zum Dienst fahren muht, nicht mürrisch aussiehst. Am zweiten Januar in der Morgendämmerung das personifizierte frohe neue Jahr mit lächelndem Mund und leuchtenden Augen darstellen — das wirkt als gesunde Ansteckung selbst auf die, die noch Rückstände an Mißmut zu überwinden haben. Der erste Arbeitstag im Jahr ist der bedeutsamste für unsere guten Vorsätze. An ihm beginne dich in all dem zum Besseren zu wandeln, was an dir noch verbesserungswürdig ist. Nachbarliche Unfreundlichkeit, unausgeschlafene Verdrießlichkeit, mißmutiges An-die-Arbeit-gehen — das find so kleine Unebenheiten im Seelendasein, die sich leicht am zweiten Januar, wenn man nur ernstlich will, mit etwas herzhafter Energie ausplätten und glätten lassen. Verschwende an diesem zweiten Tag des Jahres vor allem nichts von dem, was dein kostbarster Besitz ist — von der Arbeitszeit. Keine gute Stunde bietet sich zweimal dyr. Wenn du aber.lächelnd und frohgemut in das Arbeitsjahr hineinfteigst, beginnt es bestimmt mit einer guten Stunde, die unersetzlich ist, wenn du sie nicht sofort mit deinen besten Kräften 'füllst. Morgen ist auch ein Tag, bleibt das typische Sprichwort der immer Mißmutigen. Was du dem Augenblicke ausgeschlagen, bringt keine Ewigkeit zurück, sagen die frisch und froh Zu- faffenben. So wirkend und mit deinem eigenen Pfunde wuchernd, wirft du schnell noch etwas anderem auf die Spur kommen: daß, wer so mit heiterem Gemüt und ernstem Willen sich ganz in das ihm vom Schicksal zugewiesene Werk hineinwirft, gesegnet wird durch etwas, was nur mit Gnade der Arbeit bezeichnet werden kann. Plötzlich wachsen in dem sich ganz dem Schaffen zum Wohle des Ganzen Hingebenden, dem, der sich dabei selber ganz und gar vergißt, gerade dann jene Tatgedanken zu, die ihn vor den andern als eine sehr eigentümlich geprägte Persönlichkeit erscheinen lassen. Das Wunder vollzieht sich an ihm: sich für die anderen opfernd genießt er selbst den köstlichsten Lohn für dieses. Opfer, weil seine besten Kräfte ihm selbst zur Verwunderung dann ins Blühen und Glühen geraten wie nie zuvor. Probier's! Am zweiten Januar, dem ersten Arbeitstag des Jahres F A. H. Oer Feldpostverkehr nach dem 4. Zanuar. Die bestehenden allgemeinen Beschränkungen im Feldpo st verkehr sind ab 5. Januar 1942 wieder aufgehoben. Es sind bann Briefe bis zu 100 g und Feldvostpöckchen bis zu 1000 g zugelassen. Soweit die Verkehrslage in einzelnen Gebieten die Beförderung von Sendungen über 50 g noch nicht zuläßt, werden diese dem Absender mit folgendem Hinweis zurückgegeben: „Zurück. Zur Zeit nicht zu befördern. Nur Sendungen bis zu 50 g zugelassen." Die Aufhebung dieser Beschränkung wird bei Besserung der Verkehrslage durch Presse und Rundfunk erneut bekanntgegeben. Oie Ausbildungskosten der Hebammen Mit Wirkung vorn 1. Januar ab sind die Kosten der Ausbildung und Fortbildung der Hebammen und Wochenpflegerinnen in der Hebammenlehr- anftatt und Frauenklinik zu Mainz nach einer Anordnung des Reichsstatthalters in Hessen — Landesregierung — neu festgesetzt worden. Explosion in Raum5 Roman von H.C. Hansen Copyright by Prometheus-Verlag Dr.Eldiadcer, Crftbenxell b.Mfindien 26. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Verflucht und zugenäht", polterte Kammin los, „bas ist doch die Höhe! Wie kann so etwas nur vorkommen?" ,Hch bitte um Entschuldigung, Herr Kommissar, aber ich habe mir tatsächlich alle Mühe gegeben." „Was nützt mir die Versicherung jetzt?! Das Unglück ist nun geschehen. Diese beiden Kerle, von denen Sie sprechen, sind vielleicht wichtiger als die Barkow. Geben Sie Ihren Bericht noch schriftlich herein, und sagen Sie Herrn Schneider, er soll das gleiche tun!" Zornig ging Theo Kammin anschließend zu Kri- minaldirektor Doktor Ball und berichtete stöhnend, er sei ein vom Unglück geplagter Mann, der am besten alles selbst mache, weil auf niemanden Verlaß sei. Ball hörte aufmerksam zu und rief dann die beiden Assistenten zu sich, um alle Einzelheiten zu erfahren. Es war aber nicht mehr, als sie Kammin schon berichtet hatten. „Wer mögen die beiden Kerle nur gewesen sein?" „Wenn wir das wüßten, wären wir ein Stück weiter." „Oder auch nicht. Vielleicht handelt es sich nur um eine ganz alltägliche Liebesgeschichte. Der erste Mann hat, um das Mädchen kennenzulernen, einen nicht einmal neuen Trick angewandt" „Oder die beiden gehören zu der Bande, die wir hinter dem Unfall Wand vermuten." „Dann hätten sie die Barkow aber nicht auf so komplizierte Weise anzusprechen brauchen " „Auch wahr. Ich rechne jedoch mit der Möglichkeit, daß sie nach dem Mord nicht mehr mittun will, jede Verbindung mit den ihr bisher bekannten Mitt gliedern ablehnt und daß deshalb die Bande mit neuen Mittelsmännern arbeitet" „Sie verrennen sich, lieber Kammin!" Ball hob abwehrend die Hände. „Der Fall Wand hat Sie bisher nur geärgert, und Sie sind unbewußt bestrebt, jetzt auch die harmlosesten Geschichten zu kriminellen Anhaltspunkten zu machen. Das ist ein Fehler, in den jeder von uns einmal verfällt. „Was sollen wir jetzt tun? Ick bin für weitere Beobachtung.. Vielleicht bringt uns das auf die Spur dieser Burschen, die sich auf so merkwürdige Art an ein Mädchen heranmachen." „Es ist durch kein Gesetz verboten, eine Dame kennenzulernen." Ball wollte von seinem Standpunkt nicht lassen. „Verdächtig ist mir nur die Barkow, und zwar aus den Gründen, die wir am Frei- tagabend besprochen haben. Was wissen Sie über ihre Lebensführung?" „Anscheinend alles, was offen zutage liegt. Sie bezieht zweihundert Mark Gehalt brutto, wohnt in dem Zimmer, das sie jetzt innehat, feit zwei Jahren und acht Monaten und hat den besten Ruf im Haufe, empfängt nie Herrenbesuche, lebt solide und kommt nur selten später als zehn Uhr abends nach Hause. Sie treibt keinen besonderen Kleideraufwand, trägt sich aber immer gut und geschmackvoll. Einen Freund besitzt sie nicht, wenigstens seit zwei Jahren nicht. Nach nicht Nachprüfbaren Gerüchten soll sie bis dahin mit einen Studenten befreundet gewesen sein, dessen Name und Herkunft unbekannt sind. Die Eltern der Barkow sinh tot, die Mutter seit fünf, der Vater seit sieben Jahren. Geschwister hatte sie nicht. Ihre nächsten Verwandten wohnen in Breslau. Es ist eine Schwester ihrer Mutter mit Mann und fünf Kindern. Das ist alles. Es besagt, genau besehen, nichts." „Doch, einiges. Das Mädchen hat einen guten Ruf, lebt zurückgezogen, treibt keinen Luxus, der viel Geld erfordert, und benimmt sich viel besser als manche Altersgenossin." „Uns Hilst bas nicht." „Richtig, wenn man nicht von dem Standpunkt ausgeht, daß eine besonders kluge Komplizin von Verbrechern es sich zum Prinzip macht, unauffällig zu leben und keine Ausgaben zu machen, die mit ihren laufendem Einkommen nicht in Einklang stehen." „Verzeihung, Herr Kriminaldirektor, aber jetzt suchen Sie nach Verdachtsmomenten, die normaler^ werfe keine sind." „Wir wollen nicht darüber streiten, lieber Kammin. Ich bin dafür, die Barkdw einmal hierherzu- holen und gründlich ausjufragen. Vielleicht ergibt sich dabei ein Fingerzeig. Gleichzeitig können wir eine Haussuchung vornehmen." „Dann will ich gleich Austrag geben. Sie ist jetzt im Dienst. In einer halben Stunde haben wir sie hier." Es ging alles den gewohnten Gang. Ein Beamter wurde beauftragt, Aenne Barkow im Büro abzuholen und zum Präsidium zu bringen. Er erlebte, daß das sonst so selbstsichere Mädchen entsetzt zusammenzuckte, als sie das Wort Kriminalpolizei hörte. Man brachte sie sofort in das Zimmer Kam- mins, der einen anderen Beamten in die Wohnung der Barkow mit dem Auftrage geschickt hatte, niemanden in das Zimmer zu lassen, bevor der Kommissar selbst gekommen sei. Theo Kammin musterte das Mädchen nur kurz und rief Doktor Ball an, um ihm Bescheid zu geben. Er wartete bann, bis dieser ins Zimmer trat, ehe er die Barkow ansprach. „Sie sind Fräulein Aenne Barkow, 28 Jahre alt, Sekretärin der Inhaber der Firma Kaspar, Wand und Kobelt?" „Ja", sagte sie gepreßt. „Wissen Sie, weshalb wir Sie hier hergeholt haben?" Zum Erstaunen der beiden Beamten sagte sie erneut „Ja" und begann, haltlos zu meinen. Ihr ganzer Körper wurde von krampfartigem Schluchzen erschüttert, so daß selbst die beiden Beamten, die ähnliche Szenen seit Jahren gewöhnt waren, leicht ergriffen wurden und sich bemühten, das völlig zusammengebrochene Mädchen zu beruhigen. Das gelang erst nach geraumer Zeit. Kammin sagte so sanft wie möglich. „Wollen Sie uns nicht erzählen, wie alles gekommen ist?" Er ging von der Voraussetzung aus, daß man zuerst den Verbrecher, der bereut und den Widerstand aufgibt, ruhig feine Last vorn Herzen reden lassen soll. „Ich hatte doch solche Angst, die Wahrheit zu sagen", begann Aenne Barkow. Sie sprach mühsam und immer wieder von Schluchzen unterbrochen. „Aber ich habe eine so gute Stellung, daß ich sie nicht verlieren wollte. Herr Kaspar ist streng und jetzt genau aufgezählt, bei welchen Fleischarten, sofern diese handelsüblich ohne Knochen verkauft werden, ein Abzug gemacht werden kann. Beim Rindfleisch handelt es sich um Filet, Rostbeef, Schmorfleisch, Gulasch und Rouladen, beim Schweinefleisch um Filet, Schnitzel und frischen Schinken, beim Kalbfleisch um Filet, Schnitzel und Keule. Ferner gilt diese Regeluna für Hackfleisch, Gehacktes, Hackepeter und Schabefleisch. Auf Verlangen des Käufers ist innerhalb der durch die Bedarfsnachweise gedeckten Menge eine Knochenbeilage zu machen, gesondert zu wiegen und zum Knochenpreis zu berechnen. Sie Darf bei Schweinefleisch 20 v. H., bei Rindfleisch 25 v. H. und bei Kalbfleisch 30 v. H. nicht übersteigen. Wird eine Knochenbeilage nicht gewünscht, so vermindert sich die Gewichtsmenge um den angegebenen Prozentsatz. Hammelfleisch ist nur mit eingewachsenen Knochen abzugeben. Oie Hausbrandversorgung im Zahre 1942/43 Der Reichsbeauftragte für Kohle hat eine Anord- nuna über die Hansbrandversorgung im Kohlenwirtschaftsjahr 1942/43 veröffentlicht, das am 1. April 1942 beginnt. Danach werden die Vorschriften, die für die Kohlenversorgung der Haushaltungen, Behörden, Landwirtschaft, Wehrmacht usw. für das jetzt laufende Kohlenwirtschaftsjahr erlassen worden sind, bis zum 31. März 1943 verlängert. Grundsätzlich bilden die Kohlenmengen, welche die Kohlenhändler und die Verbraucher für 1941/42 erhalten haben, die Grundlage für ihre Belieferung auch für 1942/43. Wie bisher kann im einzelnen bestimmt werden,' in welchem Umfange die zulässigen Bestellungen der Kohlenhändler und die in den jetzigen Kundenliften eingetragenen Kohlenmengen der Verbraucher geliefert werden. Feststellung der S-irituosenbestände. Nach einer Anordnung des Reichsnährstandes haben die Hersteller, Großverteiler und Kleinverteiler oop Trinkbranntwein und trinkbranntweinähnlichen Erzeugnissen ihre Bestände am 31. 12. 1941 nach Geschäftsfchluß festzuftellen. Die Bestände dürfen nach dem 31.12. nur nach ausdrücklicher Freigabe und entsprechender Weisung abgegeben werden. Wegen Einzelheiten der Bestands- feftfteUung, -meldung. und -Verwertung wird auf die Veröffentlichung im Verkündungsblatt des Reichsnährstandes und in den Fachzeitungen verwiesen. Verdiente Schäfer werden ausgezeichnet. ~ Eine einmalige Auszeichnung ist verdienten Schäfern zuteil geworden. Der Reichsernährungsminister hat an Schäfer, die sich durch Leistungen und Berufstreue besonders hervorgetan haben, Anzug- und Mantelstoffe vergeben, die aus der' Wolle der eigenen Schafe hergeftellt sind. Es handelt sich um eine Ehrung und Anerkennung für die gesamte deutsche Schafzucht. ** Goldene Hochzeit. Die Eheleute Rentner' Phllipp K r a u 11 und Frau Susanna, geb. Schumacher, in Gießen, Fröbelstraße 8, können am 2. Januar 1942 in körperlicher und geistiger Frische das Fest der goldenen Hochzeit feiern. Wir grätu- lieren! ** Stadtbücherei Gießen. Im Monat Dezember wurden 1970 Bände ausgeliehen. Davon kommen -auf Romane 1113, Jugendbücher 410, Reife- beschreibungen 120, Geschichte und Kriegsgeschichte 175, Technik und Naturwissenschaften 68, Seewesen 51 und Politik 33 Bände. Oer Sohn eines Friedberger Ehrenbürgers zum Gesandten ernannt. Lpd. Friedberg, 1.Jan. Dr. Adolf Wind- e ck e r, Sohn des verstorbenen Ehrenbürgers der Stadt Friedberg Geh. Justizrats Adolf Windecker, wurde vom Führer zum Gesandten in Riga ernannt. Vom Lastwagen otgedrückt. Lpd. Friedberg, 1. Jan. In der gefährlichen §-Kurve in Nieder-Mörlen stand die 12jährige Tochter des Lehrers Schwickert an einem Hof- leicht aufgeregt. Wenn er gewußt hätte, daß ich einen Fremden für ihn gehalten hätte, würde er mich sicher sofort entlassen haben." „Was sagen Sie da?" fragte Theo Kammin gespannt und beugte sich weit über die Tischplatte vor, als traue er seinen Ohren nicht ganz. „Erzählen Sie einmal genau der Reihe nach!" „Es war an dem Tage, als Herr Wand durch die Explosion ums Leben kam, am 11. Mai. Herr Kaspar ging ungefähr um ^6 Uhr nach Haufe. Ich wußte, daß feine Frau Geburtstag hatte, und erwartete ihn nicht mehr zurück. Dann war ich etwas verwundert, als er nach zwanzig Minuten vielleicht, es mag zehn Minuten vor sechs gewesen fein, auf einmal wieder zurückkam. Er sagte nur ganz unbeut lief) „Guten Abend" und brummte etwas vor sich hin von „vergessen" und „noch zu erledigen". Ich habe mich nicht weiter darum gekümmert. Er hat oft Stimmungen, in denen er nicht verträgt, angesprochen zu werden. Während er in feinem Zimmer war, arbeitete ich weiter. Auf einmal ging die Klingel, die von Herrn Kaspars Schreitisch zu mir führt. Ich nahm an, er wolle mir noch einen Brief diktieren, und begab mich sofort zu ihm. Ganz gegen feine Gewohnheit hatte er den Hut auf dem Kopfe und sah mich verwundert an, als ich eintrat. ,Sie haben geklingelt, Herr Kaspar', sagte ich und wollte Platz nehmen. Zuerst antwortete er nichts. Dann begann er zu sprechen, und ich wunderte mich, wie heiser die Stimme auf einmal klang, so, als wenn er stark getrunken oder sich erkältet hätte. Er sagte so etwas wie: ,Danke, Fräulein. Es war ein Irrtum/ Trotzdem blieb ich noch einige Augenblicke stehen, weil mir das seltsam vorkam. Er sagte sonst nie Fräulein zu mir, sondern immer Fräulein Barkow. Weil er es aber wollte, ging ich wieder hinaus. Wenig später trat Herr Kaspar aus der Tür, sagte ,Guten Abend/ und verschwand auf dem Korridor. Ich blickte ihm noch nach, bis er draußen war, und überlegte, was ihn wohl so in Aufregung gebracht haben könnte. Denn die Zeitspanne, die zwischen seinem Weggang und dem Wiederkommen lag, war zu klein, als daß er hätte viel Alkohol trinken können. Und erkältet war er bis ^6 Uhr bestimmt noch nicht. (Fortsetzung folgt) letzt. 9Ji.-$pOTt Halde Stunde, 5a sich nähert, um am 2. Fi Beachten Sie bitte en Sie bitte Fernrufnummer unsere neue 4712 ID TABLETTEN Rheumci’Gicht Neuralgien Erkähungs: Ä Krankheiten/^^ das cMewäktte Erdal aus Pfelffer'sche Unlversltiti Bochhanduni Gießen, Walltorstraße 21 'sniederlage: Kreuz-Drogerie Noll, Behnhofstr. 53. Umv Der erste Monat des neuen Jahres beschert uns an klaren Abenden einen Sternenhimmel von ungewöhnlicher Schönheit. Denn außer den im Osten aufsteigenden glanzvollen Wintersternbildern sind im Januar noch sämtliche Planeten sichtbar und zwar gerade die hellsten von ihnen in sehr günstiger Niger funkelndem Fixsternen. Etwas ünks über dem Saturn schimmert der schöne Sternhaufen des Sie« bengestirns oder der Plejaden. In der Mttte zwischen Plejaden und Saturn zeigt uns der Feldstecher den Planeten Uranus als Stern 6. Größe. Nur im Fernrohr erkennbar ist Neptun, der nut dem Sternbild der Jungfrau erst nach Mitternacht Her- Erde um die Sonne. Zwischen Orion und den Zwillingssternen steigt die Milchstraße empor, die wir über Perseus, Kassio-- peia und Kepheus bis zum Schwan tief im Nordwesten verfolgen können. An den Perseus schließen sich nach Südwesten die Sternreihe der Andromeda und das Pegasusquadrat an. Der untere Teil des Südhimmels wird von den nur aus schwächeren Sternen bestehenden Bildern Eridanus, Walfisch und Fische eingenommen, Im Norden sehen wir den Himmelswagen im Großen Bären mit nach unten gerichteter Deichsel aufwärts rollen. Die Erde durchläuft am 2. Januar den sonnennächsten Punkt ihrer Bahn (Abstand von der Sonne 147 Mill. Kilometer gegenüber 152 Mill Kilometer im Juli). Der Mond zeigt folgende Hauptlichtgestalten: Vollmond am 2., letztes "Viertel am 10., Neumond am 16., erstes Viertel am 24. Januar. thar Müller. — Mit Genugtuung kann der neue Sportgau aus seiner Jahresarbeit den Schluß ziehen, daß es ihm trotz kriegsbedingter Schwierig- fetten möglich wurde, eine Vorwärts- und Auf- wärtsentwickung zu erzielen. Gegenüber Unklarheiten in der Frage, ob bei Fliegeralarm die elektrischen Hauptschalter in den Wohnungen ausgeschaltet bzw die Hanptsicherun- aen gelockert werden sollen oder nicht, verossen licht Die Sirene", das Organ des Reichsluftscbutzbun- des" folgende Aufklärung: Die elektrischen Anlagen sollen nicht abgeschaltet werden, zumal sich daraus bei Luftangriffen keine zusätzlichen Gefah- ren ergeben. Bei etwaigen Bränden ist die elektri- sche Beleuchtung des Treppenhauses und der Wohnungen unentbehrlich. In hohen Etagenhäusern kann auch der Betrieb von Fahrstühlen für die Hausfeuerwehr wichtig sein. Also: entgegen früher 7 .. r er» _ ri:____— Xi a chatt Stellung. Sobald im Südwesten die Sonne verlischt und die Dämmerung beginnt, zieht ein wunderbar heller Stern alle Blicke auf sich. Es ist Venus, die zu Beginn des neuen Jahres als Abendstern ihren iRollschuh-Kunstlaus (Paarlauf) Irmgard Fischer, Lo-1 Schalter bei Fliegeralarm nicht ablfloltenl^^ (hei. Zur hellstrahlenden Venus gesellt sich in der zwei- den Monatshälfte der Merkur, ein meist nur schwierig aufzufindender Stern, weil er als sonnennächster Planet stets nur während der Dämmerung und in geringer Höhe über dem Horizont gesehen werden kann, wo nur zu häufig Dunstschichten sein Licht stark schwächen. Am leichtesten findet man Merkur an den Abenden um den 20. Januar, wenn er unterhalb der Venus steht, etwa eine Stunde nach Sonnenuntergang. Beim Aufsuchen des Merkur leistet ein Feldstecher gute Dienste. Eine besonders schöne Konstellation bietet sich am 18. Januar, wenn die schmale Mondsichel in der Nähe von Venus und Merkur steht. , Wenden mjr den Blick nach Süden, so finden wir gegen 21 Uhr dort in beträchtlicher Höhe den rot- lich leuchtenden Mars im Sternbild des Widders. Seine Helligkeit hat stark abqenontmen, da sich Mars rasch von der Erde entfernt. Sein Abstand wächst im Januar von 137 Millionen auf 181 Millionen Kilometer. Oestlich vom Mars sehen wir eine ganz besonders schöne Gruppe von Sternen: den hell strahlenden Jupiter und den minder kräftigen Saturn nahe bei Aldebaran, dem Hauptstern im Stier. Auch Jupiter entfernt sich nun wieder von der Erde, der er im Dezember am nächsten war. Sein Abstand vergrößert sich während des Monats Januar von 625 aus 675 Millionen Kilometer. Die gegenwärtige qünstiae Stellung des größten aller Planeten ist für die Beobachtung seiner vier großer Monde sehr geeignet. Im Feldstecher erscheinen sie als winzige belle Pünktchen neben der Planetenscheibe. Im Fernrohr erkennt man auch den dunklen ' Schatten, den ein Mond beim Vorüberziehen vor der Jupiterscheibe auf dem Planeten erzeugt. Saturn sieht einem Fixstern erster Größe zum Der- ■ wechseln ähnlich, unterscheidet sich aber durch fein > gleichmäßig ruhiges Lichr von den mehr oder we- da viele Millionen dos' Ehrenkleid des Soldaten tragen, seine Aufgaben gemeistert. Sein Sportbetrieb wurde nicht nur aufrechterhalten, sondern weiter ausgebaut und damit der Gedanke für die Leibesübungen im Volke vertieft! Das Jahr 1941 brachte dem neugebildeten Sportgau Hessen- Nassau beachtliche Erfolge. Fußball-Städtespiele mit Metz, mit der Wehrmachts-Els aus Paris, den Soldaten der Luftwaffe aus Wien, Begegnungen mit Auswahlmannschaften usw., waren Höhepunkte in der großen Fülle sportlicher Ereignisse, wie viele Tennis-, Fecht-, Rugby-, Box- und anderer Hallenveranstaltungen. Außerdem wurden folgende Deutsche Meisterschaften errungen: Kanusport, Faltboot-Zweier, Langstrecke über 1000 m Alex und Heinrich Kraft. Fechten: Frauen-Florett Hedwig Haß, Manner-Florett Julius Elsenecker. Rollschuh- Kunstlauf Alexa Horn. Rudern: Männer-Zweier mit Steuermann Oskar Klock, Ludwig Rhumbler, Steuermann W. Günter. Rudern: Frauen Einer Friedel Haag. Kunstradfahren: Zweier Elli und Erna Weber. Rasen-Kraftsport: Schwergewicht Rudolf List. Deutsche Jugendmeisterschaften: Tennis Elrttrische Anlagen bei Lustangriffen n dit abschalien. Skier und Skistiefel an die Front! Aufruf des Reichssportführcrs. Kameraden und Kameradinnen! Der Führer braucht für seine Soldaten warme Wintersachen. Ich habe Euch deshalb um die Herausgabe Eurer Wiuterausrüstung gebeten. Jetzt schon sind viele Tausende meinem Aufrus gefolgt. Die Front aber braucht mehr. Es ist angeordnet worden, daß parallel zur Sammlung der Winterklei- düng eine Sammlung von Skiern und S k i st i e f e l n erfolgen soll. Das Heer braucht die Skier nicht zur Stählung des Körpers oder zum Erlebnis der winlerlichen Natur, sondern zur unerbittlichen Verteidigung der Front. Das Skiläufen ist für das Ostheer eine notwendige Vrauchkunsi. Skischuhe und Skier gehören somit zur unbedingt erforderlichen Ausrüstung. So rufe ich denn Euch, meine Kameraden und Kameradinnen, alle auf, Eure Skischuhe und Skier, soweit sie nicht für die Zwecke der Front unbrauchbares Spezialgerät find, den Soldaten zu geben. Ich weih, daß Ihr damit für eine Zeitlang Abschied nehmen müht von Eurem über alles geliebten Sport. Dex einmal Skiläufer Seit 25 Jabtens im Jahre 1941. NSG. Neben den kriegssportlichen Aufgaben, die der Heimat im Freih-itskampf unseres Volkes erwachsen und freudig erfüllt werden, hat der NS- Reichsbund für Leibesübungen mitten im Krieg, vielen Seiten wurden der betagten Einwohnerin Glückwünsche übermittelt. Auch wir schließen uns den guten Wünschen an. Kreis Marburg. Freibankverkaus ““Än». 1461-151^ von 9-10 Ubr Nr 1511-1560 von 10-11 NbrNr. 1561-1610 von 11-11.30 Uhr Nr 1611-1640 Stad . EchlaAhos, Gießen. Turnen und Sport im dritten Kriegswinter Das Programm im Sportkre's Gießen am Samstag und Sonntag. Muss man auf das gute altbewährte Erdal verzichten, nur weil mal keine Blechdosen da sind? Nein 1 Man nimmt ganz einfach die Erdal Nachfull- Packung. „Ja, aber..." Ganz einfach! Deckel ab und das gefüllte Unterteil in die leere Erdaldose setzen I Deshalb die leeren Erdaldosen aufbewahren, dann hat man auch immer das bestens bekannte. Landkreis Gießen ♦ Lollar, 1. Jan. Die erste Kreisgrup- pen-Rammlerschau für Wirtlch des Kreises Gießen wurde dem Kaninchenzuchtoer ein Lollar Übertrages Sie findet am 3. unö-4. 3a- nuar im Saale zur „Germania in Lollar statt. An * Nordeck, 1. Jan. Der in Lollar beschäftigte Karl Wallon von hier erlitt an seiner Arbeitsstelle einen U n f a l l und mußte von der Samtats- bereikschaft Gießen mit einem Unterschenkelbruch der Klinik zugeführt werden. ist, der ist dieser so wunderbaren Lelbesübung mit Leib und Seele verfallen. Für Euch bedeutet die Hergabe Eures Gerätes mehr als die Abgabe irgendeiner anderen Sache. Dennoch werdet Ihr bei dem Gedanken an Eure Kameraden drauhen nicht von einem Opfer reden wollen. Ihr gebt der Front, was sie braucht, und Ihr wißt, dah unsere Soldaten den Kampf nur siegreich beenden können, wenn alle Voraussetzungen dafür erfüllt sind. Die Hergabe Eures Gerätes trägt dazu bei, den Sieg zu sichern, Euch Eure Heimo«. Eure Berge und Wälder, Eure hünge und höhen in noch größerer Schönheit wiederzugeben. , 3d) leibst ober weist, dost meine Bitte an Euch. Euer Gerät der Front zu, geben, mich verpflichtet, um läge des Friedens Euch fo schnell wie möglich wieder in den Besitz Eurer geliebten Skier zu bringen. Ich verspreche Euch heule schon, dost m geoebenen Augenblick meine ganze Sorge der Einlösung dieses Versprechens gellen wird. • 3d) vertraue auf Euch und weih, dast 3hr mich nicht enttäuschen werdet, hinter dem Willen zum Endsieg werden alle anderen Wünsche zurücktreten. Die Heimat wird ihrer Soldaten würdig sein; sie wird unseren Führer nicht enttäuschen. Gez.: von Tschammer, Reichssportführer. Gtemenpracht am Winterhimmel Sternschau im Januar 1942. Von Dr. Erwin Kossinna. Hasten, «!>•• Ve,‘ ecblelmung.auch in veralteten MUen bekämptl Haos Bronchltls-Tei Marke Alpsphfc Paket MU. US 3um erstenmal seit der Neuorganisation tritt der neuqebildete Sport kreis Gießen mit einem Programm an die Oeffentlichkeit, das besonders großzügig ist und hervorragende sportliche Lelstun- aen erwarten läßt. Die Sportkreissuhrung Gießen benutzt eine Arbeitstagung, die von der Gaufuhrung für das nördliche Gaugebiet angesetzt wurde, zu einer Werbung für Turnen und Sport. Bereits am Samstag treten die Kreis uhrerstabe der Kreise Dillenburg, Biedenkopf, Wetzlar, Friedberg und Gießen zu einer engeren Arbeitssitzung zusammen, bei der die einzelnen Sachbearbeiter der Gau- führuna die Richtlinien der künftigen Arbeit nut den Amtsträgern der Kreise festlegen werden. Die Hauptarbeitstagung in der Universität fuhrt am Sonntag die Verewsmhrer zusammen, zu denen der SpörtgaufÜhrer SA.-Obersturmbannfuhrer Riek und Kreisleiter Pg. Backhaus sprechen werden. Die Veranstaltung „Turnen und Sport im 3 K r i e g s w i n t e r" im Gloria-Palast bringt em buntes Bild des praktischen Leibesübungsbetriebes. Die Fachämter Turnen, Rollsport, Radsport und, für Gießen neu, Boxen gestalten die Dorführungs- folae. Die Turner des Kreises Gießen, die vor allem Kinder-, Jugend- und Frauenturnen Herausstellen, erhalten Unterstützung durch die Spitzenturner des Gaues, von denen einige hier noch von dem Grotz- kampf in der Polkshalle iM'Fruhjahr d.J. in bester Erinnerung sind. So turnen wieder Zellekens von der „Eintracht" und Rosenberger, die damals in der Südwest-Mannschaft standen. Auch Hainz ist diesmal dabei. Der Gauobmann mr Leistungsturnen Henkel (Wiesbaden) verstärkt die Mannschaft. Besonderes Interesse durfte aber Linke (Neumünster/Holstein, z. Z. den, ist er doch einer der fähigsten Naclpvuchsturner des Reiches. Von Gießen turnen Bettin, Sety und Ludwig Herbert, der sich kürzlich einen Platz in der Gaumannschaft erkämpfen konnte. Auf hoher Leistungsstufe wird auch das Programm der Rollsportler stehen. Aus Frankfurt lausen Marga Schäfer, neben der deutschen Meiste- rin die bekannteste Läuferin des ©augetnptes, und im Paarl-auf die Deutschen Jugendmeister F l s ch- l e i n - M ü l l e r. Gießener Nachwuchs ergänzt die Vorführungsfolge. Kurt Engel (Wetzlar) zeigt mit seinem Brüder die hohe Kunst des Radsports. Sem guter Platz bei den letzten Deutschen Meisterschaften in Hannover beweist sein Können. Dem Boxen in Gießen Anhänger zu werben, ist der Zweck des zwischen bekannten Könnern der Gaustaffel zum Austrag kommenden Kampfes. — Alles m allem ein Programm, wie es hier noch nicht zu sehen war — Die Anhänger des Rasensports werden am Nachmittag auf dem Universitätsplatz sein. Es spielen eine Gießen-Wetzlarer Elf gegen ^„Eintracht Frankfurt. Die Handballer haben anschließend die Gaumannschaft zu Gast. Gießens Einheit, tn der Hauptsache von der Luftwaffe gestellt, wird keinen leichten Stand haben. Erfolge des Sportgoue-Hessen-Nassau höchsten Glanz entfaltet. Ihre Leuchtkraft ist danni so groß, daß sie an hervorragenden Gegenständen einen deutlich erkennbaren Schatten erzeugt. Anfang Januar beträgt die Dauer ihrer Sichtbarkeit nahezu drei Stunden, Ende des Monats nur noch eine halbe Stunde, ia sich der Planet rasch der Sonne nähert, um am 2. Februar zwischen Sonne und Erde hindurchzuwandern. Infolge dieser Bahnbewegung zeigt sich Venus im Fernrohr als eine im Laufe des Monats immer schmaler werdende Si- auttommt. _ ■ r. .. , Wenden wir uns nunmehr dem Fixsternhimmel. zu so ist gegenwärtig der südöstliche Sektor unstreitig am schönsten. Don der nahe dem Zenit stehenden Kapella bis herab zum stark funkelnden Sirius zeigt diese Himmelsgegend eine Anreicherung von Sternen erster und zweiter Größe, wie sie kein anderer Teil des Fixsternhimmels aufweist. Durch die beiden hellen Planeten Jupiter und Saturn im Stier wird der Eindruck noch mächtig gesteigert. Um den Orion, das großartigste aller Sternbilder, scharen sich die beiden Hundssterne Sirius und Prokyon, darüber die Zwillingssterne Kastor und Pollux, die hellstrahlende Kapella im Fuhrmann und der rötliche Aldebaran im Stier, der von dem lockeren Sternhaufen der Hyaden umgeben ist. In dem hochgestellten Viereck des Orion bilden die rötliche Beteigeuze (oben links) und der weiß strahlende Rigel (unten rechts) Riesensterne von ungeheurer Leuchtkraft. Sie übertreffen unsere Sonne mehrere tausend Mal an absoluter Helligkeit. Wenn der blauweiß funkelnde Sirius uns noch wesentlich heller erscheint als die Orionsterne, so deshalb, weil er uns sehr viel näher steht. Vom Sirius trennen uns nur 9 Lichtsahre, von den Orionsternen da- gegen 300 bis 500 Lichtjahre (1 Lichtjahr = 10 Billionen Kilometer). Unter den drei in einer schrägen Linie angeordneten Gürtelsternen des Orion erkennen wir in klaren, mondlosen Nächten einen milchigen Lichtfleck, den bekannten Orionnebel, eine äußerst fein verteilte leuchtende Gas- und Staubwolke von riesiger Ausdehnung. Man schätzt ihren Abstand auf über 500 Lichtjahre, den Durchmesser auf 10 Lichtjahre. Der Orionnebel ist demnach • mindestens 300 000 mal so groß wie die Bahn der Die Schuhe halten länger und bleiben langer schon . Mündlich können SieeSnurwenlßM sagen, schriftlich mehreren, durch eine Kleinameige sagen Sieesalla» |Verschiedenes] Wer übt wöchentl.zweim. je 1 Stunde Gymnastik mit iung.Dame? Sckriftl. Angeb. mit Preis mit 07 an d. Gieß. Anz. Brauner linker Kinder- Handschuh an d. Jobannes- kn cke verloren. Abzug. g.Bel. An d. Johanneskirche 41 Poitunonnaie in d. Telefonzelle am Lindenplatz 6elünöen! GegenAnzeigen- gebühr avzubol. Lor, als ein Brauereilastauto die Straße passierte., dieser Schau ^eifigen 1W) Vermutlich infolge der Glätte der Straße geriet der I gruppe Tieren Wagen auf den Bürgersteig und erfaßte das Mad- ^etzlar^ Dl gejt]rigen ^Dienstag konnte chen, das von dem Kühler zu Tode ged ruck t ^bl Witwe des verstorbenen wurde. Dies ist der dritte tödliche Berkehr-unsall Frau»° rV an dieser Stelle innerhalb kurzer Zeit. — In Ober ; 0 r ' Geburtstag begehen. Don Mörlen wurde der Schreinerlehrling H 0 hm an n, Straße,^ h^^ hor hftnnfpn Einwohnerin als er mit dem Rad zur Arbeitsstelle nach Friedberg fuhr, von einem von Nauheim (onunenDen Omnibus erfaßt und lebensgefährlich ve MBröcKmanns gewürzte Futrerkalkmischung ZWERG-MARKE für alle Tiere