>8 intiigtn offen. Uhr. N H m. DZK ! äptl1 >“»«mirtjtn. ____r. e„f, ä pkN. April b.%unk M'urttrfr. fi,$ (Jf 5 Simmtrn Mb aus 4 ZjM-rH lhen. Mr mit Cabinet. 17,1. Stock. 'N Stadt gelegen ein Akn zu dem billigen Beziehbar am tn der Expedition. sblirtes Zimmer (psr n^Babnhojstraße IV in welihem ein fiottes sacturwaaren-ÄWst er ohne Wohnung zu $ in der Exp. d. Bl. mit oder ohne We ithen. Bahnhofstr. Ä. :obc Lagerräumen^ es in der <^p- d- Bl. :e Anzeigen. s Mädchen, welches Hausarbeiten gründlich Mitte Februar zu Exped, d- Bl. heol. ertheilt Unterricht ^peb- d- Bl-......... WM „ad, neuntem 6g ■ 2g ■ etaffi ««6* h,r S'*-i»g Siiiii* (fit für: «r!°, 18 Dienstag den 22. Januar 188< Gießener Anzeiger Amts- md Auzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bureau r Schulstraße 7. Gießen, den 14. Januar 1884. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Bookman n. _____ erkannt wird, ist der Unterlaßende von Strafe befreit. Als ein entschuldigender Einwand ist die Angabe nicht zu betrachten, daß der Betreffende kern Mehl «1 Vorbehaltlich der Beobachtung nachstehender Vorschriften ist jeher Ortseinwohner in Inheiden berechtigt, für feinen erzenen Bedarf m dem Gemeinde-Backofen, beziehungsweise, wenn mehrere Geinernde-Backüfen da sind, »"Är.™ ?*'"£ Gemeinde-Backofens zu ihrem Gewerbsbetrrebe ausgefchlofsen. Ausnahmen erfordern Genehmigung des Gemeinderaths. Für rhren H°usbedars bleibt ihnen die Mitbenutzung gleich den andern Einwohnern nach Reihenfolge und Loos »erstatt^ ^cht über den Vollzug der Backordnuug im Ganzen oder Einzelnen kommt der Großherzoglichen Bürgermeisterei zu Dieselbe ist befugt mr Specialaussicht den Polizeidiener over besondere Aufzeher zu bestellen. Wo letztere^Anordnung getroffen worden ist, muß solches befonders bekannt gemacht England. Boston. 19. Januar. Der Dampfer „City os Columbus" mit 81 Passagieren, von denen ein Drittel Frauen und Kmder waren, ^tMe gestern aus seiner Route von Boston nach Savannah bei dem Kap Gay-tz ad an der West spitze der Insel Marthas Vineyard an der Küste von Maffachuietts. 104 Per sonen kamen dabei um, darunter 55 Paff agiere erster, 15 zweiter Kajüte nn 34 Personen von der Mannschaft. 22 Personen würben gerettet. I 9 - blicke des Scheiterns stürzte Alles auf das Deck und wurden fast Alle von den Wellen fortgerissen. Unter den Ertrunkenen befindet sich auch O. ^asigl au Boston, türkischer General-Consul sür die Union. Boston. 19. Januar. Rach weiteren Meldungen.über das Scheitern des Dampfers „City of Columbus" sind 119 Personen dabei umgekommen. Nach 'der Schilderung von Geretteten soll das Unglück dadurch veranlaßt wor- den sein daß der Steuermann das Steuerrad auf etwa 20 Minuten verlassen Hatte, während welcher Zeit das Schiff von seinem Course abgewlchen und Zwischen streifen qerathen war. Der Steuermann suchte schließlich das Schiff gegm die Küste zu treiben, dasselbe sank indeß innerhalb 10 Minuten. —-- Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Durch die Post bezöget: vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. zum Backen gehabt habe. ~ . & 7. Diejenigen, welche zu Kindtaufen, Hochzeiten und beim Bauen und Aufschlagen neuer Gebäude backen wollen, haben hierzu das Vorrecht vor dem gewöhnlichen Backen, vorausgesetzt, daß sie dem Ausseher einen Tag vorher die Anzeige davon machen. . , .. _ U Was das Kuchenbacken vor Festtagen betrifft, so wird die Zeit des Beginnes damit nach dem örtlichen Bedürfnisse von der Bürgermeisterei festgesetzt und sodann bezüglich der Reihenfolge, des Loosens rc. nach Maßgabe der allgemeinen Vorschriften der Backordnung verfahren. Dicke Kuchen in Schüsseln und Formen muffen zugleich mit den dünnen Kuchen auf Blechen (auch Platzkuchen genannt) in den Ofen gethan werden und nicht erst, wenn die letzteren gebacken sind. . . & g. Von Michaeli bis Georgi soll das Brodbacken an einem ^age tnt Backofen in der Regel nur drei- bis viermal, und von Georgi bis Michaeli nur fünf- bis sechsmal stattstnden. Zu jedem Gebäck werden drei und eine halbe Stunde Zeit gestattet. Oertliche Aenderungen dieser Zeitbestimmungen erfordern Genehmigung des Gemeinderaths und hiemächst öffentliche Bekanntmachung. s io. Der Znerstbackende hat den Schlüssel zum Backhause bei dem Aufseher in Empfang zu nehmen und ihn an den Nachbackenden , dieser aber wieder an seinen Nachfolger und so werter abzuliefern. Erhalt Cmer derjewen den Schlüssel nicht, so hat er sogleich dem Aufseher hiervon. dre^Anzeige zu machen. Der an einem Tage Zuletztbackende hat den Schlüssel an den Aufseher W & ii. Bei dem gewöhnlichen Backen nach Ablauf der Backzeit und bei dem Kuchenbacken u. s. w. nach Vollendung des Gebäcks, muß von dem- jeniqen, welcher gebacken hat, alsbald der Ofen und die Backstube geremigt, o wie auch das Zustelleu der Oeffuungeu am Backofen gehörig besorgt werden. Im Unterlassungsfälle hat der Nachbäcker etwaige Beschwerden dem Aufseher sogleich anzuzeiqeu, widrigenfalls sie keine Berücksichtigung mehr finden. Ebenso ist jeder Nachbäcker verpflichtet, innerhalb weiterer fünf Minuten mit seinem Backen fortzufahren. § 12. Von demjenigen Backgeschirre, welches etwa dre Gemeinde stellt, darf nur der ordnungsmäßige Gebrauch gemacht werden. & 13. Bösliche oder muthwillige Verunreinigung des Backhauses wird nach Art 379 des Polizeistrafgesetzes bestraft. Sonstige Verunreinigungen oder Beschädigungen sind mit Sorgfalt zu vermeiden . Insbesondere verboten ist das Dörren von Holz, welches nicht zu dem beabsichtigten Gebäck bestimmt ist, oder von Obst p? bem Backofen, da^ Holz- Hanen im Backhause, und der Gebrauch von zu dicken Wellen oder nicht gehörig kleingemachtem Holz, wodurch der Backofen beschädigt werden konnte. & 14 Wer den Vorschriften dieser Backordnung zuwiderhandelt, oder bei Benützung des Backhauses die ihm zur Pflicht gemachten Handlungen unterläßt, verfällt in eine Polizeistrafe von 1 bis 10 < Ungehörigkeiten der Aufseher, rusbesoudere Vernachlaffigung der Ordnung, Aufsicht oder der Anzeige vorgekommener Uebertretungen werven dis- ciplinär geahndet. Backordnung für die Gemeinde Inheiden. Auf Antrag des Ortsvorstandes von Inheiden und nach erfolgter Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des ^nnern und der Justiz vom 18 December 1883 wird hiermit folgende Backordnung für die Gemeinde Inheiden erlassen. . _ ~, roerbes 4 O ber Ortseinwohner, welcher in dem Gemeinde-Backofen backen will ist verpflichtet, der Reihe nach an einem Montage oder an einem auf einen Feiertag folgenden Tuge den Ofen anzuheizen. Dem Aufseher liegt es ob, die Einhaltung der Reihenfolge zu überwachen, solche bei sich ergebenden Anständen durch Loosziehung bestimmen zu lassen und jeden Ortsbürger, an welchen das Anheizen kommt, acht ^age zuvor hier- ”°n ^N§r"das ihm oMiegenbe Anheizen unterläßt, für den wird solches gegen eine in die Gemeindekasse^zu zahlende Vergütung von 1 JL.auf Veranlassung bes Aufsehers besorgt und ist derselbe, bis zur Bezahlung die,es Betrag- von der Benutzung des Backhauses ausgeschlossen. -Zst Jemand an dem Tage, an welchem die Reihe des Erstbacken- an chm ist , verhindert, so muß er dieß sogleich, nachdem er davon Kenntmß erhalten hat, daß er das Anheizen zu besorgen habe, bei der Bürgermeisterei SS»? Wenn von dieser die Triftigkeit der Verhinderung anerkannt wird, so fallen die angedrohten Rechtsnachtheile weg; die Bürgermeisterei hat aber nach Anhörung des zeitig Verhinderten zu bestimmen, warm derselbe feine Pflicht des Anheizens an einem anderen Tage nachholen solle, und die Beteiligten hiervon in Kenntniß zu setzen. . 9 § 5. Wer backen will, hat sich immer den^vorhergehenden s» der ortsüblichen oder vorher besonders bestimmten Zett bei bem Aufseher ei^u finden welcher zur Bestimmung der Reihenfolge des Backens alsbald eine Verloösuug veranstalten muß, welche sodann sür das Recht und die Berpflich- tuuq zum Backen maßgebend erscheint. Wenn einige Ortseinwohner vor dem Loosen erklären, zusammen ein Gebäck backen zu wollen, so kann dieß zwar maelasfeu werden, es hat aber alsdann nur Emer von ihnen für alle mit« luioofen. Die Abtretung eines Backlooses an einen Anderen darf ohne Genehmigung der Bürgermeisterei nicht geschehen. Finden sich zu emer Verloosuug mehr Personen ein, als an einem Tage backen können, so sollen die Uebrig- gebliebenen citn folgenden Tage zuerst berücksichtigt werden. , 9 ’s 0 Ist Jemand, der ein Backloos gezogen hat, aus irgend einem Grunde am Backen verhindert, fo hat er dem Aufseher hiervon alsbald An- reiae zu machen, damit dieser die Nachfolger davon in Kenntniß setzen könne. ? ' Nur wenn die Verhinderung von der Bürgermeisterei für begründet Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Eorresvondenr-B«rea«. Wien, 20. Januar. Der russische Minister v. Giers ist heute früh gegen 7 Uhr hier eingetroffen und hat sich nach Begrüßungi durch^den russischen Botschafter Fürsten Lobanoff und das Personal der russischen Bot.chast nach ta. WIW“?'«»"-,,, @i„, „bl „„ M=r in Audienz empfangen, welche etwa 40 Minuten dauerte Später hatte der Mmi- ster eine einstündiqe Conferenz mit dem Grafen Kalnoky. Zu Ehren Giers fand in der Hofburg ein größeres Diner statt, an welchem auch der Botschafter Mrst Lobanoff und Prinz Reuß, sowie die Minister, die hohen Würdenträger des Hofes und das Personal der russischen, Botschaft the lnahmen 20 Januar Wie verschiedene Abendblätter melden, beabsich* Ligen die Lumpensammler den Seinepräfekten auszusordern, die Verordnungbetr die Abfuhr des Kehrichts von Paris, wieder zuruckzunehmen. Falls der Prasett sich weigern sollte, dies zu thun, würden die Lumpensammler eine Versammlung einberufen um über die Lage zu oerathen. , . Boston, 20. Januar. Der Kapitän des gescheiterten Dampftrs „City of Columbus" erklärt es für unwahr, daß der Steuermann seinen Posten a Steuerrade verlassen hatte. Nach den neuesten Festjtellungen sind, wie zuerst gemeldet wurde, 104 Personen, nicht 119, umgekommen. Berlin, 20. Januar. Gegenüber der Nachricht der „Germania", dem Papste sei bei dem Neujahrsempfange des diplomatischen Corps durch den Grafen Paar ein Schreiben des öfterrttcktschen Kaisers übergeben worden, in welchem dieser die Versicherung geben soll, daß er an keinen Gegenbesuch im Quirtnal denke, ist die „Nordd. Allg. Ztg." durch Wiener Mitteilungen aus wohlunterrichteten Kreisen in die Lage gesetzt, zu erklären, daß diese Nachricht einfach erfunden ist. — Die „Nordd. Allg Zig." konstatttt. daß Castelar's Angriffe auf die Person des deutschen Kaiser in der europäischen Presse nut Entrüstung zurückgewiesen worden seien, nut Ausnahme der französischen Presse. Daß diese sich auf die Seite Castelar's stelle, nehme nicht Wunder, zumal Castelar bestrebt sei, die Segnungen der französischen Republik möglichst auf Spanien zu übertragen- Castelar's republikanisch'französische Sympathien erklärten andererseits genügend seine Feindseligkeit gegen Deutschland, welches der spanischen Monarchie stets freundlich gewesen und unter den Großmächten als eine der ersten sich bereit erklärt habe, Alfons XII als König von Spanien on- zuerkknnen. Eine solche Bethätigung der Sympathie für das spanische Königshaus könne der Cxpräsident der spanischen Republ k den Deutschen nicht vergeben. Ob die Zukunft des spanischen Volkes dadurch geschädigt wird, wenn das Land neuerdings der Sp'elball ehrgeiziger Republikaner und monarchischer Prätendenten werbe, das sei für Castelar von geringem Interesse im Vergleich zu der rein persönlichen Frage, ob Castelar nicht etwa in den trüben Wässern der Republik wieder eine hervorragende Stelle für sich selbst fischen könnte. Kairo, 20. Januar. Meldung des „Reuter'schen Bureau." Die griechische Negierung hat sich geweigert, der Verlängerung der Befugnisse der internationalen Gerichtshöfe auf 5 Jahre beizutreten und die vorgängige Ernennung eines griechischen Mitgliedes des Appellhofes in Alexandrien verlangt. Die egyptffche Regierung hat diesem Verlangen nicht Folge gegeben und hat der Khedive das Dekret, betr. die Verlängernng der Befugnisse, publiciren lassen. Lokales. Gießen, 21.Januar. sBülow - Concert.j Das Programm des am Mittwoch in Weuzel's Saalbau stattfindenden Concerts der Hofcapelle des Herzogs von Sachsen- Meiningen, unter Leitung ihres Intendanten, des Herrn Dr Hans von Bülow, umfaßt sieben Stücke: die Ouvertüre zu Goethes Egmont von L- van Beethoven, desselben Meisters erste Sinfonie und die Ouvertüre zu „König Stephan"; ferner die Ouvertüre zur Oper „Eury.artthe" von C. M. v. Weber, die dritte ©infonie(C-moll) von L. Spohr und zum Schluß die Akademische Festouvertüre von Johannes Brahms. Unter diesen zu erwartenden Gaben ist unstreitig die Egmont-Partttur die werthvollste. Sie enthält wunderbare Jnstrumentalbilder, keine Tonmalerei, sondern große, unendlich vergeistigte, nicht in Worte zu fassende, dramatische Actionen aus den höchsten Sphären psychischen Lebens. Gießen, 21.Januar, [herein ßrebttreform] Am Samstag den 19.d.M. traten b?e Mitglieder genannten Vereins zu einer ordentlichen Generalversammlung im „Frankfurter Hof dahier zusammen. Die angesetzte Tagesordnung umfaßte: Vorlage des Geschäftsberichtes, Ergänzung des Vorstandes, sowie Erledigung ver- schiedeper Anträge von Vereinsmitgltedern. Der Geschäftsbericht konnte die Tbatsache constatiren, daß der Verein ununterbrochen in erfreulichem Wachsthum begriffen ist und nach ollen Setten hin eine segensreiche Wirksamkeit entfaltet. Während seines viekmonatlichen Bestehens sind dem Vereinsbureau von 74 Mitgliedern 948 Posten im Betrage von 32 OOO X zur Eintreibung übergeben worden, wovon bis Ende December 1883 220 Posten erledigt werden konnten. Durch monatliche Abzahlung gelangen 95 Posten zur Regultrung. Dieses Resultat stellt sich als ein sebr erfreuliches dar, wenn berücksichtigt wird, daß dem Vereinsbureau fast ausschließlich nur schwer etnzubekommende Ausstände übergeben werden. Gießen, 21. Januar. Kunstschlosser Jmm, der bekannte Zeuge im Proceß Dickhoff, der mit der Nachricht von seiner im Januar erfolgenden Anstellung als Werkmeister in einer auswärtigen Maschinenfabrik seinen Bekannten wohl nur ein Märchen erzählt hatte, tst auf Requisition der Gießener Behörde in der Nacht vom 16. zum 17. Januar in Berlin verhaftet und hierher überführt worden, da er im Verdacht steht, bei den Einbrüchen, die im vorigen Jahre hier verübt oder versucht wurden, betheiltgt gewesen zu sein. — In diesen Tagen hat sich hier eine katholische Studentenverbindung unter dem Namen Hassta-Rhenania aufgethan. Ihre Farben sind gelb-wetß-roth. — Im Saale des Caf4 Leib feierte am Samstag Abend der Kriegerverein sein diesjähriges Stiftungsfest unter ganz außerordentlicher Betheiligung geladener Gäste und der Mitglieder mit ihren Damen. Nach Abspielen des Kriegermarsches von Krausse wurde von unserer Theatergesellschaft das Lustspiel „Krieg im Frieden" recht gut gegeben. Hierauf wurden sodann noch verschiedene Concertpiecen von der Regimentscapelle vorgetragen, worauf sich ein recht gemüthltches Tänzchen anschloß. Ungetrübter Frohsinn und Heiterkeit schmückte den Abend, an welchen alle Theilnehmer gerne zurückdenken werden, bis zur späten Stunde aus. Vermischte-. Frankfurt a. M., 14. Januar. Der Junggesellen-Ball wird, wie wir hören, im Palmengarten abgehalten. Das Comite hat beschlossen, daß das Fest erst nach Absolvirung sämmtlicher für diese Wintersaison bestimmten Festlichkeiten stattifinde, da man alsdann erst einen sicheren Ueberblick gewinnt, was noch von Junggesellen, die tine Frau ernähren können, auf Lager ist. Vom Rhetn, 18. Januar. Ueber die grausige Mordaffaire bei Opladen erhält die „Düsseld. Volksztg." folgende ausführliche Mittheilung: Gestern Vormittag nach 11 Uhr hörte man auf dem Hofe Neuenkamp an dem Wege von Leichlingen nach Neukirchen kurz binteretnander mehrere Schüsse fallen und gleich darauf ein entsetzliches Hülferufen. Ein Mensch Namens Fuchs, früher Maurer, jetzt Heftemacher, hatte die Tochter seines Nachbarn Lattner, em blühendes Mädchen von 19 Jahren al« dieselbe von einem Besuch bei der in der Nähe wohnenden befreundeten Familie Metzner betau ^«.überfallen und mit Messerstichen mißhandelt. Nach kräftigem Widerstande hatte der Mörder das Mädchen schließlich überwältigt und ihm den HalS durchschnitten Der Verbrecher fügte dem Morde noch die Scheußlichkeit hinzu, daß er dem Opfer in d e klaffende Wunde eine hölzerne Tabakspfeife steckte. Frau Metzner und Tochter die den Angriff von ferne sahen, eilten herbei, kamen aber zu spät, um dem überfallenen Mädchen Hülfe leisten zu können. Von dem Mörder wurden sie mit Schüssen empfangen, durch welche Frau Metzner am Arm verwundet wurde. — Durch das Krachen der Schüsse wurden auch die Eltern des ermordeten Mädchens aus ihrer ~ »u tbrem Verderben. Während Vater und Mutter um ita tobteteS £inb jammerten, eilte der Mörder in seine Wohnung zurück, um von Neuem Revolver zu laden. Dann stürzte er hinaus nach dem Lottner'schen Hause schießt auf Lottner und verwundet ihn am Oberschenkel, worauf Lottner die Flucht er- 8rc ® ^ndet sich das Scheusal gegen die Frau und jagt ihr eine Kugel durch 0 b?lÄe todt zu Boden fällt. Doch auch der Mann soll mit einer blosen n a^onfommen* W nach, holt ihn nach einigen hundert Aen c ?' aS? _?u noch nickt kaput? Dann will ich Dir helfen!" brüllt er und stoßt ihm ein Scklacktmesser mehrere Male von hinten in den Leib, so daß auch Lottner zusammenbricht und nach etwa einer Viertelstunde den Geist aufgibt. Eine vorübergehende Frau aus Burtscheid hat Lottner vock lebend gefunden und mit brechender Zunge bat der zu Tode Getroffene dieser noch gesagt, daß Fuchs ihn gestochen, und sie gebeten, nachzusehen, wie eS seiner Frau ginge. Die Frau ist bis an Lottnkr's Haus gegangen, hat sich aber gefürchtet, einzutreten. Zu Lottner zurückkehrend, kam He aerabe dazu, tote dieser feinen Geist aushauchte. Und nun der Mörder. Nachdem er sein grausiges Werk innerhalb einer Viertelstunde vollbracht, gab er gleichsam triumphircnd noch einige Schüsse in die Luft ab und zog sich dann m sein HauS zurück Thür und Fenster verschließend, und Stille lag für kurze Zeit über der Stätte des Verbrechens, da auch die Nachbarn aus Furcht vor dem Rasenden sich eingeschlossen hatten Doch bald wurde die Unthat bekannt und es sammelte sich eine auf tausend Köpfe anzuschlagende Menschenmenge von Nah und Fern, von welcher viele Personen Angesschts des furchtbaren Ereignisses in unserer sonst friedlichen Geaend in Thränen und lautes Schluchzen ausbrachen. Nachdem umstehende Männer erfahren, daß sich Fuchs in's Haus geflüchtet, wurde letzteres umstellt, doch wagte Niemand, in dasselbe einzudringen, weil der Mörder als em verwegener Mensch bekannt war, dem tm an- aetrunkenen Zustande nicht bekommen fei. Nach Verlauf einer halben Stunde eilte aus Opladen der herbeigerufene Gensdarm zu Pferd herbei, stieg vor dem Hause ab und verlangte durch Klopfen Einlaß. Als hierauf keine Antwort erfolgte, schlug der Beamte ein Fenster ein, stieg durch dasselbe und fand den Mörder in einer obere« Stube tobt im Blute liegen. Ec hatte sich in einem abgelegenen Winkel den Hals durckschnitten. Bei dem Mörder wurden außer 7 X und einigen Pfennigen der Revolver und noch mehrere Patronen gefunden. Als Motiv der gräßlichen That wird Rache angegeben, welche aus langjähriger Uneinigkeit mit den nun Erschlagenen entsprang. Der Mörder hat geglaubt, daß die Nachbarn auch daran schuld seien, daß er zu einer längeren Gefängnißstrafe verurtheilt worden war, zu deren Verbüßung in Düsseldorf er gestern Morgen eine Aufforderung erhalten hatte. Der Mörder hinterläßt eine Frau und neun unmündige Kinder in tiefster Armuth; im Hause fanden sich, wie sich später herausstellte, durchaus keine Lebensrnittel vor. Das arme Weib flüchtete sich, als sie ihren Mann in der Raserei sah, mit ihren Kindern zuerst in den nahegelegenen Busch und dann nach Hübscheid. Später sind die Kinder in verschiedenen Familien untergebracht worden. Wohin sich die Frau geflüchtet, wußte man spät Nachts n'cht. Die brd Leichen d-r Familie Lottner wurden, nachdem die ersten polizeilichen Ausnahmen ftaitgefunden hatten, in das Lottner'sche Haus gebracht und dort nebeneinander in ein Zimmer gebettet. Köln, 18. Januar. Ueber die Verhaftung des vielgenannten Tillmann Hans wird der „Jndependance Belgr" aus Lüttich gemeldet: „Die hiesige Polizei hat einen wichtigen Fang gemacht. Die muthmoßlichen Mörder der Familie Stockhausen sind in ihre Hände gefallen. Verhaftet wurden vier Personen, nämlich: Tillmann Hans, Wilhelm Blatzheim, Therese Stein und Rosa Merckel. Dieselben wurden in einer Wohnung der Rue Soeurs-de-Hasque überrascht und so schnell Überwältigt, daß sie keine Zeit fanden, Widerstand zu leisten. Der Führer der-Bande, Tillmann Hans, war mit einem sechsläufigen Revolver versehen; auch fand man bei ihm die Nummern der „Köln. Ztg.", welche über die Mordtbat berichteten, resp. bas Signalement des muthmoßlichen Mörders enthielten- Die Verhafteten würben ins Gefängntß abgeführt und die Staatsanwälte in Köln und Antwerpen durch dringende Depeschen von der Verhaftung benachrichtigt." Das „Journal de Bruxelles", welches einen ähnlichen Bericht bringt, fügt noch hinzu, die Polizei sei am Sonntag Abend auf die Spur gekommen, an welchem Tage die Bande in einer Brauerei sich aufbielt, diese aber plötzlich verließ, nachdem sie in der „Köln. Ztg " den Steckbrief gelesen hatttn. In der Rue „Soeurs-de-Hasque" bewohnte sie ein Zimmer der ersten Etage und saßen gerade zu Tich, als die Verhaftung erfolgte. Außer dem Revolver und dem Steckbrief, welchen Tillmann im $ortemonnafe bei sich trug, fand man bei dem Verhafteten noch eine Anzahl Schlüssel, Haken und Passe-Partouts. — Was der Krieg 1870—71 Frankreich gekostet hat, ist jetzt endgiltig festgestellt. Die Verluste an Geld und Mannschaften sind ungeheuer. Durch Tod, Verwundung und Gefangenschaft verlor das Land 656,093 Monn, wovon später allerdings einige 100,000 wieder in die Heimath zurückkehrten. Der Verlust an Geld belief sich auf 14326 Millionen Francs, davon 12131 Millionen aus dem Staatsschatz. Um ebenso viel mußte die Staatsschuld erhöht werden, die jetzt die höchste der ganzen Welt ist. — sWiderstand gegen die Staatsgewalt 3 Hausfrau: „Was, Marie, Du küssest einen Polizisten?!" — Marie (verlegen): „Rein, Madame, er hat mich geküßt." — „Aber das hast Du Dir ruhig gefallen lassen." — Marie: „Ja, wenn ich das nicht thue, so wäre das Widerstand gegen die Staatsgewalt, meinte er und das wäre vom Sirafgesttzbuche verboten." Handel und Vermehr. m n Grünbera, 19. Januar. (Fruchtpreise.) Weizen X 19.30, Korn X 16.00, Gerste 14.40, Hafer X 14.30, Erbsen X 16.70, Lein X 00.00, Samen X 30.00, Kartoffeln X 0.00. „ o Zr°?L!ur t, 19. Januar. Auf dem heutigen Markt kostete der Gentner Heu ^^-00-4.00, Stroh X 3.20—3.50, Eier das Hundert X 5.60—9.60, Butter 7}ua£tat> A 0.90, 2. Qualität X 115, Kartoffeln per Gentner X 2.25—2.75, Kohlrabi 3-5^9, per Stück, Erbsen 100 Kgr. 19—28 X, Rothkraut per St. 12—30 Poularden X 0-0 Huhn^L 1.50-2.20, 1 Ente X 2.80-3.50, 1 Taube 50-00^, Hahn X 1.70—2.00, Gans X 5-8.00, Welsche X 8-9.40 731) Ueber die H3he der Kosten, welche die Elnrüoknng einer Anzeige In eine oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sieh niemals enttäuscht sehen, wenn man von der Annoncen - Expedition «von Ig AA8«fc in kt VLA* i1- O^rlgruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsiohts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt Kirchliche Anzeigen der evsngel. Gemeinde. Apost-ig-sch/ö: M3Ämann.r «-mkinderschule: Bib-lstund-, Kepertoir der vereinigten Stadttheater ;u Frankfurt a. M. Dienstag den 22. Januar: aiibT”*’*”*0* Ab°nn-m-nd°ErmsL5-Pr-,s-' Nachmittags 3./-Uhr: Struwwelpeter. Außer Donn-rstag den 2i. Januar: Götterdämmerung. Freitag den 25. Januar geschlossen. d-n 26. Januar - Zu M-zart's Geburtstag: Die Zauberflöte. 6«me?n nta6 271 3“nuat: N-" -instudtrt: Der Rattenfänger °ou . on - Schauspielhaus. M'S » der W-.se. Donnerstag den 21. Januar geschlossen. 10 ' U’r- & den 25 Januar: Der Bettelstudent. Hi°r°uff°M.'7na'o°n 8£ff,n0 unb N-ub-rln. Sonntag den 27. Januar: Der Veilchenfresser ^Montag d-n 28. Januar: Götz oon Berltch'naen. Ein Wohnhaus (mitten in der Stadt), mit 6 heizbaren Zimmern rc. nebst Garten, mit 58' Straßenfront und 260' Tiefe ist zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. 325 Allgemeiner Anzeiger. Elb-Caviar Wilhelm Krämer, Gießen, ipfiehlt 'w «x B ,, _ Bleichstraße Nr. 3, G-g. Wilh. Weidig; »on Immobilien jeder Art. B r"rmiethung von Wohnungen und Geschäftslokalen. 330 ssll mi dem der Gm-mde Wald- und (F MMd, M weitere 6 ^9- Gr» KM ** Montag Dienstag der kommen in den meinde-Waldungt sortimente zur T 63 EicheN'Stäu Holz von o und 15 bis 72 Fichten-Stö Holz, 8 bis 15 bis 40 614 Mel« hch, 4 bü 10 bis 2f 24 Buchen-St 9 Mlr. Li Etm. Durc 106 eichen-, 0 Hangen, 51 7 bis 13 ( Bre 204,5 Rm. Buc 262,2 „ Buc Kni 859,1 „ Bu Rei 190 „ Sti Das Bau-, kommt am erste mg. Der At Morgens 10 Ul unmittelbar an bach. M Achtenst Straße beim ß ■ ^llg abgefahren ^urgermeist Versttigei Nächsten Mittwoch den VI suchen, — 2 Mmen ?|a 521 130, Korn 4 16.09, 00, Sauren 4 30.00, fiele der Centuer Heu \L 5.60-9.60, Sutter Zentner 4 2.25-2.75, aut per St. 12—30 4 0, 1 Taube 50-00H, 'rtz-tz ' 6ab ,r W&fe « «fahten V'ki» «■«X *• Selben &» an. 'S tot Äk'eilt, .“feiste fffe ’b >rd» fn bet ' ’bt"a RliÄ"? ""n E-lÄoÄ ®l'b '“ftulb ft( sK^.'r rrs-Z Sfiss S:S"«r } ®Änl| abge ührt S'P'föen wn’« •14'8 einen «chm I »ab auf bte Sjut 4 etfbelt, kiele «bet ‘ 6Mn buttm. |tcn Etage unb sahen er unbbemgtedbrtti dem Verhafteten noch tzt'kdMg festgestellt. ? Tod, Verwunbnng Ster allerdings einige n Geld belief sich auf aatsschatz. Um ebenso >er ganzen Welt ist. as, Marte, Du küsiesi Hot mich gefügt" - wenn tch bas nicht r und da8 wäre vom , einer Anzeige In eine weht sehen, wenn men <& VOG1KK iß Auskunft einfordert, die ter Mf Grund reicher ertheilt -Muri a. M. ütuijelpeHt W öle Zauberflöt^ Natlenfanger tat5«n d«r i8 7 Uhr. ,#b die jeder 705 703 701 Ankunft. an ™ 549 16 1 53f 1251 ad 520 1237 10 ab 1884. 518 Schriftliche Anfragen sind an Herrn Baumeister Weigelin Hierselbst W. Kampf. 519 614 12 25 6,11 24 106 204,5 Rm. 262,2 rf Walz. 500 859,1 190 H Bau-, Nutz- und Grubenholz Das Kühn. 516 Wichtig für Damen! 152 Gerichtsvollzieher. 521 E Walburg Epterode Groß-Almerode Brennholz. Buchen-Scheiter, Buchen-, Eichen- u. Nadel- Knüppel, Buchen-, Eichen- u. Nadel- Reisig, Buchen-, Eichen- u. Nadel- Stvcke. 739 724 kommt am ersten Tag zur Versteigerung. Der Anfang ist jeden Tag Morgens 10 Uhr im Distrikt Haard unmittelbar an der Straße Lich-Lau- bach. Alle Fichtenstämme liegen an der Straße beim Ort und können jeden . Tag abgefahren werden. Ober-Bessingen, 18. Januar 1884. Gr. Bürgermeisterei Ober - Bessingen. Uersteigerungsanreige. Nächsten Mittwoch den 23. Januar l. I., Nachmittags 2 Uhr, in der Fle tt'schen Hofraithe hier, werde ich folgende Gegenstände zwangsweise gegen Baarzahlung versteigern, als: I, 1 Sopha, 1 Comode, 1 Pult, — II, 1 Comode mit Glasaufsatz, 1 Sopha, — III, 2 Kleiderschränke, 1 runden Tisch' mit Wachsruch, 1 vollständiges Bett, 1 Nachtlisckchen, 2 Comode mit Decken, 4 Strohstühle, 1 Küchenschrank mit Glasaufsatz, 1 Wanduhr, 1 Wecker, 1 Spiegel, 3 Bilder u. 1 Wandkorb, — IV, 1 Küchenschrank mit Glasaufsatz, — 3 Wirthstische, 1 runder Tisch, 1 Co- mode, 1 Sopha, 1 Regulator, V, 1 Comode mit Glasaufsatz, 1 runden Tisch mit Fuß, 1 Spiegel, 3 Bilder, 1 Comode, 1 Waschtisch, 1 kleines Tischchen, — VI, 1 Kuh, — und VII, 1 Zusammenlegtisch, 1 antique Uhr, 2 Pfeilerschränkchen, 1 vollständiges Bett, 1 Kleiderschrank, 1 Nachttischchen, 1 Gartenbank, 3 Bilder, 1 Küchenschrank mit Glasaufsatz u. 1 Pult. Gießen, den 20. Januar 1884. Engel, Derselbe wird ca. 300 m lang, durchschnittlich 7,75 m hoch und enthält rot 38500 cbm. Die Fertigstellung hat binnen 5 Monaten vom Tage der Nebertragung an zu erfolgen. Lusttragende werden ersucht, von den Verhältnissen an Ort und Stelle, sowie von den speciellen Bedingungen aus dem zu richten. Braunfels, im Januar 1884. Krupp schc Bergverwaltung. Jagd-Verpachtung. Donnerstag d. 31. Januar 1884, Nachmittag 1 Uhr soll auf dem Gemeindehaus dahier die der Gemeinde Lang-Göns zustehende Wald- und Feldjagd, ca. 1524 Hectare enthaltend, in 3 Abtheilungen auf weitere 6 Jahre verpachtet werden. Lang-Göns, den 18. Januar 1884. Großh. Bürgermeisterei Lang-Göns. 529 Brückel. sehr schönes Schnittholz. t r Den ersten Tag kommen die Eichen-, Buchen- und Klefernstamme, den zweiten Tag die Fichtenstämme zum Ausgebot. Die Zusammenkunft ist jedesmal Morgens 9 Uhr am Burkhardsselder- weg in den Langenbuchen. Lich, am 18. Januar 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. kommen in den Ober-Bessinger Gemeinde-Waldungen nachstehende Holzsortimente zur Versteigerung: 63 Eichen-Stämme, Bau- u. Nutzholz von 5 bis 15 Mtr. Länge und 15 bis 43 Ctm. Durchm. 72 Fichten-Stämme, Bau- u. Schnittholz, 8 bis 22 Mtr. Länge und Jagdverpachtnng. Die der Gemeinde L i ch innerhalb ihrer Gemarkung in Wold und Feld zustehende Jagd soll Mittwoch den 6 Jebruar L I. des Nachmittags um 2 Uh" auf weitere 6 Jahre unter den bekannt gemacht werdenden Bedingungen auf hiesigem Bürgermeisterbureau öffentlich meistbietend verpachtet werden. Lich, den 20. Januar 1884. Großh. Bürgermeisterei Lich. Walz. 526 B B B B Bekanntmachung. 21111 1. Februar er. wird die neuerbaute Eisenbahnstrecke untergeordneter Bedeutung von Walburg nach Grost-Almerode dem Verkehr übergeben und tritt der nachstehende Fahrplan in Kraft. Walburg-Gr.-Almerode. Gr.Almerode-Walburg- ... ___ - - - ----- in______-II. - - —---.in-- ------- = 451,30 „ Dammschüttung. Für eine Meterfpurbahn soll bei Station Stockhausen der Nassauischen Staatsbahn zwischen dieser Station und dem Lahnufer ein Damm geschüttet Stationen. Bl. Holzversteigerung. Freitag den 25. und Samstag den 26. ds. Mts. werden im Licher Gemeindewald in den Districten Langenbuchen und GänSweide // n II B 15 bis 40 Ctm. Durchm. lliadel-Stümme, Bau- u. Grubenholz, 4 bis 12 Mtr. Länge und 10 bis 25 Ctm. Durchm. Buchen-Stämme, Nutzholz, 3 bis 9 Mtr. Länge und 30 bis 65 Ctm. Durchm. Eichen-, Buchen-, Fichten-Derb- stangen, 5 bis 7 Mtr. Länge und 7 bis 13 Ctm. Durchm. Hannover, den 16. Januar _ Königliche Eisenbahn Drreetion. Artfl - 91 Bureau der unterzeichneten Verwaltung Kenntniß zu nehmen und ihre Offerten tyvVfy * 1-päteften§ g Februar er. daselbst einzureichen. , Montag den 28. und ......... Dienstag den 29. Januar t. I. (Forstwartei Hinterwald) versteigert: 48 Eichenstämme von 20—40 cm Durchm., bis 14 m Länge = 29,o2 fm, ------ 1 ° — 40,20 „ Von meinen rühmlichst bekannten »ollschweiMNern ohne Unterlage, die nicht kühlen und nie Flecken an den Taillen der Kleider entstehen lassen, halten für Gießen und Umgegend in bester Güte allem Lager:. Herren Carl Stieber, Marktstraße 18, und Robert Haas. Seltersweg - Preis per Paar 50 3 Paar M. 1.40. Wiederverkäufern Rabatt. Frankfurt a. O., im November 1883. Robert v. Stephani. Eicken-, Buchen-, Hainbuchen re. und Fichten-Nutzhslz-Veesteigerung in der Königlichen Oberförstern Roßberg Dienstag den 29. Januar er., von Morgens 9 Uhr ab, im Eißner'schen Wirthshause zu Roßberg aus den Districten Eisenberg Nr. 22, Abtheilung b( 1)2, c* und d, Trift Nr. 25, Abtheilung a und b und Hainstruth Nr. 29, Abtheilung c2; Eichen: 51 Schneide-, Bau- u. Nutzholzstämme II. u. III. Cl. — 77,34 fm., 82 „ „ „ „ IV- u. V. „ = 45,70 „ 15 rm starke, 3 m lange Nutzholz-Rollen II. Classe, 7 „ Nutzscheitholz 11 Cl., 1 m lang; Buchen: 3 Nutzstänune III. u. IV. Cl. — 3,79 fm und 24 rm Nutzscheitholz 11. Cl., starke 2 m lange Scheite (Felgenholz); Hainbuchen: 5 Nutzholzstämme IV. u. V. Cl. = 2,29 fm und 21 rm starke 1,5 in lange Nutzholz-Nollen zu Werkzeugen, Kämmen rc.; Erlen: 1 Nutzholzstamm, 0,27 fm u. 3 rm Nutzholz-Rollen; Kickten : 289 Schneide-, Bau- u. Nutzholzstämme III. u. IV. Cl. = 228,03 fm 397 „ „ „ „ V. „ == 123,49 „ 97 Nutzstangen I. u. II. Cl. und 18 rm starke 3 m lange Nutzholz- Rollen II. Cl. Der Königliche Förster Breitzmann hier wird schon vor dem Termine den Kaufliebhabern auf Verlangen nähere Anskunst ertheiten bezw. das zur Versteigerung kommende Holz vorzeigen. . , Dasselbe wird der Königliche Förster Will dahier bezüglich desjenigen in den Districten Lichtenberg Nr. 13 b und Salzplatz Nr. 19, Abtheilung b noch vorfallenden an diesem Tage noch zur Versteigerung kommenden Eichen- und Buchen-Nutzholzes, bereitwilligst thun. Forsthaus bei Roßberg (Post Ebsdorf), den 15. Januar 1884. 517 Der Oberförster: Schulz. 60 Buchenstämme „ 30—75 „ 533 Fichtenstümme „ 14—38 „ 13 Kiefernstämme „ 20—39 „ „ „ 20 „ „ — „ Unter dem Eichen-, Buchen-, Fichten- und Kiefernflammholz befindet sich 520 1237 i ""Abfahrt. Kilometer. 702 2—4 704 2-4 766 2—4 Bl. Abfahrt. ab 0,0 841 320 827 6,1 911 350 857 8,0 919 358 95 a>l Ankunft. Holzverfteigerung in der Oberförsterei Krofdorf. Freitag den 1. Februar, um 10 Uhr bei Wirth Weißbrodt in Salzböden aus Sckmtzbezirk Waldhäuschen, Distrikt Lindenschied, 72 abc, Buchen: 72 rm Scheit, 3 rm Knüppel, 78 rm Reiser. Aus Schutzbeflrk Salzböden, Distrikt Schloßberg 71 ab, Eichen: 5 Stämme mit 4,31 fm k. Inh., 3 rm Scheit, 5 rm Reiser; Buchen: 480 rm Scheit, 30 rm Knüppel, 1 rm Stockholz, 1 rm Späne, 484 rm Reiser. Krofdorf, den 20. Januar 1884. 536 Müller, König!. Oberförster. Mittwoch den 23 d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Flett'schen Hofraithe dahier 3 Sopba'g 1 Kommode mit Glasaufsatz. 1 Nähmaschine, 1 photographischer Apparat, 6 gepolsterte Stühle, 1 runder Tisch, 1 Spiegelschranl, 1 Conver- sations - Lexikon, 2 Kleiderschränke, 1 Spiegel, 2 Kommoden meistbietend versteigert werden. Gießen am 21. Januar 1884. Geißler, 531 Gerichtsvollzieher. Keikgeöstenes. Prima weiße Kernseife äs’ 334 „ gelbe Harzseife „ 32 Rothe marm. Seife „ 28 „ Prima weiße Schmierseife „ 23 „ (bei 5 Pfund Rabatt) bringt in empfehlende Erinnerung 535 S. JElsoflper* ItevoSvor mit Sicherheitsvorrichtung, wodurch beim Tragen absolut kein Unglüa geschehen kann, emvfiehlt Gustav Stahl, Neuenweg 11, neben der Musikalienhandlung des Herrn 396 W. Rudolph. Salz von der Großherzogl. Saline Bad-Nauhelm aus gradirter Soole dargeftellt, ausgezeichnet durch seine Schärfe und Leichtlöslichkeit, Kochsalz, Viehsalz, Bade» salz, Eissalz, Mutterlauge, letztere in Salinenkannen, alles bester Qualität,, wie allgemein anerkannt, ist stets vorräthig und zu den billigsten Preisen zu beziehen bei Herrn Kaufmann «S D. auf dem Markt in Gießen. Grossh. Salinen- und Bergamt Bad-Nauheim. Prima Limburger Käse, pr. Pfund 41 4/ la Bollfaft. Sckweizerkäfe^ pr. Pfund 95 Prima Kieler Sprotten, goldgelbe Maare, pr. Pfund 80 Lachsbäringe pr. Stück 15 Bücklinge pr. Stück 83, Prima holl. Bollhäringe, pr. Stück 6 offerirt _ 471 ______ S. Elsoffer. Copirpreffen, Copirbücher, mit Patentregister, Comploir-Utenfilien groftce Lager billigste Preise empfiehlt _ Ernst Balser. Cap-Wein ein vorzüglicher Medicinal- wein, aus der Kellerei des Bruderhaufes in Neuwied per Vi-N-Mk. 2 60, per Vr N- Mk. 1.50, empfiehlt 26i Friedrich Leo. Kreuznacher Brom-Iod-Seife nach Geh. San.-Rath vi. E.Prieger, vor- zügl. geg. Hautausschlag, rothe Hautflecken, Flechten. Depot i. d. Hirschapotheke. 95 Todes-Anzeige 541 dessen^ 21. Januar 1884. Die trauernden Hinterbliebenen Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die traurige Meldung, dass unser innigst geliebter Gatte, Vater, Bruder und Schwager, der Apothekenbesitzer am 20. Januar Morgens 2 Uhr im noch nicht vollendeten 38. Lebensjahre, nachdem ihm äusser den in den letzten Tagen verstorbenen beiden Kindern noch am Abend vorher ein drittes im Tode vorangegangen7 sanft entschlief. w- $ 8 Z R 8 532 die vulkanischen Erscheinungen auf Ischia. Der Vorstand. Auch Nichtmitglieder haben Zutritt. Gießen § Stadtth®at©r K Dienstag den s Außer Abonnement. s är 8 U Verantwortliche Redactton: A. SÄeyda. — <5 S g&O S -r L» Q s in Giessen. 22. Januar: △ug. Wenckenbach., Gartenstr. 38. s s ^5 Geueraiversammlnag. Tagesordnung: Rechenschaftsbericht, Rechnungsablage. Vortrag: Herr Professor Streng über Wermielyungen. 534 Ein schönes neu hergerichtetes Logis, 4 Zimmer, Küche rc- im ersten Stock, sofort beziehbar, zu vermiethen. D. Elsoffer. 530 Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. Wei den gaff e 10. 539 Im Fabrikgebäude der Fr. Keck- schen Besitzung sind 2 Zimmer, Küche und großer Bodenraum zu vermiethen. Zu erfragen^ Marktstraße 3. 528 Eine Familienwohming zu ver- miethen. _2ß. Pf^il, Sandgaße 34. 423 Ein möbl. Stübchen an- saub. Arbeiter zu vermiethen. Seltersweg 15. Oberhessische Gesellschaft für Hatu.r- und Heilkunde. Mittwoch den 23. Januar, Abends 7 Khr, in der kleinen Aula: 527 Ich übernehme die Vermittlung des An- und Verkaufs aller an der Börse gehandelten Werthpapiere zu mäßigen Bedingungen. 8| Gastspiel des Herrn Grreven. 2XS* Zum vierten und letzten Male: Der Bettelst tadent Große Operette in 3 Akten von Millöcker. Anfang 71/2 Uhr. — Ende nach 10 Uhr. F. Brautlecht. SDrud und Verlag der Brüh t'schen Druckerei (Fr. Ehr. Bietsch) in Gießen. Die heutige Nummer enthält 1 Blatt und 1 Beilage 315 Ein kleines Familieulogis, 2 Zimmer rr. Zubehör, zum 1. April $it miethen gesucht. Ges. Off. nebst Preisangabe unter A. SS. an Die Exped. d. Bl. i Giessen, Neuenweg 7 i Werkstätte, -248 ührmaclierei, Electro- [i Al mocbanik. MM Haustelegraphenanlage. Vermischte Anzeigen. Drntsche MöbeStransport- Geseüschast Anfangs Februar geht ein Möbelwagen leer von Gießen nach Siegen. Näheres bei 520 *Joh. Zahn, Siegen. 515 Zweitstillende Amme gesucht. _______ Westanlage 4. 537 Ein braves Mädchen für eine Wirtschaft gesucht. Näheres in der Exp. b- Bl. Akademisches Hospital. Kaninchen werden gekauft. 538 533 541 sser den a Tode geliebter Pngen. u hergeüchtttesLoB, im ersten Stock, so- j rmiethen. , :?j S. Elsoffer. te§ Zimmer zu oer-ü Weii-engasse^lO^ I zebaude der ^r. Keck- . 2 Zimmer, Küche um zu vermietyen. Zu • fce_3._____- lilienmohmmg zu vcr> i feil, SandgM^. i [7Stäbiben °ii's«»s i*. Selter«!* U Anzeigen. tntfdje ransport- iloch \t& BAUMANN i- eu^weg '43 «- statte, " ell yectto- MM , mr 9» ein ®** gitfitn N Ste$; ■ ^TMme gcsD- | Westanlag^ ,| Beilage p Nr. 18 des Meßmer Anzeiger". ISÖSTS CB Brennholz 8.00 Ctr. 490 Enders, Stadtrentmeister. 9.00 1.20 1.20 Tannenholz geschnitten * gehackt - • Modernes Uerbrccherthum und sociale Uothstände. Das grauenhafte, an dem Wechsrlftubenbesitzer Eifert und seinen Kindern in Wien verübte Verbrechen, sowie die Entdeckung einer seit Jahren in schrecklicher Wirksamkeit stehenden Mädchenmörderbandc, der Gebrüder Schenk und Genossen, ebenfalls in Wien, haben in der ganzen gebildeten Welt eine e-nmüthiae Entrüstung hervor- gerufcn und die Discussion auf die moderne Verbrecherwelt a«lenkt. Wir glauben nun dabei gleich berrorhcben zu müssen, daß es ganz überflüssig ift, über diese in Wien verübten Verbrechen sich tn besonderen oder allgemeinrn Klagen zu gefallen, beim wenn auch die Wiener Polizei crn Kopfzahl noch einmal so stark wäre, als sie gegenwärtig ist, so würde daraus die Sicherh-tt, daß derglttchen Verbrechen nicht mehr Vorkommen, doch noch um fetntn einzigen Procent wachs-n, da es vollständig vnmSgl'ch ist, neben jeden Verbrech-r und Lumprn der menschl'chen Gesellschaft einen Polizisten -u stellen. In dem vom Schöpfer mit moralischer Freiheit begabten und siincr Würdi entsprechend selbstverantwortl'chen Menschen kann ja auch der Wille, statt des Guten das Böse zu thun, nicht ausgerottct werden und sind eben die Verbrechen die natürliche Schattenseite der moralischen Frecheit, aber zugleich auch das fürchterliche Brenneisen für die Verbrecher selbst. , , rT,, , „ Befindet sich sonach die menschliche Gesellschaft in einer absoluten Unfähigkeit, die Verbrechen und Verbrecher vollständig auszurotten und liegen die Verhältnisse sogar derartig, daß ein Dutzend allen Ehrgefühls haaren Schurken mit Dynamit und Petroleum in den zwölf größten Slädnn ber Erde unermeßliches Elend Hervorrufen könnten, so soll damit doch noch lange nicht gesagt sein, daß der Staat und die menschliche Gesellschaft zur Verminderung her Verbrechen nicht erfolgreich thät g sein könnte. Wohl mag bci manchen Menschen die Neigung zum Bösen stark ausgebildet schon als ein unglückseliges Erbe seiner der Unmovalität ergebenen Ellern vorhanden sein, aber als Verb-echer wird deßhalb noch lange kein Mensch geboren, er wird es erst durch schlechte Erziehung, böse Beispiele, Lieblosigkeit und Nolh, mit einem Worte, durch die socialen Nsthftande, die wir nicht etwa nur mit der Naheungsfrage tdent'ficirt sehen wollen, sondern die sich noch v el schlimmer durch eine moralische und geistige Verwilderung kennzttchnen, welche eben gerade viele Individuen veranlaßt, bet Existenzsorgen statt zu sauerer, emporhelfender Arbeit zum Verbrechen zu greifen. Was zur sittlichen Erziehung aller Menschen durch Religion und Schule, Eltern, Lehrer, Lehrherrn und Arbeitgeber geihan werden kann, muß also noch mehr als bisher geschehen, um gewisse Lücken in der Ausbildung der Heranwachsenden Geschlechter auszufüllen. Strenger als b-sh'r sollten aber auch alle schädlichen Einflüsse von den jugendlichen. noch wenig Urtheilskraft besitzenden Menschen fern gehalten werden, zumal was die Ausblldung bis zum achtzehnten Lebensjahre anbetrtfft, denn wir begegnen jetzt ziemlich häufig jugendlichen Verbrechern, die durch eine tolle Vergnügungssucht und geistige Unreffe auf eine Bahn gelenkt wordrn sind, vor der sie bei richtiger Erziehung noch mit einer Art kindlichen Entsetzens zurückblicken sollten. Ferner bleibt es aber auch eine sol'darische Verpflichtung der menschlichen GrsellsLaft, sich aller moralisch Strauchelnden neben strenger Zucht auch tn humaner Weise anzunehmen. Individuen, welche keine Existenzmittel hadm und gleichzestig ArbeitsmanZel vorschützen, dürfen nicht mchr vagnbundirend das Land durchziehen, sie müffen zwangsweise in Arbetter- kolonien gebracht Serben, wo sie so lange zu bleiben haben, bis ihnen durch die Anstaltsvermittelung ober auch durch die Vermittelung ehrenhafter Privatpersonen Arbeit und Unterkommen im freien Berufe zu Theil werben kann. Aegypten. Kairo, 19. Januar. General Gordon geht nach Khartum, nicht nach Suakim und ist mit Vollmachten bekleidet, die bestmöglichen Vorkehrungen zur Regelung der Zustände im Sudan zu treffen. — Die telegraphische Verbindung mit Khartum und Berber ist unterbrochen. Im Abinpalaste finden täglich Berathungen statt, an welchen der Khedive, der Ministerpräfidekt Nubar Pascha, der Krtegsminister Abdel Kader Pascha und General Wood theilnahmen. Sergmann’H Brigmal-Theerschwefelseise von Bergmann & Co-, Frankfurt a. M. Allein echtes, erstes und ältestes Fabrikat in Deutschland. Anerkannt von vorzüglicher Wirkung gegen alle Arten Hautunreinigkeiten, Sommerfproflen,, Frostbeulen, Finnen rc- Vorräthig ä Stuck o0 bei Emil Fischbach, Seltersweg, 213 Gustav Gerhardt, Lindenplatz. beste Qualität. .per Mir. X 7.00 Spanien. Madrid, 18. Januar. Wie verlautet, wäre ein conservatives Cabinet confütiürt und soll dasselbe, wie folgt, zusammengesetzt sein: Canovas de Castro Ministerpräsident, Elduayen Auswärtiges, General Quesada Krieg, ^uttquera Marine, Romero Robledo Inneres, Silvela Justiz, Alexander Ptdal ossuttnch Arbeiten, Valderosa Kolonien, Cosgayon Finanzen. , W^adrid 18. Januar. Die neuen Münster sollen heute Abend den Eid leisten Wie es heißt, würde Molius zum Botschafter in Paris ernannt werden. ^Jn parlamentarischen Kreisen nimmt man an, daß die Sitzungen der Cortes zunächst vertagt werden und die Auflösung erst spater emtreten wird. Das neue Ministerium bezeichnet als das Ziel seines Sttebens Frecheit un Ordnunq zu sichern und die Monarchie zu c°ns°lldmn Seitens des Mnuste- riums sind 49 Präfekten ernannt worden, welche sofort m die Provinzen ab gehen werden. _________ __ WÄt. frei ins"H°L geliefert.) ^6 Andr. Euler, Nordanlage 5. Kugtand. gott^on, 19. Januar. Ein Telegramm der „Times" aus Hainan nom 16 d Mts. meldet, daß chinesische Truppen, von Kanton kommend, mit Krieasmaterial und Torpedos daselbst gelandet seien. . J— General Gordon, welcher gestern Morgen aus Brussel hier angekom- men war ist Abends nach Egyvken abgereist und wird sich nach Suakmr und Kbartum'begeben. Wie die „Times" erfährt, hätte ferne Sendung den Zweu, Bericht übe/ die militärische Lage im Sudan zu erstatten, sowie Borsorge für die europäischen Bewohner Khartums und für dre nu Sudan verbleibenden Garnison en zu treffen. Ferner soll ihm auch die Ausgabe der Evakuation de- Sudan mit Ausnahme der Küste übertragen fern. — Alle Blatter drucken rhre roNdatte Kenuatbuunq über die Ernennung Gordon L aus. ^ London, 19. Januar. In der heutigen Gerichtsverhandlung gegen Molff und Bondurand zog sich die Jury um 12-/- Uhr Mittags zuruck und »sch n wieder um 6 Uhr Abends. Da die Jury sich aber über einen Spruch nicht hatte einigen können, so wurde sie aufgelöst und der Procey brs zur nach- sten Session vertagt. BeVMifHLsH. Frankfurt, 16. Januar. Vor ber Civilkammer des Lanbgertchts gelangte gestern eine EhesÄeidunasklaae zur Verhandlung, rote sie hier wobl noch nicht vorge- kommen fein dürste. Ein Mann von 75 Jahren, der mit seiner 72 Jahre alten Ehefrau in einigen Monaten die goldene Hochzeit gefeiert haben würde, beantragte die Trennung seiner Ehe, weil er unüberroinbliche Abneigung gegen seine Frau habe. Diesem Verlangen liegt folgender Thatbestand zu Grunde. Die Frau hatte aus einem Grund- siücksverkauf 16,000 X eingenommen, die sie selbst ütrroalten wollte. Sie legte das Geld bei einem falltt gewordenen Hülfsverein für Gewerbtreibende an und verlor es bet dem „Krach" desselben bis auf 6000 X. die sie später als Dividende aus der Con- cursmasse erhalten hat. In Folge dieses Verlustes kam es zwischen den beiden Ehegatten zu Zwistigkeiten, welche schließlich dazu führten, daß ber Mann sich freiwillig separirte und dm zweiten Stock des von ihnen bewohnten Hauses bezog, während die Frau im ersten Stocke wohnen blieb. Für die 6000 X, welche letztere aus der Corcursmaffe des Hülfsvereins erhalten hatte, kaufte sie vierprocentige bayerische Staatspaptrre, die sie in einer Schatulle aufbewahrte. Während sie nun ftnt§ Tages in der Markthalle Gemüse verkaufte, wurde die Schatulle erbrochen unv ihrcs Inhalts beraubt. Die Frau lenkte den Verdacht, dies gethan zu haben, sofort auf ihren Mann und erstattete eine darauf bezügliche Anzeige bei ber Polizei, vor welcher ber Mann auch sofort zugestand, daß er die Schatulle erbrochen und deren Inhalt sich angretgnet habe. Da aber Diebstahl zwischen Eheleuten nicht strafbar ist, blieb vie Anzeige ohne Erfolg. Die Frau klagte nun im Civilwege auf Herausgabe des Gelbes. Das war dem Mann doch zu viel und er beantwortete diese Klage mit einer Ehescheidungsklage. Zu einer Versöhnung kam eS gestern noch nicht. Da aber der Gerichtshof eine solche nicht für ausgeschlossen hält, so vertagte er das Urthetl. - Verkäufe und Verpachtungen, Betheiligungen, Stellen-Vakanzen etc. werben nm sichersten durch Annoncen in zweckentsprechenden Zeitungen zur Kenntniß derber Reflektanten gebracht; die einlaufenden Offerten werden den Inserenten rm Original' SS Nähere Auskunft ertheilt die Annoncen-Expedition von Rudolf Mosse, Frankfurt a. M-, Roßmarkt Nr- _ _______________ AcuisHcarrd. Merlin 19 Jannar. Das Abgeordnetenhaus lehnte bei der heute fnrtaeiehtm $erat6un.i bes Antrages Reichensperger die motwirte Tagesordnung sortgcsitztcn ) .5 P ^lffperaer ab. Bei der Berathung des Etfenbayn- Uärte bttMnijer Äo« auf Anfrage, die Fahrpreisermäßigung Ä L powifchm Versammlungen ohne Unterschied uerW bte »uffeb d.rser VeUammluna hätte als solche angesehen werden müffen. Da eme Be- schwerd^ nicht erhoben worden sei, so sei die Sache m Ordnung. Fortsetzung ^Brvwbera, 19. Januar. Der Bankier Szkoln, von J'wwraclaw IetUttV4eXVU?^3a?uftre "Abgeordnete aller Parteien der zweiten Kam- ^"n Ausnaüme der Socialdemokraten - haben den Antrag gestellt, V prfXn noch dem gegenwärtrgen Landtage einen die Regierung zu ersuchen, womog ^ £ welche mit Absicht oder durch Leb n w°nde7nnd R eichen sich in die Lage versetzt .haben, A^°«/!^rworsen *uuQrr,UL Abgssrdnetenkammer. Bei Berathung des der Aba Haus, die Landgerichtsräthe und Oberamts- Är den Bezirksamtmännern im Gehalt gleichzustellen. Der Finanzminister erHinte die Aufbefferung einer einzelnen Beamteu-Kategorre für eine Ungerech- ttakeit anderen aeg nübe? und empfahl die Regierungs-Vorlage, welche eine all- ?meine Auchrfferung bezwecke. Der Antrag Haus wurde daraus in nament- sicher ^sUmmmig^mit ^2^eM 22 hat die Berufung bei ^°m Landgericht bfabenbueg SantrnS gegen den Redacteur pjpnpn B^lLibilluuc! des Majors Stemmann, abgetehnt. , e^ Wdt(drubc, 19. Januar. Staatsminister Turban beantwortete m der heutigen Sitzung der zweiten Kammer die Interpellation Pflüger dahrn: Bisher sei von keiner deutschen Regierung ein Antrag aus Abänderung des D-ahlrechtes, deiond rs auf Aushebung der geheimen Wahl, beim Bundesrathe gestellt worden. D e b«d sK R^ernng sei deshalb noch nicht in die Lage gekommen, zu dieser nehmen In der hieran geknüpften Discussion sprachen sich die Redm/allcr^Parteien für Aufrechterhaltung der geheimen Wahl aus. ®£atinbeim, 19. Januar. Der Vergolder Karl Mlldenberger hier- selbst ist wegen Verdachtes der Mitschuld an dem Dynamit-Attentat un Clesern- hof in Frankfurt a. M. verhaftet worden. Aestcrrerch. Söeftb. 19. Januar. Der oberste Gerichtshof verurtheilte Spanka, Pitely und Berecs wegen Ermordung des Grasen Majlath zum -rode durch den Strang. BekarmtmaKttN«. Die Realschulacldee pro IH. Quartal 1883/84 — Octbr., Novbr., Dezember - können binnen 8 Tagen an den Zahltagen Dienstag, Donnerstag und Samstag noch ohne Kosten bezahlt werden. Gießen, den 18. Januar 1884. Der Realschulkasserechner: Dorothea Dorfeld, B- Decker 1 Be Giessen, den 21. Januar 1884. 524 Adolph Noll, lanilwirlh in Breslau 13 Stan«, Werk- u. Nutzholz. im Alter von 33 Jahren. Im Namen der Hinterbliebenen: Georg Moll und Frau. Engelhardt. 466 462 | E3g=* 9 Tage, -»ja 9 S 28 Bcrantwortliche Redaction: A> Scheyda. - Druck und Verlas der Brühl'schen Drucker-HT^s r. Pietsch) in Gießen. MAM? Rmtr. 56 S & 216 32 75 23 106 Eichen Birken Aspen Nadel & N Eichenstämme mit 64 Fstm. Birkenstämme mit 9,50 Fstm. Nadelstämme mit 46,70 Fstm. Eichenstangen mit 2,10 Fstm. Nadelstangen mit 2,65 Fstm. Die Zusammenkunft ist am Altenberg am Oppenröderfeld. Annerod, am 17. Januar 1884. Großh. Bürgermeisterei Annerod. wird. 4. Dm Grsuc e. WmtS b. ein An kliirung während und zu 3m: machen. Näheres bei dem General-Agenten Ein Lehrling mit den nöthigen Vorkenntnissen auf Ostern gesucht. 478______________PH. Lotz, Lackfabrik. Gestern Abend IIV2 Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden unser guter Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Die Beerdigung findet Dienstag Nachmittag 2 Uhr von der Wohnung (Asterweg 9) aus statt. Holzverfteigerung im Grüninger u. Dors-Giller MarKwatd. Freitag, d. 25. Januar 1884, Vormittags 9V2 Uhr anfangend, soll versteigert werden: Bau-, Werk-, Gruben- und Schnittholz. 177 Eichenstämme von 18 bis 73 Ctm. Durchmesser mit 110 Festm. 284 Kiefern- und Fichtenstämme von 14 bis 42 Ctm. Durchmesser und 6 bis 21 Mtr. Länge mit 70 Festm. 8 Stämme Weißbuchen mit 4 Festm. Die Zusammenkunft ist auf der Kreisstraße von Garbenteich nach Dorf- Gill im Wald. Grüningen, am 18. Januar 1884. Großh. Bürgermeisterei Grüningen. 507 Lei dich. Giessen, Breslau, Neuern in Böhmen, am 18. Januar 1884. Samstag- Abend 10‘/2 Uhr in Folge eines Herzschlages verschieden ist. Um stilles Beileid bitten Bie traaiersB^eai glinterhliebencia Wermietyungen. 451 Zwei kleinere Familien-Logis zu vermiethen und 1. Februar zu beuchen. Ludw. Orth, Neuenbäuen. Aufgebot Auf Antrag der Herren Rechtsanwälte Diery-Metz als Vertreter des Heinrich Kröck II. von Heuchelheim wird dem mit unbekanntem Aufenthaltsort abwesenden Ludwig Kröck von Heuchelheim beziehungsweise den ebenfalls unbekannten Leibeserben desselben aufgegeben, im Termine Freitag den 7. März 1884, Vormittags 11 Ahr oder vorher schriftlich resp. zu Protokoll des Gerichtsschreibers Erklärung über Antretung oder Ausschlagung der ihnen durch den Tod der Daniel Kröck IV. Eheleute inhaltlich der von denselben errichteten letzten Willensordnungen angebotenen Erbschaft abzugeben, als sonst Verzicht mtf^ das Erbrecht unterstellt und die Erbschaft den allein sich gemeldet habenden Erben überlassen werden wird. Gießen, den 7. Januar 1884. Großh. Hess. Amtsgericht Gießen^ _________Gebhardt.______355 Rmtr. 35 4 2 4 «Öanfcouoerts mit FirmeKdruck in Allen Farben und Aualüäten von JL. 2.FO pro mille an und böber empfiehlt Ottmar Hohler, Lindenplatz. 5666 Mest-Anlage Stallung für 2 Pferde, Chaisenremise, Heuboden zu vermiethen. Anthracitkohlen v. Kohlscheid, Braunkohlen v. Hessenbrücker Hammer empfiehlt zu den billigsten Preisen Gg. Unverzagt, Kaplansgasse am Kreuz. Holz-Versteigerung. Donnerstag. 2A. Januar er., von Vormittags 9 Uhr an, soll im Anneröder Gemeindewald. in den Distrikten Wolfskaute und Altenberg nachverzeichnetes Holz versteigert werden, als: Brennholz. Scheith. Kniippelh. Stockh. Ne^sh. 15 580 Nmtr. Wellen. 38 1300 — 350 Am Verl detz Drbtni vom Her Weise bego maufgenommene Die am preußischen A iu der lleberroeifi Hrt. Der Gesai fiand für bie geqe: toe Partei mit t Ae wurden w 'Eugene Aushebur Bonden liberalen Di-Hgj Steutrbtrector B» ®hierten * Miet » Wä ergeben. « öteuer.Mtfottt Kontigentirum ? Eungen die, fff7 Agg Ä «ir ^ter, QtIe K.S «* 6r»Gtte®*M(«re[ SÄ’ chvse kviirdi Mit den neuen Schnelldampfern des Norddeutschen Lloyd kann man die Reise von Bremen nach Amerika tu 9 Tagen Tannenholz I. Qualität h Mtr. 7 h „ ä Ctr. , 1 2® Buchenholz I. Qualität ä Ctr ' 1'20 liefere von 10 Ctr. an frei ins Haus ' Steinkohlen, gew. mel. Nußkohlen, gew. I. u. II. Stückkohlen, Näheres in der Exped. d. Bl.___ 464 Eine Wohnung von 2 Zimmern, Küche, Bodenraum, Gartenantheil nebst Zubehör, Nähe des Bahnhofes, zu vermiethen. JeilgeöoLenes. Ein vollständiges Schmiedehand- werkszeug, ein großer Schleifstein, ein Paralell- und mehrere andere Schraubstöcke, verschiedene Schlofser- werkzeuge, eine englische Dresch- W