J92. Jahrgang Nr. 77 Erscheint täglich, anher Sonntags und Meiertags Beilagen: Gtehener Mamilienblätter Heimat imBild DieScholle Bezugspreis: Monatlich.....RM.1.80 Zustellgebühr .. ,, -25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschluh 2251 Drahtanschrift: Anzeiger" Postscheck 11686 Frantf./M. Mittwoch.,. April 1942 Annahme von Anzeigen > für die Mittagsnummer bis 81/, Uhr desVormittagS Anzeigen-Preise: Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Textteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell MschlüsseMengenstaffelS Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25"/.mehr Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen «ietzen^chvlftratzt r-4 Wolkenkratzerwirtschafi Der Lustangriff aus Lübeck deutsche Unterseeboote angegriffen. Sie versenk Der Wehrmachtbericht Zum Heldentod des Kapitänleutnants Endraß ;en den Wolkenkratzern. Die gleiche Erfahrung muhte man auf dem Gebiet der Aluminiumerzeugung mit einer freilich noch viel grundsätzlicheren Bedeutung machen. Selbst wenn man alle Schwierigkeiten der Rohstoffbeschaffung überwände, bliebe immer noch die Tatsache der ungenügenden Energieerzeugung, die eine Produktionssteigerung in dem gewünschten Ausmaß unmöglich macht. Gewiß verfügen die Bereinigten Staaten auch über riesige Kraftwerke, aber diese Kraftwerke wurden nach kapitalistischen Gesichtspunkten errichtet. Man erbaute sie dort, wo ein hoher Absatz von vornherein gesichert war, wie beispielsweise in den Großstädten, Das flache Land ist noch weithin ohne die geringste Energieversorgung. Ein großer Teil der Farmer muß sogar ohne elektrisches Licht auskommen. Das Kapital war es auch, das den Plan einer Schaffung von zehn „Kraftprovinzen" in ganz Amerika zu verhindern wußte. Die Tennessee Valley Authority, die den Anfang zu der planmäßigen Energieversorgung ganz Amerikas bilden sollte, blieb im Kampfe des New Deal gegen das Big Busineß ein Torso. Wendest W i l k i e war es, der hier im Auftrage des Kapitals der großen Elektrizitätsgesellschaften den Reformplänen Roosevelts in seiner ersten Amtsperiode einen Damm entgegensetzte. Das Resultat ist heute, daß die Vereinigten Staaten über eine ungenügende Elektrizitätserzeugung für die Kriegswirtschaft verfügen und obendrein noch erhebliche Standortsschwierigkeiten haben. Damit wird nicht nur die Erzeugung von Aluminium, sondern auch von künstlichem Guüimi und anderer wehrwichtiger Stoffe Die Luftwaffe bombardierte eine Jlugjeugfabrif in Sewastopol und Hafenanlagen an der Meerenge von Kertsch mit guter Wirkung. Bei Luftangriffen gegen Flugplätze und Eisenbahnverbindungen der Sowjets erlitt der Feind empfindliche Verluste an Flugzeugen und rollendem Material. Kampfflugzeuge bombardierten den Hafen von scheu Produktion ganz „ gesehen wird so der Eindruck einer Gesamtwirtschaft von ganz überlegener Produktionskraft erweckt. Aber je höher die Wolkenkratzer sind, um so tiefer und enger sind auch die Straß en schlachten zwischen ihnen. Sie präsentieren sich dem europäischen Beschauer vielfach als dunkle, lichtlose Engpässe, und die gleiche Erscheinung ist auch auf wirtschaftlichem Gebiete vorhanden. In seinem alltäglichen Leben werden dem Amerikaner diese Dinge freilich nicht gehemmt. r r. Selbst auf dem Gebiete der Textilien stellen sich Engpässe heraus. Der Ausfall des _ Manilahanfs zwingt zur Herstellung von Schiffstauwerk aus Baumwolle, hierbei macht man aber genau Murmansk. In der Zeit vom 23. bis 30. März wurden an der Ostfront 183 feindliche Panzer abge- fchosfen. Der in dem Wehrmachtbericht vom 29. und 30. März erwähnte feindliche Geleitzug im Seegebiet von Murmansk' wurde erneut durch ten am Eingang der Kola-Bucht zwei fchwerbeladene Transporter mit zusammen 11 000 VRT. Lin dritter Dampfer wurde tor- Kapitänleutnant E n d r a ß. (PK.-Kriegsberichter Schlemmer. jSch.j) Bürgerkrieges war Endraß zweimal an Bord eines deutschen Kriegsschiffes iy den spanischen Gewässern. 1937 wurde Endraß Leutnant zur See, nach einem halbjährigen Kommando als Wachoffizier einer Geleitflottille kam er im Herbst 1937 zur Unterseebootwaffe. Zu Beginn des Krieges war Endraß Erster Wachoffizier auf dem Unterseeboot Priens und nahm an dem kühnen Unternehmen gegen Scapa Flow teil, dem das britische Schlachtschiff „Royal Oak" mitten im Hauptliegeplatz der britischen Heimatflotte zum Ofer fiel. Im Mai 1940 wurde ihm ein eigenes Boot anvertraut. Bereits feine ersten beiden Feindfahrten brachten ein Versenkungsergebnis von 106 307 BRT. feindlichen Schiffsraums. Zu den hervorragendsten Taten Endraß' zählen die Versenkungen des größten britischen Hilfskreuzers „Co- rinthia" von 22 300 BRT. und des modernen Hilfskreuzers „Dunvegan Castle" von 15 000 BRT. Auch stärkste feindliche Sicherung und Abwehr konnte den tapferen Unterfeebootskommandanten von dem einmal gefaßten Entschluß nicht abhalten. Als 5. Unterseebootskommandant überschritt Endraß Anfang Juli 1941 die Versenkungsziffer von 200 000 BRT. Das Eichenlaub zum Ritterkreuz war die Anerkennung des Führers für die hervorragenden Taten des Kapitänleutnants Endraß. Er war das Vorbild des tapferen deutschen Unterseebootskommandanten, der, obwohl draufgängerisch ufib karnp- fesfreuöig, trotzdem in allen Lagen Umsicht und die Fähigkeit kühlen Abwägens behielt. Er wußte, daß nicht allein Einsatzbereitschaft und Mut den Erfolg des Unterseebootkommandanten bestimmen, sondern ebensosehr das ruhige Ueberlegen, das kaltblütige Prüfen der jeweiligen Bedingungen vor dem Angriff. In Endraß verkörperte sich in bester Weise die Schulung des deutschen Marineoffiziers, die beute im Kampf ihre Früchte trägt. Der Name des Kapitänleutnants Endraß wird wie der Priens und der anderen, die in diesem großen Entscheidungskampf vor dem Feinde blieben, im deutschen Volk als Sinnbild höchster Mannestreue und bed'.n- gungslosen Einsatzes für Führer und Volk unvergessen bleiben. Da imponiert die gewaltige Stahlerzeugung von über 80 Mill. Tonnen, die Radio- und Kühlgeräteindustrie, von den gewaltigen Ziffern der agrari» " ' ' zu schweigen. Aus der Ferne U-Boote griffen erneut den feindlichen Geleitzug im GeegebietvonMurmanskan Auf den ersten Blick scheint man es auch hier mit einer gigantischen Wolkenkratzerlandschaft zu tun zu haben. Da ragt der riesige Turm der amerikanischen Automobilerzeugung empor, deren Produktion von rund 800 000 Kraftwagen noch im ersten Kriegsjahr fein Land etwas Aehnliches gegenüberzustellen hat. Engelbert Endraß wurde am 2. März 1911 als Sohn eines Oberstudienrates in Bamberg geboren. Nach dem Besuch von Volksschule und Oberrealschule in Bamberg und später in München trat er in die Handelsmarine 'ein und fuhr zwei Jahre lang auf dem Segelschulschiff „Deutschland". 1930 bis 1935 war Endraß als Offiziersanwärter des Norddeutschen Lloyd im Ostasiendienst eingesetzt. Nach dem Besuch der Seefahrtschule in Bremen kam er 1935 zur Kriegsmarine. Während des spanischen Berlin, 31. März. (DNB.) Der Befehlshaber der Unterseeboote, Admiral Dönitz, hat an tue U-Bootwaffe folgenden Tagesbefehl erlassen. „Kapitänleutnant Engelbert E n d r a ß , Trager des Eichenlaubs zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ist von einer Unternehmung mchr zuruckge- kebrt Ein hervorragender U-Bootskommandant ist mit seiner braven Besatzung vor dem Feinde geblieben. Als Wachoffizier Priens trat er in diesen Krieg Bei dem kühnen Unternehmen gegen «capa Flow' war er nicht nur der Torpedoschütze, er war der Waffengefährte seines Kommandanten der mit ihm Angriffsgeist und Siegeswillen gegen den Feind *trug. Als Kommandant hat er auf vielen Unter- pedlert. Auch mit feinem Untergang ist infolge des schweren Seegangs zu rechnen. Durch Luftangriffe wurde ein weiteres größeres Handelsschiff beschädigt. In Nordafrika infolge schwerer Sandstürme nur geringe Kampftätigkeit. 3n der IHarmarica wurden ein Flugboot und die Hafenanlagen von Tobruk erfolgreich bombardiert. Ein britischer Frachter erhielt Bombentreffer. An der englischen 0 ft f ü ff e beschädigten Kampfflugzeuge ein britisches Handelsschiff mittlerer Größe. An der Kanalküfle schoß Marineartillerie vier britische Jagdflugzeuge ab. Störflüge einzelner britischer Kampfflugzeuge führten in das östliche Reichsgebiet. Bei nächtlichen Linflugverfuchen britischer Bomber in das besetzte norwegische Gebiet wurden drei feindliche Flugzeuge abgeschossen. Hauptmann Jhleseldt errang mit sieben Abschüssen seinen 82. Luftsieg. Das Unterseeboot unter Führung von Kapitänleutnant Endraß, Träger des Eichenlaubes zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, ist von Feindfahrl nicht zurückgekehrt. Lin hervorragender Unterseebootkommandant ist mit seiner tapferen Besatzung vor dem Feinde geblieben. Die LIGA, als Bittsteller. Von unserer Berliner Schriftleitung. In Washington sind die Militärs der roosevelt- hörigen süd-, mittel- und nordamerikanischen Repu« bliken zu einem Interamerikanischen Verteidigungsrat zusammengetrommelt worden. Es war angesichts der Mißerfolge am laufenden Bande keine leichte Aufgabe für den Marineminister Knox, der Versammlung darzustellen, wie sehr er und Roosevelt sich geirrt und wie ihre großmäuligen Versicherungen aus der Vorkriegszeit so schnell und so gründlich sich ins Gegenteil verkehrt hätten. Es fehlte nur noch, daß Herr Knox dabei von den ominösen 90 Tagen, die für die »Liquidierung" Japans ausreichend gehalten Hatte, sprach. Jetzt mußte Knox eingestehen, daß die Hilfe, die Roosevelt dem ganzen amerikanischen Kontinent gegen eingebildete Gefahren und darüber hinaus Aw'tra- liern, Chinesen nebst Stalin und Churchill seinerzeit zugesagt habe, nicht ganz erfüllbar sei. Er sagte, Roosevelt wolle zwar jedem helfen, aber zunächst müsse doch jede der amerikanischen Republiken „ihre eigenen Marine-Hilfsmittel entwickeln, um eine wirksame Kooperation gegen die der Schiffahrt drohende Gefahr entfalten zu können". Der Generalstabschef Roosevelts, Marshall, betonte denn auch, infolge des Bedarfs der USA.-Armee müßten die Materiallieferungen bei anderen Aktionen und an die übrigen amerikanischen Republiken „etwas gemindert werden". Knox und Marshall machten also den amerikanischen Republiken deutlich: Wir können nicht so, wie Roosevelt gern möchte und wir können auch nicht das Versprochene liefern, so leid es Roosevelt tut. Folglich müßt i h r s e l b st zusehen, wie ihr fertig werdet. Ja, Roosevelt erwartet von euch sogar, daß ihr nunmehr auf Mittel sinnt, um die deutschen Uboote von unseren Küsten ernzuhalten. Kurzum: Jetzt sollen die Republiken, denen Roosevelt „helfen" wollte, den USA. helfen! Knox erklärte, die U-Boot-Operationen der Achsenmächte längs der amerikanischen Küste hätten zum bemerkbar machen, So treten im Bilde der amerikanischen Wirtschaft unter dem Einfluß der harten Belastung des Krieges jetzt immer deutlicher die Engpässe hervor, während die imposanten Wolkenkratzer in sich zusammensinken. Sie waren immer Einzelerscheinungen in einer Wirtschaft, der, als Ganzes gesehen, jenes richtige Maß, jene Proportionen fehlten, die für die im Kriege erforderliche Totalleistung nun einmal vorhanden sein müssen. Die Maßlosigkeit der amerikanischen Wirtschaft ist eine der Hauptursachen da- Produzieren kann man zur Zeit höchstens 500 000 Tonnen. Es fehlen also rund 300 000 Tonnen Stickstoff. Mit einem Plan, nach dem acht Fabriken mit einer Gesamtproduktion von 540 00C Tonnen Stickstoff gebaut werden sollen, ist man selbstverständlich schnell bei der Hand, aber in der Praxis bedeutet das wiederum einen bösen Engpaß. Die komplizierte Apparatur für die Stickstoff-Synthese erfordert hoye Mengen an Stahl und Maschinen. Die erforderlichen Fachkräfte müssen erst ausgebildet oder umgeschult werden, und schließlich wird sich auch hier wieder der Mangel an elektrischer Energie sehr hemmend nehmungen sein Können bewiesen. Stets im Angriff an den Brennpunkten des Kampfes/ im harten Ringen mit Zerstörern, Bewachern und Flugzeugehat er durch kühles Wägen und entschlossenes Wl gen zahlreiche Erfolge errungen. Im Kampf gegen Geleitzüge, der härtesten Form des U-Bootkrieges, hat er sich aufs höchste bewährt. Im Kampf gegen einen sehr schwer gesicherten Geleitzug hat sich nach erfolgreichem Angriff sein Soldatenleben vollendet. Ein zäher und harter Kämpfer, ein vorbildlicher Soldat, ein treuer, zuverlässiger Kamerad ist uns genommen. Doch über seine letzte Karnpfstätte hinweg ziehen neue Boote gegen den Feind." so bewußt. Immerhin hat sich auch jetzt bereits ge- WM ßft. M zeigt, daß das ungesunde Verhältnis zwischen Wol-1 . ] u A E kenkratzern einerseits und engen Straßen anderer- ' f / \ , A feite bei Stoßbelastungen des Verkehrs geradezu '-H. ». 4 - ' '» M katastrophale Folgen haben kann. . . In der Wirtschaft ist nun durch den Krieg eine solche Stoßbelastung von gewaltigem Ausmaße eingetreten, und dabei zeigt sich nun, daß nicht die Wolkenkratzer der Tlammutinbuftrien den Effekt der gesamtwirtschaftlichen Leistung bestimmen, sondern I die vielen daneben bestehenden Engpässe, die man früher kaum beachtet hat. Die Riesenproduktion I von Kraftwagen mußte zunächst eingeschränkt „ - ■ Ajt der Zivilbedarf in Frage kommt, gänzlich eingestellt werden, weil man nach dem Siege Japans im Westpazifik keinen Gummi mehr dÜHHHHH für 'solche Zwecke frei hat. Das bedeutet: Arbeite- L------—----------------- , . lösigkeit für die Hunderttausende von Menschen, die Untßr ben bei bem frevelhaften britischen Luftangriff auf Wohnviertel und Kulturstätten von Lübeck in dieser Industrie und im Handel mit Kraftwagen ,erftörten Baudenkmälern befinden sich auch der Dom und das Museum, das unsere Ausnahme zeigt, ihre Existenz fanden. Es bedeutet eine schwere (Aufnahme: Scherl-Archiv.) Transportkrise und damit eine Störung des gesamten Wirtschaftslebens. Auf der anderen Seite erweist es sich als keineswegs so einfach, die Produktionskapazitäten der KraftwagMndustrie auf die Rüstungswirtschaft umzustellen, denn die für die Massenproduktion eingesetzten Maschinen waren vielfach so spezialisiert und kompliziert, daß sie für andere Zwecke als die Herstellung eines bestimmten Kraftwagenteils kaum zu benutzen finb. Die Amerikaner haben also infolge der militärischen Entwicklung nun in ihrer Kriegswirtschaft keineswegs i AusdemFührerhauplquarNer, ß&m r>°- Ofertommanbo der Wehrmacht gib. zweifellos die Nachteile. bekannt. Und so ist es auf vielen anderen Gebieten. Die Im Donezgebiel scheiterten erneute Angriffe •' große Kapazität der S t a h l i n d u st r i e schien eine bc5 Feindes. Bei einem Säuberungsunternehmen fast uferlose Steigerung der Produktion zu gestatten. im ostwärts Charkow wurde zahl- Plötzlich aber wurde der Schrott knapp, und schon I tßi(bc5 Kriegsmaterial erbeutet. sä sä»,» sctoÄss ---> ä: «ä :: 3« SÄ » »•«««• »<•«•" ,™* erzwingen Die Kapazität der Walzwerke ist plötz- schwersten Verlusten für den Gegner zusammen, lich nicht mehr allein entscheidend für die Ge- < Dabei wurden 2 4 Panzer vernichtet. farntstahlproduktion, sondern jetzt kommt es auf die 3n mehreren Abschnitten der O st f r o n t brach- Roheisenerzeugung und auf den Erzbergbau an. |ßn cjnjge Angriffsunternehmungen weitere Erfolge. Hier sind aber Erzeugungssteigerungen nicht so ein- -.......... fach von heute auf morgen zu erzielen wie nut Schrott. Den brauchte man nur zu kaufen und per Schiff ober Bahn anzutransportieren, um sofort den Einsatz in ben Stahlöfen vergrößern zu können. Ein Hochofen ist aber nicht so schnell erbaut, unb auch ber Ausbau eines Eisenerzbergwerks erforbert seine Zeit. Der Engpaß lag auch hier bicht neben Der Wolkenkratzer ist eine typisch amerikanische Erscheinung. Er ist keineswegs eine wirtschaftliche Notwendigkeit, denn die Vereinigten Staaten verfügen über genügend Land, um sich den Luxus breit gelagerter Städte leisten zu können, wie sie in dem Diel raumengeren Europa üblich sind. Der Wolken- , kratzer ist vielmehr eine Folge des amerikanischen Charakters mit seinem Zug zum Maßlosen und Gi- WMKZMZ ,°nd«n -- bautet auch, b°6 etoassichre Bezugsquelle darstellt. Aehnlich fehlt Wnunge6nDfWe Ä püto- str K/M re-ke Walkenkratzerlandschaft Neuyorks den Besucher er enber Engpaß. In wohl .zunächst verbkusst, ohne aber auf die Dauer etn^i ^ch> einen Stickstoff- konischen Wirtschaft ist eine der Haupturfachen da- verhindern zu können daß ihm auch die Kleimg- !^^ ^ ^ie Bedeutung des Stickstoffs für die für. daß diese gleichmäßige G-famtlelstung letzt mcht beiten und Klemlichkerten des amerikanischen Le- mo4<,rner Sprengstoffe ist ja ebenso be-j erzielt werden kann. Um em rrchtlges Maß herzu- b-ns späterhin zum^ Bewußtsein kommen, so ahn- seine Bedeutung als Düngemittel. Nach stellen, wirb Zeit und nochmals Zeit notwendig sein, lich etwa gestaltet sich das Bild ter amerikanischen I Berechnungen braucht man eine Produktion von also gerade das, was auch den 2Imentanern ^eute viti etwa 800 000 Tonnen reinen Stickstoff im Jahre.!schon fehlt. V-A- Indien und die Cripps-Vorschläge. Schanghai, 31. März. (Eu-ropapreß.) Nach einer Meldung aus Neu-Delhi hat bie' Hindu- Mahaiabha, bie drittgrößte Partei Indiens, Cripps davon unterrichtet, daß die englischen Vorschläge an Indien unannehmbar seien. Der mit der Prüfung der Vorschläge befaßte Arbeitsausschuß der Moslem-Liga hat sich nach einer mehrstündigen Beratung vertagt und will Dienstag eine weitere Sitzung ab halten. Die Kongreßpartei hat zu den Vorschlägen einen einstimmigen Beschluß gefaßt. Die Entscheidung ist jedoch noch nicht bekanntgegeben worden. Der Präsident des Kongresses, Azad, erklärte, daß der Arbeitsausschuß über die Vorschläge einer Meinung sei. Einen pessimistischen Bericht über die Aussichten des Indien-Planes gibt der Vertreter der United-Preß-Agentur aus Neu- Delhi. Die Mehrheit der Mitglieder des Vollzugsausschusses der indischen Kongreßpartei sei für Ablehnung der Vorschläge. Ein führendes Mitglied der Köngreßpartei habe erklärt: „Auch nicht ein einziges Mitglied des Ausschusses befürworte die Annahme der britischen Vorschläge in ihrer bisherigen Form." Eine unerwartete Wirkung. Berlin, 31. März. (DNB.) Der offene Brief, den der indische Nationalistenführer Subhas Chandra Bose an Stafford Cripps richtete, hat in Indien weite Verbreitung erfahren und ist den Engländern offensichtlich auf die Nerven gegangen. Deshalb ist die britische Agitation auf die , Idee verfallen, ein Flugzeugunglück auf der Strecke Bangkok—Tokio, bei dem einige Mitglieder des indischen Nationalkomitees in Thailand den Tod fanden, zum Anlaß zu nehmen, um zu melden, daß Subhas Chandra Bose dabei ums Leben gekommen sei. Ein unbekannter Sender, über den Bose seit einiger Zeit Erklärungen ab gibt, hat nun gemeldet, daß diese Nachricht aus der Luft gegriffen ist. Bose wird im Azad-Hind-Radio am 1. April wiederum zu seinen Landsleuten sprechen. Die Mutter S. C. Boses in Indien erhielt Tausende von Beileidstelegrammen, aus denen die große Wertschätzung hervorgeht, deren sich .S. C. Bose in Indien erfreut. Von diesen Kundgebungen verdient das Beileidstelegramm Gandhis Beachtung, in dem es heißt: „Die ganze Nation betrauert mit Ihnen den Tod Ihres großen und tapferen Sohnes. Ich teile Ihren Schmerz von ganzem Herzen. Möge Gott Ihnen Mut geben, um diesen unerwarteten Verlust zu ertragen." Abul Kalam Azad, der Präsident der Kongreßpartei, telegraphierte: „Ich war tief erschüttert, als ich heute morgen die Nachricht von dem Flugzeugunglück las, welche S. C. Bose und einige andere Inder betroffen hat. Das tragische Ende Boses, der in der Blüte seiner Jahre stand, wird alle diejenigen mit tiefem Schmerz erfüllen, die ihn kannten.'Es muß zugegeben werden, daß er für die große Sache lebte und starb, der er sein Leben geweiht hatte." Nachdem die Engländer dauernd versuchten, Bose als fanatischen Einzelgänger hinzustellen, hat nun also der agitatorische Einfall, Bose sterben zu lassen, bas Gegentell erwiesen. Scharten sich auch die Sowjets ein? Schanghai, 31. März. (Europapreß.) Meldungen aus Tschunking deuten darauf hin, daß bie Sowjetregierung die Schwierigkeiten in den Verhandlungen zwischen Cripps und den indischen Führern dazu benutzen will, um sich durch die Entsendung eines Sondergesandten nach Indien in die Verhandlungen einzuschalten. Für diesen Posten soll der sowjetische Militärattache in Tschunking, General I u k o w, ausersehen sein, er soll in Kürze nach Indien reisen, um dort mit Nehru sowie anderen indischen Persönlichkeiten zu verhandeln. Eine Sunyatten-Feier in Nanking. Nangking, 1. April. (DNB.) In einer Feier, die Staatspräsident Wangtschingwei leitete, wurde ein Gefäß mit den inneren Organen des Vaters der chinesischen Republik, Dr. S u n y a t s e n, in der inneren Halle des Tschungschan-Mausoleurns aufbestellt. Zahlreiche chinesische und japanische Persönlichkeiten waren in der blumengeschmückten Halle versammelt. Das Gefäß mit den inneren Organen Sunyatsens war unter Leitung des Außenm'nisters Chuminy aus Peking übergeführt worden. Auf dem Bahnhof hatten sich zahlreiche Beamte der chinesischen Regierung sowie der japanischen Botschaft eingefunden. Unter den Klängen der Nationalhymne wurde das Gefäß in ein Auto getragen, das dann durch Nankings Hauptstraßen, längs denen Militär und Polizei Aufstellung genommen hatten, den Weg zum Mausoleum nahm. Oie japanischen Operationen in Burma Schanghai, 31. März. (DNB.) Nach einer Meldung aus Tschungking bauern in der Umgebung von Toungoo, 270 Kilometer nördlich Rangun, bei strömendem Tropenregen die heftigen Kämpfe fort. Den Japanern gelang ein umfassender Angriff gegen die fich verzweifelt weh- renden Briten, die zum Rückzug auf den Ostrand von Prome, 120 Kilometer westlich von Toungoo gezwungen wurden. Zahlreiche Gefangene fielen in japanische Hand. Meutereien und Ueberläufe der zum Kampf gepreßten indischen Truppen nehmen zu. Lin indisches Regiment, das sich weigerte, gegen die Burmesen und Japaner zu kämpfen, wurde dezimiert. Ein Heeresbericht aus Delhi md- bet die Wiederaufnahme von Kampfhandlungen westlich von Rangun. Es wird zugegeben, daß starke japanische und burmesische Streitkräfte den Tonbo-Fluß überschritten und die Stadt Shwelaung, 100 Kilometer westlich Rangun, wo britische Truppen stehen, angreifen. Kleine politische Nachrichten Ein nördlich des Asowschen Meeres eingesetztes Armeekorps gab feiner Verbundenheit mit der Heimat durch eine Sammlung für das WHW. Ausdruck, die das stattliche Ergebnis von 764 000 RM. hatte. Der britische Kreuzer „N a i ab" (5450 t), der erst 1940 in Dienst gestellt wurde, muß jetzt von der bri= Aschen Admiralität als versenkt gemeldet werden. Die „Naiad" besaß zehn 13,2-cm- und acht 4-cm- Flak, sechs Torpedorohre und ein Bordflugzeug. Sie gehörte zu der „Dido-Klasse", aus der die Kreuzer „Phoebe" und „Bonaoenture" bereits früher versenkt wurden. Die Geschwindigkeit betrug 32,3 Knoten. * Der Flugkapitän in der Fliegerstaffel des Führers, ßuöroig Gaim, wird am 1. April 50 Jahre alt. Er konnte im letzten Jahr fein 25-jähriges Flie- gerfubiläum begehen und hat sich bereits im Welt-, krieg als Abteilungs- und Jagdflieger ausgezeichnet. Später war er Verkehrsfkieger bei Junkers und in der Deutschen Lufthansa, bis er Anfang 1937 in die Fliegerstaffel des Führers berufen wurde. * Mit einer Kundgebung der Landesgruppe Frankreich der AO. der NSDAP, in der französischen Deputiertenkammer führte Gauleiter Bohle den neuen Landesgruppenleiter Neuendors in sein Amt ein. Die Union nationaler Journalistenverbände wird ihren ersten Iournaliftenkongreß in Venedig vom 10. bis 12. April durchführen. Namhafte europäische Persönlichkeiten werden Enthüllungen machen über den Anteil einer verantwortungslosen Presse am Schicksal ihrer Völker. Auf einer Festsitzung wird der italienische Volkskulturminister Pavolini sprechen. * Der Präsident der italienischen Kriegsopfer hat dem Reichskriegsopferführer eine Einladung für 50 kriegsbeschädigte Kameraden zu einem vierwöchigen kostenlosen Erholungsaufenthalt nach Italien übermittelt. 50 kriegsverletzte und erholungsbedürftige Soldaten fahren, zum Teil mit ihren Frauen, auf vier Wochen nach Capri in der Bucht von Neapel. Im Mai wird der Reichskriegsopferführer 50 italienische Kriegsverletzte in einem Erholungsheim der NSKOV. begrüßen. * Reichsleiter Rosenberg hatte zusammen mit dem Reichsdozentenführer zu einer Osttagung deutscher Wissenschaftler eingeladen, die in Berlin eröffnet wurde. Mitarbeiter des Reichsministeriums für die besetzten Ostgebiete und deutsche Forscher behandelten in Vorträgen die politischen, sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Fragen der Forschung im Neuaufbau der Ostgebiete. Reichsleiter Rosenberg gab von der europäischen Perspektive aus eine Ge- Ziel, die amerikanische Schiffahrt zu stören. Man hätte nun annehmen sollen, daß der Chef der USA.« Marine über die Maßnahmen der Bekämpfung dieser, wie er sagte, „ernsten" Gefahr sprechen würde. Aber weit gefehlt! Herr Knox lamentierte, man müsse endlich doch alle verfügbaren Mittel von ganz Amerika — nicht nur der USA. — einsetzen, da man damit rechnen müsse, daß [ich die Tätigkeit der Uboote auch auf den Süoatlantik und eines guten Tages sogar auf den ganzen P a - zifik erweitere. Nach Ansicht des Herrn Knox langen also „alle verfügbaren Mittel" der USA. nicht mehr. Die Vereinigten Staaten rechnen also mit der Unterstützung zur See durch die iberoamerikanischen Staaten. Dabei spekuliert Washington auf die Zer ftörer und kleinen Kreuzer, mehr noch aber auf den Handelsschiffsraum der größeren iberoamerikanischen Staaten. Daß diese Staaten damit unmittelbar an den Kriegsabgrund gedrängt werden, ist für Washington eine angenehme Nebenerscheinung. So verwandeln sich die großmächtigen USA. aus Schützern in Bittsteller. Es wirkt symbolisch, daß Knox vor sechs Monaten noch von der Neubegründung einer mindestens hundertjährigen See Herrschaft der Angloamerikaner faselte und jetzt die iberoamerikanischen Länder um Unterstützung angeht. Schwere Panzerverluste der Bolschewisten. Berlin, 31. März. (DNB.) Wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteUt, versuchten im mittleren Frontabschnitt die Bolschewisten ihre am 29.3. begonnenen Angriffe auch gestern gegen d i e Stellungen einer deutschen Panzerdivision fortzusetzen. Die unterEin- satz mehrerer Divisionen durchgeführten Angriffe wurden durch Panzer und schwere Artillerie unterstützt. Nach harten Kämpfen blieben die Vorstöße unter außergewöhnlich hohen / Verlusten für den Gegner im zusammengefaßten Feuer aller Abwehrwaffen liegen. An anderer Stelle der mittleren Front griff der Feind ein deutsches Korps erneut auf einer Breite von 17 Kilometer mit starken Kräften und zahlreichen Panzern an. Die Vorstöße waren von starkem Artilleriefeuer unterstützt. Während die feindliche Infanterie unter hohen Verlusten abgeschlagen wurde, entspann sich ein erbitterter Kampf gegen einige Panzer, die in die deutsche Stellung einzudringen versuchten. Der Kampf endete mit der Vernichtung von 18 Panzern, von denen eine Infanteriedivision allein 16 abschoß. Bei deutschen Angriffsunternehmungen im mittleren Frontabschnitt, die der OKW.-Bericht bereits meldete, warfen deutsche Panzer und Infanterie die Bolschewisten aus ihren Stellungen heraus und setzten sich in den Besitz mehrerer feindlicher Stützpunkte. Don Panzern, die den deutschen Angriff auf- zuhglten versuchten, wurden zehn vernichtet. Vier Gesetze und eine Anzahl Maschinengewehre wurden erbeutet. Sturzkampfoerbände griffen in fünfmaligem Einsatz bolschewistische Panzeransamm- lungen und Truppenbereitstellungen an, vernichteten in einem befestigten Stützpunkt des Gegners fünf Panzer und zerstörten bei wiederholten Tiefangriffen auf bolschewistische Artillerienester eine Batterie. Ueber 60 motorisierte Fahrzeuge blieben liegen. Elf Flugzeuge wurden von deutschen Jägern abgeschossen und weitere 13 am Boden zerstört. Im Donezgebiet brachen zwölf Angriffe, die mit starker Artillerie- und Panzerunterstützung durchgeführt wurden, in erbitterten Kämpfen unter starken Verlusten für den Feind zusammen. Ostwärts Charkow wurde der Feind aus einem Stützpunkt, der wiederholt als Basis für Angriffe gegen die deutschen Stellungen gedient hatte, herausgeworfen. Als die Bolschewisten daraufhin versuchten, sich in einem weiter ostwärts gelegenen Waldgelände festzusetzen, säuberten, wie der OKW.-Bericht meldet, unsere Truppen das Waldgelände vom Feind und brachten dabei einige hundert Gefangene sowie zahlreiches Kriegsgerät als Beute ein. Das Ritterkreuz für e nett Jagdflieger. Berlin, 31. März. (DNB.) Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberleutnant Krafft, der als Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader sich in über 300 Feindflügen hervorragend bewährt und in zahlreichen Luftkämpfen bisher 40 feindliche Flugzeuge ab geschossen hat, ferner in kühn durchgeführten Tiefangriffen auf Flugplätze, Bereitstellungen und Kolonnen dem Feind schwere Verluste zugefügt und oftmals allein im Tiefflug weit hinter die Front durchstoßend wichtige Aufklärungsergebnisse erzielt hat. Bismarck als Naturfreund. Zum Geburtstage am 1. April. Bismarck nannte sich einmal — es war während der Belagerung von Paris — einen „Natur- fckwärmer" und eine „poetisch angehauchte Natur". Wer den Lebensweg des großen Staatsmannes rein äußerlich betrachtet, mag vielleicht über diesen Ausspruch lächeln. Dieser Mann des konzentrierten Willens, kühner Entschlüsse und gewaltigster Erfolge, errungen durch „Blut und Eisen", wäre solch zarter Regungen fähig gewesen? Er hätte derartigen Einflüssen des Gemütes und Herzens Raum gegeben? Und doch zeigen uns unzählige Äußerungen Bismarcks, sei es im privaten Gespräch, sei es in Briefen, in denen er sich so recht von seiner rein menschlichen Seite gibt, daß auch diesem reinen Willens- und Verstandesmenschen eine große Liebe zur Natur eigen war, und daß er Feld, Wald und Heide und allem, was darin kreucht und fleucht, mit Hingebung zugetan war. Wie schon der junge Bismvrck während seiner Schulzeit im Plamann- schen Institut in Berlin stets lebhafte Sehnsucht nach den heimatlichen Seen und Wäldern zeigte, so gab es auch für den Bismarck in der Blüte seines Lebens und auf der Höhe des Erfolgs keine größere Freuden und bessere Erholung als das Verweilen in der Natur, sei es bei seinen Reisen, sei es auf seinen Besitzungen als einfacher Landjunker. Wer Bismarcks Schilderungen der geschauten Länder in sich aufnimmt, der spürt, wie ihm das alles so recht von Herzen kommt, und wie ihn sein Gefühl immer die richtigen Worte finden läßt, ganz gleich, ob er in Biarritz die Schönheit des Meeres beschreibt, oder von Petersburg aus die Eigenart des russischen Winters schildert. So sieht er die „mattfiloerne Donau" von der Burg in Ofen aus „und die dunkeln Berge auf blaßrotem Grund, Berge blau und blauer, dann braunrot im Abend- Himmel, der dahinter glüht". Seiner Frau schickte er aus Rußland Jasmin und aus Bordeaux Heidekrautblüten. Und als er in der schwedischen Land- schäft Smaland an einer Jagd teilnahm, wußte er auch dieser etwas eintönigen Gegend Reize abzugewinnen, in der hohes Heidekraut wechselt mit kurzem Gras und Woor, alles mit Birken, Wacholder, Tannen, Eichen, Ellern bald undurchdringlich dick, bald öde und dünn besetzt, das Ganze mit zahllosen Steinen bis zur Größe von haushohen Felsblöcken besät, nach wildern Rosmarin und Harz riechend, dazwischen wunderlich gestaltete stille Seen, von Heidehügeln und Wald umgeben." Und nichts wünscht er sich mehr, als an einem dieser von Heidekraut und Wald bekränzten stillen Seen ein Schloß zu besitzen, bevölkert von seinen Lieben. Dieser Hang zum einfachen Landleben tritt ja häufig in den Briefen und sonstigen Aeußerungen Bismarcks hervor. Schon während seiner Frankfurter Zeit als Gesandter Preußens am Bundestag wünscht er, „eine Jntrigue möchte ein anderes Ministerium ans Ruder bringen, damit er mit Ehren diesem ununterbrochenen Tintenstrom den Rücken drehen und still auf dem Land leben könne". Am besten ist ihm da zu Mute, „wo man nur den Specht hört", und am wohlsten ist ihm „in Schmier- ftiefeln, weit weg von der Kultur". Wohl sind seine Schilderungen fremder Länder farbenreich und plastisch, inniger aber ist sein Verhältnis zu der Natur „ohne jede Staffage", dem stillen, grünen Wald, der heimatlichen Scholle. Sein Park in Varzin, den er in mancher sorgenvollen Nacht, dä ihn der Schlaf floh, mit feinen Hunden durchwandert hatte, war ihm so lieb geworden, daß er bei allen Gelegenheiten, fern der Heimat, von ihm spricht und ihn im Herzen trägt. Hier treibt er einen regelrechten Luxus, und nichts ist ihm zu viel, wenn es sich um feine Bäume handelt. Sein Oberförster Westphal, der dies alles so treulich berichtet hat, darf alte oder verkrüppelte Bäume nie entfernen, sie müssen „aus landschaftlichen Gründen" stehen bleiben und einem Gutsnachbarn, der über diese unwirtschaftliche Marotte spottet, sagte er: „Mancher meiner Kollegen pachtet sich bei Berlin eine sehr teure Jagd, ein anderer versucht sein Glück an der Spielbank. Hiervon treibe ich nichts, dafür bin ich ein Baumnarr." Und wie wohl er sich in dieser Umgebung fühlte, schildert er einmal in behaglicher Stimmung so: „Wenn ich gefrühstückt und gezeitungt habe, wandere ich mit Jagdstiefeln in die Wälder, bergsteigend und sumpfwatend, lerne Geographie und entwerfe Schonungen-, sobald ich heimkehre, wird gesattelt und das Geschäft fortgesetzt. Es gibt doch sehr dicke Buchen hier, auch Balken, Blöcke, Wüsteneien, Schonungen, Bäche, Moore, Heiden, Ginster, Rehe, Auerhcihne, undurchdringliche Buchen- und Eichenschläge und andere Dinge, an denen ich meine Freude habe, wenn ich dem Terzett von Taube, Reiher und Weihe lausche ..." Ueberall können wir auf solche Aeußerungen stoßen, die Bismarcks tiefes Empfinden für die Natur bekunden, und es ist bezeichnend, wenn seine Gatttn in liebevoller Uebertreibung einmal zu Lothar Bucher sagte: „Glauben Sie mir, eine Wruke (Rübe) interessiert ihn mehr als Ihre ganze Politik!" Aber sind es nicht gerade solche Eigenschaften, die auch einen großen Mann dem Herzen des Volkes nahe bringen? Wer denkt hier nicht unwillkürlich an den Führer Adolf Hitler, der auf feinem einfachen Landhäuschen bei Berchtesgaden fern von dem Getriebe der Politik wohl feine schönsten Stunden verlebt? Und so gedenken wir auch des Alten im Sachsenwalde in dankbarer (Erinnerung, der bei aller Größe doch im innersten Herzen ein einfacher und schlichter Mensch geblieben ist, und der gerade durch so schöne und menschliche Züge sich im Herzen des Volkes ein bleibendes Denkmal gesetzt hat. W. R. Oie Herberge desNichtmeters. Von Rudolf Strobel, Paris. An einem der wenigen Häuser in dem schönen Park von Saint-Cloud bei Paris befindet sich die Aufschrift: „(Eintritt für das Publikum verboten!" Dies hat feinen Grund. In diesem Haus liegen feit 65 Jahren 15 Meter tief die Richtmaße für Meter und Kilogramm. Die Amerikaner, die es besser wissen wollten und das Gras wachsen hören, hatten zu der gehässigen Behauptung gegriffen, die Richtmaße befänden sich nicht mehr in Paris, sondern wären bei der großen Flucht der französischen Bevölkerung im Mai und Juni 1940 irgendwohin verschleppt worden. Dies ist aber nicht wahr. Es ist/ auch gar nicht möglich, so ohne weiteres die wertvollen Grundlagen für Maß und Gewicht zu entfernen, denn es sind zunächst drei samtschau der großen politischen und kulturellen Pro« bleme des Ostraums. * Auf Einladung des Reichsministers für die besetzten Ostgebiete weilen 30 Männer des estnischen Schulwesens in Berlin. In Fachvorträgen lernen sie neues deutsches Erziehungswesen kennen und erleben in einem Lager deutsche Gemeinschaftspflege. Besuche in den Bildungsstätten geben ihnen Einblick in die praktische Unterrichtsarbeit. * Die Generalsekretäre des Finanz-, des Wirtschaftsund des Ernährungsministeriums, der Präsident der Nationalbank und namhafte Vertreter des belgischen Wirtschaftslebens wurden in Berlin vom Reichs- wirtschaftsminifter, dem Reichsfinanzminister, sowie von leitenden Herren des Auswärtigen Amtes, des Vierjahresplanes, des Reichsernährungsministeriums und der Reichsbank empfangen. * Der türkische Staatspräsident JsmetJnoenue ist von seiner Inspektionsreise in die Provinz wieder nach Ankara zurückgekehrt. General I u i n , der Oberbefehlshaber der französischen Truppen in Afrika, ist in Vichy eingetroffen. Hauptmann Philipp errang seinen 100. Lustsieg. Berlin, 31. März. (DNB.) Hauptmann Philipp, Gruppenkommandeur in einem Jagdgeschwader, errang seinen 100. Luftsieg. Reichsmarschall Göring hat dem hervorragenden Jagdflieger folgendes Schreiben zukommen lassen: „Lieber Hauptmann Philipp! Ihr 100. Luftsieg erfüllt mich mit Stolz und Bewunderung. Zu dem hervorragenden (Erfolg spreche ich Ihnen meine besondere' Anerkennung aus. Möge Ihr heldenhafter Einsatz von neuen (Erfolgen gekrönt sein, (gez.) Göring, Reichsmarschall des Großdeutschen Reiches und Oberbefehlshaber der Luftwaffe." * Hauptmann Philipp erhielt am 22.10.1940 das Ritterkreuz, zu seinem 62. Luftsieg als 33. Soldat der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub und am 12. d. M. als 8. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub mit Schwertern anläßlich seines 86. Luftsieges. Aus dem Reich. Zinssenkung bei Gemeindeanleihen. Nachdem vor kurzer Zeit die Pfandbriefe und Kommunalschuldoerschreibungen der Kreditinstitute auf einen Zinssatz von 4 v. H. gesenkt worden sind, erscheint jetzt eine Verordnung, in der nun auch den Gläubigern der mit 4'/- v. H. und höher verzinslichen Anleihen der Städte, Provinzen, Bezirksund Zweckverbände die Herabsetzung des Zinssatzes auf 4 v. H. an geboten wird. Kann eine Stadtan- leihe am 1. Juli mit vierteljährlicher Frist zum 30. September 1942 gekündigt werden, so find die neuen Zinsen vom 1. Oktober 1942 ab zu entrichten. Wer das Angebot nicht annehmen will, muß seine Anleihestücke bis zum 27. Äpril 1942 beim Schuldner einreichen. Die Stücke werden dann in bar eingelöst. Die Stücke, für die der neue Zinssatz von 4 v. H. gilt, dürfen bis zum 3. Dezember 1944 weder getilgt noch völlig zurückgezahlt werden. Das Angebot erstreckt sich nicht auf Aufwertungs- und Ausländsanleihen. Gesundheitsführung im Kriege. Eine Arbeitstagung des Hauptamtes für Volksgesundheit der NSDAP, in München vereinigte unter der Leitung des Reichsgesundheitsführers Dr. Conti die Gauamtsleiter des Amtes und die Leiter der GesundheitsdienWellen von Partei, Staat und Wehrmacht. Eingehend legte der Reichsgesundheits- führ er dar, daß eine schlagkräftige GefunÄheits^üh- rung für die Lösung plötzlich auftretender großer Gemeinschaftsaufgaben unerläßlich sei. Wie sie erfolgreich anzupacken seien, habe sich gerade jetzt von neuem bei der Abwehr des Fleckfiebers gezeigt. Ueber bevölkerungspoliMche Probleme sprach der Leiter des Reichssippenamtes. Dr. Meyer. Die Jugendgesundheitspflege behandelte der K.-Ehef des Amtes für Gesundheit der HI., Dr. Lieb en o w. Einen Einblick in die Arbeit des Amtes Gesundheit der NSV. gab Dr. Strohschneider, lieber die Abwehr von Tierseuchen berichtete der Reichstier- ärztdü'hrer, Prof. Dr. Weber. Ministerialdirektor Dr. Cropp sprach über die Arbeit der staatlichen Gesundheitsämter. Weiter sprachen der Reichsarzt- H Prof. Dr. Grawitz als Geschäftsführender Präsident des Deutschen Roten Kreuzes über den verschiedene Schlüssel zu drei Portalen notwendig, um überhaupt in den Raum zu gelangen, wo die wertvollen Gegenstände aufbewahrt sind. Den ersten Schlüssel besitzt der Verwaltungsdirektor des Pa* villon de Breteuil, in dem das Richtmeter und das Richtkilo liegen, den zweiten Schlüssel hat der Konservator der staatlichen Archive von Frankreich, und den dritten Schlüssel der Vorsitzende des internationalen Ausschusses für Maß und Gewicht. Dieser Posten ist augenblicklich frei, weil der bisherige Vorsitzende, der Italiener Voltera, kürzlich gestorben ist. Man sieht, es ist gar nicht so einfach, in den Keller einzudringen, wo die für mehr als 30 Staaten in der ganzen Welt maßgebenden Kostbarkeiten aufbewahrt sind. Außerdem ist der Zugang noch insofern erschwert, als zu dem Schrank, in dem die internationalen Maße aufbewahrt sind, Panzertüren bis zu 8 cm Dicke mit komplizierten Sicherheitsschlössern führen. Nachbildungen dieser Einheitsmaße befinden sich übrigens noch in den Hauptstädten aller der Staaten, die dem Meter- und Kilo- Abkommen von 1875 beigetreten sind. In die gepanzerten Räume dürfen gemäß den Verwaltungsstatuten nur die Mitglieder des internationalen Komitees für Maß und Gewicht eintreten. Interessant ist auch die finanzielle Unterhaltung des Aufbewahrungsraumes für das Urmaß und das Urgewicht. Die französische Regierung war im Jahre 1875 beauftragt worden, ein besonderes Gebäude herzustellen, um die Einheitsmaße sicherzustellen. Sie hielt es aber für zweckmäßig, den erwähnten Pavillon dem internationalen Komitee einfach zu schenken und mit den notwendigen Sicherungsmahnahmen zu versehen. Das Budget für die Verwaltung des Hauses betrug ursprünglich 100 000 Franks. Nach der Frankenabwertung im Jahre 1918 wurde das Budget auf 200 000 und später auf 300 000 Franks erhöht. Im Jahre 1926 setzte eine internationale Komission das Budget auf 150 000 Goldsranks fest. Im Jahre 1927 wurde der Vorschlag von dem internationalen Maß- und Gewichtkomitee angenommen. Seitdem leisten alle Staaten, die dem Maß- unb Gewichtabkommen beigetreten sind, ihre regelmäßig gen Beiträge. 'M» Kriegseinsatz dieser großen Oraamsation freiwilliger Helfer und Helferinnen, Dr. Paetzold über die ärztliche Tätigkeit beim Arbeitseinsatz, Reichsapothekerführer Schmierer über Arzneimittelfragen, Prof. Dr. Wirz über Ernähr^ngsfragen und Dr. W a e g n e r über den Aufbau des Gesundheitswesens im Osten. Das Gebiet der zwischenstaatlichen Zusammenarbeit behandelten Dr. Haubold und Direktor Z i e tz. Oie Rechtspflege im Kriege. In Berlin fand unter dem Vorsitz von Staatssekretär Dr. Schlegelberger eine Tagung der Obe r- lanpesgerichtspräsidenten und G e n e - ralstaatsanwälte statt, an der auch der Oberreichsanwalt am Reichsgericht teilnahm. Staatssekretär Dr. Schlegelberger und Staatssekretär Dr. Freister sowie Abteilungsleiter und Referenten des Reichsjustizministeriums gaben Richtlinien über die weitere Ausrichtung der Rechtspflege auf die Kriegsaufgaben und insbesondere auf die Handhabung der kriegsstrafrechtlichen Vorschriften. Im Mittelpunkt standen einmal Vereinfachungsmaßnahmen, um die Schlagkraft der Rechtspflege besonders jetzt im Kriege zu erhöhen. Daneben wurden die Aufgaben, die der Kampf gegen Schwarzschlächter, Schieber, Schleich- und Tauschhändler und sonstige Kriegsverbrecher Or Rechtspflege stellt, behandelt, um die gerechte Verteilung der Versorgungsgüter sicherzustellen. Aus aller Welt. Der 25. Todestag Vehrings in Marburg. Marburg gedachte am 31. März der 25. Wiederkehr des Todestages Emil v. Behrings. Nachdem der Rektor der Universität, Prof. Dr. Mayer, und der Leiter des Instituts für experimentelle Therapie, Prof. Dr. H. Schmidt, sowie der Betriebsführer der Behringwerke, Dr. A. D e m n i tz, am Grabe Behrings auf einer Waldhöhe bei Marburg Kränze niedergelegt hatten, versammelten sich Vertreter von Staat, Partei, Wehrmacht und Wissenschaft am Denkmal des Forschers im Zentrum der Stadt zu einer Gedenkfeier, bei der der Rektor sprach. Äm Institut des Hygienischen Universitätsinstituts, in dem Behring so oft gelehrt hatte, würdigte sodann Pros. Dr. W. P f a n n e n st i e l den Einfluß Behrings auf die Entwicklung der Immun- Biologie. Feierstunde der 71SDAP. für Karl den Großen. Am 2. April findet im Krönungssaal des Rathauses zu Aachen eine Feierstunde der NSDAP, zum 120 0. Geburtstage Karls des Großen statt. Im Mittelpunkt steht eine Rede des Gauleiters Groh«. Die umrahmende Musik setzt sich aus Kompositionen von G. F^Händel zusammen. Vollstreckung eines Todesurteils. Am 31. März 1942 ist der am 24. August 1892 in Frankfurt a.M. geborene Friedrich Ochs hingerichtet worden, den das Sondergericht Frankfurt als gefährlichen Gewohnheitsverbrecher und Volksschädling zum Tode verurteilt hat. Ochs, der bereits .17 Jahre seines Lebens in Strafanstalten zugebracht hat, beging unter Ausnutzung der Kriegsverhältnisse erneut zahlreiche Diebstähle. Furchtbares Ende eines Treuebruches. Im Januar war auf der Koflalm im Säming- gebiet (Allgäu) ein Hütteneinbruch verübt worden, öie Inneneinrichtung war vollständig durchwühlt; alle Vorräte waren aufgebraucht. Aus aufgefundenen Zetteln ging hervor, daß angeblich ein Ehepaar Lehmann aus Bietmannsdorf in Thüringen auf der Hütte gewesen war. Es hieß u. a.: „Warten vergeblich mit erfrorenen Händen und Füßen auf Hilfe. H. und E. Lehmann." Auf einer Landkarte war vermerkt: „Folge den Fußstapfen meines Mannes, der Hunger trieb mich dazu." Vor etwa 14 Tagen wurde die Leiche der Frau Lehmann am Dürren- berg im Säulinggebiet aufgefunden. Obwohl der Aufstieg zu der 1700 Meter hoch gelegenen Hütte mitten im strengsten Winter erfolgt war, war die Frau nur mit einem sommerlichen Dirndlkleid und Halbschuhen bekleidet gewesen. Am Freitag wurde nun von der Gendarmerie Reutte die Leiche eines Mannes unweit der Fundstelle der weiblichen Leiche aufgefunden. Es handelt sich aber nicht um den Ehemann der Frau, sondern um ihren Gel lebten, einen gewissen Jannack aus Kalau im Regierungsbezirk Frankfurt a. d. O. Bei der Leiche des Jannack fand' man eine aus den Namen des Ehemannes Lehmann lautende Ausweiskarte. Mit dem Auffinden der beiden Toten ist der Hütteneinbruch auf der Ko'lalm nun endgültig geklärt. 16 Tote bei einem Autounglück in Marokko. Auf der Straße von Settat nach Mazagan bei Casablanca stürzte ein mit 25 Personen, in erster Linie Eingeborenen, besetzter Autobus in einer Kurve in eine Schlucht, wobei der Wagen vollkämmen zertrümmert wurde. 16 Personen, darunter zwei Europäer, wurden getötet, die übrigen schwer verletzt. Mars zieht an Jupiter vorüber. Sternschau im April. Von Dr. Erwin Kossinna. Aus der Stadl Gießen. April. Gleich einem Irrwisch kommt der April ins Land. Er läßt seiner Mutwilligkeit die Zügel schießen und schickt uns heute Sonnenschein und Wärme, um morgen mit Regenschauern und Hagelkörnern aufzuwarten. Eben noch zauberte er ein Firmament voll strahlender Klarheit und wenig später hat er dicke Wolkenkulissen aufgefahren, als sollte es noch einmal November werden. Koboldartig folgt er. feinen Einfällen, so daß man auf ihn das Wort gemünzt hat: „April! — macht was er will." Die alten Römer nannten ihn Aprilis und weihten ihn der Venus, aber schon von Karl dem Großen erhielt er den Namen Ostermond, weil in unseren Breiten um diese Zeit das Osterfest gefeiert wird. Es ist selbstverständlich, daß ein Monat, der uns das Frühlingsfest beschert, von vornherein auf Sympathien rechnen kann. Denn er bringt nicht nur die Festtage, er führt auch den Lenz im Gefolge. Mag er noch so wetterwendisch erscheinen, mag er selbst Verdunkelungszeit: 1. April von 20.55 bis 6.25 Uhr. noch einmal Schneegestöber über das Land jagen: während seines Wirkens keimt und sproßt es allenthalben. Das große Wunder des Frühlings kehrt wieder, und seine Zeichen werden im April deutlich sichtbar. Zwar hat der Frühling kalendarisch bereits im März begonnen, was aber jener Monat versäumte, bringt dieser nun zur Entfaltung. Mit jedem Tage geht es jetzt vorwärts, und der Rasenfleck hinter dem Hause, der in den ersten Apriltagen noch eine fahle Farbe zeigt, wird am Monatsende mit saftigem Grün prunken. Noch spürbarer ist der Wandel im Garten. Auf die ersten Schneeglöckchen und Krokusse folgen bald die Primeln und Narzissen, die Tulpen und all die vielen Kinder der Flora, die uns mit Duft und Farbe entzücken. Die Stachelbeeren grünen, die Johannisbeeren tun das gleiche, und im Gesträuch des Flieders schwellen verheißungsvoll die Knospen. Arn Abend eines feuchten und milden Apriltages gibt es nichts Schöneres, als im Garten spazieren zu gehen. Der April bringt nun auch der Landbevölkerung die Möglichkeit des vollen Einsatzes. Mit Eifer geht es jetzt daran, das Land zu-bestellen. Pflugschar und Egge treten in Tätigkeit, das Tagewerk dehnt sich auf viele Stunden aus. Liegt dabei der helle Sonnenschein über den Fluren, so schreitet die Arbeit ordentlich vorwärts. Aber auch ein Aprilregen tut dem Schaffen auf dem Acker wenig Abbruch, bei der Aussaat soll ein milder Regen sogar sehr dienlich sein. Je mehr der April wächst, um so freundlicher wird draußen das Landschaftsbild, und wenn dieser Monat schließlich dem wunderschönen Monat Mai weichen muß, dann wird auch der Frühling sein schönstes Festkleid anlegen. H. W. Sch. Keine unnötige Reisen. Es gibt immer noch Volksgenossen, die meinen, die Einschränkung des Reiseverkehrs und die Ermahnungen in der Presse, nur wirklich notwendige Reisen zu machen, gingen sie nichts an. Sie benutzen die Bahn, als ob Frieden wäre und die Reichsbahn sich über den Verkauf möglichst vieler Fahrkarten freue. Es ist nicht zu verkennen, daß heutzutage Reisen in Betracht kommen können, die in Friedenszeiten nicht nötig gewesen wären. Dies ist z. B. der Fall, wenn Angehörige einen Soldaten in seiner Garnisonstadt zum letzten Mal vor dem Einrücken zur Front besuchen wollen. Hierbei läßt sich aber häufig feftfteUen, daß die Ehefrauen mit kleinen Kindern zur Garnisonstadt fahren und die Hin- ober Rückreise nur dadurch erledigen können, daß sie die ganze ober halbe Nacht zu Hilfe nehmen. Nächtliche Reifen mit kleinen Kindern sind aber sowohl für diese, als auch die begleitende Mutter und die Mitreisenden durchaus unfreulich. Man sollte doch die Kinder zu Hause lassen und sie einer Nachbarin anvertrauen. Wenn auch das Reisen mit Ausnahme gewisser Festtage keine Zulassungskarte erfordert, wie sie im Weltkrieg eingeführt war, so heißt das doch nicht, daß jeder nach Gutdünken die Eisenbahn benutzen könne. Die Pflichten aller Volksgenossen gegenüber der Volksgemeinschaft verlangen gebieterisch, daß jeder vor Antritt einer Reise genau prüft, ob sie unumgänglich notwendig ist und ob sie nicht durch ein persönliches Schreiben, einen Geschäftsbrief oder einen Anruf ersetzt werden kann. Jeder, der durch eine nicht notwendige Reise einem dringend notwendig Reisenden den Platz im Zuge wegnimmt, ober der bei überfüllten Zügen durch feine Reise verhindert, daß der dringend Reisende mitfahren Die Bewegungen der drei Planeten Mar s, Just i t e r und Saturn im Sternbild des Stiers sind in den Frühjahrsmonaten von besonderem Reiz. Nachdem Mars Ende Februar den Ringplaneten Saturn überholt hatte, konnten wir im März beobachten, wie der schneller wandernde Mars sich allmählich dem vorausziehenden Jupiter näherte. Am 4. April wird Mars dicht nördlich an Jupiter vorüberziehen. Der scheinbare Abstand beider Planeten beträgt dann nur knapp IV4 Bogengrade. Sehr eindrucksvoll ist der Helligkeitsunterschied beider Gestirne. Der mächtig strahlende Jupiter, gegenwärtig der bei weitem auffälligste Stern am Ab end- Himmel, übertrifft den rötlichen Mars rund 20mal an Helligkeit. Dabei ist Jupiter mit 820 Millionen Kilometer Abstand mehr als dreimal so weit entfernt wie Mars, von dem uns nur 270 Millionen Kilometer trennen. Die Helligkeiten und Entfernungen der beiden Himmelskörper zeigen die überragende Größe Jupiters im Planetensystem, der den Mars im Durchmesser 21mal übertrifft. Die hohe Stellung Jupiters am südwestlichen Himmel ist im April noch günstig für die Beobachtung der vier großen Monde des Riesenplaneten, die auch schon im Feldstecher als feine Lichtpunkte neben der Planetenscheibe erkennbar sind. Man wähle zur Beobachtung die mondlosen Abende nach dem 4. April. Jupiter und Mars gehen um 1 Uhr nachts unter, während der westlicher stehende Saturn bereits gegen 23 Uhr unter den Horizont taucht. V e - n u s ist Morgenstern, befindet sich aber wegen ihrer südlichen Lage in einer für die Beobachtung wenig günstigen Stellung, so daß sie nur etwa eine Stunde vor Sonnenaufgang sichtbar wird. Merkur bewegt sich im April hinter der Sonne und kann daher nicht gesehen werden. Der Fixsternhimmel erfährt im Laufe des Monats eine auffallend rasche Wandlung. Während der ersten Aprilhälfte sind am Westhimmel noch die schönsten Wintersternbilder sichtbar: Orion mit Rigel und Beteigeuze als hellsten Sternen, Sirius und Prokyon, die Zwillinge Kastor und Pollux und hoch im Nordwesten die funkelnde Kapelle im Fuhrmann. Da nun die Fixsterne täglich vier Minuten früher untergehen, anderseits mit zunehmender Tageslänge die abendliche Dunkelheit immer später einsetzt, so verschwinden die Winterfternbilder Ende April sehr rasch, während im Osten die Sommersternbilder auffteigen. Gegen 22 Uhr Sommerzeit bemerken wir am Ost- Himmel drei besonders Helle Fixsterne: im Südosten die weiße Spika im Sternbild der Jungfrau, im kann, versündigt sich an der Volksgemeinschaft! Bei richtiger Erkenntnis dieser Lage und der ungeheuren Anforderungen, die von Front und.Heimat an die Reichsbahn gestellt werden, muß jeder Volksgenosse in der Benutzung der Eisenbahn die notwendige Zurückhaltung üben. Dies kann auch dadurch geschehen, daß er bei ärztlich verordneten Erholungsreisen ein Ziel wählt, das er nicht erst nach tagelanger Bahnfahrt erreichen kann. z Wer nach diesen Grundsätzen dennoch eine Reise machen muß, kann dadürch viel zur Entlastung der Reichsbahn und zur Erhaltung der Dienstfreudigkeit ihrer Gefolgschaft beitragen, daß er sich Fahrausweise und Auskunft über den Verkehr der gewünschten Züge rechtzeitig und an den hierfür vorgesehenen Stellen holt. Das Personal der Reichsbahn, das heute feinen entsagungsvollen Dienst oft weit über neun Stunden hinaus leisten muß, hat Anspruch darauf, höflich behandelt zu werden, wie es auch immer höflich den Reifenden gegenüber« tritt. Bedenke, daß Nachlösungen nicht nur 50 Rpf. Zuschlag kosten, sondern auch das Fahrpersonal immer längere Zeit feinen eigentlichen Dienstobliegenheiten entziehen. erweiterte Steuerermäßigung . für Hausgehilfinnen in kinderreichen Haushaltungen. Eine Steuerermäßigung für die Beschäftigung einer Hausgehilfin wurde nach dem bisherigen Recht gewährt, wenn vier minderjährige Kinder unter 21 Jahren zu dem Haushalt des Steuerpflichttgen gehören. Durch die Einkommensteuerrichtlinien für 1941 ist diese Bestimmung geändert und die Gewährung der Steuerermäßigung erweitert worden. Eine Steuerermäßigung für eine Hausgehilfin kann jetzt gewährt werden, wenn im Haushalt des Steuerpflichtigen mindestens drei minderjährige Kinder 'oder andere minderjährige Angehörige leben, die das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und für die ihm Kinderermäßigung zusteht. Durch einen Osten den tiefgelben Arkturus, den Hauptstern im Bootes, und über dem nordöstlichen Horizont die blauweiß funkelnde Wega in der Leier. Diese drei hellen Sterne bilden einen besonderen Schmuck unsres abendlichen Sommerhimmels. Sie find auch von bemerkenswerter Beschaffenheit. Spika ist ein sehr enger spektroskopischer Doppelstern, dessen veide Sonnen sich fast berühren. Wie die periodische Ver- schiebung der Spektrallinien uns verrät, kreisen, die beiden Himmelskörper in vier Tagen um den ge- meinfamen Schwerpunkt. Bei einer Ob erstäche ntern- peratur von 17 000 Grad haben sie zusammen die 2000fache Leuchtkraft unserer Sonne. Nahezu drei Jahrhunderte ist das Licht der Spika unterwegs, bis es die Erde erreicht. Arktur gehört zu den gelben Riefensternen, die nur eine sehr geringe Dichte und im Vergleich zur Sonne eine niedrigere Strahlungstemperatur, etwa 4000 Grad (Sonne 5900 Grad), besitzen, dafür aber die Sonne bedeutend an Größe und Leuchtkraft übertreffen. Arktur ist 38 Lichtjahre oder 360 Billionen Kilometer von uns entfernt und besitzt bei 27fachem Sonnendurchmeffer die hundertfache Leuchtkraft der Sonne. Arktur ist einer der hellsten Sterne des Himmels. Schon im Altertum zog die wunderbare Leuchtkraft Arkturs die Aufmerksamkeit der Dichter auf sich. Wega z^gt durch ihre blauweiße Farbe, daß sie wie Spika ein sehr heißer Stern ist. Die Temperatur ihrer strahlenden Oberfläche beträgt 11 600 Grad, ist also doppelt so hoch wie die unserer Sonne. Wega hat bei einer Entfernung von 26 Lichtjahren 50fache Sonnenheiligkeit. Zwischen Wega und Arktur steigen die Sterne des Herkules und die halbkreisförmige Nördliche Krone auf. Am südöstlichen Horizont erscheint das Viereck des Raben. Rechts davon windet sich die lange Sternreihe der Wasserschlange gegen den hellen Stern Prokyon empor. Hoch im Süden sehen wir das prächtige Sternbild des Großen Löwen. Am Nordhimmel nähert sich der Große Bär allmählich dem Zenit. Der Bogen seiner Schwanz- sterne weist auf Arktur. Der Kleine Bär ist vom Polarstern aufwärts gerichtet. Links unter dem Polarstern stehen' im Nordwesten der Perseus und die >v-förmige Kassiopeia. Der optisch veränderliche Stern Algol hat günstig zu beobachtende Lichtminima am 3. April um 22 Uhr, am 23. um 24 Uhr, am 26. um 21 Uhr. Der Mond zeigt folgende Lichtgestalten: Vollmond am 1., letztes Viertel am 8., Neumond am 15., erstes Viertel am 23. und wiederum Vollmond am 30. April. Erlaß des Reichsfinanzministers ist diese Neuregelung mit Wirkung ab 1. Januar auch auf die Lohnsteuer pflichtt gen ausgedehnt worden. Haushalte mit mindestens drei Kindern unter 14 Jahren können für die Beschäftigung einer Hausgehilfin die Eintragung eines steuerfreien Betrages von 50 RM. monatlich auf der Lohnsteuerkarte beantragen. In den wenigen Fällen, in denen sich die Neuregelung zuungunsten von Steuerpflichttgen auswirkt, da sie zwar vier Kinder unter 21, aber nicht drei Kinder unter 14 Jahren haben, werden die Finanzämter eine Berichtigung der Steuerkarten veranlassen. Auf der anderen Seite kommen aber zahlreiche Steuerpflichtige neu in den Genuß der Ermäßigung, da die Zahl der Haushalte mit drei Kindern unter 14 Jahren verhältnismäßig viel größer ist. Betriebsanlage- und Warenbeschaffungs-Guthaben. JriffaMauf 10. April 1942. Gewerbliche Unternehmer mit ordnungsmäßiger Buchführung können bis zum 10. April 1942 erneut Be tri eb sank age - Guth ab en und Warenbeschaffungs- Guthaben bilden. Die Bildung solcher Guthaben ist eine Vorsorge für die Zeit nach dem Krieg. Die Unternehmer legen die Mittel zurück, die sie nach Beendigung des Krieges für die Neuanfchaffuna oder Instandsetzung von Betriebsanlagegütern und ür die Auffüllung ihrer Warenlager brauchen. Sie ichern sich gleichzeitig erhebliche Vergünstigungen üt die Zeit nach dem Krieg. Die Bildung von Betriebsanlage-Guthaben und Warenbeschaffungs-Guthaben geschieht durch Einzahlung des entsprechenden Betrages beim Finanzamt unter dem Stichwort „Betriebsanlage-Guthaben April 1942" oder „Warenbeschaffungs-Guthaben April 1942". Der letzte Tag, den Betrag beim Finanzamt einzuzahlen, ist der 10. April 1942. Auskunft erteilen die Finanzämter. Diejenigen gewerblichen Unternehmer, die nach Der feurige Ofen Roman von Hans von Hülfen 54. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Fehr fuhr herum. Mit beiden Händen packte er sie bei den Schultern. Sie erschrak vor feinem lodernden Blick so, daß sie die Augen schloß ... „Gehen, Marion?" hörte sie ihn über ihren tief gesenkten Kopf weg sprechen — und seine bebende Stimme hüllte ihr Herz ein wie Musik: „Und wenn ich dich hier anbinden mühte — nein! Niemals! Dich loslassen? Weißt öu denn nicht, daß das hieße, mich selber aufgeben? — Marion! Marion! — Dies ist gewiß ein schrecklicher Tag, den wir beide nie vergessen werden. Aber auch dieser Tag hat sein Glück: denn nun weiß ich erst, wie stark ich geworden bin durch meine Liebe zu dir. Sieh, vor einem halben Jahr noch hätte ich unweigerlich vor all diesen Dingen kapituliert, hätte mich ihnen konventionell gebeugt. Heute nicht mehr. Heute bin ich viel stärker als sie. Ich stelle mich ihnen, ich nehme sie an ... Schuld? Du hast soviel von Schuld gesprochen. Wo ist Schuld? In deiner Geschichte ist nur Unglück, nur viel Leid, nichts von Schuld. Ich hab' dir nicht helfen können, das Leid zu tragen, weil ich nichts davon wußte. Nun weiß ich's, nun wollen wir es zusammen tragen — dies und alles andere ... Sieh mal, Marion, da drüben hinterm Wald raucht der feurige Ofen, der alte Schicksalsofen der Fehrs. Der Bläser nimmt ein Glasklümpchen aus dem Hafen und bläst es auf und drückt es, immer blasend, in die Form und hält es wieder zurück in die weiße, wübernde Glut und bläst und formt es von neuem. Seit meinen Kindertagen habe ich das immer wieder gesehen, dieser Prozeß von Schmelzen und Werden in der Glut ist der R Eindruck meines Lebens. Jetzt weiß ich erst: hicksal hat uns behandelt wie solch ein Glas- klümpchen, das in der Esse des Feuerofens zum Gebilde wird. ,Geprägte Form, die lebend sich entwickelt', sagt Goethe.. Nein, Marion. Was Schlacke war, hat der Ofen ausgeschieden, durch den wir mußten. Wir fangen heute ganz neu an. Du sollst sehen, was das für einen schönen, reinen Ton gibt ... Marion!" Und er ließ die Hände von ihren Schultern und riß sie in einem großen Jubel des Herzens an sich. Ihm war, als hätte er sie nun erst gewonnen. Am nächsten Morgen stand Christian Fehr zeitig auf. Es war eine unruhige Nacht mit lockerem, unerquicklichem Schlummer gewesen, die man am besten rasch beendete. Als er sich, nach seiner Gewohnheit, Brust und Rücken mit Stürzen kalten Wassers wusch, hörte er hinterm Wald Schüsse — vier, fünf, sechs Schüsse in kurzen Abständen: Päng — Päng — päjig — Abbeg hielt Wort. Er stieg hinab, vom Bedürfnis nach frischer Luft getrieben. Der Park lag um diese frühe Stunde in schräger, goldner Morgensonne. Tau glitzerte millionenfach. Diamanten im Gras und in den Spinnweben zwischen dem Gezweig. Düster türmten die drei Blaufichten ihre Pyramide gegen den Himmel. Das Frühlicht fiel durch die blauen und gelben Rautenscheiben der Gruftkapelle. Er öffnete die Tür, stand ein Weilchen in dem Geruch von Moder an Annettens Grab. Ein Kranz von Thuya lag auf der Platte, ein schlichter Kranz, ohne Blumen. Wer hatte ihn hergetragen. Er nicht. — Er war lange — zu lange nicht hier gewesen. — Ulla? — Riemchen wohl eher, bevor sie zu Ulla hinüberzog. — Treue Seele! Man konnte ihr nicht zürnen, sie hatte ja recht getan, so schlicht und einfach, wje sie es verstand ... ~ . , . „ , Er bückte sich, brach ein Zweiglem vom Lebensbaum und steckte es, ins Haus zurückkehrend, in den Silberrahmen mit Marions Bild auf feinem Schreibtisch. , v , Dann nahm er einen Foliobogen aus der Schublade und schrieb auf, was er sich in der schlaflosen Nacht überlegt hatte, als feinen letzten Willen. Wer konnte in die Zukunft sehen? Und es war so viel zu ändern, gegenüber dem Testament, das er bald nach Annettens Tode gemacht, in einer Anwandlung von tiefer Melancholie und Abgeschlossen« Haben. Er erinnerte sich des Tages ganz genau. Jetzt trat die Notwendigkeit, Ordnung zu hinterlassen, vielleicht von außen an ihn heran. Er schrieb zwei Stunden lang in höchster Konzentration und schloß die Bogen in die Lage, als er Marions Stimme auf der Diele horte. Sie frühstückten im durchsonnten Wintergarten zusammen wie alle Tage — alles, alles sollte bis zur Entscheidung sein, wie alle Tage, das war sein fester Entschluß! Marion spürte ihn, sie gab fr Mühe, aber sie war blaß zum Erbarmen. Es gelang ihr nicht heiter zu scheinen — wie es ihr gestern abend in Gegenwart des Vaters gelungen war. Wenn er es nicht sah, ließ sie den Blick ihrer braunen Augen mit Angst überfüllt über ihn hingehen. Und sie schrak zusammen, als sie ihn gleich nach dem Frühstück den Wagen beordern horte. Doch zu fragen, wohin er wolle, das wagte sie nicht. Er fuhr nach Nieder-Lappersdorf zu Demblin und bat ihn, fein Kartellträger zu fein. Die Unterredung war nur kurz, was war viel zu sagen unter Männern? Der Rittmeister versprach, sich des ihm gewordenen Auftrages um die Mittagszeit zu entledigen. Die Bedingungen, die er zu überbringen hatte, lauteten: Auf zehn Schritt feuern, Kugelwechsel bis zur Unfähigkeit., Er hatte vergebens versucht, beim Baron mildere Bedingungen zu erreichen, und fügte sich als alter Offizier ins Unvermeidliche. Auf dem Heimwege begegnete Fehr unfern des Schlosses dem Abbegschen Wagen, der mit großer Geschwindigkeit vorbeifuhr, in Richtung auf das Dorf. Zu Hause fand er Marion im Herrenzimmer, sie empfing ihn mit angstvollen Augen. Er hatte eigentlich das Bedürfnis, allein zu fein, feinen Pistolen» faften zu revidieren, aber er fühlte, wie sehr es sie drängte, jetzt in feiner Nähe zu bleiben, ihn nicht eine Minute einsam zu lassen, und er mochte es ihr nicht wehren. Er nahm sie liebevoll in die Arme, sie barg den Kopf aufweinend an seine Brust. Begütigend klopfte er ihr den Rücken, wie einem alten Kameraden und geleitete sie zum Sessel. Dort saß sie, trüb und stumm vor sich hinblickend, während er sich am Schreibtisch zu schaffen machte. Ein Auto fuhr am Portal vor, die heftig angezogenen Bremsen schrien auf. Keine Minute später stand Ulla im Zimmer, den Mantel offen, die Kappe in der Hand. „Papa!" rief sie, „es ist doch nicht möglich! ... Riemchen bringt mir's eben ... Der Chauffeur von der Hütte hat geschwatzt, man weiß es im ganzen Dorf — sage, daß es Unsinn ist!" Fehr kam hinter dem Schreibtisch hervor: „Unsinn? Vielleicht. Aber es muß sein, Ulla- kind." Da warf sie in hochwallender Zärtlichkeit dis Arme um feinen Hals. Er duldete es, viele Atemzuge lang, ihm war, als hörte er sie an feinem Ohr verwirrte Worte stammeln, die er nicht verstand. Endlich machte er sich fanft los, führte sie zu Marion und legte wortlos ihre Hände ineinander. Ulla schloß die Augen. Sie mußte einen gewaltigen Widerstand in sich Niederkämpfen. Der Ab- begsche Chauffeur hatte im Dorfe augenzwinkernd allerlei geplaudert, daß „die schöne Gnädige" bei der Angelegenheit im Spiele sei ... Riemchen hatte es ihr vorsichtig und schonend angebeutet ... „Und — wer ist denn von aliebem die Ursache, Papa?" fragte sie, beinahe hart. Fehr fühlte, was in ihr vorging, daß sie Marion im Verdacht hatte. Es war ihm nicht eine Sekunde zweifelhaft; er muhte sich jetzt energisch vor Marion stellen. Fortsetzung folgt) der Neuregelung der Gewinnabführung für das Jahr 1941 einen GewinnabführungsLetraa zu entrichten haben, werden die erste Teilzahlung auf diesen Gewinnabführungsbetrag erst am 1. Juni 1942 KU entrichten haben. Keinellmsahsteuer-Voranmeldungmehr Aus Gründen der Arbeitsersparnis und der Papierersparnis brauchen die Unternehmer keine Umsatzsteuer-Veranlagung mehr abzugeben. Es wird jedoch erwartet, daß die Unternehmer nach wie vor pünktlich die Umsatzsteuer-Vorauszahlungen entrichten. Die nächste Umsatzsteuer-Vorauszahlung ist in den ersten zehn Tagen des April fällig. Die Unternehmer müssen auf der Rückseite des Zahlkartenabschnittes angeben: ihre Steuernummer, das Stichwort „Umsatzsteuer-Vorauszahlung" und den Zeitraum, auf den sich die Umsatzsteuer-Vorauszahlung bezieht. Oie Heilkräutersammlung im Gau. In der Heilkräutersammluna des Jahres 1941 steht die Gauabteilung Hessen-Nassau und Kurhessen der Reichsarbeitsgemeinschaft für Hsilpflanzen- kunde und Heilpflanzenbeschaffung an hervorragender Stelle, bei der wegen des Vitamin-E-Gehaltes besonders wichtigen Hagebuttensammlung sogar an erster Stelle im Reich. In Offenbach und Hanau war die Heilkräuterernte besonders ergebnisreich. Nach dem vorläufigen Resultat kommen nach den Kreisen Bergstraße und W e t t e r a u an dritter und vierter Stelle Hanau und Offenbach. Das Sammeln der Heilkräuter geschieht unter Zuhilfenahme der Schulen, vor allem der 10- bis 14jährigen Schüler, untex Aufsicht der Lehrer. Mit Beginn des Frühjahrs setzte die Sammeltätigkeit wieder ein. Gegenwärtig werden schon die Blüten des Huflattichs gesammelt (Bestandteil von Brust- und Hustentee), yn nächster Zeit kann das Sammeln der Schlehdornblüten, Schlüsselblumen und der Weihdornblüten beginnen. Turn-Verein von 1846 Gießen. Am Samstag fand im „Burghof" ein gut besuchter Mitgliederappell statt. Vereinsführer Wiegand hieß insbesondere die Turnkameraden im grauen Rock sowie Sportkamerad Bezirksführer Stein willkommen. Ein stilles Gedenken galt den Gefallenen des Vereins. Turnkamerad Wiegand gab dann einen kurzen Rückblick auf die Tätigkeit des Vereins im abgelaufenen Jahr, dankte allen Mitarbeitern für ihren Einsatz und forderte weitere selbstlose Mithilfe. Oberturnwart Karl Reuter gab anschließend einen Ueberblick über die aktive Tätigkeit der Turner und Turnerin Hauck über die Tätigkeit der Weiblichen Vereinsangehörigen. Sodann überreichte Bezirksführer Stein dem Ehren-Oberturnwart Karl Erb den Ehrenbrief des NSRL., wobei sich der Bezirksführer hauptsächlich an die Jugend wandte und betonte, daß sie sich an den Alten ein Beispiel nehmen solle, denn Karl Erb, der über 50 Jahre aktiver Turner und Erzieher ist, habe ein Menschenalter für die edle Turnsache gearbeitet und immer die Ertüchtigung unserer Jugend zum Ziele gehabt. Turnkamerad Erb dankte bewegt für die Ehrung. Nach dem Gesang einiger Turnerlieder schilderte Kamerad Mangold noch kurz seine Eindrücke im Sowjetparadies. Mit dem Treuegelöbnis auf den Führer und seine tapferen Soldaten wurde der Kameradschaftsabend geschlossen. Gießener Schlachtviehmarkt. Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtvieh-Verteilungsmarkt) in der Viehversteigerungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 40 bis 45,5, Bullen 34 bis 43,5, Kühe 22 bis 46,5, Färsen 30,5 bis 49,5, Kälber 25 bis 57, Schafe 25 bis 50 Rpf. je Vt Kilogramm Lebendgewicht. Für Schweine wurden je Kilogramm Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 und mehr kg) 1,25, bl (135 bis 149,5 kg) 1,25, b2 (120 bis 134,5 kg) 1.25, c (100 bis 119,5 kg) 1,23, d (80 bis 99,5 kg) 1,15, e—f (unter 80 kg) 1,11, gl (fette Specksauen) 1,25, i (Altschneider) 1,25, g2 (andere Sauen) 1,15, h (Eber) 1,15 RM. — Marktverlauf: Alles zugeteilt. (Siebener Dochenmarktpreije. * Gießen, 1. April. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, gelbe Rüben, % kg 15, rote Rüben 14, Unterkohlrabi 8 bis 10, Zwiebeln 11, Lauch, das Stück 10 Rpf. * ** Grüße aus dem Feld. Von der Küste des Ozeans schicken die nachgenannten Marine- Flakartilleristen durch uns der Heimat herzliche Grüße: Wilhelm Pfeiffer X. aüs Großen-Buseck, Richard Lechens aus Muschenheim, Heinrich Möbus aus Lauterbach, Karl Schwab aus Altenhain und Heinz Müller aus Renzendorf. Die Heimat erwidert diese Grüße herzlich mit dem Wunsche, daß den wackeren Söhnen Oberhessens eine glückliche und sieggekrönte Heimkehr beschieden fein möge. ** Der Ladenschluß in den Sommermonaten ist vom Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — für sämtliche Verkaufsstellen auf 19 Uhr festgesetzt worden. ** Verfall der alten Urlaubermarken. Die vielfach in der Oesfentlichkeit vertretene Ansicht, daß die alten blauen Reichskarten für Urlauber bereits am 31. März ungültig werden, ist irrig. Wie mitgeteilt, treten die alten Urlauberkarten , mit dem Ablauf des 31. Mai 1942 außer Kraft. Dieser Tag ist der letzte, an dem die Verbraucher noch auf Abschnitte der alten Karte Waren beziehen können. Die neuen Urlauberkarten mit dem in Hellblau — statt wie bisher in Rosa — auf jedem Abschnitt aufgedruckten Hoheitszeichen gelten vom 6. April 1942 ab. Amtsgericht Gießen. Zwei Frauen von Gießen hatten das Bestreben, für sich mehr Fleischmarken zu erlangen als ihnen zustand. Zu diesem Zwecke veranlaßtes sie ein junges Mädchen, das in einer Metzgerei beschäftigt war, dort ihrem Dienstherrn Fleischmarken zu entwenden und sie den beiden Anstifterinnen auszu- händigen. Dadurch erhielt die eine Frau in der Zeit von Sommer 1941 bis Mitte Januar 1942 insgesamt für etwa 3 Pfund Fleischwaren Marken, die andere in der gleichen Zeit für etwa 300 Gramm, die sie verwerteten. Hiermit machten sie sich neben der Anstiftung zum Diebstahl auch der Hehlerei und der Uebertretung der Verbrauchsregelungsstrafverordnung schuldig. Das Mädel erkannte die ihm durch Strafbefehl auferlegte Strafe an, die beiden Frauen, die ebenfalls durch Strafbefehl je drei Monate Gefängnis und 50 RM. Geldstrafe erhalten hatten, legten dagegen Einspruch ein, so daß sich nun gestern das Amtsgericht mit der Sache zu beschäftigen hatte. Die eine Angeklagte, die A. K., erhielt eine Gesamtgefängnisstrafe von drei Monaten und drei Tagen sowie eine Geldstrafe von 50 RM., die andere Angeklagte, die E. S., kam in Anbetracht der geringeren Schwere ihres Vergehens mit einer Gefamtgefäng- nisftrafe von sechs Wochen und 25 RM. Geldstrafe davon. Die seitherige Unbescholtenheit der beiden Angeklagten wirkte strafmildernd. Spar- und Vorschußverein Oaubringen (D Daubringen, 31. März. Mit der am Sonntagnachmittag in der Wirtschaft Weimer abgehaltenen Jahresschlußoersammlung des Spar- und V o r s ch u ß v e re i n s , e. G. m. b. H., Daubringen war zugleich die 50jährige Jubiläumsfeier des Direktors A l b a ch verbunden, aus welchem Grunde auch Oberprüfer Hartmann aus Gießen erschienen war. Der Versammlungsleiter, Aufsichtsratsvorsitzender Mohr, gedachte zunächst der im Geschäftsjahr verstorbenen Mitglieder, begrüßte den aus Gießen gekommenen Gast und erteilte dem stellvertretenden Direktor Henkel das Wort zum Geschäftsbericht. Der Umsatz ist um rund 27 000 RM. auf 502100,03 RM. gestiegen, die Spareinlagen um rund 73 000 RM. auf 331929 RM. Die Kasse zählt z. Z. 171 Mitglieder. Aus der vom Kassenrechner Braun Dorgetragenen Jahresrechnung geht hervor: Die Summe der Aktiva beträgt 382956,10 RM., die Summe des Reingewinns 1939,09 RM. Der Reingewinn findet folgende Verwendung: Es erhalten 50 RM. die Volksschule als Anerkennung für fleißiges Sparen, 50 RM. der NSV.-Kinder- garten, die Geschäftsanteile werden mit 6 v. H. vergütet, der verbleibende Rest wird je zur Hälfte dem Reservefonds und der Betriebsrücklage überwiesen. Vorstand und Aufsichtsrat werden entlastet. — Da Herr Albach wegen hohen Alters sein Amt als Direktor niederlegt, das er 50 Jahre lang zum Segen d^r Gemeinde geführt hat, wurde auf Vorschlag des Vorstandes und Aufsichtsrates sein seitheriger Stellvertreter Henkel einstimmig zum Direktor gewählt, während Herr Albach als Mitglied im Vorstand verbleibt. Von feiten des Verbandes wurde diesem durch Herrn Hartmann für seine gewissenhafte, lange Tätigkeit gedankt, von feiten der Genossenschaft geschah dies durch seinen bisherigen Stellvertreter. Die ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder Roth und Kümmel wurden wiedergewählt. Oberprüfer Hartmann sprach dann zu aktuellen finanzwirtschaftlichen Fragen und insbesondere zur Einstellung der Genossenschastskasfen zu ihren Mitgliedern. Diese Ausführungen waren sehr interessant und wurden von der gut besuchten Versammlung dankbar ausgenommen. G. A.-Sport. Bann 446 Gießen bei den Gebietsmeisterschasten im Schwimmen. Bei den diesjährigen Hallengebietsmeisterschaften in Frankfurt war der Bann 116 leider nicht so erfolgreich wie sonst. Dies ist darauf zurückzuführen, daß den Gießener Schwimmern durch die SchUe» ßung des Hallenbades jede TrainingsmöglichkeiL fehlt. So entging dem Gießener Schwimmer Gernot Funk eine sichere Gebietsmeisterschaft, da er auf Anordnung des Gebietsfachwartes nicht in Klasse 1 starten durfte, lieber 100 Meter Brust war Funk fast 3 Sek. schneller als der neue Meister Kund (Offenbach). Dabei erreichte Funk läpgst nicht seine besten Leistungen, da er erst kürzlich aus dem Krankenhaus entlassen wurde. Auch Beckert mußte sich diesmal nur mit 2 dritten Plätzen zufrieden- geben. Besonderes Pech hatten die Gießener im Wasserball. Während Frankfurt kampflos ins Endspiel kam, mußte Gießen zunächst gegen Offenbach antreten. Nach einem schönen- Kampf siegten die Gießener mit 8:1 Toren. Die Hauptstützen der Gießener waren Funk und Pfeiffer, die dies auch durch zählbare Erfolge (Funk 6 und Pfeiffer 2 Tore) zum Ausdruck brachten. Die Hintermannschaft mit Beckert, Wehrum und Franck arbeitete ebenfalls tadellos. Im Endspiel, das kurz danach bestritten wurde, ging Gießen zunächst durch Funk in Führung, dann machte sich bei den Gießenern jedoch das vorige Spiel bemerkbar, und so konnte Frankfurt bis $ur Halbzeit mit 4:1 die Führung übernehmen. Nach dem Wechsel konnte K i en st e i n auf 4:2 verkürzen. Da nun Funk ständig von zwei Spielern bewacht wurde und der Schiri (aus Frankfurt) mehrere Fehlentscheidungen zu Ungunsten der Gießener traf, gewann schließlich Frankfurt mit 6:2 Toren. Turner im Meisterschastskanipf. Der Sportgau Hessen-Nassau fuhrt am Öfter« Montag, 6. April, in Neu-Isenburg feine Gerätmeisterschaften für Turner und Turnerinnen durch. 65^ Männer und 120 Frauen wurden dazu angemeb Die Turnermeisterschaft im Zehnkampf, die den Oppauer Richard Reuther nicht verteidigen kann, wird wohl eine sichere Beute des jungen Gastturners Erwin Linke von der RSG. Hanau werden, dev kürzlich beim Reichswettstreit der jungen Meister« klasse den dritten Platz belegte. Sehr zu beachten werden ferner fern der vorjährige kurhessische Zwölf* kampfmeister Sä)öneich (Erbach/Wefterw.), diü Frankfurter Rosenberger (V. & H.), Zelle kenS (Eintracht), Stark (Eintracht) und Henkel (V. & H.X. sowie der Darmstädter Jsele. Außerdem werden für die Ober- und Mittelstufe je ein Achtkampf, für diö Aelteren Sieben- und Fünfkämpfe abgewickelt. Die Meisterschaft der Turnerinnen wird in einem Achtkampf vergeben. Martha Thieme (Eintracht Frankfurt) hat im Vorjahre die Konkurrenz so eindrucksvoll aus dem Felde geschlagen, daß mit einer erfolgreichen Titelverteidigung zu rechnen ist. Ihre stärksten Gegenspielerinnen werden voraussichtlich die Frankfurterinnen Junges, und Meister (Tv. 57 Sachsenhausen), die Offenbacherinnen Stock, Weith und Wiedehold, Schmieder (Gießen) und die Hanauerinnen Hübner und Giermann fein. Hoiiptschrlftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter befl Hauptschriftleiters: Ernst Blumschetn. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Giessen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche UniversitätsdruSerei R. Lange K. G. Verlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann; Anzeigenleiter: Hans Beck. Anzeigenpreisliste Nr. 6. 3S2 Freibankverkauf 2. Avril 1942 am 1095D am Stadt. Schlachthof, Gießen 1088 D 01457 wird. ja wieder Kalanders b&i von 8- OUbrWr. 1721-1770 von 9-10 Ubr Wr. 1771-1820 von 10-11 Ubr Nr. 1821-1870 von 11-12 Ubr Nr. 1871-1900 THEATER der Universitätsstadt Gießen Verkäufe | Junge trächtige Fahrkuh zu, verkauf. 01455 Bieber Nr. 9. Zuverlässige, ehrliche männliche oder weibliche Kraft für Lagerarbeiten, auch halbtags von Süßwarengroßhandlung gesucht. Bewerbungen unter 1044D an den Gießener Anzeiger erbeten. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Wilhelm Schwalb III., Großen-Buseck Familie Philipp Böcher II.,- Bersrod Familie Heinrich Müller II., Queckborn Familie Wilhelm Hofmann II., Bersrod Familie Wilhelm Seipp, Reiskirchen Familie Ludwig Brück III., Oppenrod Heinrich Balser II., Reiskirchen. Lindenstruth, Ziegelhütte, den 30. März 1942. Die Beerdigung findet am Gründonnerstag, nachm. um 2% Uhr, in Lindenstruth statt. 1089 D REFA-MANN als Leiter der Arbeitsvorbereitung und Vorkalkulation von Industrie-Unternehmen mit weitgespannt. Fabrikations- Programm (Apparate-, Maschinen-, Armaturen- u. Elektromaschinenbau) zu alsbaldigem Eintritt gesucht. Eilbewerbung unter 1074D an den Gießener Anzeiger. Stoffspezialhaus fOemard