» L6. Samstag den 23. Februar 188£ « Gießener Anzeiger ***' Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. toeinhessen). (Rhein). (Rheinhessen! (Mosel). ' (Steinwein). 0 (Haardt). 0 (Rheingau). 0 (Rheinhessen). 0 (Bordeaux). do. do. ---- ~ ~~~ ~ " Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brinyerlohn. Kuttaut bchulstraße 7. ^richeint täglich mit Ausnahme bet MontagS. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hheil. Bekanntmachung. EL wird zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der Provinzialausschuß der Provinz Oberheffen zu Mitgliedern der Landercommisston für die Einkommensteuer für 1884 die Herren: , .. m. , Rechtsanwalt Dr. Dornsetff in Gießen, Bürgermeister a. D. Zimm ex' in Villingen, Rentner Jacob Wießler in Butzbach, und zu Ersatzmitgliedern die Herren: .... , o . , , Bürgermeister List m Lauterbach, MMer W. Erk in Nidda wieder gewählt hat. Gießen, am 19. Februar 1884. Großherzogliche Provinzialdirection Oberheffen. Dr. Boekmann. lt3J d werden solche ’ 1259 j lebramTsehe i Glas. ÜT ihr Abends: Mill bis 6 Uhr M Ö r. , rfä 8* 0 A<*’X ZZS^ o jchen HV- Mrfetbeit M" S°z Politische Ueberfkcht. Gießen, 22. Februar. Der Besuch des russischen Militär-Bevollmächtigten am Berliner Hose, der Fürsten Dolgorucki, in Friedrichsruhe beim Fürsten Bis- marck ist ein neues bedeutsames Glied in der Kette freundschaftlicher Beziehungen, welche sich gegenwärtig zwischen Deutschland und Rußland nach einer Zeil sicht- licher gegenseitiger Verstimmung wieder heranbilden. Fürst Dolgorucki ist erst vor Kurzem von St. Petersburg nach Berlin zurückgekehrt, mit dem speciellen Austrage, dem Kaiser Wilhelm die Gefühle freundschaftlichster Ergebenheit, wie der aufrichtigen Friedensliebe des Czaren zu versichern und in ähnlicher Weise f»ll sich Fürst Dolgorucki auch dem Reichskanzler gegenüber geäußert haben. Daneben wird aber die Anwesenheit des russischen Milstär-Bevollmächtrgtcn in Friedrichsruhe mit einer bezweckten Maßregel in Verbindung gebracht, welche deutlicher als alle Versicherungen Rußlands für dessen Friedensliebe sprechen würde. Es soll sich um die beabsichtigte Zurückziehung der russischen Truppen von der russisch-preußischcn Grenze handeln, was eine gleiche Maßregel Seilens Deutschlands nach sich ziehen würde und spricht die gleichzeitige Anwesenheit des preußischen Kriegsministers, Bronsart v. Schellendors, in Friedrichsruhe allerdings sehr für die Glaubwürdigkeit dieser Version. Bekanntlich hatte Ruß- land in den letzten Jahren sehr starke Kavalleriemaffen in Congreßpolen con- centrirt, was deutscherseits ebenfalls verschiedene Truppen-Dislocationen nach diesem Theile der Grenze hin zur Folge hervorrief und wodurch zum Theil die Verstimmung zwischen den Cabineten von Berlin und Petersburg mit hervor- gerufen wurde. Hoffentlich werden die unter der Aegide des Fürsten Bismarck stattfindenden Conferenzen zwischen Dolgorucki und Bronsart zu dem angedeuteten Resultate führen. Während es von dem angekündigten Besuche des italienischen Königspaares in Berlin vorläufig wieder still geworden ist, meldet man aus privater Quelle aus Rom, daß König Humbert und seine Gemahlin im März zu einem Besuche am Dresdener Hose eintreffen würden. Die nahen verwandt- schastlichen Beziehungen, welche zwischen dem sächsischen und dem italienischen Königshause herrschen — die Königin Margherita ist eine Enkelin des verstör- denen Königs Johann von Sachsen — würden diese Meldung wohl erklären, irgend eine dieselbe bestätigende Nachricht von compctenter Seite liegt indessen noch nicht vor. Vielleicht hat man es auch mit einem wieder aufgewarmten früheren Gerüchte zu thun, welchem zufolge dem Besuche des italienischen Königs- paares in Berlin ein Aufenthalt in Dresden folgen sollte. Die Verhandlungen des österreichischen Abgeordneten- Hauses über die Ausnahme-Maßregeln haben in der Dienstags-Sitzung des- '"eiben noch ein Nachspiel gehabt. Den Anlaß hierzu gab der Antrag des Adg^ Ritter v. Schönerer auf Unterstützung der Familien der Individuen, welche auf Grund der Ausnahme-Verfügungen aus Wien verwiesen worden sind. Mmifter- präsident Gras Taaffe nahm hierbei Gelegenheit, über die bisher getroffenen volizeilichen Verfügungen Aufklärung zu geben, indem er nachwies, daß bisher 215 Inländer theils internirt, theils ausgewiesen wurden; letzteres Schickfal raf auch 23 Ausländer. Für die zu gewährenden Unterstützungen feien die Gesetze über die Armenpflege maßgebend; auch verlas Graf Taaffe eine Stelle aus der in Pesth erscheinenden socialistischen „Zukunft", worin die Familien der Betroffenen aufgefordert werden, alle Unterstützungen der „Staatsbeftie" zurück- zuweisen. Wohl in Folge dieses Kraftausdruckes fand der Antrag Schönerer nur sehr wenig Freunde, denn er wurde mit 155 gegen 25 Stimmen abgelehnt. In der französischen Hauptstadt machen sich neue beunruhiget Symptome der anarchistisch-revolutionären Bewegung geltend. Es sind nämlich Werbebureaux, z. B. in dem Arbeiterviertel Belleville, entdeckt worden, die angeblich zum Eintritt in die französische Colonial-Armee anwerben, in der That aber die Blldung von förmlichen Anarchisten-Banden bezwecken. Durch Affichen und durch auf der Straße vertheilte Prospette werden die brodlosen Arbeiter aufgefordert, sich anwerben zu laffen, zwei ehemalige Officiere sollen die ganze Bewegung leiten. Da eine officiöse Note diese überraschende Nachricht bringt, so ist an der Richtigkeit derselben nicht zu zweifeln und der französischen Regierung erwächst hieraus eine neue ernste Mahnung, dem Treiben der dunkeln Kräfte, für welche gerade Paris ein so günstiger Boden ist, fortgesetzt scharf aus die Finger zu sehen. , . . Das Ministerium Gladstone ist für diesmal noch mit einem blauen Auge davon gekommen. Trotzdem Tories und Homerulers sich zum Sturze des Cabinets verbündet hatten, siegten feine Freunde im Unterhause bei bei der am Dienstag Abend vorgenommenen entscheidenden Abstimmung über das Northcote'sche Tadelsvotum doch mit einem Plus von mehr als 50 Stimmen. Die Regierung hat also das parlamentarische Schlachtfeld behauptet — aber fragt mich nur nicht wie. Herrn Gladstone's moralische Autorität wog in dem jetzt beendeten Kampfe federleicht, dagegen handelte es sich für die radikalen Elemente der regierungsfreundlichen Mehrheit bei der Unterstützung des Ministeriums um ihr eigenstes Partei-Interesse, während die Whigs von der schweren Verantwortung zurückschreckten, welche ein durch ihre etwaige Iahnenfiucht noth- wendig gewordener Rücktritt Gladstone's auf ihre Schultern geladen hätte. Was Mr. Gladstone gegenwärtig an der Spitze der englischen Staatsgeschäste sesthält, ist einesthell» die allem Bestehenden naturgemäß innewohnende vis merhae, andern Heils d^r in der Mehrheit des englischen Volkes verbreitete Zweifel, ob die Conservativen das Zeug dazu haben werden, das herrschende liberale Regierungs- System mit Vorthell für das Land zu ersetzen. Die Lücke, welche Lord Bea- conSfield'S Heimgang in die Reihen feiner Partei gerissen, ilt seitdem unausge- sullt geblieben, und gerade der jüngste Oppositionsseldzug hat dargethan, batz die jetzt an der Spitze der Tories stehenden Führer nicht annähernd diejenigen persönlichen Vorzüge besitzen, um einen erfolgreichen Cäncurrenzkampf um die Premierschaft gegen Gladstone durchhalten zu können. Immerhin fehlt gewaltig viel, daß Herrn Gladstone des Sieges ungemifchte Freude zu Theil würde. Seine, ihm durch die Macht der Thatsachen aufgezwungene egyptische Aktion führt über die Ruinen der wichtigsten Grundsätze seiner auswärtigen Politik. Er weiß sich überwacht und controlirt durch die öffentliche Meinung aller Parteien ohne Ausnahme. An die Weiterführung feiner inneren Reformen ist zunächst kein Gedanke. Den birecten Bankerott hat er zwar vermieden, dafür aber in einer Weife operiren wüffen, die mit einem Privatvergleich ominöse Aehn- lichkeit besitzt. „Noch ein solcher Sieg — kann Gladstone mit dem Epiroten- König des Alterlhums ausrufen — und ich bin verloren." . Der mysteriöse Attentatsversuch auf König Humbert bedarf trotz der Mittheilungen, welche die Regierung in beiden Häusern des italtem- schen Parlaments hierüber gegeben hat, noch der Aufklärung. Es ist fraglich, ob es sich um ein geplantes Verbrechen gegen den die Station Corneto passiren- den Hoszug ober nur um einen persönlichen Racheakt gegen den dort statiomrten Karabinier Varicchio handelt, gegen wachen eine mit Feuerwerkspulver gefüllte Flasche geschleudert wurde. Einstweilen sind König Humbert zahlreiche Gluckwunsch-Telegramme aus dem In- und Auslande zugegangen, auch der Papit ließ durch den Kaplan des Königs feine Entrüstung über den Vorfall auöbrutfen. — Von der Gerichtsbehörde zu Rom ist der Proceß gegen die unbekannten Thäter wegen versuchter Ermordung des Karabiniers Varicchio emgelettet wor- den; es scheint demnach die Hypothese von einem Attentatsoersuch auf den König sich als unhaltbar herausgestellt zu haben. Während General Gordon jetzt glücklich in Khartum, der Haupt- stadt des Sudan, angekommen ist, erheben sich im eigentlichen Egypten neue Schwierigkeiten. Der Geist der Unzufriedenheit, des nationalen und religiösen Hasse« gegen die Engländer schreitet durch die Reihen der schon halb deSorgam- sirtm egyptischen Armee, wie die jüngsten Vorsälle in Kairo beweisen. Zur Verstärkung der englischen Occupations-Truppen sind daher ein Bataillon In- santerie und eine Batterie aus Malta und ein weiteres Bataillon au« Gibraltar nach Egup'en beordert worden. - 200 Mann der Besatzung von Tokar machten am Montag einen Ausfall, wobei sie den Insurgenten schwere Verluste b eib rächten.__ ' Z17 Darmstadt, 21. Februar. Der 1. Ausschuß (Finanzausschuß) der 2. Kammer der Landstände wird nächsten Dienstag, den 26. Februar, Vormittags 11 Uhr, zur Berathung über die Vorlage Großh. Ministeriums der Finanzen, die Erbauung verschiedener Nebenbahnen betreffend, zusammentrettn, welche Vorlage noch im Lause der nächsten Session, Anfangs März, zur Berathung und Beschlußfassung im Plenum der Kammer gelangen soll. Darmstadt, 20. Februar. Heute Abend traf mittelst des Schnellzugs -er Hessischen Ludmigsbahn Se. Durch!, der Prinz Ludwig von Battenberg aus England hier ein. Darmstadt, 21. Februar. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Ällergnädigst geruht: Am 14. Februar den Districtseinnehmer Jakob Schmidt zu Oppenheim in gleicher Diensteigenschaft in die Distnctseinnehmerei Pfeddersheim zu versetzen; an dems. Tage den bei dem Kaiserlichen Hauptzollamte zu Hamburg commiffarijch verwendeten Hauptsteueramts'Assistenten 1. Klaffe Adam Weiß, sowie den Finanzaspiranten Friedrich Mei hing er aus Berstadt zu Districts- einnehmern der DistrictSeinnehmerei Alzey I, bezw. Nieder-Olm, zu ernennen. Telegraphische Depeschen. Wolff'- telegr. Lorrespondem-Brrreau. Berlin, 21. Februar. Das Abgeordnetenhaus genehmigte heute unter Ab- Lehnuug aller anderweitigen Anträge den Gesetzentwurf, betreffend die Provinzialordnung für Hannover, unverändert nach der Regierungsvorlage, für welche der Minister v. Pultkamer sehr energisch etngctreten war. — Die nächste Sitzung findet Samstag statt. — Die „Nordd. Allg. Zig." sagt gegenüber der Hinweisung eines deutschen Blattes darauf, dah zur Zett oer Rhetnüberschwemmung eine lebhafte Correspondenz zwischen amerikanischen Staatsangehörigen mit dem Präsidenten des Reichstags und dem Reichskanzler stattgefundcn habe: wir möchten darauf aufmerksam machen, daß die bei jener Gelegenheit deutscherseits Amcr ka gegenüber kontrahirte Schuld der Dankbarkeit einfach und logisch dadurch zu tilgen wäre, daß man in Deutschland Sammlungen für die amerikanischen Ueberschwemmien veranstalte. — Die WahlprüsungS-Commission erklärte die Wahlen Korsch und Fölkersambs (9. Königsberger Wahlde-'.rk) für gültig. Die Wahl v. LynkerS (5. Gumbinner Bezirk) für ungültig. Sie erklärte ferner für ungültig sämmtliche Wahlmännerwahlen des Kreises und der Stadt Angerburg, und beschloß, dem Plenum anzuempfehlen, die Regierung aufzufordern, gegen den Regierunaspräsidenten Steinmaun in Gumbinnen wegen Amtsmißbrauch Zwecks Wahlbeeinflussung strafrechtliche Untersuchung zu veranlassen. — Nach einem hier etngetroffcncn Telegramm ist Seine Köntgl. Hoheit der Prinz Heinrich von Preußen an Bord S. M. S. „Olga" glücklich in Plymouth eingetroffen. München, 21. Februar. Die Kammer der ReichSräthe hat den Antrag des Abgeordneten Keßler, betreffend die Beschränkung der Verehelichunaöfreihett an den Ausschuß verwiesen und den Antrag deS Abgeordneten v Soden, betreffend eine größere Vertretung der Landwtrth? im Etsenbahnralh mit großer Majorität abgelchnt. Das Gesetz, betreffend die Ausführung des Reichsgesetzes über die Krankenversicherung der Arbeiter, wurde einstimmig angenommen. Karlsruhe, 21. Februar. In der zweiten Kammer erklärte Mtniftertaldtrector Eisenlohr gelegentlich der Debatte über die Weinfälschung, daß sich beim Bundetzrath ein Gesetz in Vorbereitung befinde bezüzlick der Präc sirung der erlaubten und der strafbaren Manipulationen bet der Wein Verbesserung. London, 21. Februar. Unterhaus. Der Sprecher verliest ein Schreiben Vradlaugh'S, worin derselbe sich verpflichtet, nicht die Einnahme eines Parlamentsitzes zu versuchen, dis die Gerichte entschieden, ob die jüngste Eidesleistung legal sei. Northcote beantragt Erneuerung der Resolution vom 11. Februar, welche Bradlaugh von der Eidesleistung und biS er versprochen, die Verhandlungen des Hauses nicht zu stören, ihn auch vom Hause ausschlietzt. Gladstone bckämpst den Antrag. Pease stellt die Vorfrage, letztere wird mst 226 gegen 173 Stimmen verworfen. Northcotes Antrag wird angenommen. Bradlaugh ward aufgefordert, sich zurückzuziehe« und thut dies unter Protest gegen die Verfolgung, die in Ungesetzlichkeit ausgeartet sei. Fitzmaurice thetlt mit, Dufferin sei beauftragt, die Pforte zu bedeuten, die Verzögerung der Regelung der Differenz mit dem ariechischen Patriarchat sei vom politischen Grsichtspunkte euS unvorthetlhast für die Türkei. Im Oberhaus werden in der Spcctaldebatte über die Vteheinsuhrbill mehrere von Richmond beantragte, von der Regierung bekämpfte Amendements angenommen. Kairo, 21. Februar. Telegramm des „Reuter'scken Bureaus". Die vom General Gordon in Betreff des SclavenhandelS erlassene Proklamation lautet: Ich wünsche Euch Glück und Ruhe wiederzugeben. Ich weiß, daß durch die Unterdrückung des Sklavenhandels, welcher vertragsmäßig unter AoMohung schwerer Strafen verboten wurde, Euer Uamuth erregt ist, und habe deßhalb bkstimmt, daß der Sclaven- bandel wieder gestattet werde. Ich habe die öffentlichen Ausrufer anweisen lassen, diese Verfügung zu verkündigen. Ein jeder, der Dienstboten besitzt, kann diese als sein Eigen- thum betrachten und verkaufen. Suaktm, 21. Februar. General Graham wird heute Abend hier erwartet. Die Streitkräfte der Expedttton werden sodann mit Ausnahme der von Aden noch erwarteten Truppen und der Marine-Infanterie von Malta, welche morgen Abend ein- treffen sollen, vollständig hier vereinigt sein. Die Ausschiffung derselben erfolgt SamStag: der Marsch auf Tokar wird am Sonntag angetreten. Shanghai, 21. Februar. Telegramm des „Reuter'schen Bureau's". Gerüchtweise verlautet, daß In der Mongolei ein Aufstand auSgebrochen sei. Alerandrien, 21. Februar. Buller, Stewart und die übrigen englischen Offiziere sind heute früh mit dem „Helikon" angekommen und mit dem Expreßzug alsbald nach Suez wettergereist, von wo sie morgen mit dem Specialdampfer nach Suaktm abgehen. Suaktm, 21. Februar. Das Transportschiff „Neera" ist mit Mannschaften des 19. Husarenrenregiments gestrandet. Die Mannschaften wurden vom „Retriever" ausgenommen. — „Ranger", von Trtnkttat hier angekommen, berichtet, daß die Rebellen einige Schüffe auf da« Schiff bet der Abreise abfeurrten. Die Rebellen waren heute östlich von Snaktm sichtbar. Dreißig Rebellen, welche sich der Stadt näherten, verscheuchte der Oberst Burnaby rasch mit Abyssiniern. Die „Hecla" bewacht gegenwärtig die „Neera", welche 20 Meilen von Suaktm strandete. B ö Lokales. Siegen, 22. Februar. Die „Wartburger" feierten gestern Atend im Heinen Saale von Wenzel's Saalbau mtt ihren Frauen und tm Kreise lieber Freunde ihr 20. Stiftungsfest. Unter frohen Reden und Gesangsvorttägen, unterstützt von Sangern deS LtederkranzeS und anderen Gesangdfreunden verschwanden den Thetlnehmenden nur zu rasch die frohen Stunden. vermischtes. Btlbel. Den „V. A." zufolge wurde am verflossenen Samstag In der hiesigen Gemeinde-Kiesgrube ein Junge von 13 Jahren ausgegraben, welcher bereits seit DienS- Abend von seinen auf der Feftenburg wohnenden Angehörtgcn vermißt wurde. Nach der Aussage eines andern Bewohners der Festenburg, welcher erzählte, daß er den Jungen noch Abends um 11 Uhr In der Kiesgrube gesehen habe, wurde die Spur da- chin gelenkt. Cölbe (Kr. Marburg), 18. Februar. Seit einiger Zeit hält sich tm Lahnthale, zwischen Colbe und Marburg, ein für unsere Gegend seltener Vogel auf. Es ist dies nicht, wie trrthümlich behauptet wurde, eine Trappe, sondern ein Kranich (Grus cinerea). ? " tahmer Fuß scheint ihn an der Weiterreise verhindert zu haben. Derselbe scheint kugelfest zu sein, da er schon verschiedenen guten Schützen Trotz geboten hat. Ztmmersrode, 19. Februar. Durch den heute Morgen die hiesige Station Vassirenden Schnellzug wurde der Streckenarbeiter Höfer Überfahren und sofort getödtet Der Verunglückte hinterläßt Frau und 2 Kinder. ,n An der Universität zu Stockholm hat in diesem Semester den Lehrstuhl für Mathematik eine russische Dame, Frau Kowalewsky, inne, welche kurz nach Weih- nachten ihre Vorlesungen begonnen hat. Genannte Hochschule ist erst vor wenigen Jahren durch freiwillige Spenden gegründet worden, zählt aber bereits hervorragende Lehrkräfte zu den ihrigen. u Literarische-. — Mit wahrer Freude ist das soeben zum zweitenmale erfolgte Erscheinen eines Merkchens zu beg.üßen, welches einem oft gefühlten Mangel in ausgiebigster Weife abhtlft: des „Kleinen Staatshandbuchs des Reichs und der Etnzel- staalen" II. Jahrgang 1884, 30 Bogen dauerhaft und ansprechend gebunden (Preis 2 Mark). DaS gegen den ersten Jahrgang gerade um das Doppelte verstärkte Buch ist ein wahrer Schatz für Jeden, der in irgend einer Weife mit dem öffentlichen Leben zu thun hat, und wer hätte daS in unferm Zeitalter nicht, wo Jedermann schon durch die ZettungslectÜre täglich von einer Menge Details bestürmt wrrd, die näheren Nachweis fordern, wo die Berichte über Reichstags, und Landschaftsverhandlungen, über Veränderungen in Heer- und Justizwefm, über Versetzungen von Beamten, über die Bewegungen unserer Flotte und dergl. alle Augenblicke uns ungedulbig nach einem Nachschlagebuche über diese Einzelheiten rufen lassen, daS unS ausführlichere und vor allem authentische Auskunft geben soll! Und dieses Nachschlagebuch liegt nun vor. Es ist geradezu verblüffend, welche ungeheure Fülle von Stoff in dem kleinen, zierlichen, hübsch gebundenen Bande steckt, der sich bequem in der Rocktasche herumtraae« läßt. Daß man die Spitzen der Behörden: Minister und Generale, Oberprüsibenten und Oberbürgermeister der großen Städte findet, wird man noch für selbstverständlich halten, obgleich auch das bisher in einem Bande für das ganze Reich vereinigt noch nicht existirte. Man findet aber außer den Mittheilungen übet die Einrichtung und Verzweigung des Reichs- und Staatsorgantsmus, die Finanzen, Landesverfassungen Behörden rc. auch jeden Ministerrath, jeden Richter biS zum Amtsrichter, pben Rechtsanwalt und Notar, jeden Director einer höheren Schule, jeden Offizier bis zum Major jeden Post-, Telegraphen- und EisenbahnbetriebSdirecior, endlich jeden Bürgermeister mit seinem Stellvertreter und jeden Stadtverordnetenvorfteher des ganzen weiten Reichs! Ferner sind alle Mitglieder des Reichstags und der Einzellandlage mit Bezeichnung ihres Wahlkreises, ihres Wohnsitzes, ihrer Parteistellung aufgeführt, alle Consuln deS Reichs in der ganzen weiten Welt, die Mitglieder des Reichsgerichts, sowie der übrigen hohen Reichsbkhörden, die Vorsteher aller Reichsbankhauptstellen und-Stellen und noch unzähliges andere. Und alles dies nach einem sorgfältig entworfenen, mit größter Genauigkeit bis in die geringste Einzelheit ausgearbeiteten und durchgeführten Plane sodaß Jeder, der sich mit der Einrichtung des BucheS eine Viertelstunde vertraut gemacht Hot, ohne langes Suchen den gewünschten Nachweis findet. — Wenn man bedenkt, daß für das Reich, wie für jeden der 26 Einzelstaaten Staatshandbücher erscheinen, daß diese aber für die kleineren Staaten der Natur der Sache nach nicht alljährlich, sondern in Zwischenräumen von 2—5 Jahren veröffentlicht werden und daß jedes dieser Werke im Durchschnitt kaum billiger als zu 5 Mark zu haben ist, daß man also das Wichtigste und Wesentlichste aus dieser Bibliothek von 27 Bänden im Preise von etwa 150 Mark hier in einem Bändchen für 2 Mark zusammengezogen findet, da« an Handlichkeit wie Zuverlässigkeit nichts zu wünschen übrig läßt, so wird man mit uns das Erscheinen dieses kleinen Prachtstücks sreudtg begrüßen. Schließlich machen wir noch auf das dem Buche angehängte Städteoerzetchniß aufmerksam, das von sammtlichen etwa 2300 Städten deS Reichs die Namen her Bürgermeister ihrer Stellvertreter, der Stadtverordmlenoorsteher, die Größe der Orte meistens nach amtlichen Angaben enthält (ein Unikum, da eine solche Arbeit bisher noch nicht existirte) aus dem wir beispielsweise erfahren, daß der stolzen Neichshaupt- und Millionenstadt an der Soree als kleinste unter ihren Schwestern das Städtchen Hauenstetn in Baden mit 176 Einwohnern gegenübersteht. .21. Februar. Für die Lutherstiftung gingen weiter ein: Aus der Kirchenkaffe Offenthal 20 J&, Pfungstadt 85 JL, Gemeindekasse Dietzenbach 25 Jt. Ar^kaffe Rumpenheim 10 Eschenrod 10 KL8 Krina: „w beide 3*b Vertretung 1 befugt; die wurde gelöd August Munb, ■’3ä:S LL-i'r «big ; ‘btI bl! liegt „ ”b em fi!lnnutl vor. »Lr W Ks " ^rgttmechn ^ch°"°i ( ".8’"f®n bii Sb,!lbrlfl(n ,°‘(lle“ unbnoi) ;ntlL mit fliibth- Jlftunbe Diriram euJtoN man ^taatShandbüchrr Me nach nicht « werben und bah b°6 man ^nden im Preise ^Sstvgen findet. wirb man *• Schließlich n‘B aufweif [am. ;er Bürgnmeißer, M meistens nach noch nicht kxistirte) nb Millionevstadr nenstetn in Pabnr Her ein: Aus der Jützenbach 25 Jt, 10 Jt, Gemeinde ilafft Ulfa 80 jt, äHtnbotf a. b Lahn olgendeiCallecten: berftabt 165,92 jl, Wbach 289,68-i, üblngtn 90,36 Jt, Erbach 137,05 je, ) Jt, QyveiSM littybaf. 18.92 X nbt worben: tzvn Jt, Bankooistm Dtrector Aog. Heß , D. Keller 2 X, rgermeiftcr Bram« A. Ctollmer 2 X, 5 Jt, Prof. Onckei ,, Prof- v. b. Ropv !. 20 Jt, L. Felswz 5Jt,S- L. Röntge« Irof. Winckler 3 JL, 1100 Jt, 92. Fl. IX Rechner Döring 68 X Im ©anjen rate rc. fönn« n* irfanWrt beigelegt - die ^p-SÜion p. rjt feine befhmmtm gbj^ottn. iflt§ Ab-i'b">^' 50«'* Seftori»11"' *®W3* Bekanntmachung. In dem Firmen-Register des unterzeichneten Gerichts wurden folgende Einträge vollzogen: Die Gebrüder Franz Schmidt und Gustav Schmidt dahier betreiben die von dem Ersteren seicher unter der Firma seines Namens dahier geführte Eisenhandlung aus gemeinschaftliche Rechnung unter der Firma: „Brüder Schmidt" weiter; beide Inhaber der Finna sind zur Vertretung und Zeichnung derselben befugt; die Firma „Franz Schmidt" wurde gelöscht. August Wen ck end ach dahier betreibt seit Anfangs d. I. Bankgeschäfte unter der Firma: „Aug. Wenckenbach". Friedrich Leo dahier seit November v. I. ein Colonial- und Materialwaaren-Geschäft unter der Finna seines Namens. Friedrich Han st ein dahier hat sein Geschäft aufgcgeben und wurde die gleichnamige Firma gelöscht. Gießen, den 16. Februar 1884. Großherzogliches Amtsgericht Gießen. 1269 Müller. Konkursverfahren. Ueber das Vermögen des Schreiner- meisters Justus Heck zu Gießen wird, da Gemeinschuldner Eröffnung des Eoncursverfahrens beantragt und seine Ueberschuldung glaubhaft gemacht hat, heute am 18. Februar' 1884, Nachmittags 5 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Der Kaufmann Hoffmann, Seltersweg dahier, wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 15. März 1884 bei dem Gerichte an- zumelden. Es wird zur Beschlußfassung über die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigeraus- schuffes und eintretenden Falls über die in S 120 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände auf Montag den 17. März 1884 Vormittags 8 Uhr und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf denselben Tag, Vormittags 8'/2 Uhr vor dem unterzeichneten Gerichte Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmaffe gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfotzen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitz der Sache und von den Forderungen, für welche lie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 15 März 1884 Anzeige zu machen. Gießen, den 18. Februar 1884. Großherzogl. Amtsgericht Gießen, gz. Müller. Veröffentlicht: N eidhart, Gerichtsschreiber. 1270 Samstag, i>kn 1. Mrr, Vrrrnittags 11 Uhr, I sollen auf dahiesigem Ortsgerickt die i Immobilien des Pari MattfteiS dahier y Flur XXV,7312'ioo 99 Meter Grabgarten vor dem Weiher an der Chaussee, kfar XXV/7315/1Go 113 Meter Hofraithe daselbst, - meistbietend versteigert werden. Gießen, den 25. Januar 1884. Großherzogliches Ortsgericht. 612 Müller. Täglich frische Milch IM auf der Liebigshöhe. Allgemeiner Anzeiger. Hollversteigerungen. I. DonncrStag den 28. d. M. werden ausgeboten im Gemeindewald a. von Großrechtenbach, Vormittags von 8 Uhr ab: 80 Eichenstämme — 41,02 Fstm, 1 Buchenstamm = 0,42 Fstm, 42 Fichten- und Kicsernstämme = 6,85 Fstm., 111 Fichten- und Kiefernstangen I. bis in. El., b. von Hörnsheim, Mittags präcis 12 Uhr: 38 Eichenstämme — 59,36 Fstm, 9 Nmtr Eichennutzholz, c. von Lützellinden, Nachmittags präcis 1 Uhr: 15 Eichenstämme — 35,97 Fstm., 30 Kiefcrnstämme — 8,11 Fstm, 35 Kiefernftangen I. und II. El., 15 Rmtr. Kiefernnutzholz; hierauf daselbst folgendes Brennholz: Eichen: 41 Rmtr. Scheit, 7,5 Nmtr. Knüppel, 30 9hntr. Reiser, 19 Rmtr. Stockholz. Buchen: 30 Nmtr. Scheit u. Knüppel. Kiefern : 38 Nmtr. Knüppel, 78 Nmtr. Reiser, 12 Nmtr Stockholz. Gemischt: 64 Nmtr. Reiser. II. Freitag den 29. d. MtS. werden ausgeboten im Gemeindewald a. Großrechtenbach, von Vormittags 8 Uhr ab: Eichen: 14 Nmtr. Scheit und Knüppel, 18 Nmtr. Reiser, 4 Rmtr. Stück, Buchen: 11,5 Nmtr. Scheit u. Knüppel, 30 Rmtr. Reiser, 2,30 Rmtr. Stück, Kiefern: 6 Rmtr. Knüppel, 131 Nmtr. Reiser, 6 Nmtr. Stück, Gemischt: 4 Rmtr. Reiser, b. Hörnsheim, Vormittags von präcis 11 Uhr ab: Eichen: 87 Nmtr. Scheit u. Knüppel, 118 Nm. Reiser, 47 Rm. Stockholm Buchen : 72,40 Rm. Scheit u. Knüppel, 175 Rm. Reiser, 33,5 Nm. Stockholz, Gemischt: 681 Rm. Reiser. Die Versteigerungen beginnen im Grobrechtenbacher Wald im District „Langerain" und werden hintereinander abgehalten. Das fämmtliche Holz liegt nahe zusammen in demselben Forstrevier. Großrechtenbach, 17. Februar 1884. Das Bürgermeister-Amt. 1193 Holzversteigerung im Dppenröder Grmeinde-Wsid. Dienstag den 26. Februar soll in den Distrikten Eichbusch und Wolfsgrube versteigert werden: 49 Eichenstämme von 5 bis 10 Mtr. Länge, 223 Fichtenstämme von 5 bis 15 Mtr. Länge, 437 Nadelstämme von 5 bis 10 Mtr. Länge, 10 Eichenstangen, 2325 Fichtenstangen von 5 bis 15 Mtr. Länge. Mittwoch den 27. Februar, . Vormittags 9 Uhr ansangend, im Distrikt Steinertsberg bei der Grünbergerstraße an der Leppermühle: 41 Rin. Buchen-Scheit u. Knüppel, 64 „ „ u. Nadel-Stock, 117 „ Nadel-Knüppel, 1635 Buchen-Wellen, 5665 Nadel-Wellen. ~ Der Anfang am erfteti Tage ist Morgens 9 Uhr am Eichbusch, Nachmittags nach 1 Uhr im Steinertsberg. Oppenrod, den 19. Februar 1884. Großh. Bürgermeister. Petri. 1262 Zwei Geschäftshäuser in bester Lage der Stddt sind unter günstigen Bedingungen alsbald zu verkaufen 73( durch 3t Blitz. Brennholz- Versteigerung. ■Bonnerstag öen 28. i>. M. kommen im Lich-r Gemeindewald in den Districten Eisenkaute, Mönchküpfe und Schweinstallsheege folgende Holzsortimenle zur Versteigerung : 259 Rm. Buchen-Scheiter, 24 Rm. Hainbuchen-Rundscheitholz 1. Qualität, 699 Rm. Buchen-, Eichen- und Weichholz - Knüppel (die Mehrheit Buchen-Knüppel). 3580 Eichen-, Radel- und Weichholz- Wellen. 523 Rm. Buchen-, Eichen-, Nadel- unb Weichholz-Stöcke. Die Zusammenkunft ist Morgens 9 Uhr an dem auf das Licher Feld stoßenden Burkhardsfelderweg. Lich, am 21. Februar 1884. Großherzogl. Bürgermeisterei Lich. Walz. 1277 Holzdersteigenmg. Dienstag den 26. Februar 1884, von Vormittags J/31O Uhr an, soll in dem Gemeindewald zu Watzenborn - Steinberg nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Scheitholz Knüppel Wellen Stöcke Rar. Rm. Rm. Buchen — 10 250 — Eichen 18 35 690 23 Nadel — 57 1160 19 Stammholz, Eiche 4,15 Nm., 30 Ctm. Durchm., Länge 10 M. /, Nadel 7,68 Nm., 38 Ctm. Durchm., Länge 14 M. Zusammenkunft im Pohlheimer Wald. Steinberg, den 20. Februar 1884. Großh. Bürgermeisterei Watzenborn- Steinberg. 1276 Heß. Holz-Versteigerung. Montag den T8. Febr. 1887, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Alten-Busecker Gemeindewald in den Districten Neustrauch, Struth rc. nach»erzeichnetes Holz versteigert werden : Prügel. Stockh. Reish. Wellen Rm. Rm. Buche 16 2 7670 (Durchforstung), Eiche 25 3 1150 Nadel 10 3 550 18 Eichenstämme mit 1,90 Festm., 16 Nadelstämme „ 5,89 „ 58 Eichenderbstangen „ 1,71 „ 8 Buchenderbstangen 0,17 „ 131 Nadelderbstangen 10,52 „ Der Anfang ist im District Struth. Alten-Buseck, am 19. Febr. 1884. Großh. Bürgermeisterei Alten-Buseck. Wagenbach. 1261 Montag den 28. Februar, Vormittags 10 Uhr, sollen in der Gemeinde Lollar nachstehende Arbeiten u. Lieferungen versteigert werden, und zwar: A. Zur Reu- resp. Umpflasterung eines Trottorr's: Jt. 1. Pflasterarbeiten, veranschl. zu 495,83 2. Steinfahreu „ „ 99,— 3. Steinsetzen „ , 13,75 4. Sandlieferung „ „ 11V,— B. Zur Chaussirung des Weges nach der Holzmühle: Jt. 1. Planirarbeiten, veranschl. zu 106,80 2. Steinfahren „ „ 255,— 3. Steinsetzen „ „ 37,50 4. Chaussirarbeiten „ „ 302,60 5. Kieslieferung „ „ 14,24 Gießen, am 20. Februar 1884. Senßfelder, Bezirksbauaufseher. 1239 Holzversteigerung in der fürfil. jtlbrrförftrrci Lich. Im District „Wb", >/, Stunde von hiesiger Eisenbahnstation, sollen versteigert werden: Montag den 3. März Scheith. Prügelh. Stockh Reiöh. Rmtr. Rmtr. Rmtr. Wellen Buchen 93 157 60 1050 Eichen — 94 165 3920 Erlen — 18 4 340 Dienstag den 1. März 134 Eichenstämme von 25—47 cm Durchmesser und 3— 11 m Länge, mit 67,67 fm, 6 Fichten- und Kiefern flämme mit 5,87 fm, 3 Elsbeerstämme mit 0,74 fm, 185 Fichtenstangen mit 7,28 fm Inhalt und 4 rm Eichen-Werkscheitholz. Zusammenkunft jedesmal Morgens 10 Uhr auf dem Muschenheimer Weg. Lich, 21. Februar 1884. 1271 Wimmenauer. Bekanntmachung. Montag den 25. Februar, von Vormittags 9 Uhr an, sollen die den Philipp Linden- strnth III. Geben zugehörigen Mobilien, als' 3 Kühe, 1 Rind, 1 Stier, 5 Schaase, 1 Schwein, Früchte aller Art, Kartoffeln, Erdgewächs, Heu, Stroh, Häckselmaschine, Wagen, Pflug und Egge und sonstige Haus- und Oekonomie- geräthschasten in dessen Wohnung dahier Erbver- theilungshalber öffentlich meistbietend versteigert werden. Beuern, den 21. Februar 1884. Großh. Ortsgericht Beuern. Sommerlad. 12M Immobilien- V ersteigerung. Auf Verfügung Großh. Amtsgerichts Alsfeld vom 13. d. Mts. sollen die Immobilien derJohannesHabev- korn II. Eheleute dahier, bestehend in Mahl- und Oelmühle und circa 80 Morgen Aecker und Wiesen Dienstag den 11. März er., Vormittags 10 Uhr, in dem Gemeindehaus zu Altenburg öffentlich unter den im Versteigerungstermin bekannt werdenden Bedingungen zum letztenmal versteigert werden. Bemerkt wird noch: die Mühle liegt an der Schwalnr '/» Stunde von Alsfeld an der Alsfelder-Lauterbacher Landstraße, besitzt eine bedeutende Wasserkraft und Fischereiberechtigung. Gebäude und Mühle befinden sich im besten Zustande. Die Wiesen und ein Theil vom Ackerland liegen in bester Lage und in nächster Nähe der Hofraithe. Altenburg, am 18. Febr. 1884. Großherzogl. Ortsgericht Altenburg. Herbst. 1267 KeilgeSotenes. Zwei elegante Lappen, vierjährig, Stuten, fromm, für den Ackerbau sowie für jede Art Fuhrwerk gelernt, sind vreiswerth aözugeben. Wo? sagt die Erped. d. Bl. 1260 la Schweineschmalz frische Schlachtung, 1242 pr. Pfund 60 Pfg., empfiehlt H. F. Nassauer. Darmstädter Pferdemarkt Koje ( ä 2 Mk. (Ziehung den 23. April) zu haben in der Expedition des „Gießener Anzeiger^ Schulstraße 7. Kratbückinge sind eingetroffen. 1278 Gg. ‘Wilh. Weidig. Ia Jimbg. Käse in hochfeiner Waare empfiehlt billigst 1243 ______H. F. Nassauer. Glac^-Handschuhe (per Panr von 1,50 an) sind in großer Auswahl einaetroffcn bei 1275 ___________________PH. Schlatter. Aechte Franks. Vürstchen vorzügl. Qualität, empfiehlt 1091 Gg. Wilh. Weidlg. Kellerlinsen per Pfd. 22 Mitteüinsen „ „ 19 H, Prima geschälte Victoria- Erbsen per Pfd. 19 Prima Riesen-Erbsen per Pfd. 16 Grüne Erbsen per Pfd. 17 Kleine Koch' und Saaterbsen per Pfd. 14 Prima Bohnen per Pfd. 18 Ißa. „ „ „ 16 H, empfiehlt 1268 S. Ensofer. Blau emaill. Waffereiwer, auf dem Transport leicht beschädigt, verkaufe äußerst billig. Gustav Stahl, Neuenweg 11, neben der Musikalienhandlg. des Herr» 128 W. Rudolph. Normal-Hemden und Hose» (nach System Prof. Dr. Jäger) für Damen und Herren empfiehlt 1189 K. Rübsamen I Emser Pastillen (ächt in plombirten Schachteto) ein bewährtes Mittel gegen Husten, Heiserkeit, Verschleimung, Magenschwäche und Verdauungsstörung. Emser Victoriaquelle. Vorräthig in Giessen bei Emil Fisch- bach und Heinr Wallach- 31u König Wilhelm’s Felsenquelle in Ems. Reue Samenkuchen frisch eingetroffen. 1034 Carl Petri __________(vorm. G. C. Spruck-) Linsen, Bohnen, gesch. Erbsen in besten Qualitäten empfiehlt billigst 1090 G-g. Wilh. Weidig. Reineu vorzüglichen Bienenhonig s Psb. 47 H VesteÄ Apfelkraut „ „ 16H Kein ste^ Apfe lgel^e „ „ 43 Feinste Marmelade „ „ 40 H zu haben bei 472 Flsoffer. 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Februar 1884: GROSSES CONGERT ausgeführt vom Musikcorps des 2 Grossh. Hess. Inf.-Regts. Nr. 116 unter Leitung ihres Capeilmeisters Hrn. C. Krausse. Anfang 7 Uhr. Entree 30 Pfg. 53^6* Bies im Glas. 1280 Gesellschaftsverein. Für die Besucher des Fastuachtsballs, welche in Masken erscheinen, werden auf Namen lautende, mit Coupons versehene Karten ertheilt, welche Samstag den 23 Februar, von Nachmittags 3 bis 5 Uhr, und Sonntags den 24. Februar, von Vormittags 11 bis Nachmittags 1 Uhr im Weinsaal des Gesellschastshauses ausgegeben werden. Ball-Programm nebst Tanzkarte sind bei dem Hausverwalter Dietz für 25 H zu haben. Der Ball beginnt um 7 Uhr Abends, vor 6 Uhr werden aber die Gallerien nicht geöffnet. 1205 Der Gesellschaftsvorstand. Gießener Bienenzüchter-Kerem. Sonntag den 94. d. Ml**, Nachmittags 3 Uhr, bei Felsing, Neuenweg: General > Versammlung. Tagesordnung: 1) Nechnungsablage. 2) Vorstandswahl. ___________________________3) Vortrag.____________________________________ W etslar. 1266 Bleichstraße 3. 1223 1226 Ein Stud. d. klass. Philologie sucht für das nächste Semester gegen Er- theilung von Stunden Wohnung. Off. sub A. A. 19 an d. Exp. d. Bl. Für Wtrtlje! Für die gut gehende Nestauratioir einer Brauerei wird ein tüchtiger, junger Wirth gesucht; Metzgerbevorzugt. Wilhelm Krämer, Statt feder besonderen Anzeige Verwandten und Bekannten hiermit die schmerzliche Mittheilung von dem so plötzlichen Hinscheiden unseres unvergeßlichen Gatten, Vaters, Schwieger- und Großvaters .Heinrich Wiedmeyer, Damenschneider-meister, im noch nicht vollendeten 64. Lebensjahre. Um stille Theilnahme bittet Die trauernde Familie. Gießen, den 21. Februar 1884. Die Beerdigung findet Samstag Nachmittag 4 Uhr vom Sterbehause (Neuen Bäue 12) aus statt. 1274 Modellhüte zur Sommersaigon sind eingetroffen und stehen zur Am sicht bei Ü09- L. Bertram!, ^troWitfaFrik^WettkraaffeL 1257 Ich bezahle für Reh per Pfund 75 dis 80 Pf Mildprethandler Ebel. Fastnacht-Sonntag den 94. Februar, S'/r Uhr: großer JTuisfien^ug unter Betheiligung der carnevalistischen, sowie vieler anderen Vereine und Privatgesellschaften hiesiger Stadt. — Aufstellung des Zuges S1/? Uhr am Silhöfer Thor. DaS Zug-Comits. 1256 Ein Mädchen aus guter Familie, welches bisher in einem Lwecereiwaaren- geschäft schon thätig gewesen, wird auf so- fort gesucht. Wo ? sagt die Exped. d. Bl. 1272 Ein ordentliches Mädchen wird zum 1. April gesucht. Asterweg 10, 2 Tr. 1273 Eine tüchtige Amme wird gc- sucht. Von wem? sagt die Exp. d. Bl- 1263 Ein Lehrling mit den nöthigen Vorkenntnissen gesucht von Georg Philipp Gail. ” Eii"ordentliches Dienstmädchen für die Zeit vom 1. März bis 1. Mai cr. gesucht. 1265 Wo? sagt die Expedition ds. Blattes. Töchterpenstonat. Junge Mädchen finden zu ihrer weiteren Ausbildung, Erlernung des Haushaltes und geselliger Formen unter sorgfältiger Leitung freundliche Aufnahme. Lehrgegenstände: Sprachen, Buchführ- una, Aufsatz, Literatur h- s. w. Beste Referenzen und Prospecte durch die Vorsteherin I. Hetzloehl, Heidelberg, 610 Ziegelhaußerftr. 2. Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr- Pietsch) in Gießen- 64 $ Wir .genommenen M 66»«' N* ® nennet! bei" c ÄustragsbMi *r herzoglicher dl & » blies Ein Pn m L Gie New (Pennsylvani rend der Ro 12 $erfoner sind 29 Leich Staattn bet ßnje Carolina. Ei verletzt und zc unglückter fmt Thale des D. iNmmunger sind. - Mi des Gominant Ocklen Äame New- 66er den Tor Älchen Mell Imb gänzlich r \m ßnd dur töblet, andere M Männern slinide ausgesui ölüiften 3U0 l angenchtete 6 tat ft ?®*tttnt b( «SÄ*' NMlrn Qnft, bt» Q;, W (j v$ «•hji; “"S'wmatj SÄ äs- b,g8i7b^ * ***