Bwtetmt Schulftraße 7. Erscheint täglich mit Aufnahme des MontchgK. DaS Getreidedeficit (die Mehreinfuhr) betrug in Deutschland nach Deutschland stammt also, wie man- M thättgen der Landwttthschaft nicht angehört. Georg Bobertag. Belgien: Holland: Amerika 1872: 1873: 1874: 1875: 1876: 1877: 1,949,440 325,611 911,909 1,067,562 373,736 193,10 150,95 153,73 134,18 135,19 1878: 1879: 1880: 1881: 1882: 1883: Einfuhr Doppelctnr. 6,371,348 7,751,899 3,213,595 2,600,913 1,771,289 Doppelcentner 14,413,000 29,855,000 13,414,000 16,621,000 19,036,961 19,530,386 an Weizen » Roggen , Gerste , Hafer , Mais lirnier e wirb in die emermeister- Dopvelcentner 4,485,000 8,030,000 12 415,000 7,940,000 16.930,000 Zu vorstehender Einfuhr Rußland: haben hauptsächlich beigetragen: 4,435 222 Dopvelcentner Roggen, eugnissen ver- bet dauernde s.rpeb- b§- Äl- bewegm. Daß dies aber wirklich ein Vortheil für Deutschland ist, daS wird Jeder gern zugeben, welcher bedenkt, daß von den 16,202,235 erwerbsthatigen Personen ihrem Hauvtberufe nach immerhin nicht weniger als 6,396,514 in der Industrie und 1,570129 tm Handel und Verkehr beschäftigt stnd, daß also fast die Hälfte aller Erwerbs- PreiA vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit BringerKchn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. öffentlichen Arbeiten, sollte, wie man weiß, sich als Anhänger der weltlichen Papstherrjchaft bekannt haben, in Folge deffen sich ein lebhafter Depeschenwechsel zwischen Rom und Madrid entspann und dec italienische Gesandte in Madrid war sogar beauftragt, dem spanischen Cabinet ernste Vorstellungen zu machen. Der diplomatische Apparat hat nun seine Schuldigkeit gethan und die spanische Regierung der italienischen die beruhigendsten Erklärungen gegeben, womit auch dieser jüngste Zwischenfall in befriedigender Weise erledigt worden ist. In Bukarest hat die vereinigte Opposition der rumänischen Depu- tirtenkammer, welch' erstere von den gebräuchlichen parlamentarischen Formen wenig zu halten scheint, einen groben Straßenexceß in Scene gesetzt, um ihrem Unmuthe gegen das Cabinet Bratianu Ausdruck zu verleihen. Es ist mehr als zweifelhaft, ob die Gegner des Herrn Bratianu durch ein solches pöbelhaftes Benehmen ihren Zweck, das gegenwärtige rumänische Ministerium zu stürzen, erreichen werden. Der jüngste französisch-chinesische Conflict hat in dieser Woche eine bedenkliche Verschärfung erfahren. Der chinesische Staatsrath oder Tsung li Damen hat die Forderung des französischen Gesandten, die chinesischen Truppen von der Grenze Tongkings zurückzuziehen und die geforderte Entschädigung zu zahlen, abgelehnt. Es wird demnach Frankreich nichts übrig bleiben, als gegen das störrische China einen neuen Waffengang zu unternehmen. Vermischtes. Offenbach, 15. Juli. (Unglücksfall.j Schon wieder hat sich ein Unglück durch die elektrische Babn ereignet, indem gestern Abend ein Kind von 7 Jahren tobt- gefahren wurde, was ohne Zweifel durch zu rasches Fahren verschuldet Ist. 2.486,057 1,682,449 428 053 Oesterreich-Ungarn: 2,041,446 Eine statistische Sichre. Stellt man die deutsche E!n- und Ausfuhr an Getreide (Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, MaiS) fett 12 Jahren in Vergleichung, so ergibt sich ein tm Allgemetvm gewaltig anwachsendes Deficit in diesem für die Ernährung deS Volkes unentbehrlichsten Gute, d. h. die Einfuhr an Getreide überwiegt die Ausfuhr in zunehmendem Maße. Weizen, Safer, erste, Wetzen, Gerste, MatS, Wetzen, Roggen, Wetzen. Roggen, Mais, Gerste. Bremen-Hamburg: 920,863 694,414 428 230 übsamen. MCOöOCg lten. g ontziveifen o erlaubten 0 Ramien- Q sifion an g n Rudolf Q n- 4812 R Die Weizen- und Roggen-Einfuhr ______ . . sieht, wett überwiegend aus Rußland und Oesterreich-Ungarn und zwar kam russischer Roggen auch viel vom Mtttelmeer über die Hansastädte nach Deutschland. Es haben diese Sendungen südrussischen Roggens Holland, das Rheingebtet und Norddeutschland bis gegen Schluß des JahreS versorgt, wo dann wieder der nordrusstsche Roggen überwog. Von den Vereinigten Staaten Nordamerikas gingen dtrect nur geringe Quantitäten über die Zollveretnsgrenze, auch die über Belgien, Holland und die deutschen Zollvercinsschlüsse (Hamburg-Bremen) tmportirten Mengen amerikanischen Wetzens waren keineswegs so bedeutend, als man nach dem bekannten Geschrei von der erdrückenden Uebermacht gerade des amerikanischen Getreideimports meinen sollte. Man nimmt an, daß ein Getreidedefictt, wie es tn den letzten Jahren ftattge- funden hat, das NahrungSbedürfntß von etwa 11 Millionen Menschen repräsenttrt. Wir wollen hier nicht auf die Streitfrage etngehen, ob und wie die einheimische Land- wirthschaft dieses mächtige Deficit an Brotgetreide decken könnte. Wie gegenwärtig die Producttonsverhältnisse nun einmal liegen, bringt uns der regelmäßige Import auS verschiedenen Welttheilen den entschiedenen Vortheil, daß wir eine abnorme Theuerung wohl niemals mehr zu fürchten haben, sondern daß die Schwankungen der Preise im Jahre sich innerhalb enger Grenzm, meist nur um 10 pCt., allerhöchstenS 20 pCt. Gießen, 19. Juli. Wiederum weilt Kaiser Wilhelm, einer liebgewonnenen Gewohnheit folgend, aus österreichischem Boden, in dem tn den Vorbergen der Salzburger Alpen herrlich gelegenen Bade Gastein, wo er regelmäßig seine alljährlichen Badekuren zu beschließen pflegt. Wenn nun auch bei dem jedes J^hr sich wiederholenden Besuche des deutschen Kaisers in dem Salzburger Badeorte zunächst die Rücksicht auf die stärkende Alpenlust Gasteins und deffen heilkräftige Quellen maßgebend ist, die sich ja dem greisen Monarchen gegenüber immer so wunderbar erprobt haben, so kommt hierbei doch auch das politische Moment in Betracht. Daffelbe drückt sich in der förmlich zur Tradition gewordenen Begegnung zwischen Kaiser Wilhelm und Kaiser Franz Josef aus, welche den jedesmaligen Abschluß des Bade-Aufenthaltes des Ersteren in Gastein bildet und es ist kaum nöthig, zu versichern, wie sehr diese Begegnung ein bedeutungsvolles Unterpfand für die zwischen den Kaiserhöfen von Berlin und Wien herrschenden intimen Beziehungen wie für die enge politische Freundschaft bildet, welche das deutsche Reich mit der habsburgischen Doppelmonarchie verbindet. Auch in diesem Jahre wird diese Entrevue stattfinden und zwar nicht, wie sonst in Ischl, der Sommer- Villeggiatur des österreichischen Kaiserpaares, sondern in Gastein selbst, wo Kaiser Franz Josef, begleitet von seiner erlauchten Gemahlin, am 5. August einzutreffen gedenkt. Ein freudiges Ereigniß, dessen der Wochen-Chronist gern gedenkt, war die glückliche Entbindung der Prinzessin Wilhelm von Preußen von einem Prinzen, und die Botschaft von der Geburt eines 3. Urenkels erreichte den Kaiser noch während dessen Reise von Mainau nach Gastein in Rosenheim. Eine nicht unwichtige Episode in derselben bildete auch die Begrüßung mit dem württem- bergischen Königspaare in Friedrichshafen und dürste man hieraus wohl auf eine größere Annäherung zwischen den Höfen von Berlin und Stuttgart schließen, als dies bisher der Fall war. Im Uebrigen ist die Ausbeute an politischen Neuigkeiten . aus dem Reiche fortgesetzt eine geringe und beschränkte sich in dieser Woche eigentlich nur aus die Ernennung des Herrn v. Bödiker zum Präsidenten des Rsichsversicherungs-Amtes, womit diese Institution nunmehr definitiv in's Leben getreten ist. Der politische Zeitungsklatsch über die angebliche Kanzlerverschwörung der „Hofliberalen" scheint jetzt endlich zu Grabe getragen zu sein, was gerade nicht zu beklagen ist. Sonst ist noch von dem rüstigen Fortgang der Wahlvorbereitungen zu berichten, die aus allen Seiten anläßlich der im nächsten Herbste bevorstehenden Neuwahlen zum Reichstage getroffen werden, ein Beweis, daß sich keine Partei im Wahlkampfe überraschen lassen will. Die Mitglieder des preußischen Staatsrathes sollen dem Vernehmen nach im October d. Js. zur Eröffnungs-Sitzung nach Berlin einbe- rusen werden. Die Sitzungen dürften wahrscheinlich im königlichen Schlosse abgehalten werden. Das Interesse an dem in Wien spielenden Anarchisten- Processe ist durch das rückhaltlose Geständniß, welches die theils bei dem Wiener Landgerichte, theils bei dem Militärgerichte inhastirten Anarchisten abgelegt haben, wieder lebendig geworden. Der Anarchist Kammerer gestand, daß er in Gesellschaft Stellmacher's den Raubmord an Eifert und die Raubattentate in Straßburg und Stuttgart ausführte und selbst den Polizei-Concipisten Hlubek ermordete. Die erste Anregung zu den Blutthaten erfolgte in einer Nummer des „Rebell" im Sommer 1883, in welcher ein geheimes Comitö die Beschaffung der Geldmittel verlangte. Die Beute floß größtentheils in die Parteikaffe. Die deutschen und österreichischen Anarchisten werden also nicht mehr den schweren Vorwurf zurückweisen können, daß sie ihre dunkeln Pläne durch gemeine Verbrechen zu fördern suchen. Die deutschfeindlichen Kundgebungen während der Feier des Nationalsestes in Paris, die in der Zerreißung deutscher Fahnen gipfelten, bilden in der französischen Hauptstadt das Tagesgespräch. Im Allgemeinen sprechen sich die Pariser Blätter mißbilligend über die bekannten Vorgänge am Hütet Continental aus, aber an dem Geschehenen und den dem deutschen Volke durch jenen scandalösen Vorgang zugefügten Schimpf wird hierdurch nichts geändert. Der französische und speciell der Pariser Chauvinismus hat eben wieder einmal eine seiner Orgien gefeiert und wenn sich hieraus keine ernstere Consequenzen entwickeln, so ist dies nur der kühlen Art und Weise zu danken, mit welcher man deutscherseits die ganze Affaire behandelt. Die französische Regierung hat an und für sich Alles gethan, um der deutschen Regierung Genug- thuung zu leisten. Der Polizei-Commissar Gatten, welchem der Vorwurf gemacht wird, bei dem stattgehabten Tumult vor dem Hotel Continental nicht die nöthige Energie gezeigt zu haben, ist abgesetzt worden und außerdem hat das französische Cabinet durch Baron de Coureel dem Berliner Auswärtigen Amte sein lebhaftes Bedauern über den Vorfall aussprechen lassen und somit dürfte wohl die jüngste Heldenthat. der Pariser Patriotenliga ohne weiteren Einfluß auf die guten officiellen Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich bleiben. — Die Minister des Innern, des Handels und der öffentlichen Arbeiten weilten in den letzten Tagen in Marseiffe und Toulon, um sich an Ort und Stelle über die durch die Cholera hervorgerufene bedenkliche wirth- schaftliche Lage dieser Städte zu orientiren. Die italienische Diplomatie wurde in letzter Woche durch den „Fall Pidal" stark in Anspruch genommen. Pidal, der spanische Minister der Lftriwf’f'; 18,320,000 . , Die gewaltig steigende allgemeine Tendenz dieser Zahlen wird durch die tn Folge besonders guter Ernten oder besonderer Anhäufung von Vorräthen im Vorjahre — 1879 z B. angesichts des neuen Getreidezolles — eingetretenen Ausnahmen nur noch i einigeren ren gegen boP' ihre zu le'hen .n Met, nM ' d. $!• nieder- mer mit ober plansg. 23. *^crju Der; hr Wwe. wik ! SEng 7-Jung, rmiethen. "es Zimmer mdenplah 1^ mer mit Zu- ^miethen.' iße Nr. 14. klarer veranschaulicht. Was die einzelnen Getreidearten anbetrifft, so betrug 1883 Deutschlands Ausfuhr Durchschntttspr. v. 1000 Kg. Doppelctnr. 807,581 121,339 828,239 418 225 3274 4ßen. ges Mädchen Marktplatz 2. ter 2 Med. Klinik. ibreditr ehen kann, in Mbach 1. iges Dienst- litlerftT. 13. 1884 ichener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Rr. 167. Zweites Blatt. Sonntag den 20. Juli <7 < 4 1 - I — In Eckenheim riß das 3jähr!ge Söhnchen einrs dortigen Metzgers einen brennenden Spirttusapparat vom Tisch herunter, während sich die Mutter des Kindes einen Augenblick aus dem Zimmer entfernt halte. Der brennend? Spiritus lief dem Kinde über das Gesicht in den Mund und in ein Ohr. Das Kind fiel in Krämpfe und wurde, wie die »Franks. N." berichten, am folgenden Tage durch den Tod von seinen Qualen erlöst. Göttingen, 14. Juli. Gestern Nachmittag wurde, w'e dem »Havn. (Sour.* berichtet wird, der Professor Dr- Hübner, der jetzige Leiter und Direktor des chemischen Laboratoriums, als er mit seiner Familie auf einem Spaziergänge begriffen war, vom Schlage gerührt und verstarb sofort. Posen, 13. Juli. In der Nacht von gestern zu heute unternahmen es zwei Unterofficiere der hiesigen Garnison, den Wachtposten am Etchwaldthor, welcher sie beim Durchschreiten des letzteren nach ihren Urlaubskarten befragte, thätlich anzugretfen. Dennoch gelang es dem Posten, sein Seitengewehr aufzupflanzen, in Folge dessen beide Unterofficiere sich durch schleunige Flucht der Verhaftung zu entziehen suchten. Der Posten rief ihnen dreimal nach, zu stehen, lud aber gleichzeitig sein Gewehr und schoß, als sein Zurufen erfolglos blieb, nach den Flüchtlingen. Leider ging die Kugel durch den Kopf des einen Nnterofficiers und hatte den sofortigen Tod desselben zur Folge. Die gerichtliche Untersuchung Ist eingelettet worden. Der Wachtposten wird als ein durchaus ruhiger, besonnener und ordentlicher Mann, der im dritten Dienstjahr steht, geschildert. — sBienen-Chemie.) Es ist bekannt, daß der Bienenhonig der Gährung jähre» lang widersteht, wenn er in seinem Naturzustande aufbewahrt wtrd; daß er aber durch Abkochen und Abschäumen eine Veränderung erleidet, welche auch den baldigen Eintritt der Gährung zur Folge bot- Es unterliegt daher keinem Zweifel, daß der Naturhonig ein Schutzmittel gegen Fäulniß enthält, welches beim Kochen entweicht. Wer tm Stande ist, eine Biene oder WeSpe zum Stechen zu reizen und dabet sorgfältig zu beobachten, wird bemerken, daß an der Spitze ihres Stachels ein kleines, wafferhelles Tröpfchen düngt. Dieses Tröpfchen ist Ameisensäure. Die Eigenschaften der Ameisensäure sind btkannt, aber man hat nickt gewußt, daß die Bienen ihren Honig durch Ameisensäure gerade so vor Gährung und Fäulrnß schützen, wie jede Hausfrau ihr Einmache-Obst durch Essigsäure. Es ist aber so- Das im Zustande der Gereiztheit hervortretende Tröpfchen wird entweder in der durch den Stachel verursachten Wunde zurückgelassen, um dort Entzündung zu erzeugen oder es wtrd, wenn es nicht zum Stiche kommt, am Honig abgestretft. Dies erklärt auch, warum der Honig der sogenannten Bienenvölker, deren Kampfbegier viel öfter erregt wird, als die der ruhigen, einen scharfen Geschmack hat, welcher dem Honig der anderen Bienen nicht eigen ist. Dieser Geschmack kommt eben nur vom Uebermaß von Ameisensäure, dem DesinfectlonSmittel der Bienen. — sDas Ende eines Romans.) Wie seinerzeit gemeldet, hat vor ungefähr anderthalb Jahren die 16jährige Lady Florence Longfort, Tochter des Grafen gleichen Namens, von dem Schlosse ihres Vaters nächst London die Flucht erartffen, um ihren Reitknecht zu heirathen. Die junge Frau erschien am 23. Juni mit todtbleichem Gesichte, in zerfetztem Gewände vor dem Richter Mr. Flowers in London und bat um Schutz gegen ihren Gatten. Derselbe hat in der Zeit von sechszehn Monaten das Vermögen der Comtcsse im Betrage von 600.000 Gulden verspielt, vergeudet, an lüder- liche Frauen verschenkt, er hat ferner in trunkenem Zustande feine junge Gattin mißhandelt. Die Frau verlangte nichts mehr, als Schvtz gegen ihren Mann, der sie, obwohl er die eheliche Wohnung längst verlassen und mit einem verrufenen Mädchen gemeinsamen Haushalt führt, mit den gemeinsten Insulten überhäuft. Graf Longfort erklärt sich bereit, falls die Scheidung ausgesprochen würde, seinem Kinde eine Zufluchtsstätte zu bieten. — [®in Bier ausschenkender Aristokrat ) Bis vor Kurzem fungstte ein junger Mann von aristokratiscken Aeußeren und einnehmenden Manieren, welcher sich Melz nannte, in der Restauration von Henry Dorr in Albany, N.--A, als Schankwärter. Vor einigen Tagen stellte es sich heraus, daß Melz ein Sohn des sächsischen Barons Steubendorf ist und im Jahre 1877 gezwungen war, in Folge eines Duells, welches er als Student an der Heidelberger Un versität mit einem Osficlcr ausgesochten und in welchem der letztere tödtl'ch verwundet wurde, nach Amerika zu entfliehen. Der Baron-Schankwärter hat jcht von seinem Vater 250,000 JL geerbt und ist nach seiner Heimath zurückg^kehrt- — sCalffornische Riesen-Weinrebe) In Monterito befindet sich der größte Weinstock Californiens. Der Stamm dieser Riesenrebe, welche 25 Jahre alt ist, hat dickt über der Erde einen Umfang von 3 Fuß und 3 Zoll und in einer Höhe von 3 Fuß über der Erde einen solchen von 5 Fuß. In einer Höbe von 3 Fuß und drei Zoll entwickelt der wahrhaft merkwürdige Baum einen großen Reicbthum an Zweigen. Emer derselben mißt an feiner Wurzel I8V2 Zoll im Umfang und behält diese Stärke bis zur Höhe von 6 Fuß und 6 Zoll, von der Erde aus gemessen, dann lehnt er sich horizontal über ein zu diesem Zwecke angefertigtes Geländer und zweigt sich auf demselben ab, und zwar in fünf prächtigen schweren Arsten, die nacheinander 16, 22, 33, 18 und 15 Zoll im Umfange messen. Die Zweige and Aeste des Weinstocks, welch? sich an einem freistehenden Geländer htnzieben, haben folgende Ausdehnung: Gen Norden 32 Fuß, gen Süden 43, in östlicher Richtung 34 V? und in westlicher endlich 25Vz Fuß. In diesen Ziffern sind neue Ausschüsse von diesem Jahre nicht inbegriffen. Jrn Jahre 1882 wurden von der Riesenrebe mehr als 3 Tons Trauben gewonnen, welche als außerordentlich wohlschmeckend geschildert werden. — [Der Scharfrichter von Madrid.) Die »Jtalie* berichtet: Vergangenen Dienstag begab sich der Scharfrichter von Madrid, Francisco Rutz Caftellanos, der feine Gebühren bezogen batte, tn Gesellschaft mehrerer Personen von zweifelhaftem Rufe in einer Schänke. Von da besuchten sie noch mehrere Weinausschänken und die Lrbationen wurden ununterbrochen fortgesetzt, bis sich die Köpfe erhitzten. Da sagte auf einmal einer der Gefährten Castellanos' zu ihm: „Du bist ein Feigling, das war Dir schon recht, daß man Dir in Teres sieben Unglückliche übergeben hat, um ihnen das Leben zu nehmen, weil sie gebunden waren. Wären sie frei gewesen, so würdest Du es nicht gewagt haben, sie zu berühren." — „Geh'n wir hinaus", erwiderte der Scharfrichter, „Du wirst sehen, ob ich einen Menschen umbringen kann, ob er gebunden ist oder nicht." Und ein Pistol aus der Tasche ziehend, feuerte Caftellanos einen Schuß auf feinen Gegner ab, der schwer in der Brust getroffen wurde. Auf das Krachen deS Schusses und das Geschrei der Dabeistehenden erschiene« Sicherhettswachen und machten die ganze saubere Gesellschaft dingfest. Als Castellanos im Gefängnitz ankam, beklagte er sich nur, daß ihm seine Gefährten, denen er die Zeche bezahlt hatte, noch überdies sein Geld weggenommen hätten. — Das Fest der Hetrathsfähtgkeit, das singhalesische Bittie Hoodain-fteft — das ist das Neueste aus der Rotunde in Wien, wo die Singhalesen augenblicklich weilen. Das 11jährige Mädchen Paustina Hunu, Tochter des William Sapoc und der Frau Louisa Nona, war die Heldin des Festes; die junge Dame wurde nämlich für hetrathsfähtg erklärt. Die 11jährige Jungftau war fett sieben Tagen unter der strengsten Bewachung ihrer Mutter und der andern jungen Singhalesinnen im Bangolo der Eltern abgeschlossen von Allem, was an den irdischen Jammer erinnert, etngesperrt gehalten worden. Endlich schlug ihr nach der siebentägigen Gefangenschaft ihre Freiheitsstunde. Bekleidet mit einem einfachen Gewände, das schwarze Haar aufgelöst Über die Schultern herabhängend, erschien Paustina vor der Thür der elterlichen Wohnung, vor welcher sich zum jubelnden Empfange der Jungfrau alle übrigen Singhalrsen versammelt hatten. Zur Beglückwünschung überreichte ein Jeder dem jungen Mädchen zwei indische Rupies, die Gabe mit der linken Hand in die linke Hand der Empfängerin drückend, als Zeichen, daß daS Geschenk von Herzen kommt. Nach dieser Beglückwünschung wurden die Eingeladenen von den glücklichen Eltern mit Reiskuchen, Arrac rc. bewirtbet, während die Frauen durch eine beständige Bearbeitung der großen Trommel, „rabanna* genannt, für die musikalische Unterhaltung der Gäste sorgten. Erft das Erscheinen des Publikums und die begtnnenbm Vorstellungen machten dem Feste ein vorläufiges Ende. Zu Mittag ließen es sich die Eltern nicht nehmen, nachdem dem jungen Mädchen sowohl von Herrn Karl Hagenbcck, wie von dessen Familie, Geschäftsleiter Bingusz und den Beamten Geschenke überreicht worden, alle diese zu einem echt singhalesischen Festmahl einzuladen. Allgemeiner Anzeiger. Ieikgeöotenes. 4780 2 schöne, hochgewachsene, blühende Oleander billig zu verkaufen. ___Jacob Balser, Grünbergerstr. Superior Neue Superior holl. Mhäringe ä Stück 8 Psg., eingetroffen bei 4567 ________S. Eisoger. Selbstgefertigte lackirle Möbel aller Art sind stets vorräthig und zu billigen Preisen zu haben bei 2215 __Carl Steller, Schillerstraße 9. Ia Incarnat-Kleesaai in neuer Waare eingetroffen. H. F. Nassauer, 4786____________Kreuz 6._________ 500 Wrtrh zahle ich dem, der OVV beim Gebrauch von Kothe's Zahmvasser ü Flacon 60 Pf., jemals wieder Zahnschmerzen bekommt od. aus d. Munde riecht, loh. George Kothe Nachfl., Berlin. In Gießen bei Fr. 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