ins^mtr nhenni^. 2.1(1 N" iu «n- ®»Hnet in BI. lrt|6t 35 in . und @taf. iU® 1. Ot: RtttiTa», «termiefStn. '«wjafie 3. zeige«. .Arbeiten er- d Stelle zur einer feinen • Offerten be- an die Exped. ■----— fit u. alleinige »u leihen unter Chiffre ^b. d. Blattes __W 'Sttmten M WkWg leidig lie,_________ chen sucht lil Ptstor. ein Reck zu erkaufen hat, . L>s. Bl. zn tietsvmq tung m 'M mit uni iseitigen^?. NW$ ine Erfolge n indtrte geriet ithreiben'»4« io ro e jeden Be- ter's Bureau e. 4797 blikm em'? 4761$ iipp: *, r tz3- ♦ &$♦*♦♦♦ Novenvelt» rirfeä««?. te unb - W KÄ-K eierf’X unb 155- «8*3 en -dj^d on, f Lien 1/ dtr 107» Erstes Blatt. Sonntag den 20. Juli 1684 wßciict Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Vrrrearrr Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. _________ Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher HlZei l. Gießen, den 19. Juli 1884. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. „ Nr. 20 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 16. d. Mts., enthält: Ioo4j Gesetz, betreffend die Abänderung der Maaß- und Gewichtsordnung vom 17. August 1868. Vom 11. Juli 1884 (Jir. 1355) Schlußprotokoll zu dem Vertrage zwischen Deutschland und Luxemburg, betreffend die Herstellung einer Eisenbahn von St. Vitb nack Ufflmgen, d. d. Berlin den 21. Juli 1883 (Reichs-Gesetzbll von 1884, S. 66). Vom 21. Juli 1883 J 9 $ Ult. 1336) Bekanntmachung, betreffend eine Abänderung des Verzeichnisses der gewerblichen Anlagen, welche einer besonderer Genehmigung bedürfen, -ootn 12. ^uli 1884. . ß. . ^'/uuden: Eine schwarze Schürze, 2 Oeldruckbilder, 1 Peitsche, 1 blaue Spitze, 1 schwarzseidener Handschuh, 1 Kinderkragen, 1 Taschentuch 1 Kinderschuh, 1 Scheere, 1 Theil von einem Kinderkleid, 1 schwarzes Spitzentuch, 12 Achselstücke von Leinwand, 1 Hundehalsband und mehrere Schlüssel Bugelaufen: 1 Hund (Spitz). Gießen, den 19. Juli 1884. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. __________Fresenius. Bekanntmachung. Betreffend: Die Abgabe der Kapitalrentesteuererklärungen behufs der Veranlagung für das Stcuerjahr 1885/86. Nach Artikel 14 des Gesetzes, die Einführung einer Kapitalrcntrsteuer betreffend, vom 8. Juli 1884 erfolgt die Heranziehung zu dieser Steuer auf Grund einer Erklärung, welche jeder nach den einschlägigen Bestimmungen Steuerpflichtige über den Jahresbetrag seiner Zinsen, sowie der etwa zum Abzug geeigneten Lasten bei der hierzu berufenen Einschäßungskommisfion schriftlich abzuqeben hat Zu diesen Erklärungen ist bas von Großherzoglichem Ministerium der Finanzen festgesetzte Formular zu verwenden und sind dieselben je nach der Wahl des Steuerpflichtige offen oder verschlossen, jährlich, ohne baß der Pflichtige deßhalb.cine besondere Aufforderung abzuwarten hat, bei der Bürgermeisterei des Wohnortes abzuliefern. Inhaltlich des Art. 16 des genannten Gesetzes haben die Kapflal'rentesteuererklärung abzugeben: 1. für minderjährige, vermißte oder unter Vormundschaft gestellte Personen deren gesetzliche Vertreter; 2. für moralische Personen (Gemeinden, Körperschaften, Stiftungen, Anstalten), ferner für Gesellschaften, Genossenschaften, Gantmaffen, Erbmassen, soweit eine Steuerpflicht hier überhaupt in Betracht kommt, die bestellten Vorstände oder Verwalter- 3. in allen anderen Fällen der Steuerpflichtige selbst und zwar hinfichtlich des gcsammten Zinsenbezugs, welcher, sei es aus eigenem Vermögen oder aus dem Vermögen seiner nicht selbstständig zur Kapitalrentestcuer gezogenen Angehörigen ihm in Stcueransatz zu kommen hat. Indem die unterzeichneten Behörden hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringen, daß der äußerste Termin zur Abgabe der Kapital rentesteuererklärungen im gegenwärtigen Jahr von Großherzoglichem Ministerium der Finanzen auf den 20. August festgesetzt worden ist, richten dieselben an sämmtliche, für kapitalrentesteuerpflichtig zu erachtende, Bewohner ver Steuercommissariatsbezirke hiermit' die Aufforderung, ihre Erklärungen unfehlbar bis zum genannten Termin an die betreffenden Bürgermeistereien gelangen zu lassen, von wo fie und zwar insoweit verschlossen uneröffnct, an die Vorsitzenden der betreffenden Einschätzungscommissionen übersendet werden. Das Formular zu den Kapitalrentesteuererklärungen, welchem ein Auszug aus dem Gesetz und eine bezügliche nähere Anweisung beigefügt ist, hat der Steuerpflichtige von der Bürgermeisterei bes Wohnorts zu beziehen. Gießen, Grünberg, Hungen und Nidba, am 18. Juli 1884. Großherzogliche Steuercommissariate Gießen, Grünberg, Hungen und Nidda. _____________________________Süffert. Bähr. Snell. Pfannmüller. Düs Großherzogliche Ttcuer-Commlssartat Gießen an die Großherzoglichen OrtSgerickte Allendorf a. d. Lahn, Annerod, Garbenteich, Hansen, Heuchelheim, Klein-Linden t Leihgestern, Lollar, Ruttershausen, Staufenberg und Watzenborn. Wir ersuchen Sie um umgehende Einsendung der Bau- und Cultur-Veränderungs-Verzeichnisse. Gießen, 18. Juli 1884. Süffert. Darmstadt, 18. Juli. Se. Königl. Hoheit der Großherzog baden Allergnädigst geruht: Am 14. Juli den Gerichtsschreiber bei dem Amtsgerichte Lauterbach, Karl Huth, zum Gerichtsschreiber bei dem Amtsgerichte Offenbach und den Gerichts- schreiber bei dem Amtsgerichte Offenbach, Georg Michael Wendel, zum Gerichtsschreiber bei dem Amtsgerichte Lauterbach mit Wirkung vom 1. August l. Js. zu ernennen. 17. Juli. Se. Königl. Hoheit der Großherzog und die Großh. Familie werden Dienstag, dm 22. ds., Abends, von Schloß Fischbach dahier eintreffen, im Residenzschloß absteigen und später im Jagdschloß Wolfsgarten Aufenthalt nehmen. Telegraphische Depeschen Wol^f'S teLrgr. Wien, 18. Juli. Der Geologe Professor Hochstetler ist gestorben. Haag, 18. Juli. Dem Vernehmen nach genehmigte der Staatsrath den Entwurf des Regentschafts-Gesetzes. Es heißt, die Kammern würden zur Be- rathung des Entwurfes auf den 28. Juli einberufen werden. Bern, 18. Juli. Der Bundesrath hat zu Delegirten für die Verhandlungen mit der päpstlichen Curie über die Diöcesanverhältnisse der Cantone Basel und Tessin den schweizerischen Gesandten in Wien, Aepli, und den Ständerath Petrelli aus Graubünden ernannt. Die Verhandlungen werden in Bern geführt. — Zu der Conferenz, betr. die internationale Convention über vas literarische und künstlerische Eigenthum, sind von Seiten des Bundes die Bundes- räthe Droz und Ruchonnet, sowie der Professor Orelli aus Zürich abgeordnet worden. — Dem Vertrage über gewerbliches Eigenthum sind Großbritannien, Tunis und Ecuador beigetreten. Paris, 18. Juli. In der Revisions-Commission des Senats erklärte der Conseilpräsident Ferry, falls der Revisions-Entwurf aus dem Senat in anderer Fassung hervorgehe, als aus der Kammer, würde die Regierung die Kammer ersuchen, die letztere anzunehmen. Es sei nöthig, daß die Beschlüsse der Kammer und des Senats identisch seien, andernfalls wäre der Congreß unmöglich. Was die Garantien betreffe, glaube er, daß die Kammer nicht die ihr bestimmten Grenzen überschritten; bei einem derartigen Versuch würde er die Cabinetssrage stellen müssen. Schließlich ersuchte Ferry die Commission, die Revision nicht abzulehnen, denn früher oder später würde sie doch nöthig wer- den; jetzt würde sie weniger gefährlich als später sein. Die Commission vertagte den Beschluß auf morgen. — Die „Agence Havas" meldet, China habe Frankreich die erste Genug- thuung gewährt durch die in der amtlichen Zeitung in Peking am 16. d. Mts. erfolgte Publikation eines kaiserlichen Dekrets, welches, entsprechend den Bestimmungen des Vertrags von Tientsin, die Räumung von Laokai, Langson und Caobang anbefehle und die Zurückziehung aller chinesischen Truppen auf das chinesische Gebiet anordne. Die Räumung solle binnen Monatsfrist ausgeführt sein. Die Verhandlungen über eine von China zu gewährende Entschädigung nähmen ihren Fortgang; bis zur Regelung dieser Frage werde das Geschwader unter Courbet in einer beobachtenden Stellung vor Foutchou bleiben. fr. Auszug mS 1 J X 1 r" 1 ty A 17 sich nun auch die Puccinia, zweitens und in der Uredo- -öeö Jbrab M HWkis, vert onroolt Me X K»r Juli: 12. Lisette Christian' Gießen. 14. Sä Mer), Toärter 1 bursche Johann Bierbrauers Ko Schmidt zu Gte Vermischte-. Darmstadt, 17. Juli. Gestern Nachmiltag zwischen 3 und 4 Uhr tobte in unserer Gegend ein Gewitter, wie mir ein solches selten erlebt haben. Durch den gle'ch- zeit g herrschenden orkanartigen Sturm wurde besonders an den Bäumen ein unge- heurer Schaden angerichtet, indem allenthalben Aeste heruntergerissen, vielfach auck ganze Bäume entwurzelt wurden. Blättern der Berberitze: Aecidium Berberidis. In denselben bilden Sporen und diese veranlassen auf Roggen Uredo. Die Ueberwmterung geschieht auf zwei Weisen: erstens durch welches der gewöhnliche, in kalten Wintern ftatifindende Vorgang ist; ausnahmsweise in milden Wintern (wie der vorige z. B.) noch dazu N Landimch Langgöns wegen hat das Großl Gießen am 19. Akannt: V Angeklagter Beleidigung Mrase vo tuell 12 Tc Kosten des theilt, einjcht vatkläger ei „ N AG 2. btm Prj« Wetata,| m bett n - ß»ri*' Ad« Hä« b; Gießen, ! X 0.SO-U2 H e 5-9 4 N Paar 0,50-0,75 Wen ner Stuck OEenfleisch per 52-58 4. öanm X 5.00-7.50, M Pfund 15-25 J>- — Der „Agence Havas" wird aus Shanghai gemeldet: Die Lage in Peking hat sich in Folge von heftigen Auseinandersetzungen zwischen Li-Hung- Chang und Li-Hung-Tso gänzlich geändert. Eine friedliche Lösung ist wahrscheinlich. Admiral Courbet bedroht Foutchou. — Seit gestern Abend sind in Toulon 14 Personen und in Marseille 23 Personen an der Cholera gestorben. London, 18. Juli. (Unterhaus.) Gladstone hofft, daß am Dienstag eine Conferenzsitzung stattfinde. Fitzmaurice theilt mit, in Suakim eingetroffene Pilger berichteten vom 12. Juni, daß der Platz sicher und mit Lebensmitteln reichlich versehen sei. Wenige Araber seien in der Nähe. Anderen Nachrichten zufolge beunruhige Gordon die Aufständischen durch mit mehreren Kanonen bewaffnete Dampfer. London, 18. Juli. Das Hampshire-Regiment in Hosport wurde telegraphisch beordert, sich für Sonntag zum Abgang nach Malta bereit zu halten, um ein von dort nach Egypten abgehendes Regiment zu ersetzen. Madrid, 18. Juli. Die Deputirtenkammer genehmigte in ihrer heutigen Sitzung den zwischen Cuba und den Vereinigten Staaten von Nordamerika abgeschlossenen neuen Vertrag und wurde sodann geschlossen. Petersburg, 18. Juli. Das „Finanzblatt" veröffentlicht ein von dem Kaiser bestätigtes Gutachten des Reichsrathes, wonach die zollfreie Wiedereinfuhr von leeren Holzsässern, Kisten, Körben uno grünen Glasflaschen, worin russische Producte nach dem Auslände ausgesührt wurden, gestattet ist. Ausländische Petroleum-Waggons dürfen bis Warschau zollfrei eingeführt werden, gehen dieselben in einer gewissen Frist nach dem Auslande zurück, so unterliegen sie der Verzollung._____________________________________________________ Die Rostkrankheit des Roggens. Auf das Eingesandt tn Nr. 160 dieses Blattes, betreffend den Rostpilz des Roggens, sei Folgendes entgegnet: Auf den Blättern und Halmen des Roggens finden sich so ziemlich in jedem Sommer gelbe Flecken oder Streifen, zuweilen, wie tn diesem Jahre, in sehr großer Häufigkeit auftretend, welche den Namen „Rost" (Uredo) führen. Sie bestehen tm Wesentlichen aus vielen, mikroskopisch kleinen, kugeligen oder länglichen Zellen: Sporen. Jede einzelne kann, wenn sie durch irgend welche Mittel von dem Orte ihrer Entstehung weg auf andere Roggenpflanzen gelangt, keimen, sich vermehren und so den Rost erzeugen. Während des ganzen Sommers geht die Neubildung von Rostsporen vor sich, und sie sind das Hauptverbreitungsmittel der Krankheit. Gegen den Herbst folgen ihnen schwarze Streifen (Puccinia graminis), wiederum vornehmlich aus Sporen bestehend, welche schwarz und zweizellig sind. Diese Pucctmasporen (also nicht die Uredosporen) überwintern und zwar entweder auf den Stoppeln des befallenen Getreides oder auf den absterbenden Halmen der Quecke und anderer wilder Gräser oder endlich abgefallen auf der Erde. Im nächsten Frühjahr keimen sie in besonderer Weise (Promycel mit Sporidien), erzeugen aber nicht Uredo, sondern bilden eine dritte Form: gilbe Becherchen auf den 66 tan« ’ SS verhindert,^* nnb dennoch 010 SS r°W E'Ä SS">'• flilorllM ®!V- Schuppen innerha ® beziehen ^«2 teM?1 ,a« Ott Ä« Äs An Dächern und Schornsteinen richtete der Sturm ebenfalls mannigfachen Schaden an. Nach den bis jetzt vorliegenden Nachrichten wurden durch das Gewitter namentlich auch im Ried große Verwüstungen angerichtet. — An der Bergstraße muß das Wetter furchtbar gehaust haben, eine Menge Bäume sind entwurzelt, eine Unmasse Obst abgeschlagen. Bei Auerbach soll ein Mann vom Blitz erschlagen worden sein. — Aehnliche Nachrichten kommen aus Babenhausen, wo der Sturm ein Gebäude demolirte. Bessungen, 17. Juli. Bet dem gestrigen Gewitter schlug der Blitz in unserer Gemarkung mehrfach ein. Der durch den furchtbaren Sturm in Gärten und im Feld angerichtete Schaden ist sehr beträchtlich, namentlich haben dte Obstbäume sehr gelitten. In der Wittmannsstraße wurden eine Anzahl dort aufgestellter Gerüststangen umgeworfen und wäre um ein Haar durch dieselben ein in der Nähe befindlicher Mann erschlagen worden. In einem Garten tn der Karlsstraße sind allein 10 der schönsten Obstbaume zerstört worden. Schornsteine wurd n von den Dächern gerissen. In einem bewohnten Seitenbau stürzte eine Giebelwand ein, wodurch ein kleines schlafendes Kind leicht bas Leben hätte verlieren können, denn dicht an seiner Wiege fiel die Wand nieder. In einem andern Hause schlug der Blitz in den Schornstein, doch ohne zu zünden. Der Prinz-Emil-Garten, der Donnerstags dem Publikum geöffnet ist, muß heute, wie eine am Thore desselben befestigte Tafel anzeigt, wegen der starken Verwüstungen durch den Simm geschlossen werden. Pfungstadt. 16. Juli. Heute Nachmittag zwischen 2 und 3 Ubr zog über unfern Ort ein furchtbares Gewitter, dem ein orkanartrger Sturm vorausging; eS folgte Blitz auf Blitz und Schlag auf Schlag. Der Regen ergoß sich tn Strömen und war, da das Gewitter ca. anderthalb Stunden andauerte, die seit dem 5. d. M. zum Reinigen abgeschlagene Modaubach bald zu einem wilden Strom herangewachsen. Der Sturm führte vorher solche Staubwolken über Pfungstadt hinweg, wie wir solche noch nie gesehen, riß die Dreschscheuer des Gemetnderaths A. Jäger nieder, wobei ein Pferd verschüttet wu»de. Ferner riß der Sturm den großen Schornstein des Bäckermeisters PH. Eck nieder und wurde durch das Niederfallen der Steine die ganze Backstube demoltrt. Ein in der Hafnerstratze auf dem Sand spielendes Kind von etwas über 3 Jahren hat der Sturm ergriffen und etwa 15 Fuß hoch mit tn die Luft genommen, wobei das Kind um Hülfe schrie, bis es aus der Windhose zurück auf die Erde fiel. Glücklicher Weise hat das Kind feinen Schaden genommen, denn es fiel auf den weichen Flugsand zurück. Dieburg, 16. Juli. Heute Nachmittag zog ein schweres Gewitter über unsere Stadt. Dasselbe war von einem rasenden Sturme begleitet. Der Blitz schlug tn die Mörsmühle ein, glücklicherweise ohne zu zünden. Im Felde sind viele Bäume theils geknickt, theils entwurzelt. Den Früchten hat das Unwetter nichts geschadet, /,° R. - Lustwärme 1ö»R. im Schatten. Rübs amen. form, unb zwar befinden sich die Sporen an grünbletbenben Blättern aus im Spätsommer zufällig ausgefallenem Gerstenfamen oder an andern exc-ptionell den hinter hindurch vegettrenden Gräsern. Diese Ureboform vermehrt sich bann ohne Weiteres. Die Frage, ob das Stroh mit Uredo befallenen Getreides ohne Nachtheil zukünftiger Ernten als Einstreu zur Gewinnung von Dünger zu öerroenoen tst, kann wohl bejaht werden, weil die trocknen Uredosporen ihre Keimfähigkel längere Zeit hindurch nicht behalten. Wenn daher das mit Rost verfehene Stroh geraume Zeit hindurch trocken liegt, so ist eine Vermehrung der Krankheit auf diesem Wege nicht zu befürchten. Dr. Egon Ihne. Io! a les ** Gießen, 19. Juli. Das letzte Abonnements-Eoncert in Wenzel's Garten am vergangenen Donnerstag ’natte ein mit Rücksicht auf die kurz vorher ftaitgefundenen Bilse-Concerte ziemlich zahlreiches Publikum herbeigezogen. Der zweite Theil desselben gehörte ausschließlich den Wagner'sch-'n Compositionen an. Das Vorspiel zu den „Meistersingern", das Finale aus „Rhetngold", der Trauermarsch aud der „Götterdämmerung", das Vorspiel zu „Parsifal" und die Ouvertüre zu „Tannhäuser" — alle diese Stücke wurden Dank der fleißigen Einstudirung und der gewandten und präcisen Tactführung des Dirigenten in vorzüglicher Ausführung zum Vortrage gebracht. Dem Herrn Kapellmeister Krausse wurde dafür auch die gebührende lebhafteste Anerkennung gezollt. — Vor einigen Tagen wurde tn hiesiger Stadt von einem Wagen eine Reisetasche, worin sich Hemden u. dgl, einem Soldaten dahier gehörig, befanden, gestohlen. Der Dieb wurde tn der Person eines hier vagirenden Taalöhners aus Königsberg, welcher schon sehr ost wegen Diebstahls, sogar wegen desselben Vergehens mit Zuchthaus bestraft wurde, ermittelt und verhaftet. Das Geld, welches in 5 JL bestand und sich ebenfalls in der Reisetasche befand, hatte derselbe bereits verjubelt. Gießen, 19. Juli. Von einer sehr großen Anzahl Interessenten unterzeichnet, ist nachstehende Eingabe an den Stadtoorstand eingereicht worden: Betr.: Gesuch hiesiger Einwohner um Herstellung eines Durchgangs durch den Bahnkörper der Main-Weser-Bahn. Einem hochverehrlichen Stadtvorstand erlauben sich die Unterzeichneten nachstehendes Gesuch ergebend zu unterbreiten. Der Bahndamm der Main-Weser-Bahn bat die Stadt von ihrer natürlichen Communication mit dem Flusse abgeschnitten, die Durchgänge nach demselben sind selten und nur in großen Zwischenräumen vorhanden und deshalb für die bedeutend ausgedehnte Stadt und die erheblich gewachsene Bevölkerung nicht mehr Sicherem Vernehmen nach ist diese Thatsache sowohl von verehrlichem ^btvorstande als von der König!, preußischen Eisenbahn-Verwaltung anerkannt und Aushilfe in Aussicht genommen. Unser Gesuch geht nun dahin, verehrlicher Stadtvorstand wolle auf die König!, preuß. Eisenbahnverwaltung feinen Einfluß geltend macken, um die baldige Herstellung eines Durchganges herbeizuführen, welcher den Verkehr von der Westanlage nach der Lahn in der Verlängerung der neu erstellten Strecke jenseits der Bahnhofstraße ermöglichen wird. Derselbe ist für alle Bewohner der westlichen, südwestlichen und südlichen Stadtthelle wichtig, indem er insbesondere zur Sommers- zeit den Weg aus der Stadt nach den Lahnbädern nicht nur verkürzt, sondern auch angenehm macht. Einer geneigten Bewilligung des Gesuches entgegensehend, zeichnet ergebend (Folgen die Untersckriften.) k n Wenn man bedenkt, daß bei der jetzigen Jahreszeit Tausende von Menschen in der Uahn baden und der Zugang zu den Lahnbädern sehr oft ein gefährdeter und bet Rtgenwetter ein fast unpassirbarer ist, so dürfte vorstehender Eingabe, welche als febr wohl begründet erscheint, der Erfolg zu wünschen fein. — Mit der warmen Saison kommen regelmäßig Gäste in’» Haus, welche man sich recht gern bald vom Halse schafft. Zu dtejrm Zweck ist Andel'S UeberseeischeS Pulver besonders zu empfehlen, dasselbe ist das wirksamste, einzig bewährte Mittel zur rablcalen Ausrottung aller Jnsecten. Es empfiehlt sich vorzugsweise zur Reinigung der Wohnräume, Küche, Stallungen und Gärten und ist daher für Jedermann unentbehrlich. Hebet Retter s Haarwasser. Es kann nicht genug wiederholt werden und ist auch darüber schon Vieles von Autoritäten geschrieben worden, datz Oele und Pomaden die Hautporen nur verstopfen, in Folge Zutritts dcS StaubeS sich eine Schichte bildet, welche die Hautausdünstung verhindert, die Haarwurzeln erstickt und dadurch Kopfleiden und kahle Stellen erzeugt. Und dennoch gibt es noch eine Unzahl Leute, die tm blinden Vertrauen auf schwindel hafte Reclame — unbedacht, ob das Besprochene zu erfüllen möglich sei — Hundert- tausende für schädliche Haarmittel ausgeben und in dem Wahne leben, neue Haare auf kahlen Stellen zu erzeugen, während si; damit doch nur den Charlatanismus unterstützen und ihrer Gesundheit schaden. Wäre es denn nicht viel vernünftiger, bet Zetten von dem unnatürlichen Dressiren der Kopfhaare abzulassen und dafür ein wirklich gutes conservtrendes Haarmtttel statt der insgesammt schädlichen Oele und Pomade zu gebrauchen? Als ein solch' verläßliches und unschädliches Mittel kann das Haarwasser von Carl Retter in München nicht genug empfohlen werden, da dasselbe laut Gutachten hervorragender ärztlicher Autoritäten, wie Professor Dr. v. Wtttstein rc. rc-, Alles enthält, um daS Haar feucht, weich, glänzend und die Kopfhaut immer thätig und weich zu erhalten, sowie die lästigen Schuppen innerhalb acht Tagen gänzlich zu entfernen. Zu beziehen per Flaeon 40 H und JL 110 bei Herrn C Merkel, Markt- firaße, Gießen. Handel und Verkehr. Gießen, den 19. Juli. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund 0.95—1.12 Hühnereier pr. Stück 5—6 H, Enteneier pr. Stück 6—0 H, Käse St. 5—9 A, Käsematte 3—0 Erbsen pr. Liter 24 A, Linsen 32 H, Tauben per Paar 0,50—0,75 H, Hühner per Stück JL 0.90—1.20, Hahnen pr. Stück .*L 0.50—0.80, Enten per Stück -1-50—1.80, Gänse per Stück vH. 0.00—0 00, Welsche vH. 0—00, Ochsenfleisch per Pfund 68—70 H, Kuh- und Rindfleisch 56—60 Schweinefleisch 52—58 Hammelfleiich 60 —70 Kalbfleisch 50—54 A, Kartoffeln per WO Kilo % Die 5 b“lei * W Jtie> 1 Mi rutf und ®erlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch' in Stilen----‘ ®8<* oeutige Numwe» enthält 2 Blätter S cbut&enbof. Heute Sonntag Abend: Italienische Na6)t mit Gesaugs-Coueert wozu ergebenst einladet Eiserne t Träger und 1 Säulen empfiehlt billigst 4846 ___J. G. D. Dopst. 4828 Zwei große, schön blühende Oleander billig zu verkaufen. ______________ Massing, Rodberg. Diesjährigen reinen Bienenhonig verkauft 4824 Zöckler, Westanlage 28. Ein Wärter Z Schutzmarke Nr. 144. Verkaufsstellen in allen feinen Delicateß-, Colonialwaaren« und Droguen- Handlungen Deutschlands. 4815 Max Thüriner, Dresden, General-Vertreter für Deutschland. Die Aussage, die ich gegen Ph. Herrrich's Ehefrau aus Gleiberg ge- 'urück^^^' nehme ich als Unwahrheit ____Wilh. Deibel, Gleiberg. Maschinenstnckem 4851 Perfekte Cigarren-Woller u. Sortirer gesucht. Mch. Schirmer. 4847 Ein braver Junge wird in die Lehre gesucht von ______Carl Köhler, Schreinermeister. 4849, Eine Lauffrau auf einige Wochen gesucht. Näheres bei der Erped- d- Bl. 1500Mark werden gegen dop- au^ 2 Jahre zu leihen gesucht. Gefällige Offerten bittet man unter R. 1,-0 in der Ezped. d. Bl. niederzulegen. 4850 Zwei möblirte Zimmer mit ober ohne Kost zu vermiethen bei Wwe. Hofmann^Kaplansg. 23. 4837 Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. L. Stohr Wwe. ___ ______Schloßgasse. 4814 Mehrere Logis nebst Stallung zu vermiethen bei Friedr. Jung, ____________________Frankfurterstraße 165. Lagerhaus zu vermiethen. 4832 Christian Löber I. Wwe. 4842 Ein kleines möblirtes Zimmer mit Kost zu vermiethen. Linbenplatz 7. 4843 Ein Logis, 2 Zimmer mit Zubehör, an ruhige Leute zu vermiethen- Marktstraße Nr- 14.