(92. Jahrgang Nr.W Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener ^amilienblätter Heimat inlBild-DieScholle Berugsvreis: Monatlich.....RM.1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanscbluß 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" Postscheck 1168k Frankf./M. Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 81/» Ubr desBormittagS Anzeigen-Preise: Anzeigenteil 7 Rvf. je nun bei 22 mm Zeilenbreite, Textteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel I AbschlüsseMengenstanelv Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25"/.mehr Vrühlsche Univerfitätrdruckerri TL Lange General-Anzeiger für Oberhessen -iehen^Zchulstrahe 7-- fr 4J ▲ W q Freitag, (. /Zamstag, 2. Mai (942 GlehenerAnzelger Sieg -er Gemeinschafi Von Curt Hübner. Vor Sturzkampfflugzeug Dornier Do 217 Diesen Krieg wird das fleißigste und das tapferste Schaffenden in entscheidender Stunde nur ein Ziel: Höchstleistung! sie, wie es der Führer am Tage der Machtübernahme gefordert hat, Waffen und Munition, soviel die Front unserer Soldaten braucht. Die Erkenntnis, was die Arbeit bedeutet und eine wie starke Waffe im Ringen der Völker sie ist, läßt den deutschen Menschen in dem im Kriegseinsatz stehenden Betrieben das Höch st e und Letzte geben. Es sind ja dieselben deutschen Menschen wie die im feldgrauen Rock vor dem Feind, und sie wollen sich nicht von diesen beschämen lassen. Der deutsche Arbeiter weiß, daß es in seiner Hand liegt, die Entscheidung und den Sieg unserer Soldaten zu beschleunigen. Darum gibt es in der Front der Höchstleistungen der Schaffenden für den Sieg der deutschen Waffen Auf Grund der Erfahrungen der deutschen Sturzkampfwaffe entwickelten die Dornier-Flugzeugwerke mit der Do 217 ein neues zweimotoriges Sturzkampfflugzeug. Die beiden starken Doppelsternmotoren der BDM.-Flugmotorenwerke verleihen dem Bomber eine so hohe Geschwindigkeit, die fast an die der gegnerischen Jäger herankommt. Durch die Anordnung der neuen Sturzflugbremse, die sich am Rumpfende schirmartig öffnet und schließt, erhält das Flugzeug eine hervorragende Stabilität während des Sturzes. Bombenschächte großer Ausmaße ermöglichen die Unterbringung von schwer st en Bomben sowie Torpedos und Im Gemeinschaftshaus der DAF. in Berlin begann eine Kriegsarbeitstagung der Gauobmänner und Amtsleiter der Deutschen Arbeitsfront, an der auch die Reichsfrauenführerin Frau Scholtz-Klink und die Reichstreuhänder der Arbeit teilnehmen. In Anwesenheit des Reichsorganisationsleiters Dr. Ley und seines Stabsleiters Simon eröffnete der Geschäftsführer der DAF., Oberbefehlsleiter Marrenbach, die Tagung. Es sprachen der Preiskommissar für die Preisbildung, Staatssekretär Fischböck, der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz Gauleiter Saude! und der Reichsminister für die besetzten Ostgebiete, Reichsleiter Alfred Rosenberg. Am Freitag werden Reichsminister Speer und Reichswirtschasts- minister Funk sprechen. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley wird abschließend das Ergebnis der Kriegsarbeitstagung zusammenfassen. Minen im Rumpfinnern. Mit der Geschwindigkeit wurde auch die Zuladung dieses Sturzkampfflugzeuges im Vergleich zu den bisherigen Mustern erheblich vergrößert. Die starke, aus Kanonen und MG.s bestehende Bewaffnung nach vorn findet eine Ergänzung in einer hinter dem Führerstand angebrachten Panzerkuppel, aus der mit schweren Massen nach allen Seiten geschossen werden kann. Das Flugzeug hat sich sowohl im Mittelmeerraum, beim Kampf gegen die britische Schifffahrt wie stn Englandeinsatz und Ostfeldzug glänzend bewährt. — (Scherl-Bilderdienst-M.) „Rur in der Volksgemeinschaft sind Fragen zu lösen, an denen der einzelne verzaaen, verzweifeln, scheitern muß. Diese organisatorische Gemeinschaft ist die Voraussetzung für die Lösung der großen Gemeinschaftsaufgaben." Adolf Hitler am 1. Mai 1936. neun Jahren prägte der Führer auf dem 1. Nationalen Feiertag des deutschen Volkes auf dem Tempelhofer Feld das Wort „ Ehret die Arbeit und achtet den Arbeiter". An diesem Tage stand Deutschland zum ersten Male in einer gemeinsamen Front der Arbeit unter einem neuen Arbeitsbegriff. Es'mag damals noch Millionen Deutsche gegeben haben, die weder die neue Zeit verstanden, noch der Ueberzeugung zu sein vermochten, daß die Kluft, die durch die Reihen des arbeitenden Deutschland ging, je würde überbrückt werden können. Kapital und Arbeit waren nach der damals noch weitgehend verbreiteten Auffassung zwei Gegenpole, die sich immer abstoßen mußten. Heute, neun Jahre später, liegt der Klassenkampf der liberalistischen Zeit, der dem deutschen Volk schwere nationale und soziale Wunden geschlagen hat, in unserer Erinnerung so weit zurück, daß er uns eigentlich nur noch als böser Traum erscheint. Heute sind alle diese Klassen-, Standes-, Stammesund Glaubensgegensätze in der einen großen Volksgemeinschaft aufgegangen, die unter der Parole steht: Ein Volk, ein Reich, ein Führer! Die Schaffung dieser einigen deutschen Volksgemeinschaft war das Grundziel des Kampfes Adolf Hitlers. Denn „nur in der Volksgemeinschaft sind Fragen zu lösen, an denen der einzelne verzagen, verzweifeln, scheitern muß". Groß war die Zahl der Fragen, die zu lösen war, als der Nationalsozialismus berufen wurde, die Führung von Volk und Staat zu übernehmen. Im Vordergrund standen zwei Hauptaufgaben zur vordringlichen Lösung: „1. Rettung des deutschen Bauern durch Sicherstellung des Bauernhofes, und 2. Rettung des deutschen Arbeiters durch Sicherung des Arbeitsplatzes." Heute, am Nationalen Feiertag des deutschen Volkes, erscheint es angebracht, sich zum Vergleich mit dem Einst und dem Heute wieder einmal klar darüber zu werden, welche Aufgaben der Führer stellte, um sie restlos zu verwirklichen. Sicherung des Bauernhofes und Sicherung des Arbeitsplatzes! Niemand hat vor neun oder gar vor zehn Jahren zu glauben oder zu hoffen gewagt, daß solche oder ähnliche grundlegende Probleme jemals ihre Lösung finden könnten. Heute sind beides keine Probleme mehr, sondern vollzogene Tatsachen. Ihre Lösung erfolgte ohne wirtschaftliche, politische oder soziale Erschütterungen wie selbstverständlich. Was aber heute selbstverständlich erscheint, ist in Wahrheit das Ergebnis einer überragenden. NSG. Eine der ersten Maßnahmen des Führers nach der Machtübernahme war es, Ordnung im deutschen Arbeitsleben zu schaffen. Bereits unmittelbar im Anschluß an den Tag der Nationalen Arbeit, dem l.Mai 1933, übernahm die Nationalsozialistische Betriebszellenorganisation die Gewerkschaften, und noch im gleichen Jahre entstand die größte Organisation der Welt, die Deutsche A r b e i t s f r o n t, die als schlagkräftiges Instrument der Partei den Auftrag erhielt, das Arbeitsleben in Deutschland neu zu gestalten. In breiter Front setzte damals eine Arbeit ein, deren Bedeutung kaum einer voll erkannte, deren ungeheure Auswirkungen uns aber schnell durch die Bewährungsprobe dieses Krieges deutlich vor Augen oeführt wurden. „Jedem Deutschen einen rl r b e i t s p l a tz", lautete zunächst die Parole, die in gemeinschaftlicher Arbeit mit den Arbeitseinsatzbehörden des Staates verwirklicht wurde. So wurde schnell der ungeheure Leerlauf abgestellt, 6et unsere Leistungsfähigkeit und unsere Wehrkraft laufend unterhöhlte. Als diese Maßnahme im vollen Laufen war, und die Stempelstellen mehr und mehr leer wurden, folgte der Ruf: „Jedem Deutschen seinen Arbeitsplatz!" Es wurde im Arbeitsleben dafür gesorgt, daß jeder an den Platz kam, an dem er nach seiner Vorbildung und seinen Fähigkeiten die größtmögliche Leistung erreichen kann. Aus dieser großen Zielsetzung ergaben sich die ersten Maßnahmen der Deutschen Arbeitsfront, besonders auf dem Gebiet der Berufserziehung, wo es war, Lücken in der Ausbildung auszufüllen, die in verantwortungsloser Weise versäumte Berufserziehung der Jugend nachzuholen, und die Menschen, die nicht den Erfordernissen unserer Volkswirtschaft entsprechend ausgebildet waren, umzuschulen. In überraschend kurzer Zeit zogen ein neuer Geist und neues Leben in den deutschen Betrieb ein. Innerlich und äußerlich wurde Ordnung geschaffen. Aus Arbeitgebern unib Arbeitnehmern wurden B e - trieb sführer und Gefolgschaft, wurden Arbeitsbeauftragte des deutschen Volkes, wurde die Betriebsgemeinschaft. „Schönheit der Arbeit" hielt in den Werkstätten, Fabrikhallen und Kontoren Einzug, Schmutz und Gerümpel wurden beseitigt, und Licht, Luft und Sonne erhielten Zutritt zum Arbeitsplatz. Ein Ende hatte das Dahinleben des Arbeitslosen, das traurige und freudlose Dasein von Millionen deutscher Menschen, die keine Aufgabe mehr hatten. Die Kräfte spannten sich wieder, die Menschen erstrebten ein Ziel, das jedem einzelnen in dem großen Aufbau gesteckt war, und nach den Stunden und Wochen ehrlicher Arbeit bot die NS. -Gemeinschaft „Kraft durch Freude" in Veranstaltungen und Urlaubsfahrten Entspannung und Erholung. Volk gewinnen. Ein Aufruf Or.Leys zum H.Mai an alle Werktätigen in Stadt und Land. Gar mancher hat damals an der Richtigkeit dieser weit gesteckten Planung gezweifelt, zumal lange Zeit die einheitliche Linie der Vielzahl einzelner Maßnahmen nicht leicht erkennbar war. Aber unbe- irrbar ging die Bewegung auch auf diesem Gebiet den eingeschlagenen Wea und gestaltete das gesamte soziale Gefüge im deutschen Arbeitsleben um. Dabei richtete sie immer wieder den Appell zur freiwilligen Mitarbeit an den einzelnen, an die Betriebsgemeinschaft. Wie Überall, wo die Partei anfing, waren es erst wenige, die sich mit ganzem Eifer für das neue Ziel einsetzten. Aber bald wurden es immer mehr, und heute ist kaum noch ein Betrieb vorhanden, der nicht im Leistungskampf steht und um die vom Führer geschafienen Auszeichnungen als Nationalsozialistischer Mu st erbe trieb kämpft. All- Mrlich wird den Betrieben in diesem Leistungskampf eine neue Aufgabe gestellt, die sich aus den bisher erreichten Voraussetzungen und den Erfor- bermssen der Stunde ergibt. Standen in der ersten Zeit die Sorge um die Eingliederung und richtige Eingliederung der Menschen in das Arbeitsleben, iie Bemühungen um eine saubere Gestaltung der Betriebe und die kulturelle Hebung der Lebensansprüche im Vordergrund, waren es während der Zeit der steigenden außenpolitischen Bedrohungen bie Anstrengungen um die Sicherung unserer Eigenwirtschaft (Autarkie), so sind es heute die eisernen Notwendigkeiten des Krieges und der Sicherung des höheren Lebensrechtes des deutschen Menschen gegenüber Untermenschen und Verbrechern, die uns in Fesseln schlagen wollten und auf unsere Vernichtung sinnen. Diese planmäßige Arbeit, die immer der Durchführung und Verwirklichung unserer nationalsozialistischen Forderungen und damit dem deutschen Menschen und dem deutschen Volke dient, hat bereits wundervolle Früchte getragen. Sie war das tragende Fundament im zweiten Vierjahresplan, in dem unser Volk von dem Würgegriff der Abhängigkeit von überseeischen Zufuhren frei wurde. Sie stellte ein Heer arbeitswilliger Menschen bereit, auf das der große Baumeister, unser zu früh gestorbener Reichsminister Dr. Todt zurückgreisen konnte, als er in kürzester Zeit das gewallige Werk des Westwalles begann. Sie bot eine wesentliche Voraussetzung für die Erzielung des Vorsprunges unserer Aufrüstung und bat das Vertrauen des schaffenden deutschen Menschen gewonnen, der heute den höchsten Einsatz leistet, weil er weiß, daß der Nationalsozialismus ihn nicht enttäuschen und ihm seinen Anteil an dem geben wird, was per gemein* ome Einsatz unseres Volkes für uns bringt. So blicken wir in diesem Jahr voll ^tolz auf neun Jahre deutscher Arbeit zurück, die planmäßig gelenkt und zum Nutzen unseres Volkes eingesetzt wurde. Zu jeder Zeit bat die tfront der Arbeit das gegeben, was für die Erfüllung der gestellten Aufgaben notwendig war. Heute erzeugt Berlin, 2. Mai. (DNB.-Funkspruch.) Zum Nationalen Feiertag des deutschen Volkes erließ Reichs- organifationsleiter Dr. Ley folgenden Aufruf an alle Werktätigen: Arbeiter und Arbeiterinnen! Betriebsführung und Gefolgschaft! Endlich ist nun doch der Frühling gekommen. Vielleicht ist noch nie im Leben unseres Volkes dieser 1. Mai so ersehnt worden wie dieses Mal. Nicht nur für die Heimat brachte dieser Winter große Härten mit sich, sondern noch viel schwerere an der Front. Wen gibt es im deutschen Volke, der nicht irgendeinen Lieben, sei es im Nordeck oder im Osten, hat? Was für diese aber der Frühling bedeutet, kann die Heimat kaum ahnen. Seit mehr als hundert Jahren war eine Kälte von minus 50 Grad Celsius auch in Rußland nicht bekannt. Der Winter 1812 auf 13 zeigte als tiefste Temperatur 26 Grad Celsius unter Null. Und daran sind einst ,bie Armeen Napoleons zerbrochen. Der deutsche Soldat und die mit ihm verbündeten Nationen haben unter dem Schrecken von Schnee und Eis auch schwer gelitten, aber sie haben trotz alledem selbst diesen russischen Winter überwunden. Durch ihre Widerstandskraft ist die Hoffnung unserer bestialischen Gegner zerschlagen worden. Arbeitende Männer und Frauen in Stadt und Land! Wir können uns nicht genug hineindenken mit unserer Vorstellungskraft in die Leiden der hinter uns liegenden Monate, die unsere Soldaten ertragen mußten. Unsere Soldaten, denn es sind unsere Volksgenossen, Brüder, Väter, Männer und Söhne, die so übermenschliches Opfer gebracht und damit eine grausame Natur bezwungen haben. 3m Kamps gegen die vom Bolschewismus vertierten IHaffen sind sie monatelang von Sieg zu Sieg geschritten. Um wieviel härter aber war ihr Kampf gegen Schnee, Eis, Kälte und den ewigen Wind und Sturm. Wir können so stolz fein auf diese Männer und haben in der Heimat nur eine einzige Pflicht zu erfüllen: ihrer wenigstens annähernd würdig zu fein. Ihr alle, deutsche Arbeiter und Arbeiterinnen, habt es gefühlt, daß dieser Winter nicht über irgendeinen x-beliebigen Krieg entschieden hat, sondern über das Schicksal Deutschlands, und zwar über das Leben unseres gesamten Volkes. Wir alle waren Zeugen einer weltgeschichtlichen Auseinandersetzung in den weiten Eiswüsten Rußlands* die von Europa eine entsetzliche Katastrophe ferngehalten hat. Der höhere Wert unserer und der mit uns verbündeten Soldaten hat unseren Erdteil vor einem zweiten Hunnen st urm bewahrt. In unseren dichtbesiedelten Gebieten Mittel-, West- und Südeuropas aber hätte ein Einbruch der bolschewistischen Bestie das Ende von hunderten Millionen Menschen bedeutet. Daß das vermieden wurde, verdanken wir dem Heroismus vieler namenloser unbekannter Volksgenossen aus allen Schichten und Berufen, die, um der Heimat das Leben zu erhalten, ihr eigenes Leben eingesetzt hatten und dauernd weiter einsetzen müssen. Denn wenn selbst die mechanischen Waffen bei diesen unvorstellbaren Kältegraden versagten, bann mußte um so mehr der Mensch, der deutsche Soldat, mit seinem Blut- und Lebenseinsatz dieser schwersten Prüfung begegnen. Wenn aber die Soldaten eines Volkes von einem solchen Schicksal nicht bezwungen werden konnten, dann wird erst recht in der Zukunft ihr Einsatz kein vergeblicher fein, unter einer Voraussetzung: daß die Heimat alles, aber auch alles tut, was geeignet ist, den Männern an der Front zu helfen, uni damit diese und sich selbst zu schützen. Wir feiern heute den 1. Mai. Der Führer selbst hat befohlen, daß an diesem Tag — soweit es irgend möglich ist — die Arbeit ruhen soll. Daß wir überhaupt in der Lage sind, ein solches Fest zu begehen, verdanken wir alle nur den Männern, die an den endlosen Fronten auch an diesem Tage in Treue Wache halten. Es kann daher für uns, für dich, deutscher Arbeiter und deutsche Arbeiterin, für jeden einzelnen Menschen in Stadt und Land nur eine Verpflichtung geben, nämlich: mit der letzten denkbaren Anstrengung mitzuhelfen, unseren Männern, d. h. den Männern, Brüdern und Vätern unseres Volkes an der Front ihren Kampf zu erleichtern und ihr Blut zu schonen. Dann werden in diesem Kriege nicht das Kapital, nicht der Dollar und nicht das Pfund siegen, sondern siegen wird das fleißig st e und das lapferfte Volk. Wenn ich euch daher auch an diesem Tage wieder zurufe - helft und tut alles, damit wir die Produktion unserer Waffen, Geräte und unserer Munition auf allen Gebieten noch mehr steigern, dann tue ich es nur im Namen eurer eigenen Männer, die an der Front stehen, eurer eigenen Väter, eurer eigenen Brüder, eurer eigenen Söhne, die dort föijipjeu, Was ihr, meine deutschen Arbeiter und Arbeiterinnen, vor dem Kriege und in diesem Kriege geleistet habt, ist einmalig. Mit diesen Waffen hat die deutsche Wehrmacht Wunder vollbracht. Ihr wißt aber auch, daß neue bessere Waffen, neue und bessere Munition in Produktion sind oder in kurzer Zeit in Produktion gehen werden. Die Hoffnungen unserer Gegner, uns auf diesem Gebiet jemals schlagen zu können, müßt ihr, deutsche Arbeiter und Arbeiterinnen, vernichten. Ich will diesen Tag nicht vorübergehen lassen, ohne euch allen dafür zu danken, daß ihr jede Last und Beschränkung, alle denkbaren Opfer auf euch genommen habt. Ich danke vor allem der deutschen Frau, die als Arbeiterin in Stadt und Land die höchste Anerkennung für ihren unermüdlichen Einsatz verdient. Hoffentlich sehen es alle Männer ein, wie sehr sie verpflichtet sind, gerade den schaffenden deutschen Frauen in ihrer barten Arbeit, mit denen sie — ganz gleich, ob als Vorgesetzte ober Kameraden — in Berührung kommen, mit Ritterlichkeit und Anstand entgegenzutreten, um ihnen baburch ben wohlverdienten Dank der Nation zum Ausdruck zu bringen. Wir können heuer keine fröhlichen KdF.-Fahrten machen, aber gerade weil wir uns in fo vielen Dingen einzuschränken gezwungen sind, wollen mir erst recht ben unerschütterlichen Entschluß fassen, wo es irgend möglich ist, noch mehr zu l e i st e n als früher, denn was da auch kommen mag, und wie lange bet Krieg dauert: entschieden wird er durch d i e besten Soldaten und die besten Waffen! Daß der deutsche Soldat der beste ist. das wissen wir alle. Daß er die besten Waffen und die beste Munition in überreicher Menge zur Verfügung haben soll, das ist unsere Ausgabe, das ist unsere heilige Verpflichtung und eine Ehrenfache von uns allen. Eine Weit ist im Zusammenbruch begriffen, eine neue steigt empor. Sie soll zum Frühling werden für bas junge Europa. Sie wirb nur erkämpft vom deutschen Volk in Waffen und vom deutschen Arbeiter in ben Fabriken, vom beutschen Bauern auf dem Lande. Deutsche Arbeiter und Arbeiterinnen! Opfert für die Front nicht weniger als die Front für uns alle opfert, nämlich: den letzten Einsatz von Blut und Leben auf der einen Seite und Mühe und Schweiß auf der anderen. Führer befiehl, wir folgen! gez. Dr. Robert Ley. Erfolgreiche Kämpfe an der mittleren Ostfront t ( tl festigte Ortschaften mit Sprengbomben schweren ui Kritik an Churchill z° gerade da sind, obwohl er spnst Qualität den Vorzug gegeben hätt^ Das ütte. lung der chemischen Industrie in Deutschland, wenn! |l I# ein des manns Abreise nach Deutschland erlitten hat, und ich örücfe die Gefühle aller englischen Männer der Wissenschaft aus, wenn ich sage, daß, hätten wir ihn in unserer Mitte behalten, die große Entwick« nur rege beiderseitige Aufklärungstätigkeit. 3m östtichen Alittelmeer versenkte deutsches Unterseeboot einen Transportsegler britischen Nachschubverkehrs. Eigentlich sollte A. W. von Hofmann Baumeister werden. Als Sohn eines Architekten am 8. April 1818 in Gießen geboren, setzte er nur mit Mühe durch, Jurisprudenz studieren zu dürfen. Sein Hunger nach einem „universalen Wissen" veranlaßte ihn auch natur-wissenschaftliche Fächer zu belegen und sogar einen analytychen Kursus der Chemie bei Liebig mitzumachen. Die Begegnung mit der starken Persönlichkeit Justus von Liebigs wurde für Hofmanns Leben entscheidend. Er verschrieb sich völlig der Chemie und arbeitete auch nach seiner Promotion in Liebigs Laboratorium weiter. Es war ein Zufall, daß A. W. von Hofmann gleich am Anfang seiner wissenschaftlichen Tätigkeit mit dem Steinkohlenteer bzw. dem Anilin in Berührung kam. Liebig erhielt aus Offenbach am Main, 'wo die erste Anlage für die Teerdestillation errichtet worden war, eine Flasche Teeröl mit der Bitte, es zu untersuchen und beauftragte Hofmann damit. Mit der sein ganzes Lieben auszeichnenden Arbeitsbesessenheit widmete sich Hofmann nun dem ihm überlassenen Steinkohlenteeröl. Er verschaffte sich in Offenbach selbst die für damalige Verhältnisse gewaltige Menge von 2 kg des hn schweren I Steinkohlenteeröl enthaltenen Dasengemischcs. Er I entwickelte neue Methoden aur Isolierung der im $ n Flugplätze der Insel 2H a l f a wurden bei Tag und Nacht mit guter Wirkung bombardiert. Unterseeboote versenkten an der O st k ü st e von Nordamerika sechs feindliche Handelsschiffe mit zusammen 33 000 BRT. und beschädigten ein weiteres größeres Schiff durch Torpedotreffer. Die Vergettungsangriffe der deutschen Luftwaffe gegen Großbritannien wurden fortgesetzt. In der Nacht zum 30. April griffen Kampffliegerverbände bei guten Sichtverhältnisfen die englische d n io n Oer Wehrmachtberichi. DNB. Ausdem Führerhauvtquartler, 30. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m mittleren und nördlichen Abschnitt der Ostfront wurden eigene Angriffs- und Sloh- truppunternehmungeu mit Erfolg durchgeführt. Vereinzelte schwächere Angriffe des Feindes wurden abgeschlagen. Durch Angriffe der Luftwaffe auf Bahnanlagen und rückwärtige Verbindungen erlitten die Sowjets empfindliche. Verluste an rollendem 211a- lerial. An der Front in Lappland und an der Murmansk-Front scheiterten erneute seindliche Angriffe unter hohen blutigen Vertusten für den Gegner. 3n Nordafrika infolge starker Sandstürme gert worden wäre. Es gibt in der Tat k r i e g s b ed i n gte Preiserhöhungen, die sich durch verlängerte Transportwege ergeben, ferner durch geänderte Rohstoff- und Materialzuteilung oder Heranziehung ungeübter Arbeitskräfte. Aber auch Verschiebungen im Verbrauch wirken sich oft für den Verbraucher kostenerhöhend aus, wenn einer z. B. genötigt ist, am Markt diejenigen Fleisch- oder 'Gemüsesorten zu beziehen, die gerade da sind, obwohl er spnst einer billigeren Diese Ausgabenerhöhungen werden nach dem Kriege von selbst wieder in Wegfall kommen, wenn die Transportverhältnisse wieder normal sind und die Waren zur freien Auswahl zur Verfügung stehen. Solche Verteuerungen also können dem Verbraucher zugemutet werden als Beitrag zu den Opfern, die der Krieg von ihm verlangt. Sie haben sich bisher in erträglichen Grenzen gehalten, und es wird dafür Vorsorge getroffen, daß sie keine weitere Ausdehnung erfahren. Im übrigen aber ist die Pflicht des Verkäufers, alle f o n ft bei ihm vielleicht bestehenden Preiserhöhungswünsche zurückzustellen und nicht zu versuchen, in Form von Preiserhöhungen für sich einen besonderen Lohn für seine Arbeit zu erzielen, den pinsel genannt und von der Presse scharf angegriffen, obwohl er weit weniger törichte Dinge gesagt hatte. Unser Verteidigungsplan war einfach kindisch. Wer auch immer das britische Kabinett in diesen Dingen beraten hat, war ungeeignet für den Posten, auf dem er stand. Wenn unser Regierungssystem Minister, Beamte und Offiziere hervorbringt, die zu derartigen Dummheiten fähig sind, dann ist irgend etwas von Grund auf faul im Staate." Der Kriegsminister Sir I. G r i g g hatte angeregt, den Ausschuß der drei Chefs der einzelnen Wehrmachtteile, der jetzt die oberste strategische Planung innebat, durch einen einzigen persönlich verantwortlichen Ueberchef zu ersetzen. Dazu erklärt im Daily Herold Major Sheppard: Haben wir denn überhaupt einen Mann für diesen Posten? Es ist sehr unwahrscheinlich, denn die Nelsons und Napoleons, nach denen wir jetzt rufen, pflegen sich ihren Weg an die Spitze zu erzwingen oder werden nach oben gespült. Angesichts des Fehlens einer wirklichen Führernatur müssen wir uns damit begnügen, die Kriegsmaschine nicht durch ein Genie, sondern durch bloße Talente führen zu lassen. Ich glaube nicht, daß wir unsere Kriegführung verbes- fern werden, wenn wir sie nach den Ersordernissen eines Uebermenschen aufbauen, um nachher festzustellen, daß mir diesen Uebermenschen gar nicht haben. Das könnte nur zu neuen Enttäuschungen pnd vielleicht zu nock) schlimmeren Dingen führen." Bezeichnende Wahlen in England. Stockholm, 30. April. (Europapreß.) In dem Verlust von zwei Mandaten der Regierung bei einer kürzlich stattgefundenen N a ch - wähl in England ist ein neuer Beweis für die ständig wachsende Unzufriedenheit mit der Regierung Churchill zu erblicken. In dem Bezirk von Wallasey blieb der unabhängige Kandidat mit einer Mehrheit von über 600 Stimmen Sieger über den bisherigen konservativen Parteikandidaten. Bei der gleichen Wahl unterlag auch der Bruder des Lordsiegelbewahrers Stafford Cripps, Leonard Cripps, der als Unabhängiger kandidierte. In Rugby konnte der unabhängige Kandidat W. G. Brown, ein Anhänger radikaler sozialistischer Anschauungen, 9834 Stimmen gewinnen, während der Kandidat der Regierung, Hold rock, nur 9142 Stimmen bekam und damit unterlag. Es ist dies der d r i 11 e Sieg der Opposition über die Regierung seit Der Ruhm Justus von Liebigs drang bis nach England. Einige Engländer erkannten, daß die Chemie „die Wissenschaft der Zukunst" sei und entschlossen sich, ein Lehrinstitut für wissenschaftliche Chemie in London zu erreichten, das ganz nach der Art des Gießener Laboratoriums aufgezogen werden sollte. Man wandte sich an Liebig mit der Bitte, einen deutschen Wissenschaftler für die Leitung des neugegründeten Instituts vorzu- schlagen. Liebig nannte u. a. Hofmann. Bereits mit 27 Jahren ein eigenes Institut leiten zu können, refzte Hofmann. Er nahm den Ruf an. Sehr bald zeigte es sich, daß die Berufung des jungen Deutschen für England von außerordentlichem Nutzen mar. Hofmann hielt nicht nur vor einer ständig anwachsenden Schülerzahl Vorlesungen, sondern er führte selbst eine ungewöhnliche Zahl grundlegender wissenschaftlicher Untersuchungen durch. Im Jahre 1856 gelang W. Perkin, einem seiner Schüler und Assistenten, die technische Her- Steinkohlenteer enthaltenen Basen und Säuren. Und während dem deutschen Chemiker Runge im wesentlichen nur die Entdeckung von sechs verschiedenen Körpern im Steinkohlenteer gelang, glückte es Hofmann bei seinen Untersuchungen des Kyanols und des Leukols, die Formel des von Runge auf« gefundenen Kyanols endgültig festzulegem Er erkannte, daß Kyanol das gleiche ist wie das aus Benzol gewinnbare Anilin, und daß es als Destillationsprodukt der verschiedensten Körper gewonnen werden kann. Bei diesen Arbeiten entdeckt^ Hofmann schließlich, daß das Benzol „den Hauptbestandteil der leicht siedenden Anteile des Steinkohlenteers bildete". Damit hatte er ein" reich fließende Quelle für die Darstellung des Anilins gefunden, jenes Stoffes, der für die chemische Industrie von gewaltiger Bedeutung werden sollte. Hofmann selbst beschäftigte sich von nun ab besonders aufmerksam mit dem Anilin. Noch aber ahnte er nicht, daß er dadurch zum Vater einer gangen Industrie, nämlich, der Teerfarbenerzeugung, werden sollte. Am 5. Mai d. I. jährt sich zum 50. Male der Todestag des hervorragenden Chemikers August Wilhelm von Hofmann, des „Vaters der Teerfarbenchemie". Wir haben hier besonderen Anlaß, dieses Tages zu gedenken, denn Hofmann war nicht nur gebürtiger Gießener, worauf die Gedenktafel mit feinem Porträt am Hause Hettler aufmerk am macht, sondern auch sonst mit Gießen und der berühmten Gießener chemischen Schule bedeutungsvoll verbunden. Darüber hat Dr. K. H. W i s s e r in einem bebilderten Aufsatz unserer „Heimat im Bild" (Nr. 9 vom 1. März 1934) ausführlich und anziehend gehandelt. Es fei heute nur daran erinnert, daß Hofmann, als letztes Kind eines Provinzialbaumeisters am 8. April 1818 geboren, in seiner Vaterstadt das Gymnasium besuchte und mit 18 Jahren bereits die Gießener Universität bezog, anfangs noch schwankend mierminifter und Verteidigungsminister in einer Rede, er habe den felsenfesten Glauben, daß Singapur gehalten werden könne. Es ist einfach erstaunlich, wie maßlos schlecht informiert dieser Mann war, der verantwortlich ist für die gesamte Strategie dieses Krieges. Der arme Broke- Popham wurde in aller Öffentlichkeit ein Einfalts- Der Chemiker August Wilhelm von Hofmann Zum 50. Todestage des berühmten Gießener Gelehrten am 5. Mai. Von Erwin Barth von Wehrenalp. € A Wieder 33000 W. vor der LlSA -Küste versenkt er vor dem Kriege nicht erhalten hat. Feste Löhne und feste Preise gehören zusammen. Auf dieser Grundlage ruht die Sicherheit der Währung und die Ordnung der Wirtschaft. eine hervorragende Stellung unter den charakteristischen Fortschritten einer Zeit anzuweisen, die ihre Ausgabe darin findet und ihre Triumphe darin sucht, die Grundlagen von Wohlstand und Wohlbefinden, frü'h>er das Vorrecht der Wenigen, den Vielen zugänglich zu machen." — Diese prophetischen Worte schrieb A. W. von H o sm a n n im Jahre 1862, als die sozial umwälzende Bedeutung der Chemie noch kaum zu erkennen war. Stabt Norwich an. 3n der Stadtmitte und in Industrieanlagen wurden umfangreiche Brände und starke Explosionen beobachtet. Bei einem feindlichen Luftangriff auf die Vorstädte von Paris entstanden größere Gebäude- schäden und Verluste unter der Zivilbevölkerung. Einzelne britische Flugzeuge führten Störflüge an der nordddeutschen fuifte durch. Zwei britische Flugzeuge wurden abgeschosfen. pariser S immen zum neuen britischen Ueberfall. Paris, 1. Mai. (DNB. Funkspruch.) Zu dem neuen britischen Bombenüberfall auf Pariser B o r o r t e bringen die Zeitungen zahlreiche Bilder aus den heimgesuchten Gebieten. Die Aufnahmen zeigen zerstörte Wohn- und Krankenhäuser. In ihren Kommentaren führen die Blätter aus, daß der englische Luftangriff ausschließlich gegen die Zivilbevölkerung gerichtet gewesen sei. Unter den Opfern befänden sich Frauen, Greise, Kinder und Kranke. Churchill möge sich nicht etwa der Hoffnung hingeben, daß die Franzosen das verbrecherische Werk Englands, die Ruinen und die Gräber jemals vergessen würden. Die britischen Terrorangriffe aufRostock forderten 163 Tote. Rostock, 1. Mai. (DNB. Funkspruch.) Die bri- tischen Terrorangriffe auf die Stadt Rostock haben nach den bisherigen Feststellungen bis zum 29. 4. 1942 163 Tote, davon 29 französische Kriegsgefangene gefordert. dieses Farbstoffes zu widmen. Hofmann, der dis Bedeutung der industriellen Herstellung von Teer- farben durchaus erkannte, arbeitete hingegen wissenschaftlich weiter. Und es ist bezeichnend, daß Hof« mann bei seiner rein wissenschaftlichen Arbeitsweise die Herstellung mehrerer Anilinfarbstoffe schneller gelang als dem „Industriellen" Perkin. Sehr bald wurden nun die Teerfarbstoffe Hofmanns die Sensation aller Weltausstellungen. Bis dahin konnten Farben nur aus tierischen und pflanzlichen Stossen gewonnen werden. Ihre technische Herstellung aus dem Steinkohlenteer bedeutete eine Revolution und war ein Wendepunkt für die Entwicklung der chemischen Industrie. Obwohl die Engländer mit allen Mitteln ver« suchten, Hofmann in'London zu halten, folgte er doch dem ersten Ruf des Vaterlandes, einen Lehrstuhl in Deutschland zu übernehmen. Seine Arbeitskraft schien unerschöpflich. Er setzte den Bau neuer Chemielabovatorien an den Hochschulen in Bonn und Berlin durch und leitete die Bau arbeiten selbst. Er begründete 1867 die „Deutsche Chemische Gesellschaft", jene Gemeinschaft chemischer Wissenschaftler, die zur Anregerin und Tra- gerin des Fortschritts der Chemie in Deutschland werden sollte. Seine Forschungsarbeiten führte er mit einer Gründlichkeit fort, die uns heute noch in Erstaunen setzt und größte Hochachtung abnötigt. 3m vollen Besitz feiner geistigen und körperlichen Kräfte starb AW. vonHofmann ganz plötzlich am 5. Mai 1892. Was sein Leben für Deutschland und die Entwicklung der chemischen Wissenschaft und der chemischen Industrie bedeutet hat, kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Der englische Wis- scyschasller Sir W. Ramsay mußte folgendes Eingeständnis über die Folgen, die der Fortgang Hofmanns für England gehabt hat, machen: „Wir alle kennen den Verlust, den England durch Hof- Im mittleren Frontabschnitt griff der Feind deut- sche Stellungen mehrmals mit starken Kräften an, nachdem er die Vorstöße durch schwerstes Arllllerie- feuer vorbereitet hatte. Aber die Angriffe scheiterten am zähen deutschen Widerstand. Ein deutscher Angriff verlief dagegen erfolgreich, obwohl ungünftige Geländeverhältnisse den Vorstoß erschwerten. Mehrere Geschütze wurden dabei im Sturm genommen und einige befestigte Ortschaften dem Feinde entrissen. An den Brennpunkten einzelner Kampfabschnitte brachen Sturzkampfflugzeuge zähen feindlichen Widerstand. Trotz der Verschlammung des Kampfgeländes hatte der Feind vom 22. bis 25. April viermal mit starken Verbänden in umfassendem Angriff und unterstützt durch Artillerie und schwere Infanteriewaffen eine befestigte Ortschaft zu nehmen versucht, die von einer bayerischen Pionierkom- geworfen. ' . . , . . . Am 28. April versuchten die Bolschewisten gegen Kalibers an und zerstörten vier Panzer, einen seit mehreren Tagen umkämpften Ort nord- ------- ostwärts Drei vorzustoßen. Nachdem der erste Angriff vom deutschen Abwehrfeuer zerschlagen war, wurden gegen Abend stärkere feindliche Panzerkräfte auf das gleiche Ziel angesetzt, doch auch diese Vorstöße wurden unter Vernichtung mehrerer Panzer und unter schweren Verlusten der sie begleitenden Infanterie abgewehrt. Zu heftigen Kämpfen kam es am Rande einer größeren Ortschaft, wo dem Gegner am Tag zuvor ein Einbruch in die am Ortsrand gelegenen Stellungen gelungen war. Durch Gegenangriff wurde der Feind aus der von ihm zäh verteidigten Häusergruppe geworfen. Das gleiche Schicksal wurde einem stärkeren Panzervorstoß zuteil, wobei die deutschen Truppen im Verein mit deutschen Sturzkampfflugzeugen den Gegner zwangen, auch das Vorfeld in feiner ganzen Tiefe wieder zu räumen. Der Gegner verlor 17 Panzer und 2000 Gefallene. Im Donez - Gebiet stießen deutsche Stoßtrupps erfolgreich gegen die feindlichen Stellungen vor und zerstörten Stützpun-kte des Gegners. Sturzkampfflugzeuge weitschauenden politischen Führung, -die alle Ersehest nungen und Entwicklungen politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Lebens in chrer Gesamtheit durchforschte und auswertete. Hierbei stand der Gemeinschaftsgedanke als der Endzweck.wahrer Menschenführung im Mittelpunkt der Entscheidungen. Adolf Hitler durfte am 1. Mai 1937 mit berechtigtem Stolz feststellen: „Unserer Zeit rft es Vorbehalten geblieben, durch die V o l k w e r d u n g der deutschen Nation die S t a a t s b i l ö u n g des Deutschen Reiches zu bekrönen." Niemand ahnte damals, daß bis zu diesem Zeitpunkt bereits die ethischen und politischen Voraussetzungen für die Schaffung des Großdeutschen Reiches erfüllt waren. All diese Überlegungen wären unvollkommen, wollte man nicht den von Adolf Hiller geschaffenen neuen 21 r b e i t s'begriff von der Ehre und dem Erfolg der Arbeit als tragendes Element des neuen Deutschland immer wieder hervorheben. Hermann Goring hat den deutschen Arbeiter einmal alsSoldatdes Friedens, den deutschen Soldaten den Arbeiter des Krieges genannt. „Verschieden ist das Technische, gleich ist die Gesinnung, die Verantwortung, das Ziel!" Es war ein prophetisches Wort. Arbeiter, Bauern, Soldaten — das schaffende und das kämpfende Deutschland — sind d i e Träger des deutschen Freiheitskampfes, find die Garanten des deutschen Sieges. Der neue Arbeitsbegriff von der Ehre der Arbeit, von dem Recht auf und von der Pflicht zur Arbeit hat das deutsche Volk zu der großen stählernen Gemeinschaft zusammengeschweißt. Was unsere Soldaten in diesem Kriege bisher geleistet haben, das konnte kein Besserer so hm- reißend und überzeugend darstellen als der Führer selbst in seiner Rede vor wenigen Tagen. Er weiß aber auch, daß der deutsche Soldat sich deshalb so tapfer und erfolgreich schlagen konnte, weil ihm der deutsche Arbeiter die besten Waffen der Welt liefert: „Gleich rft die Gesinnung, die Verantwortung, bas Ziel!" Deshalb muß aber auch jeder wissen, ,Haß es heute nur Pflichten gibt", Pflichten des Soldaten, Pflichten des Arbeiters, Bauern, des Handwerkers, Angestellten, Beamten, Pflichten für jeden einzelnen des deutschen Volkes. Aus dem Pflichtbewußtsein der gesamten nationalen Front und Heimat erwächst der deutsche Sieg. Wir wissen nicht, wann er vollendet fein wird, wir wissen aber, daß er uns sicher ist, wenn alle, Soldat und Arbeiter, Mann und Frau, die Alten und die Jungen, ihre Pflicht tun. In der Gemeinschaft liegt unsere Kraft, unsere Zukunft, unser Glück und unser Sieg. Deshalb wollen wir mit Hermann Göring am Nationalen Feiertag des deutschen Volkes gemeinsam geloben: Niemals soll die Zukunft Deutschland wieder schwach finden, auf ewig wollen die Deutschen einig bleiben! preisdisziplin. In einer Rundfunkansprache führte der Reichs- komnrissar für die Preisbildung Minister a. D. Staatssekretär Dr. Fischböck aus: Ich weiß, daß die Entwicklung der Preise nicht allen Wünschen gerecht wurde. Erzeuger und Händler wünschten oft höhere Preise und begründeten diese Forderung mit Argumenten, die manchmal viel für sich haben. Die Verbraucher ihrerseits beklagen sich darüber, daß schon jetzt auf manchen Gebieten z. T. sehr empfindliche Preiserhöhungen eingetre- ten seien, ohne daß ihr Einkommen deshalb gestei- zwischen philologischen und juristischen Neigungen, bis die Begegnung mit Liebig seiner Arbeit und seiner ganzen späteren Laufbahn die entscheidende Wendung gab. Nach bestandener Doktorprüfung wurde Hofmann Liebigs Assistent in Gießen, ging 1845 an die Universität Bonn und von hier, auf Liebigs Empfehlung, nach London. Nach Deutschland zurückgekehrt, wirkte Hofmann als Professor an der Universität Berlin, gleichermaßen ausgezeichnet als Forscher und Lehrer. 1867 begründete er die „Deutsche Chemische Ge- x sellschaft" und übernahm nach Liebigs Tode (1873) auch die Redaktion der „Annalen der Chemie". 21m 5. Mai 1892 ist A. W. von Hofmann in Berlin gestorben. „Wir sind berechtigt, der Erzeugung von Färb-1 stoffen aus Steinkohlenteer eine Stellung, und zwar 1 panie verteidigt wurde. In heldenmütigem Kampf wehrte die 150 Mann starke Besatzung die Angriffe ab. Wenn es dem Gegner gelang, in die Ortschaft .. .. ■ — - einzudringen, wurde er jedesmal wieder hinaus- griffen südostwärts des Ilmensees be- „Oie unsichtbare Fronte Bon unserer Berliner Schriftleitung. Durch „Reuter" wurden aus Buenos Aires „aus diplomatischen Kreisen" Nachrichten über angebliche italienische Bemühungen, einen Separatfrieden abzuschließen, verbreitet. Die britische Nachrichtenagen- tur gab sich die größte Mühe, diese „Senfations* Meldung" in der ganzen Welt zu verbreiten. End schieden zur Rede gestellt, gab der ehrenwerte „Reu- ter"-Korrespondent in Buenos Aires schließlich $u„ daß es sich bei feiner „Nachricht" um die Wiedergabe eines Artikels des bekannten Hetzjournalisten Ortiz Echague der jüdischen Zeitung „La Nation" handelt. Man hätte diese „Reuter"-Meldung auch ohne diese Aufklärung nicht allzu ernst genommen, nachdem sie erst den Umweg über Buenos 2lires gefunden hatte. Trotzdem ist es gut, daß diese Propagandaente schnell erschlag-en werden konnte. Wenn aber „Reuter" bereits zu solchen verzweifelten Lügen Meldungen greifen muß, kann man auch daraus schließen, wie verzweifelt Churchill feine Lage jetzt selbst bettachtet. Von der italienischen Agentur „Stefani" wird, um ähnlichen Legendenbildungen von vornherein entgegenzutteten, festge-- stellt: Italien ist in freiem Willensent- schluß in den Krieg eingetreten und heute mehr denn je entschlossen, den Krieg bis z u m volist ä n d i g e n Sieg über die Koalition der Demo» krallen mit dem Judentum und dem Bolschewismus durchzuführen." In diesem Zusammenhang ist ein Artikel des Hauptschriftleiters für den Auslandsdienst der „Daily Mail", Froom Tyler, von Interesse, der sich unter der Ueberschrift „Die unsichtbare Front" mit der britischen Auslandspropaganda befaßt. Der Verfasser verlangt, daß die englische Propaganda nach ganz bestimmten Gesichtspunkten, besonders im neutralen Ausland, arbeitet, und zwar unter dem britischen Presseattache oder einer noch höher gestellten Persönlichkeit. Erste Voraussetzung sei die Verstärkung einer england- freundlichen Stimmung. Durch geeignete Nachrichten, die nicht unbedingt der Wahrheit zu entsprechen brauchen, müßten die Einwohner des betreffenden Landes davon überzeugt werden, daß Deutschland diesen Krieg verlieren müßte. Die Be- völkerungnnüsse daran gehindert werden, in Deutschland Arbeit zu suchen. Deshalb müsse die Heber« zeugung vermittelt werden, daß die Arbeitsbedingungen in Deutschland außerordentlich schlecht seien, daß Facharbeiter aus dem Ausland von den Deutschen als Geiseln oder Verhandlungsobjekte benutzt würden. Der Bevölkerung müsse gesagt werden, daß ihr Land, sofern es sich englandfreundlich zeige, nach dem Siege der Alliierten ungehindert feine eigenen inneren Angelegenheiten selbst regeln könne (siehe Indien!). Die deutschfreundlichen Mitglieder der Regierung des betreffenden Landes seien zu verdächtigen, um dadurch das Vertrauen, das sie im Volke haben, zu erschüttern. Die Bevölkerung müsse davon überzeugt werden, daß ihre wirtschaftlichen Geschicke logisch an das Geschick Großbritanniens geknüpft seien. Der jüdische Schreiberling Ortiz Echague hat offensichtlich schon nach diesem Rezept gearbeitet und durch seinen Schwindelartikel über angebliche sensationelle innenpolitische Veränderungen in Italien der Bevölkerung Aroentiniens eine falsche Lage über das Verhältnis der Achsenmächte zu suggerieren versucht. Stockholm, 1. Mai. (DNB. Funkspruch.) britische Oberhausmitglied Lord S t r a b o g l i schreibt in einem Buch „Singapur und nachher": „Der alberne Optimismus der verantwortlichen Stellen in London war fast unglaublich. Als die Japaner sich bereits drei Wochen lang ihren Weg über die malaische Halbinsel bahnten, ohne daß der Vormarsch aufgehalten werden konnte, erklärte Mr. Churchill als Pre- stellung eines violetten Änilinfarbstoffes. Perckin gab nicht unterblieben, so doch aufgehalten worden entgegen dem Rat Hofmanns feine wissenschaftliche . wäre, und daß England die Vormachtstellung e» Arbeit auf, um sich der mdutzrielltzn Hexjtellurig 1 lWt MH, die jetzt Deutschland befi^t/' Die übergeben habe. ri- feiner Schätze begrüßen. , Hans Thyriot. geschichte „Deut Rittertums" herauf- Handbuchs der Kultur im ernsten würde. Front" zu schaffen, sind jämmerlich gescheitert, i Hier wird das Leben der deutschen Soldaten 1 geschildert, die Tag und Nacht auf der Atlan- | tikwacht stehen. । PK. Wie ein riesiges Schlachtschiff liegt die Insel • vor der französischen Küste, weit in den Atlantik hinein verankert, vom Lande her anzufchauen, als i hätte es sich zum Schutz vor Stadt und Hafen ge- i legt, den Bug feindeinwärts gerichtet. Die beiden i Schrauben der Fähre, die uns zu den deutschen i Soldaten im Atlantik bringt, zeichnen quirlend zwei i schaumweiße Bänder in die grüne See, die noch ' lange sichtbar bleiben und das Kielwasser wie eine ! breite Heerstraße einfassen. Flach und grau taucht auf Backbord die Insel auf. Die krausen schwarzen Aeste der Rüstern, die die Inselstraße säumen, sehen wie vom ewigen Wind zerzauste Schöpfe aus. Die grauen, niedrigen Mau» em Wijchea den Feldern, die Häuser der Ostlchaj- daß e N M ten, das Fort auf dem Inselvorsprung haben alle etwas wetterfest See» und Sturmverwurzeltes in ihrem Ausdruck. So ist die ganze Insel, nichts außer den für die Seefahrt schwarz-weiß getünchten Riesenbaken der Kirchtürme und Ruinengiebel hebt sich auffallend vom Ganzen ab; eine in Natur und Menschenwerk zusammengewachsene Felsenfeste. — Es ist ein einmaliges Menschenbild und Kulturideal von glücklicher Geschlossenheit, das Prof. Dr. Hans Naumann in dem neuesten Teil des sche Kultur im Zeitalter des beschwört. (Akadem. Verlagsges. Athenaion in Pots- Die britischen Versuche, durch die Abenteuer von St. Nazaire und Boulogne eine „zweite Oer Baumeister Fritz Todt. Von Albert Speer, Reichsminister für Bewaffnung und Munition. Still sind die weiten Dünen der Insel; in ein» töniger Ruhe liegt ihr Strand vor der See. Sie sind das Dienstfeld unserer Soldaten. Ein Netz gut getarnter Postenstellungen und MG.-Stände überzieht die ganze Insel; Bunker heben sich nur dem Auge des Kundigen aus nächster Entfernung von Sand und Strandgras ab. Neben einsamen Küstenpfaden laufen Fernsprechleitungen, und zwischen den Hü» geln oder am Rande einsamer Siedlungen liegen die Unterkünfte der Wachen. Die deutschen Infanteristen leben auf dieser Insel in engster Kameradschaft mit der Marine-Artillerie, deren Batterien die wichtigsten Küstenpunkte und Wasserstraßen beherrschen, und den Kansrüeren der fgot die Lier bereits bei .riet , iit der» Büchertisch. Schlösser an der Loire. Mit Eine Feier zum Gedächtnis des 26. Todestages des Generalfeldmarschalls vonderGoltz fand in An» Wesenheit einer großen Anzahl türkischer Vertreter aus Heer und Staat sowie der diplomattschen Vertreter der Deutschland befreundeten Mächte in der deutchen Botschaft statt. Botschafter von Papen würdigte die Verdienste des Freiherrn um die deutsch-türkische Waffenbrüderschaft. General Kil- k i s, der Stadtkommandant von Ankara, gedachte in herzlichen Worten des Freiherrn. * Der flämischen Jugendorganisation, die in kurzer Zeit Tausende von Jungen und Mädeln germa- Nischen Blutes in sich vereint hat, stattete Reichs- jugeudführer Axrnann einen kurzen Besuch ab, wobei er eine Besprechung mit dem Leiter des flämischen nationalen Verbandes, Staf de Clergu, und dem Führer der flämischen Jugend, Lehern- b r e, hotte. Ab 1. Mai ist für ganz Spanien der Verkehr mit privaten Kraftwagen eingestellt worden. Die Maßnahme ist mit der Notwendigkeit der Einschränkung des Brennstoffverbrauchs ^zu erklären. Die „deutsche Krankenversicherungsanstalt für die Ukraine" ist ins Leben gerufen worden. Ihre Aufgabe ift1 es, für die gesundheitliche Wiederherstellung aller in der Ukraine tätigen Reichsdeutschen zu sorgen. Es bandelt sich um eine Pfl-ichteinrich- hing, der Reichsdeutsche bis zur Einkommengrenze von 600 )M. monatlich angehören müssen. * Der Führer hat dem ordentlichen Professor Dr.» Ing. e. h. Emil Mörsch in Stuttgart-Weilimdor aus Anlaß der Vollendung seines 70. Lebensjahres in Würdigung seiner Verdienste um die theoretische Entwicklung der Beton- und Eisenbetonweise die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. * Im Monat Februar 1942 hat sich der Filmtheater, besuch gegenüber dem Vormonat in Berlin um fast zwei Millionen erhöbt. Wien hatte 1940 eine Besucherzahl nnl 45 Millionen, während 1941 47,5 Millionen Menschen ins Kino gingen. * Der Reichsführer H vnb Ehef der deutschen Po- lizei teilt mit: Am 26. 4.1942 wurde der Gewohnheitsverbrecher Ernst Israel Feig erschosjea. Ergebnis der Arbeitsleistungen dieser Betriebsge- memschaft ist die Entstörung der Nachrichtengeräte in unseren modernen Kampfwagen der Panzerwaffe, die sich im West- und Ostfeldzug so bedeutungsvoll auswirkte. Ein dritter Rüstungsbetrieb, der am 1. Mai des Kriegsjahres 1942 die „Goldene Fahne" erringen konnte, stellt hochwertige Präzisions-Werkzeugmaschinen her. Der Betriebsführer schreibt: „Das Berichtsjahr stand im Zeichen besonderer Anstrengungen, die bedingt sind durch den großen Daseinskampf unseres Volkes. Durch die Art des Fabrikationsprogramms ist es der Betriebsgemeinschaft vergönnt, an wichtiger Stelle unser Heer zu unterstützen. Dem reibungslosen und tatkräftigen Zusammenarbeiten gelang es, den Anforderungen gerecht zu werden, die an uns gestellt werden." Interessant ist auch der Bericht des Betriebsfüh- rers eines neuen landwirtschaftlichen Musterbetriebes. Hier heißt es: „Das Gut hat aus dem Dorf Hilfe, aber auch das Dorf hat viele Hilfe vom Gut: Aushilfe mit Maschinen, Zurverfügungstellung von Futter usw. Was früher nicht möglich gewesen wäre, ist jetzt im nationalsozialistischen Staat ein getreten. Die Bauern und Landwirte der Gemeinde werden vom Gut geführt zur Zufriedenheit beider Teile. Es ist ein allgemeiner landwirtschaftlicher Wettstreit entstanden zum Besten der deutschen Volksernährung und damit des deutschen Vaterlandes." Gerade dieses Beispiel umreißt das Geheimnis des Erfolges dieser in harter Kriegszeit ausgezeichneten neuen Musterbetriebe. Höchstleistungen, wie sie hier Tag für Tag vollbracht werden, verlangen ge- sunde und lebensfrohe schaffende Menschen. Die Fürsorge für die Gefolgschaft war die Voraussetzung. Daraus aber ergab sich ein unbedingtes Vertrauen zwischen Betriebsführung und Gefolgschaft. Dieses sich gegenseitige Verstehen und Ergänzen ermöglichte es, auch der Schwierigkeiten, die der Krieg nun einmal mit sich bringt, Herr zu werden. Der deutsche Arbeiter, von tüchtigen Männern geführt, reagierte auf die Lasten des Krieges anders, als es sich die Juden erträumt hatten. Die deutschen Musterbetriebe alsSchrittmacherderLeistung haben gezeigt, woraus es ankommt. J. B. R. Hauvttchriftletter: Tr. Fredrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des HauptichrisUetterS: Ernst Blumschem. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Han« Tbvrtott für Stadl Eießen, Provin». Wirtickaft und Svort: Ernst Blumicheta. Truck und Verlag: Vrühl'che Univerinälsbruckerei St. Lange K. S. Beriagsieiter: Tr.-Jng. Erich Hamarm; Ülnjeiflenleitet; Hans Beck. UnzelgenpleiEe Nr. 6. Familiensorge, keine menschliche Frage, die nicht kameradschaftlichen Gespräch erörtert Schrittmacher der Leistung. Blick in neue deutsche Musterbetriebe. — Betriebsführer berichten achtposten zwischenMeerund Kontinent Von Kriegsberichter Ä. H. Lea. Photos von Schall, Brassai, Roubier. 62 Seiten. Kart. 2,40 RM. Karl Rauch Verlag, Dessau 1941. — (17) — Mancher wird sich vielleicht des schönen Kulturfilms erinnern, der das gleiche Thema behandelte; mancher wird auch, als Soldat in Frankreich, unverhofft die großartige ritterliche Welt der feudalen Schlösser an der Loire aus eigener Anschauung kennengelernt haben. Denen, die nichts davon wissen, gibt der vorliegende, für den Verlag Karl Rauch in Frankreich gedruckte Band eine Vorstellung davon, was es mit den Schloßdauten von Chambord, Blois, La Guerche, Chaumont, Valen- cai, Amboise, Saumur und Angers — um einige der schönsten und charaktervollsten zu nennen — auf sich hat. Der schmale Band kann nur eine Auswahl aus der reichen Fülle geben; aber diese Auswahl ist ungemein eindrucksvoll: sie zeigt ein Stück edler, altfranzösischer Kultur, das bei uns in Deutschland nicht vielen bekannt oder gar geläufig fein wird. Die Wiedergabe der Aufnahmen auf Kunstdruckpapier ist untadelig. Ein knapper Text zu jeder der abgebildeten Architekturen enthält das Notwendigste über Geschichte und Baugeschichte. Die kultur- und kunsthistorisch allgemeinere Entwicklung, die sich in den Loire-Schlössern abzeichnet, umreißt in wenigen Sätzen das Vorwort des auch äußerlich reizvoll ausgestattetes Bandes. Jeder Kunstfreund wird ihn als eine willkommene Bereicherung dam, Lieferungen 57/58.) Geschichtlich gesehen handelt es sich überwiegend um die Hohenstaufen-Zeit, die als klassische Zeit des Rittertums durch die Jahrhunderte fortleuchtet. Damals repräsentierte die Kriegerschaft die Nation, und das Weltbild dieser Epoche ist auf Kampf und Kunst eingestellt. Die Darlegung der völkischen Selbständigkeit des deutschen Rittertums, der völlig nationalsprachlich angelegten, durch den Formwillen als höchstes Lebensgesetz bestimmten Kultur läßt das verpflichtende Erbs deutlich werden, das jene Zeit der Nachwelt hinterlassen hat. Auf allen Lebensgebieten hat diese Zeit befruchtend und weiterwirkend die Nation durchsetzt. In der Darstellung aller damaligen Kulturäußerungen weitet Naumann seine Arbeit zu einer imponierenden kulturhistorischen Uebersicht, die in Wort und Bild das Handbuch der Kulturgeschichte im Sinne einer bisher nicht vorbildlichen Geschichte des deutschen Lebens bereichert. ihrem ersten Einsatz hervorragende Ergebnisse erzielten. Sie stehen nicht nebeneinander, sondern im vollsten Sinne des Wortes miteinander in Kampfbereitschaft, noch über die gemeinsamen taktischen Aufgaben hinaus. Allnächtlich begegnen sich ihre Streifen auf Strand und Dünen. In der Freizeit indet man sich aus den wenigen Punkten zusammen, wo ein herzhaftes, kameradschaftliches Gespräch den rechten Ort findet. Der Inselsoldaten wie der gesamten Westfront Repräsentant ist der Wachtposten draußen in der Einsamkeit einer großen und harten Natur, in der weiten Landschaft der Küste, die im langen Schlag der Wogen und im Atem der Stürme lebt. Dort steht er tagsüber, der Schütze X ober der Gefreite P, den Karabiner geschultert, das Fernglas auf der Brust, gedeckt gegen Sicht von See her und doch mit scharfem Auge ein kilometerweites Stück Meer, Sand und Dünen beherrschend. Dort gehen nachts die Streifen ihren Weg, auf dem sie auch im Dunkel jeden Schritt kennen. Es sind nicht Kasernen oder Lager, vor denen sie Wache halten, ie stehen nicht vor Truppenguartieren oder Wagenparks. Sie haben Posten bezogen vor der Gesamtheit des Kontinents, den das deutsche Schwert chützt. Sie sind auf sich gestellt und doch zugleich auch auf die einsatzbereite große Kameradschaft. Ihr Dienst ist hart und manneswürdig, soldatisch und kriegerisch, aber ebenso auch erhebend und mit Stolz erfüllend im Sinne dieser engen kämpferischen Zusammengehörigkeit, die das wertvollste Erlebnis des Soldaten bedeutet. Wenn -ihr Kommandeur die Wachen abfährt, zu den einzelnen Posten hinaus-- kommt und sich um die kleinsten Dinge sorgt, wenn ihr Kompaniechef immer wieder nachschaut, wo es noch besser gemacht werden könnte, oder wenn sie mit ihren Unteroffizieren Tage und Wochen draußen in den Wachtunterkünften leben, bann wissen sie, wie groß bas Wort Kameradschaft überall bort geschrieben steht, wo deutsche Soldaten ihren Dienst tun. Einsam ist die Insel und so abgeschlossen, daß der Einsatz allein dadurch bereits als ein soldatischer gekennzeichnet werden könnte. Ihre große Zeit liegt weit zurück, in den Jahrhunderten der Kämpfe zwischen Franzosen und Engländern. Noch zeugen Ruinen von diesen Kriegen, und alte Festungsbauten künden von Jahrhunderten, in denen das Inselreich im Norden bereits mehr als einmal nach dem Festland griff. Aber die fleißig betreuten Weingärten mit ihren knotig gekrümmten Rebstöcken und die Austemgärten der Inselbewohner, haben dem Kranz alter Bauten nicht genug Anziehendes hinzufügen können, um die Insel im Frieden mehr als ein Fremdenziel von bescheidener Bedeutung fein zu lassen. In Stille und Weltferne gewinnen auch dis kleinen Dinge Gewicht. Alles, was ein Erlebnis zwischen Lachen und Ernstsein bedeutet, wiegt schwerer als anderswo. Die Jnselsoldaten wissen ihr Leben auch in diesem Sinne zu gestalten. Wo etwas fehlt, wird es von eigenen Händen hingesetzt, und ei es eine Haarschneidestube mit einem komfortablen selbstgezimmerten Frisierstuhl, wie er bei einer Kompanie in einem abgelegenen Fischernest steht. Die kühnen, geschickten Wandmalereien in der Kantine einet anderen Kompanie gehören ebenso zur humorigen Seite dieses Lebens wie die „Austern' probe" jenes Feldwebels, der seine Wache antreten und jeden Mann den Inhalt eines Schalentieres verdrücken ließ, nach der Parole „Wenn ihr schon mal im Austernparadies lebt ..." („A Wurm tat t eher fressen", hatte freilich manch einer der ruhigen Waldvierteler gemeint, die es hier traf.) Und auf der anderen, der ernsten Seite gibt es wohl keine Beginn des Krieges. Die Tatsache, daß von den Gegnern der Regierung zu dieser Ersatzwahl überhaupt Kandidaten aufgestellt wurden und diese aus dem Wahlkampf siegreich hervorgingen, ist der beste Beweis dafür, daß weder die Opposition noch die Wählerschaft gewillt ist, sich an den von den Parteien für die Dauer des Krieges erklärten Burgfrieden zu halten. Oie Neichstagswahl in Japan. Tokio, 30. April. (Europapreß.) Die Reichs» tagswahlen nahmen in allen Teilen Japans einen normalen Verlauf. Der Andrang der Wähler in den Wahllokalen war entsprechend der Aufforderung der Regierung, daß alle Wähler geschlossen ihrer Wahlpflicht genügen sollen, um dadurch den einmütigen Willen der Nation, den Krieg siegreich zu beenden, Ausdruck zu verleihen, seit den frühen Morgenstunden sehr stark. Von den 466 Abgeordnetensitzen werden die des Wahlkreises Tokio, wo 99 Bewerber auftraten, am heitzesten umstritten jein. Neben zahlreichen früheren Abgeordneten kandidiert auch eine große Anzahl neuer Männer von der Bewegung zur Unterstützung des Kaiserthrones. Fest steht schon jetzt, daß das alte Parteiensystem im neuen Reichstag keine Wiederbelebung erfahren wird- Iran unter dem Terror der GPU. Rom, 1. Mai. (Europapreß.) lieber unerhörte Zustände in Iran berichtet die „Tribuna": Der Auf st and der Kurden gewinne an Boden, die Aufständischen griffen vom Gebirge her die bolschewistischen Posten an, machten Gefangene und erbeuteten Waffen. Einige sowjetische Truppenteile hätten sich schon geweigert, gegen die Aufständischen zu marschieren. Sowjetrussen und Engländer übten einen Druck auf die iranijche Regierung aus, damit diese stärkere Kräfte zur Bekämpfung des Aufstan- des einsetze. In dem ganzen von den Bolschewisten besetzten Gebiet herrsche Belagerungszustand. Nach 22. Uhr verkehrten auf den Straßen nur noch d i e Wachtposten der GPU., die zum Teil aus bewaffneten Frauen aebitoet sei. Das Herannahen eines Lastwagens lasse die Einwohner vor Angst erzittern, weil es sich fast immer um einen Gefängniswagen handelt, der Geiseln abtrans« portiert. Der geringste Verdacht allein genüge, um Verhaftungen und Verbannungen zu verfügen. Der Haß gegen die sowjetrussische Unterdrückung sei einmütig, nicht geringer aber die Erregung gegen die Engländer, die dem bolschewistischen Verbündeten in feder Hinsicht freie Hand lassen müßten. Kleine politische Nachrichten. Im Auftrag des rumänischen Staatschefs Marschall Antonescu überreichten der rumänische Militärattache und Marineattache dem Chef des Stabes der deutschen Seekriegsleihmg Admiral Fricke das „Großkreuz 1. Klasse des rumänischen Sterns mit Schwertern und Band der militärischen Tugend" in Anerkennung seiner Verdienste um die hervorragende Zusammenarbeit der deutschen und rumänischen Kriegsmarine. Der italienische Wehrmachtbericht vom Donnerstag meldet von der Cyrenaikafront lebhafte, durch I den heftigen Ghibli ersch nerte Spähtrupptätigkeit. \ Der nordamerikanische Zerstörer „Sturtevant" wurde in Höhe der Küste von Florida versenkt. Er hatte eine Wasserverdrängung von 1190 Tonnen und eine Geschwindigkeit von 35 Knoten. Die Bestückung bestand aus vier 10,2-om-Geschützen und zwölf Torpedorohren. Der 7500 BRT. große mexikanische Tanker „Ta- maulipas", der mit einer Oelladung nach einem nordamerikanischen Hafen unterwegs war, wurde an der amerikanischen Küste versenkt. ♦ Der Befehlshaber des USA.-Fliegerkorps in Australien, General George, ist bei einem Flugzeugunfall getötet worden. Außer ihm kam auch ein nordamerikanischer Berichterstatter ums Leben. Das argentinische Außenministerium teilte mit, daß die argentinische Regierung die bisher von ihr wahrgenommene Vertretung der englischen und kanadischen Interessen in Japan an die Schweiz Meinungsverschiedenheiten auszuraumen. Der Ernst dieser Arbeit führte Architekt und Ingenieur zusammen; beide lernten voneinander und wuchsen an der Aufgabe. Des immer tätigen Interesses ihres Chefs konnten sie gewiß sein. Bis in alle Einzelheiten vertiefte sich Dr. Todt in die künstlerischen Probleme. So sehen mir heute die fertigen Brücken der Autobahnen mit Stolz und Freude. Hier sind keine brutalen und lieblosen Gebiße aus Eisen und Beton zu sehen. Wo es sich eben ermöglichen ließ, wählte Dr. Todt den Werkstein und gab damit seinen Brücken nicht nur eine unbeschränkte Lebensdauer, sondern verband sie auch durch das aus der Landschaft gewachsene Material dem Boden in idealer Form. Aber auch die meitgefpannten Brücken, die notwendig aus Stahl oder Eisenbeton zu erstellen waren und die unsere großen Flüsse und weiten Täler überspannen, beweisen, wie sehr die künstlerische Arbeit auch hier zu Lösungen führte, die die Landschaft nicht stören, sondern ihre Schönheit unterstreichen. Bis zu den • kleinsten lieber» gängen und Durchlässen ging die künstlerische Arbeit Dr. Todts. Nichts blieb vergessen. Auch die Bauten der Rasthöfe, -Häuser und Tankstellen zeigen denselben Geist, dieselbe verantwortungsbewußte Gesinnung. So entstand dieses schöne baumeisterliche Werk der Reichsautobahnen, das in der Welt seines- gleichen sucht. In der Persönlichkeit seines Schöpfers liegt das Geheimnis der künstlerischen Leistung. Zur Durchführung dieser gewaltigen Arbeit zog Dr. Todt keinen Riesenapparat auf. Er ließ die Entwürfe zu Brücken und Bauten nicht in seinem Amte auf- steilen, um sie nach alter Behördetradition von Fall zu Fall aus der Schublade zu ziehen. Er holte sich vielmehr die bestendeutschen Architekten und betreute sie, die mit dem lebendigen Bauen aufs engste verbunden waren, mit den neuen Aufgaben. In der Wahl seiner künstlerischen Berater hatte er einen seltenen Instinkt. Mit diesen wenigen ersten Kräften erzog er die große Zahl der übrigen Mitarbeiter. Auf der Plassenburg, der von Todt gegründeten großen Erziehunqsstätte, ließ er in immer neuen Lehrgängen das Gedankengut Oes schon Erarbeiteten bis in die letzten Winkel seines großen Gefolgschaftskreises bringen. Wenn wir heute den Streit und das Problem „Architekt —Ingenieur" kaum mehr dem Namen nach kennen, so ist dies das Verdienst des Baumeisters Fritz Todt. Mit feinen Bauten bleibt jein Andenken für immer. So kurze Zeit er nur aus dem Vollen schaffen durfte, sie genügte, seinen Namen unsterblich zu machen. Ich selbst, der ich in schwerer Stunde sein Erbe antreten mußte, bin dem Führer verpflichtet, das Werk Dr. Todts zu erhalten und alles mir zu Gebote Stehende zu tun, es in seinem Geiste zu vollenden. Unsere Betriebsgemeinschaften vollbringen in die- em uns von den Todfeinden des deutschen Sozialismus aufgezwungenen Existenzkampf Tag für Tag aufs neue gewaltige Leistungen. Ein starker Ansporn ür die Vertiefung der Betriebsgemeinschaft als der Voraussetzung für die Gemeinschaftsleistung ist der Leistungskampf der deutschen Betriebe, den das starke nationalsozialistische Deutschland auch im Kriege weiterführt. Die Auf- (oben, die unsere Betriebe heute lösen, erfüllen die Forderung des Führers, durch Konzentration aller Kräfte die beste Leistungsgemeinschaft zusammenzuschweißen. Daß uns dies trotz des pluto- kratisch-bolschewistischen Angriffs auf unseren deutschen Sozialismus gelingt, zeigen am besten die Berichte von Betriebsführern der 76 neuen Musterbetriebe, denen der Führer die „Goldene Fahne" im Kriegsjahr 1942 verlieh. Der Betriebsführer eines bedeutenden Rüstungsbetriebes der deutschen Kraftfahrzeugindustrie berichtet: „Die Gesamtarbeitsleistungen meines Betriebes stiegen bei gleichbleibender Gefolq- schaftsstärke vom Jahre 1938 dis Ende Juni 1941 um über 100 v. H. Das Arbeitstempo ist ganz auf die vordringliche und kriegswichtige Arbeit abgestimmt, die Leistung ist maßgebend für den Lohn. Leistung, Pünktlichkeit und Arbeitsfreude der Ge- olgschaft ift trotz der außerordentlichen Beanspruchung arizuerkennen. Auch öfter Sonntagsarbeit und manchmal nächtliche Beanspruchung durch Werkluftschutzdienst und Fliegeralarm haben die Einsatzfreudigkeit nicht gehemmt. Die Arbeitstechnik wurde durch Einführung der Gruppenarbeit urid der damit verbundenen Spezialisierung auf bestimmte Arbeitsvorgänge verbessert. Ein Höchstmaß an Schonung der Arbeitskräfte auch bei gesteigerter Arbeitsleistung des Betriebes war das Ziel." Ein weiterer Musterbetrieb des Kriegsjahres 1942, der außerordentlich hohe Leistungen auf dem Gebiet des Kraftfahrzeugbaues und für die Luftfahrt vollbracht hat, berichtet: „Wir haben planmäßig die Bemühungen fortgesetzt, die .Wirt- chaftlichkeit unserer Werke ständig zu verbessern. Der leitende Gedanke ist immer wieder, mit den vorhandenen Arbeitsstunden, Maschinen, Stoffen und Gebäuden ein menge- und gütemäßiges Optimum an Erzeugnissen zu schaffen." Ein besonderes Mit der Erneuerung unseres ganzen volklichen Lebens steht die Wiedererweckung des staatlichen Bauens am Anfang des nationalsozialistischen Deutschlands. In Paul Ludwig T r o o st hatte der Führer den Künstler gesunden, dem er Planung und Durchführung der ersten großen städtebaulichen Aufgabe in der Hauptstadt der Bewegung übertrug — in Fritz Todt hatte er den Ingenieur gewonnen, der den umfassendsten bautechnischen Auftrag erhielt, der bisher in die Hand eines einzelnen gelegt war, der Bau der Reichsautobahnen. Beider Männer Werk gehört schon heute der Geschickte an; die Zeugen ihrer Arbeit stehen.unzerstörbar in deutscher Stadt und Landschaft. Dem frühen Verlust Paul Ludwigs Troosts hat ein hartes Schicksal nun einen zweiten hinzugefügt: Am 8. Februar verunglückte Fritz Todt bei der Ausübung seiner ihm vom Führer übertragenen militärischen Ausgaben. Unter den vielen Schöpfungen Dr. Todts steht das Werk der Reichsautobahnen heute als seine größte, allen sichtbare baumeisterliche Leistung da. 4000 Kilometer wurden bereits fertiggestellt, etwa 3000 Kilometer befinden sich im Bau. Die gestellte Aufgabe war mehr als eine technische. Der Führer hatte seinem Baumeister bei der Beauftragung die Richtlinie mitgegeben, daß an den Bau dieser Straßen die höchste künstlerische Anforderung gestellt werde. Mit seltenem Instinkt für das Schöne hat der Ingenieur Fritz Todt diese Aufgabe erfüllt. Von der Linienführung bis an das letzte Detail der Bauten, ja der Bepflanzung, wurde das Gefamt- bauwerk der Straßen künstlerisch studiert und durchgearbeitet. Es war daher schon bei der Trassierung darauf geachtet worden, daß die neuen Straßen nicht nur die Aufgabe der rationellsten Ueberwin- bung großer Entfernungen zu lösen haben. In glei» chem Maße sollte die Schönheit deutscher Landschaft erschlossen werden. Die Bahnen sollten sich dem Ge- lände anschmiegen, es nicht ohne Rücksicht auf Bodenbewegung und Struktur des Landes brutal durchqueren und zerreißen. Für jeden, der die fertigen Bahnen heute befährt, ist die Schönheit der Linienführung und damit die Entdeckung der deutschen Landschaft ein unvergeßliches Erlebnis. Hier wurde von einem Manne das ganze Werk gesteuert unter bewußter Hinarboit auf das Schone. Ganz besonders galt die Sorge Dr. Todts den Bauten der Autobahnen, in erster Linie den Brücken. Er war es, der dem deutschen Brücken- bauer erstmalig zur entscheidenden Mitarbeit den Architekten gesellte. Die Zusammenarbeit beider, des Ingenieurs und Architekten, erwies sich in kürzester Zeit als viel reibungsloser und ersprießlicher, als man sich dies vorher gedacht hatte. Es ist das persönliche Verdienst Dr. Todts, hier eine ideale Arbeitsgemeinschaft begründet zu haben. Die Große und der Umfang der gestellten Aufgaben, das vorgelegte Tempo der Durchführung taten das Ihre, Daubringen, den 1. Mai 1942. 01996 02001 Oppenrod, den 30. April 1942. Mäusburg 16. 02003 cussß 1448 D 13.30 Uhr, in Grüningen statt. 1433 D Gedächtnisfeier. In tiefem Leid: Reiskirchen, 30 April 1942. 1431D 1430 D Zu verkaufen Gute, starke Fahrkuh Empfehlungen] 275 A Ihre Verlobung geben bekannt Gertrud Grieb JüC Holzheim, den 1. Mai 1942 01999/ 1445 D Als Verlobte grüßen Ilse Leidich Uffz. Karl Nachtigall aus 31. Freitagmiete = Imbert-Generatoren Holzgasanlagen für Lastkraftwagen z. verkauf. [02031 Grofren-Buseck, Ad.-Hitl.-Str.11 Emmi Schramm geb. Sommeriad Kaufm. Angestellter wünscht sich zum 1. Juli zu verändern. Schriftl. Angebote unter 02029 an den Gieß. Anz. Alten Schmuck vornehm 1 GeschmackvollI Persönlich / Diese drei wesentlichen Eigenschaften der gediegenen Familien- Drucksache bietet Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen Ausführungen eowle Papieren billigst die Brühl’sche Druckerei Schulstr. 7. Ruf 2251 Don Jüan 1 Samstag, 9. Mi Wochenend j Der Zai4 Sonntag, den ICJ Wo die Lql THEATER der Universitätsstadt Gießert Silber und Doublt auchStlbermönzen und Zahngold kauft Carl Schmidt Bahnhofstraße 10 i, 6.-Hr. A, a.G. 42j22q1 faUHt. 1) Uhr: Jäter eh. *•80 Uhr; —- 1440D Leibbinden Bruchbänder Einlagen Anfertigung in eig. Werkstätte Kurt Kling vorm. Beier Nacht. Bandafitstenmeist. Marktetr.16 Lieferant der Krankenkassen Damen-Bedlenung. Halbe Punktzahl gespart! Für beschädigte Regenmäntel und Umhänge aus Werkstoff, der keinerlei Gewebe enthält, vergüten wir Ihnen die halbe Punktzahl. Umtausch nur v. 16.4. bis 15.5.42. iporthnus fdirran Einlagen Leibbinden Gummistrümpfe 1295 A J. Frohn Marktplatz 19 Lieferant aller Krankenkass. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme an dem schweren Verlust, den wir durch den Heimgang unseres lieben, sonnigen Jungen, Obergefreiten Ferdinand Stumpf, erlitten haben, danken wir auf diesem Wege allen. Besonderen Dank der Ortsgruppe der NSDAP, für die Zuverl. Hausgehilfin für sofort oder später gesucht. Maternus, Lebensm.u. Feinkost Gießen,EckeFrankf.u.Klinikstr. ____________________1450 D Hegen- und Darmstörungen, Stoff- wetfiielbeichwerden, hohen Blutdruck. Arterienverkalkung u. gegen Würmer. Vorzüglich einiunehmen in Form von Sonntag, den 3. Ha 11.30 bis 12.30 Uhr: Eröffnung der Gießener VW für Kunst und Literatur 12 durch Herrn Oberbürgerm fl der Stadt Gießen Stunde mit Christa Dietrich Grabb Heinrich Stumpf, Bäckerei. Reiskirchen, den 30. April 1942. x Heute entschlief nach langem schweren Leiden meine innigstgeliebte Frau, unsere liebe Schwester, Schwägerin, Gote und Tante Elisabeth Faber, geb. Luh im Alter von 51 Jahren. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Heinrich Faber und alle Angehörigen. Großen-Linden, Leihgestern, 30. April 1942. Die Beerdigung findet Samstag, den 2. Mai, Sy4 Uhr nachmittags vom Trauerhause Frankfurter Straße 98 aus statt. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen danken wir recht herzlich. Besonderen Dank Herrn Pfarrer Müller für die trostreichen Worte am Grabe,, dem Obermeister der Schmiede-Innung und der Führung der Kriegerkameradschaft Oppenrod. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Elisabethe Gerhard und alle Angehörigen. Junge Frau sucht 1 Zimmer mit Küche gegen Mithilfe im Haushalt oder Geschäft. — Zu erfragen [01082 Telefon Nr. 3189. Karl Jung z. Z. Uffz. i. Gen.-Batterie Neuanlagen u. Ersatzteile liefert Kircher-Ludwig, Fulda Bezirksvertr. für Imberterzeugn. ____________________________1369 D Statt Karten! Ihre Vermählung geben bekannt Reinhold Blaß Leutnant in einem Fla.-Btl. und Frau Emmy, geb. Schättler Ihre Vermählung geben bekannt stew. Johannes Schramm Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme in Worten und Taten bei dem mir so schweren Verlust meiner lieben Frau sage ich auf diesem Wege meinen herzlichsten Dank Wilhelm Richter. Gießen (Ebelstr. 4), 1. Mai 1942. 14.30 bis 17.45 Uh) Wo die Lerche sgt Operette von Franz ld> Preise von 0.90 bis 3.pi- Danksagung. Für die überaus zahlreichen Beweise /ffle herzlichster Anteilnahme bei dem Heldentode unseres lieben,unvergeßlichenSohnes, Bruders und Enkels, Gefr. KarlWalther, MG - Schütze in einem Infanterie - Regiment, sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Insbesondere danken wir der Fa. und GefolgschaftWeinert KG,, sowie Herrn Pfarrer Schmidt, und den Schulkameraden. Im Namen der Trauernden: Fam. Heinrich Walther. Heute verschied unerwartet mein innigst- geliebter Mann, der treusorgende Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel Philipp Blum, Dienstmann im Alter von 77 Jahren Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Lina Blum, geb. Hirsch Frieda Kaiser, geb. Blum Wilhelm Blum, z.Z. im Felde Lina Fuchs, geb. Blum Kaspar Kaiser Joseph Fuchs, z. Z. im Felde Heinz Nimtsch,z.Z. im Felde, und Frau, und 6 Enkelkinder. Gießen, Alsfeld, Gütersloh, den 30. April 1942. Die Einäscherung findet am Dienstag, 5. Mai, um 14 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. ____________02026 Unerwartet erhielten wir die traurige Nachricht, daß unser lieber, braver, hoffnungsvoller Sohn, unser lieber Bruder, Schwager, Onkel und Pate, mein Mann und lieber Vater Philipp Katzenmayer Schütze in einem Schützenbataillon bei den schweren Abwehrkämpfen im Osten am 2. April 1942 kurz vor seinem 35. Geburtstag den Heldentod fand. In tiefer Trauer: Philipp Th. Katzenmayer und Frau Christine, geb, Leidich, sowie alle Geschwister und Angehörigen Frau Emilie Katzenmayer, geb. Alles, und Tochter Ilse. Grüningen, Holzheim, Watzenborn und im Felde, im April 1942. Die Gedächtnisfeier findet Sonntag, 10. Mai, Guter Herren-Anzug, Gr. 50/52, f. gr., schl. Fig., sowie e. Paar Herrenschuhe, Gr. 47, z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 02020 a.d.G.A. Freitag, den 1. Jlai 18.30 bis 21.30 Uhr: 30. Freitagmiete u. Halbmiet« Don Pasquale Komische Oper von Gaetano Donizetti. Preise von 1.20 bis 4.10 I. Für leichte Arbeiten weibl. Hilfskräfte für ganze oder halbe Tage ges. Großwäscherei Edelweiß Schützenstraße 12. ___________________________1432 D [Stellenangebote Keine Ursprungs- Zeugnisse, londern nur Zeugnis abjchristen dem Be werbungsjchretben bei, legen! — Lichtbilder undBewerbungsunter» lagen mühen zur Ber- metdung von Verlusten auf der Rücklette Namen und Anschrift des Bewerbers tragen! Laden mit 3 Schaufenstern, in bester Geschäftsl., etwa 40 qm groß, mit gleichgroßem Raum im Souterrain per sofort oder später zu verpachten durch: Otto Launspach, Ludwigstr. 38. _________________01995 chronische Verschleimung, hartnäckiger Luftröhrenkatarrh und Atem- beschwerden werden seil Jahren mit Dr. Doether Tablettev, auch in alten Fällen, erfolgreich bekämpft. Dies bestätigen die vielen oft geradezu begeisterten Dankschreiben von Derbrauchern. Dr. Boetber-Tabletten stad ein unschädliches kräuierhaliiqes Epezialmiiiel. Enthält Z erprobte Wirkstoffe. Stark schleimlösend und auswurffördernd. Reinigt, beruhigt und kräftigt das angegriffene Bronchiengewebe. In Apotheken Jt 1.81 und 3.24. Interessante Broschüre kostenlos durch MEDOPHARM, München 62/8 Uniform- u. ReparaturschDeider gesucht. Krevert & Sohn, Plockitr. 7. __________________02030 Seltene Natur« urkunden von den Halligen und vom Wattenmeer, die all« Naturfreunde und Dogelliebhaber mit Begeisterung lesen und schauen werden: Unter MMMieni n.5eef®rooiöen Beobachtungen und Natururkunden aus d. Vogelwelt d.deutschen Nordseeküste. - Don Tugen Schuhmacher Insgesamt 104 Seiten mit 92 Bildern nach wundervollen Natur- aufnahmen.Tm Leinen gebunden RM. 3.90. Bestellungen nimmt jede Buchhandlung entgegen. Verlangen Sie bitte das aus« jährliche Werbeblatt. Huqo Bermühler Verlag Berlin-LichterfeU»- Knoblauch -ßßßFGil „Immer jünger" Großen-Linden, den 2. Mai 1942 _____, , . 01993/ Briefmarken bessere Einzelmarken und Sammlungen kauft Buchhandlung Keissner Seltersweg 21. 01972 M Treu, stolz uhd tapfer, so wie er gelebt, fiel am 10. April 1942 im Osten in vor- bildlicher Pflichterfüllung an der Spitze seiner M.-G.-Kompanie mein über alles geliebter, herzensguter Junge, unser lebensfroher Bruder, Schwager, Neffe und Pate, der Leutnant Paul Tenniger Kompanie-Führer in einem Inf.-Regt., Inhäb. des E. K. II, des Inf.-Sturmabzeichens und des Verwundetenabzeichens. Nachdem er den Feldzug im Westen und seine Verwundung im Osten gut überstanden hatte, gab er im Alter von 22y2 Jahren sein Leben für Führer und Vaterland. In tiefer Trauer: Luise Tenniger Wwe., geb. Weicker und alle Angehörigen. Gießen (Liebigstr. 64), Breitenbach a. Herzberg, Rostock und Heuchelheim. 6 02000 Kirchliche Anzeigen. (G. = Gottesdienst, KG. --Kindergottesdienst, HG. = Hauptgottesdienst,' HG.-Abendm. --- Hauvt- gottesdienst mit Beichte und Abendmahl.) Gießen. Sonntag, 3. Mai. Stadtkirche.8, Becker; 10, Schmidt; 11 KG., Matth.-Gem. Fohanneskirche. 10, Schultheis,- 11.15 KG., Luk.-Gem. Kapelle Alter Friedhof. 10, Liz. Drommershausen. Kavelle Wetzlarer Weg. 10, Schaad; 11.15 KG. Giesten-Klein-Linden. 10, König; 11 KG. Giesten-Wieseck. 10 G. m. Abendmahl. . „ Baptistengemeinde und Bund freikirchl. Christen, Gartemtr. 13. Sonntag, 3. 5., 11.15 Kindergottesdienst. — Mittwoch, 6. 5., 20.15 Gottesdienst. ^irb. 9.15: Beichte. 9.30: Nau- Abendmahl. 14: eXeT* SUrd3cncl)or* Kol- Junger(e) Photographin oder Zeichner(in) mit photograph. Kenntn. ges. für unsere Photokartenstelle. Arbeitsgebiet: Photoarbeiten, Werksaufnahmen, phototechnische Vervielfältigung von Karten, Plänen, und Rissen. Stellengesuche- m. Zeugnissen und Gehaltsforderung an die Bergverwaltang der Bnderns'schen Eisenwerke Wetzlar. Hing mit blauem Stein (Aquamarin) und 8 klein. Brillanten am Mittwoch, dem 29. Avril um 18 Uhr, in Gießen, Wartesaa 2. Kl. auf der Tamentoilette lic gen gelassen. Der ehrliche Finde erhält Belohnung. Abzugeben odc Bescheid erbittet Metzgerei Hör* Siegen, Kölner Straße 2. i n« Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und zahlreichen Kranzspenden bei dem Heimgänge unseres lieben Entschlafenen Philipp Stumpf II. sagenwir hiermit herzlichen Dank. Besonderen, tiefempfundenen Dank dem Gendarmerie- Kommandeur, Herrn Major Krick, und dem Kreisführer, Herrn Leutnant Gunkelmann, für die Ehrungen am Grabe, sowie der Partei und ihren Gliederungen,den Vereine nu. Kameraden In tiefem Leid: Frau Kathrine Stumpf, geb. Stumpf Stundenhilfe gesucht.! 01069 Frau E. Sauer Bleichstrahe 6. Für mögl. sofort unabhängige Frau od. Mädel zur Führ, eines frauenlos. Haushaltes mit Kind gesucht. Schriftl. Ang. unt. 02021 an 0. Gieh. Anz. Vermählungsanzeigen bei Brüfcl, Schulstr.7 Schneiderin per sofort yesuckt. Schriftl. Angeb. unter 02012 an den Gieh. Anz. Zuverlässige Bausgehilfin zum baldig. Eintritt ges. [01918 BierauL Müller Hindenburg- toaU 7 L Berufstät.innge Dame sucht ruh., gut möbliertes Zimmer mögl. mit Heiz. Schr. Ang. unt. 02022 a.d.G.A. Möbliertes Zimmer wird von berufstätigem Herrn gesucht. Mietvr. bis 50,— RM. Schr. Ang. unt. 1452Pa.d.G.A. Königsberg z.Z. im Felde Kreis Wetzlar Im Mai 1942 ________________________02010/ PUTZFRAU für die Abendstunden werktäglich gesucht GIESSENER ANZEIGER Schulstraße 7 1451 D 19 bis 22 Uhr: Festaufführur DerWildsdfz Komische Opej von Albert Lori - Preise von 1.20 bis Spielplan vom 5. bhM Dienstag, 5. Mai, y|hr: 31.Dienstagmiete u.bPeieö 6.Festabenddram.Bi|kunst Don Juan un<^8t- Mittwoch, den J- ülietvorstelL auf Montag, den ll^negt l Donnerstag, 7. V^hr: Festkonti . ...denn Erleichterung bei Füll-* die leichte Hartnäckige Hustenqualen und Bronchitis Tüchtiger Schäfer i. engen u. weit. Gehüt kund.,sucht Stelle. — Wohn, muh vorh. sein. Schr. Ang. unt. 02019 a. d.G.A. Dame.gewandti. Stenogravbie, Maschinenschr. u. allen Büroarbeit., a. selbst., sauberes Arbeit, gewöhnt, sucht geeigneteStelle. Schr. Ang. unt. 02023 a.d.G.A. | Verkäufe Schw.Janghaar. Hund (Setter),2flamm. Gasherd 15,-Mk.,zuverk. Anzus. a. 2. Mai von 10—13 Uhr bei Pohl, Liebigstr. 14H.P Gruppe A. l . Dirigent: Prof.^’ar.v- Freitag, den 8. Uhr; ---»mieteB Ate MM (hochträchtig) steht zu verkauf, in Bieber, Hs.-Nr. 31.02014 Hochträchtiges Simmentaler Rind Anf. Juni kalb., z. verkauf. [02007 Beuern, Borngasse 73. Gartengrundstück (Bauvlah), 1033 qm, im Westviertel der Stadt gelegen, zu verkaufen. Schr. Ang. unt. 1446Da.d.G.A. Hamburg Gießen-Wieseck 1. Mai 1942 ________________________02004/ Danksagung. Für die vielen Beweise inniger Teilnahme, die mir bei dem schmerzlichen Verlust durch den Heldentod meines innigstgeliebten Mannes, Feldw. Karl Häuser, in Wort und Schrift zugegangen sind, sage ich auf diesem Wege meinen herzlichen Dank. Besonders danke ich Herrn Pfarrer Wahl für seine trostreichen Worte bei der Trauerfeier, sowie allen, die durch die große Teilnahme an der Feier meinen unvergeßl. Gefallenen ehrten. In tiefem Schmerz: Erna Häuser,geb.May, Lang-Göns, 30.4.42 O2O25 nebst allen Angehörigen. StMatiiraer (auch einzeln), sowie Küche z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 01970 an den Gieh. Anz. Elektr. Herd 220 Bolt, z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 01983 a.d.G.A. Gut erhaltener WWW OÖ. WUWM z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 02009 a. d.G.A. Gebrauchter fiinöer- Sportroogen z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 01994 a.d.G.A. Nachhilfe (Studentin),für 16-Jährige, in Mathematik u. Englisch. (02024 Plockitr. 13 HL Wer erteilt ANINM- und Akkordeon- Unterricht? Schriftl. Angeb. unter 02011 an den Gieh. Anz. Radio 6 Röhren, Wechselstrom, geg. Kautsch od. Chaiselongue zu tausch, gesucht Schr. Ang. unt. 02028 a.d.G.A. Wer nimmt SlrüWse an mm Stopfen? Schr. Ang. unt. 01977 a.d.G.A. F Auskünfte. Personen-,Familien- u. Heiratsauskünfte an all. Plätzen. ui?!) Auskunftei Eckersberg, Frankfurt s. I, Seilerstr. 16, gegr. 1890. J Kleinlandwirt, 35 Fahre, sucht auf diesem Wege d. Bekanntschaft m. einem Mädel zwecks baldiger Heirat Zuschriften unt. 02016 a. d.G.A. Berufst. Dame, hier fremd meins., w. lieb. Mensch., bis50I.,kennenzulernen zwecks WlerMnl. Aelt. Fräulein, berufst., wünscht zwecks späterer Heirat. Bekanntsch. mit Herrn, d. e. eig. Heim hat. Verm. u. Ausst. vorh. Zuschriften unt. 02013a. d.G.A. Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Darum: Kleinanzeigen in die Heimatzeitung, den eießenerAßieig« Ein großes Wagnis ist es, ohne Krankenversicherungsschutz zu sein Prämien von RM. 3.25 monatlich an Tägl. Krankengeld oder Krankenhaustagegeld Versicherungen zu entsprech. Prämien Mitarbeiter noch gesucht Central Krankenversidi. A G. B e z.-Direktion WILHELM NOLL Marburg-Lahn, Rotenberg 2, Ruf 2577 1441 D WMWM gesucht. [01997 Frau Helene Heuser, Biedenkopf, zur Zeit Gietzen, Bahnhof- stratze 4211. WWllll für zwei Tage im Monat gesucht. [1453D Großer Stein- , weg 21. [Stellengesuche] 20jährige, gepr. Svrechstunden- helf.,vertr.i. all. Geb., Abrechn., Röntg., Techn., sucht neuen Wir- kungskr. i. Klinik od. priv. Praxis. Schr. Ang. mit Gehaltsang. u. 01978 a.d.G.A. Gießen, Bahnhofstraße. 4-Zimmerwohnung zum 1. Juli gesucht, mögl. mit Bad. Christian Hain, Hausverwalter des Gesellschaftsverein (Club) Gießen, Sonnenstraße 19._____019P1 | Vermietungen"] Möbliertes WM an Herrn z. vermieten. [02018 Wetzsteinstr. 141 Nachlässe von z vis 20 v. s. erhallen Sie bei wiederholten Auf. nahmen einer Anzeige | Mietgesuche""] Suche, geraum. 6—8-Znnmer- Wohnung mit Bad und Zentralheizung. Schr. Ang. unt. 01872 a.d.G.A. Alleinsteh.Tame (Dauermieterin) sucht ver bald ob. später kleine 2-Ziram.-Wohnung oder 2 teilweise möbl. Zimmer in gutem Hause. Schr. Ang. unt. 01967 a.d.G.A. Eisschrank 30,- RM., Zinkbadewanne 10,- RM., Eis. Kochöfchen 5,- RM. 02005 Kaiserallee 331. Zu verkaufen: Dezimalwaage ganz aus Eisen, mit Gewichten, RM. 25,-. [02008 Bismarckstr. 10p | Kaufgesuche | Modernes Bäckerei- Grundftück in gut. Verkehrslage, von tücht. Fachmann zu kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 02015 a.d.G.A. Besseres Md» in guter Lage, gegen Kasse zu kaufen gesucht. Schrifth Angeb. unter 1414D an den Gieh. Anz. ooohöooöpS bei Rheuma-Gicht Neuralgien Erkältungsi Krankheiten 96 TOGALWERK MÜNCHEN Nr. M Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderheffen) l./2.11ia$1942 Aus der Stadt Gießen. Mai. Der Mai besitzt alle Eigenschaften, die ihm in jedem Jahre immer wieder neu die Herzen gewinnen. Er kommt ins Land wie ein liebenswürdiger und lebensfroher Bursche, dem der Frühling den Stock mit bunten Bändern schmückt und ihm, ins Haar den Kranz voller Blüten drückt. Und kaum ist er da, so beeilt sich die Natur, seiner Herrschaft würdig zu werden. Die Knospen an Baum und Strauch öffnen sich, Blumenkelche tun sich auf und überall gedeihen schwellende Graspolster. Eine Sinfonie leuchtenden Farben hebt an, die mit ihrem Hymnus, an die Quellkraft des Lebens alle graue Gries- arämigkeit des Winters vergessen läßt. Wieviel Anmut verkörpert eine Birke im jungen Maiengrün, wieviel stille Schönheit zeigt die bräutlich geschmückte Buche, und weiß nicht die Kastanie im lenzlichen Gewände das Preislied der Schöpfung zu fingen? Wohin man schaut, lockt der Mai die Wunder des Frühlings hervor, es ist ein Wetteifern an Duft und Farbe rings umher, daß man immer wieder davon berührt wird wie von den tausendfältigen Ueberraschungen einer bunten Märchenwelt. Aber es ist keine Märchenwelt, es ist unsere gute Erde, die ihr hochzeitliches Kleid anlegt. Kein Wunder, daß deshalb der Mai auch den Namen Wonnemond trägt. Die Wonne über das Naturgeschehen vermögen jene sonnigen Tage zu wecken, an denen das Prangen in Flur und Feld einem hellen Jubelton vergleichbar ist, sie wird aber auch spürbar, wenn es in milden Nächten düfteschwer aus den Büsck)en der Anlagen aufsteigt. In keinem anderen Monat könnte deshalb auch würdiger der allgemeine Festtag der Arbeit begangen werden, der symbolhaft das Geschehen des neuen Werdens einleitet. Maifeste hat es in deutschen Landen schon in alten Zeiten gegeben, sie waren der Ausdruck innigen Derbundensems mit dem Naturgescheben. . Freilich, so verheißungsvoll der Mai auch gewöhnlich beginnt, ganz gebannt sind die winterlichen Tücken zunächst noch nicht. Im Hintergrund harren noch die Eisheiligen, die in der Zeit vom 11. bis 13. Mai regieren und die die Namen Mamertus, Pankratius und Servatius tragen. Sie bringen mitunter mit Kälte und Hagel noch einen winterlichen Rückfall, aber nach ihrer Zeit ist es auch mit solchen Unannehmlichkeiten restlos vorbei, weshalb ein alter Bauernspruch sagt: „Der dritte Mai ist ein Wolf, der siebente eine Schlange, doch nach Servazitag macht kein Frost mehr bange." Haben wir erst Mllte Mai, dann kann kein Mißton mehr das Blütenfest des Frühlings stören, das uns bis in den Juni hinein die köstlichsten Tage beschert. FbW. Sch. Die Glücksmänner zum 3. Kriegshilfswerk angeireten. Nachdem die grauen Glücksmänner im 3. Kriegswinterhilfswerk 1941/42 mit ihrer Arbeit einen Erfolg erzielt haben, der alles bisherige übertroffen hat, erscheinen sie jetzt nach kurzer Unterbrechung wieder in ihrer braunen Sommeruniform. Freudig leistet jeder ein'^ne von ihnen dem Aufruf des Führers Folge, beim 3. Kriegshilfswerk mitzuhelfen und mit gesteigerter Arbeit einen bescheidenen Ausdruck des Dankes an die Front abzustatten. Die Reichslotterie für das Kriegshilfswerk wird wieder als Losbrief-Lotterie mit sofortigem Gewinnentscheid durchgeführt. In zehn Reihen werden insgesamt 10 000 000 Gewinne und Prämien ausgespielt. Für 50 Rpf. kann man sofort 1000 RM. gewinnen, abgesehen von den vielen Gewinnen zu 500, 100, 50 und der großen Anzahl kleinerer Gewinne. An jedem Los befindet sich wieder ein Prämienschein. Am 31. August 1942 werden in jeder ; Reihe eine Sonderprämie zu 5000 RM. und Prämien zu 500 und 100 RM. verlost. Insgesamt fallen 5 auf die Prämienlose Prämien im Werte von 160 000 ;RM. Prämienlose also gut aufbewahren, denn mancher hat sich schon durch leichtfertige Behandlung seines Prämienloses um sein Glück gebracht. Der Prämienschein hat auch in diesem Jahr wieder einen Kontrollstempel, der den Gewinn oder das „Nicht" des Loses nrieberholt, so daß die Gewinnauszahlung unter doppelter Kontrolle erfolgt. Das Gebet der schaffenden Hände. Erzählung von Karl Heinz Jansen. Meister Klaas werkte am Feuer. Es war noch früh; um halb, acht begann der Werktag, und bis dahin brannte das Schmiedefeuer; so war's die Regel. „Meister, wißt'r, wer im Büro ist?" Ein wenig aufgeregt stand der Lehrjunge Martin hinterm Meister, den sie den Feuerteufel nennen. Der wandte sich gelassen herum und schüttelte nach- denkcnd den Kopf. Das rote Flammenspiel des Feuers floß über feinen mächtigen, vorgebeugten Oberkörper. „Ein Unteroffizier, Meister, mit'm Sturmabzeichen und dem E. K. Den rechten Arm trägt er in ner Binde wegen einer Verwundung ,.." „Jessas, der Mathes ...?" Martin nickte lebhaft und freute sich übers ganze Gesicht. „Ihr habt's erraten, Meister. — Er kommt nachher in die Schmiede, hat'r gesagt." — „$o, der Mathes", murmelte Meister Klaas, während er mit der Handschaufel die Kohlen, die rings um die Glut her lagen, aufhäufte und das Feuer zudeckte. „So, so, der Mathes ..." Indes er die Brote aus der Tasche packte und den Kaffeetopf herausstellte, kam ihm ein Bild vor Augen, das weit in die Jahre zurückführte. Er sah den Mathes vor sich, als er vor fünf Jahren als Lehrjunge in der Werkgemeinschaft begann. Damals trug er eine abgeschabte Lederhose und ein buntes Hemd. Die braunen, sehnigen Arme hatten kräftig zugevackt, als die anderen Lehrburschen ihn foppen wollten. Ja, ja, der Mathes war schon immer ein ganzer Kerl. — s Als er sich aufrichtete und die Hemdärmel hochkrempelte, sah er draußen am Fenster Gestalten vorbeigehen. „Sie kommen!" rief er den Kerlen zu, die auf den Treibstöcken beisammen saßen und vom Mathes sprachen. Der Leiter der Werkgemeinschaft und Mathes traten durch die offene Tür. Sie grüßten. Mathes legte die Tür iys Schloß und überflog dabei die Kundmachungen, die links am Schwarzen Brett an- gezweckt waren. Wie fri&efc dachte er, pnd ex lachte Schaffende Heimat im Kriegseinsatz. Bauern und Arbeiter der Stirn und der Faust kämpfen mit für unseren Sieg. In allen Berufen und Betrieben arbeiten Männer und Frauen unter Einsatz ihrer ganzen Kraft Tag für Tag an der Erfüllung der kriegswirtschaftlichen Aufgaben der Heimat. Alle Volksgenossen in Stadt und Land wissen, daß ihre äußerste Kraftanspannung bei der Arbeit mit beiträgt zur Erringung des Sieges unserer Waffen. In dieser Ueber- zeugung wird auf dem Acker des Landmannes sowohl als auch in den Fabriken, Handwerksbetrieben, in den Büros und im Schaffen der geistigen Berufe nach höchsten Leistungen gestrebt. Wir haben uns — um an Hand einiger Beispiele das einsatzfreudige Schaffen der Heimat im Kriege zur Stärkung der Kampfkraft unseres Volkes zu kennzeichnen — mit Bauern, Arbeitern und Arbeiterinnen der Stirn und der Faust, Gelehrten , usw. unterhalten und dabei überall den gleichen Eindruck gewonnen: alle setzen mit äußerster Bereitschaft ihre ganze Kraft ein, um der Verpflichtung der Heimat gegenüber der mit der Waffe kämpfenden Front gerecht zu werden. Der Bauer sieht sich nach der durch höhere Gewalt erzwungenen wochenlangen Hemmung seiner Arbeit auf dem Acker jetzt inmitten einer Fülle drängender Aufgaben. Der langanhaltende Winter hatte die Frühjahrsbestellarbeiten verzögert und außerdem Auswinterungsschäden herbeigeführt, die den Landmann nach dem Eintritt günstiger Witterungsverhältnisse zu einem verschärften Tempo seiner gesamten Außenarbeit nötigen. Dabei gilt es nicht nur die eigene Arbeitskraft, sondern auch die Kräfte aller Helfer, insbesondere von Frau und Kind, alt und jung, mit einzusetzen, um das tägliche Brot für unser Volk in ausreichender Menge auf dem deutschen Boden zu gewinnen. Dank dieser tatfreudigen Anspannung aller Kräfte unseres Bauerntums Tag für Tag, vom frühen Morgen bis zum träten Abend, ist es gelungen, unsere Aecker als Nabrungsguell des Volkes wieder in vollem Ausmaß mit der Aussaat zu versehen, die Bestellung nach Auswinterungsschäden überall und vollkommen durchzuführen und mancherlei andere zeit- und witterungsbedingte Schwierigkeiten in einer Weise zu überwinden, die unseren Bauern zu besonderer Ehre gereicht und uns alle zu guten Hoffnungen für die diesjährige Ernte berechtigt. Die Frühjahrssaaten sind erfreulich aufgelaufen und zeigen allenthalben einen guten Stand. Die für unsere Viehbestände sehr wichtigen alten Luzernefelder hoben den langen und strengen Winter zum größten Teil gut überstanden. Daneben hat man versucht, die Rotkleeschläge, die unter Auswinterung stark gelitten hatten, durch Untersaat oder Umbruch so weit es möglich war zu ersetzen. Die gute Vorbereitung und Pflege der Wiesen und Weiden haben das Ergebnis gezeitigt, daß der Stand der Wiesen und Weiden zufriedenstellend ist und damit unter günstigen Witterungsbedingungen für die Heugewinnung wie guch für den Meidegang der Tiere gute Aussichten bestehen. Die Rübensaat ist zum größten Teil ausgefät und ein großer Teil der Kartoffeln bereits gepflanzt. Damit ist eine weitere gute Grundlage für die Versorgung von Mensch und Tier gelegt worden. Die Staatsführung, die Wehrmacht und selbstverständlich auch der Reichsnährstand hoben durch we-itgehende Förderungsmaßnahmen, durch Bereitstellung von Hilfskräften, Ge- fnannen, Saatgut usw. die Aussaatarbeiten unserer Bauern und Landwirte in größtem Ausmaß unterstützt und dadurch an ihrem Teil sehr wesentlich beigetragen zur Ausgleichung der Rückschläge, die durch den langen und harten Winter für die Arbeit auf unseren Aeckern entstanden waren. Neben der vielseitigen Arbeit auf Feldern und Wiesen und den Aufgaben der Hofwirtschast lassen unsere Bauern auch der Erhaltung und weiteren Aufzucht der Viehbestände die größte Sorgfalt an- oedeihen. Das bedeutet für den Bauer und die Bäuerin, wie auch für ihre Helfer weitere vermehrte Arbeit, die von ihnen gerne geleistet wird in dem Bewußtsein, daß sie auch auf diesem Gebiete unserer Volksgemeinschaft wertvolle Dienste leisten. Von dieser Tätigkeit hängt die Versorgung unseres Volkes mit vielen Lebensnotwendigkeiten — man denke z. B. nur an die Milchlieferung und die Bereitstellung von Fleisch und Fett — in kriegsentscheidender Weise mit ab. lieber die Erfordernisse des Alltags hinaus denkt der Bauer bei feiner täglichen Arbeit aber auch an die großen Zukunftsaufgaben, die er für unser Volk und Reich zu erfüllen hat. Deshalb setzt er sich mit allen Kräften auch für die tierzüchterische Arbeit ein, und besonders auch auf diesem Gebiete kann unsere oberhessische Tierzucht selbst jetzt im Kriege bedeutende Erfolge aufweisen, die ihren Ausdruck darin finden, daß über die Zuchtvieh-Absatzveranstaltungen der Züchterverbände in Gießen bisher schon ansehnliche Lieferungen von Zuchtvieh (Bullen, (Eber, Pferde und Ziegen) den Aufbaugebieten im Osten und im Westen zur Verfügung gestellt wurden. * Wie auf dem Acker, so ist auch in den Arbeitssälen und Werkstätten der Betriebe der Pulsschlag der Arbeit außerordentlich stark und völlig auf die Erfordernisse der Kriegszeit eingestellt. Hier sind Männer und Frauen aus Stadt und Land in Kameradschaft vereint, durch Fleiß und unermüdliche Einsatzbereitschaft dem Volksganzen und insbesondere unseren Soldaten zu dienen. Wir haben uns mit Arbeitern und Arbeiterinnen, Abteilungsleitern und führenden Männern von Betrieben unterhalten und überall die gleiche tatfrohe Hingabe an die großen Aufgaben unserer Zeit erkennen können. Da war das ftische Mädel aus Großen-Linden, das einer Familie mit zehn Kindern entstammt, von denen die Brüder allesamt im Felde stehen, während die Mädels in der Heimat ihre Arbeitskraft nutzbar machen; da war eine (Ehefrau aus Krofdorf, deren Kind ebenfalls schon im Beruf steht, während der Mann im Heimatsort als Handwerker schafft; weiter svrachen wir mit einer, Reihe junger Frauen und Mädchen, aber auch mit älteren Frauen, die zu Hause ihre Familie haben und Söhne im Ehrenkleid unserer Soldaten besitzen; wir saßen ferner zusammen mit Abteilungsleitern, die tagsüber große Verantwortung für die ihnen anvertraute Arbeitsgemeinschaft des Betriebs tragen und sich in ihrer knappen Freizeit noch für ehrenamtliche Pflichten in der Partei und ihren Gliederungen, im Reichs- luftschutzbund usw. einsvannen; wir unterhielten uns mit Arbeitern und Arbeiterinnen, die an jedem Morgen und jeden Abend mit dem Fahrrad ober avd) zu Fuß längere und zum »Teil sogar weite Wege aus bzw. nach den verschiedensten Orten der Umgegend zu und von ihrer Arbeitsstätte zurück- legen, um durch ihren Einsatz in der kriegswirtschaftlichen Arbeit dem Führer und der Volksgemeinschaft zu dienen; wir tauschten unsere Gedanken aus mit Männern, die schon manches Jahrzehnt treuer Arbeitserfüllung auf dem Buckel tragen; und wir besprachen uns auch mit führenden Männern der Betriebe, auf denen ein großes Maß von Verantwortung ruht; sie alle gaben uns in schlichten und darum außerordentlich eindrucksvollen Worten einen Einblick in ihren täglichen Pflichtenkreis der Arbeit. Dabei trat zutage, daß jeder Mann und jede Frau den zugewiesenen Arbeitsplatz mit ganzer Kraft und mit größter Gewissenhaftigkeit auszufüllen bestrebt ist, daß sie alle tief durchdrungen sind von der großen'Bedeutung, die auch ihrem Schaffen im Rahmen des Ganzen zu eigen ist. Sie erzählten uns aber auch, daß sie mit der Erfüllung ihres täglichen Arbeitspensums ihren Alltag noch nicht als beendet'ansehen. Nach der Heimkehr von der Arbeit schaffen sie noch in ihrem Garten ober in der Landwirtschaft der eigenen Familie ober bei Verwcmbten mit. Ein Mann aus Steinbach beispielsweise geht babei sowohl seinem alten Vater, als auch seinem Schwiegervater im Garten ober auf den Aeckern noch zur Hand; andere sind unter die Kleintierzüchter gegangen und geben sich mit allem Eifer dieser Tätigkeit hin, um auch hierdurch ihrer Familie und darüber hinaus der Gemeinschaft zu dienen; m zahlreichen Fällen helfen sie, vor allem junge Frauen und Mädchen, noch bei den Aufgaben der NS.-Frauenschaft ober der NSV. mit: die verheirateten Arbeiterinnen, aber auch viele Mädchen, benutzen jede freie Stunde und vor allem auch die Sonntage zu Arbeiten in ihren Haushaltungen und zur Betreuung der Familie; alle miteinander kennen eben nur das Gesetz der Pflicht und des Einsatzes der ganzen Kraft für die besonderen Aufgaben des Krieges, im großen gesehen sowohl, als auch in den Ausstrahlungen auf das Familienleben. Daß gelegentlich auch einmal eine Freistunde zur Entspannung benutzt wird, sei es in der Singstunde des Gesangvereins, bei einer Veranstaltung von „Kraft durch Freude" ober bei einem kurzen Erholungsausflug, ist nur recht und billig, denn dadurch erfährt die Arbeitsfreude neuen Auftrieb. Und immer wieder sind sie allesamt zufrieden und froh, daß sie ihre Kraft an ihrem Arbeitsplatz ober im ehrenamtlichen Dienst als einen Beitrag zum Sieg in dem großen Schicksalskampf unseres Volkes einsetzen können. Sie wissen babei, daß von der Staatsführung und besonders von der Deutschen Arbeitsfront als Vertreterin der Partei für sie als schaffende Menschen alles getan wird, um ihnen das Leben auch im Kriege lebenswert zu machen. Die iffenschast als eifrige Helferin. Der Kriegseinsatz unserer Wissenschaft erfolgt ebenfalls unter Anspannung aller Kräfte. In unserer engeren Heimat ist es die Ludwigs-Universität Gießen, die im geistigen Schaffen unserer Volksgemeinschaft an besonders bedeutsamer Stelle marschiert. Durch Vertretungen. Uebernahme der Arbeit von Dozenten und Assistenten, kurz gesagt der Aufgaben all der jüngeren Kräfte, die für den Lehrbetrieb der Universität notwendig sind, jetzt aber im Felde stehen, durch die in der Heimat weilenden Lehrkräfte konnte es ermöglicht werden, daß der Unterrichtsbetrieb in allen Fächern in vollem Umfange weitergeht. Durch diese Mehrleistung an Arbeit — denn die geringere Zahl von Studierenden gegenüber der Friedenszeit bringt keine wesentliche Verminderung der Unterrichtspflichten — konnte die Universität bisher in allen Fakultäten ihre Aufgaben in vollem Umfänge erfüllen. Dieses Ergebnis ist in hervorragendem Maße auch dem allezeit tatkräftigen Wirken des Rektors, Professor Dr. med. H. W. Kranz, zu verdanken, der sich nicht nur im Alltagsschasfen, sondern ganz besonders bei der Ueberroinbung von schwierigen Situationen mit starkem Impuls und gutem Erfolg für die Interessen und Aufgaben der Universität eingesetzt hat. Schon die Ausbildung des Nachwuchses der Mediziner, Chemiker, Physiker, Veterinäre. Landwirte usw. stellt im Unterrichtsbetrieb ein offensichtliches kriegswichtiges Bedürfnis dar. Aber für sehr viele andere Fächer, bei denen es nicht so ohne weiteres offensichtlich ist, besteht auch bei der Universität, wie bei allen staatlichen Aemtern und privaten Betrieben, die Notwendigkeit zur Mehrarbeit. Einerseits ist zu beachten, daß jedes Examen, welches das ADOX Der Welf älteste den Jungen zu, als er sich wieder dem Raum zu- wandte. „Liebe Arbeitskameraden", begann der Betriebsleiter und blickte jeden freundlich an, „unser Mathes Jalter ist wieder bei uns, und wir freuen uns alle, daß er noch so wohlbehalten in die Heimat zurück- gekehrt ist, wenn auch der Krieg nicht spurlos an ihm vorbeigegangen ist. Er wurde nach dem glücklich überstandenen Vormarsch im Sommer diesen Minter vor Moskau am rechten Arm verwundet. Im Lazarett kam ihm die Nachtricht zu, daß er aus der Wehrmacht entlassen werde. Drei feiner Brüder stehen draußen, Mathes als Jüngster ist nun wieder daheim und wird wie in alten Tagen mit uns Zusammenarbeiten!" Heiner saate den Morgenspruch her und machte hinter den Namen im Tagebuch des Werkes ein Zeichen. Dann gingen sie alle frisch an ihre Arbeit. Das Lied der Arbeit klang durch den Raum. Die Hämmer hallten auf dem Amboß. Der Blasebalg furrte seine einförmige Melodie. Die Schmiede erwachte. Heute früh stand Mathes im blauen Arbeitsanzug in der Eifenschmiede. Die Jungen umringten ihn und waren neugierig, was er nun beginnen werde. Fast einen Monat hatte er im Büro Aufträge sortiert und ausgeschrieben: so wollte es der Leiter der Gemeinde. Der Arm müsse erst ganz ausheilen, sagte er. und Matthes soll sich derweil noch schonen, er könne es gebrauchen! In der Pause bockte er meist bei den Jungen in der Schmiede und ließ sich von all dem berichten, was derweil geschehen war. Die Jungen wollten von ihm willen, was er draußen erlebt habe. Erst wollte er nicht recht und sagte, daß er von dem nichts erzählen könne, denn es fei nicht in Worte zu fassen, und außerdem: es fei fo stüm- uerhaft. wenn er berichte, daß sie sich keine rechte Vorstellung machen können, wie das draußen gewesen sei. Das hatten die Jungen nicht hingenommen und waren in ihn gedrungen. Sie hatten nicht mehr locker gelassen, und er mußte immer erzählen. Die Jungen wußten um jeden Ort, den Mathes kämpfend mit den Kameraden genommen hatte, erfuhren von der russischen Soldateska, die, ausgehungerten Bestien gleich, wider die deutschen Linien rannte, — unsinnig im Kämpfen, unsinnig im Sterben. Wie er sich freue, hatte der Mathes gesagt, daß er nuq wieder arbeiten dürfen jo oit tzabe ex M draußen in stillen Stunden danach gesehnt — und im Lazarett erst! Oftmals habe er an daheim denken müssen, wenn sie durch die russischen Dörfer und Städte marschiert seien beim Vormarsch und nur Schmutziges, Primitives und Verloddertes gesehen hätten. Wie unsagbar schöner das alles hier fei, was sie täglich sähen und für das sie werkten! Ja, sagte er dann und blickte lange durch das große Fenster in den lachenden Frühlingstag hinaus, das könne man erst ermessen, wenn man draußen gewesen fei. Die Arbeit hier in der Heimat sei wahrhaftig ein Beitrag zum großen Ringen, jeder Hammerschlag ein Schwerthieb für den Bestand der Kultur. So hatte der Mathes gesprochen, und die Jungen saßen unterdes still um ihn herum. Die alten Meister horchten auf und nickten stumm dazu. Sie verstanden den Mathes recht wohl. Er sprach mit einer so klaren Eindringlichkeit, daß ihnen feine Worte ein Befehl aller Soldaten draußen schien. Sie versprachen dem Mathes im stillen, ihre volle Pflicht zu tun und mehr noch: was nur in ihren Kräften stehe. Die Alten und Jungen werkten mit Zähigkeit und Härte, und sie freuten sich geheim über sich selbst, wenn sie abends ihr Tagewerk überdachten ... Heute stand Mathes im blauen Anzug in der Schmiede, bevor das Gewerk begann. Froh rief er dem Meister feinen Morgengruß zu, und als der sich fragend vom Feuer umblickte, bedeutete er ihm, daß er es heute versuchen wolle, und er hob den Arm wie beim Hammerschlag. Der Meiller schüttelte verwundert den Kopf und freute sich über den Mut. „Werden wir gleich 'n ordentliches Feuer schüren, Mathes", sagte er und entfachte eine ordentliche Glut. Mathes nahm in einem jähen Kraftgefühl das Vierkanteisen in die Faust und steckte es in die züngelnde. weiße Glut. Der Blasebalg surrte und schnob das flammende Gezüngel steil empor. Der Widerschein ergoß sich durch den Raum und glänzte rot im Angesicht des heimgekehrten Soldaten. Er fühlte sich stark wie ein junger Gott. Wie ein Rausch war das Glück des Schaffens über ihn gekommen und erfüllte die Sehnsucht nach feuer- sprühender Werkmannsarbeit. Da hatte er zwei Arme, mit denen er in der Jugend Bäume umriß, und zwei Hände wie Pranken, so derb unb, stark, die fest zupacken konnten mit eisernem Griff. Und die sollten nun träge und schwach geworden sein? Nur, weil er so unglücklich beim Vormarsch auf ein Dorf in die beiden feindlichen Maschinengewehr- tugeln rannte, ins Lazarett kam und mtt dem Arm in der Binde heim ... All die Monate hatte er von der Arbeit am Feuer geträumt, und heute stand er hier am Feuer, fiebernd wie vor einer großen Entscheidung. Mathes lachte still vor sich hin. Nein — nein, er war kein Krüppel! Er gehörte in die Reihe der Werkleute. Das wollte er ihnen zeigen! Das Eisen glühte im zuckenden Feuer. Er nahm es hervor, hielt das Maßstück daran und gab dem Martin ein Zeichen. Der Feuerteufel schwang den Hammer empor und ließ ihn mit sprühender Wucht auf den Amboß sausen. Hei, wie gut das klang! Und wieder — und wieder ... Es spaltete sich der Eisenstab jäh entzwei. Der Hammer zischte im Wasser und flog wieder in die frische Kerbe zurück. Stahl fang auf Stahl eine mächtige Melodie. Eine Weile hielt er inne und schob das Eisen mit sehnigem Arm in die Glut zurück. Die Jungen gewahrten die beiden Narben am rechten Arm, daumendick und weiß. Mathes dachte nicht daran und lachte ihnen stolz entgegen, als sie zu ihm aufblickten in das glutüberstrahlte Gesicht. Das Leuchten in den Augen war Freude und Glück. Tief und herrlich strömte es aus feiner Brust. Er griff den Vierkantstab aus dem Feuer auf den Amboß zurück und setzte die Schneide des Hammers wieder an? Ha, wie fest der Junge zuschlua? Ein Zittern lief jedesmal durch den Arm. Gut, Martin! Der Feuerteufel holte weit zum Schlage aus. Sein Haar hing strähnig und wirr um seine Stirn. Die Augen blitzten hinter den Gläsern. Mathes spürte die Freude des Jungen im Hammerschlag. Er hatte auch den Glanz in dessen Augen gesehen. Als er das (Eifen wieder ins Feuer schob, trat Meister Klaas vor ihn hin und streckte ihm die Rechte entgegen. „Schon recht, Meister!" ' Er blickte in seine breiten, schweren Hände. (Eine Gottesgabe sind sie; aber das muß man recht gespürt haben beim Werken und Schaffen, Ringen und Kämpfen, um es zu wissen. So dachte der Mathes und spuckte hinein, wie es der Werkleute Brauch ist. Der Hammer klang durch die Schmiede. Es sprühte feurig umher. Mathes legte den Hammer beiseite und spürte das pulsende Blut in den Adern. Er strich die Haare aus der Stirn und lachte sie alle art. „Nun gehöre ich wieder ganz zu euch — und kann mich morgen zum Tag der Arbeit zu euch stellen?" Sie nickten ihm freudig zu unk gingen an ihr TagwerL. (Nachdruck verboten.) 19. Fortsetzung. „Ich bin die Witwe eines Schotten, eines Artisten, der in London stürzte und an den Folgen des Sturzes starb. Ich bin in Berlin geboren. Helmke ist mein Name, mein Mädchenname. Ich fuhr dann wieder nach Deutschland und schloß mich einem Wanderzirkus an, dort lernte ich Anton kennen. Wir zogen dann zusammen. Er versprach mir, mich zu heiraten, wenn er könne, aber vorläufig konnte er nicht. Warum, sagte er mir nicht. Das war vor einem Jahre. Er bekam dann eine Stellung bei einem kleinen Zirkus, der umherfuhr, und zuletzt waren sie in Stendal. Am letzten Montag kam er ganz plötzlich zurück, so gegen Mittag, aß etwas und ging am Nachmittag wieder weg. Er sagte, er werde am Abend zurück sein, aber es könne spät werden. Er kam nicht. Er kam auch am nächsten Tage nicht. Ich habe dann noch einen Tag gewartet und schrieb nach Stendal. Ich bekam keine Antwort. Dann fuhr ich hin und fragte Herrn Holler — das ist der Direktor des Zirkus — er sagte, Anton sei am Montag nach Berlin gefahren und seitdem nicht zurückgekommen. Nun wußte ich nicht, was ich tun sollte. Da las ich in der Zeitung, daß Sie hier sind, und deshalb fuhr ich zu Ihnen, um Sie zu fragen, ob (Sie1 nicht wissen, wo Anton ist." „Anton Sumor —" sagte Elisabeth leise, und dann erinnerte sie sich plötzlich daran, daß Willis den Namen erwähnt hatte. Die Polizei suchte Nachrichten über Anton Sumor, das war es. ,chaben Sie vielleicht ein Bild von ihm?" fragte sie plötzlich. Die junge Frau griff sich an die Stirn, als wollte sie damit ausdrücken: wie konnte ich das vergessen. Dann ötfnete sie ihre Handtasche und holte Aw ei Warnung aus Stendal Roman von A. Lothar Philipp Färsen 28 bis '45,50, Kälber 40 bis 59, Schafe 33 bis 45, Schweine 56,50 bis 63,50 RM. Marktverlauf: alles Zugeteilt. &. A.-Eport. Oer Sport am 2. Mai. kleine Photographien heraus, die sie Elisabeth reichte. „Sie sind vor etwa einem Vierteljahr ausgenommen", sagte sie. Elisabeth warf einen gleichgültigen Blick auf die Bilder, dann stand sie plötzlich auf, eilte damit ans Fenster und tat so, als betrachte sie die Bilder. Dabei überlegte sie, wie sie dieser armen Frau sagen konnte, daß diese Bilder Barthold darstellten, und daß Barthold ermordet worden ist. „Mein Gott!" stöhnte sie leise. „Nicht wahr, jetzt kennen Sie ihn wieder?" hörte sie hinter sich die Stimme der jungen Frau. Dann näherten sich leise Schritte und Franziska Leeds stand vor ihr und starrte überrascht auf ihr tränenüberströmtes Gesicht. „Was ist denn? Warum weinen Sie denn?" fragte sic ängstlich. Elisabeth legte ihren Arm um die Schulter der Frau und führte sie auf ihren Sessel zurück. „Ich kenne ihn", sagte Elisabeth leise unter Tränen, „unter dem Namen Karl Barthold als den edelsten und besten Menschen, den ich je kennengelernt habe. Er —" „Karl Barthold —" flüsterte die Frau, „warum aber nannte er sich Anton Sumor?" „Ich weiß es nicht — vielleicht aber weih es die Polizei —" „Die Polizei?" Die grauen Augen starrten sie ängstlich an, „was hat die Polizei mit ihm zu tun?" „Weil Karl Barthold am Montag vor acht Tagen ermordet worden ist." Franziska Leeds schien zunächst die Bedeutung dieser Nachricht nicht zu verstehen. „Was hat das aber mit Anton zu tun?" murmelte sie. Doch dann mußte ihr wohl alles klar werden, denn sie sah plötzlich auf und rief: „Wer — sagen Sie — ist ermordet worden?" „Karl Barthold, den Sie als Anton Sumor kannten —" . . „Nein!" ichrie die Leeds und fxranß «neinl. Zum Nationalfeiertag 4942. Der Nationalfeiertag wird in diesem Zahre am 2. 2Nai gefeiert, da der 2. THai ein Sonnabend ist und so die erholungsbedürftige Arbeiterschaft zwei Feiertage erhält. Der 2.2Nai ist deshalb auch ein gesetzlicher Feiertag. Der Nationalfeiertag soll ganz der Erholung der deutschen Arbeiterschaft der Rüstungsbetriebe, der Verwundeten und der Genesungskompanien dienen. Für G i e tz e n sind dafür folgende Veranstaltungen vorgesehen: Am 1. Nlai wird das 7Nai-Ansingen durchgesührt. Am 2.2Nai, vormittags 1 0.3 0 U h r Filmaussührungen im Gloria-palast „Ein ganzer Kerl", im Lichtspielhaus „Wunschkonzert". Von 11 b i s 1 2 ll h r singen der Vauersche Gesangverein und der Gesangverein „Heiterkeit" am Kreuzplah — Marktplatz — vor dem Theater und am Vahnhossplah. Von 1 2 b i s 1 3 U h r plahmusik der SA.-Kapelle, außerdem singt der VDM. vor dem Bahnhof — am Selterstor — Kreuzplah — Marktplatz und vor dem Theater. ____ „ Von 13.30 bis 18 Uhr finden auf dem „Vatdfportplah VfV.-Reichsbahn sportliche Wettbewerbe statt, darunter um 1 5 ll h r Handballspiel der Luftwaffe gegen HZ. Bann 116. 16 llhr Fußballspiel Stadt Marburg gegen Stadt Gießen. Von 17 bis 19 Uhr fingen die Zungmädel vor dem Bahnhof — am Selters- kor — Kreuzplah — Marktplatz — vor dem Theater und am Ludwigsplah. Um 1 8 U h r findet itn Stadttheater eine Festvorstellung mit „Der Melsterboxer f Eintrittskarten für die Filmvorstellungen und das Theater find ausschließlich den Rüstungsarbeitern und -arbeiterinnen, sowie den Verwundeten und Angehörigen der Genesungskompanien vorbehalten. Da der Nationalfeiertag der Erholung der Arbeiterschaft dienen soll, ist nach dem Willen des Führers die Teilnahme an den öffentlichen Veranstaltungen allen Volksgenossen sreigestellt. Am 2. Mai wird nicht geflaggt. *♦ Die KdF.°Sonderkurse zur Vorbereitung für die Reifeprüfung haben in Gießen und Umgebung beachtenswerten Anklang gefunden. Eine ganze Anzahl von Volksgenossen und Volksgenossinnen, die früher keine Gelegenheit hatten, eine ihrer Begabung entsprechende Ausbildung zu erlangen, sind gewillt, in abendlicher Arbeit das Ziel der Reifeprüfung zu erreichen. Es hat sich dabei als notwendig herausgestellt, neben dem ursprünglich vorgesehenen vierjährigen Kursus, der auf der Volksschulbildung aufbaut, einen zweiten Kursus einzurichten für solche Teilnehmer, die bereits die mittlere Reife oder Prima-Reife besitzen. Dieser Kursus will das Ziel in etwa zwei Jahren erreichen. Nur überdurchschnittlich begabte Volksgenossinnen und Volksgenossen können sich melden, die den ernsten Willen haben, eine anstrengende Schulung neben ihrer Berufsarbeit durchzuhalten. Der Unterricht findet montags bis freitags abends statt. ** Die Abgabe von Sauermilchkäse betrifft eine Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil, auf die besonders hingewiesen sei. ** Zur Kartoffelversorgung wird heute eine wichtige Bekanntmachung veröffentlicht, in der ein Vorgriff aus einige Abschnitte des Bezugsausweises gestattet wird. ** Z u r Fischversorgung sind vom 4. bis 9. Mai Eintragungen der Verbraucher in Kundenlisten vorzunehmen. Man beachte die heutige Bekanntmachung des Ernährungsamtes. ** Leichtathletische Hebungen zum Reichssportabzeichen finden am 6. Mai auf dem Sportplatz des Männerturnvereins am Schif- fenberger Weg statt. ** Stadtbücherei Gießen. Im Monat April wurden 1708 Bände verliehen. Davon kommen auf Romane 1115, Jugendfchriften 243, Reisebeschreibungen 91, Geschichte und Lebensbeschreibungen 89, Kriegsgeschichte 86, Technik 58, Kunst und Philosophie 6, Politik 20 Bände. Aus der engeren Heimat. Landkreis Gießen. * Lang-Göns, 30. April. Im 60. Lebensjahre ist unser Altbürgermeister Wilhelm Karl Rom^f, der sich in langjähriger Bürgermeisterarbeit um unsere Gemeinde verdient gemacht hat und weit über die grenzen seines Heimatortes hinaus bekannt war, plötzlich verstorben. Er folgte seiner am Tage vorher im 80. Lebensjahre verstorbenen Tante Frau Christine Rompf, geb. Weber, durch deren Söhne, den im ersten Weltkrieg gefallenen Obltn. Ritter Otto v. Rompf und den verstorbenen Chefarzt des Friedberger Bürgerhospitals Dr. med. Wilhelm Rompf, der Name des alten oberhessischen Bauerngeschlechts weithin bekannt geworden ist. Altbürgermeister Wilhelm Karl Rompf hat sich noch am Morgen seines Todes- Itages mit Bekannten über seine am Tage vorher Das ist doch nicht möglich, er hat «doch gar nichts getan, warum — oh, mein Gott —" Sie legte ihren Kopf in die Arme und schluchzte leise. Hin und wieder kamen unartikulierte Worte von ihren Lippen, die Elisabeth nicht verstand. Elisabeth ließ ihr Zeit, sich auszuweinen und sich zu beruhigen. Frcku Leeds schien eine starke Natur zu sein. Die Schicksalsschläge, die sie bisher getroffen hatten, schienen ihre Seele verhärtet zu haben. Sie hob plötzlich den Kopf, wischte sich die Tränen aus den Augen und sagte: „Wer hat ihn getötet?" „Ich weiß es nicht", gab Elisabeth zur Antwort, „ich denke aber, wir werden zur Polizei gehen und alles sagen, was wir wissen. Vielleicht können wir dazu beitragen, den Mörder zu finden." Franziska Leeds sagte nichts mehr. Sie trat zum Spiegel, wischte sich noch einmal die Augen ab und machte sich fertig, das Hotel zu verlassen. Auf der Fahrt zum Alexanderplatz sprach sie wenig. Sie ließ sich nur von Elisabeth erzählen, was sie über Bartyold wüßte. Herr Krähe empfing sie freundlich und geleitete sie zum Kriminalrat, der mißmutig hinter seinem Schreibtisch saß. „Ein Geschenk des Himmels", sagte er, als Krähe ihm sagte, daß die Damen ihm Näheres über Barthold und Lanos sagen könnten, „herein mit ihnen, auf die habe ich gewartet." Er hörte sich, ohne zu unterbrechen, an, was Franziska Leeds ihm zu jagen hatte. Dann stand er auf. „Ich nehme an, gnädiges Fraulein", wandte er sich an Elisabeth, „daß Sie mir auch etwas zu sagen haben. Was ist es denn?" „Ich kannte beide, Lanos und Barthold, von früher her und möchte —" „Sehr schön", unterbrach sie Wenig, „wir unter- galten UBS dann miteinander. Krähe, tzeM Ale mit Studium abschließt, aus einer Mehrzahl von Fächern besteht, wobei z. B. zu dem medizinischen Vorexamen zwangsläufig auch eine Reihe naturwissenschaftlicher Fächer gehören, wie auch bei der Veterinärmedizin und der Landwirtschaft; anderseits ist die Universität ein organisches Ganzes, bei dem der Ausfall eines Faches störend auf die Funktion des Ganzen wirken würde; das ist stärker der Fall, als wohl allgemein bekannt wird. Die wissenschaftliche Fortführung der Institute ist an sich schon eine Notwendigkeit, und eine Vernachlässigung würde hier wie bei jedem Betrieb nicht nur für ein Institut, sondern auch für andere große Nachteile bedeuten. Die Forschungsarbeiten der Universitätsinstitute und ihrer Leiter werden neben dem Unterricht mit aller Kraft betrieben. Es kann nicht die Aufgabe dieser kurzen Betrachtung fein, über die verschiedenen Forschungen im einzelnen zu berichten; zur gegebenen Zeit wird darüber von berufener Seite an anderer Stelle Aufschluß gegeben werden. Nur so viel sei hier vermerkt, daß die Arbeitsintensität in den Räumen unserer wissenschaftlichen Forschung durchaus mit dem gesamten Kräfteeinsatz der Heimat Schritt hält. Auf dem Gebiete der Raumforschung werden von der Universität vielseitige wissenschaftliche und heimatliche Gebiete betreut. Außerordentlich rege Tätigkeit ist auch der Wehrmachtbetreuung in Lazaretten und Kliniken durch Vorträge aus den verschiedensten Arbeitsgebieten und über Zeitfragen gewidmet, hinzu kommt hier die sehr umfangreiche Arbeit, die von den Mitgliedern der medizinischen Fakultät in Kliniken und Lazaretten für unsere Verwundeten geleistet wird. Wehrwissenschaftliche und öffentliche Vorträge, wie auch die „Arbeitsgemeinschaft Universität und Theater" dienen der Verbreiterung und Vertiefung der geistigen Beziehungen zwischen der Hochschule und der Bevölkerung. Daß auch die landwirtschaftlichen Belange durch unsere Universitätsinstitute nach jeder Richtung hin tatkräftig gefördert wer- den, sei hier der Vollständigkeit halber noch hervorgehoben. Die NS.-Dozenten-Akademie hält durch ihre Vorträge die Verbindung zwischen den einzelnen Zweigen der Wissenschaft aufrecht. * So sehen wir schon an Hand dieser kurzen Ausschnitte eine Gemeinschaft der Heimat, die es als besondere Ehre und Verpflichtung betrachtet, zu Hause an ihrem Teil alles zu tun und bis zum Letzten einzusetzen, um sich unserer Soldaten an der Front jederzeit würdig zu erweisen. Die Heimat kennt dabei nur das eine große Ziel, daß nämlich unsere Soldaten bei ihrer siegreichen Heimkehr nach dem Kriege den Daheimgebliebenen das Zeuanis der anständigen und vollen Pflichterfüllung ausstellen können. B. »Billig und doch schmackhafte Gfs. Gute Ratgeber für alle hauswirtschaftlichen Sorgen sind die kleinen Hefte, die die Hauswirtschaftliche Beratungsstelle Gießen, Lindenplatz 11, abgibt. Sie haben sich bei unseren Hausfrauen sehr gut eingeführt. Jetzt ist dort ein neues Heft zu haben, das so recht für unsere Zeit paßt. Zusammen- gestellt ist dieses Heft vom Deutschen Frauenwerk des Gaues Westmark und der Landesbauernschaft Westmärk. Es enthält 300 Kochrezepte nach heimischer Art und will ein Wegweiser sein in der Kriegszeit. Unsere Hausfrauen sollen trotz aller Einschränkungen die Freude am Kochen nicht verlieren. Das Buch möchte sie anregen und aufmuntern, es nennt sich „Billig und doch schmackhaft". Hier wird gezeigt, wie man trotz der gegebenen Grenzen einen möglichst vielseitigen und gesundheitsfördernden Speisezettel herstellt. Erst in der Beschränkung zeigt sich so recht die Tüchtigkeit des einzelnen. So entsteht die Front der Hausfrauen, die wir zum Standhalten und Durchhalten ebenso notwendig brauchen, wie jeden anderen Kämpfer. Die Rezepte sind den Bezugskarten angepaßt, unter Berücksichtigung der heimischen Küche. Möge das Büchlein seinen Zweck erfüllen und unfern Hausfrauen zum treuen Freund werden. Es wird sie zu der Erkenntnis bringen, daß sie mit den vorhandenen Lebensrnitteln auskommen können, wenn die Rezepte richtig angewendet r .«.'den. Gleßener Dochenmarkkprelse. * Gießen, 1. Mai. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Markenbutter, V: kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, 5 kg 47, gelbe Rüben, V» kg 12, Svinat 18 Rpf., Spargel 1,45 RM., Unterkohlrabi 8, Meerrettich 50 bis 70, Rhabarber 35, Apfelsinen 51, Zitronen, das Stück 5, Lauch 5 bis 10, Oberkohlrabi 35 bis 45, Rettich 10 bis 15, Radieschen, das Bund 20, Feldsalat, r/i° 15 Rpf. Verdunkelungszelt: 1. Mai von 21.47 bis 5.20 Uhr. 2. Mai von 21.49 bis 5.18 Uhr. verstorbene Tante unterhalten, zwei Stunden später wurde er selbst bei der Arbeit auf dem Acker plötzlich vom Tode ereilt. Das Andenken an den Ver- torbenen wird hier in guter Erinnerung fortleben. * Reiskirchen,!. Mai. Die Eheleute Postassi. tent i. R. Johann Huber und Frau, hierselbst, können am 3. Mai das Fest der goldenen Hochzeit begehen. Der Jubilar ist 77, seine Frau 76 Jahre alt. An den Ereignissen unserer großen Zeit nimmt das Jubelpaar noch regen Anteil. Unsere herzlichen Glückwünsche gelten den goldenen Hochzeitern. △ ß i d), 1. Mai. Am morgigen Samstag, 2. Mai, kann der Maschinenmeister in der Brauerei Jhring- Melchior Matthias Haug, der Vater des im Westfeldzug gefallenen Gauamtsleiters der NSV. Wilhelm Haug, sein 40jähriges Dienstjubiläum bei dieser Firma begehen. Matthias Haug montierte im Jahre 1902 im Auftrage einer Augsburger Maschinenfabrik in der hiesigen Brauerei eine neue Maschine und wurde bei dieser Gelegenheit als Maschinenmeister des Betriebs verpflichtet. Durch seine Heirat mit Helene, geb. Vogt, von hier wurde ihm unsere Stadt zur neuen Heimat. Der Jubilar, der be' seinem Betriebsführer und seinen Arbeitskameraden, sowie weithin in der Licher Bevölkerung große Wertschätzung genießt, wird am heutigen 1. Mai im Rahmen eines Betriebsappells in gebührender Weise geehrt werden. In seiner Freizeit betätigt er sich als eifriger DHCer an den Bestrebungen der Wandervereine. + Grünberg, 29. April. Am Dienstagabend hielt die Freiwillige Feuerwehr in der Wirtschaft Schmitz ihren Jahresappell ab. Der Führer der Wehr, Obertruppführer Karl Böß, konnte neben 23 Kameraden der Wchr Ortsgruppenleiter Schütz, Bürgermeister König und Kreisfeuerwehrführer Bouffier (Gießen) begrüßen. Das Andenken an 3 Mitglieder der Alters ab teilung (Karl Hofmann, Wilhelm Schomber und Karl Mehl) sowie des im Osten gefallenen Kameraden August Reitz wurde in üblicher Weife geehrt. Im abgelaufenen Jahre mußte die Wehr in Grünberg bei einem Werkstattbrand und vier Zimmerbrände ein- greifen, nach auswärts wurde sie zweimal gerufen (Stockhausen und Reiskirchen). Seit kurzem besitzt sie ein leichtes Löschgruppenfahrzeug. Obertruppführer Richard Jäckel hielt einen Kurzvortrag über Zimmer- und Kaminbrände und ihre Bekämpfung. Bürgermeister König sprach sich lobend über die Wehr aus, ebenso Ortsgruppenleiter Schütz, der besonders auf den eifrigen Einsatz der Wehr beim „Dag der Polizei" hinwies. Kreisteuerwehrführer Bouffier berichtete über eine Arbeitstagung in Mainz. Frankfurter Schlachtvlehmartt. Frankfurt a. M., 1. Mai. (Vorbericht.) Es no- tierten je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen 44,50 bis 46,50, Bullen 35,50 bis 44,50, Kühe 25 bis 44,50, Interessenten sinden wird. Handball. Gauklasse. Luftwaffe Gießen — SA. Frankfurt. Die Meisterschaft und auch der Abstieg tn der Gauklasse sind entschieden. Die SA. mußte als vorjähriger Meister den Titel an ihren Lokalrivalen Polizei abgeben. Aus Prestigegründen werden die Gäste jedoch versuchen, den zweiten Tabellenplatz sicher zu belegen. Die Luftwaffe hat in den letzten Spielen gezeigt, daß sie nicht untersäsiitzt werden darf. Im Vorspiel blieben die Frankfurter mit 9:d Toren Sieger. Obwohl sie in der sonntäglichen Be- gegnung die größeren Siegesaussichten haben, wird ihnen ein Sieg auf Gießener Boden nicht so leicht fallen. Handball der HI. Bann 772 Weilburg — Bann 823 Friedberg. Dieses Spiel wird am Sonntaaauf dem Gießener Mtv.-Platz ausgetragen. Beide Mannschaften mußten bis jetzt eine Niederlage einstecken. Den Grieth bergern gelang es am letzten Sonntag, den Bann 88 Wetzlar zu schlagen. Auch in diesem Spiel besitzen sie die größeren Siegesaussichten. Handball im Bann 11 6. Um die Spieler nicht zu sedr zu beanspruchen, fallen die vorgesehenen Punktspiele der HI. aus. Nur in der Klasse des DJ. kommt es zu der Begegnung Frau Leeds zu ihrer Wohnung und suchen Sie mal die hinterlassenen Sachen des Barthold durch. Vielleicht findet sich dabei irgendein Anhaltspunkt." Nachdem die beiden das Zimmer verlassen hatten, setzte sich Wenig wieder und bat Elisabeth, zu berichten, was sie ihm zu berichten habe. „Ich kenne Joseph Lanos, seit ich überhaupt denken kann. Er hat mich erzogen und ausgebildet, und wenn ich heute eine bekannte Artistin bin, jo verdanke ich das in erster Linie Joseph Lanos. Meins Mutter erzählte mir manchmal, daß sie in ihrem Elternhause sehr unerquickliche Verhältnisse erleben mußte, weshalb sie eines Nachts einfach durchbrannte und sich einer Zigeunerkapelle anschloß. Es waren Ungarn. Dort fang sie ungarische und deutsche Volkslieder und dort wuchs ich auf. Meinen Vater habe ich nie kennengelernt, es hieß, er fei gleich nach meiner Geburt gestorben. Da meine Mutter Perling hieß, so muß ich annehmen, daß sie mit meinem Vater nicht verheiratet war. Sie starb bald, und ich konnte sie daher niemals darüber befragen. Lanos war mein Erzieher, er kaufte mir meine Kleider, achtete auf meine Schulaufgaben und erzog mich zur Artistin. Lanos muß damals einige zwanzig Jahre alt gewesen sein. Er war Artist und betätigte sich bei der Kapelle als Instrumentator. Zu mir war er oft sehr streng, ja, er schlug mich manchmal, wenn ich meine Exerzitien nicht geübt hatte. Ich meinte oft und war sehr unglücklich. Als ich siebzehn Jahre alt war, stieß Karl Barthold zu unserer Truppe. Mit ihm tanzte und steppte ich, und er wurde mir ein treuer Freund, der mich oft tröstete, wenn Lanos wieder einmal streng zu mir gewesen war. Als wir vor einigen Jahren in Berlin auftraten, bat ich Bart- hold, mir zu helfen. Ich wollte fliehen und mich allein durchs Leben schlagen. Barthold brachte mir eines Tages vierhundert Mark. Es sei fein Erspartes, sagte er, ich solle damit fliehen und es ihm wiedergeben, wenn ich könnte." Fortsetzung folgt) Im Rahmen der für den 2. Mai vorgesehenen Veranstaltungen richtet der N.S.R.L. ein großes Programm. Turner und Leichtathleten, Handballer und Fußballer werden den Volksgenossen, denen Sport Freude und Erholung und frohes Leben sind, auf dem im ersten Grün prangenden Waldsportplatz des VfB.-Reichsbahn interessante Kämpfe bieten. Die Turner benutzen die Gelegenheit, um ihre im Winter der Witterung zum Opfer gefallenen Ge- rätemeisterschaften nachzuholen; die Frauen treten zu dem Ortsoergleichskampf an. Nach Abschluß der Waldläufe, die dem Sportkreis so stolze Erfolge brachten, gehen die Leichtathleten zum erstenmal m diesem Jahr auf die Aschenbahn. In allen Wettbewerben werden spannende Kämpfe zu erwarten ein. Unsere aus dem vorigen Jahr bekannten Lauer Weiler, Dechert u. a. sind nicht mehr zur Ver- s ügung. Hauptmann Wagler, der Meister über 200 Meter, wird sich also in erster Linie mit dem sehr guten Nachwuchs aus den Rechen seines eigenen Vereins auseinanderzusetzen haben. Die Sportkreisführung wird nach den Ergebnissen dieser Kämpfe! die Auswahl für die Städtestaffel treffen, die am 17. Maii in Frankfurt beim Gau-Städtestaffel-Tag Gießen vertreten soll. Auch die in der HJ.-Klasse startenden Läufer werden einer Prüfung unterzogen, gilt es doch für den am gleichen Tag in Gießen stattfindenden Bannvergleichskampf gegen Offenbach und St.-Goarshausen die stärkste Mannschaft zu finden. _ ,, Das Handballspiel Luftwaffe gegen die Auswahl des Bannes 116 wird vielleicht die Frage losen, welche Einheit zur Zeit Gießens stärkste Vertretung in dieser Sportart ist. Beide Mannschaften sind m bester Form. Die Luftwaffe konnte ihre letzten Gauklassengegner niederringen, und der Bannmannschaft gelang es vergangenen Sonntag, das letzte Hinde^ nis bei den Spielen um die Gruppenmeisterschaft zu überwinden. Sie schlug mit 16:4 den Bann Weilburg und greift nun nach der Gebietsmeisterschaft. Nach längerer Pause, während der nur Pflicht spiele mehr lokalen Charakters zum Austrag tarn em sehen die Anhänger des Fußballsportes wieder mn größeres Spiel. Die Stadtmannschaft empfängt die zur Zeit besonders starke Vertretung der Stadt Marburg, in deren Reihen diesmal bekannte ©aftlpie* ler aus dem Reich stehen. Wir glauben, daß diesS Großveranstaltung, die den dritten Knegs-Sport« fommer einleiten soll und übrigens dem Charakter des Tages entsprechend kostenlos geboten wird, viels Lang-Göns — Heuchelheim. Im Vorspiel blieben die Kleinen Heuchelheims knapper 5:3-Sieger. Vielleicht gelingt es diesmal den Gastgebern, die Punkte zu erringen.________ . Man verlange beim Einkauf i Backwunder Reese-Gesellschaft, Hameln T15 Kunst und Wiffenschast Gießen, M a kar Noe, n i u s , Forchhammer, Georg 21. Walter, Ludwig Heß, Helge Lindberg, Walter S o o m e r u. a. 2lber auch gerade junge Künstler zog Trautmann heran, die später zu den Größten gehörten: obenan zu nennen ist Wilhelm Backhaus, der mit knapp 16 Jahren im Januar 1900 hier spielte und bis heute sehr oft wiederkam (etwa 15mal), ebenso Josef Szigeti, Kulenkampff, Riele Q u e l i n g und andere. Ue-erblicken mir diesen Zeitabschnitt, so sehen wir, daß gerade in diesem uns Trautmann, unter strengster Würdigung der Klassiker, endlich auch neuzeitliche Orchestermusik mit ihren gänzlich neuen Klangfarben kennen gelehrt hat: außerdem hat er den Chor zu ganz großen Ausgaben erzogen. Leider war durch den Weltkrieg und besonders die unglücklichen Nachkriegsjahre dieses Bestreben wieder etwas eingeschränkt worden. Es bleibt aber die Tatsache bestehen, daß erst unter Trautmanns Führung Gießen zur Musik st adt wurde, die einen weit über unsere engeren Grenzen reichenden Ruf gewonnen hat! Was der damalige Oberbürgermeister nach Trautmanns Ableben sagte: „Es war das Verdienst des Heimgegangenen, daß das Musikleben in unserer Stadt und in der deutschen Musik- welt einen Rang einnahm, um den, wie ich weiß, selbst große Städte die Stadt Gießen beneideten", kennzeichnet die Tätigkeit Trautmanns am besten unb bleibt uns allen, die wir diese große Zeit mit- erleben durften, im ewigen Gedächtnis. Auf solcher Basis weiterzuarbeiten, war Trautmanns ebenbürtigem Nachfolger, Dr. Stefan Te° m e s v ä r y, vorbehalten. Auch er, ein vortrefflicher Praktiker und sehr gewandter Dirigent, hat als | überragende Persönlichkeit das Erbe, das er über- I nahm, treu bewahrt und das Musikleben im wei- l testen Sinn des Wortes gefördert, insbesondere die * Dgl. den ersten 'unb zweiten Teil des Aufsaßes stn ber gestrigen unb vorgestrigen Nummer bes (Siebener Anzeigers. ______________ Iubiläumsschau für Richard Hoelscher. Als schönstes Geschenk für den Maler Professor Richard Hoelscher zu seinem 75. Geburtstage veranstaltet die Stadt D a r m st a d t eine Jubiläumsaus- stellung in der Städtischen Kunstsammluna auf der Mathildenhöhe. Da die Schau einen geschlossenen Ueberblick über das Lebenswerk Hoelschers abgeben wird, werden neben vielen noch nicht gezeigten Schöpfungen auch zahlreiche hervorragende Werke aus öffentlichem und Privatbesitz ausgestellt werden. Gerhart Hauptmanns Werke. Zum 80. Geburtstage des Dichters plant der Verlag S. Fischer eine Gesamtausgabe der Werke Gerhart Hauptmanns, die aus zwei Abteilungen bestehen soll. Die erste wird die bisher vom Dichter abgeschlossenen Werke bringen, während die zsvette Fragmente und Varianten enthalten wird. Die Herausgabe der ersten Abteilung besorgt der Dichter selbst, ihr Umfang ist auf 18 Bände berechnet. Damit sollen der Offenlichkeit wieder Werke zugänglich werden, die als Einzelausgaben nicht mehr zu haben waren. Gersters „hexe von Passau" in Berlin. Der Berliner Volksoper, die schon Ottmar Gersters „E noch A r d e n" in der Reichshauptstadt oorgestellt hat, ist auch die der Uraufführung in Düsseldorf folgende Berliner Erstaufführung von Gersters „Hexe von Passau" zu danken. Dem Werk, das durch seine volkstümlich-einprägsame, gesangsbetonte Musik und deren Holzschnitthafte Be- Philippi, Pos-Carloforti, Frau Kämpfe r t, die Herren: Sistermans, Hans Buff- r Pichler, Felix Krauß, Os- LudwigW'üllner, Felix <5 e • 150 Jahre Gießener Konzeriverein Ein geschichtlicher Rückblick zur kommenden Festwoche. Von Professor Dr. med. Heinrich Walther. (Schluß*.) War Max Reger gerade in der Zeit 1909—1915 in Gießen heimisch, so lebte er auch nach seinem Tode noch fort. In drei Konzerten zu feinem Gedächtnis wurde er mit prächtigen Werken (Einsiedler, Choralkantaten u. a.) würdig gefeiert, am meisten noch in dem oben erwähnten 100. Psalm. In etwa 34 Konzerten, einschließlich Reger-Tage, kamen Werke dieses großen, damals noch so sehr umstrittenen Meisters zur Aufführung (u. a. Bach-Variationen, Telemann-Variaüonen, zahlreiche Lieder und Soloviolinwerke). Das Meininger Orchester brachte 1925 unter Peter Schmitz Regers „Mozart-Variationen" zu seinem Gedenken erstmalig hier zur Aufführung. Trautmann hat somit das große Verdienst, sich ebenso energisch für Johs. Brahms wie für Max Reger eingesetzt zu haben. Auch die Solistenfrage war zu dieser Zeit gut geregelt. In erster Linie kamen große Künstler wieder zu Wort. Von Geigern B u r m e st e r, P e t s ch- nikofs, Ondricek, Hugo Heermann, Henri Marteau, Alma Modie; von Cellisten: Elsa Ruegger, Hugo Becker, Grümmer, Földesy; von Pianisten: Ho- dapp,Fr6d6ric Lamond, Frau C a r e n o, Max Reger (mit Trautmann zusammen an zwei Klavieren), Elly Ney, Pembaur, An- sorge. Gesangskräfte: Nina Faliero,Mysz- ©meiner, Hermine Bosetti, Erika Wedekind, Erler-Schnaudt, Maria Namen zu nennen, von Pianisten! immer wieder wirkte hier Wilhelm Backhaus, Lubka K o - l e s f a, Professor W ü h r e r, Professor H o b o h m, Edwin Fischer, Claudio A r r a u, Alfred Hoehn: von jungen Pianisten zu nennen: Helmut R o l o f f, Berlin, Heinz Schröter, Frankfurt, Robert Kr eiten, Conrad Hansen: von Geigern: Josef Szigeti, Martha Linz, Alma Mo o die, sodann die mit dem Berliner Musikpreis ausgezeichnete Geigerin Maria Neuß, Kulenkampff, Vasa Prihoda; von Cellisten: Christja K o l e s s a. Mit herrschen Vorträgen auf der Orgel erfreute uns mehrmals Günther R a - m i n, Leipzig. Auf dem Gebiet der Gesangskunst einige Namen: Helge Lindberg, Max Meili, Schlusnus: von Damen: von Stetten, von Kryswyck, Eva Bruhn, Lore Fischer, Gertrude P i tz i n g e r, Adelheid Armhold, Erna Sack, sodann immer wieder in Konzerten die vor- treffl'che Sopranistin Ria Ginster aus Frankfurt am Main. Unter den Ouartettvereinigungen ist an oberster Stelle immer wieder zu nennen das Stuttgarter Wendling-Quartett, das so energisch für Reger eingetreten ist, außerdem das ausgezeichnete Qu artetto di Roma. Auch in diesem Zeitraum wurden in etwa 20 Konzerten je eine oder mehrere Nummern Regerscher Werke gebracht.' Die Orchesterfrage wurde bis zum Jahre 1936 teils durch den Gießentzr Orchefteroerein, teils durch Heranziehung auswärtiger Orchester (Frankfurt, Darmstadt, Meiningen, Koblenz) gelöst, die von Temesvary in ausgiebiger Probenarbeit für die hiesigen Konzerte vorbereitet wurden. Seit 1936 besitzen wir durch die Initiative des Herrn Oberbürgermeisters Ritter ein eigenes Gießener Städtisches Orchester. Dieses Orchester, das aus jugendlichen und begeisterungsfähigen Kräften besteht, hat sich in kurzer Zeit zu einem vortrefflichen Tonkörper entwickelt, dessen Leistungen denen größerer städtischer Orchester durchaus ebenbürtig sind.. So tritt ber Konzertverein trotz seines ehrwürdigen Alters mit verjüngten Kräften in fein 150. Dereinsjahr ein, das er im Mai 1942 zu feiern beabsichtigt, eingedenk der vielen Jahre kultureller Arbeit auf dem Gebiete des Gießener Musiklebens. Orchesterkonzerte. Dies war jetzt dadurch möglich geworden, daß nach langen Jahren gut eingespielte, auswärtige Orchester verpflichtet werden konnten, gerade um die Aufgaben der Sinfoniekonzerte zu erfüllen, fo daß diese Leistungen naturgemäß bei solch guten Orchestern noch gesteigert wurden. Auch für die Chorleistungen war Temesvary ein vortrefflicher Erzieher dank seiner jahrelangen Dirigententätigkeit in Düsseldorf, Stuttgart, Offenbach a. M- und Frankfurt a. M. Mit einer würdigen Gedächtnisfeier für Trautmann: Deutsches Requiem von Johs. Brahms, begann eine Reihe vortrefflicher Choraufführungen (zum Teil neu für Gießen): Schütz, Weihnachtsoratorium, Bach, Magnificat, Matthäuspafsion, Weihnachtsoratorium, Beethovens Miffa, Motarts Requiem, Händels Messias, Negers „Einsiedler , Händels Oettinger Tedeum, Händels „Herakles", Verdis Requiem, schließlich 1941 Händels „Feldherr". (Letzteres Werk in Arbeitsgemeinschaft mit dem Akademischen Chor aus Marburg und dem Chor des Staatsbades Bad-Nauheim.) Auch auf dem Gebiet der Sinfoniekonzerte waren jetzt die Leistungen hervorragend, sowohl was die Klassiker als auch die zeitgenössischen Tonsetzer anlangt: unter diesen wiederum obenan Max R e - g e r s Werke (Lustspielouoertüre, Mozart-Variationen, Konzert im alten Stil), außerdem Bruckners Sinfonien, Werke von Pfitzner, Smetana, Dvorak, *Rid)arb Strauß, Tschaikowsky, Ottmar Ger- fter. Ein besonderes Verdienst erwarb sich Temes- vary durch die Vervollkommnung der Dolkskon- 3 e r t e. In diesen brachte er in der großen Volks- Halle dreimal Beethovens Neunte Sinfonie, einmal Werke von Richard Wagner und Bruckner. Auch in dieser Epoche wurde Max Reger immer wieder berücksichtigt. Gerade das Wendling-Quartett hat das große Verdienst, die sämtlichen Quartette Regers hier gespielt zu haben. Was die Solistenfrage anlangt, so wurden auch hier vortreffliche Kräfte verpflichtet. Um nur wenige lebung altertümlicher Formen seinen Weg über alle Bühnen zu nehmen berufen ist, wurde eine ausgezeichnete Wiedergabe bereitet. Erich Orthmanns präzis rhythmisierende musikalische Leitung sorgte für ein farbig funkelndes orchestrales Gewand. Auf kleinem Raum bewegte Carl M ö l - l e r die von Ernst Senfs zuverlässig einstudierten Chöre wendig unb einbrucksooll. Walter Kub- b e r n u ß waren einige Silber hervorragenb gelungen. Johannes Jacobi. Hans Ceips „Jdothea" in Berlin. Schon das griechische Altertum wollte es — dem Homer zum Trotz — nicht wahrhaben, daß die schöne Helena, die Gattin des Spartanerkönigs Menelaos, sich von dem leichtsinnigen Paris nach Troja habe entführen lassen; vielmehr habe sie sich, so berichtet auch,Herodot, in den trojanischen Kriegs- jahren in Aegypten aufgehalten, während Paris — die Götter taten wieder ein Wunder — eine ihr ähnliche Frau nach Troja mitgenommen habe, die bann von dem arglosen Menelaos als echte Helena wieder nach Hause gebracht worden sei. Was geschieht nun, wenn Menelaos nach Beendigung des Trojanischen Krieges mit feiner falschen Königin an die ägyptische Küste verschlagen wird und hier der echten Helena begegnet? Das ist die Frage, die Hans Leip in seiner jdothea" in komödienhafter Art beantwortet: Helena und Menelaos erkennen und finden einander, Jdothea (die falsche Helena) bekommt einen ihrer Art entsprechenden reichen Bierbrauer, ihre Schwester Oenone wirk t>Drt ihrem göttlichen Vater Proteus an Eilen verkuppelt, und auch das lange getrennte Dienerpaar wird wieder vereinigt, denn die Komödie spielt ja in jener arkadischen Zeit, in der auch der Götterbote Hermes auf Erden zu wandeln geruhte und die Olympischen die Verwirrungen der Sterblichen mit leichter Hand zu lösen pflegten. In der Aufführung des Deutschen Theaters spielt Anna Sam» mann die Doppelrolle ber Komödie: gewöhnlick und zänkisch als Jdothea, schicksalsergeben und hoheitsvoll als Helena, Christian K a y ß l e r findet den rauhen Ton des kriegerischen Spartanerkönigs, hinter dem sich eine echte Herzlichkeit verbirgt. Die Bühnenbilder Caspar Rehers geben dem Mythos die stimmungweckende Landschaft. Gerhard Bohlmann, j - finuf Hamsun erlitt einen Schlaganfall. 1 Der große norwegische Dichter Knut Hamsun erlitt in den letzten Tagen einen Schlaganfall. Trotz seines hohen Alters von 83 Jahren hat sich der Dichter wieder völlig erholt. -------------- «tz Aus aller Welt. lleberschwernrnungen in Katalonien. Eine Ueberschwemmung hat in gant Katalomett katastrophale Ausmaße angenommen. Arn Fuße der Pyrenäen finb, mehrere Flüsse um vier Meter gestiegen und haben ganze Ortschaften überflutet, so daß bereits über 7000 Einwohner innerhalb von 48 Stunden obdachlos geworden sind. Das Vieh ist zum großen Teil in den Fluten umgekommen. B a r ce l o n a ist von Aragonien und Kastilien nur unter größten Schwierigkeiten zu erreichen. Der Eisenbahnverkehr mußte umgeleitet und Flugdienst eingesetzt werden. Militär ist aufgeboten worden, um die Dämme auszubessern. Gleichzeitig wurden Lebensmittelsendungen in die Notstandsgebiete geschickt. Die Angehörigen gefallener Frontkämpfer betrogen. Lpd. Darmstadt, 30. April. Weil er unter Mißbrauch einer Vertrauensstellung bei ber Abrechnung von Sterbegeldzahlungen bie Angehörigen gefallener Frontkämpfer in einer Anzahl von Fällen um Teilbeträge von 5 bis 40 RM. gefchäbigt hat, würbe ber 41jährige Ernst Bott aus Offenbach am Main von dem Sonbergericht in Darmstadt als Volksfchäbling zu 4 Jahren Zuchthaus unb zum Verlust ber bürgerlichen Ehrenrechte für bie gleiche Zeitbauer verurteilt. Bei ber Strafzumessung wirkte sich zum Nachteil bes bisher unbestraften Angeklagten ber Umftanb aus, baß er bet Begehung feiner Straftaten eine besonders gemeine und verwerfliche Gesinnung bewiesen hat. Drei Jahre Zuchthaus für Postdiebsiahl. Lpd. Darmstadt, 30. April. Nach jahrelanger unbescholtener Berufstätigkeit erlag der 56jährige Friedrich S ch ö n b e i n aus Darmstadt der Versuchung, sich bei der Aushilfe in der Packkammer eines Postamtes wiederholt an Postsendungen zu vergreifen. Insgesamt wurden 10 bis 12 Fälle fest- gestellt, in denen der Angeklagte Päckchen mit Lebens- und Genußmitteln entwendete. Da es sich dabei teilweise um Feldpostsendungen handelte, verurteilte ihn das Sondergericht in Darmstadt als Volksschädling zu 3 Jahren Zuchthaus und zum dreijährigen Verlust ber bürgerlichen Ehrenrechte. Die empfindliche Strafe war erforderlich, um die Zuverlässigkeit des Postvertehrs gegen die verbrecherische Ausnutzung der besonderen Kriegsverhältnisse nachdrücklich zu sichern. ß^wJ/eilqueHe Karlslprudel Zu gleichen Preisen in Apotheken. Drogerien imd 6m* die Brunnenverwallung Bislircben - Rui 44 - erhältlich. empfiehlt er ein richtiges Wundpflaster. Also TraumaplaSt mit dem luftdurchlässigen Mullkissen, das ein weiches Polster bildet und die Wunde bzw. Blase sowohl vor Verunreinigung als auch vor neuerlicher Reibung schützt. ■ Der Arzt warnt vor einem einfachen Heftpflaster, vielmehr Bekanntmachung. Reichssportabzeichen: hier: leichtathletische Hebungen. Pm 6. Mai 1942 können in der Zett von 18 bis 20 Uhr leichtathletische Hebungen auf dem Sportplatz des MTV. am Schiffenberger Weg abgelegt werden. Bewerber können sich dort noch melden. Urkundenhefte sind, mitzubringen. 1436D Gießen, den 29. April 1942. Der Landrat des Landkreises Gießen. ______________________Dr. Lo tz.______________________ Gemeinsame Bekanntmachung der Canbräfe ber Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen unb Lauterbach. Kartoffelversorgung. Der Herr Reichsstatthalter in Hessen — Lanbes- regierung — Landesernährungsamt läßt abweichend von der von ihm getroffenen Regelung vorübergehend einen Vorgriff auf Abschnitte des Bezugs- ausweifes zu. Auf bie Abschnitte 4 bis 6 bes Bezugsausweises können baher ohne Rücksicht auf bie auf ihnen vermerkte Befristung ab sofort 2,5 kg Kartoffeln je Abschnitt, soweit vorhanben, bezogen werben. 1438D Gießen, den 29. April 1942. Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach. Der Landrat des Landkreises Gießen. Dr. Lotz. Tel. 36683 und 34441. u«Q Mehr Freude an der Natur durch Äermühler-Bücher| jkafaafiejßroncfiüis J' gnd Me quälenden Zeugen einer gesck»wäck>ln,, reiiempftnMf^eRTV ofimoK entzündlich veränderten Älmung^schleimdau«; beher threM Hartnäckigkeit. Tritt man ihnen ober mit.Gilphosrolin* entgegen, C so zeig« man do« richtige Verständnis für das, too< hier nertut, ■ nämlich: nicht allein ber jeweiligen Beschwerden Herr zu 1 werden, sondern vor allem auch aus baä anfällige Gchleimhaut» Ä getpebt In wirklich heilkräfligem 6ignt etnzuwirkea. Dal ist der M Dorzug der e .SilphoScatin -Tabletten- 1 die fest langen Zähren vielseitige Anerkennung gesunden hab«. — I Achten Eie beim Einkauf aut den Tkomrn .Ellpbostalin*, die M grüne Packung und den ermäßigten Preis von AM. 2.06 für 1 80 Tableiten. Erhältlich In allen Apotheken, wo nicht. d«mn ■ Tlosen-Apotheke, München, Tlosenstraße 6. — Verlangen Sie ■ von der Firma Carl Bühler, Konstant, kostenlos o. o,''££e M kindlich die inteiessante. illustrierte Aufklärungsschrift Sl 869 1 Annahme-Untersuchung für die Waffen- ff. Die Waffen--- stellt ein , , Kriegsfreiwillige (Arbeitsdienftv süchtige nach Ableistung der verkürzten Arbeitsdienst« Pflicht), „ . e„ Freiwillige mitTrenstrertvervflrchtung vom vollendeten 17. bis 45. Lebensjahr.__ Ter'Dienst in der Waffen-s- gilt als Wehrdienst. Körpergröße mindestens 1,70 m (bis 20 Jahre Nähere Ausführungen im redaktionellen Teil dieser Zeitung, ferner im Merkblatt der ErgönzungS« stelle und durch die Untersuchungskommission. Von der Wehrmacht Gemusterte können sich melden, dürfen aoer noch nicht ausgehoben sein. Ferner werden eingestellt ... Freiwillige für die ---Pollzei-Drvrsum und Anwärter für den Dienst in der Deutschen Polizei. Nähere Auskunft erteilt die Annahmekommission. „ t Tie Annahmeuntersuchung findet statt am 4.5.42, 8.00 Uhr, in Gießen, Restaurant Burghof, Burggraben 9. „ . Arbeitsbuch und Wehrpaß sind mttzubrmgerr. ErgänzungSamt der Waffen- ff Grg.-Ltelle Fulda-Werra (IX) Kassel-Wilh., Löwenburgstr. 10. Monklnroa von3bis20v-H-erha,tens,ebeiwieder- Nacmasse holten Veröffentlichungen einer AnzeigeI tfoiKleefturse tur Vorbereitung für die Reifeprüfung Vierjähriger Kursus auf dei^Volksschulbildung aufbauend Zweijähriger Kursus für Teilnehmer mit mindestens mittlerer Reife Beginn: Montag, den 4. Mai 1942, 19 Uhr in der Oberschule für Mädchen, Gießen, Dammstraße 1447 0 Gemeinsame Bekanntmachung der Landräte der Landkreise Alsfeld. Büdingen, Friedberg. Gießen und Lauterbach sowie des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen. Oie Abgabe von Sauermilchkäse im Nahmen der Bewirtschaftung. Nachdem von ber 35. Zuteilungsperiode ab wieder eine dreimalige Käsezuteilung innerhalb ber einzelnen Zuteilungsperioben vorgesehen ist, hat ber Herr Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — Lanbesernährungsamt im Einvernehmen mit bem Milch- unb Fettwirtschaftsverbanb Hessen-Nassau bestimmt, baß von ber 36. Zuteilungsperiobe ab bis auf weiteres auf den Abschnitt 2 für Käse ber Reichsfettkarte ohne Rücksicht auf bie auf den Abschnitt aufgebruckte Zeitspanne währenb ber ganzen Dauer ber Zuteilungsperiobe ausschließlich Sauermilchkäse (Hanbkäse) abzugeben ist und bezogen werden kann. 1437D Gießen, den 29. April 1942. Oür die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, riebberg, Gießen unb Lauterbach sowie ben Oberbürgermeister ber Stadt Gießen. Der ßanbrat des Landkreises Gießen. Vr. L o DleDeatscheArbeitslront NSG. Krall durch Freude Kreisdienststelle Wetterau Gießen, Schanzenstraße 18 Bekanntmachung. Fischversorgung hier: Eintragung der Verbraucher in kundenlisten. Nachdem bei ber letzten Fischverteilung Sonber- ausweiskarten für ben Fischbezug ohne Belieferungsvermerk nicht mehr vorgezeigt worben finb, erfolgt in ber Zeit vom 4. bis einschließlich 9. Mal 1942 eine Eintragung ber Verbraucher in bie Kunben- listen ber drei Gießener Fischgeschäfte nach folgendem Plan: Für Verbraucher mit den Anfangsbuchstaben A—G am Montag, dem 4. Mai 1942, H—K am Dienstag, dem 5. Mai 1942, L—Q am Mittwoch, dem 6. Mai 1942, R, S, Sch, St am Donnerstag, dem 7. Mai 1942, T—Z am Freitag, dem 8. Mai 1942. Die Wahl bes Fischgeschäftes steht jebem Verbraucher frei. Der Eintrag in die Kunbenlisten wirb von ben Fischgeschäften in dem roten Haushaltsausweis auf Seite 2 bescheinigt. Ohne Vorlage des roten haushaltsausweises kann ein Eintrag nicht erfolgen. In Zukunft erfolgt bie Fischverteilung nach den Nummern der Kundenlisten. Die Fischgeschäfte geben öffentlich bekannt, welche Nummern jeweils beliefert werben. 1443D Gießen, ben 1. Mai 1942. Der Oberbürgermeister der Stabt Gießen. ______Ernährungsamt Abt. B._____________ Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! Traum aPl ast die/eGga/vfaifa Feme/ wir\ '/Soscfi 1367 D Cigaretten Berufserziehungswerk Hersteller:friko-Dortmtind/ Postfach 225 Ruf : 34752 Das gute BOSCH-Radlichtletzt kaum mehr lieferbar— wirdtadellosreparlertdurch rohe oder gekochte Früchte mit oder ohne Zucker in Zubindegläsern and -gelaßen Beutel 20 Pfg. Auch werden noch Anmeldungen zu den Lehrgängen in Kurzschrift und Maschinenschreiben angenommen. Kostenlose Berufslaufbahn-Beratung! Mit offenen Ansen Drei Jungen unö «in Müdel «nidecken ihre Waldheimat. Don Warner Siebold 136 Seilen Text und 8 ftunftbru&tafeln Leinen RM. 2,85 HugoBermühler Verlag Berlin ° Lichterfelde Heumann - Heilmittel verdanken, ihre gute Wirksamkeit der vielseitigen. Zusammensetzung und der sorgfältigen Herstellung. Lange Bewährung in der Praxis beweist dies. Auch sparsame Anwendung führt zum Erfolg und bewirkt außerdem, daß die verfügbaren Vorräte recht vielen Verbrauchern zugute kommen. - Zeigen Sie bitte Verständnis und Geduld, wenn Sie ein Heumann-Heilmittel nicht gleich bekommen können. Ihr Apotheker und auch wir sind um Sie nach besten Kräften bemüht* und schmerzlos werden Hühneraugen und schmerzende Hornhautstellen beseitigt. Nimm Zu haben in allen Apotheken. Kein Postversand. Die Schuhe halten länger und bleiben länger schön! Ludwig Fetzer Boschdienst Gießen, Schanzenstraße 3 Fernsprecher 2534 A fern er a Afer/z rerf r?2l/7rC. 186? Afornz. helfen bei Rheuma, Gicht, Ischias, Glieder- und Gelenkschmerzen, Hexenschuß, Grippe und Erkältungskrankheiten, Nerven- und Kopfschmerzen. Beachten Sie Inhalt und Preis der Packung; 20 Tabletten nur 79 Pfennig! Erhältlich in allen Apotheken. Berichten auch Sie uns über Ihre Erfahrungen! TR1NERALG.M.B.H., MÜNCHEN J 27/547 Bis zum 6. Mai 1942. werden noch Anmeldungen zu den folgenden Lehrgängen bei der Deutschen Arbeitsfront, Giehen, Schanzenstr. 18, entgegengenommen: Förderlehrgang für kaufmännische Lehrlinge im 3. Lehrjahr Bettnässen „Hicoton“ ist altbewährt gegen das Uebel. Preis RM. 2.90. In allen Apoth- u. Neue Apotheke, Gießen. Prosp. gratis vom Alleinhersteller: „Medika“ München 42. 32V den man durch richtige Verwendung von Erdöl bald gespart hat, legt man in den Putzkasten. Damit öffnet man die Erdaldose. Einfach in den Spalt stecken und drehen wie beim Dosenöffner! Dann hebt sich der Deckel ob und zum Gebrauch bereit ist das atotewaktte. Erdal HUKO Hühneraugen-Tropfen fSjJ 1XTBA SUH Holsten-Drogerie HinrichBornemann, Bahnhofstr. 17 Medizinal-Drogerie Hermann Elges, Seltersweg 66 Central-Drogerie Emil Karn, Schulstraße 10 Löwen-Drogerie. W. Kilbinger Inh. Fr. Pierenkemper, Seltersw. 69 Kreuz-Drogerie August Noll, Bahnhofstraße 53 Germania-Drogerie Carl Seibel, Frankfurter Straße 39 Kronen-Drogerie Gebr. Michel, Walltorstraße 29 Buchhaltung Stufe I Einführung in die doppelte Buchführung. Buchhaltung Stufe II Durchführung von Geschäftsgängen in doppelter Buchführung mit einfachem Abschluß. Buchhaltung Stufe III Abschluhtechnik der verschiedenen Unternehmungsarien und Rechtsformen. Buchhaltung Stufe IV Hebungen schmieriger Abschlüsse. Einfache Buchführung für Kleinbetriebe (Handel und Handwerk) .. Einführung in die einfache Buchführung, rechtliche Bestimmungen, Steuerfragen, Kalkulation, Gewinnverteilung. Kaufmännisches Rechnen Stufe I Dreisatz und Kettensatz, Mischungs- und Ver- teilungsrechnen. Technisches Zeichnen Stufe I • Ansichtsordnung, Schnitte, Blockschrift, Lesen von Werkstattzeichnungen. Technisches Zeichnen Stufe II Durchdringungen und Abwicklungen, normgerechtes Zeichnen, Werkstatt- und Passungsnormen. Technisches Zeichnen Stufe III Zusammenstellungs- und Gruppenzerchnungen, Konstruktionslehre. Technisches Rechnen Stufe I Grundrechnungsarten, Grundregeln des Rechenschiebers. Technisches Rechnen Stufe I I Einführung in Algebra, Hebungen nut dem Rechenschieber. Technisches Rechnen Stufe III v . .. , Potenz und Wurzel, Grundzuge der Winkelmnk- tionen, Gleichungen ersten Grades, Maichmen- leistungen. Allgemeines Rechnen (für alle Berufe) Tie Grundrechnungsarten, Bruchrechnen, Prozentrechnen, Dreisatz. Gutes Deutsch (für alle Berufe) Wort- und Satzlehre, Rechtschreibung, Zeichensetzung. 14341) überall erhältlich Bezugsquellen werden gern nachgewiesen ,112V Erleichterung beiKopfweh Infolge von Stockschnupfen, Verstopfungen und Stauungen im Nasenrachenraum bringt meist Klosterfrau-Schnupfpulver. Bei mehrfachem Gebrauch pflegt ohne schädliche Nebenwirkungen bald ein Gefühl der Befreiung und Erfrischung einzutreten. Seit über hundert Jahren bewährt! Aus Heilkräutern hergcstellt von der gleichen Firma, die den bekannt guten Klosterfrau-Melisfengeist erzeugt. Bitte machen Sie einen Versuch! Originaldosen zu 50 Pfg. (Inhalt ca. 5 Gramm) in Apotheken und Drogerien. 0 1 Der größte Teil unserer Floh« rung befiehl aus Kohlehydraten (Kartoffeln. Mehl. Zucker u. ä.). Kohlehydrate mässen aber, um als knergiestoffe wirksam zu werden, erst umgewandelt werden. Diele Umwandlung besorgt das tlHämin Bi. Es erzeugt auch den Nährstoff für unsere Nerven. Das meiste Vitamin Bi enthält übrigens die Vierhefe, und mit diesem kostbaren Wirkstoff aus der fjefe ist unser Dilamalj - Einfachbiet angereiched. ks ist also wohlschmeckendes Genußmittel, bekömmlicher Dutfllöfchet und Vitaminspender zugleich. alkoholarm Aber z Zt. denen lassen, die's am nötig5* n habens Und: nicht schimpfen, wenn Sie's nicht immer be-e kommen. Das wird auch wieder anders- Allein# her steiler: Glaabsbräu, Seligenstadt/