le. Novität । n. 1,4 w Mfjeiit Darmstadt. 1 Toofc. find Loose kö Gießener mgen. 2 Zimmern mit Kirchcnplatz bisher innegehablk 7, Bel etage, ist vermiethen. Da Pesratore. itr uiib Zubehör, t der Ep-. d-Bl, ioM, 5 Zimmr :ai zu Dtrmitlbtn. Baynhofftr.5?. bestehend aus fünf pr- Anfang April L. «auf. re-Wohnung mit sril zu vermietben. »allihorstraße tt- lse, Aliccstr. 11, nd aus 7 Zimmern 1. April d-Z-und rtffurterftr. II, der aus 5 Zimmern ort zu oermiethen- ir.^Geißt Wwe., 'iLogis^o Zimmer mzender Stube, sehr ir und Logis, somit 1. ^ebr. u- Apnl ' W1 $UtilO9 tr»^‘ z Setter^ DzeiM. — s>>>- 'iw»;. Nx 44. Donnerstag den 21. Februar 1884 -M bEB l64 H lillOlIrll0T 21 II III t" 1 Amts- imb Auzeigeblatt für den Kreis Gießen. , Preis vierteljährtich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerloh»». Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. ch^rch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher H l> ei l. . Die i)!achsuchung der Bercchliqur.g zum einjährig sreiwiiligen Dienst auf Grund von Schulzeugnissen. Betreffend besuche ohne Weiteres zurückgegeben werden. 1 Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prusungs-Commifsion nur dann ' anzubringen, wenn der sich Meldende im Grohherzogchum Hessen gestellungspflichtig ist, d. h. seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2 . Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst darf nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr und muß spätestens bis zum 1. Februar des Zadres nachgesucht werden, in welchem der sich Meldende das 20. Levens- jahr vollendet. Der Nachweis der Berechtigltng zum elniahrigen Dienst ist bei Verlust deS Anrechts spätestens bis zum 1. April des- Bekanntmachung. Dieieniaen jungen Leute, welche aus Grund ihrer Schulzeugnisse die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst nachsuchen wollen werden hierdurch ^üf die nachfolgenden, bei Anbringung der Gesuche zu beachtenden Vorschriften mit dem Ansugen aufmerksam gemacht, daß hiernach uuvolljtandige c. ein Unbescholtenheils,eugni^, welches für Zoglmge von höheren Schulen (Gymnasien, Realschulen, Progymnanen und höheren Bürgerschulen) durch den Director der Lehranstalt, für alle übrigen jungen Leute durch die Polizei-Obrigkeit oder ihre vorgesetzte Dienstbehörde auszustellen ist ; d. das Schulzeuguiß. Sodann wird noch besonders bemerkt: Zu pos. b: daß in dem Einwilligungs-Attest die Erklärung de- Vaters oder Vormundes, in der Lage zu sein, den Freiwilligen während des einjährigen Dienstes unterhalten zu können, nicht fehlen darf. Zn pos. (1: daß die Schulzeugnisse, mit Ausnahme der Reffezeugniffe für die Universität und die derselben gleichgestellten Hockschulen und Reisezeugnisse für die Prima der Gymnasien und Realschulen I. Ord., sämmtlich nach dem Schema 17 zur Ersatz-Orduung (I. Therl der Wehr.vrdnung vom 28. Septbr. 1875 - Reg.-Bl. Nr. 5o von 1875) ausgestellt sein muffen. selben Jahres zu erbringen. 3 Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und ist hierzu ein Bogen in Actensormat (nicht Briefpapier) zu verwen^n. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adreffe angegeben wird. 4. Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a. Geburtszcugniß; b ein Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Er- klärung über Bereitwilligkeit und Fähigkeit, den Freiwilligen während einer einjährigen aetiven Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten und zu verpflegen; , Im Uebrigcn wird auf die Bestimmungen der §§ 88, 89, 90, 93 und 94 der angeführten Ersatz-Orb. vermieten. Grobherzogliche Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: Gros. E?J Aeuischland. Darmstadt, 19. Februar. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: , t f . jint 9. Februar den ordeiülichen Professor in der luristischen Fakultät der Landes-Universität Dr. Gustav Pescatore auf sein Nachsuchen, mit Wirkung vom 1. April d. IS. an, seines Dienstes zu entlassen. Darmstadt. Das Verordnungsblatt für die evangelische Kirche deS Groß- herzogthumS vrsfen Nr. 1 enthält folgendes AuSschietben des Großh. OberconsistortumS SN die evangelischen Ktrchenvorstände, betreffend: Das Ktr chengesetz vom 17« November 1883 über die Erhaltung der kirchlichen Ordnung in Bezug auf Trauung. Taufe und Conftrmation. r . DaS unter dem 18. November v. I. erlassene Ktrchengesetz, die Erhaltung der krchlichm CrbnunR tn Bezug auf Trauung, Tauf- und Eonstrmat'on betreffend, leg den -vang-üsch-n «irchenvorstandeu w chlige B-fugnIß- und .nl pr ch-nd w llo8 -erlaufen, so Ueflt es dem Kirchenoorstand ob, die obm bezeichnete Entziehung kirchlicher Rechte durch förmlichen Beschluß auSzu- sprechem^(8 8 und 9.) ^sagten keines Hinweises darauf, tn welchem Maße man beim Erlaß des Kttchengesetzes bedacht gewesen ist, jede billige Rücksicht aus die Ver- bältnisie walten xu lassen und alle Härte zu vermeiden. Den KirchenvorstLnden ist durch die Bestimmungen in 8 6 und 7 eine «^gehend« geräumt. Man ist davon ausgegangen, daß in Angelegenheiten.wie die y handelten nicht, wie in bürgerlichen Rechtssachen, Alles gesetzlich gemeffen werd sondern Viele? der gewlffenhasten chrlstlsthen Benrthellung de? L'^?uen -ehabt. (affen bleiben müsse, und mau hat ju den KstchenvorstSndm das Vertrauen ,e,a°. Mobiliar Mte, Donner vrrden aus der Ldcil der zum Jacobi Wwc. g 1 Covha, 1 1 Waschtisci Mtrförän M und ft der!(. r^N.AuPhluu iwkiftn. die Sache gebotenen Ernst zu verbinden, und ro?nn sie ihre Obliegenheiten nach allen Seiten hin mit voller Unparteilichkeit und ohne Ansehen der Person erfüllen. Amerika. Washington, 18. Februar. In der Repräsentantenkammer wurde eine Resolution eingebracht, welche die Anfrage an den Staatssecretür Freeling- huysen enthält, ob in Bezug auf die Beileidsadresse des Hauses an den deutschen Reichstag anläßlich des Todes Lasker's ein Schreiben des deutschen auswärtigen Amtes eingegangen fei. Ke!B Vinbeii Men! Zm Geno! Amtsgerichts^ Eintrag volljO; An «teile i Ms Johannes lv D Direclor ge Gießen, den 0ro6li. t »triln. MribS »alt« ‘ erf'tiie ffl i6r« J'Etrtt Vniit irueti n Ta"j JJjK kon"t Ml1 ggsgebo Lokales. her 9Rn(A^lmew (Sterblichkeit in Gießen-1 Die Sterblichkeit während rtLnnaJpn £2ü‘ bA8 Februar war die gleiche, wie die in der unmittelbar vorher- gegangenen Woche. Es wurden im Ganzen 8 Personen betroffen darunter 3 einher 10- Lebensjahre. Eins derselben starb an Scharlach eins an mn?he^ 6mn?ünnb„Un^tUR?r ci?8# Elches schwer erkrankt von auswärts hierhergebracht ? P?$Cfnr* ®et nt)en erwachsenen Personen war Todesursache etnmaL * b 2meI' ^lasenentzündung, Bauchfellentzündung, Altersschwäche je. Vermischtes. , , 8en, 18.Februar. Das Eomite zur Errichtung einer 2urferfnfiHF ■äs-:!' Ä&Äiss.st Telegraphische Depeschen. Wolff s trlegr. Eorrespondenr-Burea«. Berlin, 19- Februar. Dem Abgeordnetenhause ist daS 14 Paragraphen zählende Communalnotbsteuergesetz vorgelegt worden. Durch dasselbe werden Actten- g's llschaften, Commanditgesellschaften, Berggewcrkschafttn, eingetragene Gknossenschafteu und juristische Personen tn den Gemeinden, In welchen sie Grundbesitz oder Pachtungen haben, stehende Gewerbe, Eisenbahnen oder Bergbau betreiben, ferner die gesummten Staatsbahnen, sowie daS Reineinkommen aus den fiskalischen Domänen und Forsten den Gemerndeabgaben unterworfen. — DaS Abgeordnetenhaus berteth heute über die Kreisordnung für die Provinz Hannover. Gegenüber den Ausführungen des Abgeordneten Windthorst, der in Hannover die Verwaltung unverändert belassen wünschte und gleichzeitig auf die Unzufriedenheit hinwieS, welche durch die Annahme der Vorlage hervorgerusen werden würde, erklärte der Minister v. Puttkamcr, daß die Verhandlungen des Provinztal- landtagS über die Vorlage nicht den pessimistischen Ausdruck trügen, wie ihn der Abgeordnete Windthorst kundgebe. Der Landtag habe das in der Vorlage Gebotene acceptirt; Hannover könne nicht dauernd auf seinem negativen Standpunkte beharren» Gegen die ihm imputirte Absicht, das Interesse einer Provinz gegen das der andern auSzusptelen, müsse er protesttren. Die Vorlagen für die Westprovinzen würden eingebracht werden, sobald sich die Regierung und der Landtag über die gegenwärtige Vorlage geeinigt hätten. Die Abgeordneten Lauenstein, Köhler, Hahn sprechen für d-e Vorlage. Von derselben werden § 1 nebst den Anlagen, betreffend die Eintbeilung der Kreise und Wahlbezirke, und die folgenden Paragraphen bis einschließlich S 23 nach den Anträgen der Commission genehmigt. Die Fortsetzung der Beratbung findet morgen statt. — Professor Müllenhof ist gestorben. Straßburg, 19. Februar. Der Landesausschuß nahm den Gesetzentwurf, betreffend die Verschmelzung der bisherigen drei Steuerdircctionen in Elsaß-Lotbringen J” mit dem Amtssitze in Straßburg in namentlicher Abstimmung mit 26 gegen 22 Stimmen an. Ludwigshafen, 19. Februar. Der Regierungs-Director v. Jäger, Director der Pfälzischen Ludwigsbahn, ist heute früh im Alter von 70 Jahrerr plötzlich gestorben. Wien, 19. Februar. Im Abgeordnetenhause begründete der Abg. Schönerer seinen Antrag aus Unterstützung der Familien der aus Grund der Ausnahme-Verordnungen Ausgewiesenen. Rach wiederholter Aufforderung, bei der Sache zu bleiben, entzog ihm der Präsident das Wort. Ministerpräsident Graf Taaffe gab sodann Aufklärungen über die bis jetzt getroffenen polizeilichen Verfügungen. Darnach find bisher 23 Ausländer ausgewiesen, 215 Inländer theils internirt, theils ausgewiesen. In Betreff der zu gewährenden Unterstützungen seien die Gesetze über die Armenpflege maßgebend. Graf Taaffe verlas ferner eine Stelle aus der in Pesth erscheinenden „Zukunft", worin die Familien der von den polizeilichen Maßregeln Betroffenen aufgefordert werden, jede Unterstützung der „Staatsbestie" zurückzuweisen. Der Antrag Schönerer's wurde schließlich mit 155 gegen 25 Stimmen abgelehnt. Paris, 19. Februar. „Temps" dementirt die Nachricht von der Absendung neuer Verstärkungen nach Tongkinq; Tricau ist hier eingetroffen. London, 19. Februar. Bradlaugh wurde in Northampton mit 3922 Stimmen gegen Richards (conf.), welcher 3488 Stimmen erhielt, wiedergewählt. — Das Oberhaus nahm in zweiter Lesung die Vieheinsuhr-Vorlage an. Herzog von Richmond kündigt an, er werde bei der Einzelberathung Abänderungs- Anträge stellen, um das Gesetz gegen die Einschleppung von Seuchen wirksamer zu machen. London, 20. Februar. (Privat-Depesche). Das Unterhaus verwarf Rorthcote's Tadelsvotum mit 311 gegen 262 Stimmen. f_ «0», 19-Februar. Kemmer. Genala erklärte, die gegen Varicchio geschleuderte Flasche ser nicht darnach angethan, den Königszug zu beschädigen; die Schienen blieben rntakt. Die Erklärung Genala s wird allgemein als die Hypothese des Attentates, nahezu abschließend betrachtet. Die Gerichtsbehörde leitete gegen die unbekanntem Thäter den Proceß wegen des Versuchs der Ermordung des Gensdarmen Varicchio ein ” Die gegen den Gensdarmen Varicchio geschleuderte Flasche ist 15 Centi- Mtter hoch und enthält 175 Gramm Feuerweikspulyer. Pie Erhebungen han-rn noch fort. etdtro, 19. Februar. Die englische Negierung bat aus Ansuchen des Generalconsuls Baring die Verstärkung des englischen Occupations-Corps in Egypten beschlossen und ist bereits heute ein Bataillon Infanterie und eine Batterie Artillerie von Malta nach Egypten abgegangen. Ein zweites Bataillon. Infanterie aus Gibraltar wird nachfolgen. Suakim, 19. Februar. 200 Mann der Garnison von Tokar machten' emen Ausfall, griffen die Insurgenten an, tödteten und verwundeten viele ber* selben und erbeuteten eine Anzahl Vieh und Kameele. Eingesandt. Neues ?u^b^/en"^ne^^ "^ederkränz", der es versteht, seinen Mitgliedern immer etwas S in TO Ä 1 l ll? diesem Jahre wieder einmal einen Maskenball und aefteöt i^rhen “ona bCV vor 3 Jahren abgehaltenen würdig an die Sette Als um 8Vr Uhr die herrliche Gruppe der Schnitter und ffn^e n öS? reichlich mtt Früchten des Feldes und Segen spendenden DankV/und der auf dem Wagen thronenden Göttin den hrt« rn darbrachten, horte man nur ein einstimmiges Lob Aber Das sehr geschmackvolle Arrangement. Ein von den Schnittern sehr geschickt aus- Mel* Dienstag von Parm ijKeii in den W Äansenberg. - aid Mmstrauä 25 Enhen-L *21 Mel-L 677 Achten-' 2710 Men-' 87 Nni. 14 „ Ci 68 „ B 16 , Ei BlöO Sudjeii; HiÖO Eichen-1 114 Rm. Vu Der Änfantz Knchborn, zun Stflu[enber{ Großh. Bürg Montag d «„ ^onnit- Mil m btr G, Wende Arbei ^lßeigert mevb 3ur 2!en- re 1; Wtatbe q ^eins^reri 41 B Gfjau ■!' Anirach ? ^einsetzen 5 ymfirar. 'Riefern um ^>aß sie es in vorkommenden Fällen so wenig, wie an der rechten Milde, an dem rwthigen Ernst werden fehlen lassen. Sache deS Kirchenoorstandes wird eS sein, sich nicht durch leere Ausflüchte täuschen oder ungebührlich Hinhalten zu lassen, wie auch solche Entschuldigungen, welche auf Verkennung deS Wesens der Sache beruhen (wie etwa, daß man eine Taufe noch nicht vornehmen könne, weil sie wegen Krankheit eines Familiengliedes nur ganz in der Stille verrichtet werden könnte) abzuweisen, offener Weigerung gegenüber aber den Ernst deS Pflichtgebots mit aller Entschiedenheit geltend zu machen. Außer der vorerwähnten Entziehung deö Stimm- und Wahlrechts kann solchen Kirchengliedern, welche die Taufe eines unter ihrer Gewalt stehenden Krndes verweigern, das Recht der Pathenschaft aberkannt werden (S 8 Absatz 2). ES ist klar, daß ein Mann, der seinem eigenen Kinde die Wohlthat der Taufe und sonach auch der christlichen Erziehung versagt, nicht geeignet sein kann, bei der Taufe anderer Kmder als Pathe, d. h. alS Bürge der ihnen durch die Taufe zugesicherten christlichen Erziehung, aufzutreten. Doch redet daS Kirchengefetz hier nicht allgemein vorschreibend, sondern facultatto; eS bleibt dem Kirchenvorstand überlasten, ob er nach Lage der Sache die Entziehung deS PathenrechtS auszusprechen für .angemesien findet. Man hat zu den Kirchenvorftänden das Vertrauen, daß sie es am rechten Orte verstehen werden die Würde der kirchlichen Ordnung und die Heiligkeit des Taussacraments gegenüber der Leichtfertigkeit und dem bösen Willen zu wahren. Dem gewissenhaften Ermessen der KirchenvorstSnde ist ein wichtiger Einfluß sodann auch an einer anderen Stelle eingerSumt, wo cs sich um die Versagung der begehrten Trauung von Setten der Kirche handelt. § 2 des Kirchengesetzes bestimmt tn Absatz 2: „Die kirchliche Trauung kann versagt werden, wenn nach den besonderen Umständen des Falles die Mitwirkung der Kirche bei der Eheschließung als eine Entwürdigung der begehrten kirchlichen Handlung erscheinen, insbesondere zum öffentlichen Aerge'niß gereichen müßte. Die Entschetdung steht nach Anhörung dts Klrchenvor- ffandes der obersten Ktrchenbehörde zu." ES liegt tn der Natur der Sache, daß das Rechtßgesetz deS Staates nicht Alles v.rbieten kann, was für das sittliche Gewissen und vor Gott Sünde ist. So können auch nach dem Reichsgesetz vom 6. Februar 1875 unter Umständen Eheschließungen vorkommen, welche einen schweren sittlichen Anstoß enthalten. Dahin gehören Falle wie der, daß ein Mann mit einer Frauensperson tn die Ehe tritt, mit deren Mutier oder Tochter er offenkundig ein unsittliches Verhältntß gehabt hat, oder daß eine Heirath unter schwerer Verletzung deS vierten Gebotes zu Stande kommt. Für Fülle solcher Art ist von dem Ktrchengesetz die Versagung der kirchlichen Trauung, auch wenn sie von den Eheschließenden begehrt wird, in Aussicht ge»°mmen. Die Kirche verweigert solchen Ehen nicht die Anerkennung al« wirkliche vollgültige Ehen, aber sie gibt zu erkennen, daß sie von ihrem sittlichen Standpunkte aus wegen der schweren Versündigung, welche ihnen anhaftet, keine Gemeinschaft damit und wolle. Man hat cs unterlassen, nach dem Vorgang anderer landes- ktrchlicher Gesetze, alle Fülle, b'e hier in Betracht kommen können, namhaft zu machen, weil sich auch hier, wo wiederum das Me'ste auf die sittliche Beurtheilung jedes Falles ankommt, unmöglich Alles im Voraus gesetzlich abmessen läßt, und hat sich auf die vorstehend angeführte allgemeine Bestimmung beschränkt. Ob und wann dieselbe in Anwendung zu kommen habe, ist dem Ermessen der berufenen kirchlichen Behörden anhetmgegeben. Wenn nun auch die letzte Entscheidung hier von der obersten Kirchen- behorde abhüngt, so muß doch die gutachtliche Aeußerung der Kirchenvorstävde, welche ledeSmal etnzuholen ist, dabet wesentlich tnS Gewicht fallen. ES ist von den Kirchenvorstanden zu erwarten, daß sie in gegebenen Füllen eS verstehen werden, die Würde -Ä.^uiakett der kirchlichen Handlung zu wahren und zu verhüten, daß dieselbe ver- achiltch gemacht oder als Deckmantel der Schande mißbraucht werde. UebrigenS ist zu hoffen, daß, wie seither, so auch in Zukunft, Fälle der fraglichen Art nur äußerst selten oder gar nicht Vorkommen werden. . , Nicht ebenso sicher ist dies von einem anderen Falle zu erwarten, für welchen Da5 Kirchengesetz gleichfalls den Kirchenvorständen eine discretionäre Befuaniß em- räumt. Es bestimmt in S 9 Absatz 3: „die gleiche Aberkennung" (t>. h. deS kirchlichen Stimm- und Wahlrechts nach Absatz 1 und des Path-mechts nach Absatz 2 des S) Jann aueb Über Diejenigen ausgesprochen werden, welche bei Eingehung einer gemischten Ehe die Erziehung sämmtlicher Kinder in einer nicht evangelischen Rcligionsgemem- 1 chatt zugesagt haben." Anlaß zur Anwendung dieser Bestimmung kann sich vorzugs- weise im Be'haltn ß zur römisch-katholischen Kirche ergeben. Es ist bekannt, daß btefe Äirdje die Ehe mit nichikaiholischen Christen nur unter der Bedingung gestattet, daß für die katholische Erziehung aller Kinder Gewähr geleistet wird. Unsere evangelische umgekehrt nicht ebensoweit. Doch muß daran zweifellos festgehalten werden, daß es d e Pflicht eines evangelischen Familienvaters ist, seine Kinder im evangelischen Bekenntn ß zu erziehen und so seiner Familie den evangelischen Characler zu bewahren. Durch falsche Nachgiebigkeit in dieser Beziehung hat unsere Kirche schwere Verluste erbtten. Je mehr nun neuerdings auf der anderen Seite daS Bestreben hervortritt, die volle Strenge der kirchengesetzlichen Forderung walten zu lassen, um so mehr ist für uns Anlaß gegeben, dem gegenüber den evangelisch n Standpunkt mtt Enischieden- oett zu wahren. Wenn wir nun auch mtt Befriedigung bezeugen können, daß der Streit um die gemischten Eben gerade in unserem Großherzogthum, anders als in manchen andern deutschen Gebieten, dermalen ruht, und wir selbstverständlich keinerlei Grund zu dem Wunsche haben, ihn wieder aufleben zu sehen, so müssen wir doch gegenüber der dermal gen Gesammtlage der kirchlichen Verhältnisse für geboten halten, daß man auf evangelischer Sette nicht aushöre, wachsam zu fein. Wir sind nicht gemeint, gekehrter Anwendung des in der katholischen Kirche geltenden Grundsatzes, Ehen zwischen Evangelischen und Christen anderen Bekenntnisses princ'viell als sittlich v?r- boten zu betrachten, aber wir müssen daraus halten, daß evangelische Männer, welche gemischte Ehen treten, sich der Pflichten, welche sie hierbei ihrer eigenen Kirche iX! bleiben und daß ihnen dieses Bechuktfetn ersorder- 6?enn5hf?nt Verfahren der kirchlichen Gemeinbeorgane geschärft werde. V der Bestimmung in $ 2 Absatz 1, wonach bei gemischten Eben tidt» deren Eingehung der evangelische Mann die Erztebuna aller Kinder in aew^0k/^merd^^o^^neu>einschaft zugesagt hat, die evangelifch-ktrchliche Trauung nicht gewährt werden darf, die vorangeführte Betttmmnnn hpa e q (2ip M!wäbr?"d?n "Ktrcheng esetz es nicht als allgemein gültiges Gebot gegeben, sondern äeftfnVtfftbenetn Abgesehen von außerordentlichen fteBen mprh,« hL * ra 1 ? , erwarten, daß unsere Kirchenvorstände es oer" r.A^??Egliedern und der anderen Kirche gegenüber, ohne Leidenschattlichkeit und Gehässigkeit, aber mit allem Ernste da« geltend iu mnZ ttörauf bie evangelische Kirche um ihrer selbst willen nicht verzichten kann. 3 4 ' o, . allem Gesagten hervorgeht, liegt der Schwerpunkt dessen was das K rch ngesetz beabsichtigt - neben ber Arbeit der ®et9Ii(6en auf beren feinora^rH*! Einwirkung in ben in Rebe ftebenben Fällen wteberholt (S 5 und 7) Bczua aennmm?« r II. ^bätigkeit ber Kirchenvorstände. Nach 8 47 ber Kirchenverfafsuna stehenPfarrer in ber Ausübung seines Amtes treu zur Sette zu deff n' was bin pfIepcn"' ^ner „Wahrnehmung all s betrifft 7owie Kirchengemeinbe In kirchlicher und sittlicher Beztehung lichen^^^nd^ ftJÖC^ntr?02xnö ber >UT Förderung des ktrch- 'n1puftonbeS ber (3eme(nbe dienlichen Maßregeln." Ohne Rmefffl welches^hnen^s?s^^-f//r^^^ung hin, daß unsere Kirchenvorstände das Vertrauen MZWMWWMWZ »orflänbe es -erstehen, In Ihrem Vorgehen M.,d- und Besonnenh^ mit bem dmch «Iq nIomnt(r I« ° d 7'7 b-L'W-» * r°L Ätte Eg auf btt un- ,0WeR BerK n 1 ^.^ODlnjtQb ®te lhn bet Ab, ?otlQöt Gebotene ^."Ee btbamn. n bet anbern nkn würben eÜ" b,e WnwSutge " Zechen für b e ? ° b"luug her 4 $ 23 nach ben Nksrhentwlitf, be- Wß-Lotbrtngen ln8 tt*t 26 gegen 'ector v. gäqer, von 70 Jahren nbete der Abg. aus Grund der ussorderung, bei MnifterpEdent enen polizeilichen , 215 Inländer ährenden Unter* •Jraf Taaffe ver- nsl", worin die leforbert werben, rag Schönerer's von der W ingetroffen. inpton mit 3922 t, wiedergewD. rlage an. Herzog g AbändernngS' suchen wirksamer terhaus verwarf fcchio geschleudnte : Schienen blieben ife des Attentats । bie unbekannten neu Baricchio ein. che ist 15 Centi- 'hebung^n bwm iu( Ailsuihm ta ations-ßorpi m interie unb w jmeittä SfltaiHon. „ jofar maili« inbetcn viele ter« -h[i(6«ll »ihr-vd SS!"* -LS!' «ätf» »s» * I“ auenoen :bern Iji rbi0 y Lr nkid r SEhM -egen L M aesübrtcr Reigen mit Tav» bildete den Schluß. Die zweite Gruppe „ber Pavtonel- mreJn*. dessen Mitglieder sich zur Aufgabe gemacht, ihren Ehemännern da« lange Litzen im WirthShause obzugewöhnen und mit ihren Declamationen manchen Hieb versetzten, hotten als Symbol einen großen Pantoffel mitgebracht und erledigten sich ihrer Ausgabe in au-gezeichneter Weise. Die dritte, eine ouS 16 Mann und einem lunflcn gebildete Chinesengruppe, die aus ihrem himmlischen Reiche alS Eommtssäre nach Deutschland geschickt worden, um Sitten und Gebräuche daselbst fennen au,lernen, truflcn nicht minder zur Verherrlichung bet und ernteten für den von ihnen anSgesührten chinesischen Tanz den reichsten Beifall aller Anwesenden. WaS die übrigen Masken betrifft, so konnte mit Freuden constattrt werden, daß von den Mitgliedern alles Mögliche aufgeboten war, und obgleich be« der DemaSkirung sich mehrere auS dem Staube machten, so konnte doch eine eigentliche Abnahme von Masken nicht bemerkt oerden, und die ungezwungenste Heiterkeit hielt denn auch die Meisten biS zum Morgen beisammen. Schließen wir deSbalb mit dem Wunsche, daß eS dem Gesangverein „eteberfranj* gelingen möge, stets eine solche Harmonie unter seinen Mitgliedern »och zu erholten und er wird daS in 3 Jahren ftattfinbcube 50jährige vlfftungßfest mit ebenio grober Tbeilnabme bea-b'n können.______________________________________Z. Verkäufe und Verpachtungen, Betheiligungen, Stellen-Vakanzen etc. werden am sichersten durch Annoncen in zweckentsprechenden Zeitungen zur Kenntniß der bez. Reffektanten gebracht; die einlaufenden Offerten werden den Inserenten im Original zugesandt. Nähere Auskunft ertheilt die Annoncen-Expedition von Rudolf Mosse, Frankfurt a. M, Roßmarkt Nr- 3. 73 Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. tictr.: Den Eintrag des Spar- und Vorschuß-Vereins zu Großen- Xtinben, eing. G., in das Genossenschafts-Register. _ Zum Genossenschafts - Register des Amtsgerichts Gießen ist heute folgender Eintrag vollzogen morden: An Stelle des verstorbenen Direc- lors Johannes Zorb I. ist Johannes Weigand IV von Gr oß-Linden als Director gewählt und eingetreten. Gießen, den 1. Februar 1884. Großh. Amtsgericht. Müller. 1224 Holz - Versteigerung. Dienstag den 26. L M, von Vormittags 9 Uhr an, fallen in den Waldungen der Gemeinde Staufenberg, Distrikt Wand, Mark und Maistrailch versteigert werden: 25 Eichen-Stämme mit 10,27 Fm., 24 Radel-Stämme mit 5,32 „ 677 Fichten-Derbstangen m. 21,21 „ 2710 Fichten-Reisstangen m. 20,65 „ 87 Rm. Buchen-Schcit, 14 „ Eichen-Scheit, 68 „ Buchen-Knüppel, 16 „ Eichen- llnd Radel-Knüppel, 8150 Buchen-, 3100 Eichen- und Nadel-Wellen und ] 14 Rm. Buchen- und Eichen-Stock. Der Anfang ist an der Straße nach Hachborn, zunächst dem Pflanzgarten. Staufenberg, den 18. Februar 1884. Großh. Bürgermeisterei Staufenberg. Vogel. 1238 Uobiliar-Vcrsteigerung. Heute, Donnerstag den 21. Februar, werden auf der schönen Aussicht cm Tbcil der zum Nachlaß der verft. Frau Facobi Wwe. gehörigen Möbel, als: 1 Sopha, 1 Secretär. 1 runder Tisch, 1 Waschtisch, 1 nußb. Kommode, Kleiderschränke, Nachttisch, Stühle, Bett und Bettzeug, Weißzeug, Klei- der?c. gegen Baarzahlung an den Meistbietenden versteigert. 1231 Mütter. Montag den 25. Februar, Vormittags 10 Uhr, sollen in der Gemeinde Lollar nach- liehende Arbeiten u. Lieferungen versteigert werden, und zwar: A. Zur Reu- resp. Umpflasterung eines Trottoir's: Jl- 1. Pflasterarbeiten, veranschl.zu 495,83 2. Steinfahren „ „ 99,— 3. Steinsetzen „ „ 13,75 4. Sandlieferung „ „ 110,— IZ Zur Ehaussirung des Weges nach der .Holzmühle: JL l. Planirarbeiten, verauschl. zu 106,80 2. Steinfahren „ „ 255,— 3. Steinsetzen „ „ 37,50 4. Ehaussirarbeiten „ N 302,60 5. Kieslieferung „ „ 14,24 Gießen, am 20. Februar 1884. Senßfelder, Bezirksbauanneher. 1239 I» Schweineschmalz frische Schlachtung, 1242 pr. Pfund 60 Pfg., empfiehlt H. F. Nassauer. Crosse Darmstadter Silber-Lotterie des unter dem Protectorat Sr. König!. Hoheit des Großherrogs von Hessen und bei Rhein stehenden Vereins des Landesverbandes der Kriegerkameradschaft „Hafsia" in Darmstadt. 36,000 Mark Gewinne. — 60,000 I'oose. Für die am 3L. März 1884 stattfindende Ziehung sind Loose - per Stück 1 Mark — zu haben in der Gxped. des Gießener Anzeigers, Schulstraße 7. 1. Hauptgewinn: Mk. 10,000 2. Hauptgewinn: Mk. 4000. 3. Hauptgeivinu: Mk. 3000. 4. Hauptgewinn: Mk. 2000. 5 Hauptgewinn: Mk. 1000. 2 Gewinne ä 500 — 1000 Mk. 3 II ä 400 = 1200 4 n » 300 = 1200 « ä 200 — 1200 4 11 3 100 — 400 6 !t a 50 = 300 30 ä 30 — 900 40 II ä 20 — «00 ee 900 99 9000 M i-E Louis Senner in Gießen empfiehlt für jeden Pferdehals passende SteU-Kummeie aus doppeltem Stahlpanzcr und verstellbarem Zughaken für schweres Fuhrwerk ä JA 30,— für die Landwirthschaft ä „ 27,50 für Posthaltereien, Pferdebahnen u. s. w. ä. „ 25,— für Droschken und leichtes Fuhrwerk ä „ 23,— sowie die dazu passenden complctten Geschirre. 627 q, jPoppe^s Neue Bu ch f« hrung. Diod; fein Buch hat einen solchen Umsturz auf dein Gebiete der Buch- fübruna hervorgerufen, noch keins eine solche Erleichterung für den ganzen Handels- und Gemerbestaud geboten, als obiges, Dagelbe enthalt em neues, eigenartiges zciterfparcndes Buchsiihruugssystem, welches ermoglrcht, die ganze Lage eines Geschäfts fast ohne Rechnerei durch ein überraschendes, ftch selbst controlircndes Zahlenspicl zu übersehen. Es ist das einzige Buch, welches die Buchführung (auch die bisherige) in guter ^heorte behände t und jo ohne langweilige Hebungen jedem Laien schnell em klares Bild giebt. Preis X 1.50, mit Uebungstheil X 3.-. Verlag von Richard öah n in Leizig; vorräthig in der Buchhandlung »on F. E. «chsenfeld in GieHen. _ Burgerclub. Montag den 25. d. Mts. Maskenkrünzebcn in Wensel’s Garten. Der Eintritt ist nur gegen Karten gestattet. Dieselben konmn von Sonntag den 17 d, Mts. an bei Herrn Fr. G--g°.i Kreuz, -n GinP ^g genommen werden, und hat jedes Mitglied das Recht, bis zur ^emasktrung Nichtmitglieder nach Belieben einzufi'chren. Vorstand. Im WeliiNaal, Bahnhosstraße, werden Donncrötag den 28. Februar, Nachmittags 2 Uhr, unten bezeichnete Gegenstände, als: 2 vollständige sehr gute Betten, Bettstellen mit Lprungfeder-^in- tage, Waschkommode und Nachttische m. weißen Marmorplatten, 1 Lilberschrank, «lciderschrank^ Lopha's, Tische, Stühle, Sviegel, 1 Negniator, Bilder, Küchenschrank mit GlaSaufsah, Küchentisch, emallirteS Küchengcschirr, Porzellan- und <»lassachen, I Bierservice und sonstige Haushalt- ungsgegeustände versteigert. KU Eämmtliche Gegenstände sind nur kurze Zeit im Gebrauch gewesen, sehr gut erhalten, und können am Versteigerungstage von Morgens 9 bis 12 Uhr eingesehen werden. 1228 Die Erben des' Bauunternehmers Herns zu Marburg wollen folgende Gebäude daselbst verkaufen, als: 1. Wohnhaus Rr. 18 an der Ketzer- bach, 2. do. Rr. 9 an der Rosenstraße nebst Garten daran und 3. do. Nr. 20 an der Bahnhofstraße nebst Garten und Stallung daran. Dritter Verkaufstermin steht am 10. März, 2 Uhr in meiner Schreibstube an. Sodann sollen die Gärten des zc. Herns am Kämpfrasen, welche sich zu Bauplätzen eignen, im 3. Termine am 26. Februar, 3 Uhr in meiner Wohnung versteigert und zugeschlagen werden. Marburg, den 19. Februar 1884. 1229 Aeip, Administrator. Jeilgeöotenes. Täglich frische Milch 1227_______________aus der Liebigshöhe. Für Wirtl>e! Für die gut gehende Restauration einer Brauerei wird ein tüchtiger, junger Wirth gesucht; Metzger bevorzugt. Wilhelm Krämer^ 1223____Bleichstraße 3._________ 8a l’imbg. Käse in hochfeiner Waare empfiehlt billigst 1243 H. Nassauer. Verschiedene Wirthschaitsgeräthe, Tische, Stühle, Bänke, Gläser, 100(> Eigarren ?c. verkauft A. Dietz. Neuenw.33. 1244 (-ine gebrauchte Treppe billig abzugeben.________________Marktplatz 2. Acchte Franks. Würstchen sind eingetroffen bei 254 E Kalkhof. Schwan. Lachemir in großer Auswahl und zu sehr- billigen Preisen. $45 I. Schmücker-^ Eichene Gartenpfosten abzugeben bei Jacob Rinn XV., Heuchelheim. W-M :,ISFJSL SHebadion: A. Scheyba. — Druck und Verlag der Brüh lachen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Kietzen. Die heutige Nummer enthält 1 Blatt und 1 Beilage. Die Re' r«h ilin to(ihl'n feinem 3®'^’ mü leitimmte W i«üM £ «ewö^e ®>( 1884/80 ein 8 weilen f*n MM der Arbeiten ’M Alters- und < Mische Pro.k schrmpsl, ov zugeht. Da fammentritt« letzterer diesetb ^gen wird iw zum Wenges haben, llnler kommerziellen n tesinden. Heber Gat, die Pm ouszustehen. Die Er in Berlin befri< iie Beziehungen letzten Jahren Peße stets vl lenen die argn Aach dem erst vohlthiitige Ä welche die öjfe' recht, aüarnür Mn, wo de' leim leitenden gereinigt hat, weckhvolle Er< erste Mal. I Bismarck Folg entW. einti in Mn als Wiederkehr je immer wieder juchten, und 1 den einen § würdigt. Das Der heutigen Nummer unseres Blattes liegt eine Extra-Beilage, betreffend: „Kleines Staatshandbuch deS Reichs und der Ginzelfteaten". der Firma VeIhagen L Klassing bei.1237 NWt Sein Silit wfale Ein braves und reinliches Mädchen vom Lande wird als Kindermädchen gesucht 1232 _____ im Darmstädter Haus. Maskenanzuge ß 3_u verleihen.____Mallthorstratze^l. 1219 Ein Dienstmädchen mit guten Zeugnissen wird gesucht. ______________Frankfurter-Straße 32. 1137 Ein Mädchen in einen Laden und zur Stütze der Hausfrau gesucht. Gute Zeugnisse erforderlich. Näheres in der Exped. d. Bl- Den mir bekannten Herrn, welcher Sonntag den 10. Februar bei Herrn Gastwirth Schnell irrthümlich seinen Ueberzieher vertauschte, ersuche, mir denselben gegen Erstattung seines eigenen einzuliändigen, widrigenfalls ich weitere Schritte veranlassen werde. Zu erfragen bei der Exp. d. Bl- 1230 n h n k e I S ii e r. Unterzeichneter empfiehlt sich den verehrten Wirtheu und Privat-Herrschaften im Serviren. Bestellungen nimmt Herr F. Seibel, Mäusburg 13. entgegen. 1168_________________H. Bruns. Maschinenstrickcm von Karl Pietsch Bl. Anfertigung aller Arten Herren-, Damen- und Kinderstrümpfe, Socken, Unterjacken und Unterhosen in Wolle und Baumwolle. Austricken von Strümpfen und Socken. 1023 Ein ordentliches Dienstmädchen auf sofort gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bl. Arbeitsvermittelung. Arbeit gesucht für: einen geübten Kaffeebrenner, eine tüchtige Maschinennäherin, mehrere Lauffrauen, Wasch- u. Putzfrauen. L. W. Plank, Neustadt 13, Bezirksvorsteher. Für Wasch-, Putz- und Lausfrauen. O. Kcmpff, Wallthor 24, Bezirksvorsteher. Handarbeit, Laufdienst. Ph. Jung, Ludmigsplatz 13, 69 Bezirksvorst.'her. Dermielyungen. 1225 Ein Zimmer mit Kabinet ist in meinem Hinterbause zu vermiethen und sofort beziehbar.________Karl Sack ll._ 1222 Ein kleines möblirtes Stübchc^l zu^vermiethem__Neuen weg 7. _ 1218 Der unterste Stock, 4 Zimmer, ist an eine ruhige Familie zu vermiethen. W. Diel;, Sonnenstraße. 1220 Schulstraße 10 Laden mit Logis zu vermiethen. Vermischte Anzeigen. 1226 Ein Sind. d. klaff. Philologie sucht für das nächste Semester gegen Er- theilung von Stunden Wohnung. Off. eub a. A. 19 an d. Exp. d. Bl. 1233 Ph» Müller. Gießen, Löwengasse. Christiane Damm, geb. Wolf. Möbel-Transport schlossenen ii. offenen Wagen mit u. ohne Umladung, sowie Verpackung von Glas, Porzellan u. s. w. besorgt billigst unter Garantie Warnung. Ich warne hiermit Jedermann, meinem Manne Conrad Damm in Reiskirchen auf meinen oder meines Vaters Namen Etwas zu borgen, da ich für Nichts hafte. Reiskirchen, den 20. Februar 1884. Donnerstag Abend: Melzelsnppe im 1236 Löwen. Ph. HI (klier, Möbel-Transport, Giessen, Löweng. und Gesangs Wer Sprachen kennt, ist reich z« netwee«. Leipzig. Rosenthai’sche Verlagsbuchhandlung. Restauration Stern (Busburg). 1234 L. jLüdin Theatralische f Conrert, nachdem Tan; Bauez’scher Gesangverein. SamStag den S3. Februar, Abends 8 Uhr, im Cafe Leib Don heute Abend an: ff. Weizenbier im Zapf. Das Meisterschafts -- System Zur praktischen und naturgemäßen Erlernung der englischen, sran;östschen, italienischen, spanischen u. russischen Geschäfts- und Umgangssprache. Eine neue Methode, in 3 Monaten eine Sprache sprechen, schreiben und lesen zu lernen. 2uzn Selbstunterricht von Ur. Richard S. Rosenthal. Englisch — Französisch — Spanisch complet in je 15 Lectionen ä 1 vlL — Italienisch und Russisch complet in je 20 Lectionen ä 1 jt. Schlüssel dazu ä 1 jl 50 Probebriese aller 5 Sprachen ä 50 portofrei. Karten a 1 jl sind bei den Vereinsmitgliedern zu haben. 929 Der Vorstand. L. Hermann. 4245 Auswanderer Ohr« Wallenfels. 4240 Carl Haas und nicht nachlöscht. Lustspiel in 4 Akten von G. v. Moser. Victor v. Berndt: Herr E. Stägemann, als Gast. Anfang 7j/2 Uhr. — Ende 10 Uhr. nach Amerika durch die in | 9 Tagen | nach New-d)ork fahrenden Dampfer des Norddeutschen Lloyd über Bremen sowie den billigeren Dampfern über Hamburg, Antwerpen, Rotterdam und Liverpool befördert zu gleichen Preisen, wie an den Hafenplätzen Zur Nachricht für MHbinöcr. § Durch neue Einrichtung meiner Kalkbrennerei und durch besondere Brennmethode kann ich für feinere Weißbinderarbeit einen Kalk liefern, in welchem kerne verbrannten Theile vorkommen und bei richtigem Löschen sofort verarbeitet werden kann O Stadttheater in Giessen. Ö Freitag den 2 2. Februar: Ö Außer Abonnement. O Einmaliges Gastspiel des Herrn E. Stägemann Q vom Stadt Theater zu Frankfurt a. M. Hessische Luthersiiftmrg. Evangelische Bürger Gießens! Von dem Wunsche geleitet, es möge aus der Feststirnmung, in welcher das evangelische Volk Hessens den 400jährigen Geburtstag unseres Reformators Dr. Martin Luther zu feiern sich anschickte, ein bleibendes Denkmal derselben herauswachsen, welches noch späteren Geschlechtern von unserer evangelischen Gesinnung Zeugniß ablege und das Werk Luthers an unserem Volke fördern helfe, hat die Evangelische Landessynode am 12. October v. I. beschlossen, daß eine Lutherstiftung ans freiwilligen Beiträgen aller evangelischen Gemeinden Hessens errichtet werde, deren Zinöabwurf zu Stipendien für solche durch Fleiß und Gaben ausgezeichnete Studirende der Dheologie verwandt werden soll, welche in den Dienst der hessischen Landeskirche zu treten versprechen. Zur Erinnerung also an den Lehrer ohne Gleichen, welchen Gott vor 400 Jahren in Martin Luther unserem deutschen Volke geschenkt hat, soll ein Werk errichtet werden, welches mithilft, für unser deutsches Volk treue und kundige Lehrer des Evangeliums heranzubilden. Die äußere Organisation unserer theuren evangelischen Kirche ist wenig entwickelt. Um so wichtiger ist für ihr Gedeihen, daß sie immer tüchtige und gelehrte Diener des Wortes besitze. Wir können sie nicht erfolgreicher kräftigen, als indem wir ihr hierzu verhelfen. Nach dem Beschlüsse der Synode soll der Sitz der Verwaltung dieser Stiftung zu Gießen fein, ferner sollen ihre Erträge vorzugsweise für in Gießen Studirende verwandt werden. Sie wird also zugleich das Studium an unserer Universität zu fördern geeignet fein, und Ihr wißt ja, daß alles, was unsere Universität fördert, mittelbar auch unserer Stadt zu Gute kommt. Ein Landcä-Comite bat sich gebildet und an alle evangelischen Einwohner Hessens einen Aufruf zu Sammlungen erlassen. Politische und kirchliche Gemeinden, (Korporationen und Private haben zu ihr gesteuert, in vielen Orten Hessens ist unter den Evangelischen bereits für sie gesammelt worden. Um die Zwecke dieser Stiftung auch in unserer Stadt zu fördern, sind die Unterzeichneten zu einem Local-Comilö zusammengetreten. Wir erlauben uns, durch dazu beauftragte Personen eine Zeichnungsliste unter den evangelischen Einwohnern Gießens circuliren zu lasten und richten an dieselben die herzliche Bitte, durch Zeichnung von Beiträgen diese für unsere Stadt besonders bedeutsame hessische Stiftung fördern zu wollen. Gießen, den 16. Februar 1884. Dr. Boekmann, Provinzialdirector. Bramm, Bürgermeister. Curtmann, Rechtsanwalt. Dingeldey, Pfarrer. Dr. Dorn- feiff, Rechtsanwalt. Ferd. Gail. Kaufmann. Dr. Gottschick, Professor. I. Hanstein, Fabrikant. Knorr, Landgerichts- prÜfident. Dr. Naumann, Pfarrer. Schlosser, Pfarrer. Dr. &tabe, Professor. Dr. Thaer, Professor. DigeliuS, Schuldirector.1167 Brauerei Büschel. Von heute ab: feinstes Weizenbier Anmeldungen zum Umtausch und zur Zeichnung auf Gottharddahn- Prioritäten nimmt bis zum 26. d. M. entgegen. Jacob Grünewald, n5o Bankgeschäft. Frische Samen - Leinkuchen, Korn- Kleie , WeizenschaLeu, Futtermehl, ganzen und geschratenen Mais billigst bei ,0tzz Me ScftuSJiOf* Geschäftshaus in bester Lage der Stadt zu verkaufen. Anfragen sub A. Z. an die Exvedltton dieses Blattes. 341 1195 Ein braves Mädchen, welches in allen häuslichen Arbeiten erfahren und bürgerlich kocht, für Auswärts gesucht. Näh. bei der Exp. d. Bl. Beilage ;u Nr. 44 des „Gießener Anzeiger". llng >er e. feien unb *5 &ctionen twnenii^ ti. hhandlung. Ludin. iches Mädchen vom rmadchen gesucht mstädter Haus. kttjüge ß idü;rn mit guten t. urter-Straße 32. N in einen Laden Hausfrau gesucht, rlich. -d. d. Bl. irm, welcher CoM ei Herrn Gastwirll seinen Ileberzieher iir denselben gegen neu einzuhändigen, ere Schritte veran- §xp. d. Bl., 1230 IHier. iehlt sich deilver- Privat-Herrschasten lunaen nimmt Herr rq 13, entgegei'- ^H^Bruns^. Mm dfd) 'il‘ MS >\W- 's.» ** 123: peM^L-— mitWW!' t für: eeulttl,, mugfrattetl. ÄS* Politische Ueberflcht. ließen, 20. Februar. Die Reichstagssession tritt allmälig näher, denn wenn auch noch kein bestimmter Tag für die Eröffnung angegeben ist, so unterliegt es doch keinem Zweifel, daß dieselbe in das erste Drittel des März fällt. Der BundeS- rath wird die größten Anstrengungen machen muffen, um das für den Reichstag bestimmte ArbeitSmaterial gleich von Anfang an in genügendem Umfange fertig zu stellen. Die bevorstehende Reichstagssesston hat bekanntlich bie ganz außer- gewöhnliche Eigenschaft, daß in Folge der vorzeitigen Feststellung des Etats pro 1884/85 ein ReichShauShalt diesmal nicht vorgelegt wird. Zu der au'SnahmS- weisen frühen Feststellung des Etats wurde der Reichstag durch die eindringliche Mahnung der kaiserlichen Botschaft bewogen, welche in Hinblick auf die social- politische'Gesetzgebung, den Wunsch aussprach, die Session möchte von andern Arbeiten möglichst ferngehalten werden. Damals dachte man noch an die Alters- und Jnvaliden-Bersorgung der Arbeiter, inzwischen ist aber das socialpolitische Programm aus die einige UnsallversicherungS-Vorlage zusammenge- schrumpst, die nunmehr dem Reichstage in dritter, jedoch verbefferler Gestalt zugeht. Da zu erwarten steht, daß der Bundesrath Die Vorlage bis zum Zusammentritt des Reichstages erledigt haben wird, so darf man erwarten, daß letzterer dieselbe gleich bei Beginn seiner Thätigkeit vorfinden wird. Im Uebri- gen wird sich die bevorstehende Session vorauSfichtlich auch mit her Novelle zum Actiengesetz und mit der Erneuerung des SocialistengefetzeS zu beschäftigen haben. Unter den kleineren Vorlagen werden sich einige internationale Verträge commerziellen und literarischen Inhalts und eine Revision des Hülsskaffengesetzes befinden, lieber andere Vorlagen, wie den vielbesprochenen Nachtrag zum Marine- Etat, die PenfionS- und Relictengesetze u. s. w. scheint die Entscheidung noch auszustehen. Die Ernennung des Fürsten Orlow zum rusfischen Botschafter in Berlin befriedigt auch in den Petersburger diplomatischen Kreisen. Obschon die Beziehungen zwischen den Cabineten von Berlin und Petersburg in den letzten Jahren trotz des Zeitungskrieges zwischen der deutschen und rusfischen Presse stets vortreffliche waren, hat es doch nicht an Momenten gefehlt, in denen die argwöhnischen Verstimmungen auch höhere Kreise zu erfassen drohten. Nach dem ersten Besuche des Herrn v. Giers in Berlin und Wien war eine wohlthätige Beruhigung jener ziemlich pessimistischen Anschauungen emgetreten, welche die öffentliche Meinung Europas bis dahin consequent, obwohl mit Unrecht, allarmirt hatten, aber diese Beruhigung war von keiner großen Dauer. Nun, wo der abermalige Besuch des russischen Ministers des Auswärtigen beim leitenden deutschen Staatsmanne die politische Luft abermals von Miasmen gereinigt hat, muß eß im rusfischen wie allseitigen Interesse liegen, daß baß werthvolle Ergelmiß dieses Besuches länger und besser gewahrt bleibe, als das erste Mal. Indem das russische Eabinet, einem lebhaften Wunsche des Fürsten Bismarck Folge leistend, den Fürsten Orlow als feinen Vertreter nach Berlin entsendet, einen Mann, der nickt minder das Vertrauen der maßgebenden Kreise in Berlin als in Petersburg besitzt, thut eß einen glücklichen Schritt, um der Wiederkehr jener mißtrauischen Stimmungen vorzubeugen, welche sich immer und immer wieder in der beiderseitigen öffentlichen URcinung zur Geltung zu bringen juchten, und leistet hiermit dem allgemeinen Vertrauen in den europäischen Frieden einen Dienst, den man in der europäischen Presse auch richtig erkennt und würdigt. Das österreichische Thronfolger-Paar wird im April eine Reise nach Konstantinopel antreten und zwar mittelst Bahn über Giurgiewo (Rumänien) nach Varna, wo die Pacht „Miramare" daß hohe Paar erwartet, um dasselbe nach Konstantinopel überzuführen. Der Reise sollen keinerlei politischen Motive zu Grunde liegen, sie soll lediglich dem Wunsche des Kronprinzen Rudolf entsprungen sein, die türkische Hauptstadt näher kennen zu lernen und find für den Aufenthalt der kronprinzlicken Herrschaften in Konstantinopel 8 Tage in Ausficht genommen. Wie es heißt, werden Kronprinz Rudolf und seine Gemahlin insofern nicht die Gäste des Sultans fein, als sie jedesmal an Bord her „Miramare" zu übernachten gedenken ; Ausflüge in bie nähere Umgebung Konstantinopels und auch nach der kleinasiatifchen Küste sind in Aussicht genommen. Mit der kürzlich erfolgten Ankunft des neuen Oberbefehlshabers des französischen Erpeditions-Corps in Tongking, Generals Millot, auf dem ostasiatischen „Kriegsschauplätze" steht eine baldige energischere Kriegsführung der Franzosen zu erwarten. Wenn es den Chinesen wirklich Ernst mit ihrer Behauptung ist, Bacninh bis auf den bekannten letzten Mann zu per* theidigen, so werden die Franzosen vor dieser Festung ein hartes Stück Arbeit bekommen. Bacninh ist viel stärker befestigt als Sontay, es besitzt nach europäischer Art angelegte Vorwerke, die zum Theil mit Kruvp'schen Geschützen armirt sind und die Besatzung besteht aus den besten chinesischen Truppen. Verschiedene Maßregeln der chinesischen Regierung lassen im Uebrigcn darauf schließen, daß in Peking die Kriegspartei die Oberhand gewonnen hat. General Tang, der im Süden Chinas befehligt, ist durch Abschneiden der seinen Rang bezeichnenden Knöpfe deqradirt worden, angeblich, well er in Sontay nicht zu Gunsten der Annamiten und „Sckwarz-Flaagen" interoenirt hat. Ferner hat die Pekinger Regierung den bisherigen Vicekönig von Nanking, der als den Franzosen geneigt gilt, feines Amtes enthoben und durch den Mandarin Tseng- Kuotschuan, einen eifrigen Anhänger der Kriegspartei, ersetzt. Der politische Barometer für das Ministerium Gladstone, welcher bis jetzt auf großen Sturm zeigte, ist wieder ein wenig gestiegen. Mit unleugbarem Geschick hat eß Mr. Gladstone verstanden, die Debatte im englischen Unterhause über den Tadelsantrag der Conservativen bis in diese Woche herein auszuspinnen, wohl hauptsächlich in der Hoffnung, daß inzwischen günstigere Nachrichten aus Egypten einlaufen würven. Diese Hoffnung scheint auch nicht zu täuschen, den neuesten Depeschen zufolge ist General Gordon in der Nacht vom Samstag zum Sonntag wohlbehalten in Khartum eingetroffen uno diese Nachricht wird jedenfalls das Votum des Unterhauses bezüglich des Tadelsantrages in einem für das Ministerium günstigen Sinne beeinflussen. Da es mit dem parlamentarischen Ansturm nichts zu werden scheint, versuchen die Confervativen durch Massen-MeetingS gegen Gladstone zu wirken. In London, Liverpool, Birmingham, Manchester und Rochdale haben in den letzten Tagen derartige conferoatioe Versammlungen stattgefunden, in denen verschiedene Resolutionen , welche die egyptische Politik der Regierung verdammen, angenommen wurden. Dagegen fanden auch Resolutionen ganz entgegengesetzten Inhalts, welche in liberalen Meetings zu Edinburgh und Rothesay zur Erörterung ge* langten, Annahme. Lause des Vermischtes. r. Frankfurt a. M.. 16. Februar. In den heutigen^ VerwattungSrathö- fitzungen der „Providentia, Frankfurter Versicherungs-Gesellschaft" und der „Rück- versichcrunaS-Actten-Gesellschaft Providentia" wuroen die Dividenden pro 1883 auf 40 JL per Actie = 231/3p6t. und resp. 30 JL per Actie — 15pEt. festgesetzt. Eß ist dies vollständig daffelbe günstige Resultat wie im Jahre 1882. Allgemeiner Anzeiger. Bettfedern, Daunen und Rofthaar bester Qualität empfiehlt zu billigen Preisen Herrn. Aug. Müller, Leinen-, Wäsche- und Bettwaaren-Geschast, Seltersweg 18. empfiehlt sein reichhaltiges Lager von Möbeln aller Art, als Salon-, Wohn-, Schlaf- u. Eßzimmer-Einrichtungen, sowie Pianinos und Kafsen- schränke von renommirten Firmen zu billigen Preisen und unter Garantie. GcslhästscröMung nnd Empfehlung. Einem geehrten Plllllikum von Gießen und Umgegend mache hierdurch die ergebene Mlltheilung, daß ich mich hier als etablirt habe, und empfehle mich bei Bedarf in allen in dieses Fach einschlagenden Artileln bei billiger und prompter Bedienung. Hochachtungsvoll 982 W. Hutzachrad, KaplanSgaffe im Hause der Herrn Schlosser Noll. Große Auswahl in Ball Slofftn iiml Blum sag_______F&. Ellinger, Settersweg 71. Darmstädter Pferde,narkt-Kose ä 2 Mk. (Ziehung den 23. April) ;u haben in der Expedition deS „Gießener Anzeiger" , Schulstraße 7. Strastenunterhaltungs-Materialien. Die Lieferung resp. Anfuhr und das Zerschlagen der für das Rechnungsjahr 1884/85 zur Unterhaltung der Staatsstraßen im Baubezirk Nidda erforderlichen Steinmaterialien sollen an nachstehenden Orten und Terminen loosweise, unter den bei den Versteigerungen bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich versteigert werden: 1 Zu Berstadt, im Gemeindehause, Donnerstag den 28. Februar d. I., Vormittags 10 Uhr, für die Straßen Gießen—Gelnhausen, Abth. 96—125 und Berstadt—Friedberg, Abth. 112-122. 2. Zu Hungen, im Rathhause, Freitag den 29. F e b r u a r d. J., Vormittags 9 Uhr, für die Straße Gießen-Gelnhausen, Abth- Die Grobherzoglichen Bürgermeistereien werden ersucht , im Interesse ihrer Gemeindeangehörigen für möglichste Verbreitung des vorstehenden besorgt Grobherzogliches Kreisbauamt Nidda. Wiesenbach, Bauaceessist, 1166 Vicar. Holzverftergerung bei der Stadt Allendorf a. d. Lda. In den hiesigen Waldungen sollen versteigert werden: 1. Freitag den 22. Februar, VormittugSS Uhranfangend, in den Distric:en Vorderste und Hinterste Mark: 2 Rm. Buchen-Scheitholz, 11 „ Cichen-Knüppeiholz, 243 „ Nadel- „ 12300 Wellen Nadel-Reisholz, 30 Eichenstämme, zus. 7,62 Fstm., 228 Nadelstämme, „ 83,93 „ 356 Nadel-Derbstangen, zusamnien 25,67 Fstm., 198 Nadel-Reisstangen, zusammen 3,21 Fstm. Zusa in men Kunst an der Klimbachcr Lehmkante. 2. Samstag den 23. Februar, Vormittags vUhr anfangend, in den Distrikten Homberg, Eichstachel,Hünerling,Rutsch und Sauloch: 61 Rm. Buchen-Scheitholz, 19 „ „ Knüppel, 8 „ Nadel- 9850 Wellen Buchen-Neisholz, 900 „ Eichen- „ 4000 „ ^radel- 17 Rm. Nadel-Stockholz, 305 Nadel-Reisstangen, zus.4,51Fstm. Zusammenkunft auf der Äraße nach Klimbach. Allendorf a. d. Lumda, am 18. Februar 1884. Gr. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lda. Bieber. 1209 Versteigerungs- Anzeige. Freitag den 22. d. Mts., von 9 Uhr ansangend, lasse ich wegen Aufgabe meiner Oeko- nomie zur öffentlichen Versteigerung bringen: 1 fehlerfreies achtjähriges braunes Pferd, kräftig, schön gebaut. 2 Pferdegeschirre für Wagen und Chaisen, bester Art. 3 Paar Zugriemen. 1 Ehaischen, zweisitzig, offen. 1 Schlitten mit Schlittengeläute. 2 Oekonomiewagen, mittelschwer und leicht. 2 Reitsättel mit sämmtlichem Zubehör. 1 Futterschneidmaschine, 1 Dickwurzmühle. 2 Ackerpflüge, 1 Kartoffelpflug. 1 Egge mit Schlitten. 2 Psuhlfässer, sonstige Fässer und Bütten. 2 Paar Ernte-Leitern, sowie allerlei Oekonomiegeräthschaften rc. Allendorf a.d. Lumda, 15.Febr. 1884. 1187 H. W. Moll 1135 Gesucht wird zum 1. April ein braves Mädchen, das sich jeder häuslichen Arbeit willig unterzieht. Göthestraße 2. Sämmtliche Bauarbeiter! und MeferuttgeuMmUeubau der Slcticu-Zuckerfabrik Büdingen in Stockheim — Overheffen sollen im Wege der öffentlichen Submission in einem Loose vergeben werden und liegen Pläne, Bedingungen und Preisverzeichnisse vom 20. d. M. auf dem Bureau der Actien- Zuckerfadrik Büdingen in Stockheim aus, woselbst auch gegen Erstattung der Eopi- alien Abschriften der Bedingungen und Preisverzeichnisse zu haben sind. ^Betreffende Offerten sind bis zum l- März d. I, Morgens 10 Uhr bei dem Vorstände der Actien - Zuckerfabrik Büdingen in Stockheim mit entsprechender Aufschrift versehen versiegelt und frei cimureichen. Bemerkt wird noch, daß Kalk und Sandsteine in sehr guter Qualität in nächster Nähe zu haben sind. Stockheim, den 16. Februar 1884. Der Aufsichtöratt) der Actien-Zucker- fabrik Büdingen in Stockheim. Reinhard Schaum. 1208 InsstBotenes. 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April zu vermiethen. —702 Ein Familien-Logis, 3 Zimmer, Küche mit allem Zubehör, zu vermiethen. __(£ teinstraß e_48.___ 542"Jm"Bö^t l' scheu Hause, Seltcrs- weg 81, ist eine Wohnung von fünf Zimmern mit Zubehör, neu hergerichtet, auf Wunsch mit Garten, zu vermiethen und Ende Älpril zu beziehen. Eine Wohnung von 3 Zimmern, Küche rc. an eine ruhige Familie zu vermiethen. Ferber, 641 Buchhändler, Kirchenpl. —Älicestraße 12, I. oder IL Stock, enth. 8 Zimmer, Küche, Kammer rc., mit oder ohne Pferdestall und Ehaisenremise, pr. 1. April 1884 zu vermiethen. 47__ H. Adami. 263 Grünbergerstraße 14 ist ein Logis von 5—6 Zimmern nebst allen Bequem- lichkeiten zu vermiethen.___________________ 427 Zwei kleine Logis zu vermiethen bei G. Unverzagt, Kavlansg. 5. 534 Ein schönes neu hergerichtetcs Logis, 5 Zimmer, Küche rc. im ersten Stock, sofort beziehbar, zu vermiethen. S. Elfoffer. 1050 Ludwigsplatz 4, Mansarde, 3 Zimmer mit Zubehör, an ruhige Leute zu vermiethen. Per 1. 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