Nr. 14t» Zweites Blatt Sonntag den 29. Juni L88L r Schulstraße 7. Erscheint LÄKkich mit Ausnahme des MorrLt^K. transoceanlschen Gebieten, die noch nicht unter der anerkannten Hoheit einer andern Nation stehen, unter Reichsschutz zu stellen und ihnen die vollste Unter, stutzung des Reicher zu Theil werden zu kaffen. Mit andern Worten: Kürst asirmtdf will keine politischen Colonien, wohl aber Handels-Colonien und hier- ”'li. hat er den einzig richtigen Weg bezeichnet, aus dem sich eine gesund-deutsche Colomal.Politik bewegen muß, und daß das deutsche Volk seiner übergroßen Mehrheit nach diese Auffassung des leitenden Staatsmannes billigt, davon lieaen schon heute zahlreiche Beweise vor. “ . Gieße», 28. Juni. Die Ausführungen des Fürsten Bismarck über unsere Colonial- Bolltik werden vermuthlich noch längere Zeit das allgemeine Interesse beherr- scher, das sich ja gerade gegenwärtig der schon so oft ventilirten Frage einer praktischen Colonial-Politik für das deutsche Reich wieder lebhaft zuwendet Klar und deutlich hat der Kanzler erklärt, daß dar deutsche Reich keine groß angelegte Colonial-Politik treiben dürfe, wie etwa Frankreich oder England- dazu fehlten uns die maritimen Mittel und auch die für ein solcher Colonial-' System nöthigen geschulten Beamten. Dagegen betonte er, daß er geradezu 2 Mark 20 Pf. mit Brmgerlohn. Durch bie Post l-ezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Der Schluß der Reichstages dürfte zur Zeit erfolgt sein, fall« nicht noch in letzter Stunde die Beschlüffe der Budget-Commission hinsichtlich der Postdampfer-Vorlage in den Dispositionen der Senioren-Convents eine Aenderung hervorgerufen haben. Jedenfalls hat der Reichstag durch die rasche Erledigung dec zweiten Lesungen der Novelle zum Actiengesetz und des Militär- und Marine-Relictengesetzes seine ermüdete Stimmung zur Genüge documentirt Auch die dritten Berathungen der Anträge Ackermann, auf Abänderung von S lOCte der Gewerbeordnung, und Windthorst, auf Aufhebung des Expatriirungs- Gesetzes, mit denen sich der Reichstag am Mittwoch beschäftigte, zeugten von dieser Stimmung. Andernfalls wären die Verhandlungen über beide Anträge denen man eine große principielle Bedeutung nicht absprechen kann, wohl errea- tere gewesen. Der Antrag Ackermann, welcher bekanntlich bezweckt, den Richt- ^nnungsmeistern das galten von Lehrlingen zu verbieten, wurde nach einer sehr sachlich gehaltenen Debatte, in welcher von den Rednern der Linken namentlich aber von Herrn Bebel, dem Sprecher der Socialdemokraten, die Lage des Handwerkerstandes und der kleinen Gewerbetreibenden grau in arau gemalt wurde, in namentlicher Abstimmung mit 159 gegen 156 Stimmen angenommen. Dagegen stimmten alle Fraktionen der Linken, einige Mitglieder der I Nerchsparter, die elsässischen Abgg. Antoine und Cable, sowie die keiner Fraktion angehdngen Abgeordneten v. Bühler und Frhr. v. Löw. In namentlicher Abstimmung genehmigte der Reichstag sodann den ganzen Gesetzentwurf über die Gewerbeordnung mit 154 gegen 150 Stimmen und endlich auch den Antrag Windthorst, gegen welchen nur die Nationalliberalen und vereinzelte Conser- vatroe, darunter die Minister v. Puttkamer und v. Goßler, stimmten. I Die cholera Hb gliche Krankheit, welche in Toulon ausgebrochen I ist, hat sofort die vollste Aufmerksamkeit zunächst der Frankreich benachbarten Staaten auf sich gelenkt. Von den Negierungen Italiens, Spaniens, der Schweiz und Oesterreich - Ungarns sind die umfassendsten Maßregeln gegen eine etwaige Verschleppung der Seuche angeordnet worden und auch die deutsche Rerchsreglerung wendet derselben ihre Aufmerksamkeit zu. Der „Reichs-Anz" enthält hierüber folgende Mittheilung: „Aus Anlaß der Nachrichten über den Ausbruch emer choleraähnlichen Krankheit in Toulsn sind von Reichsweaen nähere Ermittelungen über die Natur der Krankheit und über die an Ort und Stelle getroffenen sanitären Maßregeln veranlaßt. Gleichzeitig werden für den Fall, daß die Krankheit sich als die asiatische Cholera Herausstellen sollte, entsprechende Abwehrmaßregeln deutscherseits vorbereitet." Die nun beendigte Reichstagswahl-Campagne in Ungarn ist durch die Wahlbewegung in Cisleithanien abgelöst worden, wo neue Kron- länder ihre Landtage neu zu wählen haben. Die Vorbereitungen hierzu drücken I der inneren Politik Oesterreichs ihre Signatur auf und namentlich in Mähren, welches den Reigen eröffnet, hat stch eine lebhafte Agitation entwickelt. In der Agramer Landstube ist es vor ein paar Tagen wieder zu argen durch dis Starcevicianer veranlaßten, Scandalfcenen gekommen. In Folge dieser tumultuösen Vorgänge, bei denen nur wenig zur Entwickelung einer regelrechten Prügelei fehlte, hat der Vicepräsident des kroatischen Landtages, Sram, sein Amt niedergelegt. In Frankreich mußte sich in dieser Woche die Politik mit der zweiten Stelle begnügen und den Ehrenplatz an die Touloner Cholera-Epidemie abtreten, mit der sich die öffentliche Meinung begreiflicher Weise weit lebhafter beschäftigt, als mit den egyptischen Angelegenheiten. Die Nachrichten über den Charakter der Epidemie lauten allerdings ziemlich beruhigend, aber man muß doch erst abwarteu, ob man es hier nicht etwa mit schönfärberischen Berichten »er französischen Behörden zu thun hat, da es letzteren zunächst darum zu thun scheint, die besonders in Toulon selbst ausgebrochene Panik zu beschwichtigen, was bei der leichten Erregbarkeit des französischen National-Charakters gerade keine Kleinigkeit ist. Uebereinstimmend haben sich die von der französischen Regierung nach Toulon zur Untersuchung der Epidemie gesandten Aerzte dahin ; ausgesprochen, daß dieselbe als sporadische Cholera (cholera nostras) zu be- ' trachten fet Neuere Meldungen besagen, daß der Gesundheitszustand in Marseille und in dem ganzen Gebiete um Toulon fortdauernd ein befriedigender , Aus dem Sudan lag in den letzten Tagen nichts Neues vor- vor Suakrm hat sich in dieser Woche nichts von Bedeutung ereignet ’ $ D'e chinesische Regierung hat sich eine ernstliche Verletzung des Friedensvertrags mit Frankreich zu Schulden kommen lassen. Am 23 d M französische, zur Garnison von Langson bestimmte Truppenabtheiluna von chinesischen Regularen m der Stärke von 4000 Mann angegriffen und verlor m dem sich entronnenen Kampfe 7 Tobte und 42 Verwundete Es Md sofort Verstärkungen unter General Negrier von Hanoi nach Lanaion abgegangen. “ Angra-Pequena und Bethanien *). Von Dr. Fr. Müller, ... Ganz Deutschlands Augen sind gegenwärtig auf je^er? Wvtt'a^der fernen südwchltchen Küste von Afrika gertcktet, wo nach Jahrhunderten wieder die erste deutsche Colonie tn's Leben getreten ist, um, so Gott will, zu einem weiten, schönen und durch sein Klima dem deutschen Auswanderer ganz entsprechenden Colonial» gebiete zu werden. Ich betone es absichtlich, dieses „nach Jahrhunderten wieder", denn der deutsche Nattonalgetst bedarf sehr wohl noch der Erinnerung daran, daß dtL großen Vorfahren zur Zeit der herrlichen Blüthe der Reichsstädte im Mittelalter auch ihre Colonten und ihren gewaltigen Anthetl am Welthandel batten, so daß dir Auas^ burger Familie Welser sogar das große reiche Venezuela in Südamerika ihr etaen nannte, während die Schiffe der Hansa die Nordmeere beherrschten. Damals vor I rmttcmalen Niedergang, kannte noch kein Mensch die Fabel von der Theüuna der W/lt' bet der der Deutsche zu kurz gekommen und von Zeus zur Entschädigung eine Dichterleter erhielt; und wäre nicht ebenfalls in Folge des Zerfalles des alten Reiches daS ganze Niederland mit seiner seetüchtigen Bevölkerung vom Körper der Nation ab» getrennt worden so würde es uns heute gewiß nicht an Colonten fehlen, während Holland seinerseits froh sein mochte, wieder sein natürliches Hinterland und Absatzgebiet Aber sei dem so, einstweilen, für jetzt müssen wir uns mit der einen kleinen Colonte Angra-Pequena (sprich Pekenja), auf deutsch „kleine Bucht«, begnügen und da sei denn gleich bemerkt, daß es sehr wenig Scharfblick verräth, ohne jede andere Kenntniß ol§ die von kurzen Zeitungsberichten über die neue Colonie spottend los- zuziehen. Wenn die Ansiedelung so sehr den Spott verdiente, würde sie England wahrlich nicht so viel Kopfzerbrechen machen, aber man hat mit geübtem Scharfblick in London roffch erkannt, was Fürst Bismarck sich gedacht haben muß, als er den Handels. Herrn in Bremen den Schutz des Reiches zusicherte. Der geradezu auffallende Empfang der Vertreter des Transvaal - Staates am Berliner Hof hat doch wobl manchem inzwischen schon einiges Licht gebracht und es bedarf nur noch eines Blickes auf die Karte, um sich klar zu sein, daß fortan das noch Herren lose Gebiet h'nter der kleinen Bucht und bis zur Grenze des Transvaal nur noch £anb,e kommen kann, daß also die Boers, die sich mit solchem Nachdruck als Deutsche bezeichneten, ganz bestimmt eines nicht mehr fernen Tages die Nachbarn der deutschen Colonie sein und durch deren Gebiet hindurch jene Aussuhrwege finden werden, die ihnen Portugal nach der Delagoa-Bay hin so sehr erschwerte. *) Bei den vielfach sich widersprechenden Urtheilen über Angra-Peguena haben wir Veranlassung genommen, unseren Herrn Mitarbeiter zu einer Schilderung der Natur dieser ersten deutschen Colonie aufzufordern, welcher ein um so höherer Werth iß' der Herr Verfasser während seines eigenen langjährigen Aufenthalts im Copland Land und Leute dort auf das Eingehendste ftudirt und kennen gelernt hat. sei; indessen sind in Toulon selbst noch am Donnerstag 5 neue Cbolera-Todos- falle vorgekommen. - Was die Erklärungen des MinisterpräsidentenXm, t» bet Deputirtenkammer hinsichtlich des Abkommens mit England andelam? Kammer günstiger ausgenommen worden, als von'den tonangebenden Pariser Blättern. Letztere finden fast ohne Ausnahme ^rant rerchs Concesstonen als zu weitgehend und dem Einflüsse dieser fXÄ” btÜrftC Debatte über die Interpellation des Abg DZ2ffe ^E^^yptens, rmt welcher sich die Kammer am Donnerstag ^eMftate doch wohl nicht ganz haben entziehen können. y wjwngte, Änr frhe Ä I iransoceamschen Gebieten, die noch nickt unter brr durch ehre Mittheilungen Über den Stand der earwtiicken4™,™ . 8 > WHet-hat und * m,n am Samstag mit ber ©"nfÄ bÄ® st ?,($e N- An die Zustimmung des Parlaments zu den Con- ferenzbeschlüssen hat Mr. Gladstone sein und seines Cabinets Schicksal aefnünft er will zurücktreten, falls das Parlament diesen Beschlüssen seine Sanctton ifpr' »emert. Don Seiten der mnservativen OppositionwerdendüLftL diese Zustimmung zu verhindern und ist im Unte^ hause von den Conservatmen gegenüber dem Ministerium bezüglich des enalssck- e’n Mißtrauensvotum angekündigt worden. Wa/r- SSSkLL LU" ’** :•* w ^ntL stattfindet, haben behufs Erzielung höherer Löhne gegen 10,000 Schnitter Arbeit eingestellt Es ist hierbei zu ernsten Ruhestörungen gekommen und mußte vielfach das Militär einschreiten, wobei zahlreiche Verhaftungen vor«- nommen wurden. — ^n der Deputirtenkammer wurde in der Mittmn^- Sitzung ans Antrag Mordini's dem Cabmet Depretis bezüglich dessen innenr Polrtck em Vertrauensvotum ertheilt. 1 rer i . Das Czarenreich hat Europa wieder einmal mit einer.Zudenver- Nlfchni-Nowgorod ist dieselbe diesmal inscenirt worden ^reht L8 ^erfonen baS Seben gekostet, während 9 Personen zum Theil schwer VvCtüyl H/UTOvil» Die Colonie braucht sich gar nicht so übermäßig mehr ouözudehnen, um jene ihr offenbar vom Geschick vorgezeichnete Mission zu erfüllen; In Südafrika sind die Entfernungen lange nicht so groß wie in Nordamerika und darum sind die Cultur- vermittelungen auch leichter. Zwischen der Kelte der Unuma-Berge, wo Herr Lüderitz zunächst seine Minen anlegen wird, und der TranSvaal-Grenze mag die Entfernung etwa so viel betragen, wie von Parts bis Warschau, wobei eine künftige Eisenbahn ebenso wenig zu den Unmöglichkeiten gehört, wie zwischen Moskau und den Städten in Turkestan oder wie die geplante Eisenbahn durch Sibirien. WaS der Colonisation enormen Vorschub leistet, das ist der Umstand, daß das englische Regiment bet dm Eingeborenen ebenso wie bet den Transvaalere^ttef verhaßt tft, wahrend die alten wie die neuen Colontsten gemeinsame germanische Empfindungen haben, sich in dem Klima zurechifinden können und an den Eingeborenen keine böswilligen Nachbarn haben. Letztere sind, wie man überall im nördlichen Cap» lande merkt, von der Cultur schon ein wenig beleckt und die Hetrathen der Boers mit ihnen find so bedeutend und zahlreich, daß dadurch ein ganz neuer halbculttvirter Mmschenschlag, der der Griquas, entstanden ist. welcher eben in dem noch freien Ge» biete zwischen dem Orange- und Molopo-Fluffe seinen Sitz hat. Das ist daS Ziel der neuen Colonie, und daß die deutsche Regierung dies auch erkannt hat, beweist die mue Reise des Afrikaforschers August Etnwald, der eben wieder in Ueberetnstimmung mit der Regierung unterwegs ist, um von Port-Elisabeth aus durchs Copland nach dem Griqualande vorzudringen. Wohl ist die nächste Umgebung von Angra-Pequea rauh und öde; die ganze Küste ist ein einförmiger sandiger Strich, den daS Meer durch Anschwemmungen gebildet hat und der immerfort von einer so fürchterlichen Meeresbrandung umtost wird, daß es wohl erklärlich wird, warum ihn btS sttzt Niemand hatte in Besitz nehmen mögen; daß man an einer solchen Stelle deutsche Thatkraft einsctzen würde, das ließen sich die Engländer gewiß nicht träumen. Die Küste hat nur ein ausgetrocknetes Flußbett, in welchem zwar allerlei Gestein, aber kein Waffer zu finden ist; letzteres muß, bis einmal artesische Brunnen versucht sind, mit einem Schiffe von der Copftadt geholt werden, wodurch eg ziemlich theuer wird. Ob man nicht die vielen Niederschläge und die Kühle d r Nacht, so wie die Eingeborenen der Küste Südamerikas es ihun, wird zu Nutze machen können, daS ist noch nicht untersucht worden. W?gen des Wassermangels ist auch der Verkehr mit dem Innern schwer, denn man kann die nöthrgeu Ochsen nicht in der Colonie stationi- ren, sondern muß sie immer wieder von der landeinwärts gelegenen Mtssionsstation Bethanien kommen lassen und dann jeder Frachtfahrt auch Wasser mitgeben. Die Fahrten sind sehr mühsam und geschehen mit schweren Wagen, aus starken Bohlen gebaut und mit einem Dach versehen. Der Weg von dm zwei Gebäuden, die jetzt, Blockhäusern ähnlich, die Niederlassung von der Bucht bilden, biS Bethanien führt zu drei Vierteln durch eine wette wüste Streck- von Flugsand ohne jede Vegetation, welch' letztere erst mit dichtem Strauchwerk da beginnt, wo die Berge ihre ersten Hügelketten vorauSsenden- Diese ganze Gegend ist vorläufig unbewohnbar, da sie kein Waffer hat und selbst den Thteren zu unfreundlich ist. Nur Schakale, Spr'ngböcke und Schlangen finden sich manchmal, von Eingeborenen blos durchziehende Buschmannfamilien, oder erwerbslustige, intelligente Hottentotten, die man tm Caplande als Diener Überall gern hat und die sich, wie neuerdings berichtet wird, auch bet Angra-Pequena schon zahlreich einfinden, um den Fuhrmaunsdtenst zu übernehmen. (Schluß folgt.) Verwischte-. Offenbach, 24. Juni. Ein hiesiger Bürger sch ckte gestern seine 17jährige Tochter nach einem benachbarten Ort, um Gelder einzukassiren. Das Mädchen, welches gegen Abend heim kam, brachte 10 Mark zu wenig, die es entweder unterwegs verloren oder zu wenig empfangen haben mußte. Der Vater schickte seine Tochter nochmals zurück, um sich zu vergewissern, woher die Differenz rühre und soll tum bis zu dieser Stunde vergeblich auf die Heimkehr seines Kmdes warten. Als dasselbe verffoffene Nacht um 12 Uhr noch nicht zurückgek-brt war, machten sich die Eltern, von Unruhe und Sorge getrieb n, auf den Weg, um den Aufenthalt ihrer Tochter zu erkunden, jedoch vergeblich. Da keine Strafandrohung seitens der Eltern vorlag, tfl das Verschwinden des Mädchens geradezu unerklärlich und liegt leider die Vermuthung eines Unglückes sehr nahe. Es soll uns tm Interesse der geängstigten Eltern aufrichtig freuen, wenn letzteres nicht der Fall ist. Frankfurt, 25. Juni. Durch Anwendung des Wilcox'scken Pflanzenfaser- papierS bet den neuen Retchskassenscheinen hoffte die RetchSregterung jebtr Gefahr einer Fälschung vorzubeugen. Trotzdem haben sich die Fälscher auch an die Nachahmung der neuen Sckeine gewagt, denn gestern fand sich in der Kasse unseres Opernhauses ein falscher Fünfzigmarkschein der Ausgabe vom 10. Januar 1882 vor, welcher am Abmd zuvor in Zahlung genommen worden war. Die Fälschung ist ziemlich gut gelungen und nur an den etwas matten Farbm, an der verschwommenen Schrift tu der letzten Zeile der Strafandrohung, sowie daran zu erkennen, daß die Pflanzenfasern der Rückseite durch aufgeklebte Menschenhaare ersetzt sind. Wie es scheint, ist die Falsch- münzerwerkstätte in Villingm (Baden) zu suchen. Gleichzeitig wird nämlich auch auS Rottweil und einigen benachbarten württembergischen Ortschaften über das Auftauchm falscher Fünfzigmarkscheine berichtet, welche dieselben Merkmale zeigen wie der hier angehaltene. Die tu Rottweil angestellten Erhebungen ergaben, daß ein Lithograph Sattler in Villingm zur Deckung eines Wechsels sechs der erwähnten Scheine an einen Kaufmann in Deißlingen gesandt bat. welcher sie unbeanstandet weiter gab, biö der Postmeister Lauder in Rottweil die Fälschung entdeckte. Der Lithograph soll als verdächtig verhaftet sein. JedmfallS zeigt der Vorfall, daß auch bei dm neuen Kassenscheinen eine gewisse Vorsicht geboten ist. Wiesbaden, 23. Juni. [XV. Mittelrheinisches Turnfest.) Der Central-Ausschuß hat an die Turnvereine des MittelrheinkreiseS folgenden Aufruf versandt; „Turner des Mittelrheinkreises! Manches herrliche Turnfest hat Euch in friedlichem Wettkampfe vereinigt gesehen; jedes derselben hat die Bande treuer Bruderschaft fester und inniger geknüpft, jedes derselbw die Liebe für Eure schöne männliche Kunst gepflegt und belebt, jedes ein freundliches Bild der Erinnerung unauslöschlich ein« geprägt. Die Turner Wiesbadens haben schon oft in verschiedene» Städten Eures KreiSverbandes als Gäste ein freundliches „Willkommen- gesundm, weshalb sie mtt besonderer Genugthuung die Gelegenheit begrüßen, Euch nun auch ihrerseits zum fröhlichen Turnfeste einladm zu dürfen, das in den Tagen vom 16.—19. August d. I. tn unserer Stadt gefeiert wird. Es sind 14 Jahre her, seit der Stadt Wiesbaden zum ersten Male die Ehre des Festortes zugedacht war; aber der ernste, blutige Krieg trat an die Stelle des friedlichen Wettstreites. Da bewährten sich herrlich die Tugmdm, deren Pflege der deutschen Turnerschaft obliegt; deutsche Kraft, deutscher Muth und beuttche Treu- errangeni dev-höchsten Preis im gewaltigen Völkerringen: ein einiges, starkes, freies Vaterland! Die Hohen des waldigen Taunusgebirgcs erheben sich um unsere Stadt in grünem Kranze. An seinem Abhange befindet sich im Schatten herr- iicher Erchen der Feftplatz. Es ist derselbe, auf welchem nach dem glorreichen Kriege unsere als Sieger heimkehrenden Brüder bewillkommnet wurden, wo ihnen die Stadt ein Fest bereitete, wie es nur das deutsche Gemüth zu ersinnen und auszuführen vermag. Wenn Jhr^aus unserer Stadt in festlichem Zuge dem Platze zuschreitet werdet Ihr von der Hohe auf den Strom zurückblicken, der am goldmm Mainz vorüber in den herrlichen Rheingau seine Wogen wälzt, den wir mit Stolz und freudigem Dank den deutschen Rhein nennen. Da glänzt daS Auge, da klopft mächtig das Herz in der Brust, da fühlt Ihr Euch doppelt stark gerüstet, Eure Kraft zu erproben. Und wenn Ihr ausruht vom männlichen Ringen, so laben Euch die schattigen Gänge des Waldes sln, dann rauschen die Wipfel der Eichen und Buchen über Euch hin, Berg und Tbal in lieblicher Abwechselung erfreuen Herz und Auge. Aber auch, wenn Ihr wieder ^nabzieht in die Stadt, werdet Ihr in den festlich geschmücktm Straßen und auf den Wen, (n den prächtigen Parkanlagen nur freundliche Eindrücke empfangen. Vor allem aber dürfen wir Euch versprechen, daß die Bewohner Wiesbadens Euch nicht nur als ehrmwertbe Gäste, sondern «18 Freunde und Brüder behandeln werden; in -Ar M tte im fröhlichen Kreise werdet Ihr fühlen, daß daS menschliche Herz noch köstlichere Gaben zu bieten vermag, als die herrlichste Natur. Darum kommt, Ihr Tümer deS Mittelrheinkreises, rüstet Euch zur fröhlichen Fahrt nach der alten Bäderstadt. Auf nach Wiesbaden! Stimmt ein mit uns in den Ruf: „Gut Heil* zum 15. Mittelrheinischen Turnfeste!- Wiesbaden, 25. Juni. Eine Mahnung, geladene Gewehre nicht an leicht zugänglichen Orten aufzubewahren, enthält ein trauriger Vorfall, der sich gestern hier zutrug Ein Bürger hatte feine Flinte in einem leeren Stalle stehen lassen. In demselben vergnügten sich zwei Geschwister, ein Knabe von 11 und ein Mädchen von 9 Jahren und spielend legte der Knabe auf fein Schwesterchen an; die Flinte ging los iinb der Schuß drang dem Kinde knapp unter dem Auge in den Kopf. An dem Aufkommen der Kleinen wird gezweifelt. o WormS, 25. Juni. [Der Raubmord bei Hochheims Von Kirn und von wurden 2 und 1 Arrestant hierher geliefert, die heute den in Leiselheim und 5-ch^u^wohmnden Zeugen gezenübergestellt werden, um den nmthrnaßlichen Thäter des an Musil verübten Raubmords zu eruiren. Ein vierter Handwerksbursche ist unter dem gleichen Verdachte im Württembergischen verhaftet worden. — Aus Paris, 20. Juni, wird uns geschrieben: Vor einem Schwurgericht von Correz- wurde heute ein Proceß gegen einen Vatermörder beendigt, der durch leinen ihm zu Grunde liegenden Tbatbestand bereits im vorigen Sommer Aufsehen erregte. Der Tbatbestand ist in Kürze folgender: Am 10. August v. I. wurde der von mehr als 30 Stichen förmlich zerhackte Leichnam eines Greises, NamenS Jean Gizonde, tn dem seinem Hause benachbarten Tümpel gefunden. Seine beiden Söhne wurden des Mordes verdächtig eingezogen, der jüngere indeffen bald wieder fretgelaffen ylm 9. Drcember erschien der filtere vor Gericht. Nach seinem Verhör wurde der jüngere als Zeuge vernommen. Dabei ereignete sich eine aufregungsreiche Scene- der Zeuge sagte nämlich Folgendes auS: „Bis jetzt habe ich, um meinen Bruder zu retten und auS Furcbt vor ihm gelogen. Heute kann ich, was auch kommen mag, nicht lügen. Mein Vater wurde ermordet, ermordet von meinem Bruder und — von mir.* Er setzte darauf auseinander, w'e sein Vater in den Keller gegangen und sein Bruder ihm gefolgt sei. Als er einen lauten Schrei von unten heraufkommen hörte, ging er ebenfalls in den Keller, wo er sah, wie sein Vater vom eigenen Sohne gewürgt, gerochen und mit einer Hacke bearbeitet wurde. Bei dem Nahen des Bruders zitterte der Mörder aus Furcht, von ihm verrathen zu werden und zwang ihn endlich durch seine Drohungen, dem in seinem Blute daliegenden Vater ein Letztes zu geben. Bet dieser Aussage tobte und schrie der Angeklagte: »Er ist wahnfinnig. Hört ihn nicht. Mr ftht ja, er ist wahnsinnig." Die Verhandlung wurde damals behufs Herbeischaffung neuen Beweismaterials vertagt und kam auch bann noch nicht, sondern erst oeute zu Ende. Der jüngere Bruder hielt seine Aussage aufrecht. Er wurde, nun fdbn angeklagt, freigesprochen, während der filtere Bruder wegen Vatermordes zum Tode verurthettt wurde. , c „ — Nach den statistischen Ermittelungen deS Vereins deutscher Eisen-und Stahl- industrieller belief sich die Roheisenproduction des deutschen Reichs (einschließlich Luxemburgs) im Monat Mai 1884 auf 306818 Tonnen, darunter 182 950 Tonnen Vuddelrobeisen, 11071 Tonnen Spiegeleisen, 40 472 Tonnen Beffemerroheisen, 40 685 Tonnen Thomasroheisen und 28 340 Tonnen Gießereiroheisen. Die Production im Mai 1883 betrug 282040 Tonnen. Vorn 1. Januar bis 31. Mat 1884 wurden producirt 1470 783 Tonnen gegen 1395 497 Tonnen im Vorjahre. — [Ein Andenken an Königgrätz.) Aus Brünn, 19. b§., wird geschrieben: Der in Chrrlitz bei Brünn wohnhafte Johann Pilat hat im Jahre 1866 die Schlacht bei Königgrätz mitgemacht. Eine Kugel traf ihn in den Rücken und Web stecken und konnte nicht aufgefunden werden. Pilat, der deshalb vom Militär als dienstuntauglich verabschiedet wurde, lebte nun zurückgezogen in seinem Heimathsorte Chirlitz, wo er feines Leidens halber auf milde Gaben angewiesen war. Kürzlich rteth man ihm, bei Sr. Majestät um eine Gnadengabe zu bitten. Pilot ging daher gestern nach Brünn in die Kanzlei eines Advokaten, um sich ein MajestSLsgesuck unfertigen zu lasten. Der Advokat begehrte von dem Bittsteller ein ärztliches Zengrsiß und da dieser ein solches nicht besaß, wurde ihm bedeutet, sich an den Med.-Dr. Herrn Anton Fleischer zu wenden. Pilat erschien auch bei dem genannten Arzte und brachte feine Bitte vor. Dr. Fleischer untersuchte hierauf den Invaliden, sand in der Mttte der Wirbelsäule eine kreuzergroße Narbe und etwa 4 Centtmeter darunter einen länglichen harten Körper, den er als das Hinderniß beim Beugen bezeichnete. Dr. Fleischer erkannte sofort den geeigneten Moment, diesen Gegenstand auS dem Körper deS Untersuchten zu entfernen und rieth ihm, sich einer Operation zu unterziehen, womit Pilat einverstanden war. Dem Dr. Fleischer gelang es alsbald, e'ne ganz gut erhaltene, an der Wirbelsäule gelegene peußische Zündnadelgewehrkugel herauSzuziehen, welche an einzelnen Stellen bereits Kalkkrusten zeigte. Die Wunde wurde vernäht und der Patient konnte, befreit von jenen seit 18 Jahren ihm zur Qual gewordenen Schmerzen, vollkommen aufrecht gehend, sich entfernen. Die Kugel selbst nahm Pilat zum Andenken an die Schlackt bei Königgrätz zu sich in Verwahrung. Berkärrse und Verpachtungen, Betheiligungen, Stellen-Vakanzen re. werden am sichersten durch Annoncen in zweckentsprechenden Zeitungen zur Kenntniß der bez. Reflektanten gebracht; die einlaufenden Offerten werden den Inserenten im Original zugesandt. Nähere Auskunft ertheilt die Annoncen-Expedition von Rudolf Moffe, Frankfurt a. M-, Roßmarkt Nr. 3. Vertreter in Gießen: Heinrich Wallach, Marktplatz 8. 3975 Allgemeiner Anzeiger. Gerren-, Damen-, Mädchen- n. Knnben- Strohhüte, Damen- und Herren- f «4k » 'M «N» «st um damit zu räumen, verkaufe bedeutend unter Preis. 4095 A. Fangmann. Die in meinem früheren Locale aufgelegten Kleiderstoffe, Kleider- cattune, Zephirs, Kammgarn für Herren-Anzüge, Fanelle, baumwoll. Biber, FiSzröcke, Eommerunterröcke, Unterjacken, Unterhosen, Damen- und Kmderwäsche, Damenkragsn und Manschetten und verschiedene andere Artikel verkaufe, um gänzlich damit zu räumen, zu und unter Selbstkostenpreis. 3275 Herrn. Äug. Müller. 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Händel- Generalprobe: Samstag den 5. Juli, Nachmittags 3 Uhr. Montag den 7. Juli ISSa, Nachmittags 5 Uhr: Zweites Coucert. 1) Ouvertüre zu „Euryanthe" .....von C. M. von Weber. 2) Der 23. Psalm, für Frauenstimmen .....„ F. Schubert. 3) Arie für Sopran, „Martern aller Arten" re. aus „Ent-- führung aus dem Serail".......... „ W. A. Mozart. (Frau Marie Wilt) 4) „Coriolan", Scene für Männerchor, Soli und Orchester „ Friedrich Lux. 5) Symphonie in B-dur............ „ R. Schumann. 6) Triumphlied, für 8stimmigen Chor und Orchester ... „I. Brahms. Generalprobe: Montag den 7. Juli, Vormittags 9 Uhr. Dienstag den 8. Juli 1884, Nachmittags 4 Uhr: Drittes Concert. Künstler-Concert. Generalprobe: Dienstag den 8. Juli, Vormittags 9V2 Uhr. Preise der Plätze für Concerte u. Generalproben. a. für die 3 Concerte zusammen r Balkonloge JL 30 Reseroirter Platz „ 30 Seitenloge 1. Reihe .... „25 Sperrsitz ........ „20 Nummerirter Platz „15 Seitenloge 2. Reihe „15 3. , „12 b. für ein einzelnes Cmrcertr Balkonloge . . . Reseroirter Platz . Seitenloge 1. Reihe Sperrsitz . . . . Nummerirter Platz Seitenloge 2. Reihe „ 3- „ „ 4. „ Stehplatz . . . . c. für jede Generalprobe 3.—, ohne Unterschied der Plätze. 12 12 10 8 6 6 5 4 3 Die Eintrittskarten werden in Mainz im Vereinslokale der Liedertafel, Theater- gebände links (1. Stock) verkauft. Auswärtige schriftliche Bestellungen sind unter Beifügung des Betrages an den Präsidenten des Festcomitö's Herrn Commerzienrath Preetorius in Mainz zu richten. Verkaufsstellen von Karten befinden sich in Wiesbaden bei Edmund Rodrian's Hofbuchhandlung, Langgasse 27 und in Frankfurt a. M. bei Herren Stehl & Thomas, Musikalienhandlung, Zeil. Die „Hessische Ludwigsbahn" und die „Pfälzische Bahn" gewähren den Concert- besuchern Fahr-Vergünstigungen. 4217 Das Fest-Comite. Gothaer Lebensverftcherrrngsbank. Am 1. Juni 1884 Versichert 63080 Personen mit 450,865000 Mark „ Bankfonds 117,000000 „ Versicherungssumme ausgezahlt seit Beginn .... 150,778000 „ Dividende 1884 für 1879: 44%. Seit dem Jahre 1883 ist neben dem bisherigen ein neues System der Ueberschutz-Vertheilung (das „gemischte" System) eingeführt, dessen Vorzug darin besteht, daß die Dividende, unbeschadet gerechtester Zumessung, mit dem Versicherungsalter beträchtlich steigt. Neu Beitretende müssen sich bei der Antragstellung für das alte oder das neue System entscheiden. 4093 Alles Nähere zu erfragen bei Herrn F. Gros, Ludwigsplatz 6. 4346 Ein kräftiger Junge von 15 bis Guniml-Waaren^Bazar 16 Jahren als Hausbursche gesucht. Mannheim E. 3 Nr. 1. 3612 Näheres in der Erped. d. Bl. Preisliste gegen 10 Pfennig - Marke. Schützenhof. Sonntag den 29. und Montag den 30. Juni findet in meinem neuangelegten Garten flroße Tanzbelustigung statt. Abends: Bengalische Beleuchtung und Feuerwerk. System Platte. Entree frei. Tanzkarte 50 Ffg. Es ladet ergebenst ein 4339 Philipp Schneider. MerMieLßrmgm. 3828 Der von Herrn Fabr. L ü tt i ck e n bewohnte untere Stock, 5 Zimmer 2C., zu permiethen und am 15. Juli beziehbar. H. Bepler, Ludwigsstr. 12. Eine unmöblirte Stube (auf Wunsch mit Küche) zu vermiethen bei 3960 Jakob Dörr, Gr. Mühlgasse 10. 4188 Eine neu hergerichtete Wohnung mit abgeschloss. Corridor zu vermiethen. _____________I. Kaan jr„ Kreuz, 4308 Ein Logis, 2. Stock, 5 Zimmer und Zubehör, zu vermiethen. Näheres _in_ber Exped. d. Bl. 4126 Der zweite Stock meines Hauses ist bis zum 1. September zu vermiethen, auf Wunsch auch früher. Georg Noll, Gärtner. 4023 Ein Logis zu vermiethen bei S. Elsoffer, Marktstraße. 4181 Der mittlere Stock — 5 Zimmer nebst Zubehör — pr. 1. October oder früher zu vermiethen. _ I. Stein, Architekt. 4309 Kleine freundliche Familienwohn- ung zu vermiethen. Neustadt 15 4172 Logis, sow. einz. Zimmer, neu herg. gleich beziehb., z. verm. Neuen Bauen 20. Grünbergerftraße 12 ist der mittlere Stock, bestehend in 5 Zimmern nebst Zubehör, für Anfang September zu vermiethen. 3926 2970 Marburgerstraße 13 im Nebenbau eine Wohnung mit allem Zubehör an eine ruhige Familie, gleich beziehbar, zu vermiethen. „3054 Ein Logis, 3 Zimmer mit Zubehör, per 1. August zu vermiethen bet _____Franz^Ge^bode,^Kaplansgass c._ 4154 Die Familienwohnung in den Mansarden meines Hauses zu vermiethen. __________Dr. Dornseiff, Schulstr. 10. 4282 Zwei Logis zu vermiethen bei K. Häuser, Schiffenberger Weg. 4285 Wegzngshalber ein Logis zu ver- miethen. Metzger Hofmann, Wallthorstr. 4318 Kleine freundl. Familienwohnung zu vermiethen. Frankfurterstraße 89. 3487 Das von Herrn Oberförster Georgi bewohnte Logis ist zu vermiethen. Wilhelm Reiber, Bahnhofstraße. 2412 Der 2. Stock meines Vorderhauses, bestehend aus 6 Zimmern mit Zubehör, per 1. October, auch früher, zu van miethen. Wilh. Seipp, Ludwigspl. 6. 3492 Der mittlere Stock, -3 Zimmer mit Corridor, Bleichplatz rc-, alsbald zn vermiethen bei Caspar Schomber, Neustädter Thor. 3734 Ein Familienlogis, bestehend aus 5 Zimmern nut Zubehör und Gartenan- theil, ist per 3. September zu vermiethen. Otto Schmidt, Seltersweg 67 3914 Durch Versetzung des Herrn Ober- postsecretärs Garthe ist der obere Stock meines Hauses, bestehend aus 5 Zimmern und Zubehör, anderweitig zu vermiethen. __________________Emil Fischbach. 3998 Logis, 7 Zimmer mit allem Zubehör, zu vermiethen. Gartenstraße 27. 4216 Zu vermiethen ein möbl. Zimmer mit Cabinet im Vorderhause, auch kann ein Stübchen dabei abgegeben werden. Ludwig Orth, Neuen Bäuen 11. 4125 Eine Wohnung von 4 Zimmern mit allem Zubehör zu vermiethen. ________________Chr. Schopbach. 4161 In dem von mir erkauften (Petri'schen) Hause in der Alicenstraße ist parterre ein Familienlogis von 6 Piecen auf October zu vermiethen. Dr. Muhl. 4176 Ein Laden sofort zu vermiethen. Nenenweg 11. _ 4306 Eine Scheuer, auch für Lager ge- eignet, zu vermiethen. Kreuzplatz 10. 3897 Laden mit Logis pr. sofort vermiethen. Isaac Strauß, Wallthorstraße 15. WermiMe Anzeigen. 4335 Ein Mädchen, welches inr Kleidermachen gut bewandert ist, wünscht noch einige Tage besetzt. Auch wird daselbst Wäsche zum Bügeln angenommem- Zu erfragen Frankfurterstraße 78. Die Anfertigung von Steppdecke« übernehme in schönster Ausführung zn billigen Preisen. Merm» Aug. Müller* 3278________Seltersweg.__________ 91 tttttitMH w- stets nach allen Gegen - den placirt. Fahrg. 29, Frankfurt a/M- (3196) Treusch. Maschmcnstrickem von C. Pietsch Lieferung von weißen u. farbigen baumwollenen Damenstrümpfen in allen Fa?ons und Größen, je nach Bestellung (M- Hauschild Estremad. von den S bis zu den feinsten Nummern). ngen und Kinderstrümpfe, weiß und farbig (englische Länge), Herren» socken in allen Größen, in gebt, und nngebl. Baumwolle, sowie farbig, bis zu den feinsten Nummern. 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