w 1884 Samstag den 20. September -rr. 220. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. krlchemt tAflli» mit brf Montags. B«rea« r Gchvlstraße 7. )en 0 Der Vereins-Präsident: * Nover, Kreisasseffor. Wohnung zu ntr; Neuen Baue 7. Preis vierLeljährlich 2 Mari 20 Pf. mit Bringerlntzn. Durch die Post bezogen vierteljübrlich 2 Mart 50 Pf. Cobinet nach dv Möbel, auch für lche auf Wunsj l können, sofort j: et t, Neuen Baue. Prmniirung hiermit eingeladen. Gießen, am 18. September 1884. rag halte» irtcien. Politische Ueberficht. Gieren, 19. September. Die Zusammenkunft der drei Kaiser ist vorüber und die in Skierniewice zu nur anderthalbtägiger Begegnung vereinigten Monarchen Deutschlands, Rußlands und Oesterreichs haben sich wieder zurück in ihre Hauptstädte begeben, aber noch immer beherrscht diese bedeutsame historische Thatsache vollständig die politische Situation. Es kann hier nicht unsere Aufgabe sein, die Unzahl der Einzelheiten der Begegnung der drei Kaiser zu schildern, worüber man ein kleines Buch schreiben könnte, wohl heben wir aber als das Wichtigste bei dem historischen Act hervor, daß die Begegnung der drei Monarchen ihre und ihrer Länder Freundschaft im schönsten Lichte zeigte und ersichtlich gerührt und im hohen Maße befriedigt die drei Kaiser und ihre höchsten Rachgeber von einander schieden. Gern citiren wir auch noch eine russische Stimme des osficiösen „Journals von St. Petersburg" über die Monarchen-Zufammenkunft. Dasselbe sagt nach einleitenden Worten über die Neben-Umstände der Kaiser- Begegnung, daß dieselbe keine neue Situation geschaffen und keine Allianzen bezweckt habe, durch die Zusammenkunft sei vielmehr die Weche eines bereits bestehenden freundschaftlichen glücklichen Einvernehmens zwischen den drei Kaisermächten vollzogen worden. Dieses Einvernehmen bürge dafür, daß künftig jede Frage, welche sich außerhalb des gegenwärtigen Status quo erhebt, die Monarchen nicht isolirt und von einander getrennt findet, sondern vereinigt in dem Entschluß, gemeinsam zu handeln, wo ihre Interessen übereinstimmen und ihre Interessen in Einklang zu bringen, wo dieselben divergiren, dergestalt, daß das hohe Interesse der Ordnung, des Rechtes und des Friedens in solidarischer Weise gewahrt wird. Dank der Eintracht, die basirt ist aus der Achtung vor den Verträgen und der Aufrechterhaltung des europäischen Status quo, jener Eintracht, welche Friede und Versöhnung zum Zweck hat, als bestes Mittel für das Wohlergehen der drei Nationen, welche nur verlangen, in den Kämpfen der Arbeit für die moralische und materielle Entwickelung zu wetteifern, Kaiser Wilhelm ist im besten Wohlsein und in hoher Befriedigung von der Kaiser-Begegnung aus Skierniewice mit dem Fürsten Bismarck und dem übrigen Gefolge am Mittwoch Abend nach Berlin zurückgekehrt. Da das Befinden des Kaisers ein vorzügliches war, hat er sich am Donnerstag nach Schloß Benrath frei Düsseldorf begeben, um an den Manövern des 7. und 8. Armee-Corps theilzunehmen und zumal die große Parade über diese Armee- Corps abzunehmen. Die Manöver dieser Armee-Corps am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag sanden unter den Augen des Kronprinzen vor einer großen Anzahl deutscher und ausländischer Fürstlichkeiten und einer Menge fremder Ojficiere, darunter auch japanische und amerikanische, statt. Gleichzeitig mit den CorpS-Manövern am Rhein sand vom 16. bis 18. September auch ein großes Schiffs- und Festungs-Manöver vor Danzig statt. Das aus Swinemünde kommende Panzergeschwader vollzog gegen den Danziger Hasen einen großen Angriff, wurde aber von der Kanonen- und Mjdgeit. Mer Jungt oder Mit auf sofort r b- Bl. Heinrich M linker zu Gießen hat die Concession als Dienstmann mit der Dienstnummer 17 erhalten. Gießen, den 18. September 1884. Großherzoglichcs Polizeiamt Gießen. I. V.: Kraemer. njenber Stube, M rund Logis, sock c. soiort zu vn> udwig Laug, 'ktstr. (ißetterg. 5). Torpedo-Bootsdivision und den schweren Geschützen der Küsten-Forts zurückgeschlagen. Dem Flotten-Manöver wohnte auch der commandirende General des 1. Armee-Corps, Generallieutenant v. Gottberg, bei. In dem diplomatischen Verkehre Deutschlands und Eng- lauds finden rasch hinter einander Neubesetzungen statt. Denn wahrend der englische Botschafter-Posten in Berlin durch Sir Malet neu besetzt wurde, fand auch gleichzeitig die Rückberusung des deutschen Botschafters, Gras Munster m London, statt. Graf Münster ist ein hochverdienter Diplomat und echter Edelmann, soll aber nicht der rechte Mann für die neue Situation Deutschlands gegenüber England sein, indem er verschiedentlichen englischen Zumuthungen gegenüber, zumal auch in der Colonial - Frage, zu sanft entgegengetreten sein soll. Der Krieg zwischen China und Frankreich, obwohl schon aus- gebrochen, ermangelt noch immer der osficiellen Erklärungen. Die Einzelheiten über die im letzten französischen Ministerrathe gepflogenen Beratungen werden immer noch streng geheim gehalten, doch verlautet so viel darüber » daß die Minister des Krieges und der Marine die Nothwendigkeü verfechten, China den Krieg zu erklären, daß sie aber in die Vertagung dieser Frage bis zum nächsten Ministerrath um so eher willigten, als ohnehin der ^^^itt emer raschen Wm- dung nicht unwahrscheinlich ist. Es heißt nämlich, der chinesische Militar-Attach^ in Berlin werde in nächster Zeit in Paris eintreffen, um Chinas Kriegs- Erklärung anzuzeigen, deren Annahme der französische Gesandte Patenotre ab- gelehnt habe. Uebrigens wird der französisch- Ministerpräsident Ferry so lange wie möglich den Reprefsalien-Zustand gegen China aufrecht zu halten suchen, da er wohl weiß, daß die vurch die Publikation einer Knegs-Erklärung nothwen- big gewordene Einberufung der Kammern gleichzeitig die Eröffnung einer Ministerkrifls bedeuten würde. Wie versichert wird, unterhalt Ferry noch Beziehungen zu der Friebenspartei in China und rechnet noch immer mit der Möglichkeit einer Palast-Revolution in Peking zu Gunsten der französischen Ansprüche. Nachdem der Zusammentritt des englischen Parlaments endailtiq für den 23. October anberaumt worden, veranstalten Liberale und Coniervative in England nunmehr mit erhöhtem Eifer Kundgebungen und Gegen-Kundgebungen. Am Sonntag, wo zu derartigen Unterhattungen am meisten Zeit ist, sand im Mctoria-Park (London! zu Gunsten der Wahlreform- Biü und gegen das Oberhaus eine großartige radikale Demonstration statt an welcher mindestens 40,000 Personen theilnahmen, die mit Musik und Fahnen nach dem reizenden Park zogen, wo von drei Tribünen kurze Ansprachen ge- halten und gleichlautende Resolutionen zu Gunsten der Resormbill und Abschaffung des Oberhauses beantragt und einstimmig angenommen wurden. Der Vaiw dner war Bradlauqh, welchem ein äußerst entsaft* Empfang zu Theü wurde. Am selben Tage hielten die Conservativen .m Hedsor-Park, ton ptä$. tigen Landsitz Lord Boston's unweit Maidenhead, eine von etwa 2000 Personen Betreffend: Quartierleistung für die bewaffnete Macht im Frieden. Gießen, den 18. September 1884. Das Grotzherzogliche Krcisamt Gicßcn an die Gr-ßhe-zoglich-n Bürgermeistereien des Kreises. Wir erinnern Sie an die sofortige Einsendung der noch rückständigen Liquidationen über gelieferte Marschfourage und gestellten Vorspann, sowie an ^°^la^e^der^Quarflerbescheinigungen^^^^ September d. I. st-ttfindenden Lieferungen -c. sind die Liquidationen alsbald nach dem Abzug der Gruppen, bei Meldung der Zusendung von Wartboten, hierher vorzulegen. vr. Boek mann. _______ __ derSyMNaM« .fnahme und M der Schularbeiten n Gicßcn. peb. b. Ä-—— emfohlene W* t Engagement. ebJhJÖL---—' llllfl9 er« „ 'N*? .•Ä. iri*» Bekanntmachung. Der Verein zur Züchtung und Veredlung der reinen Vogelsberger Rindviehraffe wird Samstag den 27. September I. I. zu Lang-Göns «ine Aniabl von Prämien im Gefammtbetrage von 300 Mark, darunter im Einzelnen solche aus Staatsmitteln ntthr«r«^iu ie «o Mark an Eiaentkümer von besonders schönem Vieh der genannten Aaff« Vertheilen. Diejenigen, welche Prämien do“30 Mark mid mehr erhalten, verpflichten sich durch deren Annahme, dem genannten Vereine beizutreten und demgemäß das pramiirte Thier zur Nachzuchten ^wenden.^^ $ bestimmte Staatsangehörigkeit gebunden. Die Musterung des Viehs beginnt um S Hi)r "'An demselben Tagc^?rachmittags''2 Uhr findet eine Generalversammlung de» genannten Verein» statt, in welcher die Recknuna das Stamrnreaisier, Mitaliederverzeichniß ic, vorgelegt und über die fernere Vereinsthätigkeit verhandelt werden >oll. «. f Alle Mitglieder dieses Vereins werden zu der Generalversammlung und alle Eigentümer von preiswürdigem Vieh Vogelsberger Rasse zu d s r 6054 Seibert, bige^rouenspetlon ober ohne Model < ,e 11, IV- St. »L-chen gesucht, ismarckstraße 10. iöo iistl r-Loose. en. 25. Septbr. W. von 9600 rfenbet die» 4bZ4 an#, W°rms, !oseoerkaufer. Oberstlieutenavt Klepsch der AUnen-Ordcn 2. Classe mit Brillanten, dem Fürsten Anton RadziwllI der Weiße Adler-Oiden verliehen worden. Auch die anderen Herren vom Gefolge d-c Kaiser von Deutschland und Oesterreich wurden durch OedenS, decorationen ausgezeichnet. Der Ka.fer von Oesterreich hat dem Grafen WielopolSkr den Orden der Eisernen Krone 1. Elaste verliehen und den Commaudeur seines Kexholmer Regiments mit erner goldenen, mit Brillanten geschmückten Tabativre ^^^^Petersburg, 18. September. (Ausführliche Meldung^ Das „Journal de St- PätersdourgE schreibt: 2ßtr schätzen uns glücklich, sagen zu können, baß die von unS in dem Augenblicke, wo sich in Skierniewice das groß: Ereigniß einer freundschaftlichen Begegnung der drei mächtigen Souveräne vollzog, ausgesprochenen Vorher- sagungen du'ch die Nachrichten vollkommen bestätigt sind, welche uns aus durchaus sicherer Quelle zugehen. Die persönlichen G sinnungen der drei erhabenen Monarchen sowohl wie die der Anschauungen oder Gesichtspunkte ihrer Minister haben fich als vollkommen übereinstimmende ergeben, insofern als die drei Regierungen von demselben Wunsche, untereinander sowohl in gutem und herzlichem Einvernehmen, alS auch mit den onderen Staaten Europas in freundschaftlichen Beziehungen zu leben, beseelt sind. Politik im etgenilrchen Sinne ist nur soweit ero.tert worden, um die bestehende urber- einst'mmung zu constatiren, welche bestimmt ist, in dem Rahmen des gegenwärtigen status quo das Princ v der Einigung, Versöhnung und Beruhigung demjenigen einer isoltrten Action zu sabstituiren, welche zu auseinandergehenden Meinungen oder zu Mtßverftändmsten führen könnte. Da alle speciellen Fragen, welche in Europa bestehen oder sich etwa erheben können, von dem Gesichtspunkte einer Uebereinstimmung der drei Kaiser behandelt werden müssen, so wird einerseits die moralische und materielle Macht, über welche die drei großen Reiche disponiren, in die Wagschale geworfen, andererseits aber der Rrspect vor dem Recht und das Verlangen nach Frieden, Gefühle, welche gemeinsam von den drei Betheiligten gehegt werden. Man kann den Frieden als vollständig und wirksam garantirt ansehen, nicht allein zwischen den drei Reichen, was ja an sich schon ein Friedenspfand von ungeheurer Tragweite sein würde, sondern auch für das gesammie übrige Europa, weil olle Berechnungen, welche etwa begründet werden könnten, sei es auf Meinungsverschiedenheiten oder Rivalitäten der Mächte, sei es aus destructioe Versuche der Feinde der socialen Ordnung — weil alle diese Berechnungen Schiffbruch leiden und zerschellen würden an dem testen und loyal.n Einvernehmen welches begründet ist auf persönlicher Freundschaft der drei Souveräne und auf Gemeinsamkeit der Anschauungen ihrer Regierungen. Wir sind überzeugt, daß, wenn die öffentliche Meinung aller Länder die eigentliche Tragweite dieses großen Ereign sffs begriffen und gewürdigt haben wird, dieselbe daS Gefühl einer lebhaften Genugthuvng und Beruhigung empfinden wird, welch-S einen wohlthätigen Einfluß auf die gelammte politische, ökonomische und sociale Situation Europas ausüben dürfte. D.iS Unbehagen, an welchem Europa leidet, hat seine Hauptquelle in der Ungewißheit von heute auf morgen; dasselbe kann nur verschwinden durch das Gefühl deS Vertrauens auf die Zukunft, und diese Sicherheit wird sich ouS der Thatsache ergeben, daß das gegenwärtig? friedliche Einvernehmen nicht beruht auf abstracten Theorien oder zufälligen Gefühlen, sondern auf der Ueberzeugung einer praktischen Uebereinstimmung der Interessen, welche zu einer dauerhaften Emigung führen mutz. IeutschlauL. Darmstadt, 18. September. Dem voraussichtlich Ende des nächsten Monats zusammentretenden neuen Landtag wird die Erbauung einer Sekundärbahn von Ranstadt (oberhessifche Bahn) nach Nieder - Wöllstadt wieder unterbreitet werden. Der vorige Landtag hatte bekanntlich dieses Project einstweilen von der Hand gewiesen und der Negierung anheimgegeben, Erhebungen darüber anzustellen, ob es sich nicht empfehle, die geplante Sekundärbahn bei Friedberg in die Main-Weser-Bahn einmünden zu lasten. Die nochmalige Prüfung scheint indeß keineswegs zu Gunsten Friedbergs ausgefallen zu sein. Mußland. Warschau, 17. September. Se. Maj. der Kaiser begab sich etwa eine Stunde nach Abfahrt des Kaisers von Oesterreich zur Jagd nach dem Fürstenthum Lowicz. Am 23. d. Mts. wird die Rückfahrt nach Peterhof erfolgen. Man spricht von einer bald bevorstehenden Erwiderung des Besuches des Kaisers von Oesterreich Seilens unseres Kaiserpaares. — Großfürst Michael Nikolajewitsch, der mit seinen beiden Söhnen auch aus dem Zuge des deutschen Kaisers abgereist war, begiebt sich, wie es heißt, zunächst nach Amsterdam und von dort vielleicht noch zur Kur in ein Bad. besuchte Versammlung zu Gunsten des Vorgehens des Oberhauses in der Reform- bill-Frage ab, wobei Lord Carnarvon die Hauptrede hielt, in welcher er u. A. bemerkte, daß die Lords nicht abgeneigt sein würden, einen Compromiß anzunehmen, aber derselbe müste ein wirklicher und kein einseitiger sein. Die Schwierigkeiten in Egypten nehmen Englands Kräfte stärker und stärker in Anspruch und soll die englische Regierung sogar den General Wolseley für seine Operationen in Ober-Egypten und dem Sudan eine Verstärkung von 3000 Mann zugesagt haben. Der Verkehr auf dem Nil scheint doch trotz des niedrigen Wafferstandes möglich zu sei», wenigstens brachte man einen Dampfer über den zweiten Nilsall und so könnte vielleicht auch Wolseley's Expedition diesen Weg nehmen. Bei Suakim ist wieder Osman Digma mit 4000 Mann ausgetaucht und bedrängt den Stamm der Amaras, die der Regierung bisher treu waren. Der König von Italien ist im besten Wohlsein in Monza eingetroffen und hat ihm der nahezu achttägige Aufenthalt in dem von der Cholera schwer heimgesuchten Neapel nicht geschadet. Aus den Meldungen des Telegraphen ist ersichtlich, daß sich die Reise des Monarchen zu einem wahren Trrumph- zuge gestaltete und König Humbert in den ihm überall in reichstem Maße gespendeten begeisterten Kundgebungen den Tribut tiefgefühlten Dankes empfangen hat, welchen seine in Neapel bewiesene hochherzige Selbstaufopferung zu erwarten wohl berechtigt war.__ Telegraphische Depeschen. gBollPÄ trtegr. Lorrtsporwerrr-GUrraA. Berlin, 18. September. In der heutigen Sitzung deS Bundesraths wurde die Verlängerung des kleinen BelagerungSzustaudes für Berlin, Hamburg - Altona und ßeiPil0®enratf), 18. September. Seine Majestät der Kaiser ist h'ute Nachmittag 4 Uhr wohlbehalten hier emgetroffen und am Bahnhofe von Sr. K. K. Hoheit dem Kronprinzen, den übrigen hier anwesenden königlichen Prinzen und den fremden Fürstlichkeiten empfangen worden. Außerdem waren zum Empfange anwesend die kom» mandirenden Generale des 7. und 8. Armeekorps, v. W tzendorff und o. Lo8, der Oberpräsident v. Bardeleben, der Regierungspräsident v. Berlepsch, der Landrath v. Kühlwetter, der Bürgermeister und zahlreiche Officiere. Seine Maj. der Kaiser, welcher äußerst frisch und wohl aussah, begrüßte die Anwesenden auf das Herzlichste und begab sich sodann im offenen Wagen mit dem Flügeladjutanten v. Broestgke unter enthusiastischen Kundgebungen der Bevölkerung nach dem Schlosse, wohin die übrigen hohen Herrschaften folgten. Im Schloßhofe war eine Ehrenwache unter dem Haupt- manne Frhrn. v. Trotha aufgestellt. , , A m r Magdeburg, 18. September. Auf das von der heute eröffneten Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte an Se. Maj. den Kaiser abgesandte BegcüßunaS- telegramm lief zum Schluß der Sitzung folgende Antwort Sr. Majestät ein: „Ich babe den telegraphischen Gruß, welcher Mir von der 57. Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte übermittelt worden ist, mit lebhafter Freude entgegengenommen und erwidere denselben dankbar mit der Versicherung, daß die ernsten Bestrebungen auf dem von Ihnen vertretenen Gebiete der Wissenschaft fortdauernd Mein volles Interesse in Anspruch nehmen. Wilhelm." — Die Versammlung, an welcher schon jetzt über 2000 Personen iheilnehmen, brachte nach Verlesung deS Telegramms ein enthusiastisches Hoch auf Se. Majestät aus. Nachmittags 3 Uhr fuhren die Theil- nehmer auf festlich geschmückten Dampfern nach dem Herrenkrug-Park, der Abends glänzend elektrisch erleuchtet wurde. London, 18. September. Ein Telegramm der „TimeS" aus Hongkong von gestern sagt, das französische Kriegsschiff „Atalante" habe ein reguläres Handelsfahrzeug auS Hongkong in der Hafeneinfahrt geentert und dessen Geschütze und Munition über Bord geworfen, die Kaufleute seien hierüber sehr erregt, weil die Handelsschiffe ohne Geschütze den Küstenpiraten gegenüber machtlos seien. Brüssel, 18. September. Der gestrige Abend verlief sehr unruhig, mehrere, an 1000 Personen starke Trupps zogen pfeifend, lärmend und die Marseillaise singend durch die Hauptstraßen der Stadt und sammelten sich vor dem königlichen PalaiS und vor der Expedition des katholischen Journals „Le Patrioie", so daß die Polizei einschreiten und dieselben zerstreuen mußte. Brüssel, 18. September. Die meisten liberalen Journals fordern die Bevölkerung zur Ruhe und zur Anwendung von nur gesetzlichen Mitteln behufs Bekämpfung des Schulgesetzes auf. Rom, 18. September. Gestern kamen in den inficirten Ortschaften im Ganzen 646 Erkrankungen und 357 Cholera-Todesfälle vor; hiervon entfallen auf die Stadt Neapel 507 Erkrankungen und 283 Todesfälle, auf die Stadt Spezzia 10 Erkrankungen und 10 Todesfälle. In Rom wurde gestern ein choleraverdüchtiger Fall constatirt. Neapel, 18. September. Dem Municipalberichte zufolge sind von gestern Mitternacht bis heute Mitternacht 510 Erkrankungen und 239 Todesfälle inFolge Cholera vorgekommen. Moskau, 18. Septbr. In den Gouvernements Saratow und Kasan ist Schnee gefallen und Kälte eingetreten; auch aus dem Gouvernement Orenburg wird Schneesturm und Frost gemeldet. In Folge des vorausgegangenen beständigen Regenwetters ist viel Getreide uneingeerntet auf den Feldern geblieben. Petersburg, 18. September. Der Kaiser hat Se. Majestät den deutschen Kaiser zum Inhaber des berühmten (37) Ordens-Dragouer-RegimentS ernannt und aleichzeitig angeordnet, daß die Offiziere dieses Regiments, sowie die Offiziere des 35. Belgoroder Dragoner-Regiments, dessen Chef der Kaiser von Oesterreich ist, in ihren Epaulettes die Namensch.ffern ihrer hohen Chefs zu tragen haben. Dem deutschen Botschafter v. Schweinitz und dem Grafen Kalnoky ist vom Kaiser der AndreaS-Orden, dem Grafen Wolkenstein und dem General v. Werder der Alexander-NewSky-Orden mit Brillanten, dem General v. Aldedyll und dem Feldmarschall v. Mondel der Alexavder-Newsky-Orden, dem Grafen Herbert BiSmarck der StanislauS-Orden 1. Clasie, dem Grafen Wilhelm Bismarck und dem österreichischen Militärattache Lokales. Gießen, 19. September. Derzeichniß der Sitzungen deS Schwurgerichts der Provinz Oberheffen vom 3. Quartal 1884. Montag den 22. September, Vormittags 9 Uhr: Anklage gegen Heinrich Müller von Nastätten wegen Verbrechens gegen die Sittlichkeit. Staatsanwaltsgeschäfte: Staatsanwalt Zimm er mann. Vertheidiger: Rechtsanwalt Wei big. 2. Dienstag den 23. September, Vormittags 8 Uhr: Anklage gegen Johannes Acker von Burgbracht wegen Meineids. StaatSanwaltsgcschäfte: Staatsanwalt Jöckel. Vertheidiger: Rechtsanwalt vr. Gutflcisch. 3. Mittwoch den 24. September, Vormittags 8 Uhr: Anklage gegen Johannes Dörr von Brauerschwend wegen Körperverletzung mit tödtlichem Erfolg. Staats- anwaltSgeschäfte: Staatsanwalt Dr. Lahr. Vertheidiger: Rechtsanwalt Dr. Gut- leisch. 4. Donnerstag den 25 September, Vormittags 8 Uhr: Anklage gegen Friedrich Hölz'nger von Mittelgründau wegen Körperverletzung und Meineid. Staatsanwalts- geschäfte: Staatsanwalt Jöckel. Vertheidiger: Rechtsanwalt vr. Rosenberg. 5. Fre'tag den 26. September, Vormittags 8 Uhr: Anklage gegen Wilhelm Neun von Hitzkirchen. Großh. Bürgermeister Reifschn-ider und CaSpar Georg von Burgbracht wegen Körperverletzung mit tödtlichem Erfolg, verübt im Raufhandel. StaatsanwaltSgeschäfte: Staatsanwalt Zimmermann. Vertheidiger: Rechtsanwälte vr. Rosenberg und vr. Gutfleisch. w er 6. Samstag den 27. September, Vormittags 8 Uhr: Anklage gegen Valentin Hornung's Ehefrau und Carl Eichenauer's Wittwe von Rixfeld wegen Meineids. StaatsanwaltSgeschäfte: Staatsanwalt Zimmermann. Vertheidiger: Rechtsanwälte Lauer und vr. Di tim ar. _ , 7. Montag den 29. September, Vormittags 9 Uhr: Anklage gegen Heinrich Schäfer IV. von Rodheim v. d. H. wegen Versuch deS Todischlags. StaatsonwaUs- aeschäfte: Staatsanwalt Jöckel. Vertheidiger: Rechtsanwalt Windecker. 8. Dienstag den 30. September, Vormittags 8 Uhr: Anklage gegen Johanne« Tröller von Angenrod wegen Bankerutts. StaatsanwaltSgeschäfte: Staatsanwalt vr. Lahr. Vertheidiger: Rechtsanwalt vr. Schwarz. — Wie eine Extra-Depesche im Jnseratentheil anzeigt, trifft der größte amerikanische Circus Franklofs am nächsten Sonntag Vormittag hier ein, bestehend aus 120 Personen, Herren und Damen aller Nationen, Ballet-CorpS, 60 Pferden, Elephanten, Löwen u. s. w. Im Ganzen finden nur 4 Vorstellungen statt, davon die erste bereits am Sonntag Nachmittag. Nach den Berichten der auswärtigen rzeitunaen, namentlich der Kölnischen, Münchener, Frankfurter rc, sind die Leistungen dieser Circusgesellschaft Erstaunen erregende. Der CircuS unterscheidet sich von andern ähnlichen Unternehmungen dadurch, daß er seine Mittel nicht auch zu hyperphantastischen, kostspieligen Umzugsparadcn anwendet, die zwar das Publikum anlocken, aber auch verursachen, daß in der Hauptsache, der Vorstellung selbst, nur wenig geboten wird; er richtet vielmehr sein Augenmerk auf das Engagement leiftungSfähiqer Künstler, auf Gediegenheit in der Vorstellung und daher die von Presse und Publikum stets gezollte Anerkennung__________ — Der Werth einer guten Tasse Kaffee wird mit Recht — namcnllich vom schonen Geschlecht — hochgeschätzt, leib-r stad wir aber, selbst wenn die pecun'äre Seite nicht im Wege stebt, nicht immer in der Lage, unS dcu braunen Lieblingstrank in wüvschenswerther Güte zu beschaffen. ... Bald ist der gekaufte Rohkaffee trotz seines schonm Aussehen? von schlechtem Geschmack, bald wird der wirkt.-ch gute Kaffee durch die Tücke des HerdfeuerS oder die Unachtsamkeit der Köchin unegal oder gar zu hart gebrannt. Kauft man aber den Kaffee geröstet vom Specercihändler, so geräth man bisweilen auS dem Regen in bte ^Der Händler, der nebm Kaffce noch hundert andere Artckel führt, ist ielbst beim besten Willen nicht immer in der Lage, auf den Einkauf, das Rösten und Mischen der verschiedenen Sorten die nötbige Sorgfalt zu Dermaiben selbst wenn er dte erste Bedingung, ein gründlicher Kaffeekenner zu sein, erfüllen sollte. So hat das narürliche Bedürfntß dazu geführt, das Rösten deS Kaffees zu einer neuen Industrie zu erheben und der Firma A- Zuntz sei- Wwe. in Bonn und Berlin, gegründet 1837, gebührt unbestritten daS Verdienst, dirse Industrie ins Leben gerufen und auf großartigste Weise betrieben zu haben. Die Firma A. Zuntz scl. Wwe. befolgt mit nachahmungS- werther Consequenz das Princip, nur beste Waare in den Handel zu bringrn und sie steht mit ihrem Renommü voll und ganz für den von ibr gelieferten Kaffee dn, indem sie jedes Packet versiegelt und mit Firma und Schutzmarke versehen an den Con'umcnten abgtbt. Was wir von dem Kaffee von A. Zuntz fei. Wwe. bisher prob-rt haben, nöthigt uns die Ansicht ab, daß eine jede praktrsche Hausfrau die diesen Kaffee einmal verwandt hat, nie mehr nach anderen Sorten greifen wird, indem der Zuntz,che Kaffee den höchsten Anforderungen durch seine Kraft und sein liebl.cheS Aroma genügen mutz. Ein nicht zu unterschätzender Vortheil liegt darin, daß durch eine eigene — die Con- srrvirung der aromatischen Bestandtheile bezweckende — höchst appetitliche yrenrp Methode der Firma A. Zunh fei. Wwe. bet Ihren Kaffees eine bedeutende Ersvarvttz von Bohnen zu erzielen ist. — Während wir aus 1 Psund anderen Kaffees 4o Tassen erzielten, bekamen wir aus dem gleichen Quantum Zuntz schen KaffeeS 5o- 60 Taffen eines ebenso kräftigen Aufgusses. t-r i pote .Ap Äftf S&5 ÄÄ (nntn ouM . U« S D Ilm «’Ä Md » je eint Million ^ fünf JMn auf ihrem Lebm ein schlechte angrhor fiel, kann schwm aUein maß Im Inh« 1882 und 519 wdbltd NuS Po Eirvert, der fr und Tag nach! blondem Vollvi Schuster- Der dem Sande se Handelsmann u und dessen Han! Wer Mir bach ist burc der abgeschlos ledigt. Gießen, bt Großherzi Monlüg Nachnntt sollen 78 leil viertel, ein L und ein Acke anderweit ai werden. Zchnnnenk Thor. Gießen, bei Großh. Bü 6079 A Wi Mvniao, RvrM soll bttä gehörende \ 400 Stm Zwttsche Akpfel ui ^ehrentheil^ von 2-5 C versteige Griiningei Großh. Bss »ch b’drbet; :"«L )fl8 ■Sfi* '5* K- .®Wn Hi" ft?’"1 °dn 11 K“®“'1« btt sA Wtttt N°le öeworfen 7?? Stieb ti "dttt ®ütbe. fonb(n; .Äbt£ünb,l w» bet ML-te. J ottt diese He, rtb loyale Ein» drei Souveräne nnb übnzeuai, tedieslS groben e ner lcdhaitm hatigen Etnflutz i ausüben düiftr. der Ungewitzheit Tesühl des Ver, °lbe ergeben, datz i Theorien oder ebneinstimmung hwurgerichtS der i Heinrich Mülln anwaltSgeschäste: biß. gegen Johannes : EtaalSanmlt gegen JohanreS Erfolg. Staat-- imlt Dr. Gut- t Mv ssriebrtch &taat$anuMlli‘ losenberg. gegen Wilm Lvar Georg von im Ranshandel. er: Rechtsanwälte t gegen Balenttn wegen MeineedS. ier: Rechtsanwälte ge gegen Heinri- , StoatsonwaltS- lndecker. ,e gegen Johannes te: Staatsanwalt dn»rSb>- ein, ttfWinb * mj, 60 $1* mgtn M l“I0J , ln au*,1«11 flat btt SelflM” litt fti °°»,L toperbtanldff'W® »<«. °b»A nlfl geboten ö*tD' ilikutN stets gezollt ^IlMicnitich t blep*;* nun sifl„maint Pfarrer A. Bramm, Bürgermeister. Doereng, Deutsch^Hypöthekenbank in Meiningen. Wir machen hierdurch daraus aufmerksam, daß die für uns bestimmt«! ^«rl7h,n4cefu<6e au» der Provinz Obrrheffen mit den zuge. S” ÄÄ n »Sn ÄÄ« IDiery und Mets? in Gießen zur Prüfung eingereicht verschwundene Fürstender« jun- endlich gesunden ist. Der Vater desselben fichnte sUner Demienigen eine Belohnung von 100 X zu, der tin Stande wäre, über den «er» schwundenen oder dessen ißacren Glera« uittjulbellen. ,D>» Vermnthung. garftenberg fet erschlagen und beraubt worden, galt damals schon a.S höchst wahrscheinlich.^ 3 Persönlichkeiten, von denen man sich der Thal versehen konnte, wurden von der: ebtt staatSanwaltschaft steckbrieflich verfolgt und nach emsiger Suche von unserem Genvdarmen j-3,nn Sebastian dingfest gemacht. ES waren dies der Z mmergeselle Hermann scheffelte au« Gtolp, 38 3®6re alt. welcher luiext mit Fürstender« 'n der hegend von Turzig gesehen wordin war. und der Tischler Johann Domke au» Derselbe hat 11 Monate tn Untersuchungshaft sitzen müflen, we,l der^Verdachtvorlag. daß er Maaren verkaufte, die von Fürstendcrg verrührten. Er wollte dieselben von einer unbekannten Frau erhalten haben. Die übrigen fünf Gerippe im Keller d Kruge» zu Tvrzig waren jedenfalls arglose Geschäftsleute gewesen, welche von dem damaligen Wirth Sstvert g.tö'tet, beraubt und verscharrt worden 6nd- Diese schauerliche Entdeckung ist fofo’t der königlichen Staatsanwaltschaft ^"gtthetlt und dieselbe hat nicht verfehlt, 'hren weitgreifenden Einfluß zur Erlangung deS Verbrecher« tm fernen F^rma'PH "Maysarib u Co in Frankfurt a- M. hat auf der großen internationalen landwtrthschastlichrn Ausstellung in Amsterdam welche von England, Frankreich, Deutschland und anderen Ländern reich beschickt war für ihre Dresch- rnalcktnen und Göoelwerke alS ersten höchsten Pre,S -die goldene Medaille mebrerrn and«« Preise« für Ihre sonstigen Fabrikate erhalten. ES 'st die« um das Mutterland für landwtrlhschaftUche Maschinen, durch alle ersten Firmen v-rtreten war. ____ Dermifcht«*. «-4- äs Ä « lummen waren, In tfem petmatwrte winjw n nu(Qmmenftin5. Alle 4 Brüder retchm Emilien einige Tage f.öh chen g Aller«, in bester Gesundheit. Möge smd wohlauf und befind n sich, ir^^ng. sich tn solcher Rüstigkeit ihre« Dasein« zu Dampskesiel, wobei ein Arbeit fl fast gar nicht verletzt wurde. Da« du-ch ,'we offenftehende lhü^ S^1-» bn Emstuej, auch der ©lornftein h«l M-IchinenhauS «st total Mmoin BUrbt gegtn 40 Schritt weit au« dem ®e. Mube^lÄ Ä Mi Uff-ch- der Sntstehuvg de« UnglückSIalle« tft bisher nicht« Bestimmte« ^anM °-warden u-ber da« durch Panit verursachte Unalück ,U etoldjepbotf («reis Reichenda») berichtet d e .Schi-,, in der talhollichen. « » ! Mariü Geburt waren zahlreiche Wallsaheer eiu- Volt«,tg 8»l,end««. Z m ven w bu(dbtn Qn buf(m< wie am Feste Maria «eiroffen- Znm ^roßen IJ-1 übet In der K'rche ju verweilen. «« «*“ Himmeisahrt, veieno uu» n « ubr Nacht«. Eine Kerze, die wahrscheinlich setzliche« üvalück 0 sberabhSngende Kerzenvutze) erwärmt und darum umge,allen durch einen sog. Rä^(dna°,°n^ ^„bckneten Blumen. Die« verursachte .Men ** käs «n« und 519 weibliche. - . .-misia, Geschichte berichtet der .Kö«l. Generalanz." und Tag nach Amerika ^6ewandert. fahren und seine« Handwerk« em blondem Vollbart, tm ? et wj unÄ 40 3°bren nnb 1 Gesucht ”‘T i'Äsr*'""“*8*” Obstvcrstcigmmg. Montag den Ä2. September, des Nachmittags von 2 Uhr an, soll das hiesige Gemeindeobst, bestehend in Aepfeln, versteigert werden. Der Anfang ist beim Teich, im oberen Theil des Orts. Rödgen, am 17. September 1884. Großh. Bürgermeisterei Rödgen. Jnderthal. 6112 Freitag den 24. Bctober, Vormittags 11 Uhr, soll auf dahiesigcm Ortsgericht die Hof- raithe der Georg Röder LSwe. Flur 1/893 106 Meter Hofratthe auf dem Brand, Flur I 894 88 Meter Grabgarten das. me'stbietcnd versteigert werden. Gießen, den 18. September 1884. Großherzogliches Ortsgerrcht. 6100 Müller. Alle natwrialliberalen Reichstagswahler werden gebeten, an der Versammlung, zu welcher der Verein der deutsch-freisinnigen Partei aus Samstag den 20, d Mts , Abends S Uhr eingeladcn hat, möglichstzahlrcich thcilzunehmen. Extra Depesche. Der größte amerikanische fliegende Circus Frankloff trifft mit seiner Gesellschaft von ca. 120 Personen, Künstler-Specialitäten ersten Ranges: Italienern, Arabern, Chinesen, Engländern, Franzosen, Ruflen, Negern, Japanesen, weißäugigen Hottentoten und Deutschen, einem starken Balletcorps, einer unisormirten Musikkapelle, 60 Pferden, dressirten Bestien, Löwen, Bären, Tigern rc., 2 Riesen-Elephanten, zahlreichen Gala- und Packwagen am Sonntag den 21. Septbr., Dormittags, in Gießen (Oswalds Garten) für unwiderruflich nur 2 Tage (4 Vorstellungen) ein. Sonntag Nachmittag 4 Uhr Eröffnungs-Vorstellung. Abends 7V2 Uhr: Erste große Gala-Vorstellung. Montag: Zwei brillante AbschiedS-Borstellungen; Anfang 4 und 7V2 Uhr (Auftreten sämmt- licher Künstler und Künstlerinnen). Jeder Erwachsene ist für die Nachmittags - Vorstellungen berechtigt, ein Kind frei einzuführen. — Näheres siehe Plakate und Zettel, sowie die 4 Tage vorher vom Kurier des Circus verbreiteten General-Programme. OCE" Offerten für Logement, Stallung und Futter beliebe man dem Kurier schriftlich mitzutheilen. 6097 Dem geehrten Publikum zur gefälligen Nachricht, daß wegen der hohen Feiertage mein Geschäft Samstag den 20. und Sonntag den 21. September geschlossen bleibt. 6108 K. Grünebaum. Loose zur Mainzer Kirciienban lolterie die Wirthe Schmand, Bern u. Sommer Kirchweihfest zu Steinberg Watzenborn am 2 1. u. 2 2. September 18 8 4 wozu ergebenst einladen 6098 Nachruf an unseren, so früh dahingeschiedenen Collegen, den Bahnmeister Wilhelm Walther. Du starbst, Du gingst dorthin, wo alle Leiden enden, Und Friede ist für immer eingekehrt; So rote wir Blumen Deinem Grabe spenden, So bleibt Dein Angedenken uns immer lieb und roerth. Wir, Deine Collegen, stehen eng vereint An Deinem Grab, die Augen thränenooll; Wenn auch der Thronen schon viel um Dich geweint, So bringen wir auch heut' Dir unfern Zoll. Ruh', Wilhelm, saust, bis einst der Morgen taget, Wo die Posaun' uns ruft zum Aufersteh'n, Ruh' kühl und sanft, wenn heut' auch wir geklaget, 6105 Wir werden einst uns droben wiederseh'n- Düsseldorf, den 14. September 1884. Gewidmet von seinen Collegen. empfiehlt die Expedition des „Gießener Anzeiger". Wegen Umbau meines Ladens befindet sich meine Filiale von Montag den 22. September an im früheren Teipel schen Laden, Marktstrasse 9. Gleichzeitig empfehle ich eine Parthie zurückgefetze Waare, als: Herreu-Zugstiefel.......Mk. 5 — Wichslederne Damen-Zugstiefei „ ZI.— Mädchen- und Kinder - Stiefel 50% unter dem seitherigen Preise. 6107 Je €?rüttebaum. Pöfchel s Bierhalle. Samstag den 20. d. M,: GROSSES COWERT susgrführt von der hier beliebten Kapelle des Hofgeismar scheu Dragoner-Regmts. unter Leitung ihres Stabstrompeters Herrn Setter. Anfang 7 Uhr. Ende 11 Uhr. Entree 30 Ffg. 6124 Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht von dem nach kurzem, aber schwerem Leiden heute erfolgten Ableben unserer lieben Schwester Luitgard Dehaie. Gießen, den 18. September 1884. 6111 JL. Dehaie. B. Dehaie• Die Beerdigung findet Samstag den 20. September, Vormittags 9 Uhr, vom Sterbehause, Neuen Bäue 2, aus statt. Dermietyungen. 6109 Ein möblirtes Zimmer, auf Wunsch mit 2 Betten, zu vermiethen. _________Kreuzplatz 6, 2 Treppen hoch. 6114 Ein kleines Familienlogis zu ver- miethen._______________Kaplansgasse 18. 6118 Möblirte Zimmer zu vermiethen. ________________Löberstraße 3, II. Stock. 6120 Ein kleines Familien-Logis per 1. Oetober zu vermiethen bei Caspar Schomber, Neustadter Thor. 6125 Liebigsftraße 63 ist der Par- terrestock, bestehend aus 4 Zimmern, Mägdekammer u. Zubehör, zu vermiethen. 6127 Zwei ineinandergehende möblirte Zimmer zu vermiethen. Louis Petri Wwe., Neuen Bäue 39. 5500 Eine Stube mit Küche zu Denn, bei Jakob Dörr, Mühlgasse 10. Vermischte Anzeigen. 6099 Ein gut möblirtes Zimmer mit Cabinet, in ruhiger Lage, wird monat- weise vom 27. September ab zu miethen gesucht. Schriftliche Offerten in der Exped. d. Bl. abzugebeu.________________ Die Beleidigung gegen Sarah Mendel Wwe. in Reiskirchen nehme ich hiermit zurück. 6110 Israel Löwenberg. I 6104 Ein junger Küserbursche in eine Brauerei nach Auswärts gesucht. ^Näheres in der Exped. d. Bl.________ 6115 Ein ordentliches Dienstmädchen vom Lande wird pr. 1. Oetober d. I. gesucht______ Weidig's Hardt. 6116 Ein braves reinliches Mädchen von 15—18 Jahren zum baldigen Eintritt gesucht. Frankfurterstraße 103, 2. St. 6119 Auf sofort ein gutes Mädchen für Hausarbeit gesucht. Frau Wilhelm Gail, Neustadt 32. 6126 Ein junger Mann für das Comptoir eines hiesigen Fabrikgeschäftes als Commis gesucht. Offerten nebst Zeugniß - Abschriften und Angabe des Salairs beliebe man in der Exped. d. Bl. niederzulegen. Solche erhalten den Vor- zug, die in Cigarrenfabriken thätig waren. 6122 Ein in der Hausarbeit gewandtes Mädchen vom Lande sucht Stelle nach auswärts. Näheres bei Frau Bärru, Wallthorstraße 13. Geld - Tour-. 20-Francs-Stücke . . do. in Vi Englische Souvereigns Russische Imperiales . Ducaten ..... Dollars in Gold . . 16 20-00- 16 20—00 20 35-00 16 77—00 9 65—00 4 21—00 Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'scben Druckerei fftr. Cbr. Vietsch) in Gießen. Die heutige Nummer enthält 1 Blatt und 1 Beilage. 6131 Filiale icti, ^Waare, ^r. Z.- m 4.— ler dem seit- 6107 tm. -s«- B» all. «ie. dem nach erer liebe« ^üferbursche in oart§ gesucht. MßL__ Dienstmädchen >tober d. Z. $* idig^Sardt. iliches Mädcherr sMMdchen ilhelm Gail, Fabrlkgeschastes ' Offerten nebst mb Angabe des derExp-d-E »rbalten den Vor- 1RT t des kegmts. Stirer. -11 l/6r. 6/24 !5i—V ■ $rs • 4Jlj nbll, Vor- Beilage ;u Nr. 220 des „Gießener Anzeiger" Aeikgeöotenes. Gebrannten Kaffee in bekannten guten Qualitäten pr. Pfund Ju 1.20, 1.40, 1.60 und Perlkaffee M- 1.80, sowie gebrannte Gerste empfiehlt Robert Stuhl, 5481 Neustadt 23. Garantie der Echtheit der seit 33 Jahren bewährten Artikel: I»r. Milin de Boiitemard’a aromatische -Zahnpasta, das universellste und zuverlässigste Erhaltungsund Reinigungsmittel der Zähne und des Zahnfleisches; in Vi und Va Päckchen a 1 JL 20 und 60 l>r. 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Die Berliner Kerichts-Zeitung, in Berlin wie im ganzen übrigen Deutschland vorzugsweise in den gut sitnirten Kreisen der Beamten, Gutsbesitzer, Kaufleute rc. verbreitet, ist bei ihrer sehr großen Auslage fürInserate, deren Preis mit 35 Pf. für die 4gespaltene Zeile sehr niedrig gestellt ist, von ganz bedeutender Wirksamkeit. Wer sein Recht nicht kennt, hat den Schaden zu tragen! Wer sich vor solchem Schaden an Ehre und Vermögen bewahren will, abonnire auf die „Berliner Gerichts- Zeitung", die, von den hervorragendsten Berliner Juristen redigirt, bei ihrem niedrigen Abonnementspreis, bei ihrem reichhaltigen belehrenden und unterhaltenden Inhalte in keinem deutschen Haushalte fehlen sollte. In volkstbümlichcr und pikanter Darstellungsweise berichtet das Blatt über alle interessanten Kriminal- und Cioilprozesse des Jn- und Auslandes, namentlich der Berliner Gerichtshöfe; unterzieht es die neuen Reichsund Landesgesetze leicht faßlicher, eingehender Erörterung, und erklärt es alle beachtenswerten, neuesten Entscheidungen des Reichsgerichts, Kammergerichts und Oberverwaltungsgerichts, deren Kenutniß in den weitesten Kreisen, namentlich allen Fabrikanten, Kaufleuten, Haus- und Gutsbesitzern rc., selbstverständlich allen Juristen unentbehrlich ist. Diese Ausführlichkeit von jedermann durchaus nötiger, sehr leichtverständlich dargestellter Belehrung in Verbindung mit dem reichhaltigen, allen Abonnenten in schwierigen Rechtsfragen kostenfreien Rath ertheilenden Briefkasten, das anerkannt höchst gediegene Feuilleton, welches stets die neuesten, besten Romane, sowie belehrende und humoristische Artikel unserer ersten Schriftsteller enthält, führen der Berliner Gerichts-Zeitung unausgesetzt eine große Anzahl neuer Abonnenten zu, so daß sich dieselbe mit vollstem Rechte zu den gelesensten verbreitetsten Blättern Deutschlands rechnen darf. — Außer dem vorher Angeführten bringt die Zeitung den Lesern eine Fülle von Unterhaltung durch eine umfassende Ehronik der Berliner Tages-Ereignisse, vermischte Nachrichten von nah und fern, unparteiische Kritiken über Berliner Kunst- und Theater- Novitäten, eine ganze eigenartige, höchst pikante politische Rundschau aus der Feder eines der beliebtesten Berliner Publizisten, welche die Leser über alle wichtigen politischen Ereignisse orientirt, endlich Reichstags- und Landtags-Berichte rc. rc. Allen neuen Abonnenten der Berliner Gerichts-Zeitung wird auf Wunsch der Theil des Romans, welcher schon vor dem Abonnement zum Abdruck gelangt sein sollte, vollständig und ganz kostenfrei nachgeliefcrt. Möbel-Lager von Ernst Lotz. Büffets nach nebenstehender Zeichnung, matt und blank polirt, mit Nickelbeschlag und ganzer Marmorplatte, gestochenen Stützen, drei- spindig mit Säulen . . . . ä JL 195 gegen Cassa 5 vCt. Rabatt. Ausziehtische, polirt, mit 3 Einlagen ä «X 60 do. „ „ 4 „ ä „ 65 Kleiderschränke, polirt, zweithürig ä „ 48 Bücherschränke, „ „ ä „ 47 .Itcbenmljme vollständiger Zimmereinrichtungen, sowie gamer Ausstattungen zu ermäßigten Preisen. 5964 Iler-m» Awg* ASt t Iler Leins»-. Wäsche- & Settwaaren - G-eschäft. Große Auswahl, billige feste Preise, beste Maaren. 5629 CielegenheMskauf: Ein großer Posten Schweizer Stickereien unter Preis. Ä ß ih Q r<> n Frankfurter Würstchen vorjügl. Qualität, find eingetroffen bei 5933 S’ertl. Drebes, vorm. Gg. Wilh. Weidig. 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Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gieren. ÄEITGJW1SSE der ersten medicinischen Autoritäten. von Freitag Abend geschlossen Jul. Llebhardt, Maschinenfabrik, Barmen, 5861 Ein verbciratheter Kaufmann gesetzten Alters wünscht am diesigen Platze die Stelle eines Buchhalters oder Maga- ziniers, gleichviel welcher. Branche, zu übernehmen- Es wird dabei weniger auf hohes Salair als auf dauernde Stellung reflectirt. r Gefl. Offerten erbittet man unter L. u an die Exped. d. Bl- zu richtem Wegen hoher Feiertage bleibt mein Geschäft Abend bis Sonntag J. Roth.enb erger, gerichtlich bestellter Taxator 8. Lindenplatz 8. mit oder ohne Logis auf sofort zu ver- miethen. Ludw. Orth, Neuen-Baue. 21 Auszeichnungen, worunter 8 Ehrendiplome und 8 Gold. Medaillen. 3w Uebersiehen von Reaen-ö-Sonnenschirmen sowie das Repariren derselben wird bestens und billigst besorgt von I. 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Goebel hier geführte Agentur obiger Anstalt mit dem heutigen Tage übernommen habe und empfehle mich zum Abschluß von Versicherungen unter Zusage billiger Prämien und prompter Entschädigung in Unglücksfällen. Gießen, den 16. September 1884. insbesondere von Mobiliar, Waaren u. dgl., werden von mir unter Zusicherung der gewissenhaftesten und promptesten Ausführung übernommen; auch bin ich bereit, einzelne Gegenstände für die von mir zeitweise veranstalteten Versteigerungen in Commission zu nehmen. Gefällige Aufträge beliebe man mir mündlich oder schriftlich wird in Wensel’s Sacrfbmt eine Allgemeine Mhler-Versammllmg ftattfindcn, in der unser Reichstaqsabgeordneter Herr Ilr* Gut fleisch Vortrag halte» wird über die verflossene Reichstagssefsion nnd die derzeitige Stellung der politischen Parteien. Alle Wähler, ohne Unterschied der Partei, sind hicrzn eingeladen. Der Vsrsisnd des Vereins der deutschen 5030 Loais, 3 Zimmer, 2 Cabinete nebst Zubehör, am Ludwigsplatz, ist per 1. 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