Witimbnic mm iimnncu für die Mtttlwdnllmmer btv 8* zt Uhr beMPormltlnnl tflttwiiu-it-Vrcik für die jJHlltmettT'Hdle vun *2'2 Millimrirr Bretter 7t)tvf. für rtnmHtcnnn* zeigen und vrivnto WeienelldettSanzetnen 149tof. t. Werbeanzeigen und ncfdiiiftlidh* (ttetenenvett-mMtaen Vlnbüorfrbrlft (vorherige Vereinbarung) ‘2ü°/u mehr (92. Jahrgang Nr.(?y ttricbeiiu i n m । rti, anker Sonntags und syeteilanS Beilagen: Gießener rtmnilienbldtter Heimat ImBild-DieSchoile BeznaSvreiS: Monatlidi,... .RM.I.80 SmtellnebÜbr,.. ,, -.20 nud) bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer (Gewalt flcrnfvredmnfrblufi 22M Dmbtnnsdnift: „Wineiner“ WofMiecf 11(>fl6Ermiss MH vrühlscheUniverfttätrdrnckerelN. Lange Generalanzeiger für Oberhessen chtetzen^chnlstratze?-» yfllFf * ▲ W' d Samstag, (./Sonntag, 2. August (9^2 Gietzener Anzeiger Deutsche Ll-Bootersolge aus allen Meeren Wieder finb 24 Hmrdelsschiffe mit 167 000 BRT., daneben 10 Frachtensegler und 1 Bewacher auf den Meeresgrund geschickt worden, während aus (Geleit- zügen im Atlantik 1 Zerstörer und 2 Schiffe mit 17 000 BRT und im Seegebiet von Zypern ein britischer Zerstörer durch Torpedotresser schwer be- schädigt worden sind. Die Versenkungen umfassen die (Gewässer vor der amerikanischen Küste, den Mit- telatlantik, die Westküste Afrikas und das öftlldK Mittelmeer. Von Port Said am Eingang des Suez- kanals bis Kap Hallcras an der nordamerikanischen Küste sind es rund 10 000 km. Das ist ein Viertel des Erdumfangs dort, wo die Erde am dicksten ist: am Aequator. Die Geleitzüge, aus denen 5 Schiffe mit 41 000 BRT. versenkt wurden, waren stark gesichert. Bemerkenswert sind die versenkten 12 Ein- zclfahrer, die sich vorn dem Geleitschutz keine Sicher- beit versprachen, sondern ihr Glück auf eigne Faust suchten. Beachtlich sind auch die je fünf Frachten- seglcr im mittleren und westlichen Atlantik sowie im östlichen Mittelmeer. Die Rückkehr zu der Segel- fchiffahrt wurde als Hilfsmittel gepriesen, die Stotz- kraft der deutschen U-Boote zu zersplittern und zum Derschutz ihrer Torpedos zu veranlassen, aber trotzdem wenigstens einiges Frachtgut zu besördern. Das ist die Flucht vor den U-Booten in die Primitivität. Aber die Milchmädchenreck>nung mit den Frachtseglern geht nicht auf. Roch vor kurzem stellte die „Times" fest, daß i m e r ft e n Weltkrieg die Mittelmeerroute noch io gut wie sicher gewesen sei und der Verkehr auf »cm Pazifischen und Indischen Ozean nur gelegent- lid) durch feindliche Schiffe eine Störung erfahren habe, daß aber heute alle drei Meere Gefahr^' Zonen geworden seien. „Es ist daher" — so fügt die „Times" diesen Feststellungen hinzu — „nicht verwunderlich, datz unsere Verluste gegen Ende dreier Krtegsjahre schwer sind und die Schiffslage ernst geworden ist." Dabei ist man sich sowohl in Loudon wie auch in Washington darüber klar, datz die Versenkungen die Zahl der Neubauten übertreffen. Da^zu kommt noch, datz die maßgebenden Schiffsbaukreise Englands, wie jüngst der „Daily Herald" aus der Schule plauderte, über die Schiffbaupolitik der eng- fischen Admiralität beunruhigt sind: Die Admiralität lehnt es ab, das tatsächliche Ausmatz der Versen- tuugen bekanntzugeben. Es werden ferner zu viele langsame Schiffe gebaut, und schließlich wurde dem Schiffbau noch kein Ziel gestellt, das die Produktion anregen würde. Der „Daily Herald" gibt dabei sarkastisch eine Aeutzerung des Präsidenten der „Eon- federation of Shipbuilding", Harrison, wieder, der sagte, die Admiralität klammere sich nicht nur an atune Schiffe, sondern auch an die Gepflogenheit amer Entscheidungen, so datz man über das offizielle Programm des Handelsschiffbaues bei den Werften noch völlig im Dunkeln fei. All triefe Klagen erinnern an das Mort Fritz Reuters, „die Armut kommt von der Povertö". Datz man in Wasiiing- ton und London nach Sckiuldigen fud)t, ist der deut- Üd)c Beweis dafür, datz die Tonnagefrage bereits zum prekärsten Problem der anglo-amevikanischen Kriegführung zu werden droht. Auch Frachiensegler nühen nichts. Wenn sich unter den versenkten Schiffen wiederum nicht weniger als zehn F r a ch t e n s e g l e r befanden, so ist diese Tatsache bezeichnend für die ansteigende Saststsraumnot des Feindes. Die Verwendung von Frachtenseglern im Mittelmeer ist eine britische Rotmatznahme, da die Briten nicht mehr genügend größere Schisse zur Verfügung haben und die Frachtenfegler nicht wie die größeren Schiffe weit auf das Meer hinauszufahren brauchen, sondern in unmittelbarer Küstennähe ihr Bestimmungsziel zu erreichen suchen. Sic sind also, im Gegensatz zu den größeren Handelsschiffen, nicht in dem gleichen Matze den U-Boot-Angrissen ausgesetzt wie diese. Schon die steigende Verwendung von Frachtenseglern auf feindlicher Seite ist also ein Beweis für die Wirksamkeit des U-Boot-Krisges, dem sich der Feind mit allen Mitteln zu entziehen - sucht. Wenn jetzt aud) die USA. zur Verwendung von Frachtenseglern Überlegungen sind, so ist dies nur ein Beweis mehr für die harten Sck)läge der U-Boote, die den Feind zur Anspannung aller einer Kräfte zwingen. Aber auch diese kleinen rachtenbeladenen Segler, die unter der Küste lang- am ihrem Ziel zusteuern, sind vor den Torpedoangriffen nicht fid>er. Dafür sorgt die hohe Kampfkraft unb der ausgezeichnete Ausbildungsstand der deutschen U-Boot-Besatzungen. Immer wieder kommen aus den USA. Meldungen von angeblich neuen Abwehrmatznahmen und neuen „Systemen" zur Bekämpfung der U-Boot-Gefahr. Die deutschen U-Boote geben darauf ihre Antwort. Bereits 180 Kilometer südlich des Don. strecke v o n Baku n a ch R o it o m. Die Bahn Xi- choreskaja bis Stalingrad sollte die Massentransporte' die nicht für das Donezrevier und das Moskauer Gebiet bestimmt waren, auf dem kürzeren Weg über Stalingrad weiterleiten, lieber die Bahnlinie No wo- rofsisk—Stalingrad wurden vor allem Evdöl, Zement, Getreide und Baustoffe befördert. Die Unter- brechmig dieser Eisenbahnverbin du ng ist daher von großer Bedeutung für die gesamte Wirtschaft der Sowjetunion. Bor allein find die Bolschewisten nunmehr in einem er löblichen Umfange v o m Del des Kaukasus abgeschnitten, zum mindesten soweit das Del auf der Eisenbahn transportiert wurde. Aber aud) Die W o l g a s chi s s a h r t, durch die ebenfalls Del trau sparte regelmäßig durch geführt werden, steht bereits unter der Einwirkung deutscher Fliegerangrif e. Die Vevsolgungskämpfe südlich des unteren Don stellen wegen der Größe der Entfernungen, wegen der hochfoinmerlick)en Hitze mit ihren überraschenden Gewitterstünnen und wegen der ununterbrochenen Gefechtsberührung mit Dem Feind h ö ch st e Anforderungen an die kämpfenden Truppen sowie an den Nachschubdienst. Diele Truppenteile haben bereite seit Beginn der Angriffskäinpfe d l o zu 1500 Kilometer i in V o r in a r s<1) zu • rückgelegt und damit Marsch- imb Kampfleistun- gen erzielt, die im Verhältnis zum Zeitauswand die großen Erfolge der vorjährigen Siege im Osten übertreffen. Die Luftwaffe unterstützte mit star- ken Straften die Verfolgungskämpfe des Heeres. Kampf- und Sturzkampf-, Schlacht- unb Zerftörer- gefchwader bombardierten vor Den deutschen Panzerspitzen südlichdes Manyts d) bolschewistische Batteriestellungen und Fahrzeugkolonnen. Sie machten damit den in das Kuban-Gebiet vor- stoßenden deutschen Truppen den Weg frei. Zahlreiche feindlick;e Geschütze und über 70 mit Truppen und Material beladene Fahrzeuge wurden vernichtet. Im großen Don bogen kam zu heftigen Kämpfeil bei der Abwehr von Durchbrudisversuchen eingeschlossener fcinblidH'r Kräfte. Gleichzeitig führten die Bolschewisten von außen her Entsetzungsangriffe. In harten Kämpfen wurde der Feind zurück- geworfen und zahlreiche Gefangene eingeb rad)L Italienische Verbände vernichteten sechs von insgesamt 62 abgeschossenen feindlichen^ Panzerkampfwagen. In weiteren (Sefed)ten wurden feindliche Kräfte von deutschen und rumänischen truppen über den Don zuriickgeworfcn. Im R a u m D o n .K a 1 a t f d) wurde durch umfassenden deutschen Angriff mehreren feindlick)en Kräftegruppen der Rückzug über den Don abgeschnitten. Vergeblich verfuditen die Bolschewisten In hartnäckigen GeaensMon bep Mea zum Don wieder zu öffnen. Ein deutscher PanzMMstlch 'Zersprengte Bereitstellungen der Bolschewisten und brachte dem Feind hohe Verluste bei. Sie USA. unb Siidasnka. Mir haben vor einiger Zeit einmal nahes bcleud)tet, welche Anstrengungen 1H o o f e velt unternommen hat, um ben Vereinigten Staaten, bereu Interesse an Afrika bis dahin gänzlich unbebeii. tenb gewesen war, eine beherrschende Stellung auf dem afrikanischen Kontinent zu verschossen. Mir hatten gesehen, wie der Präsident, strategische Erwägungen über die Verteidigung der „ivefHld)eii Hemisphäre" hurd) Inbesitznahme der westasrikani- scheu Gegeirküste und über die Sicherung des Rack), chubs für die britischen Armteu in Norvasrika unb im Nähen Osten möglichst unabhängig von den burd) die U-Boote bedrängten Seewegen vorsd)ützend, ein ausgedehntes Netz von Autostraßen unb Luftlinien, gesichert bind) zahlreiche Mililch-stützpunkte, beginnend in den britischen und französischen Hafenstädten der Westküste von der (Uambia-'Wnbung bis hinunter zum belgischen Kongo quer durch den Schwarzen Erdteil gelegt hat, um im Sudan endlich Anfck)lutz an die zum Roten Meer und zum Indischen Ozean führenden Verkehrswege zu bekommen. Aber Roosevelt hat im tropischen Afrika nickst halt- gemacht. Sehr bald schon gingen seine Blicke auch auf Die Südafrikanische Union, die wie ihre Schwester-Dominion» Kanada, Australien unb Neuseeland durch die zunehmende Scknvächiina de» britischen Empire ebenfalls Gefahr läuft, eine Beute de» norbamerlkanischen Imperialismus zu werden. Die prekäre innervoUtifche Sfogt bii ( Übafrika« Nischen Union ist unseren liefern au» früheren Betrachtungen im großen und ganzen bekannt. Der südafrikanische Ministerpräsident S m ut » , vor vierzig Jahren einer der Generale im Freiheitskampf des Bureuvolkev gegen den britischen Imperialismus, heute britischer Feldinarschall und leibst Träger eines spezifisch afrikanischen Imperialismus, der auf dem ganzen Kontinent die Nachfolge Englands antreten möchte, hat mit feiner Kriegs Politik, die ganz im Fahrwasser Londons steuert, ähnlich wie schon Botha im ersten Weltkriege, eine heftige Gegen bewegung gerade bei seinen engeren Landsleu- tn, dem burUchen Element des Dominions, auogelöst. Die große Mehrheit der Buren, die heule immer nod) reich lick) 60 Prozent der nur etwa 2,1 Millionen zählenden weißen Bevölkerung ausmachen — ihr stehen etwa 9 Millionen Farbige gegenüber —, fordert die völlige Unabhängigkeit des Landes von England and steht in der bedingungslosen Teilnahme der Union am britischen Krieg nur das Streben Englands und seiner Parteigänger lin Lande, die nach dem ersten Weltkriege schon reckst locker gewordenen Bande zwischen England und feinem südafrikanischen Dominion wieder strasser an- zuzlehen. Diese bunsche Opvosition, die heute, nickst mehr wie zu Beginn des Krieges eine einheitliche Der Wehrmachiberichi. VNV. Aus dem Aührerhauplquartier, 31. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Deutsche, rumänische unb slowakische Truppen haben den Unterlauf des Don In einer Breite von 250 km überschritten unb die in diesem Abschnitt zur Verteidigung eingesetzten feindlichen Kräfte zerschlagen. Dem Feind, der In voller Flucht und Unordnung zurückflutet, sind Schnelle Verbände und Vorausabteilungen der Infanterie- und Jägerdivisionen hart auf den Fersen geblieben und haben ihm schon jetzt an verschiedenen Stellen in überholender Verfolgung den weiteren Rückzug verlegt. Die Spitzen der deutschen Angrtfssarmeen stehen bereits 180 km südlich des Don. Um den wichtigen Eisenbahnknotenpunkt Salzt wird seit heute morgen gekämpft. Line Infanteriedivision nahm 5r u t s ch e w s k a s a. Die Gefangenen- und Veutezahlen wachsen ständig, sind aber bei dem schnellen Vormarsch nicht zu übersehen. Die Luftwaffe griff in die Verfolgungskämpfe in pausenlosem Linsah ein, zersprengte zahlreiche fto- lonnen und verhinderte, datz der Gegner sich erneut festsehte. Im großen Donbogen roarfen deutsche und rumänische Truppen den Feind über den Fluß. Italienische Verbände wiesen örtliche, von panzern unterslühle sowjetische Angriffe blutig ab. Aus- bruchsverfuche eingeschlossener feindlicher Kräfte und Lnllaslungsangriffe der Sowjets blieben erfolglos. 3n diesen Kämpfen verlor der Feind am gestrigen Tage 62 Panzer. Auch im Donbog-en griffen Kampf- und Schlachtfliegeroerbände in die An- fltlfföoperaüonen ein. Den Rachfchubverbindungen Der Sowjets auf Bahnen und Wasserwegen wurde bei Tag und Rächt schwerer Schaden zugefügt. Im Raum von R f ch e w wurden starke Angriffe Der Bolschewisten zum Teil Im Gegenstoß abge- wefjrt und hierbei 40 Panzer abgeschossen. An der W o l ch o w f r o n t und vor Leningrad scheiterten örtliche Vorstöße des Feindes. Bel llebersehungsversuchen der Sowjets über die Rewa wurden sieben Boote vernichtet. 3in Finnischen Meerbusen bekämpfte die Luftwaffe einen feindlichen Flugstützpunkt auf der Insel Lavansoarl. In Aegypten belegten deutsche Kampfflugzeuge in der Rächt zum 30. Juli mehrere Flugplätze bei Kairo mit Bomben schiveren Kalibers. In hallen und Tanklagern entstanden mehrere Großbrände. Volltreffer zwischen dicht abgestellten Flugzeugen richteten schwere Zerstörungen an. Von zwei Flugzeugen, die am gestrigen Rachmll- lag norddeutsches Küstengebiet überflygen, wurde eines Im Luftkampf abgeschossen. Weitere 17 britische Flugzeuge wurden an der Kanal- und norwegischen Küste zum Absturz gebracht. Im S e e - gebiet von Brighton versenkten leichte Kampfflugzeuge am Tage ein Handelsschiff von 3000 BRT. In der vergangenen Rächt wiederholle die Luftwaffe mit stärkeren Kräften ihre Angriffe auf kriegswichtige Ziele in Birmingham. Die Aufklärung in den frühen Morgenstunden ergab zahlreiche weitausgedehnle Brände. wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, haben deutsche Unterseeboote die feindliche Schiffahrt wiederum hart getroffen. Ls wurden versenkt: Im Mittelatlantik und vor der amerikanischen Küste aus stark gesicherten Geleitzügen 5 Schiffe mit 41 000 BRT., 12 einzeln fahrende Schiffe mit 73 000 BRT. und 5 Frachtensegler und 1 Bewacher, vor der Westküste Afrika» 7 Schiffe mit 53 000 BRT., im westlichen Miltelmeer 5 Frachtensegler. Durch Torpedotreffer schwer beschädigt wurden aus Geleitzügen im Atlantik 1 Zerstörer und 2 Schisse mit 17 000 BRT. und Im Seegebiet von Zypern 1 britischer Zerstörer. Die deutsche Unterseebootwaffe hat damit die Versenkungen dieses Monats um weitere 167 000 BRT. erhöht. Der Gegner verlor wieder 24 Handelsschisse, 10 Frachtensegler unb 1 Bewacher außer den be- schädigt gemeldeten Schiffen und Zerstörern. 3n rastloser Verfolgung. Berlin, 31.Juli. (DNB.) Am 30.7. befanden sich die deutschen und verbündeten Truppen etwa 180 Kilometer südlich des unteren Don in rastloter Verfolgung der geschlagenen Bolschewisten.Verschiedentlich kam es dabei zu hartnäckige n Ge' echten mit abgeschnittenen und in der Verfolgung überholten feindlichen Kräften Der bolfche- Distische Widerstand, der immer mehr an Zufam- menhang verliert, wurde überall gebrochen, öud* ich Rostow wurde im Kampf der am Ug°rWo* Zluß gelegene Eisenbahnknotenpunkt Kuscht- ! ch e w f k a j a genommen. Ostwärts davon slurm- Kn Truppen eines motorisierten Verbandesei Iöhengelände mit feinen Stützpunkten. Mehrere ^lußabschnitte wurden überwunden und nach V • 4ung von Brückenköpfen wurde die Verfolgung so t- Ffeht. Südlich des Manytfch wurde nach der Einnahme von Proletarskaja auch im Raum von Salzt der Kampf um die große Eisenbahnstrecke vom Kau- kasus nach Nordosten fortgesetzt. Die große Bedeutung dieser Verkehrsader liegt darin, daß die Bolschewisten auf ihr die wichtigen Mrkfchaftsgüter des Kaukasus für die übrigen Teile der Sowjetunion verfrachten. Die Bahnlinie Noworosstfk—'Stalingrad mit einer Gesamtlänge von etwa 6.50 Kilometer kann man in vier Abschnitte unterteilen, und zwar in die Abschnitte Stalingrad—Sarepta. Sarepta—Ticho- reskaja Tichoreskafa—Krasnodar und Krasnodar— Nowor'ossisk. Bis Sarepta ist die Bahn schon seit längerer Zeit zweigleisig ausg'ebaut. Der zweigleisige Ausbau der Strecke von Sarepta bi« Tichoreskaja wurde in der letzten Zett beendet. In Tichoreskaja schneidet die Bahn die wichtige HaupteisenbahnGeschichie einer fixen Idee. Pott unserem Dr. L.^Korresoollbentell. S t o ck h o l zu, im Juli 1942. Wenn in künftigen Jahrzehnten ein Psyck,ologe einem Laien den Begriff der fixen Idee zu erklären wünschen sollte, so könnte er dafür kein besseres Del- spiel aus der geschichtlid>en Praxis heranziehen als den Gedanken einer „zweiten Fron i". Dieser Krieg hat einige Begriffe geprägt, die in allen Sprachen Gemeingut geworden find. Bisher gehörte dazu vor allem der Blitzkrieg, und es will scheinen, als sollte die zweite Front in nickst geringerem Maße ein internationales Schlagwort werden. Ein sehr wichtiger Unterschied besteht jebod) zwischen diesen beiden Ausdrücken. Der eine ist ein aus der deutschen militärischen Wirklichkeit entftandener Begriff, der andere später von der anderen Seile verwässert unb auf alle möglichen Unternehmungen des zivilen und politischen Lebens übertragen wurde. Die zweite Front hingegen entstammt dem Wortschatz politischer Agitation und ist erst später von den Engländern in den Kreis militärischer Ueberlegungen einbezogen worden. Es mag in diesen Wochen, in denen die Forderung nach einer zweiten Front in den angelsächsischen Ländern eine beinahe krankhafte Lautstärke erreicht, angebracht fein, die Geschichte dieser fixen Idee einmal kurz zu rekapitulieren. Geboren wurde fle in den Hundstagen des vorigen Jahres. Damals gerieten nicht nur große Teile der Sowjetarmee in eine sehr bedrängte Lage, sondern damals zeigte sich auch, daß die am 12. Juli in Moskau unterzeichnete MilitäraUianz eine sehr einseitige Angelegenheit zu fein schien, und daß die Hilfeleistungen der Engländer über einige mehr oder weniger wirkungslose Bombenangriffe auf deutsche Städte nicht hinausgingen. Damals wurde in den kommunlstschen Werkklubs der englischen Fa- brlfen erstmalig die Forderung erhoben, England solle dem bedrängten Verbündeten durch die Errichtung einer zweiten Front zu Hilfe kommen. Zunächst hatte niemand eine klare Vorstellung, wie diese zweite Front aussehen oder wo sie liegen sollte. Nachdem der Begriff aber einmal geschaffen mar, sand er nicht nur in England, sondern auch in Moskau sehr schnell Anhänger, und der Sowiet- botschafter Maiski benutzte feine ausgezeichneten Beziehungen zur englischen Linken, um In kürzester Zelt den Zusatz „in Europa" zu erwirken. Als dem Zusammenbruch der britlfdjen Nooember-Dsfenfioe in Libyen die militärische Katastrophe In Dstyfien folgte, erkannten auch die meisten Anhänger einer zweiten Front, daß zwischen politischer Forderung ttflt) militärischer Erfüllung Abgrunde klafften, welche nicht durch Reden überbrückt werden konnten. Merkwiirdigerwelse begann der Gedanke einer zweiten Front gerade In diesem Augenblick aus der lärmenden Welt der politischen Demonstrationen in die Stille der Konferenzsäle vorzudrtngen. Als die Führung der sowjetrussifchen Armee im Februar erkannte, daß die mit so großen Hoffnungen ein- geleitete Winteroffensive ihr Ziel nicht erreichen würde, sondern daß mit dem Sommer neue schwere Schläge der deutschen Waffen zu erwarten wären, beschloß Stalin, in nachdrücklicherer Form als bisher auf der Errichtung ebner zweiten Front in Europa zu bestehen. Für Ehnrchill gab es keine Möglichkeit, Stalin In der gleichen Weise abzrlfertl- gen wie seine innenpolitischen Kritiker. O:o blieb ihm also nichts weiter übrig, als die Errichtung der zweiten Front, meld)e er gerade In öffentlicher Var- lamentssltzuna als unmöglid) bezeichnet hatte, feinen militärischen Beratern als unbedingt zu lösende Ausgabe zu stellen. Es kann auch kein Zweifel darüber herrschen, daß die nicht abreißenden Generalstabsbespreck-ungen der Engländer und Amerikaner während der letzten Wochen vor allem diesem Thema gegolten haben. Eben- sowenig ift zweifelhaft, daß der Begriff „zweite Front" jesst gleickchedeutend mit „zweite Front in & urop a" «ist. Zweifelhaft ift allerdings, ob unb wann die zweite Front entstehen könnte, weil Ne Detonationen deutscher U-Boot-Torpedov vor der amerikanischen Küste eine unheimliche Begleitmusik zu den Staatokonserenzen abgaben. Trotzdem rechneten sich ovtimlslische totrategen au», daß bei äußerster Sparsamkeit an allen Stellen gerade genügend i einet Mal« rzt Algern Warn llensch' IhreVermählunggeben bekannt Reinhard Pauli Soldat in ein. Landesschützen-Regt. und Frau Mariechen geb. Bätz Für die uns zu unserer Verlobung erwiesenen Aufmerksamkeiten und Geschenke danken wir herzlich Maja Borst Helmut Boller z. Z. im Felde Gießen, Friedensstraße 41 Ihre Verlobung geben bekannt Erika Jörg Wilhelm Hill San.-Feldwebel in einer Studenten-Kompanie druck' großen Pon- neuen - und [einem Spa« Band den« irtogs* Sie muß Saltrat haben! Du brauchst es heute vielleicht nicht so nötig! Sakrat, das erlösende Bad für angestrengte und müde Füße muß heute vor allem für Soldaten, Rüstungsarbeiter und all jene verfügbar sein, deren kriegswichtige Pflichterfüllung langes Stehen o^er vieles Laufen erfordert. Verzichte darum, wenn Du nicht zu diesen Menschen gehörst, heute, auf die liebgewordene Annehmlichkeit des Saltrat-Bades zugunsten derer, die es zur Erhaltung ihrer Leistungsfähigkeit brauchen. Wenn Du Saltrat besitzt und es nicht unbedingt brauchst, so schicke es an die Front! Statt Karten! Für die mir zu meinem 70. Geburtstag entgegengebrachten Glückwünsche und Aufmerksamkeiten sage ich meinen besten Dank Franz Klenker Selters weg 16 9?. 1 fen iebt Sch «hi | mit | sind | fan. I vor« I der Veite eine Friedensstraße 20 1. August 1942 Klrchl.Trauung 15 Uhr Johanneskirche __ 03629/ eure« ang r die deck ätzen. der jeder > eiten dsicht, riesen >d die und - aus Insel gham Akti' tschen ;drin- Mi- Luft- 15« trf stonigr Durdy W-' g, von isani«' Liebes' n* Gießen, Am Steg 1 den 3. August 1942 03684/ All alle GesMMM öer SM Gießen. Die Deutsche Arbeitsfront hat im Einvernehmen mit der Stadtverwaltung und der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel Einkaufsausweise für berufstätige Frauen herausgegeben.'Diese Ausweise sollen den Frauen zur bevorzugten Abfertigung beim Einkauf dienen. Durch den Krieg bedingst werden immer mehr Frauen in den Arbeitsprozeß eingesetzt. Es ist daher unsere Pflicht, dafür Sorge zu tragen, daß diesen Frauen hinsichtlich des Einkaufes in jeder Beziehung über Schwierigkeiten hinweggeholfen wird. Die günstigste Einkaufszeit für die Frauen wären die Stunden von 17—19 Uhr und der Samstagnachmittag. Wir ersuchen die Hausfrauen, die nicht im Berufsleben stehen, diese Zeiten für ihre Einkäufe nicht zu benutzen, da ihnen die Möglichkeit gegeben ist, diese an anderen Stunden des Tages zu tätigen. Die Geschäftsleute werden ersucht, zu den angeführten Verkaufszeiten nur die berufstätigen Frauen und keine anderen Kundinnen zu bedienen. Mangelware ist zurückzulegen, damit sie auch den berufstätigen Frauen zur Verfügung steht. Zu diesem Zwecke ist es erforderlich, daß die Geschäftsinhaber eine Liste anlegen, in die sie ihre berufstätigen Kundinnen eintragen, damit sie immer in der Lage sind, die genügende Menge zurückzulegen. Zweckmäßigerweise machen die Geschäftsinhaber auf der Rückseite des Ausweises einen Vermerk. Es ist außerdem darauf zu achten, daß der Ausweis auf der Rückseite in der entsprechenden Rubrik vom Betriebsführer oder Betriebsobmann unterschrieben und abgestempelt ist, da er sonst keine Gültigkeit hat. Wir hoffen, damit den berufstätigen Frauen in ihrer vielseitigen Belastung eine Erleichterung geschaffen zu haben und erwarten, daß die Inhaber der Geschäfte als auch die Hausfrauen, die nicht im Berufsleben sieben, Einsicht haben und an der Gießen Buer Hassel Schottstr. 18 z. Z. im Felde 1. August 1942 t Le^ rde i" g, ®ep -eibi-lg- KUtiW ’naP d<; >rn, 7 irioels' b?g Für die uns zur Vermählung übermittelten Glückwünsche undAufmerksamkeiten danken wir herzlich Ass.-Arzt Wilhelm Gräf und Frau Elisabeth, geb. Wall Gießen, den 31. Juli 1942 Am Nahrungsberg 12 p _______ 03704/ 2n einer der letzten Wochenschauen von Sewastopol war eines unserer ungeheuren Belagerungsgeschütze zu sehen. Wie eine ganze Fabrik wirkte dieses Riesengeschütz, und wie Zwerge erschienen die Bedienungsmannschaften an diesem technischen Koloß. Wirklich ein Koloß, aber gleichzeitig eine technische Präzisionsmaschine, wie sie nur deutsche Technik ersinnen und schaffen kann. . Wir Deutschen dürfen für uns in Anspruch neh- men, die Technik der Ge schütz gießerei ganz besonders entwickelt zu haben. Augsburg und Nürnberg hatten schon im 15. Jahrhundert bekannte Geschützgieße- reien. Zunächst wurden die Eisenrohre über einen Kern geschmiedet, bald jedoch gegossen. Schon nach kurzer technischer Entwicklung wurde die Bronze allgemein als Rohmaterial verwendet, da dieses Material eine hohe Zähigkeit mit guter Festigkeit verband^ Eiserne Bomben und Granaten verdrängten dann auch die Stemkugeln. Eine so große Mannigfaltigkeit in der technischen Ausführung, der Geschütze trat ein, daß Karl V. etwas heute sehr Zeitgemäßes vornahm. Er führte nämlich eine Typenbegrenzung durch, indem er die Zahl der Kaliber auf sieben beschränkte. Mit der Anwendung der modernen Treibmittel wurde die Bronze als Rohmaterial überall durch den viel widerstandsfähigeren Stahl verdrängt. Auch die Konstruktionen änderten sich. Im Kriege 1870/71 zeigten sich die preußischen, gezogenen Hinterlader so überlegen, daß sie sich allgemein durchsetzten. Der Schöpfer des modernen Gußstahlgeschützes war ein Sohn Deutschlands, Alfred Krupp. Im ersten Weltkrieg erregten die in aller Stille gebauten 42-Zentimeter-Mörser das größte Aufsehen; ebenso die „Parisgeschütze", welche eine Schußweite von 120 Kilometer erreichten, während die Geschoßbahn bis zur enormen Höhe von 40 Kilometer anstieg. Dabei hatten die Granaten ein Gewicht, das dem Gewicht eines schweren Pferdes gleichkam. Ihre Kriegstrauung geben bekannt Adam Krug Uffz. in einer Nachr.-Einheit Maria Krug geb. Dittmann Gießen Kassel-B Am Kugelberg 17 1. August 1942 03642/ beim Kaifer-Wilhelm-Land in her Nordwestpassage. Schon vor Jahren wurde erwögen, das Polarschiff wieder nach Norwegen heimzuholen und in der Eis- meerfischerei einzusetzen. Die Sachverständigen sind der Meinung, daß es sich noch in einem durchaus brauchbaren Zustand befindet, und daß die Bergung die dafür erforderlichen Kosten lohne, denn ein so hervorragend gebautes, gegen den Eisdruck geschütztes Schiff sei heute eine Million Kronen wert. Die Geschichte des Einzelhandels. Zu dem Zeitpunkt, an dem die Umwandlung vom Tauschhandel zum Wanderhandel, der ersten Stufe des Binnenhandels, vor sich gegangen ist, entstand der Einzelhandel. Er ist die bodenständigste Fotm des Handels. Die Wirtschaftsgruppe Einzelhandel ist darum bemüht, aus der Geschichte des deutschen Einzelhandels all das zu sammeln, was aus früheren Zeiten erhalten ist. Alle Einzelhandelsfirmen, die 5 0 Jahre und älter sind, sind gebeten worden, eine kurze Darstellung ihres Werdens der zuständigen Unterabteilung Einzelhandel ihrer Wirt- schaftskammer zu übersenden. Dev Darstellung sollen möglichst A b s ch r iftenalter Urkunden und Bilder beigefügt werden. Auch Mitteilungen über Vom Llekiroflahlblock zum Sewastopolgeschiitz Von Dr.-Jng. Hans Otto Karl. * Der o. Professor für mittelalterliche Geschichte an Ifr Universität Wien Dr. Heinz C ätsche k ist in ! sicher Eigenschaft an die deutsche Karlsuniversität : Prag berufen worden. Eatschek wurde 1901 in men geboren, promovierte dort 1923 und habili- ttte sich 1928 für historische Hilfswissenschaften. «29 wurde er nach Prag berufen, wurde dort 1937 siofessor für Geschichte des Mittelalters und wurde j41 als Ordinarius nach Wien berufen. Aus aller Wett. iZjähriges Jubiläum des Offenbacher Ledermuseums. Anläßlich des 25jährigen Jubiläums des deut- fen Ledermuseums gibt Prof. Hugo Eber- wirbt, der Gründer und Leiter des in der Welt rizig dastehenden Museums eine Darstellung des brrdegang seines Institutes. Es zeigt neben der »rühmten Schuhsommlung Kostbarkeiten unge- bhnlichen historischen und künsllerischen Ranges, |B. ein wundervolles Schmuckkästchen der Maria en Medici, einen herrlichen Bucheinband der Ma- k Stuart, eine Aktentasche Napoleons, ferner ein Vtsames chinesisches Schattenspiel, das aus 2900 eguren besteht. Aufs Schönste bereichert wurden | ostasiatischen Schätze des Ledermuseums 1940 Arch die Leihgabe des Führers, die aus einem kost- iren Samurai-Sattel und einem altjapanischen Werdepanzer aus Haifischleder bestand, auch spende der Führer eine namhafte Summe zur Förde- eng des Museums. Biel bewundert werden das ederkoller Wallensteins, ein italienischer Leder- fcm aus dem 15. Jahrhundert und ein mit Edel- »nen besetztes Dämonentier aus vergoldetem Mffelleder von der Insel Bali. I llmundsens polarschiff soll geborgen werden. [öar rund 50 Jahren wurde die „Fram", enunidsens erstes Polarschiff erbaut, mit dem er in i Regionen des ewigen Eises am Nord- und Süd- |l vorstieß. 25 Jahre später lief die „Maud" mn Stapel. Inmitten des ersten Weltkrieges rüstete Mimdsen zu neuer Forschungsfahrt und versuchte, k der neu erbauten „Maud" die nördliche Um- iirung Asiens von Maska aus. Nach Beendigung M siebenjährigen gefahrvollen und abenteuerreichen Dhtt durch das Polareis wurde das Expeditians- Mff für 40 000 Dollar an die Hudfon-Bay-Eom- Kit) verkauft. Jetzt liegt es teilweise unter Wasier ! Marius für Pädagogik nach Göttingen berufen. Allershausen ist 1900 in Straßburg geboren. Er edierte in Heidelberg, München, Hamburg Köln nb Berlin und promovierte 1923 in München 1931 «lnliiierte er sich in Köln. 1933 erhielt er einen .ehrauftrab für die Geschichte der Leibesübungen — ruf den seit dem Tod von Prof. Unger verwaisten .ehrstuhl für Deutsche Literaturgeschichte an der Diversität Göttinnen wurde der o. Professor an der M- Stuttgart 2>r- Hamann Pongs berufen. :er.. LÄnL gebürtige Gelehrte shorte seit 1922 der Marburger Universität an, wirkte seit 1924 als Lektor in Groningen (Holland) :ib wurde 1929 nach Stuttgart berufen. Hochfchulnachrichlen. Dem Konservator Professor Dr. med. et phil. iinandus Hahn ist unter Ernennung zum a o. -rofessor der Lehrstuhl für physiologische Chemie Ur Universität München übertragen worden. Hahn, Isrr 1889 in München geboren wurde, habilitierte ;jh dort 1919. rohres. Beim Erhitzen dehnt sich das Mantelrohr aus. Nach dem Aufziehen — „Aufschrumpfen", sagt der Techniker — kühlt es sich wieder ab und zieht sich zusammen (schrumpft). Dadurch preßt es das Kernrohr zusammen und erhöht seine Widerstands« fähigkeit gegenüber dem Gasdruck beim Schießen. Man zieht aber auch nach einem anderen Verfahren statt eines Mantelrohres breite Ringe über den am meisten beanspruchten Teil des Kernrohres. Die vorgeschmiedete Form, welche die für dis Herstellung der Geschützrohre erforderlichen Dimensionen in allen Teilen besitzen muß, wird nach dem Schmieden auf großen Drehbänken innen und au« ßen vorgedreht. Dann wird das Rohr vergütet. Nach einer Erhitzung bis auf Rotglut wird es z. B. in ein Oelbad getaucht (abgeschreckt) und also gehär« tet. Das gehärtete Rohr wird nochmals erhitzt (an« gelassen) und erhält dadurch die erforderlichen Fe- stigkeitseigenschaften. Die Elastizität des Materials wird durch dieses Verfahren beträchtlich erhöht, ohne daß feine Zähigkeit verändert wird. Dadurch wird das Material gegen stoßweise Beanspruchung äu« ßerst widerstandsfähig. Viele Materialprüfungen werden laufend vorgenommen, bevor das Rohr zur weiteren Bearbeitung in die mechanischen Werkstät- ten wandert. Die Längsbohrung des Rohres, die „Seele", nimmt die Patrone auf und führt im „gezogenen Teil" mittels der „Felder" das Geschoß. Die Felder sind schienenartige Leisten; sie sind zwischen den ein« geschnittenen Zügen stehengebliebene Teile der inneren Rohrwand. Die Felder erhalten aus ballistt« schen Gründen eine Schraubenwindung, den Drall. Zum Einschneiden der Züge in die Rohrwand dienen Ziehmaschinen, deren mit Messern versehener Ziehkopf nicht nur eine gradlinige Bewegung, sondern gleichzeittg eine der Windung der Züge entsprechende Drehung ausführt. Er wird dabei von einem Drall-Lineal zwangsläufig geführt. Die Herstellung des „gezogenen Teils" erfordert bei der Ferttgung besondere Sorgfalt. Don ihr hängt die Schußleistung des Geschützes wie die Lebensdauer des Rohres erheblich ab. Die Verbrennungswärme der Puloergase und die Reibungswiderstände während der Geschoßbewegung beanspruchen nämlich die Felder überaus stark. Die mechanische Bearbei- tung der Rohre, das Ausbohren, Hobeln, Ziehen ufw. der Züge, der Verschlußeinrichtung, der Klauen, Leisten, Ansätze, Abflachungen, welche zur Verbindung mit der Lafette, Richtmaschine ufw. dienen, wird auf Drehbänken, Bohr-, Hobel- und Ziehmaschinen von entsprechender Größe und Stärke vorgenommen. Immer wieder werden Prüfoorgänge eingeschaltet, die sicherstellen, daß nur vollkommen einwandfreie Stücke geliefert werden. Entspricht ein Geschützrohr allen fertigungstechnischen Anforderun. gen, dann erst wird es aus den Rüftungswerkstät- ten entlassen und zur weiteren Verwendung freigegeben. Deutsche Waffentechnik, verkörpert durch Metallurgen, Mathematiker, Physiker, Chemiker, Konstrukteure und Facharbeiter, erstellt sb Waffen, mit denen die besten Soldaten der Welt in meisterhafter Handhabung den Endsieg erkämpfen werden. Hauptfchriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bet HauptschriftletterS: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Langes für daS Feuilleton: Dr. Hans Tbvriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Univerfitätsdruckeret R. Lange K. G. Verlagsletter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzetgenleiter: Hans Beck. Bnzetgenpretsliste Nr. 6. Statt Karten I Wir freuten uns über die anläßlich unserer Verlobung erwiesenen Aufmerksamkeiten und danken herzlich Elfriede Weiß Walter Spudeit Unteroffizier der Luftwaffe Gießen Altengilge'Ostpr. Frankfurter Str.5 z.Z.i. Felde im Juli 1942 03686/ KarlsfprudelM~^~^ ” ■ " ßf die Branoenverwallung Biskircbeo - Ruf U - erhältlich / Gießen, Kaiserallee 23 I. 03696 ü 03693 2365 D LeseWMWg in Den ftööt Waldungen. 2366 D |WV1 [WA 03690 Telephon-Nr. 2912 Liebigstraße 16 Der Direktor: Tielmann 2356 D KRIEGSHILFSWERK AM 2359 A Tagmädchenoder 1 Waschmaschine (15,- NM.) sow. f. für 10, 10, m. 1658 A LICHTSPIEL-TH EATEB IIHHHMffffiEBEII Wollstoffe Seidenstoffe Mäntel Kostüme Kleider Ssemestrige Fachschule für a) Maschinenbau, Elektrotechnik, Feinmechanik und Optik; b) Hochbau, Schreiner und Maler; c) Lehrgänge für technische Zeichnerinnen. Staatliche Abschlußprüfung. Semesterbeginn: 15. März und 1. Oktober. Prospekte kostenlos Radio Superhet, Wechselstrom, * Sie markt ko Matte 30 neue, 5 i Weißkrau bis 15,rot 20, Toma Salatgurk bis 50, € 8 bis 10, I Hoi) I I Kirken.s- Unsere Agentur für Gießen und Umgebung ist neu zu besetzen (nebenberuflich). 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Lebensjahr. In tiefer Trauer: Heinrich Haas, Weißbindermeister Karl Haas und Frau Wilhelmine, geb. Schön Ludwig Buß III. und Frau Marie, geb. Haas Georg Schmandt, Elektromeister, und Frau Karoline, geb. Haas Karl Burger, Glasermeister, z. Z. im Felde, und Frau Emma, geb. Haas Heinrich Haas, Weißbindermeister, z. Z. Im Felde, und Frau Anna, geb. Möckel Karl Haas, Feldwebel, z. Z. In Afrika, und Frau Erika, geb. Haeseler 8 Enkelkinder, 1 Urenkel und alle Verwandten. Watzenborn-Steinb., Kl.-Linden, Joachims- thal/Um., Alsfeld, Gießen, 1. August 1942. Die Beerdigung findet am Sonntag, 2. August, nachmittags um 4% Uhr, in Steinberg vom Trauerhause, Horst-Wessel- Str. 4, aus statt. 03711 Für eine größere Herren- und Damen - Maßschneiderei in Gießen werden 2 Näherinnen evtl, auch Anfängerinnen sofort gesucht. Schriftl. Angebote unter 2346D an den Gießener Anzeiger erb. tasielfn gesucht. [2367 D Arn Alten Friedhof 10. Sttreivlistt z. kaufen gesucht. Schriftl. Antzeb. unter 2347D an den GieH. Anz. Der Tod entriß uns im Alter von 63 Jahren meinen lieben, treusorgenden Mann, unseren guten Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Carl Geifeier II., Werkmeister Für die trauernden Hinterbliebenen: Jauchen Geißler Familie Werner Geißler. Lollar, den 31. Juli 1942. Die Beerdigung findet Sonntag, 2. August, 15,45 Uhr statt. WllWo- Zuchtkaninchen z. verkauf, loaeo? Glaubrecht- strahe 3 p. Hausgehilfin in Lebensmittelgeschäft gesucht. Schriftl. Angeb. unter 03669 an den GieH. Anz. Junges Ehepaar sucht 2-3-Zlmmer-Wohnung (mit oder ohne Bad) für sofort oder später in Giehen, Klein- Linden, Wieseck oder nähere Umgebung. Schriftliche Angebote unter 03655 an den Giehener Anzeiger. Heute ist unsere liebe, herzensgute Mutter Frau Marie Jordan, geb. Ruckstuhl nach Vollendung ihres 70. Lebensjahres sanft entschlafen. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Ludwig Gravelius Familie Hermann Weisel. Gießen, Butzbach, den 30. Juli 1942. Die Beerdigung findet auf Wunsch der Verstorbenen in der Stille statt. Wir bitten von Beileidsbesuchen Abstand nehmen zu wollen. mershausen; 11 Abendmahl Luk.- u. Johs.-Gem. Kapelle Alter Friedhof. Walther: 11.15 Christenlehre. Novelle Wetzlarer Weg. Schaad. Giehen-Mein-Linden» 10 G. Radio neu oder gebraucht z. kaufen gesucht. Schriftl. Angebote unter Bi * >n0 Arten wenn des Som tzanner i Reisevertreter für Gießen und Umgebung sofort ges. Hohe Festzuschüsse und Provision. Schriftliche Angebote unter 2218D an den Gießener Anzeiger. Vertreterinnen) mit Gewerbeausweis! Zeitgemäßer Artikel! Nachweisbar bester Erfolg bei Behörden, Industrie u. Privat. Einarbeit durchFach kräf te. Schriftliche Anfragen bei Vorwerk i Co., Abt. Bildvertrieb Verkaufsstelle Frankfurt a. DL, Kaiserstr. 29. Nach Eingang Ihrer Anfrage wird persönliche Rücksprache vereinbart. [2332V Für leichte Arbeiten weibl. Hilfskräfte für ganze oder halbe Tage ges. Großwäscherei Edelweib Schützenstraße 12. 1432 D Wir erhielten die schmerzliche Nachricht, daß mein innigstgeliebtef Mann und treusorgender Vater seiner 4 Kinder, unser lieber Sohn, Bruder, Schwiegersohn und Schwager SA-Mann und Parteigenosse Erich Deubel Soldat in einem Infanterie-Regiment am 6. Juli bei den schweren Kämpfen im Osten, kurz vor seinem 34. Geburtstag, für Führer, Volk und Vaterland sein Leben gab. Es war ihm nicht vergönnt, den Endsieg zu erleben. Irene Deubel, geb. Michel; Kinder Ursula, Horst, Jürgen, Richard; Familie Karl Deubel; Familie Erwin Deubel; Wilhelm Müller und Anna, geb. Deubel; Familie Karl Michel; Familie Edmund Michel; Familie Richard Michel. Heuchelheim (Wilhelmstraße 33), Weickartshain, Bad-Nauheim, Bogel b. St. Goarshausen. Die Gedächtnisfeier findet am Sonntag, dem 2. August, vormittags 10% Uhr, in der Kirche zu Heuchelheim statt. Für die herzliche Teilnahme bei dem Heimgang unseres lieben Entschlafenen sagen wir allen unseren besten Dank. Insbesondere den Vertretern der Gießener Freiw. Feuerwehr, der Fünfzigervereinigung und des Kavallerie- • Vereins. Marie Müller, geb. Kaufmann Rudy Müller und Frau Hartwig Langmack und Frau, geb. Müller Gießen, St. Louis, Holland. "Do her Bal Theaters lettmeistei mit große in Brüssel Ei tätige • im Einve der Wirt! weise für bevorzugte kauf biene nun eine 1 veröjseM Verkaufsz, W bezi . "Ver 'n Wieseck ithr ein tinen uni mürbe her ^rastrab < Metern Tieferschüttert erhielten wir die unfaßbare, schmerzliche Nachricht, daß unser jüngster, unvergeßlicher, braver Sohn, Bruder, Schwager, Onkel, Neffe, Pate und Cousin Walter Repp Gefreiter in einem Schützenregiment Inhaber des Panzerkampfabzeichens am 4. Juli 1942, im blühenden Alter von 21 Jahren, sein junges Leben lassen mußte. Er folgte seinem lieben Schwager Herbert Hintze. Nun ruht er fern der Heimat und seinen Lieben. In tiefem Schmerz: Familie Heinrich Repp nebst allen Angehörigen. Gießen (Kleine Mühlgasse 7), 1. August 1942. 03671 Ha Wille aus Giehen oder Umgeb., kinderlieb, fürbaldigen Antritt gesucht. Gerda Böhme, Giehen, Kaiser- allee 9.03637 I Hügel ur | die spiiK sl Allerdl | qemohn.ln U.t s-hbn 3 sacht er chnchina über die ist die v des Ang' Kirchliche Anzeigen. (®. = Gottesdienst, KG. ---Kindergottesdienst, HG. = Hauptgottes- oienst, HG.-Abendm. = Hauvt- gottesdienst mit Beichte und Abendmahl.) Giehen. Sonntag, 2. August. Stadtkirche. 10, Becker,-11 Abendmahl f. Matth.- u. Mark.-Gem. Johanneskirche. 10, Liz. Trom- Es besteht Veranlassung, darauf hinzuweisen, dah das Sammeln von Leseholz nur bemenigen Personen gestattet ist, die im Besitz einer gültigen Leseholzkarte sind. Die Leseholzkarte rst out Bep langen den Forstbeamten vorzuzeigen. - Die für 1941 und frühere Jahre ausgestellte« Leseholzkarten sind ungültig. Verlängerung dee Gültigkeitsdauer ist während der Dienststunden im Stadthaus, Bergstraße, Zimmer 9, unter Vorlage der Leseholzkarten zu beantragen. [2363C Giehen, den 31. Juli 1942. Der Oberbürgermeister der Stadt Giehen. I. V.: Nicolaus. Putzfrau für die Abendstunden gesucht Srie/iener Jnzei^er Schulstraße 7 2277V Wir kaufen gebrauchte, gut erhaltene KRAFTWAGEN aller Fabrikate OPEL IN GIESSEN Ruf 2847-48 ______________________1823 P/ Bau-Klempner n. Heizer für das besetzte Gebiet von deutscher Installationsfirma sofort gesucht. Gründl. Kenntnisse u. praktische Fertigkeiten in Wartung u. Unterhaltung von Gas-Wasser-Heizungsanlagen erforderlich. Keine französischen Sprachkenntnisse nötig. 2362V F. May, Elektrische Anlagen, Halle-Saale. Eil-Bewerbungen, kurz u. bündig, mit Altersangabe und derzeitiger Beschäftigung an F. May, Hauptpostlag., Aachen Christen!, f. d. gesamte Jugend, Schultheis; 11.15 KG. Giehen-Wieseck. 14, Walther. Kirchberg. 10, Metzler. Mainzlar. 13.30, Schmidt, Treis 14.30 KG. Giehen. Montag, 3. August. Johanneskirche. 20 (8 Uhr) musik. Feierstunde „Dreister und Lehrer" (Werke von E. N. Rezniceck und Friedr. Schmidt-Marlissa). Sopran: Frau Gisela Collatz-Werner, Bad-Nauheim,- Orgel: Prof. Dr. Schmidt-Marlissa, Groningen. Sonntag, 2. August. Hungen. 10, Dekan Schmidt. Lich. 9.15: Beichte. 9.30: Naumann. Kollekte. Abendm. 13.30: KG. Evang.Stadtmission, Löberstr. 14. Sonntag, 2. 8., 8.30 Andacht und Abendmahl,- 10 S.-Sch.; 20.15 Predigt. — Mittwoch, 5. 8., 20.15 Bibelstunde. Bavtistengemeinde u. Bund freikirchlicher Christen, Gartcnstr. 13. Sonntag, 2. 8., 11.15 KG.; 15.30 G. - Mittwoch, 5. 8., 20.15 G. Mit den Angehörigen trauern auch wir um unseren Arbeitskameraden Betriebsführung und Gefolgschaft der Firma Glaskontor Gebr. Wolf K.6.,Gießen 2353 P 14-Fortseh >^"gger ”Q( öen ft: .Seit An *n. A &ba5 ta, Elchen, . Men, ; w. TW, J-Sie ist R ft *4 i q|uia M k; ttV Kl bi” an. ( | Vermietungen"! Gut möbliertes Zimmer sofort zu vermieten. [03720 Goethestr. 31 p. | Mietgesuche | Familie m.verh. Tochter sucht MW Wotjnung mit Zubehör sofort oder später. Schr. Ang. unt. 03699 a. d.G.A. [Stellenangebote! 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Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Wilhelmine Schmitt, geb. Fuhr. Statt Karten. Allen denen, die beim Heimgange unserer lieben Entschlafenen in so reichem Maße herzlich Anteil nahmen, und für die tröstenden und ehrenden Worte am Grabe sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank‘ Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ernst Aug. Bepler. Heuchelheim, den 1. August 1942. alte Backsteine z. verkaufen. [03003 Steinstrahe 291. Ein zweispänn., gebrauchter Kuhwagen und ein wenig gebrauchter Wendepflug z. verkauf. [03719 Balser, an d. Gailschen Tonwerken. GrammoDhon- Oramola schwarz polierte Truhe mit 100 erstkl. Platten, darunter Caruso, Schlusnus, Frieda Hempel, Elisabeth van Enders usw. für RM. 800,— zu verkaufen. Schr. Ang. unt. 03695 an d. GieH. 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Sie war nicht ganz zufrieden mit sich, Seit Annas Unfall war nun eine Woche verflossen. Körperlich ging es ihr gut. Die Wunde heilte, das Kopfweh nahm ab und in ihr blasses Gesicht kam langsam wieder gesunde Farbe. Der entstellende Kopfverband war einem Heftpflaster gewichen, und Anna durfte heute zum erstenmal aufstehen.,Und dennoch wiegte Brügger manchmal bas Haupt. Die seelische Verfassung seiner Patientin beunruhigte ihn. 5,<5ic ist zu schwermütig, sie kann nicht drückte die Schwester das ganz richtig aus. „Ich müßte mich sehr irren, wenn mit der nicht etwas 6h wie .2912 «lektro- »chbau, (mische mester- >stenlo$ 2356D reg' dig Dr. Brüggers Patientin Roman von Walter Klöpffer go,E l»8!l uweü nj- • g iut lest ung nben Vo > an 'S l los ist." „ m Dr. Brügger legte die Hand an die Wange und ^cl^e. „Vielleicht, wenn sie Besuche bekäme? 1 Ablenkung, Schwester, Aufheiterung, Zerstreuung! Bitte strengen 6ie Ihr Köpfchen an!" Die Schwester tat, wie ihr befohlen. Sie nahm die erbaulichen Bücher vom Nachtkästchen und legte einen alten Band „Fliegende Blätter" hin. Dann zog sie die Vorhänge zurück und stellte eine Va,e irrt NarMen auf den Tisch. Mehr wußte sie mo- : iiberle e. frf — b „ $ iSieZ, Siebener Docheumarktpreise. : * Gießen, 1. Aug. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Markenbutter, XA kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse^ das Stück 9 bis 10, Kartoffeln, neue, 5 kg 1 RM., Wirsing, VA kg 12 bis 14, Weißkraut 9 bis 12, Rotkraut 25, gelbe Rüben 13 bis 15,rote Rüben 15, Römischkohi 10 bis 12, Erbsen 20, Tomaten 45, Himbeeren 46, Johannisbeeren 24, Salatgurken 25 bis 30, Blumenkohl, das Stück 30 bis 50, Salat 5 bis 10, Endivien 15, Oberkohlrabi 8 bis 10, Rettich 8, Radieschen, das Bund 8 bis 10. * *♦ Vom Theater. Andreas Volpert, bisher Ballettmeister und erster Solotänzer des Theaters der Universitätsstadt in Gießen, jetzt Ballettmeister des Apollo-Theaters in Köln, gastierte mit großem Erfolg an den königlichen Opernhäusern in Brüssel, Antwerpen und Gent. ** Einkaufsausweise für berufstätige Frauen. Die Deutsche Arbeitsfront hat im Einvernehmen mit der Stadtverwaltung und der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel Einkaufsaus- weife für berufstätige Frauen ausgegeben, die der bevorzugten Abfertigung dieser Frauen beim Einkauf dienen sollen. In unserem heutigen Blatte wird nun eine Bekanntmachung an alle Geschäftsinhaber veröffentlicht, die die Einrichtung einer bestimmten Verkaufszeit für die Frauen mit den Ausweisen der DAF. bezweckt. ** Verkehrsunfall. In der Gießener Straße in Wieseck stieß am Donnerstag früh gegen 4.30 Uhr ein Kraftradfahrer in der Dunkelheit gegen einen unbeleuchtet stehenden Möbelwagen. Dabei wurde der Kraftradfahrer erheblich verletzt und das Kraftrad an der Lenkstange, am Vorderrad und an der Beleuchtungsanlage beschädigt. Verdunkelungszeil: 1. August von 22.15 bis 5.12 Uhr. 2. August von 22.13 bis 5.14 Uhr. In# Pen. -’hth । •Oer. I k Qen: Aus der Stadl Gießen. August — letzter Sommermonat. Noch steht der Sommer im Scheitelpunkt seines Wirkens. Die Landschaft zeigt farbige Bilder, und die Zeit des Hochsommers läßt keinen Gedanken daran aufkommen, daß sich das Jahr bereits wieder auf absteigender Linie bewegt. Wer könnte auch mit solchen Gedanken sich plagen, wenn weit und breit alles noch in vollem Laube steht, wenn in den Gärten die grüne Fülle sich deutlich zeigt, und wenn über Felder und Fluren hin der warme Atem des Sommers weht. Nein, noch flattern die lichten Banner der schönen Jahreszeit über jedem Wtesen- hugel und Heckenbusch. Doch schon ist auch der Augnst im Land, und mit ihm beginnen ganz sacht die spätsommerlichen Tage. Allerdings gibt sich der August im allgemeinen gewöhnlich jegliche Mühe, den sinkenden Sommer mit schönen Tagen auszuzeichnen. Noch einmal entfacht er alle Glut und Helligkeit, so daß es sogar manchmal zuviel des Guten wird und Empfindsame . über die „Hundstage" stöhnen. Ungeachtet dessen ist die Landbevölkerung eifrig dabei, im Schweiße des Angesichts den Ertrag der Felder zu bergen, denn der August, der seinen Namen von dem römischen Kaiser Augustus hat, trägt nicht umsonst auch den Namen Ernting. Alles, was jetzt die Arme zu rühren vermag, ist auf dem Lande vom frühen Morgen bis in den späten Abend mit Erntearbeiten beschäftigt, damit der kostbare Segen der Erde in die Scheunen gebracht wird. So hart und anstrengend aber auch die Tätigkeit sein mag, der Bauer vollbringt sie gern, denn er holt ja den Zins ein, mit dem ihm der Boden die Mühen des ganzen Jahres vergilt. Und im übrigen denkt er dabei an \ den alten Bauernspruch: „Wer im Heuet nicht gabelt, in der Ernte nicht zappelt, im Herbst nicht l früh aufsteht, sehe zu, wie es ihm im Winter geht." Mit der Zeit der hellen Nächte ist es im August wieder vorbei. Wer ein wenig aufmerkt, spürt beut» ।lich das Schwinden des Tageslichtes. Der Morgen kommt später und die Dämmerung zeitiger. Am Ende des. August hat der Tag seit Anfang Juli etwa drei Stunden von seiner Helligkeit eingebüßt. Um so schöner ist allerdings der Reiz der Abendstunden, die aus Gärten und Anlagen die Kühle und den Duft der Reife bringen. Am Tage feiern die Kinder der Flora rauschende Feste: pastellfarbene Gladiolen und leuchtend bunte Dahlien zeigen ihre Pracht. Sie leiten über zu dem Farbenzauber, den demnächst der September hervorbringt, wenn mit dem Ausklang des August der Abschied des Sommers nur noch eine Frage flüchtiger Tage fein । eirat enlentf- tifti lörte Brügger gab der Schwester etliche Anweisungen. L'Ä ideE im eiral Itif» t LAUSCH^ BONI Mine t anbett jr. Ang« h.Anzc» [ M Mrck »r.Junsr end bet aefufc Ang. m a.b.jj tisch. adio MB . 3 Wö , Gleit' ■ n-GeM an TB Laße? en ine me not nben iw servuot sbcfjeö Meta dernar- Ang.i" a>L Ketzener Anzeiger fSeneral-Anzeiger für fflbtrbcficn) I./2. August I4-»2 Handwerker-Wünsche an die Kundschaft. Eine Umfrage im Handwerk über Reparaiurarbeiien und ihre Begleiterscheinungen. Das Handwerk sieht jetzt im Kriege eine besondere Aufgabe darin, gebrauchte Sachen oder Einrichtungen des dringenden Lebens- bebarfs durch möglichst rasche Reparaturarbeiten wieder instandsetzen. Dadurch hilft es in anerkennenswerter Weise Punkte sparen, darüber hinaus unsere Vorräte an Rohmaterial strecken. Verbraucher und Handwerker müssen hier an einem Strange ziehen. Manchen Verbrauchern sind in dieser Hinsicht aber noch „einige Lichter anzubrennen". Das ist der Eindruck, den wir in Unterredungen mit Gießener Handwerksmeistern über die Frage „W iekann der Kunde dem Handwerksmeister bei Reparaturen helfen?" gewannen. In einer Schuhmacherwerkstatt im Stadtilmern, (fine Viertelstunde Zeit widmet uns der emsig schaffende Meister, denn in dieser Woche sind — wie übrigens in jeder Woche — über zweihundert Paare Schuhinoaliden wieder wegfähig zu machen. Dabei steht dem Meister nur eine Hilfskraft zur Seite. Also heißt es täglich tüchtig „in die Hand gespuckt und zugepackt". Wie kann der Kunde hier helfen? Knapp und überzeugend ist die Antwort des Schuhmachers. Bringt die Schuhe nicht erst dann zur Reparatur, wenn es andauernd regnet und das Oberleder und die Sohlen schon völlig zerfetzt sind; in diesem Falle dauert die Reparatur lange und erfordert sehr viel Material und erhebliche Arbeitszeit. Wer dagegen die Schuhe zeitiger bringt, d. h. ehe sie an Sohlen und Oberleder allzu großen Schaden erlitten haben, der kann sie auch früher zurechtge- macht wieder erhalten, obendrein hilft er Material und Arbeitszeit für andere Kunden ersparen. Also: lieber öfter mit geringeren Schäden, als selten in halbverwüstetem Zustand zur Reparatur! Vor dem Wege zum Schuhmacher die „Invaliden" säubern und trocknen, denn der Schuhmacher ist kein Schuh putzer; dazu hat er auch gar keine Zeit. Niemand kann eine Schuhreparatur von heute auf morgen erwarten. Vielfach arbeitet der Meister allein oder er hat nur noch eine einzige Hilfe. Verlangt jetzt keine Gummiabsätze, denn der Gummi wird für unsere Wehrmacht dringender gebraucht; auch ohne Gummiabsätze kann man laufen. Ledersohlen sind nur für solche Kunden da, deren Schuhe bei der Eigenart des Berufs unbedingt Lederbesohlung haben müssen. Alle übrigen marschieren auch auf anderem Sohlenmctteridl mit im gleichen Schritt und Tritt zum Sieg, wenn sie nur verständig und guten Willens sind. Die festgesetzten Tage zur Abgabe der reparaturbedürftigen und zum Abholen der fertiggestellten Schuhe einhalten, damit die übrigen Tage für die ungestörte Arbeit in der Werkstatt verfügbar sind. Die reparierten Schuhe nicht über die angegebene Zeit hinaus in der Werkstatt stehen lassen, sondern beizeiten abholen, damit für neue „Invaliden" Platz gewonnen wird. Halbschuhe nicht 'bei zu geschnürten Bändern anziehen; wer gegen diesen Rat handelt, braucht sich nicht zu wundern, daß immer nach kurzer Zeit das Kappenleder heruntergerissen und zerfetzt ist; wer sich diese Sünde nicht zuschulden kommen läßt, hilft Material und Arbeit sparen. Größere Kinder, Jünglinge und Männer können zwecks Materialersparnis auch mit Eisen auf Absätzen und Sohlenspitzen marschieren. Und schließlich: das Material ist knapper als in Friedenszeiten, das sollte der Kunde immer bedenken. ♦ Ein Schneidermeister bringt für sein Fach ähnliche Wünsche vor. Vor allem ist es wichtig, jetzt im Sommer schon die Wintersachen zur Reparatur zu bringen und damit nicht zu warten, bis der November gekommen ist oder die ersten Schneeflocken fallen; sinngemäß sind die Frühjahrs- und 'Sommerkleider im Winter bzw. im zeitigen Frühjahr zur Reparatur abzugeben. Kleinere Ausbesserungen mögen die Hausfrauen auch einmal an der Männer- und Knabenkleidung selber vornehmen, da die Schneiderwerkstätten mit größeren Reparaturarbeiten bei wesentlich weniger Arbeitskräften — vielfach ist nur noch der Meister allein in der Werkstatt — überhäuft sind. Hinsichtlich der Zeit heißt's natürlich auch hier Geduld haben; nur in wenigen, ganz besonderen Ausnahmefällen kann eine bevorzugte Erledigung der Reparatur zugestanden werden. Und wenn einmal für einen Männer- oder Knaben-Hosenboden zur Ausbesserung kein gleicher Stoffrest vorhanden ist und der Schneidermeister nur einen ähnlichen Rest einsetzen kann, so ist das auch kein Unglück, die Hauptsache ist, daß die Hose wieder eine ordentliche Sitzfläche hat; im Kriege sehen wir alle über so kleine Schönheitsfehler hinweg, denn sie sind nicht kriegswichtig. Die Kundschaft muß auch Verständnis dafür haben, daß der Schneidermeister Flickstoff und Futter nicht ohne Punkte hergeben kann; Textilien sind eben auch in kleinen Stücken so wichtig, daß es wertlose Abfälle nicht geben kann. Im übrigen gilt es auch hier, mit den Reparaturen nicht erst dann zu kommen, wenn die Jacke oder die Hose bereits stark zerfleddert ist, sondern bereits bei guter Zeit erscheinen, da Schäden in bescheidenem Maße natürlich schneller und mit geringerem Material- und Arbeitsaufwand repariert werden können. * Mit Reparaturarbeiten überhäuft ist auch der Uhrmacher. Unser Besuch bei einem Uhrmachermeister in der Innenstadt, der als Bezirksinnungsmei- fter einen Ueberblitf weit über feinen eigenen Geschäftskreis hinaus hat, zeigt uns, daß 'wohl nirgendwo von unkundiger Hand an dem Material mehr gesündigt wird als gerade bei der Uhr. Meist wird die stehengebliebene Uhr erst einmal zu Hause ,/in Behandlung" genommen, ehe sie total verkorkst zum Uhrmacher gebracht wird. Das Schlagen der Uhr gegen die Handfläche oder an die Tischkante ist eine beliebte „Methode", mit der die Uhr daheim „repariert" werden soll; ein anderes oft gebräuchliches Mittel ist das Deien, wobei nicht zu knapp Del in das außerordentlich empfindliche Gehäuse hineingeschmiert wird. Alle diese „Pferdekuren" helfen natürlich nichts, und nun wandert man mit der Uhr zum Uhrmacher, dem in der Regel ein ganzer Roman von Ursachen des Schadens erzählt wird, wobei der Kunde aber nicht daran denkt, daß der Fachmann sofort erkennt, woran er ist. Wer seine Uhr sorgfältig behandelt sehen will, muß' sie nicht nur selber nach bester Möglichkeit vor Schaden (auch vor starken Erschütterungen!) bewahren, sondern sie bei Reparatur notwendig kett sofort zum Uhrmacher bringen. Man darf auch nicht glauben, unter den heutigen Verhältnissen in wenigen Tagen die Uhr wieder abholen zu können. Denn erstens ist jetzt in der Uhrmacherwerkstatt der Meister in den meisten Fällen völlig allein, zweitens wird mit dem in der Läienwelt ganz zu Unrecht vermuteten „Durchpusten" keine Uhr in Gang gebradjf und drittens kann man in der Uhrmacherwerkstatt nicht nur ein paar, sondern gleich ein oder zwei Dutzend reparaturbedürftige Uhren aller Altersklassen, Systeme und Größen antreffen. Die Taschenuhr, die schon „1870 mit- gemacht hat", oder die Uhr, die um die Jahrhundert« wende modern war, harrt hier neben dem neuzeitlichen Chronometer der Wiederherstellung; daß bei dieser Vielfältigkeit oft nicht alles Material gerade zur Hand sein kann, liegt auf der Hand. Vor allem muß aber eine reparaturbedürftige Uhr völlig aus» einanbergenommen und auf alle Fehler und Schäden untersucht werden, wobei nicht nur die Fehler zu beseitigen, sondern auch zerbrochene Teile zu erneuern sind. Dann wird die Uhr sorgfältig gereinigt, zusammengesetzt, geölt und einreguliert. Hierauf muß sie natürlich noch einige Tage zur Kontrolle in der Werkstatt bleiben. Daraus ergibt sich von selbst, daß Geduld auch bei e para tu r arbeiten in der Uhrmacherwerkstatt am Platze ist. Vor allem sollte sich niemand bei einem Schaden an feiner Uhr als „verhinderter Bastler" fühlen, denn dabei kommt doch nichts anderes heraus als Pfuscherei und Vergrößerung des Schadens. Die außerordentlich zahl, reichen und meist sogar winzig kleinen Einzelteilchen Heilkräutersammlung im KreiseWetterau = In der Goetheschule in Gießen fand am gestrigen Freitag eine Arbeitstagung der Reichsar- beitsgemeinschaft für Heilpflanzenkunde und Heilpflanzenbeschaffung (RsH.) für den gesamten Kreis etter au unter Leitung des. Kreis'sachbearbeiters RfH. Lehrer Dßwald, Bad-Nauheim, statt. In einer Besprechung mit den Bezirkssammelstellenleitern der 14 Heilkräuter-Bezirkssammelstellen des Kreises Wetterau wurden wichtige Fragen der diesjährigen Sammelarbeit und des Ferieneinsatzes der Erzieher und Schüler in der Heilkräutersammlung eingehend beraten. Gausachbearbeiter RfH. Apotheker Rip perger, Frankfurt a.M., gab wertvolle und aufschlußreiche Erläuterungen zur laufenden und zur kommenden Arbeit. Direktor A n s el m ann von der Konservenfabrik „Helvetia" Groß-Gerau machte mit den Richtlinien für die diesjährige Hagebuttenernte vertraut, die wieder höchsten Einsatz von den Schulen erfordert, da jede Frucht des hochwertigen Ditamin-E-Spenders der Verwendung für unsere tapfere Wehrmacht zugeführt werden müsse. Am Nachmittag fand eine öffentliche Veranstaltung statt, die von Lehrer D öhn in Stellvertretung des NSLB.-Kreiswalters, Dberstudiendirektor Dr. W o l k e w i tz , mit herzlicher Begrüßung, die insbesondere Gausachbearbeiter Ripperger galt, eröffnet wurde. Apotheker Rip perger dankte dem $ reis fad) bearbeit ter und den Bezirkssammelsfellen- leitern für ihren vorbildlichen Einsatz und für ihre mühevolle Arbeit und sprach seine Anerkennung dafür aus, daß der Kreis 2ß etter au mit seiner Gesamtleistung führend im Gau Hessen-Nassau fei. Sein vorjähriges Ergebnis an getrockneten Heil- und Teekräutem hat ein Sechstel des Gauergebnisses und 1 v. H. der gesamten Reichsernte betragen. Daß der Kreis Wetterau auf feinen Lorbeeren nicht ausruhen will, beweist eindeutig das bisherige Sammelergebnis von 1942, das mit über 19 000 Kilogramm Trockengut das Gesamtergebnis von 1941 bereits erreicht hat. Schulen und HI. unseres Kreises haben den Auftrag, der ein Mehrfaches des Vorjahres fordert, recht verstanden und werden, wie die erste Zwischenbilanz bereits zum Ausdruck bringt, unfern Kreis auch heuer wieder zu einem traditionellen Erfolge führen. Für die in den Jahren 1939 bis 1941 geleistete hervorragende Arbeit überreichte der Gausachbearbeiter im Namen der Gauleitung und des Gauamtes für Volksgesundheit einer Reihe von Mitarbeitern eine kunstvoll gefertigte Urkunde, die der Kreissachbearbeiter und der Bezirkssammelstellenleiter Lehrer Im m e l, Gießen, schon im Vorjahre erhalten haben. Den Ausgezeichneten gehören aus dem Kreise Gießen Rektor Häusel (Grünberg) und der verstorbene Rektor Jnderthal (Großen-Buseck) an, für den der Gausachbearbetter in treuem kameradschaftlichen Gedenken besonders herzliche Worte dankbarer Anerkennung sprach. Lebhaftes Interesse sand dann der Vortrag von Gausachbearbeiter Rip perger über „Heilkräfte aus Wald und Flur". Im allgemeinen Teil führte der Redner etwa aus: So sehr die Beschaffung von Heilkräutern und weiterhin großer Mengen von Hausteekräutern und Wildfrüchten im Rahmen der gegenwärtigen Notwendigkeiten eine wichtige Kriegsaufgabe darstellt, im Sinne der Lösung einer Rohstofffrage, liegt dock) von Haus aus die Bedeutung der Heilpflanzenfrage auf gesundheitspolitischem Gebiet. Anhand von Beispielen veranschaulichte der Redner überzeugend, daß die Heilpflanze in ihrer Ganzheit, als biologische Einheit wieder gleichberechtigten Eingang und Platz gesunden hat in der Heilkunde neben den modernen Mitteln der chemisch-pharmazeutischen Industrie, sei es, daß dieses Stoffe sind, die aus Heilpflanzen isoliert werden und damit einen wesentlichen Teil von deren Wirkung einschließen, ober sei es, daß es rein auf dem Wege der Synthese gewonnene Mittel sind. Diese Anschauung, die sich heute durchgesetzt hat, paßt in den Rahmen der Synthese einer neuen deutschen Heilkunde, wie sie von der Reichsgesundheitsführung angestrebt wird. Ihr Grundsatz ist, alles zu prüfen und zum Wohle des Kranken und zur Pflege des Gefunden zu erhalten. In längeren Ausführungen Zeigte dann der Redner anhand ausgezeichneten Driginal-Farbaufnah- men die wichtigsten Heilkräuter und einheimischen Teekräuter und wies u. a. auf die Dringlichkeit der Sammlung der Wildfrüchte, besonders der Hagebutten, hin. Die hervorragenden Leistungen des Einsatzes deutscher Erzieher an der Spitze der deutschen Jugend sanden die besondere Würdigung des Gausachbearbeiters. Die Ausführungen fanden lebhaften Beifall, den Lehrer Dähn im Auftrage des NSLB. nochmals mit besonderen Dankesworten bekundete. denn sie war an peinliche Dränung und Gepflegtheit gewöhnt. An den Unfall konnte sie sich noch immer nicht erinnern. Das Zerwürfnis mit Kaspar Fender war noch da, wenn schon ein wenig verschwommen, aber dann klaffte ein breiter Spalt in ihrem Gedächtnis. Ihre Gedanken schweiften zu dem Manne, der sie betrogen hatte. Wie Meltau lag diese Enttäuschung auf ihrem Wesen, das im Grunde trotz starker Besinnlichkeit zu? Fröhlichkeit neigte. Arzt und Schwester gaben sich zwar Mühe, sie aufzuheitern und dem Anlaß ihrer Verschlossenheit auf die Spur zu kommen. Aber Anna wollte feine Teilnahme und kein Mitleid und sperrte sich schamvoll zu. Trotzdem sah sie den Besuchen Dr. Brüggers jedesmal mit einer gewissen Neugier entgegen, die angenehm erregend war. Er pflegte ihr harmlose Geschichten zu erzählen, aus seiner Praxis, aus dem Leben seiner Bauern, Geschichten, an deren Ende immer eine witzige Pointe oder eine tiefe Weisheit wartete. Brügger war für Anna eine Respektsperson, deren Zuverlässigkeit außer Zweifel stand. Das ergab schon der Unterschied des Alters. Denn Anna war erst dreiundzwanzig. Brügger legte Wert auf feine Kleidung, war stets frisch rasiert und hatte ehrliche, gütige Äugen. Mehr fiel Anna an dem Mann Brügger nicht auf. Die Schwester kam und meldete, ein Herr Hudal wolle Anna sprechen. „Es ist mein Vetter. Ich lasse bitten", sagte Anna darauf. .. , , Franz Hudal, ein junger Mensch mit rötlichen Haaren und einer leichten Verkrümmung der Wirbelsäule, trat ins Zimmer. „Das ist schön, daß du mich besuchen kommst, Franzel", empfing Anna den Eintretenden, der eine linkische Verbeugung machte und ihr ein paar Tulpen überreichte. Seine Kleidung war bürftig, aber sorgsam instandgehalten. „Guten Tag, Anna. Entschuldige, daß ich erst heute kommen kann. Ich war verreist und habe soeben erst von deinem Unfall gehört. Wie deftndest du dich?" „Man muß zufrieden fein, Franzel. Manchmal habe ich noch Kopfweh." „Das läßt sich denken, nach so einer Sache. Du tust mir so leid, Anna!" Hudal hatte schöne, ernste Augen, die jetzt schwärmerisch auf seine Base gerichtet waren. Er verehrte Anna auf seine schüchterne jungenhafte Art, er hatte überhaupt eine gute Meinung von den Frauen. Er war zwei Jahre jünger als Anna und stand im zweiten medizinischen Semester. Eine harte Kindheit und frühes Verwaistsein hatten seine Züge vor der Zeit älter geprägt. „Du brauchst dir keine Sorgen zu machen, Franz. Es ist ja noch leidlich abgelaufen. Vielen Dank trotzdem für die schönen Tulpen, aber du solltest dir feine solchen Äusgaben machen." Ihre Stimme klang vorwurfsvoll. „Ja so, du willst wissen, wie es zugegangen ist? Sieh mal, bas weiß ich selbst nicht. Wahrscheinlich habe ich nicht aufgepaßt." „Kann ich etwas für dich tun, Anna?" „Danke, ich habe alles. Man ist hier sehr gut zu mir. Trotzdem möchte ich gern bald wieder heraus. Und wie geht es dir?" „Mir geht es großartig, Anna. Medizin ist ein fabelhaftes Studium. Wenn man nur nicht so viele Bücher und Instrumente brauchte! Aber ich schlage mich schon durch. Ich gebe jetzt einige Nachhilfestunden, die meiner Kasse sehr zupaß kommen. Und denke dir, Anna, ein Mikroskop habe ich auch schon! Mit Delimmersion und Abblende. Ein Gelegenheitskauf." „Das freut mich, Franzel. Und was ich noch sagen wollte — wenn du mal knapp bist —, na ja, du weißt ja, wo ich zu finden bin." „Du bist ein guter Mensch, Anna. Hast du denn so viel übrig?" „Ein bißchen. Frag' nicht." „Aber jetzt möchte ich gehen. Man hat mir draußen gesagt, ich solle es kurz machen. Weil du bas erstemal auf bist. Also gute Besserung — ich komme wieder." Er gab ihr die Hand und ging. Draußen stieß er auf Dr. Brügger, der Anna gerade besuchen wollte. Er stellte sich vor. „Ich bin der Vetter von Fräulein Hudal. Es besteht doch hoffentlich keine Gefahr?" „Gefahr? Nein. Aber die junge Dame gefällt mir seelisch nicht. Immer deprimiert. Was ist denn los? Hat sie einen Kummer?" forschte Brügger. „Kummer? Nicht daß ich wüßte. Vielleicht hat der Schock sie so mitgenommen. Und ein bissel schwerblütig sind die Hubais alle. Das liegt in unserer Familie. Ach, Anna ist ein so guter Mensch!" „Na schön, Herr Hudal. Kommen Sie nur öfter. Die Kranke kann Ablenkung gebrauchen." Während sich Hudal empfahl, kam der kleine Glasl um die Ecke. Er hielt diesmal ein wahres Wagenrad von Sttauß in der Hand und fragte Brügger: „Kann ich jetzt das Fräulein sprechen?" „Du kannst, mein Junge. Komm, ich begleite dich." Merkwürdig, dachte Brügger, alle haben sie gern. — Er öffnete die Krankenzimmertür. „5)eute geht es ja wild zu bei Ihnen. Da bringe ich schon wieder einen. Der kleine Mann war schon zweimal vergeblich da. So, und nun gib deinen Sttauß ab. mein Sohn", lächelte Brügger und reichte Anna die Hand. Der Schüler Glasl tat, wie ihm geheißen. Dann bohrte er in feiner Hosentasche und forderte zwei Aepfel zutage, die er Änna in den Schoß legte. „Die Blumen sind von der Klasse, die Aepfel von mir, und ich soll Sie grüßen", berichtete er treuherzig. „Ich danke euch schön. Da habt ihr euch ja sehr angestrengt. Was gibt es denn Neues?" „Was ganz Pfundiges! Ich darf zum Hochland- lager ins Allgäu", berichtete der Bub voll Stolz. „Dh, das ist aber fein", freute sich Anna. „Und der Hofstetter hat die Masern. Vielleicht kriegen sie noch mehr", erzähtte Glasl hoffnungsvoll. „Wann kommen Sie denn wieder, Fräulein?" „Da mußt du den Herrn Doktor fragen, Schorchi." (Fortsetzung folgt.) M Berlin Der In Sfadl und land bekannte r TO geschlossen L V GEER, CHEMISCHE In Gießen: Seltersweg 63 (3 HERZBLÄTTER} -unberdc, ebjÖMQ7t Jeder Wagen mehr - bindlich Auskunft 2349Ö InLudwigsburg/Württemberg Ein Eigenheim statt Miete! Helft mit! Laßt keine Wagenecke leer! ALT-EX kommt wieder für alle • ^GÜNbSWERK^ VogtsXo Räder müssen rollen für den Sieg! MhrFreude an der Natur durch Lermühler-Sucher! ZIGARREN ZIGARETTEN RAUCHTABAKE dvnack xmdßM Fertige Bilder können an den versprochenen Tagen in meinem Laden abgeholt werden sind treue Helfer Ihrer Gesundheitl Allgem. Krankenverslcherungs- A.-G.. Köln Rh. EIL Dir. 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Den Wanderpreis der Stadt Gießen, der vom Radfahrerver-ein „Staub, walke" Köln verteidigt wird, der ihn schon zweimal gewonnen hat, wird in Mannschaftswertung aus« einer Uhr, die wir bei unserem Besuche in der Uhrmacherwerkstatt mit Staunen betrachten und meist nur Lurch ein starkes Vergrößerungsglas in ihrer Form erkennen konnten, sind eben nur für eine fachmännische. Hand geeignet, auch bei der Reparatur, nicht aber für den „handfesten Umgang mit Außenseitern". Daraus die gegebenen Schlußfolgerungen zu ziehen ist der Wunsch der Uhrmacher an die Kundschaft. Ist wegen Umbau des Ateliers für Neuaufnahmen vom 1. Augustbis 15. September Vj/ Bevor 6fc Ära ft 6et Minz« In -le Blüten steigt, sind alle Stengel zwei Zinger breit über -er Eröe zu schnelüen. der Blüten. '\\V\_ anfatj soll noch grün un- gefdjloffen sein. V? ** Braunfleckige Stellen sln- zu vernichten. V (yi ver rechtzeitige Schnitt schenkt eine sehr aromatische Minze, -ie an -en erfrischenörn / jCP Duft von DC HILLERS PFEFFERMINZ. EXTRA STARK, erinnert un- hält öle pflanzen grsunü. A VITASIN mit Vitamin Bi MEDOPHARM Pharmazeutische Präparate Gesellschaft m.b.H. Münchens sie ft Me. W- Lbwehr gel mjere Ueb jen dieses« ■jn|ere Mas sahne nur ti ist Tast jielen Fäll> ruhen, einfa Itine ganze üepe sich s> Men. Auf ine »serer Fei toi Kamch Mel- und Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der BrUhl'schen Druckerei * Das Klempner- und Jnstallateurgewerbe kann ebenfalls manches Lied von unzeitgemäßen Kunden- wünschen singen. Wenn der Hahn der Wasserleitung tropft und der Schaden erst nach Tagen zur Reparatur gemeldet wird, soll die Arbeit schon wenige Stunden später ausgeführt sein. Ist die Wasserleitung im Klosett nicht in Ordnung, so soll aber schon eine Stunde nach Bestellung die Reparatur vorgenom- men werden. Jahrelang haben viele ohne Bade- wannen und Badeöfen gelebt, ohne ihr Wohlbefinden dadurch gestört zu sehen, ausgerechnet jetzt aber wollen sie möglichst schnell eine Badeeinrichtung geliefert haben. So könnte hier die Liste der „Fehlzündungen" noch erheblich verlängert werden. Diesen Wünschen sei folgendes entgegengehalten: Wenn der Wasserhahn tagelang getropft hat, so kommt es auf einen oder zwei Tage mehr auch nicht an, bis der Installateur diese Reparatur in seine übrige erheblich angewachsene Arbeit hat einordnen können. Bei Schäden im Klosett kann man auch einmal mit einem Notbehelf über die Schwierigkeiten Hinwegkommen; man kann nämlich auch Wasser aus einem Eimer nachgießen. Badewannen, Badeöfen usw. sind jetzt in erster Linie für Lazarette, Kliniken usw. bestimmt, wo sie wichtiger sind als in einer Wohnung, in der man vorher diese Dinge auch nicht besessen hat. Armaturen „in der Hamsterkiste", wie z. B. Zapfhähne aus Messing, poliert und vernickelt, hat jetzt im Kriege kein anständiger Jnstallations- meister, denn derartiges Metall wird für die Krieg- führung nötiger gebraucht; solche Gegenstände aus Austauschmaterial hergestellt erfüllen ihren Zweck vollkommen. Schadhafte Dachrinnen, Regenrohre usw. lasse man auch nicht bis zum Herbst oder Winter ohne Reparatur hängen, sondern man ver- TOGALWERKGERH.ESCHMIDT Fabrik pharmaz-ukosm. Präparate MÜNCHEN 3bs5Mwv fäwldinty WERKZEUG FÜR EINE GROTTE MONTAGEHALLE Seltersweg 44 Gießen Goethestr. 32 . RS Aber was kommt dann??? Wenn nach einer unvorhergesehenen Krankheit die Arzt- und Arzneirechnungen zu bezahlen sind ? Für RM. 4.- pro Person (bei Familienversicherung) gönnen Sie «sich ausreichend schützen. Sie haben alle Vorteile, die Ihnen die private Krankenversicherung bieten kann, brauchen keinen Krankenschein, haben freie Arztwahl und werden auch unbezahlte Rechnungen tarifgemäß entschädigt. Ausschneiden und einsenden. 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Runde findet eine Punktwertung statt. Außerdem ist eine größere Uebekrundungsprämie für denjenigen Cvnhror nofiiHot- ht>r hfl« ftpfb überrundet. Runden- Kopfweh das baufig nach Schnupfen, aber auch im Berufsleben und nach Aufenthalt in geschlossenen Räumen austritt, kann man meist erfolgreich mit Klosterfrau-Schnupfpulver bekämpfen. Vielen, die lange Zeit an solchen Beschwerden litten, brachte es Erleichterung. Hergestellt wird es seit über hundert Zähren von der gleichen Zirma, die den Klosterfrau-Melissengeist erzeugt. Verlangen Sie Klosterfrau-Schnupfpulver in Originaldosen ;u 50 Pfg. Inhalt etwa 5 Gramm) bei Ihrem Apotheker oder Drogisten. M ömerifa sieden hab, 13n unsere zeichnete. 3 ft der Geg! Soote un "lerer U-B courd) die i Ter Größe p Maß v Wet wi 'E?>et oder 1 ^^seln, die ? -Küsten! den 5 Ä?r5 3 anlasie f^tzt in der guten Jahreszeit schon Me Ausbesserung, sofern sie für das Haus und seine Bewohner wie auch für die Allgemeinheit unbedingt erforderlich ist. Das Klempner- und Installateur- Handwerk muß sich jetzt auch meist mit ganz jungen Hilfskräften begnügen, weil die anderen eben Soldat sind; diesem Umstand trage man ebenfalls Rechnung und verlange keine Unmöglichkeiten. Diese kurze Auswahl gelte als Beispiel für alle übrigen Kundonwünsche in diesem Handwerkszweig. Reparaturen an Rundfunkgeräten, Schreibmaschinen usw. stehen unter dem gleichen Gesetz der kriegswirtschaftlichen Bedingungen und Aushilfen. Wer allen diesen Notwendigkeiten verständnisvoll Rechnung trägt, nichts Unmögliches und Unvernünf- tiges fordert, hilft dem Handwerk bei den Repara- tuten, macht auch sich selbst das Leben leichter und dient nicht zuletzt unserer Kriegswirtschaft in ihrer Arbeit für den deutschen Sieg. B. iss SS * Se. DMA un® Pf . ! Me 1 TTdbtu11] : WlbeS Hypothekendarlehen evtl, bis zu 70% des amtl. Grundstückswertes gegen I. und II. 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Elli Maier aus Düsseldorf nahm in den Jahren 1941 und 1942 bis zu ihrer Verhaftung im Februar in Friedberg in einer Reihe von Fällen Bestellungen auf Strickkleider und Korsetts entgegen, ließ sich Anzahlungen, die im Einzelfall zwischen 5,— und 30,— RM. schwankten, sowie Kleider kartenpunkte von den Bestellern geben und versprach Lieferung binnen einer bestimmten Frist, obwohl ihr durch die Lieferfirmen Verkaufs sperre auferlegt war. Die Anzahlungen verbrauchte sie für sich, die Kleiderkarten- aihDortete < „Unsere Landnäh iie Badegä Heuge jenes .'Mpunkte Hben. Diese Norfolk und im MttelMl Beite Raun Medene bis Zerlassen, un fernem zu Amseret Str folgte aus [Kampfes un fcen Italiei Erfolg. Die W vdrhande tchr der Ei Bewiesen ha fter Kamps feen die ! |!ju Gunsten Mlichm ge Aie Lage i ir Wkungsgebi rnerikanischk «egner burd Men. Wie lies in emei M." freue ?'>|rre Gegm Mden hebe wird es hauptsächlich durch Tempofahren versuchen, den andern Fahrern das Leben schwer zu machen. Dornberger (Chemnitz) ist ein guter Nachwuchs- klassefahrer. Aus Frankfurt kommt der starke Willi Heger, Brunner (Darmstadt) wird alles versuchen, um sich erfolgreich durchzusetzen. Traudes (Wiesbaden) ist bei den Deutschen Meisterschaften in Saarbrücken schwer gestürzt, aber so weit wiederhergestellt, daß man gute Leistungen von ihm er- hoffen kann. Karl Klemenz (Offenbach) ist als Bahnfahrer Spezialist für Rundstreckenrennen und dürfte am Ende noch mit vorn sein. Aus Köln kommen von der „Staubwolke" der Gaumeister Rüth mit seinen Kameraden Cloterius, Meyer und Grob, außerdem der Sieger vom „Großen Straßenpreis von Duisburg" Hans Schmidt. Der Dortmunder Armin Henning ist den Gießenern kein Unbekannter, da er sich im vorigen Herbst erfolgreich durch- setzen konnte. Der Deutsche Meister Karl Kittsteiner wird sich schon sehr anstrengen müssen, um gegen ein solches Feld erfolgreich bestehen zu können. Die Strecke geht über 80 Runden = 96 km. Jede fchütz die fohlen durch Eigenkapital bequeme monati. Ein- u. Rückzahlungen. Wir vergüt 3 % bzw. !•/<% Zinsen. Lassen Sie slob kostenlos und unverbindlich beraten, auch über 2 wichtige Fragen: 1. In welch. Zelt kann loh das Geld für Hausbau od.Haus- kauf erhallen ? 2. Wie hoch ist die gesetzt Steuerermäßigung? Leonberger Bausparkasse 1.-6. hi Leonberg bei Stuttgart nMSttgUeder «SAWILU.tirtrafltieaiMl Noch heute Prospekt 18 (neu< Bedingungen) kosten!, anforderr erhebliche Kostensenkung. Heute Flußfisch-Verteilung von 3501—4000 A. Koch, Nachfolger fdäusburg 15 , 03701 gefahren. Handball der HZ. Lana-Göns — Münzender g. Zu einem Freundschaftsspiel empfängt Lang-Göns die Mannschaft von Münzenberg. Diese zahlt mit zu den stärksten Einheiten des Bannes Friedberg. Rach dem Sieg am vergangenen Sonntag gegen die Gießener Luftwaffe erwartet man auch diesmal die Platzmannschaft als Sieger. * Das Handball-Lokaltreffen Luftwaffe Gießen — M tv. Gießen findet nicht auf dem Mto.-Platz, sondern auf dem Waldsportplatz 1 statt. punkte lieferte sie ebensowenig wie die Bestellungen an die Leferfirmen ab. Die Angeklagte behauptete, sie habe die Kleiderkartenpunkte verloren und habe dann mit Punkten von neuen Bestellungen die alten Aufträge erfüllt. Wegen fortgesetzten Betrugs wurde die Angeklagte zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Von der Untersuchungshaft wurden vier Monate auf die Strafe angerechnet. G. A.-Sport. »Großer Stratzenpreis von Gießen." Am morgigen Sonntag findet das Radrennen „Grotzer Straßenpreis von Gießen", ausgerichtet von der Gießener Radfahrervereimgung, feine diesjährige Wiederholung. Trotz des Krieges liegen Meldungen von fast 100 Fahrern vor. In den drei Klaffen starten bis jetzt bereits mehr als 30 Fahrer. Dies ist eine Besetzung, wie sie bis jetzt in diesem Jahre noch kein Rennen aufzuweisen hatte. In der Klasse B der HI., die um 9 Uhr startet und 30 Runden fährt, sind es hauptsächlich die Frankfurter, Kasseler und Wiesbadener Fahrer, die das Rennen unter sich ausmachen dürften. In jeder fünften Runde findet eine Spurtwertung statt. In der Reichsleistungsklasse und ^.-Klasse der HI. mit je über 30 Fahrern werden dis Sieger ebenfalls durch Punktwertung ermittelt. Es werden viele gute Fahrer starten, wie die Frankfurter Scherer, Prochaska, Kötter, Gisiel, die Wiesbadener Späth und May, die in den Spurtwertungen den Fahrern aus Hildesheim, Kassel, Gießen und Frankfurt a. M. schwer zu schaffen machen werden. In der Klasse der Aktiven hat der Veranstalter ein Feld zusammengebracht, das man trotz des Krieges als erstklassig bezeichnen kann. Aus Luxemburg kommen 5 Fahrer, darunter der Sieger der „Rundfahrt durch Luxemburg in 4 Etappen" sowie „Luxemburg—Koblenz und zurück". Meyers, der vor allem ein schneller Spurter ist, wird in den Wertungen und Prämien ein großes Wort mit» sprechen. Kaß, der Sieger der Rundstteckenrennen in Düsseldorf, Hagen, Luxemburg usw., dürfte auch unter den Ersten zu suchen sein. Der Belgier Beeks [CG Z tb sind preiswert und gutl Sie lind kochfeil und schließen zuverlaisig. Im guten Gerrix« Gies ist Ihr wertvolles Einkodiguf wohlverwehrt und sicher eufge-