en. die 1 Wres ® Sterbe- 3680 le KnzelM wärts tüchtige iü-i iriittt auf \®: Lohn gesucht. N d. d. U I Mark zu n Mx gl mt 3|o, xioä) A; itperjonen sofort 4*' /mit L. N. oct- M Ne. 12». Freitag den 30. Mai I58L nznger Wmeemrr «chnlstraße 7. Erscheint mit Ausnahme des Monta-K. ®reii vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerloh«. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Marl 50 Pf. Politische Ueberstcht. Gieße«, 29. Mai. Die Unsallversicherungsgesetz-Commission des Reichstages lhat in voriger Woche die zweite Lesung des Entwurfes beendigt und denselben im Ganzen nach den Compromiß-Anträgen des Centrums und der Conservativen gegen die Stimmen der Deutsch-Freisinnigen angenommen. Durch diese Anträge sind an der Vorlage nicht unerhebliche Abänderungen vorgenommen worden, als deren wesentlichste die Einrichtung von Landes-Versicherrmgs-Aemtern neben dem Reichs-Versicherungs-Amte erscheint. Die Verhandlungen selbst haben ■mit einer scharfen Dissonanz zwischen den freisinnigen und den conservativ- ilecikalen Mitgliedern der Commission abgeschlossen, welche aus einer Erklärung der ersteren und einer Gegenerklärung der letzteren hervorklingt. Die Deutsch- freisinnigen verwahren sich in ihrer Erklärung gegen die allen parlamentarischen ewohnheiten widersprechende Art, in der die Majorität durch Verabredungen außerhalb der Commission eine sachliche Durcharbeitung der Vorlage in der Kommission unmöglich gemacht habe. Dem gegenüber erklärt der Vorsitzende der Unfall-Commission, Frhr. zu Franckenflein, daß in den Verhandlungen nichts vorgekommen sei, was mit der Geschäftsordnung des Reichstages oder dem parlamentarischen Herkommen in Widerspruch gestanden hätte. Hoffentlich beeinflussen diese unerquicklichen Vorgänge nicht die weitere Berathung der Unfallversicherungs-Vorlage im Plenum, welche dem Vernehmen nach am 9. Juni beginnt. Inzwischen hat sich bas den Reichstag für den Rest der Session erwartende Arbeitsmaterial noch durch den Gesetzentwurf über von Reichswegen nach Ostasien und Australien einzurichtende Postdampfer-Linien, sowie durch die neue Börsensteuer-Vorlage noch vermehrt und somit auch die Session wieder in's Ungewiffe verlängert. In Börsen- und Handelskreisen erfreut sich die neue Börsensteuer-Vorlage gerade keiner besonders günstigen Aufnahme. Die Aeltesten-Commission der Berliner Kaufmannschaft hielt am Montag in dieser Angelegenheit eine Sitzung ab, in welcher der Entwurf im Allgemeinen bekämpft unb schließlich eine Commission zur Specialprüsung desselben gewählt wurde. Die Commission beabsichtigt, Vertreter aller deutschen Handelskammern zu einer Konferenz für nächste Woche nach Berlin einzuberusen. In der Angra-Pequena-Affaire ist Seitens der Reichsregierung ein bedeutungsvoller Schritt zu verzeichnen. Der Reichskanzler hat den kaiserlich deutschen Consul in der Kapstadt, Lippert, telegraphisch angewiesen, den dortigen englischen Colonialbehörden amtlich zu erklären, daß die Erwerbungen des Herrn Lüderitz in Angra-Pequena unter dem Schutze des deutschen Reiches stehen. Weiteres liegt in dieser Angelegenheit noch nicht vor. Die Session des österreichischen Abgeordnetenhauses hat i« voriger Woche mit der Annahme der Arbeiter - Ordnung ihr Ende erreicht. Dr auch das Herrenhaus im Laufe dieser Woche seine legislatorische Thätig- keit beschließen dürfte, so räumt nunmehr der Reichsrath das Feld den Einzel- Landtagen, von denen die Mehrzahl bereits in den nächsten Wochen zusammen- ■tritt. In den Schluß der Reichsraths-Session fiel auch ein heftiger Wahlkampf 'hinein, welcher sich in der Stadt Wien in Folge der nothwendig gewordenen Neuwahl zweier Abgeordneten zum Reichsrathe zwischen der liberalen und der -antisemitischen Partei entspannen hatte. Bei der am Montag stattgefundenen Wahl siegte im ersten Bezirk der liberale Candidat Dr. Kopp mit großer Ma- Hrität und auch im Bezirk Mariahils siegte der liberale Candidat Neuber gegen Ärn Antisemiten Pattai. In der Innern französischen Politik ist nun die Versaffuugs- "Remsion vom Ministerpräsidenten Ferry osficiell als die „piöce de rdsistence“, M der Angelpunkt, um den sich die inneren Angelegenheiten drehen werden, pwLlamirt worden. Nach den Erklärungen Ferrr/s in der Deputirtenkammer vird die Revision eine beschränkte und wesentlich auf die Stärkung der autori- tatwen Republik gerichtete sein; die Negierungsform selber soll in Zukunft iebei1 Discussion und „Revision" entzogen bleiben. In der Durchführung der Hrjassungs-Revision ist Herr gern) der Unterstützung der gemäßigt republikani- 'Hen Elemente sicher, während bekanntlich die extreme Linke der Deputirten- iaininer die Einbringung des betr. Entwurfes mit Hohn ausgenommen hat. Der voraussichtliche Widerstand der Radikalen und Anarchisten gegen die Revisions-Vorlage, welcher namentlich darin seinen Grund hat, daß dieselbe h agitatorischen Spielraum der extremen Parteien wesentlich einschränkt, hat indessen nicht viel zu bedeuten. Die ganze Situation in Frankreich ist über» (Wt zur Zeit den radikalen Bestrebungen nicht günstig; dies zeigte auch die -mmunistisch-anarchistische Demonstration, welche am Sonntag an den Gräbern Iber erschossenen Communards auf dem Pariser Kirchhof von Pöre-Lachaise Al sand und welche durchaus ohne Wirkung auf die Pariser Bevölkerung ge- Wen ist. Die langwierigen Vorverhandlungen, welche in London anläß- H der Conferenz zwischen Lord Granville, dem Minister des Auswärtigen und Äm französischen Botschafter Waddington geführt werden, scheinen endlich einem Nesriedigenden Abschlüsse nahe zu sein. Die gewöhnlich gut insormirte pPall 'M Gazette" meldet, daß das englische Cabinet in seiner am Samstag abge- Menen Sitzung beschlossen habe, dem Verlangen Frankreichs, die englischen Irippen sollten Egypten in zwei Jahren räumen, nachzugeben und ebenso der HanMschen Forderung bezüglich einer internationalen Controle zuzustimmen, welcher die letzte Entscheidung in den Finanz-Angelegenheiten Egyptens zustehen M Die unerwartete Nachgiebigkeit der englischen Regierung berechtigt zu der Erwartung, daß nunmehr dem baldigen Zusammentritte der Conferenz nichts mehr im Wege steht. Uebrigens stehen einschneidende Veränderungen in dem englischen Beamtenpersonal in der egyptischen Verwaltung bevor. Clifford Lloyd, bisher Unterstaatssecretär im egpptischen Ministerium des Innern, verläßt in diesen Tagen Kairo für immer und es sollen dann die von ihm ernannten englischen Beamten sofort verabschiedet werden. Der Ministerpräsident Nubar Pascha will überhaupt keine Europäer mehr im Ministerium des Innern anstellen lassen. Der kürzliche Besuch des holländischen Königspaares in Brüssel scheint auch einen politischen Hintergrund gehabt zu haben. Pariser Blätter lassen sich aus Brüssel melden, daß durch diesen Besuch ein Einvernehmen bezüglich der Thronfolge in Holland erzielt worden sei. Dasselbe gipfele in der Verlobung des Prinzen Balduin, des Sohnes des Grafen von Flandern^ mit der aus der Ehe Königs Wilhelm und der Prinzessin Emma von Waldeck- Pyrmont entsprossenen Prinzessin. Letzterer würde durch Revision der Verfassung die Thronfolge in Holland zugesprochen und somit ihr künftiger Gemahl, Prinz Balduin von Belgien, König von Holland werden. Die Bestätigung dieser immerhin sensationellen Mittheüung bleibt freilich abzuwarten. — Bet den am Sonntag in Belgien zum ersten Male nach dem neuen Wahlgesetze siattgefundenen Provinzialwahlen haben die Liberalen eine große Reihe von Sitzen eingebüßt. In den Ereignissen im Sudan ist seit einiger Zett ein gewisser Stillstand eingetreten, weder vor Khartum noch in der Gegend von Dongola und Berber hat sich die Situation wesentlich geändert. Was die Engländer anbelangt, so beschränken dieselben einstweilen ihre kriegerische Thätigkeit auf RecognoscirungS - Fahrten auf dem Nll. In der Gegend von Suaklm sott Osman Digma allen Einfluß auf die Führer der feindlichen Stämme verloren haben. Neutschrand. Darmstadt, 28. Mai. Se. Königl. Hoheit der Erbgroßherzog und die Großh. Prinzessinnen begaben sich heute nach Rnmpenheim zum Besuch der Kaiserin von Rußland und der dort weilenden Höchsten Herrschaften. —L Darmstadt, 28. Mai. [Brodle Kammer der Stände.) Die Kammer wird auS verschiedenen Ursachen nicht, wie bestimmt war, am 4. Juni, sondern erst Mitte dieses Monats zusammentreten. Der 2. Ausschuß hat für diesen Zusammentritt durch den Abacordneten Arnold Bericht über die Recommunicatton 1. Kammer, die Vorlage, betreffend die Enteignung des GrundeigenthumS, erstatten lasten. Dieser Gesetzesentwurf, wie er aus der Berathung 2. Kammer am Anfang dieses Jahres hervorging, erhielt mit wenigen Ausnahmen die Zustimmung des andern HauseS. Es bestehen nur 4 Differenzpunkte unb beantragt der Ausschuß bezüglich drei derselben Bttttitt zu d-n Beschlüstm 1. Kammer, schlagt jedoch Beharren auf dm früherm Beschlüstm bezüglich des Art. 2 vor. Art. 2 behandelt die Frage, „wer unter den Voraussetzungen des Art. 1, nämlich unter den Voraussetzungen, daß das Unternehmen dem öffentlichen Nutzen diene und volle Entschädigung geleistet wird, daS Recht der Enteignung auSüben bflrfe*, und bestimmt in Beantwortung dieser Frage, daß kraft Gesetzes 1) dem Staate, 2) den Provinzen, den Kreisen und den Gemeindm ohne räumliche Einschränkung jenes Recht zustehen soll, daß aber dasselbe au Andere durch landesherrliche Verordnung verliehen werden könne. Die 2. Kammer stimmte dem Entwurf nur insofern zu, daß dem Staate, ferner den Provinzen, Kreisen und Gemeinden das EnteignungSrecht ohne räumliche Einschränkung kraft Gesetzes zustehen soll, schränkte aber die Verleihung destelbev durch landesherrliche Verordnung dn, indem sie beschloß: 1) daß daS fragliche Recht durch land'Sherrliche Verordnung nur an Privatversoneu und Privatgesellschaften zu Eismbahnunternehmungen, ferner au daS deutsche Rdch und an einen deutschen Bundesstaat ohne Einschranfung auf ein bestimmtes Unternehmen, für beide Klasten von Unternehmer jedoch mit der Modificatkon verliehen werden dürfe, daß der Antrag auf Einleitung des Enteignungsverfahrens innerhalb bestimmter Frist bet Vermeidung des Verlustes deS verliehenen Rechts zu stellen fei; 2) daß zur Erwerbung des Enteigrungsrechts in allen übrigen Fällen der Erlaß dneS Specialgesetzes erforderlich sei. Die 1. Kammer stellte in ihrer neulichen Sitzung im Allgemeinen die Fassung deS Regierungsentwurfs wieder her, den die 2 Kammer durch ibre Fassung deS Art. 2 eingeschränkt hatte und beschloß in einem Art. 2a, daß Eigenthümer der zu enteignenden Grundstücke auf einem durch den zuständigen Beamten anzuberaumenden Termin etwaige Einwendungen, die sich jedoch nur darauf beziehen dürfen, daß bat Unternehmen nicht öffentlichem Nutzen diene und keine volle Entschädigung geldstet werde, geltend zu machen berechtigt sind. Der Ausschuß 2. Kammer ist nun, wie in dem Bericht niebergelegt, der Ansicht, daß die Beschlüsse deS andern Hauses nicht zur Annahme zu empfehlen seien, et erblickt nach wie vor in der zu großen Ausdehnung der Befugniß, auf dem Wege der Ver- ordnung das EnteignungSrecht zu verleihen, eine Gefahr für die Eigenthümer und sonstige Berechtigte und schlägt deßhalb nicht Beitritt zu den Beschlüssen 1. Kammer, sondern Beharren auf dem früheren Beschluß vor. Berlin, 27. Mat. Durch die amtliche Erklärung des Reichskanzlers, daß Angra-Pequena unter dem Schutze des deutschen Reichs steht, ist diese erste deutschr Colonialfrage in der Sache und in der Form entschieden und die Engländer werden sich der Thüsache gegenüber nunmehr beruhigen. Als Lord Derby unlängst seine für einen Minister höchst naivm Tmtzenmgen über den moralischen Anspruch England« auf die in der Rähr brttischer Besitzungen gelegenen Länder that und gar mit dem An- schdne eines Unterrichteten versicherte, daß Colonisattonsbestrebungen gar nicht auf dem Programm der deutschen Regierung ständen, ahnte er gewiß nicht, daß Fürst Bismarck' durch ein kurzes, aber entschetdendes Telegramm der deutschen Auffassung dieser Frage zum Recht verholsen hatte. Einen großen Erfolg hat der Reichskanzler übrigens m der nicht minder wichtigen zweiten afrikanischen Frage erreicht. Es wird auch hiev bestätigt, was unser Londoner Berichterstatter vor einigen Tagen meldete, daß ber Congo-Vertrag beseitigt ist; unsere Interessen sind auch an diesem wichtigen Duntte deL schwarzen ErdtheilS gewahrt. (Köln. Stg.) Vermischtes. Darmstadt, 28 Mai- IMMärbienstnachricbten.j Röchling, Pr.-Lieut. ä la suite des 8. Rhein. Jaf -Regts. Nr. 70, unter Belassung zu seinem Commando al« Adjutant bei der 28. Jnf.-Brigade zum 2. Großh. Jnf.-Regt. (Großherzog) Nr. 116 K la suite desselben versetzt; de Neufvtlle. Sec.-Lteut. von der Reserve des 1. Großh. Drag.-RegtS. (Garde-Drag.-RegtS.) Nr. 23, im activen Heere, und zwar als Sec.-Lieut. mit einem Patent vom 20. Mai er. bet dem 1. Großh- Drag -Rgt- (Garde,Drag -Rgt.) Nr. 23 angestellt. Laubach, 23.Mai. Im hiesigen Schlosse fand heute die Verlobung der Gräfin Magdalena Benigna zu SolmS-Laubach, zweiter Tochter des Grasen zu SolmS- Laubach und dessen Gemahlin, geb. Gräfin zu Stolberg-Wernigerode, mit dem Prinzen Heinrich XXVlll. Neuß j. Linie, Sohn des verstorbenen Prinzen Heinrich XII. Reuß j. Linie und dessen Gemahlin, geb. Gräfin Hochberg statt. Dieburg, 26. Mai. Am Samstag theilten hier zwel Brüder, Franz und Georg Reis, ihr von ihren Eltern ererbtes Vermögen. Darüber geriethen nun beide in Streit, letzterer ergriff ein Gewehr und schoß seinem Bruder durch den Kopf. Die Lokales. Gießen, 29. Mat. (Turnerisches.^ Bei dem am vorigen Sonntag tu Coblenz stattgehabten Confluentta-Turnfest war der hiesige Turnverein durch .Herrn stud. phil. Th. Hof vertreten, der sich dabei unter 124Bewerbern den 13.Preis errang. Wünschen wir, daß der hiesige Turnverein auch bei den im Laufe dieses Sommers noch statt- findenden Turnfesten ähnliche Erfolge zu verzeichnen habe. Gießen, 29. Mat. Wir haben leider heute wiederum von einer Messerstecherei zu berichten, bei welcher ein Menschenleben zum Opfer fiel. Gestern Abend nach 7 Uhr geriethen zwei Arbeiter in der Krauschffchen Wtrthschaft in der Schloßgasse hintereinander. Im Verlauf dcs Streites stach der eine dem andere» mit einem Messer in die Brust. Der Stich war derart, daß der Verletzte sofort umsank und, nach der Klinik verbracht, dort bald verstarb. Die Streitenden waren mit einander verschwägert und sind aus Landenhausen gebürtig. Aegypten. Kairo, 27. Mai. Der Gouverneur von Dongola hat telegraphisch hierher gemeldet, daß er die Aufständischen vollständig geschlagen habe und daß in den insurgirten Districten jetzt die Ruhe wieder hergestellt sei. Die Ausstän- Dischen hätten ihre Unterwerfung angeboten und sich sogar bereit erklärt, erhöhte Abgaben zu zahlen. Die telegraphischen Berichte des Major Kitchener in Ko- Totifo bestätigen diese Meldung. Literarisches. (Von Oeean zu Oeean.) Wir erhalten von der VerlagsbuchhaEng, A. Hartteben in Wien Oie erste, prächtig auSgestuttete Lieferung eines neuen- von A. v. Schwei ger-Lerchenfeld, das unter vorstehendem Titel »etneSchuo des Weltmeeres und seines Lebens" enthalten wird. Das vorliegende Hest e ° einschließlich des reich ausgestatteten Prospectes, nicht weniger als 20 SDurtr ° nC ferner einen hübschen Farbendruck: „Unterseeische Landschaft mit Medusen uv colorirte Karte. Diese Reichhaltigkeit in der äußeren Ausstattung entspricht ganz Programme des Werkes, da« in 30 Lieferungen 200 Illustrationen, 12 bilder und 15 Karlen enthalten soll. Die äußerst lichtvoll und farbig.6sch .Einführung" entrollt in großen Zügen die Tendenz dieses schonen Werkes, » * eine Zierde des diesjährigen Büchermarktes zu werden verspricht. .Von vcw Wunde ist zwar bedeutend, doch denkt man denselben am Leben zu erhalten. Der ThArr wurde gestern in das ArresthauS nach Darmstadt obgeführt. Offenbach, 27. Mai. Vorgestern Abend hätte auf der electrischen Bahn leicht ein Unglück passiren können und nur durch die schnelle und sichere Function der beiden Bremsen und die Aufmerksamkeit des Personals wurde ein solches verhütet. Um 11 Uhr hatte ein Doppelwagen vom Mathtldenplatz h er seine Rückfahrt nach Oberrad ongetreten, als ihm in der Frankfurter Straße nächst dem Markt ein inzwischen von der Centralftation abgelassener Exttazug entgegenkam; nur durch die größten Anstrengungen der beiderseitigen Wagenführer konnten die Züge zum Stehen gebracht und ein Zusammenstoß verhindert werden. Hannover, 24 Mat. Das leichtfertige Löschen einer Pestoleumflamme hat hier wieder einen bedauerlichen Unglücksfall herbeigesührt. Der 71jLhnge General, agent Horvemann, Bruder dcS Landtagsabgeordnet'n Senator Horneman» von hier, der eine vor seinem Beite stehende Petroleumlampe durch Hine-nblasen in btn Cylinder auslöschen wollte, wurde durch eine dadurch erfolgte Explosion in lebensgefährlicher Weise durch Brandwunden verletzt. Die Nachtkleider deS alten Herrn fingen durch daS umherspritzenve brennende Petroleum Feuer. Nach einem mehrtägigen qualvollen Schmerzenslager ifr Hornemonn gestorben. Petersburg, 26. Mai. Während die Einen al8 Ursache bc9 Eisenbahnunglücks bet Bologoje ein Verbrechen vrrmuthen (die Schienen sollen losgeschraubt und auseinander geschoben vorgefunden worden sein), meinen die Anderen, daß Unordnung und verfaulte Schwellen, sowie Mangel an Babnwärtern das Unglück verursacht hätten. Wie daS „B. T." meldet, wurde der Conducteur des Bagagewagens zwischen den Trümmern eingeklemmt, wobei eine Hand gegen den glühenden Locomotiv-Rost gedrückt war. Er hatte so lange gelegen, daß die Hand fast verkohlt war. Schwer verwundet wurden der Vice-Gouverneur von Orel, Herr Bers und Frau Brechmann. Nur die letzten Waggons des Zuges blieben in Folge der selbstthängen Bremsen unverletzt auf dem Geleise sichen. Die Hilfe auf der UnglückSftätte aus Bologoje traf erst um 5 Uhr früh ein, angeblich weil die Nachricht verspätet dorthin — 7 Km. entfernt — gelangte. Die auf der Station den Zug erwartenden Passagiere klagen dagegen in der „Nowoje Wrewja" über die Lässigkeit der dortigen Beamten. Der einige Stunden später von Moskau abgttassene Zug, auf welchem auch der Großfürst Sergei war, mußte vermittelst Signalpctarden angehalten werden. In früher Morgenstunde traf in Bologojr mit dem Petersburger Zug der Communikationsminister Poßjtt ein, welcher nach Jekaterinoslaw zur Eröffnung der dortigfn Bahn fuhr. Philadelphia, 24. Mat. Die Atlantic Petroleum-Raffinerie zu Point Brecze, nahe bet Philadelphia, wurde von einem Blitzschlag getroffen, welcher zündete und alsbald 40 000 Fässer Petroleum KL- »««712® * tw’W §;& KU rr:Z ÄS ^ttö8’6tn fiuflU, *1 «SjSj lück nm, .^OldlE wÄ^ 'L-.Z B'n dir § ©tunben hin, , gei n>«, ma ; : 'onbe tnfitiK J?*9« Jtakmä !?/ ^troIrumbiR 5"Wu, roobmii ;n; bchNGchztz lchLte Schabin^ ■ Gestern wch- 'U bringen unb^ Wnaunbfe Schaden von 2 g; ersönlichern M billigen angehöi>,b hberg war Grchx 'knd der HolM auihielt, als ch iben auf, dienE S. bleibt ali M „WaS geht Bi stfellerwehr." - > sthhilse in gemein!! Kafgeslhbuches |0 mberg alö Lerch i acht Tage lang m ÄaudnN : Amzrra ist ofii worden. Die c urch Glas E oendet werden, di gnren und WW! »ruck durch W cht nur ein Mjttji: tmig einer gleich^ von der Dpierc-; ß eine flr.feÄ.'- irgend welch nfc Festzeit auf W ihl sich noch tw bt] Die wp äS ■j, »iWt E ienuit« E w# rew ZK nb erbitte ime. 3«** Ingtbnlfle **• 51**5 -,Ä"3| ndlogen brt ^j Porten öir'®Li .,611,123 ® •ftTÄ*' 3e6«i0M* M Öcean* soll weder ausschließlich eine populäre Oeeanographie, noch vorwiege^ natur- wissenschaftlich oder rein geographisch, sondern dies alles zusammen sein. Don den rdvsikaltschen Verhältnissen des MeereS ausgehend, im weiteren Verlaufe die groß, orliaen Erscheinungen der Land- und Jnseldtldungen berührend, soll daS Werk die Kette ausführlicher geographischer Küstenschilherungen mit dem reichen organischen ^eben der Oceane verbinden und hierdurch daS schier unerschöpfliche Thema deS Gebens auf dem Meere" (Sck'ffer- und Fischerleben) in allen Zonen bildlich und j.rtlich dem Leser vermitteln. Da der Verfasser sein Werk zu einer ^Oceankunde« erweitern will — einer Discipltn. die kaum dem Namen nach besteht, werden schließlich auch alle, mit dem Oceane in Verbindung stehenden culturgeschichtlichen ^>ohkmungrn, von den urallen Kosmogonien biS zur modernen „Aesthetik deS Meeres" ausführliche Behandlung erfahren. In diesen knappen Zügen liegt ein Programm, wie es umfassender und reichhaltiger kaum gedacht werden kann. Bet dem billigen Preise (30 Str. — 60 Pf. — 80 MS. die Lieferung) wird daS schöne Werk zweifellos große Verbreitung finden. ___________________________________________________ Schiffsnachrichten. Bremen, 26. Mai. fPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Straßburg. Capt. H. Heineke, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 7. Mat von Bremen abgegangen war, Ist am 24. Mat wohlbehalten in Baltimore angekommen. Wafserwärme der Lahn. Am 29. Mai, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags: 13Va° R. — Luftwärme 14» R. Rübsamen. 200 Circa in Müller. 3743 Seltersweg 25, 3662 Blttthenmehl Sehr gute M 20 H und Nr. 1 zu 18 $ empfiehlt für bevorstehende Feiertage Gerichtsvollzieher. 3668 3721 vorzüglich wirkend, 25 50 20 60 Motten Mottenspiritus, I Mottensal;, I Mottenpulver, ( Naphtalin, J Knaben - Anzügen in Buxkin und Waschstoffen, sür jedes Alter passend, Confirmanden Anzügen, Bnxkin-Anzügen für Herren, in Sommer- u. Winterstoffen, feinen schwarzen Anzügen, Buxkin-Hosen, Mitag den 13. Juni, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Ortsgericht die Immobilien des Georg Derlei Flur XVllJ/26,3 687 Mir. Grabgarten an der Chauffee, rechts bei dem Steg, Flur XVIII/26.8 263 Mtr. Hofraithe daselbst zum letztenmale meistbietend versteigert w erden. Gießen, den 29. Mai 1884. Großb. Ortsgericht. die Frucht-" u. Mehlhandluna von ß. Gütz, Bahnhofstraße 60- Campher. Zu haben in der Drogerie von Otto Schaaf, empfiehlt 3672 Freitag den 30. d. Mls., Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Flett'schen Hofraithe dahier 1 Bett (vollständig), 2 Strohftühle, 2 Kommoden, 1 Tischchen, 2 Sopba, 1 Nachttisch, 2 Nähmaschinen, 1 Häckselmaschine, 1 Kleiderschrank und eine Wanduhr meistbietend versteigert werden. Gießen, am 28. Mai 1884. Geißler, Fernstes Burk sches Blnthenmehl, sowie alle sonstige» Ingredienzien zu Kuchen empfiehlt in besten Qualitäten billigst F©trl, 3682 vor in. G. E. Spruck. Wegen Mangel an Raum beabsichtige ich mein Lager in fertigen Herren- u. Knnbenkleidern gänzlich aufzugeben. Bestehend aus: Wein- Verkauf, Zu den bevorstehenden Feiertagen bringe mein "WeilX-Lager Flafchen wie in Gebinden in empfehlende Erinnerung. Apfelwein Aufruf. Der unterzeichnete Ausschuß verhehlt sich durchaus nicht, daß an die Einwohnerschaft Gießens, wie gewöhnlich, so auch in den:, jetzt, zu Ende gegangenen Winter zahlreiche und ernste Forderungen, gemeinnützige Unternehmungen zu fördern und die Noth der Mitmenschen zu bekämpfen, herangetreten sind. Dennoch muß auch er es wagen, feine Bitte um Beiträge laut werden zu laffen. Er wagt dies im Vertrauen auf die Einsicht der Mitbürger, die ja stets unseren Bestrebungen so reges Jntereffe entgegengebracht haben. — Heber die Thätigkeit des Vereins ist kurz folgendes zu sagen. — Die Leseabende und die Volksbibliothek wurden im verflossenen Winter, wie früher, von Herrn Lehrer Zörb geleitet. An 26 Leseabenden wurden von 1067 Personen ^1548 Bücher gelesen und außerdem 852 Bücher verliehen. Aus der Volksbibliothek wurden an 22 Abenden an 1873 Personen 2637 Bücher abgegeben. Vorträge wurden gehalten von den Herren Professor vr. Buchner, Architekt Hug, Reallehrer Schwabe und Realschuldireetor Sold an. Der Volksbibliothek wurden durch die Sparkasse, den Vorstand des Handelsvereins, Herrn Professor Dr. Pichler recht bedeutende Gaben zugewiesen. Auch wurden zahlreiche neue Anschaffungen aus disponiblen Mitteln gewährt und so bie Volksbibliothek in einen besseren Stand gesetzt. — Durch diese und andere nothwendige Ausgaben ist aber die Kasse des Vereins nahezu geleert worden. Wir richten deshalb an die Mitglieder des Vereins und überhaupt an die Bürgerschaft Gießens die dringende Bitte, uns auch diesmal wieder ihre energische Unterstützung zuzuwenden. Wir werden zu dem Zwecke nunmehr die Beiträge für das Jahr 1883 erheben lassen und geben uns der frohen Hoffnung hin, daß bei dieser Gelegenheit. die Zahl unserer Mitglieder sich erheblich vermehren wird. $^41 Gießen, im Mai 1884. Der Ausschuß des Bolksbildungsvereius. „ 15 Militär-Hosen, diversen Sackröcken, Jaquetts und Joppen, circa 60 Winterüberziehern und Kaiserröcken für Herren u. Knaben, „ 20 Sommerüberziehern Sämmtliche Kleider werden sehr billig, bedeutend unter dem Einkaufspreis abgegeben, um möglichst rasch damit zu räumen. Am liebsten würde ich das Lager ungetheilt an einen Wiederverkäufer sehr billig ablassen. 6254 Hermann Mat®, im früheren Heichelheim’fdjen Laden. Ocffentlichc Aufforderung. Nachbenannte Grundbesitzer beab- sichtigen, die ihren Namen beigefugten Liegenschaften zu veräußern vermahn aber das Eigenthum, b°z>°hungsw he dis Bezahlung des Kauftchillmgs urkundlich nicht nachzuweisen. I. Gemarkung Bersrod. Ludwig Hofmann HI »on da Flur I Nr. U, 15. II. Gemarkung Beuern. Heinrich Belloff II- Flur U Nr 548, -83. Flur M Nr. ? a Nur IV Nr. 174, 717. Flur V - von da Flur I Nr. 185, 203. IV. Gemarkung Daubringen. Konrad Bernhard von da Flur I Nr. 735. Margaretha Schwalb von da Flur IX Nr. 170. V. Gemarkung Lang-Göns. Anton Fuchs von da Flur V Nr. 296. Johannes Velten V. von da Mr l Nr. 736, 737. Flur V Nr. 36 und Flur XX Nr. 703. VI. Gemarkung Leihgestern- Daul Heß III. Wittwe von da Flur X Nr. 109. Christine Arnold von da Flur XVII Nr. 147. Facob Wagner von da Flur II Nr. 524. Es werden darum Alle, welche Eigen- tlmnis- oder sonstige dingliche Rechts- an.sprüche an vorbezeichnete Immobilien bilden zu können glauben, hiermit aus- ee fordert, solche so gewiß binnen sechs Wochen dahier anruinelden und zu be- grlinden, als sonst die Eigenthums- urfimbe ertheilt und der Eintrag in das Mutations - Verzeichniß verfugt werden wird. 3731 Gießen, den 26. Mai 1884. Grobherzogliches Amtsgericht Gießen, vr. Schäfer. Müller. Albert Kehrend empfiehlt in großer Auswahl zu billigen Preisen: Herren- und Knabenftrohhüte, Sonnenschirme für zerren, Damen und Kinder, Oberhemden, Kragen und Manschetten, Shlipse in allen Neuheiten, sowie sämmtliche Herrenartikel 3634 „Aurora" P. Kennel, Riegelpfad 12. empfiehlt seine Hand-* Rasen-Mähmaschinen und liefert solche unter Garantie zu billigsten Preisen. 3199 Wiederverkäufer gesucht. Feinsten vollsaftigen Schweizerkäse, Prima Limburger uno Harrdkäse empfiehlt billigst C. Roth, 3380 5. Wallthorstraße 5. Schutzmittel gegen selbstgekelterten, im Glas, Flaschen und Gebinden. An Wirtho billigste Berechnung. 3723 Hochachtungsvoll JEmit Sckmalt Neue Matjes-Häringe empfiehlt billigst 3630 __________S HlaofEer. Hochfeinen Souchong-Thee in V5- Vio-Pfund-Packung empfiehlt billigst C. Roth, 3381 ____ 5 Wallthorstraße 5. Ist. Wthmmchl (trocken und gesiebt) aus den Kunstmühlen des Herrn Ferd. Burk offerirt bei Abnahme von 10 Pfund ä 21 Psg. pr. 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