1879 Nr. 28« Hiehener Anzeiger A«Mk- U!li> Amtsdill!! flr de» Kreis Gicht«.________________ liikihkz P9t» Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag». Me-acttonlbni-eanr \ Schulstraße B 18. Grpedition-dnrea« i I Ilb. Fortbildungsklasse . fe I- Stadtmädchenschule. Schüler. Kl- Sa. 396 Schüler. Sa. 542 Schülerinnen. Lokales. II. Ordnung. Realschule I Ordnung. Sa. 140 Schüler. Sa. 223 Schüler. 47 74 65 66 73 71 18 Schüler 16 , 27 24 „ 31 „ 25 41 41 12—14 10—12 9—10 8-9 7-8 6-7 14—16 13-14 12—13 dto. 11-12 DtO. 10-11 dto. 9—10 8-9 7-8 6—7 Kl. I. „ n. h nia. „ nib. „ IVa. » IVb. PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mart 50 Pf. Realvorschule. . . 45 Scküler ir__________________ Sa. 537 Schülerinnen. Stadtknabenschule. ia! Ciganem n iefonbil« in «eifcnien. 12 btfölbttt die la. lb. Ila. u UI. IV. 0. la. U. Ia. 0. Ha. Ü. Ha. Illa. IVa. Va. Via. 32 69 76 47 Ila. Ilb. III. IV. Va. Vb. VI. 0. Ilb. U.Ilb. Illb. IVb. Vb. VIb. 12 Schüler. 16 1' 36 „ 32 33 60 Schülerinnen. 52 78 81 72 54 44 81 21 Schülerinnen 35 „ 32 31 31 28 35 51 68 69 79 57 Im Alter von " Jahren 3«m.< Sä'-- ' b'nchitz bm. Im Alter von 12—14 Jahren H-12 „ 10-11 „ 9-10 „ 8-9 7-8 7-8 6-7 Erweiterte Mädchenschule. Im Alter von Jahren Klasse I. „ Ha- „ Hb- „ HI«- „ Illb. „ IVa- „ IVb- ;; v/. erh. Mann, welche! *1*9 bewandert ift F--^10 in der -d» "K l<«11 II *>— Das russische Attentat. Man braucht kaum besonders hervorjuheben. daß die nichtswürdigen Pläne gegen da« Leben des rusfischen Kaisers einen allgemeinen Abscheu erreg . die uihitisttschen und sociaiistischen Kreise natürlich -uSgenommen In p°U> «ischer Hinstcht »erräth das Attentat außer seinem Rasfinement lediglich ®un m Helt und Kurzsichtigkeit. Das schamlose und kompUiirte Verbrechen kann nicht im Gehirn eines einsamen Mörders gereist sein, die ganze Anlage und Aus. sührung der Missethat weist aus eine wohlorganisirte Verschwörung hin, die aus dem Wege eines blutige» Complottes schließlich ihr Ziel, den Tod des Czaren, zu erreichen gedenkt. Es heißt nun offenbar etwas zu viel scelengioße verlangt/wenn bie russische Regierung bei derartige» Beweisen revolut onärer Energie irgendwie Milde walten lasten sollte, es hieße das nichts für den Kaiser Alexander, als auf seinen Selbstschutz verzichten und den Meuchel, mord prämtiren. Niemand kann es der russischen Despotie ubelnehmen, wenn sie nicht eher etwas von ihrer absoluten Gewalt opfert, als bis die Ruhe her- gestellt und die Sicherheit für die Personen geschaffen.ist. Selbst konstitutionelle Gewalten würden bet so außerordentlichen Beweisen für ein organistrtes Staats- verbrecherlhum zu Ausnahmegesetzen und zur größten Härte bet Anwendung der bestehenden Gesetze ihre Zuflucht nehmen. So dürfte also das ganze russische Volk unter den Folgen der neuen Gewaltthat zu leiden Haven. Das Attentat ist aber, und zwar über die Grenzen des russischen Reiches hinaus, in rein menschlichem Interesse ebenso zu bedauern, als zu' verabscheuen. Wenn die Nichlswürdtgkett sich der neuesten Erfahrungen der Wiffenschast n, der Electrlcität und der Dynamitsprengungen, bemächtigt, somacht die getstig- Berirrung der Verbrecher eine» noch trüberen Eindruck. Wir leben trotz alle d-m in einem Zeitalter der Humanität, di- W.ffenschas.en sind sortgeschrt en, die Künste thätiger, die Werke der Menschenliebe zahlreicher und großartiger als ie, aber gleichzeitig ist der Kampf um das Dasein schärfer geworden, gleich- reitig tauchen religiöse und politische Kämvse in neuenbedrohlichen ^vrmen auf?gleichzeitig endlich zeigen sich Vorspiele eines entsetz! chen socialen Ver- ri'chtungskamvfes. Unserem Geschlecht war es Vorbehalten, einen Mastenmorder Thomas, wie einen gelehrten, mit dem Doctorhut geschmückten Attentäter zu zeitigen, und es ist auch an dem neuesten russischen Attentat das betrubendste Resultat daß hohe Bildung nicht vor der schlimmsten und wahnsinnigsten geistigen Verirrung schützt. Wo aber ist ein Ende des Schreckens zu sehen, wenn die W ssenschaft erst in den Dienst der Mörder und der Hollen- Maschinisten eintrttt. Weil aber die Menschheit niemals an sich selbst verzweifeln soll, so halten wir an der Loffnuna fest, daß auch in Rußland der höchste Schrecken und die grausigste Verwirrung im Kampfe zwischen Despotismus und Nlhtltsmus der Markstem fein muß für eine bessere Zeit. Es ist hierbei gleichgültig, ob Kaiser Alexander II. durch seine Hochherzigkeit sich die Herzen aller Rusten Erobert, indem er trotz der neuen Schreckensthat sich nicht von Reformen ab- halten läßt, oder ob nunmehr die Nihilisten selbst sich das Volk entfremden. Die Nihilisten selbst kann kein Kaiser bestern, aber die schwankenden Gemuther können durch den Abscheu vor wahren Excesten des verbrecherischen Tremens curirt werden. Der Meuchelmord kann wohl den Anstoß geben zu politischen Bewegungen, aber die Saat der Freiheit sproßt nicht aus diesem blutgedrängten Boden, sondern das wuchernde Gestrüpp der Knechtschaft. Drittes Blatt. Sonntag ben 7. December b-M-ß, fernen bi. und ! Meter breiten Uebcrganges von oer Sckoor nach dmP Straße dringen, der Da di- Bewohner der Schiesigärten aus d>-^.«.nsteU-n, .«"»tixl die Stad, jedoch Schwierigkeiten wegen Erwerb des Gelände« sich Gießen, 6. December. (Sitzung der Stadtverordneten am 4. December.) Anw^end: tzerr Bürgermeister Br a m m, die Stadtverordneten Herren Batst, Gail, G rü n eberg, Hoch, Homberger, Kauf, Lüdeking, May, Ad. Noll, Aug. Noll, Petrr, Pfannmuller, Schopbach, Wenzel und Wortmann. Herr Bürgermeister Bramm giebt nach Eröffnung der Sitzung über den Stand der städtischen Schulen und der Realschule folgenden Bericht ab: Realschule Leute, lagiit «M denirlbrn werten ^ütTwkrtenr^ aüten S S $o! befundene Gegenstände: - 3*„, , W1* - sww. . W»™ ■— >-» “ "‘"»Sä äw* (®*w ,s” ■*1^*-* _____ Sa. 269 Schüler. G-iammtzahi ke, Schüler in Realschule I. un» II. Ordnung unk »orfchuie «2. ortn werben unter biDign awftrtigt , Jiirdwloti 2 ff- natuteu ar« anb MMwrckm nchMMdMg iM w\ d. Hartmann, Uhrmacher, rtrnplotz 3h' N>. unb Verlaus aller jn0 unb Repara- • Zunge ftn kann bei mir ■inen. Demselbeir io^ung'm meinem 1 nächste Ostern. ndlung in Mainz. , Ringe, r u. 8. w. ig angefertigt bei iter, guseur. hschast Dtibunbm larenhandlung in verpachten. ;ptb. d. Dl. der Schüler in den kni «drgenannten Schule»! I«S, I» d-h M> »«*> Hinzurechnung der Schülerzahl in der Real chule I. und II. Ordnung und ich die Gesammtschülerzahl unserer Stadt auf 2107 belauft. -. , Infolge der Erklärung der Herren Balthasar Schmidt II. .^^Svukaen1 unb WMMMZZM nannten beiden Hauser gewonnenen M $ rtaii2 ^cr Stadt ein Erprvpriationsreckt ffitfl1tjSkeXe"8e.lBö»enftnnum®^taufcni6sut®ni^^a einer ®uke, n,p. Er- brück-, btc SBerfeßunq ein« Laterne, di- Aufführung einer Einfriedigung ak, alten .BealW . ben !lu86au her Ladwiggstrasie. die Bau-eranderung-n- m einem der!B» ÄÄ die «ebäukeversicherung und fern »efchäkigungen erlitten Haden Sein»« kes Turn»»ein« t > ',Ete„ bl-jerhall- er. SÄÄ »Sä'»-Ä L.'LrK-iLr Angöichts des im nächsten Jahre in Frankfurt ünk we ck ma7ar°ßen Werth lefle:. DieVer- ri'Ä t06 '°^.ben nach lYefiTua%’tfOe:n:nS ‘ steriuns beä Innern unb der Justiz, die Stabt mig °kle »ernu«^ ^5,b(8 3 „i, ^»'effa^lung, da« Ansinnen Gr°sih.r,°,»ichen Versammlung den Antrag der Baudeputation, diese Angelegenheit bis zur Einführung der all- gemeinen Bauordnung ruhen zu lassen. Auf ein eingegangenes Gesuch um Ueberlasfung von Basallsteinen beschließt die Ber- sammlung, diese Steine zur Versteigerung zu bringen, da auch von anderen Seiten auf dieselben reflectirt werde. Schließlich wurde zwei weiteren Gesuchen wegen Ueberlasfung von Labnkies und Veränderung des Trottoirs vor dem Rosenthal'schen Hause Genebmigung ertheilt, worauf die öffentliche Sitzung schloß. Vermischtes. — sMtßverstänvnißO Der Bankier Goldberger hatte für eine seiner Soireen seinen Gästen eine autzero>ventliche Ueberraschung zuaedacht. Er hatte sich nämlich Fauteuils machen lassen, deren jedes eine Spieldose enthielt, welche, sobald man sich auf den betreffenden Stubl setzte, zu spielen begann, und solcher Fauteuils besaß er ein paar Dutzend je eine der bekanntesten Opern enthaltend. Während des Soupers hielt der Gastfreund den Moment für gekommen und befahl der Dienerschaft, noch einige Stühle herelnzubringen, da die andern alle besetzt wärm. Nachdem der Befehl vollzogen war, rief Herr Goldberger mit lauter Stimme: „Johann, setz' Dir 'mal auf die Jüdin!" Eine neben ihm sitzende ältere Dame hatte den Auftrag des Bankiers mißverstanden und gedacht, der Diener solle sich auf sie setzen, weßhalb sie entsetzt aufsprang und sich anschickte, ven Speisesaal zu verlassen. Der Hausherr, der dies bemerkte, glaubte, die Dame sei keine Freundin der genannten Oper und wollte sich deshalb entfernen. Er faßte sie nun an der Hand und sagte: „O, bitte, wenn Sie's nicht haben wollen, dann soll es auch nicht sein, und sich zu dem Diener wendend, rief er diesem zu: „Johann, weißte was? Setz' Dir lieber auf die Martha!" ** Das baldige Erscheinen einer zweiten Auflage von „<$hi Wort au alle Hausfrauen,* liefert den besten Beweis für die günstige Aufnahme, welche das Buch bei der Damenwelt gefunden hat. Wir empfehlen dies Buch, welches durch neue Aufsätze bereichert wurde, gern und bemerken dabei, daß dasselbe von der Firma Th. Hohenleitner in Leipzig und Basel gegen Briefmarke gratis und franko nach allen Gegenden versendet wird. ZpielmerKe uni) Weihnachten. Unzertrennlich, warum? hören wir dm Leser fragen, weil man die weltberübmten Spielwerke des Herrn I. H. Koller in Bern alljährlich um diese £eit anaekündiat "ub dann aus Tauienden von Weihnachtstischen als Glanzpunkt die kostba. st en Sachen überstrahlend, findet; es ist dieses auch ganz natürlich, da Herr Heller dieselben in emer Vollkommenheit erzeugt daß Jeder, der je eines seiner Werke gehört von dem Wunsche beseelt wird, ebenfalls eines zu besitzen. Was kann der Gatt? h?r ^ra»^Q-Qm ^Cr Brniit, der freund dem Freunde Schöneres und Willkommeneres schenken. es vergegenwärtigt glücklich verlebte Stunden, ist alleweil munter lackt und scherzt durch se.ne bald heitern, erhebt Herz und Gemüth durchfe n7 ernsten Wei^ versckeucht Traurigkeit und Melancholie, ist der hefte h/r ?yinfnm,n treue ter Freund und nun gar den Leidenden, den Kranken,^dln an das Haus Ge" festelt.n! - mit einem Worte ein Heller'sches Spielwerk darf und fall in Salon, an feinem Krankenbette, überhaupt in keinem guten Hause fehlen^ xp f .Ur die Herren Wrrtbe gibt es keine einfachere und sicherere Aniiebunasfrast als solch' em Werk, um die Gäste dauernd zu fesseln; die aemackte»«aS hnt w? feiten, wie uns non mehrere« Seiten beftätiflt wirb J’nwft nut*id>t‘Ä 1‘teS fie veranlatzt, größere Werke anzuschaffen, nachdem sie die ersten mst Nuken weite? gegeben darum jenen Herren Wirthen, die noch nicht im Besitze e nesSmelwerkes N nicht warm genug anempfohlen werden kann, sich dieser so sicher erweisende» Zugkraft ohne Zögern zu bedienen, um so mehr, da bei größe?n Beträgen nickt alles auf einmal bezahlt werden muß. y ö veiragen nicht Wir bemeiken noch, daß die Wahl der einzelnen Stücke eine fein durchdachte ist bie neuesten sowie die beliebtesten altern Opern, Operetten, Tänz/ 7nd Likd?? stnden sich m den Heller scheu Werken auf das Schönste vereinigt Her? Heller bat dw Ehre, Lieferant verschiedener Höfe und Hoheiten zu fern, ist überdieß auf den Aus stellungen preisgekrönt. Kurz, wir können für unsere Le er und Leserinnen keinen a»fricht.gern Wunsch aussprechen, als sich recht bald em Heller'sches Sp elwerk kommm lassen, reichhaltige lüuftnrte Preislisten werden franco zuaesandt Wir empfehlen Jedermann auch bei einer kleinen Spieldose sich direkt an die ff°br-k zu wenden, da vielerorts Werke für Heller'sche angepriesen werden, die es nicht sind, fcdes seiner Werke und Dosen muß seinen vollen gedruckten Namen tragen roenn es atfct sein soll. Wer je nach Bern kommt, versäume nicht die Fabrik zu besichtigen, was bereitwillig gestattet wird. ü von Jt -Rcmontotr . . gold. Herren-Ankeruhren J. A. Busch Söhne. 7437) aus leiste 6981) empfehlen CASSA.SCHRÄVH.B 5067) Gasthaus zum Daus Neue Betten. Billige Preise. Beste, feuerfeste und diebsstchere Halfkanaster . . . TZoort HZoort MZoort Fyne Shag .... Varinas en Portorico Canaster I. . . . . 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