««- bitt, 8$. llicheii °°u,t „ , 16^ , 43 v, 'lade „ „ 40 O c Spedition «KP» ’’ j?ramet, Bleich, ^»Pfoste^ '»Elsoffer. ÜMM ität empf.: packet 9 Petri Wwe., Frieeut- 391 »1 ■' ?*ss* -sE, ANS »;;Ä* LLK W°° d-r - b?rg2*** -Kes MLr ^-5 tftngen. ienlogis, 3 Zimmer, lubchör, ist ju ver- pr. 1. April ju br- __Mtifynfanb 22. _ amilienlogis zu oeT Kaplan^che 18. )tn Häuft, Selters- Etagt-9 Stuben-c. -etheitt, neu her» lid) mit Garten, zu Avril zu beziehen- lirtes Zimmer zu m- Ästerweg 15. iilienlogis, 2 Zimmer zu vermiethen. Neuenweg 25. .iS iu vermiethen bei ter II., Neustadt 52. , ober IL Stock, enth' Kammer rc., mit ober ,nb Chaisenremise, pr- imiethen- H. Adame. Äi8 mer mit Zubehör, zu Nr. 20. Donnerstag den 24. Januar 1684 iPRPliPT 2t illPlilPi Amts- und Anzeigtblatt für den Kreis Gießen. Vurean: Schul st raße 7. Erscheint -Äglich mit Ausnahme des Montags. PreiK vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerkohn. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hheil. Bekanntmachung. Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz hat dem Vorstand des Vereins für Geflügel- und Vogelzucht in Mainz die Erlaubnis, ertheilt, gelegentlich seiner vom 15.—19. März d. I. abzuhaltenden Ausstellung eine Verloosung von Geflügel, Vögeln rc. zu veranstalten, und zwar unter der Bedingung, daß höchstens 8000 Loose L 50 H ausgegeben und mindestens 60% des Brrttoerlöses Aus den Loosen zum Ankauf der Gewinngegenstände verwendet ^werden. — Der Vertrieb der Loose ist im Großherzogthum gestattet. Gießen, den 22. Januar 1884. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann._____ _____________________ _ ____________________ Bekanntmachung. Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz hat dem Pserdemarkt-Comitö in Caffel die Erlaubniß zum Vertrieb von 500 Loosen ä 3 JL sür die am 28. Mai d. Js. zu Cassel stattfindende Verloosung von Pferden rc. in den Kreisen Gießen und Alsfeld ertheilt. Gießen, den 21. Januar 1884. Großherzogliches Kreisamt Gießen. ___________________________ Dr- Boekmann. _____________________________________ Bekanntmachung. Nachdem Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz durch Verfügung vom 18. Juni 1883 genehmigt, daß der zur Bestreitung der Kanzleikosten Großherzoglicher Handelskammer für das Rechnungsjahr 1883/84 noch fehlende Betrag von 970.— auf die Wahlberechtigten zur Handelskammer ausgeschlagen werde, auch das betreffende Hebregister durch Verfügung vom 18. Januar l. I. für executorisch erklärt hat, legen wir dieses Register 8 Tage, vom 23. bis zum 31. d. M. auf dem Bureau des Unterzeichneten zur Einsicht der Interessenten offen. Einwendungen und Beschwerden gegen dieses Hebregister müssen während dieser Frist bei uns vorgebracht werden, andernfalls solche keine Berücksichtigung finden. Gießen, den 20. Januer 1884. Großherzogliche Handelskammer Ed. Silbereisen. Politische Ueberstcht. Gießen, 23. Januar. Es ist nicht zu leugnen, daß der politische Horizont nicht frei von sog. dunkeln Punkten ist. Die Krisis in Spanien muß schon um deshalb Besorgnisse einflößen, well die französische Presse gar kein Hehl daraus macht, daß die französischen Sympathien auf Seiten derjenigen Elemente stehen, welche die öffentliche Ruhe in Spanien bedrohen. Die Angelegenheiten in Egypten müssen der englischen Negierung schwere Sorgen machen; aber die Ereignisse, die sich dort abspielen, sind wohl geeignet, auch außerhalb Englands ernsthafte Aufmerksamkeit zu erregen, da in demselben der Keim neuer Verwicklungen zwischen England, Frankreich und der Türkei liegen könnte. Die Tongkingfrage endlich ist, nachdem die Chinesen die Absicht zu erkennen gegeben hatten, durch Sperrung des Kantonflusses eine Art von Kriegszustand in den Vertragshäsen von Kanton herzustellen, in ein Stadium getreten, das sämmtliche mit China Handel treibende Mächte in Mitleidenschaft zu ziehen droht. Trotz alledem herrscht augenblicklich keine tiefer gehende Beunruhigung. Was Spanien angeht, -so hält man es für wahrscheinlich, daß die Energie des wohlberathenen und vielfach gewarnten Königs eines drohenden Ausstandes vor dessen Ausbruch Herr werden dürste. In Bezug auf Egypten will man in der Entsendung Gor- don's ten Beweis erblicken, daß England dort thatkräftig einzugreifen beabsich- -tigt, wogegen man den französischen Einmischungs-Gelüsten keine zielbewußte Beständigkeit zutraut. Die chinesischen Angelegenheiten endlich werden sich voraussichtlich noch lange hinziehen und in erster Linie wohl nur den französischen Steuerzahlern empfindliche Schtnerzen verursachen. Der europäische Friede aber, und der ist schließlich die Hauptsache, wird von keiner Seite als ernstlich gefährdet betrachtet, und die Reise des Herrn v. Giers nach Wien, die Versetzung des Grasen Herbert Bismarck nach Petersburg werden als Zeichen angeführt, daß die Beziehungen zwischen den drei Kaiserreichen augenblicklich als mehr befriedigend zu bezeichnen sind, als dies seit langer Zell der Fall gewesen war. Unter diesen Umständen sieht man dem kommenden Frühjahre, das im Herbste noch manchem Politiker als gefahrbringend erschien, mit der Zuversicht entgegen, daß es dem allgemeinen europäischen Friedensbedürfniß entsprechend ohne Störung des Friedens vorübergehen werde. Der Ausgang der jüngsten „Culturkampf-Debatte" im preußischen Abgeordnetenhause hat nicht überrascht, denn die Ablehnung des Reichensperger'jchen Antrages konnte von vornherein erwartet werden. Wenn es überhaupt etwas Ueberraschendes an diesen ganzen Verhandlungen gab, so war es die feste, selbstbewußte Haltung, welche der Cultusminister v. Goßler zur Schau trug. Das Centrum konnte aus den Erklärungen desselben deutlich entnehmen, daß es $für die Regierung denn doch eine Grenze in ihren Con- cessionen in der kirchenpolitischen Frage giebt. Namentlich machte die entschiedene Erklärung des Ministers, daß an eine Begnadigung der Erzbischöfe von Köln und Posen nicht zu denken sei, tiefen Eindruck und es dürste deshalb die Schroffheit nicht verwundern, mit welcher der Abg. Windthorst den Ausführungen des Herrn v. Goßler entgegentrat. Es sind lange nicht so scharfe .Wor^.7 zwischen Ministertisch und Centrum gefallen, als am Freitag und Samstag und nach der Meinung des Abg. Windthorst stehen wir vor einer neuen Aera des Kampfes auf kirchenpolitischem Gebiete; die Chancen des Centrums sind indessen unleugbar gefallen und es bleibt abzuwarten, ob dasselbe wirklich in die alte entschiedene Oppofitionsstellung gegen die Regierung zurück- hehren wird. In der badischen zweiten Kammer ist am Samstag die Interpellation Pflüger über Aufhebung der geheimen Abstimmung bei den Reichstagswahlen zur Verhandlung gekommen. Der Staatsminister Turban erklärte, .daß ein solcher Antrag beim Bundesrathe bisher nicht gestellt und Die badische Regierung daher noch nicht in die Lage gekommen sei, zu der Frage Stellung zu nehmen. Die Interpellation wurde alsdann einer längeren Besprechung unterzogen, in der sich sämmtliche Redner, klerikale sowohl als auch demokratische und liberale, für die Aufrechterhaltung der geheimen Wahl erklärten, mit besonderer Schärfe der Führer der nationalliberalen Partei, Abg. Kiefer. Der. entschiedene Widerspruch, der sich von allen Seiten bei der Ankündigung des Ministers v. Puttkamer von der Eventualität einer Abschaffung der geheimen Wahl erhoben hat und in der badischen Kammer lebhaften Ausdruck fand, wird hoffentlich seine Wirkung an .maßgebender Stelle nicht verfehlen. Es scheint uns undenkbar, daß wirklich ein derartiger Antrag an den Bundesrath kommen sollte. In jüngster Zeit machen die angeblichen Verschiebungen in den Parteiverhältnissen Württembergs viel von sich reden. Es heißt, daß sich eine Annäherung der deutschen Partei, welche die gemäßigten Elemente, sowohl nach conservativer als auch liberaler Richtung hin, umschließt, und der demokratischen Volkspartei bemerklich mache. Unter den Anhängern der letzteren soll sich ein gewisser Umschwung in nationalem Sinne bemerklich machen und feien namentlich die jüngeren Führer von dem Bestreben erfüllt, sich dem Standpunkte der gemäßigten Partei zu nähern und die Politik der fruchtlosen, stets negirenden Opposition aufzugeben. Im Sinne der Erstarkung des Reichsgedankens wäre eine derartige Annäherung zwischen der deutschnationalen und der Volkspartei in Württemberg gewiß nur mit Freuden zu begrüßen. Der russische Minister des Auswärtigen, Herr v. Giers, ist am Sonntag früh, von Stuttgart kommend, in Wien eingetroffen. Noch im Lause des Tages hatte derselbe eine Privataudienz beim Kaiser, welche 40 Minuten dauerte, später conferirte der Minister mit dem Grafen Kalnoky über eine Stunde. Die Montags-Revue bezeichnet es als eine erfreuliche Thatsache, daß der diesmalige Besuch des Herrn v. Giers in Wien keine gewagten phantastischen Commentare hervorgerufen habe und daß die Beziehungen der beiden Kaisermächte, Deutschland und Oesterreich, zu Rußland als durchaus geregelte und freundschaftliche vorausgesetzt werden. Derart habe das deutsch-österreichische Bündniß seinen conservaliven Grundgedanken an der Stellung Rußlands erprobt. Rußland bekunde immer deutlicher seinen Entschluß, die Ausgabe steter Fühlung und Verständigung mit den beiden Kaisermächten allen einseitigen politischen Entscheidungen voranzustellen. Es sei demnach die Hoffnung berechtigt, daß dir einzelnen sich ergebenden Fragen immer mehr im Geiste praktischen gegenseitigen Wohlwollens aufgefaßt und behandelt werden. Es sei in'ö politische Bewußtsein gedrungen, daß Gegensätze zwischen Oesterreich-Ungarn und Rußland, welche nothwendig eine gewaltsame Entscheidung fordern, an sich nicht bestehen und nur durch eine selbstsüchtige begehrliche Politik geschaffen werden könnten. In Spanien ist nunmehr ein conservatives Ministerium unter CanovaL de Castillo ans Ruder gekommen, nachdem die verschiedenen mit liberalen Ministerien unternommenen Experimente mehr oder weniger mißglückt sind. Castilla war schon einmal, vor 10 Jahren, Ministerpräsident, er führte den König Alfonso nach Madrid und unter seinem Regime begann Spanien auszublühen. Er ist ohne Zweifel der bedeutendste jetzt lebende spanische Staatsmann, dessen Bedeutung man auch in Spanien anerkennt; aber immerhin erscheint es noch fraglich, ob sein Einfluß so weit reicht, den mannigfachen sich in Spanien kreuzendem Deputirtenkammer brachte Beznini eine im adriatischen Meere und der Ermord- Rom, 22. Januar. In der Interpellation ein wegen der Fischerei ung eines Fischers in Spatalo. Der Minister behielt sich vor, den Zeitpunkt der Beantwortung der Interpellation zu bestimmen. Der Gesetzentwurf, betr. die Verlängerung der gemischten Gerichte in Egypten, wurde angenommen. Petersburg, 22. Januar. Der „Russische Jnvalioe" veröffentlicht eine kaiserliche Ordre, betreffend die Einführung eines neuen 2Viozölligen Stahlgeschützes bei der Gebirgsartillerie und erklärte die Nachricht, daß zum Bau der Poleßjebahn und der Eisenbahnlinie Sedlce-Malktn drei Eisenbahnbataillone verwendet werden sollten, für unbegründet. Lokales. G. Gießen, 23. Januar. ^Sterblichkeit in Gießens Die Zahl der Todesfälle Während der Woche vom 13. bis 19. Januar belief sich im Ganzen auf 11. Kinder wurden 4 betroffen, von denen das eine wenige Stunden nach der Geburt an Schwäche Aarb, 3 Kinder zwischen dem 2. und 10. Lebensjahre erlagen der Diphtherie. Bet den 7 erwachsenen Personen war Todesursache: Lungenschwindsucht 2mal, Lungenentzündung, Lungenödem, Darmentzündung, Schlagfiuß, Altersschwäche je einmal. Vermischte-. Wie«, 22. Januar. Wechsler Eifert erlag heute Abend 9 Uhr 45 Minuten Jemen Wunden. Dartei-Jntriguen die Spitze zu bieten. Vorläufig will Castillo versuchen, sich S den Cortes eine Majorität zu verschaffen, zu welchem Zwecke dieselben aus- oelöst worden sind und sollen die Neuwahlen im April stattfinden. 8 Die englische Regierung hat beschlossen, Gordon Pascha nach dem Sudan m entsenden und die dortigen Zustände eingehend zu prüfen- Diese Wahl ist eine sehr glückliche, als früherer General-Gouverneur des Sudan kennt Kordon Pascha dort Laild und Leute aufs Genaueste und erscheint darum als die geeignetste Persönlichkeit, über die dortigen Verhaltmffe zu refenren. Gordon ^Pascha war anfänglich dazu bestimmt, den Oberbefehl über vre belgische Congo-Expedition zu übernehmen, doch erhielt er die erbetene Entlassung aus deni englischen Dienste nicht. ____ ,________________ — Darmstadt, 21. Januar. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben ^^Am^12^ Januar dem früheren Bürgermeister der Bürgermeisterei Auerbach, im Kreise Bensheim, Jakob Löhr das silberne Kreuz des Verdieilst- “X» d-- Kreise Bensheim, Konrad Ahlhenn das Allgemeine Ehrenzeichen mit der In- schrift: „Für langjährige treue Dienste" zu verleihen. Darmstadt, 21. Januar. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 4 Cnt^ Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, die ", $»"?<•»" Reichs Gewerbe-Ordnung, welche sich gegen die sogenannten Wmkelconsulenten richtet, mtt^dem I d MO M Kraft g-tteten tft soll mit aller Strenge darauf bte fetit vorhandenen Gewerbetreibenden der genannten Art, welche sich Volksanwälte, Rechtsbetstände, Rechtsconsulenten, Proceßbevollmächtigte, Schrsitenverfasser s w. nennen, auch wenn sie zur Umgehung des Gesetzes andere Form.n, z.. B.> dte Scheinabtreiung von Forderungen, wählen, ..den Gewerbebetrieb, sobald sie ihn nach dem 1. d. M- betreiben, sofort anmeldea. Uebrigens sind die gemäß des S 38 der revrdtrten Gewerbe-Ordnung vorgesehenen, den Centralbehorden überlassenen Vorschriften darüber, in welcher Weise die wehrerwähnten Gewerbetreibenden ihre Bücher zu führen und welcher polizeilichen Aufsicht über den Umfang und die Art ihres Geschäftsbetriebs sie sich zu unterwerfen Haven, noch nicht ergangen. Telegraphische Depeschen. Wslff'S telegr. Eornesporrderrz-BureL«. Berlin, 22. Januar. Das Abgeordnetenhaus erledigte heute nach wenig er- Leblicher Debatte den Rest des OrdinarrumS und Extraordtnariums des Eisenbahn- Etats- Auf Anfrage erwiderte Minister Maybach, das Projekt eines Umbaues des Erefelder Bahnhofs sei Schwierigkeiten halber noch nicht fertiggestellt.er hoffe aber, die bezüttl-che Forderung dem Hause bald vorlegen zu können. BetrAs der Verha - nisse der Bahnhöfe der westfälischen Provinzialhauptstadt stellte der Minister Abhülfe in Aussicht. Morgen: Petitionen. r — Das Herrenhaus genehmigte die Eisenbahnversiaatl'chungs-Vorlage unver- Lndert. Minister Maybach bezeichnete die Verstaatlichung der Tilsit - Jnsterbucger, Berlin-Hamburger und Bremischen Bahnen als noch tm Scssionslaufe bevorstehend. Der Bau der Braunschweig-Hildesheimer Bahn sei in Aussicht genommen. — Der Volkswirthschaftsrath wurde heute durch den Minister v. Bötticher eröffnet, welcher die Erschienenen herzlich willkommen hieß. Die Versammlung beschloß unter Verzicht auf eine Ausschußberathung sofort in die Generaldiskussion über die Unfallversicherung einzutreten. v e r, r, — Der „Reichsanzeiger" theilt den Beschluß der Strafkammer de§ hiesigen Landgerichts wegen des Eisenbahnunglücks auf dem Steglitzer Bahnhofe mit, wonach der Bahnhofstnspektor außer Verfolgung zu setzen ist. Die Voruntersuchung hat nach feiner Richtung hin die Vernachlässigung seiner Pflichten ergeben, vielmehr ist es als erwiesen anzunehmen, daß die Durchlässe eigenmächtig durch Personen aus dem Publikum geöffnet wurden und dadurch die Katastrophe herbeigeführt wurde. —- Denjenigen Blättern gegenüber, welche den Prinzen Radziwill als Koadjutor für das Erzbisthum Gnesen-Posen bezeichneten, erinnert die „Nordd. Allg. Zig." daran, daß schon 1881 in der Presse versucht worden sei, denselben als einen der Regierung genehmen Kandidaten für den fürstbtschöflichen Stuhl in Breslau htnzustellen und daß sie damals in der Lage gewesen, diese Kandidatur als eine für die Regierung unmögliche zu bezeichnen. Die „Nordd. Allg. Zig." fügt hinzu: „Wir wüßten nicht, was sich seitdem in der Beurtheilung der Personen und Verhältnisse geändert hatte und möchten meinen, daß jede Kandidatur des Prinzen Radziwill auf den Bischofssitz -ein für alle Mal abgethan sei. Wien, 22. Januar. Die Erzherzogin Maria Theresia ist cn den Masern leicht erkrankt. — Der russische Minister v. Giers hat heute Vormittag die Rückreise nach Petersburg angeireten. — Der ungarische Ministerpräsident Tisza, welcher hier eingetroffen ist, wurde heute Vormittag vom Kaiser in längerer Audienz empfangen. Tewesvar, 22. Januar. Der Gerichtshof hat den Dr. Julius Rosenberg, welcher den Grafen Batthyanyi im Duell erschoß, zu 2 Jahren Gefäng- niß und in die Gerichtskosten verurtheilt. Sowohl der Staatsanwalt als auch Dr. Rosenberg haben gegen dieses Urtheil appellirt. London, 22. Januar. Kurz vor der Abreise des Prinzen von Wales nach Halton am vergangenen Dienstag wurden in einem Bahntunnel mit Explosionsstoff gefüllte Pakete gesunden. Dies gab zu dem Gerüchte von einem beabsichtigten Attentat auf den Prinzen von Wales Veranlassung. Die Pakete, Deren Inhalt sich als bedeutend weniger gefährlich wie Dynamit erwies, wurden in solcher Lage vorgefunden, daß ein Schaden unmöglich hätte angerichtet werden können. iM6 MitÄ besteht, würben bis Ende 1883 oon iu/ w 0 ntw Äaffe einem dringenden eÄXÄt ®U S'nl.ge- .st im neuen 3a6r, «uf 116 S-sti-S^ Der g-sch-stMbr-nde Ausschuß des LandeS-CoaE für di° W°N°-b-schSdigl-n wurde. Mit welcher Sparsam! t g Qn VerwaltungSkosten nur die daß bei einer Einnahmevonet ^verausgabt wurde, während das Zinserträgniß kleine Summevon ^wa§über3UUU^ ß^aufüber 6000 belief. - Den Land- al!^ü0rÜ^rT6^ HA DernSetTatten? ben ®ertb des ihnen gelieferten Saatgutes und wtrthen, welche fi^v^pfltcvt yallen^^ .urüctjuerftQlten, sind die schuldigen Beträge Biehfutters 6°nz oder zur H ste wi 0 ^rdrn. - Der auf Antrag des Herrn bekanntlich auf ^ ^ardt nach Beschluß des Landes-Comit^s gegründete Fond zur Commerzienrath Eng lb spätere größere Ueberscbwemmungen in Roth k-r°td-n7b-dü st-ge Emwohner des Gr^herzogthums b-zlff-rt sich dermalen aus rund «n ono 1 unb ft in 4proc hessischen Staatspapieren zinstragend angelegt. 60,000 JL uno m t P mlttclrbeinifdje Musikseft wird am 6. und 7. Juli l. I. in unsmr Stadt^bgehalien werden und damit die Feier des !^s»i«Mrigen Bestehens TOnin.Tr Siirberiiifd" verbunden sein. Zur «orbereitung dieses vaierstädtischen F-st-"s und zu Mer würbigen Durchsührung hat der Ausschuß der .Mainzer Lieder- PJ.i* Pin ^eftcoiriitö und sechs Commissionen gebildet. U Mainz 20. Januar. Der Carneval ist bei uns dieses Jahr neu erwachs Heute hatte b i gsnz ungeheurem Menschenzulauf die Prinzengarbe ihre Fahnenweihe £ her neuen Stadthalle. In ber Letzteren saß man Kops an Kopf gedrängt und änderte standen ringsum. Punkt halb 5 Uhr zogen die Begleitmannschaften der Fahne M den Saal u7d begann das schönste carnevalistische Treiben. Ma'nz, 18. Januar. Heute Abend vor E-öffnung der Sitzung des großen Carnevalvereins erschlenen in dem prächtig geschmückten Narhalla»Saal der Groß- Herzog nebst Ptt.nessinnen Töchtern in Begleitung des Herrn Pcovinzialdtrectors Küchler und des Herrn Oderbürgermttster Du Mont. Die Gäste wurden von dem Präsidenten detz Vereins Heren Wilhelm Jacoby, und den übrigen Mitgliedern des (Somitc 5 bes grüßt Unter endlosem Jubel und "unter den Klängen der „Narhalla^ betraten dieselben' den Saal, in welchem sie über eine halbe Stunde verweilten. Nachdem begaben sich der Großherzog nebst Töchtern in das Kgl. preußische Militärcasino, um einem Wohltbattokeits-Concert des Al'ce-Frauenvereins beizuwohnen. Mainz, 19. Januar. sRette Flitterwochenj Eine noch lange Frau auS Dien- Hm erst seit 10 Tagen verhetrathet, hat ihrem Manne bcn PhoSphoc von Zünd- bölzchen in das Essen gemischt. Der Mann, der erkrankt war, befinbet sich bereits wieder auf dem Wege der Besserung. Die Verbrecherin ist verhaftet. Frankfurt a. M. „Gegen Mord und D'ebstahl schützen ferm drrssirte Leonberger Hunde" — so las vor einiger Zeit ein hiesiger Bürger in einer Annonce der Alla- auf dem Bürgerverein in der Eschenheimergasse. Zu Hause angekommen — es war um die Zeit des Mittagsessens — findet er feinr: Gattin ganz erschreckt von dem Besuche eines Stromers, ber bis in bte Wohnstube vorgedrungen war und aus j die entrjüsche Zurechtweisung ber Hausfrau nur unter Schimpfen retidds, da bas Dienstmädchen noch rechtzeitig aus ber Küche herbeigee It war und Lärm nach der Straße hin zu schlagen dcohte. Die „ferm dressnten Leonberger Hunde" fielen dem durch die Lectüre der vielen Mordgeschichten der letzten Zdt ganz nervös gewordenen Hausherrn ein; er schrieb an den Hundezüchter C- Burges in Leonberg und verlangte rnen „auf ben Mann dressirten" Hund, den er drei Tage^ später mit einer Rechnuntz über 150 JL und einer ausführlichen Anweisung, wie der Hund zu behandeln sei, auch cchielt- Das Thier flößte ungeachtet seines furchtbaren Aussehens Vertrauen ein, da einige nach seiner Ankunft sofort gespendete Stücke Wurst es folgsam gemacht hatten. Die Nacht Farn, die Thür des Hauses (zum Alleinbewohnen) war geschlossen, die Lichter ausgelöscht und dem Hund ein gutes Bett auf dem Vo '.Achd-m iegata wcoßno, um einem WF-MMM, WMor ton M„d- ,.b $ iirter fveeiellem Hinweis auf eine schone (Collection Damen Zug, Kinde«- Schnür- und -Knopf- Stiefel ein verehrliches Publikum zu diesem Verkaufe ergebenst eiuzuladen. Hochachtungsvoll Eh, Kau, Schuhwaarenhandlung, Schulstraße 10. 565 Einen braven ^us- | 557 Mn ,E^sggW*Erp. d^Bl? tragen gesucht bet Jtou» iu > Ballrosen, Bouquets, Laub, Silber- und Goldspitzen, Borden, Litzen, Wachsperlen empfiehlt _ 504 Fr. Kreuz. Kreppet Neue Reinschmeckende Cafiee'S von 1 X bis 1 X 60 (auf meinen guten Java-Caffee MX pr- Pfd- mache ich besonders aufmerksam), Gebrannten Cafiee pr. Pfd. von 1 X bis 1 X 60 Zucker (ff. Raffinade) .pr. Pfd. 43 im Brod 40 H, Würfelzucker pr. Pfd. 45 Gemahlener Zucker (rein) pr. Pfd. 4b sowie alle anderen Colonialwaaren em- pfiehlt billigst Retter, 453 27. 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Bl. ibre rQÖen' ^ie durch Blumenspenden uns ur f°roierQlIen' die die treue Verblichene Dank g-lertetm sagen wir unfern aufrichtigsten bach ieiwn S "7 .uns gedrungen, Herrn Prof. Dr. Kalten- und Dr NN er Assistenzärzten. den Herren Dr. Gottschalk PnD £ '1er' ferner fernem gesummten Personal bestens -n SÜL'Ä »»«"“"«' M. 6. OhL1 UtteJ rcarirrn^c^rer ätzten, nut der Todesursache in keinem Zusammenhang stehenden Krankheit angedeihen ließen. 3 Gießen, den 23. Januar 1884 Die Beerdigung findet Freitag Nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause Uermietyungm. 554 Ein kleines Famil'enlogis zu ver- miethcn.____Kaplansgasse 18. 451 Zwei kleinere Familien-Logis zu vermiethen und I. Februar zu beziehen. __ _ Ludw. 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