-Kr. 30'1 Dienstag den 30. Tecember 18^'1 ießener Anzeiger Amts- und Anzcigeblatt für den Kreis Gießen. «itreMlt: Schulstraße 7. il. i__i■_iii iilii jti i i—i» । ■ ■un rwrr Erscheint täglich mit Ausnahme des MontngS. Prei» vierteljährlich 2 Mart 20 Pf. mit Bnngerlohn. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Das alte Jahr. Die abermalige Vollendung des jährlichen Zeitabschnittes gemahnt uns, da- verflossene Jahr vor unserem geistigen Auge Revue passtren zu lassen. So weit die Ereignisse der Vergangenheit das private Leben berühren, bleiben sie auch Gegenstände des Nachdenkens sür jeden Einzelnen, in der Oeffentlichkeit und Allgemeinheit können nur die öffentlichen und allgemeinen Jntereffen behandelt werden und hier sind es die Angelegenheiten des Vaterlandes, die uns am Herzen liegen. , t , _ , _n . E- wird wohl Niemand behaupten können, daß das alte Jahr sur unser Vaterland ein ungünstiges gewesen ist. Es blieb demselben nicht nur der Fri^ den gewahrt, sondern die Friedens-Garantien vermehrten stch auch noch durch den engeren Anschluß der Kaisermächte, welcher in der Monarchen-Begegnung ui Skierniewice besiegelt wurde. Fern blieben auch dem Vaterlande andere Heimsuchungen. Schwere Epidemien, welche in Nachbarländern zum Theu furchtbare Opfer forderten, traten in Deutschland nicht aus, ebenso wenig wur- den schreckliche Naturereigniffe zur Landplage. Es gab auch weder Mißwachs, noch Theuerung im Lande, denn der Erntesegen war im verflossenen Jahre so ziemlich ein allgemeiner. ,, t „ _ - , . Und trotz dieser günstigen Eigenschaften, welche das verflossene Jahr m unserem Vaterlande zeigte, fühlt doch jeder Patriot, daß die inneren Verhältnisse des Reiches an einer bedenklichen Unzufriedenheit und Zerrissenheit kranken. Wo fragen wir aber alle deutschen Männer aus's Gewissen, wo ist die fach- licke Begründung sür diese Un-usriedenheit und Uneinigkeit im Reiche vorhanden . — ES liegt an der Regierungsweise, betonen die unzufriedenen Parteien, dieses Gesetz soll nichts taugen und jenes nicht ausreichen, wird geklagt und raiionmrt. Nach der Meinung anderer Unzufriedenen sind es wieder die verkehrten socialen Einrichtungen, die an allen liebeln die Schuld tragen. Doch was liegt in solchen Anklagen für jeden Einsichtigen nicht für eine Verkennung oder Uever- treibuna der Sachlage! Hat man jemals ein Staatswesen oder eme sociale Gemeinschaft ohne Schattenseiten, ohne Gebrechen gesehen? .Siegt.beren nicht weit über aller menschlichen Machtvollkommenheit? Wir müssen uns stets bemühen, Fortschritte zu machen, Fortschritte aus allen Gebieten. Hat sich die Regierung des Reiches oder der Einzelstaaten aber jemals dieser Nothwendig eit verschlossen? Ist sie nicht jedes Jahr mit den Volksvertretungen bemüht für das allgemeine Wohl zu arbeiten und sind mcht auch im verflossenen Jahre wichtige Gesetze zur Förderung des socialen Wohles gerade sür die untren Stassen zu Stande gekommen? Oder hat im Uebrigen das deutsche Reich an Macht, Ansehen und Wohlstand im letzten Jahre etwas euigebützt? Es sind wohl nur Beweise für das Gegentheil da, wobeii allerdingsruch zu verkennen .r daß ein so großes Staatswesen rote das deutsche Reich auch Opfer für seine Erhaltung und Machtentwickelung erfordert. Diese Op,er sanden aber hre gute Verwendung auch im alten Jahr-, das z-A die Vermehrung non D-utschl-nds Macht und Grbß-, die selbst der Nerd nicht bestreiten kann. Deutschland. Darmstadt, 27. December. Se. König!. Hoheit der Großherzog em. vstuaen heut- den Rtttmeister v. WWch vom 1. Gard-.Dragoner'Regiment, den Premierlieutenant Goldmann vom 2. Großh. Infant-ri-'Regim-nt (Grobherzog) Nr 116, den Premierlieutenant Bücking vom Garde« Fuß'Artillerie'Regiment, die Secondlieutenants Schimpff vom 3. Großh. Jnfarüerle^Reglment (L-ib-Regi. ment) Nr. 117, Schimpfs vom Badischen Pionier-Bataillon Nr. 14, Herden vom Jnfant-ri-'R-gim-nt Nr. 98, Steinmetz vom Brandenburgischen Artill-ri-'R-giment Nr. 3, Hahn vom Ostpreußischen Dragoner-RegiM-nt, Nr.10 den Unterlieutenant zur See, Zimmermann, ben sind, lorest. Dieffenbach aus ®iefen' rum Vortrag den Generalmajor ä la suite Mootz, den Oberstallmeister Frhrn v. Nordeck zur Rabenau, den Hosjägermeister v. Werner. 8 9 _©ic aus Anlaß des Reichstags-Dotumr vom 15. d. Mts. von hier aus an den Reichskanzler Fürsten v. Bismarck gerichtete ZustimmungS-Adreffe »«Hin? Die „N°rdd. Allg. ZI,.- sarst-nÄ"für?SÄ* pfang des Netwsranz^rv in - ehrlichen Gegner und andererseits die K ffiÄMSS S »«..sä x sägfe»- ss s ,=ä» »iÄ‘£ÄÄS>»* ->-» «“• •*“ Laac kommen werde, da« mir zur Verfügung aefttüte Geld »u verwenden, so hat mich doch die opferwillige Gefinnung, womit mir dasselbe geboten ist, herzlich erfreut. Ich sehe darin ein Zeichen deS Vertrauen« in die Bestrebungen der Regierung, da« Loo« der arbeitenden Brölkerung zu verbessern und fühle mich ermutbtgt, wenn ich im vtnne der Intentionen deS Kaiser« ferner thätig bin. Daß die Arbeiter stch bei ihrer Kund, gebung Ihrer Leitung anoertrout haben, zeigt ein Verhältniß fischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern, wovon ich im Interesse der Reform unserer socialpol'tischen G-setzgelung ivünsche, daß r« überall stattfiuden oder sich bilden mSge.* Brevten, 27. December. Die Rettungsstation Bremerhaven der deut- schen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger telegraphirt: Am 26. December wurden von der englischen Brigg „Glenavon", Kapitän Prttschard, welche, von Geestemünde nach Liverpool, auf der Mellumplate gestrandet war, 7 Personen durch das Rettungsboot der Station Bremerhaven gerettet. England. London, 27. December. Zufolge Nachrichten au« Korti vom 26. December werden daselbst Borkeh, ungen für einen Vorstoß nach Merawt getroffen; die Infanterie werde in Booten oorrücken, die Kavallerie zu Lande folgen. __ Nach einer Mtttheilung der „DmeS" au« Durban vom 26. December wurde die britische Flagge nicht in Portunford, sondern in der Santa-Lucia,Bay aufgehisst. Der Gouverneur von Natal suchte die Genehmigung der britischen Regierung zu diesem Schritte nach. (Dagegen meldet die „Allg. Zig." in einer Privat-Depesche au» Bremen: Der Afrtkaretsrnde A- Einwald schreibt unte.'aii Io. November an« Emuvati (Zululand), daß er die St. Lucia-Bucht nebst 100,000 Acre Lande« vom Äönffle Dtnizulu für die Firma Lüderitz erworben hat. Wettere Erwerbungen in Ama- 10900 folgen) Spanien. Madrid, 27. December. Nach eingegangenen Meldungen hat in An- dalusieü neuerdings ein Erdbeben stattgefunden, bei welchem gegen 150 Personen um'L Leben ober zu Schaden gekommen sind. — Das bereits gemeldete Erdbeben hat in Jaen, Benagarza, Alsarnatejo, Nerja nnb in der Provinz Malaga großen Schaden angerichtet und sehr viele HLuft» ^rstört, die Zahl der um's Leben gekommenen Personen wird aus 200 angegeben. Die Alhambra in Granada hat keinen Schaden gelitten. — Die Provinz Castilien ist von einem großen Schneesturm heimgesucht worden. Madrid, 28. December. Durch das jüngste Erdbeben in den Pro- vinzen Granada und Malaga sind nach der amtlichen Zeitung insgesammt 266 Personen umgekommen. Flurnamen. Bnkareft, 27. December. Die Kammer verwarf einen anläßlich der Interpellation über mc ungarische Grenzsperre gegen das rumän sche Vieh etngebrachten Antrag Cogalniceanu's, dahin gehend, eine Enquete zu veranstalten behufs Erwägung der Mittel, welche geeignet siad, die Beobachtung der HandelSconventton fetten« Oester- reich-Ungarn« zu bewirken. Die Kammer nahm die einfache Tagesordnung an, nach« dem Brattano erklärt hatte, er werde sich bemühen, die osterretchisch-ungartsche Regte, rung zu überzeugen, daß die Maßregeln übertrieben seien und dm beiderseitigen Verkehr schädigen. $$ verlautet, der französische Gesandte in Marokko, Ordega, sei anstatt Rinz'« zum Gesandten in Bukarest ernannt. Lokales. Gießen, 29. December. Unsere Feiertage haben durch die WeihnachtS-Aufführung am Samstag Abend einen würdigen Abschluß gefunden. Der hiesige Ktrchenge ang- veretn hat tm Großen und Ganzen Ausgezeichnetes geleistet und wiederum bewiesen, wie er unter Leitung seines eifrigen Dirigenten immer mehr g-deiht; i« w «aachen Nummern hat er sich selbst übertroff m (Nr. 1, 6, 14, 17). Was den Organisten an- belangt, so werden wir hoffentlich noch öfters das Glück haben, ihn hier zu Horen. Das Präludium von Bach, das wie ein Strom dahtnfluthet, war meisterhaft gespielt und gefreut hat es uns, daß auch die tntereffanten Ocgrlsätze eines Zeitgenostrn — Merkel'« au« Dresden — in das Programm ausgenommen waren. Gießen, 29. December. Die gestrige Generalversammlung der deutschfreisinnigen Partei zu Gießen tm großen Saale oe« Caf« Leib war derart besucht, boß Hundnte von Personen keinen Platz erhielten, sondern umkehren mußten. Wtr werden in nächster Nummer ein ausführliche« Referat über dieselbe bringen. Vermischtes. — Tausende längst, sogar zum Theil mit Haupttreffern von 100,000, 80,000, 70,000, 60,000, 50,000 rr. gezogener Loose siad noch unerhoben und fallen derVenaoiung anheim. Jedem Loosbesitzec ift daher dringend zu rathen, als lobnevdste Gttdausgabe die soeben tm 19. Jahrgang erschienene Verloosungsliste über alle b « Decrmber gezogenen Sertenloose nebst Verloosungskalmder fürs neue Jahr gegen 50 ^Briefmarken franco zu beziehen von A. Dann in Stuttgart. — sKamof zwischen englischen und deutschen Matrosen.j Einer Meldung aus Adelaide zufolge hat dort am 3 d. em von ernsten Folgen beglettcter Zusammenstctz zwischen englischen und deutschen Mattosen ftattgefunden Die Engländer gebor.en zu den Brigantinen „Minnie" und .Bebivgton" und die Deutschen zu dem Dampfer »Catania". Einer der englischen Seeleute blieb tobt auf dem Platze und zwei andere wurden lebensgefährlich verletzt. Dom Elbstrande, 24. December. Gestern Vormittag ist in der Nähe d 8 Marktfleckens Minzvegk ein Raubmord veiübt worden. Der Thotbestand ist folgender^ Der Viehhändl-r Roderich Helbing vkrlteß Vormittag 6 Uhr seine Wohnung in d tn etwa 4 Kilometer davon entfernten Dorfe Bonzhausen, um ^uf dem tn Minzwetr ftattfindenden Markte seine Einkäufe an Schweinen zu besorgen. Zwei Stunden spa.er fand man seine verstümmelte Leiche in der Nähe dieses Ortes m tun im W ge liegen. Dem Helbing war der Hiuterkopf eingeschlagen, der Hals fast ganz burchsLE», an der rechten Hüfte befanden sich drei Messerstiche, von denen zwei Absolut todtlich waren. Don dem noch blutenden Körper war die Geldkatze mit 7o0 und aus d^m neben r»em Opfer liegenden Mantcl die Brieftasche mit 8 Stück Hundertmarkscheinen verschwanden. Gletcb nach Entdeckung der That wurde die Bürgerschaft aufgeboten und durchsuchte ben „Untzrroalb*, wo das Verbrechen hart am Ausgange begangen worden war. AbeudS 8 Uhr brachte man unter großem Zudrange der Bevölkerung den'Misse- thöter ein. Der Verbrecher ist ein G-fährte d;S Erschlagenen. Durch schlechte Wtrtb- schaft heruntergekommen, hatte er sich durch den an seinem früheren Freunde verübten Raubmord in eine bessere materielle Lage bringen wollen. Er lauerte demselben auf, flab ihm zunächst mehrere Hiebe mit einem wuchtigen eichenen Knüppel auf den Hjnter- fopf, belaubte ihn dadurch und verstümmelte ihn dann In der angegebenen We'se. Nach vollbrachter That versteckte der Mö-der seinen Raub, welcher b's jetzt noch nicht aufflcfunben wurde und erreichte dann auf Umwegen obigen Ort. Den Tag über hat 1! 'V??vaufern herumgetrteben, um den Verdacht von sich abzulenk-n. Seine blutigen Kleidungsstücke sind nebst dem mit Blut überzogenen Knüppel von der Polizei oufgefunden worden. Gingejandr. - , . ., . _ , Gieße«, 28. December. E nsender dieses wohnte am Sonntag den 21. December d. I. tn der Turnhalle der höheren Töchterschule einer Chrtstbescheerung für arme Kinder bet. Obwohl diese Feier tn der einfachsten Art arraugtrt war, so ließ sie doch nichts zu wünschen übrig. Em erhebender Gesang gab die Einleitung, hierauf erfolgte eine zu Herzen 6t?lnbAJÜn^Pm(^e durch Herrn Reallehrer Kahl, bann Bescheerung unter festlich geschmücktem Baum an die armen Kinder, worauf Gesang den Schluß bildete. Diese B-scheerung war veranstaltet durch den Verein, welcher sich zur Aufgabe gestellt hat, Ctgarrenspttzen rc- zu sammeln, um auf Weihnachten arme Kinder zu kleiden. Wie ich erfahren, besteht dieser Verein Überhaupt nur aus 7 Mitgliedern. Diesen Wmtgen ist eS ober gelungen, allerdings mit Hülfe freudiger Opferwllltgkett der Einwohner Gießens, 15 Kinder von Kops bis zu Fuß in diesem Jahre neu zu kleiden. Wer die Kleider gesehen, hat sich jedenfalls von Güte und Dauerhafttgkeit über- zcugen können. Ganz besonders erwähne ich des Gesangvereins der ^Bürger-Gesellschaft". Diesen jungen Leuten ist nicht nur zu danken, sondern ihnen hoch anzuerkennen, daß sie das menschenfreundliche Unternehmen mit ihrem ausgezeichneten GesangS, vortrag unterstützten. Hierdurch gestaltete sich der humane Act zu einer erhebenden Jeter für die Anwesenden. Möge es dem Letter dieses kleinen Verein«, Herrn Restaurateur Schnell, gelingen, noch recht viele Mitglieder für die edle Sache zu gewinnen, mögen die Etn- wohnrr Gießens tn bekannter Güte auch ferner ihr Schelflein steuern, damit tn folgenden Jahren tn gleicher Weife armen Kindern eine Freude bereitet und mancher be. kümmerten Mutter eine Sorge vom Herzen genommen werden kann. —t. — Mit freudigem Bestreben widmen sich unsere Gesangvereine dem deutschen Liede, um es zu pflegen und ihm eine heimische Stätte zu sichern bei jeder sich nur bietenden Gelegenheit. Es muß dieses Bestreben hoch anerkannt werden, um so mehr, da, der Gesang zur Veredelung und zur allgemeinen Erbauung beiträgt. Einen schonen Beweis dafür lieferte am Sonnabend die Bürgergesellschaft bei ihrer Weihnachtsfeier, welche durch ein Concert die rechte Weihe empfing. Die Leistungen des Gesangvereins unter Leitung des Hrn. Franz Bauer legten von der Umsichtigkeit des Dirigenten cm umfassendes Zeugniß ab. Neben dem Mannerchor, der wohlqeschult und pracis auftrat, brachte der erst jüngst gebildete gemischte Chor, welcher jugendlich frstche Damenstimmen zu den feinigen zahlt, das reizende Neßler'sche Lied: „Wenn sich 3iuei Herzen icheiden zu schöner Geltung. Eine angenehme Abwechslung bot die von Herrn Bauer vortrefflich vorgetragene Cavatine von Rass für Violine und durch ein Melodrama: „Die Weihnachtsfee" (Gedicht von Pfeil), Musik von Tschirch, fand das Concert einen würdigen Abschluß. Ein Jeder, der der Abendunterhaltung beiwohnte, wird mtt uns in dem Wunsch einstimmen, daß der Gesangverein blühen und fort; befielen woge, damit das schone deutsche Lied noch recht oft seinen Zauber auf dir Zuhörer ausube. Geduld und eine berufene leitende Kraft, das sind drei ^actorcn, die einem Gesangverein stets hohe Ehren eintragen. j a — Theater. n . . r,„ Gießen, den 28. December 1884. • u - leichtgeschürzten Erzeugnissen, welche der Humor heroorbringt, giebt cs ivohl felten einige, die sich eines wohlthätigen Erfolges erfreuen dürfen und 2 A ehrwürdiges Alter erreichen, wie dies bei Emil Pohl's „Goldonkel" der Fall ist. Derselbe begegnet uns hie und da noch heute als ein gern gesehener Gast, dient vielen Theaterdireettonen als Lückenbüßer und gefällt dem allgemeinen Publikum immer wieder. Warum auch nicht? Ein Jeder sucht sich gern einmal auf einige etunben dem Ernst des Lebens zii entziehen, um recht von Herzen lachen zu können ilnd dazu bietet der „Goldonkel" vollauf Gelegenheit, selbst wenn die Aufführung der Pofie an Mangeln zu leiden hat, wie am Sonntag auf unserer Bühne; ein ungünstiger Siern .waltete über derselben und manche peinliche Pause, manche Stockung machte sich >M Cnsemble bemerkbar^ wahrend auch der Souffleur zuweilen alle Hände voll zu thun halte. Bei einer Sonntagsvorstcllung kommen allerdings derartige Schwankungen Ä fwr und in mancher Hinsicht sind sie auch zu verzeihen; darum wollen wir dem Beachtenswerthen unsere Anerkennung nicht versagen und müssen deshalb in erster S 0 m m e r als Laura hervorheben. Das war doch ein Mädchen, welches fesch, sicher und adrett auftrat, mit einem Worte: „ein Capitalmädchen". Wir können uns kaum eine bessere Ladenmamsell vorstellen, als die des Fräulein Sommer. ■■?Cr m n 191 rS'-orJ°n Böhlke), sowie Fräulein Barnow (Rosamunde) beherrschten ihre Rollen vollständig. Herr Director Herrmann gab den alten Juden Blumen- kranz recht gut. Er hielt vor allen Dingen Maß und neigte in keiner Weise zur UÄ'^^bmig was die Darsteller dieser Rolle sehr gern zu thun pflegen. Die Titel- rolle befand sich in den Händen des Herrn Hendrich. Derselbe hatte den Charakter rech, treffend angelegt, wenngleich auch die Durchführung desselben mancherlei zu wünschen übrig ließ; wir setzen dies auf Rechnung kleiner Unsicherheiten im Studium. $ 91 m (tfjana) füllte sich, wie es schien, ein wenig unbehaglich in seiner Auf; öabe, wahrend sich Fräulein Belgrad mit ihrer undankbaren, kleinen Partie be- sneoigeno absand. __a__ flehen uns nach Neujahr zwei sehr interessante Theater- flnrf H geht zum ecstenmale das neue Treptow'sche Volks - i? i En Scene, bas sich auf allen deutschen Bühnen als eingebürgert hat. Am 5. Januar folgt in der Reihe der Benefice als C* bArr ^erEen & a 1 m und Hendrich der erste Thetl von Göthe's uns-«« k8 018 e,n kühnes Wagniß bezeichnen, das titanenhafte Werk SSnY xCt8 n< be m en0Dctpber ®‘m @i,lof|cr D,t0 Müller eine Zoster, Sophie Johanna, geboren mlttp,X^b^^^ope^r.ÄUlf(5eC SjtI @lr05 "" S°h°. Johannes Adam 6eE»ren$‘en219.2)@e™ember.®;m 8Inbrea3 8auber tin Sot>n ■ 6elnri qonnen werden- , „ ipr „ . . Wir laden zum Besuch dieser Vorlesungen, deren Ertragnisse allem dem Alice-Verein zu gut kommen, ergebenst ein. , . .. , . Der Preis ver Eintrittskarte zu den 5 Vorlesungen betragt für 1 Person 2 Jt, Familienkarten für 2 Personen 3 JL. für 3 Personen 4 u. s- w., der Preis einer Karte zu einer einzelnen Vorlesung In der Lifte, welche in diesen Tagen circuliren wird, bitten wir m Columne 1 die Zahl der Karten, in 11 etwaige besondere Gaben für den Verein 3. M. Bram m- f. lAna Iflöser^ gepr. Lehrerin. 8537 1. 2. NB. Am 15. Januar eröffne einen neuen Cursus und erbitte mir gefällige Anmeldungen in meine Wohnung, Wetzsteinsgaffe Nr- 10, part. Der Verwaltungsrath: Büchner, Kreiäschulinspector, Vorsitzender. Baist, Rechtsanwalt. Bramm, Bürgermeister. I. Han st ein, Fabrikant. Dr. Naumann, Pfarrer. Der Vorstand: Frau W. Han st ein, Präsidentin. „ C. B u ch n e r. „ M. Kau f. graut. E. Langermann. grau M. Weiffenbach. Neujahrskarten das treueste von verschiedenen Fabriken, sowie für die Sylvesternacht bengalische Belustigungsgegenstände empfiehlt in größter Auswahl 858i Julius «oos, Markt 12. Ausstellung von Schülerarlieilen. Zur Besichtigung der am 3. und 4. Januar, Morgens von 9 bis 12 Uhr und Mittags von 2 bis 4 Uhr, im Saale des „Hotel Vinhorn ausgestellten Arbeiten meiner Schülerinnen lade ich die verehrten Eltern derselben, sowie Freunde und Gönner hiermit ergebenst ein. Hochachtungsvoll einzuzeichnen. Die Vorträge sind: ™ L Vortrag: „Ueber das deutsche Volkslied." Realschullehrer Schwabe. Vortrag' „Einleitung zu Shakespeare's Sommernachtstraum und Vor» lesuna einzelner Stellen." KreiSschulinspector Büchner. Vortrag: „Ueber die Entwicklung der Telegraphie, nut Experimenten. Lehrer an der höheren Mädchenschule Dr. Molly. 4. Vortrag: „Richard Wagner". Realschuldirector Nodnagel. 5. Vortrag: „Heinrich Heine". Realschullehrer Dr. Mensch- Die Ankündigung der einzelnen Vorträge wird in dem „Gießener Anzeiger" und den „Oberhessischen Nachrichten" erfolgen. Gießen, den 30. December 1884. o539 Nalionalliberale Partei. Die Mitglieder und Freunde der nationalliberalen Partei werden hierdurch freundlichst eingeladen, an den geselligen Zusammenkünften der Gesinnungsgenoffen, welche am ersten Samstag jeden Monats, Abends 8 Uhr, im Cafe Balzer dahier stattfinden sollen, theilzunchmen. Die erste Zusammenkunft findet Samstag den 3. Januar 1885 statt. ' _... 8538 3. A.: Dr. Dittmar. Keilgeöolenes. Vorzügliches Helles Wiener und dunkles Münchener Bier (imitirt) 8540 empfiehlt Brauerei Fortsch. Reinste Cigarren, Cigar retten u. Cigarrettentabak empfiehlt billigst 8246 C. Roth. Arrac de Batavia, Arrac Mandarinen, Rum de Jamaica, Rum-Punscheffenz, Arrac- „ Burgunder- „ Coauac, Allasch, sowie feine und feinste »iqueur« .empfiehlt 8548 L. Kalkhof- Neujahrs Oratu- lationskarten in reichster Auswahl empfiehlt «J. P- Bismarckftraße. Sicher und schnell ist die Wirkung der aus der sehr heilsamen Spitzwegerichpftanze hergeftcllten und überall hochgeschätzten 8542 Spitzwegerich - Bonbons von Victor Schmidt & Söhne, Wien, bei Huste», Heitertet«, Verschleimung, Katarrhen rc. — Depot bet Fnedr. Felbel. Tür Sylveller-Abend empfehle: Bengalische Leucht stangen per Stück 12 H, 10 Stück JL 1,— 8552______Fn Seibel« Aechten Gmmenthaler Schweizer käse vollsaftig frisch eingetroffen bei 8547 L. Kalkhof. Meine Wohnung befindet sich nunmehr an der Nordanlage 89. 8353 ÄUg. Hug, Architekt. Danks,agimg. Allen Denen, welche mir bei dem stattgehabten Brandunglück so rasch helfend zur Seite gestanden, sage ich hiermit meinen herzlichsten Dank. Gießen, den 29. December 1884. $549 Carl Aug. Faber. vorzüglicher Burgunderwein per Flasche Mark 1.20 bei Abnahme von 12 Flaschen Mark 1.10 I em fiehlt " " " " L 8456 ‘cfarl Schwand s Delicatesscu-Handlung. Kaffee, Zucker, Theo, Chocoladc u. Cacao sowie sämmtliche Colonialwaaren empfiehlt billigst , ,8247 Ce Roth) am Ltndenplatz. Theilnehmenden Freunden widmen wir die Trauerkunde von Herzleidens eingetretenen Ableben unseres theuren Gatten und Vaters, des V«rean BeschästigMg 8564 empfiehlt des „Gießener mit Gelegenhei 8555 Familie Buchholz de» Redaction: A- Scheyd Fst. Goth Cervelatwurst Fst. geräuch. Leberwurst nicht übersteigt Als preijen in An iu vermiethen loHcnflnffe. MerstützlMg nid)t nachloinl sind mit Ausi den Arbeitsve zu versichern. G,weinde-k $eetibigun9.bt «eigene $ ®«tonfie 8557 miethen. 8560 8550 Ein Familicnlog bei Wwe. Plank 85 4G BKalkliof, im nicht vollendeten 58. Lebensjahr. Um stille Theilnahme bitten 8559 Ein Logis von 3—4 Zimmern mit Gartenantheil zu vermiethen bei Just. Unverzagt, Steinstraßc. Wermischte Anzeigen. Ein kräftiger Bursche von 1812Jahr, der mit Pferden umgehen kann, und dessen Bruder, 14'/r Jahr alt, suchen Stellung als Lauf- oder Pferdebursch, Knecht oder Ladcnjunge rc- Auskunft bei Verding. M. Magen, Gießen. 8493 Wermietlinngen. 8554 Franksurterstr. 69 ist wegen Versetzung der 2. Stock, 4 Zimmer, Küche und Zubh. b- z. 1. April n. I. zu vermiethen, auf Wunsch auch früher. Herrenhemden nach Maaß werden unter Garantie des guten Passens in kürzester Zeit geliefert. Greschw. Heerz, 7154 Neuenweg 7. gesetzlichen Na Die sicherungsW oder einer bei Die Beerdigung findet Mittwoch den 31. December, Nachmittags 3 Uhr statt. Die trauernden Hinterbliebenen Ottilie Bock, geb. Meyer, Clustav Bock. Alfred Bock. Adele Bock. Wiederui und es grüßt i ^.bürgerlichen °u'die Bergan unchtigen Morn umzieht somit Jahres. Wem ”*»■ so tret ^^rmig in Pon.ehernien)i Heute Morgen 11 Uhr entschlief sanft unser innigst geliebter Gatte und Vater Die Beerdigung findet Mittwoch, den 31. December, Nachmitta Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen- ~ Die heutige Nummer enthält 1 Blatt und 1 Beilage 2 Uhr vom Sterbehause (Tiefenweg) aus statt. Stadt-Theater. Dienstag den 30. December r Im Abonnenient- Novität! Novität Der Salontyroler Lustspiel in 4 Acten von G- v. Moser. Im Abonnement. Ludwig Pfaff. Um stilles Beileid bitten Die trauernden Hinterbliebenen Giessen, den 28. December 1884. Eine Stube mit Küche zu ver- __Asterweg 19. Eine Schlafstelle zu vermiethen. _______Wallt horstraße 65, in. Die Beerdigung findet Dienstag Nachmittag 3 Uhr vom Sterbehaus (Bahnhofstrasse 7) aus statt. 8541 Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, dass heute Abend 7 Uhr unser lieber Gatte, Vater und Schwiegervater Herr Theodor Lony nach kurzem aber schwerem Leiden sanft verschieden ist. Um stilles Beileid bitten Giessen, 27. December 1884. Bie trauernden Hinterbliebenen. Fabrikanten Siegmund Bock,