Dienstag. l.Dezemberly§2 Druck *itb Verla-: auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Annahme von An-eme« für die Mittagsnummer biS 8'/, Uhr deSBormittag» Au-eigen-Prette für die Dällhneter-aeile von 22 Millimeter Breite: 7 Rot. iür ffamilienan- -eigen und vrivate G elegenheitsanzeigen 149h)Lf. Werbeanzeigen und geschäftliche GelegenheitSanzeigen Vlatzvorschrttt (vorherige Vereinbarung) 25% mevr General-Anzeiger für Oberhessen Monailrch . .RM.1LV Zustellgebühr,.. „ -.25 sy2.Jahrgang Nr.283 • Die Sonn,ans' und Hetrnag! Ak ▲▲ A A AA A A A Ak AA ä^bb OltpCHCt 2t i i(|SE vorrückende Staubwolke ver- Neuen Hebriden bis Neukaledonien und legt sich in Beherrschung dieser Inselreihe würde eine Konttolle rückten gefährlich näher. Ma- zischten den Kanonieren ent- genom- Ameri- überlassen. Die Besatzung wurde gefangen men. Das war ihre erste Begegnung mit fernem. Raumes und zum gleichzeitigen Ausbau neuer Ausgangs st e Ölungen zu weiteren Vorstößen aus diesem Raume benutzte. Das westliche Bollwerk dieses Raumes sind Burma und die Andamanen im Indischen Ozean. Im Süden befindet sich die japanische Hauptstellung auf Java, im Südosten aus Neupommern. Von hier aus erfolgten gelegentliche Vorstöße nach Neuguinea einerseits und nach den Salomonen in Richtung Neukaledonien anderseits. Die Stoßrichtung über die Salomonen in Richtung Neukaledonien erschien den Amerikanern jedenfalls gefährlich, weil sie ihre letzte strategische Linie im Pazifik durchschneiden würde, nämlich diejenige von Kalifornien—Hawai über die Phönix-Inseln, Fidschi- Inseln nach Australien. In diese Linie schiebt sich die Harte Abwehrkämpfe bei Glatteis und Schneetreiben Feindliche Angriffe zwischen Wolga und Don abgeschlagen JOer Wehrmachtbencht. DNB. Aus dem Führ er Hauptquartier, 30. Jlov. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3mOstkaukafus brachen mehrfache sowjetische Angriffe unter schweren Verlusten für den Feind Zusammen. Seit 27. November wurden bei diesen Äbwehrkämpfen 60 feindliche Panzer vernichtet. Jagdflieger schossen 15 feindliche Flugzeuge ab. In der Kalmücken st eppe stießen motorisierte deutsche Kräfte gegen rückwärtige Verbindungen der Sowjets vor, vernichteten Trosse und Versorgungs- Vorräte und rieben eine versprengte Kampfgruppe auf. Zwischen Wolga und Don schlugen die Truppen des Heeres in engem Zusammenwirken mit Rarfen Luftstreitkräfter erneut heftige Panzer- und 3ufanterieangriffe ab. 3n Stalingrad nur ört »(he Kampftätigkeit. Eigene Gegenangriffe im großen Donbogen waren erfolgreich. Die Luftangriffe gegen Eisenbahnanlagen am mittleren Don wurden fortgesetzt und dabei mehrere Transportzüge schwer getroffen. An der mittleren Ostfront und im Gebiet des Ilmensees scheiterten wieder alle feindlichen Angriffe. 135 Panzerkampfwagen wurden abge- lchossen. 3n der Lyrenaika wiesen die deutsch-italie- aischen Truppen Vorstöße feindlicher Panzer ab. Luftangriffe richteten sich bei Tag und Nacht gegen britische Zeltlager und motorisierte Kräfte. Kampf- Rieger belegten auf tunesischem Gebiet Kolonnen des Feindes mit Bomben und fügten ihm er- hebliche Verluste an schweren Waffen, Fahrzeugen und Panzern zu. 3m östlichen Mittelmeer versenkte ein deutscher Unterseebooljäger unter dem Kommando des Oberleutnants zur See Kleiner durch Ramm- 'loß das von den Engländern übernommene ehemals griechische Unterseeboot „Triton" und nahm die Besatzung gefangen. 3n den besetzten Westgebieten und über gegen. Kanonengeschosse hämmerten dazwischen. Doch sie schossen eisern weiter und der Stahl ihrer Granaten schlug auf nächste Distanz in die feindlichen Panzer. Entfernung 60 Meter — und wi e - her blieb einer auf der Strecke. Da drehte der erste ab, und ein zweiter folgte ihm. Und schließlich sehen sieben andere Wagen die gleiche Hoffnungslosigkeit ihres Unterfangens ein. Im Abdrehen zeigten sie ihre Breitseite und da sah man auf ihren Leib bunt aufgemalt das Sternenbanner. An anderer Stelle jedoch, bei dem zweiten Zug, gelang es Panzern, durch die Geschützstellungen, durchzurollen. Doch die Geschützrohre blieben ihnen mit ihrem Feuer auf den Fersen, legten zwei Panzer lahm und zwangen die übrigen zum Abdrehen. Nur einer raste offensichtlich -kopflos auf die nahegelegene Straße zu, das konzentrierte Feuer setzte ihn bald in Brand. Wie eine tote Schleppe zog er noch einige 50 Meter eine Rauchwolke hinter sich her. Dann stand er hilflos, bent vernichtenden Feuer Das Schneetreiben konnte die deutschen Truppen auch nicht hindern, an einigen Stellen zum Gegenangriff überzugehen. In erbitterten Nahkämpfen wurden die Sowjets aus teilweise stark befestigten Stellungen geworfen und zurückgedrängt. In diesem schweren Ringen bewährte sich die enge Zusammenarbeit der Heeresverbände mit einer Luftwaffen-Feld-Dioisivn sowie der Flakartillerie, die mit unseren Grenadieren und Panzern Seite an Seite in vorderster Stellung den Ansturm auf- fingen und den Bolschewisten bei ihren mit starker Panzerunterstützung oorgetragenen Angriffen empfindliche Verluste zufügten. Südostwärts des Ilmensees erneuerten die Bolschewisten ihre Versuche, die deutschen Ab- wehrstellung'en zu durchstoßen. In schweren Kämpfen brachen auch hier alle Angriffe zusammen. Dreißig feindliche Panzerkampfwagen blieben auf der Strecke. Außerdem büßte der Gegner zahlreiche Kraftfahrzeuge ein, die meist mit Treibstoff und Munition explodierten und ausbrannten. Kampfflugzeuge unterstützten die harten Abwehrkämpfe. vor. 200 Meter waren es vielleicht noch — sie hatten genaues Ziel. Und schon brannte der erfte. Er stoppte, schwarze Rauchwolken deckten ihn zu. Doch die übrigen marschierten geradewegs weiter, feuerten aus ihren Geschütztürmen; was aus den Rohren der leichten Flak herauszujagen war, prasselte ihnen entgegen! Ein zweiter fing Feuer. Eine Stichflamme schlug heraus. Zwei, drei Mann fliegen aus. Die schluckte sie. Doch die übrigen schinengewehrgarben dem Kanal wurden sieben britische Flugzeuge zum Absturz gebracht. Deutsche 3äger fehlen die Tagesvorstöße zur Süd- küste Englands fort und befchossen Eisenbahnziele mit guter Wirkung. Seitdem am 15. November über die großen Erfolge der italienischen und deutschen Luftwaffe und der italienischen und deutschen Marine im Kampf gegen die amerikanisch-britische 3nvasionsflotte vor den Küsten Nordafrikas durch Sondermeldung berichtet worden war, haben sich die Erfolge noch beträchtlich erhöht. 3nsgesamt wurden in der Zeit vom 7. bis 25. November in den Häfen und Küstengewässern Jran- zösifch-Nordafrikas 23 Handels- und Transportschiffe mit zusammen 165 000 BRT. versenkt, elf Handels- und Transportschiffe mit zusammen 100 000 BRT. so schwer beschädigt, daß sie aller Voraussicht nach gesunken sind, 65 Schiffe mit zusammen 398 000 BRT. beschädigt, davon ein Teil so schwer, daß mit seinem länaeren Ausfall zu rechnen ist. An Kriegsfchifseinheiten wurden zwei Schlachtschiffe beschädigt, drei Träger beschädigt, da- von einer sehr schwer, fünf Kreuzer vernichtet, fünf Zerstörer und Geleitboote vernichtet, 28 Kreuzer, Zerstörer und andere Geleiteinheiten beschädigt. Außerdem wurden in den Hafenanlagen an der nordafrikanischen Küste in fast täglichen Angriffen schwere Zerstörungen und starke Brände hervorgerufen, durch die weiteres wertvolles Nachschubgut vernichtet wurde. Keinen Vorteil aus der Hand gegeben. Madrid, 30. Noo. (DNB) Die Madrider Zei- fung „Hoja bei Sunes" schreibt: „Die angelsächsische Propaganda hat versucht, die sowjetischen Angriffe, die Invasion in Französisch-Nordafrika unb die Versenkung der französischen Flott e m Toulon als Wendepunkt des Kriegsschicksals zugun- sten der Anglo-Amerikaner auszulegen. — Es genügt jedoch, sich etwas genauer mit den Kriegsschauplätzen zu befassen, um zu erkennen, daß Deutschland keinen seiner errungenen Vorteile aus der Hand gegeben hat. Alle bisherigen Versuche Timoschenkos, den nach der Wolga und Stalingrad vorgeschobenen Keil durch Flankenangriffe einzu- kreisen und damit die lebenswichtige Verbindung zwischen Süd- unb Zentralrußland wiederherzuitel- len, sind gescheitert. Die Wiederholung der verzweifelten Aktion Timoschenkos gestaltet sich von Mal zu Mal schwieriger, da bas ihm zur Verfügung gestandene Material zum größten Teil vernichtet worden ist und die nach dem Ural verlegten Rüstungsfabriken wegen Rohstoffmangel die Verluste nicht ersetzen können. Daß Deutschland nach wie vor den Bolschewisten keine Ruhe gewährt, beweist, daß die Entscheidung nach wie vor an der sowjetischen Front fallen wirb; benn in der Vernichtung Sowjetrußlands liegt der Schlüssel der europäischen Festung. Das Eichenlaub für bewährten Sturzkampfflieger. Berlin, 30. Nov. (DNB.) Der Führer hat dem Hauptmann Lang, Staffelkapitän in einem Sturzkampfgeschwader, als 148. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Hauptmann Lang, 1915 in Ntährisch-Truebau als Sohn eines Professors geboren, besuchte das Gymnasium in Czernowitz (Rumänien) und trat 1935 als Schütze in das Infanterieregiment 28 ein, kam 1936 als Fahnenjunker zur Luftkriegsschule Dresden unb würbe 1938 Leutnant. Nach seiner Ausbildung als Sturzkampfflieger kam er im gleichen Jahre zum Sturzkampfgeschwader „Jmmelmann". Nach großen Erfolgen im Westfeldzug — bei Dünkirchen warf er ein Transportschiff von 6000 BRT. in Brand und brachte ein weiteres Transpyrkschiff von 10000 BRT. zur Explosion — zeichnete er sich beim Einsatz gegen Kreta erneut aus. Jrn Feldzug gegen die Sowjetunion vollbrachte er weitere hervorragende Waffentaten. Widerstand auf Reunion eingestellt. Oer vergessene Neutrale Von unserem Dr. L.-Korrespondenten. DNB. .*, 30. Nov. (PK.) Seit vier Tagen lagen M beiden Flakzüge zur Sicherung des vorge- chobenen Flugplatzes an Ort und Stelle. Seit vier Tagen waren sie ohne Berührung mit dem Feind geblieben. Heute nun sahen sie sich plötzlich zwanzig amerikanischen Panzern gegenüber, -ie überraschend gegen sie anrollten und sie zu überrennen versuchten. Es waren 40 aufregende Mieten, 40 Minuten mit heißgeschossenen Läufen, in tienen die Amerikaner zum erstenmal die Schlagkraft deutscher Waffen und die Unerschrockenheit deutscher Soldaten kennenlernten. Mit sechs abge- ^offenen Panzern mußten sie diese Kenntnis bezahlen. 15.30 Uhr entdeckten die Flakzüge auf der vor ihnen liegenden Höhe zwei Panzer, die sie zunächst für deutsche hielten. Zu näherer Erkundung blieb ihnen keine Zeit, da einige Spitfire plötzlich aus den Wolken brachen und den Platz mit Bordwaffen anzu- greifen versuchten. Deutsche Jagdflugzeuge ftieaen auf, und kaum wahrgenommen, war der englische Spuk vertrieben. Im gleichen Augenblick erkannten die Flakzüge etwa 20 Panzer, die auseinander gestaffelt, nicht weit davon entfernt gegen sie anrollten. Eine Staubwolke lag wie eine Nebelwand hinter dm vorrückenden Panzern. Klar zeichneten sich sechs davon ab. Dort auf etwa 400 Meter erkannten sie den gelben Stern an den Drehtürmen, das Signum der amerikanifchen Flugzeuge, und sofort hämmerten ihre Geschütze ity- exaktes, beruhigendes Tak- Tak-Tak-Tak gegen die erdfarbenen, sich vorwühlenden Fahrzeuge. Sie ließen sich nicht abhalten, wichen keinen Zollbreit von ihrer Fahrtrichtung. Stur wie ein Panzer, zuckt es durch die Köpfe. Die Richtschützen knöpften sich einzelne Fahrzeuge We GesechisberiihMg mit Amerikanern Von Kriegsberichter H. Heidelauf. Berlin, 30. Nov. (DNB.) Unter Einsatz zahlenmäßig überlegener Jnfanteriekräfte? die wiederum von starken Panzerverbänden begleitet waren, setzten die Bolschewisten ihre Angriffe heuen die deutschen Abwehrstellungen südwest11ch Kalinin und imRaum von Toropez fort. Das !Detter hat sich wesentlich geändert. Der Frost hat nach der Schlamm- und Regenperiode die Straßen und Wege mit Glatteis überzogen, was die Kampfhandlungen sehr erschwert. Jetzt fällt dichter Schnee, der bei den weiten freien Geländestrecken durch Verwehungen große Schnee- barrifa-ben bildet. Die Zufahrtswege sind daher nur äußerst schwierig zu finden. Wenn bei diesen harten Kampsbedingungen alle Angriffe der Bolsche- Düften vor den deutschen Verteidigungslinien zusammenbrachen, so ist dies ein Zeichen der unerschütterlichen Kampfkraft der deutschen Grenadiere, ißtoniere und Panzersoldaten. Wo die Sowjets unwesentliche örtliche Einbuchtungen erzielen konnten, wurden sie sofort von der Infanterie abgeriegett und der ein gedrungene Feind vernichtet. Nach der Seeschlacht im Südpazifik. Die letzte Entscheidung in diesem Weltkriege fällt auf dem Meere. Der gemeinsame Kampf der Dreierpaktmächte ist in seinem letzten Inhalt ein Kampf um die Freiheit des Weltmeeres, mögen sich die kriegerischen Auseinandersetzungen auf dem Meere selbst oder auf dem Festlande Europas, Afrikas ober Asiens abspielen. Deshalb muß man auch das Kriegsgeschehen in seinem Gesamtablauf verfolgen, wie die einzelnen Kampfhandlungen zur allmählichen Freimachung des Weltmeeres beitragen. 2Iys diesem größeren Ueberblick sind auch die Känipfe, die sich gegenwärtig im Pazifik abspielen, aufzufassen. Die anglo-amerikanischen Pluto« kratie war im Begriff, Japan genau so wie Europa vom Weltmeere abzuschließen, als sich der Tenno entschloß, an der Seite der Achsenmächte den Kampf um die Freiheit der Meere aufzunehmen. In der ersten Phase dieses Kampfes hat Japan diesen wür- genben Ring gesprengt, ben meerbeherrschenden Einfluß ber anglo-amerifanifcben Plutokratie weit zurückgedrückt und unter Einbeziehung von Jndochina, Thailand, Burma, Malakka und Jnsulinde den Kem für eine ostasiatische Wohlstandssphäre geschaffen, die Japan eine autarke Kriegswirtschaft ermöglicht. Dieser ersten Phase des Freiheitskampfes Japans auf dem Pazifik folgten Monate der verhältnis- mäßigen Ruhe, die Japan offensichtlich zum Aufbau des Verkehrswesens innerhalb dieses Vichy, 30. Nov. (DNB.) Wie hier bekanntgegeben wird, ist am Montagfrüh der Widerstand .............. ,--------- — . - - ■ - auf der Insel Räunion, die Samstag nacht von bri- Inselkette von Neupomern über bte Salomonen Vie tischen Streitkräften angegriffen worden war, ein- H:br:d:n gestellt worden, nachdem die Briten rücksichtslose einem Bogen um bte Norbostkuste Australiens Die Bombardierung angedroht hatten. Die irische Regierung ist jedoch gegenüber den Drohungen genau so fest geblieben wie gegenüber lockenden Angeboten von jenseits des Atlantik. Heute läßt sich sagen, daß höchstens eine Vergewaltigung durch die Anglo-Amerikaner Eire zur Aufgabe seiner Neuttalität zwingen könnte. Innerhalb des Landes gibt es keine Meinungsverschiedenheiten über diesen Punkt. Wenn während der beiden ersten Kriegsjahre der frühere Ministerpräsident und jetzige Führer der Opposition, Cosgraoe, manchmal als Anhänger einer Intervention auf Seiten Englands betrachtet wurde, so sind diese Zeiten jetzt vorüber, und mit Ministerpräsident de Valero ist die gesamte Nation entschlossen, an der Neutralität festzuhalten. Auf dem Kontinent macht man sich wohl kaum eine Vorstellung davon daß die Neutralitätspolitik Opfer fordern kann, welche — mit Ausnahme der Blutopfer — kaum geringer zu fein brauchen als die Entsagungen der kriegführenden Völker. In materieller Hinsicht ist Eire heute keineswegs eine Insel der Seligen oder auch nur der Zufriedenen. Gewiß besteht keine Hungersnot. Irland ist immer ein Agrarland gewesen und erzeugt auch heute noch viel mehr als es für~ben eigenen Bedarf braucht. Aber darüber hinaus iel)lt es fast an allem. Der Außenhandel ruht beinahe vollständig. Der wichtigste Partner Großbritannien, richtet sich mehr denn je nach den eigenen Bedürfnissen und Notwendigkeiten und kann nicht entfernt soviel liefern wie früher. Am schlimmsten wirkt sich heute der fast vollständige Mangel an Heizmaterial und Treibstoff aus, weil dadurch der Verkehr innerhalb Eires lahmgelegt ist und die Verteilung ber an sich vorhandenen Lebensrnittel vielfach unmöglich wird. Die Zeitungen erscheinen unregelmäßig und in kleinstem Format, weil es an Papier fehlt. Textilien sind längst rationiert und werden immer knapper. Eire hat einen schwierigen Winter vor sich. Aber nicht nur die materielle Lage der Iren ist schwierig, sondern unter den besonderen Verhältnissen der irischen Neutralität hat sich eine ganz eigenartige und merkwürdige geistige Entwicklung herausgebildet. Eine eiserne Zensur sorgt dafür, daß Nachrichten über ben Krieg nur in knappster Dosierung ins Lanb gelangen, lieber die amtlichen Kommuniques beider Parteien hinaus ist in der irischen Presse beinahe überhaupt nichts über den Krieg zu lesen. Die Arbeitslosigkeit im Lande hat Zehntausende junger Männer gezwungen, in den Rüstungsfabriken Englands Lohn und Brot zu suchen. Die Heimat weiß, abgesehen von den betroffenen Familien, kaum etwas davon und weiß nichts über die Leitungen junger Iren in der britischen Wehrmacht. Als im vergangenen Sommer einer der bekanntesten britischen Jagdflieger fiel, durfte die irische Presse nicht schreiben, daß er ein Ire war. Am merkwürdigsten aber ist wohl die Tatsache, daß feit über drei Jahren kein einziger Film mit Kriegsbildern in Eire öffentlich gezeigt worden ist. Wenn also Eire heute auf dem Kontinent fast vergessen worden ist, so hat es selbst auch die Welt vergessen und betrachtet den Krieg mit dem Fatalismus, welcher die unfteiwilligen Zuschauer einer Naturkatastrophe erfüllt. Stockholm, hn November 1942. Auf die Frage, welche Staaten in Europa heute noch als neutral zu bezeichnen seien, würde man vermutlich — wenn Spanien und die Türkei als „nichtkriegführend" gezählt werden — die Antwort erhalten: Schweden, die Schweiz und Portugal. Die Bemerkung, daß die Liste unvollständig sei, würde allenfalls noch die Benennung des Zwergstaates An- berra hervorrgfen, während kaum einer unter zehn Befragten auf den Gedanken kommen würde, Eire unter die kleine Schar der europäischen Neutralen zu zählen. Der Grund dafür ist gewiß nicht etwa ein Mißtrauen in die Aufrichtigkeit der neutralen Empfindungen der Iren, sondern einfach Vergeßlichkeit. Fern am Rande Europas liegend, vom Kontinent nicht nur durch die Wasser des Atlantik geschieden, sondern mehr noch durch den britischen Nachbarn, führt Eire ein oorgeffenes .Dasein im Halbdunkel der Geschichte. Als im Sommer 1940 das Schwergewicht des Krieges einige Wochen lang an der Atlantikküste des Kontinents lag, fiel der Schein des damals noch auf Europa beschränkten Brandes wohl für kurze Zeit bis nach Irland. Von englischer Seite wurde behauptet, die Deutschen planten einen Angriff gegen die Grüne Insel, um von dort aus den Sprung nach England zu wagen. Die Unsinnigkeit derartiger Behauptungen lag allzu deutlich auf der Hand, als daß die irische Regierung dadurch in ihrer neutralen Haltung hätte erschüttert werden können. Sie verstärkte nur ihre Verteidigungsvorkehrungen und ließ keinen Zweifel daran, daß sie sich nach allen Seiten zu verteidigen gedenke; eine Erklärung, die eigentlich nur an die Adresse des britischen Nachbarn gerichtet sein konnte. Seither taucht der Name Eires immer seltener in den Spalten ber Weltpresse auf. Die Stellung Eires im Krieg wäre schon merkwürdig genug, wenn es nur geographisch ein Bestandteil der britischen Inseln wäre. Die meisten Komplikationen rühren aber daher, daß es noch bis vor kurzem dem britischen Staatenverband fe)t eingegliedert war und noch heute ein völkerrechtliches Zwitterdasein führt..Die heutige irische Verfassung trat vor fast fünf Jahren, am 29. Dezember 1937,Mn Kraft. Sie gab Eire eine republikqnische Staatsform, ohne jedoch ausdrücklich den Austritt aus dem britischen Empire zu erklären. Die Engländer betrachten auch heute noch Eire als Dominion und behandeln es entsprechend, d. h. sie haben in Dublin keinen Gesandten, sondern einen Oberkommissar, und noch manche andere Einzelheiten betonen den Zusammenhang zwischen „Mutterland" und ,^ochterstaat". So wenig sich nun die Iren als Abkömmlinge Englands empfinden, so fyefben sie doch den vollständigen Bruch immer vermieden und find z. B. in London ebenfalls durch einen Oberkommissar vertreten. Trotzdem zeigte sich bei Kriegsausbruch sogleich die besondere Stellung Eires, als es im Gegensatz zu den übrigen Dominions neutral blieb. In England und später auch in den Vereinigten Staaten hat man diese Haltung oft bedauert und zu ändern versucht, vor allem wegen der guten irischen Häsen, deren Benutzung die Seekriegführung auf dem Atlantik beträchtlich erleichtern würde. 8er Zufahrtswege zu den nordostaustralischen Häfen ermöglichen, eines Gebietes, in dem sich unter Führung der amerikanischen Militärs das australische militärische Kraftzentrum gebildet hat. Die Amerikaner leben zudem in der Illusion, von Australien aus die japanische Front im Pazifik aufrollen, das verlorene Terrain wiedergewinnen und schließ' Japan in die Würgeschlinge nehmen zu können, wie sie es ursprünglich mit der inzwischen verlorengegangenen Linie Hawai—Wake—Guam—Philippinen beabsichtigten. Aus dieser strategischen Situation im Raume vor Nordostaustralien sind die Kämpfe zu verstehen, die dort seit dem August zu mehreren Seegefechten und zuletzt zu der großen Seeschlacht am 26. Oktober nordöstlich der Santa-Cruz-Inseln geführt haben. Die Amerikaner hatten seit dem Verlust der mittleren Pazifiklinie über Hawai nach den Philippinen ihre ganze Kraft dem Ausbau der südlichen Linie nach Australien zugewandt und, wie der amerikanische General Arnold, der Oberbefehlshaber der amerikanischen Luftstreitkräfte, dieser Tage ausführte, ,/ein ungeheuer dichtes Netzt von Luftverbindungen geschaffen, das sich teils auf Landflugplätze, teils auf Flugboothäfen stützt. So wurde ein Flugplatz mit vrachtvollen Rollfelldern auf einem Riff im Kovallenmeer eingerichtet, das auf keiner Karte verzeichnet ist". Der Sicherung dieser Linie und der Gegenwirkung gegen die japanischen Vorstöße gegen sie diente offenbar die Offensive, von der man in Washington behauptete, daß mit ihr ,Hie Initiative im Pazifik nunmehr in die Hände amerikanischaustralischer Seestreitkräfte übergegangen sei". Man hatte sich gewundert, daß die Japaner nicht gleich im August energisch gegen die amerikanischen Landungen auf Guadalcanar vorgingen und ruhig zusahen, wie sich die amerikanisch-australischen Streitkräfte sestsetzten, Stellungen ausbauten, Flugplätze anlegten und einen Luft- und Seeverkehr einrichteten. Diese Zurückhaltung der Japaner hat sich als eine erfolgreiche taktische Maßnahme erwiesen. Sie sollte offenbar die Amerikaner zu größeren Einsätzen auch ihrer Seestreitkräfte veranlassen und damit die Möglichkeit zu größeren Kampfhandlungen bieten. Die Amerikaner gingen auf die japanische Taktik ein. Die Anfangserfolge veranlaßten sie zu größeren Einsätzen und zu dem Versuch, die Seeherrschast im Raume der Salomonen an sich zu reißen. Im Verlaufe dieser Be° Itrebungen kam es zu den verschiedenen Zusammen- tößen mit den japanischen Seestreitkräften, wobei üe Amerikaner sich dazu binreißen ließen, ihre australisch-pazifische Schlachtflotte einzusetzen. Die schwere Niederlage, die die amerikanischen Seestreitkräfte in diesen Gefechten in der letzten Zeit besonders an schweren Einheiten einstecken mußten, bedeutet in ihrer Auswirkung eine Zerschlagung der seit Wochen mit dem größten Enthusiasmus gefeierten „Offensive im Südpazifik". Damit findet das Problem Guadalcanar für die Japaner gleichsam automatisch seine Lösung. Nach der schweren Niederlage auf See ist der Feind wohl nicht mehr in der Lage, den Nachschub für die auf Guadalcanar und Florida kämpfenden Truppen sicherzustellen. Der Versuch der amerikanisch-australischen Streitkräfte, den Vorstoß der Japaner über die Salomonen aufzuhalten, ist damit nicht allein als gescheitert zu betrachten, der Feind hat dabei noch einen erheblichen Teil der Kampfkraft seiner Kriegsflotte eingebüßt. Die Mittel, die er einem weiteren Vordringen der Japaner in Richtung auf Neukaledonien entgegenstellen kann, sind erneut zusarn- mengeschrumpft. In der amerikanischen und austra- tischen Presse kommt die Sorge über das weitere Vorgehen der Japaner unverhohlen zum Ausdruck. Die japanischen Ausgangsstellen an der Peripherie des von der anglo-amerikanischen Seeherrschaft befreiten Raumes haben durch das Ergebnis der Kämpfe um die Salomonen eine weitere Stärkung erfahren. So kann Japan in aller Ruhe die weitere Entwicklung im Südpazifik wie im Indischen Ozean abwarten, ehe es sich für eine neue Stoßrichtung endgültig entscheidet. Für das letzte Ziel in diesem Weltkriege ist es gleichgültig, wohin der Stoß geht. Entscheidend ist, daß die feindliche Beherrschung des Weltmeeres getroffen wird. Ist das Weltmeer frei von den feindlichen Seestreit- krästen oder sind ihnen die Stützpunkte entrissen, dann ist auch die Entscheidung in diesem Kriege gefallen. Oer Untergang der „Wasp". G e n f, 1. Dez. (DRV. Funkspruch.) Die Londoner „Daily Mail" veröffentlicht die Schilderung eines Augenzeugen vom Untergang des 14 700 Tonnen großen USA.-Flugzeugträgers „Wasp" in der Seeschlacht bei den Salomonen. „Als der entscheidende feindliche Angriff auf den Flugzeugträger erfolgte", so heißt es in dem Bericht, „befand er sich mit den ihn begleitenden Kreuzern in einem wahren Ne st von japanischen U-Booten. Ich sah, Dee große Irrtum. Roman von Meta vnr. 14. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Bergenroth empfindet die ftauliche Fürsorge, die ihn hier umgeben will. Er empfindet sie stärker vielleicht als jeder andere, weil er ein lange einsam gebliebener Mann ist. Und möchte sich doch dagegen wehren. Nur ist das schwer, wenn man nicht unfreundlich und undankbar erscheinen will. So sagt er zögernd: „Das ist alles sehr schön, Helene, doch —" Seine Frau unterbricht ihn lebhaft: „Kein Aber, Richard!" Sie spricht ganz unbefangen: „Du kannst doch deine Zimmer nicht ein paar Meilen von den meinen entfernt haben. Es käme den Leuten komisch vor." Bergenroth muß lachen. Daran hat er nun eben nicht gedacht. Vielmehr ist es ihm unbehaglich, daß Helene um seinetwillen allerlei Kosten aufgewendet hat. Das ist nicht notwendig. Das will er nicht. Nun aber denkt sie an die Meinung der Leute. Und er sagt darauf: „Sieh an, Helene — es ist dir also doch nicht einerlei, was die Leute sagen!" Es ist ein gutmütiger Spott, und Helene nimmt seine Worte auch so auf. Sie-steht an dem niedrigen Schrank, und ihre klaren, dunklen Augen sehen Bergenroth sehr vergnügt an. Sie schüttelt das dunkle Haar zurück und lacht ebenfalls: „Ach, sei schon still — ich weiß, aber sage, muß man die Leute erst neugierig machen?" Ihr Mann nickt: „Du hast schon recht, Helene —* Helene geht wieder zur Tür. Sie trägt ein braunes winterliches Kleid mit sthmalen, weißen Rändern am Halse und an den Handgelenken. Bergenroth hat keinen Blick für modische Einzelheiten? Er weiß also auch nicht, daß dieses so einfach wirkende Kleid recht teuer ist. Er findet nur, daß Helene sehr angenehm anzusehen ift ju«1 Keine Gnade für Schieber und Schleichhändler zum fängnis. verfahrt streck t. am den Po, fängnisstrafen davon. gab. Das Feuer brach auf der Buhne aus und griff schort auf die Dekorationen des Hauptsaales über. vi nwni i uns Aus aller Wett. Vollstreckung eines Todesurleils. Militärnachrichtendienstes, politischer Nachrichten usw. vier Personen zum Tode verurteilt, darunter eine in Abwesenheit. Zwei Personen erhielten je 15 Jahre Zuchthaus, drei weitere kamen mit Ge- 'Frau, die nur zum Teil von Kenntnis ~~ e,AU* ihn wegen Mordes als Gewaltverbrecher zum Tode verurteilte. Das Urteil wurde inroer« züglich vollstreckt. Vier Todesurteile wegen Hochverrats in der Schweiz. Der 29jährige Siegfried Leimaruber hat 24.11.1942 vormittags in Innsbruck den lizeiwachtmann Hermann,Ortner, der ihn wegen mehrerer Fahrraddiebstähle in die Hast« anstatt einliefern sollte, vor dem Tor der Haftanstalt e r st o ch e n. Es gelang ihm, zu flüchten. Er wurde jedoch bereits um 14 Uhr feftgenommen. Schon um 18 Uhr trat das Sondergericht zusammen, das W U- Die britischen Kolonialbehörden versuchen durch' Auspeitschungen, Hinrichtungen und schwere Zuchthausstrafen die Lage zu meistern, aber damit ist auf die Dauer keine Besserung zu erzielen. Man fordert deswegen Arbeitsbeschaffung und Verbesserung des Schiffsverkehrs. Wenigstens einige Holzschiffe müßten zwischen den Vereinigten Staaten und Westindien verkehren, ferner brauche man dringend Pferde und Maulesel, um den Transport von Lebensmitteln auf den Inseln sicherzustellen. 215 Bf lihlnz *3t DiDio, See: 3n ' 'nen r* Ä0e®' v N l ch -imh zw tzten —, i üehlmg, m Spielsc :nen den oben soll u der ( im, G< Mich k die C Misse ti iirbeschwi in Dor Hliehlic ilern de Ziehen sei echten wi Ins oerl :ten Teil *ngs= km besck s jüngste Herziehl ■Wmeng rjugendli W bei ti. Frau inen die 'i heim« Oen uni ^herein ■ -ritmänic ti hervoi Wo >vrc Mn (f, Areinj ? Seine Es entstand eine entsetzliche Panik, da durch Kurz« schluß auch die beiden anderen Säle in Braiäi gerieten. Hunderte von Menschen wurden an den Ausgängen niedergetreten und verbrannten. Die gesamte Feuerwehr von Boston und den umliegenden Ortschaften war aufgeboten, ebenso wie Marine und die Garnison von Boston. Aber trotz fieberhafter Anstrengungen ließ es sich nicht verhindern, daß nahezu alle 750 Gäste Opfer des Unglücks wurden. Schwerer Hagelsturm in Buenos Aires. Mehrere Personen wurden getötet, als ein schwerer Hagelsturm über Buenos Aires und Umgebung rieb erging. Der Sturm entwurzelte viele Bäume und riß selbst Fahrzeuge mit sich fort. In der Provinz Santa Fä brach ein Zirkuszelt unter der Wucht des Unwetters zusammen. Alle telegraphischen Verbindungen wurden unterbrochen. Schlächtermeister August Blanke aus Scharzfeld (Hannover) hatte 17 Großtiere, 17 Kälber und 14 Schweine schwarzgeschlachtet und außerdem für verschiedene Selbstversorger weitere Schwarzschlachtungen vorgenommen. Seine Frau verkaufte den größten Teil des Fleisches markenfrei an die Ladenkundschaft, zum Teil betrieben sie mit dem Fleisch Tauschgeschäfte. Das Sonder- gericht verurteilte Blanke zum Tode, seine Ehefrau erhielt acht Jahre, seine mitangeklagten Lieferanten, der Viehhändler Mundt vier Jahre, der Reichsbahnarbeiter Bock und der Landwirt Oehne je drei Jahre Zuchthaus, während sechs weitere Lieferanten und Abnehmer hohe Gefängnisstrafen auf sich nehmen mußten. Das Todesurteil wurde bereits vollstreckt. Der Leiter des Wirtschaftsamtes Sonthofen, Valentin Barthel, hatte bei der Bewinkelung von Kraftfahrzeugen und der Ausgabe von Tank- ausmei starten Personen begünstigt, die ihm durch Darlehen über finanzielle Schwierigkeiten halfen. Dadurch entzog er über 1500 Liter Benzin der normalen Bedarfsdeckung. Das Gericht verurteilte ihn zu neun Jahren Zuchthaus. Der Bäckermeister Heinrich Wissel aus Hanau beschaffte sich ohne Bezugsschein Mehl in größeren Quantitäten. Bei Kaufleuten tauschte er dafür bewirtschaftete Lebensmittel und sonstige Mangelwaren wie Butter, Käse und Nährmittel, gen abgeschmttenen Verbände des bettb scheu Afrikorps bei englischen Marschkolonne» motorisierten und sich in tagelangem Marsch kämp send durch die Wüste zu den Nachhuten Feldman schall Rommels durchschlugen, nachdem sie noch ebenfalls abgeschnittene italienische Verbände befreit hatten. Ferner empfing der Führer den Gruppen« kommandeur in einem Kampfgeschwader, Haupt« mann Schweickardt, und überreichte ihm dar für seine unermüdliche Einsatzbereiffchaft und bei» spielhaste Tapferkeit verliehene Eichenlaub Ritterkreuz. Kunst und Wissenfchast. Görge Spervogel gefallen. Der junge Schriftsteller Görge Spervogel ist, wie der V. B. meldet, im Osten gefallen. Sper- vogel, der mit seinem bürgerlichen Namen Erich Schargorodsky hieß, war ein sehr begabter Erzähler, der sich besonders durch sein Schiffsjungenbuch „Graue Segel" einen vorzüglichen Namen gemacht hat. Eine ganze Reihe seiner kleineren Erzählungen erschien während der letzten Jahre vor dem Kriege in der'Unterhaltungsbeilage des „Gießener Anzeigers". Professor Hugo Distler gestorben. Mitten aus reichstem Schaffen ist der Professor an der Staatlichen Hochschule für Musik und Leiter des Staats- und Domchores in Berlin Hugo Distler im Alter von erst 34 Jahren gestorben. Seit 1940 wirkte Distler als Nachfolger von Kurt Thomas an der Berliner Hochschule, an der er die Klasse für Chorleitung unb eine Kompositionsklasse unter sich hatte. Hugo Distler, der auch zu unseren angesehensten Komponisten gehörte, war aus der Leipziger Schule des Komponisten Hermann Grabner und des Organisten Günther Ramin hervorgegangen. Schon mit 25 wahren errang er in Berlin seinen ersten großen Erfolg mit seiner „Chorpassion". Vor seiner Berufung nach Berlin hatte sich Distler als Organist an St. Jacobi in Lübeck und als Hochschullehrer für Komposition in Stuttgart betätigt. Seine „Kalendersprüche" und fein „Möricke-Liederbuch" brach° ten ihm auf dem Grazer Fest der deutschen Chor- musik 1938 große Erfolge. Mkel sj Mittags n die Ta! M uu ristern de ü Vodes! J die 31 * das tzrdes A •fl* :bem Na n am he it jrt Sehr Deshalb iem stille Seife, Kämme, Zahnbürsten, Staubtücher, Besen und Bürsten ein. Bei Gastwirten ließ er sich gegen Brot und Mehl mit seiner Familie markenfrei bewirten und die für seinen Betrieb gewährte Sonderzuteilung an Eier und Butterschmalz verwendete er z. T. im eigenen Haushalt. Ueberbies schlachtete er zwei Ferkel ohne Genehmigung. Das Sonderge- richt in Kassel verurteilte ihn zum Tode. Seine ~ ■' l den Schiebungen ..........is hatte, erhielt ein Jahr sechs Monate Ge- 'Gegen die Tauschhändler laufen Straf- Iren. Das Todesurteil wurde bereits v o l l - Die Rationierung aller Waren und vor allem der Lebensmittel in Deutschland rückte den Grundsatz der Gleichheit aller vor dem Gesetz der gemeinsamen Lebensführung der Ration in diesem Kriege an die erste Stelle. Ihm haben sich alle Volksgenossen in Deutschland ohne Ausnahme unterzuordnen. Wer sich gegen die Bestimmungen vergeht, versucht einen der Eckpfeiler der Verteidigung des Reiches zu stürzen. Solche Verbrechen können nach der Schwere des Einzelfalles nur mit den härtesten Strafen gesühnt werden. Immer wieder ift darauf hingewiesen worden, so daß auch die wenigen, die sich selbst außerhalb der Volksgemeinschaft stellten, ausreichend gewarnt waren. Sie durften keine Gnade erwarten. Das Züricher Divisionsgericht hat wegen Verletzung militärischer Geheimnisse, fortgesetzter Anstiftung zur Verletzung militärischer Geheimnisse, Das Ileichssporiabzeichen , der Versehrten. Im Kupz>elsaal des Reichssportfeldes vollzog Reichssportführer von Tschammer und Osten die Verleihung der ersten, für die Versehrten geschaffenen Reichssportabzeichen. Der Führer gab dieser Auszeichnung folgendes Geleitwort mit: „Der Reichssportführer hat mtt meiner Zustimmung für Verwundete und sonstige körperbehinderte Männer eine besondere Klasse des Reichssportabzeichens ge« schaffen. Möge diese Auszeichnung jeden ermutigen und anspvmen, die von chm mannhaft getragenen Schäden zu seinem Besten und zum Nutzen unserer Dolkskraft zu überwinden." 58 verwundete Offiziere und Mannschaften sowie körperbehinderte Volksgenossen durften die Auszeichnung als erste in Empfang nehmen. Der Film „Verwundete treiben Leistungssport" machte augenfällig, was Professor Dr. Gebhardt einleitend über Sinn und Zweck des Abzeichens fügte. Die Worte des Reichs sportführers zeigten, welch großes Verständnis man dem Versehrten entgegenge« drächt hat, dessen Lebenskraft und Schaffensdrang durch die Verwundung meist um ein Vielfaches gesteigert, ja oft erst geweckt wird, und dessen Energie oft die der Gesunden weit in den Schatten stellt. In dieser Erkenntnis gehen auch die Verleihungsbedingungen davon aus, daß der Versehrte eine besondere Leistung vollbracht haben soll. An den fünf Hebungen muroe festgehalten. Erste Forderung: Jeder Versehrte muß schwimmen können! Es ist die für jeden Körperbehinderten am leichtesten erlernbare und dabei die am meisten die körperlichen und organischen Fähigkeiten fördernde Sportart. Die Bedingungen sind nach jahrelangen Erfahrungen der Sportheilstätte Hohenlychen und der Lazarette entftanben. So gibt es eine Serie von Bedingungen für Beinamputierte, Unterschenkelamputierte, Schuller- und Ellenbogenoersteifungen, kombinierte Schäden usw. Dem Prüfungsausschuß gehört in jedem Fall ein Arzc an. Das Eichenlaub aus der Hand des Führers. DNB. A u s d e m Führerhaupt q.uartier, 30. Nov. Der Führer empfing in seinem Haupt« guartier den Kommandeur der Fallschirmjägerbrigade, Generalmajor R a m ck e , und überreichte ihm das Eichenlaub zum Ritterkreuz. Generalmajor Ramcke erstattete dem Führer Bericht über das im Gericht des OKW. vom 9. November geschilderte kühne Unternehmen, bei dem sich die unter seinem Befehl stehenden, von den rücfroärtigen Verbindun- Helene hört, daß sich die Tür öffnet, und sie hört Bergenroths Stimme. Ahnungslos kommt er zu ihr herein. Sie will sich umwenden und ihm sagen, daß der Mann, der diesen Artikel hier schrieb — Nein, es ist ganz unmöglich, das jetzt zu sagen. Sie kann doch nicht ihr Leben mit Richard Bergenroth, dieses mit soviel Freude erwartete Leben und Arbeiten, hier auf dem Uhlenhof — nein, sie kann es nicht mit einem Gespräch über Rautenberg beginnen! Mit dem alten Trotz wirft sie den Kopf empor und wendet sich ihrem Manne zu. An einer Tagung in Erfurt über pslanzenzüchte- rische Fragen nimmt auch Bergenroth teil. Das Hauptreferat hält Doktor Bernhard Marswin, der Saatzuchtleiter einer großen mitteldeutschen Saatzuchtwirtschaft. Die beiden kennen sich und kommen aus der Tagung in ein Gespräch. „Mit Ihnen muß ich noch reden", sagt Marswin zu Bergenroth. „Wollen wir nachher zusammen essen?" Bergenroth ist gern bereit. Er nimmt diese Einladung als eine Auszeichnung. Er hat große Achtung vor Marswin, der etwa anderthalb Jahrzehnte älter ist. Als sie dann zusammensitzen, fragt Marswin in seiner lebhaften Art: „Wo arbeiten Sie denn jetzt, Herr Bergenroth? Man erzählte mir, daß Sie Ihre langjährige Stelle aufgegeben haben." „Das stimmt", erwiderte Bergenroth. „Und jetzt bin ich in Ihrer Nähe, Herr Doktor Marswin. Bei Quedlinburg, auf dem Uhlenhof." „Uhlenhof — warten Sie — wer sprach doch davon? Ist das nicht ein recht abgewirtschafteter Betrieb, der aber jetzt in andere Hände übergegangen fein soll?" „(Fs ist nicht ganz so. Der Uhlenhof gehörte schon immer meiner Frau, war aber bisher verpachtet Meine Frau hat sich, da sie keine Ahnung vom Betrieb hat, auch nicht darum bekümmert. Leider. Sie bat alles dem Pächter überlassen. Jetzt aber wird das anders werden. Ganz anderst" für 1000 Personen mit leicht entzündlicher.---- rationen versehen werden durfte und daß keine Vorkehrungen für die Sicherung der Gäste getrof« fen waren. Das Lokal bestand aus drei Sälen, Dez« für die es nur zwei nebeneinanderliegende Ausgänge £ „eue 3 gab. Das Feuer brach auf der Bühne aus und griff ' HM wie ein Torpedo auf das Schiff losbrauste. Ich hatte gerade noch Zeit, mich auf den Boden zu werfen, als die Explosion erfolgte. Einige Flugzeuge wurden hochgeschleudert und fielen dann auf ihre Verankerung zurück. Die Munitionslager flogen sofort in die Luft. Der Flugzeugträger verwandelte sich in eine Hölle. Rauchwolken stießen aus zertrümmerten Oelzuleitungen hervor. Das Schiff wurde durch ungeheure , Explosionen erschüttert. Feuerströme ergossen sich in die Laufgänge. Eine Stunde und zwanzig Minuten nach dem Angriff mußte die „Wasp aufgegeben werden. Meilenweit leuchtete der Flugzeugträger durch die Nacht. Der Vizeadmiral, dessen Flaggschiff die „Wasp" gewesen ist, und der Kapitän tonalen sich mit einer Anzahl Ueberlebenber der 1200 Mann starken Besatzung auf Flößen in Sicherheit bringen." Der japanische Soldat. Zürich, 3Ö. Nov. (Europapreß.) Ein Offizier des nordamerikanischen Marinekorps, der auf den Philippinen gekämpft hat und im Tauchboot aus Corregidor entkommen ist, erklärte, der japanische Soldat verfüge über eine dem Abendländer unerreichbare Ausdauer und Geduld. Japanische Soldaten pflegten sich in Erdlöchern oder hohlen Bäumen zu verstecken und dort zwei bis drei Tage völlig regungslos zu verharren, um dann den Gegner überraschend angreifen zu können. Man würde auf Guadalcanar und überall dort, wo die Japaner Fuß gefaßt hätten, wahrscheinlich joden einzelnen Mann niederkämpfen müssen, da man unter keinen Umständen auf einen Rückzug einer japanischen Abteilung bauen könne. Wirtschastskatastrophe auf den westindischen Inseln. Stockholm, 30. Nov. (DNB.) Für die britischen Besitzungen in Westindien ist infolge des Tonnagemangels der Außenhandel praktisch überhaupt zum Stillstand gekommen. Es können gerade noch genügend Schiffe gefunden werden, um eine Hungersnot zu verhindern. Die Absatzkrise auf dem Bananen- und Zuckermarkt wird immer größer. Die Arbeitslosigkeit griff auf die Dock- und Bauarbeiter über. In normalen Zeiten kamen Fleisch und Butter aus Neuseeland, Weizen aus Kanada, Hülsenfrüchte aus den Vereinigten Staaten. Diese Zufuhr hat vollkommen aufgehört. Die Bevölkerung kann zwar aus den Regierungsvorräten noch Brot erhalten, aber sie muß auf Fleisch, Hülsenfrüchte, Butter usw. völlig verzichten. Auch die brttische Herrenschicht leidet bereits unter dieser Knappheit, denn auch ihre Vorräte neigen sich dem Ende entgegen. Benzin und Brennstoff sind kaum zu erhalten. Die meisten Autos liegen sttll und auch die meisten Autobusse, auf denen das Transportwesen der Inseln beruht, mußten aus dem Verkehr gezogen werden. Diese schwierige Wirtschafts- und Ernährungslage hat auch die seit Jahrzehnten bestehenden sozialen Spannungen und den Gegensatz zwischen den Briten und den Farbigen erhöht. Die Polizei ist in weiten Gebieten der Insel nicht mehr Herr der Lage. Ueberfälle, Diebstähle und Räubertum nehmen zu. An der Tür wendet sie sich zurück: „Und die gleichen Räume, wie du hier, habe ich brühen an der anderen Seite des Wohnzimmers." „Nun wirst du ein Weilchen für dich allein fein wollen. Nur nicht zu lange, bitte, sonst wird Sern« hardine böse. Wir essen unten im Wohnzimmer, denke ich — wie immer zu den Hauptmahlzeiten. Einverstanden?" „Das bestimme nur du, Helene. Mir ift es schon recht." „Gut. Machen wir es so. Bis nachher bann, Richarb." „Helene —" „Ja —?" Bergenroth reicht feiner Frau bie Hanb, Achtung und Freude ziehen über sein ernstes, männliches Gesicht. „Laß dir vielmals danken, liebe Helene!" Sie nickt: „Du sollst doch jetzt hier zu Hause fein, Richarb!" Sie legt fest ihre andere Hand auf die seine, so die breite, ausgearbeitete Männerhand zwischen den ihren haltend. Gibt sie bann frei und geht über bie Diele unb bie Treppe hinunter. Unten in ber Halle, am Fuße der Treppe, liegt eine zusammengekniffene Zeitschrift. Helene erinnert sich — Richard hatte das Heft in der Manteltasche, unb beim Ablegen wird es herausgefallen sein. Sie bückt sich nach der Zeitschrift unb nimmt sie mit in bas Wohnzimmer hinein. Als sie bas Heft auf ben runben Tisch legen will, sieht sie, baß auf ber Vorderseite ein Artikel rot angestrichen ist. Unwillkürlich liest sie die Ueberschrift — unb läßt das Heft jäh fallen. Sie stützt beide Hände schwer auf die Tischplatte, sieht auf den Artikel und fühlt eine Herzensangst. Wieder Ludwig Rautenberg — Das kann doch nicht sein, daß diese beiden Männer — Richard Bergenroth und Rautenberg — miteinander in Verbindung kommen! Die Ueberschrift des Artikels lautet: „Oelpfanzen- anbau in ber Südmandschurei." Als Verfasser: Ludwig 9toutenberft „Diese Versuche sind natürlich in bie neuen Aufgaben einbezogen", entgegnet Bergenroth. „Ich kann jetzt auf dem Uhlenhof diese Versuche in größerem Ausmaße sortsetzen. Sie selbst machen auch solche Züchtungsversuche?" „Noch nicht." Die Betonung Marswins liegt auf dem Noch. „Wäre es ber Fall, hätte ich Ihnen das gleich am Beginn unseres Gespräches gesagt." „Verzeihung — ich werde es nur begrüßen, wenn auch von anderen Stellen aus Versuche gemacht < würden." „Nun, einen Vorschlag, Herr Bergenroch — wollen Sie mir etwas von Ihrem Saatgut ab geben? Ich las von gleichen Versuchen in ber Schweiz unb will versuchen, mir von bort Zuchtmaterial zu verschaffen." „Damit bin ich sehr einverstanden." „Wir bleiben also in Verbindung, Herr Bergenroth. Besuchen Sie mich recht bald einmal in meinem Zuchtbetrieb." „(Bern. Unb wenn meine Arbeit auf dem Uhlen- bof fortgeschritten fein wird, werbe ich mich freuen, Ihnen meine Arbeiten zu zeigen." Der Januar bringt kalte, frostklirrende Tage. In der vergangenen Woche hat es geschneit. Nun liegt der Schnee noch weiß, dicht und festgefroren auf Wegen, Bäumen und Dächern. An einem dieser Tage kommen Helene und Bergenroch am frühen Nachmittag von einem Gaue über die Felder. Alles ist nun eingeteilt. Sie sind sich über bie Nutzung des Bobens klar unb haben I alles so grünblich burchgesprochen, daß auch Helene über die gegenwärtigen unb kommenden Arbeiten unterrichtet ist. Fortsetzung folgt) > w >■» ■< ,8115 lan! en bedi -halb doc Mn /yhDenti Marswin benft: So ist bas also! Bergenroth hak ^gnen da hineingeheiratet, scheint es. Er sagt: „Da haben Meister." Dr. Ludwig Arnold. GeMü-MdKaWchevaiiSstellWinHeiichelheim oogel Macht, können. Das Violinkonzert von rahms oer» m bei die ge- gendei ne unb rhaster n, tafc >urtwn. Cocv. or.Äi sicher, auront Dels« keine )lungen Kriege er An- Juni inwer. schwe- gebunz Säume r Pw- Wuchc n 2kr« !r 70e?Jabre föbrt^ie^rffidimtg d^Eympho- Fließen und Strömen des Klanges, weich und Beethovens erste Symphonie, äußerlich noch im Rahmen zeitgenössischer Tradition stehend, zeigt aber doch schon in einer Reihe von Einzelzügen den werdenden Titanen. Das erweist sich ganz besonders, wenn eine so starke Dirigenten» Persönlichkeit das Werk in fo tiefer Durchdringung borftellt. Bannend, von inneren Schauern durchzogen, war die Adagio-Einleitung, ein Ahnen der kommenden Entwicklung des ersten Satzes, die jeden einzelnen Zug in das chm zustehende Licht ruckte. So innerlich nahe in seiner sinnenden Beschaulichkeit trat das Andante mit seinen umsMenben Stimmen dem Hörer nahe. In treibendem, drängendem Impuls, ein Vorbote der kommenden Scherzi, erschloß sich das Menuett mit seinen Klangreizen im Trio. Die Einleitung im Finale mit seiner allmählich ansteigenden Tonleiter kündigte von fein» sinnigem Eingehen auf den Beethovenschen Hunw^ um fo behender und beschwingter entwickelte sich einandersetzt. Wer diesen Entschluß gefaßt haben soll, dem raten wir mit Robert Schumann: „Spiele sgänge d griff । übei. W. Ullrich (Kassel) bewertet. Vereinsführer Schäfer dankte allen Mitarbeitern für ihre uneigennützigen Dienste. Er si 1 Ö6l P°. 'M w mftoit man «freit ’Pen« 1 bas. bei. 3uni Aus der Siadi Gießen Dezember. MNjssL, nchteq runttt ten je itTe. „Tag der deutschen Hausmusik." Zum ehrende« Gedenken Johann Sebastian Dachs. nie«11* „111)1* j freu«1 Kinder arbeiten für Kinder. Die Oberschule für Mädchen fertigte Spielsachen für die Kleinsten. rofeflor ) Lei' es ie 14 Iah' 5 Nach r Hoch Ng M go Dist' püniften Komp» ganW mit # * ter v» )rgaaif ullehnl te > • brach i W usw. Die Lehrschau für Kaninchenzucht zeiate in Bil« dern die Bedeutung der Rassezucht, die Fellbehand» lung, Fütterung und einen prachtvollen selbstgebauten Kaninchenstall eines Mitgliedes. U. a. war hier der Nutzen der Angorawolle vor Augen geführt. Im Vordergrund des Saales standen die Stämme von je einem Hahn und einer oder zwei Hennen in einer Zahl, wie sie seit Jahren nicht mehr erreicht woroen war. Eine Voliere mit einem Klein- geflügelheirn beherbergte ein Stämmchen Zwerghühner, während die ausgestellten übrigen Tiere in sechs Reihen untergebracht waren. Es waren zur Schau gestellt: 7 Stämme Geflügel, 3 Nummern Großgeflügel, 5 Nummern Wassergeflügel, 114 Nummern Hühner, 51 Nummern Zwerghühner, 66 Nummern Tauben, 26 Nummern Angorakaninchen, ferner noch Deutsche Widder, Großchinchilla, Wiener, weiß und blau, und Kleinchinchilla. Der Besuch der Ausstellung mar gut, namentlich auch aus den benachbarten Ortschaften. Die Züchter von Heuchelheim tifhmen mit großer Befriedigung ihre Ausstellung als einen stolzen Erfolg ihrer Arbeit für sich verbuchen. Schweinemarkt in Butzbach. * Butzbach, 1. Dezember. Auf dem heutigen Schweinemarkt standen 174 Ferkel zum Verkauf. Es kosteten 6 bis 8 Wochen alte Tiere 36 bis 42 RM., 8 bis 10 Wochen alte 42 bis 48, 10 bis 12 Wochen alte 48 bis 54 RM. das Stück. Der ^rbdel war flott, der Markt wurde geräumt. mch die Zeit, in der man das Julfeuer anzünden jannte, das die Wende kündete und das die Wiedersehr des Lichtes verhieß. Es ist ein weiter Weg von men Jukfeuern in den germanischen Wäldern bis ii dem Glanz der Weihnachtskerzen in unseren Stu- en am Heiligabend, doch damals wie heute ist es ine Feier des Lichts, die die Menschen zusammen- LhrL Sehnsucht und Hoffnung sind die Kräfte, die ibet am Werke sind; sie vermochten es, dieser feier soviel Innigkeit zu verleihen, daß niemand in er deutschen Familie auf das weihnachtliche Erlebnis »erzichten möchte, auch nicht, wenn er als Soldat imao der Heimat auf einsamer Wacht steht. Deshalb sind die dunklenWochen auch wie von nem stillen Leuchten durchglänzt. Wer mit dem tzten Dezembertage erscheint aus dem Zeitenschoß 19 neue Jahr. Der poesievolle Dezember verbindet pei Zeitabschnitte, er schlägt gleichsam eine Brücke wurden, über die programmatische Vorlage hinaus» gehend, die musikalischen Werte wirkungsstark in vollstem Maße. Gerade hier erwiesen die einzelnen Klanggruppen des Rhein-Mainischen Landesorchesters ihre hohen Qualitäten: der gesättigte Streicherchor, die klangvrächtigen Blechbläser, das fein abgeftufte, nachgiebige Holz und das akzentsichere, stark besetzte Schlagzeug. — Ueberaus starker Beifall, ganz besonders aber nach dem Violinkonzert, durchwogte das ausver» kaufte Haus. Dr. Hermann Hering. Als Kinder liebten wir die geheimnisvollen Wo- hen, die dem Weihnachtsfest norangingen, und als Erwachsene lassen wir uns noch gern von dem htimmungszauber berühren, den der Dezember zu ^fachen weiß. Nun beginnt die stille Poesie der jezemberwochen, deren Adalanz in jedem deutschen jaus spürbar ist, die sich aber vor allem dort zeigt, 90 Kinder ihre Erwartungsfreude kundtun. Alte peihnachtliche Weifen erklingen, es geht ein Wispern rm, verstohlene Vorbereitungen werden getroffen, enb am großen Familientisch werden Spiele gespielt, sie aus längft verklungenen Tagen stammen. Kriegs- Wfen bedingen einschneidende Maßnahmen, die iberaU spürbar sind, und die auch in die häusliche Ltmosphöre vordringen, aber die Kinderwelt ist seshalb doch erfüllt von dem Glanz der vorweih- raschung gebracht hätte. Fußball. Von den Gießener Vertretern weilte der Luft- waffensportverein in Nidda und kam mit einem hohen Siege von 9:0 Toren nach Hause. Auch in diesem Spiel konnten die Flieger Nachweisen, daß sie die Führung in der Tabelle mit Recht verdienen. Bis zur Pause leisteten die Niddaer heftigen Widerstand und ließen den Soldaten nur zwei Torerfolge. Nach der Pause waren sie jedoch nicht mehr in der Lage, sich dem guten Spiel der Flieger entgegenzu- stellen. In gleichmäßigen Abständen schoß der LSD. ein Tor nach dem andern. Das Ergebnis von 9:0 beweist die gute Gesamtleistung der Soldaten, roch W a habt" «re eigk it Ären jdi to* töto« ch M nenda- genM >en? $ zu * In monatelanger Tätigkeit haben die Schüle» linnen unserer Gießener Oberschule für Mädchen - und zwar alle Klassen von der ersten bis zur lebten —, unter Anleitung der Lehrerin für Kunst» krziehung, Studienassessorin H e n s a y, eine Fülle Ion Spielsachen für unsere Kleinsten geschaffen, mit lenen den Kindern eine Weihnachtsfreude bereitet Derben soll. Am gestrigen Montagnachmittag gab ins der Schulleiter, Oberstudiendirektor Schelborn, Gelegenheit zur Besichtigung der außer- tzcdentlich vielseitigen unb reizenden Spielsachen, für die Öffentlichkeit werden diese schönen Er- zeugnisse kindlichen Fleißes und jugendlicher, phan- tzfiebeschwingter Begeisterung vom kommen- len Donnerstag, 3. Dezember, ab bis -nschließlich Mittwoch, 9. Dezember, in den Schau- Die Musikstunde zur vertieften Pflege der Hausmusik, zu der die Hitler-Jugend, BanN 116 Gießen, die NS.-Gemeinschaft .Kraft durch Freude" und die Kreismusikerschaft in der Reichsmusikkammer am Sonntagnachmittag in die Aula der Universität geladen hatten, war ausschließlich dem Werke Johann Sebastian Dachs gewidmet. Die Würdigung, die dcümrch der Persönlichkeit und dem Schaffen des Leipziger Thomaskantors am „Tag der Hausmusik" zuteil wurde, iff deswegen so sinnvoll und begrü« zenswert, weil vielleicht keine andere Gestalt der deutschen Musikgeschichte durch Beispiel und Wirken die Hausmusik, jenes Musizieren im häuslichen Kreise, fo mannigfach bestimmt und bereichert hat. Bachs eigenes Hauswesen, in dem nach und nach eine stattliche Kinderschar heranwuchs, war selbst eine Heim- und Pflegestätte guter Musik. Die zahlreichen, von ihm komponierten kleinen Stücke, die er als Uebungsbeispiele für seinen Sohn Wilhelm Friedemann, für seine Frau Anna Magdalena Bach und für seine Schüler schrieb, diese Menuetts, Polonaisen und Rondos betrachten wir heute als verehrungswürdige Beispiele deutscher Hausmusik und deutschen. Familienlebens. Daß der Meister mit den musikalischen Fähigkeiten seiner Familie zufrieden war, bezeugt die bekannte Briefstelle an seinen Freund Erdmann in Leipzig. „3n gesammt aber sind sie gebohrene Mu» sioi und kann versichern, daß schon ein Concert Dotaliter und mftrumentatiter mit meiner Familie formieren kann, zumahle da meine itzige Frau gar einen sauberen Soprano finget unb auch meine älteste Tochter nicht schlimm ein schlüget." Es gibt kaum ein Instrument, für das er nicht schrieb, kaum eine der musikalischen kleineren und größeren Formen — die Oper ausgenommen —, die er nicht bereichert hätte. Gerade in den kleinen Stücken für Klavier und Violine Offenbart sich auch die unerschöpfliche Erfindungsgabe des Meisters. G. A -Sport. Handbav-Gauklaffe. Der Lustwaffensportverein hat die Schwäche seiner I. Handballmannschaft noch nicht ausgleichen können. Zu Beginn der Rückrunde wurde das erste Spiel gegen den Tv. Griesheim in Griesheim ausgetragen. Trotz aller Bemühungen konnte es den Fliegern nicht gelingen, diesmal den Griesheimern die Punkte abzunehmen. Obwohl während des ganzen Spieles die Soldaten, die spielerisch bessere Leistungen boten, verstanden sie es nicht, die Überlegenheit auch im Erfolg zum Ausdruck zu bringen. Nach anfänglicher Führung konnten die Griesheimer Turner bis zur Se das Halbzeitergebnis von 3:3 Herstellen. er war es der Sturm, an dem das sonst gute Spiel der Flieger scheiterte, die Angriffsreihe verstand es nicht, die nun einmal zum Sieg notwendigen Tore zu werfen. Griesheim nutzte die Gelegenheiten besser und beendete mit 6:5 Toren als Sieger dieses für den Tabellenstand wichtige Spiel. Damit ist Griesheim in die Mittelgruppe aufge- ftiegen, während der LSV. unverändert an dritt- * Heuchelheim, 29. Nov. Unsere Gemeinde stand in den letzten Tagen ganz im Zeichen einer vom Kleintierzuchterverem Heuchelheim hevgerick- teten großen Kaninchen- und Geflügel- ausstellung, die am Sonntag in der Turnhalle ab geh alten wurde. Eine Bewertung der Zieaen der Mitglieder des Kleintierzüchtervereins von Heuchelheim hatte schon am Samstagvarmittag stattgefunden. Die Preisrichter Balthasar Philipp III. (Watzenborn-Steinberg) und Karl Theiß (Gießen) hatten dabei über Tierbeschaffung, Milcbleistuna, Pflege und Haltung der Tiere u. a. M. Auskunft erteilt. Da die Kreisfachgruppe Gießen der Ausstellungsgeflügelzüchter ihren Mitgliedern, die Genehmigung erteilt hatte, sich an der Ausstellung zu beteiligen, umfaßte die Schau einen weit größeren Rahmen als dies sonst bei dörflichen und allgemeinen Schauen üblich ist. Die Ausstellung hatte den Zweck, den Bewohnern von Heuchelheim und Umgegend den Nutzen einer planmäßigen Kleintierzucht vor Augen zu führen und weitaehend aufzuklären über richtige Tierzucht und besonders über die Vorteile einer guten Rassezucht gegenüber der Zucht von Kreuzungstieren. Da die Schau sich auch des Verständnisses unserer Gemeindeverwaltung und vieler Ortseinwohner erfreuen konnte, war es möglich, daß sie einen guten Verlauf nahm. Von vielen Seiten waren dem Verein Ehren- und sonstige Preise gestiftet worden, die Kreisfachgruppe Gießen der Ausstellungsgeflügelzüchter allein hatte 10 Ehren- und 12 Zuschlagspreise gestiftet. Unter den Stiftern von weiteren Preisen befanden sich u. a. die Reichs- und Landessachgruppen, die Gemeinde, der Bürgermeister, einige Kreisvereine und viele Privatleute. Die Leitung der Ausstellung lag in Händen des Vereinsführers Ludwig Schauer und seiner Mitarbeiter H. V i e h m a n n, E. W. R ö m e r und W. Bamberger. Diesen zur Seite hatte der erfahrene Dereinsführer des Geflügelzüchtervereins Gießen, Friedrich Bauer, gestanden. An der Ausstellung von Geflügel beteiligten sich einige Vereine der Kreissachgruppe Gießen, unter ihnen besonders stark der Verein von Gießen, während die Aussteller von Kaninchen alle dem Verein von Heuchelheim angehören; zu letzterem zählen auch einige Mitglieder aus den benachbarten preußischen Orten. Die Zahl des ausgestellten Gellügels belief sich auf 249 Nummern mit etwa 270 Tieren, die Zahl der Kaninchen auf 107. Unter diesen waren die Hellen Großsllber als erwählte Dereinsrasse mit 34 Nummern am stärksten vertreten. Als Preisrichter für Geflügel waren tätig die Herren Hofmeister (Büdingen), Hördemann (Kassel) und Karl Philipp II. (Watzenborn- Steinberg). Die Kaninchen wurden von Preisrichter Gießener Konzertring. Orchester-Konzert: Honsegger - Brahms - Beethoven. Grundlage haben die Kinder ihrer Phantasie ihrer Lust zum Basteln in weitestem Umfange Spielraum geben können. Das Ergebnis der mit unermüdlichem Eifer geleisteten Arbeit ist denn auch außerordentlich reichhaltig (etwa 400 Stück) und vielfach sehr originell, durchweg ganz nach dem Herzen der spielfrohen Kleinen ausgefallen. Im Rcchmen dieser kurzen Betrachtung kann aus räumlichen Gründen nicht auf die verschiedenen Einzelheiten der prächtigen Spielsachensammlung dieser Gemeinschaftsarbeit der Schülerinnen eingegangen werden, yervorgehoben fei jedoch, daß sich babei auch vielerlei Sachen befinden, die nicht nur qualitätsmäßig (wie es durchweg meist der Fall ist) gut gearbeitet sind, sondern die auch in der Idee und der Gestaltung eigene Gedanken und deren vortreffliche Umsetzung in die Tat offenbaren. Dadurch sind vielerlei Spielfachen originellster Art entstanden, die zum Teil fast als gute kunstgewerbliche Arbeiten angesehen werden können. Das Wichtigste aber ist, daß unsere Äleinften, die zu Weihnachten mit diesen Sachen überrascht werden sollen, an all den schönen Dingen sicherlich große Freude haben werden. Und damit wird der eigentliche Zweck, den die Schülerinnen mit ihren Bastelarbeiten erftrebt haben, erreicht sein. Die Oberschule für Mädchen hat die Spielsachen der NS.-Dolkswvhlfcchrt zur Verfügung gestellt, die damit zahlreiche Kinder zu Weihnachten beglücken, mit einem Teil aber auch die NSV.--Kindergärten ausftatten will, damit die Kleinen in den Kindergärten noch weit über die Weihnachtszeit hinaus ihr schönes Spielzeug als Gemeinschaftsbesitz haben zwischen den Jahren, bte wir zukunftsfreudig betreten. H. W. Sch. verduntelungszeit: 1. Dezember von 17.12 bis 7.41 Uhr. »Strafkammer Gießen. Als ein „feiner" Onkel entpuppte sich der K. Th. II. in Stangenrod bei Grünberg. Er hatte mehrfach anonym an seine Nichte, ein junges Mädchen in Stangenrod, Briefe mit unflätigen Beschimpfungen und gemeinen Beschuldigungen geschrieben, ferner schwer beleidigende öffentliche Verdächtigungen gegen das Mädchen und dessen Arbeitgeber unter Verwendung von Abbildungen erhoben, wobei er diese Schmutzfinkereien zum Teil an Telegraphenstangen anheftete oder auf die Straße warf, wo sie gefunden werden mußten. Dem völlig unbegründet in gemeiner Weise beleidigten Mädchen gegenüber spielte der wenig erfreuliche Onkel den Beschützer und mitfühlenden Menschen, dabei war er bemüht, einen anderen Mann in Verdacht zu bringen. Die Ermittlungen in dieser Richtung blieben natürlich völlig ergebnislos. Schließlich richtete sich der Verdacht der Urheberschaft der gemeinen Briese und öffentlichen Anschläge gegen den üblen Onkel, bis sich die Gewißheit seiner Täterschaft ergab. Nunmehr folgte gegen ihn eine Anklaae vor oer Strafkammer Gießen wegen verleumderischer Beleidigung und Verbreitung von untüchtigen Schriften und Abbildungen, wofür er zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt wurde. Dem beleidigten Mädchen wurde ferner die Befugnis zur Veröffentlichung des Urteils zugesprochen. Im April hatte der W. Fr. K. in Vilbel unter falschem Namen an das Landratsamt in Friedberg eine Anzeige erstattet, in der er einen Bäckermeister und einen Metzgermeister der Schiebungen mit Milch und Fleisch beschuldigte. Die Ermittlungen ergaben, daß die Anschuldigungen unbegründet waren und K. als anonymer Anzeiger in Bettacht kam. Wegen feiner falschen Anschuldigungen wurde er zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt. In der Urteilsbegründung wurde betont, daß der Angeklagte nicht wider besseres Wissen, aber doch vorsätzlich und leichtfertig gehandelt habe; daß er die Interessen des Staates habe vertreten wollen, wurde ihm vom Gericht nicht geglaubt Eine Urkundenfälschung sah das Gericht nicht als vorliegend an. trbilb Beethovens einziges Violinkonzert darstellt, tob zu dem auch hier die Verbindungen nicht zu leugnen sind. Mag man dies Konzert als einen Nachklang der kurz vorher entstandenen 2. Symphonie ansehen, in seiner urtümlichen Frische laßt es ie der Symphonie eigenen elegischen Zuge weniger ttrk hervortteten. So strebt dieses Werk "her oie luge des Birtuosenkonzertes hinaus, denn der Part her Solovioline vereinigt sich hier organisch bedingt eit dem Orchester zur gemeinsamen Durchftchrung oer Htigen Entwicklung. Allerdings stellt Brahms in viesem Konzert dem Geiger Anforderungen hinsicht- Ich des Lagenspiels, der Griffsichechelt und Jnto- eüionsreinheit, die, an dem Können seiner Zeitge- «vssen gemessen, zunächst unerreichbar schienen, rmd Iran war gerade in diesem Falle geneigt, von einem Konzert gegen die Violine" zu sprechen, ^stergerte Anforderungen lassen im entsprechenden Maße mit btn höher gesteckten Zielen auch die Kräfte n)ady= in, unb bi« heutige ©eigergmeration tann eirre leihe von Namen aufzahlen, die gerade diekm fbiTjert verantwortliche und gennssenhafte Be- teuer geworden sind. Wenn man dann iveryarv Taschner hört, bann wird es dem Hörer erst recht kirr, wie hier ein Werk doch „f ü £ b i e ® joc line“ vorliegt, wenn es in so vollendeter Art dar S'boten wird wie diesmal. . Es ist erstaunlich, bei einem fo jungen 3n|tru Jentaliften eine derartige Reife im Ausgleich der Technik feststellen zu können, die die allerletzten Am icrtierungen im höchsten Maße zu erfüllen vermag ach nach keiner Hinsicht noch den geringsten Wunich °'ren ließ. Eine Ausgeglichenheit des PassogeniPiel-, 'Ne Griffsicherheit, die in ihrer Geschliffenheit ein cch selbstverständlich erscheint eine Sauber kett in ' Doppelgriffen, die jeden Don wirklich klingen lctzt Denn die Bogenführung, den Atem des Tones, dcherrscht Gerhard Taschner in geradezu idealer Leise. Das Ohr vermag nicht das Geringste von d^ ^roorbringung des Tones zu vernehmen, alles yr ylofter Klang von schwebender, raumfullender Jn- «Tfaät, von einer Nachgiebigkeit und Modulw l Lsdnsfähigksit, die man als die Erfüllung ves wechthin Möglichen cmsprechen muß. Niemals er- Atmosphäre vordrin leshalb doch erfüllt sichtlichen Zett. Der les Advents wie in jedem Jahre. Johanness scheint' sein Ton forciert oder gewollt m seiner . tr/---I flirx^e beeinflußt. Hier ist es ein ursprüngliches jen und Strömen des Klanges, weich und dem klärten Süße in den höchsten Lagen. Kein Ton aber erklingt bei ihm tim seiner selbst willen, er fügt sich mit der feinsten Differenzierung stets in den musikalischen Zusammenhang: mögen es nur spielende Arabesken ober gar rhythmisch gleichförmige, scheinbar weniger anziehende Stellen fein, wie etwa in der Durchführung des ersten Satzes, Gerhard Taschner behandelt sie mit einer Eindringlichkeit und musikalisch klanglicher Delikatesse, die auch ihren letzten Sinn klar sich erschließen läßt. — So wurde dieses Violinkonzert zweifellos zum Höhepunkt des Abends; ja unter Taschners Händen könnte sogar dieses Werk volkstümliche Geltung gewinnen,' so klar und schlicht leuchtete er in die letzte Zelle dieses Organismus hinein. 'Dieses hohe Können konnte sich in seiner größten Tiefe aber erst entfallen durch das kongeniale Mit- schaffen Professor Hermann Abendroths. Wie er im einzelnen auf den Solisten einging, den begleitenden Klangkörper im feinsten Ausgleich anpaßte und jeder einzelnen Wendung zu dem ihm zustehenden Wert verhalf, das ließ die Schönheit und lichte Größe dieses Brahmsschen Werkes in höchstem Maße offenbar werden. das kapriziöse Allegro molto e vivace mit feinen mannigfachen Schönheiten der Einzelzüge. ♦ Ein großer Klangapparat war aufgeboten für Siegmund von Hauseggers symphonische Dich- tung „W ieland der Schmied", die sich im Verlauf auf den gleichnamigen Opernentwurf von Richard Wagner stützt. Dieses groß angelegte Wert erstand, vom höchsten Impuls getragen, in plasti- cher T ttlichkett seiner einzelnen Entwicklungen, und umer den Händen Hermann Abendroths kannten Sammlungen, dem „Klavierbüchlein von Anna Magdalena Bachin", den „Kleinen Präludien, Fugen, Fughetten", den „Partttas", dem „Wohltemperierten Klavier" u. a. entnommen. Es kann nicht die Aufgabe dieser Besprechung sein,'die Darbietungen der zahlreichen ungenannten Spieler im einzelnen aufzuzählen und zu bewerten. Es ist der Sache dienlicher, wenn der Gesamteindruck festgehalten wird. Die Jungen und Mädels musizierten mit dem jungen Menschen eigenen Eifer und mit der frischen Unbekümmertheit, dabei von der wachen Sorge ihrer Lehrer und 6er kritischen Anteilnahme der Hörer begleitet. Die Darbietungen zeugten von einem gründlichen musikalischen Studium und von sorgfältiger Schulung, einige Leistungen trugen schon künstlerisches Gepräge. Das Doppelkonzert d-moll für zwei Violinen, mit schönem großen Bogenstrich ruhig und bestimmt gespielt, offenbarte schon zu Beginn die herbe Schönheit Bachscher Musik. Bei den übrigen Verträgen schien es, als ab bis Jungen eine besondere Eignung für bas Klavierspiel bekundeten, bie Möbel sich mehr auf der Violine auszeichneten. Eine reife Leistung, die wirklich geistige Durchdringung verriet, war bie Wiederaade der Air für Violine und Klavier. Die Auffassung und der Vortrag der Toccate d-moll war ausgezeichnet. Den Abschluß bildeten drei Lieder und der letzte Satz des Konzertes D-dur für Klavier und Orchester, der mit echter Musizierfreudigkett gegeben wurde. Dem Sinn der Veranstaltung entsprechend, wollen wir keine Namen nennen, es sollte ja eine Ehrung Johann Seb. Bachs sein. Worin liegt nun die eigentliche Bedeutung des „Tages der Hausmusik"? Die Musikstunde hat dann ihre Aufgabe erfüllt, wenn es ihr gelungen ist, recht viele zur vertieften Pflege der Hausmusik aufzurufen. Vielleicht gewinnt man doch nur Zugang zu den Schätzen, die wir in Ehrfurcht „unsere Musik" nennen, wenn man sich ausübend mit ihnen aus- finstern der Firma Kuhns im Seltersweg «S ii sehen fein. Auf diese interessante Spielfachenschau rcS lochten wir heute schon besonders Hinweisen.. „ Aus verschiedenartigem Material, das zum gro- pbu2 leren Teil von der Schule im Rahmen des Kunst- iemadK irziehungs-Unterrichts, zum Teil aus Mitteln der Item beschafft wurde, haben die Schülerinnen, von en jüngsten bis zu den ältesten im Rahmen des ftnsterziehlichen Werkunterrichts ein Spielzeuglager iniammengearbettet, das nicht nur die Kinder unb Sie jugenblichen Schaffenden selbst, sondern auch die erzen der besichtigenden Erwachsenen erfreuen tird. Fräulein Hensay hat dazu ihren Schule- tnnen die Anlehnung an.alte deutsche Dolkskunst mb heimatverbundenes Volkstum zur Richtschnur kegeben und damit in anerkennenswerter Weise von tornherein die Gedanken an modische und rein abrikmäßige Vorlagen ausgeschaltet. Auf dieser letzter Stelle steht. Die zweite Garnitur des LSV. trug das fällige Bauer, der dem Ausstellungsausfchuß mit Rat und Tat zur Seite gestanden hatte. Im Austtag der Kreisfachgruppe Gießen dankte Herr Bauer dem Kleintierzüchterverein von Heuchelheim für seine mühevolle Arbeit. Er überbrachte noch die Grüße und Glückwünsche der Landesfachgruppe Hessen» Nasiau unb der Kreisfachgruppe Gießen, gab seiner Freude Ausdruck über den schönen Ausbau der großen Schau und sprach bann über die Bedeutung der Kleintierzucht, speziell der Geflügelzucht, als dem Sport der kleinen Leute. Die Lehrschau für Geflügel brachte Tafeln über die anerkannten vier Wirtschaftsrassen, sie zeigte ferner Bilder über die Abfallverwertung, über rechte Fütterung, eigenen Futteranbau, Stallbau, Kükenheime Dunkel sind die Wochen. Schon in den zeitigen I stachmittagsstunden zünden wir die Lichter an, und gn die Tage der Sonnwende scheint bas Tageslicht mr für kurze Frist. In dieser Zeit war in der Vorlegung unserer Vorfahren die Luft erfüllt von den ßeistem der Abgeschiedenen, über die Fluren brauste |as Wodesheer und der wilde Jäger. Aber es war ir Aus dem Reiche -er Krau zu einem dickflüssigen Teig verrührt, der in einer lärme» lade füllen. In lichkeiten des persönlichen und des geistigen Er- möglicher fitfern. m aller MAINZER AKTIEN BIER * 9t« 3639 V Vorbestellte 06208 | Vermietungen"] [Stellengesuche] für Kurt Bösenberg u. Frau Schr. Ang. unt. Schr. Ang. unt. 0620Sa.d.G.A. Ls60a.t.Ä.AUX Am bei die Vock W Weihnachten soll der Pudding ganz besondere gut schmecksa Wer Frucht» saft bat. gibt natürlich FniÄV solle zu einem heben Monds» min-Pudding. Wer keinen dsH kocht aus wenig Zutaten eine Karameisoße: 50gZuJ> ker und 1/4 bis 1/21 Wasser werden abgemessen. Den Zucker karamellisieren iL das heiße Wasser daran* gießen, das Ganze nur kur® durchkocben. damit sieb der Karamel löst Die Soßs kalt zum Pudding reichem tar uni übi vei au na tre zu der Gießen Seltersweg 75 Dutenhofen Kr. Wetzlar wieder erhältlich Soennecken-KaSender-Blöcke Bageis Taschen- und Kontorkalender, sowie EmWe-Kalender können wegen Personalmangel in diesem Jahre nicht zugestellt werden und liegen zur Abholung bereit Otto Georg, vorm. H. Kühn. und Müttern, die an einem Hochschulort wohnen, Geleaenheit gegeben sein, ihr Haus den Studentinnen zu öffnen. Auch bei bescheidenen äußeren Verhältnissen nen durch Anregung und Anleitung unterstützen und fördern. Eine andere Möglichkeit liegt insbesondere in der Zusammenarbeit der verschiedenen Frou^n- Wir stellen baldmöglichst ehrliche, zuverlässige Verkaufskräfte (auch ungelernte) für ganze Tage für mehrere Abteilungen unseres Hauses ein. Vorzustell. zwischen 10 u. 11 Uhr im Büro. Tfarzenfra Gießen, Seltersweg 28. - 3642 D TW. 2.36, 4.46.7.30; U. 2.00. 4.30.7.80 Dir । ii n,| ' " ...|. HIIIH..B""* IS« T Brigitte Die Geburt unsres ersten Kindes zeigen hocherfreut an Hanni Beck, geb. Thoms Karl Beck x. Z. bei der Wehrmacht Singe .n; Aeuseelai iis nach Wir haben uns verlobt Frieda Simon Heinz Weber Obergefr. in einer Panz.-Div. z. Z. im Felde H die üibigen Mg & iiiftrolifd -oller B- Wfr geben unsere Verlobung bekannt Martha Grän Gustav Samer Statt Karten! Herzlichen Dank sagen wir allen Freunden und Bekannten, die uns anläßlich unserer Vermählung mit Glückwünschen und Aufmerksamkeiten bedachten Adolf Ziegler Luise Ziegler, geb. Müller Lollar, den 28. November 1942 v, 06235/ jiiiifl/' *8 Mein innigstgeliebter Mann, mein lieber Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Willy Pankok Soldat in einem Infanterie-Regiment kehrt nie wieder zu uns zurück. Auf einem Heldenfriedhof bei Rschew ist er zur letzten Ruhe gebettet. In unsagbarem Schmerz: Bretel Pankok, geb. Werth; Fritz Pankok und Familie Hans Daubltz und Frau, geb. Pankok; Emmy Werth. Gießen, Gelsenkirchen, den 80. Nov. 1942. 06217 ■nBBHnHKHflHHHHHBHI StunOenoilfe einmal wöchentlich von morgens bis 4 Uhr nachmittags gesucht. [06205 Aulweg 54 II» (trag.) oder ein Rind (tragend), z. verkauf. [00223 Rodheim a.d.B. Adolf-Hitler- Straße 8. Biete sehr güt erhaltene Dßnien- SchlitfsGhahslielel Gr. 38, Preis: Mk. 30,-. Suche Puppenwagen, gut erhalt. [00211 Telephon 4752. Mädchen-Mäntel für 10-12 Jahre (12,- NM.) zu verkaufen. [00218 Bergstraße 1 I. 0011 WS Spring- oder Kasten form bei Mittelhitze gebacken wird. Nach dem Erkalten kann man ihn mit Tb einen prt M in d büßen n Straßen für eihe Kustrik iftiort n vier Fv Del schc in lange Jur $ Mizuni Llattes. ^icht lustralie Iräjle A Boijfott ilrbeitsfc Meldung Sahen ei )ie nicht mternon ies zur .Hrbeitsz, bergbau 'Adig ( nidft nm wnbern Arbeiter drohte n ■ Dies 1 5m Geg über die Enterb togenen 1 mng zu Klagen ü Hen A Krsuche, egoistisch Fehler ii Zum Oneyei Gießen, den 30. Nov. 1942 Wetzsteinstraße 14 06239/ Gkhtosmt seit 30 Dohren bewährt ki ollen Apotheken zu hoben Jmtdcßej3)me 5 RUf, h 1$ p» Ns» Gebäck für die Weihnachtszeit Die Weihnachtstage rücken näher, die Feldpostpäckchen sind gepackt, und nun beginnen die häuslichen Vorbereitungen für das Fest. Mit besonderer Freude werden die Hausfrauen in diesem Kriegsjahr, wo zusätzliche Lebensmittel verteilt werden, an die Arbeit gehen. Heute sollen einige Kuchenrezepte gegeben werden, die mit Hefe, Backpulver ober Natron und Weinsteinsäure herzustellen sind. Da es augenblicklich eine größere Menge an Stärkeerzeugnissen gibt, kann man die Kuchen dadurch verfeinern, daß XA Mehl, Vt Kartoffelmehl verwendet wird. Kuchenbrot. 250 g Mehl, 20 g Hefe, 60 bis 80 g Zucker, Liter Milch, 40 g Fett, Salz, abaeriebene Zitronenschale, 150 g gekochte, geriebene Kartoffeln. — Das Mehl wird in eine Schüssel gesiebt und in der Mitte eine Vertiefung gemacht. Man zerbröckelt die Hefe, verrührt sie mit etwas Zucker und lauwarmer Milch und vermischt diese Masse mit etwas Mehl. Man läßt das Hefestück gehen, arbeitet dann die übrigen Zutaten, zuletzt die Kartoffeln darunter und, schlägt den Teig so lange, bis er Blasen wirft. Dann läßt man ihn wieder gehen, formt aus dem Teig ein Brot, das noch einmal gehen muß, nachdem man es auf ein gefettetes Blech gelegt hat, und bäckt es bann bei Mittelhitze. Streuselkuchen. 250 g Vollkornschrot, 250 g Mehl, 40 g Hefe, Vt Liter Milch ober Wasser, 50 g Zucker, 60 g Fett, 1 Ei, Zitrone, Salz. Streusel: 150 g Mehl, 150 g Zucker, 1 Eßlöffel Essig, 1 Messerspitze Hefe, 30 g Fett, 2 Eßlöffel Milch. — Schrot und Mehl werden vermischt und aus dem Mehlgemisch, Hefe, Zucker und Milch ein Hefestück angesetzt, das man'gehen läßt. Dann gibt man die übrigen Zutaten hinzu, arbeitet den Teig gut durch, läßt ihn gehen und rollt ihn auf einem gefetteten Blech aus. Zum Streüsel werden sämtliche Zutaten zusammengeknetet, zu Streuseln gekrümelt und auf den ausgerollten Teig gestreut. Man bäckt den Kuchen bann bei guter Hitze. Haferflockenkuchen. .3 Tassen gemahlene, trocken geröstete Haferflocken, 8 Tassen Mehl, VA Tassen Zucker, knapp 2 Tassen Milch, 1 Ei und etwas Eiaustauschmittel, abgeriebene Zitronenschale, 1A Backpulver, Marmelade zum Füllen, evtl. Puderzucker zum Bestreuen. — Die gerosteten Haferflocken werden mit allen Zutaten außer Marmelade und Puderzucker zu einem Teig verrührt, den man in eine gefettete Form füllt und bei Mittelhitze bäckt. Der Kuchen schmeckt am besten, wenn er erst nach zwei Tagen gegessen wird. Man schneidet ihn dann durch, füllt ihn mit Marmelade Und bestreut ihn, wenn man hat, mit Puderzucker. Ouarkslollen. 500 g Mehl, 1 Backpulver, 125. g Zucker, Zitrone, 125 g Quark, 100 g Fett, evtl. Rosinen. — Das Mehl wird auf ein Brett gesiebt und mit dem Back- pulver, Zucker, Zitrone vermischt. Man fügt Quart Fett und evtl. Rosinen hinzu, verknetet alles gut und formt den Teig zu einem Stollen, den man bei guter Hitze bäckt. Kuchen ohne 5eff und (EL 150 g Mehl, 150 g Kartoffelmehl, 150 g Zucker, 1 Backpulver, 1 Tasse Milch. — Alle Zutaten werden Puppenwagen für zweijähriges Mäbchengesuwt. Schrift!. Angeb. unter 06232 an den Gieß. Anz. Elektrische Eisenbahn zu kaufen gesucht. [06209 Scboniber, _ Walltorstr. 4f. Suche einen modernen Hoppeniwgen Schristl. An geb. unter 06228 an den Gieß. Anz. MONDAMIN G.ntb.lL Berlin-Charlottenburg 9 -----------------------------------------SM Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der BrQhl’schen Druckerei Für ein einfaches dunkles Kleid sind die heute skizzierten Dinge gedacht, die aus wenig Material bei einiger Geschicklichkeit selbst herzustellen sind. Ist das vorhandene Kleid etwa aus schwarzer Wolle ober stumpfer Seibe, so ergänzt es gut eine kleine Blumenranke aus weißem Pikee, die wie eine Kette um den Hals getragen wird. (I.) Sind kleine Reste aus dem Grundmaterial vor- ft'che! Jrbeitsji entta hen I MM Wes. I k|hr iw I '«s|a 8(rgarb Mte । M. jr ■ * °ch. *llen LICHTSPIEL-TH E ATER Bloria-Palait, Seltersweg 1 Immer nur . • . Du 8338^ Llchtspielhani, Bahnhofstraße 1 Frau Luna fahrungsaustau'sches sind viele, wenn Unfein ge* mpirrfampr nrmnnifntnnifrhor tRnhon nrnfi-hnfFen Ht MAU- SAlMzen gesucht. [06227 Karl Becker, Schottstraße 44. Neuwertige TamcnLcder. Handtasche z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 06222 a.d. G.A. 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Durch die Weite der Drga« nisationsform, die eine Beschränkung auf die Akademikerinnen vermeidet, sollen auch Porurteile gegen das Frauerrstudium beseitigt werden. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen sprechen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank aus. * Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Katb. Heuser. Gießen, den 1. Dezember 1942. 06225 Gewehrschrank zu kaufen gesucht. [8645D Roonstr. 6 II Televlron 2309. Suche Volks- oder Kleloempiaoeer zu kaufen oder zu tauschen. Sckr. Ang. unt. 06215 a.d. G.A. Statt Karten! Für die uns anläßlich unserer Verlobung erwiesenen Aufmerksamkeiten und Glückwünsche danken wir, auch im Namen unsrer Eltern, herzlichst ottille Münch Unteroffizier Heinrich Krug Großen-Buseck Hattenrod " z. Z. im Olten tm November 1942 —.———JE/ Gießen, 80. November 1942 Univ.-Frauenklinik Prof, von Jaschke ------------------Kti&Z Zeitz. Prismenglas acg. Kleinbildkamera z. tausch, gesucht. 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