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Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringcrlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mar? 50 Pf. Trlegraphilche Depesche«. Wslt^S leitet* Eorrssporrderrr-Vrrrra«. Berlin, 27. November. Reichstag. Im heutigen Reichstage wird die Be- rathung des Etats begonnen. Schatzsecretür Burcharbt gibt zu, daß dte EtatSlage unerfreulich fef, da die Einnahmen unerwartet zurückgeblteden seien, besonders schwer werde der Ausfall der Rübenzuckersleuer von 21 Millionen empfunden we^er Ausfall vielleicht noch höher werden dürfte: eS sei darum schwerlich auS der Rübenzucker- induftrie demnächst eine Mehreinnahme zu erwarten. Der Ausfall der Tabaksteuer betrage 3 M'llionen. Wenn dos Pensior.sg's tz und die Dampfersudoentton genehmigt würden, so dürfte eine weitere Mehrbelastung des EtatS etntreten. Dennoch seien dle nothwendtgen Bedürfnisse nicht abzuweisen, zumal die wtrth chaftltche Lage im Allgemeinen befriedigend sei. Redner weiß nicht, ob nach den wiederholten S euerablehn- ungen die Regierung jetzt neue Steueroorlagen eindrmgen weide, da dte EtatSadstrtche kaum möglich Es erscheine nothwendtg, mit der Steuerreform Ernst zu machen. Richter (Lagen) kcitisirt den Etat abfällig und verlangt die äußerste Spar- samkett, welche bet der Marine und der Militärverwaltung anzufansen habe welche das Deficit namentlich verschuldeten, dte vorgeschlagenen kostspieligen sortiftkatorischea Anlagen an der Ost- und Westgrenz- widersprächen auffällig den Friedenbverstcyerungen der Thronrede. Die Neubauten, sofern sie nicht unaufschiebbar seien, sind zu stre-chen. Redner ist gegen jede neue Steuerbewtlltgung, deren Beantragung am wenigsten Sache des ^^LtagS^srt.^ ba§ Centrum werde nur die nothwendigsten Ausgaben bewilligen, um die Erhöhung der Malrikularbeiträge thunlichst zu vermeiden. Maltzahn-Gültz ist für den Etat im Sinne BurchardtS. Benda: Die nationalliberale Partei sei für eine angemessene Steuerbew.lltgung, werde aber nicht dte Jnittative ergreifen, um neue Steuern zu beantragen. KrtegSminister Bronsart weist den Vorwurf der Beeinträchtigung deS Budget- rechtS des Reichstages zurück. An maßgebender Stelle war die Ueberz-ugung vorhanden, daß es für die Sicherheit des Reiches gefährlich sei, das System proiectirter Anlage« tm Retch^zu diScuttrem^^^^ meift ben Vorwurf, als hätten die Steuerprojecte ber Regierung im Reichstage darum keinen Erfolg gehabt, weil die Regierung unterlaffew habe, dte Bedürfnisse uachzuweiseu, zurück. Redner erachtet die Beweise tm vollste» Politische veberstcht. Gießen, 28. November. Der Kaiser empfing am Montag das neugewählte Reichstags- Präsidium v. Lebell-Piesdorf, v. Franckenstein und Hoffmann und wurden die Herren später auch zur kaiserlichen Tafel gezogen. Der Kaiser beglückwünschte hierbei Herrn v. Wedel! zu seiner Wahl, bedauerte, daß Herr v. Levetzow nicht wieder in den Reichstag gelangt sei und meinte, die Wahlen seien eben unberechenbar; schließlich erklärte der Kaiser, daß er den Verhandlungen be^ Reichstages mit vielem Interesse folge. Der Monarch vermied es diesmal, sich über die politische Lage zu äußern, welche Zurückhaltung allgemein bemerkt worden ist. Von Centrums-Blättern wird die Nachricht, Herr Wmbt- horst beabsichtige, eine Interpellation zu Gunsten der Herzogs von Cumberland einzubringen, dementirt. Falls dennoch eine solche Absicht bestanden haben sollte, jo scheint man sich in den maßgebenden Kreisen des Centrums inzwischen überzeugt zu haben, welch' bedenkliche Folgen eine derartige Intervention zu Gunsten des welsijchen Thron-Prätendenten für die politische Stellung des Centrums haben könnte. . , Der Schwerpunkt in den Verhandlungen der Congo-Con- serenz ruht augenblicklich noch bei der Commission, welche niedergesetzt ist, um den weiteren Plenar-Verhandlungen der Conserenz den Weg möglichst zu ebnen, lieber die Commissions-Berathungen erfährt man nur, daß dieselben einen im Allgemeinen glatten Verlauf nehmen, was die Hoffnung auf einen baldigen befriedigenden Abschluß der Conserenz-Arbeiten erweckt. Der von der Reichs- regierung in der Commission vorgelegte DeclarationS-Entwurs ist so knapp und klar gehalten, wie man tm Interesse einer raschen Abwickelung der Conserenz- Geschäfte nur irgend wünschen kann. Er proclamirt die unbegrenzte Handelsund Schifffahrts-Freiheit aus dem Congo und allen seinen Nebenflüssen und eröffnet dadurch dem von der Natur mit schier unerschöpflichen Schätzen bedachten Congv'Gebiet eine unabsehbare Zukunst. In Frankreich ist Die Tongking-Frage durch die am Montag von der Deputirtenkammer begonnene und am Dienstag weitergesührte Debatte über die Kreditvorlage für Tongking wieder einmal zum Mittelpunkts der politischen Tageüdiscussion geworden. Am erstgenannten Tage beherrschten die Redner der Radikalen und der Bonapartisten das Feld, welche an der colonialen Politik des Ministeriums Ferry kein gutes Haar ließen. Dagegen erwuchs demselben am Dienstag in dem Bischof von Orleans, Msgr. Freppel, ein unerwarteter Vertheidiger, welcher die Politik der colonialen Ausbreitung mit dem B.merken befürwortete, daß Frankreich als Seemacht und civilisirende Ration Colonien haben müsse; die Eroberung TongkingS verdiene und verlange Opfer. Im Gegensatz zu diesen ber Regierung wohlwollenben Ausführungen des geistlichen Herrn betonte ein anderer Redner der Rechten, De la Forge, daß die chinesische Frage nicht das Blut eines einzigen französischen Soldaten werth sei, man dürfe nicht an Colonial-Politik denken, so lange Frankreich nicht Elsaß-Lothringen wiederhabe. Granet und Andere verlangten, das Cabinet solle seine Ansichten klar barlegen. Jenseits bes Kanals ist in Sachen ber Wahlresorm der Friede zwischen dem Cabinet Gladstone und ber confervativen Opposition so gut wie hergestellt. Das Unterhaus hat sich bis nächsten Montag vertagt, für welchen Mr. Gladstone die Einbringung ber Bill über die Neueintheilung ber Wahlbezirke angekündigt hat und darf man annehmen, daß die Zwischenzeit bis zu dem angegebenen Termin dazu dienen wird, die Compromiß-Verhandlungen zwischen der Regierung und Den Führern Der Opposition zu Ende zu bringen. . , wr. ... ..,n Die russische Machtsphäre m Central-Asien wird demnächst eine Erweiterung erfahren. Nach einer Meldung des armenischen Blattes Aurora" aus Tiflis hat die russische Regierung schon die nötigen Anordnungen wegen der Besetzung des Chanats von Chiwa und dessen Einverleibung in das russische Gebiet getroffen, mit deren Durchführung der General-Gouver- neur von Taschkend beauftragt werden soll. Der Chan Mohammed-El-Rhaman- Bahadur, welcher ein Nachkomme des großen mongolischen Welteroberers Tamerlan ist, soll nun abgesetzt werden und eine Pension erhalten. Sein Land wird, dem Vernehmen nach, mit dem erst kürzlich annectirten Gebiete von Merw zu einer Provinz unter dem Namen Amu - Darja - Gouvernement verschmolzen werden. Durch die Annexion von Chiwa würden die russischen Besitzungen in Asien einen Zuwachs von ca. 2000 Quadratmeilen erfahren, doch ist der betr. Länderstrich nur sehr dünn bevölkert und zu einem nicht geringen Theile völlig unproductiv. Die egyplische Finanzfrage erscheint noch lange nicht geregelt, zumal die von Lord Northbrook zur Beseitigung der egyptischen Finanzwirren gemachten Vorschläge im Londoner Cabinet nicht die geringste Sympathie gefunden haben. Man meint hier, daß die Northbrook'schen Vorschläge England große finanzielle Opfer auferlegen würden, ohne ihm die geringsten politischen Vortheile zu bringen, auch hätten derartige Vorschläge keinerlei Aussicht, im Parlamente durchzugehen. Mr. Gladstone hat nun selbst die Initiative ergriffen und den fremden Mächten eine Uebersicht der englischen Propositionen zu einem Arrangement über die finanziellen Schwierigkeiten Egyptens mitgethellt. Die „Times" welche diese Mittheilung bringt, glaubt, in ber bezüglichen Vorlage ber englischen Negierung werde eine Reduction ber Zinsen für die egyptische Schuld von wahrscheinlich V- vorgeschlagen. In der Republik Ecuador ist wieder einmal ein Aufstand ausge- brochen, an welche Erscheinungen man in Südamerika allerdings ziemlich gewöhnt ist. General Alsaro leitet den Aufstand und befinden sich bereits die Provinzen Manabe und Esmeralda im Besitz der Aufständischen. Auch an der Ostküste Afrikas wird künftig die deutsche Flagge wehen, wenn anders die aus belgischer Quelle stammende Mittheilung, daß das Gebiet des Sultans von Zanzibar unter deutschen Schutz gestellt worden sei, richtig ist. Eine Bestätigung dieser Nachricht liegt noch nicht vor, aber die Ernennung des berühmten Afrika-Reisenden, Gerhard Nohlfs, zum deutschen Generalkonsul in Zanzibar und die in der Postdampfer-Vorlage an ben Reichstag vorgesehene Errichtung einer birecten Dampserlinle nach Zanzibar stellen Die betr. Mittheilung nicht als unglaubwürdig dar. Falls sie sich aber bestätigen sollte, so könnte man diese Erweiterung der Colonial-Polilik Deutschlands und „Schwarzen Kontinent" nur mit größter Genug- -1 Darmstadt, 27. November. fZweite Kammer der ßanbflfinbe.J Zu Beginn der heutigen Sitzung wurden unter den neuen Einläufen eine Petition der hessischen Weinhändler um Aufhebung der Weinsteuer, eine Vorstellung verschiedener Gemeinden (Berstadt, Echzell, BisscS rc.) um Errichtung einer Secundärbaha von Hungen, event. Trais-Horloff nach Friedberg, sowie eine Vorlage Großh. Mm fierti in« deS Innern und der Justiz, betr. Derwilligung von 68 900 JL au8 den Ueb-rschüssen der Großh Hauptstaatskasse zu den Erweiterungsbauten des Landetzdospttals verkünd'gt und Überreichte sodann Minifterialrath Weber in Allerhöchstem Auftrag ben Entwurf deS Hauptvoranschlag« für die Finanzperiode 1885/88 mit ben nöthigen Erläuterungen. .Der Voranschlag der ordentl. Ausgaben von 17‘/i Millionen weist gegen das Staatsbudget der vorigen Finanzperiode einen jährlichen Mehrbedarf von etwa 700,000 JL auf. Diese Ausgaben fanden jedoch ausreichend Deckung durch die ordentlichen Einnahmen, so daß sogar noch ein Urberschutz von ca. 190,000 verbleibt, ohne daß eme Erhöhung der Säuern vorzusehen war." Im Voranschlag ist ferner ein Beitrag tm Betrage von 32,000 JL zu den Arbeitercolonien in Aussicht genommen und auch bet dem die Landwirthschaft betreffenden Capitel ein Mehrzuschuh von 11,400 vorgesehen. 'fotrmtnbert hat sich der Beitrag zu dem Garantiesond der Hess. LudwigSbahn um einen Betrag von 20,000 jtu Präsident Minifterialrath Weber schließt mit der Hoffnung, daß die Kammer die Finanzvrrhältnisse des GroßherzogthumS alS auf sicherer Grundlage fegend und genügend gewährleistet betrachten unb daS Bestreben der Regierung, die nötbigen Ausgaben m't weiser Sparsamkeit zu verbinden, ersehen werde. Hieran schloß sich die Wahl der Ausschüsse unb wurden gewählt in ben 1. Ausschuß (Finanzausschuß): Die Abgeordneten Osann, Theobald, WolfSkehl, Ellcnbecger, Möllinger, Jockel unb Schröder. In den 2. Ausschuß (GesetzgebunasouSschuß): Die Abgeordneten Arnold, HaaS, He tnzerling, Küchler, Metz (Darmstadt), Obly und Schade. In den 3. Ausschuß: Die Ab. acordneten Friedrich, Hetnzerling, List, Muth, v. Rabenau, Reinhart. Stephan. In den 4. Ausschuß: D-e Adgeordneten Baur, Hansteln, Grünewald, Böbm, v. Wedekind, Haas, Römer. r r m Der Präsident ersucht besonders den 1. Ausschuß, recht bald in die Berathung des Buda-ts einzutreten, damit keine Prorogation des Finanzgesktzrs nöthig würde unb in letzterem Falle das Inkrafttreten der Steuerreform htnausgeschoben würde, was sicher Niemanden in der Kammer erwünscht sei. Der Entwurf einer Adresse, welche in Erwiderung der Thronrede von dem Bureau entworfen worden, erhielt emftimmig die Bestätigung der Kammer und wurde daS Bureau mit der Ueberreichung an Se. König!. Hoheit den Großherzog beauftragt. __ .. Lulttzt lief noch eine Interpellation der Abgeordneten Schroder, Böhm Osann und Arnold ein, betr. di- Anfrage an Großh. Regierung, ob dem Landtag bald eine Vorlage zugehen werde, welch- die Zwangserziehung verwahrloster Kinder zum ^^dtrathungen batten somit ihr Ende erreicht und wurde auf die Tagesordnung für morgen die Wahlprüfungen gesetzt. Wenn der Ausschuß in der Lage ist, über einen Antrag wegen des WinterfahrplanS der Oberhess. Bahnen zu beschließen, wird auch dieser morgen seine Erledigung finden. Umfange erbracht: rfct sei eS Sache des Reichstages, anzugeben, welche Steuerprojeete er opportun halte und unterstützen wolle. Redner kündigt an, daß in der nächsten Session des preußischen Landtages ein Gesetzentwurf zur Aufhebung der dritten und vierten Klossensteuerstufe wieder vorgelegt werden würde. Das sei eine Erleichterung, die Hand in Hand mit den sehr überschätzten N ubelastungen gehe. Die Finanzlage sei eine derartige, daß alle neuen Bedürfnisse ordnungsmäßig ohne allzu starke Heranziehung der Steuerzahler gedeckt werden könnten. Fortsetzung morgen. Flume, 27. November. Gestern ist der neue Leuchtthurm im hiesige» Hafen in Function getreten. Paris, 27. November. Heute hat in dem Schwurgerichts-Saals Madame Clovis Hugues, die Frau eines Deputirten von der äußersten Linken, mehrere Revolverschüsse auf einen gewissen Morin, der sie früher verleumdet hatte, abgefeuert. Morin ist tobt. Spar iS, 27. November, lieber den Mordanfall der Madame Clovis Hugues gegen Morin werden folgende Einzelnheiten bekannt: Die Huguessschen Eheleute hatten schon vor längerer Zeit gegen Morin als Verleumder der Madame Hugues Klage geführt. Morin hatte es jedoch verstanden, das Erkenntniß stets hmauszufchieben; fo war es ihm auch bei der heutigen Gerichtssitzung gelungen, wiederum einen 14tägigen Aufschub zu erhalten. Madame Hugues bekundet hierüber eine sehr große Aufregung. Als sie nach der Sitzung, begleitet von ihrem Gatten und dem Aovocaten Gatineau, Deputirten für Dreux, die Treppe des Justizpalastes herabging und Morin bemerkte, feuerte sie auf ihn 4 Revolverjchüffe ab. Sie wurde sofort verhaftet und erklärte dem Polizei- Commiffar, daß sie denjenigen getöbtet zu haben zugebe, der sie schon feit 2 Jahren durch die schändlichsten Verleumdungen zu Grunde gerichtet habe. Rom, 27. November. Bei der Eröffnung der heutigen Sitzung der Deputirtenkammer erinnerte der Präsident an die Besuche, die der König während der Cholera-Epidemie den Städten Neapel und Brescia abgestattet habe. Die Kammer beschloß hierauf einstimmig (mit Einschluß her anwesenden radikalen Mitglieder) die Annahme der von Sardonato und Cavaletto gestellten Anträge, wonach dem König und dem Herzog von Aosta die Bewunderung und der Dank der Kammer ausgesprochen und eine Commission ernannt werden soll, welche dem König diesen Beschluß überbringt. Der Finanzminister brachte hieraus das rectificirte Budget pro 1884/85 und den Einnahme- und Ausgabe- Voranschlag pro 1885/86 nebst dem allgemeinen Berichte über die Finanzlage ein. Der Ministerpräsident de Pretis legte einen Gesetzentwurf über die gesundheitlichen Maßregeln für Neapel vor, deffenkDringlrchkeit oie Kammer alsbald beschloß. Hierauf wurden mehrere Interpellationen eingebracht, darunter eine Interpellation Crispi's über die Prinzipien der inneren Politik der Regierung. Der Ministerpräsident behielt sich die Erklärung darüber vor, ob und wann er die Interpellationen beantworten werde. Die Sitzung wurde hieraus aufgehoben, da sich die Beschlußunsähigkeit der Kammer herausstellte. — Nach einer Meldung aus Savona ritz heute früh zwischen Ceva und Savona ein aus 43 Waggons bestehender Eisenbahnzug in zwei Theile auseinander. Der zweite, aus 33 Waggons bestehende Theil stieß fo heftig auf den ersten Theil, daß dieser über einen Abhang hinuntergeschleudert wurde. Von den Bahnbeamten wurde einer getöbtet und vier verwundet, von den Passagieren wurde keiner verletzt. Konstantinopel, 27. Novbr. Der deutsche Botschafter v. Radowitz ist an einem typhösen Fieber erkrankt. — Der apostolische Gesandte Rotelli stattete dem neuen griechischen Patriarchen einen Besuch ab, welchen dieser erroieberte. Es ist zum ersten Male, daß derarlige Besuche ausgetauscht werden. Univerfitäts - Chronik. Im Ganzen 521 Bleiven 337 63 400 105 505 22 527 87 54 95 34 6 26 41 29 38 23 1 419 82 1 104 41 11) der Geschichte 12) der Pharmacie 13) der Chemie Im Sommer semester 1884 betrug die Zahl der immatrikulirtcn Siudirenden Nach Aufstellung des Personalbestandes wurden noch tmmatrrkulirt Es waren somit anwesend Hiervon sind abgegangen 1) der Theologie 2) der Rechtswissenschaft 3) der Medtcin 4) der Thierheilkunde 5) der Zahnheilkunde 6) der Kameralwissenschaft 7) der Forftwtssrvschäft 8) der Mathematik 9) der Philologie, a. der klassischen b. der neueren 10) der Philosophie, den Naturwissenschaften Nichthkssen 103 Außer diesen Studtrenden besuchen noch Vorlesungen nicht immatrt- kulirte Hörer ES nehmen mithin an den Vorlesungen überhaupt Theil Hessen 418 63 42 24 457 Uebertrag 457 5 22 21 505 Gießen, 27. November. Nach dem amtlich aufgestellten Personalbrstand der Großh. Ludewigs-Uwversitüt ist der Status folgender: 2 523 123 400 105 Im Wintersemester 1884/85 sind hinzugekommen Die Zahl der tmmatrikultrten Studtrenden beträgt daher in diesem Semester Von den Studirenden widmen sich: fc o f a l e So Gießen, 28. November. Gestern früh 5 Uhr fuhr ein von Deutz kommender Güterzug auf einen Rangirzug auf. Mehrere Wagen wurden zertrümmert, ein Bremser leicht contusiontrt. Ob hier eine Fahrlässigkeit obliegt, wird die eingeleitete Untersuchung ergeben. — Gestern Abend brannte es in Alten-Buseck. Eine Scheune fiel dem Element ganz zum Opfer, das nebenstehende Wohnhaus wurde angebrannt und bei Besitzer desselben erlitt eine Beschädigung an der Hand. Vermischtes. Alsfeld, 25. November. Die letzten Tage haben auch uns starken Schneefall gebracht. Datz hiesige KretSamt bat nun in dankenswerther Weise, um Unfälle möglichst zu verhüten und im Interesse be8 Verkehrs ungeordnet, daß an den Vicinal- wegen, an welchen Line oder nur stellenweise Bäume angepflanzt sind, Signalstangen, womöglich auf beiden Setten des Weges in einer Entfernung von 10 bis 12 Meter angebracht werben sollen. Darmstadt, 26. November. sMilttardienstnachrichten.^ Frhr. v. Nagel, Pottepcfähnrlch vom 2. Großh. Drag.-Rgt. (Leib-Drag.-Regt.) Nr. 24, in das Weftfäl. Kürassier-Rat. Nr. 4 versetzt; Kalbfleisch, Zahlmeister vom 2. Bat. 2. Großherzog!. Jnf.-Rgts. (Großherzog) Nr. 116, durch Verfügung des KrtegSministeriums auf seinen Antrag mit Pension in den Ruhestaud versetzt; Lutz, Zahlmeister, durch Verfügung des Generalcommandos dem 2. Bat. 3. Großh. Jnf.-RgtS. (Letb-Rgt.) Nr. 117 in Folge der Ernennung überwiesen. Darmstadt, 27. November. Wie wir hören, ist unter den Pferden der hier garnisonirenden Dragoner in verschiedenen Fällen der AuSbruch der Rotzkrankheit con- statirt worden und schein! diese Seuchr bei den letzten Manövern auS Rheinhessen ein- geschleppt worden zu fein. Marburg, 26. November. Gestern Mittag wurde in seiner Wohnung Dr. N. tobt in fefntm B-tte gefunden, auf dem daneben stehenden Tische fand sich ein selbstglschriedener Zettel mit den Worten: Durch Cyankali vergiftet, Sektion verbeten. Mainz, 24 November. Ein hiesiger Bierzäpftr hatte Ende voriger Woche zwei Schweine geschlachtet, um seine Gäste mit hanSmachender Wurst zu erfreuen. Eines der Schweine wurde von dem Fleischbeschauer untersucht und für gut befunden, das andere aber, baß krank war, wurde im Geheimen grschlachiet und daö Fleisch desselben ebenfalls unter die Wurst verarbeitet. Zn Folge einer Denunc'.otion trhult unsere Scnitäispoliztt davon Kenntn.ß, sofort wurde di- Cor.fiscation sämmtlicher Wmft- und Fletschwaaren, welche drr Wirth noch im Besitz hatte, vorgenommen und wurden dieselben dem Wasenmeister überantwort't. Außer dem Schaden, der dem Wtrtü durch die Confiscat'.on erwachsen ist, wird sich derselbe auch noch vor dem Strafrichter zu verantworten haben. — Eine Anzahl Schweinemetzger unserer Stadt hat beschlossen, den Preis ihrer sämmtlichen Fleisch- und Wurftwauren um 10 Pfg. pro Pfund herabzusetzen. — Die elektrische Beleuchtung des Ccntralbahnhofes, welche seit einigen Tagen dadurch Störungen erlitten hatte, daß eine Anzahl Bogenlichter sich nicht mehr ent» zündeten, ist nun wieder vollständig in Ordnung gebracht. Mannheim, 23. November. Gestern früh ist in dem benachbarten Seckenheim ein scheußlicher Gattenmord verübt worden. Der Metzger und Händler Wilhelm Sponagcl, welcher mit seiner Frau schon längere Zeit in Unfrieden lebte, hat derselben nach einem vorangegangenen Streite mit einem scharfen Messer den Hals durchschnitten, so daß der Kopf nahezu vom Rumpfe getrennt wurde. Der Mörder begab sich hiernach zum Bürgermeister und sagte diesem: „Ich habe soeben meiner Frau den Hals abgeschntrten und gehe jetzt in’S Wirthshaus; schicke die Gensdarmen bald nach!" Wirklich ging Sponagel in ein Wnthshaus, wo er alsdann durch die GenSdarwen festgenoinmen wurde. D'.e Ermordete war Mutter von 6 Kindern, von denen einige bei der Blutthat anwesend waren. Elberfeld, 25. November. Zu dem Hochverrcths-Prozeß ReinSdorff und Genossen erhält die „Str. P." von hier folgende Mitthcilung, deren Glaubwürdigkeit dahin gestellt bleiben muß: „Allein zur Versendung der Akten waren zwei große Kisten erforderlich. Außergewöhnlich wie der Fall sind auch die Beweismittel. Unter den Ueberführungsstücken erscheinen u. A- 4 Baumstämme, ein jeder von beiläufig 20 Fuß Länge. Seit der Anfangs Juli auf dem Ntcderwalde vorgenommenen Otts- besichtigung haben diese Stämme hier bei dem Untersuchungsrichter gelegen. Gestern Vormittag wurden sie nach Leipzrg verschickt. Das für den Uneingeweihten im ersten Augenblicke etwas seltsame Bewe smaterial steht in unmittelbarem Zusammenhänge mit dem versuchten Verbrechen. Die Bäume (Eichen) haben auf der Stelle gestanden, von welcher aus die Mine entzündet werden sollte. Es hätte den zahlreichen Vorübergehenden auffallm können, wenn seitwärts am Waldsaume ein Mensch auf der Erde sich hätte zu schaffen machen wollen. Daher haben die Attentäter die aus der Drainage unter dem Laube versteckt heraufführende Zündschnur an dem einen der fraglichen Bäume auf Brusthöhe emporgezogen, so daß Küchler die Schnur im Vor- üdergehen mit einer brennenden Cigarre leicht in Brand setz n konnte. Andererseits hätte es schon eines absichtlichen Suchens bedurft, die cn dem Stamme in die Höbe führende Schnur zu gewahren. Was der an der Ausführung dcs Attentats mit- betheiligte Rupsch behauptet, ist in der Erinnerung. Er gibt vor, von Gewissensbissen gequält, die Schnur durchschnitten zu haben. Inwieweit mit Recht, bleibt abzuwarten. Näher liegt unter den vorgeschilderten Umständen — und auch die Anklage scheint zu einem solchen Ergebnisse gekommen zu fein, — daß die von den Blättern des Baumes herniederfallenden Regentropfen die Schnur gen-tzt haben. Der mit brr Führung dcs ProcesseS betraute Reichsanwatt ist erst kürzlich ins Reichsgericht berufen und wendet dem Falle die angestrengteste Tbäligk^t zu. Als neu kann noch erwähnt werden, daß die Zahl der Verhaftungen vielletcyt noch nicht ihr Ende erreicht hat.- Homburg v. d. H., 23. November. Folgende Bekanntmachung wird veröffentlicht: 500 JL erhält Derjenige, welcher den Aufenthaltsort deS am 7. Mai d. I. flüchtig gegangenen Ehemannes Franz Joseph Ludwig Glßner auS Homburg o. b. H. ermittelt, so daß derselbe verhaftet werden kann. Haftbefehl in Händen deS Notar Dr. Zimmermann in Homburg v. d. H. Der Flüchtling ist geboren am 21. Juli 1855, 1,60 M. groß, Statur mittel, Augen blau, Haar bunMblonb, Bart ins Röthliche. Am Kopfe ein unbehaartes Muttermal, Ellenbogenspitze vernarbt, deutscher Turnersyruch auf dem Arme, sehr schmale Brust, sogenannte Hühnerbrust und X-Beine. Bei seiner Flucht trug derselbe eine neue Jagdflinte bei sich, sowie 44 000 JL bar rc., Eigenthum seiner Frau. Ganz besonders werden die Herren Frittüre, sowie alle Schützen aus drn Obengenannten aufmerksam gemacht. Es wird dringend ersucht, düse Bekanntmachung weiter zu verbreiten. Homburg v.d. H., 16. November 1884. Der Vormund: M. Geßner." AuS Schlesien, 18. November. Ein Masscnfamilicnmord wurde vorige Nacht in dem Städtchen Halbau begangen. Der 27jährige Sohn des auf einer Geschäftsreise abwesenden Lohgerbers Moser, Emil Moser, hatte seiner Mutter, sowie seinen beiden Schwrstern tm Alter von 8 bis 13 Jahren die Hälse durchschnitten und sich dann, nachdem er Gift genommen, auf dem Bette der Mutter selbst den Hals durchschnitten. Er hatte auch die beiden älteren Schwestern töbten wollen, konnte aber nicht in deren Schlafstube gelangen, weil sie sich eingeriegelt hatten. Der Vater, welcher in drr Nacht heimkehrte und, ohne Licht zu machen, in dem Schlafzimmer sich zu Bett legte, wo die jüngsten Kinder schliefen, fand erst früh beim Erwachen die Semen ermordet- Drei auf dem Tische liegende, an seinen Vater, an feinen in Posen beim Militär stehenden Bruder und an eine Dame in Halbau gerichtete, vom 6- Juli bahrte Briefe legen Zeugniß bavon ab, daß der Mörder schon vor vier und einem halben Monat dte Absicht gehabt hat, Mutter und Schwestern umS Leben zu bringen. — sCpidemie in Virginien 1 AuS Newyork, 21 November, wird telegraphiri: „Aus einigen abgelegenen Districien im südwestlichen Virginien und tu Kentucky wird her Ausbruch einer gefährlichen Epidemie gemeldet. Da dir gewöhnlichen Brunnen durch Dürre ansgetrocknet wurden, tranken die Einwohner das Wasser einiger Mineralquellen, welche eine eigrnthümliche Krankheit erzeugten, die ebenso tödtlich al8 die Cholera ist. Mehrere Familien find durch die Krankheit, deren Wirkung eine sehr plötzliche ist, gänzlich auSgestorben. Die Zahl der Todesfälle wird verschieden auf 400—800 geschätzt. Stur wenige der Erkrankten genasen. Die von tödtlichrm Ausgange begleiteten Fälle belaufen sich auf 60—80pC- Im ganzen District herrscht große Niedergeschlagenheit." — Weiter wird unterm 22. d. telegraphirt: „Newyork, 22. November. Die durch anhaltende Dürre verursachte verhängnißvolle Epidemie in Virginien ist in Folge starken Regens im Nachlassen. Die Aerzte glauben, die Krankheit sei eine heftige Kol'k." — E ne zarte Mahnung hatte ein Hamburger Schuhmacher kürzlich seinem Kunden per Postkarte zugesandt, auf der nur der Betrag stand und barurter das Blümchen „Vergißmeinnicht" geklebt war. Trotz dieser Mahnung „durch die Blume" hat der Schuldner seinen Lieferanten wegen Beleidigung verklagt. — ^Originelle Begrüßung.) In btr letzten Atzung der Anthropolokischrn Gt- s-llschott in Berlin erschien der auch in Prag bekannte, ohne Arme geborene Künstler Herr Unthan. Die Prob-n seiner Fußsertigkeit wurden von den gelehrten Zuschauern mit Bkwunderu'.'.g Qufßrrommen. Als sich Herr Unthan von der Gesellschaft verab- schieden wollte, richttte Hcrr Proftssor R. Virchow einige anerkennende Worte an denselben und st'eckte dem Künstler seine rechte Hand hin, habet sich jedoch gleichsam verbessernd: „Ja so, das geht wohl nicht." — „O, warum nicht?" erwiderte Unthan, legte sehr araciös seinen rechten Fuß in des Heern Professors dargebotene Rechte und schüttelte bitte kräftig. E n-' solche Begrüßung hat doch Hand und Fuß. — Schon seit erner Reihe von Jahren werben in verschiedenen Theilen J aliens Nachforschungen nach Pktroleulrquellin gemacht. Besonders eifrig und mit Ausdauer würd' danach in den Provinzen Palermo und Parma gesucht Ecft in allerneuester Zeit find diese Versuche von einem ncnnenswertben Erfolg begleitet gewesen. Die in der Provinz Palermo bis jetzt bloßgrlegien Quellen liefern zwar eine vorzügliche und reine Qualität, aber nur eine ganz geringe Quantität pro Tag. Viel reichhaltiger hingegen sind die bis jetzt entdeckten Quellen in der Provinz Parma, deren feierliche Einweihung vor Kurzem nach Landetzsitte stattgefunden hat. Die ergiebigste Quelle befindet sich in Salsominore und erhiett den Namen „Triumph"; ihr gegenmärtiger Ertrag beläuft sich auf ungefähr 30 Hl. in 24 Stunden. Die Nachforschungen nach dieser Quelle wurden vor mehreren Jahren von einem gewissen Marchese de la Rosa begonnen, dem ed jedoch nicht vergönnt war, seine Unternehmung, die einen großen Theil seines Vermögens verschlungen, von Erfolg gekrönt zu sehen. Nichtsdestoweniger I Ö^laöjtef u M tefun^' ' SiU^ss! >w*. > ""* Es»'" '*> «•■•Eft htm ttnt^ub. - . ’Sto unb fZ,’ji» '"hieben |(§, l'J ÄH» jff,r tag» r» msÄÄ'fr >kbrn meiner Z D iiri- Mn durch dir ter 6R*", wnftj WZ- MM S*1 Stiegen, Gtß-,. Äln0f* MÜ ÄÄ® Mawmnhs!,, J“jg * «e gestL' nhu e btn r^lnichenty,. °Ib[flume ein Mensch MArnUVn b£D1 Mk Äü4ler die Schnur im h ö letz n konnte. Andeich °n dem Siomme in die siühiung des Altenioik r gibt vor, von GewissruM- mit Recht, bleibt chuE MS auch die Anklige »aft die von den »rufe Mitzt haben. Der milk sM inS Reichsgericht brr- Als neu kann noch erch icht ihr Ende erreicht hat,' Sekanotmachunq wirb div :( Wort biß am 7. Mai b. Z. I jmr oui fwmburß o. b. $■ btfttf In Händen deS Notar st geboren am 21. M18bb, nb, Bart ins WMr. Av nbt, beutlet Tmnersvmt ft unb X-.Arinr. Bei W 4000 JL bar k., EigenthW ure. sowie alle Schühea id matnb ersucht, diese SJehnnt« ,0* 1884. DttBoriM nilienmorb wurdrvorigeW bn des auf einer GrschM Mtter. sowie seinen dm durchschnitten und fickig sM den Hals dmchschnA 'n, konnte aber nichtind^ )er Vater, weldget tn ber W «mW 1“S"LK; n hie Seinen erworder w fflofen beim W* einem halben MonatdicM tglnlm »nf.«. l3 bl: ’«n ®s kZS'S [ Mahnung ÄS’*1* oiesso^ Jv Auß. cm# n < j und? LE fl£ ultet 0£5lt (uC fol0 BÄJralftKjip L:KS r'b'L? -ÄEZ ssd»*--* nion. IL1 (Berlin SW., Fr^edrichstr. 24) übergegangene lebensgroße Gemälde, bafl von de« „Deutschen Iagoclud" und dem Verein „Hector* ausö Eingehendste geprüft wurde unb welches einstimmig baö Zeugniß erhielt, daß es „den NormallypuS deS deutschen Vorstehhundes tadllod und in höchster Vollendung d rft'lle.* Die genannte Verlag-- Handlung hat kein Opfer gesch>ut, das Bild in wohlgelungeneni Holzschnitt in einer der letzten Nummern ihrer von drm bekannten Kynologen R v. Schmiedeberg redigtrten „Neuen Deutschen J^gd-Zeitung" zu bringen, um cs so seinem Zweck entsprechend in weiteren Kreisen bekannt zu machen, und ist auch, wie uns mitgethetlt wird, gern bereit, an Alle, die sich für die Sache mtercsstren, die betreffende Nummer des gut RuS- gestatteten Blattes auf Verlangen gratis zu übersenden. wurden die Arbeiten vom Ingenieur Carlo Nibighini fortgesetzt, dem sich in neuerer ä,i| der Amerikaner Richard Wade aus Pctrolea detgesellte, welcher zugleich erfahrene omer'kan-sche A. bester aus den Petroleumdistricten Nordamerikas kommen ließ. Sailern nore liegt etwas abseits von der Eisenhahn und man ist daher gegenwärtig darauf bedacht, eine Verbindung mit der zunächst gelegenen Station Purgo Ssndonn vo herzustellen. — fGrimm-Denkmal in Hanau.) Nach einem Rechenschaftsbericht, welcher vor einigen Tagen dem engeren Ausschuß für da« Grimm-Denkmal unterbreitet mürbe, haben die seitherigen Sammlungen die Summe von 37,555 JL ergeben, welcher Be trag sich auf bl? runde Summe von 43 300 JL erhöht, wenn man die auf 5 Jahre fcemefftnzn Beiträge des Haniiuer Grimmoereins dazu rechnet. Seitens des Eomste's betrachtet man dies- Zablen alS einen günstigen Erfolg der s-stherigen THStigkcit. ohne dabei zu verkennen, daß noch sebr reichliche Mittel aus den v'lschirvensten Thetlen «nsereS Vaterlandes einlaufen müssen, wenn sich die AusfübrU'p deS Denkmals in fctr nächsten 8-lt verwirklichen soll. Die Bewohner Hanaus habe, zu der obigen Summ: 25 900 JL befgetropen, eine Leistung, die mit Rücksicht auf die hiesigen Vrr- bältniss' a»w'ß alle Anerkennung verdient. Dotz alledem aber betrachtet man die «Sammlungen am dortigen Platze noch keineswegs für abgeschlossen, sondern hofft burck Concertü, Voriräpe unb besonders durch die Thätigkcit deS Odmmoerein6 der «Denkmol^kosse noch recht erhebliche Beiträge zuzuw?ndrn. Zugleich wurde vom ge- IchäftSsÜbrenden Ausschuss- die Fei-r des dunderijährigen Geburtstags von Jakob «Grimm am 4. Januur 1885 beschlossen. Man rechnet darauf, daß dieser Gedanke taud) anderwärts mit Wohlwollen aufaenommen wird, um auch für weitere Kreise «uj's Neue eine kräftige unb erfolgreiche Anregung zur Förderung der guten Sache gu geben. Literarische-. Der Normal-Typus des deutschen Vorstehhundes. Um den herrschenden Verwirrungen in Bezug auf den Typus des deutschen Vorstehhundes zu steuern, hat es ter geniale Thiermaler H. Sperling zu Berliu unternommen, unter Zugrundelegung her f. Z. von der Delegirten-Commission der deu'sLen kynologischen Vereine fest- gestellten PointS einen Normalhund im Bilde darzustellen. In wie hohem Maße ihm dies gelungen, lägt daS in den Besitz der VerlagShandlung von Wilhelm Baensch Katholische Gemeinde. I. Sonntag deS Advents. (Beginn des Kirchenjahres.) Von 7 Uhr an: Beichte. 8 Uhr: Frühmesse und Austheilung der hl. Commu- '.zlU Uhr: Hochamt und Predigt. Nachmittags ist keine Andacht. Theater. — In den nächsten Tagen werden wir daS Vergnügen haben, Herrn G. AStrohecker, d»n berühmten Localkomiker vom Stadt-Theater zu Frankfurt a. M. tm Verein mit Frau Meyerer, Fräulein Müller-Rentz und Herrn Meyerer, In zwei Frankfurter Stücken auf unserer Bühne zu sehen. Kirchliche Anzeigen der Stadt Metzen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. 1. Advent, 30. November. Anfang des neuen Kirchenjabres. Vormittags 9V» Uhr: Pfarrer Dingeldey. Beichte und heiliges Abendmahl im Vormittagsgottesdienst. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Schlosser. Nach beiden Gottesdiensten Kollekte für die hiesige Kirchenkasse. Kinderkirche, Nachmittags 2 Uhr, Pfarrer Schlosser. Montag, den 1. Dezember, Abends 8 Uhr, Bibelstunde in der Kleinkinderschule, Apostelgesch. Kap. 20. Pfarrer L>r. Naumann. Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 30. November bis 6. Dezember besorgt Pfarrer Dingeldey. Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Abend 4 Uhr, Samstag Morgen 8:o Uhr, Samstag Mittag 3 Uhr, Samstag Abend 455 Uhr. ______ Bekanntmachung 1885, Januar werden daher aufge- 1. TieuStaa 2. Mittwoch Donnerstag 4. Samstag 5. Dienstag 6. Mittwoch 7. Donnerstag 8 Samstag *?. Dienstag 10. Mittwoch 11. Donnerstag 12. Samstag ti Die Herren Bürgermeister werden er- lucht, dieses in ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt machen Zu lassen. Gießen, am 27. November 1884 Der Rechner der Spar- und Leihkasse. Kehr. 3. 4. 6. 9. Sur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Spar- und Lechkasse angelegten Kapitalien am Ende dieses Wahres fällig werden, sind nachstehende Termine festgesetzt, und zwar: den 2. Dezember 1884, sowie: den 3. :: ?: „ 8. „ 10. „ 13. „ 14. " 17.' 13. Dienstag 14. Mittwoch 15. Samstag 16. Dienstag 17. Mittwoch 18. Samstag 19. Dienstag 20. Mittwoch 21. Donnerstag 22. Samstag 23. Dienstag 24. Mittwoch 25. Donnerstag 26. Samstag Die Interessenten ------- . - Norbert, die Zahlungen an biefen Etagen in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vorzeigung der Schuldscheine sich zu le- Mobrlrnr- Versteigernng. Montag den !♦ Dezember, Nachmittags 2 Uhr, werden im Hause des Herrn Schreiner Müller, Steinstraße Kommode, Kleiderschränke, Tische, Stühle, Bettstellen, Küchenschrank mit Glasaussatz, Spiegel, ein sehr schöner Kinderwagen, Küchengeschirr und sonstige Haushaltungsgegenstiinde versteigert. . Sämmtliche Gegenstände sind sehr gut erhalten. ___________— Ssmstsg dea 29. Novrmder, Nachmittags 2 Uhr, werden in der Flett' scheu Hosraithe babier verschiedene Möbel: Ä , Sopha's, Kleiderschranke, Kommoden, Tische ec-, sowie ein Stoßkarren gegen Baarzahliing versteigert. Geißler, 7885 Gerichtsvollzieher. 10. U 11. • • II 13. II 16. ,, II 17. II 18. II It 20. II 23. II II 24. II u 27. II 30. II II 31. w H Allgemeiner Anzeiger. Montag den 1. Nachmittags/1 Vs Uhr, werden in dem Witth Schneid er'scheu Locale, Seltersweg 35, 1 Stiege hoch: eine Parthie Oeldruckbiidsr mit und ohne Golv- rahmen, sowie Kupferstiche, Stahlstiche und sonstige Kunstblätter 7761 gegen Baarzahlung versteigert.__«c « HOÜQLÄQQ-____ Zur Saison empfehlen: Puppen, Puppengestelle, Puppenköpfe, sswic all- einzelne Puppentheile in größter Auswahl und zu billigsten Preisen. 7621 ______Moritg Grigori Bz Sohn. Herrn» At6(g» Mittler Lsinen.-, Wäschs- 8s Eicttwaarea- G-sschäft. Große Ausivahl, billige feste Preise, beste Maaren. 5629 tieiegeiiSaeiiskaui*: ein großer Posten Schweizer Stickereien unter Preis. Sonnenllr-che J. II. Fuhr Sonnenstraße empfiehlt (paficnd nls Wcihnachtssteschcnke) in großer Auswahl und billigsten Preisen eine Parthie augesangener und mnster- sertiger Schuhe und. Hosenträger; in Silberstramin: Uhren- und Feuerzeughalter, Thermometer, Kalender, dtadelkiffen, Lampenteller, Lampenschirme ic.; in Leinenstoff: Bett- und Bürstentafchen, Deckchen, Hand- tücher und Tischläufer ic. in großer Auswahl. 6sos SchiUischllhe b>npsieblt Irische Schellfische empfiehlt 7883 L. Halkhofc Kinderlcklitten Emil JPtsl&r» O 'Z - - s c ■= 52 = .»9 ^.-.rsrs Suisse Ich nehme die gegen die Ehesrau des Karl Pausch in Wieseck ausgesprochenen Beleidigungen hiermit zurück. 7874 Wieseck, den 27. November 1884. «Ottilie Weller. Vergebung v. Straßen- unterhultnugs - Arbeiten und Lieferungen. Schriftliche Angebote für die bei Unterhaltung der Staatsstraßen unseres Bezirkes im Rechnungsjahr 1885/6 vorkommenden Steinbrecherarbeiter--, Fuhrleistungen, Steinlieserungen, Steinsetzerarbeiten und Steinschlägerarbeiten können bis zum Samstag den 6. Dezember, Vormittags 11 Uhr, bei uns eingereicht werden und findet deren Eröffnung zu dieser Zeit öffentlich statt. Voranschläge und Bedingungen liegen bei uns offen. !)ttdda, den 25. November 1884. Großh. Kceisbauamt Nidda. I. V.: 7853 von Niesfel, Acc. KeUgeSotenes. Neue Rofinkn, „ Corinthkii, Msudrln, Litronst und Brsngest, ftinffkü Dlüthenmehl, Ilsiicnischc Haseluüfi'e, „ Maronen, Tafel- und Kranzfeigen, empfiehlt in bekannten vorzüglichen Qualitäten zu billigsten Preisen 7875 C. G-. Kleinhenn. Feneranzflniler unübertrefflich, entzündet Steinkohlen, sowie jedes andere Feuerungsmaterial ohne Anwendung von Holz oder Papier sicher und schnell. 7022 Gothaer Cervelatwurst in vorzüglicher Qualität soeben wieder frisch eingetroffen bei 7486 FerdL Mrehes, vorm. Gg. Dilh. Weidig. Iltilel Bellevue (Weniger» Garten). Sonntag den 30. UTovember 1884: Großes Abend-Coneert (Äreichmuslk) ausgefUhrt ron der Kapelle des Grossherzoglich Hessischen H. Infanterie-Regiments Nr. 116, unter Leitung des Kapellmeisters Herrn C. K r a u s s e. Zum Schlüsse: Melodienkranz aus den beliebtesten Kärnthner Liedern (mit Zithersolo) von Thomas Koschat. Anfang 5 Uhr» ZKW" Podium im Saale. “WC Entree 30 Pfg. Höfel Bellevue (Wenzels Garten). Vom 1. December 1. J. an errichte ich einen Abeildtiscb mit gewähltem Menu (von V28 Uhr an) im Abonnement zum Preise von 1 llarik. Gleichzeitig empfehle ich meine Table d’höte um fi Uhr Mittags. 7872 Anmeldungen werden täglich angenommen. X-VÜilSl'Tl 1 Die trauernden Hinterbliebenen 7879 sehr billig, die Giessen, den 28. November 1884. Delikatessen - Handlung von haus (Neuenweg 60) aus statt. 7876 A. OberBDianai. wozu ergebens! einladet und AuSbessern. Lindenbaste 1 miethen. 7886 Wallthorstraße 83. Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag 3 Uhr, vom Sterbe- Löwengasse 28. UMOU 'M Bermischte Anzeigen. 7869 Ein braver Junge in die Lehre gesucht. H. 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Wilbelm nach langem Leiden in ein besseres Jenseits abzurufen. Um stille Theilnahme bitten Sonntag den 30. November: im Cl austeehauö, 7866 F.A. Köhler,Berlin W. 41 Uhren-Fabrik 7877 empf. gold. Damenuhren, Rem. 14k.^i36,m. Schlüssels 26. Plakat-Fahrplan aller ans Station Gießen ankommenden und abgehenden Züge für das Winterhalbjahr I884|85 ist auf der Grvcdition d. Bl., sowie durch die Zeitungstmger ä 20 Pfg. zu beziehen. Allgem. Nentenanstait zu Stuttgart, Uerficherungs-Gesellschast auf volle Gegenseitigkeit unter Aufsicht der K. Staatsregicrung. "WGZ Lebensversicherung, Renten-, Militär- und Aussteuer-Versicherung. Anzahl der Versicherungen sämmtlicher Geschäftszweige Ende 1883: 32,532, darunter für Lebensversicherung r 10,420, Mit versichertem Kapital von zusammen .....J-L 33,151,631. Mit versicherter jährlicher Rente von 506,762. Deckungskapitalicn (Prämienreserve) der Versicherungen ... „ 14,594,266. außerdem: Allgemeine Reserve- und specrelle Sicherheitssorids .... „ 3,866,030. 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