schweren Leiden sanft erblichenen: haefer. März, Nachmittags! 2015 5 tl besonderer Anzeige und Schwägerin ilirtes Zimmer zu vermies lnenstrclße 3, dritter Stocks : 2, Stock meines Hach; Lagerräumen ist per 1- M er getrennt zu vemiethen. Z^Kaan jr»,^reuz. Laden ! . LoaiS auf sofort ju «r- an 6errn 21. D-U«' mit Wohnung und g Doml.Octiherb.S.* Labroisse, W* sD Meigefl. : em Edtt S n. Näheres tu o« Uarn d°ppelt-Ss' . ll gtusfunft del i gesu^zgAKkM^ •SÄT"' 5 Mr» 70* Erstes Blatt. Samstag dm 22. März 1884 ießemr Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. IDwceau t Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des MorrtagS. PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. nnt Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hheil. Betreffend: Die Nachsuchung der Berecyngung zum einjährig fteiwilligen Dienst auf Grund von Schulzeugnissen. Bekanntmachung. Diejenigen jungen Leute, welche auf Grund ihrer Schulzeugnisse die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst nachsuchen wollen, werden hierdurch auf die nachfolgenden, bei Anbringung der Gesuche zu beachtenden Vorschriften. mit dem Anfügen aufmerksam gemacht, daß hiernach unvollständige Gesuche ohne Weiteres zurückgegeben werden. 1. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission nur dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum Hessen gestellungspflichtig ist, d. h. seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2. Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst darf nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr und muß spätestens bis zum 1. Februar des Jatires nachgesucht werden, in welchem der sich Meldende das 20. Lebensjahr vollendet. Der Nachweis der Berechtigung zum einjährigen Menst ist bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. April desselben Jahres zu erbringen. 3. Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und ist hierzu ein Bogen in Acteuformat (nicht Briefpapier) zu verwenden. Luch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse angegeben wird. 4. Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: «. Geburtszeugnih; d. ein Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über Bereitwilligkeit und Fähigkeit, den Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüstev und zu verpflegen; «. ein Nnbescholtenheitszeugnitz, welches für Zöglinge von höheren Schulen (Gymnasien, Realschulen, Progymnasien und höheren Bürgerschulen) durch den Director der Lehranstalt, für alle übrigen jungen Leute durch die Polizei-Obrigkeit oder ihre vorgesetzte Dienstbehörde auszustellen ist; i. das Schulzeugniß. Sodann wird noch besonders bemerkt: Zu pos. b: daß in dem Einwilligungs-Attest die Erklärung des Vaters oder Vormundes, in der Lage zu sein, den Freiwilligen während des einjährigen Dienstes unterhalten zu können, nicht fehlen darf. Zu pos. d: daß die Schulzeugnisse, mit Ausnahme der Reifezeugnisse für bk Universität und die derselben gleichgestellten Hochschulen und Reifezeugnisse für die Prima der Gymnasien und Realschulen I. Ord., sämmtlich nach de« Schema 17 zur Ersatz-Ordnung (I. Theil der Wehr-Ordnung vom 23. Septbr. 1875 — Reg.-Bl. Nr. 55 von 1875) ausgestellt sein müssen. Im Uebrigen wird auf die Bestimmungen der SS 88, 89, 90, 93 und 94 der angeführten Ersatz-Orb. verwiesen. Großherzogliche Prüfungs-Commission ,ür einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: Gros. Betreffend: Den Remonte-Ankauf pro 1884. Bekanntmachung. Zum Ankauf von Remonten im Alter von vorzugsweise 3 und ausnahmsweise 4 Jahren sind im Bereich Jahr nachstehende, Morgens 8 Uhr beginnende Märkte anberaumt worden und zwar: am 2. Juli in Alsfeld, ,, 8. „ ,, 9t i d d a, „ 24. „ „ Butzbach, „ 25. „ „ Rieder-Wöllstadt, „26. „ „ Groß-Bieberau, am 21. August „ 22. „ des Großherzogthums Hessen für dieser in Lampertheim, „ Bickenbach, „ Gernsheim, „ Groß-Gerau. Die von der Remonte-Ankaufs-Commission erkauften Pferde werden zur Stelle abgenommen und sofort gegen Quittung baar bezahlt. Pferde mit solchen Fehlern, welche nach den Landesgesetzen den Kauf rückgängig machen, sind vom Verkäufer gegen Erstattung des Kaufpreises und der Unkosten zuruckzunehmen, auch sind Krippensetzer (Köpper) vom Ankauf ausgeschlossen und wird es sich empfehlen, hierauf besonders zu achten, damit die Zurückgabe derjenigen Pferde, welche sich innerhalb der ersten 14 Tage nach dem Eintreffen in den Depots mit diesem Fehler behaftet zeigen, vermieden wird. Die Verkäufer sind ferner verpflichtet, jedem verkauften Pferde eine neue starke rindlederne Trense mit starkem Gebiß und einem Kopfhalfter von Leder oder Hanf mit 2 mindestens zwei Meter langen starken hänfenen Stricken ohne besondere Vergütung mitzugeben. Um die Abstammung der vorgeführten Pferde feststellen zu können, ist es erwünscht, daß die Deckscheine möglichst mitgebracht werden. Berlin, den 26. Februar 1884. Königlich Preußisches Kriegs-Ministerium, Abtheilung für das Remontewesen. Frhr. v. Troschke. Gr. v. Klinckowstroem. Zum 87. Geburtstage. Wenn des Winters eisige Macht sich ihrem Ende naht, wenn bereits des Frühlings erste schüchterne Boten ihre Grüße senden, wenn jenes, das Wieder- erwachen der schlafbefangenen Erde kündende Rauschen und Schwellen durch die Natur geht, dann kehrt auch der Tag jenes Festes wieder, das in allen deutschen Gauen freudigen Widerhall findet, die Geburtstagsfeier Kaiser Wilhelms, des deutschen Kaisers. Wenn es Feste giebt, die mehr gewohnheitsmäßig, weil immer wiederkehrend gefeiert werden, so ist gewiß der 22. März einer der Tage des Jahres, an dem ein wirklicher Festtag dem deutschen Volke erscheint, ein Tag, dessen Bedeutung von jedem deutschen Herzen voll empfunden und gewürdigt wird. Das beweist ja eben die innige Zusammengehörigkeit, die das deutsche Volk mit seinem Kaiserhause vereint, die Liebe und Verehrung, mit der -in jeder Deutscher zu seinem Kaiser aufsieht, daß der 22. März der Geburtslag Kaiser Wilhelms nicht nur im engen kaiserlichen Familienkreise, sondern vom ganzen Volke, in der anspruchlosesten Hütte, wie im stolzen Palaste, mit- gefeiert wird. Und man kann wohl sagen: Jetzt erst recht, je mehr sich das Leben des kaiserlichen Greises den Jahren nähert, deren Zahl selten einem Sterblichen gegönnt ist, desto lebhafter, allgemeiner und enthusiastischer ist die Feier des kaiserlichen Geburtstages. Und so donnern auch heute wiederum zu des Thrones Stufen die Jubelrufe des Volkes, das feinem geliebten Herrscher die Glückwünsche darbringt, die in dem Rufe sich vereinen: Lang lebe der Kaiser! Siebenundachtzig Jahre! Schon diese Zahl, die selten einem Menschenleben, am seltensten Denjenigen beschieden, die auf der Menschheit I Höhen wandelnd auch der Menschheit schwerste und verantwortlichste Bürde zu tragen berufen sind, sie deuten so klar, wie des Allmächtigen besondere Huld dem deutschen Kaiser zu Theil geworden. Wenn aber jemals ein Mensch mit Befriedigung, mit jener inneren Befriedigung, die sich selbst sagt, daß man das Gute und Rechte vollauf gethan, auf eine so lange Reihe von Jahren zurückblicken durfte, so darf es sicher der Mann, der, an der Spitze des großen deutschen Reiches stehend, mit so sicherem Auge und klarem Blicke die Bestimmung dieses Reiches erkannt und es siegreich derselben entgegengeführt hat. Wenn je des Dichters inhaltschwere Worte: „Wer sich selbst und wer den Besten seiner Zeit Genug gethan, der hat gelebt für alle Zeiten." überhaupt auf einen Menschen Anwendung finden dürfte, so ist Kaiser Wilhelm unter all' den großen Männern der Geschichte sicherlich der Mann, auf den das stolze Dichterwort paßt. Denn all' die großen Thaten, die von Kaiser Wilhelms Majestät die Weltgeschichte kündet, sie sind nicht das Ergebniß eines zufälligen Glückes, sondern die Thaten eines echten, ritterlichen Helden, eines gewaltigen Recken, wie solchen die Jahrhunderte und selten unser Jahrhundert überhaupt nicht wieder heroorgebracht, der sich dessen, was er that, und was er wollte, vollkommen bewußt war. Gleich jenen alten, sagenhaften Helden, die Uebermenfchliches zu ihren Füßen niederzwangen, zwang auch Kaiser Wilhelm das Glück, das, was wir Menschen das Glück nennen und das doch oft nichts anders, als der Erfolg der kühnen That ist, vor sich nieder, zwang er oas Glück an feine Waffen in Kriegszeiten, an seine Thaten in Friedenszeiten. Als ein Mann von echtem und deutschem Schrot und Korn, voll Energie unt» eisern festem Willen, voll Gottvertrauen und bescheidenem Sinn, voll Wohl- ein Leid geschehen, außer wenn sie britische Soldaten angriffen. Die Araber gaoen und nahmen feinen Pardon. Die Seldaien waren gezwungen, sie zur Selbstvertheidig- ung zu töbten. Der Telegraph zwischen Kairo und Khartum ist unterbrochen. Es scheint die Umgegend Berbers mehr oder minder unruhig zu sein. Baring konstotirte jüngst, obschon der Telegraph unterbrochen, sei er im Stande gewes'N 2 oder 3 Tage mit Gordon zu forrespondiren. Seitdem ist nichts jene Eiflärung Modificirendek von Baring eingelaufen. — Eine Depesche Grahams an den Kriegsminister aus <5ucf:m von heute sagt, drei ScheikS der SiSmme Samara und Amrar hSiten mit 17 Anhängern heute in Handul sich der Regierung unterworfen. Mahmud Ali Bey versichere, morgen würden, noch weitere Unterwerfungen folgen. Der Krankendestand der britischen Truppen sei unter 2 Procent. London. 20. März. Ein Telegramm der „Daily News" aus Suakim vom heutigen Tage bestätigt die bereits aus Kairo gemeldete Nachricht, daß die Bemühungen Sigma Paschas, den heiligen Krieg zu predigen, gescheitert seien und die meisten seiner Anhänger ihn verlassen haben. Digma Pascha selbst habe sich mit nur wenigen Personen in daö Innere zurückgezogen. Christiane«, 20. März. Das Reichsgericht sprach heute den Staatsrath Bogt schuldig, sein Amt verwirkt zu haben. Die Entscheidung des Reichsgerichts stütze sich auf dieselben gesetzlichen Bestimmungen, auf Grund deren die Berurtheilung des Staatsministers Seltner erfolgte. ' Nom, 20. März. Kammer der Deputirten. Ministerpräsident de Pretis heilt mit, dass Angesichts der parlamentarischen Lage das Ministerium dem Könige seine Demission überreicht und der König sich die Entscheidung noch Vorbehalten habe. Das Ministerium werde bis dahin auf dem Platze bleiben und die gewöhnlichen Angelegenheiten erledigen. — Meldung der „Agenzia Stefans" aus Kairo: Ein Anfang« dieses Monats aus El Obeid entflohener egyptischer Officier erzählt, die Mitglieder der katholischen Mission lebten in voller Freiheit, jedes Mitglied derselben erhalte monatlich 7*/2 Thaler, ihre Kirche sei geöffnet, nur die Schulen der katholischen Mission seien geschloffen. Rom, 20. März. D-r „Moniteur" oeröffemliÄt ein Ettcularfchreiden der Propaganda F:de an bte Bischöfe, den Chefs der katholischen Mission mstthellend, die Con- vertirung des unbeweglichen Vermögens der Propaganda nöthige letztere, administrative Sitze zur Empfangnahme von Legaten und Schenkungen im Auslande zu errichten. Solche sollen sich befinden bei den Nuntien In Wien, München, Parts, Madrid, Lissabon und Haag, bei dem Agenten des pöpstlichen Stuhles auf Malta, den Erzbischöfen von London, Dublin, Mecheln, Algier, Sidney, Newyork, San Francisco, Quebeck und Toronto, bet dem päpstlichen Vftar in Konstantinopel, dem Jnternunttus in Rio de Janeiro und dem apostolischen Delegirten in Buenos-AyreS. Petersburg, 20. März. Aus die Petition der Israeliten des Kreises Poltawa um Ststtrung der Verfügung der Gouvernementsregierung, wonach die Israeliten, welche kein unbewegltcheS Vermögen besitzen, aus den Dörsern auszuweisen seren, erging ein Senats-Ukas, welcher die Ausführung jener Verfügung beanstandet und eine ob- jective Untersuchung des Bittgesuches anordnet. ö Berlin, 20. März. Der Reichstag trat heute in die Berathung der Verlängerung des Socta'.istengesetzes, sowie der Denkschrift über die Anwendung dieses Gesetzes in Berlin und Hamburg. Die zur soctaldemokrattschen Partei gehörenden Abgeordneten Hasenclever, Grillenberger und Bebel protesttren gegen die Jdenttficirung . der Anarchisten mit den Soctaldemokcaten; das Gesetz habe ihre Partei nicht schädigt, sondern nur Erbitterung erzeugt. — Der Abg. Marquardsen sprach NamenS der Nattonalliberalen für die Vorlage. — Der Minister v. Puttkamer erklärte, daß er hoffe, die angebahnte Soctalresorm werde die irregeleitete Masse zur Besinnung bringen?: die Aushebung des Gesetzes sei jetzt wohl weniger als je denkbar, nachdem es uns vor den gefährlichen Ausschreitungen geschützt habe, von welchen fast alle Länder herm- aesucht wurden. Der Minister wies aus die von Liebknecht, Vollmar, Bebel in Wort und Schrift ausgestellten Ziele der soctalrsttschen Bewegung hin und knüpfte daran die Frage: wer hat den Mmh, dem gegenüber die Gefahr zu leugnen und eine ernste Gegenwehr für entbehrlich zu erklären? Most predige cyntsch und brutal daffelbe, was Bebel hier salonfähig vortrage; das Endziel Beider sei die Revolution, diese aber zu vermeiden, sei die Aufgabe der Soctalpolitik der Regierung. Wenn man die Ausgabe des Staates, sich gegen die Gefahren der Socialdemokratre zu schützen, anerkenne, so dürfe man auch die erbetene Waffe für die verlangte kurze Frist nicht verweigern. — Der Abg. Wtndhorst beantragte die Ueberweisung der Vorlage an die Commission und dehält sich die definitive Stellungnahme vor. Er sprach die Hoffnung aus, daß die kräftige Gesundheit des Reichskanzlers zunächst in Preußen die völlige Rückkehr zu der alten, christlichen Weltanschauung veranlassen werde. Fürst Bismarck erklärte, daß die Regierung zu einer nur zweijährigen Verlängernng des SocialistengesetzeS durch daS Mißtrauen der Majorität gezwungen sei, und betont ferner, daß die Heilung der socialen Schäden nicht nur regressiv, sondern auch durch positive Maßregeln für die Arbeiter zu erstreben sei, wie dies die Kaiserliche Botschaft von 1881 hervorgehoben habe. Es sei jedoch unmöglich, die prophylaktischen Mittel aus den Händen zu geben. Die fortschrittliche Presse setze das Werk der soctaldemokratischen fort, indem sie die Absichten der Regierung verächtlich mache und die Arbeiter gegen die neue Social- volttik aufhetze. Nach einigen persönlichen Bemerkungen wurde hierauf die Debatte auf morgen vertagt. — Dresden, 20. März. Da« heute früh 7'/, Uhr ausgegebene Bulletin über das Befinden des Prinzen Georg besagt: Der Prinz hat die vergangene Nacht unruhig verbracht, das Fieber ist ziemlich hoch, die nervösen Krankheits- Erscheinungen dauern fort. Seit einigen Stunden hat sich jedoch ein Ausschlag auf Gesicht und Hals angedeutet und ist dadurch die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, daß die nervösen Krankheits-Erscheinungen und das Fieber als Vorläufer einer Hautkrankheit zu betrachten sind. — Nach dem heute Nachmittag l’/2 Uhr ausgegebenen Bulletin über das Befinden des Prinzen Georg hat sich der Hautausschlag weiter entwickelt und trügt derselbe vollkommen den Charakter eines Masern-Exanthems. Temperatur 40., Puls 100. Der hohe Kranke klagt viel über Kopfschmerz, bedrohliche Erscheinungen sind aber nicht vorhanden. — Die erste Kammer hat die von der zweiten Kammer beschloffeue Errichtung eines Gesundheits-Museums zur Zeit abgelehnt und beschlossen, den diesbezüglichen Antrag der Negierung zur Erwägung zu überweffen. Der jüngst abgelehnte, von der zweiten Kammer aber bewilligte Bau der Eisenbahn Geithain-Lausigk-Leipzig wurde bei nochmaliger Berathung heute von der ersten Kammer genehmigt. Glatz, 20. März. Bet der heute stattgehabten anderwetten Wahl eines Car.b- tagSabgeordneten an Stelle de« verstorbenen Abgeordneten v. Ludwig wurde Rechtsanwalt Porsch in Breslau (Centrum) mit 430 von 447 abgegebenen Stimmen gewählt. Der liberale Gegencandidat, Landgerichtsrath Sack in Liegnitz, erhielt 16 Stimmen. Paris, 20. März. Das Journal „Paris" kann versichern, die militärischen Operationen in Tongking würden nach der Besetzung Honghous als beendet angesehen werden. — Die „France" erwähnt das Gerücht, wonach die englische Regierung die Nachricht von der Gefangennahme und Enthauptung GordonS empfangen hätte. Die Übrigen Journale erwähnen dasselbe nicht. London, 20. März. Unterhaus. Hartington verliest ein Telegramm Graham's, in welchem derselbe erklärt, keinem verwundeten Araber in Elteb und Tamanieb sei Telegraphische Depeschen. Wolsk'« telegr. Lorrespondenr-Dnrea«. Darmstadt, 20. März. Die Vermählung der Prinzessin Victoria von Hessen mit dem Prinzen von Battenberg ist nunmehr Definitiv auf den 17. April wollen für den geringsten Bürger im weiten Lande steht des Kaisers Majestät vor seinem Volke. So weist denn auch das Leben des siebenundachtzigjährigen Greises gar viele Merksteine aus, die von weittragender Bedeutung für bie Geschicke des Landes gewesen, so ist sein ganzes thatenreicheS Leben 6ng ver- knüpjt mit der Geschichte des deutschen Reiches. Und wenn heut' der kaff erliche Herr Rückschau hält auf fein reiches Leben, so mag wohl das ihm ergene stillbescheidene Lächeln über seine Lippen gleiten und die Millionen Glückwünsche, die bis in oas stille Arbeits-Cabinet des Schlosses, hallen, sie haben auch ihr Theil an diesem Freudenlächeln; denn diese Glückwünsche, sie beweffen, daß sich des deutschen Reiches Herrscher das Höchste errungen, was em Herrscher sich erringen kann: Des Volkes Liebe. Und nun, welch' erhebend schönes Bild gerade am heutigen Tage: der deutsche Kaiser im Kreise seiner Familie. Ist 4hm doch auch hier das hohe Glück zu Theil geworden, noch bei Lebzeiten^en Stamm der tfamihe sich rrusbreiten zu sehen bis zum kleinen Urenkel, der ihm feine Wünsche entgegen- lallt und ist doch das Familienleben des deutschen Kaiserhauses ein Muster für jede deutsche Familie, Jwar fällt auch am heutigen Tage, wie im vergangenen Jahre, ein Schatten aus das kaiserliche GeburtStagsfeft; denn am befreundeten sächsischen Königshofe hat der Tod mit rauher Hand Einzug gehalten; aber noch ist der Geist und Körper Kaiser Wilhelms, ein so frischer, starker, fester und widerstandsfähiger, daß wir hoffen dürfen, noch manches Jahr das Fest des 22. März in alter Treue und Liebe zu dem erlauchten Herrscher will es wieder Frühling werden; schon regen und dehnen sich die belebenden Kräfte, die in dem ewigen Füllhorn der Natur im Winterschlaf verborgen lagen, schon rauscht eS durch die Bäume, schon murmelt'S m der sprudelnden Quelle, schon braust es auch durch den Sturm: Fruhlmg, Frühlmg! Und jene geschäftigen Geister der Natur, sie haben noch jedes Jahr unserm Kaiser neues, frisches Leben, neue Kräfte und Säfte für des Lebens Reise zugeführt, so daß er unbekümmert um der Jahre Last, weiter frohen Muthes in die Zukunft blicken konnte. Und jene wohlthätigen Kräfte, sie mögen auch in diesem Jahre wieder thätig sein und aus des Lebens ewigem Vorn dem Kaiser Kraft und Stärke zusühren, daß uns noch lange das theure Leben erhalten bleibe in körperlicher und geistiger Frische. Und in diesem Sinne wälze sich m tausendstimmigem Echo durch alle deutschen Gauen der Jubelrus, daß er sich m aewalUaer Brandung an des Thrones Stufen breche, der Jubelruf: Heil unferw Kaiser, Heil! D armstadt, 19. März. (Milstärdienstnachrichten.) Loos, Hauptmann und Compagniechef vom 1. Großh. JnfanterielLetbgarde)-Regtment Rr. 115. unter Stellung ä la suite dieses Regiments, als ordentliches Mitglied zur Gewehr-PrüfungS-Commisfion versetzt; Fr-Hr. v. Stoltzenberg, Hauptmann vom 1. G oßh. Jnfanterü(Lerdgarde)-Regk- ment Nr. 115, zum Compagniechef ernannt; Frhr. Marschall v. Stcbeiftein, Hauptmann und Comvagniechff vom 4. Großh. Inf.-Reg. (Prinz Karl) Nr. 118, unter Beförderung zum überzähligen Major, tn die erste HauptmannSstelle des Jns.-Rgts. Nr. 130, Salm, Hauptmann ä la suite des Schleswig-Holstein. Füs.-Rgts. Nr. 86 und Lehrer bet der Militär - Turnanstalt, als Compagniechef tn das 4. Großh. Jns.-Regt. (Prinz Karl) Nr. 118, v. PeterShoff, Major vom 1. Thifting. Jns.-Regt. Nr. 31, unter Beförderung zum Oberstlieutenant, als etatSmäßiger StabSrsficter tn das 3. Großh. Jnf -Regt. (Letb-Rgt) Nr. 117, CaSpary, Major vom 3. Großh. Inf -Regt. (Letb-Rgt) Nr. 117. als Batatllons-Commandeur tn das 3 Wests. Jns.-Regt. Nr. 16, v. Stuck- rad, Major vom 3. Hess. Inf. - Rgt. Nr. 83, als Bataillons - Commandeur in daS 3. Großh. Jnf.-Rgt. (Letb-Rgt ) Nc. 117 — versetzt; Schott, Vtceseldwebel vom 1. Bat. (Gießen), 2. Großh. Landw.-Rgts. Nr. 116, zum Secondelimtenant Der Reserve der 2 Großh. Jnf.-Rgts. (Großherzog) Nr. 116, Hofhetnz, Pr.-Lieut. von der Landw.-Jvs. des 2. Bat. (Worms) 4. Großh- Landw.-Rgts. Nr. 118, zum Hauptmann, Freed, Land» Messer, V ccfeldwebel von dems. Bat-, zu Secondelteutenants der Reserve des 4. Großh. Jns-Rgts. (Prinz Karl) Nr. 118, Wernher, Vicefddlrebel vrm 2. Bot. (Worms) 4. Großh- Landw.-Rgts. Nrt 118, zum Secondelteutenant der Res. des Nass. Feld-Art - Rgtd. Nr. 27 — befördert; Heller, Secondelteutenant von der Landwehr-Ins-des 1. Bataillons (Darmstadt 1) 1- Großh- Landw. - Regiments Nr. 115, der Abschied bewilligt. Berlin. Die Verwendung gußeiserner Säulen als Haupttragpfeiler wird neuer# dings, wie die „Baugew.-Ztg." berichtet, seitens der Bauabthetlung deS Königl. Polizei» Präsidiums tn erheblicher Weise eingeschränkt, so daß in Baukretsen große Bestürzung darüber herrscht. Anlaß zu diesen einschränkcndcn Bestimmungen soll ein zu Ansang dieses Winters stattgehabter Brand auf einem Grundstück tn der alten Jakovstraße gegeben haben, wo mehrere durch das Feuer heiß gewordene guß^tserne Säulen durch ben kalten Sprttzmstrabl gesprungen und die oben« Stockwerke des HauscS dem Zusammensturz nahe gewesen sind. Auch die Bauten in der Letpztgerstraße und tn anbac bevorzugten Ladengegenden bilden wettere Veranlassung zu der Einschränkung gch etserner Säulen. Es kommt nämlich in jenen Gebäuden fast durchgängig vor, daß M ganze Erdgeschoß, und häufig auch das erste Stockwerk, einen emztgen freien Ram bUdet, über welchem bann noch mehrere bewohnte Stockwerke sich befinden, welche md dazu meist einen von den unteren Räumen ganz avweichendtn Grundriß haben, wow dem alten Grundsatz „Pserler auf Pfeiler" selten Rechnung getragen wird. ES ruhtli die oberen MtttelwÜnbe bann auf den gußeisernen Säulen und die Sicherheit der ober wohnenden Familien hängt von dem Bestände jener eisernen Stützen ab. welche fid), wie oben gesagt, bei Bränden als unzuverlässig erwiesen haben. Das Polizeipräfidim verlangt oaher da, wo Mittelwände auf Säulen stehen, eine Ummauerung berfeltier oder eine Ummantelung mit Rabltz'schem Patentputz dergestalt, daß eine LustschW zwisch-n Putz uub Säule verbleibt Vielfach wird ober auch etn Mauer- oder GraM pfetler vorgeschrieben. Bet der Verwendung gußriftrner Stützen m den Frontwand zeigt dagegen das Polizeipräsidium sich nachsichtiger besonders weil dort mehr gch eiserne Wände zur Anwendung kommen. Bet Gebäuden, deren obere Stockwerke niÄ zu Wohnungen, sondern ausschltehlich zu Fabrikräumen benutzt werden, sollen atn so viel bikannt geworden, gußeiserne Säulen nicht, wie in Wohnhäusern, beanstand werden. ,, — Einen schlechten Witz hat sich eine in der Londoner sogenannten „gM Gesellschaft" wohlbekannte Dame dieser Tage, wie uns aus London geschrieben tdu mit mehreren Herren erlaubt. Vor einigen Tagen ging diesen etn tn weiblicher Handschrift verfaßtes Billet folgenden Inhaltes zu: „Eine Dame wünscht sehnlichst, am 11. März im Haymarket-Theater zu sehen. Wenn Sie eine der Logen nehmr, werden Sie nicht verfehlen, die Dame zu erkennen; doch um ihr zu verstehen zu gevkr daß das Zusammentreffen Ihnen angenehm ist, bitte ich Sie, ein Sträußchen M Veilchen und Maiblümchen im Knopfloch zu tragen; die Dame wird ein scharlocr' farbiges Geranium am Busen haben." Der Streich war so am angelegt, daß zs» Tage nachher in der agonycolumn der «Times" die Dame ersucht wurde, chre Adrlff privatim en zwei Herren cinzusenden. Etwa um 8 Uhr am Dienstag erschien ros erste Schlachtopfer mit dem Sträußchen im Knopfloch und schaute sich vorsichtig, gierig nach der scharlachenen Blume um, aber seine Ueberraschung steigerte sich P Bestürzung, als ein Herr nach dem andern aus Brighton, aus Aldershot, Lcm städten und eine Unzahl aus London hereintrat, jeder mit dem verrätherifchen -dlupifTi strauß im Knopfloche. Es dauerte nicht lange, so hatte das ganze Conttngent fr . betrogenen Ladykiller, einige 60 Mann, das Schlachtfeld betreten. Mehrere waren » genug, ihre Blumen eiligst in ihren Serdenhüten zu verbergen. Unter den OE de anden sich zwei edle Lords, die beide schon in einem Verlobnißproceß dieHaupm^ 0i!U’ iä in tiW . Dt aud ! rs' K tauft i« 9*” bnldben M — [jlU am 12- d ® Handlung, ’int? MM" Der Bahn»l „ndsttli^ <- Rubrt! 'ft»' nun: -W Didcipi'llLlsi Bestrafung s er Labe in tfi 2{rjt löffln; NM lfineI über W» daöin, t>o6 der bestreu f* . Venrckr des' Zegriff.Jaink Atidigung bi einen „Sontmt einen nachher Milch Auch fei etz n gehalten, mm Herr Sanital Beühe'ditzer Sntereflen) i in einem Lp darin eine E dahin: Es euch keinen Arzte der $ zu Soch öt zwar durch ein nur gerl tragen hat. Menis Üri Die 1 2036 G n; tßüX I. ■ ¥ - \^A । d u?:„,f(6iinii ö 6ii5 a-"ÄBÄ«si- f«J Loos, Hauptmann am ment 9)r. 115, unter Stellluii Zewe-r-PlütungS-ComlntW! h. Jnfantelt.sL'idgardchR^ rschall o. Sitbnftdn, HaW ($rln$ SM) 9lr. 118, untc nmannSfieQe bt9 Anf/Kgtö stein. M-M. Nr. 86 un) n das 1 Großh. JnV-Ne-j lNtz.M.rK^. Nr. 31, U’> in das 3. (M WW- Nr. 16, v. W tMons-Commandeur in da! ott, Vicefeldwebel vom L$ai mbeltmtenant Der Resavr bei br.-Lieut. von der Landw.-)a- lum Hauptmann, Freed.W mt§ der Reserve des 4. Ä; 9emelbete ' »u predigt $h daß ^en. W J^tert 7° MigZ Na ’9eain61* * * »*’!”* Sh8K** •'‘"NwÄ; biei« Sä 'uc °te Schulen der kalhs. i Glrtulatidjrelbtn t(. Wien mitlbilitnb h , ff1 ’K&S RäS MtandSto, Qmdrckürd em Minunttui in K? mellten des Krch.z $oIfam ^ß, wonach die Irritier an aHöjuwetfen Run, er£ n6 beanstandet und dneobi uefptelt haben. Au8 einer Sektenloge schaute eine wohlbekannte Dame mit allen Zeichen Locharadtga Belustigung auf das ungewohnte Schauspiel. 9 ö _ sDer Teufel in der Stemme.] Im Dorfe Csatar stand — berichten Nnttrovtdekt Lapok" — jüngst plötzlich in der Nacht vor dem Bette einer Bäuerin, der»n Mann nicht zu Hause war, ein Kalb, welches sie weckte und auf gut slovakffck Geld von ihr begehrte. Man kann sich den Schrecken deS armen W-ibes denken, welches sich in diesem unverhofften tete-ä-tete mit dem leibhaftigen «Gottseibeiuns sah, der ihr auch bestätigte, daß er der Teufel fei Sie gab ihm weinend 200 fl-, die m der Truhe waren, doch war der Teufel damit nicht zulrteden, polterte herum, ritz das K'vd auS der Wiege und wollte noch mehr haben. DaS Weib bat um ihr Kind und versicherte, daß sie fein Geld mehr habe, daß aber Fletsch auf dem Boden sei, welches er sich nehmen könne. Da der Teufel bekanntlich, wenn er nichts Anderes hat, auch Fliegen frißt, gab er sich auch mit diesem Funde zufrieden, kletterte auf den Boden und suchte mtt einer Laterne nach dem Fleische. Zum Malheur sirr »hu kam aber gerade die GenSdarmerie-Patrouille durch das Dorf und das Ltchl aus dem Boden bemerkend, ging sie an das Haus und fragte die Bäuerin durchs Fenster, was es bet ihr auf dem Boden gebe. Der Federbut der Gensdarme« brachte die UnalÜckliche in nmen Schrecken, sie glaubte, der Teufel habe seine Gehilfen gesendet und flehte, man wöge sie tu Ruhe lassen, der alle T,ufel sei soeben erst weggegangen und hole sich Fleisch vom Boden. Als die Gensdarmen die Bodenst ege betraten, kroch eben der „Temel" herab, wurde freundlichst empfanden und zum Ortsrichtcr geführt, wo men tbn fesselte. Der Ortsrichter war nicht zu Hause und die Rlchterrn wußte keine Auskunft zu geben, wohin er gegangen sei, plötzlich aber rief sie, auf gefesselten Teufel zusiürrend, aus: „Der hat ja meines Mannes Stiesel an. Man zog dem Gefesselten das Fell herunter und siehe da, der Herr Ousrichter stand da und wurde noch in derselben Nackt nach Ar.-Maroih abgeführt und dem Strasger chte übergeben — sKatzenjammer vor Gericht ] Folgende originelle Beleidigungsklage gelangte am 12. d M. in der Berufungsinstanz vor der Strafkammer in Dortmund zur Verhandlung. Ein Beamter der Ersenbabnstation Soest fühlte fiebjm verflossenen Jahre eines Morgens unwohl; er mußte sich erbrech n rc. und meldete sich deshalb krank. Der Bahnarzt wurde in Folge dessen zu dem Kranken ^sandt, damit er em Attest ausstelle. T>e Bahnarzte haben gedruckte Schemata, dir sie aussüllen. In der -westen Rubrik ist vorgedruckt: „Möglichst deutsche Bezeichnung der Krankheit," der Arzt schrieb nun: ..Magenkatarrh (Jammer,." Dieses hatte zur Folge daß der Beamte in eine Disc!plmarstrafe von 9 JC. genommen wurde. Den Beamten berührte nicht nur diese Bestrafung peinlich, sondern er fühlte sich auch dadurch, daß man ihm vorgeworfen, er habe in Folge Trunkenheit Katzenjammer bekommen, beleidigt, und stellte gegen den Arzt Strafantrag. Da der Kläger in dem Termin nachwtes, daß er am Tage vor Beginn feiner Krankheit nur ein einziges Maß Altbier geturnten, darauf Milchsuppe, aber keinen Tropfen geistige Getränke genossen, so erkannte das Schöffengericht in Soest dahin, daß der Arzt der Beleidigung schuldig und deshalb mit 10 J4 Geldbuße zu bestrafen sei. Gegen dieses Erkcnntniß hatte der Beklagte Berufung eingelegt. Der Vertreter des Verklagten führte zunächst au8, daß alle anwesenden Herren wohl den Begriff „Jammer" auS eigener Erfahrung kennen, aber auch wissen würden, bajg eine Beleidigung darin nicht gesunden werden könne, wenn man behaupte, Jemand habe einen „Jammer." Daß man nach dem Genüsse von einem Maß schweren Alibieres einen „Jammer" bekommen kön^e, sei sehr gut möglich, namentlich wenn man gleich nachher Milchsuppe genieße. Einer könne eben viel, der Andere wenig vertragen. Auch sei eS nicht auffallend, baß der „Jammerzustand- bet dem Kläger drei Tage an- gehalten, man bezeichne einen solchen Gesellen als „verhärteten Steinkater", wie auch Herr SanitätSrath Dr. Hagemann gutachtlich bestätigte. Jmltebrigen nahm der Herr Veitheidiger für seinen Klienten d.-n S 193 des Strafgesetzbuches (Wahrung berechtigter Interessen) in Anspruch. Der Vertreter des Klagers suchte nochzuweisin, daß, wenn in einem ärztlichen Attest zu Unrecht behauptet sei, der Kranke litte an einem „Jammer , darin etne Beleidigung zu erblicken sei. Der Gerichtshof erkannte nach kurzer Berathung dahin: Es sei erwiesen, daß der Kläger nicht übermäßig getrunken und in Folge dessen auch fdnen Kater oder Jammer gehabt habe. Im vorliegenden Falle käme dem Arzte der $ 193 des R--St.-G.-B. zu Gute, weshalb das U-theil des Schöffengerichts zu So?st aufzuheben und der Angeklagte freizusprechrn sei. Der Kläger ist nun zwar durch gerichtliches Elkenniniß als „jammerfrei" erklärt worbenl, was aber ein nur geringer Trost für ihn sein wird, da er die Kosten beider Instanzen zu Eingesandt. Gietze«, 21. März. Wäre es nicht wünschenswerth, wenn verehrlicher Stadtoorstand an dem AuSflutz des Wasserreservoirs an der Grünbergerstraße e ne außgemauerte Vertiefung anlegte, so daß bte umliegenden Gartenbesitzer in der Lage wären, von dem überflüssige» Wasser einen nutzbaren Gebrauch zu machen? _________ Handel und verkehr. Gießen, 19 März. Der heute und gestern dahier abgehrltene Viehmarkt war stark befahren. Es waren aufgetrieben: 1764 Stück Rindvieh und 884 Stück Schweine. Bei ersterem war der Handel sehr lebhaft und hielten sich die Preise den früheren gleich, bei Schweinen war der Handel gedrückt und die Preise niedriger als am letzten Markte. Nächster Markt Dienstag den 25. d- Mts. Zur gefl. Beachtung. Schriftliche Anfragen wegen Auskunstsertheilung über Inserate re. f&nnai n* nur dann beantworten, wenn denselben eine Freimarke für die Rückantwort beigclcgt ist. lieber Inserate bezüglich deren Offerten einzureichen sind, ist die Expedition pi keinerlei Ausknnftsertbeilungen befugt. Offertenbriefe sind — soweit feine bestimmten nenentbeiliaen Abmachnnaen petrnffen wurden — in der Erneditnm nbiubolen. Kirchliche Anzeigen der Stadt Gietzen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Samstag, den 22. März Kirchliche Feier des Geburtstags des deutschen Kaisers. Vormittags 9 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Sonntag, den 23. März iVätarc). Vormittags 91/- Uhr: Pfarrer Dingeldcy. Nachmittags o Uhr: Pfarrer Schlosser. Kinderkirche, Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Schlosser. Montag, den 24. März, Abends 8 Uhr, in der Klein'i ndcrschule: Bibel stunde, Apostelgesch. 10, 1—23, Pfarrer Dr. Naumann. Mittwoch, den 26. März, Abends 6 Uhr, 5. Passionswochengottes- dienst. Pfarrer Schlosser. Am Sonntag, den 30. März wird Beichte und heiliges Abendmahl im Abcndgottesdienst gehalten werden. Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 23. bis 29. März besorgt: Pfarrer Dingeldey. Katholische Gemeinde. Samstag den 22. März, Vormittags 8 Uhr: Gottesdienst mit Te dcum zur Feier des hohen Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers. 4. Fastensonntag. (Laetare.; Von 7 Uhr an: Beichte. Um 8 Uhr: Frühmesse und Austheilung der hl. Commu^- nion. *'210 Uhr: Hochamt und Predigt- 2 Uhr: Fastenandacht. Freitag um 6 Uhr: Fastenandacht. Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Abend 6 Uhr, Samstag Morgen 830 Uhr, Samstag Mittag 3 Uhr, Samstag Abend 7 Uhr. Attkathotischer Gottesdienst Sonntag den 23. März, Vormittags 11 Uhr in der Stadttirche. tragen hat. Bürgerelub. Montag den 31. März , Abends 8 V2 Uhr: Ordentliche Generalversammlung im Safe Cbel. Tages-Ordnung : 1) Rechnungsablage. 2) Budgetberathung. 3) Vorstandswahl. Die Mitglieder werden um zahlreiches Erscheinen gebeten. 2036 Der Vorstand. Lustspiel-Novität von Rosen. F. Brautlecht. Stadttbeater in Giessen. § Sonntag den 23. März ISSfl: O em Außer Abonnement. = ö ---- Bei erhöhten Preisen. ---- O Keirtes Gastspiel des Herrn C. Stägemann vom Stadt- w Theater ;n Kankfurt a. Main: g Lustspiel in 5 Acten von M 0 ser. Titelrolle: Herr Stägemann als Gaft. Anfang 7'/r Uhr. Ende nach 10 Uhr. In Vorbereitung: Von 1742 von Viiain L Comp. in Berlin, seit 1861 von Behörden und Bautechnikern erprobtes Mittel gegen „Hausschwamm, Stock und Fäulniß" zum Fabrikpreise von 50 H per Ko. excl. Fracht befindet sich die Ziiederlage für Gießen und Umgegend bei Emil Fischbach in Gießen. Krickiläumwolle aller Art, sowie sümmtliche Heuheitan in ■ Artikeln, als: Perlgiwpen, Ornamenten, Agraffen und Spitzen, Knöpfe, Einfaßbaud, Seide und Zwirn in allen Farben, empfehle zu den billigsten Preisen. 1813- Tonn^nstrafie J. 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März er., von Morgens 9 Uhr an, sollen im hiesigen Gemeindewald, Di- strict Oberstruth, versteigert werden: 7 Eichen-Stämme mit 3,38 Fm., 82 Nadel- „ „ 32,46 „ „ Derbstangen mit 7,02 Fm., „ Reisstangen „ 1,02 „ Rm. Buchm-Knüppel, Hundert Buchen-Wellen Durchforstung, Versteigerung. Btag den 22. d. Iv£, 27achmittags Hungen, am 18. März 1884. onon Eroßherzogliche Bürgermeisterei Hungen. ^020 Bender. V ersteigerung von Eichen- und Buchen-Nutz- und Brennhatz aus den beun Hofe Fortbach belegenen, zur Oberförsterei Roßberg ae- hörenden Districten Kuhmark, Bocksloh und Mainstrauch Mittwoch den 26. März 1884, von Morgens 8 Uhr ab, auf dem Hofe Fortbach. 21 4 12 „ Nadel- „ Die Zusammenkunft ist im District selbst bei Nr. 1. . cv ®*er ®erIttier Gerlchts-Zeituna hat ut Folge ihres äußerst reichen und belehren- firh nrr116 Lu^rordentltche Verbreitung über ganz Deutschland gewonnen und sich m tast allen pamilien als unentbehrlich eingebürgert, zumal der sehr niedrige Abonnements-Preis zedermann das Halten dieses so nützlichen Blattes erleichtert ° , Das sehr gediegene und beliebte Feuilleton der Berliner Gerichts-Zeituna wird ova) 'm zweiten Quartal dieses Jahres höchst interessante Romane und belehrende Arm-lverofferstlichen, und zwar kommt von den Ronianen im Avril zuerst zur Ber- offentlichung „Der Schnell-Trau-Kaplan", nach dein Englischen des Walter Besan?und ^amesRice, em Musterwerk der Sitten- und Charakterschilderung sowie lebenswahrer, spannenden und humoristisch angehauchten Darstellung. 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