4 Evicheint mit Ausnahme brt ®w«Met Sch-lfiraße 7. T LS» X <111. lber Wett , werden von mir -testen Ausführung igenflättbt fiic ersteigerungeu tich oder WM aberger, [fter T-kator letz 8. Pni- vierteljährlich 2 Mar! 20 Pf. mit Bringerloh«. Durch die Post bezogen merteljahrlich 2 Mar! 50 Ps. 50 pt lc'mfebt" ii«. 272 Zweites Blatt Donnerstag den 20. November Vermischtes. Main, 12. November. Gestern Abend hat »Prinz Carnevali sein lustiges Spanierin dner getreuen ©tobt Main, auf’S Nme entfaltet ES galt d'-Rechnung^, ablafle über die verflossene Carntvalssaiion entgegenzunebmen und 22 WahlmSnner zu bestellen welche da» neue Comite zu berufen haben. Die Ansprache des närrischen Präsidenten Jacoby halte die alte Devise „Narrheit — Einigkeit zum GA^^dankcu. VarteiUchkettund Emvfindlichke't solle den Narrhallesen ferne bUiben. Nach der vom Narren Schwarz erftatt-ten Rechnungsablage betrugen die Einnahmen der letzten Carnevalsperiode rund 68.000 JL, die Ausgaoen rund 59,000 Jt. so datz sich ein ueder- schuß von etwas über 9000 X ergibt, wovon 2000 Jt zur Armenunterftützung und 400 JC. zur Remuneration der Schutzleute und Feuerwehr verwendet wurden ES koN-ten b“ Äereumjug, der Fackel,u°. die D.kartrung der Halle und d,e Sitzungen selbst 21000 JL die Concerte und Bälle JL 10,800; das Theaterstück 4823 (gegenüber einer Einnahme von nur 18.49 M und endlich der große Zug 20450 JL. »em neuen Comite steht neben dem Baarvorrath ein neu angeschafftes Jnventartum von ca. 11,600 JL jur Verfügung. Einstimmig wurde beschlossen, in der kommenden Saison wieder alS Carnevalvrrein zu tagen. Die Congo - Conserenz. GieHen, 19. November. Es ist ein Werk des Friedens und der Civilisalion, zu welchem die seit Samstag tu Berlin zusammengetretene internationale Conserenz berufen ist. Sie ist international im wahren Sinne de§ Wortes; sämmtliche europäische Staaten, die dabei interessirt sind, und außer diesen die Vereinigten Staaten von Nordamerika betheiligen sich an der Regelung der westafnkanlschen Der- hältnifle, welche die Aufmerksamkeit der seefahrenden Nationen feit kurzer Zeit in erhöhtem Maße in Anspruch nehmen. Es ist eine allgemein gesuhlte Noch. Wendigkeit, daß diese Verhältniffe in Übereinstimmung sämmtlicher Mächte geordnet werden; denn nur auf diesem Wege ist eine dauernde Förderung lener Interessen von hoher Wichtigkeit denkbar, welche mit der Eröffnung WestasrikaS für den Verkehr verknüpft sind. # r , Diese Nothwendigkeit war es, aus welcher dte sog. Congo-Conserenz her- norneaangen. Die Anregung hierzu ging vom Fürsten Birmarck aus. Denn seit jüngster Zeit gehören auch wir zu den Kolonien besitzenden Staaten und unsere Erwerbungen, Angra Pequena, Kamerun, Bimbia, Porto Seguro liegen an der Westküste Afrikas. Grund genug für den Reichskanzler, alle Angelegenheiten, welche sich aus Asrika beziehen, mit Aufmerksamkeit zu verfolgen. Zur allgemeinen Überraschung eröffnete Mitte des Sommers die „Nordd. Allg. Zeitung" eine eingehende Erörterung der Frage, was die internationale afrikanische Gesellschaft sei. Niemand wußte, was Die betr. Artikel bezwecken, denn di- afrikanische Gesellschaft war vom Anfang an eine öffentlich wirkende, unter dem Protektorate des belgischen Königs stehende, wiffenschastltche Vereinigung, welche mit Ausnahme Englands in allen eivilisirten Staaten Europas Zweig- anstalten besitzt. Doch bald klärten sich die Stele, welche jene Erörterungen verfolgten. Das Congo-Gebiet wurde durch die Bemühungen Savergnan de Brazia's, der für Frankreich thätig war, und Stanley's, der für die internationale afrikanische Gesellschaft handelte, dem Verkehre eröffnet Beide For- scher legten Stationen an und nahmen für ihre Auftraggeber ungeheure Gebiete in Besitz, aus welchem sich bald Faktoreien der verschiedensten europäischen Nationen erhoben. Die Gebiete wurden von den eingeborenen Häuptlingen um Geld und Geschenke erworben, natürlich gingen auch die Hoheitsrechte, soweit man in diesen Gebieten von HoheitSrcchten sprechen kann, aus die Erwerber über. Zwei europäische Staaten verfolgten diese Ereigniffe mit sichtlicher Aufmerksamkeit. Englands HandelS-Jntereffen werden durch jede außereuropäische BesitzveränDerung lebhaft tangirt. Die erste Seemacht muß in jeder über- seeischen Handel treibenden Nation eine natürliche Concurrentin fehen. Wohl hatte England am Congo keine Territorien erworben, aber seine Kaufleute waren den Forschern aus dem Fuße gefolgt; es galt, die englischen Handels- Interessen gegen jede eventuelle Besitzveränderung zu schützen. Und England fand an Portugal einen bereitwilligen Bundesgenossen. Die Portugiesen sind am linken Congo-Ufer über zwei Jahrhunderte erbgeseffen. Für die Erforschung und die Eröffnung des Inlandes thaten sie bis aus die neueste Zeit säst gar nichts, aber sie machten Miene, die epochemachenden Forschungen Stanley s für sich in Anspruch zu nehmen. Portugal durchsuchte seine Archive, wie Stanley sich ausdrückt, diese schrecklichen, aber überaus elastischen Archive und sand das Kapitel und den Paragraphen, die beweisen sollten, daß vor Jahrhunderten em-^eil des Congo-GebieteS und die Congo-Mündung ihm gehört hat. Auf diesen Rechtstitel gründete Portugal seine Ansprüche auf Ausübung der Hoheitsrech.e an Der Congo-Mündung, welche auf einmal werthvoll wurden, denn die Belegung des sich immer mehr ausbreitenden Handels mit Zöllen versprach eine sichere Einnahmequelle. Es wurde mit den Fürsten des Congo am 29. September 1883 ein Vertrag geschloffen, und das Gebiet bis Jnslando , die Congo-Mün- duna in sich begreifend, wurde darauf in den ersten Tagen des Octobers 1883 feierlich unter portugiesisches Protektorat gestellt. Portugal beeilte sich, dies den Mächten in’einer Note anzuzeigen. Die am Congo betheiligten Mächte schienen die Ansprüche Portugals Nicht ohne Weiteres anerkennen zu wollen. Schon der im September 1883 in München tagende VölkerrechtS-Congreß beschloß, den Wunsch auszusprechen, daß die Schifffahrt am Congo allen Nationen freigegeben werde und die Mächte sich über Maßnahmen verständigen möchten, welche geeignet sind, Conflicten der civi- lisirten Nationen in dem äquatorialen Asrika vorzubeugen. In England sor- öerle die öffentliche Meinung, daß die Ansprüche Portugals nur unter der Be- öirmung anerkannt würden, wenn die Jntereffen des englischen Handels in jeder Beziehung gesichert seien. Dem Congreß der nordamerikanischen Union ging am 4 December 1883 eine Botschast des Präsidenten zu, in welcher Amerika zu der Frage Stellung nimmt. Die Vereinigten Staaten, heißt es in der betr. Botschaft können nicht gleichgiltig bleiben bei der Thätigkeit der asrikanischen Association am Congo. Amerikanische Bürger sind zur Zeit zwar noch nicht daran inlerelfirt, aber es kann doch nothwendig werden, daß die Vereinigten Staaten mit anderen Handelsmächten cooperiren, um die Rechte des freien ^rkehrs und der Niederlaffung im Congo-Thale zu sichern, ohne Intervention oder politische Controls irgend eines einzelnen Staates. Die englische Regierung machte im Geheimen einen Meisterzug, welcher die enaliiLen Jntereffen vor allen anderen sicherte. Es wurde zwischen England -Md 88 am 26 Februar des lausenden Jahres in London ein Vertrag ÄttSfÄ M« di- portugiesisch-Ob°rhoh°it über di-Congo. Region unter der Bedingung anerkannte, daß englische Schiffe und Maaren in Bezug aus Zölle und Beschränkungen unter ollen Umstünden dieselbe Behandlung genießen, rote portugiesische Fahrzeuge und Maaren. Wird die internationale afrikanische Affociatton von der Congo-Mündung durch eine europäische Macht verdrängt, bann ist ihr Lebensnerv durchschnitten; bisher antwortete sie auf den englisch portugiesischen Vertrag damit, daß sie ihre Gebiete für Freistaaten erklärte. In der am 22. April 1884 der Regierung in Washington überreichten „Deklaration" erklärt die Gesellschaft, daß ihr durch Verträge mit den legitimen Fürsten in dem Becken des Congo und des Njadi. Kmlu und in den angrenzenden Küstenstrichen ein Territorium zum Nutzen nno Wohle von Freistaaten abgetreten wurde, welche unter dem Schutze und der Aufsicht dieser Gesellschaft gegründet worden sind oder im Begriffe stehen, g-. gründet zu werden; die erwähnten Freistaaten haben diese Concefsionen in rechtsverbindlicher Form angenommen. In den Freistaaten werden keine Maaren- Zölle erhoben, damit der Handel sich bis in das äquatoriale Afrika ungehindert entwickle. Den Fremden wird vollkommene Handelsfreiheit zugesichert unv die Errichtung von Faktoreien gestattet, wenn sie sich den Gesetzen unterwerfen. Di- G-sellfchast verpflichtet sich, allen Burgern jeder Station die gleichen Vortheile einzuräumen und so viel als möglich den Sclavenhandel zu unter- drücken. Die Regierung der Vereinigten Staaten hat auf diese Erklärung in einer Note ihre Sympathie für die humanen und segensreichen Unternehmungen der Gesellschaft ausgedrückt und die Flagge derselben (eine blaue Fahne mit goldenem Stern) als die Flagge einer befreundeten Macht anerkannt. Somit war die Frage für alle an den Angelegenheiten AftckaS in- tercffirten Mächte eine brennende geworden. Auch Frankreich konnte nicht müßig zufehen, daß unmittelbar an seine Besitzungen grenzend, ja sogar auf Territorien, auf welche es Ansprüche erhebt, eine neue Staatenbildung vor sich gehe. Die Beziehungen zwischen Frankreich und der Association waren di- gespanntesten, sie erblickten in einander Rivalen, welche die zu erwerbenden Schätz- einander vorenthalt-n wollen, doch wurden die Differenzen angeblich durch einen Vertrag gehoben, in welchem die Association sich verpflichtete, keiner anderen Macht als Frankreich Territorium abzutreten, und falls sie sich auflösen sollt-, Frankreich den Vorzug bei Erwerbung ihrer Territorien zu geben. Diese Nachricht ist aber keineswegs genügend verbürgt. — Ein Antrag, den Fürst Bismarck an Frankreich stellte, die roestafrikanischen Verhältnisse in einer Conserenz der betheiligten Mächte zu regeln, wurde von diesem angenommen; der damals vielbesprochen- Besuch des französischen Botschafters in Friedrichsruhe galt dieser Angelegenheit. Alle interessirten Mächt- acceptirten den Vorschlag, selbst England gab seine Zustimmung, nachdem es angeblich die Versicherung erhalten hatte, daß die Fragen des Niger-Gebiets in die Conserenz nicht mit einbezogen werben. ..... Und so ist denn am Samstag die Conserenz, zu welcher die afrikanische Gesellschaft officiell nicht geladen wurde, zusammengetreten. Di- sie beschäs- tiqenden Fragen sind für die künftige Gestaltung des europäischen Handels und die Colonisation Überaus wichtig. Außer der Congosrage, welche wir hier historisch würdigten, sollen auch jene Modalitäten geregelt werden, unter welchen künftighin neue Territorien rechtskräftig er- worben werden können. Die Beschlüsse der Conserenz werben daher dem internationalen Rechte neue und gesicherte Grundlagen geben. Deßhalb ist es wohl zu wünschen, daß di- Verhandlungen der Conserenz von Erfolg gekrönt sein mögen. Die Regelung der Hoheitsrechte am Congo ist von allgemeinem Interesse, denn davon hängt es ab, ob die neu erschlossene Welt für die Civilisalion verroerthet werden kann. Werden die Rechtsansprüche Portugals anerkannt, jener Macht, welche für die Eröffnung Afrikas seit Jahrhunderten nichts gethan hat, bann rotrb das Thal des Congo zweifelsohne wieder das, was es bis vor Kurzem war, ein verwahrlostes Gebiet. Aber auch keine andere europäische Macht vermag diese Gebiet- für die Menschheit in solchem Maße nutzbar zu machen, roie die afrikanische Gesell- sch ast unter bereu Aegibe ber neu erblühenbe Freistaat ausvluhen tonnte, ba die Gesellschaft keine egoistischen Zwecke zu verfolgen hat. Um bks handelt es sich in erster Linie unb mit einer solchen Losung ber schwedenben Frage wären bie Jntereffen sämmtlicher Mächte wohl vereinbar. Zugleich entspräche eine solche Lösung beit Wünschen Deutschland mit bem Mutterlande in enger Verbinbung stehende Colonien zu grünben, welche ben nationalen Charakter allen feindlichen Einflüssen gegenüber zu wahren im Staube sinb. Stztzr ri, ■ Th-il. 766 Polla Mazmka Solo für 3?'6”ob !- i«idkr **!,• . ■ D. 8,6,. Untrer 30 Psa. desselben W zu erwarten sein. 7660 Gi-ßener Zluzeiger Amts- nab Anzcigeblatt für den Kreis Gießen. von inen« und Damn, en, Gtimmekn, , HanW-kn u. üpsiegc. 5.«#* Msablage, Fchöach. Abends 1 m Hof“, vutz Wwt. 7652 Lom Rheim, 9. November. Unter der lieber schr ist: „Fmer im Postwagen* bringt die „(§Ibf. Zlg.* folgende Milthetlung: In großer Leb-nsgesahr schwebte in der vergangenen Nacht ein Poftlchoffner, weicher den von Hannover kommenden Ell- güterzug b/gleittte. Auf der Streck« zwischen KLpp?rsteg und hier entstand in seinem Waggon auf eine roch nicht aufgeklärte Werse ein Bcond, welcher sehr schnell um sich griff, da über 600 Pocketr ihm reichliche Nahrung boten. Da war dem Beamt n guter Rach iheuer. An die Signallrine konnte er nicht gelangen, da diese bei Gülerzügen nickt on der Seite, sondern über Ken Waggons angebracht worden ist. Er nß die Thür auf und rief aus Leibeskräften um Hülfe, aber N-emand konnte ihn hören, Schließlich rettete er sich mit Brandwunden im G'sicht auf das Trttib.eit, wo cr stchen bletoen mußte, da bekanntlich die Colliwagen keine fortlaufenden Tr'ttbr tier haben, um zu einem ankern Waggon zu gelangen. Als der Zug h er einfuhr, löschte die hiesige Feuerwehr schnell den Brand. Es stt-d von über 600 Pecketen v elleicht nur 20 Stück gerettet Die Ueberreste wurden von hiesigen Postbeamten sorgfältig gesammelt und sanden sich noch manche kostbare Gegenstände tu der Asche, wie z. B. goldene Armbänder, silberne Bestecke u. dgl. mehr. Hattenheim, 12. November. Em erschreckl'ches Unglück ereignete sich gestern Morgen hei Hattenheim auf der Straße nach Erbach. Der Fuhrmann Quirin Abel von Oestrich, welcher im Begriff war, in Gesellschaft zweier anderen Fuhren Wein nach Mainz zu fahren, wollte, wie man sagt, das titnteifte seiner drei geladenen Halbstücke, welches sich etwas verrückt hatte, mit Hülfe seiner beiden Collegen wieder befestigen, als das Pferd sortgMg und er unter den Wagen gerieih DaS Rad ging über den Kopf des Uaglücklichm, welcher onf der Stelle to-t war. Sein Leichnam wurde cuf das Rach bau« dahier verbrecht und heute Abend, nachdem die gerichtliche Untersuchung stattgesunden hatte, nach Oestrich überführt. Der Verunglückte hinttrläkst eine Wtttwe mit einem Kinde. Opoenheim a. Nh. ^Bericht und Bitte.) Der vorzugsweise auS Mitteln des Ruches und des hessischen Staates se i 7 Jahren ebenso stetig als harmonisch und stylgerecht sich vollzkhende Ausbau unserer voe bald zweihundert Jchren zerstörten (5t. Kutharirrenkilche geht mit Gottes Hülfe seinem vorläufigen Abschlüsse entgegen und es wird die weithin leuchtende Krrche mit ihrer reichen Gliederung nach einigen Jahren äußerlrch in aller Pracht und Reinheit wieder dastehen. Aber der seitherige Bauplan war nur gerichtet auf die Herstellung drS Aeußeren der Kirche. Ausschließlich h-erfür wurden die vo i S'-t n deS Reiches und des Landes bewilligten Geldzuschüffe bchimmt. AuS freiwillig gespendeten Mitteln war eS gelungen, den besonders schönen Wcftchor wenigstens zu bedachen und damit vor dem Verfall zu retten. DaS Innere der Kirchr dagegen und die volle Erneuerung des Westcho^s wie Der romanischen Thürme mußte nach Lage der Dtage zunächst unberücksichtigt Hüben. Je mehr sich nun der Bau seiner Vollendung nähert, desto ar ff-llendcr wird der Contrast zw'fchen den restauruten und nicht restaurirten Tdeilen der Kirche. Das Langbaus hat nur ein in der Noch her Zetten ausgeführt8 Bll S harrt voch der dringenden Erledigung und v:rtrsut baß nnterze chr.ete Comtte dabet auf tue that- kräftige Mitwirkung der Nation, wie bis fitzt unter dem gnä-igm Schutze deS Kaiser- und des Landesherrn reich grholf-n wurde. Für die angegebenen Zwecke bcdarf es noch bedeutender Geldmittel. Unter dem Ausdrucke unseres tiefsten Dank s für alle die hochherzigen Gaben, welche b S dahin erstossen ober wenigstens gesichert sind, nehmen wir, von dem wachsenden Erfolge getragen und begeistert von der Schönheit deß in tiefgläubtger Frömmigkeit geschaffnen GotteSbaueS frÜH-rer Jahrhunderte, unser Werk wieder auf. An alle Kreise unseres Volk s richten wir h'ermtt die verzl che Bitte, unS weiter mit Geld für die ganze Wiederherstellung der St. Kachcninenkirche zu helfen, die Hand nicht zu verschließe, wenn nächsten« und für eine Ruhe unterer Jahre ihre finanzielle MtthÜlfe angeiufen wttd. D e Kirche hat im doppelten Sinne nationale Bedeutung. Sie rst ein deutsch- gothischer Prachtbau und unter der kraftvollen Theilnahm' des ruhmreichen ersten Kaisers drs neiun deutschen Reichs bat ihre Restauration begonnen. So ist es hoffentlich dem Reiche und Staate, btr ganzen Nation, vergönnt, am 31. Mai 1889, dem 200jährigen Jahrestage der 3-ttflörung durch Ludwig XIV. von Frankreichs Mordbrenner schr Schaaren unter GotteS Schutz und der Deutschen machtvoller Einigkeit die herrliche St. Katharineriifirche zu Oppenheim an den reden- umkrävzten Hügeln des Rheinstromes in dem alten Formenreichthum deutscher Gothik wieder zu schauen- Oppcnheim a. Rh., den 20. October 1884. Das Comte zur W'ederherstellnng der St. Kathorinenk-rche: Am endt - Oppenheim . Bauunternehmer. Bay er-Oppenheim, Land- wirth. Bon Hard »Oppenheim, Pfarrer. Diehl - Dienheim, Pfarrer. Dr Dumont- Ma'nz, Großh. Oderbürgermeister. E g ly - Oppenheim, Bürgermeistr. Dr. Franck «Darmstadt, Rechtsanwalt. Frowein- Elberfeld, Gutsbesitzer in Opp nhetm. Heyl-Worms, G H. Commerdens rath. Iungkenn Oppenheim, Gaftwtrth. Kekulv Oppenheim, Kreisrath. Lippold Mainz, Großh. Notar. L ü b k c-Stuttgart, königlicher Vrofesior am Polytechnikum. Mangold-Darmstadt, Apotheker. Rhetn- walb-Oppenheim, Fabrikant. Dr. Schäser-Darmstaot, Großh. Professor und Hofrath. Schäffer-Darmstadt, Gtoßherzoaltcher Obeibaurath. Schmidt, Friedrich, M n, k. k. Obervouraih. Schmidt, Heinrich, München, Architekt und kgl. Professor. Frbr. v. Sch mitt bürg, königl. Hauptmann trab Kammerherr, Darmstadt. Dr. Schön Offenbach, Großh. Realfchuldirector. Dr. Schröder - Darmstadt, LandtagSabrttordneter. Traamüller-Oppenheim, Buchdn.ckerechesitzer. Weil-AlSfeld, Rent- amtmann. Wallot, Paul, Berlin, Architekt. Zerban Oppenheim, Sparkasserechner. Beiträge wolle man an ben Rechner deS Comite'S, Herrn Z erb an ^Oppenheim, einsenden: auch sind alle Comitemstglieder zur Empfananabme bereit. und Werkehr» Bekanntmachung die Ausgabe neuer Noten der Retchsbank zu 100 JL und 1000 JL betreffend. In nächster Zett werden neue Noten der Rdchsbank zu 100 JL. und 1000 JL ausgegeben werden, deren Beschre.buvg w'.r nachstehend zur öffrutttchen Kenntniß bringen. Berlin, den 10. November 1884. Retchsbank-Directorium. v. Dechend. Boese. v. Rotth. Gallenkamp. Herrmann. Koch. v. Koenen. Beschretbung der neuen Noten der Reichsbank zu 100 JL vom 3. September 1883. Die Noten sinv 10,25 Cim. hoch, 15,9 Elm. breit und bestehen ans Hanfpapier mst blauem Faserftreifen an dem rechten Rande der Schauseite und einem künstl-chm Wasserzeichen mit der Zahl ,100". Der Druck der Noten ist mittelst Kupferd^ucks in blauer Farbe, der Aufdruck der Nummern und des Stempels in tother Farbe durch Buchdruck hergestellt. Die Schauseite enthält auf Hellem guillochirtem, von einer dunkleren Randleiste eingefaßtem Unterdrück mit dem Reichsadler in der Mitte 1. folgenden Dxt: Reichsbanknote. Ein Hundert Mark zahlt die Retchsbankhaupikasse in Berlin ohne LegtttmationSprüfung dem Einlieferer dieser Banknote. Berlin, dm 3. September 1883. Reichsbankdirectortum. v Dechend. Boese. v Rotth. Gallenkamp. Herrmann. Koch. v. Koenen. in deutscher Schrift mit reich verzierten Anfangsbuchstaben; 2. links neben dem T. GIESSEN. 83 -r tn ■X ""'M. Mo,„ ”°tnen. Ä'"bcr 1883. Hier . ""'"««miüfe ”af”8 »<« Mlmt ' S°<- «. Soiltg, M mtlr Metten n, 5*»a* l) »°d rich,i rttn b:n Banknote" Df([fo(j M, J'“™ Untatnt it barfteUenb, welche tintn •r ®«J»anla halten. '«»Itt-Obkmftta 2- Januar 1884, Hrhen aus Hanfpapter ml| QMntr Farbe, der Ausguck Farbe hirgeM. bts und ltvkS üod dnn er Mitte: DBprüfanß dem Stnlftfmr (S Feld mit der WtchÄ r vachgemochte ober du« mifßu4t6auS nltyunta , Koch. v. Komm, itimpd bt§ ReichSbank- ichrr bmch to\t mit btt btm viütach vtederholti» Schilde, roelchks von N stellend, gehalten wirb. uWV M'' em höchst interesisnten unt toaifdl« 9ol9«M8 i”1” uet MonUttn r SS* d 'S 1 golie ®* egenbl aen. 0 f b3! Gartenlaube aler hallend, b fc(e8|g|1 ob «i*'“Äreilll" 1SÄ*5 V tn btt Ä d KeinsteK Zweislhenhonig empfiehlt 7320 Wilhelm Seibert, > ____________Marktstraße.____________ Wichtig für Damen! Von meinen rühmlichst bekannten Woll« stvweitzblLttern ohne Unterlage, bic nrcht kühlen u. nie Flecken in den Taillen der Kleider entstehen lassen, hält für Gießen und Umgegend wie bisher in bester Gute auf Lager: Herr Robert Haas, Seltersweg 18. Preis Paar 50 H. 3 Paar JL 1,40. Wiederverkaufern Rabatt. 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Dem einer Audienz, t auch nach dem ! bowitz ansässig sociatlüischen <2 Monarch, daß e unten jedem B bedauern müiJe, b « gebe, 1 Glauben schenkte , Die offi thlimliche SchlDn, 72 Wob «et; ein sp ^etl«nen a„ sw’9 'rfi(> bis Ä? M°rb°« ooraef 0 ist i« 6?* * “Silben Mer, bafi ™ *Ä.t; Trage, fon™ 2fr ?£ N,kSt«ri fr n Kermischte Anzeigen. Irans. Sprachunterricht Zu Kursen (Tag- und Abendkursen) in der französischen Sprache (bef. auch frz. Konversation u. Handelskorrespondenz) werden noch einige Theilnehmer gesucht. Mäßiges Honorar. Beschränkte Schülcrzahl. 7409 Näheres in der Exped. d. Bl. Ardeitsvermittetung. Arbeit gesucht für: Handarbeit, Laufdienst. ,Q PH. Jung, Ludwigsplatz 13, 69 Beztrksvorsteher Ballade (As-dur) op. 47 Nocturne (C-moll) op. 48 Walzer (As-dur) op. 42 Polonaise (As-dur) op 53 5. Ouvertüre zur Oper „Leonore“ (Fidelio) Nr 3 (C-dur), für grosses Orchester . . . . PROGRAMM I. 1. Symphonie Nr. 4 (A-dur) op. 90 . . . . a) Allegro vivace, b) Andante con molo. c) Con moto moderato, d) Saltarello Presto. 2. Concertstück (F-moll) op. 79, mit Begleitung des Orchesters......... emgeia fcen 20. d. Mts, Abends 8V2 Nhr in der Restauration „Zum Lindenhof" einfinden zu wollen. „ Zweck: „Gründung eines Verbands Gießen . ^m Interesse der edlen Sache bitten um zahlreiche Bethellrguns 11 Mehrere Fechtmeister. Gießen den 18. November 1884. Rehedecken empfehlen 7482 Gebr. Scheel. Gothaer Cervelatwurst in vorzüglicher Qualität soeben wieder frisch eingetroffen bei 1486 Ferd. Drehes, vorm. G g. Wilh. Weidig. Felzwaaren werden nach neuester Mode umgeändert. Reparaturen sowie alle in dieses Fach einschlagenden Arbeiten werden bestens ausgeführt bei 7592 A. Kretzschmar, Kürschnermeister, Seltersweg 41. 7622 Von jetzt bis Neujahr eine tüchtige Verkäuferin gesucht. Von wem? sagt die Expe- dition d. 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