Samstag den 24. Mai Mr. 120. 1884 »ießener Anzeiger rg. tc Q 30o°oooo iV« C Utrsw«, 8 «een ?Mopfg_ ?,|l ^IMlWn 8ätl. -^EirrLeuenBaue ' * pr. sofort zu Wt; Lang, ^-§WrMterg.z) । ih-AK, ft r~-- an Hmn L Docters? en mit Wohnungsraumen 8 n oder einzeln vom l. £ |u vermietben. sabroiffe, RechtsauM nh^ti N^. * UUH,m hiesiger W ju vernnethen. Näheres k I» Blitz. 9 Tage. (Utn»(ab«*«16 »tulschen Md ;tTnS± l-öie Inzchm. i T-reinerlehrÜng sch Christ. T-opbach. WW& w kSonnenMrniM liparirenberiefa* billigst befolgt ooit 3. Wcitzenkorii, EchHrM 9, ri-LehrlingÄ chulkenntmffe» ß -sucht 60tt Linold Müller. ihk«S bli w SÄ’** w «Ä? SLSÄ-- r Schulstraße 7. Erscheint LÄtzSich mit Ausnahme de« MontagS. Preis vierteljährlich 2 Mart 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Deutschland. Berlin, 20. Mai. Das Befinden des Kaisers ist durchaus zufriedenstellend unb die ganze Reihe anderweitiger Gerüchte ohne thatsächlicken Holt- M't großem Interesse folgt derselbe den Berichten über die Feste am russischen Hose. Nach einer Anordnung deS Kaisers soll der Großfürst-Thronfolger a la suite des Kaiser,Alcxander- Garde-Grenadter-RegtmentS geführt werden, bissen Chef btkannilich sein Vater und sein Groß- und Urgroßvater waren. — Die Kaiserin von Rußland wird anläßlich ihres bevorstehenden Aufenthalts in Hesien der Kaiserin Augusta in Baden-Baden einen Besuch ab flotten und es unten bleibt deßhalb die Reise der Großherzogin von Baden nach Berlin, welche bekanntlich für den Fcll erfolgen sollte, daß die Kaiserin von Rußland einen längeren Aufenthalt in Berlin genommen hätte. — Die Mitglieder deS Landtags haben meist noch gestern Abend Berlin verlassen und sich in die Heimath zurückbegeben. Wie es heißt, wäre die Regierung entschlossen, die Jagdovdnung und das CommunalsteuergeskH, und zwar nach vorangehender Umarbeitung, m der nächsten Session wieder vorzulegen. Die Arbeiten der Steuercommission des Abgeordnetenhauses sollen doch nicht ganz verloren sein, sondern als Grundlage einer Umarbeitung benutzt werden. Mit der letzteren beabsichtigt man den neu zu belebenden Staatsrath zu betrauen. — Dem Bundesrath ist ein Gesetzentwurf für Elsaß - Lothringen zugegangen, -Drlcher anordnet, daß die Gemcinderälhe unter Mitwirkung der Höchftbesteuerten und mit Zustimmung des Bezirkstags für die Anlage und Unterhaltung der Gemeinde- Mdwege die Auferlegung eines vierten Frohntages beschließen können. — Die nordschleswigschen Reichstagsabgeordneten Johannsen und Lassen haben heute dem Cultusminister eine mit gegen 9000 Unterschriften versehene Petition überreicht, welche die Aufhebung der Instruction der köntgl. Regierung vom 9. März 1878 über Erthetlung von deutschem Unterricht an den nordschleswigschen Volksschulen betrifft und gleichfalls einen sorgfältigeren Unterricht im Damschen anzuordnen erbittet. Die Petition ist in deutscher und dänischer Sprache abgefaßi. — Der Kaiser nahm heute Vormittag Vorträge und zahlreiche militärische Meldungen entgegen, arbeitete mit dem Militärcabtnet und berieth am Nachmittag mit lern StaatSsecretär Grasen Hatzfeldt. — Der Botschafter Fürst Orlow und Fürst Dolgoruki, sowie das russische Bot- tchafispersonal sind der Kaiserin von Rußland, welche sich nach Schloß Rumpenheim bei Offenbach zu der Vermählung deS Erbprinzen von Anhalt mit der Prinzessin Elisabeth von Hessen begibt, bis Königsberg entgegengereist. An den HochzeitSfeier- lrchkeiten wollten u. a. noch theilnehmen die Könige von Dänemark und Griechenland, b .-r Großherzog von Mecklenburg-Strelitz, der Prinz von Wales, der Herzog von Nassau, riebst Gemahlinnen. Berlin, 21. Mai. Seine Majestät der Kaiser empfing heute Vorträge, ertheilte mehrere Audienzen und tonfertrte Nachmittags mit dem Minister Maybach. — Die „Prov.-Corr." bespricht die Ergebnisse der eben geschlossenen Landtags- sLssion und mißt dabei eine große Schuld daran, daß die Jagdordnung und die Vorlage über die Communalsteuer gescheitert und die Vorlage über die Einkommen- und Eapiialrentensteuer nicht einmal über die CommtssionSverhandlungen gekommen seien, 1-er immer weiter um sich greifenden Neigung bei, die Vorschläge der Regierung nach den Parteiftandpunkten umzugestalten. Durch eine solche unfruchtbare THStigkeit, so meint die „Prov -Corresp.", werde das Ansehen des Parlaments geschädigt. Jede Re- giterung werde eine einsichtige Kritik ihrer Vorlagen durch die Volksvertretung zu würdigen wissen wenn aber diese kritische Thätigkeit in dem Maße überhand nehme, Dvß die schöpferische Thät'gkeit mehr oder weniger in den Hintergrund gedrängt werde, donn entstehe die Gefahr, daß das Land das Vertrauen und das Interesse für die Mrlamentarischen Einrichtungen verliere. — Gegenüber der von der „Germania" aus Rom gebrachten Meldung, der Papst habe dem Gesandten v. Schlözer erklärt, die Kirche könne das Opfer der Demission des Grasen Ledochowski nur dann bringen, wenn Preußen das Gesetz über btc Vorbildung der Geistlichen revidtre, sagt die „Nordd. Allg. Zig.", daß, nach einer von unterrichteter Stelle erhaltenen Auskunft, der Papst in der mit Herrn v. Schlözer Wer die anderweitige Besetzung des Erzbisthums Posen gepflogenen Unterredung, von dar Revision des genannten Gesetzes gar nicht gesprochen habe. Nach anderen römischen Nachrichten solle der Papst durch die jesuitischen Einflüsterungen, daß die deutsche Presse iba verhöhne, weil sie In der Ernennung des Grafen Ledochowski zum Seccetär der Bittschriftencommtssion einen Sieg der preußischen Politik erblicke, verstimmt sein; ebenso sei der Papst über die Landtagsverhandlungen in Bezug auf die Interpellation des Abgeordneten von Jagdzewski in entstellender Meise berichtet worden; die Ab- fntigung, welche der Cultusminister einzelnen Rednern des Centrums ertheilte, habe tzuf den Papst verstimmend gewirkt; die polemisirenden Einflüsse ^machten sich wieder starker geltend. Hierzu bemerkt die „Nordd. Allg. Zig.", daß sie kein angesehenes Blatt kenne, welches den Papst in der angegebenen Weise verhöhnt habe, dagegen halten viele Blätter die Regierung wegen zu großer Nachgiebigkeit verspottet. Wenn die Regierung durch das Canossa-Geschrei und nicht durch sachliche Rücksichten auf bas Seelsorge- be dürsniß der preußischen Katholiken geleitet worden wäre, so würden heute noch sämmt- liche Pfarreien, die inzwischen besetzt sind, verwaist sein. Müuchen, 21. Mai. Hiesige liberale Blätter veröffentlichen einen von einer großen Anzahl Burger unterzeichneten Aufruf, welcher zur Bildung der bayerischen Reichspartei in München auffordert. Die Programmpunkte sind gleichlautend mit denjenigen des Augsburger Aufrufs. Stuttgart, 21. Mai. In dem Befinden des Königs ist eine erhebliche Besserung eingetreten, die Fieber-Erscheinungen sind geschwunden, so daß der König bei günstiger Witterung voraussichtlich schon in den nächsten Tagen das Ammer verlassen kann. Karlsruhe, 21. Mai. Die erste Kammer hat bei der heute fortgefetzten Berathung über die landwirthschaftliche Enquete sämmtliche Anträge, betr. bie Technik und die Oeconomie des Betriebes, sowie das Schulwesen, Kredit-, Zoll- und Tarifwesen, ingleichen das Steuerwesen (höhere Börsensteuer), die Jllistizpflege (Vorlegung eines Gesetzes im Sinne des Hannoverschen Höferechts), bie Verwaltung und das Versicherungswesen genehmigt. Gotha, 21. Mai. Der Landtag hat das Gesetz wegen Mißbrauchs de-s Vereins- und Versammlungsrechts auf die Zeit ver Geltung des Socialisten- gchtzes angenommen. Oesterreich. Wien, 21. Mai, Einer Meldung der „Polit, Corresp," aus Cettinje zufolge ist dem Fürsten von Montenegro, welcher mit großem Gefolge eine Bereisung der nördlichen und östlichen Districte Montenegros angetreten hat, in Podgoritza ein sympathischer Empfang bereitet worden. Bei dem Diner toastirte der Fürst auf den Sultan, seinen guten Freund, dessen Freundschaft er hochschätze, worauf der türkische Resident Djeva Effendi einen Toast auf das Wohl des Fürsten ausbrachte. AranLreich. Pari-, 21. Mai. Am Samstag gaben die in Paris anwesenden deutschen Socialisten ihrem Genossen Liebknecht in der Salle du Siocle, Avenue des Gobelins, ein Festessen, wobei Liebknecht eine Rede hielt, in der er wünschte, daß die Arbeiter den Chauvinismus bekämpfen und bei jeder Gelegenheit die friedlichen Absichten des deutschen Volkes betheuern möchten. Ein Franzose, Leclaire, sprach gleichfalls gegen den Krieg. Darauf folgten Gesänge und Tänze. Der Eintritt war gegen Zahlung von einem Francs Jedem gestattet. Die österreichischen Arbeiter hielten gestern Abend eine Versammlung, in welcher beschlossen wurde, daß gegen das Meeting der österreichischen Anarchisten vom 27. April öffentlicher Protest erhoben werden solle. England. London, 21. Mai. Die „Pall Mall Gazette" schreibt über bie beabsichtigte Expedition nach Khartum, dieselbe werbe Anfangs Herbst abgefanbt werben, falls Gordon nicht vorher ben Mahdi geschlagen und die Garnisonen errettet habe. In diesem Falle wäre die Expedition nicht nöthig. Wenn aber Gordon von dem Mahdi tnzwffchen geschlagen würbe unb sich alle Garnisonen ergäben, so werde die Exoedition wahrscheinlich nothwendig bleiben, um Kairo gegen den Mahdi, der bereits Oberegypten bedrohe, zu decken. Die Expedition werde aus wenigstens 10,000 Mann Truppen bestehen Die genannte Zeitung spricht ihr lebhaftes Bedauern aus, daß das (Sabine! nicht schon feit lange die Expedition nach dem Sudan beschlossen habe, da General Wolseley, der wahrscheinlich die Expedition befehligen werde, sich kämpfend seinen Weg durch die Stämme hindurch werbe bahnen müssen, die durch das bisherige Schweigen der englischen Regieruna zu Feinden gemacht worben seien. Windsor, 21. Mai. Der Großherzog und die Prinzessin Elisabeth von Hessen sind heute Nachmittag via Portsmouth nach Deutschland abgereist. Rußland. , Petersburg, 21. Mai. Heute findet das Regimentsfest des Leibgarde- Kürassier-Regiments der Kaiserin in Gatschina statt. Auf dem Adelsballe hatten der Kaiser und die Großfürsten das Band des Schwarzen Adlerordens und die Kaiserin den preußischen Luisenorden angelegt, während Se. Königl. Hoheit Prinz Wilhelm das Band des Andreasordens trug. — Se. Königl. Hoheit der Prinz Wilhelm hat sich um 10 Uhr Vormittags in Begleitung des Großfürsten Wladimir und dessen Gemahlin, sowie der anderen Großfürsten, zu dem Regimentsfeste nach Gatschina begeben. Rumänien. Bukarest, 21. Mai. Der König hat dem Großfürsten-Thronfolger von Rußland anläßlich seiner Großjährigkeits-Erklärung das Großkreuz des Sterns von Rumänien verliehen. AmeriLa. Washington, 21. Mai. Heute wurde hier das Luther-Denkmal enthüllt. Trlrgraphische Depeschm. WoMS itteßie* Tsxrsspsndem-Bneeau«. Rurnpenbeim, 22. Mai. Die Kaiserin von Rußland mit ihren beiden Töchtern, welche heute Vormittag 9 Uhr mittelst separaten Hofzuges in Frankfurt a. M. eingetroffen war, ist kurz nach 10 Uhr von dort zu Wagen hier angelangt. Der Herzog von Nassau und der Kronprinz und die Kronprinzessin von Dänemark waren derselben bis Frankfurt a. M. entgegengesahren und hatten dieselbe hierher geleitet. — Von anderen fürstlichen Personen sind hier anwesend: die Prinzessin von Wales mit ihren drei Töchtern Louise, Victoria und Maud, die Herzogin von Nassau mit ihrer Tochter, der Prinzessin Hilda, und dem Erbprinzen Wilhelm, die Prinzessin Marie von Anhalt mit ihrer Tochter, der Prinzessin Hilda, die Prinzessin Bathildis von Schaumburg- Lippe mit ihrer Tochter, der Prinzessin Charlotte, der Herzog von Cambridge. Der Landgraf und die Landgräfin von Hessen mit ihrer Familie und der Erbprinz von Anhalt weilen in Philippsruhe und werden zum Diner hier erwartet. Berlin, 22. Mai. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Mit dem Verlauf des hier abgehaltenen Parteitages der Nationalliberalen könnten Alle, denen die Förderung der öffentlichen Angelegenheiten im nationalen Sinne am Herzen liegt, recht wohl zufrieden sein. Die Nachwirkungen der Heidelberger Erklärung seien noch lange nicht abgeschlossen, weil jene Erklärung, außerhalb der preußischen Parteikämpfe stehend, auch einen befreienden Einfluß auf diese zu üben geeignet sei. Loudon, 22. Mai. Die gestrige Meldung der „Pall Mall Gazette" über die beabsichtigte Expedition nach dem Sudan findet in den heutigen Morgenblättern keine Bestätigung. Die „Times" erfährt, es sei bis jetzt noch keinerlei Entscheidung getroffen, obschon ein bezüglicher, im Kriegsministerimn. ausgearbeiteter Plan der Negierung zur Erwägung vorliege, Petersburg, 22. Mai. Prinz Wilhelm wohnte heute Vormittag einer Parade der Feuerwehr bei und besichtigte hieraus eine Batterie der Garde- Artillerie ; heute Nachmittag empfängt derselbe den österreichisch-ungarischen und den französischen Botschafter. Das Diner wird der Prinz um 6 Uhr beim Kaiser im Anitschkoff-Palais einnehmen. Um halb 8 Uhr Abends erfolgt die Abreise des Prinzen nach Moskau mittelst Separatzuges. — Ein Berliner Kaufmann B-, welcher vor Jahren in Königsberg wohnte erhielt vor Kurzem von dort durch die Post 300 Mark anonym zugeschickt. Trotz Sinnens und Grübelns über den Absender des Geldes konnte er die richtige Spur nicht finden. Da kam ihm unerwartet vor wenigen Tagen die Post zu Hülse. Es lief ein sogen. „Laufschein" von der Post zu Königsberg ein, der die directe Frage dem Empfänger vorlegt, ob er das Geld empfangen habe, welche Frage allerdings bejaht wurde. Aus diesem Laufschetn ersah nun der Kaufmann, daß her Absender des Geldes ein ehemaliges Dienstmädchen von ihm war. Vor 31 Jahren nämlich diente bet ihm in Königsberg ein Mädchen, das er btt einem Diebstahl ertappte. Da es damals kurz vor seiner Verbeirathung stand, so verzieh er ihm, entließ es aber sofort aus seinem Dienst. Er schützte damals den Gesammtwerth seiner Diebereien auf etwa 40 Thaler. Dem Mädchen, das sich dann verhttrathete und längst Wtttwe geworden, ließ das Gewissen keine Ruhe und sie hat es sich in den letzten Jahren am Munde abgespart und in den erwähnten 300 Mark ihrem ehemaligen Herrn sein ihm entwendetes Gut nebst Zintz und Zmseszins zurückqeschickt, um so ihr Gewissen zu beruhigen. Herr B. hat nun, nachdem er die knappen Verhältnffse der Reuigen erfahren, dieser das Geld wieder zugestellt mit der Bitte, es zu ihrer Pflege in ihren alten Tagen zu benutzen. Er habe ihr längst verziehen und verzeihe chr jetzt doppelt. — sEin W-Roman-l Waldemar Wolf war westfälischer Weltbürger. — Wiesbaden war Wolffs Wobnoct. — Wolff war wen'g wißbegierig, weshalb d>e Wissenschaft Wolff widerstrebte. — Wolff wurde Weber, webte Wickelbänder: wenn Winter wurde, webte Wolff wollene Waare. — Wenige Wochen weiter wurde Wiesbaden Wolff widerwärtig, weshalb Wolff wanderlustig wurde. — Wien war Wolffs Wanderziel. — Wolff wurde Wiener Wursthändler. — Wilhelmine Winkler, Wäscherin, war Wands, brckerin, wohnte Wien, Weinbergsweg. — Wunderbarerwttse wusch Wilhelmine Wolffs Wäsche, welche wunderbar weiß war. — Wilhelmine war wunderschön, war willig, wohlihätig; wehmüthig, weil Wilhelmine Waise war. — Wolff wußte wohl, Wtthelmim würde wieder wonnig werben, wenn Wilhelmine Wolffs Weib würde, weshalb Wolff warb. — Wilhelmine war Wolff wohlwollend, weshalb Wolffs Werbung Wilhelminen wohlthat. — Wilhelmine wurde Wolffs Weib. — Weiterhin wurde Wilhelmine Wöchnerm — wunderbare Wandlung Wolffs wurde wahrgenommen; wie wonnetrunken war Wolff, wie würdevoll war Wolffs Wesen worden! — Wilhelmine wiegte winziges Wölffchen. — Wider Wolffs Willen wachte Wtthelmine wochenlana, we l winziges Wölffchen weinte, wimmerte. — Woher wußte weder Wolff, weder Wilhelmine. — Wmter war's, Winde wehten, — Wolken wechselten — Wetter war wirklich widerwärtig — Winziges Wesen — „Wölffchen" war weg — Wolken wissen roofctn; Wilhelmine wehklagte; welch Wunder? welche Wendung? — Wllhelmine wurde wahnsinnig — war weggelaufen. Wächter wurden weggeschickt, wollten Wilhelmine wiederfinden. — Wilhelminens Wäschkorb war weg, wahrscheinlich wollte Wllhelmine Wäsche waschen, weil Wasserträger wissen wollten, Wtthelmtne wandle Wttsenbrücke. — Wirklich wm's. — Wehs, wehe, wogende Wellen wahnsinniger Wilhelmine Wassergrab worden. — Waldemar Wolff war Wittwer, wahr wahnsinnig, wollte weg — weite Wett, wurde Weltumsegler wider Willen. — Weiterhin wurde Wolff Wahrsager, Würfelbudenbesitzer, Wagenschieber, Wucherer, Wechsler, Weinreisender, wonach Wolff „am Delirium starb!" Wafferwärrue der Lahn. Am 23. Mai, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags: 13V2° R- - Luftwärme 18° R- Rübsamen. Brrefkasten. „ Dem Einsender der Notiz, betr. Prüfung in der juristischen Facultat, zur Nachricy^ daß wir anonyme Einsendungen, so wohlmeinend sie auch sind, ^berücksichtig lassen müssen. Red- HandeL und Berkehr. — Die Königliche Eisenbahn-Dttect'on zu Hannover hat auch in diesem Jahre eine Zusammenstellung aller der Rundrersebillets herausgegeben, welche auf Stationen des Bezirks dieser Direction aufliegen, oder welche durch Retourbillets mit verlängerter Gültigkeitsdauer von den Hannoverschen Stationen aus nutzbar gemacht werden können. Auch die Bestimmungen über die neuen „combinirbaren Rundreisebillets-, welche nach Wahl des Publikums zusammengesetzt werden können, sind in der Zusammenstellung enthalten. Wer glauben im Interesse des reisenden Thttls unserer Leser zu handeln, wenw wir auf das Bückelchen besonders aufmerksam machen. Dasselbe ist für 20 Pfg. bet jeder Billet-Expedtt'on des Directions-Bezirks Hannover käuflich. Limburg, 21. Mai. Rother Weizen A-. 16.65, weißer Weizen A 16.50, Korn A 12.35, Gerste A 10.00, Hafer A 8.20, Erbsen A —, Kartoffeln A —. Frankfurt, 21. Mai. Auf dem heutigen Martt kostete der Gentner Hm A 3.00—3.50, Stroh A 2.80—3.20, Eier das Hundert A 4 30—5.70, Butter 1. Qualität A 0.90, 2. Qualität A 1.00, Kartoffeln per Gentner A 2.25—2.50, Kohlrabi 20 -25 pr. St, Erbsen 100 Kg. 19.50—27.50 A, Rothkraut pr. St. 00-00 Poularden A 0—0, Huhn 1.50—2.20, 1 Ente A 3.00—4.00, 1 Taube 60—00 L., Hahn A 1.70—2.00, Gans A 0—0.00, Welsche A 7-12.— Vermischtes. Mainz, 19. Mai. Heute Vormittag hat sich hier in dem Laboratorium der Pfau-Apotheke ein bedeutender Unglücksfall zugetragen. Der Eigenthümer der Apotheke war damit beschäftigt, in einem heißen Bad Aether zu Arzneimitteln herzurtchten, als eine der mit Aether gefüllten Retorten mit einem furchtbaren Knall zersprang und das ganze Laboratorium, in'welchem sämmtltche Scheiben und Gegenstände zertrümmert wurden, in Flammen setzte. Im brennenden Zustande eilte der Eigenthümer der Apotheke von dem gefährlichen Orte, doch kam er nochmals in denselben zurück, um schleunigst eine Flasche Aether, die, wenn sie von dem Feuer ergriffen worden wäre, ein furchtbares Unglück angerichtet hätte, zu entfernen. Durch den starken Knall, welchen die Explosion verursachte, wurde die Nachbarschaft allarmirt, welcher es gelang, das Feuer bald zu dämpfen; der Inhaber der Apotheke aber ist durch das Feuer furchtbar zugericktet, die Arme und das Gesicht sind schrecklich verbrannt. Mainz, 19. Mai. Heute Nacht ging ein furchtbares Gewitter, welches einen starken Hagel brachte, über unsere Stadt nieder; zweimal hat der Blltz in der Nacht eingeschlagen, ohne glücklicher Weise zu zünden. Zwischen hier und Worms hat das Unwetter besonders gehaust. Heute Morgen war das Wasser des Rheins von der rothen Erde der Weinberge zu Nierstein und Nackenheim vollständig roth gefärbt. Rüdes heim, 18. Mai. Die Niederwaldbahn ist schon fahrbar bis jenseits der Ueberbrückung des Niederwaldwegs am Kreuzberge. Am Dienstag Nachmittag wurde eine kleine Probefahrt mit der Berglocomotive „Kaiser Wilhelm" durch die Grabenstraße bis zum oberen Ende derselben in Gegenwart eines sehr zahlreichen Publikums unternommen. Die Fahrt ging glücklich von Statten. Die Bremsvor- rtchtungen an der Maschine wurden mehrmals ei probt. Dieselben bieten eine Sicherheit, die jede Gefahr ausschließt. Heute Nachmittag fährt die Maschine zum Transport des Materials bis unterhalb des Niederwaldes. An der obersten Strecke d r Bahn wird rüstig gearbeitet, so daß man hoffen darf, bis Pfingsten die Bahn dem Personen- verkehr übergeben zu können. Berlin. Es scheint nicht ausschließlich das Privilegium der Droschkenkutscher zu fein, ihren Tenor zu entdecken — neuerdings ist auch ein preisgekrönter Architekt unter die Sänger gegangen. Unter den Concurrirenden für den Entwurf des Reichstagsgebäudes befand sich auch der Architekt Jordan. Derselbe hat die Architektur an den Nagel gehängt, nachdem er den zweiten Preis für feinen Entwurf cingehetmst hatte, und ist unter die Sänger gegangen. Wie wir aus den „Flensb. Nachr." erjehen, hat Jordan den „Lohengrin" daselbst gesungen und sich nach der Kritik auf diesem Gebiet den ersten Preis errungen. Biebrich, 19. Mai. Zwischen hier und der Curve legte sich gestern Abend gegen V211 Uhr ein Schüler der Unterojficierschule auf die Schienen und ließ sich von dem daherfahrenden Zuge überfahren. Derselbe fand den gesuchten Tod sofort. Elberfeld, 14. Mai. Eine großartige Stiftung zum Wohle der lttdenden Mitmenschen ist dem Vorstande des hiesigen Bürgerkrankenhauses zugefallen. Die Rentnerin Frau Else Julie Vogdt-Eller hier hat sich in hochherziger Weise erboten, auf ihrem Terrain an der Hardt ein großes neues Krankenhaus, dessen Kosten auf mindestens 100,000 A veranschlagt sind, erbauen zu lassen; sie will es dann nach Fertigstellung mit noch fünf anderen dort liegenden Häusern dem erwähnten Vorstände zur Verfügung stellen und ferner einer Augenheilanstalt, die in einem der Gebäude errichtet werden soll, einen jährlichen Zuschuß bis zu 1500 A gewähren. München, 19. Mai. Uebcr ein hier stattgefundenes gräßliches Verbrechen verlauten folgende Einzelheiten: Der 34jährige Photographengehülfe Anton Schildknecht, seit mehreren Jahren im Hause Ledererftraße 5 wohnend, lebt seit längerer Zeit mit seiner Frau in ehelichem Unfrieden, dessen Ursache die Einen in der lüderlichen Lebensweise des Mannes, die Andern in der Putzfvcht der Frau finden wollten. Thäiliche Auseinandersetzungen zwischen den beiden Ehegatten waren nicht selten, die Noth öfters Gast in der Familie, welche außer den Eltern und drei Kindern, zwei Knaben und einem Mädchen im Alter von 8, 6 und 2 Jahren bestand. Nachdem heute früh ein verhältnißmäßig unbedeutender Zwist zwischen den Ehegatten bald beigelegt war, behändigte her Mann gegen 8 Uhr seiner Frau das erforderliche Geld, um im Pfandhause ihr neues Kleid einzulösen, damit er sie spazieren führen könne. Nachdem sich die Frau — deren Aussagen im Wesentlichen dieser Darstellung zu Grunde liegen — entfernt, ließ Schildknecht durch daS älteste Kind in der Nachbarschaft Honig holen, vermischte denselben mit Cyankali und gab ihn den Kindern. Alsbald von entfetzlichen Schmerzen gepeinigt, schrieen die Kinder, welche der Mörder mit den Worten: „Es wird Euch bald besser werden!" zu beruhigen suchte, so laut, daß die Nachbarschaft herbeieilte, während Schildknecht aus dem Hause stürzte und in sein Atelier in der Schönfelderstraße lief, wo er sich ebenfalls mit Cyankali vergiftete. Die an den Kindern sofort von den Nachbarn und bald darauf von einem Arzte angestellten Rettungsversuche biteben erfolglos. Nach einem schrecklichen Todeskampfe von einer Viertelstunde hauchten die drei Armen ihr junges Leben aus. Als die zurückkehrende Mutter der drei Leichen ansichtig wurde, brach sie laut aufschreiend zusammen. Die sofort erschienene Gerichtsbehörde verfügte die vorläufige Inhaftnahme der Frau Schildknecht. Der Vater hatte auf dem Tische einen Zettel zurückgelassen, worin er den Entschluß, sich und den Kindern das geben zu nehmen, mittheilte und Mangel an Subsistenzmitteln als Motiv seiner schrecklichen That angab. Katholische Gemeinde. . 6. Sonntag nach Ostern. (Exaudi.) Von 6 Uhr an: Beichte. Um 7 Uhr: Frühmesse und Austheilung der hl. Commri-- nion. V2IO Uhr: Hochamt und Predigt. 2 Uhr: Maiandacht. Mittwoch und Freitag um 6 Uhr: Maigebet. Am Sonntag Vigilfasten. Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Abend 715 Uhr, Samstag Morgen 8 Uhr, Samstag Mittag 4 Wjv Samstag Abend 840 Uhr. __ Lokales. Gießen, 23. Mai. Am gestrigen Feiertage strömte, wie es an einem sonnigen Himm-lfahlttage auch sein muß, eine große Menschenmenge in den Wald, um frischen Waloesduft zu genießen und im Kre.ft der Farwlte oder lieber Freunde sich an GotteS schöner Natur zu erquicken. Auch die Frühzüge der Eisenbahnen waren von wanderlustigen Passagieren recht besetzt und entsühnen nach allen Richtungen hin die Touristen, welche sich oorgenommen hatten, einen rickt-gen „Gang" zu tyun. Zu diesen letzteren gehörte auch eine Anzahl Mitglieder des Turnvereins, welche eine ganztägige Turnsahrt nach der Amöneburg unternahmen- Es war dies eine Partie, welche an die Uniert'oantn" der betreffenden Touristen recht erhebliche Anforderungen stellte. Um 635 ging eS mit der Oberhessischen Bahn nach Station Burg-Gemünden, von dort dem reizenden Obm-Thul entlang nach dem hübsch auf hohem Hügel gelegenen Homberg a. d. Ohm. Der sogen. Steinweg, welcher dem auf flachem Boden zu gehen Gewohnten manchen Schweißtropfen obnöihigte, wurde leicht erstiegen und bei Wirth Schild wach ter das Frühstück eingenommen. Um 10 Uhr ging es weiter nach der Richtung Amöneburg zu, aber nicht, w.e projecttrt, über Nreder-Ofleiden im Ohmthal, sondern über den „hohen Berg" durch die Dannemoder Gemarkung und Wald nach dem „Honsteins Graben", eine Art Felsenmeer, sehr romantisch in einer Schlucht gelegen, aber — in Anbetracht der gütigen Sonne und mangelnder Straße, auf schmalem Ackerpfad und Wiesenrain h'mturnend, eine recht amüsante Fußtour, welche wir jedem eine ähnliche Tour Unternehmenden empfehlen können. Wir gelangten sodann nach Schweinsberg, einem hübschen Orte mit Schloß und großen gut erhaltenen Hofrasthen. Von hier ging der Weg über Rüdigheim, einem aus nur Katholiken bestehenden Orte, welche gerade eine Prozession durch die Flur unternahmen, nach der romantisch auf sehr hohem Basaltkegel gelegenen Stadt Amöneburg. Heiß, sehr heiß brannte die Sonne, aber der Berg wurde doch erklimmt und bei Wirth R u ez Quartier genommen. Hier war auch eine Gesellschaft Marburger Studenten anwesend, welche eine Tour nach der Amöneburg gemacht. Nach Besichtigung der Sehenswürdigkeiten von Amöneburg, welches auch viel historisch interessante Punkte aufzuweisen hat, ging es sodann über Klein-Seelheim nach Marburg, welches um V-6 Uhr erreicht wurde und zwar von einem Punkte aus, von welchem man das Panorama der Stadt und Umgebung ganz und voll genießen kann. Namentlich von dem sogen. Richtplatz aus, einem erhöhten Plateau, genießt man einen Blick über das Lahnthal und die fröhliche Musen- stadt, welcher ganz reizend ist. Hatten die Beine und Augen nun ihr richtiges Theil von der Partie bekommen, so verlangte nunmehr auch der Magen sein Recht und wurde letzterer in den diversen besuchten Restaurants besorgt. Um 1042 ging es dann mtt der Bahn wieder heimwärts und w:rden die Theilnehmer der ersten diesjährigen Turnfahrt wohl recht gerne mit Befriedigung auf dieselbe zurückblicken. KipchLiche AuzeigeN dsv Stsdt Gießen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Sonntag Exaudi, den 25. Mai. Vormittags ÖV2 Uhr: Pfarrer Schlosser. Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Dingeldey. Vorstellung und Prüfung der zu confirmirenden Mädchen. Kinderkirche: Vormittags 11 Uhr, Pfarrer Schlosser. Die auf den heutigen (Sonntag angesetzte Katechismuslehre für die consir- mitten Gymnasiasteu und Stadtschulen muß ausfallen, da ich auswärts dienstt lich beschäftigt bin. Pfarrer Or. Naumann. 2lm 1. Pfingstfeiertag wird nach beiden Gottesdiensten eine Kollekte zur Unterstützung armer Theologie-Studirenden erhoben werden. Am 2. Pfingstfeiertag findet die (Konfirmation der Mädchen und in Ver- hindung mit derselben die Feier des heiligen Abendmahls statt; die Beichte roirfr am Samstag zuvor, Nachmittags 2 Uhr, gehalten werden. Am Confirmationstagc wird nach beiden Gottesdiensten eine Kölle kte für die Armen unserer Gemeinde erhoben- . . Der Kirchenvorstand hat auf Antrag von zwei feiner Mitglieder beschlossen, m Sommer 1884 an Stelle des Nachmittagsgottesdienstes, der ausfallen soll, Vormittags 8 Uhr einen Gottesdienst zu halten Der Hauptgottesdienst bleibt aw 94/z Uhr angesetzt- Dieser Beschluß ist von den Oberbehörden genehmigt worden, et wird deshalb vom Sonntag nach Pfingsten, 8. Juni, an sonntäglich ein Gottesdiertt um 8 Uhr Vormittags gehalten werden Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 25. bis 31. Mai besorgt: Pfarrer Dingeldey. ZchmsMsE Offerten N 1 Gießen, ani U 3696 S*£“ MnsuhA" MMH linggrrc» Kalt Smstsg MSnnij fofeti «uf d-n-n ^Mobilien oe. ± Mer III. Flur XXV11/1 Goß garten, am die Wiesen, Hur XXVU/166 f Wohnhaus, meistbietend versti Gießen, den 26 Großhe 3001 SLMtSß Vorm sollen aus hiesig mobilien des Z> fier': Flur XXXIV, 581 595 Flur XXXIV,59/ daselbst, Flur XXXX/256 seid, in d> Flur XXXX/25t meistbietend vers Gießen, den 8 M Arbeit! Die Arbeiter Einrichtung eim vergeben iverdei Mi 24. d. i Mein einzureich! und Voranschlag Schol l-'bend (ar| -— .Nie kl « Kil Wiuext SöBBie Äü »KrG r? hübten i" 6t,r eln®,^ «.{‘‘•ÄS &6$4i ssa. * !M-s« 'ä*SÄt :Ls.tz !!>'?-»TL» MW LW en -Wetter war2 - Wolken wissen ml/ - Wilhelwtne wmd!m// »olltenWhElmtneL lü°5e W^helwineM 7°nd e Waisenbrü^ 8kr Wilhelmine WassM * wollte Mg l? 2; Wch 14 ' einreffender, wonach hat auch in biefem Z-s, ^en, welche auf Ach- Reiomblllets mit !,> "'vnm aus nutzbar girren Rundreisebillets', find In der Zusam- rcr Leser zu handeln, » on des Directioiis-A^ weißer Weizen JL M -, Kartoffeln X -. t leitete der CeMer 5 »eit X 430—5.70, b i>er Zentner 2M, MhkrMpr.St.M!^ M.00, 1 taube 604)4 L- 31' gjiai besorgt: N , is Mi Gießez iitiit. * _**!* ’S«*** JJflL blosser, zeldey. enden Mädchen- iloluVre fallen, eineÄolküii"* '»««E -m * >dr. lndacht- SS**, Mittwoch ötit 28.1. von Vormittags 9 Uhr an, sollen im alten Rathhause versteigert werden: veranschl. zu Steinhauerarbeit «X 166,40 Schreinerarbeit „ 295,20 Weißbinderarbeit „ 350,02 Basaltsteinlieferung „ 300,— Steinfuhrlohn „ 1080,— Planirarbeit „ 292,— Chartssirarbeit „ 651,60 Pflästererarbeit „ 402,24 Räumung des Stadt- ringgrabens „ 270,— Räumung der Wieseck „ 100,— Gießen, am 23. Mai 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 3596 A. Vramm. Die Lieferung der für unterzeichnete Anstalt im Jahre 1884/85 erforderlichen Steinkohlen soll auf dem Submissionswege vergeben werden. Offerten sind alsbald einzureichen. Gießen, am 21. Mai 1884. Gwßh. Direction der Entbindungsanstalt. Kaltenbach. 3589 Fsrnstsg den 31. Msi, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Ortsgericht die Immobilien der Wittme des Christian LÄber lli. Uur XXVII/166/3b 725 Meter Grabgarten, am Brennofen, stößt auf die Wiesen, Unr XX VI1/166 6e 400 Meter Hoiraithe, Wohnhaus, Nebenhaus daselbst naeistbietend versteigert werden. Gießen, den 26. April 1884. Grobherzogliches Ortsgericht. 3®04 Müller. Samstag den 14. Juni, Vormittags 11 Uhr, sollten auf hiesigem Ortsgericht die Immobilien des Johannes Weber II. da- raithe am Schieß- Hans, ttöur XXXIV 595bio 326 Mir. Garten daselbst, Mur XXXX/256 838 Mtr. Acker im Gart- feld, in der Schwarzlach links, Mur XXXX/256 a 188 Mtr. Acker daselbst, u> eistbietend versteigert werden. Gießen, den 8. Mai 1834. Großhcrzogliches Ortsgericht. 3299___Mütter.__________ Ärbeitsvergebung. Die Arbeiten und Lieferungen zur Einrichtung einer Senkgrube sollen vergeben werden. Angebote sind bis zmn 24 d° Mts.^ bei Uuterzeich- netetn einzureichen, woselbst auch Pläne uud Voranschlag einzusehen sind. A. Otto, 3593 Bahnhofstraße 49. Uur XXXIV/581aC/10 M^r. 5955/io H9 „ ZeikgeZoienes. Tür Consirmanden empfehle zu extra billigen Preisen: Sonnensehirme Md Corfetten, Glace-Handschuhe, Krausen und Spitzen jeder Art. 3298___________A. &?aMgniftnn. Lebende Karpfen^ lebende Hummer, Schollen, Hecht, Seezungen, lebende Oderkrebse empfiehlt 3600 Carl Schwaab’s Drlicatessenhandlung. ~ Neue 3434 Tascta-Faforpläne bei H. Kühn, Papierhandlung. Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Das Hebregister über die Gemeinde-Umlagen für 1884/85 nebst dem ersten Nachtragsregister liegt während acht Tagen zur Einsicht eines jeden Interessenten auf dein Bürgermeisterei-Bureau offen, welches mit dem Ansügen bekannt gemacht wird, daß Beschwerden gegen die im Hebregister enthaltenen Ansätze binnen der ersten 4 Wochen nach Ablauf der Offenlegungsfrist entweder schriftlich oder mündlich zu Protokoll bei Großherzoglichem Kreisamte Gießen vorgebracht werden müssen, und daß später vorgebrachte Beschwerden keine Berücksichtigung mehr finden können. Gießen, den 23. Mai 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 3599____________________A. Bram m._______________________ Bekanntmachung. In dem Konkurse über das Vermögen der Rechner Heinrich Ernst Grock's Wittwe zu Holzheim soll mit Genehmigung des Gerichts "und des Gläubiger-Ausschusses eine verfügbare Masse von 10476 JL 48 -9> oder 40 pCt. an die unbevorzugten Gläubiger zur Vertheilung kommen. Die zu berücksichtigenden Forderungen betragen 26191 JL 21 Ein Verzeichniß derselben mit Theilungsplan ist auf der Gerichtsschreiberei des hiesigen Amtsgerichts niedergelegt. Butzbach, den 20. Mai 1884. Heinrich Forbach, 3603 Konkursverwalter. Hotzversteigkrung m der Areiherrl. Ohersörflerei Rabenau. Es werden versteigert: L. Montag den 26. Mai 1884, Vorm. 9 Uhr beginnend, aus den Districten: Hainstruth, Kirchgeheeg, Dictzenkohl, Ninnwege und Dietrichswald: 19 Eichen-Stümme v. 17—39 cm Dchm. u. 6—11 m Länge mit 4,08 cbm Inh., 70 Radelh.- „ tl 15 34 „ „ „ t 20 „ „ „ 35,57 „ „ 3 if Derbstg. ,, 10 11 „ „ f/ « 9,5 „ „ „ 0,31 „ „ 32 9 Uhr im Distr. Hainstruth, Abth. 1. Zusammenkunft Vorm. 4 4 26 Reiser rm 348 10 178 148 Buche Eiche Nadelholz Aspe Stöcke rm 1 2 134 Scheiter rm 16 ferner Breamhols : Knüppel rm 2» Dienstag den. 27. Mai 1884, Vorm. 9 Uhr beginnend, aus den Districten: Alter-Brunnen, Naben- köpscheu, Gebrannte-Eiche, Wittelburger-Seihe und Steinberg: 1 Buchen-Stamm v. 40 cm Dchm. u. 7 m Länge mit 0,88 cbm Inhalt, 13 Nadelh.-Stämme v. 17—35 cm Dchm. u. 6—20 in Länge mit 9,01 cbm Inh. 66 59 im Distr. Atter-Brunnerr. 3590 48 4 58 2 Buche Birke Eiche Nadelholz Aspe Stöcke rm 25,5 Reiser rm 254 4 4 295 4 Scheiter rm 56 8 ferner E£rennhoti& Knüppel rm Zusammenkunft Vorm. 9 Uhr am Kanal Papiermühle, Post Londorf, am 20. Mai 1884. Freiherrliche Oberförsterei Rabenau. Ebel. Die Ringofen-Kalkbrennerei von €1art Christian Schneider & O zu Steeden bei ttunket a. Lahn (Verladestation: Herkerbaeh) empfiehlt hiermit ihren Prima hydraulische» Stück-Kalk (vor anderen Lahnkalken, laut vorliegenden Zeugnisses, durch seine stärkere hydraulische Eigenschaft sich auszeichnend), sowie Chemisch reinen Marmorkalk zur gefälligen Abnahme bestens. =======^ Mässige Preise. — Coulante Bedienung. 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I. ausgeloost worden und hört somit von diesem Tage an deren Verzinsung auf. Gießen, den 20. Mai 1884. 1475 Ein Logis zu vermiethen bei F. Fürst Wwe-, Neustadt 11. 3526 Ein Logis, 4 Zimmer mit Zubehör, vermiethet I. Hetz, Teufelslustgärtchen. 3466 Möblirte Zimmer zu vermiethen. Löberstraße 3, II. Stock. Mm, 22. Mm ist von WM: IS im Not Damen-, Madchen- u. Knabenhirte schon von 50 H an, empfiehlt in großer Auswahl Der Gesellschaftsvorftand: En gisch. vollständig in etwa 80 Lfgn. ä 1 J-U, zweiwöchentlich erscheinend und reich illustrirt mit Portraits, Karten, Ansichten u. culturhist. Abbildungen. Ferber’scbe Loiv.-Bnchh., Giessen. A. Fangmann. Ein Haus inmitten der Stadt, mit Hofraum, gutem Brunnen u. Gaseinrichtung, ist zum billigen aber festen Preise Bncken, Geschichte der neuesten Zeit. Soeben wurde ausgegeben die erste Lieferung von: Geschichte der neueren Zeit von F. Bamberg, Th. Flathe, Fr. Kapp, W. Oncken (Allg. Gesch. in Einzeldarst. IV. 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Jerusalem, wie es war zur Zeit Christi mit sämmtlichen Leidensstellen Jesu- Eine Totalüberficht der Städte Newhork und Brooklin in Amerika mit der Verbindungs-Kettenbrücke beider Städte. Der Untergang des deutschen AuswanderungSschiffes »Cim- bria" den 19. Januar 1883, sowie die furchtbare Neberschwemmung vom Oberrhein, "Anfangs Januar 1883. Der Comersee in Oberitalirn mit dem Städtchen Belaggio. Eine Winter-Landschaft in Schweden, interessant für Kunstkenner. Das Eisenbahn-Unglück zu Steglitz bei Berlin den 2. September 1883. Das Erdbeben auf der Insel Ischia am 26. Juli 1883. Die Cnthüllungsfeier des Nationaldenkmals auf dem Niederwald den 28. September 1883. Extra- Tableaux: Krönungsfeier Kaiser Alexander III. von Rutzland. 3486 Eintrittspreise : Erwachsene 20 Pfg, Kinder 10 Pfg. Zu zahlreichem Besuche ladet ergebenst ein Adolf RouBcher» Die Bude ist erkenntlich durch die lebensgroße mechauisch- bewegliche Figur an der Kasse, »Schneewittchen" darstellend.