Nr* 143. Drittes Blatt Sonntag den 22. Juni 1884 Gießener Anzeiger Amts- und AnzetzMttt für den Kreis Gießen. Schulstraße 7. Erscheint LLZAch mit Nusnabme des MoEg-. PreLK vierteljährlich 2 Mar? 20 Pf. mit Bringerloh^ ......... „„„„, Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mar? 50 Ps. Amtlicher HK ei l Bekanntmachung. Mit Genehmigung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz vom raths von Oppenrod folgendes Schäferei-Statut erlassen: § 1. Die Schäferei in der Gemarkung Oppenrod ist eine Gemeinde-Schäferei. . Es werden daher die Kosten für Hirtenlohn (mit Ausnahme der von den Pserchstelgerern zu leistenden ortsüblichen Accidenzien), für Anschaffuna und Unterhaltung der Schäferei-Geräthschaften (mit Ausnahme der von den Hrrten zu liefernden Pferchpfähle), für Salbe, Salz zc., kurz alle Ausgaben J^r ,!e Schäferei, insoweit nicht besondere Ausnahmen bestimmt oder her- kommlich sind, aus der Gemeindekasse bestritten. , Dagegen liießt aber auch der Erlös aus der Schäferei, insbesondere aus dem Pferch, in die Gemeindekasse. § 2. .Die Stückzahl der in einer einzigen Herde zu treibenden erwachsenen Schafe wird auf zwei Hundert (200) festgesetzt. Außerdem dürfen noch an Lämmern, welche nicht über ein Jahr alt und von den vorerwähnten Schafen gezogen worden sind, von deren Eiqenthümern gehalten werden: 1. Ans zwei erwachsene Schafe ein Lamm; 2. „ drei bis vier erwachsene Schafs zwei Lämmer; 3. „ fünf bis sechs „ „ und mehr drei Lämmer. §3. Zu der Herde darf ein jeder in der Gemeinde Oppenrod wohnende Ortsbürger, sowie jede daselbst wohnende Wittwe eines solchen, ein Schaf im Voraus stellen. Der alsdann noch verbleibende Rest bis zu 200 Stück wird zur Hälfte auf das Steuerkapital und zur Hälfte auf das beweidbare in der Gemarkung Oppenrod gelegene Gelände der genannten Ortsbürger und deren Wittwen sowie weiter auch der sonst noch in der Gemeinde Oppenrod wohnenden Grundbesitzer ausgeschlagen. § 4- Zu Anfang jedes Jahres wird das Verzeichniß der Schafe, welche die Ortsbürger und deren Wittwen im Voraus treiben dürfen, von der Großh Bürgermeisterei aufgestellt und der Ausschlag der übrigen Schafs von Großh. Steuercommissariat vollzogen, beziehungsweise revidirt. Hierauf werden beide Verzeichnisse nach vorausgegangener ortsüblicher Bekanntmachung acht Tage lang auf der Bürgermeisterei zur Vorbringung etwaiger Reclamationen bei Meidung später Nichtberücksichtigung offen gelegt. § 5. ' Jeder kann den nach dein Ausschlage Gr. Steuercommissariats ihm zustehenden Schaftrieb einem anderen hierzu in Der Gemeinde Berechtigten überlassen, muß dies aber bei Meidung der Nichtberücksichtigung unter Benennung des durch die Uebertragung Berechtigten auf der Bürgermeisterei anzeigen. Wer jedoch vor Beginn des Pferchens sein Recht übertragen will, muß dies bis zmn ersten Februar jedes Jahres auf der Bürgermeisterei anzeigen, widrigenfalls er, wenn er bei Beginn des Pferchens selbst keine Schafe zur Herde getrieben hat, sein Recht hierauf für das betreffende Jahr verliert. Die Gemeinde kann die hierdurch frei werdenden Antheile an andere Berechtigte meistbietend versteigern lassen. Die Großh. Bürgermeisterei hat gegen Ende Januar jeden Jahres durch ortsübliche Bekanntmachung aufzufordern, etwa beabsichtigte Uebertragungen, oder Nichtausübungen der den Einwohnern nach den Registern zustehenden Schafberechtigungen längstens bis zum 1. Februar bei ihr anzuzeigen. § 6. Wer sein Recht, Schafe zu halten, an einen Anderen überträgt, ist verpflichtet, feilt beweidbares Gelände in gleicher Weise, wie es von den übrigen Schafhaltern geschieht, beweiden zu lassen. § 7. Das sümmtliche abgeerntete oder nicht bestellte, sowie das zur Beweidung sonst noch von dessen Eigenthümern eingeräumte Gelände der Gemarkung Oppenrod dient, soweit es gesetzlich zulässig ist, zur Weide. Jedoch kann Niemand hierdurch in der freien Benutzung und Bepflanzung seiner Grundstücke, selbst der Brache, gehindert werden. Der Pferch ist daher nur auf solchen Aeckern aufzuschlagen, auf welche der Schäfer mit der Herde, ohne Schaden anzurichten, aus- und eintreiben kann. Insbesondere ist, sobald das sog. Baufeld bestellt ist, das Pferchen auf Aeckern, welche nur durch Dungwege zugänglich sind, untersagt. Der Zuwiderhandelnde ist für allen dadurch entstandenen Schaden und die Strafen haftbar. 3i. Mai 1884 zu Nr. M. d. I. 13701 wird auf Antrag des Gemeinde- S 8. Der Pferch wird in der Regel in Perioden von 14 zu 14 Tagen an ni der Gemeinde wohnende Grundbesitzer meistbietend versteigert. § 9. Die Mittagsställe hat der Hirte bei Meidung einer Strafe von zwei Mark für jeden Fall, welche an seinem Lohne zu Gunsten der Gemeindekasse abgezogen wird, zunächst dem Pferchsteigerer zukommen zu lassen. Nur wenn dieser keinen geeigneten Platz hat, ist der Hirte berechtigt, einen anderen tauglichen Ort zu wählen. § 10. Die Schäferei steht unter Aufsicht des Ortsvorstandes, welchem speciell die Annahme, Entlassung und Lohnbestimmung des Hirten obliegt. Der Ortsvorstand setzt weiter eine besondere Commission ein, bestehend aus dem Großh. Bürgermeister und zwei für ein Jahr nach Art. 50 der Gemeinde-Ordnung zu wählenden Gemeinderathsmitgliedern. Dieser Commission steht zu: 1) zu bestimmen, zu welcher Zeit der Austrieb der Herde zu erfolgen hat: 2) anzuordnen, wann die Schafe wegen der schlimmen Witterung in die Ställe zu bringen sind; 3) festzusetzen, wann das Pferchen im Herbste endigen soll; 4) den Schafhirten zu beaufsichtigen, ihm Weisungen zu ertheilen, und ihn nöthigenfalls durch Abzüge an seinem -Lohn zu strafen; 5) genaue Verzeichnisse über den Stand der Herde zu führen und diese monatlich mit der wirklich vorhandenen Zahl zu vergleichen; 6) über Reclamationen gegen die Listen der Berechtigten, sowie sonstige Beschwerden im Betreff der Schäferei, vorbehältlich des Recurses an Großh. Kreisamt, zu entscheiden, welchem letzteren mit Ausschluß des gerichtlichen Verfahrens das schließliche Erkenntniß zusteht; 7) das Salzen der Schafe persönlich zu überwachen; 8) dem Schäfer Listen über die zum Schaftrieb Berechtigten und die denselben zustehende Anzahl Schafe mitzutheilen; 9) die Handhabung der Statuten zu überwachen, Uebertretungen derselben zur Anzeige zu bringen und überhaupt das Interesse der Schäferei in jeder Hinsicht zu wahren. § 11. Die Schafhirten haben die Weisungen der Comnüssion zu befolgen und sind deren Disciplinarstrafgewalt unterworfen. Sie haben insbesondere: 1) Der Commission Anzeige zu machen, wenn ein überhaupt nicht Berechtigter Schafe zur Herde beitreibt, oder wenn ein Berechtigter mehr Schafe beitreibt, als er darf. Die Hirten haben daher wöchentlich den Bestand der Herde mit den ihnen von der Commission mitgetheilten Listen der Berechtigten zu vergleichen. 2) Die Schafe gehörig zu beaufsichtigen und den betreffenden Eigenthümern von Erkrankungen und sonstigen wichtigen Ereignissen, welche die Schafe betreffen, unverweilt Kenntniß zu geben. 3) Alle Weidefrevel, Feldbeschädigungen und sonstige Uebertretungen der Gesetze zu vermeiden, für welche sie außerdem persönlich haftbar sind. Bei Schaden, welcher durch nächtlichen Ausbruch der Herde entsteht, haftet der Schäfer jedoch nur bis zum Betrage von achtzehn Mark, für das Mehr die Gemeinde. 4) Die Schäferei-Geräthschaften sorgfältig zu behandeln, sie vor Schaden zu bewahren und der Commission Anzeige zu machen, wenn neue Anschaffungen oder Reparaturen nöthig sind. 5) Ueberhaupt das Interesse der Herde und der Gemeinde in jeder Hinsicht zu wahren. S 12. Zuwiderhandlungen gegen die Bestimmungen dieses Statuts werden mit Polizeistrafen bis zu 5 Mark bestraft. S 13. Dieses Statut tritt mit seiner Verkündigung im Kreisblatt in Kraft. Gießen, den 19. Juni 1884. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. Deutschland. Darmstadt, 20. Juni. Gerichlsaccessist Rudolf Prätorius in Langen wurde durch Verfügung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz zum Hülsgerichtsschreiber am Großh. Landgericht der Provinz Starkendura bestellt. — Der „Deutsche Reichs-Anz." veröffentlicht die durch Se. Maj. den Kaiser dem General-Lieutenant Prinzen Heinrich von Hessen, Großh. Hoheit, Commandeur der Großh. (25.) Division, ertheilte Erlaubniß zur Anlegung des Höchstdemselben verliehenen Großkreuzes des Herzoglich Anhaltischen Haus- Ordens Albrechts des Bären. Amerika. New-Uork, 19. Juni. Der Senat hat die Bill, nach welcher die bei den Mormonen herrschenden Mißbräuche beseitigt und die Angelegenheiten in Utah in Gemäßheit der Landesgesetze geordnet werden sollen, angenommen. — In den letzten Tagen sind in verschiedenen Staaten demokratische Conventionen abgehalten worden; dieselben haben sich sämmtlich für die Ausstellung des Gouverneurs von New-Iork, Cleveland, als Prästdentschafts-Candidaten der demokratischen Partei ausgesprochen. Vermischtes. Hochheim bet Worms, 18. Juni. Heute Mittag fand ein hiesiger Landwirth auf einem Kornacker, etwa 12 Schritte vom Wege entfernt, einen Mann mit etnge- schlagenem Schädel, aus dessen Paß ersichtlich ist, daß derselbe an oer polnischen Grenze zu Hause, 56 Jahre alt und verhelrathet ist und zuletzt in Pirmasenz tn Arbeit stand; neben dem Tovten lag ein Stock (sog. Bletknüppel), womit die Wunden an der Stirn verursacht sein dürften. Bingen, 19.Juni. Die seit nun schon 8 Tagen herschende niedere Temperatur hält immer noch an. In wenigen Tagen beginnt kalendermäßig der Sommer und wollen wir hoffen, daß er uns einen nachhaltigen Umschwung der Witterung bringe. Es wäre dies jetzt die höchste Zett, wenn nicht die guten Aussichten auf eine gesegnete Weinernte zu Nichte gemacht werden sollen. Die Traubenblüthe, welche bet der jetzt herschenden Temperatur gar nicht recht zur Entfaltung gelangen kann, bedarf zu einem raschen Verlaufe wenigstens 14 Tage bis 3 Wochen sonniges warmes Wetter. Tritt dieses nicht recht bald ein, dann kann der Heuwurm nicht ausbleiben. Freiburg, 16. Juni. Allgemeines Aufsehen erregten in neuester Zeit hier die zahlreichen Erkrankungen unter dem hiesigen Militär an Typhus. Bereits wurden 62 Kranke im Spital untergcbracht. Namentlich ist es das 2 Bataillon des hiesigen Regiments, bet dem die meisten Erkrankungsfälle oorkamen, während das 1. Batatllon nur vereinzelte Fälle und das Füsilterbatatllon bisher keinen Kranken aufzuwetsen hat. Die Ursache der Krankheit hat man noch nicht gefunden. — In Hohenlimburg wurde in voriger Woche eine Kindtaufe gefeiert, bei welcher außer der Mutter auch noch die Groß-, Ur- und Ururgroßmutter zugegen waren. Bonn, 14. Juni. Die „D. Reichsztg." berichtet: In der heutigen Strafkammersitzung kam eine Duellgeschtchte (Schlägermensuren) zur gerichtlichen Erledigung. Es handelte sich um sog. Bestimmungs-Mensuren, woran sich mehrere Mitglieder der hiesigen Corps „Borussia« und „Palatta" betheiligt hatten. Nur eine, wie ausgeführt wurde, auf einem Mißverständniß beruhende Contrahage log vor. Angeschuldtgt dteser- halb waren: Achatius, Graf zu Dohna, Stud. jur. aus Schlodten, zur Zeit in Berlin, Hermann Schäffer, Cand. med. aus Altena, Alfred Reumont, Cand. jur. aus Aachen, Robert Köhler, Cand. jur. aus Thorn, Victor Steinbrück, Cand. jur. aus Prelitz bet Stettin. Der Angeklagte Josef Meller aus Nettesheim war durch Krankheit am Erscheinen verhindert und wurde gegen diesen die Sache ausgesetzt. Die Mensur hatte siattgefunden am 15. November 1881 tn einer Scheune am Jesuitenhof. Die Angelegenheit konnte nicht eher zur Verhandlung kommen, weil die Betheiligten inzwischen ihre Dienstzeit absoloirten. Einige derselben, wie Graf Henkel von Donnersmark, Graf Sterstorpf rc. haben sich vor dem Militärgericht verantworten müssen. Die Mensuren wurden von den Beklagten zugegeben, weßhalb die Beweisaufnahme sich hauptsächlich um den mitangeschuldigten Gärtner Paul Lembke, der durch Vermiethung seiner Scheune an die Studenten behufs Abhaltung der Mensuren, wegen der Beihülfe zum Zweikampf beschuldigt wurde, indeß leugnete, gewußt zu haben, daß es sich um Duelle handelte. Ein dteserhalb oorgeladener Corpsdtener verweigerte mit Rücksicht auf den § 84 der Strafproceß-Ordnung seine Aussage. Der Gärtner wurde wegen Mangels an hinreichendem Beweis freigesprochen; für die übrigen 5 Beklagten lautete das Urtheil auf je 3 Monate Festungshaft (Minimum der Strafe). Wie verschieden die Auffassung der Schlägermensuren trotz der bekannten Reichsgerichts-Entscheidung bleibt, ging aus den Worten des Staatsanwalts, Herrn von Redern, hervor. Darnach sind die übrigen 6 bethetligten Duellanten wegen der tn Rede stehenden Mensuren frei- gesprochen worden, weil die Militärgerichte die Mensuren als Kampfspiele aufgefaßt hätten, welche Urtheile vom obersten Kriegsherrn bestätigt worden seien. — sEin Act der Selbsthülfe.) In den letzten Jahren ist es bedauerlicher Weise recht oft vorgekommen, daß pflichtvergessene Ehemänner ihre Frauen und Kinder böswilliger Weise verlassen Haden, um an einem anderen Orte auf eigene Faust ein Lotterleben zu führen. Die Verlassenen fielen dann zumeist der öffentlichen Armenpflege anheim oder hatten, wenn sie letztere nicht tn Anspruch nahmen, mit großem Elend zu kämpfen. Um gegen solche Verirrungen und die daraus für die Allgemeinheit entspringenden Nachtheile möglichst anzukämpfen, haben — wie das „M. T." mittheilen kann — eine große Anzahl deutscher Armenverbände auf Antrag der Stadt Frankfurt a. M. sich zu einem sehr beachtenswerthen Acte der Selbfthülfe entschlossen Hiernach werden die Namen der gewissenlosen Subjecte, welche ihre Familien böslich im Stich gelassen, gegenseitig bekannt gegeben und jede der verbündeten Gemeinden hat die Pflicht, die Flüchtigen im Betretungsfalle sofort aus- und nach dem Wohnort der Familie zurückzuverweisen. Wenn diesem Sckutzverbande, wie zu hoffen steht, mög> uchst alle wichtigeren Industrie- und Handelsstädte beitreten und die Vorschriften mit Aufmerksamkeit und Strenge handhaben, dann wird es unzweifelhaft gelingen, im Rahmen der gesetzlichen Befugnisse die Armenkassen wesentlich zu entlasten. o „ “ Nur ju berechtigt ift die Klage, welcher bie Berliner „Staatsbürger; Bettung" beredte Worte leiht: „Die Rücksichtslosigkeit, welche manche Vereine, Körperschaften rc. der Presse gegenüber beweisen, grenzt in der That mitunter an das Un- erhörte. Da werden allerlei Zuschriften an die Redactionen gerichtet, welche meist das eigenste Interesse der Vereine rc. betreffen und nicht selten lediglich eine Reklame für dieselben sind, mit dem Verlangen, den Inhalt derselben tn die Leitung aufzuaehmen. Aber diese Zuschriften sind nicht etwa in einer Form gehalten, welche die Veröffentlichung ohne Weiteres ermöglicht; nein, der Eine schickt ein Programm der Andere seine Statuten, der Dritte gar em ellenlanges, für die Anschlagsäulen bestimmtes Plakat und dazu einen Brief, in welchem bestimmt wird, tote die Veröffentlichung gewünscht wird. Die Redaction kann bann sehen, wie sie die Sache zurecht macht. Das find aber noch die höflichen Leute. Andere halten es nicht einmal der Mühe werth fich der Form zu bedienen, die der conventionelle Verkehr vorschreibt. Am ärgsten aber sind die auf hektographtschem Wege hergestellten Abzüge. Meist werden dieselben von Leuten angefertigt, die mit dem Hektographen gar nicht umzugehen wissen, und so kommt es denn, daß die Briefe an die Redactionm gar nicht leserlich sind und die Hälfte ihres Inhalts errathen werden muß. Das schönste aber ist, daß die Absender höchst empört sind, wenn solche — Briefe in den Papierkorb wandern. Welche Zeit und Mühe das Enträthseln, Zurechtstutzen rc. solcher Zuschriften macht, das bedenkt man nicht und schimpft nur wacker auf die Presse, wenn sie nicht thut, was in so rücksichtsloser Form gefordert wird. Da nun aber die Redactcure so zu sagen doch auch Menschen sind, und noch dazu recht viel geplagte, so dürfte ihr Wunsch nach etwas mehr Rücksichtnahme sicher kein ungerechtfertigter zu nennen fein." — Eine „blaue Grotte«, ähnlich der berühmten auf der Insel Capri, ist vor Kurzem auf einer der dalmatinischen Inseln entdeckt worden. Die „N. Fr. Pr." erhalt darüber folgende Zuschrift: „Herr Redacteur! Im vorigen Monat wurde von mir auf der dalmatinischen Insel Busi eine „blaue Grotte" erschlossen. Dieselbe besteht eigentlich aus drei zusammenhängenden Grotten, welche nur auf dem Wasserwege zu Schiffe besucht werden können und in der Ax: eine Gesammtlänge von 87 Meter besitzen. Die mittlere derselben, welche 13Vr Meter in der Länge mißt, hat eine hohe Wölbung und erhält ihr Lickt durch eine colossale, vollständig unter dem Meere befindliche Oeffnung, in Folge besten sie fich im herrlichen blauen Lichte zeigt, welches Licht auch von unten in die beiden anstoßenden Grotten dringt. Das Wasser ist selbst an den seichtesten Stellen der Hauptgrotte noch immer 16 Meter tief und von wunderbarer Klarheit. Die Lffg Seemeilen lange Insel Busi, südwestlich von Lissa gelegen, enthalt, roJe s^on der Name andeutet (buso heißt „durchlöchert") viele, nur mittels Boote zugängliche Grotten, beten größte mehr als 150 Meter lang, sehr hoch und ungemein malerisch ist. Hochachtungsvoll Eugen Freiherr v. Ransonnet, K. K. L-gations- Secretar a. D." - - (Unfreiwilliger Besuch in einem Bärenzwinger.) Aus Paris wird vom 11. ds. geschrieben: „In dem Zwinger des bet den Besuchern des Jardtn des Plantes in gutem Ansehen stehenden Meister Petz spielte sich gestern Nachmittag -m Beisein einer Menge Zuschauer eine erschreckende Scene ab. Ein anscheinend dem Arbeiter- ftande angehörender Besucher des Gartens, der vermuthltch angetrunken war, fi-l Über die Brüstung in den Zwinger hinab, wo der Bär nebst einem Weibchen eine Verdauungspromenade machte. Das Weibchen bekam Angst und lief nach seinem Verschlag; der Bär aber, ohne besondere feindliche Absichten, bescknüffelte den ohnmächtig Daliegenden, der aus einer Kopfwunde stark blutete. Der Mann öffnete endlich die Augen und als er den Bären vor sich sah, versuchte er es, ihm m t der Hand den Rachen zusammen zu halten. Das Thier wehrte sich und versetzte dem halb Bewußtlosen einen ziemlich starken Schlag auf die Schulter. Die Zuschauer folgten mit Spannung den Vorgängen und Einige von ihnen suchten den Bären durch Geschrei zu verscheuchen. Die Wärter warfen nun ein langes Tau in die Grube, welches vier Mann an einem Ende festhielten. Der Verwundete griff nach dem Seile und suchte so empor zu kommen. Aber her Bär war flink hinter ihm und wollte dies hindern. Es gelang jedoch, ihn durch Steinwürfe abzuschrccken und der Verunglückte kam wieder an der Oberfläche zum Vorschein. Er mußte jedoch nach dem Hospital gebracht werden." w — (Ein schlauer Speculant) Man schreibt uns aus der französischen Hauptstadt: Die sichersten Speculationen bleiben immer noch die — auf die Dummheit der Menschen. DaS hat offenbar ein Pariser Pfiffikus beherzigt, der soeben eine Anzahl biederer Bourgeois in köstlicher Weise übers Ohr gehauen hat. Schwarz gekleidet, i die_ Rosette der Ehrenlegion im Knopfloch, eine Ledermappe unter dem Arm — so präsentirte er sich bet kleinen Rentiers. Hausbesitzern, Restaurateuren, Hoteliers und stellte sich als „Delegirter des städtischen Gesundheitsamtes" vor. Unter dem Vorwand einer amtlichen Untersuchung unterzog er die Producte des Weinkellers und der Speisekammer einer höchst eingehenden Prüfung, machte dann Notizen und zog sich gravitätisch mit der beruhigenden Versicherung zurück, „daß die Nahrungsmiitel vollkommen rein und unverfälscht seien." Wie man sich denken kann, beeilten sich namentlich die Restaurantsbesitzer, ihrem amtlichen Gaste die leckersten Bissen und die vortrefflichsten Weine vorzusetzen. Der Gauner, der so mehrere Wochen in Saus und Braus lebte, ist gerade in dem Augenblicke verduftet, wo die Polizei von seinem Treiben Wind bekam! — sEs kommt nur auf die Auffassung an.] Es war auf her Dampferüberfahrt von Hamburg nach Helgoland. In der Nähe des Steuermanns stand ein zaghafter kleiner Herr, der sich in seinen Havelock gewickelt hatte und mit ängstlichen Blicken auf die Wolken blickte, welche sich am Firmament zusammenballten. Der Sturm wuchs und rumorte in der Takelage umher, die Rahen und die Masten knackten und dem kleinen Herrn beim Steuermann wurde immer unheimlicher zu Muthe. Er hatte sich bereits einmal an den wetterharten Marinier, der das Rad des Steuers regierte, gewendet, um von ihm Trost und womöglich Hoffnung auf baldige Besserung des Wetters zu empfangen. Aber der Steuermann konnte ihm keine guten Aussichten geben, im Gegenthetl, er meinte, es werde noch viel schl'mmer kommen. Und so geschah es. Der Regen strömte vom Himmel herab und der Sturm trieb ganze Lagen über das nasse Verdeck, es war, als sollten die Masten stürzen und die Welt zu Grunde gehen. Der zaghafte Passagier steckte den Kopf aus seiner Vermummung und sagte zudem Steuermann: „Das ift ja ein schreckliches Wetter!" Der Hamburger nickte und erwiderte: „Ja de arme Lütt am Land!" — Eine merkwürdige Erfahrung machte in SBerltn eine Frau, der ein Kanarienvogel entflogen war und für dessen Einlieferung sie 10 JL Belohnung ausgesetzt hatte. Nicht weniger als 15 „redliche Finder" meldeten sich, jeder mit einem Kanarienvogel in der Hand, keiner aber war der rechte. Gin Haus mit großer Werkstatt und Nebengebäuden nebst Hofraum ist zu Jl. 6600 zu verkaufen. Näheres bei 4186 W. Krämer. Senfm, Sidjefn, Wetzsteine, Ziartoffethackett empfiehlt billigst Wilhelm Seibert, 3848 Marktstraße. Oberndorfer Dickwurzpflanzen. 212 Karl Euler, Hammstraße 5. Allgemeiner Anzeiger. -20™ Sprachführer. Praktisch und leicht fasslich. Parlez-vous fr an^ais? (Franz.) 13. Aufl. Geh. 1.80, geb. ^.2.40 Do you speak English? (Engi.) 12. Aufl. Geh. 1.20, geb. 1.80 ^Habla V. Castellano? (Span.) 3. Aufl. Geh. 1.20, cart. 1.50 Pariate italiano? (Ital.) 5. Aufl. Geh. 1.20, cart. 1.50. Palla Vmce portuguez? (Portug.) Geh. J4,. 2.50. Spreekt Gij de Hollandsche taal? (Holl.) 2. Aufl. Geh. 1.50. Taler De Dansk? (Dän.) Geh. 1.50. Talar Ni swenska? (Schwed.) Geh 1.50. Tud ön magyarul? (Ung.) Geh. 1.50. M6wisz Pan po polsku? (Poln.) Mit Aussprache. Geh. 2. Srechen Sie russisch? 2. Aufl. Mit Aussprache. Geh. M. 2.50. Türkdsche söj 1 einisiniz? (Türk.) Geh. 2.50. Omilite Ellinika? (Neugriech.) Geh. Jl. 2.50. Leipzig C*. A. Hoch?» Verlag. Bettfedern, Daunen und Roßhaare bester Qualität, empfiehlt zu billigen Preisen 3277 Herrn. Aug. Müller, Leinen', Wäsche-, und BettwaareN' geschäst, Seltersweg. 1000JMk.es- von Goldmann's Kaiser-Zahnwasser ä Fl. 60 Pf. und 100 Pf. jemals wieder Zahnschmerzen bekommt. 8. Gold- mann & Cie., Dresden. Zu haben bei Heinrich Wallach, Giessen. 149 **4211 Kovierpresse zu kaufen gesucht. Von wem? sagt die Exped- d. Bl. Reparaturen werden schnell und billig besorgt. Lager von 2233 Gusskreuzen und Porzellanplatten. Geschäfts \v. hl 4144 4079 W die 3912 & Der Bezug der Hypotheken-Antheilscheine kann erfolgen direct bei der Landwirthschaftl. Creditbank in Frankfurt a. M. oder durch Vermittlung der Herren Carl Glock, Rechner in Schotten. Chr. Jost jr., Kaufmann in Nidda. A. Kaufmann, Bankier in Gießen. H Pfannmüller,KaufmanninLauter- den Alleinverkauf unserer für maschinelle Zwecke (Schacht Helene), wie für Hausbrand (Schacht Amalie) gleich geeigneten Kohle, sowie unserer Wascherei- und Coakereiproducte für die Provinzen Starkenburg und Oberheffen übertragen haben und bitten ev. Aufträge gen. Herrn übermitteln zu wollen. Giessen, den 16. Juni 1884. Hochachtungsvoll bach. Joh. Schäfer, Stadtrechner in Grünberg. Npferüberfahü ) ein zaghafter hm Blicken auf Sturm wuchs ickten und dem Er hatte sich s regierte, ge- ng des Wetters htm geben, im eschah es. Der Über das nasie begehen. Der iii bim Amen mb erwiderte: rau, der ein hvuntz ausge- ier mit einem Schmidt, Bürgermeister in Reichelsheim i W. Gustav Vogt, Kaufmann in Butzbach. W. Wolsschmidt, Rechner in Schotten. L Wer sein Recht nicht kennt, hat den Schaden zu tragen! Wer sich vor solchem Schaden an Ehre und Vermögen bewahren will, abonnire auf die »Berliner Gerichts-Zeitungs, die, von den hervorragendsten Berliner Juristen redtgrrt, bei ihrem niedrigen Abonnementspreis, bei ihrem reichhaltigen belehrenden uno unterhaltenden Inhalte in keinem deutschen Haushalte fehlen sollte. In -volkstümlicher und pikanter Darstellungsweise berichtet das Blatt über alle inter- rffanten Kriminal- und Civilprozeffe des In- und Auslandes, namentlich der Berliner Gerichtshöfe ; unterzieht es die neuen Reichs- und Landesgesetze leicht faßlicher, eingehender Erörterung, und erklärt es alle beachtenswerthen, neuesten Entscheidungen des Reichsgerichts, Kammergerichts und Oberverwaltungsgerichts, deren Kenntniß in den weitesten Kreisen, namentlich allen Fabrikanten, Kaufleuten, Haus- und Gutsbesitzern rc., selbstverständlich allen Juristen unentbehrlich ist. Diese Ausführlichkeit von jedermann durchaus nöthiger, sehr leichtverstLndlich dargestellten Belehrung in Verbindung mit dem reichhaltigen, allen Abonnenten in schwierigen Rechtsfragen kostenfreien Rath ertheilenden Briefkasten, das anerkannt höchst gediegene Feuilleton, welches stets die neuesten, besten Romane, sowie belehrende und. humoristische Artikel unserer ersten Schriftsteller enthält, führen der „Berliner Gerichts-Zeitung" unausgesetzt eine große Anzahl neuer Abonnenten zu, so daß sich dieselbe mit vollstem Rechte zu den gelesensten, verbreitetsten Blättern Deutschlands rechnen darf. — Außer dem vorher Angeführten bringt die Zeitung den Lefern eine Fülle von Unterhaltung durch eine umfassende Chronik der Berliner Tages-Ereignisse, vermischte Nachrichten von nah und fern, unparteiische Kritiken über Berliner Kunst- und Theater-Novitäten rc. rc. Die ganze eigenartige, höchst pikante politische Rundschau aus der Feder eines der beliebtesten Berliner Publizisten orientirt die Leser über alle wichtigen politischen Ereignisse. Pracher-Vogts Setting, eine Erzählung von C. Spielmann, die sich des größten Beifalls der Leser erfreut, wird allen neuen Abonnenten der „Berliner Gerichts-Zeitung" auf Wunsch vollständig und ganz kostenfrei nachgeliefert. Die Erzählung entrollt vor den Augen des Lesers eine „Komödianten"-Geschichte, die so bunt ist, wie das Repertoir eines Volkstheaters und so unterhaltend, wie ein gutes Kassenstück, während sie vollgiltigen historischen Werth besitzt. Hochachtungsvoll! Die Gewerkschaft der Zeche Helene & Amalie. Hiermit zeige ich den geehrten Einwohnern Giessens und Umgegend ergebenst an, dass ich vom heutigen Tage das von Herrn Ferdinand Drebes betriebene Colonial- und lannfactorwaaren-Geschäft weiterführen werde. Durch billige, reelle und aufmerksame Bedienung hoffe ich allen Wünschen eines geehrten Publikums gerecht werden zu können und bitte um recht zahlreichen Zuspruch. empfiehlt fein reichhaltiges Lager von Möbeln aller Art, als Salon-, Wohn-, Schlaf- u. Eßzimmer-Einrichtungen, sowie PiarrinoS und Kaffeu- schränke von renommirten Firmen zu billigen Preisen und unter Garantie. Meussfcadt S. Hypotheken-Antheilscheine der LandwirthschsfÜichen Creditbank in Frankfurt s. M. Ausgegeben auf Grund erworbener Hypotheken und Kaufschillinge. 4V2°/o Hypotheken-Antheilscheine (Obligationen) zum Tageskurs der Frankfurter Börse. (Gegenwärtiger Cours 101 V8%.) 4% Hypotheken-Antheilscheine (Obligationen) al pari. ...Erstere (4J/2 %tße Obligationen) rückzahlbar innerhalb 49 Jahren. Von den jährlich stattfindenden Ausloosungen werden die betr. Inhaber benachrichtigt. Ausgelooste Obligationen können ohne Kosten gegen neue Stücke umgetauscht werden! Bei letzteren (4 %igen Obligationen), rückzahlbar innerhalb 10 Jahren, steht dem Inhaber einmonatliches Kündigungsrecht zu. Die Obligationen sind laut Rescript des Großherzogl. Hessischen Ministeriums des Innern d. d. 31. Juli 1873 zur Anlage von Gemeinden-, Kirchen- und Stiftungs-Kapitalien zugelassen. Auflage 321 OOP; das verbreitetste aller deutschen Blätter überhaupt; außerdem erscheinen Uebersetzungen in dreizehn ftemden Sprachen. Da*” luller, Bettmaren' Mbomtements-Enrlodmrg auf die 1 ; c Gold- Zeche Helene & Amalie Berge-Borbeck I. Juni 1884. Wir beehren uns hierdurch, unseren werthen Abnehmern und Interessenten ergebene Mittheilung zu machen, daß wir Herrn August Schmidt, Bessungen-Darmstadt Berliner Gerichts-Zeitung. Z. Quartal 1884. 32. Jahrgang. Die Berliner Gerichts-Zeitung, in Berlin wie im ganzen übrigen Deutschland vorzugsweise in den gut sttuirten Kreisen der Beamten, Gutsbesitzer, Kaufleute rc. verbreitet, ist bei ihrer sehr großen Auflage fürJnserate, deren Preis mit 35 Pf. für die 4gespaltene Zeile sehr niedrig gestellt ist, von ganz bedeutender Wirksamkeit. Das Steinmetz- & Marmoi Geschäft von Emil Kalbfleisch in CS-ie^en vis-a-vis dem Friedhof empfiehlt sich zum Anfertigen von ErMMmckriz, MmmenP etc. Gruöemfassmrgen, sowie zu allen in dieses Fach einschlagenden Arbeiten in allen Stein arten. eine Aktt- Ä Stellt M "Sa B tSInf'4'»« SIM unb ,üiNtnabe °°r E chli , mit ""ifetw;8e lu m ,lne welches Ml , wunderbarer Wx\, enthalt, Boote zu- ^ungemein L'gottontz: wird vom deS PlanteS ! 'm Beisein A'beiter- DQr, fiel übet IEn eine Ver- & seinem Deren ohnmächtig ide endlich btt der Hand den halb Bewußt- T folgten mit durck Geschrei welches vier eile und suchte - dies hindern, 'te kam wieder spital gebracht Achen Haupt- lummst der eine Anzahl oarz geklttbet, m Arm - so Hoteliers und dem Vorwand inb der Speise- unb zog sich agsmtitel voll- , beeilten fick Bissen und die in Saus unb seinem Treiben zahlen le®,»“1?" ßebraaß" von Man abonnirt bei allen Post-Aemtern Deutschlands, Oesterreichs, der Schweiz rc. für 2 Mark 50 Pf. für das Vierteljahr, in Berlin bei allen Zeitungs - Spediteuren für 2 Mark 40 Pf vierteljährlich, für 80 Pf. monatlich einschließlich des Bringer, lohns- Avis für Damen. Den verehrten Damen Gießens und Umgegend mache ich hiermit bekannt, daß ich einen laufenden Damsnschneider-CursuS (Clemm'sche Methode, Dresdener Akademie) eröffnet habe und garantire, daß die Schülerinnen nach beendetem Cursus Damen- und Kinderkleidchen, Mäntel, Paletots rc. nach wechselnder Mode gut sitzend und selbstständig unfertigen können. Hochachtungsvollst JET« ^leiste'!'9 Grünbergerstraße 30. NB. Auch können Damen Costüme, Mäntel, Schlafröcke rc. zum Selbstverfertigen bei mir zugeschnitten und eingerichtet bekommen. 1152 Die Modenwelt. Jllustrirte Zeitung für Toilette und Handarbeiten. Alle 14 Tage eine Nummer. Preis vierteljährlich 1,25 — 75 Kr. Jährlich erscheinen: 24 Nummern mit Toiletten u. Handarbeiten, enthaltend gegen 2000 fr, Abbildungen mit Beschreibung, welche das ganze Gebiet der Garderobe und Leibwäsche für Damen Mädchen und Knaben, wie für das zartere Kmdesalter umfassen, ebenso die Leibwäsche für Herren und die Bett- und Tischwäsche rc., wie die Handarbeiten in ihrem ganzen Umfange. 12, Beilagen mit etwa 200 Schnittmustern für alle Gegenstände der Garderobe und etwa 400 Mufter-Vorzeichnungen für Weiß- und Buntstickerei, Namens- Chiffren rc. Abonnements werden jederzeit angenommen bei allen Buchhandlungen und Postanstalten. — Probe-Nummern gratis und franko durch die Expedition, Berlin W Potsdamer-Straße 38; Wien I, Opern- gasfe 3. M pH fit. ’’ 4124 4. 5 I. Hanstein. 4170 nimm iiiiiuiiiiiiiiii ml hui r?. den zu 2462 Alles Nähere zu erfragen bei Herrn F. GroS, Ludwigsplatz 6. — Druck und Verlag der Brüh loschen Druckerei (Fr. Cbr. Vietsch) iu Gießen. Redaction: A. Scheu da. Nachtschnell- 3893 Abonnements auf das nächste Quartal zum Preise von 5 Mli» TL Pf* (für alle 5 Blätter zusammen) nehmen alle Reichs - Postan« stallen entgegen. Reise-Abonnements pro Woche 1 MäfU nach jedem beliebigen Orte nimmt die Expedition des Berliner Tageblatt, Berlin SW., entgegen. von allen Sorten Marmor und Sandstein billigsten Preisen. Waschtischaufsätze, Tisch- und tischplatten, sowie Reparaturen werden M stens und billigst besorgt. Verkeilung des Reingewinnes. u. Ausschluß einiger Mitglieder. 6. Vergütung von Zinsen an einen Bürgen, dessen Emlage-Capital zur Tilgung 'einer Bürgschuld herangezogen wurde. Gießen, den 18. Juni 1884. Der Vorsitzende des Aufsichtsrsthes. MMS«' Motte Nagler l finden Arbeit bei I. Barnaß. M. Kann, Lindenplatz.________ Dotksbitdungsverein in Gießen. Generalversammlung Dienstag den 24. 1. Mts., Abends V27 Uhr, im Cafe Schwinn. Tagesordnung: Wahl eines Vorsitzenden an Stelle des Herrn Direktor Sold an. Zu recht zahlreichem Erscheinen der Herren Mitglieder ladet ein 4134 Der Aussch uß. Uebersahrtsvertriige: für die von Bremen nach Amerika abgehenden Dampfer des §rorddeutschen Lloyd schließt ab 2726 Fr. Seibel in Gießen. Die D Her unfreundl Befinden des Reift-Dispofii Jedenfalls wi dem Mr vi in J!cbl W Im N Versicherung^ Sinne. W den § Vu emNW läge nicht meh den nächfifolge^ Eine längere Verfahren har derungs-Anttc setzen. Der s z 10 in der der von den Vermltungsk rach Maßgab und Gehälterr lowie die folg misfions-Antr ausschuß) tra welcher von d her Skgiermtgi MMen be' Borfiand verle Seite Antrag zweckten und durch welche i Wirkung der A Abg. Frhr. v. Weiterentwicke Abgg. Winter misfions-Fassu das ganze Ge Namensausrw der Arbeitera: Puttkainer nlfo gegen di Fassung die A 42-45. • Senioren-Conr des Actien- ui Steuer-V Md demnach Donnerstag in * beschäftig Wi dis Endi E Anträge W Lesung Mgt Die an Bismarck hat■ Parteien Etgefunden. die ar dem Ahg. Wh Mastem Gesp Wn alg vort S,bet Mali« ^bventwns'V ßment be6 z nai,9 zu setz man u , dK Um lll'ITI'lliinilllil! nach Maß in sorgfältigster Ausführung empfiehlt Gothaer Levensversi'cheVUUgslrank. Am 1. Juni 1884 Versichert 63080 Personen mit 450,865000 Mark „ Bankfonds .......117,000000 „ Versicherungssumme ausgezahlt seit Beginn .... 150,778000 „ Dividende 1884 für 1879: 44%. Seit dem Jahre 1883 ist neben dem bisherigen ein neues System der Ueberschuß-Vertheilung (das „gemischte" System) eingeführt, dessen Vorzug darin besteht, daß die Dividende, unbeschadet gerechtester Zumessung, mit dem Versicherungsalter beträchtlich steigt. Neu Beitretende müssen sich bei der Antragstellung für das alte oder das neue System entscheiden. 4093 hurcEi die in 8 »Tagen 3 nach New-York fahrenden Dampfer Des RordöeuLschev Lloyd über Bremen, sowie den billigeren Pofi-Dampfern über Hamburg, Antwerpen. Rotterdam und Liverpool befördert zu gleichen Preisen, wie an bett Hafenplatzen , ' Chr. Wallenfels. 1 Z411 _____________________________________________________—---- Ihm Dcean zu Dcetin. Eine Schilderung des Weltmeeres und seines Lebens. Von A. v. Schweiger-Lerchenfeld. Mit 200 Illustrationen. Mit 12 Tarbendruckbüdern, 15 rolorirten Karten und 30 Plänen im Tert. Erscheint in genau 30 Lieferungen ä 30 Kr. == 60 = 80 Cts. = 36 Kop- Zu beziehen durch olle Buchhandlungen. Prospecte gratis. ■■ -- Meer im Kulturleben (Kosmogonie, Geschichte und Sage, Handel und Seereisen, die Poeste des wceeres). A. Hartleben’s Verlag in Wien, I Wallfischgasse I KeflaürÄilm Duill, Meseck. Am 22. Juni: 4166 Coucert und Tanzmusik. Lony s Bierkeller. Die Wirthscknfts-Eröffnung auf meinem Bierkeller zeige hiermit ergebens au. flemeröeöanb zu fließen (eingetragene Genossenschaft). Die Mitglieder der Gewerbebank zu Gießen, e. G., werden zu der Montag den 23. Juni e., Abends 8 Uhr lm großen Saale des Cafe Leib dahier 253rM Geaeral-Vei Sammlung ganz ergebenst eingeladen. Tages-Ordnung- 1. Erstattung des Geschäftsberichts pro 1883. 2 Ersatzwahl der ausscheidenden Mitglieder des Aufstchtsrathes. (Stehe ' £ ii des Statuts und am Schlüsse des gedruckten Geschäftsberrchts). 3. Beschlußfassung über die Genehmigung der Jahres-Rechnung und über die dem Vorstande und Auffichtsrathe zu erthellende Decharge. Das Marmor- und Steimnetzgesclmfi von Franz Hewel Grünbergerstr. dleSSeil Grünbergerstr. empfiehlt sich dem hiesigen und auswärtigen Publikum im Anfertigen von Grabdenkmälern, Monumenten, Schrifttafeln etc. sowie Gr r ab ein fass langen ____(he. Cony Auswanderer sy nach Amerika Turnverein Wieseck. Zu unserem Sonntag den 22. Juni stattfindenden 4139 21jährigen Stiftungsfeste verbunden mit Preis- uNd SehEtZrenett adet ergebenst ein Der Vorstand. NB. Für gute Speisen und Getränke, insbesondere für ein gutes Glas Bier, ist bestens gesorgt. Georg Lenz, Gastwtrth. „Berliner Tageblatt" Gartenbau und Hauswirttzschalt und .Industrieller Lüegwets S”’ » U „Berliner Tageblatt“, denn ^durch wurde-s d.e gelesenfle u. verbrettetfle Zertung Deutschlands. Im täglichen Roman-Feuilleton des nächsten Quartals erscheint: „Um Ehre" ein höchst spannender Roman von Friedrich Fr iedn eh-, ferner „Der Tanzmustkant" 4218 eine reizvolle Novelle von H. Ehrlich.__ | Einquartierung . . wird billigst übernommen. Neustadt 27- ---“ * Ätet