’fb. d. $( Wrr rved. d. Bl. ."LExped. d.U *'■ 2* Kroneberg, Erling wit enntniffcn fix von -ä Müller, süchtige Schlofftt» | ÄS*“"’ ‘nieiftcr iit Marburg, I kimeg Nr. 31 i n_i ßeMaffel, 'n frtunbfitfe I Aufnahme. . > Bl. _ 2765 I s Dienstinüchew f wird gegen gutem-1 : Erved. d. M. hende Wüst mb bald zu übei« Auskunft bei ;ilh. Krämer. ier Schreiner gD . Lack, WW'k. chlung. Men, die von mit ziclefeld Betriebe« nacherei e die geehrten Dam :gend um Ihre wtrtk ur gute Arbeit lieM 18, geb. Tegeler, tobt msmsi *\k älun*. ic. Mhe» d!>» ,-er Schaff rvis,r der Sel^ n’sSelN' W,ld. V '.4r* d-r ®s M .ses ^'teri retieit WSm leit io® 'Burk»! p*> lÄetlebW« singcr in - finbrt W“111 [ Nachhül^ . Mr. 94» Mittwoch den 23. April 1884 Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. fthtteau: Schulstraße 7. Erscheint täskich mit Ausnahme des MontagS. R.^^k^o^hrlich 2 Mark 20 Pf. mit^BringerlohK. Amtlicher H H e i l. (Nr. 1534.) (Nr. 1535.) (Nr. 1536.) (Nr. 1537.) Nr. 10 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 16. d. M., enthält: Gesetz, betreffend die Feststellung eines Nachtrags zum Neichshaushalts-Etat für das Etatsjahr 1884/85. Vom 12. April 1884. Allerhöchster Erlaß, betreffend bte Bezeichnung des Hauptzollamts in Hamburg. Vom 12. März 1884. Nr. 11 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 18. d. M., enthält: Internationaler Vertrag, betreffend die polizeiliche Regelung der Fischerei in der Nordsee außerhalb der Küstengewässer. Vom 6° Mai 1882 Nr. 12 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 19. d. M., enthält: v • f r ' «"^^kunft Zwischen Deutschland und der Schweiz, betreffend die gegenseitige Zulassung der in der Nähe der Grenze wohnhaftem Medrcmalpersonen zur Ausübung der Praxis. Vorn 29. Februar 1884. 9 H ' Gießen, den 21. April 1884. Großherzogliches KreiSamt Gießen. Dr. Boekmann. Politische Aeberficht. Gießen, 22. April. Die für Anfang dieser Woche festgesetzt gewesene Abreise des Kaisers nach Wiesbaden ist in Folge Erkrankung der Kaiserin und auch in Folge der wieder eingetretenen rauhen Witterung nochmals um einige Tage verschoben worden. Der Kaiser selbst ist nunmehr wieder völlig hergestellt, wobei allerdings nicht verschwiegen werden kann, daß der letzte Anfall, welcher Se. Majestät betroffen, in den Kreisen Der nächsten Umgebung des hohen Herrn sehr beunruhigt hatte. Erfreulicher Weise hat aber die kräftige Constitution des greisen Monarchen auch diesmal das Unwohlsein ohne weitere Folgen überwunden. Vom Kaiser wie vom Kronprinzen ist der Reichskanzler Fürst Bismarck in der jüngsten Zeit wiederholt empfangen worden und soll es sich in diesen Audienzen um die Reactivirung des preußischen Staatsrathes gehandelt haben. Bekanntlich tauchte diese Frage neuerlich wiederauf; was man indessen bisher über den Stand der Angelegenheit erfuhr, war so verschwommen, daß man glauben konnte, sie würde auch diesmal wieder im Sande verrinnen. Dem scheint nun aber nicht so zu fein, wie ryenigstens aus obiger Meldung hervorgeht; es wird auch von Neuem versichert, daß der Kronprinz den Vorsttz im Staatsrathe übernehmen werde; doch liegt über diese Nachricht eine Bestätigung noch nicht vor, wie denn überhaupt das ganze Project eine greifbarere Gestalt gewinnen muß. Hierauf scheint sich auch die „Bismarck-Krisis" hinauszuspielen, da jetzt von Veränderungen im preußischen Ministerium kaum mehr die Rede ist, ausgenommen, daß Herr v. Bötticher das Handelsministerium unter eigener Verantwortlichkeit mit übernimmt. Die parlamentarischen Osterferien haben für den Reichstag, wie für das preußische Abgeordnetenhaus in dieser Woche ihr Ende erreicht und können die Abgeordneten nach der österlichen Ruhepause neu gestärkt an ihre weitere Thätigkeit gehen. Im preußischen Abgeordnetenhause harren von den wichtigeren Gesetzentwürfen der zweiten Lesung diejenigen über die Kapital- Rentensteuer und über die Reform der Einkommensteuer, in dritter Lesung ist die Jagdordnung durchzuberathen und ebenso sind von wichtigeren Vorlagen noch das Communal-Nothsteuergesetz und die Eisenbahn-Vorlage zu erledigen. Von den zahlreichen dem Abgeordnetenhause noch vorliegenden Anträgen ist namentlich der des Abg. Windthorst aus Vorlegung eines Gesetzentwurfes über die organische Revision der bestehenden kirchenpolitischen Gesetzgebung hervorzuheben. Was den Reichstag anbelangt, so wird sich das Hauptinteresse an seinen weiteren Verhandlungen auf die Debatten über die Verlängerung des Socialisten- gefetzes concentriren. Vermuthlich beendigt die mit der Vorberathung der betr. Vorlage beauftragte Commission ihre Arbeiten in nächster Woche, woran sich jedenfalls sofort die zweite Lesung im Plenum knüpft, von deren Ausgang bekanntlich das Schicksal des Reichstages abhängt. Die Mittheilungen über den angeblichen Verzicht des Grasen LedochowSki auf seine erzbischöfliche Würoe werden jetzt dahin richtig gestellt, daß dieser Verzicht zwar angeboten worden fei, daß aber der Papst die Resignation Ledochowski's nicht angenommen habe. In der diplomatischen Vertretung Rußlands an den süddeutschen Höfen sind die bereits vor einiger Zeit signalisirten Veränderungen erfolgt. Gras Osten-Sacken ist zum Gesandten an den Hösen von München und Darmstadt und Baron Frederics zum Gesandten in Stuttgart und Karlsruhe ernannt worden. Beide Herren bekleideten bisher die Posten von Departements-Chefs im russischen Ministerium des Auswärtigen. Die Hoffnungen, welche die Wiener und Pesther Blätter aus die Orientreise des österreichischen kronprinzlichen Paares setzten, sind durch den Empfang, welcher dem hohen Paare bei seiner am Donnerstag erfolgten Ankunst in der türkischen Hauptstadt zu Theil geworden ist, nicht getäuscht worden. Ganz abgesehen von den herzlichen Ovationen, mit denen die hohen Reisenden Don den Mitgliedern der in Konstantinopel domicilirenden österreichisch-ungarischen Kolonie begrübt wurden, trug ihre Begrüßung durch Sultan Abdul Hamid einen durchaus herzlichen Charakter und auch die eiygeborene Bevölkerung der Hauptstadt bekundete den Gästen des Sultans ihre Sympathie, wenn auch das orientalische Phlegma lebhaftere Gefühlsäußerungen verhinderte. Noch am Donnerstag statteten der Kronprinz und die Kronprinzessin mehreren Moscheen einen Besuch ab und empfingen am Freitag die Mitglieder des diplomatischen Corps. Der Sultan hat dem Kronprinzen den Großkordon des Osmanie- Ordens mit dem Stern und der Kronprinzessin den Großkordon des Scheskat- Ordens mit Brillanten verliehen. In Frankreich steht man noch theilweise unter dem Eindrücke der Reden, welche Ministerpräsident Ferry anläßlich der Gambetta-Feier in Cahors und Perigueux gehalten hat. In diesen Reden wendet sich der leitende französische Staatsmann mit besonderer Schärfe gegen die Bestrebungen der Radikalen, wodurch er sich förmliche Schmähartikel von Seiten der radikalen Presse zugezogen hat. Dagegen werden die Aeußerur.gen Ferry's von den gemäßigt- republikanischen Blättern durchaus beifällig begrüßt, was um so bemerkens- werther erscheint, als Ferry in Cahors wie in Perigueux jeden Anklang an die Revanche-Idee vermied; Ferry will eben nicht, im markanten Gegensatz zu. Gambetta, als der Träger derselben erscheinen und dafür wird ihm ebensowohl der Dank aller besonnen urtheilenden Franzosen zu Theil werden, wie man anderseits in Deutschland dieser maßvollen Haltung entschiedene Anerkennung zollt. — Die militärischen Operationen der Franzosen in Tongking haben, wie bereits gemeldet, mit der Einnahme von Honghoa ihren Abschluß erreicht. Von einer weiteren Verfolgung des Feindes, welcher 5000 Mann stark, sich durch die Provinz Tonhoa nach dem äußersten Norden von Tongking zurückgezogen . hat, ist Abstand genommen worden; doch werden einige Bataillone unter General Negrier behufs Beobachtung des Feindes nach Nindinh aufbrechen. Die Citadellen von Phulanghien und Longvan sind geschleift worden; eine Kolonne wird zur Züchtigung der Urheber der an den französischen Missionären verübten Mordthaten nachher Provinz entsendet worden. — Der Strike in Anzin in Folge des mit 25 gegen 15 Stimmen gefaßten Beschlusses des Gruben- arbeiter-Syndicats, die Arbeit wieder aufzunehmen, beendigt worden. Die kurze parlamentarische Osterpause in England ist von mehreren Seiten zu Kundgebungen benutzt worden. Die bedeutendste derselben war die Rede, welche der Staatssecretär des Innern, Harcourt, am Donnerstag zu Derby hielt und in welcher er Erklärungen über die egyptische Politik der Regierung gab, die besonders scharf die Unaussührbarkeit einer Annexion des Nil-Landes betonten. Im türkischen Cabinet sind wieder einmal Personalveränderunqen im Gange. An Stelle Aarifi Pascha ist Affym Pascha zum Minister des Auswärtigen ernannt worden und der Minister der öffentlichen Arbeiten, Hassan Fehmi Pascha, hat das Justizministerium übernommen. Außerdem wurde der Ober-Ceremonienmeister Munir Bey zum Muschir (Feldmarschall) ernannt. Im Sudan ist eine Contre-Revoluton gegen den Mahdi ausgebrochen, welche die ganze dortige Situation plötzlich in einem veränderten Lichte erscheinen läßt. In der Provinz Kordofan hat sich der Stamm der Tegeba gegen den Mahdi empört, ihm in zwei Schlachten empfindliche Verluste beigebracht und belagert ihn nun in El Obeid, dem Hauptquartiere des Mahdi. Welchen Einfluß die Niederlagen — deren Bestätigung jedoch noch abzuwarten bleibt — des bisher für allmächtig angesehenen Leiters der Sudan-Revolution aus das Schicksal Gordon's in Khartum haben werden, läßt sich schwer ermessen. Vorläufig ist Khartum von den Aufständischen noch eingeschloffen uno weiß man von den Belagerern Gordon's nicht, ob sie auch ferner zu Achmet Mohammed halten oder mit seinen neuen Gegnern gemeinsame Sache machen werden.__ Die deutsche Cholera-Commission ist am Samstag, von Kairo kommend, wieder in Alexandrien eingetroffen und gedenkt von hier aus mit dem nächsten nach Brindisi abgehenden Postdampfer die Rückreise nach Europa anzutreten. Der Mahdi scheint zu seinen Zwecken den religiösen Fanatismus auch der indischen Mohamedaner entflammen zu wollen. Wie man aus Simla Vorder-Jndien) meldet, sind von der indischen Polizei eine große Anzahl von Proclamationen beschlagnahmt worden, die eine aufrührerische Sprache gegen England führen und von denen — wohl nicht mit Unrecht, vermuthet wird, daß sie von dem Führer der Sudan-Rebellen herrühren. AerriMand. Darmstadt, 21. April. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haberr Allergnädlgst geruht: Am 12. April den Oberförster der Oberförsterei Beerfelden Karl Weigand in gleicher Diensteigenschaft in die Oberförsterei Hoch-Weisel zu versetzen, sowie an dems. Tage den Forstaccessisten Eduard Haber körn aus Ortenberg zum Oberförster der Oberförsterei Beerfelden zu ernennen. — Ihre Maj. die Königin von England befinden sich fortgesetzt wohl und unternehmen täglich Ausfahrten mit den Mitgliedern der Großherzog-- lichen Familie. Hierauf: Coppelta (Ballet). f$3lr können die Anschaffung des Buches um so mehr empfehlen, als die Verlagshandlung, um den Bezug zu erleichtern, dasselbe in Lieferungen herausgibt und der Dreis der Lieferung (3 Mark) ein bet dem, wav geboten wird, durchaus Niedriger ist. Erste Lieferungen dürften in allen Buchhandlungen vorräthtg sein. Die Ausstattung in typographischer Beziehung läßt nichts zu wünschen übr'g. Lucia von Lammermoor. Schauspielhaus. Fedora- Der Bettelstudent. 5 ^^^onnta^den^27. April: Zum ersten Male wiederholt: Am er iranisch» Revertoir der vereinigten Ztadttheater ;n Frankfurt a. M. Opernhaus. Telegraphische Depeschen. Wolff'* trleZr. Corsssporr-em°DKvearr» Berlin, 21. April. Wie der „Reichsanzeiger" mittheilt, empfing Seine Majestät der Kaiser heute Nachmittag den Vortrag M Fürsten BiSmarck. — In dem Befinden der Kaiserin ist ein langsamer Fortschritt wahrnehmbar; der wettere Verlauf der Krankheit erscheint befriedigend. — Die „Nordd. Allg. Zig." sagt, datz der Zweck der Reise des Dr. Nacht gal der sei, behufs Organisation emer konsularischen Vertretung an der Küste WeftafrtkaS Informationen etnzuziehen und die dort bereits vorhandenen Interessen deutscher An- yehörtgen inzwischen zu vertteien. In den westafrikanischen Gewässern sei eine dauernde Stationtrung von deutschen Kriegsschiffen beabsichtigt. „ , — Der 3 Congreß für innere Medicm trat heute unter Vorfitz deS Geheimen RathS von Frerichs zusammen. Etwa 300 Herren auS allm Thetlen Deutschlands und Oesterreichs waren erschienen. Zur Vertretung der Negierung waren Staats- Minister von Bötticher, Unterstaatssecretär Lucanus und Geheimer Rath Althoff zugegem ^^u^ 21. April. Dr. Adolf v. Brüning, ehemaliger Reichstags- abgeordueter und Miteigmthümer der chemischen Farbwerke bei Höchst, ist heute früh Plötzltch^estorbm. Das in dem Procrsse Schenk gefällte Enduriheil ist gestern -em LaudeSgericht zugegangen. Nach demselben ist Karl Schenk vom Kaiser begnadigt und die Todesstrafe von dem obersten Gerichtshof in lebenslänglichen schweren Kerkers umgewandelt worden. Die Hinrichtung von Hugo Schenk und Schloffarek soll morgen srüh 7 Uhr ftattfinden. t t u a c snri Paris, 21. April Ein Telegramm des Commandanten des französischen Geschwaders in den chinesischen Gewässern, Admirals Lespes, zeigt an, er treffe Vor- Lereitungen, Amoy zu verlassen und sich nach Futschu und Shanghal zu begeben, sein Aufenthalt in Amoy sei von günstigem Erfolg gewesen. London, 21. April. Die Herzogin von Edinburgh ist gestern von einer Tochter entbunden worden. — Dir „Daily NewS" weist in ihrem Leitartikel auf die Nothwcndigkeit einer Aenderung des Ltquidationsgesetzes zu Gunsten Egyptens hin und behauptet ebenfalls, daß deshalb eine Conferenz der Großmächte — wahrscheinlich in London — statt- finden werde. Bukarest, 21. April. Die Katastrophe im Circus Sidoli ist dadurch entstanden, daß ein Tragbalken des Daches brach, worauf alle Lampen erloschen und Feuer ausbrach. Bet der tn Folge dessen entstandenen Verwirrung sind, soweit bis jetzt bekannt, 5 Personen getobte! und viele verwundet worden. Zur gest. Beochkuntz Schristliche Anfragen wegen Auskunftserthchmrg über Inserate rc. können wir nur dann beantworten, wenn denselben eine Freimarke für die Nückant^rt beigeleB tft Ueber Inserate bezüglich dertzn Offerten emzureichen sind, fft dte Gxp dmon zu keinerlei Auskunstsertheilungen befugt. Offertendriese sind - owert reme befi-.wmte^ f.fnpnfbciHaeiz Abmachungen actrcttcn wurden — in der Ervedttion abruboien Eingesandt. 9 Gießen, 21. April. Dem Einsender in Nr. 92 eine kurze sachliche Erwiderung: Derselbe ist in seinem Recht, wenn er bet dem Verfasser des ersten „Eingesandt «ln Gefühl der Gerechtigkeit voraussetzt gegenüber den anderen Confesfionen unserer Stadt, die nicht in der Lage sino, bei vorhandenen kirchlichen Bedürfnissen an den allgemeinen Stadtsäckel appelltren zu dürfen. Auch unsererseits würde solches E geschehen wenn nicht das officttlle Recht auf unserer Sette wäre. ES ist dieses Recht begründet auf dte vertragsmäßige Verpflichtung der Stadt, zu den Bedürfnissen der evangrltschen K rchen- gemeinde soweit beitragen zu wüsten, als deren übrige Einnahmen aus Kircyen- vermögen rc. nicht h nreichen. Die Hauptfrage dürfte darnach „Liegt hier ein wirkliches kirchliches Bedürfniß vor?" Im Falle der Bejahung wird sich kein Gerecht- denkender der Befriedigung desselben entziehen wollen und auch mit der eveMuellen Zustimmung unserer Stadtverordneten einverstanden sein. Es sind unseres Wissens Verhandlungen im Gang, dte den Zweck haben, obengenannte «u8 der Zeit, da es eine andere als die evangelische Kirchengemeinde hier noch nicht gab, herrührende Verpflichtungen adzulösen, auf deren Resultat jedoch nach unserer Ansicht mit der Aus- führung unseres Antrags nicht gewartet werden kann. Amerikanisch. Lustspiel!« Vermischte 4. Darmstadt, 19. April. Anläßlich der VermählungSfeier der Prinzessin Victoria mit de« Prinzen von Battenberg wird von unseren Gesangvereinen dem hoben Brautpaar eine Huldigung dargebracht werden. Nach einer zwischen den Vereinen stattgehabten Verständigung werden nämlich der Musikoerem und der Mozartveretn mit der Hofmusik unter Leitung ihrer Dtrectlsren Hotmusikbirector Mangold und> Hofl capellmeister de Haan nächsten Freitag den 2o. d. Mts. ein großes Festconcert im Saaldau abhalten, die Männerchöce der übrigen Vereine dagegen veranstalten Tags batauf mft aTt ^IB.^pril Friedrich Kaffenberger von Roßdorf, der Mörder der Katharina Bauer von Gundernhausen ift gestern Mittag durch die Geudarmeni-in das hitfige Provtnztalarresthaus etngebracht worden, m dessen Umgebung sich eine aroße Menschenmenge angesawmelt hatte, um den Mörder zu sehen. 6 B Mainz 16^April. In dem zu dem Kreise Mainz gehörigen Orte Zornheim bat eine Frau ihren Mann, mit tum sie schon seit längerer Zeit nicht auf gmem Fuße lebte mittelst PhoSphor vergiftet. Die Thaterin ift bereits »on der dortigen Orttz- behö'rd? verhaftet worden und hat sich heule Vormittag die Staatsanwaltschaft und da3 Untersuchungsgertcht nach dorten begeben, um den Fall festzuftellen. 8 o k a l e H. Gießen, 22. April. Tagesordnung für die Stadtverordneten-Sitzung am Donnerstag den 24. April 1884, Nachmittags 4 Uhr. 1. Telegraphenleitung nach dem neuen Postbureau. 2, Unterbringung der Poltzeigefangenen. 3 Vermiethung des westlichen Thorhauses am Wallthor. 4. Gelandeerwerb von dem Fabrikanten Georg Heinrich Schirmer» 5. Zusammenlegung der Grundstücke im Neustädter Feld. 6. Den Viehmarktplatz betr. 7. Kostendecreturen. 8. Gesuch des Bäckermeisters Fritz Schreiner dahier um Angabe einer Baultnie. Schiffsnachrichten. Bremen, 18. April. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Donau, Capt. R. Ringt, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 5. April von Bremen abgegangen war, ist gestern 3 Uhr Nachmittags wohlbehalten tn Newyork anaekommen Handel »ud Verkehr. Gi-tzen. ben 22. April. Aus dem heutigen Markt kostet-: Butter per Pfund M 1.10-1.16. Hühnereier 2 Stuck 9-00 Enteneier pr. ©lutf o-fi A Ganstrier per Stck. 10-00 Käse Stck. 5-9 Käsematte 3 -5, Erbsen per st'ter 24 A. Linsen 32 4, Tauben Der Paar 0,85—1,00 H, Hühner per StücksM 1.30—1.50, Hahn-n pr. Stück Ä 1.50-1.80, Enten pe» Stück M 2.20-3 00,04 enflet«.per M 66-70 Kuh- und Rindfleisch 50-56 Kalbfleisch ^0 2^, Schweines « 56—60 Hammelfleisch 64—70 Kartoffeln per 100 Kalo M 3.00—4.j0, Milch per Liter 13—18 H, Zwiebeln per Ctt. JL 15—00, «ieftett, 22. April. Ein Arbeiter, welcher bei einem hiesigen Kaufmann beschäftigt war, unterschlug demselben einen Siegelring im Werthe von 60 JL Er gab an, denselben verloren zu haben. Der Unredliche wurde verhafte^^__ ______ ^tain Ihre Majestät wurde gestern durch die Nachricht von der glücklichen Entbindung Ihrer Kaiser!. Hoheit der Herzogin v. Edinburgh von emer gesunoen Tvchter^erfteu^.^^ ^^ßfürst Sergius von Rußland ist gestern Nachmittag 5 Uhr von Stuttgart hier wieder erngetroffen. Der Großsurst reist heute Abend 10 Uhr über Berlin nach Petersburg — Se. Durch!, der Fürst zu Leiningen und Ihre Großh. Hoheit dte Kürstin ru Leininaen nebst dem Erbprinzen Emich sind heute Vormittag zum Besuch des Grobherzoglichen Hofes eingetroffen. Die Herrschaften nehmen mit der Grobherzoglichen Fainilie das Luncheon ein und kehren Abends nach Amorbach 21. April. (Zweite Kammer der Landstände). Die von uns unterm 18. d. Mts. angekündigte Sitzung des Finauzausschuffes, welche aus kommenden Mittwoch den 23. d. Mts. anberaumt war, ,st auf Freitag den ^'Darmstadt, 21 April. Der Landesausschuß der Hessischen Fortschrittspartei welcher gestern Hierselbst tagt-, hat beschlosien, aus nächsten Sonntag, den 27. April.Nachmittags 2'/- Uhr, die Landesversammlung oer Partei nach Frankfurt in die Rosenau zu berusen, um daselbst zu berathen über die Vorlage wegen der Programmfrage, die Wahl des Landesausschusses und d.e Neuorganisation der Partei. Wie man vernimmt, werden tn naher Zeit mehrere offen.- liche Parteiversammlungen an verschiedenen Orten des Landes stattstnden. Rumänien. StataittlL 20. Avrtt. Der hier aufgedaute Cirkus Sidoli ist während der heute Abend ftattgehadten Vorstellung eingestürzt, eS sind mehrere Personen getödtet oder verwrmbet worden. Aegypten. Kairo, 20. April. Eine Drp.sche General Gordon's an Samuel BaA vom 8. d. M. sagt: JÄ habe eine dürftige Depesche von Baring erhalten, welche mir mittbeilt daß kerne englischen Truppen nach Berber geschickt werden sollen, um den Weg zwischen Berber und Suakin wieder offen zu machen, daß aber zur Erreichung dieses rtiels die Verhandlungen mit ben Arabern fortgesetzt werden. Si. kennen den Werth derartiger Verhandlungen und wissen, wie viel Zeit die Ach dem Rückzug der englischen Truppen aus ©uotm in Anspruch nehmen würden. Wir sind auf etwa 5 Monate mit Proviant versehen und von einem halben Tausend unternehmender Araber mit einem etwa 2000 Personen umfassenden Troß umgeben. Unsere Lage wird sich bessern, sobald dec Nil steigt; Kossala, Dongola und Berber sind noch für einige ^dt außer Gefahr. Glauben Sie, daß mvn durch einen Uvp-ll an englische und amerikanische Kapttalisien etwa 200 000 ^fuuh9^n,6/ann^.Ant^:i(1n^ dieser Summe würde man vielleicht den Sultan bestmunen. 2000 d's 3(X-0 Nizam truvven nack Berber zu schicken. Mit dieser Trupvenmackt konnten wir n.cht allem die^Dtnge hier in Ordnung bringen, sondern auch die Macht des Mahdi^brechen, was im Interesse des Sultans nothwendig ist. Ich würde das Commando Zebehr Pascha Lbertragen. Wenn man die von der bewaffneten Bevölkerung KhartumS gegen mich "n den Tag gelegte Loyalität und die Art k-nnen würde in welcher mein Schicksal mit dem ihrigen verbunden ist, so würde man, wie ich überzeugt bin, den ^tisichen Appell als durchaus berechtigt anschm, es wäre niedrig, wenn ich irgend ein^M-ttel zu ihrem Beistand vernachlässigen wollte. ES gebt das verbürgte Gerücht, daß siÄ Zebehr Pascha in Korosko befinden soll, eS ist bemerkenswerth, dag ich davon nicht osfictell unterrichtet worden bm- ber mit 300 Flüchtlingen von Shendy abgegangene Dampfer auf d-m Nil gescheitert ift, die Passagiere unb Mannschaften wurden von den Aufständischen angegriffen und sämmtsich ntedergemacht. Gestern Vormittag 9V» Uhr sand im Großherzoglichen Neuen Palms Gottesdienst statt, welchem Ihre Maj. die Königin, Ihre ^mgl- Hoheit die Prinzessin Beatrice, Se. Königl. Hoheit der Großherzog, der ^rbgrotzherzog und die PrmzessinneN'Töchter beiwohnten. Der hiesige englische Geistliche Cha Literarische S. Die sünfmonatliche Reise, welche Prinz Friedrich Karl von Preußen im vorigen Jahre nach dem Orient: Aegypten, dem Sinai, PaWina, Lynev, Griechenland unternommen hat, tft der interessante Gegenstand eines'llustrirttn Prochtt werkeß, von dem soeben die erste Lieferung im Buchhandel erschienen: Prinz Friedrich Karl im Morgenlands, nach ihren Tagebüchern und Handzetchnungen von feinen Retiedegleilern Professor Dr. k Brugsch und Maior von Garnier. Verlag der Königlichen Hofbuchdruckerei Trowitzsch v Sohn in Frankfurt a. Oder. - Nach verschiedenen Richtungen hin bietet das Werk viel An- ziehendes. In erster Linie durch die rittcrltche Gestalt des Prinzen Friedrich Äerl, dessen Friedensleben hier znm ersten Male von berufener Sette geschildert wird. Der Leser bekommt einen Einblick in das vornehm abgesihloffene, so anspruchslose und doch von einem so tiefen Verftändniß für alles, was schön und edel, erfüllte Leden und Denken des Prinzen. Meisterhaft hat Prosiffor Brugsch es verstanden, in den Rttse- schilverungen den richtigen Ton zu treffen. Da ift nichts. von Deducttonen und Abhandlungen des Aegyptologen, aber auS jeder Zeile der liebenswürdigen- Plaudereten spricht der gelehrte Mann, der wie kem Zweiter, seit sein großer Freund Moriette todt ist, seinen Stoff beherrscht. Proseffor Brugsch hat sein ganzes Leben dim Orient — seiner Geschichte, seiner Kunst und Wissenschaft - gewidmet unb über fünfundzwanzig Jahre auf afrikanischer unb asiatischer Erde gelebt unb gelehrt. Da kommt es uns vor, als habe er tn diesem Werke unternommen, dir Erfahrungen seines Leberts Meder- zulegen und zugleich etwas von seiner Liebe und Begeisterung für den Orient in das deutsche Volk zu tragen. Und wie voriesflich sind auch diese Zeichnungen von der Hand Major von Garniers. Man vergißt, daß es ein Laie ist, der die Mt^eftunden soldatischen Lebens auf diese Bilder verwendet, ein Künstler von Gottes Gnadrn tritt uns entgegen, der besonders in den beiden, der ersten Lieferung deigegebenen Vollbildern „Abstieg vom Sinai" unb „Küste von Elis mit dem TaigetoS" Vortresflichks gdefftet. Meisterhaft ausgesührt sind auch dte Holzschnitte, tn denen daS Brend amour sche Kunstinstitut Proben seine« Können« gegeben und die auf voller Hohe der Holzschnetve- DienStag den 22. April: Mittwoch den 23. April: Donnerstag den 24 April geschlossen. Freitag den 25. April: Der Probepf eil. SamStag den 26. April: Zum ersten Male: Dienstag den 22. April: Aida. Mittwoch den 23. April geschloffen. n Donnerstag den 24. April: Der Prophet. (Johann von Leyden. H« William Müller als Gast.) Freitag den 25. April geschlossen. SamStag den 26. April: Die Meistersinger. Sonntag den 27. April: ' 21. April. Dttselde lg tn 'M i .n? Q^' die picht Sff"11« etobb ”m ;«8 Sitten» L-8 ‘«t »In ein ■>< dn euentufüen ib un ms aifjijj ü« 'S eine >'fftabe ta Ech! mit der M *nbeti^erfih? tt 9bn. ce,,itn byi'be,b!t K7L ""Ä'^L \ ,ö.°..n Preuyen LalSsttna, Tyiiev, s tUuftdrttn Prachi- - Prinz Friedrich anbzelchpuusen ich und Major 'itzsch n, Sohn In datz Werk viel An-, uzen Friedrich Äctl, -schildert wird. Der !spruchslose und dülb , erfüllte Leben und nden, tn den Reisen educttonen und Ab- ürdtgm Plaudereien rund Mette tobt en dem Orient - der fünfundzwanzig Da kommt & M einer LrdenS nieder- dm Orient in das iMgen von der Hand Mußestunden foidai!- :tz Gnaden tritt uns zegrdenm VoÜbildm vortreffliches gW ms Brend'awour'^ Höhe derHolzfchnü Men, als die Va- ;mher°uMuMn -urchouS niedriger iß. Hn. Die WstatM Der PosidaB Kremen, welcher-a Mittags wohlbehall--' etc W®* 'tuet o-h 4 o \ WÄM * E sl-iidstri«' °' (Hin«»« w , ,,„111“ Hieras- ® 1(01(4' nil* 19,5 Fstm., 2 Nadel- 1 Holzstangen mit II. Brennholz: Nadelholz 204,6 62 Dtegmeyer. 2843 2381 2866 den wird, bis sie ihre definitive Lösung golunden. 2846 HM 2874 M. Kann% Lindenplatz. unter Kostenpreis. Schulbücher am Markt. 2774 per Pfund 35 - i9or- empfiehlt S. Elsoffer 5Mer Ziehungsanfang Mittwoch., 30. April 1884. *3^2 ____ n—■iM-rnmnmiiJLBiiiiJiJiiinii im if— in Gictzen, 1362 KaplanSgasse. 2845 Reisig 100 Wellen Auf friedlichem Wege. 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