Nr. 295 Viertes Blatt. Sonntag den 18 Deccmber 18M Dn Eigner Anzeiger erschemt täglich, wit Ausnahme deS Montags. Sie Gießener AttiinMenS kälter »erden dem Anzeiger »ßcheatlich dreimal bngelrgt. Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. Bierteljährtger Avonnementsprelsi 2 Mark 20 Pfg. mtt Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Rebaction, Expedition und Druckerei: Kchutstrahe Kr.V. Fernsprecher 51. Amts- unb Zlnzeigsblatt für den "Kreis Gieren. Hratisöeikage: Gießener Jamitienökätter. Alle Annoncm-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de« folgenden Tag erscheinenden Nummer bi» vorm. 10 Uhr. Amtlichem Theil. Gießen, am 13. December 1895. Betreffend: Gesuch um Uebersetzung deS Schulchan aruch. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen en Mit Vorstände der israelitischen Religionsgemeinden des Kreises. Sie wollen binnen süus Tagen berichten, ob das „Schulchan aruch“ betitelte ReligionSduch von den ReligionS« lehrern Ihrer Gemeinden bei Ertheilung deS ReligionS- unterricht» benutzt wird. _________________v. Gaaern.__________________ Bekanntmachung, betreffend: Ausbruch der Maul- und Klauenseuche. Der AuSbruch der Maul- und Klauenseuche ist zu kanbach und Wetterfeld, Kr. Schotten, je in mehreren Gehöften feftgestellt worden und die GemarkungS-Sperre an* geordnet. Gießen, den 13. December 1895. Großherzogliches Kreisamt Gießen. __________________v. Gagern.___________________ Bekanntmachung, betreffend die Maul- und Klauenseuche. Vie Maul- und Klauenseuche in Marburg ist erloschen. Gießen, den 13. December 1895. Großherzogliches Kreisamt Gießen. __________________v. Gaqern.________________________ Bekanntmachung, betreffend den Nachtrag zu den Statuten der Mannheimer Rückversicherungs-Gesellschaft. Mit Bezug auf die Bekanntmachung vom 22. November 1889 wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die rubr. Gesellschaft laut Beschluß der Generalversammlung vom 12. October l. I vom 1. Januar k. I. an die Firma: „Continentale Versicherungs-Gesellschaft" statt der seitherigen Firma führen wird. Gießen, den 13. December 1895. Großherzogliches Kreisamt Gießen. _______v. Gaaern. Bekanntmachung, betreffend die Veranstaltung einer landwirthschaftlicheu Ber- loosung zu Butzbach während deS dortigen FrühjahrS- Faselmarktes in 1896. DaS Großh. Ministerium deS Innern und der Justiz hat durch Entschließung vom 6. December lfd. Jrs. die Ge- nehmigung zur Vornahme einer, mit dem am 18. März k. I. stattfindenden Frühjahrsfaselmarkte in Butzbach zu verbindenden Verloosung von Faseln, Rindern, Schweinen, Geflügel und landwirthschaftlichen Gerätben unter der Bedingung er- theilt, daß nicht mehr als 13,000 Loose a 1 Mk. aus- gegeben werden dürfen und (abzüglich eines Betrag- von 350 Mk. für Prämiirung) mindestens 65% deS Brutto- erlöseS aus dem Verkaufe der Loose zum Ankauf von Gewtnngegenständen zu verwenden sind. Gießen, den 13. December 1895. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern._________________ Gesunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Spazier* stock, 3 Paar Handschuhe, 3 Stückchen Band, 2 Filzhüte, 2 Kappen, 1 Sonnenschirm, 1 Taschenmesser und 1 biblische Geschichte. Gießen, den 14. December 1895. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. E. v. Bechtold, Regierungs-Assessor.___________ Zweck und Bedeutung der Handwerker- kammern. Wenn die wirthschastlichen und socialen Jntereffen der zahlreichen deutschen Handwerker in der Gesetzgebung mehr als bisher Berücksichtigung finden und der wichtige Stand der Handwerker wieder gehoben werden soll, so bedarf da» Handwerk neben einer großen, guten Organisation, die man durch die obligatorische Innung erreichen will, auch der geeigneten fachmännischen Vertretung im StaatSleben. Die Erreichung dieses Zieles ist der Zweck und die Bedeutung der Handwerkerkammern als V rtretungen der Handwerker. Wenn man nun von denjenigen Bundesstaaten, in denen Gewerbekammern für sich oder in Verbindung mit Handelskammern bereits errichtet find und von denjenigen nicht zahl- reichen Personen abfiebt, die ihr Handwerk kaufmännisch betreiben und als Kaufleute einer Handelskammer angehören, so kommen gegenwärtig nur die Innungen oder sonstige freie Veretnigungen in Betracht. Die Handwerker, die diesen Organisationen angehören, bilden indessen nur einen ver- hältnißmäßig geringen Theil ihrer Berufsgenoffen. Jnfolge- deffen entbehrt die Regierung bet den im Jntereffe deS Handwerks zu treffenden Maßnahmen deS BeirathS und der gutachtlichen Mitwirkung des weitaus größten TheileS der Handwerker und sieht sich in der Hauptsache auf die Anhörung der Innungen oder sonstigen Veretnigungen beschränkt. Wenn sich auch in diesen Organisationen ohne Zweifel v ele tüchtige und mit den einschlägigen Verhältnisien vertraute Personen finden, so stellt sich doch daS Gesammtbild, daS sich aus der Anhörung der Innungen und Gewerbeveretue ergtebt, immerhin nur als die Ausfaffung einer Minderheit dar, weil nur der kleinste Theil der Handwerker diesen Organisationen angehört. ES kann daher schon auS diesem Grunde nicht ohne Weiteres angenommen werden, daß deren Ansichten über dasjenige, was dem Handwerk noth tyut, auf die Zustimmung eines erheblichen ThetleS derjenigen Handwerker rechnen können, die sich den Innungen bisher ferngehalten haben. Je bedeutsamer aber die Fragen sind, die bei der modernen Entwickelung der Verhältnisse im Handwerk an die Gesetzgebung und die Verwaltung heramreten, um so mehr muß Werth darauf gelegt werden, daß diese Fragen einer Erörterung möglichst aller Kreise der Betheiltgten unterzogen werden. Dabet ist selbstverständlich Vorsorge zu treffen, daß den bestehenden Organen des Handwerkerstandes eine ihrer Bedeutung entsprechende Mtwtrkung gewahrt wird. Feuilleton. Der Uebrrläufer. WethnachtSerzählung von Marte Treuter. ,®ftre es nicht hübscher, liebe Alice, wenn wir den Christabend wie immer ganz unter unS verleben würden?" sagte der Major von Braud mit einem bittenden Blick auf seine junge Frau. ^Diesmal ist es unmöglich, bester Karl," war die rasche nab energische Antwort. ^Neumanns und Hochheims müsien wir etnladen, ebenfalls Konstanze Schwarzenberg und wa» den Rittmeister von Schönau betrifft, so habe ich ihn bereit» gebeten." ,AH!" machte der Major und sein männlich schönes Antlitz verfärbte sich. Schweigend rüstete er sich zu« AuS- gehen. Mit einem flüchtigen Lebewohl" verließ er daS Zimmer. -Othello!" murmelte die schöne Frau, dann lachte sie hell auf. — Major von Brand verdiente eS keineswegs, von seiner Gattin Othello genannt zu werden, denn wie eS schien, hatte tr thatsächlich Grund zur Eifersucht. ES war kein Gedeiwntß, daß die schöne Alice von Mellentin, ehe sie die Gattin deS schon im reifen ManveS- alter stehenden Majors von Brand wurde, mit dem damaligen tientenant von Schönau verlobt gewesen. Was die plötzliche Trennung herbeigesührt hatte, war nicht aufgeklärt worden. Kurzum, Alice reichte dem viel älteren Manne die Hand und die Ehe erschien auch jahrelang eine überaus glückliche zu sein, nmsomehr, al» sie mit Kindern gesegnet war. Da wollte e» da» verhängntß, daß der ehemalige Bräutigam der schönen Majorin in daS Regiment, welches ihr Gatte befehligte, versetzt wurde. In der kleinen Garnison «ar eS unvermeidlich, daß die einstmals Verlobten einander in Gesellschaften begegneten — und eS entspann sich auch bald ein augenscheinlich sehr freundschaftliches Berhältniß zwischen de« jungen Rittmeister vnd der Gattin seine» Vorgesetzten. Der Major, der, ohne eS jedoch äußerlich zur Schau zu tragen, seine Fran abgöttisch liebte, litt Unsagbare Oualen der Eifersucht. Da sich indessen nicht eine Spur, welche auf eine Antreue seiner Frau hätte führen können, entdecken ließ und Alice im Gegentheil ihm und seinen Kindern gegenüber liebevoller und zärtlicher war, als je, so mußte er eS schweigend dulden, daß der vermeintlich Bevorzugte häufig als Gast in seinem Hause erschien. Schweigend fügte er sich infolge deffeu auch betreffs der Ehristabendfeier den Wünschen seiner Gemahlin. Sie wollte den Jugendgeliebten an dem Festabend augenscheinlich nicht entbehren und ihn allein einzuladen, wäre zum Mindesten auffallend gewesen. Mit Wehmurh erinnerte sich der Major daran, wie er die früheren Jahre das schönste, daS lieblichste aller Feste a» der Seite seiner geliebten Frau verlebt hatte. Den ersten Weihnachtsabend in ihrer Ehe hatten sie auf dem Landgute seine» Schwiegervaters gefeiert. An dem zweiten lag eine allerliebste, lebendige Weihnachtspuppe unter dem strahlenden Chrtstbaum — und die Uebrigen — ? O, sie waren die schönsten seines bisherigen Lebens gewesen. Wenn seine beiden blühenden Kinder den Ehriftbaum umtanzten und sein liebreizendes Weib sich zärtlich an seine Brust schmiegte, dann hatte er gewähnt, der glücklichste Mensch auf der Welt zu sein. Der heilige Christabend war erschienen. Im Hause des Majors von Brand hatte sich eine kleine, aber auserlesene Gesellschaft versammelt. Seine Excellenz der commandirende General von Reumann war ein entfernter Vetter des Majors und wiederum die Gattin deS OberftlieutenantS von Hochheim die Tante der jungen Frau. $tbc Ehepaare waren kinderlos und hatten mit Freuden die Einladung deS Majors, in seiner Familie den heiligen Abend zu verleben, angenommen. Comteffe Konstanze von Schwarzenberg, ein nicht »ehr ganz junges, aber blendend schönes Mädchen, war die intimste Freundin Alicen». Sett einigen Jahren verwaist, verlebte sie mit ihrer Gesellschafterin, einer OffizierSwittwe, die Wintermonate in der kleinen Garuisonstadt, während sie die übrige Zeit de» Jahres auf Reifen zubrachte. Sie war fast em täglicher Gast im Brand'fchen Hause und durfte an diesem Abend selbstverständlich am wenigsten fehlen. ES war eine angeregte, lebhafte Unterhaltung, welche der Major mit seinen Gästen führte. Rur der schöne, hochgewachsene Offizier mit den feingeschnittenen geistvollen Zügen betheiligte sich nicht daran. Seine dnnklen Angen hingen gleich denen der beiden blondlockigen Knaben mit sehnsüchtigen und erwartungsvollen Blicken an der Thür de» großen Speise- saaleS, hinter welcher vor kurzer Zeit die Hausfrau verschwunden war. Endlich ertönte daS ersehnte Zeichen. Die großen Flügel- thüren thaten sich auf und eine Fluth von Kerzenlicht strömte den Etntretenden entgegen. Die Knaben stürmten jubelnd voran. Zitternd vor Aufregung und Erwartung stammelten sie ihre WethnachtS- verse. Gleich darauf saß Eurt, der Jüngste, auf einem allerliebsten Schaukelpferde und Adalbert schlüpfte mit Hilfe der Mutter in einen vollständigen Harnisch. Mit herabgelaffenem Bister und erhobener Lanze machte er den ersten Angriff auf die beiden Burschen seines Vater», die soeben in Begleitung der drei schmucken Dienstmädchen den Feftsaal betraten. ES war ein allgemeines Staunen und Bewundern. Alle waren sie überreich bedacht worden, selbst den Gästen hatte man eine Ueberraschung bereitet. Jede- der Ehepaare, sowie Fräulein von Schwarzenberg und ihre Gesellschafterin erhielten die schön auSgeführteu Photographien der beide« Knaben in kostbaren, von der jungen Mutter selbst gest ckre« Plüschrahmen. Nur der Rittmeister von Schönau schien leer au-gehe« zu sollen. Auffallend bleich lehnte er abseit- am Flügel, doch seine düster flackernden Augen verfolgten jede Bewegung der schönen, glückstrahlenden Gastgeberin. Plötzlich trat dieselbe an ihn heran. Mit ernster, fast feierlicher Miene und seltsam zitternder, aber für alle im Saale Anwesenden verständlicher Stimme sagte sie: „Herr von Schönau, würden Sie mir eine strategische Frage deantworteu?" Neugierig traten die Gäste herzu. Mißtrauisch beobachtete der Major die beiden schönen Menschenkt«der, in deren Zügen sich eine auffallende Erregung widerspiegelte. Der Rtttmetster neigte, augenscheinlich betroffen über die sonderbare Frage, bejahend das Haupt. Mit erhobener Stimme fuhr die junge Fra« fort: „Was gebührt dem Ueberläufer?" Herr von Schönau zuckte zusammen. „Der Tod!" antwortete er düster. ^Wohlan, Herr Rittmeister — Sie habe« sich selbst Ihr Diese Gesichtspunkte haben dazu geführt, einen Gesetzeotwur über die Errichtung obligatorischer Handwerkerkammecu aufzustellen, um mit Hilfe dieser Organisation zunächst eine umfassende Vertretung deS Handwerks zu schaffen und au diese Weise die Mitwirkung deS gesammten Handwerk- be den wichtigen Fragen, die zu seiner Förderung noch der Lösung harren, zu sichern. Die Rücksicht auf diesen nächsten Zweck läßt eS einstweilen nicht rathsam erscheinen, bet der Festsetzung der den Handwerkerkammern zu Übertragenden Aufgaben über den Rahmen einer berathenden und begut- achtenden Thätigkeit htnauSzugehen. Insbesondere muß schon Im Hinblick auf die tu den Kreisen deS organifirteu Handwerk- hervorgetreteneu Wünsche auf Einführung von corporativen Organisationen mit weitgehenden ZwangSbefug- ntssen und auf die zur Prüfung dieser Bestrebungen in Angriff genommenen Vorarbeiten davon Abstand genommen werden, den Handwerkerkammern Ausgaben zuzuwetsen, die je nach dem Ausfall der Entschließung über die Wege, die demnächst für eine wettergehende Organisation deS Hand« Werks etwa einzuschlagen sein werden, der letzteren vorgreifen würden. Deutscher Reich. Berlin, 13. December. Der Prinz-Regent von Bayern hat bei der am 8. d. M. im Münchener Residenz, schlöffe stattgefundenen milttärischen Festtafel eine bewegte patriotische Ansprache gehalten. Ausgehend von der Erinnerung an die für Bayerns Heer so ruhmvollen Kämpfe an der Loire, feierte der hohe Herr das Andenken der Kaiser Wilhelm I. und Friedrich, sowie der Generäle v. Hartmann und v. d. Tann und sprach die Zuversicht auS, daß seine Bayern gegebenen Falles ihre alte Tapferkeit an der Seite der verbündeten Truppen und unter dem Oberbefehle de» deutschen Kaisers wiederum bewähren würden. — In Altona sieht man für diesen Montag dem Besuche de» Kaiser» entgegen. Der Monarch gedenkt am genannten Tage Vormittag» 11 Uhr, von der Vereidigung der Marine Rekruten in Kiel kommend, in Altona einzutreffeo und sich dann zu Wagen nach dem Hafen zu begeben, um von dort au» mittelst Dampfer nach der Werft von Blohm und Voß zu fahren. Nach Besichtigung derselben wird der Kaiser beim Generalobersten Grafen Waldersee da» Frühstück etnnehmen und hierauf die Heimreise nach Berlin antreten. teeeU« ww6 Wetze«, den 14. December 1396. Vorn ReichSwililaretat. Im ReichShaushaltS-Etat für 1896/97 sind u. A. angefordert: Für den Neubau von MagozinSräumen in Darmstadt (266000 Mk.) letzte Rate 130000 Mk., für den Neubau von zwei Rauhfutterscheunen in Mainz, voller Bedarf 94400 Mk. - für den Erweiterung»- und Umbau, sowie die Ausstattung» Ergänzung der Trainkaserne in Darmstadt zur Aufnahme des Stabs eine» Train Bataillons und einer zweiten Train - Compagnie (609900 Mk.) 2. Rate (1. Baurate) 350000 Mk.- für den Neubau und die Ausstattungs-Ergänzung einer Kaserne nebst Zubehör für zwei Bataillone, sowie ein viertes Bataillon Infanterie und den Regimentsstab in W o r m S (2216800 Mk.) 4. Rate 1 Million Mk.- für den Neubau und die AuS- stattungS Ergänzung eines Garnison LazarethS in WormS Urthcil gesprochen," sagte die schöne Frau. Dann wandte sie sich an die übrigen, ob dieser Scene vollständig conster- nirten Gäste. »Meine werthen Festgenoffen," begann sie im feierlich ernsten Tone, „Sie sehen hrer einen Uebelthäter, welcher sich soeben selbst sein Urtheil verkündigt hat. ES wäre indessen grausam, wenn Angesicht- deS schönsten aller Feste, deS Festes der Liebe und Versöhnung Gottes mit der sündigen Welt dieses Urtheil an dem armen Sünder vollstreckt werden sollte. Lasten wir einstimmig Gnade für Recht ergeben — schenken wir ihm sein Leben." Mit einem paar hastigen Schritten war die junge Frau bei ihrer Freundin, die sich zitternd auf einen Seffel stützte, und führte die halb Ohnmächtige dem Rittmeister zu. Ein Ruf der Ueberraschung ertönte von den Lippen der Anwesenden. ^Alice, was thnn Sie?" stammelte Herr von Schönau bestürzt. „Ich schenke Ihnen Ihr Leben," sagte die junge Frau, unter Thränen lächelnd, indem sie seine Hand ergriff und in die ihrer Freundin legte. „Konstanze!" jubelte der Rittmeister und zog die Lomteste leidenschaftlich an seine Brust. Stumm und bewegt blickten alle Anwesenden auf da» glückliche Paar. Der Major hielt mit dem einen Arm seine weinende Gattin fest umschlungen, mit dem anderen drückte er die blonden Köpfe seiner beiden Knaben, die sich neugierig heran- drängten, innig an sich. Glückwünsche wurden laut. „Zu Tische, meine verehrten Herrschaften," rief die Majorin, welche trotz ihrer Aufregung die Pflichten der Gast- geberin nicht vergaß. Der Diener öffnete die Thür zu dem geräumigen Wohnzimmer, wo heute, da da» Speisezimmer zum Festsaal um- gestaltet worden war, gegessen werden mußte. Hrll klangen die Gläser mit dem schäumenden Champagner aneinander. Man trank die Gesundheit de» Brautpaare». (Schluß folgt.) Visitkarteu mit Trauerrand Anfertigung; In ]c-ei, welche Profeffor Langer mit einem Mediciner vornahm. Langer händigte dem Studenten einen kleinen Knochen ein und bemerkte dazu: „Herr Candidat, hier ist ein Knochen- ehen Sie sich denselben nicht an, sondern sagen Sie mir vom bloßen Fühlen, waS für eine Art Knochen e» ist, ob er der rechten oder der linken Seite des Körper» angchörte Dermifdytts, * Wiesbaden, 13. December. In wurde der Rentier Aschoff von seinem einem vorangegangenen Streit erstochen, - Weitzer, an allen Metallen haftender «et«. Man löst 40 Giamm Vleizucker und 46 G'amm Alaun in ein wenig Wasser. Andererseits löst man 76 Gramm Gummiarabikum in 2 Liter heißem Waffer und ist dieser gelöst, setzt man 500 ©ramm seiner Weizenmehl hinzu. Man setzt daS aDermal» aufS Feuer, erhitzt e€ zum Sieden und rührt, während man die Bleizucker- und Alaunlösung zusügt, gut mit einem Holze um, damit sich nicht eine krümelige Ausscheidung bildet. Dieser Leim ist kalt verwendbar, er blättert nicht ab und ist sehr geeignet, um Holz, Stein, Karton rc. mit Metallen zu verbinden. L. Zig. Technische Fortschritte. - ««tfernnng der frWtn »on Anilinfarben an» Stoffen. Um Fleck« von AnUinsar « au» Stoffen zu entfernen, benützi man 7 Gramm Natriumnitrit, 15 Gramm verdünnte Schwefelsäure, «/• Liter Master. Man bringt vorstehende» in eine Flasche und läßt e6 mindestens 24 Stunden stehen, ehe man die Lö'ung zur Benützung nimmt. Die Lösung wird mittelst eint! Schwamme« oder einer Bürste auf die Flecken gebracht und nach Entfernung die Stelle mit sehr viel Master nachgewaschen. Dal Resultat richtet sich nach der Natur deS Farbstoste-. Unter allen Umständen empfiehlt eS sich, vorher einen Versuch anzustellen. und ob er von einem Manne ober einer Frau ftamuit.* * Der Examinand wurde blutroth vor Verlegenheit und warf einen flehenden Blick auf Hyrtl, der zuerst ruttg in seinem Stuhle fitzen blteb, dann aber auffprang und dem Sandidaten zurief: „Sagen Sie mir ferner, Herr Candidat, nachdem Sie die Fragen meine» Herrn Collegen beantwortet haben, wie der Besitzer diese» Knochen hieß und in welcher Stadt und in welcher Straße er wohnte." Diese Bemerkung rettete den Candidaten, aber Profeffor Langer hielt von diesem Tage an nie wieder eine Prüfung in Hyrtl» Gegen- wart ab. • 8iie Leihbibliothek für Blinde. Au» Wien berichtet da» Wiener Extrablatt: Seit circa zwei Jahren beschäftigt fich ein Kreis von Damm und Herren auf Anregung bei Direktors be» k k. Bltnden ErziehungS-Jnstitute» in Wien, Herrn Alexander Mell, mit der Zusammenstellung einer Leihbibliothek für Blinde durch Übertragung von Druckwerken aus dem Schwarzdruck in die punctirte Blindenschrift. Bisher verfügt das Institut Über 400 starke Bände, die nach Er- öffnung der Bibliothek gegen ein kleine» Entgelt von den Blinden entlehnt werden können. * Nizza, 13. December. Hier erschoß sich wegen großer Spielverluste ein Berliner, Namen» Hugo Krause. Der» selbe war zuletzt Hotelbesitzer in Genf. (283000 Mk.) 2. Rate (1. Baurate) 148500 Mk.- für die Erweiterung des Gauthore» in Mainz 100000 Mk. •• Der @etteilemarlt (Berichtswoche vom 6. bi» 13. December.) Auf den amerikanischen Getreidemärkten ist seit zehn Tagen nun schon zweimal eine Ueberraschung ein« getreten, an deren Wahrheit aber in Europa noch nicht recht geglaubt wird. Zweimal verhältnißmäßig kurz hiotereinander wurde nämlich auS New Dort und Chicago gemeldet, daß die Weizenvorräthe abgenommen hätten. ES fehlt noch der rechte Aufklärungsgrund für diese Abnahme der Borräthe in Amerika, deshalb stiegen die Weizenpreise auch nur unbedeutend und die Kauflust zu den erhöhten Preisen erlahmte bald. Die Roggenpreise stiegen auS dem Grunde auch eine AlSfeld, 13. December. Die kürzlich stattgehabte Volks- zählung ergab hier die Anwesenheit von 4288 Personen, und zwar 2060 männlichen und 2228 weiblichen. ES bestehen in-gesammt 1014 Haushaltungen (davon gewöhnliche mit zwei oder mehreren Personen 866, mit einzelnen Per- sonen 146, Anstalten 2). Wohnhäuser find vorhanden 574, hiervon bewohnt 567, unbewohnt 7. AIS abwesend wurden ermittelt 25 Personen, 8 männliche und 17 weibliche. A AuS dem Kreise Alsfeld, 13. December. Im Vergleich zur sogenannten guten alten Zeit .schlachtet der Landmann für seine Haushaltung viel bester, d. h. viel mehr. In der gegenwärtigen Zeit aber ist dieses gute Schlachten auf dem Lande ganz besonders an der Tagesordnung, weil die Preise für die fetten Schweine auf einer sehr niedrigen Stufe stehen- zahlt man doch gegenwärtig erst 33 Pfennig für daS Pfund Lebendgewicht. Bei solchen Preisen kommt das Pfund Schweinefleisch auf durchschnittlich 40 bi» 42 Pfennig jju stehen. Erwägt man daneben den Vorrath an guten Würsten, der bet dem Schlachten für die Hau-Haltung stets bereitet wird und den billigen Preis dieser Wurst, so kann man e» auch erklärlich finden, daß durch gute» Schlachten für den Haushalt gewonnen und — gespart wird. Da- sagt auch schon daS Wort im VolkSmund: „Gut geschlachtet spürt man daS ganze Jahr." Das gute Ergebniß der Kartoffel- ernte und der billige Preis be» Getreides unterstützten die Schweinemast ganz besonder», sodaß die zur Schlachtung ver- wendeten Schweine durchschnittlich ein sehr respektables Gewicht aufweisen. Zwei Gentner Gewicht für ein Frühjahrsschwein ist das gewöhnliche Gewicht. Bemerkenswerth ist bei den jetzigen Schlachtungen, bah bie früher mit denselben ver- bunbenen „Wurstsuppen-, an denen Verwandte und Bekannte Theil nahmen, mit der Zeit ganz ihr früheres Wesen verloren haben. Wohl mag eS noch einzelne Orte geben, in denen die „Wurstsuppen" noch nach früherer Weise ihren Verlauf nehmen, aber meist ist daS nicht mehr der Fall und setzen wir hinzu: nicht zum Schaden deS Hausherrn und der Hausfrau. nn. Darmstadt, 12. December. Bekanntlich wurde in einer der jüngsten Stadtorrordnetensitzungen der einstimmige Beschluß gefaßt, eine Electrische Straßenbahn mit Oberleitung in ähnlicher Weile wie in Offenbach a. M. innerhalb der Stadt zu bauen. Wie man nun erfährt, soll sich Se. Kgl. Hoheit der Großherzog vor seiner Abreise nach Rußland als ein entschiedener Gegner einer solchen Bahn maßgebenden Herren gegenüber ausgesprochen haben. Seine Kgl. Hoheit soll sogar seine Genehmigung zum Bau einer olchen Bahn, so lange seine Regierung dauere, verweigert haben. Damit scheint die ganze Frage wieder ins Stocken gerathen zu sein. Hoffentlich gelingt eS aber den Vertretern unserer Stadt, in dieser wichtigen VerkehrSsrage die Hinder- niffe hinwegzuräumen, welche Se Kgl. Hoheit veranlaßt ; laben, ein solch scharfe- Beto gegen ein dringend noth- I wendiges Verkehrsmittel einzulegen. Reuing, fand die behördliche Bestätigung nicht, da die Wahl zu fehr angefeuchtet war. Bei der heute angesetzten Wahl siegte derselbe mit 74 Stimmen gegen den Gegencandibat, Herrn Theodor Aßmuß, welcher 50 Stimmen erhielt. § Bermuthshain, 11. December. Heute fand in dem nahen Wüftwillenroth Bürgermeisterwahl statt. Der seitherige Bürgermeister Winter hatte infolge hohen Alter» auf eine Wiederwahl verzichtet. Herr Christian Herchenröder, der Stiefsohn des Herrn Winter, wurde einstimmig zum Bürgermeister gewählt. Nach der Wahl fand ein Festmahl für den OttSvorstand, für die anderen OrtSbürger ein Bier- abend statt. Kleinigkeit. In Berlin und Leipzig wurde gekauft: Weizen per 20^Centner für 138 bis 151 Mk., Roggen für 116 bis Mk. und Hafer für Sür Canlftamn von rstchttgkettr ES besteht vielfach bie irribümliche Meinung, baß e» ganz gleichgültig ist, mit welchem Fett die Schuhe geschmiert werden, und ist namenilich Vaseline dasjenige Fett, da» sich in ben letzten Jahren stark eingebürgert hat. Man bedenkt jedoch nicht, baß Vaseline gerade da» Geaeniheil von dem bewirkt, was man bezwecken w'll, b. h. statt baß Vaieline dem Leder Nahrung bringt und erhaltend auf dasselbe einrohh, zerfrißt eS solches und macht es nach und nach bart und brüchig. Vaselineoel (aus dem Vaseline febricirt robb) ist b-kanntlich ein Erdoel und kann als solche» naturgemäß keine Nährkraft fürl fieber besitzen. Zum Schmieren der Schuhe und Stiesel eignet sich unbedingt da» bekannte Krebs-Fett am best n, denn daSielbe bat den Vor- tbeil, daß es einen großen Theil thierische und sonstige Stoffe enthält, die dem fieber Nahrung zusühren unb zur Erhaltung der Schuh, — LebenSverffcherong» - »efellfchoft i* Leipzig, auf Gegenseitigkeit gegründet 1830 (alte Leipziger). ESfind vom I. Januar bis Enbe November 1895 5774 Versicherungen über 43748550 Mk. beantragt worden, 2 754 150 Mk. mehr als im gleichen Zeiträume de» Vorjahre». Al» gestorben wurden in derselben Zeit angemeldet 772 Mitglieder, die mit 4 524 760 Mk. versichert waren. Der Ver« stcherungsbestand stellte sich Ende November 1895 auf 64 200 Person« mit 454 Millionen Mark Versicherungssumme, da» Vermög« aus 132 Millionen Mark. Für fällig gewordene VerstcherungS- summen sind di» jetzt auSgezahlt 90 Millionen Mark, al» Dividend« an die Versichert« gewährt 45 Millionen Mark; Dioidendm- reserven in Höhe von 22 Millionen Mark liegen zur weiteren Dertheilung an bie Versicherten bereit. Bei ber alten Leipziger Gesell schast, die eine reine Gegenseitigkeitsanstalt ist, fließen alle Ueberschüffe den Versicherten wieder zu. Die Dividmde ber letzter« beträgt für die länger al» fünf Jahre bestehenden Versicherung« im lausenden Jahre 42pCi. der ordentlich« JahreSprämie und bei abgekürzt« Versicherungen außerdem l'/,vEt. ber Summe der gezahlt« Zusatz- p'ämi«, roa» mit Rücklicht auf anderweite SuSlasiungm überdies« Punkt hier ausdrücklich heroorgehoben werden mag. Würde eine Dividmde auf die Zusahprämie nicht gezahlt, so wäre der Dioi« dmd-nsatz auf die ordentliche JahreSprämie noch wesentlich höher all 42 pCt. ftöllljlt t (ln still,tz «öbibattt ' »achdt, ‘et h°b,v " 6hl! Ä"" 1U beschäm e8Ur>8 tu 1 «■ Wta, ?"S einer tutfroetfeÄ !ft- Bish» "°ch Sr. 1 von bfn 8'" Mtt 'sr- Dn, "bw an u tntftnini, DttbülUll, 'M Kl rine je man bk Zielst dmi . und naj Wen. Dai Unter aUtn iellm. >U »lau ’flliWe Ile, 32 ©ramm !0 cor bra b banaof Jlioutt lang M Selben-. M, wenn trat bäten, «4 Mn dn wenlj rabtcmn le iOO Gramm aufs Feim, Hwfa1 nnb b nicht eint imwnbbm, Horton ic. «Ä ltz etz ßani werben, mb itzienJahrm 8 Geaenlhetl baß Saldi« bt dnohh, mb brüchiz. brkannlllch rtraft fM i unbedingt 1 ben Cor-- 6« tpilger ®‘'L le Hebet W xrt'Ü fW®£ iltm 3* » Birbit" Süd-Weine und Spirituosen Eigener Import von FRIEDRICH LEO, Giessen *>» »othwei.Ar^o. pr.H. X -.»5 Ali«-U Itt 2.M Muscateller 1 10417 Buttron. M L- Krebs Jett! Batavia-Atm, p. LdterÄ. X 3.50 Jamaica-Rnie „ Vt [8593 Ecke der Sohahtraase. ----------- 'S lU4ZÖ Wilh. Herbert, Marktplatz 2 Kanarienvögel, gute Harzer, zu haben 10429 Sonnenstraste 18. Znrückgesetzt I Eine Parthie gestrickte Damen- und Kinderröcke, Handschuhe, Corsetten, schwarze Damen- und 9739 Kinderstrümpfe. F. Telpel, Markt 16. Bekanntmachung. In unser Genossenschaftsregister -ist unter Ordn.«Nr. 26, Seite 139 „landwirthschaftlicher Consumverein zu Alten-Buseck, eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haft pflicht" Folgendes eingetragen worden: An Stelle des ausscheidenden Kaspar Rabenau H. in Nlten-Buseck wurde Philipp Müller IV. von da zum Bor- standsmitgliede und zwar zum Stellvertreter des Directors gewählt. Gießen, den 13. December 1895. Grobherzogliches Amtsgericht Gießen. ________Neuenhagen. 10418 Dienstag dm 17. Dtlbr. I. I., NnchmittagS 2 Ubr, im (Marktplatz 20) zu Gießen werden durch den Unterzrichneren öffent- itch gegen Baarzahlung versteigert: 2 Schweine, eine Partie Nuthol», 1 Handwagen, 1 Ladeneinrichtung, 4 Nühmoschmc, 1 SecreiSr, 6 Top a«, div-rie Bettstellen, 1 Silberschrank, 2 Sommoden und sonstige MSbel. 1 Regulaior, 1 Taschenuhr Rewon- toir), 1 Musikwerk, 1 Posten Ci narren, 1 Anzadl Bilder, GlaS, Porcellan, Spiegel u. f w Versteigerung rhetlwetse bestimmt. 10411 Eogel, Gerichtsvollzieher. Sämmtliche an diesseitige Gemeinden zu stellende« Forderungen sind schleunigst hierher einzureichen, andernfalls für rechtzeitige Zahlung nicht gesorgt werden kann. 10416 Groß Rechtenbach, 13. Dec. 1895. Das Bürgermeister-Amt. Wgyy Zum Besuche der eihnachts-AlisstrUung G ladet ergebenft em die 10(m I.HUcker'fche Buchhandlung &fe Löwen gaffe. 9870 Rem.-Uhren v. 1. 5. touisLehrfeld, Uhrenfabrik forzheim g? Bad. Schwarzwald. 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Nach Vereinbarung mit meinem Nachfolger habe ich bis zur Uebernahme des Geschäftes mein Lager zu räumen. Es bietet sich daher für jeden Interessenten günstige Gelegenheit, seinen Bedarf vorteilhaft zu decken. Ich offerire von heute ab: Goldene Remoutoir-Uhreu von Mk. 26.— an. Silberne Remoutoir-Uhreu von Mk. 15.— an. Negulatenre mit Schlagwerk von Mk. 11.— an. Prima Nickelwecker zu Mk. 3.60. Uebergehäuse (Cspseln) zu 15, 20, 25 und 30 Pfg. Uhrgläser (Patent-, Flach, oder Savonette) zu 25 Pfg. Christbaam-Ständer practisohste aller bis jetzt erschienenen Arten, sowie drehbare, Weihnaohtslieder Chris! bäum-Verzierung in grösster Auswahl. - »TB/ IN* »erlag b* »rifcl'fdnm mb 6tr4T>re4arn Pietsch s Schryda) m Pwh.n. der Beake & Marelly, Antwerpe Otto Hirsch in Fa. George Hirsch, Mainz, Hintere Bleiche 5. Arrac de Batavia, Rum de Jamaica, Verschiedene Sorte» Punsch-Essenzen, ChristtMttllNg für brave, bebürstige Kivber. Unterzeichneter hat auch in diesem Jahre wieder eine Christbescheerung (47.) für bedürftige Kinder veranstaltet, und mit großer Freude bekennt er hiermit öffentlich, daß es in seinem lieben Gießen noch recht viele edle Menschen gibt, die ein warmes, fühlendes Herz für die Nothle-denden im Busen tragen, die gerne bereit find, ihre milde Hand aufzuthun, wenn e» gilt, Dürftige zu unterstützen. Die Gaben find nämlich in so reichem Maße gespendet worden, daß ich in die angenehme Lage versetzt wurde, 249 Kindern eine recht schöne Weihnachtsfreude bereiten zu können, und ich spreche hiermit allen edlen Geberinnen und Gebern für die überaus reichlichen Zuwendungen meinen herzlichsten Dank aus. Es wäre mir jedoch nicht möglich gewesen, eine so große Anzahl von Ämbern zu be> denken, wenn ich nicht die Zinsen aus meiner Stiftung und aus der der verstorbenen Elisabeths Schmidt, zusammen 132 Mk. betragend, dazu hätte verwenden können. Daher spreche ich den edlen Bürgern, die meine Stiftung bewirkt haben und der hochoerehrlichen Sladtoerordneten.yer. sammlung, bie^bie Güte hatte, mir die Schmidt'sche Stiftung zur Anschaffung von Schuhen zu überweisen, wiederholt meinen wärmsten Dank aus. Ganz besonders danke ich der hiesigen, hochoerehrlicheu Bürgermeisterei für die Zuweisung der 30 Mk., die Herr Dr. Winther in Worms ihr zur Bekleidung armer Kinder zur Verfügung gestellt hat. Zur ve- scheerung, mit der auch zugleich eine Christfeier verbunden ist und die m der Turnhalle der Stadtmädchenschule (Westanlage) am kommenden Sonntag den 15. December, Nachmittag» präci» 4 Uhr, ftattftnden wird, labe ich hiermit freundlichst em. Die Gaben für die Kinder können jedoch fchan von Vormittag» 10 Uhr an in Augenschein genommen werden, nnd ich bin mit Vergnügen bereit, über deren Vertheiluug nähere Auskunft i* geben. dießen, den 12. December 1895. Hochachtungsvoll Willi. Böffer Brehms Thierleben ftr 86 JL statt für 150 »* z« verkaufen. Aeneste ®i float, 10 Halbfrzbde., Ganz »ex. Reflcctanten wollen ihre Adresse i* der Exped- d. Bl. g»fl. abgeben. 10«8 Biberbctttücher und Bettkolter großer Posten in alle« Karbe« auffergewöh.ilich billigen Preise«. Kresndl. tttl Hl ößerung des Betriebs ist eine 8 pferdige, liegende Dampfmaschine eU zugehörigem Röhreudampf- kefsel sofort preiSwerth zu »erkaufen. Die Anlage kann bis Ende December im Betrieb befichtigt werden. Nähere Auskunft durch Pferde M Schlachten während zu den höchsten Preisen 10315 Phil. Molter, Friedberg (Hessen). Dortwein-Punsch-Essenz Specialttät: von Carl Schroeter Löhne in Hanan a. M. schmeckt und bekommt am besten. Alleinverkauf für Gießen u. Umgegend bei F. Lchott, Bahnhofftr. 2L, Seuling, Wehfleinstroße Mr. 45. Christbaum schmuck in großartiger Auswahl empfiehlt Rh, Herrmann. 104(3 SelterSwea :<3 Gebr. 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