1684 Samstag den 26. April Nr» 97 i Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. trte. Vrrreau r Schulstraße 7. 9 *■ ti ’V Darmstadt, 24. April. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 12. April den provisorischen Lehrer an dem Gycknasium zu Mainz, Dr. Ludwig Schaum, zum Lehrer an dieser Anstalt zu ernennen. Darmstadt, 24. April. Ihre Maj. die Königin Victoria von England unternahmen gestern Nachmittag eine anderthalbstündige Spazierfahrt in das Mühlthal. Mit Ihrer Majestät fuhren Se. K. H. der Erbgroßherzog, Ihre Gr. H. die Prinzessin Victoria und die Marquise of Ely. Die Herrschaften kehrten über Eberstadt um 61/* Uhr hierher zurück. — Ihre Kaiser!. Hoheit die deutsche Kronprinzessin, J.J. K.K. H.H. die Erbprinzessin von Meiningen und die Prinzessin Victoria von Preußen treffen morgen Abend 9 Uhr 10 Mn. dahier ein- — Lord Carlingford, Königl. Großbritannischer Minister, wird morgen hier erwartet; derselbe steigt im Hotel zur Traube ab. ersandüGtB gestellt worden und heißt es, daß die Negierung diesem Drucke auch nachgeben und wahrscheinlich einen neuen Zolltarif ausarbeiten lasten werde. Der am Montag nach der Osterpause erfolgte Wiederzusammentritt des englischen Parlaments hat sofort wieder zu einer für die englische Negierung durchaus nicht angenehmen Erörterung der Sudanfrage geführt. Mr. Gladstone selbst sah sich genöthigt, dem Unterhause die neuerdings aus Shendy und Berber eingegangenen ungünstigen Nachrichten zu bestätigen. Bezüglich der Lage Gordon's in Khartum machte der Premier einen Versuch, dieselbe in optimistischer Weise darzustellen, er wird aber hiermit selbst bei seinen eigenen Parteigenosten schwerlich Glauben gefunden haben. Ist es doch rasch allseitig bekannt geworden, in welch' bitterer Weise sich General Gordon sich in seinen letzten Telegrammen an General-Consul Baring darüber ausläßt, daß er von der englischen Regierung preisgegeben worden sei. Wie precär sich die Lage Gordon's gestaltet hat, beweist auch die Nachricht, daß die größte, bei der egyptischen Armee verfügbare Streitmacht schleunigst nach Khartum entsendet werden soll, ein Unternehmen, besten Gelingen jetzt schon mehr als zweifelhaft erscheint. Endlich sollen auch die Verhandlungen Admirals Hewett mit dem Könige Johannes von Abyssinien, welche den Zweck hatten, die Abyssinier für den Entsatz Khartums zu gewinnen, gescheitert sein, da dieselben durch die Entsendung eines Specialgesandten des Mahdi an König Johannes durchkreuzt worden sein sollen. Die griechisch - orientalische Christenh eit wird gegenwärtig durch die Wahl eines neuen griechischen Patriarchen in Konstantinopel in Bewegung gesetzt. Der seitherige Inhaber dieser Würde, Joachim HL, hat bekanntlich demissionirt, da der ökumenische Kirchenrath das von Joachim III, mit der Pforte getroffene Abkommen nicht genehmigte. Die Wahl selbst ist ein sehr complicirter Act unb wird daher noch nicht so bald beendigt sein. — Das österreichische Kronprinzenpaar ist am Mittwoch früh von Konstantinopel nach Brusta (Klein-Asien) abgereist. Die neuesten Nachrichten aus dem Sudan besagen, daß es 8000 Personen gelungen ist, Khartum vor der Einschließung durch die Rebellen zu verlassen und sind 600 von ihnen in Korosko angekommen. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. W r# i kJ w. W ’ -ty,1 LG Telegraphische Depeschen. Wolff's telegr. Lorresporrdenr-Brrrearr. Berlin, 24. April. Die Reise des Kaisers nach Wiesbaden ist wegen deS Un* wohlseins der Kaiserin bis zum Mat verschoben worden. Vor der Abreise wird Seine Majestät der Grundsteinlegung zum Reichötagsgebäude beiwohnen. DaS Befinden deS Kaisers ist fortdauernd vortrefflich. t f n vr . ., m Berlin, 24. April. Im Abgeordnetenhause stand heute die Prüfung der Wahl deS Abgeordneten v.Lyncker und die damit verbundene Affaire des Regierungspräsidenten Stetnmann auf der Tagesordnung Der Abgeordnete Hahn erklärte tm Namen der conservativen Mitglieder der Commission und der Mitglieder der conseroativen Fraction, daß dieselben für die Gültigkeit der Wahl des Abgeordneten Lyncker stimmen würden. Der Abg. v. Lücken gab die Erkärung ab, daß die Namen der conservativen Com- missionsmitglieder nicht irrthümltch unter den Commissionsantrag gerathen seien, rote der Abgeordnete Hahn behauptet habe, sondern irrthümltch unter den auf Gültigkeit der Wahl gerichteten Antrag der Conservativen gesetzt seien. Der Minister üt Putt- kamer vertheidigte den Regierungspräsidenten Steinmann gegen die heftigen Angriffe von Seiten des Abgeordneten Richter, wobei er zugab, daß die Form des Eingreifen« des Präsidenten Stetnmann nicht ganz correct gewesen sei. Die Unerträglichkeit der Verhältnisse in dem Regierungsbezirk Gumbinnen habe ihre Ursache in gewissen Poli- tikeln, welche ohne Conflicte mit der Regierung schlechterdings nicht ex stiren könnten. — Die weitere Diskussion wurde auf morgen vertagt. — Die Commission des Reichstags für das Actiengesctz hat den Artikel der Vorlage, welcher den Minimalbetrag für Actien auf Namen auf 2000 JL und für Actien auf Inhaber auf 1000 JL testsiellt, angenommen. — Die Commission für das Gesetz, betreffend den Feingehalt von Gold- und Silberwaaren, hat beute Vormittag die Generaldebatte beendet und den Referenten mit der Ausarbeitung bestimmter Anträge gegenüber der Regierungsvorlage beauftragt. Morgen wird die Commission in die Specmlbcratbung Eintreten. — Im Reichstage wurde in der heurigen Sitzung das Militärpensionsgesetz in die Commission verwiesen. Im Laufe der Debatte wies der Kriegsminister, Generallieutenant Brcnsart von S 6 ellendorff, auf die Schwierigkeit hin, die Frage der Heranziehung der Osficiere zur Communalsteuer gelegentlich der gegenwärtigen Vorlage zu lösen: dagegen sei die Regierung gern zu einer Verständigung über die Frage bereit, der Vorlage über die Kampfgenossen von 1870—71 hinaus eine rückwirkende Kraft zu geben. Die Behauptung des Abgeordneten Richter, daß der Adel in der Armee bevorzugt werde, wies der Kriegsminister mit vollster Entschiedenheit zurück. Dem Abgeordneten Windthorst gegenüber wiederholt er, daß er den Widerspruch gegen die Com-^ munalbesteuerung des Privatvermögens der Osficiere aufrecht erhalten müsse. — Morgen findet die Fortsetzung der Berathung über die Vorlage statt. V?i\ it. Hause). ; vernnelhen. ^_Mh!gasse 3 ienchteie möblirti bei Marti 12. >rlt Zimmer, p- u vermieihen. .Lahnstraße 11. lüttstraßr M mit Cabinei, prt Stube ohne Gt für das naG & X., W Politisch- U-b-rficht. Gießen. 25. April. Mit der am Dienstag erfolgten Wiederaufnahme der Ar- weiten des Reichstages und des preußischen Abgeordnetenhauses sind die parla- meutarischen Verhandlungen wieder zum Mittelpunkte des politischen Interesses ■geworben. Mit ungewöhnlicher Spannung wurde diesmal der Fortsetzung der Arbeit des parlamentarischen Apparates entgegengesehen, denn der neu begonnene Sessions-Abschnitt soll ja in Reichstag wie Landtag wenigstens eine theilweise Lösung all' jener Rathsel bringen, die sich während der letzten Zeit in unserer inneren Politik gebildet haben. Die ganze parlamentarische Situation wird aber vorläufig noch durch die Frage nach dem Schicksale der Socialistengesetz-Vorlage beherrscht, hinsichtlich welcher spätestens die nächste Woche die Entscheidung bringen wird. Am Donnerstag ist die Reillistags-Commission zur Vorberathung der Vorlage, bett, die Verlängerung des Socialistengesetzes, wieder zusammen« getreten und wird sich u. A. auch mit den Windthorst'schen Anträgen, die eine theilweise Milderung der zur Einengung der soeialdemokratischen Bestrebungen bestehenden Verbote bezwecken, zu beschästigen haben. Im Uebrigen wird jetzt versichert, daß der größere Theil des Centrums für die bedingungslose Verlängerung des Soeialistengesetzes stimmen werde. Was nun die ersten Sitzungen des Reichstages und des preuß. Abgeordnetenhauses nach der Osterpause anbelangt, so beschäftigte sich der erstere am Dienstag mit der zweiten Lesung der Novelle zum HülfSkaffengesetz. Artikel 2a wurde mit dem Zusatz, wonach auf Antrag der Kassen die höhere Verwaltungsbehörde bei der Zulassung zugleich bescheinigen muß, de.ß das Statut den Vorschristen in § 75 des Krankenversicherungsgesetze« genügt, weiter Artikel 8 mit dem Zusatz, wonach decentralisirte Verwaltungsstellen einzurichten sind, welche die Berechtigung haben, Gelder bis zur halben Höhe des Jahresbeitrages selbstständig zu verwalten, genehmigt. Die übrigen Artikel bis Artikel 11 wurden nach den Commissions-Anträgen angenommen. Bei der namentlichen Abstimmung über den ersten Satz des § 33 (Art. 11) stellte sich die B-schlußunsähigkeit des Hauses heraus, so daß die weitere Be- rathung der Vorlage vertagt werden mußte; am Mittwoch war „Schwerinstag." — Das preußische Abgeordnetenhaus genehmigte in der Dienstags-Sitzung ■>■ nächst noch einige kleinere Gesetzentwürfe in dritter Lesung und verwies hieraus in erster Lesung die Vorlage, betreffend die Verstaatlichung der Berlin- Hamburger Bahn, der Bremischen Bahnen, der Tilsit - Jnsterdurger Bahn und der Oels-Gnesener Bahn an die Eisenbahn-Commission. Der hierzu gc hörige Nachtragsetat wurde der Vudget-Commifsion überwiesen und die lieber- sicht über die Verwaltung der fiskalischen Bergwerke, Hütten und Salinen pro 1882/83 für erledigt erklärt; zum Schluß wurden noch mehrere kleinere ■Gegenstände erledigt. Der Reichskanzler Fürst Bismarck empfing am Dienstag den Frankfurter Ober-Bürgermeister Dr. Miquel, wodurch die Gerüchte über den Eintritt Dr. Miquel's in das preußische Ministerium wieder neue Nahrung erhalten haben. Etwas Näheres über diesen Besuch Miquel's beim Reichskanzler ist jedoch noch nicht bekannt. Aus dem Gebiete der hohen Politik wird das Jntereffe durch die bevorstehende Londoner Conferenz und durch die Gerüchte über eine angebliche Drei> Kaiser > Zusammenkunft in Anspruch genommen. Dem Vernehmen nach haben bereits alle Großmächte ihre Theilnahme an der Conferenz zuge- sagt, die sich lediglich mit der Regelung Der egyptischen Finanzlage beschäftigen wird Was die in österreichischen Blättern signalisirte Drei-Kaiser-Zusammen- kunst anbelangt, so soll dieselbe im Lause dieses Sommers in Warschau statt- finden, wohin sich Kaiser Alexander nach der Großjährigkeits-Erklärung seines ältesten Sohnes zu begeben gedenkt. Eine greifbarere Gestalt hat jedoch das an und für sich nicht unwahrscheinliche Projeet noch nicht angenommen. Die Preßburger Viehmarkts-Affaire läßt die österreichische Hauptstadt noch immer nicht zur Ruhe kommen. Im Wiener Gemeinderathe hat sich eine lebhafte Opposition gegen die von der Regierung für Wien erlassene neue Marktordnung erhoben, die ihren Ausdruck in der Forderung findet, daß die Regierung einige der mißliebigsten Bestimmungen der Markt- ordnung wieder zurücknehmen solle. Ferner wird die Wiener Bevölkerung auch durch die Nordbahn-Frage erregt. Anläßlich der Verhandlungen, welche zwischen der Regierung und der Nordbahn über die Verstaatlichung derselben stattfinden, fand am Montag in der Volkshalle De« neuen RathhanseS eine tumnlkuarische Versammlung statt, die einen stark antisemitischen Charakter trug und welche einstimmig die unbedingte Verstaatlichung der Nordbahn forderte, welche Forderung in einer Resolution niedergelegt wurde. — Am Dienstag früh hat im fjofe de« Wiener Landgerichts-Gebäudes die Hinrichtung Hugo Schenk's und Karl Schloffarek'S mittelst des Stranges stattgefunden und sind somit zwei Scheusale in Menschengestalt weniger auf der Welt vorhanden. In Frankreich steht augenblicklich die am Montag erfolgte Eröffnung her Session der Generalräthe im Vordergründe der Ereigniffe. Nur die General- räthe der Departements der Seine, Korsikas und Algeriens werden erst zu einer späteren Zeit zusammentreten. Die gegenwärtige Session der Generalräthe ist dadurch bemerkenswerth, daß in ihr die schutzzöllnerische Bewegung, welche in Frankreich immer mehr um sich greift, zu einem scharf accentuitten Ausdruck Belangen dürfte. Beinahe in sämmtlichen Departements sind Anträge auf Erhöhung des Eingangszolles für Getreide, für Schlachtvieh, für Jnduftriewaaren rc. W«-rE ä>m- l*ii »l ■ OMni Inzchm. Dienstmädchen _ n Arbeiten, und) Mädchen W Hüten HMhali- Selbe hat auä res zu erfrag SÄ- ÄS' ib einen Wb Säufer, und Stuhlmch!, euenweg. lfrage. •nften Kanichi-! trete Neagichi. *r für Alle >3___ •iienbroo ein fliW m und schm, liegen geblieben auf dein eine Stieg? Paris, 24. April. Nach hier umlaufenden M'ttheilungen wäre das englische Mundschreiden bezüglich der Abhaltung einer Conferenz lediglich an die Berliner SignatarmSckte gerichtet und von einer Anlage begleitet, welche eia Expose der rgypttschen Finanzlage enthalte. In letzterem werde der Betrag der Anleihe, welche nothw-ndig sei, um den dringendsten Bedürfnissen abzuhelfen, auf 200 Millionen angeschlagen, zugleich ober auf die Schwierigkeiten hingewiesen, ein Unterpfand für eine solche Anleihe zu beschaffen, nachdem bereits alle Hilfsmittel Egyptens für die Amorti- sirung der Schuld in Anspruch genommen seien. Mittel zur Lösung der Schwierigkeiten würden in dem Expose nicht vorgeschlagen, das letztere beschränke sich darauf, von der Aufhebung der egypttschen Armee als von einer Maßregel zu sprechen, welche die Quelle großer Ersparnisse sein könne. — Der „Temps" schreibt: Der Botschafter Lord Lyons Überreichte Ferry am Dienstag eine 9iote, worin eine Conferenz vorgeschlagen werde, deren Wirksamkeit sich auf zwei Fragen beschränke, ob nämlich eine Abänderung des Liquidationsgesetzes angezeigt sei oder welche Veränderungen vorznnehmen seien! Die Note sei nicht an die 14 Unterzeichner des Liquidationsgesetzes, sondern nur an die Großmächte und die Türket gerichtet. Bezüglich des Conferenzories werde die Wahl zwischen London und Konstantinopel freigestellt. Der Note sei ein kurzes Memorandum beigegeben, das die Nothwendigkeit einer Reform des Liquidationsgesetzes nachzuweiftn suche. Dasselbe Hebt hervor, daß während die für Tilgung der Schuld angewiesene Einnahme ständig Mehrbeträge ergab, das ordentliche egypiische Budget, das aus nicht für Schuldentilgung affignirter Einnahme besiehe, fortgesetzt zunehmende Deficits aufgewiesen habe. Im ersten Jahre der Anwendung des Liquidationsgesetzes, 1880, stellte dos Budget noch einen Einnahmeüberschuß in Aussicht, bereits 1881 ergab sich ein Deficit, das alljährlich gestiegen fei. Egypten sei gegenwärtig genölhigt, eine Anleihe von 8 Millionen Pfund zu contrahiren, könne aber kein Unterpfand gewähren; deshalb sei Einstellung oder wenigstens Vertagung der Amortisirung der Staatsschuld bedeutet. Das Memorandum schlägt Ersparnisse bet der egypiischen Armee vor. London, 24. April. Im Unterbaute erklärte Gladstone auf eine Anfrage Vourke's, ob Berber in Gefahr sei, der Regierung sei in Betriff Berbers ein Vorschlag der egyptischen Regierung zugegangen. Die Regierung habe denselben auch bereits beantwortet; im Interesse des öffentlichen Dienstes könne er hierüber ober nichts mit- theilen. Gordon anbelangend, wiederhole er, daß derselbe sich augenblicklich in sicherer Lage befinde; die Regierung erkenne ihre Verpflichtungen bezüglich der Sicherheit Gordon's vollständig an und halte es für ihre Pflicht und Schuldigkeit, sich in den Stand zu setzen, diesen Verpflichtungen nachzukommen, wenn Anlaß dazu gegeben sei. Fitzmimrice erklärte, die Unterhandlungen wegen Herstellung dauernder diplomatischer Beziehungen zu Mex co dauerten fort. Mit Frankreich seien vertrauliche Verhandlungen wegen Forderungen Frankreich« betreffs Tongk.'ng im Gange. London, 24. April. Der Ministerrath hielt gestern eine vierstündige Sitzung ab. Den Hauptgegenstand der Erörterung bildete die Sudanfrage. General Wolseley war zu der Berathung zugezogen worden. — Nach einem Telegramm des „Daily Telegraph" aus Kairo vom 22. d. Mts. hat der Gouverneur von Berber telegraphirt, daß seine einzige Hoffnung zur Rettung der Garnison in der Uebergabe bestehe. Einen Angriff der Aufständischen erwarte er in 2 oder 3 Tagen. Neapel, 24. April. Mit Rücksicht auf die anläßlich der Eröffnung ber nationalen Ausstellung in Turin vom 26. bis 30. d. Mts. stattfindenden Feierlichkeiten hat das Festcomit^ in Pompeji die für den 1., 3. und 4. Mai in Aussicht genommene Feier nunmehr definitiv auf den 8., 10. und 12. Mai festgesetzt. Gleichzeitig hat das Festprogramm eine Vervollständigung erfahren, indem demselben noch weitere Scenen aus dem antiken römischen Leben eingefügt worden sind. Kairo, 24. April. Heute Vormittag hat unter dem Vorsitze des Khe- vive ein außerordentlicher Cabinetsrath zur Erwägung der militärischen Lage stattgefunden. An demselben nahmen auf Berufung des Khedive auch Riaz Pascha und Sheriff Pascha Theil. Der Cabinetsrath kam zu dem Ergebniß, daß die sofortige Absendung von Truppen nach Ober-Egypten durchaus noth- wennig sei. Nubar Pascha wurde beauftragt, der englischen Regierung diese Resolution des Cabinetsraths zu unterbreiten. Shanghai, 24. April. Telegramm des Reutcr'i'chen Bureaus. Hier eingegangene, aber bis jetzr unbestätigte Gerüchte sagen, Prinz Kung, der frühere Präsident des Ministeriums des Auswärtigen, habe sich entleibt. Vermischte-. Bad Rauheim, 23. April. ^Hessische Landeslehrerversammlung.j Auf der Samstag den 3. Mai in den Räumen des „Kurfaales" dahier ftattfinbenöen hessischen Landeßlehrerversammlung, wozu auch die Lehrer Frankfurts etngelaben sind, wird der tn weiten Kreisen als tüchtiger Redner bekannte Lehrer Funk von Marienschlnß „über Kirche und Schule in ihren gegenseitigen Beziehungen zu den Aufgaben der Cultur" reden, ferner wird Lehrer Schuhmacher von Worms sprechen über das Thema: „Was wir wollen, was wir sollen und was wir können". Am vorhergehenden Tag, den 2. Mat, findet die Delegirtenversammlung im „Deutschen Hofe" statt. Anmeldungen zu dem im Kursaale stattsindenden Festessen (per Couvert 2 JL ohne Wein), sowie zu dem am ersten Versammlungstage stattfindenden Essen im „Deutschen Hof" (per Couvert X JL 20 H), ferner zu Nachtquartieren (sämmtlich zu dem Preise von 1 Jt, sowohl in Prtvathäusern als in den Hotels) nimmt Lehrer Wagner dahier entgegen. Kirdorf, 22. April. Von einem Konfirmanden, Nomens Ohmeis, wird dem etn hübscher Zug mitgetheilt. Ohmeis suchte sich schon vor längerer Zeit zu seinem Kerzer-pathen einen der ärmsten Knaben Kirdorfs aus. Um denselben ouS eigenen Mitteln zu kleiden, verrichteten beide Knaben gemeinsam Arbeiten, das Geld würbe aufgespart und reichte eS aus, den armen Knaben von Kopf bis zu Fuß neu zu kleiden. — Aus Brazlaw in Podolien wird dem „Kiewljanin" über folgenden sensationellen Mord geschrieben: „Am 2. d. Mts. kam mit dem Tageszuge auf der Station Rachny aus Kiew der Offizier Zaremba an. Derselbe bestellte sich Postpferde, angeblich zur Fahrt nach Brazlaw. Auf der Station Torschki wurden die Pferde gewechselt. AlL man diese Station im Rücken hatte, überredete Zaremba den Postkutscher, von der Poststraße abzubiegen und nach dem Kirchdorfe Bortniki zu fahren, wo er einen Bekannten besuchen wolle. Durch Branntwein und fünf Rubel Trinkgeld machte Zaremba den Kutscher willig, den Weg nach dem nur 5 Km. entfernten Dorfe einzuschlagen. Während der Fahrt dorthin legte Zaremba seine Uniform ab und zog Civilkleider an. Bortniki war der Wohnsitz des Gutsbesitzers Besussy. In Bortniki auf dem Herrensitze angrkommen, begab sich Zaremba als guter Bekannter Besussys birect ins Schlafzimmer desselben; es war bereits Abend geworden. Ohne ein Wort ZU sagen, überreichte Zaremba dem Gutsherrn einen Brief. Während Besussy las, zog Zaremba einen Revolver au8 der Tasche und schoß dem ahnungslosen Besussy erst eine Kugel in den Kopf und eine zweite in die Brust. Besussy war auf der Stelle tobt. Die Verwirrung, welche hierauf im Hause unter der Dienerschaft entstand, benutzte Zaremba, um mit den bereitstehenden Postvferden davonzufahren. Nach Rachny zurückgekehrt, übernachtete Zaremba auf der Eisenbahnstation und fuhr mit dem Morgenzuge um 8 Uhr nach Kiew zurück. Zaremba soll zu Besussys Frau vor deren Verheirathung tn nahen Beziehungen gestanden habrn. Zu der Heirath mit Besussy soll die Frau trotz ihrer Abneigung durch ihre Eltern gezwungen worden sein. Da sie ihren Mann nicht liebte, hat sie ihn vor nicht langer Zeit verlassen; wo sie sich aber aufhält und warum Zaremba ihren Mann ermordet hat, weiß man vorläufig noch nicht." — (Die schlaue Wittwe und der pfiffige Freund.) Aus einem Dorfe in der Nähe SittenS in der Schweiz erzählt die „N. G. du Val" eine heitere Geschichte, die sie a!S vollkommen wahr ausgibt. Also in jenem Walliser Dorfe starb ein Ehemann, ohne ein Testament gemacht zu haben; so wäre die Wittwe um einen großen Theil des hinterlassenen Vermögens gekommen. Nun wendet sich die Frau an R., einen Freund ihres Mannes; derselbe kommt, legt sich in8 Bett deS Verstorbenen, nachdem die Leiche für bte Zwischenzeit in den Keller transportirt worden und dictirt dem herbei- inufrnen Notqr, der ihn natürlich nicht kennt, mit sterbender Stimme das Testament, worin her Wittwe alle Güter des Ehemannes vermacht werden, ausgenommen ein: schöne große oberhalb des Dorfes gelegene Wiese, welche der pfiffige Testator sich selbst wegen seiner großen Freundschaft für den Ehemann schenkt. Die Wtttwe mußte sich fügen, obschon ihr eine Schmälerung detz Erbes gar nicht genehm war. — Auf Grund der Veröffentlichung des Kaiserl. statistischen Amtes sind im Jahre 1883 aus dem Großherzogthum Hessen 3589 Personen über Hamburg, Stettin und Antwerpen nach außereuropäischen Ländern ausgewandert, gegen 3,430 Personen im Jahre 1882 und gegen 4,173 Personen im Jahre 1881. Au8 den ftanstisch-n Mit- theilungen ifi zu ersehen, daß bte Auswanderung sowohl aus dem deutschen Rttch rote aus Hessen in den Jahren 1871 bis 1873. also in den Zeiten detz sog. wrrthfchaftlichm Aufschwungs, ziemlich beträchtlich, dagegen tu den Jahren 1874—1880 äußerst gering war. Erst seit dem Jahre 18bO stieg die Auswanderung wieder nnd erreichte im Jahre 1881 ihren Höhepunkt. In den 13 Jahren 1871—1883 sind über die oben erwähnten Häfen aus dem deutschen Reichsgebiet 1,165,686 Personen autzgtwanderr, wozu noch 50,353 Auswanderer Dia Havre kommen. Aus Hessen wanderten in genanntem Zeiträume 27,317 Personen über die erwähnten Hafenplätze aus. — Die Zahl der gewerbsteuerpfl:chtigcn Personen im Großherzogthum Hessen betrug Ende März 1883 72,177 und ist zu conftanren, daß tn Obcrhrssrn in Folge des bedauerlichen Rückgangs der früher dort blühenden Hausindustrie, insbesondere der Weberei, abermals eine Verminderung und zwar um 86 Steuerpflichtige eingetreten ist. Auch Starkenburg hat 3 Steuerpflichtige weniger als in der vorhergehenden Periode aufjuroeifer, wogegen in Rheinhessen ein Zugang von 170 zu verzeichnen tft. Andererseits ist daS Gewerbesteuerkapital um 55,783 JL gewachsen, was tn erster Linie aus Rechnung des Großbetriebs zu setzen fern dürfte. London, 22. April. Ein beträchtlicher Theil Englands wurde heute früh nach 9 Uhr von einem Erdstoße heimgesucht, der an manchen Stellen von großer Heftigkeit war und beträchtlichen Schaden anrichtete. In London selbst vernahm man um 9 Uhr 15 Minuten etn schwaches unterirdisches Rollen, welchem unmittelbar eine mehrere Secunden währende Erderschütterung folgte, die stark genug war, einzelne Möbel von der Stelle zu rücken. Am deutlichsten empfand man das Erdbeben den Ufern her Themse entlang; am Strand schwankten mehrere Häuser und aus allen Läden dieser Hauptverkehrsader stürzte das erschreckte Personal auf die Straße, da bte deutlichen Schwankungen der Mauern und das Geknister der Balken eine Katastrophe befürchten ließen. London kam aber im Ganzen mit dem bloßen Schrrckm und einigen zerschlagenen Gläsern und Vasen davon. Sehr empfindlich wurde dagegen Colcheper heimgesucht, wo der Erdstoß um 9 Uhr 20 Min. außerordentlich stark verspürt wurde. Der 50 M. hohe Thurm der Corrgregationisten-Kirche stürzte, gleich bm meisten Kaminen, ein und die niederfallenden Steinmasftn richteten bedeutenden Schaden an der auf mehrere tausend Pfund veranschlagt wird. In allen Wohnungen der Stakt ließ das Erdbeben seine Spuren in Gestalt herabgestürzter Spiegel, Bilder und Kamtn- verzierungen zurück. In einem Hause brach durch die aus dem Kamin htnaus- geschleuderte glühende Kohle Feuer aus und in der ganzen Stadt herrschte ein unbeschreiblicher Schrecken. Alles stürzte, zum Theil aus dem Bette, auf die Straßen hinaus und daS starke unterirdische Getöse, welches die eine halbe Minutt währende Erderschütterung begleitete, trug nur noch dazu bei, die Angst, welche sich aller Ge- müther bemächtigt hatte, zu erhöhen. In Ipswich fingen alle Glocken zu läuten an und auch tn mehreren anderen Städten, so in Chelmsford, Southend und Schoeburyness wurde das Erdbeben stark verspürt, ohne daß jedoch wesentlicher Schaden angerichtet worden wäre. Der letz'e Erdstoß wurde im Jahre 1871 beobachtet und feit dem Jahre 1580, wo in London ein Theil der St. Paulskirche und der Thurm der Tempel- kirche einstürzte, ist England von keinem so heftigen Erdbeben heimgesucht worden, wie am Morgen bt§ heutigen Tages. Düsseldorf, 17. Apnl. Der „Düsseld. Anz." macht die verehrten Düsseldorfer Schlittschuhläuferinnen auf die heute im Rhein dicht an der Neustadt entstandene Eisbahn aufmerksam. Daselbst ist nämlich ein Schiff (Etöfloß) mit 40,000 Cbm. Eis aus Norwegen angekommen, welches dort vermittelst des Daonpfkrahmns bei Tag v«d Nacht dauernder Arbeit in zehn Tagen ausgeladen werden muß. Diese Masse Eis hat aber eine solche Abkühlung hervorgerufen, daß der dortige Hafen innerhalb der Lang- krlbbe so fest und glatt zugefroren ift, daß die Schuljugend sich darauf herumtummelt; ein Anblick, den wohl bisher noch Niemand hier im halben April je gehabt hat. — fDie Königin der Nacht.j Stubenmädchen: „Madame, ich möchte heute Abend auf den Maskenball gehen.« — Madame: .Als was denn?" — Mädchen: -hAls Königin tn der Nacht" — Von einem eigenthümlichen Heilungsf-all berichtet ein Reporter des „M. A " wie folgt: Ein junger Mann aus dem benachbarten Sch^erstein, welcher tm verflossenen Jahre 1« der hirsigen Garnison als Soldat eintreten mußte, erkrankte im Laufe de« JahreS derart, daß der junge Mann noch und nach die Sprache verlor und im October des verflossenen Jahres mit Pension als stumm aus dem Militäroerband auSscheidm mußte. Seit dieser Zeit lebte der Bedauernswerthe, ohne seine Sprache wieder erlangt zu haben, in Schierstein. Am ersten Osterfeiertag war er mit einigen Kameraden m die Wirthschaft gegangen, während des Trinkens wurde der junge Mann von einem heftigen Hustenanfall betroffen, so daß er Blut spukte; kaum war dieser Anfall vorüber, als der seither Stumme wieder zu reden anfing und feit dieser Zeit wieder im vollständigen Gebrauch seiner Sprache ist. — sEine triftige Ausrede.j In einem Dorfe spielte sich unlängst in der Schule folgende Scene ab. Lehrer (zu einem zu spät etntretenben Schüler): „Verdammter Junge, Du kommst heute schon wieder zu spät; ich werde Dich gleich knieen lassen." — Schüler: „Bitt', Herr Lehrer, heute kann ich nichts dafür." — Lehrer: „Wieso?" — Schüler: „Bevor ich von Hause weggebm wollte, hört' ich, daß die Gensdarmea eben einen Wilddieb cingebracht haben; die Mutter sagte dann zu mir; Geh', lauf' nach und schau', ob's nicht am Ende b Samstag Abend 750 Uhr. LMW 2954 Müller. 2938 Amendt. Nussensteinen Wilhelm Rinn. 2894 Mch» in Gieren. 1398 t! Weizen «xM sffeln F - Maurerarbeit Steinhauerarbeit Zimmerarbeit Schreinern rbeit Glaserarbeit Tüncherarbeit Lieferung von 8000 603,27 182,05 1127,50 1105,14 221,10 192,— Die am 22. und 23. d. Mts. abgehaltenen Holzversteigerungen sind genehmigt und können die Absuhrscheine hierüber von Samstag den 3. Mai an bei Großherzoglichem Rentamt Gießen in Empfang genommen werden. Die Holzüberweisung erfolgt Montag den 5. Mai, Morgens 7 Uhr, wobei Abfuhr stattfinden kann. Treis a/L., den 24. April 1884. Großherzogl. Oberförsterei Treis a/L. beabsichtige ich auf dem Submissionswege in Accord zu geben. Voranschlag und Bedingungen sind bei mir einzusehen und die Offerten schriftlich bis längstens Montag den 28. d. M., Nachmittags 3 Uhr, an 1111$ abzugeben. Klein-Linden, den 23. April 1884. Jerkgeöotenes. 2947 Morgen, Samstag, ist Prim« Rindfleisch/pr. Pfund 30 Pfg. zu haben bei Oeconom Balth. Malkomefius, Neustadt 35. Glycerin -Hchwefklmüch- Seife aus der kgl. bat)V. Hof-Parfümerie- Fabrik von r Anielge inelL' »eben, T981B» .uft einfordert, ' ,af Gründ ”58 lf. WA« s* ’S? • l«bf *?lil6 W *'Sa Ä " blfk Gütliche» Jnnh einigen »t) S-gkn ColchL °«>'L Iü) dcn mclfto 'n Schaden ? 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In dem Konkurse über das Vermögen des Kaufmanns Robert Simon (in Firma Dröscher und Simon) in Gießen ist das Verfahren wegen Mangels an Masse nach $ 190 der K. O. hiermit eingestellt worden. Gießen, den 21. April 1884. Neidhart, 2953 Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts. BekamüMachMg. Es wird hiermit veröffentlicht, daß die Pfandeinträge auf den zum Con- curs über Theodor Wode's Nach- laß gehörigen Parzellen 1/689 d und 1/689e 27/100 gelöscht worden sind. Gießen, am 18. April 1884. Großherzogliches Amtsgericht Gießen. Strohhüte werden gewaschen, gefärbt und nach den neuesten Formen geändert innerhalb 8 Tagen. Muster zur Ansicht bei JL. Bertrand^ Wettergafse 3, 1809 Strohhutfabrikant. Lehrling mit den milbigen Vorkenntnissen gesucht. Lehrzeit 3 Jahre. 2842 Georg Philipp Gali» 2741 Ein Gymnasiast oder Realschüler findet liebevolle Aufnahme in einer Beamtenfamilie. Näheres bei der Exped. d. Blattes._______ 2878 Ein Bürschchen zu leichter Arbeit gesucht von H. Kühn, Papierhandlung, __________________Seltersweg 36.________ Strohhüte für Damen und Herren werden gewaschen, gefärbt und nach den neuesten Formen umgeändert und liegen Muster zur Ansicht bereit. Louis Gail, 1708 Mäusburg 18. 2935 Bei der am Dienstag den 22. April abgehaltenen Versteigerung des Inventars des hiesigen Geflügel-Vereins ist eine Anzahl TaubenkNge zurückbehalten worden. Es werden solche von Samstag dem 26, d. M. an im Hofe des Herrn L. Frohinliäuser, Mäusburg 7, zu billigem Preise abgegeben. AllgLmeiner Anzeiger. Die Volksschule der Stadt Gießen beginnt ihr neues Schuljahr Donnerstag den 1. Mai. Die Aufnahme der schulpflichtigen Kinder erfolgt für die Stadtknabcnschnle im Saal Nr. 8 im unteren Stock des Schulhauses in der Schulstraße, für die Stadtmädchenschnle im Saal Nr. 8 des Schulhauses auf dem Oswaldsberg Morgens zwischen 9 und 12 Uhr. Ausgenommen werden diejenigen Kinder, welche das sechste Lebensjahr vollendet haben, sowie auf den Wunsch der Eltern oder deren Stellvertreter auch solche geistig und leiblich nicht unreife Kinder, welche bis zum 30. September dieses Jahres das sechste Lebensjahr vollenden. Gebrechliche, kränkliche oder geistig unreife Kinder können von dem Schulvorstand noch eine Zeit lang von dem Schulbesuche freigegeben werden. Doch ist in diesem Fall ein ärztliches Zeugniß beizubringen. Nothwendig bei dec Aufnahme ist die genaue Angabe des Geburtstags des Kindes, bei auswärts gebornen Kindern auch die Vorlegung des Geburtsscheins, sowie genaue Angabe des Namens und Standes des Vaters bezw. des Pflegers, und der Impfschein. Das Schulgeld beträgt für sämnitliche Stadtschulen 4 Mark jährlich. Das zweite Kind derselben Familie bezahlt drei Viertel, das dritte und jedes weitere Kind die Hälfte. Gesuche um freies Schulgeld und freie Bücher sind bei der Armen- deputation der Stadt Gießen vorzubringen. Gießen, den 16. April 1884. Der Schulvorstand: 2711 A. Eramm. Vigelius. Mittwoch den 30. April sollen versteigert werden in der Dberförfteeei Sehiffeuberg District Tempel und Wachholderhaide: I. Bau- und Nutzholz: 1 Eichenstamm mit 0,31 Fstm., 40 Nadelholzstämme mit 19,5 Fstm., 2 Nadelholzstangen mit 0,28 Fstm. II. Brennholz: Nadelholz Scheiter Knüppel Reisig Stockholz Nm. Rm. 100 Wellen Nm. 35,7 302,2 62 204,6 Zusammenkunft Vormittags 8V2 Uhr auf der Kreisstraße von Gießen nach Hausen an der Sandkautschneise. Gießen, am 22. April 1884. Großh. Oberförsterei Schiffenberg. 2881 I. V.: Walther. Irische ZchMsche, „ Seezungen, lebende Karpfen, | fr. Bmldückmge bei C. G. Kleinhenn. Geschäft M verkaufen. In einem an der Eisenbahn gelegenen ßanborte ist ein aut gehendes Lpezerci- rrnd Ellcnwaarengefchüft mit Einrichtung und Waaren wegen Wegzugs der Besitzerin sofort vrciswürdig zu verkaufen. 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