Deutschland. Darmstadt, 23. October. Wegen des Ablebens Sr. Hoheit des Herzogs von Braunschweig ist aus Allerhöchsten Befehl eine Hoftrauer von 14 Tagen angeordnet worden und wird sonach die bereits bestehende bis zum 5. November l. Js. einschließlich verlängert. Darmstadt, 23. October. Se. Königl. Hoheit der Großherzog werden Samstag den 25. d. Mts. der Beisetzung des Höchstseligen Herzogs von Braunschweig in Braunschweig beiwohnen und deshalb an diesem Tage keine Audienzen ertheilen. Die Abreise ist vorläufig aus Freitag den 24. ds., Nachmittag- 5 Uhr, festgesetzt. Oesterreich. Wien. 22. October. Von der hiefigen Polizei ist neuerdings eine größere Anzahl Socialisten ausgewiesen worden. Arankreich. Paris, 22. Oktober. Der Conseilpräsident Jkle« Ferry empfing heute eine Deputation aus den nördlichen Departements und äußerte fich derselben gegenüber, daß die Frage einer Erhöhung der Getreide-Einfuhrzölle eine sehr ernste sei und eine gründliche Prüfung erheische. — Alle Zeitungen sprechen fich für die Absendung von hinreichenden Verstärkungen noch Tongktng aus. Das Journal „Parts" schlägt vor, 10,000 Manu und zwar 7000 Mann für General Bndre de l'Jsle und 3000 Mann für Admiral Courbet nachzusenden. DaS Blatt meint, die Kammern würden ihre Zustimmung nicht versagen. — Nachrichten aus Toulon signalifireu die baldige Abfahrt von zwei Schiffen, welche Truppen und Munition nach Tongking bringen sollen. — In Oran (Algier) sind gestern 9 Personen an der Cbolera gestorben. Rouen, 22. October. In Folge von hier umlaufenden Gerüchten, wonach in Dport «"Kanton Fecamp, am Kanal La Manche) die Cholera ausgebrochen und von 10 erkrankten Personen 5 gestorben seien, hat sich der Präfekt des Departements Seine inferieure dorthin begeben, um festzustellen, ob es sich wirklich um die asiatische Cholera handelt, und event. die erforderlichen Maßregeln zu treffen. Amerika. Rew-Bork, 22. October. An Bord des Dampfers „Amerique" von der transatlantischen Linie, welcher heute abgehen sollte, brach Feuer aus, das jedoch bald gelöscht wurde. Der Schaden an verbrannter Baumwolle wrrd aus 500 Dollars geschätzt; das Schiff selbst ist wenig beschädigt. Te!eMa-hischr Depesche«. Berlin, 23. October. Der Bundesrath hat in seiner heutigen Sitzung die Vorlagen über die Ausdehnung der Unfallversicherung auf das Transport- gewerbe und über die Dampfer-Subvention an die Ausschüsse zur Vorberathung überwiesen. Die Frage über die Legitimation der braunschweigischen Bevollmächtigten wurde heute nicht berührt. — Der Reichskanzler Fürst Bismarck empfing heute Vormittag einen längeren Besuch des Prinzen Wilhelm und begab sich darauf zu Fuß in's „Hotel Royal", woselbst der Fürst dem Botschafter Malet einen Besuch abstattete. vormittags empfing Se. Maj. der Kaiser Besuche der Prinzessin Friedrich Karl, Mittags 12 Uhr des Erbprinzen und der Erbprin- ressin von Sachsen-Meiningen. Von 1 Uhr Nachmittags ab arbeitete Se. Ma;, der Kaiser mit dem Ches des Militär-Cabinets, v. Albedyll, und hatte sodann eine längere Conserenz mit dem Fürsten Bismarck. Braunschweig, 23. October. Um 12 Uhr 7 Mm. Nachts traf der Extrazug mit der Leiche des Herzogs unter dem Geläute särnrntltcher Glocken auf dem Bahnhöfe ein. Nach kurzem Gebet, welches Abt Thiele sprach, wurde der Sarg von achtzehn Unterofficteren aufgehoben und auf den von einem Baldachin.^Erragten Leichenwagen gestellt. Die Truppen präsentirten und der Zug setzte sich in der schon gestern angegebenen Reihenfolge nach dem R^sidenzschlofse in Bewegung. An der Spitze und zum Schlüsse marschirten je 2 Eskadrons des Husarenregiments. Neben dem von 6 Pferden gezogenen Leichenwagen schritten 24 Fackelträger. Auf den Straßen, selche der Leichenzug passtrte, bildeten Kriegervereine, Bürger,, «schützen, Turner und ver- tü(t *9 VO!t I olberg, Kenpktz. tpftiwä Tb. 8ont)* LMofltKifeej, Minim ™le 6822 MW *b, empfiehlt Drehes, 6627 ar. ^tragen von Achm iisigcr fiauhnmin aui jchenilich gesucht. Erycd. d. Bi- tungrwäsche w inen Wen, rnmenltibwaM, md tobet 1C. j*t ■f), rein uitb elqck :e Mannberger, g 40, __ IltlzM s5S.», SlLbtMV -rhcatcr^ 04 £cW 1881 ./'Ddenii»' •SS*?1* srr. 280. Samstag den 25. Oktober 1SS1 Meßmer Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. «chuk»'«»e 7. Erscheint tL-ttch mit rwtznschme des Montags. PrriS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerkvhn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mar? 50 Pf. Politische Ueberstcht. Gießen , 24. October. Der Kaiser ist am Donnerstag Morgen wieder in Berlin eingetroffen. — Kronprinz Rudolf von Oesterreich hat sich nach Beendigung seiner in Gemeinschaft mit Prinz Wilhelm von Preußen in Ostpreußen und bei Huber- tusstock unternommenen Jagden am Montag Nachmittag von Berlin nach Wien zurückbegeben. Die braunschweigische Erbfolgefrage herrscht neben der Wahlbewegung in unseren inneren Angelegenheiten entschieden vor. lieber erstere Angelegenheit liegt eine Fülle von Einzelheiten und Meldungen vor, deren Wiedergabe an dieser Stelle unmöglich. Was besonders den Kernpunkt der ganzen Frage anbelangt, nämlich ob der Herzog von Cumberland sich bereit finden lassen wird, die durch die Ereignisse von 1866 und 1870 neugeschaffene Lage in Deutschland anzuerkennen, um in seine Rechte als nächster Thronfolger in Braunschweig einzutreten, so kann man hierüber in der Tagespresse sehr entgegengesetzte Meinungen vernehmen. Bezeichnend ist es jedenfalls, daß sich Excellenz Windthorst nach Gmunden an das „Hoflager" des Herzogs von Cumberland begeben hat, um mit demselben über die Lage zu conferiren. Es erscheint sehr begreiflich, daß der Herzog den Rath des Centrumsführers und persönlichen Sachwalters der wölfischen Familie zu hören wünscht und vielleicht haben diejenigen nicht Unrecht, welche behaupten, Herr Dr. Windthorst würde in Gmunden zu einem Compromiß mit der preußischen Krone rathen. Was die Angelegenheit des Fürstenthums Oels anbelangt, welches bekanntlich als Kronlehen von Preußen unmittelbar nach dem Tode des Herzogs Wilhelm wieder eingezooen worden ist, so liegen hier die Dinge durchaus noch nicht klar. Es wird jetzt behauptet, daß die jüngere welfische Linie auch in OelS erbberechtigt sei, und ferner, daß der Herzog von Braunschweig berechtigt gewesen sei, über die allodialen Bestandtheile nach Gutdünken zu verfügen. Letzterer Ansicht scheint allerdings auch der hohe Erblasser selbst gewesen zu sein, denn in seinem Testamente soll Herzog Wilhelm den Prinzen Georg von Sachsen zum Erben des 40,000 Morgen betragenden AllodialbesitzeS des Fürstenthums Oels eingesetzt habn, während dem Vernehmen nach der Herzog von Cumberland der Erbe des coloffalen Baarvermögens des verstorbenen Herzogs — man spricht von 300 Mill. Jt.\ — ist. — Der preußische Kronprinz ist laut Ver- trag von 1879 Lehnsnachfolger des circa 31/2 Quadratmeilen umfassenden Für- stenthumeS Oels. Aus Berlin wird geschrieben: Der Tod des Herzogs von Braunschweig hat, wie nachträglich bekannt wird, den Kaiser sehr bewegt, obwohl er feit einer Reihe von Jahren mit dem verstorbenen Fürsten nicht in birecter Beziehung stand. Bei der Bestattung des Herzogs wird der kaiserliche Hof durch ein Mitglied der kaiserlichen Familie vertreten sein. Für das Magdeburgische Hnsaren'Regiment Nr. 10, dessen Chef der Herzog war, hat der Kaiser eine 14tägige Trauer angeordnet. Die Wahlbewegung wird mit den am nächsten Dienstag stattfindenden Neuwahlen zum Reichstage ihren naturgemäßen Abschluß finden. Es trennen uns also nur noch wenige Tage von diesem entscheidenden Termine und somit möge jeder Wähler nochmals mit sich selbst gewissenhaft zu Rathe gehen, welchem Candidaten er seine Stimme geben will. In Oesterreich erreicht in dieser Woche die Session der Einzel-Landtage ihr Ende, da kommenden Montag in Pesth die Delegationen zusammentreten, mit denen die Landtage alsdann collidiren würden. Die meiste Aufmerksamkeit haben wiederum der böhmische und der kroatische Landtag erregt. In ersterem ist der von den Deutschböhmen schon längst befürwortete Gedanke der nationalen Abtrennung Der Bezirke durch den bekannten Herbst'schen Antrag zum präcisen Ausdruck gelangt, der freilich durch den verstümmelnden czechischen Gegenantrag beseitigt wurde. Es ist eben den Czechen, wie der Abg. Plener in seiner großen Rede hervorhob, gelungen, eine Friedens-Idee zu einer Gemeindesache zu degradiren, aber nicht, die Zukunstsbedeutung dieser Idee zu schwächen, die ein nationales Programm der Deutschböhmen bleiben wird. In der Agramer Landstube haben die Gegensätze zwischen Den radikalen und den gemäßigten Elementen noch in letzter Stunde zu tumultuarischen Scenen geführt. Zu der Dienstagssitzung führten diese, durch die Starcsevicianer verursachten Auftritte zum vorzeitigen Schluß der Sitzung, indem der Präsident die Exelu- dirung von 12 Abgeordneten beantragte, welchem Antrag die Majorität des Landtages auch Folge gab. Die französische Regierung wird durch die kritische finanzielle Lage, Die zu einer Ministerkrisis zu führen droht, wie durch die Tongking- Angelegenheit in gleichem Maße in Anspruch genommen. Am Dienstag trat der Mmisterrath zusammen, um über die schwebenden Fragen zu berathen, es ist indessen das Resultat der Conserenz noch nicht bekannt. Jedenfalls hat aber Herr Ferry einen parlamentarischen Mißerfolg bezüglich der Credit-Nachforde- rungen für Tongking nicht zu fürchten, denn von den in die Tongking-Com- mis'ion gewählten Deputirten sind 4 gegen 7 für den Regierungs-Entwurf. Auch ist die Commission fast einstimmig für die Votirung höherer Credite, um die Tongking-Angelegenheit möglichst bald zu erledigen. Die Nachricht, daß für Den China-Feldzug ein Armee-Corps mobilisirt werden solle, ist unrichtig, da General Briöre keine Verstärkungen verlangt hat und sollen solche nöthigenfalls aus der afrikanischen Armee entnommen werden. In England setzen Die Minister ihre Rede-Campagne anläßlich der bevorstehenden Parlaments-Eröffnung fort. Am Dienstag sprach der Finanzmiuister Childers vor seinen Wählern in Knottingley. Er erklärte, die Regierung hätte gehofft, in diesem Jahre die Finanzen Egyptens im Einver- ftändniß mit Frankreich und den anderen Mächten aus eine andere Grundlage stellen zu können. Diese Hoffnung fei aber durch die französische Kammer vereitelt worden; Childers sprach dann die Erwartung aus, daß die Vorschläge, welche aus Northbrook's Bericht gegründet seien, England mit Europa befriedigen würden. Die weiteren Ausführungen Childers' waren ohne Interesse. Der glänzende Sieg, den die Liberalen Belgiens bei den am Sonntag stattgesundenen Communalwahlen davongetragen haben, ist auf die politische Constellation in diesem Lande nicht ohne Einfluß geblieben. Es gehen bereits Gerüchte von einer Demission Des Cabinets Malou und wenn auch der osficiöse belgische Telegraph dieselben dementirt, so gilt eine Umgestaltung in dem bisherigen klerikalen belgischen Ministerium doch als sicher. Wie es heißt, würden die von den Liberalen am meisten befeindeten Minister Jacobs und de Woeste aus dem Ministerium ausscheiden. schiebens andere Corporattonen Spalter. Die Gakkandelaber waren mit Flor umhüllt- Aus der Stadt und dem ganzen Lande waren viele Tausende herbetgeströmt- Im Residenzschlosse war noch eine kurze Trauerfeterlichkeit, die um l1/* Uhr endigte. Braunschweig, 23. October. Der outzerordentliche Landtag trat heute Vormittag 11 Uhr zusammen- Der Abg. v. Veltheim richtete als Präsident des Ausschusses eine kurze Ansprache an die Versammlung und nachdem hierauf constatirt worden war, daß die Mitglieder der Landesversammlung in genügender Anzahl versammelt seien, betraten die Mitglieder deS Regentschaftsraths den Sitzungssaal. StaatSmintster Graf Görtz Wrtsberg erklärte, daß er im Auftrage des RegentschastS- ralhS den außerordentlichen Landtag eröffne und wies sodann auf die lauge und gesegnete Regierung des dahingeschiedenen Landesherrn und auf den schweren Verlust hm, der durch dessen Abscheiden dos Land betroffen habe. Wohin der Blick im Lande sich nur wende, überall zeige sich daS Bild einer unter der milden und gerechten Re- Jierung des hochscltgen Herzogs in seiner Wohlfahrt reich entwickelten Landes. So ange noch die Herzen warm für daS Geschick detz engeren Vaterlandes schlügen, werde das dankbare Andenken an Herzog Wilhelm den Gerechten nicht erlöschen. Mit der Trauer des Landes um den Dahtngeschiedenen verbinde sich die Sorge um die Zukunft des Landes, das an einem ernsten Wendepunkte seines Geschickes stehe. Der Minister erwähnte sodann, daß unmittelbar nach dem Eintreffen der Nachricht von dem Ableben des Herzogs auf Grund des Gesetzes vom 16. Februar 1879 der Regentschastse rath sich constituirt habe. Der Eintritt des provisorischen Regiments habe sich ohne jede Störung vollzogen. „Wir dürfen der festen Ueberzeugung Ausdruck geben, daß die Bevölkerung des HerzogthumS, vor dem Geschick sich gern und willig beugend, der provisorischen Regierung des Regentschaftsraths, bis derselbe nach Maßgabe des Gesetzes zu regieren aufhört, Störungen der Rechtsordnung ersparen wird, welche das Land in ernste Krisen zu führen geeignet sein würden. Zuversichtlich hoffen wir vor Allem darauf, bei Ihnen, hochgeehrte Herren, in unserem verfassungsmäßigen Vorgehen die bereitwilligste Unterstützung als die wcrihvollste und bedeutsamste Gewähr für eine glückliche Lösung unserer Aufgabe zu finden. Zn die provisorische Regierung ist der Regentschaftsrath mit dem vollen Bewußtsein von den Pflichten, welche der Einzelstaat gegen Kaiser und Reich nach Maßgabe der Reichsverfassung zu erfüllen hat, eingetreten, und hat dies in seinem dem Gesetze vom 16. Februar 1879 entsprechenden weiteren Vorgehen bctbäiigt. Roch aber harrt die wichtigste Frage der Thronfolge ihrer Erledigung. Der Regentschaftsrath ist von der Auffassung ausgegangen, daß die Frage von landesstaatsrechtltchen und reichsstaatsrechtlichen Gesichtspunkten aus zu lösen sei. Und wie eß Sache des Reiches ist, die Grenzen seiner Competenz gegenüber den Etnzelstaaten in verfassungsmäßiger Entscheidung festzustcllen, so hat der Regentschaftsrath es für seine Pflicht gehalten, bis zu solcher Entscheidung sich weiterer Schritte zu enthalten. Es wird dem Regentschaftsrathe von besonderem Werthe sein, wenn er in dieser Hinsicht die Zustimmung der hochgeehrten Herren findet. Wenn wir damit in der Treue gegen Kaiser und Reich, welche in dem Herzogthum unwandelbar von jeher geherrscht bat, dem Reiche geben, was dem Reiche ist, so rechnen wir andererseits mit Zuversicht darauf, daß die Verfassung des Herzogibums und die Rechtsstellung desselben in und zum Reiche ihre volle Bestätigung bei Lösung der Frage finden werden. Die Aufgabe des heute zusammengetretenen außerordentlichen Landtags ist eine ganz besondere und wird sich nach Maßgabe des Gesetzes vom 16. Februar 1879 auf die verfassungsmäßige Mitwirkung der Landesversammlung bezüglich der durch die obwaltenden Umstände etwa weiter gebotenen Schritte zu beschränken haben. DaS herzogliche Staatsministerium wird Ihnen so bald als irgend möglich die erforderlichen MitthUlungen zugehen lassen, durch welche Sie in den Stand gesetzt werden, der Aufgabe dieses außerordentlichen Landtags gerecht zu werden. Tief gebeugt, aber nicht muthloS sehen wir der Zukunft entgegen, vertrauend auf den Höchsten, der die Geschicke unseres Landes auch ferner in seinen gnädigen Schutz nehmen wird. Namens des RegentsÄaftsraths fü--das Herzogthum Braunschweig erkläre ich den außerordentlichen Landtag damit für eröffnet.- Bei der darauf folgenden Präsidentenwahl wurde der Abg. von Veltheim zum ersten Präsidenten, Abg. Lerche zum Viceprästdenten gewählt. Abg. Pockels beantragte, auf die Eröffnungsrede eine Antwort an den Regenischaftsrach zu erlassen; er halte cs für geboten, auch von dieser Stelle auß den Gefühlen, welche gegenwärtig daS Land bewegten, Ausdruck zu geben und neben der Treue zu Kaiser und Reich auch die Wünsche und Hoffnungen für die Zukunft auszusprechen. Der Antrag Pockels wurde angenommen, zugleich wurde eine staatsrechtliche Commission gewählt, welche den Entwurf einer Antwort vorlegen soll. In diese Commission wurden die Abgg. o. Schmidt- Phiseldeck, v. Cramm, Hausler, Lerche. Vocker?,.^k>ttser und Rosenthal gewäbtt. Die „j-Up- v-'suua itnoer uiuiycii -vormittag 11 Uhr statt. Stach dem Schluffe derselben wird die Versammlung in corpore an dem im Restdenzschlosse ausgestellten Sarge des Herzogs einen Kranz niederlegen. Bremen, 23. October. Die „Weserzeitung- veröffentlicht ein vom Herzog von Cumberland unter dem Namen „Ernst August- vollzogenes und von Gmunden, den 18. October datirteS ausführliches Patent. Der Herzog will durch dieses von der „Weserzeitung" veröffentlichte Patent die Regierung des HerzogthumS Braunschweig übernommen und von dem Lande Besitz ergriffen haben. Er erklärt, nach Maßgabe der Reichs- und der Landesverfassung regieren zu wollen. Das Patent ist allen Fürsten und den deutschen freien Städten zugestellt. Paris, 23. October. Der Conseilpräsident Ferry, der KriegSminisier Campenon und der Marinemintstep Peyron werden morgen in der Tongking - Commission erscheinen. Wie eS heißt, würde der KriegSminisier um die Ermächtigung nachsuchen, schon jetzt eine Anzahl Bataillone in der durch das Gesetz über die Organisation der Colouialarmee vorgesehenen Weise zu bilden. Der Conseilpräsident bat sich damit einverstanden erklärt, daß die vollständigen Protokolle der früheren Tongking. Commission der jetzigen als fecret mttgetheilt werden. — Die „Agence Havas" meint, es sei möglich, daß eine Macht die Initiative zu einer Mediation zwischen Frankreich und China ergreifen werde, doch stehe noch nichts darüber fest. Paris, 23. October. Die „Agence HavaS" meldet: Wie nunmehr festgestellt, sind in den letzten acht Tagen in Aport bet Rouen 11 Erkrankungen an der Cholera und 6 Todesfälle vorgekommen. Man glaubt, daß die Krankheit durch einen aus Cette kommenden Matrosen eingeschleppt sei. Die erforderlichen Vorsichtsmaßregeln sind getroffen. — In dem „Journal officiel" wird der Wortlaut der bereits gemeldeten Bekanntmachung, nach welcher die Blokade der Häfen der Insel Formosa mit dem 23. d. M. beginnt, veröffentlicht. London, 23. October. Die Thronrede, mit welcher heute die außerordentliche Session deS Parlaments eröffnet wurde, bezeichnet als Hauptaufgabe desselben, die Wahlreformfrage nochmals in Erwägung zu ziehen. WaS die Beziehungen zu den auswärtigen Regierungen angehe, so feien dieselben zu allen Mächten die freundschaftlichsten. Die Nachrichten aus dem Sudan ließen zwar noch einigen peinlichen Ungewißheiten Raum, doch verdiene jedenfalls die Energie und der Muth des Generals Gordon bei der Vertheidigung von Khartum die wärmste Anerkennung. Der Vormarsch der englischen Truppen nach Dongola habe den Zweck, Gordon und diejenigen, welche ihm treue Unterstützung geleistet hätten, zu befreien. In der Thronrede heißt eS dann weiter: „In Egypten habe ich alle Mühe aufgewandt, um die Besserung der dortigen Lage herbeizuführen. Ich habe die egyptische Regierung in ihrer schwierigen financiellen Lage, welche durch den Mißerfolg der Londoner Conferenz heroorgerufen wurde, unterstützt. Zusammen mit der Capregierung bin ich damit beschäftigt, die Mittel in Erwägung zu ziehen, welche nothwendig sind, um der Convention mit dem TranSvaallaude die erforderliche Achtung zu sichern. Die Operationen im Sudan werden einen neuen Credit nothwendig machen." London, 23. October. Der Generalmajor Scratchley ist zum Gouverneur in Neu-Guinea ernannt worden. — Das Kabelschiff „Sllvertown" ist gestern nach Teneriffa abgegangen, um von dort nach Dakar und Bathurst an der Westküste Afrikas ein Kabel zu legen. Nom, 23. October. Das Ministerium hat dem Vernehmen nach den von der Eisenbahn-Commission der Deputirtenkammer in der Tarissrage beantragten Amendements großentheils zugestimmt. Wie verlautet, hätte sich der gestrige Ministerrath auch mit der Frage der Beitragsleistung des Staats zu den Kosten, welche die Verbefferung der gesundheitlichen Verhältnisse Neapels erfordern werden, beschäftigt. UniverfitätS- Chronik. — Der bisherige Professor an der Universität Prag, Dr. Karl Friedrich Stumpf, ist zum ordentlichen Professor in der philosophischen Facultät der Friedrichs-Unioeisiiüt Halle-Wittenberg und der bisherige außerordeniliche Professor an der Universität Bonn, Dr. Friedrich Schmitz, zum ordentlichen Professor in der philosophischen Facultät der Universität Greifswald ernannt worden. — Der bisherige Prioatdoccut an der Universität Berlin, Dr. OSkar Doebener, ist zum außerordentlichen Professor in der philosophischen Facultät der Universität Halle-Wittenberg ernannt worden. Vermischtes. Bad-Nauheim. Wie wir aus bester Quelle hören, haben sich sämmtliche bei der Sache intereffirten Gemeinden der Wetterau in einer Petition, unter Darlegung der Verhältnisse, an die Direction der Main-Weser-Bahn gewandt, wegen Errichtung einer Haltestelle bei Ost he im. Der Hauptgeschäftsverkehr der betr. Orte geht nicht nach Butzbach, nach Norden, sondern nach Süden, nach den Städten: Bad Nauheim, Friedberg und Frankfurt und müssen die Bewohner der Umgegend von Oftheim, um auf die nächstgelegene Station Butzbach zu kommen, mitunter einen Weg von zwei Stunden und mehr zurücklegen. Bei Errichtung einer Haltestelle zu Ostheim würde dagegen die Entfernung der am weitesten gelegenen Orte von dieser Haltestelle höchstens eine Stunde betragen und wäre ein großer Theil der in Butzbach einsteigenden Passagiere nicht genöthrgt, den bereits nach Norden zu Fuß zurückgelegten Weg per Bahn nach Süden retour machen zu müssen. In Anbetracht, daß die Bahnstrecke Bad-Nauheiw- Butzbach eine der längsten auf der ganzen Linie der Main-Weser-Bahn ist, und in Erwägung, daß der Geschäftsverkehr in landwtrthschastltchen Producten gerade in diesem Tbeil der Wetterau ein sehr starker ist, glauben wir, daß die Bahnbehörde, wenn irgend möglich, gern bereit ist, den berechtigten Wünschen der Bewohner eines der gesegveisten Landstriche der Wetteran entgegenzukommen. (O. A.) Vrlbel, 22. October. Am Freiiag wurde vor dem hiesigen Amtsgericht der Proceß eines kleinen Orconomen gegen einen Pferdehändler verbandelt. Im Laufe der Verhandlungen, welche durch den nationalliberalen Anwalt Jökel und den Reichs- tagScandidaten des Centrums, Anwalt Brentano, beide von Friedberg, geführt wurden, wurde auch das politische Gebiet gestreift und es geriethen die Herren habet so heftig aufeinander, daß der Amtsrichter den Termin verschob und die Kosten deS neuen Termins den beiden Anwälten auferlegte. (Fr. Z.) Stegen, 20. October. Ein Wahlkampf in des Wortes wahrster Bedeutung fand am Sonntag Abend in dem etwa eine Stunde von hier entfernten Klafeld- Gcisweid statt, wo der Reichstagsabgeordnete Schmidt-Elberfeld sein politisches Programm entwickeln wollte. Bet seinem Erscheinen empfängt den Redner wüstes Lärmen und Schreien, dazwischen Hochrufe auf Bismarck, vermischt mit Singen von „Ich bin ein Preuße-, sodaß seine Worte unverstanden bleiben. Er ist gezwungen, den Saal zu verlassen. Die aufgeregte Menge drängt ihm nach. An dem von Siegen mitgedrachten Wagen werden Deichsel und Räder zerbrochen, bte Kissen herausgezerrt und in den Schmutz getreten. Herr Schmidt eilt zum Bahnhof, den nach Siegen fahrenden Zug zu benutzen. Während dessen steigert sich bte Aufregung. Nach Siegen wird um polizeiliche Verstärkung telegraphirt, die Feuerwehr alarmttt, um Ruhe zu schaffen. Selbst tm Eisenbahnwagen ist Herr Schmidt nicht sicher. Ein Hagel von Stctnen prasselt gegen die Wagenwände; klirrend fallen die Scherben der zerworfenen Wagenfenster zu Boden. Eben setzt sich der Zug in Bewegung, da erhält ein Schaffner einen Wurf an den Kops. Erst allmalig trat Ruhe ein. Ein auf heute Abend angekündigter Vortrag des Herrn Schmidt in einem benachbarten Orte findet nicht statt, da man eine Wiederholung der gestrigen Vorgänge befürchtet. (K. Z.) Bamberg, 20.October. Heute früh 6Uhr erfolgte in der hiesigen Kreffer'schen Kunstmühle eine heftige Mehl-Explosion. Ein Mühlbursche, der den mit Mehl gefüllten Sack von einem vom oberen Stockwerk führenden Schlauch abheben wollte, glitschte aus und das in großen Wolken dem Sack entströmende Mehl entzündete sich an der Gasflamme. Der Bursche wurde die Treppe, welche in unmittelbarer Nähe, herabgeschleudert und zwar mit solcher Vehemenz, daß er wegen mehrfacher Verletzungen sofort in das Krankenhaus übergeführt werden mußte. Ein Theil des Daches wurde durch den Luftdruck abgehoben und zerstört, diverse Fenster zertrümmert, an der Mühlen- cinrichtung selbst aber wenig beschädigt. London, 20. October. Der im Februar 1874 zu vierzehn Jahren Zuchthaus verurtheilte Tichborne-Prätendent, dessen Proceß s. Z. großes Aufsehen machte, ist heute Morgen freigelassen worden, nachdem er 10% Jahre abgebüßt. — Moderne Berliner Anzeigen — aus dem „Kladderadatsch": Ein erfahrener Geschäftsmann beabsichtigt seine tm besten Gange befindliche Fabrik (Spectalität: Herstellung von Phylloxera- und Bacillen-Fallen) bedeutend zu erweitern. Unternehmende Capitalisten, welche sich zu bet&etltgen gedenken, wollen ihre Offerten mit dem Motto: -Fort damit!" an die Exped. d. Bl. einsenden. - Ein gebildeter Mann in reiferen Jahren, der einst bessere Tage gesehen hat und sich in allen Kreisen zu bewegen versteht, wünscht während der nächsten Reichstagtzsession einen Abgeordneten, der Rittergutsbesitzer oder Rentier ist, im Kreise der Familie und in der Gesellschaft zu vertreten. Gefällige Offerten unter „Gentleman" befördert die Exped. dieses Blattes. — Für die Herren Restaurateure. Während der Wahlagitation werden wieder zerbrochene Tische und Stühle, beschädigte Bierseidel und zerkleinertes Fensterglas in jedem Quantum zu den höchsten Preisen gekauft. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. 20. Sonntag nach Trinitatis, 26. Oktober. Ernte-Danksest. Vormittags 9% Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dingeldey.' Nach beiden Gottesdiensten Kollekte für die Gemeinde Burkhardsfelden zur Herstellung ihrer Kirche. Kinderkirche, Vormittags 11 Uhr: Pfarrer Schlosser. (Die Kirche wird geheizt werden.) Montag, den 27. Oktober, Abends 8 Uhr, Bibelstunde in der Kleinkinderschule, Apostelgesch. Kap. 15, Pfarrer Dr. Naumann. Am Sonntag, den 2. November feiern wir das Reformatio ns fest und zugleich das heilige Abendmahl; die Beichte findet am Samstag zuvor, Nachmittags 2 Uhr, statt. Am Reformationsfest wird wie alljährlich eine Kollekte für die Gustav-Adolfs-Stiftung erhoben werden. Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 26. Oktober bis 1. November besorgt Pfarrer Dr. Naumann. Katholische Gemeinde. 21. Sonntag nach Pfingsten. Von 6 Uhr an: Beichte. Um 7 Uhr: Frühmesse und Austheilung der hl. Commu- nion. %10 Uhr: Hochamt und Predigt. 2 Uhr: Die vom heiligen Vater vorgeschriebene Andacht, welche auch an allen Wochentagen um 7 Uhr Morgens gehalten wird. Freitag ist Vigilfasten wegen des Festes Allerheiligen. Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Abend 430 Uhr, Samstag Morgen 830 Uhr, Samstag Mittag 3 Uhr, Samstag Abend 5«o Uhr. Deutscher Schulverein. Das Correspondenzblatt des all gern, deutschen Schulvereins (51 Seiten 8°) ist von Berlin eingelaufen und kann von den Mitgliedern in der Ricker'schen Buchhandlung unentgeltlich abgeholt werden» b ^"'GroßherM _________ Ciga Verstei Montag inn lUdjmitta wcrdrn iw iV’ dahieriwAu C. 8 H- Nordhauscn ta. W Von firli »öS Nr und werb. * gefiefe, Bor K «n,. M ,/Wes j gegen Bae steigert. Di findet bestim Gießen, ar G 6998 Gr. Gei Iainsksg ta Vorrnitta Wvx auf dahiesi Immobilien des K Flur 12 5 statte in „ 1/1198 44 B daselbst, „ 1/1200 44 $ ,, XVi/162-1 der Hob „ nx/30 13; Rödern, /, XXXH/155- am Alle meistbietend verste Gießen, den 24. 7030 Montag i)f . Nachmii werden Gründer, Zeichnete Gegenstän' Soph-'s, A Klciderschrä» l Rcgulateul stellen mit TP «ehr gute Fede Matratzen uni ont'c Etliche A erhalten. * I-'° mmS “ . « R-d°„ " U dkm von S!c^ Älfi® iWtom N d-° «4 s£ Ä N°S SI< £™*V° A-« W .Ittwottan °a erM cingfaSrj “«t.tale äienl i* ’rtt sindkt nicht statt, d: dtt hiesigen KreffnM der den mit Mehl p ’ "lhüwch abheben M de Mehl enhünbttt fit hi unmittelbarer M mehrfacher Mhungti Ml beS ®aui ikür »u don jnt| ’nWeKI)n Ni DbUCtÜoer2! UNd k t hnbehö^/w! ^bte^ ' -r eCÄ,r0?> r0?Wd iesigrn Aintsll^'?^ 7>»delt V"» »iuM* ^-r-, sefödrt S L'n« habet Ä Tten h«a ...... !u WH te'ÄS. ■#«S® -"-Ltz W. Tin ertahrevn r Fadrt! (SpeciM! zu erweitern. Unten vollen ihre Offerten toll - Ein gebildeter Mono sich in allen Kreisen jg ion einen Abgeordneten, und io der Ges-lllW dir Exped. dieses Me-. Station werden wltifi klemerteS Fensterglas k die Erped. d. Bl. ldtGießeii. öt. ktober. rann. id?Burkhardsfeldl! sser. nde in der Minv a am Sametaa J“ WM «««”" 1 bi§ 1. S!-«-min W * *** ein. »»»Hfl? , uni> Sjlll' vost W Das Besenreisig I aus unseren Abtheilungen des Districts „Höler" soll Montag den 27. Oetober, Nachmittags 2 Uhr, versteigert werden. Zusammenkunft auf der alten Gießener Straße bei dem Pflanzgärtchen. • Lich, am 22. October 1884. Fürstliche Oberförsterei Llch. Wimmenauer. 6977 Dienstag den 4. November, Vormittags 11 Uhr, sollen auf dahiesigem Ortsgerrcht bte Immobilien der Christian Löber III. Wwe. ^lur XXVU/166,ez, 725 Mir- Grabgarten am Brennofen, stößt auf die Wiesen, XXVII/166,66, 400 Mtr. Hofraithe, Wohnhaus, Nebenhaus, Fabrik, daselbst meistbietend versteigert werden- Gießen, den 27. September 1884. Großherzogliches Ortsgericht. 6321______________Müller._________ Cigarren- Versteigerung. Montag den 27. d. Mts., Nachmittags 2 Nhr, werden im Frankfurter Hofe dahier im Auftrage der Firma C. Hs H. Günther in Nordhausen ca. 20,000 Cigarren gegen Baarzahlung versteigert. Die Versteigerung findet bestimmt statt. Gießen, am 23. Oct. 1884. Greissler, 6998 Gr. Gerichtsvollzieher. Samstag den 6. Derembrr, Vormittags 11 Uhr, fallen auf dahiesigem Ortsgericht die Immobilien des Konrad Beppler Flur 1/1194 12 Meter Hofraum Miststätte in der Neustadt, „ 1/1198 44 Meter Hofraum mit Stall daselbst, „ 1/1200 44 Meter Hofraithe daselbst, „ XVI/162—163 831 Meter Acker auf der Hohleiche, „ XXX/30 1338 Meter Acker in den Rödern, „ XXXII/155—156 969 Meter Acker am Altenfeld meistbietend versteigert werden. Gießen, den 24. October 1884. 7030 Großh. Ortsgericht. Müller. Montag den 27. Moder, Nachmittags 2 Uhr,' werden Grünbergerstraße 12 nachverzeichnete Gegenstände versteigert: Sopha's, Kommode, Spiegel, Kleiderschrünke, 1 Chiffoniere, 1 Regulateur, 1 Pendule, Bettstellen mit Sprungfeder-Einlage, sehr gute Federbetten, Roßhaarmatratzen und sonstige Gegenstände. NB. Sämmtliche Gegenstände sind sehr gut erhalten. 7001 Jeilgeöoienes. Von Brikett9» der Braunkohlengrube und Brikett- fabrik Friedrich halte ich stets Lager und werden dieselben in jedem beliebigen Quantum zu reellem Preise ins Haus geliefert. 7016 August Kröll. Verkaufe auserlesene Salatkartöffelchen, oder zum Rösten. Philipp Müller, 7024 Möbeltransporteur, Lowengaste. Schönes Weißkraut ^O-wÄm^Helfrich, Marbmgkrstr. 22, Allgemeiner Anzeiger. Montag den 27. October, Abends 8 Uhr, beginnt die Fortbildungsschule ihren Unterricht in diesem Winterhalbjahr. Zum Besuch derselben sind alle diejenigen jungen Leute verpflichtet, die in den letzten drei Jahren aus der Volksschule entlassen worden sind. Die Prüfung und Einthellung in Klaffen erfolgt für die Vierzehnjährigen in dem Lokal der V. Klaffe im Schulhaus in der Schulstraße, für die Fünfzehnjährigen in dem Lokal der III. Klasse im Schulhaus am Asterweg und für die Sechzehnjährigen im Lokal der II. Klaffe im Schulhaus in der Schulstraße. Sämmtliche Schüler wollen sich für diesen Zweck mit Federn und Papier versehen. Etwaige Gesuche um Dispensation vom Unterricht sind rechtzeitig bei Großherzoglicher Kreis-Schulcommission Gießen einzureichen. Wir ersuchen nunmehr die Meister, Lehrherren und Arbeitgeber, die gesetzlich verpflichtet sind, ihren Lehrlingen und Arbeitern die zum Besuch der Schule nothwendige Zeit einzuräumen, diese auf die Wichtigkeit des Unterrichts in der Fortbildungsschule aufmerksam zu machen und sie zu einem pünktlichen und regelmäßigen Besuch derselben anzuhalten, weil nur alsdann etwas Er- prießliches geleistet werden kann. Gießen, den 23. October 1884. 7039 Mr den Schulvorstand Gießen: A. Bramm, Bürgermeister. Vigettus, Director. Cokes. Gegenwärtiger Preis in der Gassabrik: Stückcokes .........Mk. -.95 pr. 6tr-, Nußcokes für Stubenheizung, zerkleinert „ 105 „ „ Der Transport an das Haus erfolgt von der Gasfabrik aus bei Abnahme von mindestens 5 Gentner, von Herrn Gmil Pistor auch in kleineren Quantitäten. 7025 Attsrerktiwf einer großen Parthie Wollwaaren, als: Tücher, Caputzen, Unterröcfe, Herren-, Damen- und Kinderwesten rc. rc. zu bedeutend ermäßigten Preisen. Winterhandfchuhe, Corsetten, Schürzen, Krsufen und Schleier in großer Auswahl. 7032 Julius Schulze, Soimenstrahe 20. Geschäfts-Eröffnung. Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich 7020 Heuen weg 33 eine Schwememctzgcrei errichtet habe. Durch Bereitung nur guter und bester Waare werde ich mir das Vertrauen meiner geehrten Abnehmer zu erwerben suchen. Job. Margraf, Schweinemetzger. IQOQQOOI Butter Am 3. November 1884 Ziehung der in der Serie gezogenen sicher gewinnenden I K. K. Oesterreichifchen st. 300 Loose. Hauptgewinne st. ö. W- 300000, 50000,25000 rc. (50 höhere Gewinne). Niedrigster Gewinn fl. 600. Loose hierzu ä Jü 2300, u- exclus. niedr. Gewinn ä Jfc 1300, Vz ä . Aufgtft Gießen Gießen, Berlin, 22 des Herzogs von G den Senaten der f: Wir, Ern und Lüneburg, flön berland rc. rc. thm Demnach hat, Unseres Ml Herzogs unö Herri Liebden am heutiger Nachsolge in der 9 Mgen ift und lras AaMMig'LW Md Unw nen ihm Wurö schweig in Besitz r Wir werden des deutschen Reic bei Unserem sürstl schaftsoronung vor ihren Bestimmung Aste Diener Dienststellen. Von allen U: und Liebe zugethar Dagegen ver gung stets im Aug Wegen der । demnächst verordnen Urkundlich 11) m. ^geben Gm Vier und Achtzig. $taunfd)ti »eReichsregierung Genuesen und d lMr, ß lvm SU: L'-E,'. d-s Jl^tte d!kse,?.^'lnabwe