[n.’jw n^yod). pj ff ,°n- a ^'Wtr 7^ 7, KLALK 1SS»U ' "'SL»> W 11, u g. ' ■S^^rbduie"ist ~ !Mr, m1?»" 1 ’ttmictta. 3101 »ZLK BZc ita? LZr?L -^WeWssell. .3affSNiu7tni aus foiort zu oer- 3l»«y?ürfipia^ immer tu oermictben. -^-3W Mainz. mobL ZiminerU __Neuenweg 31^ tlen e, ? Maniardenlogis lhofztraßc 58. PH. Ltrack. e Anzeigen. llte Wärterin, welcher ■lur Verfügung stehen, ivcknerinnen u- Kranke. >er Exped. d. Bl. icker k unter Wrog igung gefudjt. int, i5djn/jf!!! 11,1,1!MII rwiMHiiiroiffBTEan»ngaM£«re8a>g3a»tgngMMBaMMaaMmBMMBMM»aMMMMai»p^M«MMwnMaMMMM»MnnMOMn—j Aeutschland. Darmstadt, 18. October. Das Staatsministerium hat im Lause dieser Woche mehrere Sitzungen gehalten, welche dem Abschlüsse des in den einzelnen Ministerien vorberathenen Hauptvoranschlags der Staats-Einnahmen und Ausgaben für die Vudgetperiode 1885—88 gewidmet waren. Die bezüglichen Be- rathungen wurden gestern zu Ende geführt und haben, wie wir mitzutheilen in der Lage sind, einen durchaus befriedigenden Stand der Finanzen des Großher- zogthums ergeben. (Darmst. Ztg.) Baden-Baden, 18. October. S?. Majestät der Kaiser hatte heute Vormittag die Vorträge des Militär« und Cioilkabineis und des Vertreters des auswärtigen Amtes, Wirkt. Geh. LegastonSrathS v. Bülow entgegengenommen. Hierauf erschienen in den Gemächern Ihrer Majestät der Kaiserin die Grotzherzoglich badischen Herrschaften, um ihre Glückwünsche zum Geburtstag Sr. K. K. Hoheit des Kronprinzen darzubringen. Heute Abend 6 Uhr fand zu Ehren Sr. K. K. Hoheit des Kronprinzen bet Ihren Majestäten Gala-Familientafel und im Mesmer'schen Hause große MarschallStafel statt. An der ersteren nahmen außer Ihren Majestäten der Großherzog, die Großherzogin und der Erbgroßherzog von Baden, der Großherzog und die Großherzogin von Mecklenburg-Schwerin, die Herzogin von Hamilton, der Graf und die Gräfin von Trani, der Fürst und die Prinzessin von Fürftenberg Theil. An der MarschallStafel speisten die Hofstaaten des Kaisers und der Kaiserin, sowie der Großherzoglich badischen und der Großherzogltch mecklenburgischen Herrschaften. Heute Abend findet Familien- thee bet Ihrer Majestät der Kaiserin statt. Berlin, 18. Octobrr. Der Hof legt anläßlich des Ablebens des Landgrafen von Hessen von morgen an eine lOtägige Trauer an. — Eine köntgl. CabinetSocdre vom 16. bs. bestimmt, daß die Officiere deS Thüringischen Ulanenregtments Nr. 6 zu Ehren ihres verewigten ChefS, des Landgrafen von Hessen, 7 Tage Trauer, Flor am Arme, anzulegen haben. Breslau, 18. October. Der Todeskampf des Herzogs von Braunschweig währte fett gestern Nachmittag 4 Uhr. Die letzten Worte des Herzogs waren: „Braunschweig, mein Braunschweig!" Allen Beamten und der ganzen in Stbyllenort anwesenden Dienerschaft wurde gestern der fällige Gehalt ausbezahlt, weil nach dem Eintritt des Todes die Tresors bis zur endgtlttgen Regultrung ' der Erbfolge versiegelt werden. — Die Beifitzung drs Herzogs erfolgt in der Braunschweiger Dom-Familiengruft. Der Obrrpräsident von Schlesien, v. Seydewitz, ist in Begleitung mehrerer .preußischen höheren Beamten tn Oels etngetroffeu und hat die Verwaltung deü Kameral- amtes deS Fürstenthums OelS übernommen. Brarrirschweig, 18. October. Soeben ist folgende Proklamation angeschlagen: An die Bewohner des Herzogthums Braunschweig! Nach dem unbeerbten Htnscheiden des Herzogs WUhrlm hat das deutsche Reich vermöge des BundeSvertragS von 1867 und der Reichsverfassung die Frage zu prüfen, wer dem verstorbenen Herzog als Retchs- grnosse und Landesherr tn Braunschweig folgen wird. Die verbündeten Regierungen werden zunächst im Bundesrathe über die Legitimation der Vertretung Braunschweigs in demselben zu entscheiden haben. Bis zur erfolgten Entscheidung wird der Kaiser auf Grund des Bundesvertrags und der Art. 11 und 17 der ReichSvrrfassung darüber wachen, daß der rechtmäßigen Erledigung der Thronfolge nicht vorgegriffen und daß die an der Person deS Herzogs haftenden militärischen Reseroatrechte sichergestellt werden. Zu diesem Zwecke und im Hinblick auf den Art. 4, Nr. 3 und 4 des braunschweigischen Gesetzes vom 16- Februar 1867 hat der Kaiser mir den Oberdefehl über die tn dem Herzogthume stehenden Truppen übertragen. Ich Hobe denselben übernommen und fordere die Bewohner des Herzogthums im Namen des Kaisers auf, der Entscheidung des Reichs tn dem Vertrauen entgegenzusehen, daß die Rechte und die Zukunft ihres Landes unter dem Schutze des Reiches und der Verfassung stehen. Braunschweig, den 18. October 1884. Frhr. v. Hilgers, Generalmajor, Eommandeur der 40. Jnfaatertebrigade. — Von den „Anzeigen" wird der Tod des Herzogs durch ein von den Mitgliedern des Staatsmtnisteriums unterzeichnetes amtliches Extrablatt gemeldet. — Ein zweites amtliches Extrablatt ist erlassen vom Regentschaftsrath für das Herzogthum Braunschweig. Derselbe besteht aus dem Grafen Götz-Weisberg, Staatsminister, dem Dr. jur. Wirklichen Gehetmerath von Veltheim (Landtagspräsident), Dr. Schmid (Oberlandesgerichtspräsident) Das Extrablatt lautet: „Da tn Folge des heute in Srbyllenort erfolgten Ablebens des Herzogs der tn dcn 88 1 und 2 des G s tzes Nr. 3 vom 16. Februar 1879, die provisorische Ordnung der Regierungs- Verhältnisse bet der Thronerledigung betreffend, vorgeschene Fall nach Ansicht des Herzog!. Staatsministeriums vorltegt, hat dasselbe nach Vorschrift des Absatzes 1 des $ 3 gedachten Gesetzes die gesetzlich destgnirten Mitglieder deS Regentschaftsraths behufs Constttutrung des letzteren einberufen und haben alsdann sämmtlicke Mttglieder nach gepflogener Berathung sich einstimmig für die Constttutrung deS Regentschafts- roths tm vorliegenden Falle erklärt. Da kraft des zweiten Absatzes des 8 3 gedachten Gesetzes der RegenschafiSrath als constttuirt gilt, wird die erfolgte Constttutrung nach Maßgabe des dritten Absatzes des 8 3 des mehrgenannten Gesetzes mtt dem Bemerken zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der R-gentschaftsraty die provisorische Regierung des Landes nach Maßgabe des Gesetzes führen wird. Die Landesversamm- lung wird behufs verfassungsmäßiger Mitwirkung bezüglich der durch die obwaltenden Umstände etwa weiter gebotenen Schritte unverzüglich etnberufen werden. — Die Stimmung ist erregt, ernst, aber ruhig. Es machte Aufsehen, daß die Proklamation des preußischen Commanbanten früher gekommen, als alle osfictellen Proklamationen erwartet wurden. ES geht das Gerücht, es werde irgend welche Kundgebung Cumberlands erfolgen. Elberfeld, 18. October. Die „Elberf. Ztg." meldet ein in vergangener Nacht ia Hagen stattgefundenes Brandunglück, wobei 6 Personen umkamen. Lübeck, 18. October. In Gegenwart des Staatssecretärs^Dr. Stephan, des Senats und der Spitzen der Behörden wurde heute das neue Postgebüude eingeweiht. Am Schluffe der Feier brachte der Bürgermeister von Lübeck ein Hoch auf den Fürsten Bismarck und der Oberpost-Director von Hamburg, Dr. Petersen, ein Hoch auf den Staatssecretär Dr. Stephan aus. Osnabrück, 18. October. Der Strike der Bergleute aus dem städtischen Kohlenbergwerke Piesberg ist beendet; Montag soll die Arbeit wieder ausgenommen werden. Oesterreich. Pesth, 18. October. Anläßlich mehrerer Mißbräuche, welche bei der hiestgen Polizei vorgekommen sind, verfügte der Minister des Innern die Suspen- dirung einiger Polizeibeamten und ordnete eine Disciplinar-llntersuchung gegen dieselben und Ueberweifung der Akten an das Criminalgericht an. Nekgien. Brüssel, 18. October. „Mouvement G.'ograph'que" thetlt mit, daß die Expedition, welche unter Führung des Lieutenants Deltzte von Loango abgegangen war, um die Mission Brazza's in Stanley Pool neu zu verproviamiren, an den Ufern des Loudima-SeeS von ihren 200 Trägern verlassen worden sei. Dieselbe sei am 18. Jult tn der der internationalen Gesellschaft gehörenden Station Manyange am Congo e!n- getroffen, um sich von Neuem auszurüsten. Antwerpen, 18. October. In Folge der von Janson bei den Socialisten erfolgten Schritte ziehen diese die Antwerpener Candtd^turen zu Gunsten der Liberalen zurück. Zwei Eskadrons Lanciers sind eingetroffen. An die Artillerie und Gensdarmerte. welche durch etnberufene Bürgergarde verstärkt worden, ist scharfe Munition auS- gegeden. England. London, 17. Octoder. In Lacrosse, Wisconsin, hat sich zufolge einem Telegramm der „Times" aus Philadelphia eins politische Tragödie abgespielt: ein lüder- licher Mensq Namentz Mitchell schoß auf den Präsidenten des republikanischen Clubs, Francis Burton, während derselbe einen Fackelzug arrangirte. Mitchell wurde in das Gefängntß abgeführt, allein der Mob schlug die Thüren desselben ein und hängte Mitchell auf. Liverpool, 18. Ociober. Der wegen Besitzes einer Quantität Dynamit verhaftete Ungar, Onda Howaneer, wurde heute vor daS Poltzetgertcht gestellt. Er leugnete, irgendwelche verbrecherische Absicht gehabt zu haben. Die Verhandlung wurde auf 8 Tage vertagt. Gibraltar, 18. October. Der „Kedar" ist wieder flott gemacht und hier angekommen. Statten. Neapel, 18. October. Der neue Dampfer der deutschen zoologischen Station ist glücklich vom Stapel gelaufen. Türkei. Konstantinopel, 18. October. Der Sultan bestätigte die Ernennung Joachim's iv. zum ökumenischen Patriarchen. Er empfängt denselben am Montag. Asten. Teheran, 18. October. Die deutsche Gesandtschaft ist heute Morgen hier eingetroffen. Zum feierlichen Empfang derselben hatte die persische Regierung auf allen Stationen zwischen dem kaspischen Meere und Teheran große Vorbereitungen getroffen. Der Schah hat eines seiner Palais den Mitgliedern der Gesandtschaft zur Verfügung gestellt. TelMaphischr Depeschm. Wolff'A teleg«» TorrrfpondE-Bvrears. Braunschweig, 19. October. Die „Amtlichen Anzeigen" bringen fol- gende Publikation des Regentschaftsraths für das Herzogthum Braunschweig: „Nachdem in Folge des Ablebens Sr. Hoheit des Hochseligen Herrn Herzogs Wilhelm die provisorische Regierung des Landes durch den Negentschastsrath auf Grund des Gesetzes vom 16. Februar 1879 Nr. 3 eingetreten ist, geht die Staatsverwaltung innerhalb der durch die Stellung des Herzogthums in und zum Reiche und der durch das allegirte Gesetz gezogenen Schranken fortan und bis auf Weiteres nach Maßgabe der Verfaffung vom Regentschaftsraths aus und steht unter dessen Oberaufsicht. Ebenso steht dem Negentschaftsrathe die Ausübung der evangelischen Kirchengewalt und die Handhabung der Kirchen- Hoheit zu. Indem der Negentschastsrath die Bewohner des Landes hierauf nochmals hinweist, giebt derselbe insbesondere allen Staats- und Gemeinde* in Fatinitza- Sonntag den 26. October; Der Salontyroler. Montag den 27. October: war, zumal die vorzüglichen Gesangsleistungen des Vereins, abwechselnd mit Reden und humoristischen Vorträgen, ihre Wirkungen nicht verfehlten. Insbesondere fand die Rede eines Gastes, in welcher derselbe die Schäden der sogen. Kneipoeretne hervorhob und betonte, daß es Pflicht eines jeden es mit unserer Jugend ehrlich meinenden Menschen sei, den Knetpvereinen entgegenzuwicken und die Jugend zu den Gesang-, Turn- und sonstigen ideale Zwecke verfolgenden Vereinen heranzuziehen, allgemeine Zustimmung. _____ Univerfitäts- Chronik. Berlin, 15. October: Auf der Universität fand heute die feierliche Rectors- Uebcrgabe statt-', welche nach einleitendem Gesänge des akademischen Gesangvereins der schadende Rector, Professor Dr. Adolf Kirchhoff, mit der Erstattung deS Jahresberichts eröffnet. Nachdem er über die Lutherfeier der Universität am 9. November v. I., die Thcllnahme derselben an der dritten JahrhundertSfeier der Umverfität Edinburg, an den Jubelfeierlichkeitkn der Universitäten Bern und Kiew, sowie au dem Doctorjubel- f.st des Geh. Ober-RegierungsrathS Dr. Msx Duncker, über die eingegangenen Vermächtnisse, die Abstellung der Hörsäle-Noth berichtet hatte, bemerkte er, daß die Universität noch nie in einem Jahre den Verlust so vieler hervorragenden Lehrer zu beklagen gehabt hätte, wobei er die Namen Reichert, Müllenhoff, Droysen, Dörner, Lepsius nannte. Dann kam er zu den Versetzungen und Beförderungen der Universitäts- Uhrer, und als er sagte: „Schließlich hat sich der Herr Minister veranlaßt gesehen, den Herrn Dr. Schwenninger zum außerordentlichen Professor in der medicinischen Fakultät zu ernennen", ging allgemeine Heiterkeit durch den ganzen großen Hörsaal. Nachdem der neue Rector, Geh. Justizrath Prof. vr. Dernburg, den Eid (in lateinischer Sprache) geleistet und die Amtszeichen übernommen hatte, hielt er seine Antrittsrede, in welcher er an den Jahrestag der Geburt weiland Königs Friedrich Wilhelms IV., des hochbegabten, für die deutsche Einheit fühlenden Fürsten, erinnerte und dann an die Stelle einer Rede anknüpfte, die Beseler gerade vor dreißig Jahren in Greifswald gehalten. Das, waS dieser damals ersehnte, das deutsche Reich, ist jetzt erstanden und die Aufgabe, den Ausbau nach allen Setten hin zu bewirken, wobei der Rechtswissenschaft ein reiches Feld eröffnet sei. Im weiteren Verlaufe erörterte er die Bedeutung der heutigen Rechtswissenschaft für den Staat, die von ihr zu erstrebenden Ziele und die anznwendenden Mittel. Mit einer Lobeserhebung in Bezug auf Beseler schloß die Dtcbe. Hüttenb esitzer. Im Abonnement A (für den ausgefallenen Freitag): Theater. —d. Gießen, 20. October. Die am Freitag zum ersten Male gespielte Gesangs-Posse „Ein gemachter Mann" wurde gestern wiederholt; das Haus war sehr gut besetzt. Beide Aufführungen warm gut; besonders muß anerkannt werden, daß man sich bemüht, in Spiel und Ausdruck immer daS richtige Maß zu halten. Wer weiß, wie sehr oft durch drastische Uebertreibungen u. s. w. die Berliner Posse entstellt und erniedrigt wird, der versteht, was wir mit diesem Lobe sagen wollen. Herr Voigt (Rentier Pasewalk) wurde schon bei seinem Auftritt mit Beifall empfangen; sein Spiel war sehr gut, namentlich verstand er e8, die Zuschauer durch sein ergötzliches Mtnenspiel in andauernder Heiterkeit zu erhalten. Eine würdige Partnerin hat Herr Voigt in Fräulein Sommer (Toni Sendler); die lustige, fesche, übermütige Berlinerin wurde von ihr vorzüglich wiedergegeben; wir erinnern nur an die drollige Scene, in der sie sich dem Baron von Elmenhorst als dumme Gans präsentirt. Den gesanglichen Anforderungen, die an eine erste Soubrette gestellt werden, genügt Fräulein Sommer vollkommen und bet Beifall, den ihre Lieder fanden, galt nicht am wenigsten ihrer hübschen Stimme. Fräulein A. Eng (ElsePasewalk) spielte und sang recht gut; ihr Vogel-Couplet fand vielen Beifall. Eine sehr ansprechende Leistung bot der jugendliche Künstler Herr Halm (Maler Wallberg); seine Darstellung der schüchtern-scheum Spreewälderin auf dem KÜnftlerfefte war recht gelungen. Daß in einer Berliner Posse das Dienstmädchen nicht fehlt, ist selbstverständlich; diesmal war cs Frau Voigt, die als dralle, zum Horchen stets bereite und mit der Tochter conspirirende Küchenfee sich rasch den Beifall deS Publikums eroberte. Die Nebenrollen waren sämmtlich in guten Händen. Die Couplets waren recht gut und wurden sehr beifällig ausgenommen; Frau Voigt sang entschieden besser als am Freitag, wo ihre Aussprache etwas zu wünschen übrig ließ. Herr Voigt als Regisseur bewies uns besonders durch das Künstlerfest, welche Effecte sich durch Energie und Umsicht auch auf einer kleinen Bühne erreichen lassen. Schwarz und Weiß seidener Atlas Mk. 1.25 Pf. per Dteter bis Mk. 16. 80 Pf. (in je 18 verschied. Qual.) versendet in einzelnen Roben und ganzen Stücken zollfrei in's Haus das Seiden-Fabrik-Däpöt von 6. Henneberg (König!. Hoflieferant) in Zürich. Muster umgehend. Briefe kosten 20 H Porto nach der Schweiz. 6901 Schiffs nachrichten. Bremen, 18. October. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampser Werra, Copt. I. Barre, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 8. October von Bremen und am 9. October von Southampton abgegangen war, ist gestern 6 Uhr Abends wohlbehalten in Newyork angekommen. Literarisches. Zu den HÜlfesuchenden, welche die Kliniken sreguentiren oder in private ärztliche Behandlung gebracht werden, stellen erfahrungsmäßig die skrophulösen Kinder mit ihren fungösen Knochen- und Gelenk-Leiden das größte Contingent. Wollte man den Aeltern dieser Kinder jedesmal alle die Rathschläge mündlich mit auf den Weg geben, welche zur Bekämpfung der Skrophulose zu ertheilen sind, so würde eS nicht möglich sein, den (Strom der Kranken in absehbarer Zeit zu bewältigen. Und doch sind die Raihschläge ebenso wichtig, ja oftmals noch wichtiger als das Recept, welches den Leidenden verschrieben, oder die kleine Operation, die an ihnen vollzogen wird. Zudem ist eS eine alte Erfahrung, daß das gesprochene Wort, wen» es nicht gar mißverstanden wird, leicht in Vergessenheit geräth. Um diesem Uebelstand abzuyelfen und eS zu ermöglichen einerseits rasch zu handeln und zu rathen, anderseits gründlich zu belehren, hat Professor Dr. Esmarch in Kiel ein fliegendes Blatt drucken lassen, das den Titel führt: .Rathschläge für die Rettern strophulöser Kinder". (Verlag von LtpsiuS & Tischer in Kiel ) Dasselbe gibt in kurzen, bündigen klaren Worten eine erschöpfende Belehrung für die Heilung der Skrophulose und ist demselben die weiteste Verbreitung zu wünschen, namentlich auch durch Vertheilung seitens der Aerzte an ihre Patienten. Der Preis ist nur 20 H. Zu beziehen ist die Schrift durch jede Buchhandlung oder gegen Einsendung von 25 H in Brirfmarkm direct von der Verlagsbuchhandlung von Ltpstus & Tischer in Kiel. Eingesandt. Gießen, 20. October. Vorgestern Abend feierte der Gesangverein „Harmonie" in den Räumen der Restauration Grün sein 38jährigeS Stiftungsfest. Der Verein, von feinen Mitgliedern zahlreich vertreten, hatte mehrere Freunde des Gesanges zu seinem Feste eivgeladen. Es konnte daher nicht auSbletben, daß die Stimmung des Abends eine sehr antmirte Dienstag den 21.October: Zum ersten Male: Ehrenschulden. Trauerspiel in 1 Akt von Paul Hcyse. Hierauf: Im Bunde der Dritte. Zum Schluß: Zum ersten Male: Unter Brüdern. Lustspiel in 1 Akt von P. Heyst. Mittwoch den 22. October: Zum ersten Male wiederholt: Ehrenschulden. Im Bunde der Dritte. Zum ersten Male wiederholt: Unter Brüdern. Donnerstag den 23. October geschloffen. Freitag den 24. October: Harold. Samstag den 25. October Ä n “ *r,1‘ *“ Mepertuir der vereinigten Stadttheater?u Frankfurt a. M. Opernhaus. Dienstag den 21. October: Vorletztes Gastspiel von Frau Therese Vogl und Herrn Heinrich Vogl. Zum dritten und letzten Male: Tristan und Isolde. (Tristan: Herr H. Vogl- Isolde: Frau Th. Vogl). Im Abonnement. Große Preise. Mittwoch den 22. October geschlossen. Donnerstag den 23. October: Letztes Gastspiel von Frau Therese und Herrn Heinrich Vogl- Tannhäuser. (Tannhäuser: Herr Vogl. Elisabeth: Frau Vogl.) Im Abonnement. Große Preise. Freitag den 24. October geschlossen. SamStag den 25. October: Carmen. Sonntag den 26. October: Martha. Schauspielhaus. Vermischtes. — sStärke der deutschen Garnisonen.) Berlin hat eine Garnison von 18,179, Metz 14,710, Straßburg 9478, Köln mit Deutz 7925, Mainz 7823, Königsberg 7051, Coblenz 6667, Potsdam 6462, Magdeburg 6446, Danzig 5022. Hannover 5990, Posen 5873, Ulm 5424, Breslau 5233, Spandau 4665, Stettin 4565, Neisse 4498, Rastatt 4213, Wesel 4130, Trier 4044, Ludwigsburg 3977, Frankfurt a. d. O. 3962, Karlsruhe 3911, Stuttgart 3517, Thorn 3362, Brandenburg 3321, Kassel 3347, Bromberg 3285, Darmstadt 3192, Altona mit Hamburg 3026, Münster 2946, Glogau 2934, Düsseldorf 2888, Torgau 2758, Erfurt 2733, Minden 2500, Oldenburg 2487, Diedenhofen 2473, MÜblhausen i. E- 2242, Graudenz 2197, Frankfurt a. M. 2194, KÜstrin 2131, Schwerin 2096, Saarlouis 2089, Wittenberg 2052, Celle 2046 Köpfe. Deutschland, außer Bayern und Sachsen, besitzt im Ganzen 298 Garnisonen. Die 46 am stärksten mit Truppen belegten Garnisonsorte haben wir oben aufgeführt, alle anderen 242 Orte haben eine Garnison von weniger als 2000 Mann. Chrtstiania, 14. October. Die Hälfte der Stadt Holmestrand ist in Asche gelegt. Die Localttäten der Holmestrands-, sowie auch der Botna-Sparbank sind nieder- gebrannt, während Bücher, Werthpapiere und Gelder dieser Banken gerettet sein sollen. Der feuerfeste Keller der HolmestrandS-Sparbank, wo alle Werthobjecte aufbewahrt wutbin, hat sich als wirklich feuerfest erwiesen. Während die Häuser ringsumher in Asche liegen, verwahrt der Keller seinen werthvollen Inhalt unbeschädigt. Verschiedene Versicherungsgesellschaften sind mit 450,000 Kr. beteiligt. — Vor einigen Tagen entstand in einer neuen Gemeindeschule der Vorstadt Sofienberg eine arge Panik unter den Kindern, als beim Anzünden einer Gaslompe eine Explosion entstand. Der starke Knall, erzählt das „Berl. T ", sowie das von den Kindern (Mädchen im Atter von 7-9 Jahren) erhobene Geschrei pflanzte sich mit Windeseile von Zimmer zu Zimmer in der Mädchenschule fort. Bevor die Lehrerin, die mehrere Sekunden von dem Lichtschein der Explosion völlig geblendet war, von dem beim Anzünden benutzten Trittbrett herabsteigen konnte, waren die Kinder schon aus der Schulftube hinauSgestürzt. Beim ersten Angstschrei strömten auch die Kinder aus den Übrigen Zimmern hinaus, wo die Lehrerinnen ebenfalls damit btschäfttgt waren, das GaS anzuzünden, so daß sie nicht dir erregte Kinderschaar rechtzeitig zurückzuhalten vermochten. Am Ausgange deS ersten Stockwerkes bildete sich nun, indem einige Kinder fielen, ein schrecklicher Knäuel, so daß schließlich einige Hundert Kinder dort aufeinander gehäuft lagen. Durch die unermüdliche Arbeit von Seiten der Lehrer und Lehrerinnen gelang es im Laufe einer guten halben Stunde, sämmtliche Kinder zu reiten. Die unten Liegenden, darunter auch eine Lehrerin, die von dem Kinderschwarm umgerissen worden, waren halb erstickt und bewußtlos; sie erholten sich jedoch bald wieder unter der Behandlung der herbei« gerufenen Aerzte. Soweit bisher bekannt, ist Niemand ernstlich beschädigt worben. Dos Lehrerpersonal zeigte große Geistesgegenwart und dieser allein ist es zu verdanken, daß eine furchtbare Katastrophe verhütet wurde, denn e8 befanden sich fast 800 Kinder im Schulhause. Die ganze Knabenabtheilung wurde in vollkommener Ruhe und Ordnung geräumt, wie auch mehrere Mädchenklassen, indem die Lehrerinnen unverweilt die Thüren abschlossen und auf diese Weise die Kinder verhinderten, das Gedränge und die Verwirrung an der Treppe zu vermehren. Kirchliche Anzeigen der evsngel. Gemeinde. Heute, Montag, Abend 8 Uhr Bibelstunde in der Kleinkinderschule, Apostel- gesch. Kap. 14, von Vers 19 an. Pfarrer Dr. Nauman n. behörden und Instituten, sowie den in deren Diensten Angestellten, desgleichen den kirchlichen Organen und Dienern gegenüber, vertrauend auf deren stets bewährte Pflichttreue, der zuversichtlichen Erwartung Ausdruck, daß sie in unveränderter Fortführung ihrer Pflichten und Befugnisse dafür Sorge tragen werden, den Geist des Gehorsams gegen das Gesetz, der Ordnung im Staats- und Kir- cbenwesen, welcher in der länger als 25jährigen segensreichen Regierung unseres teueren Hochseligen Landesherrn nie gewichen, in gleicher Weise während der bevorstehenden Übergangszeit mit allem Ernst und Nachdruck unverbrüchlich aufrecht zu erhalten und sich als feste Stützen des die provisorische Regierung führenden Regentschaftsrathes zum Heile des Landes und seiner Bewohner zu bewahren." Zugleich bringt der Regentschastsrath den bereits mttgetheilten Erlaß des General-Major Freiherrn v. Hilgers an die Bewohner des Herzog- thums Braunschweig auch im amtlichen Blatte mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntniß, daß die dem § 4 Nr. 3 und 4 des Landesgejetzes vom 16. Februar 1879 entsprechenden Ersuchen an Se. Maj. den Kaiser bereits vor Veröffentlichung des Erlaffes vom Regentschastsrathe beschlossen waren, und daß inzwischen ein dieselben enthaltendes an Se. Maj. den Kaiser gerichtetes Schreiben des Regentschaftsrathes Sr. Durchlaucht, dem Fürsten Reichskanzler, mit dem Ersuchen, das Schreiben Sr. Maj. dem Kaiser zu unterbreiten, über* fQnÖt Braunschweig, 19. October. Die Leiche des Herzog« wird voranSsichtlicht am Mittwoch Abend hier eintreffen und alsbald nach dem Residenzschlosse übergeführt werden, woselbst die feierliche Ausstellung ftattfindet. Die Landestrauer ist auf die Dauer von 2 Monaten angeordnet worden. Breslau, 19. October. Die „Schl. Ztg." theilt mit, daß gestern Mittag der OberprSsident v. Seydewitz und der Regierungspräsident Freiherr Juncker von Oben Gonnut auf dem Schlöffe zu OelS erschienen seien. Der OberprSsident habe dort den Beamten der Herzoglichen Kammer erklärt, daß er von dem Minister des Innern den Auftrag erhalten habe, Namens Sr. Majestät des König« und Sr. K. K. Hoheit des Kronprinzen von dem gefammten Herzoglichen Grundbesitz, feudalen und allodialen, Besitz zu ergreifen; der Oderprüsident habe sodann die Verwaltung übernommen. Kairo, 19. October. DaS Gerücht von einem Bericht Northbrook's über die egypiifchen Angelegenheiten an die englische Regierung wird von maßgebender Seite mit dem Bemerken dementirt, daß der Bericht noch nicht abgefaßt und sobald er sert ggestellt fei, doch nicht vor der Wiederankunst Northbrook's in England veröffentlicht würde. Handel und Verkehr. Grünberg, 18. October. (Fruchtpresse.) Weizen X 17.10, Korn X 16.10, Gerste X 14.30, Hafer X 12.80, Erbsen X 16.20, Linsen X 00.00, Lein X 00.00, Samen X 22.30, Kartoffeln X 0.00, Wicken 0.00. Frankfurt, 18. October. Auf dem heutigen Martt kostete der Centner Heu X 2.55-3.30, Stroh X 1.90—2.20, Eier das Hundert 5 40—6.00, Butter 1. Qualität X 1.15, 2. Qualität X 1.30, Kartoffeln per Centner X 1.75—2.00, Kohlrabi 3-4 H pr- St-, Erbsen 100 Kg. 24.00—32.00 X, Rothkrant pr. St. 10—20 H, Poularden X 0—0, Huhn X 1.00—2.00, 1 Ente X 2.00—2.70, 1 Taube 40—60 H, Habn X 1.90—2.00, Gans X 4—7.00, Welsche X 5.00-8.00 ____ »x i yt rt i pract. Arzt in Frankfurt a.M., früher Assist. Ilr UlPfl H iT^nSCh. Prof. Ricord’s, Paris,-heilt rasch, gründl. u. . Vis lUCUe 11« UVIlöVH, ohne grosse Kosten alle Nerven-, Frauen-, 2142 Haut- u. Geschlechtskrankheiten (Syphilis) nach eigener Methode. Sprechstunden 10—1 und 3—b. Stiftßtr.iase 22 I. Auswärts brieflich. (55 N Ä ftmglWU6 »nd * $i6 Statt < - ~t Kat>U w »# BiBhmr w üSabll® jrittet «»hl und der u Kaflansgasfe TeuMM Wollengasse. Wadll> Vorsteher - Lüdeking- Werter Wad des Kreuzt Sand- und gasse, der straße, Hai an der ha Wahl Stadtveror Fünfter Wa der WM des Lchaes w verordneter Gießen Die Lieserur pflasiersteiner Gießen sollössei Verhandlung Vormittags 111 Lieferungsbedi Preise von 0,5. Königliche Eisen Mn Die Pflaster-1 arbeiten beim : Wetzlar, einsch alien, veranschla 1344,99, sc öffentlichen Anbiet und ist dazu Tert Mittwoch -e . Vormittag uus dem GesM Kranz j zuW rooielb y und sMmn Mettingen vor' Frankfurt (# $er Kaiserlich Geheinr ———He! -Eillwoch ‘»«4r ««< öd« in ?t|Da(e ^phnlosrv KtvderM Wollte man btu ? ®it auf den Weg id. so würde es niiti bemälttflen. Unbbci 18 baS Recept, welches 1 ihnen vollzogen wird «nu es nicht gar < "stand abzuhelfen und anderseits gründlich,u latt drucken lassen, das er Kinders. (M, SM klaren Worten eine i demselbm die wettesie itenS der Aerzte an ihre hrift durch jede Sch rtct von der Beriah !!• 6 D-y! WZ '^ettr gest?n^ re Qi * 8 ,eUt werden ""den, gQ|{ U,eNtDaIt) sA ,fl4t«toÄA Jrau 58oi0t fana Aschen flbitgffl siikrfest, welche e-chen laflen "Ö ] Dn Postdampser :imtn, welcher am on nbgeWgerr war, 17.10, Korn JL M 00.00, Lein X 00.00, stete der Centner fyo X 5 40-6.00, Butter Kirtner Jk 1.75-2-00, itrautpr.6110-20^ lO, 1 Taube 40-60 H ■tanhfurt i. M- Fr°° WÄlt -r,.sss , Mk. 1.23 Pi ) oerfenbet in ein* :T6n6ti>on E.Henneiefi foftrn 20 $»tto * S n früher AisiBt riich, grünfll. °* Ken en-, Freuen-, g. sprecbetunden BekanntMachnng. 6893 ' Wahllokal: Schulhaus in der Neustadt. Wahlvorsteher: Stadtverordneter Scheel, Stellvertreter: Stadtverordn. Aug. Noll, fünfter Wahlberirk: Die Bewohner der Ludwigs- und Bahnhofstraße, ® * der West-Anlage, Frankfurter-, Alice- und Liebigstraße, des Rregelpfads, be§ ßcibacftcrncriucaö, bet Wilhelmstraße unb etn ben Bahnhöfen. Wahllokal: Altes Rathhaus. Wahlvorsteher: Stabt- verorbneter Gail, Stellvertreter: Stabtverorbneter Wortmann. Gießen, ben 18. October 1884. . Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. Es n*:b hiermit zur allgemeinen Kenntniß gebracht, baß bie ^bahlen iiitii 9tcid)öt; in Leinenstoff: Bett- und Bürstentafchen,)Deckchen, Handtücher und Tifchläufer ?c- in großer Auswahl- K9v8 CONDENSED BEER im Vaccuum condensirtes englisches Porterbier aus reinem englischen Porter allein dargestellt von der Concentrated Produce Company London. Zu haben in allen grösseren Apotheken p. Fl. 90 Pf 6892 Damen- und Miidchcn-MMe, garnirt und ungarnirt, in großer Auswahl, zu billigen Preisen, empfiehlt 6698 1 1 Uhr, vom Sterbehaus (Tiefenweg 18) aus. 6904 Statt besonderer Anzeige die traurige Mittheilung, daß am Sonntag Morgen V21 Uhr nach langem schwerem Leiden unser unvergeßlicher Vater, Schwiegervater und Großvater Herr Oelonom Konrad Rinn im Alter von 71 Jahren sanft dem Herrn entschlafen ist. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Dienstag Nachmittag 2 Uhr vom Sterbehaufe (Mühlgasse 37) aus statt. 6909 Gestern Abend 51/2 Uhr verschied sanft nach längerem Leiden B| unsere liebe Schwiegermutter und Großmutter Frau Elise Wirchow 1 im 66. Lebensjahre, was wir allen Freunden und Bekannten hiermit W mittheilen. SS Gießen, den 20. October 1884. Die trauernden Hinterbliebenen. ■ Die Beerdigung findet statt Dienstag den 21. October, Mittags a Ich vertreibe statten und Mäuse, Schwaben, Heimchen u.Wanzen unter Garantie. Bestellungen werden angenommen im Gasthaus zum „Darmstädter Haus". 6803 5N. Reis, Kammerjäger. 6648 Ein tüchtiges braves Mädchens welches in allen häuslichen Arbeiten he- Pelzwaarerr werden geschmackvoll nach neuester Mode umgearbeitet, Reparaturen billig und dauerhaft ausgeführt. 6919 Gg. Schultheis, Kürschner, Marktstraße 3. 6916 Ein Logis von 4—5 Zimmern rc., parterre oder im 1. Stock, gesucht. , Schriftl. 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