1884 Samstag den 20. December Nr. 288 ««reaur Schulstraße 7. - Ji Telegraphische Depesche«. ®oir» UUo«» Lottespottdem-Vrtt««r. fiqer Zwölftel oder einem anderen finanziellen Auswege entschließen müffen, um die Regierung zur legitimen Fortführung der öffentlichen Ausgaben in den Stand ?U den Reihen der belgischen Liberalismus macht sich ein neuer Abbröckelungs.Proceß bemerklich, der von dem klerikalen Ministerium Ber- naert jedensalls mit Genuglhuung begrüßt werden wird. Am Montag Abend hielt die gemäßigt- Fraktion der liberalen Vereinigung in Brüssel eine Ver- sammlung ab, in welcher beschloffen wurde, fich von der alten liberalen Lereim- aung zu trennen und wurde zugleich eine Commisfion zur Ausarbeitung eines neuen Reglements ernannt. Die belgischen Radikalen haben unter der Führung des Devutirten Janson durch ihr unbesonnenes Verhalten den gemäßigten Liberalen eine weitere Bundesgenoffenschaft fast unmöglich gemacht; daß aber die e Scheidung der Geister nur dem gemeinsamen ultramontanen Gegner zu Gute kommen kann, hätte man sich im liberalen Lager doch vorher überlegen sollem Rach längerer Pause ist von Formosa wieder eme Siegesdepesche des Admirals Courbet eingelaufen. Dieselbe besagt, daß Commandant Lacroix die neuen Werke der Chinesen, welch- die französischen Stellungen Gedrohten, genommen hat, wobei die Chinesen 200 Mann au Tobten verloren, wahrend die Franzosen ihren Verlust aus nur 1 Todten und 7 Verwundete beziffern. Eme weniger angenehme Nachricht kommt aber gleich hinterher, indem eme Anzahl chinesischer Kreuzer mit noch unbekannter Bestimmung ausgelaufen sind, wahr« schemlich haben dieselbe Ordre, einen Angriff auf die demnächst zu erwartenden Transportschiffe mit den französischen Verstärkungen zu unternehmen. Ob der im Königreiche Korea ausgebrochene Ausstand auf den sranzösifch-chinesischen Conflict einwirken wird, bleibt vorerst noch abzuwarten, über die Tragweite der aus Korea gemeldeten Verwickelungen noq keine ausklärenden Nachrichten vorliegen. Di- englischen Kriegsschiffe „Espoir" und „Flymg Fish haben Befehl, sich an der koreanifchen Küste aufzuhalten .... mi. Aus Khartum ist in dem letztgen Hauptquartiere der -Mischen Nil Expedition, in Korti, ein Bot- mit der Meldung angekomrnen, daß Gordon uch wohl befinde und den Ausständischen ein- schwere Niederlage be,gebracht habe. »erlitt, 18. December. Der Reichstag beftäNgte da« P^Mumsürd,- w-u-ri Dauer d-r S-lston. Zu dem Antrag-Gr,llenbergn, b,treffend dt-»bänd-run» d«S KrankenkaffengcledeS, wir» der EommisstonSantrag saft einftimmtg genehmtgt. Ei f°7g.n Wah"lpra'ung-n, -ob-, über die Wahl Schenck,, WU-d-v), Krooar checkS (Jüterbog!) amtliche Erhebungen verlangt werden, ehe über die GüNlgrett v schloffen wird. -^Der^undesrath überwies den Gesetzentwurf ^gmBeittag,^R«tchS,a den Kosten des ZollanschluffeS Bremens an deu Ausschuß und nahm in zweiter Be ratbung^daS^PofffparkasffMbtz^an. . Ein Verein mehrerer Deut,«er ü. Paris hat dem Reichskanzler zur Kretrung der zweiten Directorstelle im auswärtigen Am^ die erforderliche Summe zunächst für ein Semester zur Verfügung gestellt- In dem betreffenden Tel^ramme sprechen' di- G-b-r den Wunsch aus daß ein Deutschlands würdevolleres neues AdsttmwungSrecht vor Anfang des zweiten Semesters, für welches das Geld auch bereit fei, stattfinden möchte. «erlitt, 18 December. Ja der heutigen Stadtoerordnetensitzung gelangte ein Mandates Ewald's auch bei Jahre langer Dauer seiner Auswetsung.sowtedatzdte Kortdauer der tbm in der Versammlung angewiesenen Stellungen durch DU Aus. Nung in üg-nd -in-r W-ise ,°-ff-tb°,t °--d-. V-rtr-t-r d-s^Magistrats mar-u bei Verlefuna der Anfrage nicht mehr anwesend. Ein Antrag auf ^infeyung eines aa8,Ä8 ju. ergäÄ be™ G-iS-!tS°rb»ung hstistchitt« d'S-^ "°rffch«r Ahndung heg 8uw>derbandelns gegen die Ordnung, insbesondere gegen Wahrrmg ÄÄwle wkgen Feststellung der Gegenstände, welche in geheimer Sitzung zu verhandeln sind, wurde angenommen. . 18 December. Die Sch'fffahrts - Akte für den Congo und Niger ist heute fertigqestellt worden. Morgen findet eine CommtssionSsitzung über einige unter- geordntt- Vunkle statt. Reinsdorf und Genoffen. In der heutigen Siton« ward "nächst der Zeuge Palm wegen des Niederwatd.AMntatS nnnommm.^ DerMbe erkiärt, daß der Angeklagte Küchl-r ihm erzShlt, er und Rüg ch f,im nach dem Niederwald gereist, um den Jestzug zu stören; sie hatten m e ne Drainage Dynamit gelegt, dmch Regenweiter sei aber die Zündschnur naß g-word n und die Explosion unterblieben. Zeuge gibt zu, den Bttrag vcm 40 sich lewweise beschafft und ihn Küchler zu einer Reise nach London zur Herbeischoffungvon Schritt n flepeben zu haben. Angeklagter ReinSdorf will wissen, von wem der Zeuge Palm den GUdbetrag geliehen habe, er glaubt, daß er ihn von der Polizei -rhal en habe Der Q,une D’rmetoert iede Auskunft, da er im anderen Falle befürchtete, selbst in die An- gelegenheit verwickelt zu werden- Der Zeuge bezeichnet es als richtig,.daß Küchler zu ihm gesagt, er sei mit nach dem Niederwald gegangen, um daß E^tatzuoerkiteln. Der Zeuge Färber, Kaufmann aus Barmen, will über einen an ihn gelangten> Br,es. unterzeichnet ,Ausschuß der social-revolutionären Partei in New-York, nicht daS Geringste wiffev. An den Zeugen Polt zetcommiff ar Gottschalk richtet-Re vSdo^ die ccrQQe ob er wiffe daß die Arbeiter in Elberfeld und Barmen viel Dynamit in Besitz hätten. Gottschalk erklärt, es seien mehrere Steinbrüche vorhanden u>w die Stein brecker benutzten Dynamit, auch würde bet Anlegung von Hausbrunnen Dyaom t an apnae Büraermetster Alberti aus Rüdeshetm gab eingehende theilungen über die Wttkungen der Explofion in der Festhalle, ^Sgleichen der Wirch her <>Afer in der Halle. Die Mengen PorSberger und Lauter, sowie der Sach verständige Major Pagenstecher aus Mainz erklärten, daß über ^n Waff"durch^ fahrender Wagen und die darin befindlichen Personen auf daS Höchste durch die Ex. ---------- ” Prei» vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Dringerlsh«. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. politische Ueberfkcht. Gießen, 19. December. Die parlamentarische Niederlage, welche dem Reichskanzler am Montag durch die Ablehnung der für die zweite Directorstelle im auswärtigen Amte geforderten Position Seitens der klerikal.freisinnigen Reichstags-Mehchett bereitet worden ist, hat in weiten Kreisen der deutschen Nation schmerzliche Entrüstung und selbst im Auslande Staunen erregt. Gerade jetzt, wo die äußern Umstände des Reiches ohne Gleichen dazu angethan sind, dem leitenden Staats- manne Vertrauen entgegenzubringcn und ihm die Arbeitslast so erträglich wie möglich zu machen, gerade jetzt, wo soeben unsere auswärtige Politik wieder die glänzendsten Proben ihrer Leistungssähigkeit abgelegt, wo Deutschland die größte Seemacht zur Anerkennung der Gleichberechtigung aller Nationen aus „herrenlosem" Gebiete zur See gezwungen hat, wo ferner unter der Aegide des Fürsten Bismarck ein Völker - Areopag in der Neichshauptstadt versamme t ist — gerade in diesem Momente findet sich in unserem obersten Parlamente wieder eine Majorität, die es, den eindringlichsten Vorstellungen des Kanzlers zum Trotz, ablehnt, eine neue dirigirende Arbeitskrajt rm auswärtigen Amte aufstellen zu kaffen! Es isi freilich dieselbe Majorität, die sich schon mehr,ach in der neuen Session des Reichstage» zur Bekämpfung wichtiger JM-reffm des Reich« zusammengesunden hat und das gelegentliche Vorhanden,em dieser Majo- rität ist ein schlagender Beweis für die Misore unserer parteipolitischen Zu- stände. Wie man im Auslande eine derartige Opposition auffaßt, davon zeugt ein Artikel des Wiener „Fremdenblattes" über den erwähnten Reichstags- beschluß, worin es u. A. heißt: „Es kann nur tief beklagt werden, daß gerade auf dem Gebiete der auswärtigen Politik unmittelbar unter dem gewaltigen Eindruck, den die Veröffentlichung der Aktenstücke über die westafn^msche Colonialpolitik in Deutschland wie in ganz Europa zu Gunsten des Fürsten Bismarck hervorgebracht hat, das deutsche Parlament so ganz am unrechten Orte und zur unrechten Zeit seiner Rancune die Zügel schießen ließ und bewußt oder unbewußt denjenigen Elementen HeereSfolge geleistet hat, welche dem^Reichs- kanzler und dem Reiche mU gleicher Unversöhnlichkeit entgegenarbeiten. Wir haben diesen charakteristischen Auslastungen eines so angr ehenm auswärtigen Prcßorgans nichts hinzuzusügenAuch bet der am Dienstag fortgesetzten Beratung des Etats des auswärtigen Amtes zeigte sich das Vorwalten der klerikal - sreifinnigen Majorität, denn eine ganze Reihe wichtiger Forderungen wurden gegen die Stimmen der Conservativen und der Nationalliberalen abgelehnt, so die Summen, welche für die Errichtung eme« deutschen Generalkonsulats in der Capstadt und auf Korea, sowie eines Consulatü und dreier Viceconsulate in Apia (Congo-Jnseln) gefordert worden waren. Bewilligt wurden für Apia nur ein Consul und ein Viceconsul, sowie je ein^Consul für die Capstadt und für Korea, dagegen nahm das Haus oie für Ernc^ung eines General-Consulats in Sidney geforderte Summe an und erledigte nach unerheblicher Diskussion den Rest des Etats des auswärtigen Amtes. Die Congo-Conserenz dürste am Mittwoch nach längerer Pause wieder eine Plenarsitzung abgehalten haben, um über die von ihrer Commisiion sestgestellte Schifffahrts-Akte für Congo und Niger endgültig zu beschließen. Der vergangene Montag vor dem Reichsgericht zu Leipzig begonnene Hochverrathsproceß gegen die Anarchisten ReinsdorfundGenoffen zieht begreiflicher Weise die Aufmerksamkeit der weitesten Kreffe auf sich. Han- beite es sich doch vor Allem um jenes wahrhaft teuflische Unternehmen einiger von dem Giste der anarchistischen Ideen vollständig durchtränkter Wahnwitziger, der eOrhabenen Festversammlung, welche, Kaiser Wllhelm an der^Spitze, de Einweihung de« National-Denkmals auf dem Niederwalde am 28. (S^itember 1883 beiwohnte, durch Dynamit den Untergang zu bereiten , ^^ucklicherweife ist die Ausführung dieses gräßlichen Planes durch eme gütige Fügung des Geschicks vereitelt worden und auch die denselben Verbrechern zur Schuld zu legenden Dynamit-Attentate in Elberfeld und Rüdesheim haben wenigstens keine Personen zu Schaden gebracht. Heute stehen nun die Urheber und Mitwisier dieser Thaten, acht an der Zahl, vor dem obersten Gerichtshöfe Dmtschlands, bereits haben verschiedene der Angeklagten sich zu einem thellweisen GestandM ihrer Schuld bequemt. Nur der Hauptangeklagte, Reinsdorf, der et9entlt^e Urheber aller jener Unternehmungen, als welcher er von feinen Kosten selber be^ Zeichnet wird, leugnet; er leugnet auch, den Vorschlag gemacht zu haben, das Krieaerdenkmal aus dem Markte in Elberfeld in die Luft zu sprengen und im Kursaale zu Wiesbaden ein Dynamit-Attentat zu begehen, obwohl die druckend- w„ unb Umqebung — wohl in Folg- der Ausnahrnegefetze — ^b°rSst°rrelch ver kät zu haben Wenigsten» d-ut-t hierauf di- jüngst in Urfahr bet Li» vorge nonnnene Verhaftung von vier Anarchisten hin. In Lmz wurden H°u»durch fnAimnm bei sieben verdächtigen Perfonen vorgenornrnen, doch ergab sich nichts Gmvirendes - In d-m^Kübeck-Schachte d-s Aninaer K°hl°nb-rgw°rke» d-r ^-^ff^unaarifchen Staatsbahn gehörig, hat eine Explosion stattgefunden, M ÄW& W bi» jetzt aus dem Schutt- hervorgezogen worden. Die französischen Kammern stehen im B-gnff-, ihre Wethnachts- s-rien an,»treten um noch die dringendsten Arbeiten bts zum Beginn der par- serien anzulreien, ^.r hj 6ärt biß Deputirtenkammer jetzt täglich zwei Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. DloN-n gesährdtt waren. In der Büchse, die fn der Drainage lag, haben sich, »ach Meinung der Sachverständigen, anderthalb bis zwei Pfund Ty^amtt befunden. __Jn der heutigen Nachmittags-Sitzung wurde die Beweisaufnahme zu Ende aefübrt. Der Zeuge Sattlermeister Fellbecker auS Barmen depontrte, der Angeklagte Ruvich habe längere Zett bei ihm gearbeitet und in der ersten Zeit keinen Grund zur Unzufriedenheit gegeben, bis er sich mit den Socialdemokratm eingelassen habe. Später habe er (Zeuge) entdeckt, daß Rapsch ihn bestohlen, als er ihm das oorgehalten, habe Rupsch gcsagt, die Socialdemokraten hätten ihn dazu verführt. Der Zeuge Klempner- meist r Brinkmann auS Barmen sagte aus, Rupsch habe gegen ihn geäußert, eS werde m't den Socialdemokraten noch ein schlechtes Ende nehmen, es sei ihm aber gleich, ob so oder so. Der Schriftsetzer Sommereisen gibt an, ReinSdorf habe mit ihm in einer Druckerei gearbeitet, er habe einmal gefchrn, wie ReinSdorf aus Paris einen Brief mit einem 100 Frcs.- oder 50 FreS-Billet erhallen habe. Zeuge Färber Boellhof aus Elberfeld deponirt betreffs eines an seine Adresse gelangten Briefs mit 100 X Inhalt aus New-Aort, er wisse nicht, wie er zu diesem Gelbe gelange. Z uge Schiebcck auS Elberfeld gibt an, Reinsdorf habe ihm gesagt, er werde eine große That verüben und den Zürichern einen Streich spielen, ganz Deutschland werde an ihn denken. Reinsdorf habe stets einen schweren Revolver bei sich getragen, auch eine Flasche mit Schwef.lsäure besessen. Der Gerichtshof beschloß, dir Zeugen Palm und Westweber nicht zu o-'reidigen, da sie der Thellnahme verdächtig seien. Nachdem noch mehrere Schriftstücke verlesen worden waren, wurde die Beweisaufnahme geschloffen. Morgen früh 9 Uhr beginnen die Schlußvortragr, die Verkündigung des Urtheils wird nächsten Montan Mtttag erwartet. Lidau, 18. Decrmber. Bis heute Vormittag 11 Uhr sind, nachdem die Stürme sich über Naast gelegt haben, 18 Dampfer ausgelaufen. Falls ruhige See anhält, -werden auch die der großen Lichter bedürfenden Dampfer und Segler auslaufen und die auf der Rhede ankernden 8 Dampfer einlaufen. Bern, 18. Decembrr. Dem Nattonalrath ist folgender Antrag zugrgangen: Zn Folge d.r dem deutschen Reichstage gemachten Vorlage, betreffend tue Subvention der Dampferltnien und der Frage, ob die Linien von Geuua oder Triest auSzugehen haben mutz di: Schweiz und die Gotthardbahn wünschen, daß Genua als Ausgangspunkt gewählt werde. Deßhalb ist der Schweizer Bundesrath zu ersuchen, durch geeignete Schritte bet der Entscheidung obiger Frage das Interesse der Schwetz zu wabren. London, 18. December. Bet dem PoNzttgericht zu Great Yarmouth hat gestern die von der britischen Regierung veranlaßte Untersuchung gegen die englischen Fischer, welche am 29 Juli d. I. auf der Höhe der holländ scheu Küste den deutschen Kutter „Diedrich" geplündert hatteo, begonnen; die Fischer find der Seeräuberei und des Dtrb- ftahls augeklagt. — Die Municipalität von London hat einen Preis von 5000 Pfd. Sterl. für die Festnahme des Urhebers der Explosion an der London-Bridge auSzusetzen beschlossen. Dir heute erfolgte abermalige Besichtigung der Explosionsstelle hat ergeben, daß die Be- fchädigungen der Grundmauern beträchtlicher sind, als Anfangs angenommen war, und daß dre in dem Mauerwerk entstandenen Risse handgroß sind. Dover, 18. December. Btt einer von den Zollbeamten vorgenommenen Du'chsuchung der gestern vom Continent hierher gelangten Maaren wurden in einer Kiste, die nach der Deklaration Gußeisen enthalten sollte, nahe au 200 Pfd. Dynamit vorgrfundrn. Glberfeld, 18. December. Die „Elbers. Ztg." veröffentlicht einen Ausruf von patriotisch gesinnten Männern aller regierungsfreundlichen Parteien, welche, entrüstet über die Verweigerung der zur Führung der auswärtigen Politik nothwendigen Mittel, einen dem auswärtigen Amte zur Verfügung stehenden Fonds zu gründen beabsichtigen. Der Aufruf hat bereits zahlreiche Unterschriften gesunden. Bremen, 18. Decbr. Der Dampfer des Norddeutschen Lloyd „Rhein", welcher am 14. ds. von hier ausgelaufen und am 16. ds. von Southampton weitergegangen ist, stieß am 17. ds., Morgens 2 Uhr, in der Höhe von Cap Lizard mit einem englischen Dampfer, wahrscheinlich dem Dampfer „York", welcher zuerst denselben Kurs hielt, wie der „Rhein", später aber den Kurs des Letzteren zu kreuzen versuchte, zusammen. Der „Rhein" kehrte nach Southampton zurück und wird nach AuSbefferung einer leichten Beschädigung heute nach New-York weitergehen. Der englische Dampfer ist in Falmouth einge- lausen. Menschen sind bei dem Unfall nicht verletzt worden. Wien, 18. December. Das Abgeordnetenhaus nahm in Betreff der Petition des Centralvereins der Zucker-Industriellen die Anträge des Ausschusses an, nach welchen die Regierung den Wünschen der Petenten durch möglichst beschleunigte Einbringung eines bezüglichen Gesetzentwurfs thunlichst Rechnung tragen und eine Enquete über die Krisis der Zucker-Industrie vornehmen lassen solle. Das Haus vertagte sich hierauf anläßlich des Weihnachtsfestes. Washington, 18. December. Der zwischen den Vereinigten Staaten und Nicaragua über den Nicaragua-Kanal abgeschloffene Vertrag ist dem Senate im Wortlaute mitgetheilt und gedruckt worden. Präsident Arthur weist in einem Begleitschreiben aus die großen Vortheile hin, die der ganzen Welt aus dem Kanal-Unternehmen erwüchsen. Leipzig, 12. December. (Privat-Depesche.) Das Reichsgericht verwarf die eingelegte Revision betr. die Ehescheidung der Frau Colemine. Lokale». Gießen, 19. December. SchwurgertcbtSverhandlun« am 18. l. MtS. gegen Johannes FilgeS von Bobenhausen bet Nidda wegen Körperverletzung mit lödtltchem Erfolg. Derselbe war augeklagt: daß er am Nachmittag deS 11. November 1884 den Christian Bögler von Wallernhausen im Walddistrtct Eschberg bet Finkenloh durch Schläge mittelst eines starken Knotenstocks mit Hirschkrone — einem gefährlichen Werkzeuge — vorsätzlich an seiner Gesundheit beschädigt, ihn insbesondere an der rechten Schläfe verwundet und hierdurch den Tod de8 Verletzten verursacht habe. Die Geschworenen bejahten die ihnen vorgelegte Schuldfrage und wurde der Angeklagte in Folge davon in eine Gefängnißstrafe von 3% Jahr verurtheilt. Gießen, 18. December. Heute mußte einer im vollen Gange befindlichen Mobiliar-Versteigerung polizeilich Einhalt geboten werden, da der Boden des betreffenden Lokales bedenkliche Bewegungen machte, Risse zeigte und die Last bet dicht zusammengedrängten Menschen nicht mehr zu tragen schien und ein Unglück leicht Jassiren konnte. Vermischtes. AuS dem Großherzogthum. Im Frühjahr 1883 hatte man nach den Mitthetlungen der Centralstelle für Landesftattstik im Großherzogthum Hessen 982 einfache Volksschulen mit 2103 Lehrern und 160,020 Schulkindern, so daß durch- fchnttllich auf eine Lehrkraft 76 Schüler kamen. — Fortbildungsschulen waren 878 vorhanden, die von 22,846 Schülern besucht waren. — Privat'UnterrtchtSanstalten zählte man 62, wovon allein 11 auf die Stadt Mainz entfallen. Die Gesammtschüler- zabl belief sich auf 4759, wovon 3522 Mädchen. — Endlich sind noch 17 erweiterte Volksschulen mit 3515 Schülern zu verzeichnen und zwar in den Otten: Darmstadt, Pfungstadt, Beerfelden, Gernsheim, Gr.-Gerau, Heppenheim, Offenbach, Gießen, Grünberg. Hungen. Ltch, Nidda, Butzbach. Friedberg und Schotten. Die Provinz Rheinhessen besitzt keine erwettetten Volksschulen, dagegen aber 27 Prtvat-UnterrtchtS- «mstalten. Mainz, 16. December. Ueber Ausschreitungen gegen Militärvosten berichtet bie »M. 3-*: Am Sonntag Abend um 9 Uhr wurde von dem Posten am Gouvernement ein Mann verhaftet, als er im Begriff war, das Gebäude zu verunreinigen. Der Posten steckte, gemäß seiner Instruktion, den Arrestanten in'S Schilderhaus «ud Lenachrichttgte durch einen Vorübergehenden die Hauptwache davon. In kurzer Zett hatte sich eine große Masse von Zuschauern daselbst eingesunden, von denen einige die Absicht hatten, den Gefangenen zu befreien. Hierdurch ermuthigt, machte letzterer einen Fluchtversuch, wurde aber von einem Obergefreiten deS Fuß-Artillerir-RegimentS gleich wieder festgenommen und nach feiner alten Zelle gebracht. Da sich die Menge immer vergrößerte, so wurde von der Bass-nheimr'ho'kaser-ie eine Patrouille abgeschickt, die den Platz frei machen sollte. Der Arrestant wurde durch eine Patrouille noch der Hauptwschr gebracht, nachdem diese vorher das Se tengewehr aufgepflanzt hatte, wert dir Meng- sich anschickte, zu folzen. Auch Montags mußten zwei Verhaftungen oorgenommen werden. D.e e'ne wieder am Gouvernement wo ein Individuum sogar versuchte, dem Posten daS Gewehr zu entreiß.n; die andere au der Hanptwache, wo ein Mensch m:t Steinen nach dem Posten warf. Stuttgart, 15. December. In dem benachbarten Feuerbach trug sich, der „Neckar-Zeitung* zufolge, gestern ein entsetzlicher Vorfall zu. Ein Taglöhner verlangte in einer dortigen Apotheke ein Glas Liqueur. Unglücklicherweise griff der Apotheker fehl und verabreichte dem Arbeiter statt desGewünsch en Carbolsäure, die auch so- ort ausgetrunkcn wurde. Trotz sofort angewandter Gegenmittel starb der Unglückliche zwei Stunden später eines jammervollen Todes. Der unfreiwillige Thäter stellte sich sofort der Staatsanwaltschaft. — Ueber e>n Reise-Abenteuer eines Wesrerwäldrr Bauern weiß ein Corre- ponbent des »Rh. 6ur.N Folgendes zu bericht n: Em alter Westerwälder Bauer, der sich zu den „Schlauen" zählt und den wir Hanpitter taufen wollen, hatte für den Winter, den er, da »r sich zu? Ruhe gefitzt hatte, hinter'm Ofen verbringen wollte, e n Paar weiche Hausschuhe nöthig. Er Hütte, daß man solche in dem 25 Kilometer entfernten Montabaur, welche« durch die Westerwaldbahn mit seinem Wohnorte SelterS verbunden ist, um 50—60 H billiger kaufe als in bfctetrm. Er batte sich weiter sagen lassen, daß eine Fahrt nach Montabaur in 3. Klasse 60 die Retourfahrt aber nur 30 H kosten- Der Eifinbahntarif wurde nämlich Abends, wenn die Bauern von der Arbeit des Tages ruhend, vor der-Thüte auf dem Klotz (Baumstamm) saßen, sehr eifrig dlskutirt und ausgelegt. Unser alter Schlauberger Harpttier dachte: „Du mußt Dir die neue Einrichtung auch zu Nutzen machen*. Er war schnell mit sich einig, nachdem auch seine Annegrith seinen Plan gutgeheißen, wonach er den Weg nach Montabaur zu Fuß machen, zurück (retour) aber mit der Bahn fahren sollte. Die Ausführung folgte schon am folgenden Tage. Hanpitter kaufte die Schuhe in Montabaur um 60 H billiger w'e ihm in SelterS gefordert worden war. Erfreut über daS gute Geschäft und in Aussicht deS bisher ungmossenrn Vergnügend, mit der Bahn fahren zu können, und zwar für 30 wie das Retourbilltt kosten solle, verwendete er 20 H zu seiner Erheiterung, tn der Absicht, für bte weiter ersparten 10 H seiner Annegrith einen Weck mttbrtngen zu wollen für ihren guten Rath. Nachdem er sich längere Zeit die Bahnhofsgebäude betrachtet und im Wartesaal btr ab» und zugehenden Personen gelauscht hatte, eilte unser Hanpitter unmittelbar vor Abgang deS ZugeS an den B lletschalter und forderte „ein Rttourbtllet 3. Klaffe nach Selters". Er erhält ein B lltt zur Fahrt „von Montabaur nach SelterS und zurück" und auf dnS hinge- legte Einmarkstück (setn letztes Geld) statt 70 H, w e er hoffte, nur 10 H heraus. ES würbe zur Abfahrt geläutet und zu Erörterungen war keine Zeit mehr, unser Han- pitter erreicht noch knapp den absahrenden Zug. In SierShahn, einem Knotenpunkte der Bahn, hieß es: „Alles ausstttgcn!" Unser Bekannter steigt aus, gcht nach einem bereits dort haltenden Zuge und steigt tn diesen ruhig ein, nachdem ibm der Schaffner seine Frage, „ob daS der S-ltcrser Zug fetN, bejaht hatte. Nach kurzer Fahrt hält der Zug und unser Hanpitter glaubte schon bei seiner Annegrl d zu sein, aber eS erschallt der Ruf: „Station Montabaur!" Unser Bekannter war in SicrShahn statt tn den Zug nach SelterS tn den von Selters eingestiegen und da wtber angrkommen, von wo er mit Retourbilltt abgefahren war. Die letzten 10 H, für welche seine Annegrith einen Weck hoben sollte, verwendete er zu seiner Siä-kung, denn er mußte wohl oder Übel den Retourweg von Montabaur nach Sttters bei Nacht und Nedel zu Fuß zurücklegen, wie er auch den Hinweg gemacht hatte. Unser Hanpitter soll sich aber verschworen haben, niemals mehr mit einem Retourbillet zu fahren und in Zukunft seine Schuhe wieder tn Selters zu kaufen, wie daS auch vor Eröffnung der Eisenbahn geschah. — (Vacante Stellen für Militäranwärter im Bereiche deS 11. Armee-CorpS.) Im Amtsbezirke (Bahnstrecken GunterShausen-Gerstungen-Gotha, Gotha-Leinefttde und Gotha-Ohrdruf) Königl- Eisenbahn-Betrj.bSawt Kassel, Dirrclionribezirk Erfurt, zu Kassel, Königsstraße 32, 6 Stations-Aspiranten, p 75 JL monatlich, welche biS auf 125 JL monatlich und später höher steigen; daselbst 3 Telegrapben-Aspiranten, je 75 JL monatlich, welche b'S auf 87,50 JC. monatlich steigen. Kassel, Königl. Etsen- bahn-BetriebSamt Kassel, DirrctionSbezstk Ersutt, Kassel, KönigSstratze 32, 9 Bur-au« Aspiranten, je 75 JL monatlich, welche bis auf 125 JL monatlich und föäter höher steigen; daselbst 4 Kanzltt-Aspiranten, je 75 JL monatlich, welche b<§ auf 100 JL und später höher steigen. Herscheid, Postamt. Postverwalter, während deS ProbeiahreS 2,50 Tagegeld, nach erfolgter Anstellung 1230 at Gehalt. Wi.sbadcn, städtischer Kurdirettor, Brunnenwärter, 1200 X Gehalt. Literarisches. Mufft für den Weihnachtstisch. Eine für den Weihnachtstisch willkommene Gabe ist das vor einiger Zett erschienene Tanz-Album: »Erinnerung an Gießen^. Dasselbe enthält eine von Faust getroffene vortreffliche Auswabl von Tänzen, Die in jeder Familie gewiß mit Freuden begrüßt und bei allen jungen tanzlustigen Herren und Damen jedenfalls eine bleibende Stätte finden dürfte. Die ganze Tanzkarte ist in dem Album vertreten: eine schwungvolle Polonaise von Faust, zwei ansprechende, melodienreiche Walzer, ein Polka-Mazurka, ein Schottisch, ein feuriger Galopp, ferner ein allerliebster Rheinländer, selbst die in jedem Tanzsalon allgemein beliebte Fran^affe ist vertrtten. Das Heft, zusammen 12 der gediegensten Tänze enthaltend, ist prächttg auS- geftattet, mit einer schönen Titelvignette versehen und für den PreiS von 1,50 X bei Henn Wilh. Rudolph hierseldst zu haben. Kirchliche Anzeigen der Stadt Giessen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. 4. Adventssonntag, 21. December. Vormittags 9Vs Uhr: Pfarrer D i n z e l d e y. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Schlosser. Kinderkirche, Nachmittags 2 Uhr, Pfarrer Schlosser. Bibelstunde findet am nächsten Montag nicht statt. Am Mittwoch, den 24. December, Nachmittags 3^/, Uhr, Weihnachtsgottesdienst für die Kinder der Kinderkirche. (Erwachsene, welche daran theilnehmen wollen, sowie Kinder, welche sonst den Gottesdienst nicht regelmäßig besuchen, werden gebeten auf den Bühnen Platz zu nehmen.) Am 1. Weihnachtsieiertag, 25. December, wild nach beiden Gottesdiensten eine Kollekte für die hiesige Kleinkinder-Bewahranftalt erhoben. Am 2. Weihnachtsfeiertag, 26. December, wird nach beiden Gottesdiensten eine Kollekte für die Armen unserer Gemeinde erhoben. Die Pfarrgeschafte in der Woche vom 21. bis 27. Dezember besorgt Pfarrer Dingeldey. Der Kirchen-Kalender für die evangel. Gemeinde Gießen für 1885 ist erschienen und soll in diesen Tagen angeboten werden; es wird gebeten, die mancherlei Mittheilungen, Erklärungen und Bitten des Kalenders freundlichst aufzunehmen und zu beachten. Katholische Gemeinde. 4. Sonntag des Advents. Von 7 Uhr an: Beichte. 8 Uhr: Frühmesse und Austheilung der hl. Commu- nion. VzlO Uhr: Hochamt und Predigt. 5 Uhr: Christbescheerung für die armen Kinder unserer Gemeinde- Mittwoch Vigilfasten; um 4 Uhr: Beichte. Gotterdirnft in der Synagoge. Freitag Abend 4 Uhr, Samstag Morgen 8* Uhr, Samstag Mittag 3 Uhr, EamStag Abend 4“ Uhr. 6e 8381 8396 Bckmmtmachung 113 8363 Gieße«. empfiehlt 8382 Kreuz 6. 8383 380 112 xaubsügekasten, Werkzeugkasten, Jaubsägebogen, Drillbohrer, Lägen etc. Wilhelm Seibert Marktstraße. Montag, den 22 December 1884 findet die erste Generalversammlung und zwar Nachmittags 4 Uhr diejenige der Arbeitgeber und um 5 Uhr diejenige der Arbeitnehmer in der städtischen Turnhalle — Südanlage statt, wozu alle bei der hiesigen Ortskrankenkasse Betheiligten eingeladen werden. Gegenstand: Die Wahl der Vertreter. Gießen, den 19. December 1884. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. Prof. Dr. Kemmerichs Bouillon Von Fr.itag den 19. dss. Mts. an »nd di« folgeren Tage, jedesmal von Nachmittags 1 Uhr an, werden Christbanmchen ZU 10, 20, 40 und 60 H im städtischen Magazin am Krämermarktplatz ausgegeben. Gießen, den 18. December 1884. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gichen. A. Bramm. 8384 5 bis 6 tüchtige Holzhauer,, zum Umlegen für Pappelstamme, werden lorprt gesucht- Leute, welche in Holzhauereten schon beschäftigt waren, erhalten den Vor- Vxm. Georg Weitz III ä zu Groß-Linden. Aeikgebotenes. Bügeleisen, Uhrwaagen, Kaffeemühlen, Messer und Gabel, Kochgeschirre aller Art Samstag den 20. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Flett'sckenHofraithe dahier 170 Weißbinderbohlen, 1 runder Tesch, 1 Sopha, 1 Kommode, 1 Spiegel, meistbietend versteigert werden. Gießen, am 18. December 1884. Gritzlrr, 8370 Gerichtsvollzieher. OrchestrionetteS (Ehrlich s Patent», worauf Hunderte von Musikstücken gespielt werden können, em- pfiehlt . 79-3 J. II. Fuhr. Frisch geschossene Basen pr. St. 3 Mk. sind zu haben bei • 8366 Wildhändler Gbel. Käse Limburger Käse ä Pfund 25 Pf., Handkäse ä Pfund 35 Pf , per Stuck 5 Pf. aus der Dampfmolkrrei Gießen empfiehlt 11. F. Nassauer, empfiehlt Wilhelm Seibert, Länge mit 111 km, Kiefern-Vaustämme mit 255 km ____Fichtenstangen mit 5 km Inhalt. Die Zusammenkunft findet jedesmal Morgens 9 Uhr statt und zwar am Montag im „Fuchsstrauch" unweit der Eisenbahn, am Dienstag im „Höler" aus dem Garbenteicher 2 Buchenstämme mit 1,14 km, 67 Fichtenstämme von 16—37 cm Durchmesser und 12—23 m Länge mit 53,76 km, Kiesern-Schneidklötze von 35 bis 50 em Durchmesser und 4—12 m Feinste Cigarren, Cigarretten u. Cigarrettentabak empfiehlt billigst 8246 C. Roth. Bekanntmachung. Betreffend die Krankenversicherung der Arbeiter. $atb u.lUerfifjof^ Versteigerung in der siirlUichkN Merförflerei Lich. Montag den 29. und Dienstag den 30. December sollen im „Fuchsstrauch" und „Höler" versteigert werden: 32 schwere Eichenstämme, zu Werk- und Schnittholz vorzüglich geeignet, von 43—95 cm Durchmesser und 3—16 m Länge mit 49,65 km, ng an ww. on Tanzc", ö« “ .nsliM Men B wzkarte 'st " J ^chende, melow> p, ferner eh* [übte Frmatse y », w’ä“; 5 von 1,50 *611 -a- D-jMt-- **' K»- * Die Versteigerung des rur Tresselt ä- Waldschmidt'schen Concursmaffe gehörigen Mobiliars findet nunmehr Samstag, den 20. December, Nachmittags 2 Ubr i,» Iritz Mrll'schcn Laden, Neustadt 11, »«« und werden feinere Möbel, als: Tische, Stühle, Kommooe, Kleider- schranke, Schreibsecretakr, Bücherschrank, Causeuse mit feinem Plüschüberzug, Sopha-, 2 Klappsessel mit Stickereien, Rauchtisch, Wasch- consol mit Marmoraufsatz, Regulator, Spiegel, 1 Kinderwagen, 1 Pendule und sonstiac Gegenstände versteigert.___________ 2'lnliite I list. ff>lQb0(' 1 k» ' kuÄi;1 * stellte ßtz N fl“ Con«- Bauer. btT ' 6att< für JJ SMei» &01? Selürtz weiter sagen y nut I ^Uil.nDon der I ?®) saftn. setze 'n I 1 fii iimi, oen Mg ^at ' “n sollte. M -chuhe In Mon- Sxfwut über bad . mit der solle, venvendek tm 10 4 setaer Nachdem er sich ' und jugehistdu W drS ZugeS an Er ertzll, ' d aut dis tztuge- ur 10 H Hera«, mehr, unser Haa- liB Knot'npunktl . g'ht nach ttnra dm der Schafsim | er Fahrt HSlt der aber eS aschallt Hahn statt hi den angekommen, nun le seine Annegritd mußte wohl oder 1 fil zu Fuß zurüch soll sich aber vrr- । In Zukunst fdnt 10 der Etsenboha 1. Armee-CorpS.s ifybCtlntfdbeuni Erfurt, z° , wilfie bl! auf i-Wtranten. je „ W- Ww U. $ MW- vnd stdter hohn 5 üui M JL und ( drS Probesaheei Sbaden, stüdttscher Marktstraße. Neu! Blühende Maiblumen eingepflanzt in Töpse. Der Tops enthält sechs blühende Pflanzen, aus Wunsch auch mehr. Preisberechnung billigst. Als passendes Weihnachtsgeschenk empfohlen von 8392 Ae H©tS<^ Gärtner. Hardthos b. Gießen, 19. Dec. 1884. Bestellungen per Postkarte erbeten. ^Echten Nledicinal-Tokayer{ (aus directer Bezugsquelle) untersucht * von der k. k. Versuchsstation für 0 + Weine in Klosterneuburg b/Wien, so-,0 A -wie von anderen hervorragenden Ana- * Xlytikern, und als Krankenwein zur X Stärkung für Reconvalescente, Frauen * Xund Kinder empfohlen, offerirt die Ä a Drogerie von Otto Sch aaf, i T Giessen, Seltersweg 25. 5224 ▲ Schöne Hirschgeweihe mit Schädel m schöner Waare empfiehlt ~ 8391 H. Zöllner, Drechsler, -seltersweg 4. 8365 Ein tüchtiger Biehschweizer auf Weihnachten gesucht von; Chr. Hauvach I. empfiehlt in vorzüglicher •»"* tät JE. Fischbach. Käse. Aechten Emmenthaler (superb) ä Pfd. 1.20, Feinsten Edamer ü.Pfd. 1.10, Prima Bayr. Limburger ä Psd. 41 Limburger aus der hiesigen Damps- Molkerei ä Psd. 25 H offerirt 8289 S. Eisoger. Aechte frankfurter Würstchen frisch eingetroffen bei 6656 L. Kalkhof. tolSIHIIliFl'lMlllOS (Neueste Erfindung, deutsches Reichspatent Nr. 13518). Diese Piaoinos sind in 12 verschiedene Tonhöhen stellbar und ermöglichen dadurch auf die denkbar einfachste Art und W eise jedes fon- stück, resp. jede Begleitung einer Gesangs- oder Instrumentaipiece bis zu einer halben Octave höher oder tiefer zu spielen. Soeben gelangte ein Pianino obiger Gattung in meinem Lager zur Aufstellung und erlaube ich mir hierdurch Interessenten zum Besuche höfl. emzuladen. Gleichzeitig empfehle mein grosses Lager mit über 100 Stück aller Arten Piastinos, Flügel ««“«• TafeSfcJavieren aus den ersten Fabriken Deutschlands zu den bekannten günstigsten Verkaufs- und Lieferungs-Bedingungen und zu billigsten Fabrikpreisen (450 bis 18000 Mark). Harmoniums für Kirche, Schule und Haus zu 120 bis 700 Mark. Grosses Lager aller anderen Musik-Instrumente, als Violinen, Zithern, Kiöten, Trompeten, Trommeln, Harmonikas, Aristons u. s. w., alle Sorten Saiten, Be- standtheile etc. Musikalien-Sortixnent und Leihanstart. Gratis und franco werden versandt: Musikalien-Hauptkatalog mit über 50,000 Nos. Zithermusik-Katalog mit über 7000 Nos., Katalog über Orchestermusik (hauptsächlich schwachstimnnge Besetzung für Streich-, y,be . Hnmmnsik^ Katalog über komische, theils auch ernste ein- ^mehrstimmige Gesänge* u. Chöre, sämmtli ehe‘Kataloge derbUligen Musi- kälien-Ausgaben, sowie das illustnrte Instrumenten-Verzeichmss. Wim, limliillili. Giessen. Nr WeilMchtstzeschmhe bedeutend herabgesetzten Preisen. e J. Kaan ]r., Krem. Wege. Eichen und Buchen kommen nur am ersten, Nadelhölzer an beiden Tagen zum Verkauf. 8386 Lich, den 18. December 1884. Wimmenauer, Forstrath Montag, 5. Januar 1885, Vormittags 11 Uhr, sollen auf dahiesigem Ortsgertcht bte Immobilien des Johannes Weber II. dahier Flur XXX.lV/581a 94 I Mir. Hof- v/10 231 > raithe am 5953/io 119 | Schießhaus, „ XXXIV/595Vio 326 Mtr. Hofraithe Garten daselbst, „ XXXX/256 838 Mtr. Acker un Gart- feld in der Schwarzlach links, _ „ XXXX/256a 188 Mtr. Acker daseloft meistbietend versteigert werden und wird mit dem Zuschlag die Genehmigung er- Iheilt. Gießen, den 8. December 1884. 8153 Großh. Ortsgertcht. Müller. Prachtvollen Glam erzielt man beim Gebrauch der ftaubfreien Ofenschwärze von Reinhold Diezmann« Plauen i. V. Zu haben ä Packet 15 H bei 484 __JL. Kröll. 8388 Frische Hese empfiehlt Brauerei Körtsch. Hütet Bellevue ( Wen »ei'* Garten). Sonntag den 21. December 1884: Großes Abend-Concert (Strcichnlusih) ausgeführt von der Kapelle des Grossherzoglich Hessischen H. Infanterie-Regiments Nr. 116, unter Leitung des Kapellmeisters Herrn C. K r a u s s e. Anfang 5 Uhr. Podium im Saale. Entree 30 Pfg. gx’ —X........ Adressbuch rter Start! Giessen für das Jahr 1885. Im Laufe des Januar k. J. erscheint eine neue Ausgabe des Adressbuchs der Stadt Giessen, welches alle Wohnungs-Veränderungen, sowie Zuzüge, die sich im Laufe der letzten 2 Jahre ergeben haben, bis ZU01 15. December enthält. — Eine Subscriptionsliste lasse demnächst circuliren und bitte ich höflichst um zahlreiche Supscription, damit ich auch ferner in der Lage bin, das für alle Stände so nothwendige Hülfs- und F O Nachschlagebuch erscheinen lassen zu können. Der Q Preis stellt sich wie gewohnt auf 3 Mk. pro gebundenes * Exemplar. Dem Adressbuch ist auch wie in früheren Jahren ein Inseratenanhang beigefügt, in welchem Geschäfts- Anzeigen etc. eine gewiss lohnende Verbreitung finden. Damit die Anzeigen eine hübsche gefällige Ausstattung erhalten, bitte ich solche mir gefl. baldigst zukommen zu lassen, event. dem Ueberbringer der Subsriptionsliste einzuhändigen. Der Preis für eine ganze Seite Anzeige berechnet sich mit Mk. 12, die halbe Seite mit Mk. 6 und die viertel Seite mit Mk. 4. — Bei Bestellung einer ganzen Seite wird das Adressbuch gratis geliefert. Mich dem Wohlwollen des geehrten Publikums bestens empfohlen haltend zeichne Hochachtungsvoll A- Sehe?da. Gießener freiwillige Feuerwehr. Zu der Samstag, den 20. December, Nachmittags 3 Uhr stattfindenden Beerdigung des seitherigen Mitglieds Job. Arnold werden die Kameraden zur Theilnahme hiermit eingeladen. (Ohne Uniform. — Versammlung im „Frankfurter Hof".) 8397 Das Commando. M'8 Abreiss-Kalender &3T für 1885. -»g Künstlerisch schön ausgeführt. Ein wirklicher Zimmer- und Wandschmuck. Preis nur LL Pf. das Stück (Reeller Werth mindestens 1 Mark) Jeder Tag enthält einen sinnigen Spruch unserer hervorragendsten deutschen Dichter. Prachtvolles, billiges Weihnachts-Geschenk. Verkaufsstellen von Mey's Abreisskalender in Giessen bei Ernst Baiser oder vom Versandt-Gescliäft Mey Begründung hat liche Betriebe der versichemngspsiich (Gestüts-) Betrie Interessen der A eine Vertretung I sall auch die richl fange zur Geltur Staats-Berivaltu stcherungsgesetzes Transportbetrieb zu bilden. An t mit demselben in welche gleichfalls gesahr verbunden und Merei-Betri aufgeiührten Dem Bundesralh RechtSgeschDe wesen nebst Vegi — Der N jn einem typhöst h^le heute der 1 ^afrikanischen hÄ an der L ^n gewendet aul Genesung. ' 91/, ifh? 'btt «c ftaS fort; fr. 18.: