Rr. L4lS. Erstes Blatt. Sonntag den 22. Juni 1884 erger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des MorrtagS. frei! vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn, »urch die Post bezogen vierteljährlich 2 Marl 50 Pf. Amtlicher HHeiü Gefunden: 1 Buch, 1 Fläschchen Petroleum, 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Sonnenschirm, 2 Taschentücher, 1 seidenes Halstuch, 1 Scheere, 3 Nasirmesser, 1 Wasserzuber (aufgesunden im Schoorgraben), mehrere Schlüssel. Gießen, den 21. Juni 1884. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. c. ein Unbescholtenheitszeugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen (Gymnasien, Realschulen, Progymnasien und höheren Bürgerschulen) durch den Director der Lehranstalt, für alle übrigen jungen Leute durch die Polizei-Obrigkeit oder ihre vorgesetzte Dienstbehörde auszustellen ist; d. das Schulzeugniß. Sodann wird noch besonders bemerkt: Zu pos. b: daß in dem Einwilligungs-Attest die Erklärung des Vaters oder Vormundes, iu der Lage zu sein, den Freiwilligen während des einjährigen Dienstes unterhalten zu können, nicht fehlen darf. Zu pos. d: daß die Schulzeugnisse, mit Ausnahme der Reifezeugnisse für die Universität und die derselben gleichgestellten Hochschicken und- Reisezeugniffe für die Prima der Gymnasien und Realschulen I. Ord., sämmtlich nach dem Schema 17 zur Ersatz-Ordnung (L Thell der Wehr-Ordnung vom 28. Septbr. 1875 — Reg.-Bl. Nr. 55 von 1875) j :sgestM {du müssen. 1. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Pnifungs-Commisstou nur dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Grotzherzsgthum Hessen gestellungspflichtig ist, d. h. seinen dauernden Ansenthaltsort hat. 2. Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst darf nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr und muß spätestens bis zum 1. Februar des Zasires nachgesucht werden, in welchem der sich Meldende das 2(X Lebensjahr vollendet. Der Nachweis der Berechtigung zum einjährigen Dienst ist bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. April desselben Jahres zu erbringen. Z^Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und ist ^hierzu ein Bogen in Actensormat (nicht Briefpapier) zu verwenden. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse angegeben wird. 4. Dem Gesuche find folgende Papiere beizufügen: a. Geburtszengniß; b. ein Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über Bereitwilligkeit und Fähigkeit, den Freiwillig während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten und zu verpflegen; Im Uebrigen wird auf die Bestimmungen der §§ 88, 89, 90, 93 und 94 der angeführten Ersatz-Ord. verwiesen. Großherzogliche Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: Gros. Betreffend: Die RaaMchung oer dum eufluyng frerwmlgeu DWisi aus Gruno von Schulzeugrunen. Bekanntmachung. Diejenigen jungen Leute, welche auf Grund ihrer Schulzeugnisse die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst nachsuchen wollen, werden Hierdurch auf die nachfolgenden, bei Anbringung der Gesuche zu beachtenden Vorschriften mit dem Anfügen aufmerksam gemacht, daß hiernach unvollständige besuche ohne Weiteres zurückgegeben werden. Telegraphische Depeschen. Wolff's telegr. GmS, 20. Juni. Zur kaiserlichen Tafel waren gestern geladen: Prinz Nicolaus von Nassau, der Gouverneur von Köln, General-Lieutenant v. Rosenzweig, Generalmajor v. Schlichting, Generalmajor v. Westernhagen, Freiherr Karl v. Rothschild aus Frankfurt, der vorher von Sr. Maj. dem Kaiser empfangen worden war, sowie die Landräthe v. Alvensleben und v. Doetinchem de fliande. Abends besuchte Se. Majestät das Theater. Heute früh setzte Allerhöchstderselbe die Trinkkur fort und empfing später den Hofmarschall -Grafen Perponcher und den Geheimen Ober-Regierungsrath Anders zum Vortrag. Koblenz, 20. Juni. Se. Maj. der Kaiser traf heute Nachmittag um 1 Uhr zum Besuche Ihrer Maj. der Kaiserin hier ein; nach einem zweistünvi- gen Aufenthalte kehrte Se. Majestät nach Ems zurück. Berlin, 20. Juni. In der heutigen Sitzung des Reichstags wurde die Fortsetzung der zweiten Berothung des Unfallversicherungs-Gesetzes bet dem $ 41, welcher joon dem Arbetterausschuß handelt, ausgenommen. Der Referent Freiherr v. Hertltng empfahl die Annahme desselben, während der Abgeordnete Schrader dagegen sprach, indem er behauptete, daß der § 41 lediglich die Interessen der Arbeitgeber, aber nicht die der Arbeiter wahre, und von einer wirklichen Mitwirkung seitens der Arbeiter nicht wehr die Rede sein könne. — Der Staatssecretär von Bötticher tritt für die Wiederherstellung der Regierungsvorlage ein, welche die Arbeiterausschüsie im Gegensatz zu Len Beschlüssen der Commission so gestalte, daß eine freie, unbefangene und vom Arbeitgeber weniger beeinflußte Mitwirkung der Arbeiter in der Verwaltung mehr zu ibrem Rechte kommen könne. — Bet namentlicher Abstimmung wurde jedoch die Wiederherstellung der Regierungsvorlage mit 152 gegen 77 Stimmen abgelehnt und dagegen der § 41 in der Fassung der Commission angenommen. - Hierauf wurden noch die §§ 42-45 ohne erhebliche Debatte genehmigt. - Die Fortsetzung der Be- rathung^fi Berichtigung ungenauer Zeitungsmitthetlungen schreibt die «Norddeutsche Allgemeine Zeitung", baß die von dem bayerischen Bundesraths-Devollmächttgten gestern I n Bundesrathe zur Börsensteuer abgegebene Erklärung folgenden Wortlaut hatte: „Die bayerische Negierung stimmt dem Gesetzentwurf in seiner jetzigen Fassung tu, nachdem ihre ursprünglichen Bedenken gegen denselben durch die nach den Anträgen der Ausschüsse erfolgenden Aeuderungen, namentlich insoweit sie Erleichterung der Waarenaeschäfte bezielen, erheblich gemindert wurden." , , (gffett, 20. Juni. Wie die „Rheimsch'Westf. Zeitung" meldet, hat der Verstand des Vereins für die bergbaulichen Interessen des Oberbergamtsbezirks Dortmund gestern beschlossen, die Vereinszechen zu einer gemeinsamen Beiheiligung an der im nächsten Jahre in Antwerpen stattfindenden Industrie-Aus- London, 20. Juni. Oberhaus. Der erste Lord der Admiralität, Earl of Northbrook, erklärte auf eine Anfrage Lord Sidmouth's, daß von dem Befehlshaber der an der Küste Südafrikas befindlichen Flotten-Abtheilung ein amtlicher Bericht in Betreff der Bucht von Angra-Pequena, der angrenzenden Inseln und des Festlandes nicht eingegangen sei. Es liege wohl ein Bericht über den Besuch vor, welchen ein englisches Kriegsschiff daselbst mit Rücksicht auf dort befürchtete Ruhestörungen unternommen habe, doch stehe dieser Bericht vollkommen in Zusammenhang mit den gegenwärtigen bezüglichen Unterhandlungen und es sei daher die Vorlegung desselben zur Zeit nicht wünschenöwerth. Das Unterhaus erledigte im weiteren Verlause der Sitzung die Einzel- berathung der Resormbill ohne weitere Amendements. Bukarest, 20. Juni. Die Session des Parlaments ist heute von dem Könige mit einer Thronrede geschlossen worden. In letzterer heißt es: Die Revision der Verfassung und das neue Wahlgesetz bilden große Fortschritte für das Land, indem die Unabhängigkeit der Wähler und die Moralität der Abstimmung nunmehr mit mächtigen Garantien umgeben find. In Bezug auf die Herstellung der Krondomäne sagt die Thronrede: Sie betätigten vom Neuem, daß die erbliche constitutionelle Monarchie der Eckstein unseres nationalen Gebäudes ist und haben Sie mir einen neuen Beweis Ihrer Liebe und Ihres Vertrauens geben wollen. Ich empfange dankbar diesen Beweis Ihrer Ergebenheit. Seien Sie versichert, daß in meinem Palaste, welcher der Palast der rumänischen Nation ist, alle Ideen, Gefühle und Bedürfnisse des Landes immer ein mächtiges Echo und unter allen Verhältnissen warme Unterstützung finden werden. (Beifall.) In der Thronrede wird schließlich betont, daß die feste und verständige Haltung Rumäniens und seine allmälige friedliche Entwickelung überall Vertrauen einflößen. Rumänien nehme heute in Europa eine Stellung ein, die es mit Freude erfüllen könne. Lokales. Gieken, 21. Juni. Schwurgerichtsverhandlung am 20. Juni l. I. gegen 1) Heinrich Franz von Nidda 2) Jakob Kopf von Schornshe m und 3) Johannes Georg von Landeuhausen wegen Verbrechen gegen die Sittlichkeit und ^^^schworenen bejahten die ihnen vorgelegten Schuldfragen und wurden ^6^) H^urich Franz wegen Nothzucht und Diebstahls zu 2 Jahren und einer Woche Zuchthaus, sowie zu dreijährigem Ehrverlust, r , 2) Jakob Kopf wegen Nothzucht und Bethülfe zu diesem Verbrechen zu 1 Jahr und 6 Monaten Zuchthaus und dreijährigem Ehrverlust, 3) Johannes Georg von Landenhausen wegen Bethülfe zum Verbrechen der Nothzucht in zwei Fällen zu einem Jahre Gefänguiß verurthellt. Giesten, 21. Junt. sTurnertsches.j Nachstehende Eingabe geht, auf einen s. Z. vom Turnverein Gießen beim mtttelrhetntschrn Turntag gestellten Antrag, vom KretsauSschuß an hohes Ministerium ab: _r ä „Den Turnvereinen liegt es, neben der körperlichen und geistigen Ausbildung ihrer erwachsenen Mitglieder, vorzugsweise ob, auch der, Heranwachsenden Jugend sich anzunehmen und durch Heranbildung sogenannter Turrzögltnqe zunächstfür Nachwuchs an Veretnsmttgliedern zu sorgen, im wetteren Umfange aber überhaupt jungen Leuten von 14—18 Jahren diejenige erziehliche Unterstützung angche.hen za. lassen, deren sie ohne die Bestrebungen der Turnvereine fast ausnahmslos entbehren müßten. Denn es Ist eine nicht wegzuleugnende Thatsache, daß in dem jugendlichen Alter von 14-20 Jahren, in der Zett zwischen den Schul- und Mtlitärjahren, für die körperliche Erziehung von Staatswegen nicht allein nichts gethan wird, sondern sogar die Turnzögltnge fett obligatorischer Einführung der Fortbildungsschulen vom Turnplatz weg zwangsweise der Fortbildungsschule zugeführt worden sind. Die Bestrebungen der Turnvereine, bei den Vorständen der Fortbildungsschulen für ihre Zöglinge wöchentlich zwei Abende zu Turnübungen reservirt zu halten, sind von Erfolg nicht begleitet gewesen, während andererseits die Anstrengungen von Corporattonen, deren Zwecke den Zielen der Turnvereine oft stracks zuwtderlaufen, zur Heranziehung der Schuljugend sofort nach deren Entlassung aus der Schule keinem Widerstand begegnet sind. Wir verkennen ja durchaus n cht den ersprießlichen Nutzen, den die Fortbildungsschule in infillectueller Beziehung dem aus der Volksschule entlassenen Schüler gewährt und sind such der Ansicht, daß nur durch zwangsweisen Besuch derselben ein Resultat erzielt werden kann, allein wir erachten das Turnen als gleichberechtigten Unterrtchts- zweig für die Heranwachsende männliche Jugend und glauben, daß nur die staatlicher- seiis angeordnete Aufnahme des Turnrns in den Lehrplan dieser Schulen diejenigen Erfolge verbürgt, deren wir uns zum Wohl der künftigen Generationen versehen. Den stets überhand nehmenden, leider berechtigten Klagen über die immer mehr um sich greifende körperliche Erschlaffung der Jugend, welche den Vaterlandsfreund mit ti.fer Betrübniß erfüllen muß, würde durch Genehmigung unseres Gesuches im Principe zuoorgekommen, an Stelle der bemoraltfirenben Einflüsse derjenigen Erholungslokale, denen die männliche Jugend nach ihrer Entlassung aus der Volksschule ihre geistige Weiterentwicklung verdankt, würde das erziehliche Moment des turnerischen Gehorsams, der Unterordnung drs Einzelnen unter die G-sammthett und der moralischen Einwirkung des geistigen Turnens treten und eine körperlich jedenfalls dann auch kräft ge Jugend würde herangebtldet, die mit Tüchtigkeit und Ueberzeugung alle an sie herantretenden Vaterlandsdienste bereitwillig und pflichtgetreu zu erfüllen im Stande sein wird. Hoffen wir, daß dessen Verwirklichung von dem größten Nutzen für die Gesammtheit des Volkes wie für den Einzelnen begleitet sein wird." Gießen, 21. Juni. Die Freunde unseres Schützenveretns werden ihre Freude haben, wenn sie die Veranstaltungen zu dem nächste Woche stattfindenden Feste sehen. Der Schießplatz selbst, Wälle, Telegraphenleitung, Scheiden rc. sind aufs Beste restaurttt. Die Festhalle, größer wie einmal, steht in ihrem Rohbau vollendet und wird für gute Bedienung in derselben während des Festes Herr Schnell beste Sorge tragen. Auch ist für das schau- und fahrlustige Publikum schon recht fleißig gearbeitet worden, Caroussels, Schieß, und Schaubuden, ein großes mechanisches Kunstmuseum rc. sind engagirt und werden den Besuchern Kurzweil zur Genüge bereiten. — Das größte Orchestrton, welches wohl bis jetzt in unserer Stadt gesehen wurde, hat dieser Tage Herr W,rth Seibel im „Chausseehaus", Frankfurter Straße 82, aufstellen lassen, dasselbe kostet über 3000 «X. Diesem hohrnAnlage-Capital entsprechend bietet daS Instrument, zugleich ein Prachtmöbel, dann auch (mit sechs Walzen) eine schöne Auswahl von Tänzen, Märschen und Lieder der beliebtesten Com- vonisten, auch eine arötzere Ouvertüre und ein Lteder-Potpourrt. Die Töne sind weich und zart und dem Ohre angenehm. Gießen, 21. Juni. Die Sammlungen in hiesiger Stadt für das Nittional- denkmal für die Gebrüder Grimm haben bisher die Summe von 211 ergeben. Da die Sammlungen nun geschlossen werden sollen, so bitten wir diejenigen, welche noch etwas beitragen möchfin, während dieser Woche ihren Beitrag an die Exped. d. BI. einliefern zu wollen. Vermischtes. Bad Nauheim, 18. Juni. Von ruchloser Hand wurden in der vergangenen Nacht die drei prächtigen Wemftöcke an der Aletter'schen Wirthschaft „Zur Waldlust" durchgesägt. Solche schmähliche Vorkommnisse sind in der That tief bedauerlich und nur zu geeignet, ein schlechtes Licht auf die ganze Einwohnerschaft zu werfen. Jeder rechtlich denkende Mann müßte es sich ernstlich angelegen sein lassen, den oder die Thäter an’8 Tageslicht bringen zu helfen, denn selbst im Falle, daß hier ein persönlicher Racheakt vorliegt, ist und bleibt es immer eine Schmach, seine Rache an dem unschuldigen Etgenthum seines Gegners kühlen zu wollen. Hoffentlich gelingt es der eingeleiteten Untersuchung, den Thäter zu ermitteln und der wohlverdienten Strafe zu übergeben. Darmstadt, 19. Juni. Heute Nacht gegen 1 Uhr entzündeten sich die in den Kellern auf der Schäfer'schen Brandstelle noch befindlichen Oele, Lacke u. s. w. aufs Neue und schlugen die Flammen hoch empor. Natürlich schickte man alsbald wieder nach dem Branddirector, welcher im Verein mit einigen Feuerwehrleuten nach etwa zweistündiger Arbeit das Feuer dämpfte. Diese Arbeit war durch die ausstromenden Dämpfe durchaus keine gefahrlose und wurden Kleider und Schuhwerk der Mannschaft stark mitgenommen. — Nach Ermittelungen des Wafferwerks soll bei dem letzten Brand die ungeheure Wassermenge von etwa 1500 Cubikmrter Wasser verbraucht worden sein. r — In Folge der bet dem letzten Brande eingeathmeten Dämpfe und der gehabten Anstrengungen sind bereits einige Feuerwehrleute erkrankt; einer ganzen Anzahl Anderer sind Stiefel, Hofen und theilweise auch die Füße durch die Säuren verbrannt worden. v Mainz, 19. Juni. Zu einem ernsten Conflikt kam es gestern Nachmittag in der Nähe von Amöneburg vor itnem dortigen Wirthshause zwischen Zigeunern, Schutzmannschaft und Gensdarmerie. Um Mittag war an dem Wirthshause eine Bande Zigeuner, circa 50 Personen, in fünf Wagen angefahren. Die männlichen und ältesten weiblichen Mitglieder der Bande gingen in das Haus, um zu zechen. Mehrere Stunden dauerte das Gelage, als plötzlich die Bande aufbrechen und ohne zu bezahlen sich entfernen wollte. Der Wirth wehrte sich sehr ernstlich um sein Geld, um so mehr als dieselbe Bande ihn schon einmal um 41 GlaS Bier und Wein betrogen hatte. Inzwischen war auf den auf der Amöneburg liegenden Fabriken die Fei-rabendstunde gekommen und die Arbeiter eilten herbei, um dem Wirth zu Hülfe zu kommen. Von der Bahnstation Curve aus hatte man den Lärm beobachtet und telegraphisch die Gensdarmerie und die Schutzmannschaft von Castel requirirt, welche auch sammt dem Bürgermeister an Ort und Stelle erschien. Gerade hatte die Erregung eine solche Höhe erreicht, daß das Aeußerste zu befürchten war. Mit der Waffe in der Hmrd^gelang es nach vieler Mühe, die Zigcunerbande zu überzeugen, daß sie im Unrecht sei. Es mußte gewaltsam gegen sie eingeschritten werden und es fitzte gehörig Hiebe ab, weil sich einige Mitglieder widersetzten. Erst nachdem der Wirth vollständig befriedigt war und die Zigeuner alle Kosten bezahlt hatten, wurden sie unter Bedeckung über die preußische Grenze gebracht. y 4„TrlIS?t^fTl3t8Il0ttaen,2 ^ie Universität Leipzig zählte in diesem Semester SIS?1?? Studenten und 70 Hörer. Von jenen 3160 sind 1350 Sachsen und Ntchtsachsen. 2434 besitzen das Reifezeugntß eines Gymnasiums (1020 Sachsen .putsche, 123 Ausländer), 381 das Reifezeugntß eines Realgymnasiums' 345 kein Reisezeugniß. Theologie studiren 704 (darunter 323 Sachsen) Jura 663 (darunter 229 Sachsen), Medicin 608 (darunter 278 Sachsen), 1185 (davon 520 Sachsen) u. z. Pharmacie 99 Naturwissenschaft 232, Philosophie 114, Pädagogik 27, Philologie 323 neuere Sprachen 136, Mathematik 137, Landwtrthschaft 67, Cameralien 50 Im vorigen Semester war die Zahl der Studenten 3433, darunter 1362 Sachsen. ' ck a n M,, 20. Juni. Die Singhalesen haben heute Morgen der Stadt Frankfurt und ihrem zoologischen Garten Lebewohl gesagt, um sich mittelst Extrazugs $5 enr Sowohl die Singhalesen als ihreThiere erfreuten sich während tbrc8 $krfein8 trotz der oft sehr unfreundlichen Witterung stets des besten Wohlseins- ein Husten, an welchem einige Singhalesen zur Zeit ihrer Ankunft litten, verlor sich wenigen Tagen. E ne leichte Erkrankung eines der kleinsten Kinder war ebe^ q^ IT0eC 0n«eter Behandlung und Pflege, welche dem Patienten 1 *??*de, wieder beseitigt. Der Besuch der Ausstellung Dauer bezifferte sich auf 93,663 Personen, darunte? 31871 Schulkinder. Die Gesammt-Einnahme an der Kasse des Gartens und der Auss stellung während der Dauer des Besuchs betrugen 47,166.80 J-L 41 , ™ [Broet Kanarienoogel-Gef chichten.j In der Saalgasse stahl gestern Moraen ein Sv 6&ube einen Kanarienvogel nebst Bauer und trug ihn nach den Schirnen wo " f,6" ”e^*‘äLnhcn ™t68ern itttn Verkaufe anbot. Aber keiner wollte den Vogel und ber ? $u bem Metzger R., welchem er den Vogel als ausgezeichneten Vogel und Bauer näher, legte bann seine schwere Wb auf die SLulter bes Burschen unb hielt ihn so lange fest, bis ein Schutzmann cherbelkam. Der Dieb war bei Herrn R. gerade an den Rechten, nämlich an Den- ßanbei rrnd WerEehr. „ 21. Juni. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund M. 0.80-0.83 Hühnereier pr. Stück 5-6 4, Enteneier pr. Stück 6-0 X Gänse- erer pr. St 00-00 Käse St. 4-9 Käsematte 2-3 4, Erbsen pr. Liter 22 X ßmfen 33 Tauben per Paar 0,60—1,00 H, Hühner per Stück «X 1.00—1.50, Hahnm pr. Stück ^ 0.30—120 Enten per Stück -< 2.00-2.50, Gänse per Stück JL 3.50-4.00, 0—00, Ochsenflersch per Pfund 66—70 Kuh- und Rindfleisch 56—60 H, Schweinefleisch 50—60 Hammelfleisch 64—70 Kartoffeln per 100 Krlo 3.50—4 30, Milch per Liter 13—18 Zwiebeln per Ctr. JL 15-00, Kirschen per Pfund 25—00 H. lenigen gekommen, dem er den Vogel gestohlen hatte. Die andere Geschichte spielt itt der alten Mamzergaffe. Ein dort wohnender Handwelker ist ein besonderer Liebhaber von Kanarienvögeln und hält sich immer eine Hecke von 10 bis 12 Stück, deren Ge- zwrtscher einen nebenan wohnenden Schuster zur Verzweiflung bringt. Vor einigen Tagen verreiste der Vogelliebhaber und vertraute die Sorge für seine Vöaelcken einem Freunde an. Kurz vor seiner Rückkehr setzte der Schuster im Einverständnis mit dem guten Freunde zehn Spatzen in die Käsige und nahm die Kanarienvögel heraus. Der Besitzer derselben kam Abends spät nach Hause, bemerkte den ihm gespielten Streick nicht und legte sich zu Bett. Andern Morgens war er sehr erschrocken, als er seine Vögelchen tn Spatzen verwandelt sah. Er glaubte an H-xerei, lief auf das Polizei- revier und kam mit einem Schutzmanne zurück. Der Beamte mußte sich aber für cresoppt halten, denn die Spatzen waren verschwunden unb in jedem Käsig saß ein Kanarienvogel. Das laute Lachen, welches sich tn der Stube nebenan erhob als er dem Schutzmann versicherte, die Vögel seren soeben tod) Spatzen gewesen belehrte ,hn über die Urheber der Hexerei. Nun brütet er Rache, hat aber noch keine Gelegenheit gefunden, sie auszuführen. H v 1 Rostock, 17. Juni. Dem „Berl. TM." telegraphirt man: „Der Weibauer'scken Menagerie entsprang auf dem Transporte von hier noch Stralsund eine große trächttae Löwin bei Mönchhagen. Die ganze Gegend ist in furchtbarer Aufregung. Die Bauen? bringen ihr Vieh in die Ställe in Sicheret. Militär ist von hier aus hinbcordert um das Gehölz, worin sich die Löwin befindet, zu umzingeln." Pmocoroert, « v16- Juni. e [furchtbarer Tod ) Der gefährliche Brauch, beim Kegelschieben die Kugel recht tttf aufzusetzm, bat em Menschenleben gekostet. Ein Maurer aus Hildesheim hatte sich nämlich, als er die Kugel wegschleuderte, einen Holzsplitter derart unter den Nagel ewgetrüben, daß er sofort ohnmächtig zusammenstürzte und nach kurzer Zeit sein Leben aushauchte. — 3m „Münchener Fremdenblatt" liest man folgendes Inserat: „Augenkranks finden vom 1. Juli an in der neuer bauten, comfortabel eingerichteten und schön ae- legenen Krankenanstalt zu Tegernsee Aufnahme. - Mittellose wollen sich behufs unentgeltlicher Verpflegung, unter Vorlage eines ärztlichen unb Armuthszeugnfffis mit einem Gesuche an Se. Königliche Hoheit den Herrn Herzog Carl von Bay-rn^ T>r. med., wenden. m ~ [Kleptomanie der Vögel.) Aus Augsburg w'rd uns geschrieben: Gergweis in Niederbayern wurde dieser Tage die alte Thurmkuppel abgebrochen, wooet die Bauleute mit dem Rechte des Stärkeren die darin befindlichen Dohfinnester zerzausten und herunterrissen. Sie waren aber nicht gering erstaunt, als sie mitten bann auf eine ganze Sammlung gestohlener Gegenstände stießen, die die diebischen Schwarz- rocke im Laufe der Jahre zusammengeschleppt hatten. Als Hauvttrophäe brachten sie 2'a0el Ob der einstige Besitzer derselben bei dem. ^nerzeitigen Ehselhaften Verschwinben1 nicht einen Unschuldigen tn Verdacht, vielleicht auch ins Gerede gebracht hat? — Zeichen und Wunder geschehen j^tzi so wenig als cbemoIS. Jaber wan sieht, wie sich manches Wunderbare unb büstere Geheimnisvolle oft so einfach unb natürlich erklärt. (£r qm ) — [Lebensuhcen.j Im Salon eines bekannten Wiener CrösuS stehen 6 Uhren welche außer ben Stunden und Minuten auch die Tage, Monate und Jahre awbe/ "ste wurde am Tage feiner Geburt in Bewegung gefitzt und stand aeftern auf 51 3°^£e ® Monate und 14 Tage. Die zweite Uhr ist für die Frau, die dritte für die älteste Tochter bestimmt, welche 21 Jahre 17 Tage zählt. Die vierte, fünfte und sechste Uhr gehören den anderen Kindern. Der Zweck dieser Uhren ist, den betreffenden Personen stets die Zahl der verlebten Jahre, Tage unb Stunden und dergestalt den Unellen Verlauf des Lebens vorzuführen. Böse Zungen behaupten, die Ubr der Frau Gemahlin sei schon mehrere Male, man weiß nicht von wem, durch Zmückstellen verdorben worden. „ — l D-r z-rriss-n- Kragen.) Eine Familie in Augsburg besitzt einen gewirkten Kragen von Gustav Aoolph. Er Ist hinter Glas, neben de? Königs Bildniß in Wack^ in einem Rahmen gefaßt. Unter dem Kragen steht Folgendes geschrieben: „Diesen Kragen hat Gustaphus Abolvhus, König tn Schweden, getragen und meiner Eheliebsttn Jacobina Laub-r, g-dornm Augsburgerin, nebst vielen Prettosts verehrt, um willen sie ju toMSen 3dt, als gedachter König in Augsburg gewesen, die schönste Jnngsran s^öa war. Daher ste auch von hochstgedachter Majestät gewürdigt worden, datz derselbe mit ihr bet einem angeftellten Ball Liters getanst; die Ursache aber, warum der König ^diesen Kragen verehrt war diese, weil ste stch, als der König sie gnädigst liebkoste, ? « inrretn,281?Tilgi!t' mtt^tn 0111 Hcen Fingern die in dem Kragen befindlichen Locker aerissen hatte." 0 Wien, 20. Juni. In Pola wurden vor einigen Tagen größere Quantitäten Dynamit aus dem Marine-Dipot gestohlen; ein Theil ist bei einem Fleischhauer vor" gefunben. Gestern wurden wegen Thetlnahrne an dem Diebstahl 4 Individuen verhaftet, worunter ein Weib. ~7 [Tod eines Knaben in Folge Kurpfuscherei.) In das Hospital zu Kremnack wurde ein Knabe aus Norheim bei Münster a. St. gebracht, der von einem Hollunde^ bäum gestürzt und ein Bein gebrochen hatte. Die Eltern des Knaben hatten sich sofort nach dem Sturze an einen tn dem benachbarten Dorfe St. Katharinen fein Unwesen treibenden und weit und breit unter dem Namen „Der Mann tn St. Katharinen" bekannten Kurpfuscher gewandt, welcher den Knaben 5 bis 6 Tage lang behandelte Das Bein wurde aber statt besser immer schlimmer, so daß sich die Eltern veranlaßt- sahen, sich an einen wirklichen Arzt, Herrn Dr. Welsck in Münster a. St. zu wenden Letder war es aber schon zu spät. Herr Dr. W.lsch konnte nur constatiren, daß böchstevs noch durch eine Amputation geholfen werden könne. Kaum im Hofvitale angenommen, starb der unglückliche Knabe, noch bevor zur Amputation gefchritten wurde. Der traurige Fall zeigt, daß nicht dringend genug vor den Kurpfuschern ae- warnt werden kann. Hoffentlich wird dem ^Mann in St. Katharinen" nunmehr ba& Handwerk gelegt werden. Schiffsnachri chUrn Bremen, 14 Juni. sPer ttansatlantischen Telegraph.) Der Postdarnpfer Ems, Capt. Ehr. Leist, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 4. Juni von Bremen und am 5. Juni von Southampton abgegangen war, iß gestern 5 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. U Bremen, 19. Juni. [V^ transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Oder, Caps. R. Sander, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 7. Juni von Bremen abgegangen war, ist gestern 10 Uhr Abends wohlbehalten in Newyork onaefommen. v 731) üeber die Höhe der Kosten, welche die EinräckuBg eie er Anzeige in ein* oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sieh niemals enttäuscht sehen, wenn man von der Annoncen - Expedition von Irr b rank fort a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft ein fordert, cks auch hineichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Bath ertheilt Auszug aus bett Standesamtsregistern des Standesamts Gießen. Aufgebote. ~ Ju"!: 17. Bäcker unb Wirth Georg Heinrich Metz mit Justin- E!is- Jrle,. Tochter beS v-rstorb-nen Hütt-narb-tters Konrab Jrle zu Bteb-nkovf. 18. Der ?raÄI’:.®0^uctÄut Eduard Lou's R-inholb von Löwenstein zu Cossel mit der Saushälterin Pauline Rosine Henriette Mart- Busi-, Tochter des Fleischermetsters ** AUas Busse M Neundorf. 18. Der Unteroffizl-r (HttfS-Hautbotst) Im II. Großh. Hessischen Infanterie-Regiment lGroßherzog) Nr. 116 Reinhard Stückrath Gießen. Hz sLr MS-' v Ä»x SÄ zS» 19 Dtw Juni' «6. 8iu«> M 73 3«6“. wch!,m-isi--s! Im Milt 17 Nltsgib»" m Gaboren 18 Knaben und Mnt DK Lieferm 1884/5 str b echrderlichen material, b< 1280 Centn 1540 „ 925 „ 120 „ 50 „ soll im Eub werden und fi 14 Tagen auf Bmeau abzugä Lieserungs - Be werben können. Gießen, am Großherzogliche 4239 A. Die Heug der cameral-fi- 19. und 20. J und es könnet 26. Juni bei ( ^geholt roerbei Gießen, ben Iiemiag »»den Im“®” too3;8' Zobel, fi,au ZMcllen Einlagen, s werk, ß. "•>Ä J.ft von 2'/ "erkauf Jfo' ^?abro fertig, 4228 M H. F. Nassauer. Otto Schaaf. Carl Schwaab. Georg Wilh. Weidig. empfehlen in Originalpackung in €11 e ® s e n ÄStolIwercksche Louis Frohnhausen , C. F. Henzerling. Carl Hoffmann. L. Kalkhof. H. Kinkel, Conditor. B M- zu Kreuzvch m Hollunder- tten fid) sofort sein Unwesen Katharinen" ig behandelt?, ern veranlaßt t. zu wenden, .statim, daß tm Hospitale on geschritten rpfuschern ge- nunmehr das Postd-nnpfer welcher am war, ist Mstdavpfer am 7. Juni hi Nervyor! 1« gewirkten 16 in WM «i: ,Mrr er Eheliebsttn um willen sie ste Jnngfran - daß derselbe m der Kön/g flß liebkoste, dem KraM Quantitäten schhauer vor- dividuen ver- i”‘ *18. D» dpi', mit der fc>» er per Pfund 0 4 0* Liter 22 Ji, -1.50, W KDS itÄ melge ,n wennm»0 £ eh>fori reu»" 4il . i*ste elchx?Nigen °IS et ?ß saß in Ä»- ite ^ictt ''S*.; '«tz MU?1' 1 ^muiinen- '".schön 0(; behufg „ ^Nissitz Don Nm.; sieben: % rtm. wöbet ^nesier,er- oiltttn darin ltn Schwarz, brachten sie '^n bei dem vielleicht ? wenig M ttimnißoolle k Ztg.) tB b Uhren, Kt angeben. Aftern auf kitte für die ite und sechste betreffenden 'Ngesialt dm br der Fran Wellen ver- 4 Heinrich geboren geboren Amynta Denselben. Dem Fuhrmann Johann Georg Eidmann ein Sohn Ludwig, gekoren den 30. Mai. y ' Denselben. Dem Lackirer Balthasar Rau ein Sohn, Emil Christian den 9. Mat. y ' ' Denselben. Dem Taglöhner Johannes Kreiling X. ein Sohn, Karl den 2. April. Denselben. Dem Kaufmann Adolf Siegel eine Tochter, Dorothea Magdalena, geboren den 8 Apr-l. mit Luise Röhrig, Tochter des verstorbenen Steinbrechers Johann Konrad Röhrig zu Hetzen. 19. Metzger Salomon Sachs zu Soest mit Jettchen Eichenderg. Tochter des verstorbenen Handelsmanns Moses Etchenberg zu Gießen. 19. Professor Dr. Karl Eduard Julius Theodor Rudolf Stammler zu Gießen mit Franziska Mathilde da Costa, Tochter des Kaufmanns Manoel Joao da Silva e Costa zu Hamburg. 20. Tapezier Wilhelm Thomas Brandt, Wittwer, mit Johannette Feldhaus, Tochter des verstorbenen Tapezters Georg Feldhaus zu Gießen. Eheschließungen. Juni: 18. Lackirer Johann Karl Emil Ph'.llpp Lang mit Elisabeth Luise Oswald, Tochter des Gastwlrthö Balthasar Oswald zu Gteßrn. 18. Kaufmann Fets Ell nger mit Henriette Katz, Tochter des Handelsmanns Meyer Katz II. zu Gießen. Geborene» Juni: 7. Dem Gastwirth Ludwig Pfeil eine Tochter, Emilie Luise. 7. Eine Tochter von auswärts, Lina. 8. Em Sohn von auswärts, Max. 9. Dem Schuhmacher Heinrich Krausmüller eine Tochter, Anna. 9. Eme Tochter von auswärts, Susanne. 12 Dem Leistenmacher Paul Schäfer eine Tochter, Anna Marie. 12. Ein Sohn von auswärts, Emil. 13. Ein Sohn von hier. 13. Dem Schuhmacher Philipp Größer em Sohn. 13 Ein Sohn von auswärts, Hugo. 14 Dem Lehrer an der höheren Mädchenschule Dr. August Friedrich Buckhsld ein Sohn. 14. Dem Kaufmann Eouord Sack eine Tochter. 14. Dem Schäfer Christoph Bekeser von Vaihingen an der Enz ein Sohn, Otto. 14. Eine Tochter von auswärts, Marie. 15. Dem Bohnorbetter Johanr-es Weinandt ein Sohn, Ludwig. 15 Dem Bur augehilfen August Orth eine Tochter, Auguste Emilie Margarethe Anna. 15. Dem practrschen Arzt Dr. Ferdinand Fuhr ein Sohn. 17. Dem Kaufmann Friedrich Gregor! ZwtlltngSsöbne. 17. Ein Sohn von auswärts, Hermann. 17. Eine Tockter von auswärts, Lina. 18. Eine Tochter von auswärts, Bcrtha. 19. Dem Professor Dr. Wilhelm Braune eine Tochter. 19 Dem Professor Dr. Adolf Harnack eine Tochter. Gestorbene. Juni: 14. Adolf, 2 Jahre alt, ein Sohn von auswärts. 16. Zerline Buch, geb. Blum, 64 Jahre alt, Wlltwe des Rentners Jonas Buch. 19. Bäckermeister Jacob Vogt, 73 Jahre alt 19. Anna Margarethe Georgine, 1 Jahr alt, Tochter deS Schuh- macherrmtstcrs Ludwig Feldhaus. Wafserwärme der Lahn. Am 21. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags: 12« R. — Luftwärme 9V30 R. _______________________ Rübs amen. Denselben. Dem Matertalienverwawr Carl Richter ein Sohn, Eduard Auaust Reinhard Friedrich Karl, geboren den 26. Mat. ö Denselben. Ein unehelicher Sohn, Friedrich, geboren dm 28. Mai. Den 16. Juni. Dem Schuhmacher Heinrich Kcausemüller eine Tochter, Anna, geboren den 9. Juni. Beerdigte. Den 15. Juni. Friedrich Conrad Röntgen, Rentner, alt 83 Jahre, starb dm 12. Juni. Todtgeboren wurden 2 Kinder weiblichen Geschlechts. txj @a-A gestelllen LKbt bernn, ä !?te cin ei 5 d°n Bern hiwui 5 °°n ben ( 8°dehn!e $ «« gabenA ?ft ihrer 'S L *! •Ä»