Gießener Anzeiger 1-2. Jahrgang Nr.i5l Enctzerm lagltdj, außer Sonntags und feiertags rRetlaften: Gießener ^amilienblätter Heimat irnBilf-DieScholle Bezugspreis: Monatlich .,.. .RM.1.80 Lustellgebützr^.. „ -.25 auch bei Niaterscheinen vrühlsche U^erfitArdruckerei 8. Lange General-Anzeiger für Oberhessen sdmiftW 1-4 von einzelnen Nummern infolge böhe^r Gewalt Fernsvrechanstbluß 2251 Drahtanschrift Anzeiger" Postscheck 116gAranls./M Mttwoch.1. Juli 1-42 Annahme von Anrergen für bie Mittagsnummer vis 8l/2 Uhr desVormittags Ameigen-Preise für die MUimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite: 7Rpf. für Familienan- zeigen und private , Gelegenheitsanzeigen 14Rvf.f. 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Sondermeldun bekanntgegeben, in den gestrigen vormittagsslm en die durch tiefe verteidigungs- Mit Kriegsmaterial für Afrika 3n Sttrmbooten über die Sewemaja-Vuchl booten unbeobachtet mter außerordentlich schwie- wurden bei * uberungsunlernehmen mehrere zersprengte fein iche Kräftegruppen vernichtet und weitere 1100 holte Angriff Festungsgürtel Sowjets bliebe bandes von I feindlichen Schiffen über die Meerenge dur wirksames Artilleriefeuer, vereitelt. befangene eingebracht. Wieder- des Feindes gegen den Wolchow- -Becken brach ein von Artillerie unterstützter örtlicher Angriff unter eingebrochen. Gegenangriffe der erfolglos. 3m Angriff von Osten 3m Done und Luftwaff, [gen Sewaslopcl haben deutsche Norden her die Sewernaja- ern Führerhau-tquartier, Oberkommando der Wehrmacht gibt lzalben Stunde, doi Südufer der Bucht hatten Pioniere die DNB. A u s r 30. 3uni. Das bekannt: 3m Angriff g Divisionen von Bucht überwilden und sind oslwärks der Stadt gegen zähen fe blichen Widerstand in den inneren Deutsche fflffrBolscbew 3n No rdifrika wurde, wie bereits durch Dn harten erbi liche Forts von Waffen nicht st Abwehrkämpfe des Feindes en Widerstand der Bolsche- wichtige Gebirgszug jetzt fast in seiner ganzen Ausdehnung — unter Mitwirkung der tapferen rumänischen Verbände — erstürmt worden ist. Die Sowjets wehren sich noch init Gegenangriffen. Mit tiefer Befriedigung und Dankbarkeit kann also festgestellt werden, daß die am 7. Juni begonnene engere Be- von Sewastopol zum Monatsende in Ein Zeichen dieser Fortschritte ist auch der jetzt wiederholte Versuch der Sowjets, mit 18 Schiffen die Meerenge von Kertsch zu forcieren. Die Sowjets sind knapp mit Schiffen, und darum zeigt die Konzentration von 18 Frachtern vor Kertsch, wie ehr sie um die Entlastung Sewastopols bemüht sind. Oie Schlacht am Wolchow. i Feinde unbemerkt, an das bergesetzt. Gegen Mitternacht -sewernaja-Bucht eingenebelt, Unter den verschiedenen Entsetzungsversuchen, die die bolschewistische Armeeführung zur Befreiung Leningrads aus der eisernen deutschen Umklammerung unternommen hatte, ist der im Februar über das Eis des Wolchow, der Verbindung zwischen dem Ladogasee und dem Jlmen- ee, vorgetragene Stoß zweifellos der bedeutendste gewesen. Die Operationen in diesem Gebiet sind in unserer Karte veranschaulicht. Per Pfeil mit den schraffierten Umrandungen deutet die Absicht der Sowjets vor der Abriegelung der feindlichen Armeen am Wolchow an. Sie planten ein Vorgehen ip der durch den Pfeil angegebenen Richtung, um die Einschließungsfront von Leningrad zu durchbrechen und die Stadt zu entsetzen. Dank der überlegenen Strategie der deutschen Truppenführung wurden sie jedoch mehr und mehr zusammenge- drätigt, abgeriegelt und jetzt schließlich vernichtet. Karte: Atlantic/Michatz (Sch.). Selten ist der Zusammenhang zwischen der o-ze- anischen Kriegführung unserer U-Boote und den großen Feldzügen zu Lande so klar geworden wie durch die Sondermeldung vom letzten Junitag, die die Versenkung von 14 feindlichen Handelsschiffen mit 98 000 BRT. mitteilte. Denn sie enthielt den Satz: in Teil der versenkten Schiffe war voll beladen mit Flugzeugen, Munition und sonstigem Rüstungsmaterial, das nach Afrika bestimmt war." Der Zusammenhang zwischen ozeanischer und Landkriegführung wird an diesem drastischen Beispiel besonders augenscheinlich. Engländer und Amerikaner haben Stalin, uns und der übrigen Welt durch nun acht Monate immer und immer wieder erklärt, daß sie die berühmte zweite Front" in Europa aus Mangel an Schiffsraum nicht aufrichten können — jene zweite Front, die Stalin am 7. November 1941 zum erstenmal öffentlich kategorisch verlangt hat. Wir wissen alle, wie sehr sich unsere U-Boote und Luftwaffe um die unmittelbare Versenkung der Versorgungsschiffe bemühen, die für Murmansk und Archangelsk bestimmt sind. Aber darüber hinaus wirkt die Versenkung von jeder Bruttoregistertonne feindlichen Schiffsraums hemmend auf die ganze Dispositionsfreiheit und Bewegungsmöglichkeit der Seemächte ein, die, wie der Name sagt, in den Kampfmitteln der See, also in der Kriegs- undHandelsflotte ihr wichtigstes Kampf- instrument seit je besaßen. Letztlich ist auch die bisherige Verhinderung der zweiten Front in Europa nur ein Beispiel für den inneren Zusammenhang zwischen ozeanischen und Landoperationen an der Ostfront oder in Libyen oder sonst in irgendeinem Teil der Welt. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres bis Ende Mai wurden 3,1 Millionen BRT. versenkt und mit dem Abschluß des ersten Halbjahres 1942 kommen wir in den Bereich von etwa vier Millionen BRT. versenkten feindlichen Schiffsraums. Eine solche Ziffer schlägt zu Buche und wirft alle Pläne um. Churchill hat seinen Unglücksgeneral in ,Libyen, den armen Ritchie, als Sündenbock geopfert, um durch diese Geste den drohenden Sturm im Unterhaus zu beschwören. Aber ist Ritchie allein schuld? Unsere U-Boote sind es auch? Churchill wird im Unterhaus nicht allein über Libyen, sondern auch über die Versenkungen interpelliert werden. Arn'10. Juni schrieb die „Daily Mail"^„Wir sollen nach beunruhigenden Nachrichten aus. den USA. mehr Schife verlieren, als wir ersetzen. Die Deutschen sollen mehr U-Boote bauen, als wir versenken." Aber die englische Regierung hat feit langen anlagen und zahlreiche Minenfelder verstärkte Festung Blarf a Bla (ruf gegen zähen feindlichen Widerstand gestürmt. Heber 6000 Briten wurden gefangengenommen, 36 Panzer abgeschossen und zahlreiche Batterien vernichtet. Umfangreiches Kriegsmaterial fiel in die Hand der deutschen und italienischen Truppen. Bei dem Sturm auf Bl a r f a Blatruk hat sich die deutsche 9 0. leichte Division besonders ausgezeichnet. Deutsche und italienische Panzerverbände warfen den geschlagenen Feind weiter zurück und erreichten das Gebiet östlich von F u k a. Starke deutsche und italienische Luftstreitkräfte griffen die Rückzugsslratzen und Verteidigungsanlagen der Briten, vor allem südlich des Araber-Golfes erfolgreich an. 3m Kampf gegen G ro h b r i t a n n i e i* belegte die Luftwaffe in der vergangenen Nacht militärische Anlagen in den Blidlands und im Küstengebiet von The W a s h mit Bomben. Britische Bomber griffen in der Nacht zum 30. 3uni wieder die Stadt Bremen und ihre Vororte vorwiegend mit Brandbomben an. Die Zivilbevölkerung hatte einige Verluste. Ein Versuch des Feindes, auch das Gebiet von Hamburg zu. erreichen, scheiterte an dem zusammengefahten Feuer der Flakartillerie. Die britische Luftwaffe verlor wieder, soweit bisher festgestellt, 13 der eingesetzten Bomber. 3n der Zeit vom 17. bis 26. 3uni verlor die britische Luftwaffe 200 Flugzeuge. Davon wurden 23 durch Einheiten der deutschen Kriegsmarine abgeschossen. Während der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen Großbritannien 37 eigene Flugzeuge verloren. Wie durch Sondermeldung befanngegeben, haben deutsche Unterseeboote ihre Erfolge weiter gesteigert. 3n zwei Tagen versenkten sie im westlichen Atlantik, im Golf von Mexiko und in der Karibischen See 14 feindliche Handelsschiffe mit 98 000 BRT. und beschädigten zwei weitere schwer durch Torpedotreffer. Lin Teil der versenkten Schiffe war voll beladen mit Flugzeugen, Munition und sonstigem Kriegsmaterial, das nach Afrika bestimmt war. rten Kämpfen wurden vor wenigen Tagen im Nordteil der Festung Sewastopol sämt- nseren Truppen gestürmt. Auch die schwersten Betonpanzer hielten der Wucht unserer d und wurden — wie hier das Kampfwerk „Maxim Gorki" — buchstäblich aus» einandergerissen. PK.-Kriegsberichter Harter (Sch.). lageruna , , heißen Kämpfen wesentliche Fortschritte gemacht hat. Berlin, 30.Jtn. (DNB.) Wie das OKW. mit- feilt, erzwangen bätsche Infanterie-Regimenter in der Nacht zum 2 9. 6. von Norden her den liebergang über dievtwa 800 Meter breite Ssewer- naja-Bucht. NaclHei, schon am Tage zuvor die Truppen ihre Beritstellungsräume an der Küste eingenommen hatten wurden sie innerhalb einer mitten vorgctragen Starke Kampfflieger der Inkerman-Schlucht digungsring von Sewitopol Fuß gefaßt haben, aufzuhalten. Auch am siivlichen Angriffsflügel ging der Angriff weiter, ler Einbruch in die Befesti- . gungen der Sapun-Hihc wurde durch Aufrollen weiterer Stellungen oqi Norden nach Süden erweitert. Der Angriff mußtciunter außerordentlich schwierigen Geländeverhältni en — Schluchten und^ Steilhänge begünstigten die — und gegen verbisse Politik und Kriegführung. Bon unserer Berliner Schriftleitung. Die innenpolitischen Stürme in England sind ohne die klare Unterscheidung zwischen dem Doppelamt Churchills nicht zu verstehen: Er ist zugleich Ministerpräsident und „Verteidigungs"- oder „Wehr"-Minister. Beide Bezeichnungen (Verteidigungs- und Wehrminister) entsprechen nicht dem englischen Sprachgebrauch. Die Engländer selbst sprechen von einem Minister für die Gleichschaltung oder für die Zusammenfassung der drei Wehrdienste. Das ist ein Ministerium, das 1936 geschaffen wurde, damit nicht die sehr selbständigen und zugleich bürokratisch-eifersüchtigen einzelnen Ministerien der Flotte, des Heeres und der Luftwaffe einander allzu heftig ins Gehege kommen. Die englische Oeffent- lichkeit hallte damals von Beschwerden wider, daß ein Ministerium dem anderen die Preise hochtreibe, um seine Aufträge schnell unterzubringen. Der Minister für Gleichschaltung der Wehrmachtdienste sollte ursprünglich der „Verbindungsoffizier" der eigentlichen Wehrmachtministerien fein: ein Verbindungsoffizier, der zugleich mit Entscheidungsgewalt für feinen besonderen Aufgabenkreis ausgerüstet war. Eine ganz andere Bedeutung gewann dieses Ministerium, als es Churchill an sich zog und zu einem Instrument der zusammensassenden militärischen Kriegführung machte. Aus diese Weise gelang ihm der Sstrung von der politischen zur militärischen Kriegführung. Er wurde praktisch Oberbefehlshaber der Flotte, des Heeers und der Luftwaffe. Die Hauptvorwürfe gegen Churchill gehen nun dahin, daß er zu vielen Herren dient, daß er sich weder der politischen noch der militärischen Kriegführung mit einer Ausschließlichkeit widmen kann, die jede von ihnen verdient. Das hat schon bei den letzten Kabinettsumbildungen dazu geführt, daß Churchill die „Führung des Unterhauses" an Cripps abgab, der zugleich zum „Redeminister" bestimmt wurde, während sich Churchill von dem im parlamentarischen Staat so häusigen Erscheinen im Unterhaus entbinden ließ. Im gegenwärtigen Augenblick wird aber in der englischen Oeffentlich- keit Mage geführt, daß das nicht genüge und daß gerade die Reise Churchills nach Washington während der kritischen Zuspitzung in Libyen die Notwendigkeit einer Trennung der politischen und militärischen Kriegführung zeige. Es sei ganz unmöglich, daß Churchill als tatsächlicher militärischer Oberbefehlshaber, der aber über die Einzelheiten nicht Bescheid wisse, den Chef des Reichsgeneralstabs Sir Allen Brooke wochenlang mit nach Washington nehme, so daß die entscheidende Londoner Befehlsstelle im kritischen Augenblick unbesetzt sei. Soweit eind Opposition gegen Churchill überhaupt ernsthaft ist, das heißt, soweit sie sich nicht |nür in Worten oder Zornausbrüchen erschöpft, sondern auch Männer und Methoden präsentiert, wünscht sie zunächst die Trennung des „Verteidigungsministeriums" vom Ministerpräsidium. Hier beginnt sich die Opposition sichtlich zu f palten: Die einen wollen sich damit begnügen, dix anderen sehen in der Verselbständigung der militärischen Kriegführung nur den ersten Schritt zur allmählichen Entmachtung Churchills. Wenn z. B. General Wavell als Churchills Nachfolger im Verteidigungsministerium vorgeschlagen wird, so bleibt eine ark befestigte Stellungen des Feindes und setzten mhrere Geschütze sowie Gra- naftcerferbotterien außr Gefecht. Ein Panzergraben, etwa 2 Kilometei südostwärts der Sudbucht vor den bolschewistisch^ Stellungen, wurde durch nichtek und u hrerc Batterien durch Bombenvoll- treffer außer efechl gesetzt. dem zähen 1 verstand der 3nfanteriss, die durch Artillerie und Luftwaffe wirksam unterstützt wurde. wisten Dorgetragen we >en. erbände zerschlugen westlich so daß die ersten demchen Stoßtrupps in Sturmbooten unbeobachtet abstoßen und kurz darauf Brückenköpfe am oimfer bilden konnten. Ihnen folgte die Infanterie Welle auf Welle, während Geschütze aller Kalib - und schwere Flakbatterien die Küstenbefestigunge niedechielten. Die nach und nach gelandeten deutsc »n Truppen warfen die Reste des Feindes aus ihre Stellungen heraus, stürmten die an der Lan ungsstelle auffteigende Höhe bis zum Kamm hincn und brachen in den inneren Festungsgürtel ein. >urch verzweifelte Gegenangriffe versuchte der F nb erfolglos das Vordringen der deutschen Truppei die in dem Inneren Vertei- «topol Fuß gefaßt haben, aus- Bombentreffer zugeschüttet. Volltreffer richteten in einem stark bestückten Fort und in Flakstellungen schwere Zerstörungen an. Oer Kampf um Sewastopol. Die Ueberminbung der Ssewernaja-Bucht vom Norden her durch deutsche Divisionen, also das Vortragen des deutschen Angriffs über die Bucht von Sewastopol, war die große Ueberraschung des Wehrmachtberichts vom 30. Juni. Die Bucht von Sewastopol ober Ssewernaja zieht sich gute sieben Kilometer in der West-Ost-Richtung, sie ist an ihrem Eingang 800 Meter, im allgemeinen.aber 1000 bis 1250 Meter breit. Das Ufer ist von Natur aus Steilufer, die ausgedehnten Laberampen erleichtern nur in friedlichen Zeiten, nicht aber während dieser so bitterharten Belagerung bie Landung, weil sie zugleich auch weitgehend freies Schußfeld bieten. Der Spielraum der Sowjets in Sewastopol wird also merklich kleiner. Am 29. Juni meldet der Wehrmachtbericht, daß deutsche und rumänische Truppen, durch starke Luftstreitkräfte unterstützt, den liebergang über bas tief eingeschnittene Tal der Tschernaja erzwangen unb in stark ausgebaute Stellungen der beherrschenden Sapun-Höhe einbrachen. Die Tschernaja hat schon während des Krimkriegs eine große Rolle gespielt, sie war damals lange die Scheidelinie der feindlichen Armeen. Die sumpfige Niederung der Tschernaja, die ,Sümpfe von Inkerman", sind durch Fieber berüchtigt. Eine Höhe, die etwa von Inkerman bis zu einer Straßenkreuzung saft genau südlich von Sewastopol reicht, heißt in ihrem südlichen Teil Sapun-Höhe und beherrscht das tiefer gelegene Vorgelände des engsten Festungsgürtels von" Sewastopol. Der am Montag gemeldete Einbruch in die stark ausgebauten Stellungen dieser Sapun-Höhe wurde dahin erweitert, daß dieser Das ferträmmerfe Werk „Maxim Gorki" 3n den Geässern des Finnischen INeer- busens oerfiflen Kampfflugzeuge ein feindliches die beherrschen in S a p u n - h ö h e n fast in ihrer ganzen Ausdeh ung erstürmt. Starke Kampffliegerverbände zerscl igen feindliche Befestigungsanlagen vor allem auf en Sapun-höhen und fügten Trup- pcnansammluu en der Sowjets schwere Verluste Monaten über bie deutschen U-'Boote nicht Laut gegeben. Jetzt wird sie es müssen. Vor Churchill, dem Verberber des britischen Reiches, stehen Fragen nach zwei Katastrophen: Libyen und die Versenkungen! „Oicke Brocken." Die amerikanische Bente unserer U-Boote. Berlin, 30. Juni. (DNB.) Von den zwölf' Handelsschiffen, deren Versenkung die Sondermeldung vom 28. Juni bekanntgab, wurden wiederum bie meisten vor der O st k ü st e der USA. torpediert. Unter ihnen befand sich auch ein Tankschiff der amerikanischen Kriegsmarine von 14 000 BRT., bas mit einer Ladung von fast 20 000 Gewichtstonnen Del vernichtet wurde. Ein anderer saft 10 000 BRT. großer Dampfer lief einem U-Boot in den Weg, bhs schon alle Torpedos verschossen hatte. Dem Kommandanten blieb nichts anderes übrig, als den Frachter mit dem Bordgeschütz anzugreifen. Die Brücke des Dampfers stand schon nach wenigen Schüssen in Brand, schnell griff das Feuer auf das Vorschiff ;über. Vier Stunden lang beobachtete der Kommandant das inzwischen von der Besatzung verlassene brennende Schiff, dar immer noch nicht untergehen wollte. So entschloß er sicy, mit einigen beherzten Männern auf das brennende Schiff zu gehen, um dort Sprengpatronen anzuhringen. Nach einigen heftigen Explosionen versank der 10 000- Tonner in den Fluten. Ein anderes U-Boot sichtete einen Dampfer von 6900 BRT. eines bekannten Reedereityps. Das Schiff lag mit voller Ladung tief im Wasser. An Deck standen mehrere Geschütze, auch eine Deckladung, bestehend aus zweimotorigen Flugzeugen, bewies, daß es sich um eine besonders wertvolle Ladung handelte. Ein einziger Torpedo beförderte das Schiff mitsamt seinem Kriegsmaterial, bas für Australien bestimmt war, auf den Grund des Meeres. Ein weiterer wertvoller Fang war der fast neue 7200 BRT. große Dampfer „Sam H o u st o n", der feine erste Reise angetreten hatte. Er hatte Pulver, Lastkraftwagen und Schmieröl für Kapstadt geladen. Seine Bewaffnung bestand aus einem größeren Geschütz und acht leichten Flakgeschützen, seine Brücke trug einen Schutzpanzer. Bewaffnung und Armierung nutzten ihm nichts; in wenigen Minuten verschwand er unter der Wasser- Oberfläche. Auch der 12 000 BRT. große Tanker „G u l f F r i d e", der voll beladen war, sank mit- samt seiner wertvollen Ladung auf den Grund des Meeres. Schnellbo t unb beschädigten zwei weitere kriegsfahrzeu;. 3n der Kola-Bucht erhielten zwei große k ndelsfchiffe der Sowjets Bomben- mherdw 5eele lurch ®e Bit Rom »echte 21' Fochet ,.$ie & legten t w F’Wii Ireube, « N" sich f.au Bt oolzen sj nischen y tödlich ab nach M durch das .sreigewor ! Präses »amhaste jiiroersitä den im 2 in Süffeli 1900 an 1 sessor 190 DrbinariU! Uetzmami rung der harnacks jchichte de dreibändij jchungen >U5 und tirche ha Siegmann Achtung n (ung M Mitglied 1 rnd Wien »üschastn Vl Bei bei fang Gra Jonjertahi der,LunS -roße kun !an Eyck iaft oerl Hombergs Hoffmann dnen rau, Zntendant zwei Düffi oorragenb zeMete einem star i.t*s Sem fas Scheibe g "hänge, & SB Sä •&* >l!chts 5 1 &»1; *- « S C* S?s iium der tübinaen ttniüerfitc and intei rlmtsricht len Sani Wung o hendril 9er kJ» Nilharm Diels, 'Qu prenbiri Ren den K» Di Die Mainz iainmerm dessen Pr jmischen^ Wen $ß Seechooen jung $an Müssen — das und Aehnliches sind die Gedanken und Sorgen unserer Studenten an der Front. Ein Teil der Kameraden ist aktiv; für sie ist Sol* datsein Berufung, und im Kriege entfalten sich alle Kräfte ihrer Persönlichkeit. Sicher wird mancher Student umsatteln und sicd zum Soldatenberuf ent« schließen. Soweit es sich hierbei um Männer handelt, die sich zum Soldaten berufen fühlen, ist ihre Entscheidung gut. Der größere Teil der Nichtaktiven wird aber weder aktiv werden können noch wollen. Und auch diese haben recht! Denn nie würden sie in einem Beruf, dem nicht ihr Herz gehört, zur vollen Entfaltung ihrer Persönlichkeit und Anwendung ihres ganzen Könnens kommen können. — Zudem erheischt die Nachwuchsfrage, Laß alle verfügbaren Kräfte fürdie akademischen Berufe zur Verfügung stehen und ausgebildet werden, um die nach dem Sieg zu erwartenden Aufgaben zu bewältigen. Zunächst sei aber allen Studenten an der Front versichert, daß man an verantwortlicher Stelle die Schwierigkeiten, die sie als „Zivilisten" erwarten, kennt, und daß man sich dort mit ihren Sorgen und Nöten befaßt. Es soll auch nicht weiter an ihren Idealismus appelliert werden, den -haben sie genug bewiesen, sondern ihnen soll geholfen wer- d e n. Die Anfänge dazu sind durch eine großzügige S t u d i e n g e l d - und Lebensunterhalts-- zuwendllng gemacht worden. Das Reichs« st u d e n t e n w e r k steht im Rahmen seiner Möglichkeiten für eine weitere Hilfe, insbesondere bei Sonderfällen, zur Verfügung. Dabei sei eindeutig festgestellt, daß es sich hier nicht um Almosen handelt, sondern um Förderungsmöglichkeiten und Beiträge zur Berufsausbildung, die später wieder dem Voiksganzen zugute kommen und die hinsichtlich der Bewährung an der Front nur die A b g e l t u n g w o h l c r w o r b e n e r A n s p rü ch e bedeuten. Durch das Sozialpolitische Amt hat die Reichsstudentenführung dazu den Soldaten- dienst an allen Hoch- und Fachschulen oufgebaut, der jedem Soldaten mit Rat und praktischer Hilfe zur Verfügung steht. Studienberatung, Dohnungs- beschafsung, Abhaltung von Hilfs- und Vorbereitungskursen, sind die speziellen Aufgaben dieses Soldatendienstes, neben vielen anderen, die sich aus der Praxis ergeben. In Zusammenarbeit zwischen Reichsstudentenfüh- Der Führer hat den Oberbefehlhaber de? Heeresgruppe Nord, Geneloberst von Küchler, in dankbarer Würdigu seiner Verdienste um die Abwehr und Derniung der zum Entsatz von L e n i n g r ah auf brer Front an« gesetzten bolschewistischen Armeen wie in Anerkennung der heldenhaften Leisturn der unter seinem Befehl kämpfenden Truppegum Generalfeldmarschall befördert. PK.-Aufn.r Kriegsberichter Hentschel ch.). Küchler wurde am 30. Mai 1881 3 Sohn eines Offiziers geboren. 1900 trat er alFahnenjunker in das Feldartillerieregiment 25 inarmstadt ein, wurde im Frühjahr 1914 zum Gron Generalstab kommandiert, erwarb sich als Truenführer wie als Generalsstabsoffizier in Flandor an der Somme, vor Verdun und in der Champne Verdienste, kämpfte dann im Baltikum und oeitete in der Reichswehr am Fundament des nei Volksheeres mit, an dessen Ausbau er besonderels Inspekteur der Kriegsschulen mitwrrkte. Beillusbruch des Krieges war er Kommandierender ieneral des I. Ä. K. in Königsberg. Oberstveterinär Or. tarn zum Generalveterinär ffördert. Der Korpsveterinär des stellv. Geralkommandos IX. AK., Oberstveterinär Dr. G a., wurde mit Wirkung vom 1. Juli 1942 zum meralveterinär befördert. Generalveterinär Dr. Garn trafen Jahre 1908 in das < deutsche Heer ein, studie von 1909 bis 1913 an der Militär-VeterincAkademie und an der Tierärztlichen Hochschule Berlin und begann nach abgeleistetem Sta examen seine erfolgreiche Veterinäroffizier-Lauihn. Während des Weltkrieges wurde er vom rsten bis zum letzten Tage als Veterinäroffizier d Adjutant bei allen Truppengattungen und auf von Kriegsschauplätzen eingesetzt. Er erwarb fidbort das EK. I und II sowie das Ritterkreuz vom chringer Löwen. Panzerkeil ostwärts des Donez Der 22. Juni an der Krönt vor Kupjansk. Bon Kriegsberichter Ernst Moritz Arndt. Frontsoldat und Studium. Von Oberleutnant Hugo Echulz, gf. Amtsleiter der Reichsstudentenführung. PK. Die Gefangenen des 22. Juni, der den Stoß auf Kupjansk einleitete, sagten aus, daß man nicht mehr einen solchen Schwung und einen derartig disziplinierten Angriffsgeist bei uns erwartet hätte. Man habe damit gerechnet und es vielleicht auch erhofft, daß die Kämpfe vor Sewastopol starke deutsche Kräfte und vor allem die Luftwaffe binden würden. Die Annahme, daß die deutsche Führung Zeit benötige, um nach der Schlacht im Süden von Charkow ihre Verbände neu zu ordnen und zu gliedern, wurde schon unmittelbar nach diesen Ereignissen dem Gegner praktisch widerlegt durch die letzten Angriffe ostwärts Charkow. Die Landschaft ostwärts des Donez und Charkow ist stark hügelig und von vielen kleinen Flußläufen in der Nord-Süd-Richtuna durchzogen, die mit ihren oft sumpfigen Ufern für uns schwer zu überwindende Hinoernisse, für den Gegner günstige natürliche Verteilungsstellungen bedeuten. Auf einer von zwei solchen Flußläufen durch die sonst hügelige Gegend gebildeten Landenge und Landbrücke traten die Panzerdivisionen (des Panzerkorps Mackensen) in der Frühe des so bedeutungsvollen und erinnerungsreichen 22. Juni zum Durchbruchsangriff an, während die rechte Nachbardivision die Flankensicherung übernahm und der Nachbar im Süden zahlreiche Brückenköpfe über den Donez trieb. ** Dieser Tag war ein einziges Erinnern. Wie vor einem Jahr brach in der Frühe ein Feuerüberfall der eigenen Artillerie los, stürzten sich in Zusammenarbeit mit dem Heer nicht zu zählende Stukaverbände auf den Feind, erkämpften wie damals am Bug die Infanteristen ihren schweren gepanzerten Mai 1777 zum erstenmal berichtet, mar er selbst sehr zurückhaltend und gestand, daß es ihm nach einer Ueberlegung von elf Monaten noch nicht geglückt sei, „damit ins Reine zu kommen". Praktisch hat er aber seine Figuren zur Untersuchung der atmosphärischen Elektrizität benutzt, indem er kleine Wasserstoffballons steigen ließ, deren mit Silber durchslochtene Schnur durch einen entsprechenden Konduktor mit einer Harzplatte in Berührung gebracht wurde: bei bereu nachträglicher Bestäubung erschienen die Figuren. Bei einem Besuch Voltas konnte ihm Lichtenberg zum „unglaublichen Vergnügen" des italienischen Entdeckers „Sonnen von zwei Zoll Durchmesser" zeigen. Erst die neueste Forschung hat erkannt, daß sich die Figuren durch Anwendung der Jonentheorie der elektrischen Entladung deuten lassen, daß sich in ihren so auffallenden polaren Unterschieden der Fuudamentalunterschied: positives Jon — negatives Elektron, offenbart. So berührten sich Lichtenbergs Forschungen oft erstaulich eng mit der neuesten Entwicklung der Physik, doch es fehlten seiner Zeit die wissenschaftlichen Voraussetzungen, um weiter vorzustoßen. Von seiner Art zu forschen zeugt fein Wort: „Die gebahnten Wege sind etwas sehr Gutes, aber wenn niemand nebenher spazieren wollte, so würden wir wenig von der Welt kennen." Besonders interessant für unsere heutige Zeit ist es, daß er sich leidenschaftlich mit den Problemen der Luftschiffahrt beschäftigte und zu den wenigen Zeitgenossen gehörte, die Montgolsiers erste Versuche mit dem Luftballon sofort ihrer Bedeutung entsprechend würdigten. Lichtenberg stellte sogar selber solche Versuche an und bat zu diesem Zweck einen Be- kannten in Hannover, ihm Schweinsblasen zu besorgen. Denn „hier ist nichts mehr", klagte er. „Die Leute brauchen sie, anstatt sie zu Montgolfierschen Versuchen herzugeben, lieber zu terrestrischen Met- mürften". Bald mußte er „einer sehr iUuftren Gesellschaft ein Collegium lesen", nämlich „dem alten Grasen von Hardenberg, 2) seiner Gemahlin. 3) feiner Tochter und ihrem Gemahl, 4) der Gräfin Reventlau, 5) und 6) zweenen Grafen von Moltke, und den 7ten rathen Sie wohl nicht, den berühmten ^errn Göthe, nunmehr Herrn Geheimden Rath von Göthe aus Weimar, der noch zwey junge Leute bei) fich hatte. Der eine dieser jungen Leute war Fritz Brüdern die Ausgangsstellungen und die Rollbahn für den keilartigen Panzerdurchbruch zu dem von den Sowjets stark befestigten Eisenbahnknotenpunkt Kupjansk. Der gleiche klarblaue Himmel wie vor zwölf Monaten, dieselbe warme leuchtende Sonne, jenes drängende Gefühl der Erwartung: es geht los! Waren so alle Erinnerungen und Gefühle die gleichen an diesem zweiten 22. Juni wie vor einem Jahr, so war dieser Tag, trotz seines ähnlichen Ablaufs doch ein anderer. Es wiederholt sich in der gleichen Form und Entwicklung keine Sekunde der Weltgeschichte. Auch der Kampf an der Ostfront schafft keine Wiederholungen. Jeder Angriff ist neu und anders, auch dieser. Jetzt kennt der deutsche Soldat seinen Gegner und dessen Waffen, er hat sich mit ihm gemessen und er hat ihn oft in vielen Märschen und Kämpfen über Tausende von Kilometern auf sowjetischem Boden besiegt, immer wieder besiegt. Auch im letzten Winter hat er den starken sowjetischen Feind durch sein opferbereites Ausharren überwunden. Dieser Tag sah einen anderen deutschen Soldaten, ein anderes deutsche Heer, das durch Erfolge und Verluste eines harten Kampfjahres gegen einen brutalen und harten Feind eine hohe soldatische Reife und durch neue bessere und stärkere Waffen eine militärisch entscheidende Stärkung erfahren hat. Mitten in den Angriff hinein kamen die begeisternden Nachrichten von den großartigen Waffentaten in Nordafrika, von der Eroberung Tobruks. Ohne Ueberheblichkeit, aber in selbstbewußter Wertung seines eigenen, schweren Kampfes gegen die Armeen -der Sowjetunion märschiert der deutsche Ostkämpfer dem Sieg entgegen. rung Reichserziehungsministerium uid OKW. kam es zidem Studien urlaubserl aß des ver- gangeen Herbstes und dieses Frühjaires. Zehntau- ende onnten bereits für ein Semesie' ihr Studium beginnn oder fortsetzen, und bei l^rer Dauer des Kr-ges werden sich für die bei dr Wehrmacht stehenda Soldaten immer wieder Ärmlichkeiten ergeben, enige Semester einzuschieben. Dem verständlichen Dang unserer Frontkämpfer, äe studiemna- ßige ßenperiobe so schnell wie möoich abzuschlie- ßen, wirdvon der Reichsstudentenfühung, den Hochschulen fonie den Prüfungsämtern witgehend Rechnung getragen. Die Frontsoldaten hben nach dem Kriege sowchl die Möglichkeit der Ausbildung m Trimestern owie von Hilfs- und Rpetitionskursen der Fachgruppen und Fachschaften er Studentenführungen stwie der Fakultäten dr Hochschulen; auch werden die Prüsungsanforderugen mehr auf Verständnis md Gesamtübersicht «bestellt fein als auf technische Einzelheiten. Trotzdem wrd es eine Fülle vonßroblemen geben, die dem enzelnen erst begegne) wenn er wieder im Studium steckt. Es wird z. Bstcht ohne weiteres möglich jein, unsere Soldaterstudenten aus das gleiche mahrieüe Niveau zu sllen, auf dem sie heute als Oberleutnante und ßitnante stehen. Die Entscheidung zur Fortsetzung )es Studiums wird zweifellos weiterhin eine Mftage bleiben. Die Entscheidung wird aber erleicert durch das berechtigte Vertrauen, das der Studä an der Front zu den für ihn sorgenden Heimatdüststellen haben kann. Wo aber Mut und Verkram bestimmend sind, weiß jebermann, wie die Entsendung ausfällt. Zum Generalfeldmarschalbefördert. Lichtenberg. Zum 200. Geburtstage am 1. Juli. Georg Christoph Lichtenberg lebt in der Vorstellung der Nachwelt vor allem als tiefsinniger Denker, geistreicher Satiriker und als einer der glänzendsten Stilisten unseres Schrifttums. Darüber ist seine Bedeutung als Physiker fast vergessen. Für die Mitlebenden war er durch das eine ebenso berühmt wie durch das andere, vor allem verstanden seine Zeitgenossen, wie sehr chm gerade das Studium der Natur die scharfe Beobachtungsgabe und den kritisch realistischen Sinn schenkte, der seine Schriften auszeichnet, wie sehr sich sein Forscherdrang, ja sogar sein Witz, immer wieder an den Problemen der Natur entzündete. Goethe hat das mit dem Wort ausgedrückt: „Wo Ächtenberg einen Witz macht, liegt ein Problem verborgen." Lichtenberg war ’ein Sohn Hessen-Darmstadts, wo sarkastischer Humor und rascher Witz von jeher zu Hause gewesen sind. Väterlicher- und mütterlicherseits stammte er aus Pastorenfamilien, sein Vater starb, als er neun Jahre alt mar, und die Mutter blieb in bedrängten Umständen zurück. Als der jüngste von drei Brüdern konnte Lichtenberg sogar nur mit landesherrlicher Unterstützung studieren. Die Hoffnung des hessischen Landgrafen, durch solche Unterstützung einen tüchtigen Lehrer für seine Universität Gießen zu gewinnen, erfüllte sich zwar nicht, denn nach abgeschlossenem Studium der Mathematik, Physik und Philosophie und einem mehrjährigen Aufenthalt in England nahm Lichtenberg eine Professur in Göttingen an, mit dessen günstigen Bedingungen das arme Gießen nicht konkurrieren konnte. Der kleine verwachsene Mann war seitdem eine Zierde der Göttinger Universität, und von weither strömten die Leute, um den Vorzug feiner Unterhaltung zu genießen, die noch glän- zender und geistreicher gewesen sein muß als seine Schriften. Lichtenbergs Ruhm als Physiker gründete sich unter anderem besonders auf seine Entdeckung der „Lichtenbergschen Figuren", kleiner ftern» oder sirah. lenförmiger Pulverfiguren, die durch eine elektrische Aufladung aut-£iJ1A**'" stator sichtbar wurden. In der Ev^"—' Meinung, über die er im von Stein, den Goethe auf seine Harzreise mitgenommen und mit dem er auf der Durchreise den berühmten Professor Lichtenberg besuchte. Goethe schätzte Lichtenberg außerordentlich hoch, und der von diesem seit 1778 herausgegebene „Göttinger Taschenkalender" hatte an ihm einen eifrigen Leser sowohl wegen seiner naturwissenschaftlichen und philosophischen Abhandlungen als auch wegen seiner Verspottung gewisser zeitgenössischer Erscheinungen, zum Beispiel des Geniewesens, der Empfindsamkeit der Sturm- und Drangzeit, der Mystik Lcivaterscher Prägung und ähnlichem, woran Goethe einst selbst teilgenommen, über das er aber bis zum Ueberdruß hinausgewachsen war. Ist diese satirische Seite von Lichtenbergs Schriftstellertum auch mehr zeitgebunden, so hat er doch in den dazwischen gestreuten philosophischen Betrachtungen und Aussprüchen genug Allgemeingültiges gegeben. Der hefte Beweis dafür ist, daß seine philosophischen Aphorismen immer wieder gesammelt und neu her- ausgegeben worden sind und bis auf unsere Tage immer wieder Leser gefunden haben. „Wer sich selbst recht kennt, kann sehr bald alle anderen Menschen kennen lernen. Es ist alles Zu- rurfftrahlung", nach diesem Grundsatz hat Lichtenberg sich selbst und seine Umgebung zu erkennen versucht. Vieles, fast alles, was Lichtenberg an geistvollen Aphorismen uns hinterlassen hat, hat heute noch Gültigkeit: „Jeden Augenblick des Lebens, den gimstigen wie den ungünstigen, zum bestmöglichen zu machen, darin besteht die Kunst des Lebens", das klingt fast goethisch. Eine Alltagsweisheit mag es fein, aber immerhin eine Weisheit, wenn er lagt: „Nichts verloren gehen lassen ist eine Haupt- regel: Papierschnitzel so wenig als Zeit", und von Lichtenberg stammt auch das Wort, das uns alle angeht: „Die Leute, die niemals Zeit haben, tun am wenigsten", oder wie er es einmal anders und .ehr lustig ausdrückt: „Es ist eine bekannte Tat. G.cye. daß die Viertelstündchen größer find als die Viertelstunden . Als Lichtenberg am 24. Februar 1799 starb, wußte kaum lemand, daß mit ihm auch einer.der größten deutschen Humoristen dahingegangen sei. Auch heute wissen nur wenige, wer Lichtenberg war und was er uns sein könnte. Trotzdem; er ist un. sterblich geworden. C. K. 700 Jahre Naumburrr Dom. Die im Sommer 1242 den Apteln Petrus und Paulus geweihte Hauptkirche deszon im 11. Jahrhundert von Zeitz nach Naumbiz verlegten Thüringer Bistums ist während d Regierung des Bischofs Engelhard (1227 bis U2) an die Stelle einer nur halb so großen romaschen Basilika getreten und repräsentiert die letztPhase dieses Stils an der mittleren Saale. Zwo künden die schon leicht angespitzten Arkaden unWewölbebögen von dem Einbruch der Gotik, abf ohne daß in der Raumgestalt eine ausgesproäie Höhenbewegung oder in Grundriß und Aufbaüln Versuch, sich von romanischen Gewohnheiten srezu machen, bemerk' bar wäre. Es ist ein mehr rdverwurzeller und lagernder als ein strebender au, ein Nachzügler, kein Bahnbrecher. Von diese! konservativen Charakter zeugen neben dem' .chundenen System", das Haupt- und Nebenpfeiler aterscheidet, die ganz ungegliedert gebliebenen Wäre über den Arkaden und vor allem die noch ripp,i(ofen Kreuzgewölbe. Ostwärts folgt dem ßangljamein weit ausladendes Querschiff mit anschließendemlhorquadrat, dos von halbrund geschlossenen Nebeninmen begleitet wird, darunter die übliche Krypta. Was dem Auhenbau hesDomes erhöhtes Ansehen verleiht, ist das doppetz Iuruwaar, das östliche auch in den oberen Teil« romanisch, das westliche nur im Unterbau, währcd die dem Bamberger Vorbild folgenden freien Gchosse erst später hin- zugesügt wurden. Auch die leiden Chöre find in ihrer heutigen Gestalt eine üngcre Zutat, gotisch, also nach 1242 entstanden, ls heißt nach Abbruch der rund abschließenden un viel kürzeren Chöre • aus der ersten Hälfte des 3. Jahrhunderts. Bei einer Würdigung des Naumrrger Domes von 1242 müssen wir uns demnach ai die vorgotischen Teile beschränken und für eine 'ekonstruktion der Ost- und Westabschlüsse die Photasie zu Hilfe ziehen. Außer Betracht bleiben musauch die weltberühmte figürliche Plastik, die zusammen mit dem Westchor, der sie beherbergt, erst be' zweiten Jahrhunderthälfte angehört. Nur die edl Rankenornamentik der Pfeilerkapitelle und das '-ogenfelb des südlichen Querschiffportals mit dem fenenben Christus waren bei der Einweihung bereit; vorhanden. KJX solche Anregung schon im „Halbdunklen": General Wavett steht sich mit Churchill nicht gut und oenießt eine gewisse Volkstümlichkeit. Mit seiner Kanbrdatur wird also nicht allein ein neuer Wehrminister, sondern zugleich ein Wettbewerber in den Vordergrund gerückt. Dr. Ho. Wachsende Mißstimmung in Aegypten. Rom, 30.Juni. (DNB.) „Voce d'Italia" schreibt: In Aegypten erscheinen die britischen Positionen bereits kompromittiert durch den wachsenden Widerstand der Aegypter. Bedeutiam ist die Tatsache des erzwungenen Rücktritts des Finanzministers, der zu den getreuesten Exponenten der imperialen britischen Politik gehört. Trotz seiner Knebelung hat das ägyptische Volk ihn nicht ertragen. Bedeutsam ist auch der passive Widerstand der ägyptischen Beamtenschaft. Symptomatisch sind die Volksbewegungen, welche sich gegen alles, was britisch ist, richten. Die ernste und wirtschaftliche Krise, die die britischen Behörden nicht verstanden haben .zu verhindern, trägt zur Verschärfung bei. Ganz Aegypten wurde zum Operationsgebiet erklärt. Die Evakuierung der Städte mit Hilfe der Ersenbahnen wurde untersagt, weil diese für Mili- tärtransporte gebraucht werden. Alle Bahnhöfe sind von alliierten Militärposten besetzt worden. Infolge der strengen Grenzkontrolle brinaen immer weniger Nachrichten über die Lage in Aegypten ins Ausland. Man weiß aber, daß reiche jüdische Familien die Büros der Imperial Airways nach Flugkarten für Südafrika überlaufen, doch sind die Flugzeuge schon lange im voraus von englischen und nord- amerikanischen Familien belegt. Sie Absetzung Ritchies. Stockholm, 30. Juni. (Europapreß.) General A u ch i n l e ck hat am 25. Juni selbst die Führung der britischen 8. Armee in Nordafrika übernommen. Churchill teilte dem Unterhaus diese Neuigkeit mit folgenden Worten mit: „Ich habe nicht die Absicht, irgendwelche Erklärungen über die Schlacht abzugeben, die jetzt in Aegypten ausgetragen wird, aber ich glaube, daß es das Haus interessieren wird zu erfahren, daß General Auchinleck am 25. Juni beschloß, als Nachfolger von General Ritchie das Kommando der 8. Armee persönlich zu übernehmen. Als Auchinleck die Regierung über diese Entscheidung unterrichtete, ist ihm sofort mitgeteilt worden, daß sie unsere Zustimmung findet." Amerikanische Kritik an der britischen Krieasöhrnng. Lissabon, l.Iuli. (Europapreß.) Die Niederlage der britischen Truppen auf dem afrikanischen Kriegsschauplatz findet in der nordamerikanischen Presse ein deutliches Echo. Die Blätter wiederholen die Forderung nach einem einheitlichen K 0 m ° m and 0 der alliierten Streitkräfte. „New Port World Telegram" wendet sich gegen die britische Methode, nach schweren Niederlagen Generale zu Sündenböcken zu machen. Der Hauptfehler der britischen Kriegführung liege vor allem in der veralteten Organisation und besonders im Mangel an einem einheitlichen Oberkommando. „New Dort Times" schreibt, die Ereignisse bewiesen, daß die britischen Truppen keine Schlagkraft hätten. „Washington Post" erklärt: „Das Unglück, das die Alliierten in Nordafrika getroffen hat, droht, katastrophale Ausmaße anzunehmen." Die japanischen Operationen in Tschekiang. Schanghai, 1. Juli. (Europapreß.) Die japanischen Operationen gegen die in den Provinzen Tschekiang und Kiangsi gestellten tschungting-chine- sischen Streitkräfte in Stärke von mehreren Divisionen werben mit allem Nachdruck vorangetrieben. In Tschekiang sind etwa 20 000 Tschungking-Chine- sen eingekesselt und die Orte Tanschang und Liki, wo sich das Hauptquartier der 4. tschungkingchine- sischen Armee befand, erobert. Etwa 50 Kilometer südlich von Futschaii konnten weitere Tschungking- divisionen eingekesselt werden. Die chinesische Nationalregierung in Nanking hat zwei Armeegruppen aufgestellt, die ihr Hauptquartier in Kiukiang haben. Sie nennen sich „Armee zur Erhaltung des Friedens". ♦ Die japanische Luftwaffe führte vom 11. bis 30. Juni vier weitere Luftangriffe auf P 0 r 1 M 0 res - b t) (Neu-Guinea) durch. Hierbei wurden 36 Flugzeuge abgeschossen, zwei am Boden zerstört unb ein Frachtbampfer von 8000 BRT. versenkt. Der Abiturient von 1936, der nach einem halben Jahr Arbeitsdienst zur Wehrmacht ging, sich 1938 ein drittes Jahr freiwillig verpflichtete, 1939 als junger Offizier ins Feld zog, ist jetzt sechs Jahre Soldat. Die Feldzüge haben ihn zum gereiften Mann gemacht; als Leutnant und Oberleutnant hat er häufig eine Kompanie geführt. Er ist inzwischen 25, 26, 27 Jahre alt geworden, aber mit feiner eigentlichen Berufsausbildung hat er noch nicht einmal begonnen. — Gewiß, hier ist ein besonders eindringlicher Fall heraus- genommen; jedoch ergibt sich für die meisten Studenten und Abiturienteik eine ähnliche Lage. Sie alle — und das sind Zehntausende — hat der Krieg inzwischen vier Jahre und mehr von ihrer Berufsausbildung ferngehalten. Warum aber gerade von Abiturienten unb Studenten sprechen? Geht es nicht fast allen Volksgenossen in dieser Hinsicht gleich? — Nun — es gibt wohl kaum eine Berufsschicht, bei der der junge Mann von 18 Jahren noch nicht ein gewisses Ziel erreicht hätte. Der Lehrling ist Geselle ober Gehilfe, wenn nicht gar Meister, wenn er Soldat wird. Aehnliches gilt von anderen Berufsgruppen, b. h. fast alle sind, ehe sie Soldat werden, in irgendeiner Form selbständig geworden, — Der Abiturient unb Student aber hat bis dahin die Schulbank gedrückt, ist praktisch am Anfang seiner Berufsausbildung und muß von seinen Eltern weiterhin unterhalten werden. Jetzt ist er Oberleutnant unb Kompanieführer; später aber soll er, wobei der Zeitpunkt noch gar nicht abzusehen ist, als erstes ober junges Semester die Hochschulen besuchen. Wieder soll er von vorne anfangen! Mitte 20 ist er jetzt; mehrere Jahre Stubium lieget vor ihm. Mancher hat in der Heimat ein junges Mädchen, mit dem er die Che eingehen möchte. Aber ein verheirateter Student? Unb doch weiß er, es wäre eine sittliche Verpflichtung, gerade in Anbetracht der Opfer des Krieges und der großen das deutsche Volk nach diesem Krieg erwartenden Aufgaben zu heiraten. Die Tatsache aber, daß er sich in der Lebenshaltung wieder völlig umstellen muß, die im Vergleich zu ihm recht jungen Mitsemester, die Berufsaussichten für ihn, den doch schon Altgewordenen, vor allem aber das bittere Gefühl, beim kommenden Ausbau nicht gleich mitanpacken zu dürfen, sondern erst still lernen zu in Kunst und Wissenschaft Die Mainzer Gukenberg-Feslwoche. ... an ihn und an die ganze Zeit. An die Zeit und an die Stadt, aus der sic nur mit schneidenden Schmerz die Wurzeln lösen kann. Denn an erster Stelle in ihren Gedanken steht Detlev Nehl. Ob er wirklich nicht daran denkt, den Abend aus das Fest zu kommen? Sein ganzes Wesen und Tun spricht nur van Abschied. Er benimmt sich, als wäre er jetzt schon bemüht, Faden für Faden durchzuschneiden, was sie verbindet. Eine kleine Rache für alles, was er ihr antut, ist nicht unbillig. Zweifellos wird er seinen Entwurf erkennen, und sie wird ihm die Herkunft verschweigen. Es schadet ihm gar nichts, wenn er ein wenig Aerger und Eifersucht empfindet. Entweder es bringt ihn endlich zur Besinnung, oder — wenn es ihn gleichgültig läßt — dann ist es der beste Beweis, daß sie richtig daran tut, sich von ihm zu trennen, und dann soll er zum mindesten sehen, daß sie ohne ihn nicht verraten und verlassen ist, daß es Männer gibt, die sie in ganz anderer Weise verwöhnen, daß es Verzicht und Opfer war, wenn sie es so lange bei ihm ausgehalten hat. Und der Schluß all dieser Erwägungen war, daß sie die Kette umgelegt hat. Aber jetzt hat sic längst vergessen, daß sic an ihrem Halse leuchtet, und keinesfalls kann sie Albrechts sonderbaren Gesichtsausdruck damit in Zusammenhang bringen. Sie macht sich auch weiter keine Gedanken über diesen gutaussehenden Herrn, der besser schießt als sie. Auch nicht, als sie ihm eine halbe Stunde später ein zweites Mal begegnet. Wahrscheinlich würde sie ihn gar nicht wiedererkennen, wenn er nicht ernst und fast starr den Blick auf sie gerichtet hätte. „Ist sie das nicht wieder?" fragt Irmela heiter. „Deine Penthesilea vom Schießstand?" Und in der gleichen Sekunde zuckt sie zusammen. Fast hätte sie ausgerufen: „Meine Kette!" Aber sie beißt sich erschrocken auf die zitternde Lippe. Rein — Oer Verkehr mit Obst und Gemüse. Verschärfte Bestimmungen. - Auch innerhalb der Gemeinde jeder Direkt, verkehr zwischen Erzeuger und Verbraucher verboten. zeitig die Weinlese bedeutet. Der Wunsch nach Sonne drückt sich vor allem auch darin aus, daß gewisse Tage als Regentage allgemein gefürchtet sind. So zum Beispiel gleich im Anfang des Monats der 2. Juli, der Tag von Mariä Heimsuchung, der daher am Niederrhein Maria Eintropfentag oder Marientrief heißt. „Reg- nets an Mariä Heimsuchung, so regnets noch vier Wochen", behauptet eine Bauernregel. Und der gleiche Volksglaube knüpft sich an den 10. Juli, den Siebenbrüdertag: „Regnets zu Sieben Brüder, so regnets sieben Wochen." Doch das böse Zeichen kann am 15. Juli schon wieder aufgehoben werden. „Nimmt Apostel Teilung einen schönen Verlauf/So hebt er die Sieben Prüder auf", heißt es im Harz. Briefe in Bareiros Hand Roman von Anna Elisabet Weirauch Rechte durch Earl Duncker Verlag, Berlin W 35. 21. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Die Bedienerin hängt die kleinen, schwarzbe- rinaten Pappscheiben aus. Albrecht schießt zuerst, der Bolzen sitzt auf dem äußersten Kreis. Em Gemurmel ist um ihn, Hohn, Enttäuschung, Schadenfreude, Bedauern — in fernem straffen Gesteh rührt sich nichts. Auch nicht, als das Gemurmel sich zu Beifall und Bewunderung verstärkt. Kattas Bolzen sitzt haarscharf in dem dicken, schwarzen Mittelpunkt. Zwölf", ruft die Frau triumphierend, während sie'^die Scheibe abnimmt und herüberreicht. Mit einem fast mitleidigen Blick will sie Albrecht seine Scheibe geben. „Hängenlassen, bitte", bedeutet er kurz. Sein zweiter Schuß sitzt wieder auf dem äußersten Ring, fingerbreit von dem ersten. Und wieder trifft Katta ins Zentrum, und ihre Scheibe wird aus- gcwechselt. Albrecht bleibt auf ihrem Platz. Er schießt jetzt ziemlich schnell hintereinander. Das Gemurmel verstärkt sich, jetzt haben die ersten begriffen, was er beabsichtigt. Der Ring füllt sich, der äußerste, der zweite, der dritte. Die erstaunten Rufe werden lauter, einer macht den anderen aufmerksam. Das Geknalle neben ihm hat aufgehört, es nutzt Katta nichts, wenn sie zehnmal hintereinander eine zwölf schießt. Albrechts Scheibe ist mit Bolzen bespickt, es ist nur noch ein winziger Platz frei, und mit dem letzten Schuß setzt er den letzten Bolzen ms Zentrum, wie einen Schlußpunkt. „Dagegen kann ich nicht an!" sagt eine klingende Stimme neben ihm — es ist ärgerlicher Verzicht lst dem Ton und lachende Bewunderung. Und wäh« Nach dem Ende des ersten Weltkrieges wurde er in das 100 000-Mann'Heer übernommen, tat dort T-lenst in verschiedenen Stellungen als Abteilungsoder Regimentsveterinär und nahm als solcher auch on der Niederwerfung des kommunistischen Aufstandes im Ruhrgebiet teil. Bis zum Ausbruch dieses Krieges war it als Divisionsveterinär in Gießen tätig und wurde hier durch feine Tätigkeit weiten Kreisen bekannt. Nach Kriegsausbruch im Jahre 1939 rückte er in leitender Stellung gleich am ersten Tage aus und machte den gesamten Westfeldzug in Holland, Belgien und Frankreich bis zum Waffenstillstand im Juni 1940 mit. Er erhielt in diesem Feldzuge die Spange zum EK. Im November 1940 wurde Generalveterinär Dr. Garn in die Stellung des Wehrkreisveterinärs IX berufen. Die Darbietungen der Gutenberg-Festwoche Mainz standen auf einem beachtlichen Niveau. Ein Äammermusikabend des Strub-Quartetts, dessen Primgeiger gebürtiger Mainzer ist, machte zwischen dem von Leidenschaft und Innerlichkeit erfüllten Vortrag eines Schumann- und eines späten Beethoven-Werkes mit der letzten Quartett-Schöpfung Hans Pfitzners bekannt, deren gelöster sparsamer Alters'stil auch hier durch seine milde herbstliche Abgeklärtheit ansprach. Pfitzner war außerdem mit seiner Kantante „V o n deutscher Seele" vertreten, deren Eichendorff-Romantik durch Generalmusikdirektor Zwißler, selbst ein Pfitzner-Schüler, und ein erlesenes Solistenquartett erschlossen wurde. Bachs „Kunst der Fuge", in Wolfgang Gräsers orchestraler Fassung war ein zweiter Äonzertabend vorbehalten. In einer Neuinszenierung der „Jungfrau von Orleans" erreichte Heinz Hofer große künstlerische Geschlossenheit. Tony Reichel — Dan Eyck (Wien) war eine Johanna voll mädchenhaft verhaltenen Sendungsglaubens. In Hans Hombergs Komödie „Kirschen für Rom" hatte Paul Hoffmann vom Dresdener Staatstheater als Lukull einen rauschenden Erfolg. Die Ausstattung des von Intendant Tesmer inszenierten Stückes war von zwei Düsseldorfer Schülerinnen entworfen. Mit hervorragenden Gästen und Zwißler am Dirigentenpult gestaltete sich Wagntrs „Tristan und Isolde" zu einem starken Ausklang. Fritz Bouquet. Professor D. Hans Liehmann f. Professor D. Hans Lietzmann, der sehr namhafte Ordinarius der Kirchengeschichte an der Universität Berlin, verstarb nach längerem Leiden im Alter von 67 Jahren. Am 2. März 1875 in Düsseldorf geboren, habilitierte sich Lietzmann 1900 an der Universität Bonn, ging als ao. Professor 1905 nach Jena, wo er drei Jahre später Ordinarius wurde, und wirkte seit 1924 in Berlin. Lictzmaims gelehrte Arbeit, die als eine Fortführung der wissenschaftlichen Tradition Adolf von harnacks gelten darf, war in erster Linie der Geschichte der Alten Kirche gewidmet, worüber er em dreibändiges Werk vorlegte; andere Veröffent- lichungen beschäftigen sich mit Jesus, Petrus, Paulus und Luther. Auch das Problem Staat und Kirche hat er behandelt. Daneben erschienen von Lietzmann auch eine „Anleitung zur Himmelsbeobachtung mit kleinen Fernrohren" und eine Abhandlung „Schallanalyse und Textkritik". Lietzmann war Mitglied der Preußischen, der Göttinger, Münchener und Wiener 'Akademie und mehrerer gelehrten Gesellschaften des Auslandes. Prof. Lrnft Lehgus tödlich verunglückt. Bei der Besteigung des Nordgrates des Kleinkai- serls stürzte an einer schwierigen Stelle der Professor für Privat- und Wirtschaftsrecht an der Technischen Hochschule München Dr. Ernst Letzgus tödlich ab. Letzgus war erst im vergangenen Ja.hr nach München gekommen, um die Vertretung der durch das Ausscheiden des Professors van (£aHer sreigewordenen Professur für Privat- und Wirt- ' schaftsrecht wahrzunehmen. 1901 in Schorndorf (Wttba.) geboren, widmete er sich an den Umver- fitäten Tübingen, Leipzig und München dem «tu- tium der Rechtswissenschaft, promovierte 1925 in Tübingen und arbeitete dann als Assistent an Der Universität Berlin und am Institut für ausländisches und internationales Prioatrecht. 1930 wurde er Amtsrichter in Stuttgart, 1933 wurde er m Tübingen Landgerichtsrat, und erwirkte 1937. feine Zulassung als Dozent. Hendrik Diels Lhrendirigenl der Kölner Oper. Der Generaldirektor der flämischen Oper und des Philharmonischen Orchesters zu Antwerpen Hendrik Diels, "wurde vom Kölner Oberbürgermeister zum Ehrendirigent der Kölner Oper ernannt für die langjährige Förderung der engen Beziehungen zwischen den Opernhäusern Köln und Antmerpern^^ Der Nationalsozialistische Gaudienst Hessen-Nassau teilt mit: Trotz wiederholter Hinweise und eingehender Aufklärung der Bevölkerung haben sich zahlreiche Volksgenossen um das Verbot des unmittelbaren Aufkaufs von Obst und Gemüse beim Erzeuger nicht gekümmert. Die Folge dieser Disziplinlosigkeit ist. daß die Versorgung mit Obst und Gemüse in den Städten denkbar ungünstig ist. Es ist aber erforderlich, den kriegsnotwendigen Bedarf der Zivilbevölkerung und der Wehrmacht unter allen Umständen sicherzustellen. Daher müssen jetft gegen Erzeuger und Verbraucher, die gegen das Verbot des Direktverkehrs bei Obst und Gemüse verstoßen, die schärfsten Maßnahmen ergriffen werden. Da sich herausgestellt hat, daß durch die Zulassung des Direktverkehrs innerhalb der Gemeinde große Mengen von Obst und Gemüse durch übermäßige Eindeckung der Verbraucher der Allgemeinheit entzogen worden sind, ist durch eine neue Anordnung, die die früher erlassenen Bestimmungen aufhebt, nunmehr jetzt auch der Direktver- kehr mit Obst und Ge müse zwischen Erzeugern und Verbrauchern, die in der» selben Gemeinde wohnen, verboten. Eine Unterscheidung zwischen ortsansässigen und nichtortsansässigen Verbrauchern gibt es also nicht mehr. Die Anordnung stellt außerdem klar, daß auch Hausgartenbesitzer sowie Besitzer von Schrebergärten usw. ebenfalls unter das Verbot des Direktverkehrs fallen. Es wird dafür Sorge getragen werden, daß die Besitzer von Hausgärten, Schrebergärten usw., die mehr ernten, als sie im eigenen Haushalt verbrauchen können, die überschüssigen Erzeugnisse an Händler oder Sammelstellen aosetzen können. Die Polizei ist angewiesen, s ch ä r f st e Kontrollen vorzunehmen. Wer unzulässigerweise beim Schleichhandel mit Obst und Gemüse betroffen wird, muß nicht nur mit Beschlagnahme der Ware, sie kann die Frau keiner Funpunterschlagung bezichtigen, und das hätte sie unwillkürlich beinahe getan, wenn sie Albrecht aufmerksam gemacht hätte. Sie hat die Kette nicht verloren, wie Albrecht an- nimmt. Schlimm genug, daß sie diese Annahme ohne Widerspruch geduldet hat. Sie hat sie in den Händen von Fernando Bareiro gelassen, und aus eben diesen Händen muß die Tänzerin sie empfangen haben. „Ich habe Kopfweh!" sagt sie, und ihre Blässe macht diese Worte sehr glaubwürdig. „Hast du noch nicht bald genug von diesem sogenannten Vergnügen? Ich wäre heilfroh, wenn mir nach Hause führen ..." Albrecht ist sofort bereit. Der Ballsaal ist nicht der geeignete Ort, um Aufklärung zu verlangen. Und Aufklärung muß er haben. Er kann diese Sache nicht auf sich beruhen lassen. Den Rest der Nacht schlägt er sich mit seinen Gedanken herum. Also die Tänzerin Katta Serena trägt die Kette, die Irmela angeblich verloren hat, und Gerd kennt diese Tänzerin, und er hat in Irmelas Schrank nach der Kette gesucht, als Albrecht ihn überrascht bat; und dann hat Irmela die Kette an demselben Tag verlogen, an dem sie ihrem Bruder einen Scheck über einen hohen Betrag zugesteckt hat. Ein merkwürdiges, ein mehr als merkwürdiges Zusammentreffen. Natürlich muß in dieser Sache etwas unternommen werden, und es steht fest, daß er etwas unternehmen wird — nur über den richtigen Weg ist er sich noch nicht ganz im klaren. Was ihn am tief» ften trifft, ist Irmelas Verhalten. Daß ihr Wesen ihm immer so klar und durchsichtig erschienen ist, war ein großes Bestandteil seiner Liebe. Wenn sie ihn jetzt belügt, um den verbrecherischen Leichtsinn ihres Bruders zu vertuschen, warum dann nicht auch in anderen Dingen? (Fortsetzung folgt.) rend hinter ihm Zuruf und Händeklatschen an- schwellen, dreht er sich zum erstenmal zur Seite. Und Katta wendet ihm voll das lächelnde Gesicht zu. Er will eine Bemerkung machen, eine Höflichkeit t Er lächelt und öffnet die Lippen ... und schließt sie wieder, während sein Gesicht sich erstarrt. Denn in diesem Augenblick sieht er die Kette ... 25. An diesem Abend hat Katta zum erstenmal den Schmuck angelegt. Sie hat ihn vorher sehr, sehr lange nachdenklich in der Hand gehalten, hochgehoben, wieder zurückgelegt und wieder aufgenommen. Der Besitz ist ihr keine reine Freude. Sie bereut manchmal den unüberlegten Augenblick, in dem sie ihn angenommen hat. Den Augenblick, in dem die Leidenschaft eines fremden Mannes wie eine Flamme auf sie übersprang. Sie wünscht nicht, diesen Mann wiederzusehen, im Gegenteil. Oder höchstens um ihm wiederzuzustellen, was eigentlich fein Eigentum ist. Auch diese Möglichkeit haben ihre Gedanken gestreift. Wenn der Zufall will, daß er das Fest besucht, dann hat sie die Kette bei der Hand. Es ist eine Ehre für ihn, daß sie sie einmal umgclegt hat, aber sie wird ihn inständig ersuchen, sie zurückzunehmen. ... oder sie wird sie an Gerd zurückgeben. Denn im Grunde ist er der rechtmäßige Eigentümer, auch wenn er sie leichtsinnig genug verspielt hat. Gerd zu treffen, ist sie fast sicher. Es tut ihr ein wenig leid, ihn gekränkt zu haben, er läßt sich seitdem nicht mehr blicken. Er wird ein sehr erstauntes Gesicht machen, wenn er sieht, daß die Kette doch noch in die Hände gekommen ist, für die sie bestimmt war. Sie wird ihm sagen, daß sie ihm die Genugtuung geben wollte, sie einmal an diesem Feste zu tragen — und ihn bitten, sie wiederzunehmen, und wenn er das durchaus ablehnt, dann wird es eine liebe und etwas wehmütige Erinnerung an ihn fein. sondern — auch wenn es sich um verhältnismäßig geringe Mengen handeln sollte — mit ft r e n g e r Destrasung rechnen. Auch Erzeuger, die Obst und Gemüse unmittelbar an Verbraucher abgeben oder sonstwie im Wege des Schwarzhandels absetzen, werden streng bestraft. Handelt es sich hierbei um erhebliche Mengen, die der Allgemeinheit durch den Schwarzhandel entzogen werden, und wird hierdurch die Bedarfsdeckung gefährdet, so kann im Einzelfall Anklage vor dem Sondergericht wegen Kriegsverbrechens erhoben werden. Besitzer von landwirtschaftlichen Grundstücken, Schrebergärten usw., die ihren Wohnsitz nicht in der Gemeinde haben, in der sich das betreffende Grundstück befindet, müssen sich, wenn sie Obst und Gemüse von ihrem Grundstück zu ihrem Wohnsitz, befördern wollen, gegenüber den kontrollierenden Beamten durch eine Bescheinigung des Bürgermeisters der Gemeinde, in der sich das Grundstück befindet, ausweisen. Von der Einsicht der Volksgenossen wird erwartet, daß sie den ergangenen Vorschriften nachkommen und nicht in pflichtvergessener Weise durch ihr Verhalten die Versorgung der Allgemeinheit gefährden. Dabei wird nochmals darauf hingewiesen, daß die Bewirtschaftung von Obst und Gemüse vor allem dem Zweeck dient, eine gerechte Verteilung sicherzustellen. Sie ist vor allem im Interesse des wirtschaftlich schwächeren Bevölkerungsteiles veranlaßt worden, der sich sonst gegen eine Uebervorteilung durch egoistisch handelnde, materiell bessergestellte oder über „Beziehungen" verfügende Kreise nicht schützen könnte. Es wird sich jedoch auch durch diese Regelung, die zwar dem Prinzip der Gerechtigkeit Geltung verschaffen, jedoch die durch Witterungsschäden und kriegsbedingte Transportschwierigkeiten entstandenen Probleme nicht lösen kann, nicht vermeiden lassen, daß die Obst- und Gemüsevertsilung weiterhin mit großen Schwierigkeiten verbunden sein wird. Die Heimat wird diese Situation als unumgänglichen Beitrag zur Kriegführung zu tragen wissen. Professor Dr. Brüggemann 60 Jahre alt. Am morgigen Donnerstag, 2. Juli, kann der Direktor der Ohren-, Nasen- und Halsklinik der Universität Gießen, Professor Dr. A l s r e d Brügge- mann, seinen 60. Geburtstag begehen. An diesem Tage gehört der Jubilar auch seit 40 Jahren als Sanitätsoffizier der Reserve der deutschen Wehrmacht an, und ebenfalls morgen vollenden sich 20 Jahre seit dem Tage, an dem er als Direktor mit der Leitung der Universitätsklinik für Ohren-, Nasen- und Halskranke in Gießen betraut wurde. Professor Dr. B r ü g g e m a n n stammt aus Noithausen (Kreis Essen/Ruhr). Nach dem Besuch des Realgymnasiums in Schalke sowie des Städtischen Realgymnasiums und Gymnasiums in Düsseldorf machte er 1901 sein Matur und studierte dann an den Universitäten Freiburg, Würzburg, Straßburg und München Medizin. 1906 bestand er in München das Staatsexamen: dem praktischen Jahr in München und Düsseldorf folgte 1908 die Approbation. Dann war er von 1908 dis 1910 Assistent am Pathologischen Institut in Düsseldorf, hierauf von 1910 bis 1912 Assistent an der Chirurgischen Universitätsklinik in Kiel. Als Bolontärarzt war er 1912 an der Gießener Universitätsklinik für Ohren-, Nasen- und Halskranke tätig, wo er dann Assistenzarzt und Oberarzt wurde. 19'13 wurde er zum Privatdozenten ernannt. Von 1914 bis 1918 stand er als Oberarzt und Stabsarzt im Felde. 1918 erfolgte seine Ernennung zum a. o. Professor. Im Juli 1918 folgte feine Berufung als Leiter der Universitäts-Ohrenklinik in Dorpat, von wo er am 1. Januar 1919 nach Gießen zurückkehrte. 1922 wurde er Ordinarius und Direktor der Universitätsklinik für Ohren-, Nasen- und Halskranke, seit 1928 steht er als ärztlicher Leiter auch an der Spitze' der Heilstätte Seltersberg für Tuberkulose der oberen Luftwege. . Seiner hohen Auffassung vom ärztlichen Berus, seiner unermüdlichen Tatkraft, verbunden mit rheinländischer Frische allein konnte die Vollendung eines Lebenswerks gelingen, das sich die Möglichkeiten erfolgreicher ärztlicher Dienste an den Schwerstkran'ken seines Fachgebietes zum Ziele gefetzt hat. Als er nach vierjährigem Frontdienst als Chirurg aus dem ersten Weltkrieg zurückkehrte, hatte sein Verfahren zur Behandlung narbiger Strikturen des Kehlkopfes und der Luftröhre in der Welt Berühmtheit erlangt, und viele Verwundete blicken auch heute wieder dankbar zu ihm auf. Der bis Als Regentag ist der 22. Juli verschrien, der Maria- Magdalenentag. „Maria Magdalena weint um ihren Herrn / Drum regnets an diesem Tage so gern." Dagegen wird dem Regen am St. Annentag, em 26. Juli, der „Mitgift der heiligen Anna", besonderer Segen zugeschrieben,^und in Westfalen sagt man: „Bringt die heilige Anna Regen / Sv wird er zum Himmelssegen." Besondere Aufmerksamkeit wendet der Volksglaube im Juli den Nüssen zu. Man fürchtet für sie besonders den Regen am Margarethentag. „An Margarethen Regen / Bringt den Nüssen keinen Segen." In Westfalen gilt auch der Magdalenentag den Nüssen für gefährlich. Vom Jakobitag, dem 25. Juli, glauben die Rheinländer: „St. Jakob bringt das Salz in die Birnen." Auch für die Ernte ist Jakobi wichtig: „Jsts schön auf St.-Jakobitag / Diel Frucht man sich versprechen mag." Lprechstunde des KreisleKers. Die Sprechstunde des Kreisleiters findet am Donnerstag, 2. Juli, nachmittags von 15 bis 17 Uhr, in Gießen, Lonyftraße 18, statt. Amt für Agrarpolitik. Die Sprechstunde des Amtes für Agrarpolitik findet am Donnerstag, 2. Juli, nachmittags von 15 bis 17 Uhr in Gießen, Lonyftraße 18, statt. Tanzkunst mit Erwin Hoffmann. Der NSG. „Kraft durch Freude" ist es gelungen, für Sonntag, 5. Juli, in unserem Theater den Charaktertänzer Erwin H o f, f m a n n mit seinem Ensemble zu einem Gastspiel zu verpflichten. Die Künstler werden eine Szenenfolge „Getanztes Leben" gestalten, die ein lange nachklingendes Erlebnis zu werden verspricht. Erwin Hoffmann wird unterstützt von einer Schar guter Tänzerinnen und Tänzet, die sich feiner Führungs- und Gestaltungskraft untergeordnet und angepaßt haben. Aus der Eta di Gieße«. Oer Juli im Volksmund. „Im Juli großer Sonnebrand, ist gut für alle Leut und Land!" Dieser alte deutsche Bauernspruch gilt für alle Tage des Monats, denn nun reift auf Den Feldern das Korn der Ernte entgegen. Es ist die hohe stille Zeit des-Jahres, die bunten lachenden Frühlingsfarben, die noch dem Juni seinen Charakter gaben, sind verblaßt und haben einem gleichmäßig ernsten Grün, einem fahlen Gelb Platz gemacht. Täglich neigen sich die Aehren tiefer unter der Last ihrer Körner, täglich färben sie sich goldener. Bäume und Sträucher hängen voller Früchte, Kirschen, Himbeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren sind Gaden dieses Monats, während Aepfel, Birnen und Pflaumen noch Zeit zum -Reifen haben. Alle aber, auch die Erzeugnisse des Gemüsegartens, wollen Sonne und Wärme, um ihre letzte Vollendung zu erreichen. Da ist es denn kein Wurcher, daß Bauer und Gärtner besorgt nach dem Himmel schauen, und eine Fülle aller Wetterregeln erzählt von der Bedeutung, die er von jeher der Witterung gerade dieses Monats beimißt. Vielfach stößt man in deutschen Bauernregeln auf die Meinung, daß die Witterung im Juli der im Januar entspräche, „wie Der Juli mar, wird der Januar". Besonders wird der 25. Juli, Der Jakobitag, mit Weihnachten in Verbindung gebracht. „So warm Jakobi, so kalt Weihnachten", heißt es vieler- orts in Deutschland. Oder auch: „Der Vormittag vom Jakobstag / Das Wetter bis Weihnacht Deuten mag." Auch die Hundstage, die am 26. Juli beginnen, sollen für das Wetter des ganzen Jahres bedeutsam sein, und zwar gilt es als ein günstiges Zeichen, wenn sie hell und klar sind: „Hundstage hell und klar / Zeigen an ein gutes Jahr." Wenn wir einer schwäbischen Bauernregel glauben wollen, so soll das Juliwetter auch über die nächste Ernte schon Auskunft geben: „Wechselt im Juli stets Regen und Sonnenschein / So wird im nächsten Jahr die Ernte reichlich sein." Der 20. Juli, der Margarethen- tag, gilt als wichtig für den Herbst. „Wenn Mar- garetljentag trocken ist, gibt Gott einen guten Herbst", so heißt es namentlich in Weingegenden, wobei zu beachten ist, daß das Wort „Herbst" gleich- dahin aussichtslos scheinende Kampf gegen Die Schleimhauttuberkulose wurde nach entsprechenden Vorarbeiten von ihm im Jahre 1930 aufgenommen mit der Einweihung Der Heilstätte Seltersberg für Tuberkulose Der oberen Luftwege, deren Bau im Jahre 1928 begonnen wurde und deren Direktor er seitdem ist. Die Anerkennung für seine großen Er- olge in diesem Ringen gegen schwerste Krankheit erhielt er in Der Aufforderung zu einem Referat, das er im Frühjahr 1939 -in Wien vor einem großen internationalen Kreis von Fachärzten gehalten hat. Bei Ausbruch des jetzigen Krieges wurde Professor Dr. Brüggemann Chefarzt eines Reservelazaretts in Gießen, das Abteilungen fast sämtlicher Universt- tätskliniken umfaßt. In dieser Stellung, die er, neben der Leitung Der Universitätsklinik für Ohren-, Nasen- und Halskranke sowie Der Heilstätte Selters berg, als Oberstabsarzt Der Reserve noch bekleidet, stellt er wiederum wie im ersten Weltkriege sein reiches Wissen und seine große ärztliche Kunst in' Den Dienst unserer verwundeten Solbaten. Sr steht Professor Dr. Brüggemann, der sich nicht nur als Arzt und Hochschullehrer, sondern auch wegen seines vornehmen Charakters und seiner lie- bensmürDigen menschlichen Eigenschaften weithin in Stadt und Land größter Wertschätzung erfreut, als Leiter Dreier großer Krankenanstalten, als Dekan der Medizinischen Fakultät, als Forscher, Hochschullehrer und Arzt auf Der Spitze seines Schaffens. Am morgigen Tage gedenken alle, die mit Dem Jubilar als Arzt oder Wissenschaftler, als Freunde lind Bekannte, als Kranke oder Verwundete, als Schüler oder Mitarbeiter in.Beziehung treten konnten, feiner mit herzlichen Wünschen und freundlicher Gesinnung in Der Hoffnung, daß dem hochverdienten Arzt und Gelehrten noch viele Jahre segensreichen Schaffens im Dienste seiner hohen Aufgaben beschieden sein mögen. Bankdirektor pirrung 60 Jahre alt. Am heutigen Mittwoch, 1. Juli, kann der Direktor Der Deutschen Bank in Gießen Ed.Pirrung seinen (50. Geburtstag begehen. Direktor Pirrung, der am l.Juli 1882 in Edenkoben an Der Weinstraße geboren wurde, erhielt in Landau in Der Pfalz seine erste berufliche Ausbildung. Anfang Dezember 1902 trat er bei der Direktion der Disconto-Gesellschaft ein, die später mit der Deutschen Bank fusionierte. Zunächst mar Direktor Pirrung in Frankfurt a M. tätig und hatte dort in reichem Maße Gelegenheit, das Wirtschaftsleben unseres hessen-nassauischen Gebietes kennenzulernen. Seit 1930 ist er Direktor der hiesigen Niederlassung der Deutschen Bank. In dieser Eigenschaft ist er weiten kreise» unserer heimischen Wirtschaft bekannt gen)ort>.i Durch seine reichen Kenntnisse, seine soziale Einstellung und seine stets vornehme Gesinnung, verbunden mit einer aus dem pfälzischen Blute kommenden Lebensfreude, hat er sich das Vertrauen und die hohe Wertschätzung aller erworben, die mit ihm in Berührung kamen. Direktor Wagenschein SO Jahre bei den Gailschen Tonwerken. Am gestrigen 30. Juni konnte Direktor i. R. Raimund Wagenschein auf eine ununterbrochene 50jährige Tätigkeit in leitender Stellung bei der Firma Wilhelm Gail'sche Tonwerke AG. in Gießen zurückblicken. Als Betriebsleiter eingestellt, erhielt er 1903 Prokura, 1917 den Titel „Direktor", wurde bei Umwandlung der Firma in eine AG. 1919 erstes Vorstandsmitglied, seit 1936 ist er Vorsitzender des Auffichtsrcües. Die stetige erfolgreiche, Aufwärtsentwicklung des Unternehmens ist mit in erster Linie sein persönliches Verdienst; seine unermüdliche Schaffensfreude und enge Verbundenheit mit dem Werk wird dadurch gekennzeichnet, baß der jetzt 77jährige Jubilar seine reichen fachmännischen Kenntnisse auch heute noch in täglicher Bereitschaft dem Betriebe beratend zur Verfügung stellt. Aus Anlaß dieses seltenen Jubiläums wurden .mit einer schlichten Feier im Rahmen eines Betriebsappells am 30. Juni Direktor Wagenschein der Dank und die Glückwünsche der Firma und ihrer Gesamtgefolgschaft dargebracht und ihm im Auftrage des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen durch den Beigeordneten, Oberforstmeister Nicolaus, das vom Führer verliehene Treudienstehrenzeichen der Sonderstufe für 50jähriae ununterbrochene Tätigkeit bei den Wilhelm Gailschen Tonwerken überreicht. Auch die Vertreter der DAF. und der Jndustrie- und Handelskammer zu Gießen überbrachten dem Jubilar ihre Gratulationen. Gießener Schlachtviehmarkt. Auf dem gestrigen Gießener Schlachtoiehmarkt (Schlachtoieh-Verteilungsmarkt) in der Diehoersteige- rungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 44 bis 45, Bullen 37 bis 47, Kühe 20 bis 47, Färsen 36,5 bis 53, Kälber 33 bis 57, Schafe 38 bis 50 Rpf. je V2 kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,25, bl (135 bis 149,5 kg) 1,25, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,25, c (100 bis 119,5 kg) 1,23, d (80 bis 99,5 kg) 1,15, e—l (unter 80 kg) 1,11, gl) (fette Specksauen) 1,25 i (Altschneider) 1,25, g2 (andere Sauen) 1,15, h (Eber) 1,15. Marktverlauf: Alles zugetoilt. * ** E i n Fünfundsiebzigjähriger. Am morgigen Donnerstag, 2. Juli, kann der Postassistent Unter Leitung des Verwaltungsdirektors Jahn vom Landesfremdenverkehrsverband 'Rhein-Main, Sitz Frankfurt a. M., fand am gestrigen Dienstagnachmittag im Hotel Hopfeld in Gießen eine Tagung für das Gebietsreferat Oberhessen-Vogelsberg statt, an der neben den Landräten und Bürgermeistern die in der Fremdenverkehrsarbeit tätigen Männer aus allen Gegenden Oberhessens teilnahmen. Zu Beginn der Tagung überbrachte Direktor Jahn die Grüße dies am Erscheinen verhinderten Leiters des Landesfremdenverkehrsverbandes, Oberbürgermeister Ritter, Gießen, sodann machte er einige Mitteilungen über die Arbeit des Fremdenverkehrsoerbandes unter den Bedingungen der Kriegszeit und insbesondere über die Betreuung unserer Soldaten durch Uebermittlung von Druckschriften und durch Veranstaltung von Vorträgen über Land und Leute im Rhein-Main-Gebiet. Dabei hob er u. a. hervor, daß durch den ehrenamtlichen Vortragsdienst des Landesfremdenverkehrsverbandes bisher schon über 1000 Vortragsveran- taltungen vor über 100 000 Soldaten durchgeführt wurden, denen dabei unsere engere Heimat Oberhessen und Vogelsberg nahegebracht wurde. Sodann berichtete Direktor Jahn eingehend über den wichtigsten Punkt der Tagesordnung, die „Lenkung des Fremdenverkehrs im Kriege" auf Grund der Anordnungen des Staatssekretärs für Fremdenverkehr. Dabei betonte der Redner die wichtigsten Bestimmungen dieser Anordnungen, aus denen besonders mitzuteilen ist, daß der Beherbergungsraum in den Fremdenverkehrsgemeinden — nur für Orte mit dieser Eigenschaft gelten die Bestimmungen — bevorzugt zur Verfügung zu stellen ist: 1. in erster Linie den Fronturlaubern, d. h. den Urlaubern der Wehrmacht, der Waffen-der Polizei und des l.N. Johannes Rettz, Weferftraße 29 wohnhaft, in bester körperlicher und geistiger Frische seinen 75. Geburtstag begehen. Dem Jubilar bringen auch wir herzliche Glückwünsche dar. ** Mieterjubiläum. Am 1. Juli 1942 sind es 30 Jahre, daß Herr Ludwig Stroh im Hause Sandgasse 11 wohnt. Ein Zeichen besten Einvernehmens zwischen Mieter und Vermieter. Verduukeluugszeit: 1. Juli von 22.48 bis 4.33 Uhr. Reichsarbeitsdienstes sowie des Wehrmachtgefolges (einschließlich der Angehörigen von Organisationen, die im Rahmen des Wehrmachtgefolges eingesetzt sind), soweit sie außerhalb des Reichsgebietes im Einsatz stehen; 2. den Volksgenossen, die kriegswichtige Arbeit leisten, insbesondere den Angehörigen der Rüstungsbetriebe, und denjenigen Volksgenossen,, deren Tätigkeit für die siegreiche Beendigung des Krieges und für den Fortgang des wirtschaftlichen und kulturellen Lebens während des Krieges wichtig ist, den Schwerkriegsbeschädigten, den Witwen, Eltern und Kindern der in diesem Krieg gefallenen Wehrmachtangehörigen, die mit diesen im gleichen Haushalt gelebt haben; zu diesem bevorzugt zu berücksichtigenden Personenkreis gehören auch die zum Haushalt zählenden und mit den Urlaubern gemeinsam reisenden Angehörigen. Die Zugehörigkeit zu einer dieser bevorzugten Gruppen ist durch Bescheinigungen der Zuständigen Stellen nachzuweisen. Die Beherbergungsdauer in den Fremdenverkehrs- gemeinden im Laufe eines Jahres wird auf insgesamt drei Wochen beschränkt; ein längerer Aufenthalt ist nur dann zulässig, wenn er zur Durchführung einer Kur notwendig ist. Zeit und Dauer der Beherbergung in einer Fremdenverkehrsgemeinde müssen in die dritte Reichskleiderkarte eingetragen werden. Oertliche Regelungen über die Beschränkung der Aufenthaltsdauer durch Polizeiverordnung werden durch diese Bestimmungen nicht berührt. Von den Bestimmungen dieser Anordnungen sind u. a. ausgenommen: 1. solche Personen, die sich nachweislich aus. beruflichen Gründen vorübergehend aufhalten; 2. Erwachsene und Kinder, die mit amtlicher Förderung der Dienststellen der Partei und des Staates verschickt werden, ferner Bombengeschädigte mit einer parteiamtlichen oder behördliche Bescheinigung; 3. Mutter mit Kindern bis drei Jahren und alte und gebrechliche Personen aus Gebieten, auf die sich die erweiterte Kinderlandverschickung erstreckt, sofern sie sich durch eine Be* scheinigung der zuständigen Dienststellen der NSV. ausweisen können. Direktor Jahn erläuterte diese Bestimmungen in ollen Einzelheiten, wobei sich auf viele Fragen aus der Versammlung heraus ein sehr aufschlußreicher und klärender Meinungsaustausch ergab, dessen Resultat zweifellos auch zur Förderung des Fremdenverkehrs in unserem engeren Heimatgebiet beitragen wird. Nach Erledigung^ einiger weiterer Punkte der Tagesordnung, die in gewissem Zusammenhang mit dem Hauptpunkt standen, zeigte Oberstudiendirektor Philipps, Friedberg, noch eine große Reihe von Lichtbildern aus Oberhessen, die er bei seinen Vorträgen in der Truppenbetreuung unseren Soldaten zugänglich macht, um ihnen dadurch die Schönheiten unserer Heimat zu offenbaren. Mit einer kurzen Aussprache über die Verhältnisse in unseren ober- hessischen Fremdenverkehrsgemeinden fand die Tagung ihren Abschluß. . ' Kreis Dehlar. £ ßaundbad), 1. Juli. Morgen wirch unser Mitbürger Joh. Peter Schmidt 80 Jahre alt Der alte Herr, der über 40 Jahre bei der Firma C. Klingspor, Gießen, tätig war, ist körperlich und geistig noch sehr rüftig. Er arbeitet noch tüchtig in der Landwirtschaft. Im heimischen Gesangverein, dem er bereits über 50 Jahre angehört, wirkt er heute noch aktiv mit. Herzlichen Glückwunsch! polnischer Sittlichkeitsverbrecher unschädlich gemacht. Lpd. Frankfurt a. M., 30. Juni. Das So Mer- gericht Frankfurt am Main verurteilte den Polen Edward Sarzynsti, der als Landarbeiter in Usingen beschäftigt war und an dem dreijährigen Töchterchen eines deutschen Frontsoldaten eün Sittlichkeitsverbrechen begangen hatte, zum TodL. Wer sich an der Jugend des deutschen Volkes vergreift, kann, wie der Vorsitzende in der Urteilsbegründung ausführte, auf Milde nicht rechnen. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Dolit« und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans ThvriotS für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange ft. QL Berlagsletter: Dr.-Jng. Erich Hamann; Anzeigenletter: Hans Bttf. AnzeigenpreiSlifte Nr. 6. Die Lenkung des Fremdenverkehrs im Kriege. Eine Arbeitstagung in Gießen. Heute haben wir unseren lieben Vater Herrn Heinrich Winn seinem Wunsche entsprechend in aller Stille zur letzten Ruhe geleitet. geb. 6.11.1854 gest. 26.6.1942 Luise Müller, geb. Winn, Reichsrichterswitwe; Regierungsrat AugustWeimer und Frau Marie, geb.Winn; Reg.-Oberveterinärrat Dr.Willi Klump und Frau Sophie, geb.Winn; Dr. Hans Winn und Frau Loni, geb. Schurig; Landgerichtsdirektor Max Locher, z. Z. Kriegsgerichtsrat im Felde, und Frau Gertrud, geb.Winn; 8 Enkel u.6 Urenkel Gießen, den 30. Juni 1942. 2064D Heute vormittag entschlief sanft nach kurzem, schwerem Leiden mein innigstgeliebter Mann,* unser guter Vater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Wilhelm Hahn I. Oberleilungsaufseher i. R. im 67. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Elisabeths Hahn, geb. Rink Familie Karl Hahn Wilhelm Hahn, z. Z. im Felde, und Familie Familie Friedrich Nicolai u. alle Angehörigen Großen-Buseck, Nidda, den 30. Juni 1942. Die Beerdigung findet statt am Donnerstag, dem 2. Juli, nachmittags 2/2 Uhr. ________________________2065 D 03152 Heute entschlief sanft im 58. Lebensjahre mein innigstgeliebter Mann, unser herzensguter Vater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel Bäckermeister Ludwig Metzger nach einem arbeitsreichen Leben. Im Namen der Trauernden: Frau Kätchen Metzger, geb. Stühler Ludwig Metzger und Frau Marie, geb. Keil Wilhelm Metzger, z. Z. im Felde Alfred Metzger, z. Z. im Felde. Wetterfeld, den 30. Juni 1942. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 2. Juli, nachmittags 3 Uhr statt. Danksagung. BS® Für die zahlreichen Beweise herzlicher A Anteilnahme an dem schweren Leid, das uns durch den Soldatentod unseres unvergeßlichen Entschlafenen Adolf Muhl, Uffz. im Stab eines Inf.-Regts., betroffen hat, sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Anni Muhl Wwe., Dagmar Muhl, Johannette Muhl Wwe. Wilhelm, Karl, Emil Muhl und alle Angehörigen. Gießen, im Juli 1942. 03146 2062 D Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme, sowie für die Kranz- und Blumenspenden bei dem Heimgange meines lieben Mannes danke ich herzlichst, Elisabeth Quirein, geb. Altvater. Gießen (W'ilhelmstr. 50), den 30. Juni. 1942. - __________________________________03143 I*ür die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unserer lieben Entschlafenen Frau Marie Schlotzhauer, geb. Stückrath W*r, herzüchcn Dank. Besonderen Dank V Krankenschwester Emma Emmerich, so- Wnrtlerrn l^arrer Weisel für die tröstenden und Riam (,rat)e und allen, die durch Kranz- gedacht^nSpende.n und das ,etzc Geleit ihrer Im Namen der Hinterbliebenen: llcuohnu, Heinrich Schlotzhauer.. Heuchelheim, den 1. Juli 1942- Gietzen, den 29.Juni 1942. [2060D im Juni 1942. Ilka-Gerlinde Wl Gießen Wetzsteinstraße 14 Berlin Niederbarnimstraße 14 Wiedereröffnung heute 18 Uhr 2-3 Zimmer unö Me in gutem Hause gesucht. Schriftl. Angeb. unter 03154 an den Gieß. Anz» Nicht zu dick! Hauchdünn genügt; Wer zu viel nimmt, wird gerügt. Halte darin Disziplin, mit IhreVermählunggeben bekannt Kurt Bösenberg Unteroffizier bei der Luftwaffe Elfriede Bösenberg geb. Altbaus Berufstät. Frau sucht sofort ein leeres od. möbl. Zimmer Etw. Hausarbeit kannübernomm. werden. - Sehr. Ang. unt. 03147 an ü. Gieß. Anz. || Verschiedenes | MM zugelaufen 9?üde,Drahthaar Tierschutzverein Gießen. Abzuholen bei L. Haas, Walltorstr. 34. Tel. 2806. [03151 Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Lauterbach, Friedberg und den Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Der Landrat des Landkreises Gienen. Dr. Lol?. Z-4'Zjmmer- WoOnong evtl, im Tausch mit 4-Zimm.- Wobn.inMainz, gesucht. - Schr. Ang. unt. 03135 an d. Gieß. Anz. 1 leeres Zimmer in gutem Hause zu mieten gesucht. - Schriftl. Ang. unt. 03155 an d. Metz. Anz. Gastspiel des Orchesters: ________________________________________________2061 D Stundenfrau 2x3 Std. wöch. zu älterem Ehepaar gesucht. 03109 Anfrage: Lieblgftr. 47 L Bekanntmachung. Gemeinsame Bekann tmachung der Landkreise Alsfeld,Büdingen. Friedberg, Gießen und Lauterbach, sowie des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen. Erweiterung des Knnsthonigbezugs. Nach einer Anordnung des Herrn Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft können die Verbraucher mit sofortiger Wirkung Kunsthonig auf die Abschnitte der Reichszuckerkarte und auf die zum Zuckerbezug berechtigten Abschnitte der Neichskarte für Marmelade (wahlweise Zucker) beziehen. Für 100 Teile Zucker sind jeweils 125 Teile Kunsthonig aüzugeben. Den Verbrauchern steht es frei, in welchem Umfange sie von dieser Bezugsmöglichkeit Gebrauch machen wollen. Die Verbraucher können also z. B. auf einen Abschnitt der Reichszuckerkarte über 450 Gramm 250 Gramm Zucker und 250 Gramm Kunsthonig oder 350 Gramm Zucker und 125 Gramm Kunsthonig beziehen. Die Abgabe von Kunsthonig an Kinder bis zu 1'4 Jahren auf den Abschnitt F 3 der Neichsfettkarte wird durch vorstehende Regelung nicht berührt. 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Jaschke ______ 03148/ Deutscher Alpenverein Zweig Gießen— Oberhessen Die Monatsversammlung am 1 .Juli findet nicht imHotel-Restaur. ,,Hindenburg“, das wegen Betriebsferien geschlossen ist, sondern im Hotel-Rest. „Bayrischer Hof“ in Gießen,Bahnhofstr.45,statt. joasD Ihr Berater in allen Punktfragen »KÖHLER. * GIESSEN das große Spezial-Haus für gute Herren- und Knaben- Kleidung Bis auf weiteres am Montag- und Donnerstag -Vormittag geschlossen! K ___ 357 A GIESSENER KONZERTRING 1941/42 Arbeitsgemeinschaft Konzertverein - NSG. Kraft durch Freude - Theater Donnerstag, 9. Juli 1942, 20 Uhr, Universitätsaute 12. Konzert Gruppe B Nr. 6 VIOLIN - ABEND ROMAN SCHIMMER Am Flügel; Hermann Loux Werke von Beethoven - Schubert - Paganini — Sarasate — Schimmer Der Konzertflügel ist vom Pianohaus Schönau. Eintrittskarten: RM. 1.50. 2.—, 2.75 und 3.50 bei Musik-Challier, Neuen weg 10 (Ruf 2671) und in der Kartenverkaufsstelle der NS G.Kraft durch Freude, Seltersweg 60 (Ruf 3961). Studentenkarten RM. 1.— nur im Vorlesungsgebäude gegen Ausweis.______ Oberschule für Jungen in Grünberg (Vollanstalt für Jungen und Mädchen) [Oberhewen Anmeldungen für das neue Schuljahr werddn am Dienstag, 7. Juli, von 10 bis 13 Uhr iry Direktorzimmer derSchule entgegengenommen. Vorzulegen sind: Geburtsschein, Impfschein und Abgangszeugnis. Aufgenommen werden in die 1. Klasse solche Kinder die die Grundschule 4% Jahre besucht haben; es köti' nen aber auch körperlich und geistig gut entwickelte Kinder nach dem Besuch der drei ersten Klassen der V olksschule ohne weiteres in der Oberschule angemeldet werden. Die Aufnahmeprüfung für Klasse 1 findet anj Dienstag, dem 14. Juli 1942, um 8 Uhr statt. Der Oberstudiendirektor: Dr. Haun. 2056D • _,_•!£ In, -LLMi! Ctaflfi genügt oft schon ein halber KNORR - Soßenwürfel, um die eigene Soße zu verlängern und zu ver* feinem. Sie brauchen den ’/i Wurfe! nur fein zu zerdrücken, mit reichlich V» Ufer Wasser glattrühren und 3 Minuten mitkochen zu lotsen* KNORR