18S4L Samstag den 30. August -rr. 202 Erscheint läßlich mit A«Snahme des ötonttg* »nreatt : Schulsiraße 7. Gießen, am 28. August 1384. Prei» vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerloh«. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Politische Ueberficht. Gießen, 29. August. Kaiser Wilhelm erfreut sich zu Babelsberg auch nach der Rückkehr aus der Sommersrische des besten Wohlseins. Er wird sich es auch in diesem Jahre nicht nehmen lassen, an den bevorstehenden Manövern persönlichen Antheil zu nehmen, nur wird er den Truppen-Uebungen nicht mehr zu Pferde sitzend beiwohnen, sondern sich eines dazu bequem hergerichteten offenen Wagens bedienen. Was seine Begegnung mit dem Kaiser von Rußland anbe- langt so zweiselt man nicht mehr daran, daß dieselbe in den ersten September- Tagen stattfinden wird, obschon über den Ort der Entrevue auch jetzt noch nichts Bestimmteres verlautet. c , Die Tause des jüngsten Sohnes des Prrnzen und der Pren- zessin Wilhelm von Preußen, welche am 31. dS. stattsinden sollte, ist wegen dec Erkrankung der Prinzessin Wilhelm bis auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Die Bulletins über dar Befinden der hohen Patientin lauten im Allgemeinen beruhigend, der Scharlach-Ausschlag verbreitet sich in regelmäßiger Weise und ist erfreulicher Weise auch keine Steigerung des Fiebers zu constatcren. Aus Varzin kommen private Nachrichten, denen zufolge sich Fürst Bismarck heg besten Wohlbefindens erfreut. Der Reichskanzler hat auch in den Parlaments-Ferien sich auf seinem Sommersitze zunächst nur wenig Er- holung zu gönnen vermocht. Er hat der Entwickelung, bte sich gegenwärtig am Conqo vollzieht, die ernsthafteste Aufmerksamkeit gewidmet, der blSherlge Verlaus der egyptischen Frage ist von ihm gelenkt worden und den Abmachungen zwr- schen der englischen Regierung und der Cap-Colonie gegenüber ist er nicht lheilnahmlos geblieben. Die Conferenz mit Gras Ralnofp kam hinzu, welche von Neuem das Einvernehmen der beiden mitteleuropäischen Kaiserstaaten besiegelte und in der jüngsten Zeit ist die Thätigkeit des leitenden deutschen Staatsmannes augenscheinlich auch durch die sranzösisch - chinesische Streit - Affcure m Anspruch genommen worden? daraus deutet wenigstens der Besuch, welchen der französische Botschafter de Courcel am Dienstag dem Fürsten Bismarck m Varzin abgestattet hat, hin. Man bringt diesen Besuch mit einer Vermittlerrolle, welche Deutschland in dem Streite zwischen Frankreich und China angeblich zugedacht sein soll, in Verbindung und obwohl hierüber noch keine näheren Mittheilungen vorliegen, so ist es doch nicht unwahrscheinlich, daß der deutsche Reichskanzler seinen mächtigen Einfluß zu Gunsten einer Vermittelung zwischen Frankreich und China geltend machen wird. Das Ableben des englischen Botschafters in Berlin, Lord Ampthill, hat in den diplomatischen Kreisen Berlins und auch darüber hinaus allgemeine Thellnahme erregt. Ein Unterleibs-Leiden hat dem verdienten Diplomaten welcher England seit 13 Jahren bei der deutschen Regierung vertrat, nach nur kurzer Krisis ein plötzliches Lebensziel gesetzt. In dem dahingeschiedenen Botschafter starb seinem Vaterlande einer der bedeutendsten Staatsmänner und auch an dem Berliner Hofe wird man seinen Tod lebhaft beklagen, gerade in dem gegenwärtigen Momente, da Lord Ampthill es stets verstanden hatte, gute Beziehungen zwischen den Cabineten von London und Berlin zu unterhalten. Sein Haus war ein Stützpunkt edelster Geselligkeit und unter den diplomatischen Salons der Reichs-Hauptstadt jedenfalls der erste; es braucht woht kaum gesagt ic Heuer Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. SÖOOIO»"-- Minser : FZ-.kU a IM' , ;: SM Alitz 77? * I zu werden, daß die kaiserlichen Majestäten und fämnitliche Mitglieder des Kaiser- Hauses den innigsten Antheil an diesem Todesfall nehmen. Professor Heinrich Brugsch, aus dessen Feder wir die überaus fesselnde Skizze „Der Cholera-Mann" veröffentlichen, geht in einer politischen Mission wieder nach dem Oriente gegen Ende September. Gleichzeitig steht die Ernennung des berühmten Egyptologen zum Geh. Legationsrath bevor. lieber eine politische Kundgebung des Großherzogs von Baden, welche allseitig in Deutschland und Oesterreich freudige Zustimmung finden wird, ist Folgendes zu berichten; Bei dem Festmahle des deutsch-österreichischen Alpen- vereinr in Konstanz erwiderte der Großherzog von Baden in längerer Rede das auf ihn ausgebrachte Hoch, indem er seiner Theilnahme an den Interessen und Bestrebungen der Alpenvereine Ausdruck gab. Nach dem Berichte der amt- lichen „Karlsr. Ztg." schloß er dann mit dem Hinweis aus zwei hohe ehrwürdige Spitzen, denen gegenüber auch die geübtesten Bergsteiger sich bescheiden müßten, in ehrfurchtsvoller Betrachtung zu verharren. „Ich meine", fuhr der Grobherzog fort, „die Spitzen der beiden Reiche, Deutschland und Oesterreich, aus denen so viele Angehörige hier vereinigt sind. Ich fordere auf zu einem freudigen Hoch aus die Kaiser von Deutschland und Oesterreich mit dem Wunsche, es möge deren Freundschaft so sest begründet sein, als die Alpen begründet sind, welche wir bei hellem Sonnenschein von hier zu sehen gewohnt sind; es möge aus dieser Freundschaft den Völkern beider Reiche auch fortan der Frieden erblühen, welcher der Sonnenschein ist, der ihre Wohlfahrt dauernd zu sichern vermag." Ein nicht enden wollendes Hoch erscholl sodann auf bie Kasier Wilhelm und Franz Joses, und die Musik spielte die beiden Naiwnal-Hymucn. In Frankreich hat man selbstverständlich nur für die kriegerischen Ereignisse an der chinesischen Küste Auge und Ohr. Mit besonderer Ungeduld sieht man den weiteren Nachrichten von der Flottenaction des Admirals Courbet entgegen, da dem Anschein nach der französische Admiral mit dem größten Theile seiner Flotte aus dem Flusse Min, welcher bei dem vielgenannten Hasen Foutchou in's Meer mündet, in eine kleine Klemme geraten ist. Wie sich nämlich jetzt herausgestellt, ist Admiral Courbet mit einem Theile seiner Flotte den Min aufwärts gegangen und hat vom^Flusse nicht aber vom Meere aus. Foutchou bombardirt. Jetzt muß er nun die Rückkehr nach der Küste durch die unterhalb Foutchous an beiden Seiten des Min gelegenen chmeüfchen Forts — ober vielmehr an benselben vorbei — erzwingen, bie ihn zuerst hatten unbehelligt pasfiren lassen und bas wird nicht fo leicht fein. Die französische Flotte soll jevoch noch unversehrt sein unb wollen bie Franzosen bei ber ganzen Action vor Foutchou nur 4 bis 5 Mann verloren haben, während angeblich die ge- sammle chinesische Flotte von ihnen zerstört worben ist. Die französische Action an ber chinesischen Küste wirb in ben teitenben Lonboner Blättern in einer für ben franMschen Nachbar nichts weniger als liebenswürdigen Weise commmtirt. Die „Times , welche jetzt von ihrer Vorliebe für die Franzosen ganz zurückgekommen zu fern scheint, grebt hier- bei den Ton an und unterzieht besonders das Bombardement von Foutchou einer für Frankreich sehr Übelwollenden Kritik Daß die Engländer bet bent Bombardement von Alexandrien viel fchonungsloser, >a geradezu brutal vorge- gangen sind, das hat man an ber Themse ganz vergessen, Betreffend Die Errichtung unb Einrichtung der Fortbilbungsschulen- Gießen, am 28. August 1884. Die Großherzogliche Kreis-Schul-Commission Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Wir sehen der Einsendung der Schülerverzeichniffe, die genau nach der Instruction vom 13. Juli 1875, § VI, pos. 2 a. b. c. d., unter Hinweis auf diese Nummern aufzustellen sind, innerhalb 14 Tagen entgegen- Dr. Boekmann. Mi Bekanntmachung. l"M' 29. «»,,»« 1884. . «-». Betreffend: Die Ausspielungen auf Jahrmärkten, Kirchweihen und sonstigen Volksbelustigungen. Das Großhcrzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Anzeiger Nr. 295). Sie wollen etwaige Interessenten hternach bedeuten. a ° Dr. Jöoetmann. ___ ___— We Anzeigen. ] braves Dienstmädchen sucht. Bahnhofstr. 48,3. £ '■ Anfang Lclober ein nur mi Missen versehenes Dien- gesucht bei Friedr. Gregor! (Italic Arbeiter fofMt# auf Manfltn r Ehr. Roll III. Wtvt., Kanzleiber^b. “'“’Mteikn?01’*« ■ WZO Lorvsei«. nm.3u6iMr Stober l V ", ®Qrltnc skunst ert® Dtröli^ Tifr •‘“9186111 21 =™i'et6®°63 7 k C! llank, & Ätni kleines^ . I'.Markiplgt SchGnbergerN Wer mit MetnL pr. fofort zu »• ^Ludwig Lang, s^urktstr. (Wetterg. j suche w 1. Novecki m 'M Kindermädchen. ta igeln und nahen können, E- mzler GareiS^AlicenstrK in Mädchen von 14-16 W iaheres in der Exped. d. 8l-_ lag de» 31. Augufi! Grosses Lützellinden. >t ftmdliM ein 56 FestM W- Altenheime, EM' iS^iSfaS?» G 5126 Em gestriges 5 Uhr 50 Min. Abends abgesandteS Tele- die Forts von Kinpai von einer oberhalb der Forts gelegenen Stellung aus bombardirt. — Die „Times" bringt in einer Special-Ausgabe ein Telegramm aus Foutchou von heute 1 Uhr 50 Min. Nachmittags (6V2 Uhr früh hiesiger Zeit), nach welchem die Kinpai-Forts zerstört worden sind. — Ein Telegramm der „Times" aus Foutchou von heute 2 Uhr 20 Min. Nachm. meldet, daß sämmtliche VertheidigungSwerke am Min zerstört und die chinesischen Truppen aus der Flucht seien. Shanghai, 28. August. (Telegramm der „Agence Havas.") Die Forts am Min wurden am 26. ds., Abends, durch die Geschütze der franM- schen Flotte zum Schweigen gebracht. Gestern griff Admiral Courbet di Kinpai-- Forts an. Das Resultat der sehr heftigen Kanonade ist noch unbekannt. — Der tartarische General Changshitung ist zum ersten Commissionär im Norden und Süden, Totsunglang zum Oberbefehlshaber der chinesischen Truppen im Süden ernannt, Li-hung-chang behält nur den Posten eines Gouverneurs von Tschilin. Erkrankungen vorkommen. Paris, 28. August. In den letzten 24 Stunden sind in Marseille । 7, in Toulon 2, in Herault 6, in Aude 5 und in den Ost-Pyrenäen 19 Per- ! Ionen an der Cholera gestorben. Paris, 28. August. Em gestriges 5 Uhr 50 Mtn. Abends abgesandtes Telegramm des Admirals Courbet vom Mtng-Flnsie meldet: Die Operationen gegen den Fluß Mtngan sind beendet, alle Batterien des Feindes find zerstört, alle Geschütze uu- drauchbar. Der Angriff auf die Einfahrt zu den Kimpat-FortS hat begonnen. — Em Telegramm der „Agence HavaS" auS Hongkong von heute 6 Uhr 25 Mtn. meldet, daß der französische Consul und französische Kaufleute am 23. d. M. auf Befehl deS VtceköntgS aus Canton vertrieben und in Hongkong angekommen sind. Die Kathedrale in Canton wurde gestern von Volkshaufen bestürmt; auf Ersuchen der Consuln, welche die Bischöfe und Missionäre die Stadt zu verlassen bewogen, waren chinesische Truppen eingeschritten und hatten die Ruhestörer vertrieben. Paris, 28. August. Außer den kürzlich mit Martne-Transportdampfern nach Tongking gesandten 3200 Mann verfügt die Regierung e» forderlichen Falls noch über 2500. DaS Journal „Parts" will wissen, daß nach der Occupatton Keelungs Courbet sich der Insel Hainan bemächtigen werde. - Der „TempS" erklärt die Nachricht von der bereits erfolgten Occupatton Keelungs für verfrüht, die Occupatton werde erst nach einigen Tagen stattfinden. — Nach eingegangenen Nachrichten haben die Garnisonen von Sontay und Honghoa, in Verbindung mit mehreren Kanonenbooten, gegen die Banden der schwarzen Flagge, welche mehrere tongkingnesische Dörfer geplündert und deren Einwohner getödtet hatten, verschiedene Operationen unternommen. Die Banden der schwarzen Flagge haben bedeutende Verluste erlitten und sind in die Berge zurückgeworfen worden. Verlust der Franzosen vier Tobte oder Verwundete. DaS Delta ist in Sicherheit. Die Operationen gegen Langson sind wegen der heißen Witterung verschoben. Negrter hat sich auf Phulanggian zurückgezogen und daS Hauptquartier nach Bacninh Die Einberufung einer egyptischen Zanitäts-Tonferen;. Aus dem Gewirr von Nachrichten über die Gegenstände der Varziner Mtnister- berathung geht vorläufig nur so viel klar hervor, daß es sich um ernste Fragen gehandelt und daß auch unter den letzteren die egypttsche Frage im Allgemeinen, und besonders die egyptische SanitätSfrage, sich befunden hat. Man braucht nicht in die Geheimnisse der Diplomatie eingewetht zu sein, um dteS als nahezu gewiß zu betrachten. ES genügt, sich die Vorkommnisse der letzten Zett in'S Gedächtniß zurück- zurufen. Bekanntlich hat der Bevollmächtigte Deutschlands auf der Londoner Con- ferenz. Graf Münster, die Frage der egyptischen Sanitätspolizei zur Sprache gebracht. Im Princip stimmten ibm alle Mächte bet aber der Vorsitzende, Lord Granville, wies die Diskussion dieses für England so heiklen Themas brüsk zurück und da er in der Form Recht Hütte, weil ja die Conferenz ausdrücklich nur zur Regelung der egyptischen Fianzangelegenhetten etnberufen worden, so wurde Graf Münster mit seinem Verlangen abgewtesen. Das verhinderte aber den deutschen Kanzler nicht, in einer nächsten Sitzung nochmals die egyptischen Sanitätsverhältnisse auf'S Tapet zu bringen. Da merkte man sofort, daß Fürst BiSmarck dieser Angelegenheit besondere Wichtigkeit beimesse und selbst ein voraussichtliches abermaliges Refus nicht scheue, um nur England vor den Augen Europas als selbstsüchtig und gewissenlos zu stlgmatisiren, vornehmlich aber, um für die nächste Zukunft den Boden zu bearbeiten. Gleichviel, ob Baron Deren- thal, der deutsche Generalkonsul in Egypten, in Varzin weilte oder nicht, Thatsache ist, daß Fürst Bismarck nicht geneigt ist, dte Deutschland auf der Conferenz widerfahrene schroffe Zurückweisung in einer ganz Europa dtrect tnteressirenden Frage auf sich beruhen zu lassen. Durch die Vernachlässigung der egyptischen Finanz- und Verwaltungs-Angelegenheiten hat das nur auf die Pflege seiner Handelsinteressen bedachte England neben den armen ausgesaugten FellahS auch die egyptischen Gläubiger geschädigt; durch dte Verwahrlosung der egyptischen Sanitätsangelegenhetten aber hat eS ganz Europa gefährdet, welches nicht ruhig zusehen kann und darf, wie am Nil und am Suezkanal sich wahre Seuchenherde audbreitev, den ganzen Conttnent mit Jnficirung bedrohend. Darum verdient die Nachricht von der Möglichkeit der Einberufung einer zweiten Conferenz zur Berathung der egyptischen Sanitätsfrage hohe Beachtung. । Schon vor zwei Jahren wurde ein ähnlicher Vorschlag gemacht, aber dte europäische Diplomatie hatte damals brennendere Fragen zu erledigen. Nun hat dte tu diesem Sommer in den französischen Hafenstädten ausgebrochene Epidemie auch schon ganze Provinzen Italiens ergriffen und wenn ein Staatsmann von dem Ansehen des I Fürsten BiSmarck dte Frage der Reorganisation der egyptischen Santtätspoltzet energisch zur Sprache bringen wird, so dürfte der Erfolg trotz der Abneigung Englands gegen Verbesserungen, die theilwetse seine kommerziellen Interessen schädigen könnten, nicht ausbleiben. Die gsbietrische Nothwendtgkett wird über den britischen EgoiSmuS siegen und es kann keinerlei Zweifel unterliegen, daß bei Gelegenheit der Besprechung der speciellen egyptischen SanitätSzustände auch dte Nothwendtgtett einer allgemeinen internationalen Sanitätspolizei auf'S Tapet gelangen würde. t r, r, t Die Frage, ob das gegenwärtige Quaraotänesystem nicht reformbedürftig sei, ob die gegenwärtigen prophylaktischen Maßnahmen genügen, um das Verschleppen einer asiatischen Seuche zu verhindern rc-, ist wohl wichtig genug, daß sich dte europäischen Staaten ernstlich mit derselben befassen. Wir würden daS Znstandekommen einer Art I internationalen Gesundheitsamts mit Befriedigung begrüßen, denn daß die gegen- I wärtigen Internationalen Maßnahmen zum Schutze von Eptdemieen nicht genügen und I nicht wirksam sind, das einzusehen bedarf es weder der fachmännischen Gelehrsam- I fett eines Koch, Virchow und Pasteurs, noch des Scharfsinnes eines erfahrenrn I D^wmaten. Va^ner Entrevue auch nur das eine Resultat hätte, daß htn- I sichtlich der Einführung einer wirksamen internationalen Sanitätspolizei ein entscheidender Schritt geschieht, so hätten wir allen Grund, unS darüber zu freuen. Die Cholera hat sich jetzt im Lande der Citronen in einer Weise häuslich eingerichtet, welche die itallenische Regirrung vorläufig zwingt, ihre Aufmerksamkeit auf diesen Gegenstand zu concentriren. In den Städten Svema und Busca ist die Epidemie in geradezu schreckenerregender Art aufge- treten König Humbert selbst hat in Begleitung des Ministerpräsidenten de PreNs der letztgenannten Stadt einen Besuch abgeftattet und hierbei sowohl die Hospt- Mer als auch die Privatwohnungen, in denen sich Cholerakranke befinden, mit seiner Anwesenheit beehrt und dieses Beispiel königlicher Furchtlosigkeit kann nur ermuthigend auf die etwas deprimirte Stimmung in den verseuchten Städten einwirken. Bei seiner Wiederabreise hinterließ der König eine Spende von 10,000 Frcs. für arme Kranke. __ Aus Kopenhagen wird gemeldet, daß der Minister des Innern, van Skeel, aus Gesundheitsrücksichten seine Demission eingereicht habe. Vielleicht ist dies unter Hinblick auf die politischen Verhältniffe in Dänemark nur als eine Einleitung zu weiteren Veränderungen im dänischen Ministerium zu In Amsterdam hat am Dienstag die feierliche Eröffnung der internationalen Ackerbau-Ausstellung stattgefunden. Der Feier wohnten die Minister der öffentlichen Arbeiten, des Innern und des Krieges, mehrere Senatoren und Abgeordnete, der französische und japanesische Gesandte, die Mitglieder der ausländischen Commissionen und andere Notabilitäten bei. Die parlamentarischen Kämpfe in der belgischen Repräsentantenkammer um das neue Schulgesetz haben den Liberalen zunächst eine Niederlage gebracht. Mit 78 gegen 50 Stimmen hat die Kammer am Dienstag den grundlegenden ersten Artikel des Gesetzes angenommen und ist nicht zu zweifeln, daß sie auch das Schulgesetz im Ganzen votiren wird. Es dürste indessen dieser Umstand nur dazu beitragen, die in Belgien gegen das klerikale Regime im Gange befindliche Agitation zu verstärken. KNIW VkM «‘■'’ä; der Herren ” 3» H. Busch Chr. Lpr 0/Melchior, ALabroiffe i Dr ntl? Tch 5642 B n' A äs 'ZM 563g011128. i P, Telegraphische Depeschen. Wolff'S te!eg*. Lorresponderrz-Bnreau. Berlin, 28. August. Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin empfingen heute Nachmittag auf Babelsberg den Besuch Sr. K. K. Hoheit des Kronprinzen und , Sr. K. H. des Prinzen Heinrich. Um 4 Uhr fand ein größeres Diner statt, an welchem S- K K Hohen der Kronprinz und andere Mitglieder deS Königshauses, sowie der Minister Friedberg, Propst Borückner, der frühere portugiesische Minister des Aeußern Serpa-Plmentel und mehrere Generale theilnahmen. o_ . Ä | — Der -Reichsanzeiger" meldet: Der Kaiser stieg in Babelsberg am 25. ds., Nachmittags 6Vr Uhr, zu Pferde, verließ auf dem Ritte im Park den Weg, wöbet das Pferd in einen fast unsichtbaren Sperrdraht gerieth, dadurch das Gleichgewicht verlor und den Kaiser auf den Rasen abwarf. Der Kaiser erhob sich unmittelbar darauf und kehrte zu Fuß nach dem Schlosse zurück, ohne irgend welche Verletzung außer einiget' leichten Muskelquetschungen davongetragen zu haben. Letztere werden starke Bewegungen tn den nächsten Tagen nicht rathsam erscheinen lassen. Sonst sind keinerlei Störungen in den Ledensgewohnheiten des Kaisers eingetreten, ebensowenig tn seiner ^^Potsdam 28. August. Nach dem heute ausgegebenen Bulletin hat Ihre K. Hoheit die Frau Prinzessin Wilhelm eine etwas bessere Nacht gehabt und fühlt sich weniger schwach; auch ist eine allmälige Abnahme der Krankhettserscheivungen bemerkUch. $rebtflCr @flr[e hielt heute Mittag dte Tcauerfeier für den verstorbenen Botschafter Lord Ampthtll tn dessen Villa ab. Zugegen waren nur die Anverwandten Lord Arthur Rüssel mit Gemahlin und Oberst VtllierS. Unzählige Blumenspenden waren etngegangen, darunter auch solche von Ihren Majestäten dem Kaiser und der Kaiserin, Ihren K. Hoheiten dem Prinzen und der Prinzessin Wilhelm, sowie von dem gesammten corps diplomatique. Kiel, 28. August. Dte Handelskammer beschloß, eine Eingabe an den Reichskanzler zu richten, in welcher sie ihre volle Zustimmung zu der Vorlage, betr. die Dampfer-Subvention, ausspricht. £ f _ Frankfurt a. M», 28. August. Die für den 21. September d. I. in Aussicht genommene Generalversammlung des „Deutschen Colonial-Vereins" soll nach der nunmehr erfolgten Einladung in Eisenach stattfinden. Bern, 28. August. Aus das Gesuch des Staatsrathes von Genf um Aushebung des Beschlusses, durch welchen die Maßnahmen gegen die Cholera für Genf in Kraft gesetzt worden waren, beschloß der Bundesrath, da conftatirt sei, daß der Gesundheitszustand in Gens ein befriedigender fei, Gens von der ihm auserlegten Ausgabe zu entlasten, sofern bis Ende dieses Monats keine weiteren Vermischtes. A l sf e l d, 25. August. Eine im engeren Kreise stattgehabte Besprechung national- liberaler Vertrauensmänner hatte dte vorläufige Nomtntrung deS Herrn Fr. Kalle (Wiesbaden) zum Candtdatm für unseren Wablbeztrk (Alsfeld-Lauterbach) zum Resultat. Es muß auffallen, daß dte deutsch-freisinnige Partei noch nichts gethan hat, sich den 1881 gewonnenen Kreis zu erhalten und daß unser Abgeordneter Herr Lüders bis M noch keinen Bericht über seine Thättgkett erstattet hat. Bet energischer Agitation wäre der Bezirk der Partei zu sichern. , (ur* 8) Lauterbach, 27. August. Seit Kurzem befinden sich die Bewohner der Stadt Lauterbach und der Umgegend in einer kaum beschretblichen Aufregung, die ihre Ursache in nachstehenden Thatsachen findet. Auf dem Freiherr Riedesel'schen Hofgute Sickendorf bet Lauterbach wurde vor etwas über 8 Tagen eine kranke Kuh geschlachtet und deren Fleisch, nach Besichtigung durch den KretSthierarzt, zu ermäßigten Preisen an dte bet dem Schloßbau beschäftigten Arbeiter und an das Hofgesinde, sowie an eine Anzahl Einwohner aus den benachbarten Orten Wallenrod, Obersickendorf, Frischborn, Vadenrod, Storndorf u. s. w. abgegeben. Von diesen Leuten sind nun in den genannten Dörfern und bezw. auf dem Hofgute selbst etwa 30 Personen unter Erscheinungen erkrankt, welche,-nach ärztlicher Ansicht, dte Vermuthung zulaffen sollen, daß darander Genuß von Fletsch der erwähnten Kuh dte Schuld trägt. In den Dörfern Wallenrod, Vadenrod und Ober-Stckendorf Ist bereits je eine Person dieser Krankheit erlegen. Kretsgesundhettsamt, KretSamt, Amtsgericht, StaatSanwalt, Untersuchungsrichter und besonders zugezogene Sachverständige aus Gießen waren oder sind noch angelegentlich damit befaßt, dte eigentliche Veranlassung dieser bedauerlichen Vorkommntffe zu ergründen. Inwieweit dies bis jetzt gelungen ist, darüber verlautet noch nichts. Jedenfalls aber wäre es erwünscht, daß es gelingen möchte, die directe Krankheitsursache zu erforschen. Wie man nachträglich erfährt, sind ein Alsfelder Arzt und ein Hellgehül t aus Lauterbach in Folge von Verletzungen, die sie bet Secttonen von an jener Kranrym Verstorbenen erhalten haben, wenn auch nicht bedenklich, erkrankt. Auf das Ergevnm der etngeletteten Gertchtsuntersuchung ist man hierorts äußerst gespannt. — Von dem Freiherrn Rtedesel sind dem Vernehmen nach den armen Hinterbliebenen der -verstorbenen ansehnliche Unterstützungen in Aussicht gestellt worden, eia Verhalten, welches alle ^^^Nung^verd^ent^^^^ $Qben tm Wahlkreis Venshetm-Erbach als Candidaten für dte Reichstagswahl Herrn Oberlandesgerichtsrath Dr. Frank zu । Darmstadt aufgestellt. , _ . . «tu-*,* I — Die Dresdener Damenwelt hat, Dank der im Sommer wie im Wtnt I vielfach gebotenen Gelegenheit, tn der Schwlmmkunst einen ganz besonderen Grad vor Fertigkeit erreicht. DaS „Berl. Fremdenbl." entnimmt dortigen Blättern, daß man da Schwimmen aber auÄ nicht blos sportmäßig betreibt, sondern dabei ernstere Ziel Auge Sat. I- den OTartenbäbetn hat sich unter L-tlung her bewährten Schimm- lehrerin Fräulein Lauer eine Anzahl junger Damen vereinigt, um »^ttungSübung in Kleidern zu veranstalten. Diese muthtgen Jungfrauen stürzen sich in voll> . Wandung, mit Strümpfen und Stiefeln, in'- Wasser, um unter diesen beschwerlich^ I Verhältnissen ihre Schwimmtüchtigkeit auf die Probe zu setzen- Am Sonntag Morg verlegt. Brüssel, 28. August. Das Journal „Bruxelles" veröffentlicht wiederum eine Aufforderung an die Kathol'ken in den Provinzen, am nächsten Sonntag nach Brüssel zu kommen, um der klerikalen Gegenmanifestation beizuwohnen, welche trotz deS Verbotes deS Bürgermeisters stattfinden soll. Rom, 28. August. sCholerabericht.j Gestern wurden in der Provinz Bergamo 15 Erkrankungsfälle, davon 4 tn der Stadt Bergamo, und 13 Todesfälle kon- kastirt, tn Bologna 1 ErkrankungSfall und 2 Todesfälle, in Campobasso 17 Erkrank- ungs- und 6 Todesfälle, in Cuneo 27 Erkrankungsfälle, davon 26 in Busca und 21 Todesfälle. In Svezia 19 ErkrankungS- und 8 Todesfälle, in Mailand 1 Er- krankungs- und 1 Todesfall, tn Neapel 3 Todesfälle, in Parma 2 Erkrankungs- und 5 Todesfälle, in Pisa 1 ErkrankungSfall, in Turin 7 Erkrankung«- und 5 Todesfälle. t London, 28. August. Ein Telegramm der „Times", vom Mm der Kinpai datirt, melvst, Admiral Courbet habe gestern Nachmittag mit 2 Schiffen jjo ioioit Mv ’ Ä-- Mtflt Alhrtf vlld V *iä i; |(Wä »Irgi fi”6? wse«1111 w«. ®!” » 250 N"md blc 9«*« M Silit anD Die öiuv1 ia Iirhi würbe. Nun ist iA älaudt fein Vormittags soll auf dahiesigem £ mithe des Heinrich: Flur XXVni/128Vn raithe auf dk Sandkauter A „ XXVin/128’/,, garten daselbst meistbietend versteiger Gießen, den 2. Aug ^51 iteM * . *6e her f, 55Ä k-»*.st Kts^onftttu;, '««' imK ®*i- I btt! aft6,.ta"4t'"l?t ? '»;s ®”m5äIm! SAriv« B'S 55 Äff« S*4 Ba-on Deren! Jtert« Mt, Th-tsacheist. •ifiLtfSeni Dlbtr*t ■Iftrenbtn Frage auf sich bi- SS^L-^MOWZZ wvaafere baden, ist tn der Elbe bet Dresden nicht vereinzelt. y sWtvvcken in Gbtna.l In den neuesten .Beil. Wespen^ berichtet Herr “ J® „ n-Qt bd Mts.: Als die Chinesen bei Langson den Vertrag ^-LWSKLMSWiH 2i,R»n,n°m?f*Hf6en und d eseS nicht ungerochen lasten würde. Und so war eS auch. nt*t Saran Gud) nur eines seiner Augen zuzudrücken, sondern ver- Gt "hahAlna b e el«K Me eS den französischen Waffen beigebracht auch Ä«r auSwÄ Cbtna anderseits sah sich genöthigt Tusche zu bekennen und rüstete. L ^°^wetz - . Gähnen der Kanonen überlasten. Die Insel Formosa K etnem sartiltnflrabe, der auf 22 b.8 25 tax.rl wtrb. ®te ft frhJ'jr^Atbar unb herrlich aelegen. Echte Goldfasanen durchschnetden die Luft. Mucker ^Tabok ° Thee, Kaffee, kurz Alles, was man bei und nach Tisch braucht, Äl'fr.n Masten und wird von Tigern, Leoparden und Büffcln zerstampft. Im Ge- ^?stnde^ die Goldgräber viele Steinkohlen und beider her» sLenden Unsicherheit auch Baumwolle in Masten fort. Kurz, Frankreich hat nicht mit Unrech den dt^er ^nsel gefaßt. Am 1. d. M. kam ich hier, in dem Hafenort Keelung, « »Än batte die französische Geschwadron deS Admirals LeSpes Anker geworfen mb 0 danat< 250 mmtonrn Francs Die Stabt hatte bt.fr Summe E bei sich Mb bot eine monatlich- Ab,adlung non MO Francs. aua-n,»-inlich, um d e Frtwzosen ,» dte Löna- m iteben. Frankreich blltb aber unbmgsam unb -rmaßtat- die Forberung ÄSm Seien diel- nicht bis ,um nLchsten Morgen bezahlt, so wllrbe bas Bombarbement beginnen. Die Keelunger waren -erzwers-It. si- I-ng-n das alte no-iiche Nationallied oon dem Chine en. betn’8 ,u Herzen ging. d°d ihm dir Zop ,14 blnt.n btna; -r wollt- es g-Snd-rt hab-n. aber wie -r auch sich dreh e. -S hott dem Armrn nichts, bet Zoos hing ihm hint-n- Äll-8 Ulf in den verkrüppelten Schuhen tailloS durcheinander. Da - am andern Morgen mit dem '^'"Hahnrnchlag- floaen die ersten Bomben in die Stadt. Wo sie hinsielen. da wuchs, wie Überall, «rcs und die Bewohner hissen dutzendweise in dasselbe. Das dauerte etliche Tage, die Jtuprln kamen in solchen Massen, baß die Straften kaum zu passiren waren unb die Stadt athmete förmlich auf, als sie heute Bormtttag von den Franzosen de- sttzt wurde. Nun ist dte Insel Formosa in französischen Hönd-N. S-lbstoerstLnd. lid) glaubt kein Chinese, daß die Franzosen sie behalten werden, sie sagen lnl ihrer io 'S wer zu entziffernden Sprache, Frankreich könne ja auch >°"lt "tcht v-rtang-n das Elsaß deutsch bleibe. Etwas Wahres liegt darin. Ich schließe. Was werden b'e nöchsten Tage bringen? Mit tst -s, als müßten alle Ntchtsranzosen auSrusen' ,Ei vae viotis!“ „ Schiffsnachrichten. Bremen, 28. August. sPer transatlantischen T-I-graph.s D" Postdamps-r Kronprinz Friedrich Wilhelm. Capt. G.H. Meter, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen ist gestern wohlbehalten in Newyork angekommen. Bremen, 28. August. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampftt Braunschweig, Capt. C. Pohle, vom Norddeutschen Lloyd tn Bremen, welcher am 13. August von Bremen abgegangen war, ist gestern wohlbehalten tn Baltimore avgekommen. Kirchliche Anzeigen der Stadt Gietzen. 6 d a n g 11 i f d, e Gemeinde. Gottesdienst. Samstag, den 30. August Nachmittags 2 Uhr: Beichte, Pfarrer Dr. Nau mann. 12. Sonntag nach Trinitatis, 31. Auguft. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Dr. 9taumann. Vormittags 91/? Uhr: Pfarrer Dingeldey. Feier des heiligen Abendmahls. Kinderkirche, Vormittags 11 Uhr snach dem Abendmahls Pfarrer Schlosser. Abends 8 Ubr Bibelstunde in der Kleinkinderschule, Apostelgesch. Kap. 13, von Vers 16 an, Pfarrer Dr. Nauman n. Am Dienstag den 2. September, Vormittags 91/» Uhr, rotrb zur Feier des Sedanfestes ein Gottesdienst gehalten werden. Die in demselben zu erhebende Kollekte ist für die Kaiser-Wilhelms-Stiftung für deutsche Invaliden be- Pf277g<.sch8fte in der Woche vom 31. August bis 6. September besorgt Pfarrer Schlosser. Katholische Gemeinde. 13. Sonntag nach Pfingsten. Von 6 Uhr an: Beichte. Um 7 Uhr: Frühmesse und Austbeilung der bl. Commu- nion. ‘MO Uhr: Hochamt und Predigt. 2 Uhr: Andacht für die Abgestorbenen. Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Abend 6 o Uhr, Samstag Morgen 8 Uhr, Samstag Mittag 4 Uhr, Samstag Abend 7" Uhr. Temperatur am 28. August (Mittags zwischen 11 und 12 Uhr). Wasserwarmc der Lahn 13° R- — Luftwärme 15° R. tm Schatten. Rübsamen. mdVnwMnsS'AligrleM bedachte England neben bm !t «cschädigt; durch die $tr: r bat eS ganz Europas am Nil und am SuezkaruI t mit Jnficirung bedrohend lbrrusung einer zweiten Goü; öeachtung. hlag gemacht aber dte euro> erledigen. Nun hat die in irochene Epidemie auch se-' wohnte 3. Etage anderweit zu vermiethen. ______________ W. Senling. 5567 Ein möblirtes Zimmer zu oe? miethen.______________Westanlage lp I, 5430 Ein Zimmer mit Kabinet im Vorderhaus ist zu vermiethen, beziehbsr Dom 1. September an. ________Kart Sack II., Wallthorstraßc.^ 5030 Loyis, 3 Zimmer, 2 Cabinete nebst Zubehör, am Ludwiysplatz, ist per 1. October d. Js. zu vermiethen. Näheres bei________Anton Petri. 3507 Einige Logis in der Nähe des Cölner Bahnhofes zu vermiethen. Das Nähere bei Caspar Jung, Klein-Linden. 5562 Eine Familienwohnung, sowie ein fein möblirtes Zimmer mit Cabinet vom 1. Oktober zu vermiethen bei E. Harms, Metzger, Grünbergerstr. 30. 4753 In meinem Wohnhaus — Lud- wigsstraße 4 — ist in der mittleren Etage eine Wohnung von 6 Zimmern mit allem Zubehör und Benutzung des Hausgartens vom 1. Oct. l. I. an zu vermiethen. __I. Haustein. 5331 Ludwigsstraße 12, unterer Stock, 5 Zimmer rc., zu vermiethen. _______________________H. 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