nb ngen £anb« und MmSnner vielen Jahren und sollte e? ib habet doch red aus lhMsst 1. sch und tdbahn- 8. d. M. aid. htLUd lilfionen Mark, liflwntti Maik. liOiontn Mark, tonen Mark. uns ist Mcki- l geM bcfltn (jung der Dirn- i BeM-MS-- itr wachseaden, jsellschaft ,OOO,ßOO« Versicherung611 ■rämien billig,oboe icberten. 622 liege" iUt B Nr. 43. Mittwoch den SO. Februar 1884 Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. B«reau r Sch«lstraße7. Betreffend: Das Schießen innerhalb der Ortschaften. . r v Ä Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Erscheint täglich mit ^snahme des Montag». $ur$ die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß das Schießen mit Feuergewehren in gefährlicher Nähe von« Gebäuden- oder Haupt verboten (s. § 368, Nr. 7 des Strafgesetzbuchs) und an bewohnten oder von ^Menschen besuchten Orten nur mit unserer Crmttbmb Massig is (j & 367 Nr 8 des St.G.B. und Minifterialamtsblatt vom 28. August 1876, Nr. 1 <). ' Gießen, am 18. Februar 1884. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. ---------Betreffend- äBiFÄ Sieben, am 18. Februar 1884. Das Großherzogliche Krcisamt liegen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien beziehungsweise die OrtSpolizeibeamten. Indem wir Sie beauftragen, Uebcrtretungen der vorstehend angegebenen gesetzlichen Bestimmungen unnachsichtlich zur Anzeige brinM zu lassen, bemerken mir, daß wir das Schießen von Sperlingen zum Zwecke der anempsohlcnen Verminderung derselben (s. unser Ausschreiben vom 8. December v st Anzeiaer Nr. 288) nur besonders zuverlässigen Personen, welche mit Feuergewehren umzugchen verstehen, gestatten werden. Sie wollen uns daher, roenn ein Bedürsniß zum Abschieben der Sperlinge vorliegt, solche Personen namhaft machen. Unsere Erlaubmß zum schießen wird sich zedoch nur aus den OrtS-Bereich, in welchem kein Jagdrecht besteht, erstrecken. . .. ., r. , ,, , Grundstücke, die mit einer Mauer, einem geschlossenen Zaune oder dergleichen Hecke umgeben und mit hure und schloß venehersind(welche Gnmd- stücke von der Verpachtung oder Ausübung der Jagd durch die Gemeinde ausgenommen bleiben, f. Art. 10 des Gesetzes vom 2b. Juli 1848, Neg.-Bl. S. 210) dürfen selbstverständlich zuin Zwecke des Schießens der Sperlinge nur mit Zustimmung des Eigenthumers betreten werden. . Sollte sich in kommendem Sommer zeigen, daß die Sperlinge in den Fruchtfeldern erheblichen Schaden anrichten, so empfehlen wir ^(men, zunachfl. an Ne betreffenden Jagdpächter mit dem Ersuchen zu wenden, den Abschuß vorzunehmen. Erscheint die Ausübung der Jagd von Setten des Pachters nicht ausreichend, so können Sie uns alsdann weitere Vorlage machen, wenn sich unter den Bedingungen des Jagdverpachtungsprotokolls folgende von Grobherzoglichem Ministerium empfohlene (f. Ministerialausschreiben vom ö. August 1848, Nr. 17) Bestimmung findet: . ., , ,r, Der Pachter ist hiermit zugleich befugt, sich alle wilde Thiere durch Erlegen oder durch Fang in seinem Jagdbezirke zuzueignen, jedoch bleibt der Rlgierungöbehörde vorbehalten, wenn sie es im Jntereffe der Landeskultur und Sicherheit nöthig und hierzu die Ausübung der Jagd von Seiten des Pachters nicht ausreichend findet, weitere Anordnungen zur Verminderung von Raubzeug und anderen schädlichen ^hteren zu treffen, ohne daß deshalb dem Pachter Entschädigung gebührt". ..... m . „x. Auch in diesem Falle würden wir jedoch die Erlanbniß zum Schießen der «Sperlinge nur an einzelne zuverlässige Personen ertheilen. Die Jagdpachter sind auszusordern, Ihnen solche Personen selbst vorzuschlagen. In Ihren Berichten ist über Ihre Verhandlungen mit den ^agdpachtern und was daraus In derselben Weise ist zu versahren, wenn sich das Abschießen noch anderer schädlichen Vögel als nothwendig Herausstellen sollte (siehe auch die Verordnung vom 7. April 1837 Regier.-Bl. S. 243). Dr. Boekmann. _____________ um ■■■"—wju—iMmMTrTWTT^n-mr-rniTnBT um.............. ■■■ wm—iiiiiiwb»™ 'politische Ueberstcht. Gießen, 19. Februar. Aus dem Gebiete der hohen Politik ist es vornehmlich die Ve- rusung deü Fürsten Orlow aus den russischen Botschasterposten in Berlin, welche noch immer lebhaft in der europäischen Presse besprochen wird. Allseitig erkennt man die weittragende Bedeutung dieses Ereigniffes, welches sich in erster Linie als eine Wiederannäherung Rußlands und Deutschlands charakterisirt, an, nur die französische Presse sucht die Wirkung dieser Berufung in der öffentlichen Meinung Frankreichs abzujchwächen, wie dies besonders die hochosficiöse „Aaence HavaS" mit dem Hinweis darauf thut, daß man hierin noch keine Thatsache zu erblicken habe, welche auf eine Veränderung in der russischen Politik schließen lasie. Freilich giebt es in Frankreich noch gewiffe Kreise, welche an der Hoffnung sesthalten, Rußland in der entscheidenden Stunde, also im deutsch-französischen Revancke-Zukunftskrieg, an Frankreichs Seite erscheinen zu sehen. Die jüngsten Vorgänge in der diplomatischen Welt weisen aber darauf hin, wie diese Hoffnung allmälig zu Waffer wird und in diese Erkenntniß werden sich früher oder später auch die französischen Revanche-Politiker finden müssen. Die Angaben über den Zusammentritt des Reichstages haben bisher noch keine ofsiciöfe Bestätigung gefunden. Die „Nordd. Allg. Zeitung" schreibt nur, daß hierzu die erste oder zweite Woche des März in Aussicht genommen, aber bezüglich des Tages noch keine Bestimmung getroffen fei. Das preußische Abgeordnetenhaus hat vom Freitag an bis incl. Montag den 18. Februar eine Pause in seinen Arbeiten eintreten lassen, um den Commissionen einmal ausschließlich das Feld für ihre Berathungen zu überlassen. Besonders ist die Steuer-Commission noch sehr im Rückstand mit ihren Arbeiten; zwar wurde hier am Freitag die General-Discnsfion über die .Kapitalrentensteuer eröffnet, aber trotzdem ist nicht daran zu denken, daß die zweite Lesung des betr. Entwurfes von der Commission vor Ende Februar beendigt werden wird. — Der Gesammtvorstand des Abgeordnetenhauses, dem 'bekanntlich die Angelegenheit des Baues des neuen Abgeordnetenhauses zur definitiven Regelung durch Plenarbeschluß übergeben worden ist, hat sich zu den betr. Verhandlungen die Abgg. Hobrecht, Douglas, Hammerstein, Huene, Kieschke, 'Löwe (Berlin), Magdzinski und Berger cooptirt. Den zuständigen Ausschüssen des Bundesrathes ist nunmehr vom Plenum der Unfallversicherungs-Gesetzentwurf zur Vorberathung überwiesen worden. Die Abänderungen, welche gegenüber den bekannten Grundzügen vorgenommen wurden, find zwar nicht sehr zahlreich, betreffen aber mitunter wichtige Punkte. So sind die Unternehmungen, welche kleine Motoren haben, in die versicherungspflichtigen Betriebe ausgenommen; ferner ist die fakultative Zulassung von BettiebS-Unternehmern, deren Jahreseinkommen 2000 nicht übersteigt, vorgeschlagen. Weiter sollen die Befugnisse der Sectionen wesentlich erweitert und eine solche Decentralisation des Verwaltungsgeschäftes der Berufs- Genossenschaften vorgesehen werden, daß Schwierigkeiten kaum entstehen können. Die Bildung eines Reservefonds bis zur Höhe eines einjährigen Deckungsbedarfes soll zulässig sein. Die Arbeiter-Ausschüsse, welche sich mit den Vorschriften, betr. die Unfallverhütung, befassen, sollen unter Vorsitz eines Beamten tagen und diejenigen Personen, auf deren Mitwirkung bei der Feststellung eines Unfalles reflectirt wird, ein- für allemal bezeichnet werden. Die Aufseher der Betriebe sollen den Betriebs-Unternehmern gleichgestellt werden. Soweit Fabrik- Krankenkaffen bestehen, soll ihnen die Festsetzung der Ordnungsstrafen, gegen Arbeiter, welche Unfallverhütungs-Vorschriften verletzen, übertragen werden. Weitere Abänderungen betreffen minder wichtige Punkte. Die außerordentlichen Schritte, welche die österreichische Regierung gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Wiener Anarchisten und Socialisten gethan hat, sind nunmehr von der Majorität der österreichischen Volksvertretung gebilligt worden.- Mit 177 gegen 137 Stimmen erklärte am Freitag das Abgeordnetenhaus die Ausnahme-Maßregeln für gerechtfertigt und nahm auch die zeitweilige Suspendirung der Geschworenengerichte an, nachdem Minister Prazak die Nothwendigkeit dieser Regierungs-Verfügung nachgewiesen hatte. Die Linke, welche gegen die Ausnahme-Maßregeln stimmte, scheint den tiefen Ernst der Situation noch immer nicht begriffen zu haben, tonst hätte sie unmöglich Maßregeln widersprechen können, die unter den gegenwärtig in Wien obwaltenden Verhältnissen nur gerechtfertigt erscheinen. Wenn eine Regierung ihres parlamentarischen Rückhalts sicher ist, oder doch zu sein glaubt, wie dies bei Herrn Gladstone mit der Majorität des englischen Unterhauses der Fall, und sie gleichwohl gegenüber der von der Opposition gestellten Cabinetssrage dilatorisch verfährt, so fetzt ein solches Verfahren neben einem wohlbegründeten Machtbewußtsein noch die feste Ueberzeugung voraus, daß Zeitgewinn in diesem Falle auch Positionsgewinn bedeute. Und so verhält es sich thatsächlich. Bor die Nothwendigkeit des aut-aut gestellt, hat das Ministerium Gladstone seine bisherige egpptische Politik des Gehen- und Geschehenlassens verabschiedet und den Pfad einer kriegerischen Action betreten. In England wird auf das Eifrigste gerüstet, equipirt und erpebirt; bevor aber die gegenwärtig in Angriff genommenen Maßregeln sich auf dem Kriegsschauplätze fühlbar machen können, wird immer noch eine gewiffe Spanne Zeit vergehen, zu deren Ausfüllung die derweil im Unterhause gepflogenen Debatten bestimmt sind. Es liegt auf der Hand, daß die Abstimmung über das von Notthcote beantragte Tadelsvotum unter für die Negierung weil günstigeren Chancen vor sich geht, wenn beispielsweise der Entsatz Tokars bewirkt ist, und Gordon Pascha wohlbehalten in Khartum mit den Beduinen- Stämmen erfolgreich verhandelt, als jetzt, wo sich noch Alles in suspenso befindet. Mit anderen Worten: Mr. Gladstone geht gleich auf das Ganze los und hält dafür, der Opposition dermaßen aus's Haupt zu schlagen, daß sie für geraume Frist unschädlich gemacht wird. Dieser Plan verräth eine bedeutende Kühnheit, hat aber zur Voraussetzung, daß die Unterhaus-Mehrheit dem Premier bis ans Ende bedingungslose Heersolge leistet. Ihrerseits aber ist diese Mehrheit, bis zu einem aewiffen Grade wenigstens, abhängig von dem Verdikt der öffentlichen Meinung, die ja vorwiegend von den Wählern des Unterhauses gemacht wird, und da ist es bis zur Stunde noch äußerst zweifelhaft, ob das englische Volk mit den Zielen der Gladstone'schen Politik bezüglich Egyptens, resp. des Sudans einverstanden ist. Das politische Kalkül Mr. Gladstone's beruht also nicht auf durchweg einwandfreien Faktoren. Während die Augen der politischen Welt aus die weitere Entwickelung der Dinge im Sudan gerichtet sind, hat Rußland, man möchte sagen, in aller Stille, in Centralasien einen neuen weittragenden Erfolg errungen. Die freiwillige Unterwerfung der Turkmenenstämme von Merw hat die russische Machtsphäre in diesem Theile Asiens plötzlich bis zu den Grenzen Afghanistans erweitert, so daß nur noch letzteres Britisch-Jndien vom westasiatischen Rußland trennt. Von Merw nach Herat aber, dem Schlüssel Afghanistans und Indiens von Westen her, ist es nicht mehr allzuweit und es wäre daher nicht Überraschend, eines schönen Tages die russischen Kolonnen vor Herat erscheinen zu sehen. Vorläufig suchen allerdings die Petersburger Osficiösen die bereits auf- getauchten Besorgnisse der englischen Presse nach Kräften zu zerstreuen. Im Ost-Sudan werden sich in den nächsten Tagen die englischen Truppen mit den aufständischen Arabern zu messen haben. Ob sich die Engländer diesmal ebenso billige Lorbeeren holen werden, als im Kampfe gegen Arabi Pascha, steht noch sehr in Frage; jedenfalls sind die siegberauschten sanatisirten Schaaren Osman Digman's, des Unterbefehlshabers des Mahdi, ganz andere Gegner, als es die demoralisirten, halbverhungerten uud feigen Soldaten Arabi Pascha's waren. Die Aufmerksamkeit richtet sich zunächst auf das von Kairo unter dem Befehle General Graham's nach Suakim abgegangene englische Expeditions'Corps, das zum Entsätze TokarS bestimmt ist. Man glaubt, daß es noch zur rechten Zeit in Tokar anlangen wird, da letzterer Ort noch für zwei Wochen mit Proviant und Munition versehen sein soll. Feutschland. Berlin, 15. Februar. Die „Norbd. Allg. Ztg." bringt tn ihrer letzten Abendausgabe eine vemerk-nswerthe Mttthellung, wonach ein neuer Gesetzentwurf zur Abänderung deS Gesetzes über die eingeschriebenen HülfSkassen dem BuudeSrath zugegangen und bereits den zuständigen Ausschüssen zur Vorverathung überwiesen worden ist. DaS Krankenversicherungs-Gesetz, welches mit dem 1. December d. I. tn Kraft tritt, unterwirft bekanntlich die eingeschriebenen Hüfskassen einer zweifachen Behandlung, je nachdem dieselben auf Beitrittszwong lauten oder sogenannte freie Kassen bilden. Die eingeschriebenen HülfSkassen mit Beitrtttszwang unterliegen, soweit sie Krankenkassen sind, also abgesehen von ihrer Eigenschaft als Pensions- und Jnvaltdenkassen, den Bestimmungen des neuen KrankenoersicherungS-Gesetzeg sowohl bezüglich der Organisation der Verwaltung, wie betreffs der Höhe der Beiträge und der Entschädigungen. Insoweit diese eingeschriebenen HülfSkassen mit Beitrittszwang zugleich Pensions-, Altersoersorgungs- und Jnvaltdenkassen sind, soll eine Abtrennung und besondere Gon* stituirung dieser Kossen als PensionSkassen unter gewissen Bedingungen stattfinden können. Für die eingeschriebenen HülfSkassen .ohne Beitrittszwang, und um diese wird es sich tn dem neuen Gesetzentwurf wohl vornehmlich handln, ist nun das HülfSkassen-' gesetz vom 7. Avril 1876 bestehen geblieben, oder richtiger auSgedrückt, diese Kassen können als solche bestehen bleiben uub an Stelle der nach dem Krankenversicherungsgesetz zu begründenden Krankenkassen treten, wenn sie ihren Mitglieder» mindestens die Leistungen gewähren, welche tn der Gemeinde, in welcher die Hülfskasse ihren Sttz hat, von der Gemeindekrankenversicherung zu gewähren sind. Die Gemetndekranken.- versicherung hat nun nach $ 6 des Krankenversicherungsgesetzes vom Beginn der Krank- beit freie ärztliche Behandlung und Arznei und bet irrwerbsunfähigkett vom dritten Tage ab für jeden Arbeitstag die Hälfte des ortsüblichen Tagelohns eines gewöhnlichen Arbeiters bis spätestens zum Ablauf der 13. Woche zu gewähren. Dieselben Leistungen werden also auch die freien eingeschriebenen HülfSkassen übernehmen müssen, wenn sie vom 1. December ab nicht in gewöhnliche Krankenkassen übergehen sollen. Der dem Bundesrath vorliegende Gesetzentwurf scheint die Accomodatton dieser freien HülfSkassen an das neue Krankenversicherungsgesetz vorberetten zu wollen; ob man dabei regierungsseitig auf die Erhaltung der freien eingeschriebenen HülfSkassen großen Werth legen wird, scheint allerdings mehr als fraglich zu sein. Mehrere Abgeordnete der liberalen Partei haben sich deßhslb vereinigt, um diesen freien HülfSkassen den Uebergang tn die neue Organisation mit Rath und That thunlichst zu erleichtern und es tft jedenfalls auch zu wünschen, daß diese eingeschriebenen HülfSkassen, soweit sie sich als leistungsfähig bewährt haben, erhalten bleiben und nicht einer Organisation weichen, die dock wesentlich engere Ziele als jene verfolgt. Berlin, 16. Februar. Ein tndirectes, aber darum nicht minder schmeichelhaftes Lob ist der deutschen Ersen-Industrie unlängst aus dem Munde deS belgischen Con- sulS in Zürich erthetlt worden, welches bekundet, daß unsere Eisen Industriellen im Begriff stehen, ihre belgischen Concurrenien ganz und gar vom schweizerischen Markte zu verdrängen. Wir ersehen aus dem Bericht, welchen der belgische Consul in Zürich über die Situation des dortigen EtsengeschäftS im Jahre 1883 erstattet hat, daß die belgischen Eisenwerke ihre schweizerische Kundschaft immer mehr verlieren und daß eS ernstlicher Anstrengungen bedarf, um das verlorene Terrain wieder zu gewinnen. «Es handelt sich hierbei", sagt der Consul, „nicht nur um Prettzverhältnisse, sondern hauptsächlich um das Zutrauen der Klienten, welche namentlich von sogenannten Werken ersten RangeS oft vernachlässigt und zu rücksichtslos behandelt werden. Man beklagt sich hier bitter über ungenaue Ausführung Der Bestellungen hinsichtlich Dimensionen und Gewicht, fehlerhafte Fabrikation und »m Allgemeinen Über den Mangel an Bestreben, die schweizerischen Käufer dauernd an sich zu fesseln, obschon man sie in gewissen Zeiten angelegentlichst zu gewinnen sucht. Es ist wahr, die Schweiz schickt keine Bestellungen, welche die Werke während Monaten zu beschäftigen vermöchten. Eine kleine treue Kundschaft aber, welche den Einfällen und Wandlungen der Specu- lation^ weniger unterworfen ist, als es die großen überseeischen Mäikte sind, deren T^strage gerade tn kritischen Zeiten auszubleiben pflegen, sollte dennoch nie vernachlässigt werden. Die Deutschen wissen autz diesen Verhältnissen Nutzen zu ziehen und werden mit Ausnahme gewisser Sorten Blech, Belgien bald Überall verdrängt haben. — Wie man aus Bonn mitthnlt, hat die dortige Stadtverordneten- Bersamm ung dem Antrag zugesttmmt, eine Bterconsumsteuer von 75 pro Hektoliter als Gemeindesteuer etnzuführen. — Daß milde Winter, wie es der gegenwärtige ist, für gewisse LandeSthetle, ihrer exponirten geographischen Lage wegen, zu einer wirklichen Calamität werden tonnen, zeigt das Beispiel der der westschleSwtgschen Küste vorgelagerten Halligen. Dte^ spärlichen Ueberreste des ehemaligen Festlandes liegen zwar unausgesetzt im Abbruche, in etS- und schneefreien Wintern aber, die gewöhnlich um so stürmischer zu sein pflegen in ganz bedeutend größerem Maße. Seit Wochen sind die Halligen diesmal tagtäglich von den Wogen der stürmischen See überschwemmt gewesen, wodurch eine große Fläche Landes verloren gegangen ist. Man rechnet, daß von den Uferrändern derselben etwa ein Streifen von 5 bis 6 Fuß dem na-enden Zahn der Fluthen zum Opfer gefallen ist. Zu einer wahren Erleichterung gereicht es den betroffenen Halltg- bewohnern, daß, wie dies speciell von der Hallig Langeneß-Nordmarsch gemeldet wird, die Regierung für dasjenige Land, welches seit der letzten Vermessung unfruchtbar geworden oder weggespült ist, die Grundsteuer erlassen hat. — Die Bestimmung, wonach von den bei Bauten gemachten Funden von Geschützrohren und Waffen, sofern denselben ein historischer Werth innewohnt, dem Lokales. a ..ließen, 19. Februar. Die Mandats-Ntederlegung des Herrn Stadtverordneten Hau/ietn, welcher den 5. Wahlkreis der Provinz Oberhessen (Gießen.Land) im Hessischen Landtag vertreten und welche wir in vorletzter Nummer meldeten, ist, noch b i^büung im „Frankfurter Journal" vom 15. b. M., mottvirt durch Geschäfts- s "bbeitsrücksichten. Es wird darin erwähnt, daß diese Mandatsniederlegung in den Kreisen seiner Collegen lebhaft bedauert wird. Wir schließen uns diesem Be- oKUon vollkommen an, da Herr H anstetn bei den Verhandlungen auf dem 24. und 25. Landtag nicht bloß die Jntereflen seines Wahlkreises, sondern auch die Interessen der Stadt Gießen und der Provinz entschieden vertreten hat. Gießen, 18. Februar. (Theater.) Hugo Bürger hat seinen nom de plume öbflelcgt uud will jetzt wieder Hugo Lubliner heißen. Aber angesichts seines Schauspiels rotzstad t" möchte man glauben, daß Lubliner ein viel schlechterer Dichter sei als Bürger. < sonst der stehende Fehler unserer modernen Schau-, Lust- und Trauer-> spiele, daß sie zu wenig Handlung haben, ober der Concentration der Handlung Telegraphische Depeschen. Wolss'S Correspsnderir-BttreLU. Berlin, 18. Februar. Se. Maj. der Kaiser nahm heute VvrnuIIag die regelmäßigen Vortrage entgegen, arbeitete mit dem Civil-Cabinet und em- rfwg den zum Chef des Militär-Reitinstituts neu ernannten Oberst v. Krosigk. Abends gedenkt Allerhöchstderselbe dein Ballseste bei dem österreichischen Botschafter beizuwohnen. — Der „Neichs-Anz." enthält eine den Colportage-Buchhandel betr. Verfügung des Munsters des Innern an die Negierungs-Präsidenten, in welcher gesagt wird, daß die Behörden zweifelsohne berechtigt seien, die Entscheidung von der vorhergegangenen Einreichung von Exemplaren der im Verzeichniß auf-- geführten Druckschriften und der etwaigen Prospekte abhängig zu machen; andererseits würde es aber der Absicht des Gesetzes zuwiderlaufen, wenn die Be» Horden von dieser Bcfugniß in allen Fällen ohne Unterschied Gebrauch machen- wollten. Das Gesetz wolle nur die Auswüchse des Colportage-Buchhandels treffen, aber nicht der legitimen Corportage unnöthige Hindernisse in den Weg legen. . — Die „Nordd. Allg. Ztg." bestätigt gegenüber der „Nat.-Ztg." die Nichtigkeit einer Stelle des neuesten Buches von Dr. Moritz Busch, wobei sie weiter sagt, es sei von einer Annexion von süd> oder norodeutschen Staaten >m Frühjahr 1866 weder zwischen den Monarchen Preußens und Oesterreichs, noch den (Sabinetcn die Rede gewesen, sondern nur von einem dauernden Dua- ismus in der Stellung zweier Oberfeldherren Md von einem BundeSkriege. beider Staaten gegen Frankreich. dern, 18. Februar. Der Socialist Peukert erklärte in einer meist vorr Deutschen besuchten Versammlung, die That Stellmachers sei deffen individueller ^mtiatlve entsprungen und durch die Unterdrückung in Wien gerechtfertigt. Gleichzeitig forderte Peukert zu gewaltsamer Beseitigung aller dem Ausbruch der Revolution entgegenstehenden Hindernisse auf. Die deutschen Socialdemo- traten opponirten. ?'Lnbon/„1\ 8ebruar- Nach hier vorliegenden Meldungen aus Khar- tum ist General Gordon heute früh dortselbft angekommen. Rom, 18. Februar. Dem Vorgänge auf der Bahnstrecke zwischen Montalto> ,®fl?renb,1ernut bem Könige paffirte, auf einen die Slrecke bewachenden Karabinier geschosten wurde, wird von den Journalen keine Wtchtigk.itl beigelegt, im Hofzuge hatte man von dem Vorgänge Überhaupt nichts bemerkt. — Heber den Vorfall zwischen Montalto und Corneto liegt eine in den Journalen „Popolo Romano" und „Opintone" veröffentlichte Depesche des BÜrger- meisterS von Corneto vor, welche besagt, daß in der Nacht vom 16. zum 17. b. M. auf ber Grenze deS Gebiets von Corneto gegen Toscana hin von Seiten einiger Unbekannten beabsichtigt wurde, ein Attentat auf den Hofzug bet d.ssen Vorüberfahrt zu begehen Der Karab. rer Vartcchto verhinderte b;e Ausführung dieses Planes, indem er die Leute zwang, sich zurückzuztehen. Der Communalrath von Corneto versammelte sich sofort gestern und beschloß einstimmig, feierlich gegen das Attentat zu protesttren und dem Karabinier Vartcchto 500 Fr cs. Belohnung zu aewäbren. Kriegsmintster eingehende Mitthetlung gemacht werden soll, ist einigermaßen in Ver- giffenbetl gerathen und wird daher auf Anregung ber hiesigen Zeughausverwaltung vom Minister ber öffentlichen Arbeiten neuerdings in Erinnerung gebracht. Gleichzeitig wirb jene Bestimmung auf alle Gegenstände des ArtilleriematertalS, sowie ber Bewaffnung uub Ausrüstung für Mann unb Pferd u. s. w. ausgedehnt. Arankreich. PariS, 17. Februar. In einer heute stattgehabten, von etwa 3000 Personen besuchten Versammlung der Bonaparttsten unb Jeromisten wurde durch Acclamatton ein Antrag angenommen, in welchem die Revision der Verfassung unb bte Ernennung einer fonftttutrcnben Versammlung gefordert und gleichzeitig verlangt wird, ber Bevölkerung wieder daS Recht zu geben, das Staatsoberhaupt dtrect zu wählen. — Die Abendblätter erklären es für unbegründet, daß die Minister des Inner» und ber Justiz beabsichtigten, wegen ber gestrigen Abstimmung ber Kammer über daS Amendement Goblet ihre Entlassung zu nehmen. Die Regierung habe keineswegs bei ber Abstimmung die Vertrauensfrage gestellt. Italien. Rom, 17. Februar. Die „Agenzia Stefani" meldet: Der Regierung ist von Civita-Vecchia die Nachricht zugegangen, daß in ber vergangenen Nacht zwischen Mon- talto und Corneto vier bewaffnete Individuen bet der Vorbeifahrt dcs Hofzugs, in welchem sich der König auf der Rückfahrt von der Jagd befand, auf den die Strecke bewachenden Karabinier schossen. Der Karabinier gab sechs Schüsse ab, durch welche emS der Individuen verwundet wurde, unb nahm eine von den Individuen gegen ihn geschleuderte mit Pulver gefüllte Flasche in Beschlag, an welcher sich ein angezündeter Zünder befand. Die Individuen entflohen. Der Oberst der Karsbinters und die Behörden sind zur Vornahme von Recherchen an Ort und Stelle abgegangen. Aegypten. Kairo, 17. Februar. General Graham ist heute Abend mit dem Reste deS Expeditionskorps nach Suakim abgegangen; der Zweck ber Expedition bleibt darauf beschränkt, Tokar Hülfe zu bringen. — Zu der Angelegenheit, betreffend die von einigen egyptischen Soldaten überreichte Petition, bestätigt Oberst Duncan, ber mit ber Untersuchung beauftragt ist dsß die Unterschviflen unter der Petition gefälscht seien. In Folge einer an die Soldaten der egyptischen Armee gerichteten Aufforderung haben sich über zweitausend Mann 3ur Uedernahme des Dienstes als Kameelführer bet dem Exoeditionscorps fretwtlliL grmeldet. °u8 Suakim eingegangenen Nachrichtm begannen bi-- Aufständischen heute früh 2 Uhr die Befestigungen von Suakim zu beschießen, zogen sich aber später zurück unb wurden eine Strecke weit von ber Kavallerie verfolgt. eis ®lne ©«""alfonful Baring heute Abenb aus Khartum zugegangene Depesche sagt, es sei eine Proklamation beß General Gordon angeschlagen worben tn welcher der Mahdi als Sultan von Kordofan anerkannt, ber Erlaß der Hälfte gewtffer Steuern »ng,kündigt und angrzrtgt werde, datz tn Be»ug aut den Eklaoenvertrag (einerlei Einschränkung eintreten werde. Die Proklamat on habe bei der arabischen Bevölkerung von Khartum den günstigsien Eindruck gemacht. Die Ankunst General Gordons in Khartum werde heute Abend, spätestens morgen, erwartet. ,In- btt 51 tft. ‘ Li »“* ( ee mürbe, ist. ® - ßooeloj1 ("n •flftjjtl von Gt0' Ä®'11 "Vib lieben P d'Lrtb'sibr.' *«*!!!» t"n" Bot »l*1 !V1 *.1 e-ft- tfüOil .mer iiitwli«’1 Siret ouf bte. * ISitijlfl b ^aupuntjetl b M fwlanbb epidlitum m von Aienbmp)' Flüulkin MLkltbo deren o’cM I <6d)önn)afl,r lösten sich mit ® - fr in Haiienrod, Sc Btzhoh- König!. Oberl M Montac Morgens soll in dem C zu Weilbu Holz öjjenili werden'. 1. §liul lWerFick Wricte Sdjn tjau und 21 SNb 32 rin 15 ,i B- 13 Stück: mit 44 rm Ui und 145 Stück Stän 4 rm Ucj scheit Tchuhbet (Mr öar W«, Pt Dß«! Seist und Nt 06 Stück Ei 26,21 38 rin Eiche 26 SturfSSi: 128 Mitf 14 8n ‘ fcfiitft 17 r"> 6( mit Gierung m asst lvgrn. fth* Milin.6" ®'= !ü dem Neste d,s 10n bleibt darauf n Soldaten über- *«|t iß, M fln die tzotdatrn '"°usend Mann ,§COipg fttloilg ^AufstSndtschen 1M abn fpatn 5um rugegangene "agen worben, in kr Plfte gewisser n Lklavenvertrag )e' der arabischen Ankunft General heute Vornuttag Cabinet und em« )berfl v. Krosigf. erreichifchen Vot« ianbe( bett. Beriten, \n n#r Vw Entliheldlmg Verzeichnis am- zu machen; anbe« i, wenn die Be» Gebrauch machen ctage-Buchhandeis ndernisse in den M-Ig." di- Busch, wobei |u deutschen Staaten und Oesterreichö, ; dauernden Dua- 16m Bundeskriege ,n einer meist von vessen individuelle ien gerchsM er dem Ausbrut ischen Socialdeme1 düngen aus Khar» zwischen 3Ror.tJli» jsssuä* »M i”b,t gilt« fiS*ssS Äniw «e* ;*??& litt" SgÄ* ennanfleln; der Fthler dtcseö Stückes ist, daß eS mit Handlung förmlich vollgespickt tft, daß eine Handlung die andere drängt, ohne daß die vtrdrüngte hat autzreifen können. Ss gleicht bo8 ganze Schausptel einem Gewebe, daS auS lauter zerrissenen Fäden hergestellt wurde. Vorausgesetzt, daß man Handlung nennt, was nur ein Geschehntß tft. Der meph stopheltsche Graf von Arendurg hetrathet dos arme Watsenmödchen Ruth von Looeland, die kokette und schöne Wtttwe Adele von Orostl hetrathet den jungen Handwerkerkünftler Arnold Gebhardt, den Sohn etneS SchlossermcisterS, der Posizeipräsict (ein solcher Titel existirt unseres Wissens nicht in Deutschland!» beargwöhnt Ruth von Looeland, daß sie verbotene Schriften übersetze, und der aufstrebende Schriftsteller Georg Brüning, ein zweiter Elavigo. reift plötzlich mit seinem Macen noch Italien, weil — ja, weil er Adele von Aioftt liebt und sich vor Ruth von Looeland, die er zu lieben glaubt, schämt- Welcher Hauptgedanke, eS soll gar nicht gefragt fein, welcher ethische ließt denn diesem Schauspiel zu Grunde? Wozu werden denn olle diese Personen in Bewegung gesetzt? Der Zuschauer weiß nur, daß er in ein sehr wirres und bunteS Getriebe vieler Menschen gedickt hat, aber die Gründe für diese Menschenansammlung, für ihr Auf» und Abwogen kennt er nicht. Der Dichter soll doch nicht die Menschen alS Figuren eines immer wechselnden lebenden BildeS betrachten, tzr soll unS ihr Innerstes enthüllen; er soll sie so gebrauchen, daß man sieht, es ist ihm um ihr Thun und Treiben, ibr Streben und Wollen, nicht um ihr Umherstehcn zu thun. Erst mit dem dritten Akte kommt etwas Leben in die Sache: eS tritt in der Nutb von Looeland ein Charakter in den Vordergrund, der wenigstens unsere Sympathie erwecken kann- Das Beste an dem Stück tft noch die Diclion; auch der Dialog entbehrt nicht einer interessanten PoMttrung. Aber der Dialog, mag er noch so schön fein, und Solongesvräche, mögen sie auch pikant sein, werden niemals im Stande sein, den Hörer auf die Dauer zu fesseln- , , , , rf Kinzig die vortreffliche Darstellung hielt daS Schauspiel über Wasser. Der Haupi^ntbeil des Eisolgrs gcbübit Fräulein Kohrfen 1. Sie war alS Ruth von Looeland die Reiterin deS Stücks. Die Ausführung unterstützten, jeder mit dem Sprc'sicum seiner schauspielerischen Veranlagung, Herr Scholermaun (Graf von Arenburg), Herr Muff (Schlossermetster Gebdardt),Frau Brede lFrau Gebhardt), Fräulein Pögner I (Adele von Orofti) und Herr Schreiner (Corbach). Sogar Herr Berthold, als fremdsprachlicher Diener, brachte sein: It is ten minutes past cleven o’clock soft ohne Unfall heraus. Fräulein Kohrsen II. (Martha), Herr Sckönwasser (Georg Brüning), Herr Rickelt (Polize'präfect), Herr Ebel (Arnold Gebhardt), Herr Peters (Lichtenegp) und Herr Sauer mann (Edmund Merck) fügten sich mit Glück in den Rahmen des Ganzen ein. — Ein Frühlingsbote, ein Schmetterling, wurde uns heute von Karl Braun h Hattenrod, Sohn des dortigen Lehrers, übersandt. Eingesandt. Geehrter Herr Redacteur! Welcher Musikkenner hat denn die Kritik in Ihrer gestrigen Nummer über das in Wenzel'S Eaaldau am vorigen Sonntage stattgefundeae Wogner»Concert verbrochen t Man sollte eS nicht für möglich halten, daß Jemand sich erlaubt über Tonwerke unserer größesten Meister unb deren Ausführung zu urtheilen, der, in kaum glaublicher Weise, die von dem Sänger in diesem Concerte al« Zugabe gespendeten beiden sehr bekannten Müllerlieder von Franz Schubert für Gelänge auS der „Walküre" von Richard Wagner eikiärt. Handel und Verkebr. Gießen, den 19. Februar. Auf dem hcutigcnMarkt kostete: Butter per Pfund v*L 0.90—1.03 Hühnereier per Stück. 5—7 H, Enteneier per Stück 7—0 Gänseeier per Ctck. 11—00 ^>, Käse Stck. 5—9 Kasematte 3 -9>, Erbsen per Liter 2u 4. Linsen 32 Tauben per Paar 73—1,20 Hühner per Stück jl 0.90—1.30, Hahnen per Stück 0.75—1.40, Enten per Stück JL 2.00—2.20, Ochsenfleisch per Pfund 66—00 zruh- und Lttindfleisch 48—56 H, Kalbfleisch 45—30 -S, Schweinefleisch 60—00 Hammelfleisch 60—70 H, Kartoffeln per 100 Kilo H 3.40—1.00, Milch per Liter 13—18 H, Gänse per Pfd. 00—00, Zwiebeln per (Str. J4 12—00, Weißkraut per Hundert JL 0—0. Kepertoir der vereinigten Ztadttheater;u Frankfurt a. M. Opernhaus. Mittwoch den 20. Februar: Zur Erinnerung an die erste Aufführung des Verschwenders vor 50 Jahren. Volksoorstellung. Der Verschwender. Ermäßigte Preise. Außer Abonnement- Donnerstag den 21. Februar: Mignon. Mignon: Frau Luger als Gast. Freitag den 22 Februar geschlossen- Samstag den 23. Februar: Der Prophet. Fideö: Frau Luger alS Gast. Sonntag den 24- Februar: Teil. Schauspielhaus. Mittwoch den 20. Februar: Zum ersten Male wiederholt: Sein Zwillingsbruder. Donnerstag den 21. Februar geschlossen- Freitag den 22. Februar: Der lustige Krieg (Operette). Samstag den 23. Februar: Reif-Ret flingen Sonntag den 24. Februar: Urbild des Tartuffe. Allgemeiner Anzeiger. Nutzhosi-Nerlleigermig in der Königl- Oberförsterei Merenberg. All! Mmitag den 3. März d. I-, Morgens von 10 Uhr ab, soll in dem E. Gortz'schen Saale zu Weilburg nachstehendes Nutzholz öffentlich meistbietend versteigert werden: I. Schutzbczirk Odersbach: (FörsterFick Scheuernbergerhof bei Weilburg.) Distriete Schwardkubtrgerhau, Zunge- hau und (fapitäiißwalt) 2c.: 27 Stück Eichen-Stämme m. 9,49 fm 32 rin „ Nutzscheit u. Knüppel, 15 „ Buchen-Nuhscheit, 13 Stück Birken- u. Aspen-Stämme mit 4,76 fm, 44 rm Birken- und Aspen-Nutzscheit und Knüppel, 145 Stück Fichten- und Kiefern- Stämme mit 104,44 fm, 4 rm Fichten- und Kiesern-Nutz- scheit und Knüppel. II. Schuhbezirk Heckholzhausen: (Förster Hartmann zu Heckholzhausen, Post Obertiefenbach.) Distrikte Wolfersberg, Eiermiesenberg und (Oberbreiteloh 2C.: 56 Stück Eichen-Stämme mit 26,21 fm, 38 rm Eichen-Nutzknüppel, 16 „ Buchen-Nutzscheit, 26 Stück Birken- u. Aspen-Stämme mit 8,73 fm, 128 rm Birken- und Aspen-Nutzscheit und Knüppel, 24 Stück Kiefern^Stämme mit 15,59 fm, 80 rm Kiesern-Nutzscheit u. Knüppel. HL Schutzbezirk Lahr: (Waldwärter S ch m i d t zu Lahr, Post Dorchheim.) Distrikt Jjemnljedi: 2 StückEichen-Stämme m. 2,85 fm, 17 rm Hainbuchen-Nutzscheit. IV. Schuhbezirk Waldernbach: (Förster Wagner zu Waldernbach, Post Nkengerskirchen). Distriet Kohlhau und Dun-sköpptl :c.: 4 Stück Birken- u. Aspen-Stämme mit 1,92 fm, 2 rm Birken- n. Aspen-^tutzscheit, 1245 Stück Fichten-Stämme u. Derb- holzstangen mit 317,58 fm, 9,00 Hundert Fichten-Reiferholz- stangen IV. und V. Classe. Die Nadelholz-Stämme haben eine -Länge von 15 bis 2Q m und einen Durchmesser bis zu 46 cm, die Rundstücke der Nutzholzstötze einen solchen bis zu 40 cm und meist eine Länge von 2,4 in. Der Unterzeichnete sowohl, wie die bei den einzelnen Schutzbezirken aufgeführten Beamten sind zu jeder Auskunft über die betreffenden Hölzer bereit und werden dieselben auf Verlangen vorzeigen, auch können Kaus- liebhaber Auszüge aus den Nummerbüchern gegen Erstattung der Sckreib- gebühren von hiesiger Oberförsterei erhalten. Weilburg, den 16. Febr. 1884. Der Königliche Oberförster: 1182 Hölzerkopf. Holz-Versteigerung. Donnerstag den 21. d. Mts., Vormittags von 9 Uhr an, sollen in dem Beuerner Gemeindewald in verschiedenen Districten nachverzeichnete Holzsortimente, als: 297,4 Rm. Buchen-Scheitholz, 43 „ „ Knüppelholz, 108 ,, Eichen- und Nadel-Knüppelholz, 6250 Wellen Buchen-Reiser, 250 „ Eichen- „ 4600 „ Nadel- „ 139 Nm. Buchen-Stockholz, 23 „ Eichen- u. Nadel-Stockholz versteigert werden. Die Zusammenkunft ist oberhalb Fünjhausen. Beuern, den 18. Februar 1884. Gr. Bürgermeisterei Beuern. Ranft. 1184 Hiirmntliche Bauarbeiten und Lieferungen iunt Umbau der Acticn-Zuckerfabrit Büdingen in Ltoikheim — Oberfteffcn füllen im Wege der öffentlichen Submifsion in einem Loose vergeben werden und liegen Pläne, Bedingungen und Preisverzeichnisse vom 20- d- M. auf dem Bureau der Actien- Zuckcrfabrik Büdingen in Stockheim aus, woselbst auch gegen Erstatwng der Copi- alicn Abschriften der Bedingungen und Preisverzeichnisse zu haben sind. ^Betreffende Offerten sind bis zum 1. Marz d. I-, Morgens 10 Ubr bei dem Vorstande der Actien-Zuckerfabrik Büdingen in Stockheim mit entsprechender Aufschrift versehen, versiegelt und frei cinzureichen. Bemerkt wird noch, daß Kalk und Sandsteine in sehr guter Qualität in nächster Nähe zu haben sind. Stockheim, den 16. Februar 1884. Der Aufstchtsrath der Actien-Zucker- fabrik Büdingen in Stockheim. Reinhard Schaum- 1208 Holz-Versteigerung in der Fürstlichen Obersörsterei Hohensolms. Dienstag den 26. d. M. soll in den Districten „Scheuernwald", „Lapp en berg" und „H o l l e r b efc g" nachstehendes Brenn- holz versteigert werden: 201 Rm. Buchen-Scheitholz 1. Kl., 150 „ Buchen- u. Eichen-Prügel- hblz, 142 „ dgl. Stockholz, 6250 Wellen dgl. Reisholz. Die Zusammenkunft und der Anfang der Versteigerung ist borgend 9 y2 U h r in dem District „Scheuernwald" beim Teich. Alsdann wird Donnerstag den 28. d. M. in den Districten „Eichelsberg", „Scheuernwald", „Lappenberg" und „Hollerberg" nachstehendes Bau-, Werk- nnd Nutzholz versteigert: 17 Eichen-Schnittstämme mit 22,44 Festmeter, 293 Eichen-Stämme mit 118,84 Festmeter, zu Bau-, Wagner- und Grubenholz geeignet, 1 Buchen-Stamm mit 1,37 Festm., 82 Lärchen-Schnitt- und Baustämme mit 56,85 Festnteter, 57 Fichten - Baustämme mit 21,04 Festmeter, 20 Eichenstangen für Wagner, 355 starke Fichtenstangen, zu Sparren und Leiterbäumen tauglich. Die Zusamntenkunft und der Anfang der Versteigerung ist M o r g e n s vräcis 9 Uhr in dem District „Eichelsberg" zunächst dem Teiche. Hohensolms, am 16. Februar 1884. Fürstliche Oberförsterei Hohensolms. D ö r m e r, 1190 Reviersörfter. Versteigerung. Donnerstag den 21. Februar, ^Nachmittags 3 Ubr, werben im hiesigen Pfanblokal (Seltersweg) 5 Kommoben, 4 Kleiberschranke, 4 So- pha's, 3 Consolschränkcben, 18 Stühle. 1 Wanduhr, Waschtische, Küchen- fchranke, Spiegel, gegen Baarzahlung versteigert. Gießen, iin Februar 1884. Horn, 1204 Pfandmeister zu Gießen. Holzverfteigerung bei Der Stabt Allcndorf a b. §ba. In den hiesigen Waldungen sollen versteigert werden: 1. Freitag den 22. Februar, Vormittags^ Uhranfangend, in den Districten Vorderste und Hinterste Mark: 2 Rm. Buchen-Scheitholz, 11 „ Eichen-Knüppelholz, 243 „ Nadel- 12300 Wellen Nadel-Neisholz, 30 Eichenstämme, zus. 7,62 Fstm., 228 Nadelstämme, „ 83,93 „ 356 Nadel-Derbstangen, zusatnmen 25,67 Fstm., 198 Nadel-Reisstangen, zusammen 3,21 Fstm. Zusammenkunft an der Klimbacher Lehmkaute. 2. Samstag den 23. Februar, Vormittags vUhr anfangend, in den Districten Homberg, ELchstachel.Hünerling,Rutsch und Sauloch: 61 Rm. Buchen-Scheitholz, 19 „ „ Knüppel, 8 „ Radel- „ 9850 Wellen Buchen-Reisholz, 900 „ Eichen- „ 4000 „ Nadel- 17 Nm. Nadel-Stockholz, 305 Nadel-Neisstangen, zus. 4,51 Fstm- Zusammenkunft auf -er Atraße uad; Klimbach. All end orf a. d. Lumda, am 18. Februar 1884. Gr. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lda. Bieber. 1209» Holz-Versteigerung. Im Gräflichen Revier Arnsburg, kommen Freitag den 22. d. Mts. zur Versteigerung: Scheith., Prügelh., Stockh., Reiserh.^ Raumnreter. 152 171 88 898 Die Eichen - Forstreiser, District Danielskopf und Nutzgarten, werden nicht vorgezeigt und die Versteigerung beginnt Morgens 9 Uhr beim Kalkofen. Arnsburg, den 18. Februar 1884. 1194 Henckel. Kaffee roh und gebrannt, empfiehlt Robert Stuhl, 1202 23 Neustadt 23, Hohversteigerung im Gießener Stadtwald. Montag den 25. Februar 1884, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwald in dem District Oberhag nachverzeichnetes Holz Versteigert werden: A. Brennholz. Scheitln Prügelh Stockh. Reish. gtmtr. Nmtr. Rmtr. Wellen Buchen 134,7 53,9 76,2 1950 Eichen 247 222,3 121,7 3110 Nadel - - - 1922 B. Bau-, Werk- und Nutzholz. 2 Nadelstätmue mit 0,43 Fstm., 103 Nadelstangen „ 4,24 „ Die Zusammenkunft ist auf der Chaussee nach Schiffenberg an der 4. Schneise. Gießen, am 19. Februar 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 1214 A. Bramm. Hotzverflelgerungen. I. Donnerstag den 28. b. M werden ausgeboten im Gemeindewald a. von Großrechteubach, Vormittags von 8 Uhr ab: 80 Eilheustämme = 41,02 Fstm., 1 Buchenstamm — 0,42 Fstm, 42 Fichten- und Kiejernftämme = 6,85 Fstm., 111 Fichten- und Kiefernstangen l. bis 111. Cl., 1). von Hörnsheim, Mittags tzräcis 12 Uhr: 38 Eichenstämme — 59,36 Fstm., 9 Rmtr- Eichcuuntzholz, -e. von Lützellinden, Nachmittags präcis 1 Uhr: 15 Eichenstämme = 35,97 Fstm., 30 Kiefernstämme — 8,11 Fstm., 35 Kiefernstangcn L und 11. Cl., 15 Nmtr. Kiesernnutzholz; hierauf daselbst folgendes Brennholz: Eichen-' 41 Rmtr. Scheit, 7,5 Nmtr. Knüppel, 30 Rmtr. Reiser, 19 Rmtr. Stockholz. Buchen: 30 Nmtr. Scheit u. Knüppel. Kiefern : 38 Rmtr. Knüppel, 78 Rmtr. Reiser, 12 Nmtr Stockholz. Gemischt: 64 Rmtr. Reiser. II. Freitag den 29. d. Mts. werden ausgeboten iw Gemeindewald a. Großrechtenbach, von Vormittag) 8 Uhr ab: Eichen : 14 Rmtr. Scheit und Knüppel, 18 Nmtr. Reiser, 4 Nmtr. Stock, Buchen: 11,5 Nmtr. Scheit u. Knüppel, 30 Rmtr, Reiser, 2,30 Nmtr. Stock, Kiefern: 6 Nmtr. Knüppel, 131 Nmtr. Reiser, 6 Nmtr. Stock, Gemischt: 4 Rmtr. Reiser, 1). Hörnsheim, Vormittags von präcis 11 Uhr ab: Eichen: 87 Nmtr. Scheit u. Knüppel, 118 Nm. Reiser, 47 Nm. Stockholz, Buchen: 72,40 Nm. Scheit u. Knüppel, 175 Nm. Neiser, 33,5 Nm. Stockholz, Gemischt: 681 Nm. Nester. Die Versteigerungen beginnen im Großrechtenbacher Wald im District „Langerain" und werden hinterein- -ander abgehalten. Das sämmtliche Holz liegt nahe zusammen in demselben Forstrevier. Großrechtenbach, 17. Februar 1884. Das Bürgermeister-Amt. 1193 Jeikgeöotenes. Außer einer frischen Sendung Prima Lagerbier ist von Mittwoch den 20. an das erwünschte Bockbier im Zapf. 1213 Restauration L. Feidel. Ein Acker 211 rttrexn, “MSonnenittase. ^Kramer, ijfiiiiifn Wm Dr- Ager) für empfiehlt Rübsawen. "Häuft demeister, 9löb0tn. uste ' rudeln MM!, Neustadl 23. isches Lchnitzmcsstt n Schuhleisten billig Caplansgast'e 10. Alle ie unb Glace- fcmic M x. M iattrein, und Sonnenstiaste. lhungm. ;te§ Sinmicr notn f)offtra&c_53,2 Zi._ t sch'scheu Hause zwei . Nah^Neuftodt oo. j möblirte§ Awin" »bolfw_’i_ t! gtoef mit2 kid-u mW, au» fit «""1' l. Juli l'i , yg6MeiW‘_3.— biß« J"!“' gonnenftrcBc - üHinbiintn*1'* 'heu. S. «««•"'• befl aeipr;*”^ zurück- Berlage ;u Nr. 43 des „Gießener Anzeiger". Literarische-. In der unter dem Namen „Goldschmidt's Bibliothek ä Band 50 93 f-* (Verlag von Albert Goldschmidt in Berlin) bekannten und weitverbretteten Samsung von Romanen und Novellen unserer beliebtesten Schriftsteller ist wiedn rine Reihe neuer Bände erschienen und zwar von Ew. Aug. König, Levin Schücking. M.v. Schlägel, Gräfin Schwerin, Max Ring, M- Widdern, A- Streckfuß, Temme , O. Gtrndt u. A. Wir machen unsere Leser gern auf diese vortreffliche und außerordentlich billige Unter, baltunas-Bibliothek aufmerksam, die sich auch in ihrer Ausstattung durch deutliche, klare Schritt auözeichnet. D-r zuletzt erschienene Band enthä t die humoristische Erzählung „Ein ehrlicher Mann-, von Levin Schücking; dieselbe ist frisch undt anmuthig geschrieben und wirkt besonders durch ihren ungcsuchten Humor. Hoffentlich gelingt es jetzt, auch die unteren Schickten unseres Volkes, denen der bisher durch Cospottage vertriebene Schauer-Roman durch die neuen Gesche entzogen wurde, für die bessere Lectüre zu gewinnen, besonoerS da letztere in so ansprechender Form und zu so billigen Preisen in „Goldsckmidl's Bibliothek" geboten wird. Vermischtes. Butzbach, 16. Februar. Job. Gg. Becker und Carl Felsing, beide von Maibach, welche, wie bekannt, tm Monat December v. I. daS Pferd deS MüllerS Feuerbach zu Maiback in rohester Weife mit einem Beilhieb tödteteu, sind von der Strafkammer de« Grvßb- Landgericht« Gießen zu je 15 Monaten Gefänzmß oerurthettt worden. — Der in hiesiacm Gefängniß Interntrte, welcher deS Diebstahls eine« Hammel« verdächtig ist, verweigert btS jetzt jede Auskunft über seinen Namen und Geburtsort, der der Großh. Bürgermeisterei PohlgönS angegebene Namen und Geburtsort hat sich nämlich alS falsch erwiesen. Um nun die Persönlichkeit feftzustellen, wird derselbe photographtrt werden, um sein Bildniß der Polizei rc. veranschaulichen zu können. Offenbach, 14. Februar. fElectttsche Bahn) Unter der Lettung deS Herrn Oberingenieur Frischen von der Firma Siemens und HalSke in Berlin wurde heute die Strecke Oberrad-Frankfurt der electrischen Bahn zum ersten Male und zwar probeweise befahren. Von allen Seiten war daS Publtkum herbeigestromt, um demi tnter- essanten Schauspiele mit anzuwohnen und wenn noch Mancher Zweifi l in die BeMebS- Wlateit dieser neuesten Bahnanlaak setzte, so schwanden sie, als tr die-leganlen Wagen raffi dahersahren sah. Dl- Piob2 Therese Brede. Grosse Darmstdüter Silber-Lotterie des unter dem Protectorat Sr. König!. Hoheit des Grohherrogs von Hessen und bei Rhein stehenden Vereins des Landesverbandes der Kriegerkameradschaft „Haffia" in Darmstadt. 36,000 Mark Gewinne. — 60,000 ^oose. Für die am 31, 8»är$ 1S84 stattfindende Ziehung sind Loose — per Stück 1 Mark — zu haben in der Gxped. des Gießener Anzeigers, Schulstraße 7. Birnhonig in feinster Qualität empfiehlt Wilhelm Seibert, 1016 Marktstraße. Nußkohlen I , Mrlirtc Kohlen, Hcssenbrnkker Braunkohlen empfiehlt zu den billigsten Preisen 29 Emil Lotz. keunung. 1011 ■ Für Mütter und Hausfrauen! Weibezahns Präp. 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