Freitag den 25. April 1864 Nr. 96 Erscheint tägttch mit Ausnahme des MonLagS. V«reattr Schulstraße 7. Bekanntmachung Gemäß Art- 85 der Kreis- und Prooinzialordnung wird hierdurch zur Lffentlichen Kenntniß gebracht, daß von den Kreistagen der Provinz Mitgliedern des Proviuzialtages gewählt bezw. wiedergewählt worden sind: P*A $ 1 W 7/-: < 9. 10. 11. 12. PreiK vierteliährlrch 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohr^ Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. 1. Freiherr Adalbert von Nordeck zur Rabenau in Friedelhausen. 2. Rechtsanwalt Dr. Gutfleisch in Gießen. 3. Landgerichtsrath Holzapfel daselbst. 4. Wilhelm Engel II. in Homberg a. d. Ohm. 5. Werner Ramspeck jr. in Alsfeld. (*). Freiherr Georg v. Riedesel za Eisenbach auf Altenburg. 7. Fürst Bruno von Isenburg-Büdingen, Durchlaucht zu Büdingen. Gießen, am 15. April 1884. schwer gefährdeten Wiener Marktes verlangt. Das Verfahren der Regierung kritisirte besonders scharf Gemeinderath Dr. Meyer, welcher u. A. ausführte, daß keine andere Regierung eine ähnliche Marktordnung erlassen haben würde. Kein Gemeinderath könne es ruhig mit ansehen, daß ein Markt, der 2y2 Mill. Gulden gekostet, seines Verkehrs beraubt werde. Die Eröffnung der Arlberg- Bahn bringe für Wien eine große Gefahr mit sich; was solle dann aus der Residenz werden? — Ob indessen die Regierung des Grafen Taaffe dem erwähnten Anträge Folge geben wird, ist zur Zeit noch sehr fraglich. —. Das Todesuriheil gegen Karl Schenk ist auf dem Wege der kaiserlichen Gnade in lebenslängliche Kerkerstrafe umgewandelt morden; dagegen sah sich der Kaiser nicht veranlaßt, von seinem Begnadigungsrechte gegen Hugo Schenk und Karl Schlossarek Gebrauch zu machen und hat die Hinrichtung derselben am Dienstag früh im Hofe des Wiener Landgerichtes stattgefunden. Die politische Welt wird nunmehr wieder einmal das merkwürdige Schauspiel einer Conferenz der Großmächte genießen. Bereits lind an dieselben von der englischen Negierung Einladungen zur Theilnahme an einer Conferenz ergangen, die in London zusammentreten und über die Regelung der flnanziellen Verhältnisse Egyptens berathen soll. Mr. Baring, der englische Generalkonsul in Kairo, ist nach London berufen worden, zunächst, um an der Conferenz theil- zunehmen und den Mächten Aufschluß über den Stand der sinanziellen Frage in Egypten zu geben. Ohne Zweifel wird sich Mr. Baring aber auch über den Stand der Dinge im Sudan mit seiner Regierung zu berathen haben, denn die Katastrophe der Einnahme Khartums durch die Rebellen scheint mehr und mehr nur eine Frage der nächsten Zeit zu sein und daß ein solches Ereigniß das englische Prestige im gesammten Orient tief erschüttern müßte, darüber ist man sich allgemach auch in den Lndoner Regierungskreisen klar geworden. Recht bezeichnend für die Situation General Gordon's ist eine Depesche desselben an Samuel Baker, in welcher Gordon davon spricht, einen Appell an englische und amerikanische Kapitalisten zur Erlangung von 200,000 Pfund Sterling zu richten, um vielleicht den Suktan mit Hülfe dieser Summe zu bestimmen, 2000 bis 3000 Nizam-Truppen nach Berber und Khartum zu schicken. Also selbst Gordon scheint mit der Möglichkeit zu rechnen, daß er von seiner eigenen Regierung keine Unterstützung zu erwarten hat, und daß er sich deshalb an den Sultan wenden will. Ist dies nicht höchst beschämend für Mr. Gladstone und seine egyptische Politik? Die am Sonntag stattgesundenen Nachwahlen zur italienischen Deputirtenkammer haben das für das Ministerium de Pretis erfreuliche Resultat gehabt, daß sämmtliche ministerielle Canoidaten gewählt worden sind. Die Pforte kommt aus verschiedenen kleinen Verlegenheiten gar nichts mehr heraus. Die Streitigkeiten mit dem bisherigen griechischen Patriarchen in Konstantinopel sind durch dessen Demission allerdings beigelegt worden, dagegen zieht sich die ostrumelische Angelegenheit immer mehr in die Länge. SDte Mächte haben in Folge des Berliner Vertrages bei der jedesmaligen Ernennung des General-Gouverneurs von Ost-Rumelien mitzureden und die Pforte muß deshalb bei jeder Großmacht anfragen, ob ihr die zu diesem Posten vorgeschlagene Persönlichkeit angenehm ist. Rußland nun will weder von dem jetzigen General-Gouverneur, dem Fürsten Vogorides, dessen Bestallung demnächst ab- läust, noch von seinem Vorgänger Aleko Pascha etwas wissen und ist man deshalb in Konstantinopel zu langwierigen Verhandlungen mit dem Petersburger Cabinet genöthigt. Auch die Stimmung auf der Insel Kreta soll fortdauernd noch zu Bedenken Anlaß geben. In den Vereinigten Staaten von Nord-Amerika ist die Agitation für die nächsten Präsidentenwahlen im vollen Gange. Dieselbe treibt so wunderliche Blüthen, wie dies eben nur bei einem Wahlkampfe in der Union i Zimmer zu Arche 36._ verunetheii. ltersweg 6i._ Der Vorsitzende des Provinzialtages der Provinz Oberhessen. Dr. Boekmann. Politische Ueberficht. Gießen- 24. April. In dieser Woche haben die parlamentarischen Körperschaften verschiedener Länder ihre durch die Osterpause unterbrochene legislative Thätigkeit wieder ausgenommen. Außer dem deutschen Reichstage und dem preußischen Abgeordnetenhause haben sich zur Stunde wieder versammelt das englische Parlament, der ungarische Reichstag und die italienische Deputirtenkammer; auch das österreichische Abgeordnetenhaus nimmt am Freitag seine Sitzungen von Neuem auf. Der deutsche Reichstag und das preußische Abgeordnetenhaus haben an demselben Tage, am Dienstag, ihre Verhandlungen fortgesetzt, zunächst mit Gegenständen mehr untergeordneter Bedeutung. In einem Punkte wird die Thätigkeit beider Parlaments sich berühren und in einen gewissen Zusammenhang treten, nämlich betreffs des für Mittwoch den 30. April angekünoigten Antrages Dr. Windthorst's im preußischen Abgeordnetenhause wegen organischer Revision der kirchenpolitischen Gesetzgebung. Man nimmt wohl nicht mit Unrecht an, daß die Haltung der Negierung gegenüber dem Windthorst'schen Anträge die Stellung der CentrumSpartei im Reichslage zum Socialistengesetz nicht unwesentlich beeinflussen werde und soll Oie Entscheidung in dieser Frage ebenfalls gegen Ende nächster Woche erfolgen. Die Anträge, welche Herr Windthorst hierüber in der Socialistengesetz-Commission gestellt hat, scheinen aber die Annahme zu rechtfertigen, daß das Centrum der Verlänge- runo des Socialistengesetzes nur unter gewissen mildernden Abänderungen zustimmen werde. Herr Windthorst wünscht eine Beschränkung der bezüglich joeialdemokraüscher Versammlungen und des Erscheinens socialdemokratischer Periodischer Druckschriften bestehenden Verbote und die Aufhebung des „kleinen Belagerungszustandes", mit Ausnahme von Berlin und Umgebung. Außerdem schlägt der Centrumsführer die Aushebung des gegenwärtigen Socialistengesetzes und dafür die Verschärfung der im Strafgesetzbuche enthaltenen Bestimmungen gegen die socialdemokratischen und ihnen verwandten Bestrebungen vor. Die durch die vorgeschlagene Verlängerung des Socialistengesetzes geschaffene Situation ist in Folge dieser Anträge nur noch verwickelter geworden und erscheint somit der Ausgang der ganzen Angelegenheit ungewisser als je. In der Frage des Staatsrathes ist noch kein neues Moment zu verzeichnen, indessen deuten die abermaligen Audienzen, welche der Reichskanzler Anfangs dieser Woche beim Kaiser wie beim Kronprinzen hatte, darauf hin, daß dieser Gegenstand fortgesetzt eingehenden Erörterungen an leitender Stelle unterliegt. Die anläßlich des 25jährigen Jubiläums des Erzherzogs Albrecht von Oesterreich als Inhaber des zweiten ostpreußischen Grenadier- Regiments Nr. 3 nach Wien entsendete Deputation des genannten Regiments wurde am Sonntag vom Kaiser und darauf auch vom Erzherzog Albrecht empfangen. Letzterem überbrachte die Deputation die Glückwünsche des Osficier- Corps und überreichte ein photogravhisches Gruppenbild des gesammten Regiments. Der erlauchte Regiments-Chef dankte für diese Ovation und bemerkte, er sei stolz darauf, Inhaber eines Regiments zu sein, das auf eine so ruhmreiche Vergangenheit zurückblicken könne. Eingehend erkundigte sich sodann der Erzherzog nach den Verhältnissen des Regiments und entließ schließlich die Deputation mit herzlichen Worten; dieselbe hatte noch die Ehre, zu einem am gleichen Tage beim Erzherzog Albrecht stattfindenden Galadiner hinzugezogen zu werden. Der nun begrabene Preßburger Viehmarkts-Conflict hat in einer der letzten Sitzungen des Wiener Gemeinderathes ein erregtes Nachspiel gesunden. Nach zweitägigen Redekämpfen wurde mit 78 gegen 13 Stimmen «in Sectionsantrag angenommen, welcher von der Regierung die Zurücknahme einiger Bestimmungen der von ihr erlassenen Marktordnung im Interesse des In Gemäßheit des § 9 des Gesetzes vom 13. Februar 1875 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden werden hiermit nachsteheu-E Durchschnittsmarktpreise vom Monat März 1884 veröffentlicht: Hafer X 15.80, Heu 6.40, Stroh 6.40 per 100 Kilogramm. Gießen, den 23, April 1884. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. Oekonom Friedrich Keil in Melbach. Rechtsanwalt Jöckel in Friedberg. Fabrikant Wilhelm Wenzel in Lauterbach. Bürgermeister Schmalbach in Crainfeld. 14. Bürgermeister Fendt in Schotten. 8. Hüttenbesitzer Georg Buderus in Hirzenhain. Fabrikant Karl Trapp in Friedberg. s» wf SH sofort ju.w , Neuen-M it zu vermieihlk mschen Hosy nber Stube, M nd Logis, M ort u. April in vig Lang, MltergL ohne Logis in -tohr Awt„ ohne Wohnung ulittSA^ a-tn mit KO ^DoclcrH UNg Ulti NtI$ berb.3> AchtWuB zeigen. schloß W ifenttii; gss l^weg io 5^55 mmern ncu . Hwterhous Riuilie. ' lurUi^ SÄ*» Ne§ Lvgii 1 verinicthkii. '’flerrocg 7. ist der in n nebst alles,' 1 kann sogleich ben M chönmöblirte er> sowie ein L§veb. d. Bl. in,eT zu ver- i*6e_U_ bmingänrch u» Kabimt Ngen Herrn. -Straße 33. unter zu ver- uitabt 57 F. logis zu orr? ^Schloßgassk. s Zimmer zu ß, parterre. 1 Professor Haus an : ganz oder li 1884 bc- ctri ¥. 'Vorkommen kann. So verspricht z. B. der republikanische Candidat, Mr. Blaine, der verhältnißmäßig die meisten Aussichten hat, Präsident zu werden, für den Anschluß Kanadas an die Union zu wirken; Letzteres dürste einstweilen aller» dings nur ein frommer Wunsch bleiben.___________ Darmstadt, 23. April. Jhre^öniA. und Großh. Hoheiten Prinzessin Beatrice von Großbritannien und Prinzessin Elisabeth von Heffen beehrten gestern (Dienstag. Nachmittag) die hiesige Aliceschule mit längerer Besichtigung und äußerlen den anwesenden Vorstands-Mitgliedern und Lehrerinnen huldvollst Ihre hohe Befriedigung über die hellen weiten Schulräume, die geschmackvolle Ausführung einiger Arbeiten früherer Schülerinnen und die Methode des Unterrichts, dessen Sommercourse mit 158 Schülerinnen heute Vormittag begonnen hatten. — Se. Hoheit der Fürst von Bulgarien trifft den 29. d. Mts. hier ein zur Theilnahme an der bevorstehenden VermählungSseier. ________________ Telegraphische Depeschen. Wslff'S teLegr. «orres-ondsrrr-Brrrearr. Berlin, 23. April. Der Reichstag verwies heute den Antrag des Abgeordneten Büchtemann, betreffend die Pension für tm RetchSdtenst beschädigte Ctvilpersoneu, an eine Commission von 21 Mitgliedern. Der Abgeordnete v. Köller billigte die Lendendes Antrag«, fügte aber hinzu, daß die Liberalen wenn sie eS mit der Versorgung der Beamten ernst meinten, nicht daS vorjährige Retchsbeamtcngesetz hätten zu Falle bringen sollen. Der KrtegLmtntster Bronsart von Schellendorf wteS dem Abgeordneten Richter gegenüber nach, daß in dem von diesem erwähnten Falle der Erschießung eines Arbeiters in der Haseuhaide durch einen M-lttärposten d.e Militärverwaltung correct gehandelt habe. Die Commission für den Gesetzentwurf über den Feingehalt der Gold- und Silberwaaren begann heute die Generaldtskussion. Der Referent, Abg. Karsten, berichtete über die cingegangeneu Petionen und erklärte, daß ihm persönlich die Annahme des Gesetzes unmöglich sei. Der Cocreferent, Abg. Perrot, sprach sich dafür aus, daß entweder die Stempelberechtigung auf geringere Feingehalte auszudehnen oder die Stempelpflicht auf schwerere Gold« uud Stlbergeräihe zu beschränken sei. Der Re- gierungS Commissar suchte mehrere Angaben in den Petitionen und der Gegner der Vorlage zu widerlegen. Die Fortsetzung der Berathung soll morgen stattfinden. -r- Ein dem BuudeSrathe zugegangener Gesetzentwurf ermächtigt den Reichskanzler, die Einrichtung und Erhaltung einer regelmäßigen Postdampfer - Verbindung zwischen Hamburg, Bremen und Ostasten (Hauptttnte zwischen Hamburg, Bremerhaven und Hongkong über Rotterdam, beziehentlich Antwerpen, Neapel, Port Said, Suez, Aden, Colombo und Stngapore, Zwetgltnie zwischen Hongkong, Aokohama über Shanghai, Nangasaki, Korea), sowie zwischen Hamburg, Bremen und Australien (Hauptlinte Zwischen Hamburg, Bremerhaven und Sydney über Neapel, Port Said, Suez. Aden, King Georges Sound, Adelaide und Melbourne, Zwetgltnie: von Sydmy über Auckland, Tonga, Samoa und Brisbane zurück nach Sydney) auf 15 Jahre an geeignete Prtoatunternehmungen zu übertragen und in den bezüglichen Verträgen Bet- hülfen dis höchsten- vier Millionen Mark jährlich aus ReichSmttteln zu bewilligen. Bukarest, 23. Avril. Der Fürst von Bulgarien, der heute incogntto von Rust- schuk nach Bukarest kam, nahm bet dem König und der Königin daS Dejeuner ein und kehrte darauf nach Ruftschuk zurück. Zu der Truppenrevue, welche zu Ehren deS Kronprinzen und der Kronprinzessin von Oesterreich am SamStag statifinden soll, werden 2 Bataillone Jäger, 16 Bataillone Infanterie und 2 Bataillone Geniesoldaten, ferner 16 Schwadronen uud 72 Geschütze nebst den Ambulanz-Secttonen und den Mtlitärschulen auSrücken. — Oberst Lahovary vom großem Gcneralstabe geht als Militärattache der rumänischen Gesandtschaft nach Berlin. London, 23. April Der „Standard" meldet aus Kairo von gestern, der Conseilpräsident Nubar Pascha erkläre auf das Bestimmteste, nicht im Amte bleiben zu wollen, wenn nicht Berber sofort Hülfe gesendet werde. General Wood treffe deshalb eilige Vorbereitungen zur Absendung von Truppen, die in etwa einer Woche aufbrechen durften, falls nicht Seitens der englischen Regierung eine gegenteilige Anordnung erfolge. — Ein Telegramm des „Daily Telegraph" aus Kairo von gestern meldet das Gerücht, daß Berber bereits in die Hande der Ausständischen gefallen fei. — Ein „Neuter'sches" Telegramm aus Shanghai von heute meldet, der Vicekönig von Junnan sei in Hangsoa plötzlich gestorben, man vermuthe, er habe sich selbst entleibt. — Die „Pall Mall Gazette" erfährt von gut unterrichteter Seite, daß der Gouverneur von Berber wohl in der Lage sei, sich zu halten, wenn ihm unverzüglich Hülse versprochen werde. Kairo, 23. April. Heute Vormittag sand im englischen Generalconsulctte eine Berathung statt, an welcher außer dem Gehülfen des Generalconsuls Ba- ring, Egerton, Nubar Pascha und General Wood theilnahmen; es wurde beschlossen, der englischen Regierung die Absendung eines gemischten, aus englischen und egyptijdjen Truppen bestehenden Expeditions-Corps nach Berber anzuempfehlen. Das Expeditions-Corps würde in etwa zwei Monaten in Berber eintreffen. Washington, 23. April. Gemäß dem jüngst von dem Senate in geheimer Sitzung gefaßten Beschluffe hat der Staatssecretär Freelinghuysen nunmehr die Flagge der Internationalen Afrikanischen Gesellschaft als eine der Regierung befreundete Flagge anerkannt.__________________ ~ ~ Loka l e S. Gießen, 24 April, lieber daS am Sonntag und Montag in Weuz el's Garten concertirende Künstlerquartett wird aus Stuttgart unterm 18. April berichtet: Gestern Abend trat zum ersten Male hier das Ungarische Künstlerquartett auf und hatte sofort einen glänzenden Erfolg zu constatiren, denn die Zuhörer folgten den Productionen der vier Künstler in der kleidsamen Nationaltracht mit großer Spannung und begleiteten deren Leistungen mit dem lebhaftestem Beifall. Dieselben find in der That auch staunenerregend. Jeder der vier Mitwirkenden, zwei Violinisten, ein Cellist und ein Cirnbalist, ist ein Künstler auf seinem Instrument und gab Sol; -zum Besten, bei welchen es schwer war zu sagen, wem der Vorzug gebühre. Das Solo auf dem Cimbal machte ganz besonderen Effect. D e r m isch Fe l Darmstadt, 22. April. sRaffinirter Schwindels Gestern wurde daS hiesige Telegraphenamt das Opfer einer rasfinirten Schwindelei. Auf der Postagentur Mörfelden erschien nämlich ein junger Mann, der sich als Leitungsbeamter zu erkennen gab und längere Zeit an dem Apparat zu schaffen machte. Er gab, wie es sich nachträglich herauSgestellt, eine Geldanweisung über 260 JL auf, die an die Adresse einer hiesigen Wtrthin auszuzahlen sei. Die Auszahlung erfolgte auch anstandslos und erschien ein angeblich legitimirter junger Mann in genannter Wirthschaft, der das Geld In Empfang nahm. ES war ein früherer Postbeamter Namens Horst, der wegen Unterschlagung eine« Geldbriefes in Untersuchung stand, aber schließlich als angeblich geisteskrank außer Verfolgung gesetzt und einfach entlassen wurde. Inzwischen kamen »em Postagenten doch Bedenken über die Qualität des angeblichen Leitungsbeamten, -er telegrapbirt hierher und erfuhr, daß sich ein solcher Beamter nicht auf der Strecke befinde. Gleichzeitig frug das hiesige Telegraphenamt an, wie eS sich mit der telegraphischen Einzahlung verhalte, worauf der Schwindel an den Tag kam. Der Versuch, daS Geld in der betreffenden Wirthschaft wieder zu erheben, kam zu spät. Als man 'NM Abend den frechen Schwindler hier, wo er in SauS und Braus gelebt, verhaftete, war daS Geld bis auf 120 A vergeudet. Aachen, 22. April. Vorgestern hat sich ein Hierselbst als Kurgast verweilender PortepLc-Fähnrich des 116. Infanterie-Regiments in einem Gasthofe erschossen. (K. Z ) Wien, 23. April. Heute Mittag übergab ein Lohndiener tm Präsidialbureau deS Gemeinderathes ein Packet mit der Ueberschrtft „©olbrente per 100,000 fl. an Bürgermeister Uhl"; in dem Packet befanden sich 100,000 fl. Goldrente und eine anonyme Zuschrift, daß die Goldrente zu einer Stiftung für Wien bestimmt sei, welche dem Ermessen der Bürgermeister überlassen bleibt, ein noch beiliegender versiegelter Brief dürfe erst im Jahre 1890 eröffnet werden, außer der Einsender würbe mittlerweile andere Verfügung treffen. Wien, 22. April. Heute früh fand die Hinrichtung Hugo Schcnk's und Schlossarek's im Hofe des LandgerichtSgebüudes statt. Beide Delinquenten empfingen gestern die Sterbesacramente. Schlossarek nahm Abschied von seiner Frau und seinem vier Monate alten Kinde; die Nacht durchwachten beide. Schenk schrieb immerfort Briefe. Im Hofe, wo 200 Zuschauer anwesend waren, waren zwei Galgen derart auf- gerichtet, daß ein Delinquent den andern nicht sehen konnte. Um 7 Uhr wurde Schlossarek vorgeführt; er war gebrochen und ging mühevoll die wenigen Schritte, weinte und taumelte beim Anblick des Galgens. Als die Henkersknechte an ihm die nöthigen Vorbereitungen trafen, schrie er mit durchdringender Stimme: „Verzeiht mir, liebe Christen, Gott verzeihe mir meine schweren Sünden, nimm meine Frau in Schutz, ich bin verflucht auf Erden!" Der Geistliche sprach ihm Trost zu. Der Tod trat nach 7 Minuten 45 Secuuden ein. Zwei Minuten später wurde Hugo Schenk vorgeführt. Er war leichenblaß, seine Haltung aufrecht, ein verzerrtes Lächeln umspielte feine Lippen. Er schaute festen Blicke« den Galgen an, sprach leise mit dem Geistlichen und sagte zum Scharfrichter: „Bringen Sie einen letzten Gruß meiner armen Frau." Bei thrn trat der Tod nach kaum drei Minuten em. Der Geistliche hielt eine Ansprache und damit war der Akt nach 20 Minuten beendigt. — Hugo Schenk schrieb in letzter Zett viele Gedichte; in einem apostrophirt er den Kaiser, er möge Josefa Eder begnadigen. — [Der Fürst der Unterwelt) In einem holländischen Blatte finden wir folgende Anekdote von der Ausstellung in Kalkutta. Auf derselben war ein Bild ausgestellt, welches den indischen Gott Bali, den „Fürsten der Unterwelt" schilderte. Einer der Mitarbeiter am Cataloge glaubte diesen Ausdruck nicht besser englisch wieder- geben zu können, als durch «King of the Netherlands“, und so blieb der furchtbare Bali so lange als „König der Niederlande" stehen, bis Professor Monier Williams in Kalkutta diese „Beleidigung einer befreundeten Macht" bemerkte und dte Unterschrift i« „King of the Netherworld“ ändern ließ. — Die vielen Bülow-Geschichten der letzten Zeit haben neuerdings wieder, wie wir der „Magd. Ztg." entnehmen, eine Bereicherung erfahren in einem Vorkommmß, durch welches der mehr als originelle Künstler bet einem am Geburtstage des Herzogs zu Meiningen stattgefundenen Früh Concert die Hörer und Zuschauer erschreckte. Nachdem in dem erwähnten Concerte verschiedene interessante und werihvolle Werke gespielt waren, trat Herr v Bülow vor und sagte, daß, obwohl die Zeit des Carncvals vorüber sei, er das Publikum doch durch die Aufführung eines Stückes, welches sie in die Faschingszeit zurückversetzen würde, erfreuen wolle, und zwar durch den Vortrag des Carneyal romain von Berlioz, jedoch bedürfe es dam noch einiger Vorbereitungen. Nach diesen mit Applaus aufgenommenen Worten holte Herr von Bülow seinen U-b-rzieher herbei, schlug diesen um seine Schultern und setzte fich eine Matzkennase von Papier- mache auf, verneigte sich derartig maskirt vor dem Publikum und dirigtrte so die Ouvertüre. — [Die Bandwurmfalle ] Die „Wr. Med. Bl." bringen nach einem amerikani- Nischen medicinischen Fachblatte folgende Blüthe überseeischen Erfindungsgeistes: „Bandwurmfalle. Eine kleine goldene, an einem langen Schnürchen befestigte Kapsel, in deren Deckel die Lockspeise l egt, wird vom Patienten geschluckt. Zu gelegener Zeit spaziert der Bandwurm durch die Oeffnung und wird im Innern der Kapsel mittelst eines FedermechaniSmus von einigen Zahnen ongespießt, welche ihm das verdiente Schicksal bereiten. Die den Kopf des Verbrechers enthaltene Kapsel wird sodann an dem zum Munde berauShängenden Schnürchen hrrausgezogen. Der geniale Erfinder heißt Med. Dr. Alphons MeyerS von Longankport, Indiana und feine Erfindung wurde unter Nr. 11942 patcnttrt! Die Erfindung wäre noch durch ein elektrisches Läutewerk zu vervollständigen, welches daS Eindringen des Bandwurms anzeigen würde." . . . Jst's auch Wahnsinn, so hat eS doch Methode. — [114 Mörder auf der Anklagebank.) AuS Palermo wird gemeldet: Arre 15. April 1883 begleitete der Bürgermeister deS unweit von hier gelegenen Städtchens Bagharia, Antonio Scordato, in später Nachtstunde einige Freunde zur nahen Bahn- Ration. Beim Passiren eines kleinen Wäldchens fielen plötzlich mehrere Schüsse und drei Personen aus dem Gefolge des Bürgermeisters stürzten tobt nieder. Als dieser Blutthat verdächtig wurden später vier Personen deS genannten Städtchens verhaftet. Dieselben legten auch bald ein volle« Geständniß ab. Nach ihren Aussagen hatte fich in Bagharia eine geheime Mörder- und Räuberbande, welche bald 59 Mitglieder zählte, gebildet, die den Mord profesfionSmäßig betrieb, um sich davon zu ernähren. Dieselbe stellte gegen gute Bezahlung ihre Dolche auch solchen Personen zur Verfügung, die auS Rache oder sonst einem Motiv einen Menschen auS dem Leben schaffen wollten. AIS daS Geschäft florirte, wurde im Städtchen Licarazzt eine Filiale errietet, der 45 dortige Insassen angehörten. Binnen zwei Jahren mußten 30 Menschen unter den Händen dieser Mörder ihr Leben aushauchen. In den ersten Maitagm beginnt nur. vor dem Gerichtstribunal in Palermo der Proceß gegen diese große Mörderbande. — [Kräftige Umarmung.) Fern im Westen, sagt eine Newyorker Zeitung, lebt ein Menschenschlag, der sich seine ganze redende Urwüchsigkeit zu bewahren verstanden hat. Es ist herzerfrischend, das Leden und Treiben dieser, von der Civilisation noch nicht übertünchten Leute zu beobachten. Namentlich find es dte westlichen Liebespaare, die recht vorthetlhaft von denen des OstenS abstechen. Wenn man fich die Liebenden von Newyork betrachtet, wenn man steht, wie sie sich Herzen und küffen und umarmen, wendet man fich, unangenehm berührt, schleunigst ab. Den meisten Liebespaaren scheint hier daS jenen noch innewohnende Feuer zu fehlen. Die Mädchen stürzen sich im Osten nicht, Alles um sich her vergessend, in die Arme deS Geliebten; sie können das auch gar nicht, denn sie müffen immer auf ihrer Hut sein, damit ihr Kleid, daS keine Berührung verträgt, nicht beschädigt und die Farbe ihrer Lippe nickt weggeküßb wird. Wie ganz anders verfahren da die Damen in Dakota, die keine solche Rücksicht auf ihre Toilette zu nehmen brauchen. Um ein Bild von der Att und Weise zu geben, wie Liebende in Dakota sich umarmen, erzählen wir ein-'n Vorfall, der sich dieser Tage zutrug. Ein junges Mädchen trat im Dunkeln an dte Garttnthür, um ihren Geliebten zu erwarten und wurde sofort von einem Bären, der sie zu erdrücken beabsichtigte, umarmt. Sie hielt den Bären für den Herzallerliebsten, murmelte: „O, John, wie reizend Du bist!" und erwiderte seinen Druck so kräftig, daß ihm alle Knochen tm Leibe krachten und er fich sanft aus ihrer Umarmung befreite, um, wie ein Schulknabe erröthend, beschämt von bannen zu schleichen. Als kurz darauf der Geliebte wirklich kam, freate das Mädchen, weshalb er denn auf allen Vieren noch einmal weggelaufen wäre. Es folgte eine lange Aaseinandersetzung und das Mädchen erröthete aus Scham darüber, einen Fremden umarmt zu haben, während der Geliebte schwor, den Kerl zu tobten. Er holte e'ne Laterne, verfolgte die Spar beS Fremden und fand den Bären, den daS Mädchen für ihren theuern John gehalten hatte. Der Geliebte erröthete, das Mädchen und der Bär errötheten ebenfalls wieder und Alle fanden dte Verwechslung ganz begretfiich. Dieser Vorfall gibt ein Bild von der Kraft, mit welcher Mädchen in Dakota umarmt zu werden gewöhnt sind. ___________________________________ Kandel und Verkebr. Frankfurt, 23. April. Ans dem heutigen Markt kostete der Centuer Hcu «M. 3.20—3.70, Stroh 2.80—3.20, Eier das Hundert 4 30—5.70, Butter 1. Qualität «X 1.20, 2. Qualität 1.40, Kartoffeln per Centuer «A 2.00—2.25, Kohlrabi 40 -00 H pr. St, Erbsen 100 Kg. j 9.50—27.50 X, Rothkraut pr. St. 00—00 4, Poularden 0—0, Huhn 1.50—2.20, 1 Ente JÄ 3.00—4.00, 1 Taube 60—00 H, Hahn 1.70—2.00, Gans solche Rl>M Weise ju ßrten, r sich dieser Ai j u ihren GelledtiL1 len beabfichiisti' „0, 3oh f alle c ein MU Geliebte fMJJ mal BWOgJ *2®' SS? «■"“ft« ■00,Äte^ nte y- °n E ??*>* ^ schrieb tn 6e Fosesa Eder l,te ffnden wtr °Qt ein W sch'ldtt t M4 wt,to ““ luriitbit. ■u"f«ld)tllt I, '»1 »lebet, ol, 1 xortommni6, 8e des Herzoaz Deckte. Nm- e Werke gesp,ch Karnevals vor- riches sie in die en Vortrag deS Altungen. Ranen Ueb-rztehn 'l1 von Papier- dirlgtrte so bk 'M Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Die Erhebung der directen Steuern pro 1884/85 findet für Gießen vom 1. bis 20. f. MtS. (Vor- und Nachmittags) statt, wobei die neuen Gewerbspatente einzulösen sind. Großherzogliche Districts-Einnehmerei L ____________Walther. ____________ Immobilien-Verkauf. Mit Hinweis aus die in Nr. 54 dieses Blattes vom 4 März d. I. enthaltene ausführlichere Bekanntmachung, bringen wir wiederholt zur öffentlichen Kenntniß, daß die dem Großherzoglichen Hause —. Famllieneigenthum in der Gemarkung Bergheim, Kreis Büdingen, zugehörige Forsthofraithe Montag den 28 April d. I., Vormittags 11 Uhr, an Ort und Stelle öffentlich meistbietend verkauft wird. Ortenberg, am 29. Februar 1884. Grobherzogliche Oberförsterei Ortenberg. T h a l e r.1478 Urtheil. In der Krivatklagesache des Caspar Nau von Groß-Buseck, Klägers, gegen M o s e s W a l l e n st e i n daselbst, Verklagten, wegen Beleidigung hat das Großherzogliche Schöffengericht zu Gießen in seiner Sitzung vorn 7. April 1884 für Recht erkannt: Der Angeklagte Moses Wallenstein wird wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe von zehn Mark, eventuell zu drei Tagen Haft, und in die Kosten des Verfahrens einschließlich der dem Prioatkläger erwachsenen noth- wendigen Auslagen verurtheilt, und wird dern Privatkläger die Befugniß zuerkannt, den entscheidenden Theil des Urtheils ein- mal innerhalb acht Tagen, von Zustellung einer Abschrift an, im „Gießener Anzeiger" veröffentlichen zu dürfen. Gebhardt. F. d. A.: N e i d h a r t, Gerichtsschreiber. Im Austrag des Klägers: Dr. Schwarz, ___________Rechtsanwalt.______2914 HolzbcrMgenmg in den Waldungen der Stadt Laubach. Mittwoch den 30. April b. I., Morgens 10 Uhr anfangend, kommen in den Districten Gaulskopf und Buchwald zur Versteigerung: 650 Radel-Derbstangen, 4200 „ Reisstangen (zu Leiterbäumen, Bohnenstangen 2c. tauglich). Zusammenkunft auf der Sengesbrücke. Laubach, am 23. April 1884. Großh. Bürgermeisterei Laubach. ___________Joche m._______2907 Bekanntmachung. Die am 11. November 1883 (Martini) an die Fürstliche Renteikasse zuHohensolmsfällig gewesenen Holz- und Pachtgelder re. müssen bei Vermeidung gerichtlicher Schritte nunmehr längstens binnen 14 Tagen bezahlt werden. Zahltage sind Dienstag und Donnerstag. Hohensolms, nm 19. April 1884. Fürstlich Solmsische Rentei. Dörrn er. 2818 Freitag den 25. April, Vormittags 9 Uhr, toll im Schlachthaus des Herrn Metzger Germann Euler dahier eine frisch ab- geschlachtete streitige Ochsenhant meistbietend versteigert werden. Gießen, den 24. April 1834. 2922 Mütter, OrtSgerichtsmann- Eisenbahn-Din'rtions-Bmrk Hannover. Eisenbahn-Mnebsami Casiel (Main-Wesir-Dahn). Die GraS- und Kleeernte ans den Bahnböschungen der Strecke Gießen-Lang-Göns soll Freitag den 2. Mai er. auf 3 Jahre öffentlich verpachtet werden. Die Verpachtung beginnt Nachmittags 12V2 Uhr auf dem Bahnhofe Lang- Göns. Frankfurt a/M., 23. April 1884. Königliche Eisenbahn- Bau ________Inspektion. 2905 Freitag den 25 April 1. A, Nachmittags 2 Uhr, wird Schulstraße 10 die zur Philipp Nau'sche Coneursmasse gehörige Ladeneinrichtung mit Theke (gut geeignet für Manusacturwaaren), Decimal- und Schaalwage, Partie Cigarren, Düten und Strohpapier- Gewürzbehälter, 1 Hängelampe, 1 Schreibpultchen, 1 Kleides chrank, und ein Rest an Kurzwaaren gegen Baarzahlung versteigert. Gießen, den 19. April 1884. K. Klees, 2805 Coucursverwalter. Arbeitsversteigerung. Mittwoch den 30. d. M, Vormittags 11 Uhr, sollen auf dem Rathhaus zu Ettingshausen folgende Arbeiten öffentlich versteigert werden: 1. die Anfertigung von sechs Stück neuen Fensterfuttern mit Verkleidung, und 2913 2. desgleichen von sechs Stück neuen Fenstern in das II. Schullocal. Hungen, am 23. April 1884. Im Auftrag Großherzoglicher Bürgermeisterei Ettingshausen: Hein eck, Bezirksbauaufseher. Arbeitsversteigerung. Donnerstag den 1. Mai d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Freiherrlich von Rabenau- schen Oberförsterswohnung bei Kesselbach folgende Reparaturarbeiten in Accord gegeben werden: veranschl. zu 1. Maurerarbeit J4,. 40.— 2. Schreinerarbeit „ 64.50 3. Schlosserarbeit „ 32,50 4. Weißbinderarbeit „ 153.— 5. Dachdeckerarbeit „ 32.— Londorf, am 21. April 1884. Der Bauverwalter. 2883 U n g e r. 2 Iuder Kornstroh Futter- und Weizenstroh, verkauft 2909 Hch. Fritzel Ww., Reiskirchen. Kann auch Ccntnerweise abgegeben werden. J. P. Satm^ Bismcrrckstraße, nächste Bähe der Realschule und Gymnasium, Specialität: Schuiartikcl empfiehlt sich den Schülern beider Schulen unter Zusicherung aufmerksamstem und streng reeller Bedienung.2835 Arbeitsversteigerung. Dienstag den 29. d. M., Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem Rathhaus zu Langsdorf folgende Arbeiten öffentlich versteigert werden: 1. die Lieferung von 30 Cub -Mtr. I. Sorte Pflastersteinen, 2. die Lieferung von 30 Cub.-Mtr. Pflaftersand, 3. die Pflasterarbeit. Hungen, am 23. April 1884. Jm^Austrag Großherzoglicher Bürgermeisterei Langsdorf. 2911 _ H ej_n e ck, Bezirksbauaufseher. Arbeitsversteigenckg. Donnerstag den 1. Mai d. I., Nachmittags 3 Uhr, sollen nachstehende Arbeiten zur Gebäude -Unterhaltung der Freiherrn von Noroeck zur Rabenau dahier, bestehend: veranschl. zu 1. in Maurerarbeit 148 2. „ Dachdeckerarbeit 250 „ 3. „ Weißbinderarbeit 25 „ 4. „ Handarbeiten (Wegeunterhaltung 2C.) 37 „ bei unterzeichneter Stelle öffentlich in Accord gegeben werden. Londorf, am 21. April 1884. Der Bauverwalter. 2884 Unge r. Kommenden Monlsg den 28. April l. I, Nachmittags 2 Uhr, auf meinem Bureau, Bahnhofstraße 5, werde ick-1 Damenuhr mit goldener Halskette gegen Baarrahlung versteigern. Gießen, den 23. April 18-84. Engel, 2906 Gerichtsvollzieher. Aeikgeöotenes. 2931 Große ästige Erbsenreisee, 100 St. 90 empfiehlt 6. Hammel, Mühlg. 8. Gesangbücher in soliden Einbänden empfiehlt in reicher Auswahl 2910________PH. Lüdeking. Trauerhüte für Damen sind stets vorräthig bei 2930 Albert Bchreud. Die erste Sendung neue Matjes-Häringe ist ein getroffen. 2927 Carl Schwaab’s ________Delikatessenhandlung. Ein kräftiger Doppelponny 1- und 2 ipmutig gefahren, zu verkaufen. 2912 _Carl Hoffmann, Herborn. Kinderwagen in großer Auswahl empfiehlt Wilh. Kutzfchrad, 2845 Kaplansgasse.__ Korsetten deutsche und französische Fabrikate, Kinder-Corsettg empfiehlt in bekannter großer Auswahl Robert Haos, 1706 Selterswcg 59. 2935 Bei der am Dienstag den 22. April abgehaltenen Versteigerung deö Jnver^ars des hiefigen Geflügel-Vereins ist eine Anzahl TaubenKristge zurückbehalten worden. Es werden solche von Samstag dem 26. d. M an im Hofe des Herrn L. FrohnhäuBer, Mäueburg 7, zu billigem Preise abgegeben. Extrafeine Wiener Mac- eoroni, ächte italienische Maccaroni, extra feine Wiener Gemüse - Nudeln, Bordeaux-Pflaumen, Türkische und Bamberger Zwetschen, Americ.Apfel-- scheiben, selbstgetrocknete Apfelfpalten, pr. 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Gegenstand der Diskussion: Das Schwärmen der Bienen. Abgang dahier: Nachmittags 2 Uhr von der Restanration Delfing. Verein der nationalen». liberalen Partei. Nächsten Sonntag den 27. April, Nachm. 2l/2 Uhr präcis findet in der Restauration „Zur Bosenau“ (am Neuterweg) in Frankfurt a. M. eine statt. 2925 creme) 2926 2928 Verfahren nach neuester Methode» Meiner werthen Kundschaft zur Nachricht, dass ich unter Heutigem die alleinige Vertretung obiger Anstalt für Giessen und Umgegend erhielt. Es werden zum billigsten IPreise Gardinen in weiss und creme gewaschen, eingefasst, appretirt, überhaupt wieder wie neu hergestellt. Indem ich mich zur Annahme geschätzter Aufträge bestens empfohlen halte, zeichne Der Vorstand des Vereins der nationalen und liberalen Partei. Landesvcrfmmnlung Der Hessischen Fortschrittspartei Wir richten an die Mitglieder und Freunde unseres Vereins, sowie an Hochachtungsvoll J. Häuser, 58 Neuenweg 58 Hochachtungsvoll Ernst Blödner. Tapeten-, Teppich- u. Möbelstoff-Geschäft, 12 Bahnhofstrasse 12. Empfehlung. Einem geehrten hiesigen, sowie auswärtigen Publikum zur gefl. Nachricht, daß ich unterm Heutigen neben meiner Drechslerei und Stuhlmacherei ein JLadenyeschdfl in Sprcereiwaaren, Tabak, Cigarren, Cigarren- spitzen, Pfeifen und Stöcken eröffnet habe und halte mich in allen vorkommenden Artikeln bestens empfohlen. alle nationalliberalen Gesinnungsgenossen die dringende Aufforderung, sich an dieser Versammlung zu betheiligen. Gießen, den 24. April 1884. 1 Wasch- und Appretur-Anstalt Plauen nur für Gardinen (in weiss und creme) 2849 Zwei kl. freundliche Wohnungen mit oder ohne Möbel zu vermiethen. I. Lein, kleine Mühlgasse 3. 2852 Zwei neu hergerichtete möblirte Zimmer zu vermiethen bei Jul. Hoos, Markt 12. 2798 Mehrere möblirte Zimmer, zusammen oder getrennt, zu vermiethen. ____Lahnstraße 11. 2719 In der Frankfurterstraße Nr. 12 ist eine möblirte Stube mit Cabinet, pro Monat 15 Jf, und eine Stube ohne Cabinet, pro Monat 12 J6, für das nächste Semester zu vermiethen- Vermischte Anzeigen. 2936 Ein ordentliches Dienstmädchen gesucht.__Wo?_ sagt_die-Exped^ d^Bl.__ Ein in allen häuslichen Arbeiten, auch im Nähen, erfahrenes Mädchen sucht des Tags über in einer guten Haushaltung Beschäftigung. Dasselbe hat auch Liebe zu Kindern. Näheres zu erfragen in der Exped. d. Bl-__ Einen Drechsler und einen Stuhl- macher sucht auf sofort I. Häuser, Drechsler und Stuhlmacher, 2929______________Neuenweg._______ Leise Anfrage. Wo stehen die geschenkten Kammsteiue in Wiefeck? Mehrere Neugierige. Einer für Alle 2899 L. R. 2937 Es ist hier irgendwo ein guter wollener Shawl, grau und schwarz carriert, mit Franzen, liegen geblieben. 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Redaction: A- Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. M" br feiten de» R« ineuta#U fliroorben. M> Arbeit d-s M SessionS-Abschn' W!Mg f inneren I dreien und mir' Leilmise Milder bestehenden Verb versichert, bah längerung des E des ReWageSl so beschäftigte sic Hülsskassengesetz. Kassen die höh' muß, d^b das £ genügt, weiter stellen einzurichti Höhe des Jahre Artikel bis Art Bei der narnenl stellte sich die B rchMg der Vor - Das pteufeV nächst noch eb hieraus in erste Hamburger Bc und der Oeltz. hörige Nachtrag sicht über die Pro 1882/83 f Gegenstände er! Der Ne Frankfurter Ob Eintritt Dr. M erhalten haben, ist jedoch noch n Aus den oie bevorstehende li4e Drei-Kaisei nnch haben bert sagt, die sich led wb. Was die Ml anbelangt, Me, Whin fti MM Sohnes an unb ft , , Die Pi« noth tot Mj eine ( ‘tl«h neue 3 *t, b«6 bie orbming mitbet 6et Regierung S am M°nt Versammlung s 8lnfcmmig ^fe. B ? ^er r g 1* Scheusale in ilktzÄ" StQ, rsr- srs.