Freitag den SS Februar 1884 Nr. 45 Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. ftiireott t Schulftraße 7. 'g 25. lüg* weitere Folgen für > * die Note menten zu erschüttern. meldet: für eine Arbeiter welche die englischen insceniren, um die die Ablehnung des n o t* i Humbert in der Nacht Bahnstation e, häua* jelalin- Verord- n Ver- afach sen als einer w <* n V* V 5 \ 7 Bun. " K durch ^e,t mein« Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. r Ernte, leersaft, Kinder- ns- und id fette -ufa-ordi- Trotz der großen Entrüstungs-Meetings, Conservativen an den verschiedensten Orten des Landes heute Ferry. . , r „£, — General Millot erklärt, er habe hinreichende Streitkräfte Telegraphische Depeschen. Wolkk'S telegr. tkorresporrdenz-Bureau. Berlin, 20. Februar. Das Abgeordnetenhaus setzte heute die Berathung über die Krettzordnung der Provinz Hannover fort und nahm zunächst S 24, die AmtSbefug- ntffe deS Landratbs betreffend, ml! großer Majorität an. S 24a, wonach >as Znstttut der Amttzoorstehers auf Antrag des ProomzlallandtagS durch Kön'gliche Verordnung eingeführt werden kann, gelangte mit 169 gegen 120 Stimmen zur Annahme, trotzdem sich der Minister von Putlkamer gegen diese von der Commission dem 5 24 hinzu- gefügte Bestimmung a ausgesprochen hatte. Der § 29 wurde nach der NegterungS- Vorlage, die $$ 25—28 und 30 bis zum Schluß in der von der Commission gegebenen Politisch- Ueberficht. Gießen, 21. Februar. Das Verfahren des Reichskanzlers in Betreff der Beileidsbe- fchlüffe des Washingtoner Repräsentantenhauses anläßlich des Todes Lasker's wirbelt in der Presse viel Staub auf. Bekanntlich hat Fürst Bismarck diese ihm von dem amerikanischen Gesandten in Berlin, Mr. Sargent, zur lleber- mittelung an den Reichstag übergebenen Beschlüsse wieder an das Repräsentantenhaus zurückgehen lassen, mit der Motioirung, daß Lasker keine so hohe Stellung eingenommen habe, die ein derartiges auszeichnendes Dazwischentreten des Reichskanzlers gerechtfertigt erscheinen lasse. In der oppositionellen Presse findet dieser ablehnende Schritt des Kanzlers entschiedene Verurtheilung und die „Nat.-Zeitung" erblickt hierin einen Ausfluß persönlicher Empsindungen, für welche die öffentliche Meinung die angemessene Bezeichnung leicht finden werde. Wer indessen etwas kälteren Blutes die Angelegenheit beurtheilt, wird der H al- tung des Fürsten Bismarck nicht so Unrecht geben können, denn — das Andenken Lasker's in Ehren! — würde der Kanzler dem Ansinnen des amerikanischen Repräsentantenhauses nachgegeben haben, so wäre hiermit vielleicht ein nicht unbedenklicher Präcedenzfall für ähnliche Fälle geschaffen worden. Ob die Angelegenheit noch ein Nachspiel im Reichstag haben wird, ist noch nicht bekannt, eine eventuelle Interpellation der politischen Freunde Lasker's würde aber schwerlich den wahrscheinlich gewünschten Eindruck im Lande machen. Für die dritte Lesung des Cultusetats im preußischen Abge- ordnetenbause stehen wieder erregte Debatten in Aussicht. Den Anlaß hierzu wird die Erneuerung des hinter dem Kardinal LedochowSki erlassenen Steckbriefes geben; der „Kuryer Poznanski" erklärt wenigstens mit aller Bestimmtheit, daß das Centrum und die Polen die Affaire zur Sprache bringen Würden. . Die deutsche Bauernbewegung, welche bisher mehr auf Mtttel- unb Norddeutschland beschränkt war, zeigt sich nun auch im Süden. Am Sonntag sand in Weildorf bei Constanz eine stark besuchte Bauernversammlung statt, in welcher als Programm eines zu gründenden Bauernvereines die Reform- Vorschläge des badischen Agrariers, Baron v. Hornstein-Binningen, An- Ein angeblicher Attentats-Versuch auf König -wird in Italien lebhaft erörtert. Der Vorfall ist kurz der, daß vom 16. zum 17. d. Mts. einige Individuen in der Nähe der Eorneto mit Gewehren den hier postirten Gensd'armen Varicchio angriffen und zwar kurz vorher, ehe der Hofzug, welcher den König von einem Jagdausflug zurücksührte, diese Strecke passirte. Varicchio gelang es aber, die Angreifer durch Revolverschüsse in die Flucht zu schlagen und einen der Männer zu verwunden. Diese Darstellung hat der Arbeitsminister Gemala in der Montags- Sitzung des Senats und der Deptirtenkammer gegeben und erklärt , die Regierung sei beschäftigt, weitere Nachrichten über den Charakter und die Tragwette des fraglichen Vorfalls einzuziehen. Gleichwie jüngst die New-Dorker Socialisten, so haben sich jetzt auch die in Bern domicllirenden modernen Weltverbesserer mit den Vorfällen in Wien beschäftigt. In New-Dork war es Most, der die That Stell- macher's glorificirte und in Bern übernahm der Socialist Peukert die Vetther- digung der blutigen That Stellmacher'S. Er rechtfertigte dieselbe durch die iarld)tn auf landivirtll- hefitz vermittelt nrfurta.MM' nähme fanden. Das französische Ministerium hat dieser Tage wieder eine parlamentarische Schlappe erlitten, welche den Anlaß zu abermaligen Minister- krisen-Gerüchten giebt. Bei der Berathung der Vorlage bezüglich der Straßen- Kundgebungen, aufrührerischen Plakate und Ruse war in der Deputirtenkammer von dem Deputirten Goblet ein Amendement eingebracht worden, nach welchem nur die Schwurgerichte, nicht aber die Zuchtpolizeigerichte für die Aburtheilung der genannten Vergehen competent sein sollen. Der Justizminister Feuillee und der Minister des Innern, Waldcck-Rousseau, bekämpsteu energisch das Amendement Goblet, doch wurde dasselbe mit 268 gegen 230 Stimmen angenommen und die gefammte Oppositions-Presse verlangt nun stürmisch den Rücktritt nicht nur der beiden Minister, sondern des gejammten Cabinets. Waldeck - Rousseau und Feuillöe sollen allerdings ihre Entlassung eingereicht haben, doch heißt es, daß dieselbe vorn Präsidenten Grövy nicht angenommen worden sei. Im Uebrigen erklären die Regierungs-Organe, daß das Ministerium schon vorher entschlossen war, aus der Verwerfung des Amendements Goblet keine Cabinets- frage zu machen und sich demnach nicht verpflichtet fühle, zurückzutreten. Es wird demnach dieser Sturm im Glase Wasser wohl ohne Herrn Ferry und seine Minister-Collegen vorübergehen. Fassunfl angenommen. Morarn soll über die Provinzialordnung beraten werden. — Der „Reichsanzeiger- veröffentlicht eine Kaiserliche Verordnung über die Einberufung des ReiLstaas zum 6. März. — Ferner publldrt der „Reichsanzeiger" einen von dem Fürsten Reichskanzler unter dem 9. Februar an den Gesandten in Washington gerichteten Erlaß, durch welchen die riurücksendung der von dem Repräsentantenhause in Betreff deS Todes Lasker's gefaßten Beileidsresolution erfolgte. Der Erlaß bezeichnet eine rede einem Deutschen im Autzlande zu Theil gewordene Anerkennung als erfreulich für daS Nationalgefühl, namentlich, wenn dieselbe von Seiten einer so hervorragenden Körperschaft, wie das amerikantsche Repräsentantenhaus, auSgeht, b>e Resolution enthalte jedoch über die Richtung und Wirkungen der politischenTbattgkeit Laskers etn Ujtbeil, weiches der Ueberzeugung des Reichskanzlers, sowie den von ihm.erlebten Thatsachen widerspreche. Der Reichskanzler müsse nach einer mehr als 30jährigen actioen Betheiligung auch seinem UNheile auf diesem Gebiete eine Competenz beilegen unk»er könne bet dem Kaiser nicht die Ermächtigung zur Vorlage der Resolution an den Reichstag beantragen, weil er alsdann ein alS unzutreffend erkanntes Urthetl sich amtlich aneignen und vertreten wüßte. a —...» Paris, 20. gebt. Ein Brief des Superiors der auswärtigen Misffo, nett, Delpech, theilt mit: Der Präfekt der Propaganda in Rom, Kardinal Simeoni, übersandte 10,000 Frcs. zur Unterstützung der Christen in Tongking. — Die katholischen Blätter veröffentlichen die Note Jacobini's an die Nuntien bezüglich der Propaganda in Rom. Der Pariser Nuntius überreichte die Note egyptische Politik Gladstone'S zu verdammen, kann man . conservativen Tadelsantrages im Unterhause als gewiß betrachten. »Ist auch geschehen, wie wir gestern meldeten. Red.). Die Conservativen sind aber selbst Schuld, wenn ein vielversprechender Feldzug gegen das Cabinet Gladstone einen so schmählichen Ausgang nimmt, denn sie haben es nicht verstanden, die unleugbaren Fehler, die Mr. Gladstone mit seiner egyptischen Politik begangen I)at, gegen ihn auszubeuten und die Reden, welche auf dieser Seite des Hauses gegen die im Grunde ja verfehlte Politik Englands in Egypten gehalten wurden , haben offenbar nicht vermocht, die Herrschaft Gladstone's in ihren Funda- ie[lbainph’rnvb<5 :n N ie M , 4 Am-nk- dem ft* “l5... ■nh eWf iTS«1 glückliche und schnelle Lösung seiner Ausgabe. — In den Kohlenbergwerken von Anzin-Denain verweigern die die Annahme des neuen Arbettssystems. . Rom, 20. Februar. Ein Telegramm der „Agenzia Stesani An die italienische Regierung sind von keiner Regierung irgendwelche Bemerkungen anläßlich der Entscheidung des Cassationshoss bezüglich der Güter der Propaganda fide gerichtet worden. Nichtsdestoweniger ließ Mancmi Angesichts der gegenwärtigen Bestrebungen, die öffentliche Meinung zu täuschen und die auswärtigen Regierungen irre zu führen, den Vertretern Italiens präcift Weisungen zugehen, worin er darthut, daß kein Bejchwerdegrund vorliege. Es Han- beit sich, wie die Institutionen aussühren, nicht um einen Regierungsakt, sondern um einen von der höchsten Gerichtsbehörde bei vereinigten Sektionen gefaßte Entscheidung zur Durchsühmng von schon seit vielen Jahren in Krast stehenden Gesetzen. Es handelt sich weder um eine Konfiskation, noch um eine anderweitige feindselige oder nachcheilige Maßregel bezüglich der Propaganda üde, welche Mancini und die Regierung stets und überall in der Person chrer Dete- aitten gerade wegen ihrer Humanitären und civllisatorischen Mission befchutzlen. ES handelt sich um eine einfache Convertirung in consolidirte Rente oder Wpo- thekenwerthe, welche ohne irgend einen Vortheil für die Staatsregierung odec tnloßrä billig jh Neuenweg 33. 2 Zimmer, Ka- A //., WeiMsi 50. ifoir unb Wvhu- , bdtebtnb au5 , auf fofort ju Anttus Noll, vellersweg 53. „Unterdrückung" in Wien und forderte gleichzeitig die gewaltsame Beseitigung aller Hindernisse, welche dem Ausbruche der Revolution entgegenstünden. Die anwesenden deutschen Socialdemokraten opponirten vielfach den Ausführungen Peukert's, sie scheinen demnach doch nicht ganz mit den blutdürstigen Wünschen und Forderungen ihres Gesinnungsgenossen einverstanden zu sein. Die Verhandlungen vor dem Reichsgericht zu Christiania in der Komödie des Minister-AnklageprocesseS find am Montag beendigt worden. Die Urtheilsfällung soll am 22. d. Mts. beginnen und erwartet man die Bekanntmachung des Urtheils am 25. d. Mts. Wohlbehalten ist General Gordon nach einer sehr raschen Reise am Montag früh in Khartum angekommen. Eine der ersten bedeutungsvollen Handlungen Gordou's nach feiner Ankunft in der Hauptstadt des Sudan ist der Erlaß einer Proklamation gewesen, welche den Mahdi als Sultan von Cor- dosan anerkennt. Die Proklamation hat in Khartum und bei den umwohnenden arabischen Stämmen einen günstigen Eindruck gemacht, ob aber der Mahdi sich wirklich nur mit dem Besitz der genannten Provinz begnügen wird, während sich der größte Theil des Sudan in seiner Gewalt befindet, muß erst abgewartet werden. Dtittlerweile richten sich Die Blicke mit Spannung auf die Expedition General Graham's zum Entsätze von Tokar, welche jedenfalls noch in dieser Woche in Suakim eintreffen wird. Osman Digma, der Befehlshaber der Aufständischen, will Tokar noch vor Ankunft der Engländer nehmen und sich bann mit aller Macht auf Suakim werfen. Hoffentlich macht ihm General Graham einen Strich durch diese Rechnung.__________________ Darmstadt, 20. Februar. Se. Könial. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: „ . Am 9. Februar den Lehrer an dem Gymnanum zu Budmgen Theodor Klein zum Lehrer an dem Gymnasium zu Mainz, mit Wirkung vom 1. April d. Js. an, zu ernennen. eine Verminderung unter dem Titel einer Taxe oder irgend einer anderen Belastung sich zum ausschließlichen Nutzen der Propaganda selbst mit Vermehrung ihres Einkommens vollzieht. Von dieser Convertirung sei übrigens durch das Gesetz der Palast ausgenommen, worin die Propaganda in Nom ihren Sitz habe. Die Entscheidung des Cassationshofs präjudicire endlich in keiner Weise die rechtliche Stellung der Propaganda und die eventuelle Vergrößerung ihres Vermögens. Die Instructionen Mancini's erklären schließlich bestimmt jede Einmischung auswärtiger Regierungen in die Justizverwaltung der italienischen Gerichtshöfe für unzulässig. Peter-vurg, 20. Februar. Am nächsten Samstag wird der Kaiser über die Petersburger Garnison und die in der Umgebung stehenden Truppen in der Gesammt- stärke von 43 Bataillonen, 43 Eskadron« und 114 Geschützen eine Revue abhalten. Kairo, 20. Februar. Nach einer Meldung au« Suaktm hat da« Transport« schiff „Bokhara" 600 Mann gelandet, das Transportschiff „Oronteü" Ist nach Trtnkttat gegangen. Lokales. Gieße«, 20. Februar. sT Heater.) Wir setzen voraus, daß der Roman der Gartenlaube „Lumpenmüllers Lieschen" den meisten Lesern bekannt ist. Das nach diesem Roman bearbeitete Schauspiel, das sich Frau Brede zu ihrer Benefice- vorstcllung erwählt hatte, wurde von dem Publikum sehr beifällig ausgenommen. Frau Brede im Verein mit Fräulein Kohrsen 1. halten durch ihr charakteristisches Spiel den größten Antheil an diesem Erfolge. Neben .ihnen sind Fräulein Pögner I. und Herr Sch önwasser mit Lob zu nennen. Am Freitag wird Herr Stägemann vom Frankfurter Stadttheater als Gast auftreten. Er gilt als einer der bedeutendsten Vertreter im Fache der Salonhelden und wir würden unS einer Unterlassungssünde schuldig machen, wenn wir nicht ausdrücklich auf den zu erwartenden hohen Genuß htnwtcsen. Gieße«, 21. Februar. Im „Frankfurter Hof" fand gestern Abend die Generalversammlung des hiesigen Vereins der deutschen Foltschritispartet statt. Der Vorsitzende, Herr L> Georgi, erstattete Bericht über die Thätigkeit deS Vorstandes im velflossenen Jahre, sowie über den Stand der Kasse rc. Dem Rechner wurde Decharge ertheilt und hierauf hielt Herr L. Homberger einen längeren Vortrag über die vor Kurzem tn Darmstadt ftattgewndene Landesoersammlung, an welche ein Ueberblick über die politische Lage im Reick und in Preußen folgte. Sodann wurde zur Vorstandswahl geschritten und hierbei der seitherige Vorstand fast einstimmig wtedergewählt. Vermischtes. Alsfeld, 17. Februar. Am vergangenen Freitag Abend geschah e«, daß in dem eine Stunde von Alsfeld entfernten Elbenrod tn einer Sptnnstube beim Tanz ein geladenes Gewehr von der Wand fiel und sich entlud. Der Schuß ging einem Mädchen durck die Wade und traf den im Zimmer anwesenden auf Urlaub weilenden Husaren Decher so unglücklich «tn Knöchel, daß man seinetwegen in großer Besorgniß lebt. Mainz. 18. Februar Das offictelle Programm für den imposanten Festzug am Carnivalstage ist nunmehr erschienen und wird derselbe aus 67 Grnppm bestehen und zwar in folgender Reihenfolge: 2 Kchrmasckinen, Herolde, Musik, Wogen der Presse, Arrestantenwogen, Zigeunergruppe, MustkcorvS, Klepperbuden, südöstlicher Bezirk — 2 Wagen — Anlage-Concert, da« alte Münsterthor. MusikcorpS, Fortbildungsschule, Italienische Räuber, Herolde, Boulevard mit Statue, Dampfmühle, Athletenwagen, MusikcorpS, Alte Deutsche, Leniabcrg, Pankrattusbrünnchen, Prinzengarde, Prinzengardewagen, Gärtnerwagen, Prinzenwagen — 2 Wagtn — Herolde, Comitrwagen, Jockey's, Pferdebahn, Herolde rc. Der Zug wird sich um 9 Uhr in der Schulstraße der Neustadt aufstellen. HerSfeld, 18. Februar. Vor einigen Tagen hat Herr Domänenpächter F zu B- durch Unvorsichtigkeit ferner Leute, die Chilisalpeter statt Salz fütterten, dreißig Stück Schafe verloren. Schon vor circa 10 Jahren büßte Herr Obcramtmann O. zu W. durch denselben Jrrthum 6 seiner schönsten Kühe ein. Die Fälle mahnen die Landwirthe, bei Aufbewahrung deS Chiltsalpcters sehr vorsichtig zu sein und die Säcke mit ihrem Inhalt genau und deutlich zu bezeichnen. — ^Fensterscheiben von Kalk zu reinigen ) Wenn Maurer oder Gypser it einem Hause gearbeitet haben, so sind die Fenster, besonders wenn es längere Zeit gedauert hat, nur sehr schwer wieder rein und blank zu bringen. Durch Anwendung von Dürsten oder durck kräftiges Scheuern mit grobm Lumpen wird das Uebel ärger, denn dann werden die Glasscheiben verkratzt, daß sie gar nicht mehr sauber zu bringen sind. Hier können nun die Hausfrauen mit einem Mittel, das sie stets zur Hand haben, sich viele Mühe und Verdruß ersparen, wenn sie nämlich die Glasscheiben mit einem scharfen Essig (je schärfer um so besser) benetzen, so werden die grauen matten Stellen, die sonst gar nicht weichen wollen, ganz von selbst verschwinden und nach dem Abspülen mit reinem Wasser wird daS Glas wieder Her und durchsichtig sein. — Professor Dr. Th. Btllroth, der berühmte Wiener Operateur, erläßt in einem Schreiben folgende Warnung: „Es sind innerhalb der letzten Monate vier Fälle vorgekommen, in welchem Finger mit ganz unbedeutenden Verletzungen durch unsinnige Anwendung von Carbolfäure brandig geworden sind; tn allen vier Fällen handelte eS sich um Kinder, deren Eltern die Verordnung eine« Carbolverbandes selbst gemacht hatten, „weil die Carbolsäure gut für die Wundhrilung fein soll". Die Carbolsäure bat schon jetzt in der Chirurgie eine weit beschränktere Anwendung als früher; wir haben die Gefahren, welche dieselbe unter Umständen herbeiführen kauf, erst nach und nach kennen gelernt; das Mittel kann nicht nur Entzündung und Brand erzeugen, sondern auch durch Blutvergiftung lödten; es entfaltet seine guten Eigenschaften nur in der Hand des kundigen Arztes. Ich widerrathe hiermit aus'« Dringendste, ohne Anordnung eines Arztes Carbolfäure anzuwenden. Als das beste Umschlagsmittel bet frischen Verletzungen rathe tch das in den Apotheken käufliche Bletwasser an " — lieber die Auswanderung des Jahres 1883 liegen jetzt genaue Nachrichten vor. Danach war die Abnahme gegen daS Vorjahr doch nicht so bedeutend, als vor einiger Zeit berichtet wurde. Lieber Hamburg, Bremen und Stettin wurden befördert 201,308 Personen (gegen 232210 im Vorjahr), darunter 143,405 deutsche ReichSange- hörige (gegen 168,454 im Vorjahr). London, 18. Februar. Die G ftmördertnnen Katharine Flanuigan und Margarethe Higgins, welche tn Liverpool eine ganze Reihe von Personen, deren Leben sie insgeheim versichert hatten, durch Verabretchung von Arsenik aus der Welt schafften, wurden am Samstag von den Geschworenen des verübten Mordes schuldig befunben und zum Tode durch den Strang verurtheilt. — Die MilstäresftktenhSndler Berlins haben in Sachen deS Osficier-VeretnS mehrere Versammlungen abgehalten und sich zu einer Erklärung vereinigt, daß sie mit dem Verein weder cm Abkommen getroffen haben, noch ein solches unter den Bedingungen treffen würden, welche in dem an die Officiere versandten Circulare ausgesprochen seien. Auch die kleinen Meister, die für die großen Werkstätten atbeiten, wollen gegen jede etwa geplante Lohnreduction protcsttren, welche bei dem von dem Vereine versprochenen Preise unausbleiblich sein müßte. — sKleine Verräther.) „Mutter, hat die Tante Ida Bienen tm Munde?" — «Wie kommst Du auf eine solche Idee?" — „Der Herr Lieutenant hat soeben zu ihr gesagt: Lossen Ste mich den Honig von Ihren Lippen küssen, und die Tante gab ihm zur Antwort: Aber schnell, meine Schwester kommt." — (Auf die Leimruthe gegangen.) In einem oberschlesischen Dorfe an der russischen Grenze saßen kürzlich drei Männer aus Russisch-Polen. Es war vom Schmuggel die Rede und im Laufe der Unterhaltung erwähnte der eine, daß tn der nächsten Nacht an einer bestimmten Stelle ein Transport Schwarzvieh über die Grenze gebracht werden würde. Der dritte hatte nichts Eiligeres zu thun, altz die GsnSdarmen davon zu benachrichtigen. Bei etngetretener Dunkelheit waren die diensteifrigen Beamten an der Stelle, um den Transport abzufangen. Sie warteten vergeblich die ganze Nacht. Als sie am Morgen verdrießlich heimkehrten, empfing sie der Bauer, bei dem der eine Gensdarm wohnte, mit großem Lamento- Während die Geusdarmen auf die Einschmuggelung von Schweinen lauerten, waren dem Hcmswirthe des Gensbarmen seine fetten Schweine gestohlen und über die russische Grenze gebracht worden, - nur an einer andern Stelle, als der dem Dritten bezeichneten und in entgegengesetzter Richtung. — (Frauen für Neucaledonien) In dieser Woche ging wieder ein Schiff mit ctlichen fünfzig Heiraihscandidatinnen oder .Bräuten" von Bordeaux nach Neucaledonien- Dieser Schwarm kommt dtrect aus den sechs Froucnzuchthäusern Frankreich«. Sie wurden dort von einer General-Jnspectorin der Strafhäuser für Frauen auSgewählt, natürlich unter denjenigen, welche sich freiwillig zur Auswanderung nack Neucaledonien meldeten. Dieselben wüsten natürlich ledig oder Wittwen und unter 32 Jahre alt fein, dabei sich bi« dahin in einer Weise betragen haben, daß man auf künftige« Wohlver- halten, hoffen darf. Die ausgewählten HeirathScandtdatinnen werden in Bordeaux »eretnigt, wo sie unter der Obhut einiger Schwestern de« OrdenS des heiligen Joseph von Clugny eingeschifft und nach Neucaledonien gebrockt werden. Dort finden sie Unterkommen in zwei Häusern desselben Ordens, in Numea und Boureille. S)te Sträflinge, welche wegen guter Führung eine Landconcession erhalten, werden von der Ankunft der Frauen benachrichtigt und Haden die Erlaubmß, dieselben zu besuchen und sich eine auszuwählen. Die Braut erhält eine Ausstattung von der Regierung, der Bräutigam ebenfalls ein Geschenk, um die Einrichtung zu bestreiten. Auch nach der berüchttgten Strascolonie Cayenne werden in dieser Weise verurtheilte Frauenspersonen geschickt, um sich mit Sträflingen zu vrrhetrathen Im Allgemeinen hat man mit diesen Sträflingsehen gute Erfahrungen gemacht- In Neucaledonien bestehen derselben schon Über 700, unter denen nur einige wenige Grund zu ernsteren Klagen geben. Die meisten anderen bilden recht ordentliche, fleißige und stille Handwerker- und Baucrnfamilien. Für die freien Ansiedler in Neucaledonien hat man schon mehrfach Waisrnmädchkn geschickt, zusammen gegen Tausend, die alle sehr schnell unter die Haube kamen. — sEtn zerstreuter Diplomat.) Heber den von Berlin abgehenden russischen Botschafter Saburoff, zu dessen Nachfolger bekanntlich Fürst Orloff bestimmt ist, schreibt das „Berl. Tgdl-": Es wäre wohl falsch, zu sagen, Saburoff fei hier keine wohl- gelittene Persönlichkeit. Beim kaiserlichen Hof galt er al« ein wohlbevorzugter Mann und der Reichskanzler hätte ihn vielleicht ebenfalls allmälig wärmer behandelt, wenn Herr von Saburoff ein ebenso leidenschaftlicher und feiner Diplomat wäre, wie er Kunstkenner ist. Ein Gespräch über alte Werke der Kunsttöpferei, über assyrische und etrurische Vasen hat für den hochgebildeten, mit auserlesenem Geschmack ausgestattcten Herrn von Saburoff, den leidenschaftlichen Liebhaber und Sammler alterthümltcher Kunstgegenstände, anscheinend stets mehr Reize gehabt, als dte verlockendsten RäthseL der hohen Politik. Schlechte Menschen behaupten sogar, daß dieser russische Kunstkenner und Botschafter tn Berlin sich tm Herzen so sehr für die Ausgrabungen von Pergamon und die Sckliemann'schen Funde tn unserem Kunftgewerbe-Musenm intet« effirte, daß er eines Tage« tn der Zerstreutheit seine gelehrten Bemerkungen über dieselben anstatt einer politischen Note nach Petersburg schickte. Deshalb gilt es auch nicht al« unmöglich, daß Herr von Saburoff nach Petersburg zurückberufen wird, um dort eine hohe Stellung in der Verwaltung der Kunstschätze feine« Vaterlandes ober vielleicht auch als gelehrter Pfadfühler deS jungen russischen Thronerben zu erhalten. — D'e „N. Zür. Ztg." berichtet: In der paritätischen Gemeinde St. im untern Tburgau wirken nebeneinander der katholische Pfarrer L- und der reformirte Pfarrer G. Beide saßen schon vor Jahren als Schüler der thurgauischen Cantons- sckule nebeneinander tn derselben Klasse. Von da an gingen, rote es zu geschehen pflegt, ihre Wege auseinander. Beide widmeten sich dcm geistlichen Staube. Pfarrer geworden, blieb L- tm heimathlichen Lande und ist nun an die zehn Jahre wohlbestallter Pfarrer in Sl-, während G- eine Pfründe tn einem benachbarten Canton bezog, um schließlich letzten Herbst ebenfalls tn der Gemeinde St- feinen pfarrhrrrltchen Einzug zu halten. Darob nun große Freude zwischen den ölten Schulkameraden. Leider wurde Pfarrer G- kurz vor Neujahr ernstlich krank und es war keine leickie Sache, zumal während der Festzeit einen Stellvertreter zu finden- Auf den NeujahrS- tag schien dies geradezu unmöglick. Wa« geschah nun? Sei einem Besuche, den er feinem kranken AmtSbruder machte, erfährt der katholiscke Geistliche von dessen Verlegenheit- Halb scherzend, halb tm Ernste bietet er dem Freunde feine eigenen Dienste an, wenn solche genehm fein könnten. WaS nun? Das Anerbieten wird allen Ernstes angenommen. L- lieft dann auch wirklich am Neujahrstag seinen Katholiken zunächst die Misse, um eine Stunde später den Nesormiiten an Stelle ihres Pfarrers rn demselben Gotteshause eine recht erbauliche Predigt zu halten über den Text: „Kinder, liebet einander!" Ist das Zwinglt-Fest wohl an irgend einem andern Orb: schöner gefeiert worden? — sAuf eine» Scholle ) lieber folgendes Abenteuer auf dem Meere zur Winterszeit schreibt man aus Reval: Am 5. Januar machten sich 48 F scher aus dem Dorfe Allajöggt in Estland auf, um tn dem theilweise ^gefrorenen Peipus zu fischen. Der Wmo wehte gelind, so daß sie sich mit ihren 28 Pferden und ebenso vielen Schlitten reckt wett auf das nicht sehr starke Eis hinauSroagten. Doch — kaum hatten fir zu fischen begonnen, als das Eis sich unter dem immer heftiger wehenden NordwestwindL löste und tn großen Stücken sammt den Leuten tn den wogenden Peipus hinaustrteb. Um die Gefahr noch zu verstärken, brach die Nacht herein und führte statt des Windes einen Sturm mit sich. Wie oft mußte der Eine ober der Andere durch einen Svrung von dem brechenden Eise auf die größere Scholle sich retten! Da — gegen Mstter- nacht — brach die große Scholle mitten durch und beide Schollen traten nun menschen- belabcn ihren gesonderten Weg an Die kleinere Scholle brach noch mehrmals und waren etliche derselben so klein geworden, baß sie unter bem Gewicht der Pferde und Menschen ins Wasser sanken und zollhoch von ihm bedeckt wurden. So brach der Morgen an. ohne daß der Wind sich gelegt hatte. Um Mittag schlug er in einen Südsturm von solcher Gewalt um, daß die Fischer selbst bet einer Landung für ihr Leben zagten. Als die Schollen bet Serenitz und Tellerhof landeten, da machten sich Alle zum Kampf ums Leben bereit. Denn gerade der Anprall der Schollen an den am Ufer gelagerten Eiswall war das Gefährlichste bet dem ganzen Abenteuer. Mark muß es gefeben haben, mit welcher Wucht solche Schollen vor dem Winde daherstürmen^ rote das knirscht und bricht und tn Atome zerfällt, rote es sich doch und steil in die Luft erhebt und mit Krachen und Prasseln jählings zurück tn die Tiefe stürzt, um sich die ganze Gefahr einer solchen Landung zu oergegcnroärtigen. Doch die Landung gelang; von der berstenden Scholle auf eine dahtnstürmenbe, von der sinkenden auf eine aufstetgende springend, stürzend, sich wieder aufrafftnb unb oor roärtSeiknb, retteten sich alle Fischer mit ihren Thteren unb kehrten nach 48fiünbtger Abwesenheit, obgleich mott, doch wohlbehalten zu den Ihrigen zurück. Boote konnten wegen des losenden Sturmes gar nicht ausgesandt werden. — (Ein beherzigenswertber Aufruf.) Verehrte Sangesfreunde! Früher al« zurückgekehrt von unserer nach dem sonnigen Süden unternommenen Concertreift^ begrüßen wir alle Freunde mit unserem herzlichsten Sangesgruß und bringen den wärmsten Dank dar für den uns von Jung und Alt bereiteten freundlichen Empfang. Damit verbinden wir noch eine Bitte: Wührend unserer Abweienheit sind die von lieben Gastfreunden gebauten Unterstützungswohnsitze tn üble Verfassung gerathen, Wind und Wetter haben, was niet- und nagelfest war. gelockert und unser Genoffe, Meister Spatz, der interimistisch Besitz von den Häusern genommen, hat sich nicht immer sauber aufgeführt, sodaß wir, um unsere Familie nicht in Lebensgefahr zu wisser: und unsere schmucken Ehefrauen in ein trauliches Daheim führen zu können, unferc verehrten Hausherren dringend bitten, die Häuser schleunigst in festen und wohnlichem Zustand setzen und die Hausthür gefälligst nach Osten richten lassen zu wollen. Wir werden nicht verfehlen, unseren Dank tn melodischem Liede dcnzubnngen und den Mtethszins in der gewohnten pünktlichen Weise zu entrichten. Der vereinigte Sängerchor von Wald, Feld und Garten. Meister Staar, Quarttermacher. Ginge^andt. i . Gießen, 21. Februar. Gestern Abend nach 10 Uhr fand in der Neustadt zwischen 2 Civtttsten und 2 Soldaten eine kleine Attacke statt, wobei tbeils mit blanker Waffe, theils mit abgerissenen Spalierlatten unb Pfählen gekämpft wurde. Da dieselbe sich jedoch zum größten Theile auf Aoanciren und Rettriren beider Parteien beschränkte, so scheint, trotzdem habet „die Funken stoben" und die Pfähle rc. hin- und hergeworsen wurden, dieser Kampf tn unblutiger Weise ausgegangen zu sein. Rathen möchten wir jedoch den Streitenden, sich für AuSfechtung derartiger Kampfscenen eine weniger dem Verkehr bestimmte Straße auszusuchen, da es sonst den Passanten unmöglich werden dürfte, ohne Gefahr für Leben und Gesundheit vorbeizukommen. —r. Schiffs nachrichten. Bremen, 19. Februar. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Oder, Capt. R. Sander, vom Norbbeutschen Lloyd tn Bremen, welcher am 3. Februar von Bremen und am 6. Februar von Southampton abgegangen war, ist heute 7 Uhr Morgen« wohlbehalten in Ncroyork angekommen. . .'Hf Oi-ße" "S- ■ fi im Scheck jRnitr- Del -L. 2 giabelN11 103 Nadelst?" Sie M HM w 4 erneue- giirstlM Hol Dien-tao U in den T roalb", ii' „Sollerber holz versteM .201 Rm. Bi 142 „ b 6250 Wellen Die Zch, sang der Bei 9'/^ Uh rin wa(b" beim Mann n Dormtrsi in den Disn „Scheuern berg" und ßehendes $a: versteigert: 17 Eichen-S Festmetei 293 Eichen-S ineter, z Grubenh 1 Buchend 82 Lärchen--- mit 56,8; vi Men Kneter, 20 tzicheustat M starke Fic unb Leite . Die 3'diami; R der Pech präciz 9 \ "^ichelöber Hohensolms, Mstliche ^AM Nttui d» Ach,,, lEn im®! •Wut, Bediii Werrabrif auch fe Wi 10 »,7 .^cim S! 8.00 9.00 1.20 1.20 Rmtr. 53,9 222,3 zu verkaufen durch 785 „ Anton Dill mann. „ Wirth Wiesner. „ Wirth Schmidt. „ Johannes Feller. „ Moses Engel. „ Kaufmann Fink. „ Simon Stein. „ Anton Jung. „ Johannes Schmidt. „ Vorsteher Pfaff. „ Philipp Lenz. „ Jacob Dender. „ Gastwirth Altenheimer. „ Wilhelm Balser. Frau Häuser Wittwe. Herrn Georg Koch. „ Kaufmann Dreyfuß. Festmeter, Eichen-Stämme mit 118,84 Festmeter, zu Bau-, Wagner- und Grubenholz geeignet, Buchen-Stamin mit 1,37 Festm., Lärchen-Schnitt- und Baustämme des Postamts. Gießen, 20. Februar 1884. Kaiserliches Postamt. Ritsert. Holzverfleigerung tm Gießener Stadtwald. Montag den 25. Februar 1884, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwald in dem District Oberhag nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Brennholz. lleivijorkcr Germania, Lebens-Berficheruugs-Gesellschoft. Europäische Abthcilung: Leipziger Platz 12, im eigenen Hause in Berlin. Activa in Europa: Jt 3,300,000, nämlich: Grundcigenthum Jt. 1,055,000, Depositen 2,245£00. . , Am 1. Januar 1884 Total-Berflcherungssumwe Jt. 162,000,000. Efsectives Vermögen über Jt. 14 000,000. (bei 5 Pfund Rabatt) bringt in empfehlende Erinnerung u*z w 28 „ empfehle bestens. Muster stehen den Herren Oeconomen zur Verfügung. L. versteigert: Eichen-Schnittstämme mit 22,44 I Blitz. 1164 H. Kühn, Papierhandlung u. Buchbinderei. Amtliche Derkauf-stellen für Poywerthzeicheu bestehen. in Gießen bei Herrn Friedrich Leo, SelterSweg. „ I. W. Kurz, Neustadt. „ E. Orbig, Bahnhofstraße. Herren Heinzerling & Tribus, Seltersweg. Herrn Christoph Bieker, Neue Baue. „ W. Th. Wittlich, Marktstraße. „ Heinrich Schmidt II., Wolfstraße. Frau Rudolph Schlabach, Ludwigsplatz. bei Herrn Gastwirth Wagner. ------- Das nenesie, feinste ------ Laschentuchodeur ist Rich. Gründers Dornröschen übertrifft an Lieblichkeit, wohltbuender Frische u. Tauer alle bis jetzt existir. 1010 Wohlgerüche. DLpot: - Gust. Gerhardt. ---- Feinsten Tokayer in Vi und V, Flaschen, Malaga in i/i Flaschen, sowie im Anbruch empfiehlt 901 ftg. Willi. Weidig. Holz -Bcrstciaerung in der Fürstlichen Obersörstcrei Höhens olms. Dienstag den 26. d. M. soll in den Districten „Scheuern- wald", „Lappenberg" und „vollerberg" nachstehendes Brennholz versteigert werden: . 201 Rin. Buchen-Scheitholz I. Kl., 150 „ Buchen- u. Eichen-Prügel- helz, 142 „ dgl. Stockholz, (>250 Wellen dgl. Reisholz. Die Zusammenkunft und der Anfang der Versteigerung ist Morgens D’/.j Uhr in dem District „Scheuernwald" beim Teich. Alsdann wird Donnerstag den 28. d. M. in den Districten „Eichelsberg", „Scheuernmald", „Lappender g" und „Hollerberg" nachstehendes Bau-, Werl- und Nutzholz 535__^Elsoffer. I Stroh “ffiS WallcnsOs. I 1213 K Prima weihe Kernseife ä fi 33 „ gelbe Hariseife Rothe marin. Seife Prima weihe Schmier- Comptoir- in großer Auswahl, Buchdruck-Arbeiten aller Art in feinster, billigster Ausführung em- empfiehltbilligst: Gold- und Silberborden, Franken, Quasten, Kordel, Spitzen u. s. w. 1211 Zi. Hattrein, Buchenholz - - x (Bei 10 Ctr- frei ins Haus getteserl.) 26 Aadr. Euler. Nordanlage » Prima Limburger Käse, pr. Pfund 41 In Vollsaft. Scbwcizerkäse, pr. Ps'und 95 Prima Kieler Sprotten, goldgelbe Waarc, pr. Pfund 80 LachSbäringe pr. Stück 15 Bücklinge pr. Stück 8 Prima boll. Bollhäringe, pr. Stück 6 offerirt 471 S. Elsofier. ___________Haupt-Agent.______ Kaffee roh und gebrannt, empfiehlt Robert Stuhl, „ „ Karl Dorseld. Vertragsmäßig sind die amtlichen Verkäufer verpflichtet, stets einen gemessenen Vorrath von Postwerthzeichen zu führen und die einzelnen starten zu keinem höheren als dem Betrage ihres Werthes an das Publikum abzu- laffen. Im Allgemeinen hat der Verkauf während der ganzen Zeit, m welcher das Geschäftslokal des Verkäufers geöffnet ist, stattzufinden, ;edensalls aber innerhalb der für den Verkehr mit dein Publikum festgesetzten Dienststunden mit 56,85 Festmeter, 57 Fickten - Baustämme mit 21,04 Festmeter, 20 Cichenstangen für Wagner, 355 starke Fichtenstangen, zu Sparren und Leiterbäumen tauglich. Die Zusammenkunft und der Anfang der Versteigerung ist Morgens präcis 9 Uhr in dem District „Cichelsberg" zunächst dem Teiche. Hohensolms, am 16. Februar 1884. Fürstliche Oberförstern Hohensolms. Sinter, 11Ö0________Revierförster. Mmmlliche Bauarbeiten und MsenmgenMl Neubau der Actien-Iuckerfabrik Büdingen in Stockheim — Überholen sollen im 29ege der öffentlichen Submission in einein Loose vergeben werden und liegen Pläne, Bedingungen und Preisverzeichnisse vom 20. d. M. aus dem Bureau der Actien- Zuckerfa'orik Büdingen in Stockheim aus, woselbst auch gegen Erstattung der Copi- alien Abschriften der Bedingungen und Preisverzeichnisse zu haben sind. Betreffende Offerten sind bis zum 1. März d. I, Morgens 10 Uhr bei dem Vorstande der Actien - Zuckerfabrik Büdingen in Stock- Heini mit entsprechender Aufschrift versehen, versiegelt und frei einzureichen. Bemerkt ivird noch, daß Kalk und Sandsteine in sehr guter Oualität in nächster Nähe zu haben sind. Stockheim, den '.6. Februar 1884 Ter Aufsichtsrath der Acticn-Jucker- fabri! Büdingen in Stockheim. Re.inhard Schaum- Aeikgebotenes. 1254 Mehrere Körbe Burdaum zu Verkäufen. _ Garlenstraßc 2. Thee in den beliebten Sorten wieder eingetroffen bei 1255 I M. Schulbof. Mehrere Gärten Stockh. ReiSh. Rmtr. Wellen 76,2 1950 121,7 3110 1922 > Nutzholz. Bekanntmachung. Der Voranschlag über Einnahmen und Ausgaben unserer Gemeinde für das Etatsjahr 1884/85 nebst Beilagen und Berathuugsprotokoll liegt acht Tage lang aus dem Bureau des Unterzeichneten zur Einsicht aller Interessenten offen. ss— ■ Gießen, den 22. Februar 1884. . fiS,©"W"Ol'lr®le Der Borstand der israelitischen ReligionSgememde Gießen. . <-s<__«■ »-mb.,,-,._____________ x»ASSÄSAWL" Feinste Sier-Bandnudeln, 8 ‘"*^sta, stahi, Frima ital. Maocarom, ueben der Musikalienhandlung des Herrn „ ” Aepfelspalten, 2.» t t Türk, und Bamb. Zwetscxwn, j Mr MüSktNvalle Fränk. Brünellen 2 Nadelstämme mit 0,43 Fstm., 103 Nadelstangen „ 4,24 „ Die Zusammenkunft i|t auf der ehaussee nach Schiffenberg an der 4. Schneise. Gießen, am 19. Februar 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 1214 A. Bramm. ißir zeigen hiermit an, daß mir Herrn Fr. Lcib in Gießen eine Haupt-Agentur übertragen haben. Cassel, den 15. Februar 1884. . . Schxaidi & de Saauclair, General-Agenten. Unter Bezugnahme auf obige Anzeige empfehl« ich mich zur Vermittelung von Versicherungen bestens. Gießen, den 16. ye6ruot 1864. Weiizel’s Garten fittrtaut Flasche Mk. empfiehlt 1203 Marcobrunner Auslese, Domaine ynb Zu 6rsas Eiothe Weine. Mk. .1.80 . pr. Flasche sind direct bezogen auch in i/2 Flaschen abgegeben. S 23 Neustadt 23. 1201 in 9 Tagen Uhr Nach- 6 unö dessen Agentcu 523 Rath zu verleihen. Wallt ho r straße 1 Anfang 7J/2 Uhr. Ende 10 Uhr. Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der BrShl'schen Druckerei (K r. Ehr. Pietsch) in Gießen. 3.50 4.50 (Steinwein)./ (Haardt). (Rheingau). n T) V n n n n n n n T) r r r> n r n n r n L— 1.50 1.70 1.80 2.20 3.- n s (Rheinhessen). (Rhein). (Mosel J. (Rheinhessen). (Mosel). (Rheingau). 2.20 3.— 4.— und Dr. Bcrnst. Spieß, Gym- z ! nasiallehrer, Pfarrer Chr. Kohler ’ Senator Grave, Bremen. Ober-Ingelheimer . . Bordeaux St. Julien Chateau Lafitte . . . Chateau La Rose . . Sämmtliche Weine Mit den neuen Schnelldampfern des Norddeutschen Lloyd kann man die Reise von Bremen nach Amerika pr. T) » » ES Hnlonmch Wiesbaden. 888 Lustspiel in 4 Akten von G. v. Moser. Victor v. Berndt: Herr E. Stägemann, als Gast. (Rheinhessen). (Bordeaux). do. do. werden solche 1259 Stets das so beliebt gewordene SHldcbrand’sche Märzenbier, sowie Hlostermanu im Glas. Ein braves und reinliches Mädchen vom Lande wird als Kindermädchen gesucht 1232 im Darmstädter Haus. machen. Näheres bei dem General-Agenten M. Abrah.am in Mains Robert Stuhl, 23 Neustadt 23. witta ge«p Gie im Saale des Staclttheater in Giessen. § Freitag den 22. Februar: O Außer Abonnement. O Einmaliges Gastspiel deS Herrn E. ®täjcmann O vom Stadt-Theater zu Frankfurt a. M. Q „Römischen Kaisers“ Für Balle empfehle: Seidene und Glacehandschuhe in allen Farben, sowie Krausen, Spitzen 2c. 1210 L. Hattrein, Ecke der Schul- und Sonnenstraße. Wermifchte Anzeigen. 1256 Ein Mädchen aus guter Familie, welches bisher in einem Specereiwaaren- geschäft schon thätig gewesen, wird auf fo; fort gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Gin Acker auf dem Sand zu verkaufen. Näheres bei 1200 PH. Strack, Bahnhofstraße 58. I» Schweineschmalz frische Schlachtung, 1242 yr. Pfund 60 Pfg.. empfiehlt H. F. Hassau«. Feinste Bandnudeln und türkische Zwetkchen Laubenheimer .... Lorcher Bodenthaler . . Brauneberger .... Oppenheimer Goldberg Berncasteler Doctor Rüdesheimer Berg . . . Boxbeutel, aus dem bürgerlichen Hospitz "Würzburg Forster Jesuitengarten . Restauration in sämmtlidien Räumen des Etablissements. II7einkarte* Weisse Weine. Der Ä Berliner host mrck ist ein1 ivckhe sich gei liier gegensei vor kurzem Auftrage, b? der auftichtif iol sitz Für Daneben roi Friedrichsru deutlicher al würde. M be r ruflii Deutschlands des preußische allerdings seh, land in den l centrirt, was diesem Theile Verstimmung gerufen wurde stallfindenden Iden Resultat. Währe ^nigspaares privater Quelle Ä einem Besin Östlichen Bei ^igshause hi teilen Königs, Wd eine die N nicht vor. llchren Gerüä Nm in Berl Die B ^uses über *"N tm *r». ZG ®ninb 6it gu Mröent @tai EMm $ * dir Ao ™r, m. M betroffenen weisen, m x,I-hr „ ^gelehnt. 3n de y Ptoine b, ^rbebureaui 5ft -» L°d-r bi, U« unb “Ufa fr A §. Union-Club. 11. Samstag den 23. d. Nt., präcis 8 Uhr Abends: Grosser ' Maskenball Amtshauptmann Wittgenstein, Döbeln. Pastor Angustin, Zipsendorf b. Zeih. Gymnasialdirector Ang. Spieß, Dillenburg. Prof. Dr. (?d. Spieß, Cchloßprediger, Cüftrin. Buchhändler C. Mensel 1 Frau Pfarrer N^'Aulcr ! Wt-sbaS-n. Karten-Ausgabe am selbigen Tage von 2 bis mittags im Club-Local („Römischer Kaiser")- Wetzlar, Fasching 1884. 1250 Der närrifcke Die Führung von Büchern, Herausziehen von Rechnungen, Inventarstellung sowie überhaupt schriftliche Arbeiten jeder Art werden pünktlich besorgt. 896 Bahnhofstraße 6, 3. St. Ein mit den nöthigen Vorkenntnissen versehener junger Mann kann nach der Confirmation als Lehrling bei mir ein- treten. 1217 Herm. Ang. Müller. 1192 Ein j. Mädchen, welches in allen Hausarbeiten, sowie im Nähen und Bügeln erfahren ist, sucht Stelle. Jten felslustgärtchen 18. 1188 Einen Laufdienst sucht Elifabethe Mulch, Mühlgasse 10. Ein Wort an Alle, welche stranzSsifch, Englisch, Italienisch, Spanisch oder Russisch wirklich sprechen lernen wollen. Gratis und franko zu beuchen durch die Rosenthal sche Verlagshandlung inLeivzi g. 1248 Ein Garten in schönster Lage zu verpachten. Näheres Marktstr. 3. 1195 Ein braves Mädchen, welches in allen häuslichen Arbeiten erfahren und bürgerlich kocht, für Auswärts gesucht. Näh. bei der Exp. d. Bl. 981 Ein Kaufmann, anfangs Dreißiger, als Comptorist wie Reisender bestens empfohlen, sucht unter den bescheidensten Ansprüchen dauerndes Engagement auf dem Comptoir eines hiesigen Fabrik- oder en-xeos-Geschäfts Gefl. 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Dieselben können von Sonntag den 17. d. Mts. an bei Herrn Fr. Gregori, Kreuz, in Empfang genommen werden, und hat jedes Mitglied das Recht, bis zur Demaskirung Nichtmitglieder nach Belieben einzuführen. 1125 Der Borstand. la Jimbg. Käse in hochfeiner Waare empfiehlt billigst 1243 H. Nassauer. 1179 Ein französtsches Schniizmefser zum Verfertigen von Schuhleisten billig zu verkaufen. Caplansgasse 10. Sämmtliche Ingredienzien in nur besten Qualitäten zum Waschen und Bügeln empfiehlt billigst Robert JStuM^