t Mn. Neu. , Ritten miÄW t üi^M^lvck. tot ün.’g nii*~öber WSZ H»8Z Ss5* LKrE-ße 30. r?>”i,fcl bei ^LStL°»ar. den ' SNöt 0®„lb ju i2$L®!ÜWt3. r c-5 ^SeTTX *511, neben ber' ' Logis zu vermicthen. ~T___3^bcnga|)e 1.- • '°»°50 «■ ä —JSnyietä. : SS*I iocser.Aliceiistr. 22. ! ! lSeltersiveg-Plock- 3,r zu Dermitftjen; des- Im IIL Stock von 4 bis t iganmnlt Labroisie. - • Wohn- und §chiäf- ■ >eln, zu nermitten. fraßt 22, z ntöblirtes Lim,Tier zu r WalltliorftraBe 16. ' ' es freundl'iches"MM miethen. ^LckmgszttchL 4. mvbüür Zimmer zu ■ Muhe 19, parterre. MdI. 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Der Herbstaufenthalt des Kaisers hat jetzt sein Ende erreicht und trifft dec Kaiser nächsten Donnerstag wieder in Berlin ein. Eine erhebende Feier schloß sich unmittelbar an seinen Aufenthalt im Thale der Oos an, die Goldene Hochzeit des Fürstlich Hohenzollern'schen Paares, welche am heutigen Dienstag im Schlosse zu Sigmaringen einen glänzenden Kreis gefürsteter Gäste versammelt, von denen in erster Linie neben dem Kaiser die sächsischen und die rumänischen Majestäten hervorzuheben sind. Die Feier findet in den weitesten Kreisen herzliche Theilnahme, gehört doch das greise Jubelpaar zu den Mitgliedern einer der mächtigsten und berühmtesten Dynastien, während ein ruhmreicher Sohn als :Lönig im fernen Osten regiert. — Fast gleichzeitig mit seinem kaiserlichen 33at,r trifft auch der Kronprinz von seiner Tyroler Reise wieder in Berlin ein, -wo seiner bereits neue Pflichten harren, indem er als Vorsitzender des preußischen Staatsrathes am 25. October denselben eröffnen wird. Prinz Wilhelm von Preußen und Kronprinz Rudolf von Oesterreich, welche am Samstag früh von den Elchwild-Jagden in Ost- p. rußen nach Berlin zurückgekehrt waren, haben sich noch am Vormittag des genannten Tages nach Hubertusstock begeben, um hier ebenfalls dem Waidwerk o^^erschiedene Ereignisse lenken neben der Congo-Conferenz die Aufmerksamkeit wieder auf West-Afrika. In diesen Tagen wird das in Wilhelmshaven gebildete deutsche Panzergeschwaver seine lange Fahrt nach der westafrckanischen Küste antreten, um dort zu Ruhm und Ehre des Vaterlandes die deutsche Flagge zu entfalten. Es ist das erste Mal, daß die Reichsregterung ru einer überseeischen Fahrt ein so großartiges und überaus stattliches Geschwader entsendet und es beweist dieser Umstand, wie sehr die Regierung von Ler Bedeutung der Ausgabe Überzeugt ist, welche die deutschen Panzerschifie an den fernen Küsten des „schwarzen Continents" zu erfüllen haben werden. Un- terbeffen wird aus West-Afrika von einer neuen Ausdehnung des deutschen Pro- tectorats berichtet, indem sich der König Mensah von Porto Seguro ebenfalls unter deutschen Schutz gestellt hat. — Die Biloung eines Syndikats für West- Afrika , welches zunächst aus Vertretern der in Guinea Handel treibenden Hamburger Finnen besteht, ist als das erste äußere Ergebnitz der Berathungen zu betrachten, welche die hervorragendsten Geschäftsführer der sieben bet diesem Syndikat beteiligten hanseatischen Ausfuhrgeschäfte Ende vorigen Monats in Friedrichsruhe mit dem Fürsten Bismarck gehabt haben. Betheiligt an diesem Syndikat sind zur Zeit nur diejenigen Firmen, welche an den Mündungen des Niger und des Eongo und im Zwischenlande ihre Handels-Niederlassungen haben; daß durch diese Firmen in dem Syndikat zunächst eine Einheit geschaffen worden ist, um ihre gemeinschaftlichen Interessen zu vertreten, beweist, daß bet diesen Praktikern die Colonialpläne, welche Fürst Bismarck verfolgt, Verstandmß und richtigen Boden gefunden haben. Zur Congo-Conserenz liegt wesentlich Neues nicht vor. Nur heißt es, daß der ursprünglich für Ende October geplante Zusammentritt der Con- ferenz erst Mitte November erfolgen werde, was wohl hauptsächlich dann feinen Grund hat, daß außer von England auch von den Vereinigten Staaten eine bestimmt zusagende Antwort noch aussteht. Am Samstag früh ist der Herzog Wilhelm von Braunschweig auf seinem Landsitze Sibyllenort in Schlesien an den Folgen der Altersschwäche und den Beschwerden eines Magenleidens gestorben. Der verewigte Herzog war am 25. April 1806 als zweiter Sohn des Herzogs Srteo- rich Wilhelm von Braunschweig, der 1815 in der Schlacht bei üuatrebas fiel, geboren und übernahm die Regierung, als sein Bruder Karl, der berüchtigte „Diamanten-Herzog", 1830 durch einen Aufstand Der über die tollen Streiche Herzog Karls ergrimmten Bevölkerung vertrieben worden war. Der verstor- Die diesjährigen Herbst- Control-V er sammlungen werden im Kreise Gießen wie folgt abgehalten werden: I. Im Bezirke der I* Compagnie (Gießen). 1) Zu Gießen am 8. November 1884, Vormittags, im Oswald'schen Garten unb zwar um 8 Uhr für fämmtliche Reservisten der Infanterie, sowie sämmtliche zur Disposition der Truppenthelle und der Ersatz-Behörden -ntlaffenen Mannschaften aller Waffen, am 9 Uhr für sämmtliche Reservisten der übrigen Waffen und bie am Schluffe naher bezeichneten Wehrleuts. $ Hierher gehören bie Orte: Annerod, Burkhardsfelden, Gießen (mit Schiffenberg und Herrnwald), Heuchelheim, Klein-Linden und Oppenrod. 2) Zu Lollar am 10. November 1884, Vormittags 9 Uhr, »eben dem neuen Bahnhofsgebäude. Hierher gehören die Orte: Allendorf a. d. Lda., Alten-Buseck, Bersrod, Beuern, Climbach, Daubnngen (mit Hof Heibertshausen),Großen-Buseck, Lollar, 53 9 J 1 Mainzlar, Rödgen, Ruttershausen mit Kirchberg, Staufenberg mit Fnedelhauien, Treis a. d. Lda., Trohe und Wieseck. 3) Zu Grünberg am 10. November 1884, Nachmittags IVt Uhr, an dem Bahnhose. Hierher gehören die Orte: Allertshausen, Beltershain, Gellshausen, Göbelnrod, Grünberg (mit der Dickelsmuhle, Neumühle, Stadtmuhle, Stemmuhle, $ Obere und Untere Ziegelhütte, Latzmühle), Hattenrod, Harbach (mit der Kolbenmuhle, Sommermuhle), Keffelbach (mit oer Rabenau'schen Papiermühle), Lauter (mit der Arztmühle, Bingmühle, Georgenhammer Strellesmuhle und Walkmichle) , Lindenstruth, Londorf (mit der Burg Rabenau, Burgmühle, Schmidtmühle, Reitzenmichle und Ziegelhutte), Lumda (Groß- uud Klein-), Odenhausen (mit Appenborn-Hof), Queckborn, Reinhardshain, Reiskirchen, Rüddingshaufen, Saasen (nut Bolln- bach, Veitsberg und Wirberg), Stangenrod, Stockhausen, Weickartshatii, Weitershain (mit dem Hamer-Hof) und Winnerod. II. Im Bezirke der II. Compagnie (Lich). 1) Zu Hunge« am 15. November 1884, Mittags 12>/2 Nhr, am Friedhose. Hierher gehören die Orte: Bellersheim, Bettenhausen, Hungen, Inheiden, Langd, Langsdorf, Muschenheim, Nonnenroth, Obbornhofen, Rabertshausen (mit Ringelshausen), Rodheim (mit Hof Graß), Röthges, Steinheim, Trais-Horloff, Utphe und Villmgen. 2) Zu Lich am 15. November 1884, Nachmittags 3y2 Uhr, am Bahnhose. Hierher gehören die Orte: Wach, Allendorf a. d. Lahn, Birklar, Dorf-Gill, Eberstadt (mit Arnsburg), Ettingshausen, Garbenteich, Groß-Linden, Grüningeu, Hausen, Holzheim, Lang-Göns, Leihgestern, Lich (mit Albacher-Hof, Kolichausen und Mühlsachsen), Munster, Hof-Gill, Nieder-Bessingen, Ober-Bessingen, Ober-Hörgern, Steinbach, Watzenborn mit Sternberg. . Es haben aus den genannten Orten zur bestimmten Stunde sämmtliche im betreffenden Bezirke wohnenden Astä^e standes aller Waffen des deutschen Reiches zu erscheinen, welche zur Reserve gehören, zur Dtspofitrou der Truppentheile beurtaubt oder rur Disposition der Ersatz'Behörden entlassen find, sowie diejenigen der Landwehr angehörige Mannschasttn, welchen eine besondere Ordre zur tSeMuna bei ber Herbst-Control-Versammlung vom Bezirksfelbwebel zugegangen ist. — Die Ersatz-Refervisten haben nicht zu erscheinen. f Dispensationen können nur in ganz bringenben Fällen eintreten unb müssen barauf bezügliche Gesuche spätestens 8 -vage vor ben betreffenben Control- Berfammlungen aus bem Dienstwege eingereicht werben. Die ohne Entfchulbigung sehlenbeu SNannschaften haben sich ber gesetzlichen Strafe zu gewärtigen. . , , . , Es wirb noch bemerkt, baß bie Leute mit dem DMtär-Paß unb Führungs-Attest versehen m bürgerlicher Kleibuiig zu erfchemm haben, unb vor dem Beginn ber Control-Bersammlung Schinne, Stöcke, Pfeifen re. fortzulegen sinb. M z ^FÜnd Veftrks Commaudeur. bene Herzog Wilhelm, der im Lande ein gutes Andenken hinterläßt, hat keinen directen Thronerben, auch hat sich der nächst berechtigte Thronprätendent, der Sohn des ehemaligen Königs von Hannover, der Herzog von Cumberland, durch seine Ablehnung hinsichtlich der Verfassung des deutschen Reichs als braunschweigischer Thronerbe unmöglich gemacht; krast eines im Jahre 1879 sanctio- nirten Regentschasts-Gesetzes übernimmt in Braunschweig der Regentschastsrath die Regierung und hat binnen einem Jahre einen deutschen Prinzen, der nicht bereits thronberechtigt ist, zum Herzog von Braunschweig zu wählen. In Oesterreich bildet die Rede, welche der ungarische Minisierprä- sident, Herr Tisza, jüngst bei der Adreßdebatte im Unterhause gehalten hat, das Ereigniß des Tages. Die Rede, die jetzt in ihrem vollen Wortlaute vorliegt, ist deshalb so bemerkenswerth, weil sie neben der energischen Betonung des deutsch-österreichischen Bündnisses auch die Kaiserbegegnung von Skierniewice hervorhebt, während die ungarische Thronrede eigenthümlicher Weise dieses Ereigniß mit keiner Sylbe gedachte. Letzterer Umstand hatte überall berechtigtes Aussehen erregt und dem leitenden ungarischen Staatsmanns mußte daher daran liegen, den Folgerungen, welche namentlich die ungarische Presse hieran knüpfte, entschieden errtgegenzutreten. Herr Tisza hat sich dreser heikeln Ausgabe mir vielem Geschick entledigt; in seiner Rede stellt er die Zusammenkunft von Skierniewice als eine neue Gewährleistung des europäischen Friedens hin und weist zugleich energisch die Annahme zurück, als ob Ungarn, von Haß gegen „irgend eine" Nation erfüllt, sich zu Störungen des Friedens hiureißen könnte. Die Aeußerungen Tisza's haben im ungarischen Parlamente lebhasten Beifall gesunden und auch in Wien wie in Berlin und Petersburg wird man sie nur mit größter Genugthuung ausnehmen. Der Austritt des Handels Ministers H Brisson aus dem französischen Cabinet wird wahrscheinlich noch weitere Veränderungen in demselben nach sich ziehen. Die Schmierigkeiten, aus welche der Finanzminifter Tirard bei seinen Vorschlägen bezüglich der Herstellung des Gleichgewichts im Etat in der Budget-Commission der Deputirtenkammer stößt, dürsten denselben wohl bewegen, ebenfalls aus dem Ministerium auszuscherden und ebenso ist der Rücktritt des Kriegsministers Campenon nicht unwahrscheinlich. Die Budget-Commission will, um das Gleichgewicht des Budgets herbeizuführen, erhebliche Abstriche am Budget des Krieges vornehmen, wogegen sich Campenon entschieden verwahrt hat und da gleichzeitig auch Differenzen zwischen ihm und dem Ministerpräsidenten wegen Absendung neuer Verstärkungen nach Tongking bestehen, so gewinnt das Gerücht von der bevorstehenden Demission Compenon's an Wahrscheinlichkeit. Neben dieser inneren Krisis bestehen für die französische Regierung die auswärtigen Schwierigkeiten fort, wie sie sich in erster Linie aus der ostasiatischen Affaire ergeben. Trotz der sich nun wieder jrgenben Siegesdepeschen aus Ostasien ist die dortige militärische Situation der Franzosen noch immer eine ziemlich zweiselhafte und werden sich Truppen-Nachiendungen kaum vermeiden lassen. Neuerdings meldet die „Times", daß auf Formosa bei Tamsui ein abermaliges Treffen zwischen den Franzosen und den Chinesen stattgefunden haben, bei welchem letztere 3000 Mann auf dem Platze gelassen haben sollen. Die aus Tongking einlausenden Nachrichten besagen, daß sich das chinesische Heer in vollständiger Auflösung befinde, der Generalissimus und viele Mandarinen seien gelobtet. Bei den im nordamerikanischen Bundesstaate Ohio ftattge- fundenen Staatswahlen haben die Republikaner den Sieg davongetragen. In Folge dessen nimmt man an, daß die republikanische Partei bei der Präsidentenwahl am 4. November mit ihrem Präsidentschafts-Candidaten, Mr. Blaine, durchdringen werde. In der egyptischen Finanzsrage scheint man in Kairo wieder einlenken zu wollen. Wenigstens kann man die Meldung, der egyptische Ministerpräsident Nubar Pascha habe die Generalkonsuln von der Wiederaufnahme der Zahlung der Einnahmen der Post- und Telegraphen-Lerwaltung an die Staats- schuldenkasse in Kenntniß gesetzt, dahin auslegen. Kmtschland. Berlin, 19. October. Wir entnehmen der „Köln. Ztg." das Nachstehende: Wir haben bereits vor einigen Wochen darauf hingedcutet, daß neben der Dampfer- vorlage noch eine Reihe anderer Ergebnisse der praktischen Colonialpolsttk des Fürsten Bismarck den Reichstag beschäftigen werden. Insbesondere soll auf Verstärkung der BerusSconsulate an einigen hervorragenden Handelspunkten Bedacht genommen werden. So sind wir heute mitzutheilen in der Lage, daß zunächst dre Neuschaffung eines kaiserlich deutschen Generalkonsulats in Capstadt für dm Bereich der englischen Besitzungen in Südafrika in Aussicht genommen ist und daß die Mittel dafür vom künftigen Reichstag verlangt werden sollen. Sicherem Vernehmen nach ist für diesen wichtigen Posten bereits ein Vertreter ausgewahlt und demselben schon jcht der Charakter eines Generalconsuls betgelegt worben. ES ist der bisherige Consul in Smgapore, Dr. jur. E. Bieber, ein Hanseate, der zuerst Rechtsanwalt in Hamburg war, dann in den Consulatsdtenst des Reichs etntrat und sich in demselben — er war annähernd 9 Jahre in Singapore — so bewährt hat, daß er in das hiesige Auswärtige Amt berufen wurde. Hier hat er reiche Gelegenheit gefunden, sich in bte füd- und west- afrikanischen Verhältnisse einzuarbeiten. Voraussichtlich wird er sich schon in allernächster Zeit nach dem Cap etnschfffen. Dieser unmittelbar b°vorstehenden Reise wird zunächst wohl noch ein weiterer Beweggrund un'erliegen. Man wird sich erinnern daß die Frage über die Besetzung von Lüderrtzlano im Grundsatz schon seit Ende Juni dieses Jahres zwischen der deutschen und englischen Regierung endgültig gelöst ist, daß dagegen aus den sernerzett abgeschlossenen LÜderitz'schen Verträgen manche Unklarheiten sich mit Bezug auf etwaige früher schon erworbene Prtvatrechte von englischen Unternehmern herausqeftrllt haben. Die englische Regierung hat zur friedfertigen Kla'-- ftellung dieser Zweifel die Entsendung einer deutsch-englischen Commission an Ort und Stelle vorgeschlagen; es scheint, daß deutscherseits dieser Vorschlag angenommen und jetzt auch der nunmehrige Generalkonsul Dr. Bieber als deutscher Comm.ssar entsandt worden ist. Der Kernpunkt der schwebenden Fragen wird sich wohl um die Guano- Inseln in der Bat von Angra Pequena drehen, deren Eigenthumsrecht Lüderttz beansprucht, während die Engländer es bestreiten. Auch hier wiederum hat Fürst Bismarck durch sofortiges Entgegenkommen aus die ihm vorgetragenen Wünsche bewiesen wie sehr ihm daran liegt, bet den neuen Schritten, die er zur praktischen Betätigung seiner Colouialpolitik etnzuschlogen hat, vor allem auf die freundschaftlichen Beziehungen anderer Mächte Bedacht zu nehmen und olles zu v-rm^den, was den Anschein erw cken könnte, er wolle tn angebliche wohlerworbene Rechte Dritter etngreisen. Wenn nicht alles täuscht, so werden wir schon tn nächster Zett bestimmten Anhalt haben dieses Bestreben an einem weiteren erfreulichen Fortschritte auf dem Wege gesunder Colonial- politik nachzuweiscn. KrarrLreich. Paris, 19. October. Gegenüber einer Meldung der „Morning Post" von einer Niederlage der französischen Truppen bei Tamsui am 15. d. MtS. sagt der „Temps", daß Depeschen des Admirals Courbet, die nach dem obigen Datum bei der Regierung eingegangen seien, Nichts von einem neuen Gefecht bei Tamsui seit dem 8. d. Mts. melden. — In St. Etienne explodirte vergangene Mitternacht an der Gens'dar^ merie-Kaserne eine Bombe, welche in die Außen-Nische des Fensters einer Brigadier-Wohnung gelegt worden war. Die Fensterscheiben sind zerbrochen und ? die Möbel in dec gedachten Wohnung beschädigt, aber Niemand verletzt. Heute Vormittag erfolgte die Verhaftung von 9 Anarchisten. Außkarrd. Moskau, 19. October. In dem im Centrum der Stadt gelegenen Hause Solodownikoff, in welchem sich lauter Magazire befinden, ist heute gegen Abend Feuer ausgebrochen. Die inneren Gänge sind bereits eingeäschert, die größeren nach den Straßen Petrowka und Kusnetzky-Most gelegenen Magazine, sowie das benachbarte deutsche Theater stehen in Flammen. Die Häuser in der Nachbarschaft sind sehr gefährdet. — In den unweit des in Brand stehenden Hauses Solodownikoff belege- nen kaiserlichen großen und kleinen Theatern haben heute Abend keine Vorstellungen fiattgefunden. Die die Brandstätte umgebenden Gebäude werden dauernd mit Wasser begossen und scheint eine Gefahr für dieselben nicht mehr zu bestehen. Telegraphische Depeschrrr. Wotss'S teleer. Sorrrspondem-Vrrrras. Sigmaringen, 20. October. Anläßlich der Feier der goldenen Hochzeit Ihrer K. Hohrtlen des Fürsten und der Fürstin von Hohenzollern sind der Bahnhof und die Straßen, namentlich der Weg zum Schlosse, mit Gunlanden, Festons, Wappen, goldenen Kränzen und Fahnen reich geschmückt. Der Zudrang von Fremden ist außerordentlich groß. Um 11 Uhr wurde dem fürstlichen Jubelpaare das sog. „Klösterle" als das von den Kmdern dargcbrachte Geschenk übergeben. Dasselbe trägt die Inschrift: „Zum Andenken an bn die französischen Truppen in der Umgebung ihrer Stellung Blockhäuser, daS schlechte Wetter behindert jedoch diese Arbeit. Petersburg, 20. October. Die deutsche „Petersburger Zeitung" meldet: Anläßlich der Beschlagnahme der am 11. d- M. in Riga auf dem englischen Dampfer Die Löbeistraf MM brenimide Ca MM Vorstellung besagten Laternen bl der Äsmrckstraße sind, daß das Trost Fußgänger nothM Straße macht, jn in unverantwortlich Abend 9 Uhr hier i wußte, so datz er fühlen wird. 6tn( Behörde, hier einzr eine Warnungslate manches Unglück ( London, c„ dieVoMMltu einen AuM,D0 MMlWt >m W' s'1 K verb^ üWckia^' ^Moskau, äs«* Kairos 17. M W* WWVggy Gubr Qitntta# öt MormittW (offen M ßieferu inissionswege verg< 1. ca. 40 Ril 2. „1100 „ 3. „ 200 „ 4. „ 400 „ 5. „ 100 „ 6. „ 600 i au- 7. „ 6 T hä 8. „ 600 Ki 9. „ 600 , 10. „ 600 „ 11. „ 600 ‘ Ord.-Nr. 1-3, werben zusammen von 8-11 Mußi Die Lieferung vom 21.-23. L 2 unseres Oeconome: nnb W Offerten, Mchnft versehe ^ttiine in den r burean aufgehängte M°!im einjul, ltl*Nneter >#106, de cfoitajj m d-r KZ Stück Sri •6939 *l»tt Ift6,e‘enb cS». 4 Sri. A«d» Eebiind''^' *• *5 !t ftnr M A««n ballen 1 ’• £ E*, Nr ii n ® ’!l’’ 6°[<>enen " anfit ""»nbcrn, Ä än« M von Fkklburg komgin von Sachsen 1Db «iKifi; t Glockengelänte und Mtchea und Schul- ° ,U° Schlosse Mf, v cht enden wollende 'chorm. Allerhöchst- ; Fürstin von Nachdem Se. Maj. v, begab Allefföchfi. m begelsterlen Kund- ldel Zapfenstreich und wf der Schlohrampe, m Theater statt. >m Principe die Ein, vünsche noch bk Er- Wtt der Sorconfetaij Staaten nabmtn In; I wirb auf btt Gons byllevort meldet, ist Hasse eckbahamüt wg vrL Sargetz iw LchWr nach dem JO Personen begleitet stall, der um 3 Uhr st um Mitternacht m ogs wurde gestern n, te feierliche Beisthung -rath angeordnet. daß ufsührungen, Lustbar- zerordnülichev Session urarrtcht die Derhand- ■ Rückkehr der in dem schweren Landfriedens, ngeklagt: die Maurer ärbtlto W “”b M d" M- 'oraelaben und bis out tagten, wclit tlnjeln etn und leugnen alle । llürren oberhalb Lauter- < SftÄ- ; iSiiw w ,®$w8M «» ObetbtaÄt «srntnwar, «•JgS.se* nnev Mell!n}4 -bend tu w ^lge ifll I 3 LtVZörendlU Li i'tilt aus IS Srierr °Lpen tu ie'Udl^'^squon U« sKsS |R Sfi'ätf #Äelfoe* gefundenen verbotenen Schriften und Drucksachen wurde der vom Schiffe geflohene Sch'ffLztmmermann, dessen Name Karl Meltzer (aus Danzig oder Stettin) sein soll, tn der Nacht vom 13. zum 14. d. M. wieder verhaftet. Gleichzeitig mit Meltzer wurden dessen Wirth Karl Praatz, genannt Franck, und fünf andere Personen verhaftet. Bet einer Durchsuchung der Wohnung des Praatz wurde eine Menge verbotener Drucksachen, falscher Cceditbilletö und anderer verdächtiger Schriften gefunden. Aus dem Dampfer „Kelsoe" wurde nutzer den confisctrten Schriften und Drucksachen nichts weiteres Verdächtiges ermittelt- Moskau, 20. October. Die große Feuersbrunst ist heute früh endlich gelöscht worden; außer 67 Läden in der Passage Solodownikoff nächst dem deutschen Theater sind noch 9 Läden und 2 Comptoire niedergebrannt. Der verursachte Schaden wird auf 3 Mill. Rubel geschätzt. Kairo, 20. October. Der Proceß der Mitglieder der Staatsschulden- kaffe gegen die Regierung ist in Folge Uebereinkommens der Parteien bis zum 17. November vertagt. New-Uork, 20. October. Der Gouverneur Clevcland wurde in Albany auf der Straße von einem Individuum, dessen Schwager Ctevelcmo nicht begnadigen wollte, thätlich angegriffen; alle nähere Details hierüber fehlen noch. _____________________________________________________________________ Vermischtes. London, 15. October. Der General-Postmelster Professor Fawcett, der sich um die Postoerwaltung recht verdient gemacht Hut, hat soeben Dem Vernehmen nach einen Auftrag von 150 Millionen Postkarten einer deutschen Firma auf Grund Ihrer Vorzüglichkeit im Vergleiche mit denen concurrirender Häuser gegeben. Eingesandt. Gießen, 21. Ociober. Die Löberstraße hatte Samstag, wie jetzt alle Abende, je an ihrem Ende eine schlecht brennende Laterne aufzuweisen; sonst herrschte totale Ftnsterntß, von der man sich ein» Vorstellung machen kann, wenn man erwägt, daß etwa 10 Schritte von dm besagten Laternen die schönsten Dunkelverstccke waren. Da weder am Eingänge von der Bismarckstraße noch an ihrem anderen irgendwelche Warnungszetchm angebracht sind, daß das Trottoir nur mit L bensgefahr paffirt werden kann, vertraut sich der Fußgänger nothgedrungen deren Wege au, zumal ja die Straße den Anspruch auf eme Straße macht. In Mitte der Straße, fern von jeder Helligkeit, liegt auf dem Trottoir in unverantwortlicher Weise ein Pflastersteinhaufen. Ich war Augenzmge, wie Samstag Abend 9 Uhr hier ein Herr zu Fall kam und wegm der Dunkelheit zu Fall kommen mußte, so daß er noch lange die unangenehme Berührung mit diesen Pflastersteinen fühlen rotrd. Einem nachfolgenden Herrn ging es ähnlich. Wäre es nicht Pflicht der Behörde, hier einzuschretten und mindestens, wenn der Steinhaufen dort liegen muß, eine Warnungslalerne anzünden zu lassen. Bei den jetzigen dunkeln Nächten kann hier manches Unglück geschehen! Theater. _ —ä. Gießen, 21. October. „ „ Der ,Stö r en fried" von Benedix wurde gestern zum 2. Male gegeben. Die Rolle des Lonau hatte diesmal Herr Marttenssen übernommen. Sein Spiel konnte daS Publikum nicht erwärmen; besonders störend wirkte fern Athemholen an falscher stelle, etn Fehler, den jeder Schauspieler möglichst vermeiden sollte. Doch wollen wir riach dem erstmaligen Auftreten kein endgültiges Urthetl über die Leistungen deS gen. Herrn fallen. Fräulein A. Eng trat an Stelle der erkrankten Frau Director Herrmann als A. Weiß auf; ihr Spiel war gut, würbe aber noch gewinnen, wenn bte Dame sich bemühte, ihre Stimme, was die Tonhöhe anbelangt, um etn Register herabzudrücken. Bet Der Besetzung der übrigen Rollen war keine Veränderung ein- getreten. Zur Ergänzung unseres fiüher-n Berichtes wollen wir zunächst Frau Voigt, Fräulein Sommer und Herrn Voigt lobend erwähnen; die Scene, tn der der dumme Gärtnerjunge sich über fdne Zukünftige entscheiden soll — rechts die Kammerjungfer ans der r«Seidence, lti ks die Köchin — war allerl'ebst 'unb fand reichen Beifall; überhaupt versteht es Herr Voigt, aus dieser kleinen Rolle eine jener köstlichen Figuren zu schaffen, denen wir bet Auerbach oder Fritz Reuter so gerne begegnen. Herr Halm spielte besser, als bet der ersten Aufführung des Stückes; desgleichen waren die Leistungen der Herren Haupt und Töldte recht gut (Halm: Masberg, Haupt: Graf Marrling, Tölbte: Gärtner Erhärt). Herrn H en brich nennen wir wiederholt, weil auch seine gestrige Wiedergabe des alten Lebrecht Müller eine vorzügliche war.— Der Souffleur war zu laut. Die Thalsache, daß ein so gediegenes und so gut gegebenes Lustspiel eine ver- hältnitzmaßtg so geringe Theilnahme Seitens des Publikums findet, läßt uns, angesichts des Besuches eines Ctrkus ohne Pferde, auf den Geschmack vieler Kunstliebhaber (!) Schlüsse ziehen, die mir heute an bb.fer Stelle nicht aussprechen wollen. Handel unb Verkehr. Gießen, den 21. October. Auf dem heutigen Markt kl-flett Butter per Pfund M. 1.00—1.10, Hühnereier pr. Stück 7—0 H, Käse St. 4—9 Ä»t, Käsematte 2—3 H, Erbsen pr. Liter 20 Linsen 30 H, Tauben per Paar 0,50—0,60 H, Hühner per Stück iAL. 1.00—1.40, Hahnen pr. Stück 3L 0.50—0.90, Enten per Stück & 1.30—1.60, Gänse per Pfund 36—60 Welsche J4 0.00—0.00, Ochsenfleisch per Pfund 68—70 H, Kuh- und Rindfleisch 56—60 H, Schweinefleisch 54—60 Hammelfleisch 60—70 4, Kalbfleisch 56—60 Kartoffeln per 100 Kilo A 3-50—4.50, Milch per Liter 12—16 Zwiebeln per Ctr. JL 4.00—5.00, Weißkraut pr. Stück 4—9 H, Zwetschen «tL 0.00—0 00. Frankfurt, 20.October. (Getreide-Vreise.) Weizen eff. hiesiger und Wetteraucr .A 17—14, fremder JL 17, Roggen eff. hies. 15*/2—3 4, fremd. 15V4—153/4, Gerste eff. hies. u. Wetterauer Jt. 17—18, fremde JL 17Vr—19, Hafer eff. hies. JL 13V2—Vi, fremder 6939 Gr. Gerichtsvollzieher. Mittwoch den 22. Moder, Nachmittags 2 Uhr, , ■werben in der Flett'scheuHofraithe dahier 4 Sack Waizenmehl, 1 Weckeruhr u. 1 Taschenuhr mit Kette öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert. Die Versteigerung findet bestimmt statt. Bühner, *6915 Gerichtsvollzieher. Allgemeiner Anzeiger. Msfter-Arlieiten. Die Pflaster- und zugehörigen Erdarbeiten beim neuen Posthause in Wetzlar, einschließlich der Materialien, veranschlagt zusammen auf «X 1344,99, sollen im Wege der öffentlichen Anbietung vergeben werden und ist dazu Termin auf: Mittwoch den 22. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, auf dem Geschäftszimmer des Baumeisters Kranz im neuen Posthause zu Wetzlar anberaumt, woselbst auch die Bedingungen nebst Anschlag zur Einsicht ausliegen und Formulare zu den Angeboten zu erhalten sind. Es bleibt freie Auswahl unter allen Anbietungen vorbehalten. Frankfurt (Main), 13. Oct. 1884. Der Kaiserliche Ober-Postdirector, Geheime Postrath: Heldberg. 6823 Mittwoch den 22. Moder, Nachmittags 2 Uhr, 6911 werben Wehsteirrgasse 31, im Hause bes Herrn Barbier Schmidt, nachverzeichnete Gegenstände versteigert: Sopha, Tische, Stühle, Kommode, Bettstellen mit Sprungfeder-Einlage, sehr gutes Bettwerk, Oeldrnckbilber, eine sehr gute noch wenig gebrauchte Singer - Nähmaschine, neuestes System, Küchengeräthe und sonstige Hauphalturigsgegenstände. JeikgeSokmes. Fft. Himbcer-Gelöi', Aepfel-Gelse, Birnenhonig, Aepfelkraut empfiehlt billigst 6799 „ Riesen-Erbsen ^17^ „ grüne Erbsen »iß „ Saat-Erbsen 8. LIsoMr. Süßen Aepftlmost empfiehlt 6798 I. Netter, Neustadt. 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