" ’M LS», -Mr "»'»sL MkUMu 3 "/«äs —---^uenmpfl J1 iat» SJy» ^11 Morl V, ,c ein f sto* L^SklterStz, c. *7 BimrneTV^ n irnfep 97 „.r W **•' Nttlen-ZM U Eafll” ton ss> e Anzeige. "bt «m witi ui faßt die Expcd. b. U, W Mädchen mit beschütte Kindci- ^k/le bei Mm. ch häuslichen Arbeit b weniger auf hohen ehMdlung Men. ces Weidmggjje 9. e Tecker Garte« anb unter günW - verkaufen ober 3 = res I. Hormaniit Masburg _ chcn SitnfWtt 1 Lohn gute Elküu | n durch das Stckü- au von •n, Friedberg syePj n mit ändern W zur Besorgung btt e§ Neuen Baue 20. e^iim'Aiislrsgen in gesucht. ei L. Arombttg^ ideal MV- E flidj. K Vv 1884 Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Mr. SS. Erstes Blatt. Donnerstag den 24. April Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag-. Nnreanr Schulstraße 7. «»»KM SÄ»™ Betreffend. Statistische Nachweisungen über das Volksschulwesen im Kreise Gießen. Gießen, am 18. April 1884. Die Großherzogliche Kreis-Schul-Commission Gießen Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerloh«». Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. an die Schulvorstände des Kreises. Wir sehen Ihren Berichten in rubr. Betreff bis zum 15. Mai entgegen und zwar: I. Stand der einfachen Volksschule nach Beginn des Schuljahrs 1884/85. a. ohne Schulgeld, b. mit Schulgeld. Zahl der Schulkinder «ach dem Geschlecht: a. im Ganzen, b. Knaben, c. Mädchen: «ach dem Bekenutnitz r a. evangelische, b. römisch-katholische, c. israelitische, d. anderer Confession. IL Stand der Fortbildungsschulen nach Beginn der Schulperiode 1883/8& Zahl der Fortbildungsschulen: a. einklassig, b. zweiklassig, c. dreiklassig rc; Zahl der Schüler nach dem Bekenntniß: a. evangelische, b. römisch-katholische, c. israelitische, d. anderer Confession, e. im Ganzen. III. Stand der Erweiterten Volksschulen nach Beginn des Schuljahrs1884/85. Wo sich Erweiterte Volksschulen befinden, ist ganz nach Schema I über dieselben zu berichten. Die Berichte sind genau nach vorstehendem Schema unter Beibehaltung derselben Bezeichnungen abzufassen. Dr. Boekmann. Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß an Stelle des in Gemäßheit des Art. 22 des Gesetzes vom 21. Juni 1869, die Einkommensteuer betreffend, zum Mitgliede der Landescommission für die Einschätzung der Einkommensteuerpflichtigen für 1884 gewählten Bierbrauers Melchior zu Butzbach, welcher die auf ihn gefallene Wahl abgelehnt hat, Georg Steinhäuser in Friedberg in der heutigen Sitzung des Provinzialausschuffes zum Mitgliede der genannten Conimission gewählt worden ist. Gießen, am 15. April 1884. Großherzogliche Provinzroldirection Oberhessen. Dr. Boekmann. Gießen, den 23. April 1884. 2901 wsa Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Bekanntmachung. Auf deut gestern abgehaltenen Viehmarkt sind zwei Kälber zurückgeblieben, deren Eigenthümer sich bis jetzt nicht gemeldet haben. Diejenigen, die Ansprüche an diese Kälber machen zu können glauben, werden aufgefordert, ihre Ansprüche binnen vier Wochen bei der unterzeichneten Behörde vorzubringen, widrigenfalls die Kälber als gefundene Gegenstände behandelt werden. Darmstadt. Die „Darmst. Ztg" veröffentlicht das Programm zu der am 30. April 1864, Nachmittags 5 Uhr, startfindenden Feier der Vermählung Ihrer Groß- herzoglichen Hoheit der Prinzessin Victoria von Hessen und det Rhein mit Seiner Durchlaucht dem Prinzen Ludwra von Battenberg. ' Mittwoch den 30. l. M-, Nachmittags 4Va Uhr, versammeln sich in dem unteren Raum der Hofkirche die zu dieser Feier geladenen Herren und Damen, nämlich: die StandeSherren, die Mitglieder des diplomatischen Corps, der Präsident des Ministeriums der Finanzen, die Präsidenten der zweiten Kammer der Landftände, die Präsidenten Ler Landes-Collegien und die Mitglieder des Staatsministertums, die Generale und die Regiments-Commandeure, die bet Hofe vorgestellten Herren und Damen bis Ziffer iv der Rang-Ordnung einschließlich, der Oberbürgermeister der Haupt- und Residenzstadt. Auf den oberen Tribünen rechts und links von der Kanzel: diejenigen Personen, welche bk sondere Eintrittskarten erhalten haben. D'e Räume vor und zu beiden Seiten der Orgel sind für die Mitglieder des evangelischen Kirchengesangveretns reservtrt. Zur nämlichen Zett versammeln sich in der Kirchm-Gallerte: der Staats- minkster, b!e Obersihof- und Hofchargen, die General- und Flügel-Adjutanten, der Vorstand des Großherzoglichen Cabinets, Vie Adjutanten der Prinzen des Großherzog- llichen Hauses, sowie das Gefolge der Allerhöchsten und Höchsten Gäste. Gegen 43/4 Uhr versammeln sich die Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften in dm Assewblärzimmern. Auf die Meldung, daß die Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften vei sammelt sieten, geleiten Ihre Könioltche Hoheit die Prinzessin Carl die Prinzessin Braut, Höchst- welche sich nebst der Oberhofmetstertn und den Damen Ihres Gefolges in den flimmern Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs aufhalten, unter Vortritt es Hofcercmonienmeisters und der dienstthuenden Kammerherren tn die Assembl6e- ztmmer. Nachdem daselbst der von dem Staatsmintster als Minister des Großberzog- ltchen Hauses zu vollziehende Standcsact tn Gegenwart der Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften stattgefunden hat, werden Seine Königliche Hoheit der Großherzog den Befehl zum Beginn der kirchlichen Ceremonie erthetlen. Der Zug bewegt sich durch den weißen Saal, in welchem die Zuschauer auf Karten zugelassen sind, über bte Treppe im inneren Schloßhof nach der Hofktrche tn folgender Ordnung: zwei Fourtere, zwei Hofjunker, zwei Kammerherren, der Ober- ckammerherr, der Hofceremontenmeister, die als Gäste am Großherzoglichen Hofe anwesenden Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften, sowie die an dem Zug des hohen Brautpaares nicht thetlnehmenden Mitglieder der Großherzogltchen Familie, die Hofdamen, Cavaliere und Adjutanten der tn dem Zuge befindlichen Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften. Die hohen Fürstlichen Paare begeben sich zur Rechten und zur Linken des Altars. Die Herren und Damen des Gefolges nehmen Stellung hinter den Fürstlichen Herrschaften zu beiden Setten deS Altars. Hternächst begibt sich der Zug des hohen Brautpaares auf dem vorstehend angegebenen Weg in folgender Ordnung in die Hofktrche: Zwet Fourtere; die zur Aufwartung bet der Prinzessin Braut befohlenen Kammerherrn; der Staatsminister, die Oberhof- und Hofchargen, die General- und Flügel-Adjutanten, sowie der Vorstand deS Großherzoglichen Cabinets; der Hofceremonlenmetster; die Prinzessin Braut, geführt von Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog und Seiner Großherzogltchen Hoheit dem Prinzen Alexander; der durchlauchtige Bräutigam, geführt von Ihrer Königliche« Hoheit der Prinzessin Karl und Ihrer Durchlaucht der Prinzessin von Battenberg; die Oderhofmetsterin und die Hofdamen. Die Hofgeistltchen empfangen das hohe Brautpaar beim Eintritt in die Kirche. Seine Königliche Hoheit der Großherzog und Seine Großherzogltche Hohett der Prinz Alexander führen die Prinzessin Braut vor den Altar auf die linke Sette der Kntebank. Ihre Königliche Hoheit die Prinzessin Carl und Ihre Durchlaucht die Prinzessin von Battenberg führen den Durchlauchttgen Bräutigam auf die rechte Seite derselben. Der Oberhofpredtger Bender vollzieht die Trauung. In dem Augenblicke, tn welchem das hohe Brautpaar die Ringe wechselt, werden dreimal 12 Kanonenschüsse abgefeuert. Nach ausgesprochenem Segen begeben sich die hohen Neuvermählten, die Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften- unter Vortritt des Dienstes tn die Assemblee- ztmmer zurück. Darmstadt, den 21. April 1884. Der Großherzogllche Obcrst-Ceremonienmetster. I. V-: von Werner. Anzug: Für die in den unteren Raum der Hofktrche geladenen Herren: Gala» bezw. Frack und weiße Binde; für die tn den unteren Raum der Hofktrche geladene« Damen: runde (ausgeschnittene) oder halbhohe Kleider; für die in den weißen Saal zugelassenen Herren: Uniform, bezw. Frack und weiße Binde; für die in den weiße« Saal zugelassenen Damen: Hut, hohe Kleider (Prowenadeanzug). Die Wagen fahren in dem Großherzogltchen Residenzschlosse an der Treppe bei der Hauptwache an und über bte Parforcebrücke ab. Der Gang nach der Kirche, sowie in den weißen Saal führt über diese Treppe. Die in dcn unteren Theil der Kirche geladenen Personen gehen durch de« weißen Saal. Der Aufgang zu den Tribünen ist durch den inneren Schloßhof. Beim Eintritt wird gebeten, bte Einlaßkarten vorzuzetgen. Die zum Abholen bestimmten Wagen fahren auf dem Marktplatze auf, von da, auf erfolgten Aufruf, nach der Treppe an der Hauptwache und über die Parforcebrücke ab. Telegraphische Depeschen. Wolff'» telegr. Eor-respon-ertL-Brrrearr. Berlin, 22. Avril. Das Abgeordnetenhaus verwies tn seiner heutigen Sitzung zunächst die Vorlage über die wettere Verstaatlichung von Eisenbahnen an die Commission. Der von dem Abgeordneten 0. Strombeck gestellte Antrag, daß die Prioritäts- Obligationen nur durch Gesetz kündbar und konverttrdar sein sollen, wurde von de« Abgeordneten Hammacher bekämpft, indem dieser darauf htnwtes, daß man ohne Schädigung der Staatsfinanzen die Entscheidung dem Finanzmtntster überlassen könne» Der Gesetzentwurf, betreffend daS Hufbcfchlaggewerbe, wurde in dritter Lesung mit der Aenderuna genehmigt, daß nur solche Schmtedetnnungen, welchen von den höheren Verwaltungsbehörden die Berechtigung zur Ertheilung von Prüfungszeugnissen verliehen werden, zur Ausstellung von Zeugnissen berechtigt sein sollen und daß ferner die Regierung befugt sein soll, von der Beibringung deö Prüfungszeugniffes zu dls- penstren- Die nächste Sitzung findet Donnerstag statt. — Wie die „Berliner Bössenzeitung" mttiheilt, hatte Professor Mommsen bestimmt erklärt, ein Reichstagsmandat nicht wieder anzunchmen. — Der Reichstag hielt, wie das Abgeordnetenhaus, heute die erste Sitzung nach dem Osterfeste ab. Bet der zweiten L-sung der Novelle zum HilfSkassengesetz wurde der Art. 2a mit dem Zusatz genehmigt, daß auf den Antrag derHtlfskassen die höhere Verwaltungsbehörde bet der Zulassung zugleich bescheinigen muß, daß daS Statut den Vorschriften bcB $ 75 des Krankenversicherungs-Gesetzes genügt. Der Art. 8 gelangte mit dem Zusatz zur Annahme, daß drcentralistrte Verwaltungsstellen einzurichten sind, welche die Berechiigung haben, Gelder bis zur halben Höhe des Jahresbeitrags selbstständig zu verwalten und zu regeln. Die übrigen Artikel biS Artikel 11 wurden nach den Commtssionsanträgen genehmigt. Bet der namentlichen Abstimmung über den ersten Satz deS $ 33 (Art. 11) ergab sich die Beschlußunfähigkeit des HauseS. — Die Fortsetzung der Berathuna wurde auf morgen festgesetzt. _ Nach einer „Stefantmeldung" aus Kairo befinden sich die italienischen Gefangenen des Mahdi olle wobl und werden gut behandelt. Kiel, 22. April. Der Ches der Admiralität, Generallieutenant v. Caprivi, ist heute Vormittag hier emgetroffen. Das UebungSgeschwader ist mit dem heutigen Tage in Dienst gestellt. Wien, 22. April. Die Mörder Hugo Schenk und Schlossarek find heute früh durch den Strang hingerichtet morden. London, 22. April. Dem „Standard" zufolge wäre die Zustimmung fast aller Großmächte zu der wegen der egyptischen Finanzen abzuhaltenden Conferenz bereits eingegangen. — Ein Telegramm des „Standard" aus Kairo meldet aus angeblich bester Quelle, es sei beschlossen, die größte, bei der egyptischen Armee verfüg- 'bare Streitmacht binnen längstens 6 Wochen nach.Khartum zu senden. General Kordon habe in einem Telegramm an den Generalconsul Baring sich höchst prüftet ausgesprochen über die Art, in welcher er von der englischen Negierung preisgegeben worden sei, derselbe sei entschlossen, sich gänzlich loszusagen von denen, die ihn verlassen hätten und die Schuld trügen an den im Sudan verloren gehenden Menschenleben. — Heute früh sand in Ipswich und an mehreren anderen Orten in den östlichen Grafschaften eine ziemlich heftige Erderschütterung statt. Erheblich heftiger wurde dieselbe in Colchester verspürt, wo man auch ein starkes unterirdisches Getöse hörte; alle Gebäude geriethen in eine zitternde Bewegung, eine große Anzahl von Schornsteinen stürzte ein, ein 150 Fuß hoher Kirchthurm brach zusammen. Die Erderschütllrung dauerte etwa 30 Secuuden, die Bevölkerung war auf das Aeußerste beunruhigt und eilte auf die Straßen und in's Freie. Ein Verlust von Menschenleben ist nicht zu beklagen. Nom, 22. April. Der „Duitto" erklärt die neuerdings verbreiteten Gerüchte über eine bevorstehende Reise des Königs nach dem Auslande für unbegründet. Petersburg, 22. April. Die Prinzessin Elisabeth von Sachsen- Altenburg ist mittelst Separatzuqes Nachmittags eingetroffen, vom Kaiserpaar, -er Mutter, dem Bruder des Bräutigams, den Hofstaaten, dem Diplomaten- Corps und den Ministern am Bahnhofe begrüßt. Constantin Constantinowisch war derselben entgegengefahren. Auf dem Bahnhose war eine Ehrencompagnie des Jtzmailow'schen Leibgarde-Regiments, welchem der Bräutigam angehört, mit Fahne und Musik-Corps aufgestellt. Vom Bahnhof begaben sich die Fürstlichkeiten in vierspännigen Galakutschen nach dem Marmorpalais, wo die Gemächer für die Braut hergerichtet sind. — Die Trauung Constantin Constantinowitsch mit Elisabeth von Sachjen- Altenburg ist für den 27. d. Mts. anberaumt. Am 28. o. MtS. findet eine Theatervorstellung statt; für den 1. Mai ist eine GratulationS>Cour in Aussicht genommen. Konstantinopel, 22. April. Das österreichische Kronprinzenpaar besuchte nochmals den Stamdul-Bazar, sodann daS KrtegSmtnistertum, woselbst es einer Truppenparade beiwohnte. Abends fand ein Bankttt an Bord deS „Miramar" statt, wo das Kronprinzenpaar übernachtet. Der „Miramar" geht um 2 Uhr früh nach Mudantna ab. Es werden große Vorbereitungen getroffen. Lokale-. G. Gießen, 23. April. (Sterblichkeit in Gießen.) Die Zahl der Todesfälle -wahrend der Woche vom 13. bis 19. April erhöhte sich wieder auf 11. Davon kamen 4 auf Kinder, von denen 2 an Gehirnentzündung, eins an Zellgewebsverhärtung, einS an Lungenschwindsucht starb. Bet den erwachsenen Personen war Todesursache: Lungenerwetterung, Lungenschwindsucht, Magengeschwür, KrebS, Ohnmacht. Brightssche Nterenkrankhett je einmal. Eine Frau endete durch Selbstmord (Erhängen). — Gestern Abend gegen 7 Uhr weilte Herr Staatssekretär Dr. Stephan zur Besichtigung des neuen PostlocalS in der Schulstraße tn unserer Stadt. In seiner Begleitung befand sich Herr Oberpostdirettor Hagemanu von Darmstadt. Von Meßen au8 begab sich der Herr Staatssrcretär nach Marburg. Gießen, 23. April. Wie man auS dem Annoncentheile ersieht, wird das Angarrsche Künstler-Quartett Pinter Bunko aus Budapest nächsten Sonntag And Montag im Wenzel'schen Etablssement concerttren. Die Leistungen dieser Künstler müssen ganz eminent sein, indem die sämmtltchen Räume des Palmengartens achtmal Hinter einander trotz der schlechten Witterung auSverkauft waren. Die einzelnen P'.öcen Lieser Künstler wurden stets mit rauschendem Beifall seilens des Publikums entgegen- genommen und steht unS laut dm Krttikm aller größeren Blätter ein hoher Kunstgenuß bevor. Vermischtes. Frankfurt a. M., 21. April. Heute früh starb nachmehrwöchentlichem Leiden "Herr Dr. Adolf von Brüning, ehemaliger RetchstagSabgcordneter für Höchst und -Eigenthümer des „Frankfurter Journals". Rühmend hervorzuheben ist das rege Interesse, welche« der Verstorbene allen künstlerischen Bestrebungen entgegenbrachte und welches er als Vorsitzender des hiesigen kunstgewerblichen Vereins in besonders that- krästiger Weise bethätigte. — Von HauS aus Chemiker bat sich Adolf von Brüning durch einige wichtige chemische Erfindungen nicht nur außerordentliche Verdienste um die gesammte chemische Industrie Deutschlands erworben, sondern auch den Höchster Farbwerken, deren Mitbegründer er war, zu ihrer glänzenden Entwicklung verholfen; dagegen ist seine Thätigkeit als Mitglied der nattonalliberalen Partei weniger erfolgreich gewesen. — Der Verstorbene wurde erst im vorigen Jahre geadelt. — Die Frankfurt-Offenbacher electrische Trambahn hat bereits vorgestern den Betrieb wieder eingestellt, jedoch denselben am 22. d. M. wieder ausgenommen. Wie verlautet, ist an der Maschinerie der Oberrader Central-Station eine Beschädigung vorgekommen. — Außerdem halte genannte „Blitzbahn" daS Malheur, tn Oberrad einen alten gebrechlichen Mann zu überfahren und nicht unerheblich zu verletzen. O. K. Mainz, 17. April. Gestern Nachmittag 4 Uhr wurde die Frau deS mittelst Gift ermordeten Bewohner« von Zornheim unter Bedeckung von Gensdarmerie tn das hiesige Arresthaus eingeliefert. Die Sectton der Leiche fand gestern Nachmittag tn Zornheim statt; auf Grund derselben wurde die Hierherbringung der Verhafteten von Seiten der Staatsanwaltschaft verfügt. Die Frau soll ihrem Manne, der das Gewerbe eines Spenglers und LöffelgteßerL betrieb, das Gift in den Branntwein gemischt haben. Einige Tage vor seinem Tode erzählte nämlich der Mann seinen Nachbarn, daß es ihm auf den Genuß von Branntwein, der ihm von seiner Frau gereicht werde, stets unwohl geworden set und er sich hätte übergeben müssen. Die Verhaftete ist eine stattliche Frau von ca. 44 Jahren und soll die schreckliche Thar Zwecks Wlederverehe- lichung mit einem jungen Burschen verübt haben. — Das Reichsgericht hat entschieden, daß als Verlobte tm Sinne des Strafgesetzbuches und auch der Strafproceßordnung schon solche Personen zu betrachten seien, die sich einander ein ernstliches, wenn auch formloses Eheversprechen gegeben haben, selbst wenn daS bürgerliche Recht strengere Formen (z. B. einen gerichtlichen oder notariellen Act) vorschreibt. Diese Entscheidung ist bet vielen Antragsvergehen und ebenso bet der Frage der Zeugenverweigerung n cht unwichtig. Mainz, 18. April. Wie die hiesigen Blätter mittherlen, zeigt sich in der Umgegend tn letzter Zett bet den Jagdhunden eine etgenthümltche Krankheit; die Hunde trauern einige Tage und verenden plötzlich an einem Schlaganfall. Es find aus diese Weise in der jüngsten Zett sehr viele werthvolle Exemplare zu Grunde gegangen. Pfungstadt, 16. April. Bet der gestern dahier stattgehabten Tanzmusik tanzte ein Unterofficter mit der Geliebten eines aus Heubach gebürtigen Dtenstknechts, was letzteren derart beleidigte, daß er seine Geliebte ohrfeigte und dteS den Eltern der Geliebten und dann seinem Dienstherrn mitthetlte. Nun hätte man glauben sollen, daS gekränkte Herz set hierdurch beruhigt, allein dem war nicht so, der Knecht ging vielmehr in sein Schlafzimmer und machte seinem Leben durch Erhängen ein Ende. Oder-Ramstadt, 20. April. Eine in den jüngsten Tagen hier vorgekommene Schatzgräberei erregt große Heiterkeit und dürste eg sich damit etwa folgendermaßen verhalten: Ein Insasse des Provinzialarrefthauses, welcher mit dem Falschmünzer Helfrich vulgo „Spannerfritz" einige Zeit in einem Local zusammen inhafttrt war, erhielt von Helfrich die Mittheilung, daß er über 2000 JL ächte« Geld tn dem -wischen hier und Hahn gelegenen Walddistrict Dörnbach vergraben habe und beschrieb Helfrich dem Manne, der nicht mehr lange zu sitzen hatte, ganz genau die Stelle. Nachdem der Letztere aus dem Gefängniß entlassen war, begab er sich hierher und da er allein das Ausgrabegeschäft nicht besorgen zu können glaubte, zog er den Wirth, bei dem er sein Absteigequartier genommen, und einige anwesende Gäste in's Vertrauen. Man beschloß darauf, so schnell wie möglich zu handeln, damit nicht ein Anderer zuvorkäme, und wurde einstweilen bis zum Eintritt der Nacht auf den zu erhebenden Schatz tüchtig gezecht. Al« nun die Nacht gekommen, zog die kleine Schaar beim Scheine des Mondes tn den Wald, nachdem man zuvor heilig gelobt und geschworen, Über die Expedition Niemand eine Mittheilung zu machen. An der betreffenden Stelle angekommen, wurde nun mit Erter das ganze Terrain umgegraben, aber sosehr man auch arbeitete, gefunden wurde — nichts. Erft gegen Morgen traten die geprellten Schatzgräber schweißtriefend den Rückweg an. Hätten sie nun sämmtlich ihren Schwur gehalten, dann wäre auch nichts tn dte Oeffentirchkcit gedrungen, da aber einer nicht reinen Mund hielt, haben sie jetzt für den Spott nicht zu sorgen. Der „Spannerfritz" aber wird sich wohl heimlich tüchtig in's Fäustchen gelacht haben. — [6in Selfmademan.] Der Lebenslauf des am 6. April verstorbenen Großindustriellen Theodor v. Cramer-Klett ist einer der seltsamsten gewesen. Wer hätte dem armen Nürnberger Literaten Cramer, der 1848 ein demokrattsch-socialistisches Blatt berausgab, weissagen mögen, daß er enden würde als vielfacher Millionär, vielfacher Ordensritter, Baron, Ehrendoctor und erblicher Reichsrath der Krone Bayerns? Und doch ist es so gekommen. Ihm eigneten im seltenen Maße Klugheit, Verstand und Beharrlichkeit. Zur rechten Zeit hörte der politische Agitator auf und hatte den Vortheil, nicht nur sein eminentes Talent gezeigt, sondern zugleich das volle Vertrauen der damals hochgradig erregten Nürnberger Arbeiter erworben zu haben. Und seine Beharrlichkeit trug den Sieg davon, als nach zehnjährigem vergeblichen Bewerben um die Hand eines wohlhabenden Fräulein Klett tn Nürnberg, sich diese endlich erweichen ließ und er damit Besitzer einer kleinen Maschinenfabrik wurde. Mit eisernem Fletße und ftaunrnswerther Umsicht widmete er sich deren Leitung; kein Jahr war um und Alles war einverstanden, daß er für diesen Beruf geschaffen sei. Er reichte bei der bayerischen Regierung eine Denkschrift ein, die die Nürnberger Arbeiterverhältnisse darlegte und bat um ein Darlehen von einigen hunderttausend Gulden, um eine Loco- motiven- und Waggonfabrik gründen zu können, die Tausenden Brod geben werde. Nach schweren Bedenken hinsichtlich seiner demokratischen Vergangenheit, die er jedoch zu zerstreuen wußte, gewährte ihm König Mox das Darlehen und die neue Fabrik begann. Sie kam bald tn außerordentliche Blüthe. Cramer-Klett, wie er seit seiner Vermählung hieß, gewann das Vertrauen einer Reihe von Regierungen; schon nach wenigen Jahren war er Ritter vieler Orden und kaum achtunddretßigjährtg (geb. 1817) erhielt er den Orden der bayerischen Krone und damit Personaladel. Er wurde reicher und immer reicher; 1876 wurde er in den erblichen Fretherrnstand erhoben, wurde erblicher RetchLrath, und, abgesehen von feiner grenzenlosen Wohlthätigkeit gegen seine Arbeiter, hatte er so viel für wissenschaftliche Institute gestiftet, daß er das Ehren- doctordtplom der philosophischen Facultät tn Erlangen empfing. Seine erste Ehe blieb kinderlos, aus etrer zweiten ging ein Sohn hervor, der jetzt 10 Jahre alt ist. — Im Jahre 1880 antwortete Kaiser Wilhelm der in Frankfurt a. M. festlich versammelten deutschen Turnerschast auf ihren Gruß folgendes: „An den Vorsitzenden, Oberbürgermeister Miquel. Ich beauftrage Sie, den Genossen des allgemeinen deutschen Turnfestes Meinen Dank für ihren Gruß und Meinen Wunsch für das fröhliche Gedeihen des mit der körperlichen Bildung zugleich den nationalen Sinn belebenden Turnwesens auszudrücken." Für dieses fröhliche Gedeihen, welches unser allverehrter Kaiser dem Turnwesen wünschte, legt ein eben erschienenes Buch Zeugniß ab. Es ist das „Handbuch der deutschen Turnerschaft. Zweite Auflage. Im Auftrag des Ausschusses herausgegeben von Dr. med. F. Goetz, Geschäftsführer u. s. w." Durchblättern wir die 160 Seiten dieses Buches, welche eine Reihe von Satzungen, Geschäfts-Turn- ordnungen, statistischen Aufstellungen u. dgl. enthalten, so staunen wir über den Umfang und die feste Gliederung der Organisation. Es besteht in Deutschland unter freien Vereinen keine von solcher Mächtigkeit. Im Jahre 1869 1546 Vereine mit 128,000, im Jahre 1880 2200 Vereine mit 170 000 Mitgliedern zählend, gehören hrute zur deutschen Turnerschaft über 2500 Vereine mit 236,000 Mitgliedern (außerdem gibt es noch 220 Vereine in Deutschland, welche sich dem großen Ganzen nicht angeschlossen haben.) Das Ganze ist in 15 Turnkresse und diese wieder sind in 191 Turngaue ein» getheilt. An der Spitze steht ein Fünfcr-AuSschuß, ihm zur Seite die Vertreter bet verschiedenen Kreise. Zum deutschen Turntag, der alle vier Jahre stattfindet, entsenden je 1000 Mitglieder einen Abgeordneten. Der letzte Turrnag, von gegen 200 Abgeordneten beschickt, fand im verflossenen Jahre zu Eisenach statt. Die feste Organisation hat es vermocht, den schlichten turnerischen Sinn vor Ausschreitungen zu bewahren. Immer mehr schwinden Überflüssige Feste und eitle Schaustellungen mit ihrem Bier- und Ballturnen. Aber niemals wurde so viel und so stramm geturnt rote heute; 50,000 Männer und Jünglinge beleben allabendlich die deutschen Turnplätze und Turnhallen- Von letzteren sind 240 specielles Eigenthum der betreffenden Vereine Der Turnbetrieb selbst ist ein anderer geworden: nie wurde so schulgerecht geturnt wie heute. Lübeck, 16. April. Heute wurde durch das hiesige Amtsgericht das im Jahr« 1873 errichtete Testament Emanuel GetbeLS publicirt. In der vom Dichter selbst tn seiner kräftigen charakteristischen Handschrift abgefaßten kurzen Urkunde rolrb fe ner langjährigen Hausfreundin und Nichte, Fräulein Bertha Geibel, eine jährliche Rente auS gesetzt. Zur Erbin seines kleinen Vermögens, einschließlich seiner Autorrechte, ernennt Geibel feine Tochter, Ehesrau des hiesigen Rechtsanwalts Dr. Ferdinand Fehling. Letzterem wird die Vollstreckung des Testaments übertraaen und die Bibliotb-k des Dichters vermacht. Der Erbin legt Geibel ausdrücklich an's Herz die Fürsorge für da? auf dem Friedhöfe zu München befindliche Grab seiner jung verstorbenen und viel besungene« Gattin Ada. Berlin, 17. April. Kunstschlosser J m m, der vielgenannte Zeuge im D'ckhoff' Processe, welcher bekanntlich mit Hilfe der öffentlichen Wohlthätigkeit seine Auswanderung nach England bewerkstelligt haben soll, dürfte vielleicht noch im deutschen Lande weites von sich reden machen. Alle Versuche, dem Mann hier tn Berlin einen redlichen Brod erwerb zu schaffen, sind bekanntlich vergeblich gewesen und so kamen endlich diejenigkr Personen, die ein lebhaftes Interesse durch die That an den Tag gelegt hatten, auf bt( Idee, ihrem Schützling Auswanderung zu empfehlen. Jmm, der mißmuthig geworben war, erklärte sich bereit, vorläufig, aber ohne seine Familie, nach London zu gehen Man händigte ihm die für ihn gesammelten Gelder ein und gerübrt nahm er vor seinen Wohltbätern Abschied, indem er versprach, von London aus sofort zu schreiben Seiner Familie - Frau und Kindern — batte er eine größere Summe zurückgelasscn. Bisher hat er aber nichts von sich hören lassen. So viel steht fest, wie von competenter Seite mttgetheilt wird, daß Jmm auf dem Bahnhofe ein Billet nach Hamburg gelöst hat. Gleichwohl muß daran gezwesselt werden, daß Jmm nach England gegangen Nevy «In« SM b- Menbe Do Schuld elnfld - I® »ihe'len -Fluchens M Äe des geda< wv* ti'ftofHt/b M'Lege in 10 1 folgte" ■ fw* iLt war. ;*•?« gern eilvas 8 sehr orohlsetl. getrunfep • ■ ■ Der Bries ffl , 3um $rn zeichneten Gebende Eintrcl! Es betreib 1. zu Wir daselbst statt ui garrenkl „tzeinr. II. zu Gie L Ado lung unter 2. Ott und unte 3. £l)i Colc unte lich" Isaak G M 31. v. Frankfurt af. es unter der Hrt. Letzt Kmen-Negist Gichn, bet Grotzh. $ AM Donnnsta Nach» wen m der ft 'ichen Obersörf M folgende Accord gezebe L l. Man 2. Echr 3- Sch, i. Sei' ->. DaS onborf,, 2883 ?0l,|ierStn, h-i" i 2802 assi * «ÄhÄ s^' SÄ.1? rMtdnoa?^li ttnfteÖnÖölM uteM»,; «t b'Ä,>h »m InUtt4”1* I unb bk,/ ? >* , unh L tf äS "ft.1®; », ?’!’om»tn, unb Dlrb wohl hriWj E verstorbenen @r«. 'gewesen. Wer W, . isch'socialistlschts^ c MtllionSr. vieles Krone Bayerns? u toflljeit, Verstand und hatte den VoM s volle Verttauen te ' Wn. Und seine w geblichen Bewerben na diese endlich erm!^ ,, Mit eisernem Uch ein Zahr war mn m) sei- Er reichte bei du $ÄK en Brod geben werbt igen-eit, bie er jeboc 1 und bie neue ssabri! ltt, wie er feit seine- lierungen; schon tiai eitziMttg(geh.Mj । Ml. Er wurde reiijc fö»u;nor] cd -st. J ,1 naL y,u\ stand erhoben, vmi- htthbllgkck gegen sriü t, dah er das Ehmt Seine erste Ehe M Jahre alt ist. zravksurt a. M. !K : „AndenVoM. )etz allgemeinen di^- } für daß srMs mahn Sinn beite elchetz unser allvte^ ich Zeugn'ß ab. ß--- Zm Austrag bW u s. w" Durchbli»--: lUiißcn, WW nen wir über den lleil^ D-ulMd u«l*. 6 Vereine mit IM •nb, gehören Ebern laußerdcm B) rotn nW Ml'l* WÄfe '--MS -M ■"ÄiS" Stffe tiSrS i-lß-lb-»'" M l‘®L Ogllbl E «| Ä1!? äs «i4SÄ« tf? und zwar aus dem Grunde, weil gleichzeitig mit thm seine frühere Geliebte Paltrt, die inzwischen auS dem Zuchthause entlassen worden war, dieselbe, die Jmm schon Dreifach ins Unglück gestützt hat. auS Berlin verschwunden ist. Die Wahrscheinlichkeit spricht dafür, daß Jmm sich diesem Frauenzimmer und damit dem Verbrechen wieder in die Arme geworfen hat. — sDeutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) Die neueste Nummer Les Organs der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger „von den Küsten und aus te des gedachten Lasters gern los werden möchten. Für die fast immer in der Briefmarke beiliegenden 50 Cents wird regelmäßig der Rath ertherlt: „Halt' Dein Maul.'" — sVacante Stellen im Bezirk des 11. Armeecorps.) 1) Cassel, Strafanstalt, Aufseher, 9u0 Jt. Gehalt und 210 JL Mietbsentschädigung. 2) Hanau, Kuratorium der Realschule, Schuldienergebülfe, 700 JL Gehalt und freie Wohnung und Heizung. 3) Hersfeld, Postamt, Posthülfsbote, 1.50 Jt. Tagegeld. 4) Homburg v. d. H., Garnt» sonlazareth, Civilkrcnkenwärter, 600 JL Gehalt, freie Wohnung, Heizung rc 5) Limburg a. d. L-, Magaz'naufseher-Afpirant, 75 Gehalt monatlich, steigend. 6) Weilburg, communalständische Wegebauverwaltung, Wegemeifter. 1200 JL Gehalt und 300 JL Wohnungsgeldzuschuß. 7) Weimar, Postamt, Pockeiirager, 680 JL. Gehalt und 144 v»L Wohnungsgeldzuschuß. — Im Bezirk der Großh. Hess (25.) Division: Darmstadt, Ministerium der Finanzen. Ministertal-Canzletdiener. 1340 Gehalt. Mainz, Staatsanwaltschaft, Aufseher am Provinzialarresthaus, 850 JL Gehalt. Mainz. Pro- vinzial-Direction Rheinhessen, Beschließer im Gefängn ß zu Mainz, 850 JL. Gehalt. Eingesandt. Gießen, 23. April. Bis das „ofsicielle Reckt", von welchem der Einsender in Nr. 94 d. Bl. redet, seine Beseitigung, die von Jahr zu Jahr dringender nothwendtg wird, in der nächsten Zukunft gefunden hat. gönnen wir der evangelischen Ktrchengemeinde alle Zuschüsse welche den gottesdienstlichen Zwecken und einem wahren kirchlichen Bedürfmß dienen auch wenn wir unser Scherflein einstweilen nock dazu beitragen müssen. Wir wollen auch zugeben, daß eine zweckentsprechende, würd'ge Beleuchtung der inneren Kirche während des Gottesdienstkß unabweisbar und die Beihilfe her Stadtkasse für diesen Fall noch innerhalb der Grenzen liegt, welche durch das „osfictelle Reckt" gegeben sind. Wollte man aber z B. die Kaffen der Angehörigen anderer Confefsionen durch die Communalsteuer zur Bestreitung des Verbrauchs an Petroleum oder Gas in der Kirche bei Vorträgen, die sich über das Gebiet der Geschichte erstrecken, heranztehen, so wäre das trotz des „officiellen Rechts" ein unberechtigtes Verlangen, gegen welches wir umsomehr Protest einlegen müßten, als das „ossicielle Reckt" schon bei correder Begrenzung eine durch die veränderten Verhältnisse hervorgerufene Verletzung der Parität tnvolvirt. 73t) Ueber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige In eine oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn man von der Annoncen - Expedition von Äfl AA8E2VSTE8M' «6? VOGMjJEB in Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt Bekanntmachung. . Zum Firmen - Register des unterzeichneten Gerichts wurden heute folgende Einträge vollzogen: Es betreiben: 1. zu Wieseck: Heinrich Rau daselbst eine lithographische Anstalt und Fabrikation von Cigarrenkistchen unter der Firma „Heinr. Rau"; 11. zu Gießen: 1. Ad olf Flaschen eine Handlung in Manusaktur-Waaren unter der Firma „A. Flaschen", 2. OttoSchaaf eine Droguen- und Chemikalien - Handlung unter der Firma seines Namens, 3. Theodor Wittlich eine Colonial - Maaren - Handlung unter der Firma „Th. Wittlich". Isaak Goldschmidt dahier hat ein 31. v. Mts. sein Geschäft nach Frankfurt a/M. verlegt, woselbst er es unter der seitherigen Firma fort- sichrt. Letztere wurde im hiesigen Firmen-Register gelöscht. Gießen, den 21. April 1884. Großh. Amtsgericht Gießen. Müller. 2903 Arbeitsbersteigenmg. Donnerstag de« 1. Mai d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Freiherrlich von Rabenau- schen Oberförsterswohnung bei Kessel- bach folgende Reparaturarbeiten in Accord gegeben werden: veranschl. zu ,1. Maurerarbeit «X 40.— 2. Schreinerarbeit „ 64.50 3. Schlosserarbeit „ 32,50 4. Weißbinderarbeit „ 153 — 5. Dachdeckerarbeit „ 32.— Londorf, am 21. April 1884. Der Bauverwalter. 2883 Unger. Versteigerung. Donnerstag den 24. April d. Z., Mittags 2 Uhr. Süerben in der Flettischen Hofraithe 1 Schlendermaschine, Kleider- und Küchcnschränke, Tische, Stühle, So- vha's, 1 Kommode, 1 vollständiges Bett, 1 Pianino, 1 Standuhr, verschiedene Spiegel und Bilder öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert. Bühner, 2902 Gerichtsvollzieher. Allgemein er Anzeiger. 2874 M« Hann9 Lindenplatz. unter Kostenpreis. 2891 Buckskinunsfäge tein wollene für Herren Mark 19.—, empfiehlt 2466 M. Weiner, Marktstraste. 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Voranschlag und Bedingungen sind bei mir eiuzusehen und die Offerten schriftlich bis längstens Montag den 28. d. M., Nachmittags 3 Uhr, an mich abzugeben. Klein-Linden, den 23. April 1884. 2894 Wilhelm Rinn. Ieitgeöolenes. Brennholz beste Qualität. Tanncirholz . - . per Mtr. 7.00 geschnitten . „ 8.00 gehackt ...... „ „ 9.00 „ Ctr. „ 1.20 Buchenholz • . . „ „ „ 1.20 (Bei 10 Ctr- frei ins Hans geliefert.) 26 &nda». EwBer. Nordanlage 5. prima Apfelwein empfiehlt Restauration JF. Kuppel* 2630 am Justizgebäude. Wenzel’s Garten (Hotel Bellevue). 3»* Sonatäg den 27. und Montag den 28. April 1884: des Ungarischen Künstler-Ouartctts Pinter Bunko aus Budapest, Welches 8 mal im Palmerrgarten zu Frankfurt a/M. bei ausverkauftem Hause concertirte. Entree &O Pffl 2904 Sonntag Anfang 6 Uhr Montag Anfang *|3S Uhr. tiartenmöbel in Eisen und Holz in neuer Auswahl. 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Werde nur gute Arbeit liefern. Sophie Gerhards, geb. Tegeler, 2736 Neustadt 57 F. 2737 Zum Kleidermachen süchHs sofort einige junge Mädchen, Gehül- finnen und Lehrmädchen S. Gerhards, Neustadt 57 F. 2876 Ein junges Mädchen von 13 bis 14 Jahren für mehrere Stunden des Tages zum Aufwarten zu sofort gesucht. Gartenstraße 29 II. s Die Nr. 28 enthält: Ostersieg. Gedicht von Oskar Pank. — Torilde von Tornau. «Fortsetzung). Ein historischer Roman von H. Engelcke — Drei Ostern- Eine indische Geschichte nach dem Leben erzählt von S- B- — Vorbereitung zum Fest- Bild uon Meyer v. Bremen. — Ostersonnabend in Florenz. Von K- Zacher- — Nietschels Pietas- Mit Abbildung. — Nach sieben Jahren- (Fortsetzung.) Novelle von Germanis. — Thaddäus Kosciuszko- Von Th- H. Pan- tenius- Mit Porträt. — Osterrechnung. — In unserer Spielecke. Mit zwei iöuftrirten Beilagen: Vor Ostern. Mit zwei Abbildungen. — Umschau in fernen Landen. Nr- 29 enthält: Torilde von Tornau- (Fortsetzung.) Ein historischer Roman von H. Engelcke. — Träumerei. Nach einer Photographie. — Röpers Rettungsfloß. Von Reinhold Werner- — Nach sieben Jahren- (Fortsetzung.) Novelle von Germanis. — Karl der Große und die bildenden Künste. Mit sechs Illustrationen. — Eine deutsche Herberge zur Heimath jenseits des Oceans. — Am Familientische: Im Londoner Gedränge. Zu dem Bilde von H- Schaumann. — Vom Geburtstage der ewigen Stadt. — Rechtsrath. — In unserer Spielecke. Mit einer Beilage- . 2505 Gymnasiasten oder Realschüler finden gute Ausnahme mit Penficm. Wo? sagt die Exped- d. Bl. 2889 Einen tüchtigen Schäfer such: Schuchard, Neuhof b- Langgöns Ardeitsmrmittellmg. Arbeit gesucht für: Handarbeit, Laufdienst. . Ph. Jung, Ludwigsplatz 16, 69 Bezirksvorsteher. Redaktion : Ä- Scheyda. - -trucf und Verlag der Brühl'schen Druckerei (F r- Ckr^Vietseb) in Gietzen. hättet Die heutige Nummer eutyatr J Murrer Kltfeiti? ff*? seinem geblE" । ward \ Seiner W*,6 Lgi Wie« * *«l«* * M ADENg da Sri»**- [ege»" etiaMrelS «“W“ Mihm- Sem Pau Jieufiabt wirb bmit schm, °ul Ett Genehmigung orr6 Klerikale - Action gegenüber di sog. kleinen Wäger ruhen, zu beseitiget längerung des Soci loseren Versuch föm setze seine weitaus s rin derartiges Borg Bei der am bern für den Grof and 34 «erntir DreNachri Sonüantinopd zu; ivruck gemacht. Kr Eltern unverholen namentlich die per feinen Güßen gegi wohnen im ©artet Pracht ausgeßattet zekoßet haben soll, stellen Verlegenheiti der Mißwirthschaft ein -bedeutendes Op Die eigent in Tongking gelten iür beendigt, die l den mllitärischen B W. 5000 Mann bunt gemischt, hat um bedroht von hh «Wens ihre -geo gunjen Tomkim *!*'t dorstellen' ’M« Ijdten tönn S*i«neMtm «’Rm, die Seb« Seines betofa. -"b chMchen '"beffen mih|ei h-erdnrch al» - . Die Ber'n ?xlro "ach Qo. Se Regierung" q Qb’ljg^ "tzegijks". s Hchiil