Nr. 167. Drittes Blatt. Sonntag den 21. Juli 1889. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. i p W ■ . Ä Hureau: Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerloh«« Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 W Amtlicher Hheik. Gießen, am 17. Juli 1889. Betreffend: Die Unfall- und Krankenversicherung der in land- und sorstwirthschaftlichm Betrieben beschäftigten Personen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien des »teilt». In einzelnen Steuercommissariatsbezirken ist die Wahrnehmung gemacht worden, daß die von größeren Grundbesitzern in Gemäßheit des Formulars A zu der Verordnung vom 11. Juli 1888 (Regierungsblatt Seite 83 ff. insbesondere § 5) eingereichten schriftlichen Anträge in einzelnen Fällen nicht genügen, um die hiernach drillen Betriebsunternehmern in den Umlagekatastern Her Abtheilung (Formular B zu der vorerwähnten Verordnung Spalte o) anzusetzenden Steuerkapitalien bestimmen zu können- r r, c ~ t t , Es ist lies regelmäßig dann der Fall, wenn größere Gütercompbxe, welche in Lossen verpachtet find, nur je eine Grundbuchskennziffer Haven, aber verschiedener Bonirät sind und dieses letztere Verhältniß lediglich durch Bruchtheile angegeben ist. . , In Fällen dieser Alt fehlt dem Steuercommiffariat jeder Anhaltspunkt dajür, welcher Bonitätsklaffe die verschiedenen Loose angehocen und wie die Steuerkapilalsansätze für diese Loose zu bilden sind. . „ Es erscheint daher rothwendig, daß in solchen Fällen die schriftlichen Anträge der betreffenden Grundbesitzer auch Angaben über vre Pachtertragmffe der einzelnen Loose enthalten, um nach dem Verhältniß der ersteren unter sich die der Bonität entsprechenden Steuerkapitalien ermitteln zu können. _ Wir beauftragen Sie, insoweit in Ihren Bürgermeistereien derartige Verhältnisse i - kommen, die betreffenden Grundbesitzer beziehungsweise Verwaltungen durch öffentliche Bekm nlmachung auf das angegebene Ersorderniß mit dem Ansüg hinzuweisen, daß sie den deßfall:gen Anforderungen aus freien Stücken oder auf Ersuchen der Steuern mmissariate zu entsprechen haben. _ , Dieser Anforderung wird am Einfachsten dadurch genügt, daß in den schriftlichen Anträgen, außer den in Lpalte 4 anzugebenden Fcachengehalten der eir zelnen Loose, in Spalte 8 unter Bemerkungen unmittelbar hinter Spalte 7 eine Geldspalte mit und H gezogen wird, in welcher die Pachterträge der Loose beigesügt werden. I V.: Jost, Regierungsrath. Politische Ueberficht Gießen, 20. Juli. König Albert von Sachsen traf am Donnerstag Nachmittag in Cassel zum Besuche der dortigen Sport- und Jagdausstellung ein, auf dem Bahnhofe von deU Spitzen der Behörden empfangen. Der hohe Gast wurde auf der Fahrt vom Bahnhofe nach seinem-Absteigequartiere im Hölcl „König von Preußen" von dem zahlreichen Publikum lebhaft begrüßt. Von Cassel aus gedenkt der sächsische Monarch zu den Bühnen- fefl(plchn nach Bayreuth zu reiitn und unterwegs dem herzoglichen Hofe in Meiningen einen Besuch abzustotten. lieber das Befinden des Erbgroßherzogs von Baden besagt ein amtliches Bulletin vom 18. d. Di.: der Erdgroßherzog halte in der vergangenen Nacht durch Husten unterbrochenen Schlaf. Die Temperatur war heute früh vermindert, während sie gestern Nachmittag gestiegen war. Der Katarrh hat sich etwas verbreitet, die Lungen sind aber unbeteiligt. Das Allgemeinbefinden ist befriedigend. Die alljährliche Eonserenz der preußischen Bischöse wird Heuer am 20. August zusammentreten und zwar, rote üblich, wiederum in Fulda. Wie es heißt, beabsichtigen die Beschöfe u. A. einen gemeinsamen Protest gegen die Giordano-Bruno-Feier in Rom zu veröffentlichen. Die vom Kaiser befohlene Untersuchung der Betriebs« und Arbeiterver- hältnifie der Steinkohlengruben hat nunmehr auch in Oberfchlesien ihren Anfang genommen, indem am Montag, dem 15. d. M., die erwähnten Verhältnisse auf der fiskalischen Königsgrube unter Vorsitz des Oderbergraths Althaus einer Untersuchung unterzogen worden sind. Der Untersuchung ist in Schlesien im Großen und Ganzen dieselbe Anweisung zu Grunde gelegt, welche der „Staats-Anzeiger", als für Westfalen geltend, vor einiger Zeit veröffentlicht hat. Abweichungen hiervon zeigen sich nur in einigen mehr untergeordneten Punkten. Hoffentlich gelingt es den jetzt in Rheinland- Westfalen, im Saarreoier und nun auch in Oberfchlesien in Thätigkeit getretenen Unter- suchungscommissionen, durch gründliche Prüfung der seitens der Bergleute immer wieder erhobenen Beschwerden und endliche Beseitigung wirklich noch vorhandener liebel; stände eine ehrliche Verständigung zwischen den Grubenverwaltungen und ihren Arbeitern anzubahnen. In Nürnberg starb der auch von seinen politischen Gegnern hochgeachtete freisinnige Landtagsab'geordnete Frankenburger, welcher Nürnberg 1874 bis 1877 auch im Reichstage vertrat. Nachdem der am 26. Juni als Vertreter des 14. reichsländischen Wahlkreises — Stadt und Landkreis Metz — zum Reichstagsabgeordneten gewählte Weinhändler Lanique zu Metz die Annahme der Wahl abgelchnt hat, ist neuerdings Wahltermin auf 24. d. M. anberaumt worden, wie dies die Wahlordnung vom 31. Mai 1869 in Art 34 ausdrücklich vorschreibt. Welche Einflüsse Herrn Lanique bestimmt haben mochten, die Wahl abzulehnen, darüber lassen sich nur Vermuthungen anstellen. Candidaturen sind seitdem nicht aufgestellt worden; daß Herr Lanique sich nicht wieder noch einmal um die Stimmen seiner Mitbürger bewerben wird, scheint nicht wahrscheinlich. Die Bestimmungen für den Gegenbesuch des Kaisers von Oesterreich am Berliner Hofe sind nunmehr endgültig getroffen. Kaiser Franz Josef verläßt am Abend des 10. August mit großem Gefolge Wien und trifft am nächsten Vormittag in Dresden ein, woselbst er dem König Albert einen Besuch abstattet. Um 12 Uhr Mittags seht der Kaiser die Reise nach Berlin fort und erfolgt hier die Ankunft um 4 Uhr Nachmittags. Der Aufenthalt in Berlin ist auf vier Tage berechnet und wird der österreichische Herrscher am 15. August über Passau nach Ischl zurückreisen. In Paris bildet gegenwärtig die gegen General Boulanger und seine „Getreuesten", Rochefort, Dillon u. s. w. seitens des Generalprocurqtors der Republik erhobene Anklage den Mittelpunkt des politischen Tagesinteresses. Bezeichnend für die Lage ist es nun, daß die Anklageschrift gegen Boulanger selbst von den republikanischen Pariser Blättern als zum Theil sehr schwach begründet bezeichnet wird, namentlich was die Anklagen wegen Attentats und Complottes gegen die staatliche Sicherheit anbelangt. Selbst das dem Ministerium Tirard entschieden freundlich gesinnte „Journal des Dsbats" meint, die Staatsanwaltschaft werde vor dem Obersten Gerichtshöfe alle die Thatsachen, welche sie angeführt, zu beweisen haben. Werde der Beweis geführt, so würde es nicht gestattet sein, eine so schwere Anklage leicht zu nehmen, ohne die Einleitung des Pro- cesses zu bedauern. Dagegen werden die Anklagen wegen Veruntreuungen und Unterschlagungen ziemlich -einft besprochen und scheint es überhaupt, als ob die Anklage auf dieser Grundlage ihr schwerstes Geschütz gegen Boulanger auffahren will. Die An- bänger Boulanger's thun natürlich sehr zuversichtlich und wird aus London gemeldet, daß das in der englischen Hauptstadt am Mittwoch versammelt gewesene Boulangisten- ComitS beschlossen hat, daß der „Meister" die Anklage-Acte mit einem neuen Manifeste beantworten sollte. Wer wird in diesem eigenartigen Wettlaufe um die Gunst der öffentlichen Meinung Frankreichs wohl Sieger bleiben, Boulanger oder seine Gegner s Spätestens die französischen Kammerneuwahlen werden hierauf die sichere Antwort geben! Vermischte-. Stuttgart, 16. Juli. Wohl selten kommt es vor, daß Jemand den Tod eines Verwandten anzeigt und daß gleichzeitig in derselben Zeitung sein eigener Trauerbrief erscheint. So geschah es im „Schwäb. Merkur" vom Sonntag mit Oberst von Milz, dem früheren Platzcommandanten von Stuttgart, der den Tod seiner in Ludwigsburg verstorbenen greisen Mutter vom Freitag Nachmittag meldet und in der Nacht selbst vom Tod unerwartet weggcrafft wurde. — Aus Bromberg wird der „Berl. Ztg" über einen verunglückten Aufstieg der Berliner militärischen Luftschiffer-Abtheilung geschrieben: „Am 12. Juli, Vormittags 9 Uhr, stiegen in Schöneberg bei Berlin der Offizier Gurlitt und zwei Soldaten in einem Ballon auf. Als sie sich zwischen 12 und 1 Uhr bei Samot- schin niederlassen wollt-n, blieb der Anker im Telegraphendraht hängen, riß einige Stangen um und brach ab. 'Nun kappten die Soldaten einige der Taue, mit denen die Gondel an dem Ballon befestigt war. Ehe aber sämmtliche Taue abgeschnitten waren, ergriff ein Windstoß den Ballon und trieb ihn weiter. Dabei wurde zunächst der eine der Soldaten herausgeschleudert und blieb bewußtlos über eine halbe Stunde am Netzedamm liegen. Ebenso fiel auch der zweite Soldat aus der Gondel und stürzte in einen Wossertümpel, wo er außer dem unfreiwilligen Bade keinen Schaden nahm. Offizier Gurlitt, welcher sich durch einen Sprung zur Erde retten wollte, verwickelte sich dabei in das Ventiltau, in welchem er mit einem Fuße hängen blieb. Nun wurde der Offizier von dem mit rasender Schnelligkeit weitertreibenden Ballon noch zwei Kilometer fort- getragen bezw. geschleift, und zwar bis zu der Ortschaft Heliodorowo, wo der Ballon zwischen zwei Bäumen hängen blieb. Hier befreiten dortige Einwohner den besinnungslosen Offizier aus feiner schrecklichen Lage und brachten ihn nach dem Dominium Samotschin. Der gänzlich unbrauchbar gewordene Ballon ist bereits wieder nach Berlin zurückgesandt worden. — Ein montenegrinischer Wojwode fand, daß ein „fränkischer" Regenschirm durchaus „nicht ohne" sei, schaffte sich also einen solchen an und wartete mit Ungeduld auf die Gelegenheit, mit ihm zu parabiren. Richtig hatte St. Petrus ein Einsehen und öffnete sämmtliche Schleusen seines himmlischen Amtsbereiches; selbstverständlich eilte besagter Wojwode sofort mit aufgespanntem Regendache auf den großen Platz vor dem fürstlichen Schlosse, wo er vergnüglich schmunzelnd auf- und abschlenderte. Plötzlich stand jedoch der Fürst vor ihm, ritz ihm den schirm mit den Worten aus der Hand: „Seit wann trägt der Montenegriner einen Regenschirm, Du Memme?" ließ ihm das verpönte Culturinstrument zweimal auf den Kopf nieder- I sausen und zugleich zerbrach er cS dann in Stücke; seither wurden in Montenegro zwar ziemlich viele Schirme gekauft, aber getragen werden sie nur, wenn es der Fürst nickt sieht. Sobald es heißt, „der Fürst kommt", eilen die Herren Wojwoden wie die ertappten Schulknaben, um ihre Schirme verschwinden zu lassen. Ist eine strammere Selbstherrschaft überhaupt denkbar ? — Eine hübsche Beleuchtung der Rechtspflege in Amerika liefert folgender Vorfall, der sich unweit Milford, Jnd., zugetragen hat. Ein dort neu ernannter , Friedensrichter redete nack Schließung der Verhandlung die Geschworenen (Jury) i folgendermaßen an: „Gentlemen of the Jury! Es ist mir ein völlig neues Geschäft, 1 den Geschworenen Rathschläge zu geben, denn dies ist mein erster Fall. Sie müssen ' übrigens ebenso gut misten, was Sie zu thun haben, als ich es Ihnen sagen kann. 1 Sie hörten die Zeugen, den Staatsanwalt, den Vertheidiger. Wohl, wenn Sie dem Staatsanwalt glauben, dann müssen Sie den Angeklagten verdonnern; glauben Sie aber dem Vertheidiger, dann kann es gar nicht fehlen, daß Sie ihn freisprechen. Machen Sie es indeß so wie ich, Gentlemen, und glauben weder dem Einen noch dem Andern, weil beide offenbar lügen, dann — will ich verdammt fein, wenn ich weiß, was Sie dann thun werden. Gentlemen, nun können Sie sich zurückztehen!" Eine halbe Stunde später wurde die Jury aufgelöst, weil sie in Uneinigkeit geraden war, und es mußte eine neue Verhandlung angesetzt und eine neue Jury gewählt werden. Literarisches. 9ir. 17, iv. Band, der Naturwissenschaftlichen Wochenschrift, Redacteur Dr. H. Potontö, Verlag von Ferd. Dümmler's Verlagsbuchhandlung in Berlin, hat folgenden Inhalt: H. Schaaffhausen: Ueber die Entwickelung der menschlichen Cultur und die Urgeschichte des Rheinlandes. — I. Lützen: Milchconseroirungs - Methoden. — Branohipus Grubei und Limnetis brachyurus. — Augenblicksphotographien von Fischen. — Ein einfacher, interessanter Diffusionsorrsuch. — Literatur: H. I. Kolbe, Einführung in die Kenntniß der Insekten. — R. Thommen: Unsere Kalender. — Liste. — Briefkasten. Börfeuwocheuberieht von E. Wasser schieben, Bankgeschäft. Die Sachlage an der Börse hat sich in Nichts gegen die Vorwoche geändert. Die Geschäftsstille, unter deren Druck die Course meist stagntren, ober etwas abbröckeln, lastet schwer auf allen Gebieten und läßt eine größere Bewegung nicht aufkommen. Aus eigener Kraft scheint es der Börse gegenwärtig unmöglich, eine Bewegung hervsrzurufen. Es ist zwar eine Steigung zu Realisationen vorhanden, doch äußert sich dieselbe nur bet anziehenden Eoursen, sobald dieselben nachgeoen was gegenwärtig schon bet recht geringfügigem Angebot der Fall ist, verhält sich Specula- tton und Publikum sehr zurückhaltend. Es fehlt aber auch jeder äußere Einfluß welcher den Anstoß zu einer Coursbewegung geben könnte. Die Krtegsartikel oer ofsictösen Zeitungen haben allen Einfluß verloren und die WUderseefrage hat die Börse tu keiner Weise berührt. Auch die Verhältnisse auf der Balkanhalbinsel haben in dieser Woche die Börse nicht beunruhigt, obgleich es immer wahrscheinlicher wird, daß, wenn Verwicklungen drohen, von dieser Seite das Verhängniß zu erwarten steht. Das Haupteretgniß der Woche bildet die Begebung eines größeren Postens BVaprocenttger Consols an das Consorttum, welchem als Führerin die Seehandlung oorsteht. In bündigster Weise fertigt hierdurch der preußische Finanzminister d.e Gerüchte ab, welche eine Ausgabe von 3procentigen Consols in nahe Aussicht stellen und welche nun schon seit Wochen das anlagesuchende Publikum oeängsttgen. Es ist daher diese Emission, welche die Absicht des Finanzministers, von einer Schaffung Bprocentiger Consols abzusehen so klar erkennen läßt, von größter Wichtigkeit und wird nicht verfehlen, einen beruhigenden Einfluß auf den Anlagemarkt auszuüben. Der Bankenmarkt blieb recht vernachlässigt. Die Semestralabschlüsse, welche wohl geeignet sein könnten eine neue Bewegung auf diesem Gebiet heroorzurusen, sind noch nicht so weit gediehen, daß genauere Angaben über dieselben in die Öffentlichkeit dringen könnten. Man verharrt daher vorläufig in abwartender Haltung. Im Allgemeinen find die Course um ein Weniges gebessert. Disconto und Berliner Handelsgesellschaft 1%, Nationalbank für Deutschland 23/4%, Credit 1 fl., Landerbank 2 fl. Oesterr. Ungar. Bank haben den gestiegenen Cours der Vorwoche nicht ganz behauptet Das Hauptinteresse concentrirt sich auf in- und ausländische Bahnen. Hier wirken stimulirend die Reisezeit, welche bei dem schönen Wetter den Bahnen erhöhte Einnahmen zuweist und die Chancen der Transportentwicklung, bei welch' letzteren allerdings die Ernteaussichten — meist nicht zum Vortheil der Course — ein gewichtiges Wort mitreden. Die ungünstigen Berichte über den Saatenstand Ungarns drückten besonders die Course von Staatsbahn und Galizier, während bei Lombarden diese Wirkung durch den günstigen Wochenausweis aufgehoben wurde. Buschtherader haben 2 fl verloren, Böhmische Westbahn l^/o gewonnen. Prag-Duxer Stamm-Actien notiren, obgleich der höchste Cours nicht behauptet wurde, mehr als 6 fL höher. Diese Steigerung ist veranlaßt worden durch die Hoffnung, daß die Buschtherader Bahn sich entschließen würde, den Actionären statt der Liquidationsrate von fl. 55 ihre Actien Lit. C anzubieten. Nach Frankfurter Usance kommt die Liquidationsrate einem Cours von fl. 47 gleich, sodaß also der gegenwärtige Cours noch um mehr als 8 fl. über den reellen Werth der Actie hinausgeht. Diese 8 fl. repräsentiren also Zukunftshoffnungen und wieviel diese werth sind, kann man beurteilen , wenn man sich vergegenwärtigt daß den Actien A undB vor den Actien Lit. C 12/g do. do. 102 — 101.85 Eisenbahn . . 60.20 60.10 84.50 81.20 107.— 3% Lioorneser . . . 65.80 65.60 1.—VHl.Emiss.. 3% do. Ergänzungsnetz 5o/o Nordwestbahn Gold 84.50 107.40 4% Russ^Südw.-Eisenb. 4o/g Wladikawkas garnt. 5% gar. Sardin.Sec.stfr. 89.50 88.80 89.50 88.90 88.20 89.70 Ludwigshafen-Bexbach. 239.40 Sisenbah 239.50 n-Actien. Lübeck-Büchner . . . 190 60 191 50 Hessische Ludwigsbahn. Pfälzische Nordbahn . Marienburger-Mlawka. 124.10 128.— 68.60 123.90 127.80 69.— Mecklenburger . . . Gotthardt..... Jtal. Mtttelmeer . . 164.40 156.20 121.20 164.40 157.10 120.90 Deutsche Reichsbank . Berlin. Handelsgesellsch. Bank-Actien. — 134.— 168.— 133.75 168.70 Dresdener Bank. . . Mitteldeutsche Creditb. . 147.80 109.10 147.— 109.40 Deutsche Bank . . . DeutscheGenossenschftsb. v.Soergel,ParrisiusLCo. 168.50 137.40 169.— 137.60 Wiener Bank-Verein . Württemb. Vereinsbank 91.12 123.50 91.- 124.30 Binding-Brauerei . .' Industrie-Papiere. * — 181.90 181.90 Deutsche Verlagsanftalt 276.10 273.90 Stern- do. (Oberrad); 142.— 141.40 Farbwerke,vorm.Meister, Bad. Anilin- u. Soda-, 268.20 Lucius & Brüning. 264.80 264.— fabrik .... 266.10 Riebeck'scheMontanwerke 176.95 177.— 40/0 Franks. Hyp.-Pfdbr. v. 86 ab . . . 3V2O/oFrnkf.Hyp.-Pfdbr. 102.60 100.— Pfand 102.85 100.— briefe. 4o/oDeutscheGrundschld.- Bk.-Pfandbr. . 3V2°/o do. ..... 103.— 99.60 103.— 99.60 4v/oPreutz.Hyp.-Act.-Bk.- 103.— 3V2°/o Rhein. Hyp.-Bank- Pfandbr. . . . 103.— Pfandbr. . . . 99.90 99.90 3^0/0 00...... 40/gPreuß. Centr.-Bod.- 99.80 100.— 4o/o Meininger Pfandbr. 103.50 103.50 Cred.-Pfandbr. bis 1885 ..... 101.60 101.70 - Oestr. 1860rfl.500-Loose! 123.50 Lor 124.90 'se. Braunschweig. 20 Thlr.- „ 1854rfl. 250- „ 116.— 118.45 Loose . . 4% Meininger Prämien- 135.— 3% Oldenburger Loose. 134.70 135.45 Pfandbr. . . . 135.45 3V-o/oKöln-Mtndn.Loose 143.20 142.95 ______ , rlmerikanische Gtsenbahn-BondS. v"/o^ytc.rucuw.s.St.Paul 4% Chicago Burlington! Prt., rückzahlb. 1910 . 118.50 118.60 Nebraska 1927 . . 92.20 92.10 5o/yChic.Mllw.f.St.Paul 4V»o/o California Pacif. Prt., rückzahlb. 1921 . 104.90 104.95 I. M., rückzahlb. 1912 107.80 107.— 6% Centr. Pacif. I.Mrtg. 60/oPacif.ofMissouri con- rückzahlb. 1895/98 . 144.30 114.20 solidated I. M. r. 1920 — —_ 5o/g Buderus-Obligat. .1 Diverse Obligationen. ■ 104.70 I 104.40 1 41/2°/o GrafHenkelv.Don-I 1 n-rsmark, rückz. A 105 | 105.10 105.05 llnir Holland. 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Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß nach Zeugniß der Großherzoglichen Direction der Entbindungsanstalt zu Gießen die Frau Elise Adolf, geborene Weigel von Klein-Linden, zur Ausübung der Hebammenpraxis für „recht gut" befähigt erklärt und heute als Hebamme verpflichtet wurde. Gießen, am 18. Juli 1889. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. I. V: Jost, Regierungsrath. Politische Rundschau Gießen, 22. Juli. Die deutsche Kaiseryacht „Hohenzollern" hat ihren Bug heimwärts gewendet und Wn in den nächsten Tagen wird Kaiser Wilhelm nach mehrwöchentlicher Abwesenheit wieder den Boden der Heimath betreten. Die Heimkehr des erlauchten Herrschers von seiner norwegischen Reise ist namentlich dadurch beschleunigt worden, daß der Kaiser nicht, wie er ursprünglich beabsichtigte, aus den LofotewJnseln Aufenthalt nahm, sondern sich damit begnügte, deren wildzerrtssene Felsenküsten von Bord der „Hohenzollern" aus zu betrachten. Am 1. August fährt der Kaiser, begleitet vom Uebungs- und Manövergeschwader, von Wtlhelmshafen aus nach England, woselbst er bis zum 7. August verweilt. Nach der Rückkehr nach Berlin wird Kaiser Wilhelm den vom 11. bis zum 15. August währenden Gegenbesuch des Kaisers von Oesterreich empfangen. lieber den Aufenthalt des Königs von Sachsen in Kassel wird von dort gemeldet, daß König Albert am Donnerstag Abend auf Schloß Wilhelmshöhe beim Oberprasidenten speiste, am Freitag Vormittag die Jagd- und Sport-Ausstellung besuchte und um 1 Uhr daselbst das Dejeuner etnnahm. Nachmittags fuhr der König nach Beberbeck zur Besichtigung des Landesgestütes und kehrte am Abend nach Kassel zurück. Von den Ergebnissen der vom Kaiser angeordneten staatlichen Untersuchung in dm Kohlenrevieren ist bis jetzt noch nichs bekannt geworden. Es hängt dies wohl damit zusammen, daß zunächst das von den Commissionen erhobene Material vom Oberbergamte gesichtet werden muß und daß erst dann der Oberberghauptmann mit den betheiligten Regierungspräsidenten eine Conferenz zur Feststellung des Ergebnisses der Untersuchungen und zur Beschlußfassung über die weiteren Maßnahmen anzuberaumen hat. In Westfalen scheint dieser Zeitpunkt herangerückt zu sein, während sich im Saar- Revier und in Oberschlesien die erst später begonnenen Erhebungen noch einige Zett htnziehen dürftm. Inzwischen nehmen vor den schlesischen Gerichten die Aburthetlungen von Bergleuten, welche während des jüngsten Ausstandes Ausschreitungen begangen hatten, ihren Fortgang. Erst kürzlich wurde eine größere Anzahl deswegen angeklagter Bergleute vom Schweidnitzer Schwurgerichte abgeurtheilt und vor einigen Tagen sind auch von der Waldenburger Strafkammer drei Bergleute wegen einfachen Landfriedens- Lruches zu Gefängntßftrafen verurtheilt worden. Zum deutsch-schweizerischen Eonftiete weiß die „Nat.-Ztg." zu berichten, daß eine formelle Kündigung des Niederlassungsvertrages von 1876 Seitens Deutschlands bislang noch nicht ftattgefunden hat. Es erscheint sogar nicht ausgeschlossen, daß diese Kündigung überhaupt nicht erfolgt. Wenn die Schweiz den Worten die That folgen läßt und durch die Einrichtung eines Bundesstaatsanwaltes und die Reorganisation der Fremdenpolizet die Gewähr bietet, daß Deutschland in Zukunft keinen erneuten Anlaß zu Beschwerden erhält, so betrachtet man eine Verständigung über Auslegung und Handhabung des hauptsächlich in Betracht kommenden § 2 des Niederlassungsoertrages als nicht ausgeschlossen. In Oesterreich steht das politische Leben vorwiegend noch immer unter dem Eindrücke der Wahlsiege der Jungczechen bet den böhmischen Landtagswahlen. Welche Folgen die unerwarteten Erfolge der Jungczechen für die weitere Entwickelung der inneren Politik Oesterreichs haben werden, läßt sich zur Zeit zwar noch nicht genau übersehen, doch finden sich bereits Andeutungen in Wiener Blättern, wonach Graf Taaffe zu weiteren Zugeständnissen an das Czechenthum bereit sein solle. Es würde dies zwar mit den scharf verurtheilenden Auslassungen des Kaisers Franz Josef über das Treiben der jungczechischen Politiker in Wiederspruch stehen, aber es scheint nun einmal, als ob Graf Taaffe, der österreichische Ministerpräsident, sich von der czechisirenden und Überhaupt slavisirenben Richtung seiner „Versöhnungspolitik" nicht mehr lossagen kann. In wieweit diese slavenfreundliche Tendenz mit den wahren Lebensinteressen des österreichischen Staatswesens in Einklang steht, wird sich ja früher oder später einmal zeigen! Das angekündigte Manifest Boulanger's an die französische Nation, als Antwort auf die gegen ihn vom Generalprocurator der französischen Republik erhobenen Anklagen, ist nunmehr erschienen. Dasselbe zeichnet sich, wie alle bisherigen gleichen Kundgebungen Boulanger's, durch eine ebenso dreiste wie siegeszuver sichtliche Sprache auS und knüpft an das von den französischen Kammern noch im letzten Augenblicke der Session genehmigte Gesetz gegen die Vielcandidaturen an, welches Boulanger als eine Verletzung des allgemeinen Stimmrechtes bezeichnet. Das Manifest erklärt, diese Verletzung werde das französische Volk an der energischen Kundgebung seines Willens nicht hindern, und besagt weiter, das (boulangistische) Nationalcomitä habe beschlossen, bie Candidatur Boulanger's bei den bevorstehenden Generalrathswahlen in 80 Bezirken aufzuftellen. Boulanger will die betreffenden Bezirke noch näher bezeichnen und fordert die Wähler zu seiner Unterstützung auf. Das Manifest schließt: „Diese erste Entscheidung des Volkes wird ein Vorspiel sein für den großen Triumph, welcher, was immer auch die Männer an der Spitze der Regierung thun mögen, jetzt nahe beoorsteht. Es lebe Frankreich! Es lebe die nationale Republik!" Das Manifest läßt klar erkennen, daß Boulanger die am 28. Juli stattfindenden Generalrathswahlen gleichsam zum Probir- Itein machen will, inwieweit er noch trotz der gegm ihn erhobenen schweren Anklagen auf die Sympathien des französischen Volkes zählen kann, um hiernach feine Aussichten für die allgemeinen Wahlen zu berechnen; man darf daher den Ergebnifsen des 28. Juli . mit besonderer Spannung entgegensehen, lieber den Eindruck dieser neuesten Kundgebung des sranzösischen Zukunftsdictators in Frankreich müssen die Berichte erst noch abgekartet werden. Deutschland. Darmstadt, 20. Juli. Seine Königliche Hoheit der Großherzog empfingen heute u. A. den Director am Landgericht der Provinz Oberhessen, Wiener. Darmstadt, 20. Juli. Wegen des Ablebens Ihrer Hoheit der Prinzessin ; Auguste von Hessen, Wittwe des Barons von Blixen-Ftneke, ist auf Allerhöchsten Befehl eine Hoftrauer vom Heutigen bis zum 27. l. Mts. einschließlich angeordnet i worden. Darmstadt, 20. Juli. Das Grohherzogl. Regierungsblatt (Beilage Nr. 20) enthält: 1. Verzeichniß der Vorlesungen, welche auf der Großh. Hessischen Ludewigs- Universität zu Gießen im Winterhalbjahre 1889/90 gehalten werden und am 28. October ihren Anfang nehmen. 2. Concurrenzeröffnungen. AuS dem Grotzherzogthum Hessen, 18. Juli. Der Vorstand des hessischm <• Bauernvereins erstrebt neuerdings mittelst einer an die zweite Ständekammer zu richtenden Petition eine wesentliche Abänderung unserer Schulgesetzgebung, dieses Schmerzenskindes der Neuzeit. Nach den Wünschen der Petenten soll der Schulunterricht aus dem Lande während der Sommermonate auf die Vormittagsstunden beschrä.ckt, der stete Wechsel der Lehr- und Lernmittel eingedämmt, der Unterricht auf ! dir. allernothwendigsten Disciplinen reducirt und die Fortbildungsschule ihres obliga- ! torUchen Charakters entkleidet werden. Die Massenpetition soll von sammtlichen k Ver«i lsmilgliedern unterzeichnet werden. Man erhofft dadurch die theilweise Beseitigung : der drückenden Lage unseres Bauernstandes. Bet den gegenwärtigen Fractionsoerhält- nissen unserer Volksvertretung dürfte indessen schwerlich ein praktischer Erfolg dieser Bestrebungen zu erwarten sein. (Fr. I.) München, 20. Juli. Der Ehrenpräsident des Turnfestes, Prinz Ludwig von Bayern, nahm heute Nachmittag 5 Uhr irn.Rathhausfaale an der geheimen Sitzung des Haavtausschuffes Theil. München, 20. Juli. Berliner und andere norddeutsche Turner sind heute Nachmittaci mittels Extrazügen hier eingetroffen und wurden auf dem Bahnhofe enthusiastisch empfangen. Bremen, 20. Juli. Die Rettungsstation Ziegenort telegraphirt: Arn 20. Juli j von dem Kahn 101, Capt. Börner, gestrandet im Haff, 6 Personen gerettet durch das Rettungsboot der Station Ziegenort. A«S Elsaß-Lothringen, 20. Juli. Bei den verschiedenen Grenzvorfällen, namentlich nachdem die Metzer Kriegsschüler in Uniform und Waffen bei Amanweiler ! auf französisches Gebiet gerathen waren, hat man auf die ungenügende Kennzeichnung 1 der Grenzlinie zwischen Elfaß-Lothringen und Frankreich hingewiesen. Bei den niedrigen, oft genug durch Gras oder Schnee verdeckten Grenzsteinen ist es namentlich in Ge- länden, wo die Grenze in unregelmäßigen Zickzacklinien verläuft, ohne Zvhülfenahme der Generalstabskarte vielfach nicht möglich, zu sagen, ob man sich auf deutschem oder französischem Boden befinde. Diesem Uebelftande soll nun dadurch abgeholfen werden, daß der etwa 50 Kilometer messenden Grenze entlang zunächst etwa 200 neue Grenzzeichen aufgestellt werden. Diese bestehen aus einer gegen drei Meter hohen gußeisernen Säule, welche tief in die Erde eingelassen wiro; das obere Ende trägt eine starke eiserne Scheibe mit dem deutschen Reichsadler und der Aufschrift: Deutsches Reich. Wohl mit Rücksicht darauf, daß die Grenzhoheitszeichen nicht selten muth- willigen Beschädigungen ausgesetzt sind, wurden alle Theile so fest gearbeitet, daß eine Zertrümmerung derselben auch bei Anwendung bedeutender Gewalt nicht gut möglich ist. Die Lieferung der neuen Grenzzeichen, welche bereits an ihre Bestimmungsorte abgegangen sind, war dem Kaiserslauterner Eisenwerk Übertragen. Krankreich. Paris, 20. Juli. Der Minister des Innern, Constans, hat beschlossen, eine Ab- theilung von 100 Special-Polizeiagenten zu organisiren, deren Aufgabe sein soll, aufrührerische Versammlungen aufzulösen. — Der „Temps" meldet, daß bie Entlassung von Beamten, welche der bou- langistischen Partei angehören, fortbauern wirb, sowohl im Finanzministerium als in anderen Ministerien. Das Ministerium des Innern wirb einige 30 Bearyte entlasten, bei benen Schriftstücke mit Beschlag belegt würben, welche bie Verbinbung dieser Beamten mit den Boulangisten bestätigen. Pari-, 20. Juli. In einer von den Boulangisten in Marseille abgehaltenen Versammlung wurde beschlossen, Boulanger in vier Stadtbezirken als Candidaten für den Generalrath aufzuftellen. — Dem Vernehmen nach würde Boulanger in den nächsten Tagen ein zweites Manifest in Erwiderung auf die gegen ihn erhobene Anklage erlassen. Vorwegen. Tromsoe, 20. Juli. Seine Majestät der Kaiser ist heute Nachmittag 4'/r Uhr südwärts abgereist. Tromsoe, 20. Juli. Da Seine Majestät der Kaiser Wilhelm bei feiner Anwesenheit an Bord des „Greif" diesen zu inspiciren wünschte, ließ der Commandant, Corvetten-Capitän Flichthofner, auf Allerhöchsten Beseh! kurz nach Mitternacht, bet TaaesheUe, Klarschiff schlagen und mit Geschützen und Revolverkanonen feuern. Wahrend des Exercirens überholte der schnelle Aviso den norwegischen Dampfer „Copella", der bereits vorher von Weitem mit Flaggen und Böllern falutirt hatte und Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Korrespondenz-Bnrea«. derlin, 21 Juli. Gestern Abend gegen 10 Uhr fuhr ein Dampfer der neuen DampffchWahrts-Gesellfchaft bei dem Aufzug der Brücke bei Köpenick auf einen heroor- stehenden Balken. Es fielen dabei drei Personen über Bord und ertranken München, 21 Juli Die feierliche Eröffnung des VII. deutschen Turnfestes eifolgtc beute Nachmittags 3ya Uhr auf dem Turnfestplatz durch den Ehrenpräsidenten Ludwig von Bayern, nachdem der erste Bürgermeister, Dr. von Wiedcnmayer die Festgaste begrüßt hatte Prinz Ludwig wohnte sodann dem Musterturnen des Münchener Gesammtgaues bei und fuhr bald nach 6 Uhr unter Hochrufen des Volkes «^-.Nürnberg, 21. Juli Die Beerdigung des Landtagsabgeordneten und früheren Retchslagsabgeordneten Frankenburger hat heute Vormittag unter großer Betheiligung hiesiger und auswärtiger Deputationen stattgefunden. Auch der Justizminister o. Leonrod wohnte dem Leichenbegangntß bet. Im Auftrage des Prinzregenten legte der Bürgermeister von Stromer einen Kranz am Grabe nieder. 0 Juli. In der Gemeinde Paks sind gestern durch eine Feuersbrunst gegen 400'Gebäude, darunter die Kaserne und die evangelische Schule, eingeäschert worden. Mehrere Kinder werden vermißt. Die Nothlage ist groß. 0 W Paris, 21. Juli. Boulanger Dillon und Rochefort haben ein Manifest erlassen, in welchem sie in sehr heftigen Ausdrücken erklären, daß sie es verschmäht haben au vte gegen sie zusammengebrachlen Verleumdungen zu antworten. Die Thatsachen würden ^^ Zurückhaltung rechtfertigen. Der Staatsgertchtshof und die Regierung hätten sich an Sträflinge öewendet, um falsche Zeugnisse zu erhalten. Nichts habe man gegen sie beweisen können Die Wähler wurden darüber zu richten haben und sähen die Unterzeichner der Entscheidung vertrauensvoll entgegen. Vermischtes. △ Mainz, 21. Juli. In dem nahen Weisenau ist es letzter Tage zu einem betrübenden Unglucksfall gekommen, der zur großen Vorsicht beim Obstessen mahnt. Einem jungen Mädchen dorten kam beim Verzehren einer Aprikose eine Wespe in den Mund, welche durch ihren Stich das Mädchen in der Mundhöhle so gefährlich verletzte, daß das Kind den nächsten Tag an den Folgen der Verletzungen starb. Letzter Tage ist hier ein bedeutender Aufschlag des Schweinefleisches (10 Pfg. per Pfund) erfolgt. Außerdem haben die Schweinemetzger eine Erklärung erlassen, datz sie die feineren Wurstsorten für die Folge in keinem kleineren Quantum als für 15 Pfg. ablassen. Ersteres wird durch die hohen Schweinepreise gerechtfertigt und Letzteres soll zur Steuerung eines Unfugs dienen, daß die Leute nicht mehr nach dem mm bei dem Voruberfahren des „Greis den Salut unter nicht enden wollendem Hurrah seiner Passagiere wiederholte. Als der „Greif" im Verlaufe seines Manövers tn großem Bogen um die „Capella" herumschwenkte, drehte „Capella" auf innerem Zogen mit und salutirte nochmals zum Abschied. Die geschickte und elegante Weise, Jjj ke£b?re,j der norwegische Capitan sein Schiff manöverirte, erregte die Bewunderuna Sr. Majestät des Kaisers sowie der deutschen Seeofficiere. 9 Harnmerfeü, 20. Juli. Der Touristendampfer „Capella" traf auf der Nord- ^rdsfahrt vor Lyngenfjord, 70. Grad nördlicher Brette, Seine Majestät den Kaiser Wilhelm an Bord des Avisos „Greif" bei herrlichster Mitternachtssonne. Die Dampfers „Capella" stimmten die Nationalhymne und die „Wacht am Rhein an. Seine Majestät der Kaiser dankte freundlichst für die Huldigungen Außland. o «Petersburg, 20. Juli. Großfürst Constantin Nikolajewitsch, der Oheim des ESL“9’™'1 gegenwärtig in Powlowsk bei Petersburg restdirt, hat in Folge einer wh1 a 9 r bcr und der Extremitäten die Sprache verloren. Mit der Ausgabe von Bulletins ist begonnen worden. Aegypten. »airo, 20. Juli. (Telegramm des Neuter'schenIBureaus.) Die englischen Kanonenboote fuhren heute den Nil hinauf und schnitten 200 Derwischen den Rückzug ab, wobei viele gdobtet wurden. An dem westlichen Ufer des Nils marschiren tausend Derwische mit 500 Gewehren, um sich Wadelnjumi anzuschließen. Landwirthfchaftliche Nachrichten. (Nachdruck verboten.) i cm,-: ^Reseda für den Winter.) Wer diese schöne, so angenehm riechende Pflanze im Winter im Zimmer blühend zu haben wünscht, muß den Samen dieses beliebten Sommergewächses schon im Juli säen. Da die Reseda das Verpflanzen nicht gut oertragt, fo säet man den Samen gleich in die Töpfe, in denen die Pflanzen stehen sollen. In jeden Topf bringt man etwa acht Samenkörner, und wenn die Pflänzchen aufgegangen sind, so zieht man so viele heraus, daß in jedem Topfe nur zwei ober Drei verbleiben. Das Aufgehen des Samens kann in einem Zimmerfenster stattfinden, doch wenn derselbe aufgegangen ist, so bringt man die Töpfe in den Garten ober in em offenes Mistbeet. Die Pflänzchen wachsen im Sommer und im Anfänge bes Herbstes im Freien gesunder und kräftiger als im Zimmer oder Glashause. Nur wenn im Herbste naßkaltes Wetter eintritt, verlangen die Pflanzen Schutz, und wenn die Witterung immer rauher wird, dann bringt man sie schließlich in's Glashaus ober an's Zimmerfenster. Die Reseda liebt im Winter einen hellen Standort und nur weniges, jedoch ausreichendes Begießen. Was die Wärme anbelangt, so sind ihr mäßige Wärmegrade zuträglicher als zu hohe. Im Glashause überwintert, beansprucht sie 6 bis 120, je nachdem sie vor oder in der Blüthe steht. Im letzten Stadium bedarf sie einer etwas höheren Temperatur und auch eines etwas reichlicheren Begießens. In einem mäßig warmen, jedoch ausreichend geheizten Zimmer gedeiht die Reseda im Winter oft schöner als im Glashause und selbst auch in einem stärker geheizten Zimmer befindet sie sich, weil das Fenster kühler als der übrige Zimmerraum ist, meist noch wohl. Nur Nachts, wenn die Fenster gefrieren, muß sie geschützt gestellt werden. Viel zu einem guten Erfolge tragen noch die zu verwendende Erde und die Wahl der Resedasorten bei. Einige empfehlenswerthe Sorten sind: Reseda odorata compacta nana multiflora, Machet, pumila erecta, Victoria. Als Erde empfiehlt sich eine gute Miftbeet- erde, welcher noch etwas grober Sand beigemischt werden kann, welcher ganz vortrefflich zu ihrem kräftigen Gedeihen beiträgt. Literarisches. rx — P. K. Roseggers AuSgewählte Werke. Pracht-Ausgabe. Mit 600 Illustrationen von A. Greil und A. Schmidhammer. In 75 Lieferungen, ' Oetuu , ä 50 H. (A. Hartleben's Verlag in Wien.) 56 Lieferungen erschienen. m _ Die uns heute vorliegenden Hefte 49 bis 56 der illustrirten Prachtausgabe von P. K. Rosegger's Werken beschließen deren dritten Band, welcher „Das Buch der Novellen" enthalt. Mit zahlreichen Illustrationen der Künstler A. Greil und A. Schmidhammer versehen, sind in diesen Heften enthalten: „Der Waldstteit" „Der Baumnarr" „Der Zehrkäfer'si „Der Herrensepp", „Die Psingstnacht", „Der Lax von Gutenhag , „s Hascher!', „Das Haus auf der Höhe", altbewährte Schöpfungen des beliebten Autors. Unter dem Gesammttitel „Sonderlinge aus dem Volke der Alpen", schließen sich hieran: „Der alte Adam", „Der Säemann", „Der schellend' Schuster", „Der mißgeborene Peter", „Der Zillacher Anderl", „Der Pfarrer von Grubenbach", „Der Musikanten-Joppel , „Der versilberte Mann", „Der Schenker-Karl", „Der Crgkr LU St. Thomas", „Ein Naturfreund", „Ein Mann ein Wort!" reizvolle Charakterbilder, in denen Rosegger, der gottbegnadete Schilderet- des Lebens des Volkes der überhaupt nur noch ein Theil des Geländers herzustellen. Der rechtsufrige ^ugana in ba Srurfe wie der Anstrich des Eisenwerks derselben erfordern zur Fertigftelluna immer noch mehrere Wochen, so daß von einer Betriebsübergabe an dem vorgesehenen Termine -25. August - nicht die Rede sein kann. Bei der schnellsten Förderunadernock ftatifinben^einT'ermi *,ru(6c.f,cn8 bLc,a3,ct.te6r86ffnun0 Mitte des Monats September ? Termin, der insofern rechtzeitig genannt werden kann, als er noch mit bahnt* 6in hi?tC/tn 9™ten Krauttransporte aus dem Ried zusammenfällt und letztere könnet? 1 b 3Q$rc nOd) bcn ungehinderten Verkehr über die neue Brücke nehmen , .△ Mainz, 21. Juli. Die bei dem Bau der neuen Mainzer Hafenanlaaen unb^Befürchtungen, daß schwerlich eine Rentabilität der Anlagen und insbesondere des Floßdafens zu erwarten fei, sind durch die Art. wie fick der 9? ?* * "Kündig beseitigt. Wie in dem neuen Zollhafen schon eine hP^.Ha9n CsnC ^"flr^ung unb Erweiterung erfahren mußten, so ergibt vläbe f«n 1"ft®?8fl.cbe?n'er t)e§ schweren Wagens über die Brust gingen. Der rat 0 °trt du die Brust fast gänzlich zerdrückt wurde. Der so jäh Verunglückte war eine allgemein geachtete und beliebte Persönlichkeit. 1 9 «... ,, —, Frankfurt, 21. Juli. Die Einbrecher, welche den Butter- und Käse- VV a rx ^"^rgasse bierselbst heute vor 8 Tagen um ca. 8000 JL den sich nicht lange ihres Raubes und ihrer Freiheit erfreut. Freitag nn* iniT sbaPOn ber ?ic H^de gefallen, der Dritte im Bunde ist l9‘ Un?. ?cr t??rene die Spitzbuben? Der eigene Hausknecht des Bestohlenen %Um9#1" eines benackbmten Kohlenhändlers. Wie viel das Sr SndS «L1’0"?/’11 gestohIenen Gelde verjuxt hat, ist noch nickt bekannt geworden, "brigens, daß Geschaftsinbaber nock vielsack ihre untergeordneten Bediensteten zu lief in ihre Verhaltnisie und Gewohnheiten hineinsehen lassen. r , — Der gestrige Tag galt hier in Frankfurt dem Sport. Aller Augen richteten sJ/sIk Humburg und London. An ersterem Platze startete die beste Vierer-Mann- schaft der „Germania" um den Hammoniapreis; der Kampf sollte eigentlich eine Revanche für hier sein. Bekanntlich collidirten hier „Germania" und „Favorit- Hammonia bei der ^ahrt um den Kaiserpreis. Germania protestirte, Hamburg weigerte sich nochmals zu fahren und in Folge dessen erhielt „Germania" den Preis Die alte Germania ist gestern vom Hamburger Ruder-Club „Favorite-Hammonia" um 3 Langen gefdjlagen worden. Man kann sich denken, wie unangenehm die Niederlage hier berührt, namentlich wegen der eben erwähnten Differenz bei der hiesigen Regatta, zu,.. ^Ö^Jt Lebt dagegen ist auch in England, der Heimath des Sports, Sieger geblieben. - ^nd hat er die Meisterschaft auf dem Zweirad über eine Meile gewonnen. Er sich dreist den besten Fahrer der Welt nennen, wenngleich er gestern über 25 Meilen nicht mitfuhr. Seine Ausdauer auf große Strecken ist hinlänglich bekannt. Lehr batte infolge mehrerer Vorrennen die Strecke von einer Meile mehrfach nack einander fahren muffen und wollte darum nicht gleich nachher 25 Meilen fahren gegen die besten Fahrer Englands, die noch nicht mit in den Kampf getreten, also ungeschrvackt waren Stein überlegen zu sein. Lehr fährt nächsten Samstag um die" Meisterschaft über 5 Meilen mit. Man glaubt, er werde auch dann siegen. — Aus einer kleinen Gemeinde des Böhmerwaldes wird nachstehende Schild- burgergeschichte gemeldet: Ein neuer Gemeindeweg sollte angelegt werden Der Geometer kommt, richtet den Weg und steckt ihn mit Mühe und Anstrengung durch Pflocke ab. Das Werk war vollendet, der Geometer begibt sich zum Gemeindevorsteher und sagt: „Jetzt bitte ich, geben Sie Acht, daß die Pflöcke über den Sonntag nicht gestohlen werden." Am Montag kommt der Geometer wieder. Siehe da, die Pflöcke sind fort. Der Vorsteher hatte sie, damit sie nicht gestohlen würden, im Gemeinde- Hause ausbewahren lassen. Lokale-. re . 22. Juli. Dem zum Director der Sparkasse dahier gewählten Großh. RUcrungsrath ^zost, der sich zur unentgeltlichen Uebernahme dieser Stelle bereit ? Ä/' 1? mon Ministerium die Ermächtigung zur Uebernahme dieser Stelle nicht ertheilt worden, weil dasselbe es nicht für angemessen erachtete, daß ein Beamter des Kreisamts welchem die Oberaufsicht über die Sparkasse zustehe, auch Director dieser Anstalt sei. 0 v w Gietzen, 22. Juli. Nächsten Sonntag den 28. d. M. findet dahier auf dem kennen um den „Wanderpreis von der Lahn" zwischen der Gießener Ruder- Gesell,chatt und dem Wetzlarer Ruder-Club statt. Der Preis, ein schöner silberner ist im Vorjahre von den Herren I. Kirch in Gießen und H. Packard in •*~ey'ar, al^ Wanderpreis gestiftet und muß dreimal hintereinander gewonnen werden, 5 l5, VN desinitioen Besitz des Siegers übergeht. Vertheidiger ist der Wetzlarer Ruder-Club, welcher den Preis vergangenen Herbst hier gewann. Da Wetzlar wieder mit seiner erprobten Seniormannschaft um den Lahnpreis harten wird, wahrend Gießen seine vorzüglichen Junioren dagegen entsendet, darf man auf ein scharfes Rennen gefaßt sein. Heute schon Den voraussichtlichen Sieger berechnen zu wollen, wäre gewagt, da die beiden Mannschaften zum ersten Male zusammen kämpfen werden. .Wie uns bedünken will, ist die Gießener Mannschaft nicht in der vorzüglichen Condition und auf der Hohe ihrer Leistungsfähigkeit, wie vor der Casseler Regatta, und können wir nur wünschen, daß die Anleitung Alles aufbietet, die Leute in bester Verfassung an den Start zu bringen, damit der Lahnpreis diesmal in Gießen bleibt. .. , ®fn weiteres Rennen im Dollenvierer ist mit Wetzlar zu Stande gekommen für solche fliuderer, welche vor dem 1. Januar 1889 noch nicht in einem offenen Rennen gestartet haben. Wir hatten mehrfach Gelegenheit, die vielversprechende Mannschaft im Boot zu sehen und können uns, was Fortgang des Bootes und Zusammenarbeit anlangt, nur lobend ausdrücken. Wenn die Leute den kurzen Zeitraum bis zur Regatta mit andauerndem Strcckenfahren ausnützen, dürften sie in Dem Rennen aut abschneiden. 0 Außer obigen Concurrenzen kllen ein Sciffrennen und ein Grönländer-Rennen für Mitglieder, sowie verschiedener Wasserzauber zur Ausführung kommen. Um auch Nichtmitgliedern Gelegenheit zu geben, ihre aquatischen Talente zu zeigen, sindet ein Rennen für junge Leute, welche keinem Ruderverein angehören in Jollen und Grönländern statt, für welche Werthgegenstände als Ehrenpreise ausgesetzt sind. Bei dem zunehmenden Interesse, welches dem Rudersport seitens des Gießener Publikums entgegengebracht wird, dürfte der Besuch des Festes ein sehr zahlreicher werden und wünschen wir dem strebsamen Club schon heute bestes Gelingen seiner Veranstaltungen. ö , u . Gießen, 22 Juli. Der flüchtige „Bankier" H. Kehrn wurde in Brüssel verhaftet und ist derselbe Samstag Nacht hier eingebracht worden. Ein Schutzmann von hier nahm ihn an der belgischen Grenze in Empfang. „ . Gießen, 22. Juli. Wie aus dem Jnseratentheil vorliegender Nummer ersichtlich, findet d e schon früher angezeigte „Rhetorische SoirSe" von Helene Wagner heute Abend in Stein's Garten statt. Die günstige Aufnahme, die die Recitationen von Helene Wagner in bedeutenden seither bereisten Städten gefunden, bürgen dafür, daß dem Publikum etwas Außerordentliches geboten wird, und ein Besuch dieser Soiröe nur zu empfehlen ist. — Verkauft wurde das Haus der Frau Louis Schwalb Wwe an der Bahnhofstraße an Herrn A. Fangmann. Der Kaufpreis beträgt 80,000 Jt Alpen, so reibt in seinem Elemente ist. Die stimmungsvolle Erzählung „Wie der Ober« steirer Hochzeit hält" schließt den dritten Band der Ausgewählten Werke. P. K. Rosegger's Werke, illustrirte Prachtausgabe, sind auch in vier Pracht- bänden zu beziehen (ä 12.50), von denen bereits drei vollendet vorliegen. Wer Herz, Gemüth und Auge gleichzeitig erfreuen will, möge diese Sammlung der Werke eines echt deutschen Poeten anschaffen. Handel und Vermehr. Grünberg, 20. Juli. (Fruchtpreise). Weizen JL 17,20, Korn JL 14,50, Gerste JL 00,00, Hafer JL 14,40, Erbsen JL 19,00, Samen JL 00,00, Wicken JL (-0,00, Kartoffeln JL 31,30, Linsen 00.00. Schiffsnachrtchten. Bremen, 19. Juli. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Trave, Capitän W. Reimkasten, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 10. Juli von Bremen und am 11. Juli von Southampton abgegangen war, ist heule 7 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Von FAY’s ächten Sodener Mineral-Pastillen, gewonnen aus den dochrenommirten Heilquellen No. 3 u. 18, halten alle Apotheken Verkaufsttelle. Preis fen ^lg die Schachtel. Wärmegrade der Lahn und der Luft gemessen nach Reaumur am 22. Juli zwischen 11 und 12 Uhr Mittags: Wasser 15Vz Grad, Lust 16 Grad. 2. Ebr. Rübsam en, Turn- und Schwimmlehrer. . .o - ~ Für die bedrängte nothletdende Familie gingen ferner ein: Uebertrag 14^68 JL ip. (&. 1 x — Bei Herrn Rechner Döring gingen ein: A. H. 10 JL X^t' 1 •*' ®’ 2 •*' O- 2 v4t, zusammen 16 JL In Summa 10U.OO vfU „ Weitere Gaben nimmt gern Herr Rechner Döring und die Expedition dieses Blattes entgegen. Daebeste Nahrungs- und Stärkungsmittel ist für Gesunde Äe Kemmerich’s Fieisch-Pepton. 3400 lp Hospitälern elngeflihrt, von Aerzten empfohlen! Farbige Seidenstoffe von Mk. 1.55 bis 12.55 p. Met. — glatt u. gemustert tca. 2500 versch. Farben und Dessins) — vers. roben- und stückweise porto- und zollfrei das Fabrik-D4pöt G. Henneberg (K. u. K. Lof- lief.) Zurich. Muster umgehend. Briefe kosten 20 Pf. Porto. 259 Verdingung | der Erdarbeiten zur Herstellung von? Zusuhrwegen aus dem Bahnhose Gießen. > Termin: Sonnabend den 3. August 1889, Vormittag- i 10 Uhr, in unserem Geschäftslokale. ; Zeichnungen, Bedingungen u. s. w. können im Bureau des Regierungs- < Baumeisters Horstmann im Stationsgebäude Gießen eingesehen oder gegen kostenfreie Einsendung von 1 «X von demselben bezogen werden. Zuschlagsfrist 2 Wochen. [5975 I Königliches Eisenbahn - Betriebs - Amt * (Main-Weser-Bahn) zu Cassel. Samstag den 27. Juli, Nachmittags 2 Uhr, werden auf freiwilligen Antrag der Louis Scharmann's Erven die denselben zu- slehcnden Immobilien: Flur I Nr. 821 — 187 Dm Hofraithe in der Schloßgasse, Flur 28 Nr. 32 - 95b m Acker am alten Feld auf den Bruch versteigert. Großherzogliches Ortsgericht. I. V. d. V.: Hoffmann. 5965 Dienstag den 20. August, Nachmittags 2V> Uhr. sollen aut dem hiesigen Ortsgericht die der Otto Hill Wittwe in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 1 Nr 709 — 394 Meter Hofraithe in den Neuen Bäuen, Flur I Nr. 710 — 937 Meter Grabgarten daselbst öffentlich meistbietend unter den bei bet Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen versteigert werden. Gießen, 8. Juli 1889. Großh. Ortsgericht Gießen. I. A.: Bogt, Onsgerichtsmann. 5707 Möbel-Kersteigerung. Donnerstag den 25. Juli, Nachmittags 2 Uhr, werden im Hause des Herrn Kaufmann Fr. Müller, Neustadt 41,1. St-, Möbel, als: Tische, Stühle Bettladen Kommoden, Schränke, 1 Küchen- schrank Weißzeug, Kleider, Porzellan, Küchengeräthe, Bücher re. versteigert. 6090 I. A.: F. Hoffmann. Versteigerung Dienstag den 23. Juli l. I., Nachmittags 2 Uhr, werden in meinem Bureau 1 Parthie Möbel darunter: chreibtische, Spiegelschränke, 1 Secre- tär, 2 Buffets, Wirthstische, Gold- und Silbersachen, 2 Pferde und ein Wagen öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert. Gießen, 20. Juli 1889. Bühner, 6087 Gerichtsvollzieher. Mittwoch den 24. Juli l I., Nachmittags 2 Uhr, werden in der Klelt'schen Hofraithe gegen Baarzahlung versteigert: Möbel aller Arten, 2 Pferde, 1 Kuh, Wagen, Stoßkarren u. v. A. urr Geißler, 6O7j Gerichtsvollzieher. Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Wegen Vornahme baulicher Veränderungen fallen, mit Genehmigung Großh. Bürgermeisterei, dre Zahltage am Dienstag den 23. und Donnerstag den 25. Juli c. aus. 6018 Gießen, den 20. Juli 1889. Stadtkaffe Gießen. Spar- und Leihkaffe Gießen. Donnerstag, den 28. I. M., Nachmittags 4*/, Uhr findet eine Generalversammlung behufs Vornahme der Wahl des Directors im Sparkaffengebäude statt, wozu die verehrlichen Mitglieder des Spar- und Leihkaffe-Vereins ergebenst eingeladen werden. Gießen, am 20. Juli 1889. Die Direction des Spar- und Leihkaffe-Vereins. I V.: Lyncker. Nachlaß-Versteigerung. , Dienstag den 23 er. und wenn nöthig die folgenden Tage, Nachmittags von 2 Uhr an, werden die Mobilien aus dem Nachlaß der Frau Generalmajor Hoffmann, Neuenweg Nr. 411, meistbietend versteigert. Dabei befinden sich: lVlüfd)gatnitur (Sopha und 6 Seffelstühle), 1 Garnitur (Phantasiestoff), Herrenschreibtisch, Ausziehtisch, großes Etagere (schwarz), l modernes Sopha, Etagere für Speisezimmer, 1 runder Tisch, Spieltisch, Sopha und 2 Sessel, Kommode mit Glasaufsatz, große Spiegel, Consolchen, Eisschrank, Pfeilerschrank, kleine Tischchen, mehrere Betten, Waschtisch mit Marmorplatte, Nacht- tische, spanische Wand, Trümeau mit hohem Spiegel, ein- und zwei- thürige Kleiderschränke, Mägdebetten, Nähmaschine, Stühle, Tische, 1 Fahrstuhl. Ferner: 1 Tafelaufsatz mit passenden Lampen (cuivre poli), sowie schöne Nippsachen, Krüge, Vasen, Figuren, Bilder, feines Liqueurservice, 2 Vasen aus Säulen, Alabasterschale, Bowle, Rauchtisch, Waffen, Toilettespiegel, Brandkiste, Weißzeug, große Badewanne, Bügeltisch, Leinenschrank, Vorhänge, Küchen-Schrank und Mobiliar, sämmtliches Küchengeräthe, Bütten, Haushaltungsgegenstände, Tischzeug u. s. w. 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