ISS* Dienstag den 29. Januar Nr. 24 Erscheint mit Ausnahme des Montags. Dnreanr Schulstraße 7. ’XSJKHS?. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. •er Schatz m Opfer der Selbst- mit) und gchcimv ist das berühmte hi'b Selbst- thrnöR. 7Abbild. Preis 3K der an den schreck' )icses Lasters leidet, n Belehrungen retten ic vom sichern Tode. idasBerlagS'-Mgazin u Leipzig, some durch ug in Gießen. 235 Deutschland. Darmstadt, 26. Jan. Schluß des Inhalts des Großh. Regierungsblattes (Beilage Nr. 1): 9. Dienstnachrichten: Se. Konigl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädrgst geruht: Am 14. December 1883 den von dem Herrn Grasen von Schlitz, genannt v. Görtz, auf die evang. Pfarrsteile zu Hartershausen präsentirten Pfarrer Friedrich Hellwig von Altenschlirf für diese Stelle zu bestätigen; am 15. Decbr. den Drstncts- einnehmer der Districtseinnehmerei Alzey I M. Brunner in gleicher Drenstelgen- schaft in Die Districtseinnehmerei Bretzenheim zu versetzen; am 21. Decbr. dem en. Pfarramts-Candidaten Heinrich Adolph aus Sichenhausen die erledigte evang. Pfarrstelle zu Watzenborn, an dems. Tage dem evang. Pfarramts-Candidaten Friedrich Jllert aus Groß-Bieberau die evang. Pfarrstelle zu Siefersheim zu übertragen; am 22. December den CabinetZ-Secretär Franz v. Hessert zum Hosjunker zu ernennen. Am 15. Decr. 1883 wurde der prov. Lehrer an der Realschule zu Darmstadt Wilhelm Heiß, unter Verleihung der Rechte eines Volksschullehrers, zum Zeichen- und Turnlehrer an dieser Anstalt ernannt; an dems. Tage wurde Bein Schullehrer Valentin Jennewein zu Dietesheim die Lehrerstelle , an der Gemeindeschule zu Herrnsheim, an dems. Tage wurde dem Schulamtsaspiranten Philipp Speclhard aus Wersau die erledigte 2. Lehrerstelle an der Gemeindelchule zu Mümling-Grumbach übertragen; am 19. December wurde der von dem Herrn Fürsten zu Solms-Lich aus die erledigte Lehrerstelle an der Gemeindelchule zu Ettingshausen präsentirte Schulamtsaspirant Philipp Hessinger aus Spiesheim für diese Stelle bestätigt; am 20. December wurde dem Geometer 2. Klasse Anton Kraß aus Kempten das Patent als Geometer 1. Klaffe für den Kreis Bingen ertheilt; am 21. December wurde dem Schullehrer Philipp Fried zu Rumpenheim die erledigte Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bergheim, am 22. December wurde dem Schullehrer Johann Heinrich Hoffmann zu Erbach die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Heffelbach übertragen; am 2 Januar 1884 wurde der Gerichtsvollzieher-Aspirant Valentin Ohnacker aus Hamm zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze zu Herbstein, an dems. Tage wurde der Gerichtsvollzieher-Aspirant Heinrich Metzler aus Wörrstadt zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze zu Alzey auf Widerruf ernannt; am 4. Januar wurde dem Schulamtsaspiranten Adam Eckhard aus. Sauer- Schwabenheim die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ober-Saulheim, am 5. Januar wurde dem Schulamtsaspiranten Jacob Reuter zu Hutzdorf dre erledigte Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bermuthshain, an dems. Tage wurde dem Stellenanwärter Marianus Schneider aus Herbstein die Stelle des Pedellen am Gymnasium und der Realschule zu Worms, am 8. Januar wurde dem Schullehrer Wilhelm Schnell zu Dienheim die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Mettenheim, an dems. Tage wurde dem Schulamtsaspiranten Georg Spielmann aus Groß-Steinheim eine erledigte Lehrerstelle an der Volksschule zu Worms übertragen. 10. Charakterertheilungen. 11. Dienstentlassungen: Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 2. Januar den 3. evang. Pfarrer Adam Büttel zu Mainz, mit Wirkung vom 31. Januar an, aus dem Dienste der evang. Kirche des Großherzogthums auf lein Nachsuchen, am 5. Januar den Kreisbauausseher Georg Wallbott zu Worms auf ein Nachsuchen aus dem Staatsdienste zu entlaffen. Am 19. December 1883 wurde der Gerichtsvollzieher mit dem Amtssttze zu Herbstein Philipp Knierim aus sein Nachsuchen seines Dienstes entlaffen. 12. Ruhestandsversetzungen: . t „ r - S"- U". ', 7». kzo, «••, IW * 1 2"’ , « 12”, W h3< Ow -/ \ bis Wälbnrg)- iW 5 ]2Ü, V, 715' 36* IO15/ 429, >. ' äßetttur«) 11».$1,1 235 6*' Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. von letsch ii. Bf® 2 undBamwollt. *n_unb^6ocfen. kW fürHauH rt§ in der Exp. d. W. ‘W)T' "biergeschast suche ich einen braten, zuver- Bmichen als Kutscher, ^ute Zeugnisse besitzen, melden. ' L. Tettor, Darmstadter Haus, den aus anständiger mushalte tüchtig, sucht uhigeu Familie. Lohn isprucht als gute Beamter Chiffre a. ii.100 ar. diesiges Drogen- und äst wird ein junger -chulbilbung als Lehr» w E^ped. b: Al. i Jungen zum Aus- EmU Noll. Betreffend' Die Voranschläge der ©emeinben des Kreises Gießen für 1884/85. Gießen, am 24. Januar 1884. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grofther»ogNchsir Bürgermsittsssisn des Kreitss. Diejenigen von Ihnen, welche unserer Verfügung vom 13. September v. I. - Anzeiger Nr. 217 - noch nicht nachgekommen sind, werden an Einsendung der rubr. Voranschläge mit Frist von 8 Tagen erinnert. 1 u Ur. So oekmann.____________________ Betreffend: Das Herumlaufen der Gänse auf den Straßen zu Annerod. Local - Reglement. Auf Antrag des Ortsvorstands zu Annerod wird hiermit nach eingeholter Ermächtigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justtz vom ~^^°^^Eaüf'den^ Straßen^ud^öffentttchen Mätzm^der Gemeinde Annerod umherlaufen läßt, verfällt in eine Geldstrafe von 20 A str i-des Stuck Gießen, den 26. Januar 1884. Großherzogliches Kreisamt Gießen. p vr. Boekmann. ———— - ■ — Wabern speciell verlangt wirb. Die zweite Kammer hatte diesen Antrag acceptirt, während die erste Kammer denselben für unzweckmäßig hielt und dementsprechend ab- lehrtte. Auck hier beantragt der Ausschuß: Beharren auf dem früheren Beschluß. Berlin, 26. Januar. Der Kaiser, der nach gut verbrachter Nacht zur ge- wöhnlichen Zelt aufgestanden war, nahm Vormittags die laufenden Vorträge entgegen «nd empfing mehrere Offictere zu Meldungen. Die Heiserkeit ist fast vollständig verschwunden. — DaS Abgeordnetenhaus genehmigte heute mehrere Positionen des Etats des Handelsministeriums nach den Beschlüssen der Commission. Die Gesetzentwürfe, be- rrcffend daS Höferecht in der Provinz Hannover und die Errichtung eines Landgerichts in Memel, wurden in erster und zweiter Lesung genehmigt; der Gesetzentwurf, betreffend Abänderungen des Pensionsgesetzes vom 27. März 1872, wurde der Justizcommission überwiesen; das Gesetz, betreffend Abänderung des Gesetzes über die Staatsschulden« Commission, wurde in der Fassung deS Herrenhauses angenommen. Nächste Sitzung Dienstag. Auf der Tagesordnung steht der CulutuSetat. — Der »Deutsche Retchsanzetger" veröffentlicht das Gesetz, betreffend den «eiteren Erwerb von Prwatersenbahnen für den Staat, sowie die Verordnung über die Consulargerichtsbarkeit in Tunis. — Die Jagdordnungs - Commission hat die §§ 3, 4 und 5 angenommen, § 4 mit einem Zusatz bezüglich der Waldgenossenschaften. — Bel der am Montag in der Synagoge für LaSker stattsindenden Trauerfeier wird nach der Rede des Rabbiners der Reichstagsabgeordnete Kapp anstatt deS verhinderten Abgeordneten Stauffenberg die Gedächtntßrede halten. Das Comtte hat gegen 800 Einladungen zu der Feier erlassen- Bet dem Letchenzuge nach dem Friedhöfe gehen vor dem Leichenwagen der Handwerkeroeretn, eine Deputation des Arbeitervereins und der liberalen Vereine des ersten und zweiten Retchstagswahlbeztrks, hinter dem Leichenwagen Verwandte und Freunde Lasker's, die geladenen Gäste, die auswärtigen Deputationen, alsdann die Vertreter des dritten bis sechsten ReichstagswahlkretseS. Auf -em Friedhöfe wird auf eine kurze Rede des Rabbiners ein rituelles Gebet folgen. Die Vertreter der drei liberalen Fraktionen des Reichstags fordern alle Llberalen Berlins zur zahlreichen Bethetligung am Leichenzuge auf; die städtischen Behörden erscheinen in corpore. — Die Leiche Lasker's ist Nachts 12 Uhr 40 Mtn. auf dem Lehrter Bahnhofe elngetroffen. Ein officieller Empfang fand nicht statt. Etwa 100 Personen, darunter eine Anzahl Damen, Vertreter fast sämmtlicher Berliner Zeitungen, Correspondeuten englischer und italienischer Blätter, Mitglieder des Vereins Waldeck und des Arbeitervereins waren anwesend. Die beiden Brüder Laskers hatten die Leiche hierhergeleitet, hie nach Bremen entsandte Deputation der liberalen Vereinigung kehrt erst heute zurück. Der mit Guirlanden und schwarz-weißen Schleifen geschmückte Waggon, worin der Sarg unter Blumen aufbewahrt ist, blieb geschloffen. Morgens halb 8 Uhr fand dte Feierlichkeit der Ueberführung der Leiche von dem Bahnhofe nach der Synagoge statt. München, 26. Januar. Der Kaiser von Oesterreich ist heute früh hier eingetroffen und am Bahnhofe von dem Prinzen Leopold und dem Herzog Ludwig empfangen worden. Der Kaiser begab sich sofort in das Palais des Prinzen Leopold. — Der Kaiser von Oesterreich nahm heute Frühstück und Diner beim Prinzen Leopold ein, besuchte Vormittags in bayerischer Uniform die Mitglieder des Königshauses und empfing darauf deren Gegenbesuche. Am Abend wird der Kaiser der Vorstellung im Gärtnertheater belwohnen. Sonntag findet ein Galadiner bei der Königin-Mutter statt. — Der Finanzausschuß der Abgeordnetenkammer bewilligte 205,000 JL für den unverzüglichen Gesammtumbau des Landtagsgebäudes und strich 106,000 vom Landtagsetat ab. England. London, 26. Januar. An den englischen Küsten und besonders auf dem Kanal wüthete den ganzen Tag über ein Orkan mit starken Regenfällen. — Gestern Abend fand im Kanal zwischen den beiden Segelschiffen „City of Lucknow", von Adelaide nach London unterwegs, und „Simla", von London nach Sidney unterwegs, ein Zusammenstoß statt. Die „Simla" ging unter, etwa 80 Personen ertranken. Wußlarrd. Petersburg, 26. Januar. Wie Telegramme aus Samara uno Pensa melden, wurden die Leichen Kapitäns Delong und seiner 9 Gefährten von der „Jeannette", welche gestern und heute durchpassirten, von den Spitzen der Behörden und dem Publikum seierlichst empfangen und geleitet. Aegypten. Kairo, 25. Januar. (Telegramm des „Reuter'schen Bureaus.") General Gordon wird sich morgen Abend via Korosko nach Khartum begeben. Der Zweck seiner Mission soll darin bestehen, die vollständige Evakuirung des Sudans, einschließlich Khartums, in's Werk zu setzen. Der Khedive hat Gordon zum Generalgouverneur des Sudans ernannt und ihn mit den nöthigen Vollmachten ausgestattet. — Der Khedive richtete heute an den Emir Abdel Shakoor, den Sohn des verstorbenen Sultans von Darfour, die Aufforderung, sich zu unterwerfen und theilte ihm gleichzeitig mit, er wolle ihm die Provinz übergeben unter der Bedingung, daß die Handelsfreiheit aufrecht gehalten und der Sclaven- handel unterdrückt werde. Tribut solle nicht erhoben werden. Telegraphische Depeschen. WoLff'S teLrgr. Berlin, 27. Januar. Der Kaiser schlief in der vergangenen Nacht zwar mit Unterbrechungen, sein Befinden ist aber ein durchaus gutes und erwünschtes; seine Genesung schreitet regelmäßig fort. Am Vormittag nahm der Kaiser die gewöhnlichen Vorträge entgegen, empfing später den Besuch des Prinzen Wilhelm und des Erbzroß- Herzogs von Baden, ertheilte dem Gouverneur Grafen Manteuffel eine Abschiedsaudienz und konserirte Nachmittags mit dem Minister v. Puttkamer. Bet der Beerdigungsseter Lasker'S werden außer den vollzählig theilnehmen- den Mitgliedern der liberalen Vereinigung und Fortschrittspartei auch die Landtags-» frakttonen der Nationalliberalen, der Conservativen und deS Centrums durch Depu- tattonen vertreten sein; dte tn Berlin anwesenden RetchstagSmttglteder der National- liberalen werden sämmtlich thetlnehmen. _ Januar. Dte diesjährige General-Versammlung des Vereins deMscher Etsenoahn-Verwsltungen wird am 29. und 30. Juli d. I. tn Frankfurt a. M. ftattfinden. . 27. Januar. Die Frau Prinzessin Georg ist nicht unbedenklich an einem nervösen Fieber erkrankt. Paris, 27. Januar. Der „Voltaire" schreibt, die Regierung wünsche die neue Anleihe so bald wie nur möglich zu emittiren, in Folge der vom Senate am außerordentlichen Budget vorgenommenen Abänderungen sei aber, selbst wenn die Berathung beschleunigt und ein Einverständniß beider Kammern über das außerordenlliche Budget hergestellt werde, der Erlaß des bezüglichen Anleihedekretes vor dem 1. Februar unmöglich. Die Zeichnung aus die Anleihe solle 10 Tage nach Erlaß des Dekretes erfolgen, der Emissions-Cours fei noch nicht festgestellt. Der „Voltaire" hält es für gewiß, daß man den Emissions- Cours nicht auf 75 seststellen werde, weil dies für den Staatsschatz zu beschwerend sein würde. London, 27. Januar. Nach späteren Meldungen find bei der vorgestrigen Schiffs-Collision im Kanal 22 Personen um6 Leben gekommen. — Der Proceß gegen Wolff und Bondurand wegen Besitzes von Sprengstoffen ist eingestellt worden. — Der gestrige Orkan hat in London, in den Provinzen und an den Küsten sehr großen Schaden angerichtet. Madrid, 27. Januar. Die Provenienzen aus Rio de Janeiro find des gelben Fiebers wegen der Quarantäne unterworfen worden. — In der vergangenen Nacht herrschte hier ein sehr heftiger Sturm, die telegraphischen Verbindungen sind nach vielen Nichtungnn hin erschwert oder ganz unterbrochen. — Der heftige Sturm, welcher in der vergangenen Nacht wüthete, hat hier und in der Umgegend großen Schaden angerichtet, durch denselben ist auch eine ziemlich große Anzahl von Personen, die sich aus den Straßen oder im Felde befanden, zu Schaden gekommen. Heute war es windstill, es wechselten Sonnenschein und heftige Regengüsse. London, 28. Januar. (Privat-Depesche). Aus allen Landestheilen kommen Nachrichten über die großen Verwüstungen des beispiellos heftigen Orkans am Samstag. Von den Küsten wird eine große Anzahl Schiffbrüche gemeldet. In der Kohlengrube Ponycray bei Rhonda (Wales) sand gestern eine Explosion statt. 11 Bergarbeiter getödtet, 3 bei den Rettungsarbeiten erstickt. 8 p f a I t i Gießen, 27.Januar. ^Theater.) „Der Mennonit", Trauerspiel in 4Acten von Ernst von Wtldenbruch. Dte Handlung spielt zur Zeit der tiefsten Erniedrigung Deutschlands, der napoleonischen Gewaltherrschaft. Der Dichter führt uns in eine Mennonitengemeinde tn der Nähe von Danzig. Die Franzosen herrschen mit dem Rechte beS Eroberers tn Deutschland, nur der Major v. Schill wagt es, für sich allein dem Beherrscher Europas Trotz zu bieten und mit einer Hand voll Leuten die Fahne der Freiheit aufzupflanzen. Seine Sendboten, von den Franzosen verfolgt und gehetzt, schleichen heimlich durch das Land, um zum Kampfe gegen den Unterdrücker aufzufordern und Freiwillige zum Eintritt tn dte kleine Schaar zu gewinnen. Der französische Commandant von Danzig hat Todesstrafe auf das Verbergen eines Abgesandten Schills, sowie auf den Besitz einer Proclamation desselben gesetzt. Die Mcnnontten leben, getreu ihren Satzungen, welche Blutvergießen, ja selbst den Besitz einer Waffe verbieten, in friedlicher Zurückgezogenheit; sie bekümmert die Noth des Vaterlandes nicht, denn ihnen ist der Begriff des Vaterlandes unbekannt, der jeweilige Herrscher ist ihnen die von Gott eingesetzte Obrigkeit, gleichviel wie diese heiße; sie verlachen die Menschen, welche von Vaterlandsliebe, von Ehre und Mannesmuth sprechen und sie fragen höhnisch, ob von all' dem etwas in der Bibel zu lesen sei. Waldemar, der Aeltefte der Gemeinde, hat in seinen jungen Jahren selbst die Wftt gesehen, aber müde von ihrem Treiben zog er sich in dies Stillleben der Meunoniten zurück, in deren Lehren er den Ausfluß höherer Weisheit erblickt, wahrend bie übrigen Mitglieder in philisterhafter Bornirtheit das höchste Glück in friedlicher Sorglosigkeit sehen und Jeden als Thoren betrachten, der sich nicht von diesem ideallosen Vegetiren befriedigt fühlt. Waldemar hat fdnen Pflegesohn Reinhold, an dem er mit inniger Liebe hängt, selbst in die Fremde geschickt, aus welcher er, wie er glaubt, gleich ihm selbst geläutert zurückkehren soll. Seine Tochter Maria, die halb unbewußt ihren Jugendgespiel liebt, überredet er, ihre Hand einem angesehenen Mitgltede, einer Stütze der Gemeinde, dem finstern Mathias, zu reichen. Reinhold kehrt in die Heimath zurück und findet mit Entsetzen die Geliebte als Braut eines Andern wieder. Vergeblich versucht er Maria zu bewegen, ihr noch wcht endgiltig gegebenes Wort zurückzunehmen und ihm anzu- gehören, in dem Kampfe zwischen kindlichem Gehorsam und Liebe siegt erstere. Da erscheinen französische Offiziere, deren einer sich Ungebührliches gegen Maria erlaubt. Ihr Verlobter, Matthias findet nur schwächliche und höfliche Redensarten zu ihrer Vertheidigung, Reinhold aber schleudert den Unverschämten mit Gewalt von Marien, und als dieser die Meunoniten als Feiglinge verspottet, da sie nicht wagen, einem Manne mit der Woffe in der Hand gegenüber zu treten, vergißt Reinhold die Gesetze seiner Gemeinde und fordert den Frechen zu einem Waffengange heraus. Maria, zur Erkenntniß ihrer wahren Gefühle gebracht, fällt dem Geliebten um den HalS, nun gehört sie ibm allein an. Mathias, von Eifersucht verzehrt, beschließt das Dmll um jeden Preis zu vereiteln, um den verhaßten Nebenbuhler in den Augen seiner Gegner und feiner eigenen Geliebten herabzusktzen. Er verräth das Vorgefallene der Gemeinde, welche Reinhold befiehlt, von dem Kampfe zu lassen. Dieser bleibt anfänglich fest, doch endlich weicht er den Bitten seines Pflegevaters, aus dessen Werten er die Erfüllung seines heißesten Wunsches, die Vereinigung mit Maria, zu hören glaubt. Er gibt die Pistole, welche die französischen Offiziere dem Waffenlosen geliehen haben, an Waldemar: doch nachdem er die Waffe abgeliefert, erfährt er zu seinem Entsetzen, daß er sich getauscht, daß er selbst durch Preisgabe seiner Mannesehre den Besitz der Geliebten nicht errungen hat- Die französischen Offiziere, die ihn vergeblich erwarteten, erklären ihn für einen Feigling. In tiefster Verzweiflung bricht Reinhold zusammen. In dieser Stimmung trifft ihn einer jener Sendboten Schills, der westfalische Bauer Hennecker, und desskn beredter Weckruf reißt ihn aus seinem dumpfen Brüten ; mit Begeisterung vernimmt er die Botschaft und er beschließt, in dem Kampfe für Deutschlands Freiheit die erlittene Schmach zu tilgen. Er reißt sich von dem „kalten Gotte der Mennoniten" los, nimmt aus Hennekers Händen die Proclamation Schills und verabredet mit ibm eine neue Zusammenkunft, um ihm sodann zu Schill zu folgen. Da tritt ihm Maria entgegen; sie gesteht ihm ihre Liebe, ja sie ist bereit, mit ihm zu fliehen. Reinhold erzählt ihr feine Begegnung mit Schills Boten und die Liebenden verabreden für den nächsten Abend ihre Flucht. Maria verbirgt selbst den todbringenden Aufruf Schills, den sie Reinhold entreißt. Die Unterredung der Liebenden wird aber von Mathias belauscht; er bedrängt Maria, deren Besitz er sich mit seinem ^§^igen erkaufen will; als aber diese, fast bereit, sich zum Opfer für dte Rettung des Geliebten darzubringen, schaudernd vor seinem Kuffe zurückweicht» verräth der Schurke seinen Nebenbuhler an die Gemeinde, nachdem er schon vorher die Franzosen- von der Anwesenheit der Boten Schills unterrichtet hat. Reinhold, der sich den Mennomten offen gegenüberstellt, wird von diesen überwältigt und gefangen gesetzt, während Mathias Alles vorbereitet, um Hennecker durch Verräth den Franzosen zu Überliefern. Maria aber wacht über den Geliebten, sie befreit ihn, während ihr Vater schläft und drangt ihn zur Flucht. Reinhold jedoch wartft, um zuvor Schills Boten zu retten. Mit der Pistole, die ihm Maria wtedergebracht, in der Hand, überfällt er Mathias und zwingt diesen, so lange stille zu halten, bis Hennecker Zeit zur Flucht gewonnen hat. Als Mathias einen Hilferuf ausstößt, schießt ihn Reinhold nieder und Überliefert sich dann selbst den inzwischen herbeigeeilten Franzosen. M . Mathias verräth noch im Sterben, daß Maria sich im Besitze des Schill'schen Aufrufes besinde, und auch diese soll nun ergriffen und vor das Kriegsgericht gestellt werden, ^lv die Soldaten Hand an sie legten, bricht sie zusammen, das Uebermaaß des Grams hat sie getodtef. Reinhold aber wendet sich von der Leiche der Geliebten zu dem französischen Offizier, den er auffordert, morgen seinem Tode zuzusehen: „Ihr werdet sehen, wie deutsche Männer sterben". ,. . Dies eine Sftzze der Handlung! Den vielen Vorzügen des Dramas gegenüber,. ^^.^ulich hervorbehoben haben, fallen einige Schwächen kaum in das Ge- wicht. Zu diesen mochten wir manche mcht völlig befriedigende Motivirimgen rechnen; namentlich encheint e^ mcht genügend glaubhaft gemacht, daß der gutherzige Waldemar, ^CIp ™ne Ar •*0r-9 wie Reinhold, doch der Vereinigung der Beiden aus Vernunftsgrunden sich fo schroff gegenüberstellt. Hier und da hemmen ferner ausgefuhrte lyrische Ergusie ein wenig den Gang der Handlung. Aber diese Mangel von Wildenbruchs Bedeutung gegenüber können sie ^Cr Verpachtung. Mittwoch, d. 6. Febr. 1884, Nachmittags 2 Ubr soll auf dem Rathhaus dahier die der Gemeinde Heuchelheim zustehende Wald- und Feldjagd, in 2 Abtheilungen auf weitere 9 Jahre verpachtet werden. Heuchelheini, d. 28. Januar 1884. Großh. Bürgermeisterei Heuchelheim. Kreiling. 666 Leistung wurde mit wohlverdientem Beifall ausgezeichnet. Frl. Ä o r f c n I gewann «ls Maria durch ihr schlichtes inniges Spiel dre Snnrpathre der Sucher. In der «roßen Scene des dritten Actes mit Reinhold und bald darauf mit Mathias schlug Töne von tiefster Wirkung an. Die wenig dankbare Rolle des alten Waldemar «ab Herr Rickelt befriedigend. Die wichtige Parthie des,Mathias war wieder m den Länden des Herrn Schreiner. Die Auffassung «ar tm Grundton richtig, doch in dem mimischen Theil war nicht alles völlig ausgeglichen. Die Vertreter der Reben- rvllen (Lc”^cfrcff foer Szenerie möchten wir darauf Hinweisen, daß die Niederung bei Danzig frei von Bergfpitzen ist. ttießen. 28- Januar. Am SamStag Nachmittag verstarb uack kurzem Krankenlager der älteste Einwohner unserer Sladt. Herr Rendant Adolph Bieler im 93. Lebensjahre. Wer kannte nicht den liebenswürdigen alten Herrn, welch^er stets freundlich und mit einem Scherzwort mit Jedermann verkehrte? Dn Verblichene, Ehrenpräsident des hiesigen KriegervereinS, konnte auf ein langes bewegtes Lebe« zurück- dlicken. Er war noch einer der sehr Wenigen, welche unter Napoleon I. den Feldzug noch Rußland mitmachten und später an den Befreiungskriegen Theil nahmen. Wir müssen eS einer berufeneren Feder überlassen,^^^^licheres über^ das bewegte Leben unseres verstorbenen Freundes zu berichten. Möge ihm die Erde le'cht scin. Kandel und SSerftbt» tArünbera 26 Januar. (FruchtpreiseO Weizen Jt 19.40, Korn Jt 16-12, Gerste Jt 00.00, ^afer Jt 14.70, Erbsen Jt 18.00, Lein Jt 00.00, Samen Jt 30.00, Kartoffeln Jt 4.00. , „ , 26 Januar. Auf dem heutigen>Markt kostete der Centner Heu . qZ-360 Stroh ^ 3.00-3.40 Eier das Hundert 560-9.60 Butter Mf A 0 80 2 Qualität .M 1.20, Kartoffeln per Gentner JL 2.25-2.59, Äbi 3 4 A StiZ Erbsen 100 Kgt. 19-28 JL, Roihkraui per gt. 12-30 j,. Allgemeine Mgiwkrpschtiing. Donnerstag, d. 141. Febr. I. I., Vormittags 10 Uhr sollen nachverzeichnete, dem Großherzoglichen Hause zustehende Jagden in dem Gasthaus zum Einhorn dahier auf weitere zwölf Jahre verpachtet werden. A. Oberförsterei Schiffenberg. 1. In den Gemarkungen Schiffenberg mit Herrnwald, Groß-Linden, Gießen, Klein-Linden, Leihgestern und Watzenborn, im Ganzen ca. 693 ha Wald und 180 ha Acker- nnd Wiesen-Gelände. 2. In der Gemarkung Groß-Linden ca. 124 ha Wald (Lützellinder Gemeindewald). 3. In der Gemarkung Klein-Linden ca. 183 ha Acker und Wiesen- Gelände und 5 ha Wald. B. Oberförsterei Gießen. 1. In der Gemarkung Lollar ca. 384 ha Acker und Wiesen-Gelände und 82 ha Wald. Es können nur bekannte rechtliche Leute als Jagdpächter zugelassen werden, von welchen eine vorschriftsmäßige Benutzung der Jagd zu erwarten ist. Jagd-, Fisch-, Krebs- oder Waldfrevler, Leute ohne Vermögen oder solche, die durch die Jagd ihr Gewerbe vernachlässigen und in ihrem Nahrungsstande zurückkommen würden, sind ausgeschlossen. Personen, deren Qualifi- cation zur Pachtung nicht notorisch vorliegt, haben sich hierüber binnen 14 Tagen bei der betreffenden Oberförsterei genügend auszuweisen. Gießen, den 12. Januar 1884. 354 I. A.: -Georgi, Oberförster. Jagd-Verpachtung. Wegen eingetretener Hindernisse soll die der Gemeinde Lang-Göns zu- stehende Wald- und Feldjagd, circa 1524 Hectare enthaltend, nicht den 31. Januar d. I., sondern Donnerstag d. 7. Februar 1884, Nachmittags 1 Uhr aus weitere 6 Jahre auf dem Gemeindehaus dahier Verpachtet werden. Lang-Göns, den 26. Januar 1884. Großh. Bürgermeisterei Lang-Göns. Brücket. 664 Vergeburrg von BsASLkbeitLN und Lieferungen. Die zum Ausbau des neuen Schulhauses in Alleudorf a. d. Lahn erforderten, nachstehend ausgeführten Arbeiten und Lieferungen sollen im Wege schriftlicher Submission vergeben werden: veranschl.zu 1. Weißbinderarbeiten 1101,79 Jl. 2. Schreinerarbeiten 1977,56 „ 3. Glaserarbeiten 698,78 „ 4. Schlosserarbeilen 364,— „ 5. Tapezierarbeiten 37,50 „ 6. Eisenlieferung 45,— „ 7. Ofenlieferung 192,— „ 8. Pflasterarbeiten 279,80 „ 9. Einfriedigung 168,— „ 10. Pumpenmacherarbeit 140,— „ Kostenvoranschlag, Detailzeichnungen und Bedingungen sind auf Großherzoglicher Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lahn einzusehen; ebendaselbst findet auch Mittwoch, den 6. Februar, Vormittags 10 Uhr die Eröffnung der bis dahin längstens verfchloffen einzureichenden Offerte statt. Sonstige Auskunft errheilt Bezirksbauaufseher Senßfelder in Gießen. Gießen, am 22. Januar 1884. Der Kreisingenieur: 583 Gnauth. Jagd-Verpachtung. Die der hiesigen Gemeinde zuftehende Jagdberechtigung in der Gemarkung Münzenberg auf einem Flächenraum von 774,5 Hektar (ganze Gemarkung mit Ausschluß der Fluren XII und XIII) soll Mittwoch den 6. Februar 1884, Vormittags 10 Uhr, auf hiesigem Rathhause auf eine weitere Leihe von 9 Jahren mittelst öffentlicher Versteigerung in Pacht gegeben werden, wozu Pachtliebhabcr hiermit eingeladcn werden. Münzeuberg, den '25. anuar 1884. Gr. Bürgermeisterei Münzenberg. Jäger. 665 Haus- Verfteigerung. Dienstag, den 29. Januar er-, Nachmittags 2 Uhr soll die Hofraithe der Simon Kuder s Geben Flur XXI Nr. 56* 281 Mtr. Hofraithe, Flur XXI Nr. 566 175 Mtr. Grab- garten in Heuchelheim, in welcher seither ein flottgehendes Manufactur- und Specereiwaaren - Geschäft betrieben wurde, und welche sich auch zur Anlage einer Fabrik eignet, öffentlich versteigert werden. Heuchelheim, den 25. Januar 1884. Großh. Ortsgericht Heuchelheim. Jung. .628 Poularden Jt 0-0, Huhn^L 1.50—2.20, 1 Ente Jt 2.10—3.50, 1 Taube bO-M H, Hahn Jt 1.70—2.00, Gans Jt 5—8.00, Welsche Jt 8-9.40 Repertoir der vereinigten Stadttheater;u Frankfurt a. M. Opernhaus. Dienstag dm 29. Januar: Dte Afrikanerin. Mittwoch dm 30. Januar: VolkSverstellune. WintermSrcheu. Ermäßigte Preise. Donnerstag den 31. Januar: La km 4. Freitag den 1. Februar gesckloffen. Samstag den 2. Februar: Rattenfänger von Hameln. Sonntag den 3 Februar: Nachmittags 3Vr Uhr: Struwwelpeter. Ermäßigte Preise — Abends 7 Uhr: Mignon. Schauspielhaus. Dienstag den 29. Januar: Roderich Heller. Mittwoch den 30. Januar: Im Bunde der Dritte. Durchs Ohr. Donnerstag den 31. Januar geschlossen. Fre tag den 1. Februar: Feenhände. Somstag den 2. Februar: Bum ersten Male: Der Probepfeil. Lustspiel in 4 Akten von Oscar Blumenthal. Sonntag den 3. Februar: Zum ersten Male wiederholt: Der Probepfeil Anfang 7 Uhr. Montag den 4- Februar: Roderich Heller._____________________ Kirchliche Anzeigen der evangel. Gemcinde. Heute, Montag, Abends 8 Uhr Apostelgcsch. 6. Pfarrer Dr. Naumann. in der Kleinkinderschule: Bibelstunde r Zirzeiger. Hglzdersteigermg in der fürstlichen Mcrförsterei Lich. Montag, den 4. und Dienstag, den 3. Februar soll nachverzeichnetes Holz in den Districten „Höler" und „Kellersberg" versteigert werden: Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. Rmtr. Rnttr- Rmtr-Wellen. Buchen 305 301 58 10000 Eichen — 69 — 4900 Kiefern — 21 109 2600 ferner: 3 Elsbeerstänune, 130 Eichen-Derb- stangen und 5000 Fichten-Reiestangen (Bohnenstangen, Wagnerholz re.). Hiervon koinnien: Buchen- u. Eichen- Brennholz, sowie Eichenstangen an beiden Tagen, Kiefern-Brennholz und Fichtenstangen nur am zweiten Tage zum Verkauf. Die Zusanimenkunft und der Anfang der Versteigerung findet jedesmal Morgens 10 Uhr statt und zwar am Montag auf der alten Gießener Straße Zunächst dem Albacher Hof, am D i e n s t a g auf dem Garbenteicher Weg am „Hölereck". Lich, den 26. Januar 1884. 66_1______________Wimmenauer. Holz-Versteigerung. Freitag den 1. Februar d. I., des Vormittags 9 Uhr, kommt in dem Cleeberger Markwald, District Fuchskopf 3b (früher Rimbach genannt), nachstehendes Holz zur Versteigerung : 355 Stück Rothtannen-Stämme, 147,35 Fstm., 49 Stück Rothtannen-Derbholz-Stangen, 2 Nm. Buchen-Knüppel, 2 „ Nadelholz-Scheit, 8 „ „ -Knüppel, 60 Stück Buchen-Wellen, 1900 „ Nadelholz-Wellen, 69 Nm. Nadelholz-Erdstöcke. Bemerkt wird, daß das Holz an dem Weg von Espa nach Bodenrod an einer guten Abfahrt lagert. Unter dem Stammholz befindet sich eine sehr schöne Qualität, worunter viele Durchzüge und Streckhölzer bis zu einer Länge von 20 Meter. Cleeberg, den 17. Januar 1884. Der Bürgermeister. ___Keil.___551 Kanncrslag drn 31. Januar, Nachmittags 2 Uhr, werden in der Flett'schen Hofraithe dahier öffmtlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert: 2 Pferde, 2 Chaisen, 1 Oeconomiewagen, 1 Pflug, 1 Egge:c. Die Versteigerung findet voraussichtlich bestimmt statt. Gießen, den 28. Januar 1884. Bühner, 442 Gr. Gerichtsvollzieher. 645 Ein tüchttges Dienstmädchen auf sofort gesucht von H. Kühn, Seltersrveg 36. HolMrstcigrrung im Gießener Staötwald. Montag den 4. Februar 1884, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwald in dem District Hochwarte nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Brennholz. Scheith. Prügelh Stockh. Reish. Rmtr. Rmtr. Rmtr. Wellen Buchen 217 365 128 4878 Eichen 78 47 55 Aspen 2 — — — B. Bau-, Werk- und Nutzholz. 25 Eichen-Stämme mit 24,26 Festmeter, darunter befinden sich Stücke bis zu 83 Ctm. Durchmesser, für Glaser und Schreiner geeignet. Die Zusammenkunft ist auf der Straße nach Steinbach an der 9. Schneise. Gießen, am 28. Januar 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 673_______A. Bramm.__________ Holzverfteigerung im Nieder-Besfinger Gemeindewald. Donnerstag, d. 31. Januar, sollen in den Districten Hildebrand und alter Heegwald nochmals versteigert werden. 200 Fichten - Stämme von 20-48- Ctm. Durchm. und 10—18 Mtr. Länge — 85 Festm., 18 Rm. Nadel-Knüppel, 38 „ „ Stöcke, 1900 Stück Nadel-Wellen. Der Anfang ist Vormittags 10 Uhr im District Hildebrand. Nieder-Bessingen, 24. Januar 1884. Gr. Bürgermeisterei Nieder-Bessingen. ____________Horst._________629 Dienstag, den 29. Januar, Nachmittags 2 Uhr wird in Alt-Buseck ein Brodwa-eu und ein Pferd versteigert. Die Versteigerung findet bestimmt statt. Geißler, 667 Gerichtsvollzieher. Aeilgeöotenes. Prima weiße Kernseife äs' 33^ „ gelbe Harffeife „ 32 „ Rothe marm. Seife „ 28 „ Prima weiße Schmierseife „ 23 „ (bei 5 Pfund Rabatt) bringt in empfehlende Erinnerung 535_______J?. lülaoffer. -Win Wohnhaus (mitten in der Stadt), mit 6 heizbaren Zimmern rc- nebst Garten, mit 58' Straßenfront und 260' Tiefe ist zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl, 325 Adolph Bieler Herr G Wv Kriegervorein Giessen 660 unserer Uhr, vom Versammlung: 2J/4 Uhr im Vereinslocal. Abmarsch präcis 23/4 Uhr. wir hierdurch unseren Dank. 669 28/1 V28 Uhr Ball. u. > sörd. IL Gr. 672 Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. LWWÄWWWWÄKÄWKWKW Verlust, welches Die trauernden Eltern: Karl Stroh und Louise Stroh, geb. Di ege. 670 Ein junger Mann, welcher in einem Geschäfte, sucht ein möblirtes Zimmer. Offerten mit Preisangabe unter L. E. an die Exped. d. Bl. Der l Immer zu h ob nimmt d wurde der er verschoben, d am Donnerst gesetzt gemesei diesjährigen t Das । seine Arbeiter der Nsenbahi foroie - am die BubgedC Wünschen ui syMMthijch 1 auch lei, nic nungs'Debat fleriumd des Die Beerdigung findet Dienstag den 29. d. Mts., Nachmittags 3 Sterbehause (Gartenstrasse 11) aus statt. Pilsenei* Bier aus dem Bürgerlichen Brauhaus zu Pilsen i heute, Montag Abend, im Zapf. Cafe Ebel In Vorbereitung: JFatinitza. Große Operette. Benefice für Herrn Kapellmeister Searle. AMes ölt legen lassen. Am Samstag lagen mit bet IchuldemComn Die L dem Dampser Halle des „M Extrazuge^ m Halle mären die Ausschuß! Mder zngeg Abgeordnete \ hielten Anspra Die B ^nn, jss m Wa dringt bi * in Erinn Statt besonderer Mittheihin Heute Nachmittag 4 Uhr entschlief sanft nach 2tägigem Krankenlager ^edochowöki un „n Die ön ft?*® * s>4 d°, ^/>lstkrrnch Ä?? ®«i ff?*» Sfr« Nten ft *8 671 Ein braves fleißiges Mädchen kann das Weiß- und Maschinennähen gründlich- erlernen, bekommt noch kleine Vergütung, wenn dasselbe etwas in der Haushaltung helfen will- Wo? sagt die Exped. d. Bl. EvangrlWe GemeinöeverMiung. Die geehrten Mitglieder der Gemeindevertretung lade ich hierdurch «raebenst ein zu einer freien Versammlung auf Dienstag, den 29 Januar d. I.. Abends 8 Uhr, in das Cafe Ebel (Herr Gastwirt!) $3 q H e r) 652 Geaenstand der Besprechung soll sein: Unsere Kirchenverfassung, insbesondere die Rechte und Pflichten der Gemeindevertretung nach der Verfassung. Gießen, den 26. Januar 1884. »r. Naumann, Pfarrer. Allgemeiner Verein für Armen- und Krankenpflege. Ordentl. Generalversammlung Mittwoch den 30. Januar 1884, Nachmittags 3 Uhr im Saale des alten Rathhauses. Tagesordnung: 1. Rechenschaftsbericht des Vorstandes. 2. Prüfung der Rechnung und Ertheilung der Decharge. 3. Ersatzwahl für ein ausgeschiedenes Vorstandsinitglied. Die Mitglieder des Vereins werden hiermit auf Grund der §§ 4, 5 u. 7 der Statuten dazu ergebenst eingeladen. _ Der Vorstand. Schlosser. «iC*röeat Adlung e * Men a96a Danksagung. Allen, die uns bei dem schweren Leiden und so herben Verluste unseres geliebten Sohnes August treu zur Seite standen, Allen, die durch Blumenspendew ihre Theilnahme bekundeten, sowie Allen, die den Verstorbenen zur letzten Ruhestätte geleiteten, und Herrn Pfarrer Dingeldey für dessen trostreiche Worte am Grabe, sagen im 93. Lebensjahre. Um stille Theilnahme bitten Die trällernden Hinterbliebenen Giessen, den 26. Januar 1884. Die Beerdigung findet Dienstag den 29. Januar, Nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause (Gartenstrasse) aus statt. 675 Stadteheater ia Gieren. Dienstag -en 29. Januar: Außer Abonnement. Mit erhöhten Preisen- Letztes Gastspiel des Fräulein Sophie Monig vom Stadt Theater zu Frankfurt a M. und des Fräulein v. Jlenthon vom Stadt-Theater zu Heidelberg D@r Bettelstudeat. Große Operette in 3 Akten von Millöcker. §S§ Symon .... Frl. König | fff Laura . v. Menthon ! 015 Anfang 71/z Uhr. — Ende nach 10 Uhr. F. Braurecht. Unser Ehrenpräsident Herr Rendant Adolph Bieler wurde am Samstag den 26. Januar, 4 Uhr Nachmittags, aus Mitte abberufen. Wir erleiden durch seinen Heimgang einen unersetzlichen Er war uns ein treues, für unsere Sache begeistertes Mitglied, in unser Aller Andenken unvergesslich bleiben wird. Friede seiner Asche ! Wermielhrmgen. 663 Ein möbl. Zimmer zu vermiethen. Marktplatz 2. 662 Durch das Ableben der Fräulein von Mettingh ist deren seither innegehabte Wohnung (der mittlere Stock,Südanlage 15) frei geworden. Dieselbe kann schon alsbald bezogen werden und wollen sich Re- flectanten an Frau Staatsanwalt Schober wenden, von Mettingh'sche Erben. "427 Ein Logis zu vermiethen bei __G. Unverzagt, Kaplansg. 5. 263 Grünbergerstraße 14 ist ein Logis von 5—6 Zimmern nebst allen Bequemlichkeiten zu vermiethen- 534 ' Ein schönes neu hergerichtetes Logis, 4 Zimmer, Küche rc. im ersten Stock, sofort beziehbar, zu vermiethen. S. Elsoffer. 603 Eine Stube zu vermiethen bei ___I. Häuser, Neuenweg 58. 611 In meinem Hause am Neuenweg, Ecke der Weidengasse, ist Laden mit Wohn- nung, sowie zwei Familienlogis ä 5 Zimmer mit Zubehör, zu vermiethen. P. Werner, Bleichstraße 3. 271 Lögis'zu vermiethen, 2 Zimmer, Eabinet, Küche nebst allem Zubehör. H. Schaffstüdt. 530 Im Fabrikgebäude der Fr. Keck- schen Besitzung ist ein großer Bodenraum zu vermiethen- Zu erfragen Marktstraße 3. Vermischte Anzeigen. Verloren ein goldenes Medaillon vom Frankfurter Hof bis zur Actienbrauereu Der redliche Finder wird gebeten dasselbe gegen gute Belohnung in der Expedckwn d- Bl. abzugeben. , 547 Eine tüchtige Person für arbeit gesucht- Näheres in der Exp- d- Bl- 565 Einen braven Jungen zum Austragen gesucht bei ^^ll Noll. Arbeitsvermittelung. Arbeit gesucht für: einen geübten Kaffeebrenner, eine tüchtige Maschinennäherin, mehrere Laüffrauen, Wasch- u. Putzfrauen. L. W. Plank, Neustadt 13, Bezirksvorsteher. Für Wasch-, Putz- und Lauffrauen. O. Kempff, Wallthor 24, Bezirksvorsteher. Handarbeit, Laufdienst. B. Emmerich, Frankfurterstr. 1, Bezirksvorsteher. PH. Jung, Ludwigsplatz 13, 69 Bezirksvorsteher. 622 Realschülern unterer Klassen wird gründlicher Privatunterricht billigst er- theilt- Näh, in der Exp. d. Bl. __ 564 Gesucht ein braves tüchtiges Mädchen mit guten Zeugnissen, welches Hausarbeit versteht und bürgerlich kochen kann. Näheres bei der Exped. d- Bl- VUttior 1