Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. 'M. Erscheint fftglitt) mit Ausnahme des Montags. IS unserer i Uhr, vom 4 e König v°m a M. I Ttadt-Theater | ?cr französischen Hauptstadt. Tie Geschichte lehrt gerade mit Bezug auf die ti so leicht erreabare Pariser Bevölkerung. KoL nft nur Verlust, welches Telegraphische Depeschen. Wolff s teLegr. Eorresponderrz'Bareau. Berlin, 28. Januar. Der verschobene Hofball ist auf den 4. Februar verlegt wordeu, damit der Kaiser demselben sicher beiwohnen kann. — Bezüglich der Aeußerung Windthorst'S im Landtage, er habe von Düsseldorf auS dem Generalsuperintendenten Baur eine Disputütisn angeboten und keine Antwort erhalten, wird die .Kreuzzeitung" von Baur um die Mitthetlung ersucht, daß er von einem solchen Anerbieten weder brieflich noch durch Zeitungen, noch sonstwie ein Wort gehött habe, also auch nicht in die Lage gekommen sei, da8 Anerbieten anzunehmen oder abzulehnen. — Bei dem Letchenbegangniß LaSker'S waren in der Synagoge anwesend die ReichstagSpräsiventen v. Levetzow, v. Heeremann, die früheren Minister v. Bernuth, Camphauscn und die Mitglieder der liberalen Parteien. Auch Conseroative und Klerikale waren anwesend, wie v. Behr-Schmoldow und Windthorst und einige Mitglieder der Universität. Oberrabbiner Fränkl entwarf ein Lebensbild LaSker's, alsdann widmete Friedrich Kapp dem Verstorbenen einen Nachruf und legte NamenS seiner Parteigenossen einen Kranz auf den Sarg. Der Zug mit LaSker'S Leiche nach dem Friedhof erfolgt programmmäßig. Prediger Maidaum hielt vor dem in der Halle niedergesetzien Sarg die Trauerrede und theilte den Beschluß der Judengemeinde mit. daß LaSker'S Leiche in der Ehrenreihe der Frommen ruhen sollen Hierauf erfolgte die Stnsenkung des SargeS. —- Der Volkswirthschaftsrath nahm in der heutigm Schlußsitzung die Grundzüge der Regierungsvorlage mit allen gegen eine Stimme an. Der Minister Bötticher dankte der Versammlung NameuS der Staatsregierung für die treue und gewissenhafte Thetlnahme an den Berathungen und hofft, dieHülfe des Volkswirthschaftsraths werde der Regierung auch künftig nicht fehlen. Wenn die ernste Arbeit, welche dem VolkS- wirthschaftSrathe in der diesmaligen Vorlage gewidmet worden, auch bei den künftigen Berathungen zu Tage treten, so werde die Thätigkeit des Volkswirthschaftsraths sich als Gäste. । Uhr. F. W Bureau r Schulstraße 7. Nr. 4 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 25. d. M., enthält: (Nr. 1527.) Verordnung, betreffend die Consulargerichtsbarkeit in der Regentschaft Tunis. Vom 21. Januar 1884. (Nr. 1528.) Bekanntmachung, betreffend die Einfuhr von Pflanzen und sonstigen Gegenständen des Gartenbaues. Vom 23. Januar 1884. Gießen, den 29. Januar 1884. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. f° leicht erregbare Pariser Bevölkerung, daß es oft nur eines Funkens bedarf, um diesen Zündstoff zur Explosion zu bringen, und das Bestreben, diesen Funken zu werfen, ist offenbar auf monarchistischer wie auf ultraradikaler Seite vor- hrnden. Bon den llltraradikalen läßt sich dies ohne Weiteres voraussetzen und was die Monarchisten, speeiell die Bonapartisten, anbelangt, so will die Regierung des Herrn Fern) die Gewißheit erlangt haben, daß die unter den Polizei- Sergeanten herrschende Unzufriedenheit direet von bonapartistischen Agenten hervorgerufen worden ist. Welche Maßregeln die französische Regierung zu Golitifchs Ueb-rficht. Gießen, 29. Januar. Der Kaiser ist wegen eingetretener Heiserkeit genöthigt, das Zimmer zu hüten, doch ist nicht der geringste Anlaß zu Besorgnissen vorhanden und nimmt der hohe Herr wie gewöhnlich die üblichen Vorträge entgegen. Nur wurde der erste SubscriptionS-Ball, welcher in voriger Woche stattsinden sollte, verschoben, da der Kaiser auf demselben zu erscheinen wünscht. Dagegen fand am Donnerstag auf ausdrücklichen Wunsch des Kaisers die für diesen Tag an- gesetzt gewesene große Cour im königlichen Schlosse statt, womit die Reihe der diesjährigen größeren Winterfestlichkeiten am Berliner Hofe eröffnet worden i|t Das preußische Abgeordnetenhaus hat in der letzten Woche seine Arbeiten recht rasch gefördert. In zweiter Berathung wurden die Etats ^er Eisenbahn-Verwaltung und der Bergbau-, Salinen- und Hütten-Verwaltung, sowie — am Freitag — die Secundärbahn-Vorlage erledigt; letztere ging an die Budget-Commission. Minister v. Maybach erklärte hierbei, den vielfachen Wünschen um Anlage weiterer Secundärbahnen stehe die Regierung nicht unsympathisch gegenüber, doch könnten alle Wünsche, so berechtigt die Mehrzahl auch sei, nicht auf einmal befriedigt werden. Eine recht lebhafte Geschäftsordnungs-Debatte entspann sich hierauf bei Tit. 9, Cap. 83 des Etats des Ministeriums des Innern (außerordentliche Remunerationen und Unterstützungen), m Folge des Richter'schen Antrages, das Haus möge sich gemäß eines frühe-M Beschlusses die aufgestellte Nachweisung bezüglich des Remunerations Fonds 'vorlegen lassen. Der Antrag wurde schließlich abgelehnt, Tit. 9 selbst bewilligt. Am Samstag beschäftigte sich das Haus außer mit verschiedenen kleineren Vorlagen mit dem Gesetz, betr. Abänderung der Zusammensetzung der Staats- schulden-Commission. Die Leiche Eduard LaSker's, welche am Donnerstag Abend mit dem Dampfer „Neckar" in Bremerhaven eingetroffen war und in der Wartehalle des „Norddeutschen Lloyd" gelandet wurde, ist am folgenden Tage mittelst Extrazuges nach Berlin übergeführt worden. Bei der Trauerseier in der Lloyd- halle waren der Bruder und der Schwager LaSker's, Reichstags-Abgeordnete, die Ausschußmitglieder des Bremer Neichsvereins und viele Hunderte Theilneh- mender zugegen. Der Bremer BürgerschästS-Präsident, dann der Reichstags- Abgeordnete Baumbach und der Prediger der Bremer Judengemeinde, Lewinger, hielten Ansprachen. Die Beerdigung Lasker's erfolgte am gestrigen Montag. Die Begnadigung des Bischofs von Münster, Dr. Brinkmann, ist nunmehr laut königlichen Erlasses vom 21. Januar erfolgt. Dagegen bringt die halbamtliche „Prov.-Correjpondenz" der römischen Kurie nochmals in Erinnerung, daß an eine Begnadigung der Erzbischöfe von Cöln und Posen nicht zu denken sei. Gerade weil die Negierung eine Versöhnung und keine Verschärfung der Gegensätze wolle, sei die Wiedereinsetzung der Herren Ledochowüki und Melchers undenkbar. Hier ; zu Pilsen 6'1 ;a£e Ebel 3 Uh, vom 675 Die große Sprachen-Debatte, welche am vorigen Donnerstag im österreichischen Abgeordnetenhause ihren Anfang genommen hat, ist eine der wichtigsten parlamentarischen Actionen, die je in Oesterreich gesvielt haben. ES handelt sich darum, der Anerkennung der deutschen Sprache als Staatssprache für Oesterreich eine festere Basis als bisher zu geben und foll die Regierung nach dem Wurmbrandt'schen Anträge veranlaßt werden, hierzu ein allgemeines Sprachengesetz vorzulegen. Daß die slavischen Mitglieder des Abgeordnetenhauses sich gegen den Antrag Wurmbrandt erklären würden, war vorauszusehen, gespannt war man aber aus die Haltung der deutsch-klerikalen Abgeordneten, da es hieß, daß eine Anzahl derselben ihr Deutschthum nicht so weit verleugnen würden, um gegen den Antrag ihres Stammesgenossen zu stimmen. Nun, es hat sich für die Herren ein Ausweg gefunden; die Fraktionen der Rechten haben sich zur Einbringung einer motivirten Tagesordnung vereinigt, welche den Reichsrath für competent zur gesetzlichen Regelung der Sprachenfrage -erklärt. Hinter dieser Erklärung können sich die deutsch-klerikalen Reichsraths- mitglieder verschanzen, wenn sie ihren Wählern Rechenschaft ablegen sollen; an der Ablehnung des Antrages Wurmbrandt ist sonach nicht mehr zu zweifeln. | Die Erregung unter den Pariser Arbeitern, welche auch die mirH Polizei-Sergeanten, wenn auch aus andern Gründen, erfaßt hat, beweist die i" i Ansammlung einer bedenklichen Masse politischen und socialen Zündstoffes in ergreifen gedenkt, um den Umtrieben der Anarchisten wie der Monarchisten ent- gegenzutreten und zugleich den wirthschaftlchen Nothstand zu beseitigen, ist noch nicht bekannt. Die Dinge in Egypten sind jetzt so weit gediehen, daß England nicht länger mehr den müßigen Zuschauer spielen kann. Trägt die EntsendunK Gordon Pascha'S nach dem Sudan vorzugsweise einen diplomatischen Charakter, so schreitet jetzt die englische Negierung zu einschneidenden militärischen Maßregeln. Es werden Vorbereitungen getroffen, um erforderlichen Falles sofort ein Corps von 10,000 Mann entsenden zu können und stehen dieselben einmal am 9W, so wird sich England wohl oder übel der Aufgabe unterziehen müssen, den Sudan zurückzuerobern. Welchen Preis dafür der Khedive zahlen müßtet davon giebt das Gerücht eine Andeutung, daß man in London entschlossen fei' die Verwaltung Egyptens einem lediglich aus Engländern bestehenden Ministerium zu übertragen, was gleichbedeutend mit der faktischen Degradirung des Pharaonenlandes zu einem Vasallenstaate Englands wäre. Die Ergebenheits-Adresse, welche der Moskauer Adel an Kaiser Alexander III. gerichtet hat, wird jetzt vom „Petersb. Regier.-Anz." in ihrem Wortlaute veröffentlicht. Eigenthümlich berührt, daß zu demselben Zeitpunkt ein längerer Artikel der Katkow'schen „Mosk. Ztg." erschienen ist, welcher die immer wieder auftauchenden Meldungen der ausländischen Presse über angeblich bevorstehende Staatsreformen in Rußland als in Nichts begründet bezeichnet. Der Artikel betont, daß die Autokratie des Czaren entschieden aufrecht erhalten werden müsse, die Rußland mit Mühe erworben habe und weist dann auf das „Gespenst" anderer Autokratien hin, die sich mehr und mehr der Geschicke des Landes bemächtigten. Es spiegeln sich in diesem Artikel nur die Ansichten des Petersburger Hofes wieder und so dürfte es mit den russischen Staatsreformen noch seine guten Wege haben. Auf der chinesischen Insel Hainan, welche die französischen Expeditions-Truppen eventuell als Pfand für die Kriegskosten-Entschädigung besetzen sollen, herrscht große Aufregung. Es wurden daselbst aufreizende Plakate gegen die Ausländer angeschlagen und ein Ausländer mußte sich vor dem wüthenden Pöbel in das englische Consulat flüchten. Es bestätigt diese Nachricht wiederum, daß sich die in China gegen die Fremden herrschende Aufregung keineswegs gelegt hat und die europäischen Regierungen werden gut thun, sich nicht allein auf die Versicherung der chinesischen Regierung, die Ruhe aufrecht erhalten zu wollen, zu verlassen. Kairo, 27. Januar. Nach einer telegraphischen Mittheilung aus Khartum meldete der Gouverneur von Dongola aus Berber, gestern seien 4 Abgesandte des mächtigen Stammes der Bicharieh in Berber erschienen, hätten ihre Unterwerfung angeboten und um die Erlaubniß gebeten, zur Vornahme von Einkäufen die Stadt Berber betreten zu dürfen. Zugleich hätten sich dieselben verpflichtet, für die Händler von den Karawanen auf ihrem ganzen Gebiete freien und ungehinderten Verkehr zu gestatten und zu erhalten. Der Gouverneur fügt hinzu, die Unterwerfung der Bicharieh's habe den Muth der Bevölkerung wieder gehoben, er hoffe, daß noch andere Stämme dem Beispiele der Bicharieh's folgen würden. Nr. 2S Mittwoch den 30. Januar 1884 luemer 8 o r a L e H. SelterSthor. Stadtverordneten-Sitzung am 4 Uhr. 7 . Ausbau der Ostanlage. 8 . Ausbau der Wilhelmstraßc. 9 Ueberwölbuna des Schoorgrabens in der Westanlage. 10 Den Steg über den Schoorgroben nach dem Wode scheu Garten betr. 11 Dm Fußweg über die Gansacker nach dem Philosophenwald bett. 12 . Der Feldweg In der Lichtenau. -°n Watzenborn be.m Füllen eines 1 säst nenei verkaufen, i DvMerM Nai werden in der' öffentlich meif versteigctt.' 2 PI 2 Cl IQ lW , Die Versteig, bestimmt statt. Gießen, den 1 676 1. 2. 3. 4. 5. 6. Die Quellwasserleitung. Zurücknahme verpachteter Triebviertel. Vermiethuvg des OctroierheberhSuschens am . Ntoelltrungsplan für die im Heegstrauch anzulegenden Wiese«. Wiegen, 29. Januar. Tagesordnung für die Donnerstag den 31. Januar 1384, • Prüfung der Rechnung vom Jahre 1882/83. Octroirückvergütung an das Militär. VM Rt S„6iNii Wit absoll Wtyft Gusta gR.taju, '«Mieite Jj Ms io Sag im ss£ Zltscb^' 'm H 5) Vreoieti K-i"> w*' ja Januar von Mrnberg, 6c g, Januar vo angckonuneu- Der Mord von Moridsdorf. Wien, 25. Januar. Am 15. Deccmber v. I. war Floridsdorf der Schauplatz eines schändlichen Verbrechens, indem der Pottzeiconclpfft Hlubek meuchlerisch ^^rdet wurde und schon wieder ist dort eine gleiche Schandthat begangen worden. Der Verlauf derselben ist folgenber:^ £(n ungemein tüchtig und xfl!chteiskig bekannter Detektive, wohnt Mühlschüttel Nr. 140 im Hause seiner Schwiegereltern. Heute früh um 3/ r nhx entfernte er sich aus der Wohnung, um sich auf das Polizei-Commissariat in Floridsdorf zu begeben. Der Weg von seiner Behausung zum Commisfanate führt über ein weites ödes Feld und dann durch eine Schottergrube von großer Ausdehnung, die unaesäbr zwei Meter tief ist. Von der Floridsdorfer Hauptstraße ist die Schotter- ^rube beiläufig 500 Schritte entfernt. Detektive Ferdinand Blöch hatte nun, wie erwähnt, diesen Weg eingeschlagen und war ungefähr in der Mitte der Schottergrube angelangt, als ein unbekannter Mann auf ihn zuttat und ehe er sich besten versah, Latte der Fremde aus einem Revolver großen Kalibers e ne Kugel -e-e«i ihn abgefeuert. Dieser Schuß verfehlte seine Wirkung, er traf den Detektive an der recht-« Handfläche und Blöch, welcher zu den „sinken" Menschen gehörte, stürzte sieg auf den Angreifer und versuchte ihm den Revolver mit der linken Hand zu Entreißen. Der Mörder konnte gleichwohl noch zwei Schüsse abgeben, der eine ging in Ne linfe ©ru^, ber undere in den Kopf. Blöch stürzte zusammen und starb bald darauf. Auf den Schuß eilten verschiedene Personen herbei. Der Erste, der auf dem Platze erschien, war de. Schuhmacher Johann Bieter, dessen Garten in seinem rüdwSrttgen an die Schottergrube grenzt. Er eilte zu der Gartenplanke und sah dort, ww ein Mann sich über einen andern beugte, der auf dem Boden lag, und ihm die Uhr aus der Tasche riß. Ehe B^er aber zu der betreffenden Stelle gelangen konnte, hatte der Un- Lekannte bereits die Flucht ergriffen und zwar wendete er sich gegen das alte (Strom; rett der Donau, das etwa 1000 Schritte vom Thatorte entfernt ist. Bäcker, den ein Blick auf den regungslos daliegenden Detektive, den er seit Jahren kannte überzeugt hatte, daß hier ein Mord geschehen sei, lief unter lauten Ruttn Enteilenden nach und alsbald schlossen sich ihm zahlreiche Personen an. Der Mörder lief mit ungeheurer Geschwindigkeit querfeldein, die Verfolger unermüdlich hinter ihm brdn und nach wenigen Minuten angestrengtesten Laufens hatte er bas Ufer des alten Donau- betteS erreicht und unterhalb des letzten Ausläufers der F/oridsdorfer Eisenbahnbrücke übersetzte er den seichten Donauarm, indem er über die in s Wasser gelegten großen Steine Hinwegschritt. Am jenseitigen Ufer, rechts °om Gisinbahndamm der waren mehrere Taglöhner bet der Schottergewinnung beschäftigt. Diese, die schon den großen Lärm von Western gehört hatten und nun sahen, w e «.n von einer großen Menge verfolgter Manu über das Wasser daherkam, ermatteten den Flüchtling, um ihn gleich beim Betreten des Ufers festzunehmen. Der Unbekannte aber schwang in jeder Hand einen Revolver und drohte Jeden niederzuschießen, der sich ihm nähern würde. Die Meisten wichen vor dieser Drohung scheu zurück und der Mörder wäre möglicherweise entkommen, wenn sich nicht einige wuthige Manner gesunden batten, die, her eigenen Lebensgefahr nicht achtend, auf den Mörder zugegangen waren. Es waren dies die Taglöhner Ferdinand Mellon, Johann Piller, Leopold Slroh und August Birner, die dem davoneilenden Mörder nachliefen. Mellon war der Erste, der ihn erreichte. Der Unbekannte feuerte rasch hintereinander aus einem seiner Revolver zwei Schüsse gegen Mellon ab, die ihn beide am rechten Fuß schwer verwundeten und sofort hinftteckttn, so daß er spater vom Platze getragen werden mußte. Als sich der Mörder anschickte, den dritten Schuß abzufeuern, strauchelte er plötzlich, der Schuß ging fehl und in diesem Moment hatten ihn schon Stroh und Piller gepackt und ihm den Revoler aus der Hand gewunden. Die beiden genannten Arbeiter, die jeder eine Hand des Mordgesellen festhielten, eskortirten hn Sann, unterstützt von der mittlerweile herbeigekommenen Wache, auf das Commissariat. Auf dem Wege dahin versuchte der Verhaftete einen teuflischen Plan auszuführen. Er «achte nämlich seine linke Hand ein wenig locker, machte eine Bewegung gegen seine Tasche, als wollte er sein Taschentuch hervorholen, zog aber statt dessen eine Dynamit- watrone hervor, die er mit voller Kraft zu Boden schleuderte. Der Mörder hatte ge- Lofft, daß die Dynamitpatrone auf einen Stein auffallen, zur Explosion kommen und eine fürchterliche Verheerung anrichten werde. Glücklicher Weise kam dieser entsetzliche Plan nicht zur Ausführung, weil die Patrone auf weiches Erdreich auffiel und dort Hecken |^3^an ^en Mörder auf das Polizeicommiffariat eskortirte, drohte das Volk, in welches die Kunde von dem entsetzlichen Verbrechen mit Blitzesschnelle gedrungen, UveifelSohne das bisherige Ansehen bewahren und auch in denjenigen Kreisen die ver- BÄrtnnung find.n -- ttr foMe b'sb-r °«,°gt °-md- Dam. f« b« Vorsitzende die Session. Herford dankt dem Minister für die Leuung oer welche in hohem Maße die Sachlichkeit und Ersprießlichkeit der Berathungen ge- -L SÄ'." S-O/ää MS® Ä” SAiÄ- ’’atUD1®öttinngene,n828a8ganUar. Der bekannte Professor Dr. Klinkerfues tzat sich heute auf der hiesigen Sternwarte erschossen. Dresden, 28. Januar. In der zweüen Kammer wurde heute der Antraa die Regierung m ersuchen, dem gegenwärtigen Landtage noch em Gcfetz 7°rzulegen wonach böswillige und schuldbare Steuer-Restanten einem Verbot des Besuchs von Schank- und Tanzstätten unterworfen werden dürfen, nach hestiaen Angriffen von Seiten des Abg. Bebel zur Schlußberathung verwiesen. ' München, 28. Januar. Wie die „Allg. Zeitung meldet, ist heute in Bregenz der durch verschiedene vädagogische Schriften bekannte Schriftsteller Irtnu"^.be^bSSr«±t^®« K..-gsmin.st-rlegt-h-u.e zwei oor^ b-treff-nd eia-n außkrardknMch-n Credtt für die varmnx «nb für den Neubau einer Kaserne in München, sowie sUc -vtluimLüurcrl Deckung ohne Anl-h-n.. Erört-rung der Vetttionen betreffs des Officier-Consumv-reMS wird der Antrag des Adg. puppert, du LiLki.S'7.", '.7 SiÄM » ä •«« w Ddä^erung des Arrondirungsgcsetzes wurde zmückgezogen, nachdem die Regierung für Äen Kadiften Landtag eine allgemeine Revision zugesagt. Wien, 28. Januar. Ein socialistischer Agitator, angeblich Brullmatzer heißend und zuletzt in der Floridsdorfer Pappendeckelfabnk beschastlgt, ist unter Verdacht der Mitwiffenschaft des Mordes an Bloech gestern am Sudbahnhofe verhaftet. Brüllmayer war am Thatorte gesehen worden, als der Mord Derübl^u^e^ Januar. Eine Telegramm der „Times" aus Khartum vom 25. ds. meldet: Der Versuch der von hier ausgesandten Dampfer, die Pontonbrücke über den blauen Nil zu zerstören, ,rst wegen des feigen Gaffer- standes mißlungen, die Aufständischen griffen die Dampfer an, wurden aber nach heftigem Kampfe mit starken Verlusten zurückgeschlagen. Laurvik, 28. Januar. Heute früh brach in dem am dichtesten bebauten Stadttheil Feuer aus, durch welches viele Häuser zerstört wurden. Mittags -war das Feuer noch nicht gelöscht. Verwischtes. Darmstadt, 26. Januar. Im Laufs des 4. Quarttls 1883 ftnb non Sr. Köntgl. Hoheit dem Gcoßherzog u. A-^nachstehende Sttfrungen und Vermüchtmffe bestätigt Ul>d hiernach die betreffenben Behörden zu deren Annahme ermächtigt worden^ Das VermächtAitz des Fabrikanten Gustav d'Orvrlle zu Michelstadt die ttrangelische Kircke daselbst im Betrage von 2000 JL, behufs Verwendung der sährüchen Binsen zur Anschaffung von Kleidungsstücken für bedürftige Confirmandkn; die Schenkung mch^rer Ungenannten an di- katholische Kirche zuHamdach zu Gunsten ^irckendaues in Unter-Hambach, bestehend in einer 4procentigen Eltsadethbahn-Prioritat im Nominalwerthe von 400 das Vermächtntß Sr.Köntgl. Hoheit des hochstseligew Großberzoas Fnedrich Flanz II. von Mecklenburg-Schwerin an das Dttlkomssenhaus ^Lfabetbenßtft^ in Darmstadt, im Betrage von 6000 Jä; folgende Schenkungen an die vorgenannte Anstalt: a. der Frau Schaoel in Darmstaot iüc den Neubau 300 d der Sparkasse G'.oß-Gerau 200 c. der Mathildenststtung in Darmstadt 200 d. der Wtttwe eines hümgegangen. n ehemaligen Darmstädters 3- B- -um^Anbenken desselben für ein Fretbett 2000 e. einer ungenannten Freundm des HaMes zur „Johannastistung" 300 die Schenkung der Mathlldenstiftung für bie Provinz Starkenburg an das Mathilben-Landkrankenhaus zu Darmstadt, iw; Betrage von 200> 9 bie Schenkung des Pfarrers Bott zu Heusenstamm an die katholische Kirche zu Obertshausen, bestehend in einem Altarbild rm Werthe von 1200 die Schenkung der Katharine Allendörfer zu Kle'n-Rohrheim an die katholffche Küche zu Gernsheim zur Stiftung zweier jährlicher Aemter, un Betrage von 300 das Vermächtniß des Geheimen Oberconsistorialraths Frey zu Darmstadt an den Kä» §Är ’^teSNg m >r. 1 Garten betr. irnalb bett. n beim Fällen eines - dem butnor: unb i fl >u Thetl geworden, ein nahezu aus- khrt durch Sp'el und in des Betteistudenterr ein Sophie König * ihrer Rolle löste : über eine leicht an- stigc und gut geschulte : Erscheinung und ihre ; bt ganz einverstanden * tlen beide Gäste AuZ- , n Posten. i und CivWen in der ' auf den Kopf erhielt r Ml dasselbe ein- r fliufitibt fitut: au§, t als das Anörennen ; auf dem Heuboden : *t«li 1883 M »°» : 8cn und L-m-chlmssi i bml eimächti-! worden: ; labt ot bte twtigtlfläe I 6 dir Mckchm 3* I nanbeit; bk 6chl ' Seit bis HSchftk««-» an b«8 StottmifffflM I olgtnbt e»«!"K 7 rfiSSSi! «ÄÄ611' :-ÄrK «tr^enbattfsnM^ futlB sS# S7.Z-LS f-S?Ä -SK ^HSZ n20ü4’ 111 ' a ,ützM ern E — Na» dm statistischen Ermittelungen des Verein« deutscher Eisen- und StahD «ndustrtellcr belief sich die Roheisenvroduction des deutschen Reichs (einschließlich Luxemburgs) im Monat December 1883 auf 292129 Tonnen, darunter 176 822 Tonnen Duddelrobeisen, 11431 Tonnen Spiegeleisen, 36 395 Tonnen Bessemer, 33 982 Tonnen Tbomosrobe'sen und 31199 Tonnen Gießereiroheisen. Die Production im December 1882 betrug 283 758 Tonnm. Vom 1. Januar biS 31-December 1883 wurden pcooucirt 3380788 Tonnen gegen 3170957 Tonnen im Vorjahre. — (Vocante Stellen für MilitSranwärter im Bereiche des 11. Armee-Corps.^ 1) Biebrich-Mosbach, Bürgermeisterei, Feldhüter und WegwSrter, 800 X Gehalt. 2) Darmstadt, Postamt, Stadtpostbote, 750 X Gehalt und 180 X Wobnungsgeld- zuschuß. 3) Hadamer, Corrigenden^Anstalt, Aufseher, 1000 X Gehalt und Dienstwohnung. 4) HerSfeld, Postamt, Postpock-tträger, 700 X Geholt und 108 X Wohnungs- geldzuschuß. 5) Treysa, Bürgermeisteramt, Feldhüter, 200 X Grhalt. Näheres bei den Bezirksfeldwebeln. Schiffs nachrichten. Bremen, 26. Januar. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Rhein, Capt. H. Winter, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 13. Januar von Bremen und am 15. Januar von Southampton adgegangen war, ist heute 7 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Bremen, 26. Januar. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Nürnberg, Capt. A> Jäger, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 9. Januar von Bremen abgegangen war, ist heute wohldehalten in Baltimore angekommen. Handel und Vermehr. Gießen, den 28.Januar. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund X 0.90—0.96, Hühnereier per Stück. 6—8 Enteneier per Stück 8—0 H, Gänseeier per Stck. 13—00 H, Käse Stck. 5—9 Käsematte 3 H, Erbsen per Liter 20 H, Linsen 32 Tauben per Paar 90—1,20 Hühner per Stuck X 1.00—1.50, Hahnen per Stück X 1.00—1.80, Enten per Stück vH 1.80—2.30, Ochsenfleisch per Pfund 70—00 Kuh- und Rindfleisch 54—60 Kalbfleisch 50—54 Schweinefleisch 60—00 H, Hammelfleisch 60-70 Kartoffeln per 100 Kilo X 4.00—0.00, Milch per Liter 13—18 H, Gänse per Pfd. H 42—54, Zwiebeln per Ctr. X 9—00, Weißkraut per Hundert X 5—8. Frankfurt, 28. Jan. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesiger und Wetterauer X 19—19Vr, fremder X 19-19V-, Roggen eff. hies. X 16—0«, fremder X 16—Vr, Gerste eff. hies. u. Wetterauer X 17—Vz, fremde X 17—19, Hafer eff. hiesiger X 141/2—00, fremder X 14—14Va. — Rüböl eff. ohne Faß hies. in Parthien von 50 Ctr. X 38. Branntwein eff. ohne Faß X 46. Frankfurt, 28. Jan. Der heutige Viehmarkt war stark befahren. Angetrieben waren 330 Ochsen, ca. 10 Bullen, ca. 330 Kühe und Rinder, ca. 365 Kälber. Die Preise stellten sich: -Ochsen 1. CuaL X 65—66, 2. Qual. X 56—58, Kühe und Rinder 1. Qual. X 58-00, 2. Qual. X 40—50, Kälber 1. Qual. 60—00, 2. Qual. X 48—50 per 100 Pfund Schlachtgewicht. Zur gest. Beachtung. Schriftliche Anfragen wegen Auskunftsertheffung über Inserate rc. können wir nur dann beantworten, wenn denselben eine Freimarke für die Rückantwort beigelegt ist. lieber Inserate bezüglich deren Offerten einzureicken sind, ist die Expedition zu keinerlei Auskunftsertheiluugen befugt. Offertenbriefe sind — soweit keine bestimmten I gegentbeiligen Abmachungen getroffen wirrten — in der (Spedition abniboleu. MerWsche Eisenbalinkn. I Mit dem 15. März d. I. treten die Frachtsätze unserer Station Gießen im rechtsrheinisch - bayerisch - österreichischen Holzausnahmetarif vom 10. August 1878 außer Kraft und werden durch neue nicht ersetzt. 680 Gießen, den 26. Januar 1884. Groflherzogliche Jagd-Verpachtung. Dienstag, d. 12. Febr. 1884, Nachmittags 2 Uhr, soll die Allein- und Koppeljagd im Mitgebrauchswald der Gemeinde auf weitere sechs Jahr auf dem hiesigen Nathhaus öffentlich meistbietend versteigert werden. Die Bedingungen werden im Versteigerungstermin bekannt gemacht, auch können dieselben von Pachtliebhabern nach Belieben auf dem Biirgermeisterbureau vorher eingesehen werden. Treis a/L., am 28. Januar 1884. Großh. Bürgermeisterei Treis a/L- Benner. 682 Donnerstag den 31. Januar, Nachmittags 2 Uhr, werben in der Flet t'fchen Hofraithe dahier öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert: 2 Pferde, 2 Chaisen, 1 Öeconomiewagen, 1 Pflug, 1 Egge rc. Die Versteigerung findet voraussichtlich bestimmt statt. Gießen, den 28. Januar 1884. Bühner, 676 Gr- Gerichtsvollzieher- Aeisgeöotenes. 1 fast neues Wägelchen preiswürdig zu verkaufen, desdl- 2 ante Hofhunde bei JE. Harms, 683 Schützenhof. Beate Valencia-Apfelsinen pr. Stück *1 Pfg. empfiehlt 688 __________S. 1Elsoffer* Äevolver mit Sicherheitsvorrichtung, wodurch beim Tragen absolut kein Unglück geschehen kann, empfiehlt Gustav Stahl, Neuenweg 11, neben der Musikalienhandlung des Herrn 396 W. Rudolph. Hierdurch zur gefl. Nachricht, daß brr so beliebte Wein a Schoppen 40 Ps. wieder ein getroffen und empfehle gleich- aeitig einen vorzüglichen 80er und S3er a Schoppen 50 Pf. A. Saame, Frankfurterftr. 11, 10 neben dem Hessischen Hof- Brennholz MH Dualität. Mtr. X . per ins Haus geliefert.) (Bei 10 Ctr. frei Der ächte zu haben, 384 Carl ScliwaaBs’s Delicatessenhandiung. Feinstes Wiener Export empfiehlt 644 452 Lc.Mj-LKNMMMVW 568 Lindenplatz. Man verlange auf jeder Flasche die viereckige Etikette mit der Unterschrift des General-Directors. // n ii VFB TT ABT. F, L1QUEUR BET^fcDICTINE Brevetee en France et ä TE tränier. Ctr. M C. Kolli, Wallthorstraße 5. 549 Eine Parthie Felgen «n» Speichen stnd billig abzugeben bei Caspar Jung, Klein-Linden» 7 00 8.00 9.00 1.20 1.20 Liqueurs zu führen. In Giessun bei Emil EisclafoaclÄ, H. Kinkel, Conditor und Einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum die ergebene Anzeige, daß ich meine Pferds-Metzgerei in dem früheren Laden des Herrn Netter, Scltersweg und Teufelsluft- gartchen, betreibe. _ 60.2 Gießen, 23. Januar 1884. W. Bruck. beste Tannenholz . geschnitten . • gehackt . . . Buchenholz U RestÄuratiVN Feldhaus Grünbergerstrahe. Veilchen-Abfall-Seife in vorzüglicher Qualität empf.: a Packet (3 Stück) 40 H Georg Petri Wwe-, Friaeur- G eschäft, Selters weg 43.391 Die Destillerie der Abtei zu Fdcamp fabricirt ferner den Alcool de Mentho und das Melissen-Wasser der Bönedictiner, vorzügliche, äusserst gesundheitsfördernde Mittel. Främiirt mit der Königlich Preussischen Goldenen Staats • Medaille, sowie mit den höchsten Auszeichnungen auf allen Welt und vielen anderen Ausstellungen Alleinige Niederlagen in Giessen lilir bei PH. LÜDEKING. H. KÜHN. Alle souranten Liniatnren stets am Lager. Extra-Änfertigungan in kürzester Frist. Vervollkommneter Metall-Draht-Einbanrt Verkauf zu Oriqtoal-Fabrik.Proisen. Cokes, mit der Maschine zerkleinert und gesiebt, für Füllöfen Jeder Art. Gegenwärtiger Preis in der Gassabrik Jl 1,00 per Centner, unzerkleinerte Cokes „ „ ,, „ 0,95 „ „ Transport an das Haus . . . . „ 0,05 „ Das Bringen der Cokes an das tzaus erfolgt von der Gasfabrik aus bei Abnahme von mindestens 5 Centnern, von Herrn Emil Pistor auch in kleineren Quantitäten.§6 Destillerie der Abtei zu Fecamp (Frankreich) Ethier ßenedictiier-llpeur vortrefflich stärkendes Verdauungsmifctel, Reinen vorzügliche« ' ■ LPfd. 47^ ______ Benedictiner-Liqueur ist bei den Nachfolgenden welche sich schriftlich verpflichteten, keine Nachahmung dieses Hanscouvetts mit Firmendruck in allen Farben und AuMätm v»n 2.SV pro mille an und höher empfiehlt Ottmar Köhler, Bienenhonig Bestes Apfelkraut Feinstes Apfelgeloe Feinste Marwelade „ 16^ „ 43^ „ 40 H 26 An^r. Euler, Nordanlsge 5. zu haben bei 472 Elsoffer. Kinder - Heilstätte - Lotterie Haupt-Gewinn im Werthe von 50000 Mark. Ziehung 15. März. Loose ä X 1,10 incl. Franco-Zusendung der Ziehungsliste. 11 Loose für 10 X empfehlen 489 Gebrüder Henrleh, Wetzlar♦ tytima Limburger Käse, pr. Pfund 41 H, la Bollsaft. Scbwcizerkäfe. pr. Pfund 95 Prima Kieler Sprotten, goldgelbe Waare, pr. Pfund 80 LachShäringe pr. Stück 15 Bücklinge pr. Stück 8 Prima Hou. Dollhäringe, pr. Stück 6 H, offerirt 471 S. ElsofEer. tiesebäftsbaus in bester Lage der Stadt zu verkaufen. Anfragen sub A. Z. an die Expedition dieses Blattes. 341 Geschälte Victoria-Erbsen, Heüer-Linsen, Meiste Bohnen, Eingemachte Bohnen, Csstggurken, Vorzügliches Sauerkraut, Feinsten Schweizer-, Haud- und Limburger Käse, Häringe unb marinirte Häringe empfiehlt billigst Baron Dleblg’s Malta • Legumlnose * Mehl, -Chocolade und -Chocolade-Palver von Starker & Pobuda, Kgl. Hoflieferant, Stuttgart. 142 Beste blutbildende und leicht verdauliche Nahrungsstoffe für Kinder und Erwachsene, von vielen medicin. Autoritäten warm empfohlen. Niederlage in Gie6en bei Carl Schwaab unb H. Kinkel, Conditorei. Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntniß, daß wir die Vertretung Httb den Alleinverkauf unserer Anthracitkohle Herrn Job. Fischer, Glessen übertragen haben und ist derselbe zu Auskunftsertheilungen und Entgegennahme von Aufträgen jederzeit bereit. Unsere gewaschene Anthracitkohle ist von unverbrennlichen Theilen, dem Schwefelkies, Steinen und Schiefer, befreit und führt nur ein Minimum von gasförmigen Bestandtheilen, verbrennt ohne merklichen Rauch und Geruch und setzt keinen Ruß ab; sie besteht neben den etwa 4—5% betragenden Rückständen fast nur aus Kohlenstoff, ist sehr hart, backt nicht, rutscht in Füllöfen infolgedessen leicht nach, brennt außerdem sehr sparsam bei Entwicklung einer intensiven Heizkrast. In Deutschland ist das Vorkommen am PLesberge das einzige eines wirklichen Anthraeit'S; die sonst als Anthracit in Handel gebrachten Kohlen sind sog. magere nicht backende Kohlen, mit einem gegen Anthracit bedeutenden Gasgehalt, welcher ein schnelleres Abbrennen der Kohle bedingt. Unser Vertreter hat stets Lager unseres Produktes. 687 Osnabrück, den 25. Januar 1884. Direktion des Städtisch Dsnabrück'schen A Slrinkohlenwerks am Piegberge. Zur Warnung HI Stets finden in der menschlichen Gesellschaft (und das mit Recht) Verwünschungen gegen den noch immer im Geheimen getriebenen Wucher statt. Wir werfen hier bezüglich dessen auf die Mittel hin, die allein im Stande sind, der Wurzel des Wucher- Lhums die Lebensader zu untergraben; es sind dies bekanntlich: „ernstes Streben nach Bildung, und im notwendigsten Falle Benutzung der Vor'chußkassen." Aber auch ein neues Uebel tritt epidemisch auf, das an Wucht und Unverschämtheit fast den Wucher in Schatten stellt. Es gibt Individuen, welche es benutzen, bet bevorstehenden Verlobungen als unberufene Eindringlinge mit einer bewundernswerten Fertigkeit als Vermittler auf ihr Opfer zu fallen und bei den von Liebe und Glückseligkeit erfüllten Verlobten oft ein ergiebiges Feld für ihre unhumanen, unmoralischen Gelderpressungen finden, weil sie ihren Angaben nach es in der Hand haben, die Heirat entweder zu Stande zu bringen oder sie zu verderben. Im etwaigen Mißlingen ihres Planes werden Verleumdungen ausgestreut, um die Verlobung wieder rückgängig zu Machen. Auch in unserem Orte treibt ein solcher — Mensch sein Wesen, und möchten rvir im Interesse etwaiger heirathslustiger Personen dringend ersuchen, solche Com- missionäre mit Verachtung zurück zu weisen, dann wird für die Zukunft ein derartiges Treiben unmöglich gemacht! Heirathet nach eigener innerer Ueberzeugung und beherzigt Schillers Worte: „Es prüfe wer sich ewig bindet, ob sich das Herz zum Herzen findet, — der Wahn ist kurz — die Reu' ist lang!" nur dann wird er das wahre Glück der Ehe genießen können. Laßt euch deshalb nie von einem (nur dem Materialismus Lebenden) Menschen beeinflussen!!! Beuern, den 24. Januar 1884. 684 Viele hiesige Orlsbürger. GesdräMffDiing ii. Gnipl'elHun^. Einem geehrten Publikum von Gießen und Umgegend mache hierdurch die ergebene Mittheilung, daß ich vom 15. Februar ab an hiesigem Platze, in dem neu erbauten Hause des Herrn Jul. Buch, Wettergusse 3, eine Filiale meiner Strohhut-Fabrik (bestehend seit 20 Jahren in Darmstadt) errichten werde. ES wird mein eifrigstes Bestreben fein, meine werthen Abnehmer ganz besonders in Neuheiten dieser Branche auf das sorgfältigste und billigste zu bedienen. Alte Hüte werden gewaschen, gefärbt und nach den neuesten Fa^onS geändert prompt innerhalb 8 Tagen. Modistinnen und Kürschner genießen besonderen Rabatt. Gießen. Wettergaffe 3. Hachachtungsvoll D. Bertrand» Wilhelm Kramer, Gieß«, Bleichstraße Nr. 3, j Verkaufs«Vermittelung von Immobilisu keder Elrt. Uermieihung von Wohnmrgen wtb GeschLstslohalen. 380 Gesucht ” für Anfang Mai ein Logis von etwa 3 Zimmern, Küche, abgeschlosienem Vorplatz für eine einzelne Dame in der Nähe der Südanlage. Offerten mit Preisangabe in der Exped. d. Bl. abzugeben. ______ 446 547 Eine tüchtige Person für Hausarbeit gesucht. Näheres in der Exp. d. Bl. Lehrling für ein hiesiges Fabrik-Geschäft für jetzt oder später gesucht. Zu erfragen in der Exped. d. Bl. 678 645 Ein tüchtiges Dienstmädchen auf sofort gesucht von H. Kühn, Seltersweg 36. Mwerßtätsapotheke zum goldenen Engel von He OoHnMiim» Ich zeige hiermit ergebenst an, daß ich die Uerwaltung meiner Apotheke meinem Schwager, Herrn Apotheker H. Stachelhausen, übertragen habe. Derselbe war bereits früher in der Apotheke thätig und wird das Geschäft in derselben gewissenhaften Weise weiter- führen, wie mein mir leider so früh entrissener Manu. ,6,________Iran Apolhekcr CoUmann. Evangelische Ermeindevertreiung. Die geehrten Mitglieder der Gemeindevertretung lade ich hierdurch ergebenst ein zu einer freien Versammlung auf Dienstag, den 29. Januar d. I., Abends 8 Uhr, in das Cafe Ebel (Herr Gastwirth Balzer). 652 Gegenstand der Besprechung soll sein: Unsere Kirchenverfaffung, insbesondere die Rechte und Pflichten der Gemeindevertretung nach der Verfassung. Gießen, den 26. Januar 1884. Dr. Naumann, Pfarrer. Warme Bäder bei jfkndr. Euler, Nordanlage 5 täglich im Winter geöffnet an Wochentagen von Morgens 1 Uhr bis Abends 8 Uhr, „ Sonntagen ,, „ 7 „ „ Mittags 1 Uhr. Die Zellen sind durch Dampf geheizt. Verschiedene Salze, Mutterlauge und Vade-Extracte sind in der Bade-Anstalt zu haben. Abonnements werden jederzeit angenommen. 67 Wermieistungen. 689 Eine kleine.Familienwohnung zu vermiethen bei Chr. Sony, Bierbrauerei. 686 Möblirtcs Zimmer zu vermieden. Riegelpfatz 35. 685 Der mittlere Stock unserer Hauses ist pr. sofort zu vermiethen. Neuen Bäuen 27. 632] Kl. Logis (Mansarde), 1. März beziehbar, zu vermiethen. PH. Sier, Frankfurterstr. 75. ”~528 Eine^Familienwohnung zu vermiethen. W. Pfeil, Sandgasfe 34. Ein kleines Familienlogis, 2 Zimmer mit Zubehör, billig zu verniiethen. 545 Neuenweg 25. 215 Parterre - Wohnung, 5 Zimmer nebst Zubehör und allen Bequemlichkeiten, in meinem Nebenhaus zum 1. April zu vermiethen. H. Wecker, neben^deln^Gymnasium. 85""Jn meinem Hause, Alicestr. 11, ist die zweite Etage, bestehend aus 7 Zimmern und allem Zubehör, per 1. April d. I und in meinem Hause, Frankfurterstr. 11, der dritte Stock, bestehend aus 5 Zimmern und 2 Kabineten per sofort zu vermiethen. _ _______Frau Alb. Geitze Wwe.- Ei n Logis, bestehend aus 4 Zimmern, Küche rc. zu vermiethen. 238 W. Loeber, Brandgasse. 338 Möbl. Zimmer mit Cabinet. Neue Baue 17, I. Stock. Älicestraße 12, I. oder II. Stock, enth. 8 Zimmer, Küche, Kammer rc., mit oder »hne Pferdestall und Chaisenremise, pr. 1. April 1884 zu vermiethen. 47__________H. Adami. "245 Die Parterre-Wohnung meines Hauses an der Ostanlage (Wiesenstraße 2) bestehend aus 7 Zimmern rc. mit Garten- antheil, auf Wunsch mit Stallung u. Remise, ist pr. Anfang April zu vermiethen. ______________________L. Kauf. mit angrenzender Stube, sehr (A'UvlII gut. Keller und Logis, sowie Laden mit Logis pr. 1. Febr. u. April ru vermiethen. Ludwig Lang, 251 Marktstr. (Wetterg. 5). Vermischte Anzeigen. 679 Erne perfecte Köchin, Israelitin, empfiehlt sich den Herrschaften Gießens und Umgegend zum Kochen bei Hochzeiten, auch als Aushülfe. Amalie Schwab, ______Altenbuseck bei Gießen. 681 Ein tüchtiger Pferdeknecht ae- sucht. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Maschinenstrickcrci von Karl Pietsch n. Anfertigung aller Arten Herren-, Damen- und Kinderstrümpfe, Socken, Unterjacken und Unterhosen in Wolle und Baumwolle. Anftricken von Strümpfen und Socken. Auflage 321OOO; das verbreitetste aller deutschen Blätter überhaupt; außerdem erscheinen Uebersetzungen in dreizehn fremden Sprachen. g ® Die Modenwelt. H K Jllustrirte Zeitung für W M Toilette und Hand- A M arbeiten. Alle 14 Tage eine Nummer. Preis M W vierteljährlich Schepda. — Druck Berlag der Brkhl'sche, Druckerei ($r. Chr- Pietsch) ix Oießex. Vureattl Sch an die Gr Wir Prinz $ (ein 25. Lebens die Geburt des gevenken, welche Wollerung he Aalt an die $ «Wende Lar rung ßndet: , Maße Ausgal die mich an do und sein Amer Die R Session des 9 zusammentrete selbe dem Bu Zeitch" hört der Coinmisßo die Datiere t 1870/71 aus ausgenommen n Commissron, d keine Berücksrch nichts zu thun dem Reichstage Reichsregierun Haupt ganz au Abschluß getan Die Mordthaten, i einen markante mgskreisen er: ßr den Vorort ermordet wurde einquartiert wo: bedeutende Verr verweigert derse er bereitwillig Zielen seiner P Bloech vom sc sterben mußte. Mörders vc Seit vc urtenkommer m ^Webene $Ot iid »«litte » bet Nie n»(U, ”4t i» «b«i , ueber ?bnn >lnd di